Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 124955
Vorher
UTS Umwelttechnologie und Sanierungsmanagement GmbHIABG-Live Sciences Solutions GmbHIABG Life Sciences Solutions GmbH
Eingetragen
1.4.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Konzeption, Entwicklung, Realisierung und Vertrieb von Dokumentationsmanagement-Software für Entwicklung, Zulassung, Produktion und den Vertrieb von Life Sciences Produkten; Konzeption, Entwicklung und Realisierung von IT-Lösungen für den Life Sciences Bereich; technisch-wissenschaftliche Beratung sowie Validierung in den o.g. Feldern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ina Glaser
seit 3.7.2025
Prokura
Schei Dattner
seit 3.7.2025
Prokura
Peter Koop
seit 10.4.2024
Geschäftsführer
Prokura
Martina Steckenleiter
seit 10.4.2024
Prokura
Martin Schmid
seit 3.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EXTEDO GmbH

Ottobrunn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die EXTEDO GmbH (EXTEDO) erbringt Leistungen für die Konzeption, die Entwicklung, die Realisierung und den Vertrieb von regulatorischen Dokumentations- und Informationssystemen. Es handelt sich dabei um Eigensoftware, Fremdsoftware bzw. angepasste Fremdsoftware. Zusätzlich stellt die Gesellschaft ihr Know-how bei der Einführung von IT-Lösungen zur Verfügung, leistet technisch-regulatorische Beratung und bietet Validierungsunterstützung sowie Submission-Dienste an.

Das Unternehmen fokussiert seine Leistungen auf den weltweiten Life Science-Markt. Dabei bedient es gleichermaßen die Segmente Zulassungs-, Dossier-, Dokumenten-, Produktinformations- und Nebenwirkungsmanagement für Unternehmen und Behörden des Pharma- und Pflanzenschutzsektors.

Seit Beginn der Neuorientierung des Geschäftsmodells der EXTEDO im Jahr 2020 hin zu einem Lösungsanbieter für die gesamte Wertschöpfungskette für die Life Science-Branche, hat das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2022 konsequent an der Umsetzung dieser Strategie gearbeitet. Die Rückmeldungen von Industrie, Behörden und auch Branchenexperten bestätigen diesen Weg und das wachsende Interesse des Marktes bestätigen dies. Hierzu trägt, neben der fachlichen Produktstrategie, auch die technologische Wandlung hin zu einem SaaS-/Cloud-Anbieter einen wichtigen Teil dazu bei.

Das Unternehmen setzt weiter auf ein diversifiziertes Angebot; entweder als lokal installierte Plattform oder über ein SaaS-Angebot. Immer mehr Kunden gehen dazu über, die Programme nicht mehr auf ihren eigenen Servern zu installieren und zu warten, sondern durch die EXTEDO professionell betreiben zu lassen. Die Produkte wurden weiter für den Einsatz in der Cloud optimiert.

Hinsichtlich der möglichen Neuerungen rund um die neuen regulatorischen Standards pflegt die EXTEDO sowohl mit den Behörden, mit normengebenden Ausschüssen, als auch mit der Industrie enge Kontakte. Dies unterstützt die Reputation der EXTEDO, als state-of-the-art-Lieferant für regulatorische Standards weltweit als führendes Unternehmen wahrgenommen zu werden.

Zum 31. Dezember 2022 hält die Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung (IABG), Ottobrunn, 100% der Geschäftsanteile.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungstätigkeit der EXTEDO erstreckt sich auf die Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie auf die Neuentwicklung von Produkten, um regulatorischen Veränderungen Rechnung zu tragen und den Produktnutzen für den Kunden zu erhöhen sowie verschiedene Prozesse besser zu integrieren.

Auch in 2022 lagen die Aktivitäten auf dem Kerngeschäft, nämlich der Erhaltung der Regulatorischen Compliance für die Life Science-Industrie sowie die Bereitstellung der regulatorischen Standards neuer Märkte.

Die ursprünglichen Submission Produkte (eCTDmanager, EURS) sollen durch moderne, web-basierte Applikationen (eSUBmanager, EURSnext) abgelöst werden.

