Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 12411
Eingetragen
9.8.1995
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Der Handel sowie die Be- und Verarbeitung von Produkten des technischen Industriebedarfs und die Erbringung von Dienstleistungen in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Steinel
seit 29.1.2024
Geschäftsführer
Tim Oettmeier
seit 29.1.2024
Geschäftsführer
Alec Eberhard Reiff
seit 17.2.2020
Geschäftsführer
Manfred Braun
seit 2.4.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

REIFF Holding GmbH & Co. KG

Reutlingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 58.118 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.446.225 3.750.048
3. Geschäfts- oder Firmenwert 29.412.818 31.738.241
4. Geleistete Anzahlungen 95.610 124.923
33.012.771 35.613.212
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.517.425 17.909.908
2. Technische Anlagen und Maschinen 821.026 872.272
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.768.715 2.160.189
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.515 10.531
20.112.681 20.952.900
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1 1
2. Beteiligungen 10.670 10.670
3. Sonstige Ausleihungen 1.234.085 1.177.835
1.244.756 1.188.506
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 169.236 153.900
2. Unfertige Erzeugnisse 184 3.094
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 36.175.614 31.382.874
4. Geleistete Anzahlungen 115.984 171.542
5. Erhaltene Anzahlungen -118.446 -88.976
36.342.572 31.622.434
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.486.694 3.574.162
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.363.634 1.161.365
3.850.328 4.735.527
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.321.259 1.368.310
C. Rechnungsabgrenzungsposten 390.721 364.942
D. Aktive latente Steuern 2.428.395 925.983
98.703.483 96.771.814

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kommanditkapital 8.200.000 8.200.000
II. Kapitalrücklagen 6.321.555 6.321.555
III. Gewinnrücklagen 0 0
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -22.718 90.859
V. Verlustsonderkonten der Kommanditisten 0 -1.458.011
VI. Nicht beherrschende Anteile 7.226.720 6.673.711
VII. Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis -2.882.298 -1.673.175
18.843.259 18.154.939
B. Einlagen stille Gesellschafter 2.250.000 2.900.000
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 10.683.802 11.044.125
2. Steuerrückstellungen 289.904 688.491
3. Sonstige Rückstellungen 1.923.599 2.464.951
12.897.305 14.197.567
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.294.929 30.833.923
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.263.122 14.870.869
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.632.100 6.521.456
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.522.768 9.266.760
64.712.919 61.493.008
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0 26.300
98.703.483 96.771.814

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 180.353.218 166.874.555
2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.920.631 -456.112
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 458.303 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.578.644 1.912.705
184.310.796 168.331.148
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Holfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 124.418.909 111.098.508
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.049.828 2.646.377
127.468.737 113.744.885
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.315.412 27.957.832
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.105.183 5.663.200
34.420.595 33.621.032
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.899.425 5.062.998
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.422.108 14.584.065
2.099.931 1.318.168
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 56.260 51.570
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.249 14.145
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 207.999
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.897.062 2.281.234
13. Gewinnanteile stiller Gesellschafter 188.567 210.248
14. Vergütung Genussrechtskapital 310.750 253.000
-2.317.870 -2.886.766
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -823.725 426.120
16. Ergebnis nach Steuern 605.786 -1.994.718
17. Sonstige Steuern 153.889 97.927
18. Konzernjahresüberschuss (i. V. Konzernjahresfehlbetrag) vor nicht beherrschende Anteile 451.897 -2.092.645
19. Ergebnis nicht beherrschende Anteile -203.009 -188.588
20. Konzernjahresüberschuss (i. V. Konzernjahresfehlbetrag) 248.888 -2.281.233
21. Gutschrift auf den Verlustsonderkonten der Kommanditisten -1.458.011 -134.763
22. Auflösung Gewinnrücklagen 0 742.821
23. Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis 1.209.123 1.673.175
24. Konzernbilanzgewinn 0 0

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

REIFF Holding GmbH & Co. KG

Reutlingen

I. Allgemeines

II. Konsolidierungskreis

III. Konsolidierungsgrundsätze

IV. Währungsumrechnung

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

VI. Angabepflichten zur Konzernbilanz 31.12.2022

VII. Angabepflichten zur Finanzlage

VIII. Angabepflichten zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

IX. Sonstige Angaben

X. Anlagen zum Anhang

A Entwicklung des Konzernanlagevermögens

B Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB

I. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma laut Registergericht: REIFF Holding GmbH & Co. KG.

Firmensitz laut Registergericht: Reutlingen

Registergericht: Stuttgart

Registernummer: HRA 735135

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die REIFF Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen, sowie zwei inländische und vier ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung mit einbezogen. Es wird hierzu auf die Anlage B (Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB) zum Anhang verwiesen.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, nach § 296 Abs. 2 HGB die Roller Maroc, Casablanca, sowie nach § 311 Abs. 2 HGB die K4 Plus GmbH, Barsbüttel. Beide Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Alle einbezogenen Jahresabschlüsse haben den Abschlussstichtag 31.12.2022.

Gemäß § 301 HGB erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandenen Unterschiedsbeträge, werden unter Ziffer VI. des Anhangs näher beschrieben. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen voll konsolidiert. Zwischenergebnisse sind im Konzern nicht ausgewiesen. Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften wird innerhalb des Eigenkapitals ein Posten für nicht beherrschende Anteile nach § 307 Absatz 1 HGB gebildet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der im Jahresergebnis enthaltene, nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehende Gewinn bzw. der auf sie entfallene Verlust gemäß § 307 Abs. 2 HGB unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen.

IV. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder, im Falle der Kurssicherung, mit den Sicherungskursen bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgte die Bewertung gemäß § 256a HGB. Die Währungsumrechnung der Abschlüsse ausländischer Konzernunternehmen erfolgte nach der Regelung des § 308a HGB.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Im Geschäftsjahr wurde bei einem Tochterunternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung erstmals eine Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gesondert ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst und die Bestandsveränderung sowie die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren um jeweils T€ 458 reduziert.

