Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 110933
Eingetragen
13.12.2007
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung von pharmazeutischen und kosmetischen Erzeugnissen sowie Nahrungsergänzungsmitteln aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Tobias Moses Mommertz
seit 20.3.2024
Prokura
Joaquin Oms Arias
seit 20.3.2024
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Christian Jaaks
seit 21.11.2019
Geschäftsführer
Sylke Wenzel
seit 18.1.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.95% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Santo Holding AGCHE
84.96%
9.96%
5.03%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
401.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Advance Pharma GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Advance Pharma GmbH, Berlin, ist ein Hersteller für orale, feste Humanarzneiformen. Hierzu hat die Gesellschaft eine Herstellungserlaubnis im Sinne §13 AMG vom Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin. Neben Arzneimitteln stellt die Gesellschaft auch artverwandte Produkte wie beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel oder diätische Lebensmittel her.

Die Gesellschaft ist nicht im Besitz eigener Zulassungen. Sie produziert daher als Lohnhersteller für andere, d. h. sie wird von Dritten mit der Produktion entsprechend der Rezeptur ebendieser beauftragt. Auftraggeber sind verschiedene namhafte Pharmafirmen aus Deutschland oder auch dem benachbarten europäischen Ausland.

Die Gesellschaft gehört zum Aristo Pharma GmbH Konzern und wird auch im Aristo Pharma Konzernabschluss konsolidiert. Die Aristo Pharma als mittelbare Muttergesellschaft oder andere Tochterunternehmen sind gleichzeitig Hauptabnehmer der von der Gesellschaft hergestellten Arzneimittel.

1.2. Forschung & Entwicklung

Die Gesellschaft führt Entwicklungen grundsätzlich nur im Auftrag von Kunden und ohne eigenes Risiko durch. Die Advance Pharma GmbH, Berlin, nutzt für diese meist galenischen Entwicklungen zu einem hohen Anteil eigene Kapazitäten. Um flexibel auf die jeweiligen Anforderungen reagieren zu können nutzt die Gesellschaft für die Produktentwicklung nach Möglichkeit auch Ressourcen, die normalerweise für die kommerzielle Herstellung genutzt werden. Dadurch wird gleichzeitig sichergestellt, dass perspektivisch regelmäßig neue und interessante Produkte in die eigene Herstellung aufgenommen werden können. Da den damit zusammenhängenden Aufwendungen immer auch Erträge von den Auftraggebern gegenüberstehen, erübrigt sich ein quantitativer Ausweis.

2. Wirtschaftsbericht

Laut Statistischem Bundesamt (Pressemitteilung vom 15. Januar 2019 - 018/19) war die konjunkturelle Lage in Deutschland durch Wachstum im neunten Jahr in Folge gekennzeichnet. Ausschlaggebend hierfür war die Binnennachfrage. Neben den privaten Konsumausgaben stiegen insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen deutlich. Der Markt für Arzneimittel und insbesondere der verschreibungspflichtigen gilt jedoch als konjunkturunabhängig, so dass für die Gesellschaft spezifische Entwicklungen der Branche eine größere Relevanz haben.

Der Kostendruck im deutschen Gesundheitssystem von Seiten der gesetzlichen Versicherer ist weiterhin zu spüren. Das Instrument der Verträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Herstellern nach § 130 ff. SGB V hat sich etabliert und wird auf Seiten der ausschreibenden Krankenkassen nur noch in Nuancen verändert. Bei einem üblichen Ausschreibungszeitraum von zwei Jahren kann auch weiterhin davon ausgegangen werden, dass jegliche Produktivitätsgewinne auf Seiten der Hersteller mit dem neuen Ausschreibungszyklus an die Krankenkassen weitergegeben werden.

Im Bereich der Lohnherstellung ist in Europa eine zunehmende Konzentration festzustellen. Es deutet sich an, dass Lohnherstellung ohne einen starken Verbund zunehmend schwieriger wird. Dies zeigen auch zahlreiche Betriebsaufgaben von eher mittelständisch geprägten Lohnherstellungsunternehmen.

2.1. Geschäftsverlauf

Das Geschäft verlief im Jahr 2018 schlechter als erwartet. Insbesondere der Transfer der Verpackung von der esparma Pharma Services GmbH, Sülzetal, führte zu Beeinträchtigungen in den Arbeitsabläufen. Die Steuerung des Geschäftes erfolgt maßgeblich über das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen).