Bei der neuen Produktgeneration wird der performante Umgang mit sehr großen Datenmengen berücksichtigt. Es werden optional auch Cloud-spezifische Funktionalitäten eingesetzt. Die Behördensoftware EURS konnte in 2022 auf neuer Plattform EURSnext implementiert werden. Es gab intensive Aktivitäten für den eSUBmanager, um in 2024 ein erstes Publishing Release auf den Markt zu bringen und die Ablösung des eCTDmanagers anzustoßen.

Ergänzt wird das Submission Management durch EXTEDOpulse. Dies ist die Neuentwicklung eines RIM-Systems (Regulatory Information Management-Softwarelösung), das aus Modulen ("Hubs") besteht und die wichtigsten Schritte des pharmazeutischen Produktentwicklungsprozesses abdecken kann. Die technologische Basis hierfür setzt auf die Software-Plattform eines Partners auf. Alle Produkte können einzeln eingesetzt werden, beim Einsatz mehrerer Produkte - mit unserer EXTEDOpulse Plattform - gibt es durch übergreifende Use Cases zusätzlich einen signifikanten Mehrwert für unsere Kunden.

In 2022 wurden weitere elementare Funktionsbausteine für das RIM-System entwickelt und die fachliche sowie technische Integration der Einzelprodukte zu der EXTEDOpulse-Lösung vorangetrieben. Beispielhaft sei hier ein übergreifendes Taskmanagement bzw. das Submission-Content Planning erwähnt.

Die Hauptaktivitäten lagen auf der fachlichen und technischen Integration der verschiedenen Applikationen sowie Unterstützung übergreifender Use Cases. Zudem gewann Development Operations bei EXTEDO an Bedeutung, um die Automatisierung wie z.B. die Installation einer integrierten EXTEDOpulse-Suite, voranzutreiben.

Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter der EXTEDO sind mit der Neu- und Weiterentwicklung beschäftigt und werden zudem durch externe Ressourcen unterstützt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Statistischem Bundesamt war im Jahr 2022 die gesamtwirtschaftliche Lage in vielen Teilen in Deutschland sowie in vielen Teilen der Welt geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nahm in Deutschland im Jahr 2022 um 1,9% gegenüber dem Vorjahr zu.

Auch die Life Science-Branche ist von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der erhöhten Energiepreise sowie der Lieferengpässe betroffen.

Die sich stetig weltweit wandelnden und erweiterten regulatorischen Anforderungen hinsichtlich der Dokumentation in der Entwicklung neuer Medikamente und Wirkstoffe haben wesentlichen Einfluss auf die Branchenentwicklung. Die aufgrund der Corona-Pandemie neu entwickelten Impfstoffe bzw. an der Erforschung neuer Impfstoffe bzw. neuer Medikation gegen das Corona SARS-Cov2-Virus sind ein Beispiel dafür.

Dies zeigt sich nicht nur in den Veränderungen in den 48 Ländern, in denen bereits der regulatorische Standard eCTD existiert, sondern auch in dessen stetiger globaler Verbreitung. Hier ist mit einem Anstieg von mindestens 15% in den nächsten Jahren zu rechnen. Zudem zielt die Entwicklung auf eine erweiterte Einsatzmöglichkeit der Produkte und Dienste neben einer "on-premise"-Lösung über die Cloud (SaaS) ab. Gerade letztgenannte Technologie findet immer mehr Anklang in der Pharmabranche; dieser Bedarf wird auch zunehmend über den Wettbewerb adressiert.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsverlauf des Jahres 2022 wurde eine Gesamtleistung von 12% über dem Vorjahr erzielt. Die ursprünglich geplante Steigerung von 17% wurde um 5% verfehlt. Aufgrund von Covid konnten in den ersten Monaten keine Kundenmeetings vor Ort stattfinden und Kunden haben ihre Kaufentscheidungen verschoben. Konnten zwar die teilweise negativen Effekte durch Corona im weitesten Sinne ausgeglichen werden, so schlägt sich der Krieg in Ukraine massiv auf die Marktentwicklung in Osteuropa nieder. Sämtliche geschäftliche Aktivitäten mit der Ukraine, aber auch mit Russland, Weißrussland und weiteren Ländern der osteuropäischen Region kamen mit sofortiger Wirkung zum Erliegen. Dadurch brachen der EXTEDO aussichtsreiche Neukundenaufträge weg. Zudem bremst die gesamtwirtschaftliche Lage, beeinflusst vom Krieg in der Ukraine, mit steigenden Preisen die Kaufentscheidung der Kunden und der Fachkräftemangel, vor allem Softwareentwickler, die Umsetzung der Projekte.