Anlagevermögen

Im Berichtsjahr wurden erstmalig Entwicklungsleistungen in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Wirtschaftsjahr angefallenen Entwicklungskosten beträgt T€ 58. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens T€ 58.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Der Abschreibungsbeginn wird zeitanteilig angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Der Abschreibungsbeginn wird zeitanteilig angesetzt und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer degressiv oder linear abgeschrieben. Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Wert bis € 250 wurden sofort als Aufwand erfasst. Bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250 aber weniger als € 1.000 betragen werden in einem Sammelposten erfasst und gleichmäßig über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Diese fiktive Nutzungsdauer von 5 Jahren entspricht im Wesentlichen den jeweils tatsächlichen Nutzungsdauern der in den Sammelposten einbezogenen Vermögensgegenstände. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und sonstige Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgte zu Anschaffungskosten. Anschaffungskostenminderungen sind berücksichtigt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Dies war vor allem dann der Fall, wenn eingeschränkte Verwertbarkeit der Vermögensgegenstände oder spezielle Abnahmerisiken vorlagen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden die Posten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht mit einbezogen. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Dies war vor allem dann der Fall, wenn eingeschränkte Verwertbarkeit der Vermögensgegenstände oder spezielle Abnahmerisiken vorlagen. Auf den 31.12.2022 wurden die erhaltenen Anzahlungen gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB von den Vorräten offen abgesetzt, da deren Umfang im Wert der Vorräte tatsächlich enthalten war.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch einen Pauschalabschlag beim nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand berücksichtigt.

Aktive latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtig.

Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Altersversorgungsverpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB ermittelt. Die Abzinsungssätze ergeben sich aus § 253 Abs. 2 HGB mit den von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Sätzen. In Ausübung des Wahlrechts laut § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen anzuwendende Rechnungszins bestimmt sich nach dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Der aktivierte Rückdeckungsanspruch wurde, soweit er dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dient, mit dem Rückstellungsbetrag saldiert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit deren Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

VI. Angabepflichten zur Konzernbilanz 31.12.2022

Aktivseite

Bezüglich des Anlagevermögens wird auf die Anlage A zum Anhang verwiesen.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1.11.2020 ergaben sich Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 34.428. Die Nutzungsdauer wurde nach Analyse der voraussichtlichen Bestandsdauer und Entwicklung der erworbenen Unternehmen, dem Lebenszyklus der Produkte sowie der durchschnittlichen Dauer der Kundenbeziehungen auf 15 Jahre festgelegt. Die Abschreibung für das Geschäftsjahr 2022 beträgt T€ 2.282. Darüber hinaus sind Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen in Höhe von T€ 167 enthalten. Die Abschreibungen auf diese Firmenwerte belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 43. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 5 und 10 Jahren. Zum 31. Dezember 2022 ergeben sich somit Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt T€ 29.413. Die Gesamtabschreibung auf Firmenwerte betrug T€ 2.325.

Die Abschreibungsdauer wird jeweils mit der langfristig angelegten Investition und der stabilen Verankerung des erworbenen Unternehmens am Markt begründet. Es kann von langfristigen Geschäftsbeziehungen und Produktlebenszyklen ausgegangen werden, weshalb eine Nutzungsdauer der Firmenwerte von bis zu 15 Jahren begründet ist (Begründung nach § 314 Nr. 20 HGB).

Finanzanlagen - Beteiligungen und sonstige Ausleihungen

Es bestehen Beteiligungen welche jedoch nach § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen sind, in Höhe von T€ 10 (K 4 Plus).

Weitere Beteiligungen in Höhe von T€ 0,7 sowie eine Ausleihung in Form eines Verkäuferdarlehens (Vendor Loan) in Höhe von T€ 1.233 bestehen gegenüber Fremdunternehmen. Die Ausleihung wurde bisher nicht wie erwartet zurückgeführt, weshalb eine Prolongation über die planmäßige Rückführung vereinbart wurde. Dadurch wird die Werthaltigkeit der Ausleihung begründet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von:

Stand am 31.12.2022 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr
T€ T€ T€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.487 2.487 0
(3.574) (3.574) (0)
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.364 1.313 51
(1.161) (1.051) (110)
3.851 3.800 51
(4.735) (4.625) (110)

(Beträge in Klammern betreffen das Vorjahr)

Latente Steuern § 314 Nr. 21 HGB

Latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Aktive latenete Steuern Passive latente Steuern 31.12.2022
T€ T€ T€
Geschäfts- oder Firmenwerte 9 0 9
Grundstücke und Gebäude 319 -342 -23
Pensionsrückstellungen 785 0 785
Sonstige Rückstellungen 28 0 28
Übrige 38 -9 29
Verlustvorträge 1.600 0 1.600
2.779 -351 2.428

Bei der Bewertung wurde ein Steuersatz von 13,3 % bzw. 30 % zugrunde gelegt. Dieser errechnet sich pauschaliert aus dem Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Solidaritätszuschlagssatz.

Passivseite

Erläuterungen zum Eigenkapital

Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde die Gliederung des Konzern-Eigenkapitals um spezielle Posten der Muttergesellschaft REIFF Holding GmbH & Co. KG ergänzt. Es wird auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel verwiesen. Durch die RTP wurden im November 2014 Genussscheine in Höhe von 4,0 Mio. € ausgegeben. Zum 1.11.2016 erfolgte eine Erhöhung um T€ 600 auf T€ 4.600. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Erhöhung um T€ 650 auf T€ 5.250, wobei die Vergütung der zusätzlich ausgegebenen Genussscheine ab dem 1. Januar 2022 begann. Zum 31.03.2022 erfolgte eine weitere Erhöhung um T€ 400 auf T€ 5.650. Dieses Genussrechtskapital erreicht die Haftungsqualität von Eigenkapital nach den vom IDW HFA 1/1994 aufgestellten Kriterien. Daher wird dieser Betrag innerhalb des Eigenkapitals unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen. Diese Genussscheine können frühestens mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2026 bzw. 31.03.2027 gekündigt werden, wobei für beide Seiten eine Kündigungsfrist von 12 bzw. 24 Monaten gilt.