Die Gesellschaft befindet sich immer noch in einem Umbruch. Im Geschäftsjahr 2018 konnte der Transfer der Produkte der Pharma Wernigerode GmbH, Wernigerode, weitestgehend abgeschlossen werden. Nachdem Anfang 2018 die Entscheidung getroffen wurde, die Verpackung der esparma Pharma Services GmbH, Sülzetal, zukünftig bei der Advance Pharma GmbH, Berlin, durchzuführen, wurde der Umzug der Maschinen im ersten Halbjahr 2018 durchgeführt und weitestgehend abgeschlossen. Auf Grund der notwendigen Integration in die Betriebsabläufe und das erforderliche Einstellen und Anlernen neuer Mitarbeiter konnte die volle Leistungsfähigkeit im Geschäftsjahr noch nicht erreicht werden.

Weitere finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden derzeit nicht erhoben.

2.2. Lage

2.2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich durch den Verkauf von in Kundenauftrag hergestellten Arzneimitteln erzielt und sind im Geschäftsjahr auf TEUR 25.718 (2017: TEUR 26.257) gesunken. Hauptursache hierfür sind die bereits beschriebenen Probleme bei der Inbetriebnahme der hinzugekommenen Produktionsbereiche.

Der Umsatz ist wie folgt nach Regionen gegliedert: Inland 79%, EG 15%, Drittländer 6% des Gesamtumsatzes im GJ 2018.

Durch einen Bestandsaufbau von fertigen und unfertigen Erzeugnissen wuchs das Rohergebnis trotz Umsatzrückgang im Jahr 2018 auf TEUR 13.438 (2017: TEUR 13.161).

Die Personalkosten der Gesellschaft sind bedingt durch den Mitarbeiteraufbau auf TEUR 8.069 gestiegen (2017: TEUR 6.893).

Die Abschreibungen sind durch die Übernahme der Verpackungsmaschinen deutlich auf TEUR 1.986 gestiegen (2017: TEUR 1.268).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von TEUR 5.737 in 2017 auf TEUR 7.047 im Berichtsjahr. Der Anstieg war somit konträr zur Umsatzentwicklung und spiegelt die mit der Integration der zusätzlichen Verpackung verbundenen Aufwendungen wider.

Die Gesellschaft ist als herrschende Gesellschaft mit der Lindopharm GmbH, Hilden, einen Ergebnisabführungsvertrag eingegangen, der am 14. April 2016 in das Handelsregister eingetragen worden ist. Dieser gilt ab dem Geschäftsjahr 2016. Hieraus resultieren Erträge in Höhe von TEUR 1.083 (2017: TEUR 2.762).

Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.131 aus (2017: Jahresüberschuss TEUR 1.664).

Die Gesellschaft bekommt regelmäßig rollierende Forecasts von Ihren Kunden. Auf dieser Basis ist von einer stabilen bzw. leicht wachsenden Auftragssituation auszugehen. Allerdings ist zu beachten, dass verbindliche Bestellungen in der Regel nur für die nächsten 6 Monate platziert werden, wie es in dieser Industrie Standard ist.

2.2.2. Finanzlage

Die Gesellschaft wird vollständig durch Gesellschaftermittel finanziert und durch eine Cash-Pool-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft Aristo Pharma GmbH, Berlin, verbunden. Dabei werden alle auf den einbezogenen Konten anfallenden Guthaben-Salden auf ein gesondertes Konto der Muttergesellschaft überwiesen. Im Falle eines Negativsaldos auf einem einbezogenen Konto werden zum Zwecke des Ausgleichs auf Null Beträge von der Muttergesellschaft überwiesen.

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 310 im Berichtsjahr (2017: TEUR 417). Der starke Rückgang der Rückstellungen ist durch den Rückgang von Steuerrückstellungen auf TEUR 7 (2017: TEUR 194) getrieben.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr änderte sich das Eigenkapital der Gesellschaft ausschließlich durch das Jahresergebnis. Die Eigenkapitalquote sinkt deutlich auf 12,8% (2017: 33,9%)

Zum 31.12.2018 betrug das Eigenkapital TEUR 4.493.

Die liquiden Mittel betrugen bedingt durch das Cash-Pooling zum Bilanzstichtag TEUR -1 (2017: TEUR 3). Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Kreditlinien. Durch die Einbindung in die Aristo-Gruppe und der damit verbundenen Gesellschafter-Finanzierung stehen dem Unternehmen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, um Zahlungsverpflichtungen stets erfüllen zu können.

2.2.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen stieg von TEUR 10.081 im GJ 2017 auf TEUR 17.598 im GJ 2018, fast ausschließlich durch die Zugänge in Sachanlagevermögen im Zusammenhang mit dem Transfer von Maschinen im Rahmen der Übernahme der Verpackung von der esparma Pharma Services GmbH, Sülzetal.

