Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Margot Engeline Stutz seit 14.10.2024 | Prokura |
Matthias Björn Stutz seit 4.10.2017 | Geschäftsführer |
Marlies Stutz seit 24.9.2009 | Prokura |
Erwin, Dipl.-Ökonom Wiegand seit 24.9.2009 | Prokura |
Bernd Emmerich seit 24.9.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stutz GmbHKirchheim-KemmerodeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Geschäftsverlauf A. Entwicklung des Unternehmens und der Branche, Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Im November 2023 hat das Bundesverfassungsgericht den zweiten Nachtragshaushalt 2021 für verfassungswidrig erklärt. Damit stehen 60 Mrd. Euro im Klima- und Transformationsfond (KTF) nicht zur Verfügung. Damit fehlen zum einen eingeplante Mittel für Bahnbaumaßnahmen in Höhe von ca. 12,5 Mrd. Euro und zum anderen ist unklar, welche Auswirkungen die fehlenden Mittel insgesamt auf den zukünftigen Haushalt und dort insbesondere auch für die Finanzierung von Bahn- und Bundesfernstraßenmaßnahmen bedeutet. Aktuell stellt es sich so dar, dass die Finanzierungsspielräume der öffentlichen Auftraggeber für Investitionen in die Infrastruktur 2024 gegenüber 2023 unverändert gut bleiben. Darüber hinaus ist aber unklar, ob vor dem Hintergrund der zukünftigen unsicheren Finanzierungslage alle geplanten Maßnahmen auch finanziell umgesetzt werden können. Zusätzlich werden die Ausschreibungstätigkeiten der öffentlichen Auftraggeber wie auch in 2023 immer noch dadurch behindert, dass viel zu wenig baureife Planungen vorliegen und zudem die Behörden sowohl im operativen Bereich (Bauüberwachung) als auch in der Ausschreibung und Vergabe chronisch unterbesetzt sind und daher weder quantitativ noch qualitativ in der Lage sind, die enormen Aufgaben in Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung zu bewältigen. An dieser Stelle sei nur erwähnt, dass sowohl die Deutsche Bahn wie auch die Autobahn GmbH vor einer riesigen Welle von Sanierungen bzw. Ersatzneubauten von Brücken stehen. Jedoch wird der Mittelabfluss noch ausreichend zur Verfügung stehender Finanzmittel durch Personalknappheit zunehmend behindert. Direkte Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie liegen aktuell nicht mehr vor. Auswirkungen der Ukrainekrise sind aber nach wie vor spürbar. Die durch den im Februar 2022 ausgebrochenen Ukrainekrieg teilweise eklatanten Preissteigerungen bei Material- und Personalkosten sowie bei Nachunternehmerleistungen haben sich auf einem hohen Niveau stabilisiert und beeinflussen bei preisgebundenen Bestandsaufträgen aus den Vorjahren die Baustellenergebnisse im Jahr 2023 negativ. Weitere Preissteigerungen gerade bei Produkten mit hohem Energiebedarf (z.B. Beton und Asphalt), zusätzliche Mauterhöhungen sowie der relativ hohe Tarifabschluss werden uns hier in 2024 und voraussichtlich auch noch in den Folgejahren belasten. Trotz dieser schwierigen Preissituation konnten wir das Jahresergebnis in 2023 gegenüber 2022 in etwa halten. weiterhin gute Auftragsüberhänge aus den Vorjahren ist es uns gelungen am Jahresbeginn 2023 einen relativ frühen Baustart zu realisieren. Durch die Akquisition größerer Aufträge aktuell und in den zurückliegenden Jahren, deren Realisierung in 2023 und auch noch in den Folgejahren anstehen, werden wir zwar in 2024 eine Umsatzsteigerung erzielen, ob dies aber auf Grund stark gestiegener Einkaufspreise eine Ergebnisverbesserung erwarten lässt, bleibt abzuwarten. Zumindest wurde uns aber bei langlaufenden Aufträgen die Möglichkeit eröffnet durch nachträglich vereinbarte Stoffgleitklauseln einen Großteil der Preissteigerungen bei öffentlichen Auftraggebern geltend zu machen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum KTF auf die Investitionshaushalte bei Infrastrukturmaßnahmen über das Jahr 2023 hinaus auswirken werden. Investitionsprognosen zum öffentlichen Verkehrsbau auf Autobahnen gehen derzeit weiterhin von Investitionen in Höhe von über 5 Mrd. Euro im Jahre 2024 und in den Folgejahren aus. Stark gestiegene Preise bei Energie und Baustoffbeschaffung können hierbei speziell im Autobahnbau durch nicht investierte Gelder aus dem Jahr 2023 kompensiert werden, so dass die Investitionsmittel ähnlich wie in den abgelaufenen