Schär GmbH
Gaswerkstraße 27, 77652 Offenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dierle seit 10.1.2025 | Geschäftsführer |
Kathrin Peters seit 10.1.2025 | Geschäftsführer |
Lukas Bruder seit 10.1.2025 | Geschäftsführer |
Markus Bruder seit 26.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BruderGruppe GmbH & Co. KGOffenburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernlageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die BruderGruppe GmbH & Co. KG gehört zur BruderGruppe, einem mittelständischen Elektrogroßhandel mit zentralem Sitz in Offenburg, der deutschlandweit an 24 Standorten und in Luxemburg vertreten ist. Die BruderGruppe ist Gesellschafterin der MITEGRO GmbH & Co. KG, Hannover (MITEGRO), einer Marktgemeinschaft von 11 mittelständischen Elektrogroßhändlern in Deutschland und Österreich mit mehr als 250 Verkaufsstellen. Die MITEGRO ist Mitglied bei IMELCO, der weltweit größten internationalen Kooperation unabhängiger Elektrogroßhändler. Über die MITEGRO bieten wir unseren innovativen Kunden aus der Elektro- und Multimediabranche das Marketingkonzept "e-masters" mit dem Ziel, die Kunden in einem erfolgreichen Markt- und Markenauftritt zu unterstützen und damit ihren wirtschaftlichen Erfolg zu verbessern. "e-masters" ist die führende Marketing- und Dienstleistungskooperation in der Elektrobranche mit über 2.900 Mitgliedern. Unsere Stärken rund um die Produkte der Elektrotechnik und Elektronik sehen wir in der fachlichen und menschlichen Kompetenz unserer Mitarbeiter, unserem umfangreichen Lager sowie unseren Logistik- und Serviceleistungen. In den einzelnen Standorten stellen wir unsere Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Ein wichtiges Merkmal unserer Unternehmensgruppe ist die Fachberatung - durch Menschen. Technisches Wissen über die Produkte, speziell auch über Produktinnovationen und deren Einsatzgebiete werden durch unsere hauseigenen Spezialisten an unsere Kunden weitergegeben. Denn nur wenn unsere Kunden auf einem guten Kenntnisstand sind, sind auch wir zufrieden. Der Servicebegriff zieht sich bei uns durch alle Abteilungen und Unternehmensabläufe. Mit unserem breiten Sortiment aller führenden Hersteller bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Produkte und Systeme für handwerk-, handels- und industriegerechten Einsatz. Unsere Kunden aus den Bereichen Elektrofachhandel und Elektrohandwerk unterstützen wir in ihren Marketingaktivitäten durch professionelle Konzepte. Unsere Industriekunden unterstützen wir mit maßgeschneiderten Belieferungs- und Logistiklösungen. Hierin sehen wir auch die Stärken und Zukunftschancen unseres mittelständischen Unternehmens in einem von Globalisierung und zunehmender Konzentration geprägten Markt. Die enge regionale Zusammenarbeit mit vier weiteren Elektrogroßhandlungen in der gme (Gesellschaft mittelständischer Elektrogroßhändler GmbH & Co. KG, Offenburg) und die Mitarbeit und Zugehörigkeit zu der Marktgemeinschaft MITEGRO, Hannover und deren Tochter KALOG (KALOG GmbH & Co. KG), Ratingen trägt zum Betriebsergebnis bei. Nachteile, die eine mittelständische Unternehmensgruppe aufgrund kleinerer Beschaffungspotentiale gegenüber einem großen, global agierenden Konzernunternehmen hat, können so, zumindest teilweise, verringert werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Elektrogroßhandelsmarkt in Deutschland weist für das Jahr 2021 ein erstaunliches Gesamtmarktwachstum von + 16,2% zum Vorjahr aus. Damit entwickelte sich der Gesamtmarkt im Geschäftsjahr 2021 deutlich besser als in den vorangegangenen sieben Geschäftsjahren, die nur von einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich gekennzeichnet waren. Allerdings stellt das Gesamtwachstum nicht das reale Marktwachstum dar, da einzelne Warengruppen in 2021 zum Teil durch erhebliche Preissteigerungen gekennzeichnet waren. Die Preissteigerungen resultierten aus unterbrochenen Lieferketten aus Fernost und durch zum Teil dramatisch gestiegenen Rohstoffkosten. Bei nach wie vor hoher Nachfrage aus dem Elektrohandwerk, hervorgerufen durch eine boomende Baukonjunktur und knapper Ware schlug und schlägt sich dies in steigenden Preisen nieder. Die auch in 2021 noch grassierende "Corona-Pandemie" hatte auf die Baukonjunktur keinen wesentlichen