Erläuterungen zu den Einlagen stiller Gesellschafter

Stille Gesellschafter sind von Kreditinstituten getragene Unternehmensbeteiligungsgesellschaften, welche sich an der RTP als stille Gesellschafter seit dem 30.12.2014 beteiligt haben. Zum 31.01.2022 sind die bisherigen Beteiligungsverträge ausgelaufen. Gleichzeitig wurden zum 31.01.2022 neue langfristige Beteiligungsverträge abgeschlossen, deren Laufzeit am 31.12.2027 endet. Im Rahmen der Neuabschlüsse reduzierte sich die Summe der Beteiligungen um T€ 650. Ein Kündigungsrecht durch die stillen Gesellschafter allein wegen wesentlicher Verschlechterung der Vermögensverhältnisse bei der RTP besteht nicht. Die stillen Gesellschafter nehmen an einem eventuellen Verlust der RTP nicht teil. Es besteht aber eine Nachrangvereinbarung im Verhältnis zu allen gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller gegenwärtigen und künftigen Gläubigern der RTP. Die Vergütung erfolgt über ein ergebnisunabhängiges Festentgelt kombiniert mit einem gewinnabhängigen Zusatzentgelt. Aufgrund der geschilderten Besonderheiten werden die Einlagen der stillen Gesellschafter im Finanzierungsbereich als "wirtschaftliches" Eigenkapital eingestuft. Aufgrund dieser Sonderstellung wird gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. m.

§ 265 Abs. 5 Satz 2 HGB ein eigenständiger Posten nach dem Eigenkapital und vor den Rückstellungen eingefügt.

Angaben zu Rückstellungen für Pensionen gemäß § 314 Nr. 16 HGB und zur Verrechnung von Deckungsvermögen nach § 314 Nr. 17 HGB

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre ergibt sich zum 31.12.2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellung für Pensionen in Höhe von (Unterschiedsbetrag):

31.12.2022
T€
Bewertung der Pensionsrückstellung mit Durchschnittszins 7 Jahre 10.844
Bewertung der Pensionsrückstellung mit Durchschnittszins 10 Jahre 10.512
332

Die Rückstellungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten des Instituts für Wirtschaftsmathematik und betriebliche Altersversorgung Prof. Dr. Neuburger & Partner bewertet.

Es bestehen zwei Versorgungsbereiche:

a.) Geschäftsführer-Versorgung und laufende Renten

Bewertungsmethode: PUC-Methode (Projizierte Einmalbewertungsmethode)
Rechnungszins: 1,78 % p.a.

Bei gehaltsabhängigen Zusagen wird grundsätzlich ein Gehaltstrend von 0,0 % angesetzt. In geringem Umfang bestehen Sondervereinbarungen. Für die Renten hieraus wird ein Rententrend von 2,0 % angesetzt. Bei nicht-gehaltsabhängigen (Festbetrags-)zusagen wird als Rententrend unterstellt, dass die Renten alle 3 Jahre mit einem Prozentsatz von 4,5 % angepasst werden.

Fluktuation: 0,00 % - 0,32 % p.a.
Biometrische Annahmen: © Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Rechnungszins basierend auf Stand Dezember 2022.

b.) Beitragsbezogene Versorgung für leitende Angestellte

Bewertungsmethode: PUC-Methode (Projizierte Einmalbewertungsmethode)
Rechnungszins: 1,78 % p.a.
Fluktuation: 0,00 % -1,73 % p.a.
Biometrische Annahmen: © Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Rechnungszins basierend auf Stand Dezember 2022.

Es bestehen Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von T€ 192.

Die Pensionsrückstellungen enthalten Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen in Höhe von T€ 5.849. Die Zahlungen an diesen Personenkreis beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 326.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
T€
Tantiemen 380
Urlaubsrückstellung 301
Jubiläen 264
Zeitguthaben/Überstunden 206
Gewährleistung 205
Berufsgenosssenschaft 147
Prüfungs- und Steuerberatungskosten 143
Ausstehende Rechnungen 70
Interne Abschlusskosten 68
Abfindungen 52
Schadensfälle 44
Gesetzliche Aufbewahrungsfrist 12
Schwerbehindertenabgabe 1
Sonstige 31
1.924

In der Position Sonstige sind insbesondere die zu erwartenden Verpflichtungen im Zusammenhang ausstehenden Wareneingangs- und Kostenrechnungen enthalten.

Die Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von T€ 1.362 wurden entsprechend § 246 Abs. Satz 2 HGB mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Deckungsvermögen komplett verrechnet. Bei der Rückstellung betreffend gesetzlicher Aufbewahrungspflichten kann davon ausgegangen werden, dass sich zukünftige Kostensteigerungen und die Abzinsung ausgleichen.

Angabe zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Aufstellung:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre Gesamt 31.12.2022
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.324 22.221 2.750 33.295
(21.881) (8.770) (183) (30.834)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.263 0 0 20.263
(14.871) (0) (0) (14.871)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.567 2.251 2.814 6.632
(1.559) (2.205) (2.757) (6.521)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.523 0 0 4.523
(9.234) (33) (0) (9.267)
- davon aus Steuern 1.304 0 0 1.304
(1.162) (0) (0) (1.162)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 155 0 0 155
(98) (0) (0) (98)
34.677 24.472 5.564 64.713
(48.805) (11.008) (2.940) (61.493)

(Beträge in Klammern betreffen das Vorjahr)

Besicherungen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 31.980 durch Grundschulden, Raumsicherungsübereignung der inländischen Warenlager, Raumsicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie durch Abtretung von Forderungen aus Warenlieferungen besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Um die Klarheit und Transparenz zu erhöhen wurden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern auch Verbindlichkeiten gegenüber an den Kommanditanteilen Unterbeteiligten sowie Angehörigen in Höhe von T€ 3.364 (Vorjahr T€ 3.252) ausgewiesen.

VII. Angabepflichten zur Finanzlage

Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften § 314 Nr. 2 HGB:

a.) Asset-Backed-Securities-Programm

Diese ABS-Finanzierung kombiniert Elemente des Factorings und der Forderungsverbriefung. Es werden dabei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine speziell vom anbietenden Bankinstitut gegründete Zweckgesellschaft verkauft. Dafür erhält die Firma einen Kaufpreis abzüglich eines Sicherheitsabschlages einer Marge für die Kosten des Programms. Die Zweckgesellschaft refinanziert sich über die Begebung von Wertpapieren am Kapitalmarkt. Investoren erwerben die verzinsten Wertpapiere, wodurch die Zweckgesellschaft die erforderliche Liquidität erhält.

