Einzelhandel mit Antiquitäten und antiken Teppichen
Inbatec GmbHLiquidiert
58135 Hagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Norbert Ahnemann seit 9.7.2003 | Geschäftsführer |
Christian Papmahl seit 9.7.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.50% | |
| 37.50% | |
A**** G****** | 12.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Inbatec GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Inbatec GmbH ist ein weltweit führender Spezialist für die Batterieproduktion. Als Partner der Batteriehersteller projektiert und fertigt das Unternehmen Formationsanlagen für Blei-Säure Batterien nach höchsten Qualitätsanforderungen. Zu den wesentlichen Merkmalen unserer Anlagen gehört neben der hohen Produktivität und der reproduzierbaren Qualität des fertigen Produkts auch ein hohes Maß an Flexibilität und Funktionalität, die eine schnelle Anpassung an geänderte Produktanforderungen möglich machen. Zu unserem Kundenkreis gehören überwiegend Hersteller von Akkumulatoren auf Blei-Säure-Basis. Die Produkte finden sich einerseits als Energiespeicher und -lieferant in aller Art von Kraft-, Nutz,- Last,- und Flurförderfahrzeugen und anderseits in sämtlichen stationären Systemen wie beispielsweise Notstromanlagen, unterbrechungsfreie Stromversorgungen für Gebäude, Rechenanlagen und -zentren sowie vielen sonstigen industriellen Anwendungen. Bei der Herstellung der Akkumulatoren ist deren Formation (erstmalige Befüllung mit Säure und erste Ladung) zum Ende des Produktionsablaufes einer der für eine gute Qualität mitentscheidenden Faktoren. Wir bieten unseren Kunden innovative Produkte für einen hochproduktiven und umweltschonenden Herstellungsprozess unter Berücksichtigung schwieriger Prozessbedingungen. Hierbei kommen moderne Produktionsabläufe und Fertigungs- und Automatisierungsmethoden zum Einsatz um beim Einsatz von korrosiver Schwefelsäure und der besonderen Sensibilität der elektrochemischen Vorgänge im Blei-Säure-System beste Ergebnisse erzielen zu können. Diese sind maßgeblich um unseren Kunden als Hersteller von Akkumulatoren deren Formation zum Ende des Produktionsablaufes den für die Qualität mitentscheidenden Faktor liefern zu können. Als renommierter Spezialist sind wir international präsent. Seit 2001 haben wir rund 400 Anlagen für die Formation von Industrie- und Starterbatterien sowie Säuremischanlagen entwickelt, gefertigt und mit eigenem Personal aufgestellt und in Betrieb genommen - in mehr als 26 Ländern. Ein weltweites Netz an Servicepartnern gewährleistet kompetenten Service vor Ort. 2. Forschung und Entwicklung Ein hoher Qualitätsstandard unter Einhaltung der Regeln der Technik ist dabei ein stetiger und selbstverständlicher Leitfaden. Ein Team aus Ingenieuren, Technikern und Verfahrensmechanikern entwirft, konstruiert, baut und testet im hauseigenen Technikum Weiterentwicklungen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden erfolgt eine Prototyperprobung unter Praxisbedingungen und entsprechende Modifizierungen bis zur Serienreife. Hierfür unterhält die Inbatec Kooperationen mit Partnern wie der IUBH. Die IUBH ist eine staatlich anerkannte private Hochschule mit über 28 Standorten in Deutschland und Österreich. Mit ihrem dualen Studienmodell bietet sie die Möglichkeit zu studieren und gleichzeitig Berufserfahrung in einem Unternehmen zu sammeln. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis hat die Überzeugung geleistet, Kooperationspartner der IUBH zu werden. Durch die Zusammenarbeit mit der IUBH können wir nicht nur qualifizierte Mitarbeiter gewinnen, sondern wir können diese auch ganz gezielt intern ausbilden. Mit Wirkung zum 01.01.2020 ist die Firma Kustan GmbH (ehemals Kustan GmbH & Co. KG) in den Unternehmensverbund rund um die RedDotPlastics GmbH aufgenommen worden und operiert als eigenständiges und gleichberechtigtes Schwester-Unternehmen. Sowohl die Kustan als auch die Inbatec sind bereits viele Jahre erfolgreich im Kunststoffanlagenbau tätig und im Markt etabliert, stehen für hohe Qualität und innovative Lösungen. Durch die Zusammenarbeit von der Kustan und der Inbatec versprechen wir uns eine noch stärkere Positionierung am Markt mit einer breiteren Produktpalette und verbesserte Leistungen in den Bereichen Engineering, Service und Support. Die Blei-Säure-Batterie und deren zugrundliegende Technologie wird seit mehr als 100 Jahren gebaut und wurde bereits millionenfach eingesetzt, trotzdem bedarf es zur Optimierung Ihrer Energiedichte, Ihrer Lebensdauer und damit Ihrer Nachhaltigkeit einer stetigen Weiter- und Fortentwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Infektionsgeschehen bremst die wirtschaftliche Erholung. Während die kontaktintensiven Dienstleistungsbereiche durch neue Beschränkungen wie 2G-Regelungen gebremst werden, leidet die Industrie nach wie vor unter den Engpässen bei Vorleistungsgütern. Unterbrechungen in den Lieferketten haben in diesem Jahr und im Folgejahr maßgeblich dazu beigetragen, die weltweite Erholung zu verzögern. Verzögerungen in der Schifffahrt und ein Mangel an Schiffscontainern haben auf der einen Seite das Angebot verkleinert. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage nach vielen Gütern, nachdem die Corona-Beschränkungen gelockert wurden, stark gestiegen. So suchen in vielen Branchen die Hersteller händeringend nach Komponenten und Rohstoffen. Mit zu den am stärksten betroffenen Branchen gehört der Automobilsektor. Viele Autobauer mussten ihre Produktion immer wieder drosseln oder zeitweise ganz einstellen, weil ihnen Zwischenprodukte, insbesondere Halbleiter, fehlten. Die Knappheit an Rohstoffen und anderen Gütern sowie höhere Energiepreise haben die Inflation in der Eurozone und in den USA auf ein Mehrjahreshoch getrieben. Das beunruhigt weltweit die Finanzmärkte. Bei vielen geht die Angst um, dass die Zentralbanken die Zinssätze vorzeitig erhöhen, um die steigenden Preise zu zügeln. Die Expertinnen und Experten der Europäischen Zentralbank (EZB) gehen davon aus, dass die Preise durch vorübergehende Faktoren wie Lieferengpässe, höhere Energiepreise und Basiseffekte in die Höhe getrieben werden. Sobald die Auswirkungen des weltweiten Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage abklingen, werde sich auch die Inflation abkühlen, heißt es von der EZB. Die ersten Anzeichen sind erkennbar, dass der Höhepunkt der Engpässe bald überwunden sein wird. Die Unternehmen lernen, mit den Lieferengpässen umzugehen, indem sie z. B. ihre Beschaffung neu organisieren. Wenn sich die Lieferengpässe über das nächste Jahr auflösen, wird es zu einer deutlichen Beschleunigung der wirtschaftlichen Erholung kommen. 