Einfluss und somit auch keinen konjunkturdämpfenden Charakter. Etwas zurückhaltender verlief die Marktentwicklung mit Kunden aus dem industriellen Umfeld. Hier wirkten sich die gestörten Lieferketten umsatzdämpfend aus. Der Elektrogroßhandelsmarkt verlief in 2021 was die Nachfrageseite betrifft ähnlich wie 2020. So war der Binnenmarkt durch eine nach wie vor sehr stabile Entwicklung in den Bereichen Wohn- und Zweckbau geprägt und dies trotz aller durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen. Die Nachfrage nach Handwerksleistungen war sowohl im Neubau als auch in der Renovierung, bedingt durch das immer noch niedere Zinsniveau und ein relativ stabiles gesamtwirtschaftliches Umfeld weiterhin hoch. Der bestehende Fachkräftemangel war und ist hier der limitierende Faktor im Wachstum. Eine weitere wesentliche Kundengruppe, Industrieunternehmen die vom Elektrogroßhandel mit elektrotechnischen Produkten für die Produktion und zur Betriebserhaltung beliefert werden, waren in 2021 zu einem großen Teil von der stotternden Weltkonjunktur, bedingt durch unterbrochene Lieferketten und Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Deshalb war hier in 2021 das nominale Wachstum geringer als im baunahen Umfeld des Elektrohandwerks. Die Umsatzentwicklungen in den einzelnen Warengruppen wiesen, wie in den vergangenen Jahren wieder deutliche Schwankungen um die durchschnittliche Marktentwicklung auf. Die umsatzstärkste Warengruppe im Elektrogroßhandel "Installationsgeräte und -systeme" mit einem Umsatzanteil von 36,3% am Gesamtumsatz verzeichnete ein Wachstum von +10,0% und entwickelte sich damit unterdurchschnittlich. Der Produktbereich "Kabel und Leitungen" entwickelte sich in 2021 mit +39,2% zum Vorjahr deutlich besser als der Gesamtmarkt. Grund hierfür waren stark gestiegene Rohstoffpreise, insbesondere bei Kupfer und Kunststoffen. Hamsterkäufe sorgten zusätzlich für Warenknappheit und erzeugten somit weiteren Preisdruck. Die Warengruppe "Licht" entwickelte sich mit -1,0% zum Vorjahr leicht negativ. Der sehr heterogene Markt für Beleuchtungsprodukte ist einerseits geprägt durch eine hohe Wettbewerbsintensität (Preisverfall) und andererseits in 2021 durch Knappheit von Elektronikbauteilen und LED-Chips (Preissteigerung). Da in 2021 in Summe die Wettbewerbsintensität noch überwog führte dies zu der leicht negativen Entwicklung. Die Umsatzentwicklung der Warengruppe "Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen" deren Produkte hauptsächlich im industriellen Umfeld und in der Automatisierungstechnik eingesetzt werden, entwickelte sich in 2021 mit 12,7% zum Vorjahr ebenfalls unterdurchschnittlich positiv. Die Gründe hierfür wurden bereits erwähnt. Die konsumnahen Warengruppen "Elektro-Groß- und Kleingeräte" und "Unterhaltungselektronik" entwickelten sich in 2021 mit +3,0% und + 2,5% wie schon in 2020 wieder positiv. Die Entwicklung hätte noch deutlich positiver verlaufen können, wenn nicht unterbrochene Lieferketten aus Fernost die Marktentwicklung gebremst hätten. So hatten einzelne Haushaltsgeräte wie zum Beispiel Geschirrspüler und Waschmaschinen Lieferzeiten von bis zu einem Jahr, da fehlende "Chips" eine Auslieferung der Geräte verhindern. Die positivste Entwicklung aller Warengruppen verzeichneten in 2021, wie bereits in 2020 die Bereiche "Elektromobilität" mit +342,1% zum Vorjahr und "Regenerative Energieerzeugung" mit +56,7% zum Vorjahr. Das große Umsatzwachstum ist hier stark durch öffentliche Förderprogramme in diesen Bereichen getragen. Allerdings hatten diese beiden Warengruppen trotz exorbitanten Wachstums immer noch, nur einen relativ kleinen Anteil am Gesamtumsatz. Bei der Elektromobilität waren dies 2,1% und bei Regenerativer Energieerzeugung 5,1% Anteil am Gesamtumsatz. Die Bedeutung dieser Warengruppen wird jedoch, bedingt durch die eingeleitete Energiewende und durch Förderprogramme in Zukunft steigen. Den statistischen Zahlen zu Markt- und Warengruppenentwicklung liegt die Branchenstatistik des Bundesverbandes des Elektrogroßhandels (VEG) zugrunde. 2. Geschäftsverlauf Die positive Marktentwicklung konnten wir in unserem Unternehmen bestätigen. Insgesamt konnten wir unsere Marktposition in unseren Vertriebsgebieten trotz hartem Wettbewerb weiter ausbauen. Trotz Kostensteigerungen in verschiedenen Bereichen wurde wiederum ein sehr gutes Betriebsergebnis erzielt. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen die Betriebs- und Geschäftsausstattung und konnten aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Geschäfte mit derivativen Finanzierungsinstrumenten wurden nicht getätigt. Ein konsequentes Debitorenmanagement in der BruderGruppe und die enge Zusammenarbeit mit einem Warenkreditversicherer sorgen für eine Minimierung von Forderungsausfällen. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist gut. Aufgrund der Einbringung aller Geschäftsanteile der Friedrich Streb GmbH in die BruderGruppe GmbH & Co. KG zum 31.12.2020 23:00 Uhr, wurde in 2020 auf Ebene der BruderGruppe GmbH & Co. KG erstmalig ein Konzernabschluss erstellt. Der bisherige Teilkonzernabschluss der BruderGruppe GmbH & Co. KG war nach § 291 HGB, durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Friedrich Streb GmbH, von der Aufstellung befreit. Die Aufstellung des erstmaligen Konzernabschlusses in 2020 erfolgte ohne die Angabe von Vorjahreszahlen, ebenso waren in der Konzern-GuV nur die Stromgrößen des Teil-Konzerns der BruderGruppe GmbH & Co. KG enthalten. Dies spiegelt sich nun in der folgenden Erläuterung der Lage des Unternehmens bezüglich der Angaben zu 2020 wieder. a) Ertragslage Die Ertragslage war geprägt von einem Umsatzzuwachs in Höhe von TEUR 267.698 (+367,8%) eine Folge der konzerninternen Umstrukturierungen 2020 und der gestiegenen Nachfrage in unserem Kundensegment. Dies entspricht den prognostizierten überproportionalen Steigerungen der Umsatzerlöse. Der Materialaufwand stieg entsprechend den vorherigen Ausführungen an. Das Ergebnis vor Steuern konnte somit um TEUR 10.971 auf TEUR 13.761 gesteigert werden. Der Personalaufwand, die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. aufgrund der vorstehend genannten Veränderungen entsprechend angestiegen. Die Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen das laufende Geschäftsjahr. Nach Abzug von Gewinnanteilen in Höhe von TEUR 196 die anderen Gesellschaftern zustehen, ergab sich ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 9.539. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist infolge der kontinuierlichen, positiven Ertragslage auf stabilem gutem Niveau. Die Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen - unter Erwirtschaftung der eingeräumten Skontoerträge - durch pünktliche Zahlung nachzukommen. Die Liquiditätsabsicherung erfolgt durch einen ausreichenden Vorhalt von Kreditlinien bei den Hausbanken, die zu keiner Zeit ausgeschöpft waren. Zum 31. Dezember 2021 hat die BruderGruppe nur 4,8% der bestehenden Kreditlinie beansprucht. c) Vermögenslage Das Eigenkapital ist aufgrund des erzielten Jahresüberschusses sowie der Thesaurierung der Vorjahresergebnisse weiter gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 41,7%. Die Kapitalstruktur ist ausgewogen und stabil. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Dies resultiert vor allem aus dem Anstieg des Vorratsvermögens. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Bonusforderungen. Die Steuerrückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und betreffen im Wesentlichen die voraussichtliche Nachzahlung für das laufende Geschäftsjahr. Die Sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies resultiert aus der Tilgung von Darlehen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Zur Analyse der Ertragslage der Gesellschaft wurden folgende Rentabilitätskennzahlen und Aufwandsstrukturkennzahlen ermittelt die von der Unternehmensleitung zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden: Kennzahl (in Prozent) Kennzahlendefinition Umsatzrentabilität = Jahresüberschuss / Umsatzerlöse Gesamtkapitalrentabilität = Jahresüberschuss / Gesamtkapital Gj.-anfang Personalquote = Personalaufwand / Umsatzerlöse Die Umsatzrentabilität beträgt 2,9% (i.Vj. 1,8% ohne Berücksichtigung der Vermietungstätigkeit), die Personalquote liegt bei 13,6% (i.Vj. 12,9%), die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 7,8%. Für 2022 erwarten wir eine Umsatzrentabilität im unteren einstelligen Prozentbereich. Zur Analyse der Finanzlage wurden unter Berücksichtigung der Fristigkeit von Forderungen und Vermögensgegenständen die folgenden Deckungsgrade im Verhältnis zu den Verpflichtungen innerhalb eines Jahres ermittelt: Kennzahl (in Prozent) Kennzahlendefinition Barliquidität = liquide Mittel / Sonstige kfr. Verb.