Jahren 2022 und 2023 voraussichtlich zur Verfügung stehen werden. Es bleibt daher zu hoffen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel auch im Fernstraßenbau weiter kontinuierlich und nachhaltig verwendet werden und nicht durch die Installation neuer Strukturen und akutem Personalmangel ein zusätzlicher Investitionsstau entsteht. Der Fokus im Verkehrswegebau wird wie auch schon in den Vorjahren auf Erhaltungsmaßnahmen liegen. Der Neubau wird weiter in den Hintergrund treten. Unser Auftragsbestand am Jahresende 2023 für 2024 hat zwar gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen, ist aber immer noch als ausgesprochen gut zu bezeichnen. Der überwiegende Anteil des Auftragsbestandes bezieht sich für 2024 auf sogenannte Alleinbaustellen. Im Berichtsjahr konnte unter Einbeziehung der Bestandsveränderung an teilfertigen Leistungen eine Gesamtleistung von 38.952,5 TEuro erzielt werden (Vorjahr: 36.881,8 TEuro). B. Umsatzentwicklung und Auftragslage Die Stutz GmbH ist in den Bereichen - Straßenbau - Tief- und Erdbau - Bahnspezifischer Tiefbau - Kanal- und Rohrleitungsbau tätig. Eine Vollauslastung der Stutz GmbH wurde dadurch erzielt, dass neben Bauleistungen auf weiter entfernten Baustellen auch im Stammgebiet Hessen gegenüber dem Vorjahr das Niveau der Bauleistung weiterhin sehr hoch war. Auch im Jahr 2024 und noch bis ins Jahr 2025 hinein und darüber hinaus sichern uns Großaufträge an der BAB A 7 Northeim-Seesen, an der BAB A 4 in Bad Hersfeld, der BAB A 7 bei Bad Brückenau und des Neubaus der Mainbrücke bei Mainflingen schon jetzt eine gute Grundauslastung. Zudem ist es uns im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 2024 gelungen weitere Aufträge zu akquirieren, die zumindest für das laufende Jahr keinen Umsatzrückgang erwarten lassen. C. Investitionen Die Investitionen im Geräte-, Maschinen- und Fahrzeugbestand erfolgten in Höhe von 1.402,1 TEuro (Vorjahr: 2.445,4 TEuro) und garantieren damit einen leistungsfähigen technischen Standard. Die Investitionen wurden annähernd zu gleichen Teilen aus eigenen und fremden Mitteln finanziert. Weil sich durch hohe Investitionen in den Vorjahren der Maschinen- und Gerätepark auf einem aktuellen Stand befindet, waren für 2023 und sind für das Jahr 2024 weniger Investitionen als in 2022 geplant und auch teilweise bereits umgesetzt. Bestandserweiterungen beim Gerätepark sind nur aus Rationalisierungsgründen, nicht jedoch für Kapazitätserweiterungen geplant. D. Personal Insgesamt wurde sowohl im gewerblichen Bereich als auch beim angestellten Personal der Stand des Vorjahres gehalten. Stark fördern wir derzeit die Ausbildung von Facharbeitern und auch Ingenieuren, in dem wir Ausbildungsplätze für sog. berufsbegleitend zu absolvierende BA-Studien zur Verfügung stellen. Im gewerblichen und kaufmännischen Bereich werden derzeit ca. 20 Jugendliche zu Straßenbauern, Baugeräteführern und Industriekaufleuten ausgebildet. Trotz all dieser Bemühungen wird die Neuakquisition neuer Arbeitnehmer gerade auch im gewerblichen Bereich zunehmend schwieriger. Bis heute haben wir den Altersschnitt über alle Mitarbeiter konstant bei ca. 43 Jahren halten können. Wir unternehmen derzeit große Anstrengungen im Bereich der gewerblichen Personalakquise und der Nachwuchsförderung damit dies weiterhin gelingt. II. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage A. Vermögenslage Das Eigenkapital erhöht sich durch das Jahresergebnis von 2023 um 51,5 TEuro. Das Eigenkapital beläuft sich somit auf 8.731,6 TEuro. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 40,7 %. Durch die, auch für die Folgejahre prognostizierte, positive Entwicklung der Jahresergebnisse wird sich die Eigenkapitalquote weiter verbessern. B. Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr gesichert. Die prognostizierte Liquiditätsentwicklung deckt die im Folgejahr zu erwartenden Zahlungen ab. Zahlungsausfälle sowohl der Anzahl als auch der Höhe nach sind untergeordnet und nicht nennenswert. Zahlungsverzögerungen traten nur vereinzelt und wenn dann untergeordnet auf. C. Ertragslage Jahresbauleistung (ohne Arge-Umsätze)
Geschäftsverlauf Vergleich der aufgeschlüsselten Werte von 2023 und 2022 mit Darstellung der Veränderungen in TEuro und Prozent.