Aufgrund der zusätzlichen Wertschöpfungsstufe Verpackung und bedingt durch Probleme bei der Inbetriebnahme der neuen Produktionsbereiche stieg der Vorratsbestand von TEUR 6.767 in 2017 auf TEUR 14.104 zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber Dritten sanken in Folge des Umsatzrückgangs auf TEUR 1.332 (2017: TEUR 1.519).

3. Nachtragsbericht

Am 01. April 2019 hat die Gesellschaft erfolgreich SAP als neues ERP-System eingeführt.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Für die kommenden Jahre strebt die Geschäftsführung vor allem die Modernisierung der technischen Ausstattung und die Optimierung der Abläufe an. Ziel ist es, den Standort weiter als einen Lohnherstellungsstandort für orale feste Arzneiformen mit hohen Stückzahlen zu etablieren. Hierzu ist es unter anderem notwendig, das Produktportfolio entsprechend zu gestalten. So wird bei der zukünftigen Auftragsannahme ein besonderes Augenmerk auf die Chargengröße und das erzielbare Jahresvolumen gelegt werden. Der Kundenkreis soll dabei weiterhin aus verbundenen Unternehmen als auch aus Drittunternehmen bestehen.

Die Integration der kompletten Verpackung der hergestellten Produkte und die damit verbundene Behebung der operativen Probleme werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 vollständig abgeschlossen werden.

In Folge weiterhin hoher Aufwendungen für die Integration und trotz eines erwarteten Anstiegs im zweistelligen Prozentbereich der Erträge aus der Ergebnisabführung (2018: TEUR 1.083) der Lindopharm GmbH, Hilden, geht die Geschäftsführung für 2019 noch von einem geringen Jahresfehlbetrag aus.

4.2. Risikobericht

Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit ist die Gesellschaft einer Reihe von üblichen Risiken ausgesetzt, wie sie jeder unternehmerischen Betätigung innewohnen, so in den Beständen an Vorräten und Forderungen, Änderungen der gesetzlichen Regularien, im Beschaffungsbereich und bei der Abhängigkeit von Kunden. Spezifische Risiken von größerer Bedeutung und Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind jedoch nicht erkennbar. Gegenüber dem Vorjahr ist keine wesentliche Veränderung der Risiken zu erkennen.

In der Lohnherstellung beschafft die Gesellschaft einige Wirkstoffe auf Basis des US Dollars. Die aktuelle Entwicklung des Wechselkurses führt zu steigenden Beschaffungskosten. Eine Steigerung der Beschaffungskosten kann die Gesellschaft nicht in vollem Umfang und auch nur mit einem zeitlichen Verzug auf die Kunden übertragen.

Daher beobachtet die Gesellschaft die Devisenmärkte weiterhin äußerst aufmerksam. Die Aristo Pharma GmbH, Berlin, als Muttergesellschaft betreibt begrenzte US Dollar-Sicherungsgeschäfte, an denen die Gesellschaft partizipiert.

Die Finanzierung des Gesundheitssystems ist in den meisten Volkswirtschaften eine Herausforderung. Der demographische Wandel und immer neue Möglichkeiten lassen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr steigen. Um die Ausgaben aber dennoch nicht im Übermaße steigen zu lassen, versucht der Gesetzgeber hier lenkend einzugreifen. In diesem Sinne wird auch der Arzneimittelmarkt stark durch unterschiedliche Instrumentarien der Gesetzgebung beeinflusst. Die vielen Gesetzesänderungen der Vergangenheit wie das Wettbewerbsstärkungsgesetz oder das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes zeigen, wie stark und nachhaltig in den Markt der Arzneimittel eingegriffen wird. Somit besteht immer ein latentes Risiko, dass gesetzgeberische Eingriffe mittelbar die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen können.

Die Geschäftsführung beobachtet die jeweils aktuellen Änderungen auf dem Gesundheits- und Arzneimittelmarkt.

4.3. Chancenbericht

Die Bewegung im Markt und vor allem der stetig anhaltende Preis- und Margendruck bietet auch immer Chancen: So wird in Europa ein weiterer Konzentrationsprozess auch im Lohnherstellungsmarkt stattfinden. Dies wird zum einen dazu führen, dass Kapazitäten bei großen Anbietern gebündelt werden, zum anderen aber auch, dass Kapazitäten im Markt verschwinden werden. Wenn die Advance Pharma GmbH, Berlin, den eingeschlagenen Pfad der kontinuierlichen Effizienzsteigerung konsequent weiterverfolgt und ihr Kompetenzprofil weiterhin schärft, wird sie im Wettbewerb bestehen und auch neue Kunden und Aufträge gewinnen können.