(o.G' ter) Liquidität auf kurze Sicht = liquide Mittel + So. Vermgst. / So.kfr.Vbl.(o.G' ter) Liquidität auf mittlere Sicht = Umlaufvermögen + ARAP / Verbindlichkeiten Die Barliquidität beträgt 8,6% (i.Vj. 12,8%), die Liquidität auf kurze Sicht liegt bei 115,7% (i.Vj. 181,3%), die Liquidität auf mittlere Sicht beträgt 156,2% (i.Vj. 136,0%.). Zur Analyse der Vermögenslage der Gesellschaft wurden folgende Vermögens- und Kapitalstrukturkennzahlen ermittelt: Kennzahlen Kennzahlendefinition Umschlagshäufigkeit der Vorräte = Umsatzerlöse / Warenbestand Umschlagshäufigkeit der Kundenforderungen = Umsatzerlöse / Kundenforderungen ohne USt Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte beträgt 6,9 (i.Vj. 12,0), die Umschlaghäufigkeit der Kundenforderungen liegt bei 10,1 (i.Vj. 8,8). III. Prognosebericht Die Umsatzentwicklung im Elektrogroßhandel ist im Wesentlichen durch die Baukonjunktur im Bereich Wohn- und Zweckbau geprägt. Das Elektrohandwerk stellt hier den größten Absatzkanal im Elektrogroßhandel dar. Da der Konjunkturindex für das Baugewerbe seit Jahren auf einem hohen Stand verharrt und die Prognosen für das Jahr 2022 dies ebenfalls bestätigten, ist für 2022 durch anhaltend hohe Preissteigerungsraten mit einem nominalen Wachstum im hohem 1-stelligen bis 2-stelligen %-Bereich auszugehen. Dies wird auch durch die Marktentwicklung des ersten Quartals mit +17,7% zum Vorjahr bestätigt. Die Corona Pandemie und die daraus folgenden Änderungen in den Arbeitsabläufen haben bisher auf die Umsatz- und Ertragssituation im Elektrogroßhandel keinen gravierenden Einfluss. Dieser beschränkte sich im Wesentlichen auf verschärfte Hygienevorschriften, Umstrukturierungen in den Arbeitsabläufen (wie z.B. Home-Office, Einführung von Schichtmodellen) und Testangeboten. Alle diese Maßnahmen wurden von uns ebenfalls erfolgreich umgesetzt. Deutlich negativer wirken sich unterbrochene Lieferketten aus Fernost und hier insbesondere nach China aus. Hier führen beispielsweise fehlende Elektronikkomponenten zu einer Nicht- Verfügbarkeit oder zumindest starken Verteuerung von ganzen Warengruppen. Ebenfalls negativ auf die zukünftige Konjunktur können sich starke Preissteigerungen im Bereich der Roh- und Betriebsstoffe auswirken und damit verbunden, auch eine allgemeine Verteuerung aller Produkte, in denen diese Rohstoffe Eingang finden. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich hier die Situation nochmals verschärft. Um Lieferengpässe unserer Lieferanten abzufedern haben wir unsere Lagerhaltung an die veränderte Situation angepasst. Positiv auf den Elektrogroßhandel wirkt sich eine nach wie vor gute Baukonjunktur aus. Das Ziel der Bundesregierung jährlich für den Bau von 400.000 neuen Wohnungen zu sorgen ist dafür eine gute Ausgangsvoraussetzung. Der Konzentrationsprozess im Markt wird sich auch in 2022 fortsetzen. Ein Ende ist im Moment noch nicht absehbar. Änderungen in der Geschäftspolitik, die Erschließung völlig neuer Märkte sowie die Einführung gänzlich neuer Unternehmensabläufe sind nicht geplant. In den Bereichen Beschaffung und Absatz sind keine wesentlichen Änderungen geplant. Die Geschäftstätigkeit wird sich nach Art und Umfang auch in Zukunft weiterhin an den Daten und Erfahrungen der Vergangenheit orientieren. Durch die konsequente Nutzung von Vorteilen einer mittelständischen Unternehmensgruppe erwarten wir ein positives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Wir rechnen mit einer marktkonformen Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Ein ungewisses Risiko besteht weiterhin in der noch immer herrschenden Covid-19 Pandemie. Bis heute sind die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft vergleichsweise gering. Was das restliche Jahr 2022 und die Zeit danach noch bringen wird bleibt ungewiss. Bis dahin werden wir alle Schritte ergreifen, die notwendig sind, um die Auswirkungen weiterhin möglichst gering zu halten. Der seit Februar 2022 andauernde Ukraine-Konflikt könnte tiefgreifende globale Effekte haben, wobei gegenwärtig nicht erkennbar ist, wie sich dies künftig auf das