2. Lage Die Lage des Unternehmens ist geprägt von dem operativen Geschäft einerseits und den nationalen und internationalen Auswirkungen der Corona-Pandemie anderseits. a) Ertragslage Das bisher vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr der Gesellschaft wurde nunmehr ab dem Zeitraum vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 auf ein kalenderjahrgleiches Wirtschaftsjahr umgestellt. Für die Gesellschaft ergab sich daraus ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 01. Juli 2019 bis zum 31. Dezember 2019. Aus dem vorgenannten Grund können die hier aufgeführten Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2020 nur eingeschränkt mit denen des Rumpfgeschäftsjahres vom 01. Juli 2019 bis zum 31. Dezember 2019 verglichen werden. Das im Berichtsjahr erwirtschaftete Rohergebnis in Höhe von 9.759 TEUR (VJ: 6.387 TEUR) bestätigt weiterhin eine gute und solide Position des Unternehmens trotz der internen und externen Widrigkeiten und Umstände. Dem Rohergebnis stehen Umsatzerlöse in Höhe von 16.353 TEUR (VJ: 5.422) bei gleichzeitiger Verminderung der Bestände an halbfertigen und fertigen Erzeugnissen von 2.390 TEUR (VJ: Bestandserhöhung 4.434 TEUR) gegenüber. Die Nachfrage erstreckte sich über alle Märkte, wobei nach wie vor ein Großteil der Nachfrage aus dem außereuropäischen Ausland resultiert. Aufgrund der Veränderung des Personalstandes entwickelten sich die um Sondereffekte bereinigten Personalaufwendungen von 3.545 TEUR aus dem Teilwirtschaftsjahr 2019 auf 5.800 TEUR im Jahr 2020. Der Personalbestand wird kontinuierlich den entsprechenden Bedürfnissen angepasst, wobei durch den Zusammenschluss im Unternehmensverbund mit der Firma Kustan zunächst nach internen Lösungen gesucht wird. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Verhältnis zur Gesamtleistung lediglich um rund 2,3 %. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 5 TEUR verschlechtert. Diese Entwicklung resultiert aus einer nahezu unveränderten Entwicklung der Zinsaufwendungen bei einer gleichzeitigen leichten Reduzierung der Zinserträge. Im prozentualen Verhältnis reduzierten sich die Zinserträge leicht von 0,18 % auf 0,17 % vom Umsatz. Das neutrale Ergebnis in Höhe von - 1.595,5 TEUR fällt deutlich negativ aus. Neutralen Erträgen im Jahr 2020 von TEUR 4,5 (VJ: 6 TEUR) stehen neutrale Aufwendungen in Höhe von 1.600 TEUR (VJ: 21 TEUR) gegenüber, die als außerordentlich zu bezeichnen sind und die im Zusammenhang mit der eingeleiteten operativen Geschäftsführungsnachfolge stehen und das ordentliche Betriebsergebnis des Berichtsjahrs belasten. Das Ergebnis vor Steuern beträgt hiernach 207 TEUR (VJ: 1.282 TEUR), die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresergebnis von 99 TEUR (VJ: 827,1 TEUR) ab. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Skontofristen auszunutzen sowie Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die flüssigen Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um 6.968 TEUR auf 2.828 TEUR reduziert, jedoch stehen der ausschüttungsbedingten Reduzierung des Eigenkapitals in Höhe von 4.181 TEUR von 4.755 TEUR auf 574 TEUR eine Verringerung der Fremdmittel um 6.201 TEUR bei den Anzahlungen und den Lieferantenverbindlichkeiten von 14.015 TEUR auf 7.815 TEUR gegenüber. Einer möglichen erhöhten Risikovorsorge wurde durch eine Erhöhung der Rückstellungen in Höhe von 1.451 TEUR von 4.456 TEUR auf 5.907 TEUR Rechnung getragen. Auch im Berichtsjahr ist es uns gelungen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu verzichten. Hierbei konnten sämtliche Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden unter Ausnutzung