Aufgrund des wachsenden SaaS-/Cloud-Geschäfts und damit einhergehender Kundenanforderungen, hat sich EXTEDO in 2022 entschlossen, im Zuge der im März anstehenden Rezertifizierung der ISO 9001:2015 ebenfalls die Zertifizierung der ISO 27001, d.h. die Einhaltung der aktuellen, international führenden Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme und damit die wichtigste Zertifizierung im Sinne der Cybersicherheit, zu erlangen. Mit diesem Schritt verspricht sich die EXTEDO zum einen bestehendes Geschäft durch die immer größer werdende Bedrohungslage abzusichern und zum anderen, dadurch die Anbieterattraktivität für neue Kunden zu erhöhen. Mit der Implementierung wurde im September 2022 gestartet.

Um den niedrigeren Umsatz gegenüber dem ursprünglichen Plan zu kompensieren, war ein intensives Kostenmanagement erforderlich. Die Betriebskosten liegen 5% über Vorjahr, aber 7% niedriger als ursprünglich geplant.

Der Jahresüberschuss liegt unter Vorjahr, aber über den ursprünglich geplanten Erwartungen. Das ist unter Berücksichtigung der o.g. genannten äußeren Einflüsse eine gute Entwicklung.

Es gab umfangreiche Anstrengungen auf den neuen Märkten mit neuen Produkt-Funktionalitäten. Durch die Erweiterungen des Angebots können Bestandskunden auch längerfristig an die EXTEDO gebunden werden, was die Marktdurchdringung stärkt, aber auch bei der Neukundengewinnung dienlich ist. Dies geschah ebenfalls durch den Ausbau des Partnernetzwerkes in möglichen, neuen Geschäftsfeldern bzw. Märkten.

In 2022 wurde der gesamten Belegschaft weiterhin die Möglichkeit angeboten, vollumfänglich aus dem Home Office heraus zu arbeiten. Neben der Sicherstellung eines geringeren Infektionsrisikos konnte durch die Maßnahme auch die Arbeitgeberattraktivität der EXTEDO gesteigert werden und etwaige Personalabgänge zwar nicht vermieden, aber zumindest reduziert werden . Auch gilt es festzuhalten, dass ein Produktivitätsverlust der Organisation nach wie vor nicht festgestellt werden konnte, da die virtuelle Organisation entsprechend vom gesamten Management intensiv begleitet wird.

Positiv zu vermerken ist, dass im Jahr 2022 wieder Marketingaktivitäten auf Messen und Kongressen gestartet werden konnten. Auch die Vororttermine bei Kunden nahmen im vergangenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr wieder zu. In Kombination mit der Produkt-/Markenstrategie der EXTEDO konnte so die Vertriebs-Pipeline sehr positiv entwickelt werden.

Der Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und die Entwicklung des Unternehmens werden als zufriedenstellend bewertet.

2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Der Jahresumsatz der EXTEDO ist 2022 gegenüber Vorjahr um 12% gestiegen.

Der Lizenzumsatz ist um 37% auf 4% der Gesamtleistung gesunken, da wie erwartet immer mehr Kunden auf das Mietmodell wechseln. Das Geschäft mit der Vermietung von Software durch Hosting im Vermietungsmodell (bzw. Subskription) hat sich um 43% zum Vorjahr gesteigert und trägt mittlerweile mit einem Anteil von 37% (Vorjahr 29%) zu der Gesamtleistung der EXTEDO bei. Der Wartungsumsatz trägt mit einem Anteil von 40% der Gesamtleistung wesentlich zur Absicherung der Fixkosten der EXTEDO bei. Der Umsatz mit Consulting-Leistungen hat sich um 18% gegenüber Vorjahr gesteigert.