Geschäftsfeld der BruderGruppe auswirken wird. Ebenso sind die Folgen der aktuellen Zinserhöhungen und ihre Auswirkungen auf die Baukonjunktur derzeit noch nicht absehbar. Branchenspezifische Risiken Risiken der Gesellschaft sind in den allgemeinen Marktrisiken zu sehen, d.h. einem intensiven Wettbewerbs- und Preisdruck im Elektrogroßhandel, der die Umsatz- und Margenentwicklung stark beeinflusst. Für die BruderGruppe sowie für die gesamte Elektrogroßhandelsbranche ist auch im laufenden Geschäftsjahr 2022 eine Entspannung des Markt- und Preisdrucks nicht erkennbar. Diese Entwicklung ist jedoch in die Unternehmensplanung eingearbeitet. Auch die aktuellen Lieferkettenstörungen und damit einhergehende Materialknappheit stellen allgemeine Risiken für die Branche dar. Ertragsorientierte Risiken Unsere Kunden im stationären Elektrofacheinzelhandel sind mit einem zum Teil ruinösen Preis-Wettbewerb aus dem Bereich online Internethandel konfrontiert. Der preisorientierte Endkonsument ist deshalb für den Facheinzelhändler - und damit unseren Kunden - immer schwerer erreichbar. Abhilfe schafft hier nur eine konsequente Serviceorientierung des Elektrofacheinzelhandels. Finanzwirtschaftliche Risiken Im Rahmen von Geschäftsleitungssitzungen werden in regelmäßigen Abständen die Geschäftsentwicklung (Ertragslage / Liquidität) und eingesetzten Finanzinstrumente sowie deren wesentlichen Einflussfaktoren diskutiert und beurteilt sowie ggf. Maßnahmen zur Gegensteuerung bei ungünstiger Entwicklung beschlossen. Die im Unternehmen bestehenden wesentlichen Finanzinstrumente sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber Kreditinstituten. Eine Risikofrüherkennung erfolgt laufend und informell durch Gespräche mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und den Gesellschaften der Marktgemeinschaft. Mögliche Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind in den allgemeinen Marktrisiken zu sehen. Die Liquidität wird fortlaufend überwacht und geplant. Wir werden auch künftig in der Lage sein unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 2. Chancenbericht Der Standort Offenburg ist der Ursprung der BruderGruppe. Hier sind wir seit vielen Jahren in der Region "Ortenau" mit unseren Kunden in Elektrohandwerk und Industrie verwurzelt und vernetzt. Im Jahr 2022 ist weiterhin mit einer stabilen Baukonjunktur zu rechnen und damit auch mit einer stabilen Nachfrage nach Elektroinstallationsprodukten. Ein wichtiges Merkmal unserer Unternehmensgruppe ist die Fachberatung - durch Menschen. Technisches Wissen über die Produkte, speziell auch über Produktinnovationen und deren Einsatzgebiete werden durch unsere hauseigenen Spezialisten an unsere Kunden weitergegeben. Denn nur wenn unsere Kunden auf einem guten Kenntnisstand sind, sind auch wir zufrieden. Der Servicebegriff zieht sich bei uns durch alle Abteilungen und Unternehmensabläufe. Chancen unsere Marktposition auch weiterhin positiv zu entwickeln, sehen wir in unserer Firmenphilosophie "Menschen machen Märkte". Fachlich kompetente Mitarbeiter und ein großes, gut sortiertes Lager sind die Basis für unsere langfristigen Kundenbeziehungen. Mit eigenem Fuhrpark und vertrauten Fahrern beliefern wir unsere Kunden täglich vor Ort. 3. Gesamtaussage Durch ein umfassendes Planungs- und Berichtswesen (täglich, wöchentlich, monatlich, quartalsweise) wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird und somit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Gefahren ausgeschlossen oder zumindest erheblich reduziert werden. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Die Kundenforderungen sind durch eine Warenkreditversicherung forderungsausfallversichert, Neukunden unterliegen einer Bonitätsüberprüfung und die bestehenden Kunden werden fortlaufend überwacht. Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle entstehen in branchenüblicher Höhe. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Hausbanken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko erfolgt ein tägliches Liquiditätsreporting, das einen Überblick über die Geldein- und -ausgänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Bei den Bestandskunden erfolgt eine laufende Bonitätsüberwachung.
Offenburg, den 27. Juni 2022 Markus Bruder, Geschäftsführer Hans-Michael Ufheil, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