möglicher und bestehender Skontofristen. Die langfristigen Vermögensgegenstände sind durch das bestehende Eigenkapital gedeckt. Die Vorräte, kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. c) Vermögenslage Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten lässt sich wie folgt für das Jahr 2020 zusammenfassen: Der Wert des Anlage- und Finanzanlagevermögens verringerte sich abschreibungsbedingt um 82 TEUR auf 515 TEUR. Die Vorräte, bestehend aus Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen, sowie in Arbeit befindlichen Aufträgen, haben sich im Berichtsjahr um 2.644 TEUR von 9.384 TEUR auf 6.740 TEUR verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr um 60 TEUR von 1.319 TEUR auf 1.259 TEUR verringert, während sich die kurzfristigen sonstigen Vermögensgegenstände um 671 TEUR von 2.356 TEUR auf 3.027 TEUR erhöht haben. Der ausschüttungsbedingten Reduzierung der eigenen Mittel in Höhe von 4.181 TEUR steht eine Minderung der Fremdmittel bei den Anzahlungen und den Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von 6.201 TEUR gegenüber. III. Prognosebericht Die unbestimmte Dauer sowie der Umfang der Maßnahmen der jeweiligen Regierungen zur Pandemiebekämpfung machen es schwierig, positive sowie negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf zuverlässig einzuschätzen. Verlässliche Angaben zum Einfluss der anhaltenden Coronapandemie auf die beobachteten Kennzahlen sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts quantitativ daher nicht möglich. Diese hängen von dem Ausmaß und der Dauer der Beeinträchtigungen durch das Virus und die darauffolgende wirtschaftliche Erholung ab. Die Produktion am Standort ist noch nicht betroffen, da Aufträge aus der Vor-Covid-Zeit abgearbeitet werden und auch der Versand der Anlagen größtenteils möglich ist. Bezüglich der Neuaufträge ist eine sehr deutliche Abschwächung eingetreten. Hier bleibt zu beobachten, ob eine Belebung der Investitionstätigkeit unserer Kunden in den nächsten Wochen eintritt. Für das Jahr 2021 ist mit einer Gesamtleistung von rund 16 Mio. Euro zu rechnen, die Gesamtleistung liegt damit erfreulicherweise rund 2 Mio. Euro über dem Gesamtleistungsniveau des Vorjahres. Jedoch führt die andauernde, weltweite Problematik auf der Beschaffungsseite (Force Majeure) weiterhin zu Lieferengpässen und Lieferverzögerungen, so dass Projekte nicht fertig gestellt werden können. Die Kosten auf der Beschaffungsseite sind zudem extrem gestiegen, es gelingt uns hierbei derzeit nicht, diese vollumfänglich auf die bestehenden Projekte umzulegen, weil ein Großteil der bestehenden Aufträge vor den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie verhandelt wurden. Die Nachfragesituation ist erfahrungsgemäß rund um den Jahreswechsel eher verhalten, wir erwarten für das Jahr 2022 keinen erheblichen Anstieg der Nachfragesituation, aber durchaus auf dem Niveau des Jahres 2021. Die räumlich unzureichende Situation am bestehenden Standort in Hagen, dessen Veränderung unmittelbar geplant war, wurde von einer kurzfristigen auf eine mittelfristige Umsetzung disponiert. Größere Investitionen sind zunächst in die IT Infrastruktur und ein einheitliches ERP - System geplant. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Als weltweit tätiges Unternehmen sind wir von der Covid-19-Pandemie insoweit betroffen, dass die geplanten Montageleistungen beim Kunden nicht wie geplant stattfinden können und damit die Projektabschlüsse auf nicht bestimmbare Zeit verschoben werden müssen. Ein Teil unseres Geschäftsfeldes unterliegt dem Wandel den wir im Allgemeinen bei der Autoindustrie wahrnehmen können. Durch ein erhöhtes Umweltbewusstsein der weltweiten Bevölkerung und immer strengeren Abgasregelungen einzelner Staaten, legt der Anteil der Elektromobilität weiter zu. Im Bereich der Starterbatterien kann sich diese Entwicklung negativ auf zukünftige Investitionen der Batteriehersteller auswirken, da die Elektrofahrzeuge eine Blei-Säurebatterie nicht mehr benötigen. Ertragsorientierte Risiken Inflation und Beschaffungsrisiken stellen derzeit die größten Herausforderungen dar. Die auf Seiten des Beschaffungsmarktes resultierenden Kostenerhöhungen müssen durch Preisanpassungen und damit verbundene Preisgleitklauseln an den Kunden weitergeben werden. Die ist jedoch bei langfristigen Projektzeiten und Aufträgen, die vor den Auswirkungen der Pandemie abgeschlossen wurden, nur teilweise möglich. Die Veränderungen durch den demographischen Wandel verschärfen den Fachkräftemangel im In- und Ausland. Wir müssen auch in Zeiten eines geringeren Auftragsvolumens den Mitarbeiterstamm beibehalten, drohende pandemie- und quarantänebedingte Ausfallzeiten können nur so aufgefangen werden, der potentielle Anteil an Home-Office Arbeitsplätzen ist hierbei eher unbeachtlich. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Darüber hinaus erfolgen die Auslieferungen nur nach dem Erhalt der vereinbarten Anzahlungen, so dass bisher auf eine Forderungsausfallversicherung verzichtet werden konnte. Fremdwährungsgeschäfte werden nur in Ausnahmefällen und wenn nur in USD abgewickelt. Bisher haben und konnten wir auf Kurssicherungsgeschäfte verzichten. Potenzielle Währungsrisiken sind somit derzeit nicht vorhanden. 2. Chancenbericht Den Force Majeure auf der Beschaffungsseite konnten wir durch unsere breite Palette von Liefermöglichkeiten weitestgehend verhindern. Hilfreich waren hierbei einerseits der Umstand, dass einige Anlagen nicht termingerecht montiert werden konnten aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen der Reisebestimmungen und anderseits konnten durch die Integration des Schwesterunternehmen Kustan in den Unternehmensverbund die Liefermöglichkeiten intern und extern noch ausgebaut werden. Kapazitäts- und Lieferengpässe können, wenn ausreichend Vormaterial vorhanden ist, unternehmensübergreifend und standortübergreifend kompensiert werden Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir durch unseren Zusammenschluss mit Kustan, die dadurch erweiterte Kompetenz, langjährige Erfahrung, Zuverlässigkeit und Innovationen begegnen. 3. Gesamtaussage Für die Gesellschaft waren für 2020 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken und sonstige Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage existieren im Prognosezeitraum insbesondere in einem erheblichen Dissens auf der Gesellschafter,- und Geschäftsführungsebene hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens und des Unternehmensverbund. Die Einleitung einer notwendigen in die Zukunft gerichteten Unternehmensnachfolge ist eingeleitet, der finale Vollzug ist im Februar 2022 vorgesehen. Die Lage des Unternehmens ist angesichts der nationalen und internationalen Umstände als solide und gut zu bezeichnen, die zu erwartenden Risiken sind pandemiebedingt und nicht vollumfänglich abzuschätzen.