Zweck bzw. Vorteile:

Der wesentlichste Vorteil ist die Finanzierung. Durch den laufenden Ankauf können Forderungen noch vor Fälligkeit in Liquidität umgewandelt werden.

Durch den Zugang zum internationalen Kapitalmarkt erhöht sich der finanzpolitische Spielraum.

Die Forderungsverwaltung erfolgt weiterhin durch das Unternehmen. Es muss keine Offenlegung gegenüber dem Kunden erfolgen (stille Zession) und das Unternehmen kann sich weiterhin selbst um die Forderungsbeitreibung kümmern. Dies bewahrt die Beziehung zwischen der Firma und den Kunden vor Störeinflüssen durch den Factor.

Durch den Forderungsabgang (true sale) und die evtl. Verwendung der Liquidität zur Schuldentilgung, ergeben sich positive bilanzielle Effekte.

Risiken:

Mangelhaftes Interesse des Ankaufs der Wertpapiere durch Investoren

Erhöhung der Kosten

Die Abwicklung erfordert hohe Anforderungen an die Finanzabteilung

Zum 31.12.2022 beträgt das Volumen des Forderungsabgangs T€ 10.329. Das maximale Ankaufsvolumen beträgt 25 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Juli 2026.

Von einer Einbeziehung in den Konsolidierungskreis nach § 290 Abs. 2 Ziffer 4 HGB wird aus folgenden Gründen abgesehen. Die Zweckgesellschaft wurde nicht von der Muttergesellschaft gegründet, sondern das fertige Konzept wurde von einem Bankinstitut angeboten. Die Zweckgesellschaft "dient" daher nicht im Sinne der Vorschrift der Muttergesellschaft, sondern die Muttergesellschaft beteiligt sich neben mehreren anderen Firmen an einem fertig vorliegenden ausgearbeiteten Konzept. Weiterhin liegt nicht die Mehrheit der Chancen und Risiken bei der Muttergesellschaft. Aufgrund des vorliegenden true sale und der Gebundenheit an die Kapitalmarktkonditionen sind die Chancen und Risiken zwischen allen Beteiligten gleichmäßig verteilt.

Im Rahmen des ABS-Programms hat das Bankinstitut der REIFF Technische Produkte GmbH einen Avalkredit in Höhe von T€ 2.500 gewährt. Das Aval dient zum Stichtag der Besicherung von Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm.

b.) Leasingfinanzierung

Es bestehen langfristige Mietverträge und Leasingverpflichtungen mit Gesamtverpflichtungen in Höhe von

31.12.2022
T€
bis 2 Jahre 3.189
größer als 2 Jahre 2.379

Die Höhe resultiert im Wesentlichen aus der langfristigen Anmietung von Immobilien.

Die Leasingfinanzierung hat den Zweck, dass Investitionen realisiert werden können unter Schonung der liquiden Mittel.

c.) Haftungsverhältnisse

Die REIFF Holding GmbH & Co. KG haftet bis zum 31.12.2025 für ein Mietverhältnis bis zu einem Höchstbetrag von T€ 637. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, dass die Miete nicht ordnungsgemäß beglichen wird. Daher ist mit einer Inanspruchnahme aufgrund derzeitiger Erkenntnisse nicht zu rechnen.

VIII.Angabepflichten zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederungen der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten (§ 314 Nr. 3 HGB)

Die Umsätze in den einzelnen Sparten haben sich wie folgt entwickelt:

2022
T€ %
Geschäftsbereich Technischer Handel 180.034 99,8 %
Sonstige 319 0,2 %
180.353 100,0 %

Die Umsätze haben folgende geographische Verteilung:

2022
T€ %
Inland 136.900 75,9 %
EU 33.805 18,7 %
Drittland 9.648 5,3 %
180.353 100,0 %

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 360 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus Gutschriften für Vorjahre.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 72 enthalten.

Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 77 (Vorjahr T€ 77) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 394 ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 997. Diese entfallen u.a. auf Restrukturierungsmaßnahmen, hauptsächlich bei der REIFF Technische Produkte GmbH, für die Bereiche Personal- und Standortkosten. Weitere außergewöhnliche Aufwendungen gibt es bei Roller für Bestellvorgänge, welche noch vor der SAP-Einführung stattgefunden haben und noch das alte ERP-System betreffen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 36 enthalten.

Vergütungen für Genussrechte und an stille Gesellschafter

Entsprechend den Vorgaben von IDW HFA 1/1994 wurde der Aufwand aus der laufenden Vergütung der Genussscheine unter entsprechender Postenbezeichnung gesondert ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von T€ 1.502 (Vorjahr T€ 241) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 97 T€, die aus einer im Jahr 2022 abgeschlossenen Betriebsprüfung resultieren. Zudem beinhalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag außergewöhnliche Erträge aus der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 1.600.

Nicht beherrschende Anteile

Die Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile setzen sich wie folgt zusammen:

2022
T€
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an
Jahresüberschüssen 203
Jahresfehlbeträgen 0
203

Der Aufwand aus der Vergütung der unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesenen Genussrechte in Höhe von T€ 311 erfolgt unter einem separaten Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung.

IX. Sonstige Angaben

Arbeitnehmerzahl (Durchschnitt gemäß § 267 Abs. 5 und § 314 Nr. 4 HGB)

2022
Anzahl
Angestellte 448
Gewerbliche Arbeitnehmer 141
589

Die Angabe der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter unterbleibt unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (§ 314 Nr. 9 HGB) beträgt:

2022
T€
Abschlussprüfungsleistungen 96
Andere Bestätigungsleistungen 3
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Gesamthonorar 99

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (§314 Nr. 25 HGB)

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.

Konzernabschluss

Die REIFF Holding GmbH & Co. KG Reutlingen ist das Unternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt über den Bundesanzeiger.

Ergebnisverwendung Mutterunternehmen (§ 314 Nr. 26 HGB)

Ein Teil des Jahresergebnisses des Mutterunternehmens ist zum Ausgleich der Verlustsonderkonten verwendet worden. Die Entscheidung über die restliche Ergebnisverwendung erfolgt durch die Gesellschafter. Die Gesellschafterversammlung erfolgt erst nach Fertigstellung des Jahresabschlusses.