Etwa 87% der Umsätze entfallen auf Kunden aus dem europäischen Ausland sowie dem Nicht-EU-Ausland. Mit dieser Internationalität bleiben die Anforderungen insbesondere für die Bereiche Customer Support, Produkt Management, Consulting sowie Administration komplex.

Wie im Vorjahr stellen die Personalkosten mit 68% (8,460 Mio. €) des Betriebsaufwands den Hauptkostenblock der Gesellschaft dar. Die Gesellschaft beschäftigte neben den Geschäftsführern im Geschäftsjahr durchschnittlich 92 Angestellte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,684 Mio. € (Vorjahr 1,915 Mio. €) belaufen sich deutlich unter dem Rahmen der ursprünglichen Planung. Die Kosteneinsparung ist im Wesentlichen auf die Terminierung für Beratung zurückzuführen, deren Tätigkeit intern übernommen wurde. Zudem konnte aufgrund der im Vorjahr pandemiebedingten, eingeführten Remote-Work-Vereinbarung und die gewonnene Flexibilität im laufendenden Geschäftsjahr eine weitere wesentliche Einsparung bei der Bürofläche und den Kosten am Standort Ottobrunn erzielt werden. Der Aufwand für Reisen und Events hat sich zum Vorjahr verdoppelt.

Die personalbezogenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr minimal auf 761 T€ (Vorjahr 699 T€) gestiegen. Wertberichtigungen auf Forderungen belasten das Jahresergebnis mit einem fast sechsstelligen Betrag, wobei 66% auf die mit Sanktionen belegte Region aufgrund des Kriegs in der Ukraine entfallen.

Der Jahresüberschuss beträgt 114 T€ (Vorjahr 547 T€).

Die Bilanzsumme der EXTEDO ist um 1,329 Mio. € auf 9,348 Mio. € gesunken (Vorjahr 10,677 Mio. €). In 2022 wurde von der Muttergesellschaft die Einlage in der Kapitalrücklage in Höhe von 2,1 Mio. € aufgelöst. Das Unternehmen hält mittelfristig angelegte Finanzanlagen in Höhe von 1,650 Mio. € (Vorjahr 0,910 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 236 T€ auf 2,297 Mio. € (2,533 Mio. €) gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 66 T€. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Forderung aus Körperschaftssteuer 2021. Aus den liquiden Mitteln wurde die Aufstockung der Finanzanlage finanziert. Dabei verringerten sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag nur geringfügig um 169 T€. Zweifelhafte Forderungen wurden, wie im Vorjahr, wertberichtigt.

Die EXTEDO sichert ihre Liquidität durch diverse Kreditlinien mit einer Gesamthöhe von 2,1 Mio. € ab. Zum Jahresende 2021 nimmt das Unternehmen seine Kreditlinie nur im geringen Umfang zur Absicherung der Firmenkreditkarten und Bürgschaften i.R. von Leistungsgarantien im Auslandsgeschäft in Anspruch. Insgesamt ist die Liquiditätslage als stabil zu bezeichnen

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten mit den noch zukünftig zu erbringenden Leistungen der Hosting-/Subskription- und Wartungsverträge beträgt 5,529 Mio. € (Vorjahr 5,180 Mio. €).

Das Stammkapital beträgt weiterhin 100 T€ und ist vollständig einbezahlt. Das Eigenkapital der EXTEDO beträgt zum Bilanzstichtag 2,238 Mio. € (Vorjahr 4,224 Mio. €) und enthält einen Jahresüberschuss von 114 T€ (Vorjahr 547 T€).

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtsteuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen auf Basis von monatlichen Auswertungen in Abstimmung mit der Gesellschafterin. Als Kennzahlen werden insbesondere Gesamtumsatz, Betriebskosten, EBIT und Cashflow herangezogen.

Die Betriebskosten lagen um 5% über Vorjahr, was im Wesentlichen auf höhere Personalkosten aufgrund des Aufbaus von Personal in Anzahl sowie höherer Qualifikation zurückzuführen ist. Der EBIT beträgt 147 T€ (Vorjahr 596 T€). Der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 753 T€ (Vorjahr 273 T€).