Darüber hinaus ergeben sich aus dem anhaltenden Wachstum und der weiteren Internationalisierung der Aristo-Gruppe Chancen für die Advance Pharma GmbH, Berlin, das Produktionsvolumen für die Gruppe zu erhöhen. Positiv wird sich hierbei der bereits erkennbare Trend auswirken, gleiche Produkte länderübergreifend und somit in höheren Stückzahlen zu produzieren. Eine wesentliche Veränderung der Chancen im Vergleich zum Vorjahr liegt nicht vor.

 

Berlin, 15. Juli 2019

Advance Pharma GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

31.12.2018
EUR
31.12.2017
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.739,00 10
II. Sachanlagen 17.561.893,64 10.046
III. Finanzanlagen 25.000,00 25
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 14.103.743,36 6.766
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.423.724,34 5.631
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten -631,56 3
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 2
  35.124.468,78 22.483

PASSIVA

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
TEUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 401.000,00 401
II. Kapitalrücklage 10.025.000,00 10.025
III. Verlustvortrag -2.802.115,00 -4.466
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -3.131.178,47 1.664
  4.492.706,53 7.624
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN 107.558,00 137
C. RÜCKSTELLUNGEN 310.128,10 417
D. VERBINDLICHKEITEN 30.214.076,15 14.305
davon aus Steuern: EUR 97.687,17 (Vj. TEUR 78)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 577,75 (Vj. TEUR 0)    
  35.124.468,78 22.483

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018
EUR
2017
TEUR
1. Rohergebnis   13.438.442,28 13.162
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -6.712.632,27   -5.760
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.356.638,67   -1.133
davon für Altersversorgung: EUR 56.961,04 (Vj. TEUR 19)      
    -8.069.270,94 -6.893
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -1.985.831,73 -1.268
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   -7.047.415,35 -5.737
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 171.389,58 (Vj. TEUR 168)      
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen   1.083.104,03 2.762
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -549.278,97 -262
davon an verbundene Unternehmen: EUR 548.864,48 (Vj. TEUR 262)      
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -0,55 -100
8. Ergebnis nach Steuern   -3.130.251,23 1.664
9. sonstige Steuern   -927,24 0
10. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss)   -3.131.178,47 1.664
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -2.802.115,00 -4.466
12. Bilanzverlust   -5.933.293,47 -2.802

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Hinweise

Die Advance Pharma GmbH, Berlin, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 110933 B eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen gemindert.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Unsere Schätzung der Nutzungsdauer basiert hierbei insbesondere auf branchentypischen Erfahrungswerten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen sind zu Nennwerten aktiviert.

Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigsten beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Erforderliche Abwertungen wegen Überlagerung wurden vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten entsprechend dem jeweiligen Fertigungsgrad. Die Fertigungserzeugnisse wurden ebenfalls zu Herstellungskosten bewertet. Für die Bewertung wurde das FEFO-Prinzip angesetzt, welches der tatsächlich angewandten Verbrauchsreihenfolge entspricht. Im Zusammenhang mit der Chargenverwaltung ist sichergestellt, dass jeweils Produkte der ältesten Charge zuerst entnommen werden. In den Herstellungskosten werden neben den direktzurechenbaren Kosten auch notwendige und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungskosten einbezogen. Die Vorräte werden grundsätzlich einzelwertberichtigt und gegebenenfalls werden Abschläge nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem 31. Dezember 2018 darstellen.

Die vereinnahmten Zuschüsse für begünstigte Zugänge werden passivisch abgegrenzt und werden über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengüter degressiv erfolgswirksam aufgelöst.

Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Nachteilige Kursveränderungen werden durch Umrechnung zum Stichtagskurs berücksichtigt. Kursveränderungen für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden durch Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 401.000 und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft ist über einen Ergebnisabführungsvertrag an den Einkünften der Lindopharm GmbH beteiligt.

Sonderposten

Der Sonderposten hat sich um TEUR 29 auf TEUR 108 (Vj.: TEUR 137) verringert. Der Rückgang entspricht der planmäßigen Auflösung.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen (TEUR 259; Vj.: TEUR 180), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Versicherungen (TEUR 3; Vj.: TEUR 2), Archivierungskosten (TEUR 19; Vj.: TEUR 19) und Jahresabschlusskosten (TEUR 22; Vj.: TEUR 22) gebildet. Weiterhin bestehen Steuerrückstellungen für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 7; Vj.: TEUR 194).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Maschinen, EDV und Gebäude sowie Dienstleistungsverträgen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 1.440. Davon entfallen TEUR 1.418 auf verbundene Unternehmen. Davon entfallen TEUR 829 auf Miet- & Mietnebenkosten.