Hagen, 16. Februar 2022 gez. Norbert Ahnemann gez. Christian Papmahl gez. Friedrich Woeffler BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaft aufgestellt. Das bisher vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr der Gesellschaft wurde ab dem Zeitraum vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 auf das Kalenderjahr umgestellt. Für die Gesellschaft ergab sich dadurch ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli 2019 bis zum 31. Dezember 2019. Die Änderung der Satzung und damit die Umstellung des Geschäftsjahres wurde am 15. Januar 2020 in das Handelsregister eingetragen. Die Vorjahreswerte des Abschlusses umfassen einen Zeitraum von 6 Monaten und entsprechen den Werten des Vorjahresabschlusses mit dem Rumpfgeschäftsjahr, während das laufende Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr entspricht und somit einen Zeitraum von 12 Monaten umfasst. Zur Gliederung der Finanzanlagen wurde hinsichtlich der Genossenschaftsanteile von der Regelung des § 264a Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht und die Postenbezeichnung angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Inbatec GmbH Firmensitz laut Registergericht: Hagen Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Hagen Register-Nr.: 4185 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und degressiv abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Für Gegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro im Einzelfall, hat die Gesellschaft die Bewertungsfreiheit gemäß § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen. Die Finanzanlagen, insbesondere die sonstigen Wertpapiere, werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Unfertige Leistungen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapieren wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennbetrag bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufes. Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung erfolgte auf Grundlage des vorliegenden Gutachtens der febs Consulting GmbH vom 15. Februar 2021. Als Rechtsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln GmbH, Köln mit einem Rechnungszinsfuß von 2,30 % bzw. 1,60 % p.a.. Der Rechnungszinsfuß stellt den Abzinsungszinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbszinsV) für Dezember 2019 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren dar, basierend auf einem Jahresdurchschnitt von 10 bzw. 7 Jahren. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der projected unit credit method (PUC-Methode) i.S.d. IAS 19 ermittelt. Als rechnungsmäßige Altersgrenze wurde jeweils das vertraglich zugesagte Pensionsalter angesetzt. In Anlehnung an die 15-jährige Entwicklung des VPI wurde ein Rententrend von 1,50 % p.a. berücksichtigt. Ein Gehaltstrend wurde aufgrund der Festbetragszusage nicht berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen betragen unter Berücksichtigung des Rechnungszinsfußes von 2,30 % 961.633,00 Euro. Der Ausweis der Rückstellung erfolgt unter Saldierung der entsprechenden abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung mit einem Wert von 411.587,92 Euro zum Bilanzstichtag. Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeaufwendungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 160.315,00 Euro. In dieser Höhe besteht gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassemittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Latente Steuern gemäß § 274 HGB wurden nicht gebildet. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Werte nicht.
Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf 53.187,20 Euro (Vorjahr 518.829,79 Euro) Sonstige Vermögensgegenstände Unter dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind gemäß § 268 Abs. 3 Satz 2 HGB Umsatzsteuer-Ansprüche in Höhe von 115.448,26 Euro ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Angaben zu den Restlaufzeitvermerken Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Gegenüber der Sparkasse Hagen hat die Gesellschaft zwei Bürgschaftserklärungen zur Sicherung von Forderungen gegenüber zweier Gesellschafter/Geschäftsführer abgegeben. Der Gesamtbetrag der erklärten Bürgschaften beläuft sich auf 400.000,00 Euro. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 80.000,00 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen ausschließlich Mietverträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend §275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 103 Personen (Vorjahr 107) beschäftigt. Davon waren 2 Teillzeitkräfte (Vorjahr 4). Name der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Norbert Ahnemann ausgeübter Beruf: Dipl. Ingenieur Geschäftsführer: Armin Gaspers (bis 03.04.2020) ausgeübter Beruf: Dipl. Ingenieur Geschäftsführer: Christian Papmahl ausgeübter Beruf: Dipl. Ingenieur Geschäftsführer: Friedrich Woeffler ausgeübter Beruf: Dipl. Ingenieur Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Befreiungsvorschriften Zur Angabe der Aufwendungen für Organe wird die Befreiungsvorschrift § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Vorschüsse und Kredite sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Geschäftsführer wurden nicht eingegangen. Zur Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird die Befreiungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Angaben werden auf Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB übermittelt. Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB Am 30.01.2020 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ausgerufen. Seit dem 11.03.2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie ein. Andauernde Einschränkungen aufgrund des Coronavirus sowie die Abstimmung zur zukünftigen Neuausrichtung des Unternehmens auf der Gesellschafter- und Geschäftsführungsebene könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den Jahren 2021 und 2022 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2020 in Höhe von 98.659,25 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Hagen, 16. Februar 2022 gez. Norbert Ahnemann gez. Christian Papmahl gez. Friedrich Woeffler sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.02.2022 festgestellt. BerichtsprüfungBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Inbatec GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Inbatec GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Inbatec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Detmold, 16. Februar 2022 HWP
Hinrichs & Partner mbB
Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfung/Steuerberater |
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