Persönlich haftender Gesellschafter

Die Reiff-Beteiligungs-GmbH, Reutlingen, ist persönlich haftende Gesellschafterin. Das Stammkapital beträgt € 30.677,52.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Reiff-Beteiligungs-GmbH, Reutlingen (Komplementärin), sind:

 

Alec Reiff, Reutlingen, Dipl.-Kaufmann

 

Manfred Braun, Stuttgart, Dipl.-Betriebswirt

 

Tim Steinel, Stuttgart

X. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Zu Name und Sitz der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, dem Anteil am Kapital der Tochterunternehmen, siehe Anlage B zum Anhang.

 

Reutlingen, den 13. März 2023

Die Geschäftsführer der Reiff-Beteiligungs-GmbH als Komplementärin der REIFF Holding GmbH & Co. KG

Alec Reiff, Geschäftsführer

Manfred Braun, Geschäftsführer

Tim Steinel, Geschäftsführer

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss der REIFF Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen, für das Geschäftsjahr 2022 wurde am 25. April 2023 durch die Gesellschafterversammlung gebilligt.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 31.12.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 58.118 0 0 58.118
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.590.525 1.176.451 102.407 333.054 6.536.328
3. Geschäfts- oder Firmenwert 36.061.392 0 0 0 36.061.392
4. Geleistete Anzahlungen 124.923 73.094 -102.407 0 95.610
41.776.840 1.307.662 0 333.054 42.751.448
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.843.471 154.457 0 0 19.997.928
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.421.875 220.767 0 111.033 2.531.609
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.305.704 156.528 10.531 130.339 3.342.424
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.531 5.515 -10.531 0 5.515
25.581.581 537.268 0 241.371 25.877.477
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000 0 0 0 10.000
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 198.000 0 0 0 198.000
3. Beteiligungen 10.670 0 0 10.670
4. Sonstige Ausleihungen 1.177.835 56.250 0 0 1.234.085
1.396.505 56.250 0 0 1.452.755
68.754.926 1.901.180 0 574.426 70.081.680
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.840.476 1.258.834 9.207 3.090.104
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.323.151 2.325.424 0 6.648.574
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
6.163.627 3.584.257 9.207 9.738.678
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.933.563 546.939 0 2.480.502
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.549.603 239.887 78.907 1.710.583
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.145.514 528.341 100.146 1.573.709
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
4.628.680 1.315.167 179.053 5.764.795
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.999 0 0 9.999
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 198.000 0 0 198.000
3. Beteiligungen 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
207.999 0 0 207.999
11.000.307 4.899.425 188.260 15.711.472
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 58.118 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.446.225 3.750.048
3. Geschäfts- oder Firmenwert 29.412.818 31.738.241
4. Geleistete Anzahlungen 95.610 124.923
33.012.770 35.613.213
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.517.425 17.909.908
2. Technische Anlagen und Maschinen 821.026 872.272
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.768.715 2.160.189
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.515 10.531
20.112.681 20.952.901
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1 1
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
3. Beteiligungen 10.670 10.670
4. Sonstige Ausleihungen 1.234.085 1.177.835
1.244.756 1.188.506
54.370.208 57.754.620

Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022

Nr. Name Direkte/ (indirekte) Beteiligungsquote % Abkürzung Gehalten von Nr.
I. Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden
1 REIFF Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen 1) Mutterunternehmen HOL
2 REIFF Technische Produkte GmbH, Reutlingen 2) 100,0 % RTP 1
3 Kremer GmbH, Wächtersbach 2) 80,0 % KR 1
4 ROLLER-TECH S.a.r.l., Ehlerange, Luxemburg 99,9 % Roller L 2, 7
5 ROLLER BELGIUM S.r.l., Herstal, Belgien 99,9 % Roller B 4
6 REIFF Technical Products (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100,0 % RTPS 1
7 Evergreen S.A., Luxemburg 99,5 % EG 2
II. Verbundene Unternehmen/Beteiligungen die nach § 296 HGB und § 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogen wurden
8 Roller Maroc S.a.r.l., Casablanca/Marokko 99,9 % Roller M 4
9 K4 Plus GmbH, Barsbüttel 25 % K4 Plus 2

1) Unternehmen, die von der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch machen.
2) Unternehmen, die von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen.

Konzerneigenkapitalspiegel der REIFF Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen, im Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile
Komplementärkapital Kommanditkapital Verlustsonderkonto der Kommanditisten Summe
EUR EUR EUR
Stand am 1.1.2022 0 8.200.000 -1.458.011 6.741.989
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 1.458.011 1.458.011
Stand am 31.12.2022 0 8.200.000 0 8.200.000
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklagen gemäß Gesellschaftsvertrag Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR
Stand am 1.1.2022 6.321.555 0 6.321.555
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Stand am 31.12.2022 6.321.555 0 6.321.555
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis Summe
EUR EUR EUR
Stand am 1.1.2022 90.859 -1.673.175 11.481.228
Währungsumrechnung -113.577 0 -113.577
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 -1.209.123 248.888
Stand am 31.12.2022 -22.718 -2.882.298 11.616.539
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1.1.2022 6.482.246 191.465 6.673.711 18.154.939
Währungsumrechnung 0 0 0 -113.577
Sonstige Veränderungen 400.000 0 400.000 400.000
Ausschüttungen -50.000 0 -50.000 -50.000
Konzernjahresüberschuss 0 203.009 203.009 451.897
Stand am 31.12.2022 6.832.246 394.474 7.226.720 18.843.259

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
Konzernjahresfehlbetrag einschließlich Ergebnis nicht beherrschender Anteile 451.897 -2.092.645
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.899.425 5.270.997
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.093.721 -890.225
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -3.928.603 -5.601.055
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 633.336 4.415.499
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2.361 -33.441
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.818.553 2.215.519
+ Aufwand für Gewinnanteile stiller Gesellschafter 188.567 210.248
+ Aufwand für Vergütung Genussrechtskapital 310.750 253.000
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -823.725 426.120
-/+ Ertragsteuerzahlungen -1.172.966 -540.038
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.281.152 3.633.979
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 323.848 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.307.662 -1.056.871
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 64.679 43.428
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -537.268 -589.427
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 661.786
+ Erhaltene Zinsen 22.259 14.153
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.434.144 -926.932
+/- Veränderung Gesellschafterdarlehen -167.711 38.738
- Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 -50.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 7.900.000 7.000.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -4.172.531 -4.062.065
+ Einzahlungen Genussrechtskapital 400.000 0
- Tilgung stille Beteiligung -650.000 0
- Gezahlte Zinsen -1.705.016 -1.591.660
- Gezahlte Vergütungen für stille Beteiligungen -199.942 -210.248
- Gezahlte Vergütungen für Genussrechte -32.395 -253.000
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.372.405 871.765
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.219.413 3.578.812
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -4.932.613 -8.511.425
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -3.713.200 -4.932.613
Finanzmittelfonds
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten -5.034.459 -6.300.923
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.321.259 1.368.310
-3.713.200 -4.932.613