Weiterhin haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch für sechs Darlehen der Aristo Pharma GmbH in Höhe von TEUR 40.000 sowie für die Kreditlinie der Aristo Pharma GmbH in Höhe von TEUR 10.000. Von einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ist nicht auszugehen.

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr gehörten der Geschäftsführung an:

· Frau Dr. Sabine Brand Geschäftsführerin im Bereich Produktion und Qualität, Braunschweig und

· Herr Anton Karremann, kaufmännischer Geschäftsführer, Berlin.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 179 (Vj. 161) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Mitarbeiter waren wie folgt auf die verschiedenen Gruppen verteilt:

Mitarbeiterzahl
Gruppen 2018 2017
Produktion 117 106
Qualitätswesen & Zulassung 46 40
Verwaltung 8 8
Logistik 8 7
Total 179 161

Konzernzugehörigkeit

Gemäß § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB ist die Gesellschaft von der Pflicht befreit, einen Konzernabschluss erstellen zu müssen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aristo Pharma GmbH, Berlin, (kleinster Kreis) sowie in den Konzernabschluss der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen, (größter Kreis) einbezogen. Diese werden im Bundesanzeiger offengelegt.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben über das Honorar des Abschlussprüfers sind in dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen, enthalten (§ 285 Nr. 17 HGB), in den die Advance Pharma GmbH einbezogen wird.

Anteilsbesitz

Es besteht eine 100 %-Beteiligung im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB an der Lindopharm GmbH, Hilden, Eigenkapital 31.12.2018: TEUR 6.173 (Vj. TEUR 6.173); Jahresüberschuss 2018: TEUR 1.083 (Vj. TEUR 2.762).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis in Höhe von TEUR -3.131 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu verzeichnen, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Jahresabschlusses 2018 haben würden.

 

Berlin, 15. Juli 2019

Advance Pharma GmbH

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 450.932,12 5.960,98 63.364,00 0,00 393.529,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.787,26 0,00 6.228,00 0,00 8.559,26
  465.719,38 5.960,98 69.592,00 0,00 402.088,36
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.246.192,87 61.288,69 0,00 557.289,12 1.864.770,68
2. technische Anlagen und Maschinen 11.435.679,20 6.767.084,54 0,00 1.052.475,98 19.255.239,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.440.773,24 1.237.921,42 213.587,00 0,00 5.465.107,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.616.115,68 1.079.071,65 0,00 -1.140.360,34 1.554.826,99
  18.738.760,99 9.145.366,30 213.587,00 469.404,76 28.139.945,05
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
  25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
  19.229.480,37 9.151.327,28 283.179,00 469.404,76 28.567.033,41
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 444.664,12 4.292,98 63.364,00 0,00 385.593,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.413,26 571,00 6.228,00 0,00 5.756,26
  456.077,38 4.863,98 69.592,00 0,00 391.349,36
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 273.609,87 85.825,81 0,00 0,00 359.435,68
2. technische Anlagen und Maschinen 5.699.571,55 1.525.128,52 0,00 29.333,00 7.254.033,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.719.542,24 370.013,42 95.640,00 -29.333,00 2.964.582,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.692.723,66 1.980.967,75 95.640,00 0,00 10.578.051,41
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  9.148.801,04 1.985.831,73 165.232,00 0,00 10.969.400,77
Nettobuchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.936,00 6.268,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.803,00 3.374,00
  10.739,00 9.642,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.505.335,00 972.583,00
2. technische Anlagen und Maschinen 12.001.206,65 5.736.107,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.500.525,00 1.721.231,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.554.826,99 1.616.115,68
  17.561.893,64 10.046.037,33
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
  25.000,00 25.000,00
  17.597.632,64 10.080.679,33

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Advance Pharma GmbH, Berlin.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Advance Pharma GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Advance Pharma GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass im Zeitpunkt der Beendigung der Abschlussprüfung die Erfüllung der Voraussetzung des § 285 Nr. 17 HGB (Angabe des Abschlussprüferhonorars im Konzernanhang) insofern nicht beurteilt werden konnte, als diese Voraussetzung ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllbar ist.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. Juli 2019

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Stahl, Wirtschaftsprüfer

Abel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018

In der Gesellschafterversammlung vom 20. September 2019 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 festgestellt.

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