2.5 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Ein umfassendes Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 erstreckt sich durch die gesamten betrieblichen Prozesse. Seit März 2018 ist neben der EXTEDO auch die Gesellschaft in den USA in diesem QMS eingebunden. Zudem wurde in 2022 die Implementierung des Information Security Managementsystems nach ISO 27001 gestartet, um Unternehmen und Kunden vor Cyberangriffe zu schützen. Die Zertifizierung hierfür wurde EXTEDO in 2023 erteilt.

Die EXTEDO legt großen Wert auf Aus- und Weiterbildung. Sie beschäftigt Werkstudenten und begleitet studentische Abschlussarbeiten. Zudem bietet die EXTEDO ein breites Spektrum an Weiterbildungen an.

Das Unternehmen pflegt enge Kontakte zu Universitäten der Wissenschaft für Austausch und Weiterentwicklung einschlägiger Themen und Aufbau von Mitarbeiternachwuchs.

3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 plant das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 13% gegenüber Vorjahr.

Für 2023 ist ein neues Modul für Regulatory Intelligence auf Basis der Partner-Plattform geplant. Für RIM (Regulatory Information Management) sind Themen der Migrationsfähigkeit von Daten und Performance eines der hervorgehobenen Themen zur Absatzsteigerung. Weiteren Fokus hat der funktionale Ausbau des Submission Moduls eSUBmanager. Auch in 2023 wird das Geschäft mit Submission noch einen wesentlichen Anteil am Umsatz halten. Im Marketing stehen für 2023 die Positionierung und Steigerung der Marktbekanntheit der RIM-Plattform im Fokus.

Zur Realisierung des Umsatzwachstums und der Aktivitäten in F&E wird mit einem Zuwachs an Mitarbeiter geplant (+10%). Zudem sind Kundenmeetings sowie Konferenzen/Workshops in Präsenz geplant, die dieses Wachstum unterstützen werden. Die von EXTEDO gehaltene eRA-Konferenz im Juli 2023 mit Präsentationen von Branchenexperten sowie Vertretern aus Industrie und Behörden über neue Standards der globalen Regulierungslandschaft, wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

Der Plan sieht die Betriebskosten um 12% über dem Vorjahr. Die EXTEDO sowie die EXTEDO-Gruppe rechnen mit einem positiven EBIT für 2023. Die Liquidität für das laufende Jahr 2023 ist gesichert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird bei 220 T€ (Vorjahr 753 T€) liegen.

4. Risiko- und Chancenbericht

EXTEDO betreibt ein systematisches Risiko-Management zur frühzeitigen Erkennung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken sowie zur Wahrnehmung von Chancen. Eingebettet in dieses Risiko-Management ist das Qualitätsrisikomanagement für den Risikoansatz nach ISO 9001:2015, um das Risikopotenzial innerhalb der Organisation in Projekten und Prozessen zu reduzieren, sowie das Controlling. Ab 2023 wird das Risiko-Management auch durch die ISO 27001 ergänzt.

Der Austausch zur Identifikation von Risiken und Chance erfolgt durch regelmäßige Statusgespräche der Geschäftsführung und den Bereichsleitern. Die Risikoberichterstattung erfolgt monatlich im Rahmen des Risikoberichtes (mit Bewertung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung, Risikokategorien, Risikoklassen) sowie des Controllings bzgl. Planung, Finanzergebnisse und Abweichungen von Kosten und Leistungen.

Zur Risikoabwehr werden geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen.

4.1 Risikobericht

Es herrschen eine starke Abhängigkeit von regulatorischen Verpflichtungen durch die Behörden sowie kulturelle bzw. sprachliche Herausforderungen mit neuen Märkten.

Ein weiteres Risiko ist der Verzug der Inkraftsetzung von regulatorischen Standards durch die Behörden selbst. Diese Richtlinien beeinflussen, als Innnovationstreiber in der Pharmabranche, die Kaufentscheidungen vor allem im EXTEDO-angestammten Geschäftsbereich. Die Erfahrung zeigt, dass hier nach wie vor ein gewisser Unsicherheitsfaktor für die damit einhergehende Umsatzplanung für die kommenden Jahre in diesem Geschäftsfeld verbunden ist.

Durch einen intensiven Austausch mit Bestandskunden sowie Markt-Influencern und Marktberichten stellt EXTEDO einen erfolgreichen Kurs bei der Produkt-Roadmap und der Produktentwicklung sicher.