Konzern-Lagebericht

der REIFF Holding GmbH & Co. KG

Unternehmensprofil

Geschäftsmodell und Umfeld

Die REIFF-Gruppe kann als traditionsreicher und in der vierten Generation familiengeführter Konzern auf eine über 100-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Heute stattet die REIFF-Gruppe die Industrie in ihrer Funktion als technischer Händler mit einer breiten Palette an Produkten aus. Der Technische Handel ist eine unverzichtbare Nahtstelle zwischen der herstellenden Industrie und dem professionellen Anwender. Er ist als Produktionsverbindungshandel einzustufen, einer Spezialbranche des Großhandels. 1 Als solcher fungiert er als Intermediär zwischen Herstellern im In- und Ausland und den vor allem im Maschinen- und Anlagenbau angesiedelten Kunden. Die REIFF-Gruppe sieht sich seit vielen Jahren als Partner der Industrie und setzt ihren Schwerpunkt in Produktlösungen der Erstausrüstung. Mit über 140.000 Produkten verfügt die REIFF-Gruppe über eines der größten technischen Sortimente Deutschlands. Um dem wachsenden Bedarf an speziellen Lösungen gerecht zu werden, betreibt die REIFF-Gruppe zusätzlich kleine Produktionsaktivitäten.

Konzernstruktur

Die REIFF Holding GmbH & Co. KG ist das Mutterunternehmen der REIFF-Gruppe. Sie nimmt die Funktion der Gruppensteuerung wahr und erbringt Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften. Die gruppenweite Finanzierung ist Teil dieser Leistungspalette.

1 VTH - Verband Technischer Händler: https://www.vth-verband.de/technischer-handel/die-branche/

Die operative Geschäftstätigkeit der Gruppe geht von der REIFF Technische Produkte GmbH, der Kremer GmbH, der ROLLER-TECH S.à.r.l. in Luxemburg, der ROLLER BELGIUM S.r.l. in Belgien und der REIFF Technical Products Shanghai Co,. Ltd. aus.

Konzernstrategie

Die REIFF-Gruppe strebt eine führende Rolle im Technischen Handel in Deutschland an. Die Unternehmensziele orientieren sich daran, den Kunden in den Fokus aller Prozesse und Strategien zu stellen und starke Lieferantenbeziehungen zu pflegen.

Bereits heute hat die REIFF-Gruppe eine hervorgehobene Stellung im Technischen Handel inne, aufgrund des sehr breiten Produktsortiments verbunden mit einem hohen Niveau an technischer Beratung und Weiterverarbeitung.

Die aktuelle Marktposition der REIFF Technische Produkte GmbH soll nicht nur in den Fokus-Regionen Baden-Württemberg und Sachsen, sondern für ganz Deutschland weiter ausgebaut werden. Der Vertrieb bearbeitet den Markt inzwischen nicht nur regionalseitig, sondern auch branchenseitig, um die Kunden auf möglichst vielen Ebenen zu beraten. Dies wird ergänzt durch ein Produktmanagement das Trends am Markt erkennt und sicherstellt, dass den Kunden ein am individuellen Bedarf ausgerichtetes und breites sowie Lieferantenunabhängiges Sortiment geboten wird.

Das abteilungsübergreifende Supply Chain Management sorgt für die zeitoptimierte Beschaffung (auch auf internationalen Märkten), einen bedarfsorientierten Lagerbestand und stellt alle logistik- und fertigungsnahen Dienstleistungen sicher. Um auch die regionalen Bedürfnisse unserer Kunden abzudecken, unterhält die REIFF Technische Produkte GmbH Niederlassungen in Sachsen (Chemnitz, Leipzig), Baden-Württemberg (Offenburg) und Hessen (Wallau, Erbach).

Unter der Marke Kremer ist der technische Handel auch auf dem Gebiet der Entwicklung und dem Vertrieb von Gummiformartikeln aktiv.

Die chinesische Tochter der REIFF Technische Produkte GmbH in Shanghai (RTPS) beliefert im Großraum Shanghai sitzende Tochtergesellschaften deutscher Firmen mit technischen Produkten.

Die Töchter ROLLER-TECH und ROLLER BEL-GIUM sind neben technischen Produkten auf Produkte aus dem Bereich Arbeitssicherheit spezialisiert. Für ROLLER nimmt die Bedeutung des belgischen Marktes weiter zu.

Forschung & Entwicklung

Die REIFF-Gruppe betreibt keine Forschung. Produktentwicklungen finden in enger Abstimmung mit den Kunden statt und wird projektweise bearbeitet.

Für die REIFF-Gruppe, die sich als Dienstleistungsorganisation versteht und daher von der Beziehungsqualität zum Kunden lebt, bedeutet Entwicklung neben Produktentwicklung vor allem Prozessentwicklung. Impulse zur Veränderung bestehender Prozesse oder für neue Prozesse, werden durch eine zentrale Business Development-Einheit aufgegriffen und zur Umsetzung gebracht.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2022 von Unsicherheiten geprägt: Der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und die noch immer durch die Corona-Pandemie angespannten Lieferketten haben die Unternehmen vor direkte und indirekte Herausforderungen gestellt. Gegenüber 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 dennoch um 1,9 % gestiegen. Damit konnte nun das Vorkrisenniveau (BIP 2019) wieder erreicht werden. 2 In diesem Sinne hat Deutschland die wirtschaftlichen Folgen der globalen Krisen und Konflikte bisher gut bewältigt. Laut ihrem Jahreswirtschaftsbericht prognostiziert die Bundesregierung für das Jahr 2023 bessere Wirtschaftsaussichten als zunächst erwartet. Inzwischen wird mit einem kleinen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % gerechnet. 3