KonzerneigenkapitalspiegelEigenkapital des Mutterunternehmens
KonzernanhangA. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die BruderGruppe GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Offenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRA 470740 eingetragen. Der Konzernabschluss 2021 der BruderGruppe GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen wird auf Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konsolidierungskreis einbezogener Unternehmen entspricht dem Bilanzstichtag des Konzernjahresabschlusses. In den Konzernabschluss wurden folgende Jahresabschlüsse einbezogen:
Nachfolgende Tochterunternehmen sind gem. § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB von der Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, ggf. prüfen zu lassen und offenzulegen:
B. Konsolidierung 1. Konsolidierungskreis (einschließlich Anteilsbesitz) Der Konsolidierungskreis besteht aus folgenden Unternehmen:
1) Die Anteile werden mittelbar über die
Friedrich Streb GmbH, Offenburg gehalten
Folgendes Unternehmen ist gemäß § 312 HGB entsprechend als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden:
2. Gesamtkonzern BruderGruppe GmbH & Co.KG Mit Einbringungsvertrag vom 21.12.2020 wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31.12.2020, 23:00 Uhr sämtliche Geschäftsanteile an der Friedrich Streb GmbH in die BruderGruppe GmbH & Co. KG eingelegt. Durch die Umstrukturierung hat die BruderGruppe GmbH & Co. KG die Möglichkeit beherrschenden Einfluss auf die Friedrich Streb GmbH auszuüben (§ 290 II HGB). Die Qualifikation der Komplementär-GmbH als Mutterunternehmen, so wie es bis dahin im Konzernabschluss der Friedrich Streb GmbH erfolgte, scheidet aus. Damit ist die BruderGruppe GmbH & Co. KG ab dem 31.12.2020 als Mutterunternehmen zu qualifizieren. und zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Bis zum Zeitpunkt der Einlage war die BruderGruppe GmbH & Co. KG als Teilkonzern bereits zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Durch die Einbeziehung in den übergeordneten Konzernabschluss der Friedrich Streb GmbH (Komplementärin) konnte die Befreiung nach § 291 HGB in Anspruch genommen werden. Bei der Einbringung handelt es sich um eine reine konzerninterne Umstrukturierung. Die Möglichkeit der Beherrschung über die von der Umstrukturierung erfassten Vermögensgegenstände und Schulden im Konzern ist vor und nach der Transaktion bei derselben Person, ebenso hat sich am Reinvermögen des Konzerns durch die Einbringung der Anteile nichts verändert. Der Kreis der konsolidierten Unternehmen ist vor und nach der Umstrukturierung unverändert. Die Umstrukturierung stellt keinen Erwerbsvorgang nach § 301 HGB dar. Eine Neubewertung scheidet damit aus. Im handelsrechtlichen Konzernabschluss der BruderGruppe GmbH & Co. KG waren somit in 2020 die Buchwerte aus dem handelsrechtlichen Konzernabschluss des bisherigen Konzern-Mutterunternehmens, der Friedrich Streb GmbH, fortzuführen. 3. Teilkonzern Friedrich Streb GmbH Die Friedrich Streb GmbH, Offenburg ist persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitaleinlage der BruderGruppe GmbH & Co. KG. Die Friedrich Streb GmbH, Offenburg, hält sämtliche Anteile an der Friedrich Sautter GmbH, Karlsruhe, Kautz Elektrogroßhandel GmbH, Pforzheim, Trafo Schneider GmbH, Offenburg, Emil Roth GmbH, Pfullingen (mittelbar über die Bernhard Wohlfarth GmbH & Co. KG, Pfullingen), Ursula Wohlfarth GmbH, Reutlingen (mittelbar über die Kohler GmbH & Co. KG, Villingen-Schwenningen) und an der EGH Elektro-Großhandel GmbH, Oberlungwitz sowie das gesamte Kommanditkapital an der Bernhard Wohlfarth GmbH & Co. KG, Pfullingen und der Kohler GmbH & Co. KG, Villingen-Schwenningen. Die Friedrich Streb GmbH erstellt keinen gesonderten Teilkonzernabschluss, da sie als einbezogenes Unternehmen in den Konzernabschluss der BruderGruppe GmbH & Co. KG von der Befreiungsvorschrift gemäß § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch macht. 