Die Umsatzerlöse (ohne Bestandsveränderungen) erhöhen sich in 2023 um 19.535,3 TEuro auf 47.317,1 TEuro. Nach Berücksichtigung der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von -8.414,6 TEuro ergibt sich für 2023 eine Gesamtleistung von 38.902,5 TEuro nach 36.881,8 TEuro im Vorjahr. Der Materialeinsatz (einschließlich bezogener Leistungen) erhöht sich um 1.735,8 TEuro auf 22.630,5 TEuro. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von 282,0 TEuro verbleibt somit in 2023 ein Rohertrag von 16.554,0 TEuro gegenüber 16.682,5 TEuro im Vorjahr. Die Betriebskosten (Personalkosten zzgl. sonstige betriebliche Aufwendungen) haben sich um 205,6 TEuro auf 13.654,8 TEuro vermindert. Im Vorjahr betrugen sie 13.860,4 TEuro. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen, Beteiligungsergebnisse sowie der neutralen Erträge und Aufwendungen ergibt sich für die Gesellschaft ein Jahresüberschuss von 51,5 TEuro (Vorjahr: 30,7 TEuro). III. Risikomanagement Der Umgang mit Chancen und Risiken ist branchenbedingt eine der zentralen Aufgabenstellungen des Unternehmens. Bereits vor In-Kraft-Treten des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG) wurde zur Risikofrüherkennung ein Vertragscontrolling sowie eine Betriebsabrechnung installiert. Die laufenden Projekte werden während der gesamten Wertschöpfung also von der Akquisition bis zum Ablauf der Gewährleistung geprüft und auf Gefahren und Risiken beobachtet. Die Gefahren und Risiken werden nach allgemeinen, vertraglichen, technischen, personellen, Umwelt und Umfeld, Zulieferungen und kaufmännischen Gesichtspunkten untersucht. Für Großprojekte werden zusätzliche spezifische Betrachtungen und Planungen vorgenommen. So wird beispielsweise möglicher zusätzlicher Finanzierungsbedarf in erforderliche Kreditlinien mit aufgenommen. Darüber hinaus wurden - die Qualität der Bauleistungen - die Fertigstellungstermine und - die Kostenentwicklung durch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems optimiert. IV. Beteiligungen In 2023 wurden in geringerem Maße Bauleistungen in Arbeitsgemeinschaften durchgeführt. So betrug die anteilige Bauleistung im Jahr 2023 in den Arbeitsgemeinschaften 9.012,7 TEuro nach Umsätzen in 2022 von 22.835,4 TEuro. Für 2024 wird mit weiter reduzierten Bauleistungen in den Arbeitsgemeinschaften von ca. 5.000 TEuro gerechnet. Den wesentlichen Teil davon erwarten wir durch das bereits erwähnte Projekt A 7 Northeim-Seesen. V. Mitgliedschaften Das Unternehmen ist Mitglied des Verbandes Baugewerblicher Unternehmer Hessen e. V., Frankfurt, des Bundesverbandes Mittelständischer Bauunternehmen e. V., Bonn-Berlin sowie der Handwerkskammer Kassel. Weitere Mitgliedschaften bestehen in der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, dem Güteschutz Kanalbau, und dem VDBUM. Herr Björn Stutz wurde im Februar 2024 in das Präsidium der Bundesvereinigung mittelständischer Unternehmen e.V. (BVMB) und nach langjähriger Mitarbeiter des Arbeitsausschusses 7.4 Bautechnologie in der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) zu dessen Leiter gewählt. VI. Forschung und Entwicklung Bereits angewendete Bauverfahren wurden durch gezielte Investitionen in neue Gerätetechnik weiter optimiert und Betriebsabläufe in der Administration verfeinert, um dem starken Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Durch Mitarbeit des Geschäftsführers Björn Stutz in richtungsweisenden Vorschriftenausschüssen der FGSV, enge Kontakte mit Technischen Universitäten und Hochschulen, sowie die Mitarbeit in den Güteausschüssen des Kanalbaues wird den Mitarbeitern der permanente Zugang zu innovativen Techniken und Entwicklungen gewährt. Dies versetzt uns in die Lage auch neueste technische Entwicklungen im Straßenbau aus erster Hand zu beurteilen und mitzugestalten. VII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Der Geschäftsführer Hans-Georg Stutz ist am 04.01.2024 verstorben. In Bezug auf die Sicherung und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich dadurch keine Auswirkungen. Der Geschäftsführer Björn Stutz führt das Unternehmen als alleiniger Geschäftsführer weiter fort. Björn Stutz ist bereits seit dem 22.06.2009 im Unternehmen beschäftigt und wurde bereits am 04.10.2017 zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer bestellt. IIX. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Aus dem andauernden Ukrainekrieg entstehende Risiken lassen sich auch heute nur schwer abschätzen. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges, die Störung der Lieferketten und die Auswirkungen der Inflation auf unseren Betrieb sind für die Zukunft nur schwer abschätzbar und mahnen eine noch gezieltere Risikovorsorge an. Auch in 2023 und in den Folgejahren wird trotz vorgenannter Widrigkeiten die Sicherung des Bestandes an Fachkräften eine unserer Hauptaufgaben sein. Wir werden daher weiter gezielt in die Neugewinnung sowie in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investieren, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Der Auftragsbestand zum Jahreswechsel 2023/2024 lag mit rd. 42,6 Mio. Euro, bezogen auf die angestrebte Jahresbauleistung, weiter auf einem sehr hohem Niveau, was nicht nur auf die Beteiligung an dem ÖPP-Projekt "A 7 Northeim-Seesen", sondern auf einen erheblich gestiegenen Anteil an den schon erwähnten Eigenbaustelien zurückzuführen ist. Für das Jahr 2024 gehen wir bezüglich der eigenen Baustellen von einem positiven Ergebnis aus, welches aufgrund von Unsicherheiten aus den Beteiligungen an der Arbeitsgemeinschaft "A 7 Northeim-Seesen" möglicherweise negativ beeinflusst wird. Der positive oder negative Abschluss der Arbeitsgemeinschaft ist abhängig von Nachverhandlungen mit dem Auftraggeber.
Kirchheim, 1. August 2024 gez. Dipl.-Ing. Björn Stutz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Register
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. II. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses Gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB werden die erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten offen abgesetzt, soweit sie nicht die bewerteten teilfertigen Leistungen überschritten haben. Unter den Verbindlichkeiten werden nur die den Wertansatz auf der Aktivseite überschreitenden erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Folgende Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr angewandt: • Zugänge im Anlagevermögen werden linear und degressiv abgeschrieben • Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt • Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst • Passive latente Steuern werden nach § 274 HGB gebildet Die Zugänge des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten inklusive aller Nebenkosten aktiviert. Die Restbuchwerte der Anlagenabgänge wurden zum Zeitpunkt des Ausscheidens als Aufwand erfasst. Die vorgenommene Normalabschreibung orientiert sich an der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagen. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro-rata-temporis sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 Euro (ohne Umsatzsteuer) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert bewertet. Für überalterte und ungängige Vorräte wurden die notwendigen Wertabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten der nicht abgerechneten Bauarbeiten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Gemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Forderungen und flüssige Mittel sind zum Nennwert, Verbindlichkeiten zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Soweit nach der Risikoeinschätzung erforderlich, wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Rückstellungen wurden für alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Verpflichtungen gebildet. Steuerrückstellungen waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu bilden. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel gesondert dargestellt. Angabe zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 8.889,13 Euro (Vorjahr: 8.801,12 Euro). Sonstige Rückstellungen [..] Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.817,6 TEuro. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 8.982,0 TEuro (Vorjahr: 4.712,1 TEuro). Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 418,8 TEuro auf Steuern und 27,8 TEuro auf soziale Sicherheit. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 93.000,00 Euro. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: -4.000,00 Euro. V. Finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Avalkrediten Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 30.461 TEuro Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Avalkrediten. (Vorjahr: 25.229 TEuro). Haftungsverhältnisse aus der Beteiligung an Arbeitsgemeinschaften Im Rahmen der Beteiligung an Dach- und Ausführungsarbeitsgemeinschaften (ARGEn) bestehen Haftungsverhältnisse für die im Rahmen von Bauaufträgen eingegangenen Verbindlichkeiten. Bei den Beteiligungen besteht jeweils unbeschränkte Haftung. Die Arbeitsgemeinschaften werden ausnahmslos zeitlich begrenzt in der Rechtsform von BGB-Gesellschaften betrieben und werden daher im Umlaufvermögen ausgewiesen (Bauausführung i. d. R. unter zwei Jahre). Bei den Ausführungs-Arbeitsgemeinschaften werden von den Gesellschaftern konkrete Beteiligungsquoten für die Gesellschafter festgelegt. Zum Bilanzstichtag unfertige Baustellen, die von Ausführungs-Arbeitsgemeinschaften ausgeführt werden, werden wie folgt berücksichtigt: Sofern der auf die Gesellschaft entfallende Gewinnanteil als hinreichend sicher angesehen werden kann, werden die Gewinnanteile bereits als Ergebnisübernahmen unter den Umsatzerlösen der Gesellschaft ausgewiesen. Sofern für die im Bau befindlichen Baustellen, die von Ausführungs-Arbeitsgemeinschaften ausgeführt werden, zum Bilanzstichtag vorläufige Verluste ausgewiesen werden, werden diese bei der Gesellschaft berücksichtigt, wenn insgesamt bis zum Abschluss der Baustelle mit einem Verlust gerechnet wird. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag an folgenden Ausführungs-Arbeitsgemeinschaften mit einer Beteiligungsquote von mehr als 20 % beteiligt: • Arge NBS Wendlingen-Ulm PFA 2.3-2 • Arge A 8 Ulm-West • Arge CJV A7 AS Seesen - AS Bockenem Bei den Dach-Arbeitsgemeinschaften erfolgt die Leistungserbringung direkt durch den Gesellschafter, der seine Leistung über die Dach-ARGE abrechnet. Auf Ebene der Dach-ARGE entstehen keine Ergebnisse. Die Beteiligungsquote gibt den Umfang der Teilleistung des Gesellschafters an der Gesamtleistung an. Bei der Bilanzierung der Beteiligungen an Arbeitsgemeinschaften werden die Hinweise zur Bilanzierung und zur Prüfung von Joint Venture's gemäß IDW HFA 1/1993 beachtet. Leasing- und Mietvertragsverpflichtungen In Folgejahren ergeben sich Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen von ca. 250 TEuro p.a. VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen bei Buchgewinn werden unter den Umsatzerlösen mit ausgewiesen. Der Abgang der Restbuchwerte wird entsprechend unter der Position Materialaufwand ausgewiesen. Grund für diesen Ausweis ist die nachhaltige und planmäßige Veräußerung von noch nicht abgenutzten Anlagegütern, so dass diese Unternehmenssparte mit zum Kerngeschäft der Gesellschaft und somit zur ausgewiesenen Gesamtleistung zu zählen ist. In der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag sind in Höhe von 24 TEuro Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre enthalten, für die keine Forderungsposition mehr bestand. VII. Sonstige Angaben A. Organe Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: • Dipl.-Ing. Hans-Georg Stutz, Bauunternehmer, Bad Hersfeld (verstorben 04.01.2024) • Dipl.-Ing. Björn Stutz, Bauunternehmer, Kirchheim Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird für die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB in Anspruch genommen. Einzelprokura wurden wie folgt erteilt: Frau Marlies Stutz, technische/kaufmännische Angestellte, Bad Hersfeld Herr Dipl.-Ökonom Erwin Wiegand, Oberaula Herr Bernd Emmerich, Bautechniker u. Straßenbaumeister, Grebenau Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter-Geschäftsführern bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 1,4 TEuro. B. Mitarbeiterzahl Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB ermittelte durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beträgt 184. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Beurteilung der VFE-Lage und die vorgenommenen Wertansätze für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 haben. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 51.536,23 Euro und wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Kirchheim, 1. August 2024 gez. Dipl.-Ing. Björn Stutz Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stutz GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stutz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stutz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 5. August 2024 G+M
Wirtschaftsprüfung
gez. Diplom-Kaufmann, Dr. Christian Gebhardt, Wirtschaftsprüfer |
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