Der für die REIFF-Gruppe wichtigste Wirtschaftszweig ist der deutsche Maschinenbau. Die deutschen Maschinen und Anlagenbauer waren durch die wirtschaftliche Gesamtlage und internationale Lieferkettenproblem besonders belastet. Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) lag der Auftragszuwachs im Vergleich zum Vorjahr bei -4 % im Jahr 2022. 4

Geschäftsverlauf

In ihrer Funktion als Handelsunternehmen war, wie auch schon im Jahr 2021, die globale Lieferkettensituation das vorherrschende Thema für die REIFF-Gruppe im Geschäftsjahr 2022. Die unterjährige Umsatzverteilung hat sich im Jahr 2022, nach Verschiebungen durch die Corona-Krise, wieder normalisiert. Im ersten Quartal wurden mit knapp 48 Mio. € die stärksten Umsätze generiert. Das vierte Quartal war wie erwartet das umsatzschwächste Quartal.

2 Statistisches Bundesamt. Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023.
3 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Pressemitteilung "Jahreswirtschaftsbericht 2023 - Wohlstand erneuern" vom 25.01.2023.

4 VDMA. Pressemitteilung vom 02.02.2023: "Deutliches Minus zum Jahresabschluss".

Der Konzern wird intern anhand einer mehrstufigen Monats-Konzernbetrachtung gesteuert. Dabei werden die Entwicklungen von Rohertrag, EBITDA, EBITDA-Marge, EBIT und EBT als Indikatoren herangezogen.

Die Konzernsteuerung wird durch die Leistungsindikatoren Kundenzufriedenheit (u.a. gemessen an Zuverlässigkeit und Schnelligkeit) und Mitarbeiterzufriedenheit (u.a. gemessen an der Weiterempfehlungsquote) ergänzt.

Insgesamt lag der Jahresumsatz der REIFF-Gruppe mit 180,4 Mio. € unter dem ursprünglich geplanten Jahresumsatz von 191 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr konnte dennoch trotz des turbulenten gesamtwirtschaftlichen Umfelds ein Wachstum von 8,1 % erzielt werden. Während im Inland die Umsätze rückläufig waren, konnten sowohl im EU-Ausland als auch im Drittland erhebliche Zuwächse verzeichnet werden. Das im Vorjahr geplante Jahresergebnis konnte aufgrund von Sondereffekten nahezu erreicht werden.

Ertragslage

Der Rohertrag fiel mit 55,3 Mio. € im Jahr 2022 um 4,9 % höher aus als im Jahr 2021. Die Rohertragsmarge hat gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %-Punkte abgenommen. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus zwei Effekten. Zum einen endete der Dienstleistungsvertrag mit dem ehemaligen Reifen-Bereich, für den die IT der REIFF-Gruppe diverse Dienstleistungen erbracht hatte. Der Wegfall dieser Dienstleistungserlöse macht ca. 0,8 %-Punkte des Rückgangs aus. Zum anderen wurde im Jahr 2022 deutlich weniger Lieferantenskonto als im Vorjahr genutzt. Da die Vorräte der Gruppe aufgebaut wurden stand weniger Liquidität zur Verfügung, um Lieferantenverbindlichkeiten vor Fälligkeit zu begleichen. Die daraus entstandene geringere Skonto-Nutzung macht ca. 0,5 %-Punkte des Rückgangs der Rohertragsmarge aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 1,6 Mio. €. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aufgrund von geringeren Auflösungen von Rückstellungen.

Der Personalaufwand der REIFF-Gruppe lag mit 34,4 Mio. € unter dem geplanten Niveau (-4,6 %). Das Verhältnis Personalaufwand zu Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr erneut um einen %-Punkt verbessert werden.

Die Abschreibungen beliefen sich auf 4,9 Mio. € Mio. 2,3 Mio. € davon entfallen auf Firmenwert-Abschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 15,4 Mio. €. Der Anstieg zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres (14,6 Mio. €) stammen zum größten Teil aus erhöhtem Aufwand für Miete und Leasing, Frachtkosten, Lizenz- und Wartungsgebühren für IT-Systeme und Kosten für Beratung.

Das Finanzergebnis (Aufwand) lag bei 2,3 Mio. €. Für Genussrechte an Gesellschafter sowie stille Beteiligungen wurde im Berichtszeitraum ein Aufwand in Höhe von 0,5 Mio. € verbucht. Dies entspricht dem geplanten Wert.

Im Jahr 2022 wurde nach Abschluss einer Betriebsprüfung erhebliche steuerliche Verlustvorträge bestandskräftig veranlagt. Aus der Aktivierung von latenten Steuern auf die nach unserer Ertragsplanung innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich nutzbaren Verlustvorträge ergibt sich ein Ertrag in Höhe von 1,6 Mio. €.

Das EBITDA konnte im Vorjahresvergleich um 0,8 Mio. € gesteigert werden. Die EBITDA-Marge reduzierte sich leicht von 3,8 % im Vorjahr auf 3,7 % im Geschäftsjahr 2022.

Die vorgenannten Effekte führten zu einem Jahresergebnis in Höhe von 452 T€.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Der Anteil des (um die Einlagen stiller Gesellschafter erhöhten) Eigenkapitals an der Bilanzsumme lag im Berichtsjahr bei 21,4 %.

Die um die Guthaben bei Kreditinstituten bereinigten Finanzverbindlichkeiten (im folgenden Netto-Finanzverbindlichkeiten) lagen bei 32,0 Mio. € per Ende 2022. Das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum wie oben berechneten Eigenkapital (Gearing) lag Ende 2022 bei 1,5.

Die Pensionsverpflichtungen lagen bei 10,7 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen bei 20,3 Mio. € zum Berichtsultimo und gehen einher mit den höheren Beständen.

Investitionen

Die Brutto-Investitionen in das materielle und immaterielle Anlagevermögen lagen im laufenden Geschäftsjahr bei 1,9 Mio. €. Davon wurden 1,3 Mio. € in Digitalisierungs- und IT-Projekte investiert.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag bei 1,3 Mio. € im Jahr 2022. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit reduzierte die Liquidität um 1,4 Mio. €.

Beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Saldo von 1,4 Mio. €, der sich im Wesentlichen aus der Rückzahlung bisheriger Kredite (-4,2 Mio. €) sowie von stillen Beteiligungen (-0,7 Mio. €), der Neuaufnahme von Krediten über 7,9 Mio. € und Genussrechten in Höhe von 0,4 Mio. € sowie der gezahlten Zinsen und Vergütungen für stille Beteiligungen und Genussrechte (-1,9 Mio. €) zusammensetzt.

Aufgrund der Einbindung in die gruppenweite Finanzierung waren die Konzernunternehmen im Geschäftsjahr 2022 jederzeit in der Lage, die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hatte per Ende des Geschäftsjahres 2022 einen Anteil von 55,1 % an der Bilanzsumme. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme betrug 36,8 %. Aufgrund der anhaltenden Lieferkettensituation wurden die Vorräte deutlich erhöht, um Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden sicherzustellen. Zum 31.12.2022 betrug der Geschäfts- und Firmenwert 29,4 Mio. €.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände hatten einen Anteil an der Bilanzsumme von 3,9 %.

Der Bestand an liquiden Mitteln lag bei 1,3 Mio. €. Die restlichen Bestandteile der Aktivseite wurden durch Posten der Rechnungsabgrenzung und der aktiven latenten Steuern bestimmt.

Die Bilanzsumme der REIFF-Gruppe lag zum Ultimo bei 98,7 Mio. €.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2023 für die REIFF-Gruppe

Für 2023 ist ein Umsatzanstieg von 9 % geplant, der zum maßgeblichen Teil aus Preiswachstum entsteht. Das Preiswachstum ist ein Resultat der erhöhten Beschaffungspreise aus 2022, die im Jahr 2023 durch Weitergabe an unsere Kunden in vollem Umfang zum Tragen kommen. Im Jahr 2023 gehen von nahezu gleichverteilten Umsätzen in den ersten drei Quartalen und einem etwas schwächeren Umsatz im letzten Quartal aus.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2023 plant die REIFF-Gruppe mit einem Umsatz in Höhe von 196 Mio. €. Für 2023 ist ein EBITDA von 9,4 Mio. € und positives Jahresergebnis in Höhe von 0,5 Mio. € geplant.

Die Konzernfinanzierung der Gesellschaft erfolgt im Rahmen des Cash-Pooling der REIFF-Gruppe innerhalb derer die Gesellschaften für einen Großteil der Verbindlichkeiten gemeinsam haften (Haftungsverbund). Die zur Finanzierung der Unternehmensgruppe notwendigen Betriebsmittellinien wurden im Dezember 2022 auf weitere zwei Jahre verlängert. Deren Prolongation war eine notwendige Voraussetzung für die Finanzierung und den Fortbestand der Gruppe.

Chancen für die REIFF-Gruppe

Die REIFF-Gruppe hat die letzten Jahre damit verbracht sich von den Geschäftsfeldern, die nicht eindeutig zur zentralen Kernkompetenz der Gruppe passen zu trennen. Mit dem Verkauf der R.E.T. GmbH im Januar 2021 ist der letzte Schritt der Neuausrichtung der REIFF-Gruppe und der ganz klaren Fokussierung auf den Technischen Handel abgeschlossen.

Alle unternehmensinternen Investitionen und Innovationen zahlen nun nur noch auf dieses Geschäftsfeld ein. Die Weiterentwicklung des Unternehmens mit dem klaren Fokus auf den Technischen Handel wurde im Jahr 2022 im Rahmen einer Unternehmensstrategie konkretisiert. Neben der Weiterentwicklung des Bestandskundengeschäfts gibt es für die Gruppe zahlreiche weitere Chancen, insbesondere im Ausbau des Auslandsgeschäfts mit den Tochterunternehmen in China, Luxemburg und Belgien.

Risikomanagementsystem

Die Entwicklung des Unternehmens ist durch vorausschauendes und umsichtiges Handeln geprägt. Risiken werden gleichwohl bewusst eingegangen, um daraus Erträge zu generieren. Wir sind bereit, Risiken nach gewissenhafter Prüfung und Abwägung aller verfügbaren Informationen bis zu einem Betrag von 1 Mio. € p.a. pro Einzelposition und in Summe von 2 Mio. € pro Jahr einzugehen. Alle über diese Grenze hinausgehenden Risiken werden besichert, es sei denn, die Eintrittswahrscheinlichkeit ist zu vernachlässigen.

Die Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere

eine konjunkturelle Eintrübung

eine weiterhin hohe Inflation sowie erhöhte Energiepreise mit entsprechenden Auswirkungen auf die Beschaffungspreise

der zunehmende Wettbewerb

das sich verändernde Kaufverhalten und die Zahlungsmoral der Kunden

Risiken aus Gewährleistungsansprüchen

die Unwägbarkeiten der globalen Lieferkettensituation

der mögliche Ausfall der Vendor Note aus dem Verkauf der R.E.T. GmbH

die sinkende Bereitschaft der Banken zur Vergabe von Krediten und damit einhergehende Finanzierungsrisiken

die Folgen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine

des weiteren Verlaufs der COVID-19-Pandemie

sind erkannt. Regelmäßiges Hinterfragen unserer Unternehmensstrategie sorgt dafür, dass überprüft wird, ob die jeweiligen Maßnahmen noch richtig sind bzw. ob weitere Prioritäten hinzutreten müssen.

Die REIFF-Unternehmensgruppe erstellt neben dem Jahresabschluss, monatlich einen Konzernabschluss, dem die Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage jeder Tochtergesellschaft sowie des Konzerns entnommen werden kann. Die wesentlichen Finanzierungspartner erhalten zum Ende jedes Folgequartals einen erläuterten Quartalsbericht.

 

Reutlingen, 13. März 2023

Die Geschäftsführer der Reiff-Beteiligungs-GmbH

als Komplementärin der REIFF Holding GmbH & Co. KG

Alec Reiff, Geschäftsführer

Manfred Braun, Geschäftsführer

Tim Steinel, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die REIFF Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der REIFF Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der REIFF Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, 13. März 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Matthias Spingler, Wirtschaftsprüfer

Stefan Trieflinger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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