4. Konsolidierungsmethoden Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bilanziert und bewertet. Unternehmen, an denen die BruderGruppe GmbH & Co. KG direkt oder indirekt zwischen 20% und 50% der Anteile hält, sind im Regelfall nach der Equity-Methode entsprechend anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aufstellung einer Handelsbilanz II war nicht erforderlich. Die Erstkonsolidierung im Rahmen des Teilkonzerns der Friedrich Streb GmbH erfolgte seinerzeit nach der Neubewertungsmethode auf den 1. Januar 2001 gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB. Die Kapitalkonsolidierung der von der Friedrich Streb GmbH zum 1. Januar 2019 neu erworbenen Unternehmen erfolgte als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB. Die Konsolidierung der zum 31.12.2020 23:00 Uhr durch die oben beschriebene Umstrukturierung eingebrachten Gesellschaften erfolgt zu Buchwerten. Stille Lasten sind nicht vorhanden. Die Kapitalkonsolidierung des assoziierten Unternehmens wird nach der Kapitalanteilsmethode zum Erwerbszeitpunkt durchgeführt. Der im Jahr der Erstkonsolidierung ermittelte Wertansatz wird um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, die dem Mutterunternehmen gehörenden Anteilen am Kapital des assoziierten Unternehmens entsprechen, erhöht oder vermindert. Auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt. Bei der Aufstockung von Anteilen an Tochtergesellschaften, ohne dass der Status als Tochterunternehmen verloren ging, wurde der Vorgang als Kapitalvorgang abgebildet. Ein dabei entstehender Unterschiedsbetrag wurde erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt dergestalt, dass Forderungen und entsprechende Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet wurden. Innenumsatzerlöse, sonstige konzerninterne Erträge und andere Verrechnungen werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet, soweit diese bei den einzelnen Gesellschaften ergebniswirksam verbucht worden sind. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen waren von untergeordneter Bedeutung, so dass auf eine Zwischengewinneliminierung gemäß § 304 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet werden kann. 5. Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Wäre im Vorjahr die Umstrukturierung im Konzern bereits zum 01.01.2020 erfolgt, hätten sich gemäß § 294 Abs. 2 HGB folgende Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben: Gewinn und Verlustrechnung in TEUR 31.12.2020
8. Jahresüberschuss 4.896 C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear auf Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 sowie 15 Jahre abgeschrieben. Unsere Schätzung der Nutzungsdauer basierte auf der voraussichtlich mittelfristigen Bindungsdauer des Kundenstamms der erworbenen Unternehmen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, falls die Voraussetzungen gegeben sind, mit dem niedrigeren Wert, der sich aus dem Börsen- oder Marktpreis ergibt, oder mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Waren des Vorratsvermögens werden zu Anschaffungskosten, ggf. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit einem Festwert angesetzt. Die Festwerte werden gem. § 240 Abs. 3 HGB alle drei Jahre im Rahmen einer körperlichen Bestandsaufnahme angepasst. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit dem beizulegenden Wert bewertet und mit den entsprechenden Schulden gem. 246 Abs.2 S. 2 HGB verrechnet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern, soweit sie durch laufende Vorauszahlung noch nicht gedeckt wurden. Die Sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bonusforderungen werden mit gleichartigen offenen Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber demselben Geschäftspartner verrechnet und saldiert ausgewiesen. Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Rückstellungen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern aus den Jahresabschlüssen erfolgt auf Basis des jeweiligen Ertragssteuersatzes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Im Falle einer Steuerentlastung in den Einzelabschlüssen wird nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht für den Konzernabschluss Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht des § 306 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021 ist aus dem gesondert dargestellten Anlagenspiegel ersichtlich. 2. Beteiligungen Wegen untergeordneter Bedeutung werden folgende Unternehmen nicht nach der Equity-Methode bilanziert.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Beteiligung an der GÄFGEN Elektrogroßhandel GmbH als assoziiertes Unternehmen stimmen mit dem Konzernabschluss überein und wurden auf Grundlage der Vorjahresbewertung weitergeführt. Die übrigen Beteiligungen betreffen Anteile mit Anteilsbesitz von weniger als 20% des Nennkapitals. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergeben sich aus dem Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2021:
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 95. 4. Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in dem Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. 5. Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen decken die bestehenden ungewissen Verpflichtungen und beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen. Zur Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) angewandt. Der Berechnung liegt der durchschnittliche Marktzins von 1,87 % sowie die Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" zu Grunde. Bei entgeltabhängigen Pensionszusagen wurden teilweise Gehaltssteigerungen von 2% p.a. berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.244 wurde mit Planvermögen zu einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 349 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens entspricht dem steuerlichen Aktivwert. Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen von TEUR 85 wurden mit Erträgen von TEUR 15 verrechnet. Die Pensionszusage wurde teilweise über laufende Beitragsleistung in eine Unterstützungskasse finanziert. Auf die Pensionszusage werden die Leistungen aus der Unterstützungskasse angerechnet. Die Pensionsrückstellung wurde nur im Umfang des der Unterstützungskasse zur Verfügung gestellten Vermögens verändert. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 435. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und deren Besicherung ergeben sich aus dem Verbindlichkeitsspiegel zum 31. Dezember 2021:
7. Latente Steuern Passive latente Steuern ergeben sich aus bebauten Grundstücken, die im Rahmen der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode bilanziert wurden. Diese Differenz in Höhe von TEUR 4.319 wurde mit einem Steuersatz von 13,3% bewertet. Aktiv latente Steuern resultieren aus Differenzen bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.487, Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 97 sowie den Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 204, bewertet mit einem Steuersatz von 30% bzw. 15%. Nach Saldierung ergibt sich ein Aktivüberhang von TEUR 239. Der Betrag der latenten Steuern hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:
8. Sonstige finanziellen Verpflichtungen
E. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus Anlagenverkäufen von TEUR 91. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Anlagenverkäufen von TEUR 18. F. Sonstige Angaben 1. Konzern-Kapitalflussrechnung Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 2. Leitungsorgane Zu alleinvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführern der Komplementärin des Mutterunternehmens sind bestellt: Herr Markus Bruder, Dipl. Kaufmann und Herr Hans-Michael Ufheil, Dipl. Wirtschaftsingenieur 3. Geschäftsführungsbezüge Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Diese Schutzklausel wurde angewendet, da bei der geringen Anzahl von Geschäftsführern die Persönlichkeitsrechte schwerer wiegen als das Informationsrecht der außenstehenden Dritten. 4. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Für das Geschäftsjahr ergeben sich folgende Gesamthonorare:
5. Mitarbeiterzahl Die Zahl der in 2021 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 76 Auszubildende und 49 Aushilfen beschäftigt.
Offenburg, den 27. Juni 2022 Markus Bruder, Geschäftsführer Hans-Michael Ufheil, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2022 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die BruderGruppe GmbH & Co. KG, Offenburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BruderGruppe GmbH & Co. KG, Offenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BruderGruppe GmbH & Co. KG, Offenburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Seelbach, den 28. Juni 2022 Himmelsbach
& Streif GmbH
Rudolf Streif, Wirtschaftsprüfer |
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