Das Unternehmen sieht sich mit einer sich ständig ändernden und weiterentwickelnden Wettbewerbssituation konfrontiert. Insgesamt zeichnen sich auf dem Markt der Life-Science Branche seitens der Anbieter sowie Kunden starke Bewegungen der Konsolidierung ab. In diesem Rahmen kann auch ein Kunde an den Wettbewerber verloren werden. Neben den klassischen Mitbewerbern am Markt gibt es einige kleinere Wettbewerber, die durch eine aggressive Preispolitik versuchen, Marktanteile zu gewinnen. Auch die Anforderungen im Markt für RIM-Lösungen sind gestiegen und erfordern stets eine strategische und organisatorische Neuausrichtung. Mit dem erweiterten Produktportfolio und den gestiegenen externen Anforderungen werden mehr Mitarbeiter mit diesen umfangreicheren Produktkenntnissen für die Umsetzung und Betreuung der Kundenprojekte benötigt.

Es herrscht weiterhin ein massiver Fachkräftemangel in der Branche. Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter erschwert zudem die Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Aufgrund des vorherrschenden Arbeitnehmermarktes ist für die Zukunft eine Tendenz zu höheren Personalkosten abzusehen.

Der Krieg in der Ukraine stoppte den Absatz in der betroffenen Region, wobei der Anteil am Gesamtvolumen der Umsätze der Gesellschaft gering ist. Die aus dem Krieg folgende hohe Inflation herrscht noch vor, was sich aufgrund höherer Einkaufspreise und Personalkosten auf die Profitabilität auswirken kann. Inwiefern EXTEDO höhere Preisen auf dem Life-Science Markt durchsetzen kann, muss evaluiert werden. Die Situation der energieintensiven Produktionsbereiche dürfte aufgrund hoher Energiepreise weiterhin angespannt bleiben. Davon wird auch die chemische und pharmazeutische Industrie betroffen sein.

Es bestehen keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der EXTEDO gefährden. Dasselbe gilt für die Gesamtbetrachtung aller Risiken.

4.2 Chancenbericht

Die fortschreitenden Digitalisierungsaktivitäten der Kunden machen sich in der Transformation auf das durch EXTEDO angebotene SaaS-Modell bemerkbar; so wachsen mittelfristig neben der besseren Kundenbindung auch der Umsatz und somit die Gewinne. Zudem wird auch die umfassendere RIM-Lösung Kunden länger an das Unternehmen binden, da Wechsel zu anderen Lösungen zu kostenintensiv und zeitaufwendig wären. Die wiederkehrenden jährlichen Lizenzgebühren sprechen für einen stabilen planbaren Umsatzstrom. Unser SaaS-Modell wird vom Markt gut angenommen. Damit besteht die Chance auf einen ungeplant höheren Umsatz-Anteil mit SaaS-Produkten.

Die EXTEDO hebt sich generell durch seine starke regulatorische Kompetenz gegenüber den Wettbewerbern ab. EXTEDOs sehr guter Zugang zu den Gesundheitsbehörden ist hierbei ein klares Alleinstellungsmerkmal am Markt und öffnet weiterhin viele Chancen sowohl auf der Behörden- als auch der Industrieseite. Dies mündet u.a. in der Möglichkeit vor allem den Bestandskundenbereich, auch mit dem erweiterten Portfolio, auszubauen oder durch die erworbene Reputation im Behördenumfeld die Attraktivität der EXTEDO im Neukundengeschäft (behörden- und industrieseitig) zu erhöhen.

Strategische Partnerschaften mit regional ansässigen oder auch global agierenden Unternehmen gewährleisten die Markterweiterung auch in die Regionen, in denen die Nähe zum Kunden von besonderer Bedeutung ist bzw. eine globale Kundenbearbeitung und -betreuung notwendig erscheint. Darüber hinaus dienen weitere, strategische Allianzen zur Absicherung bzw. zum Ausbau des Geschäfts.

Die Steigerung der Lieferqualität sowie eine weitere Vereinfachung der Komplexität und Skalierbarkeit im Leistungsangebot liegen weiter im Fokus der gesamten Organisation.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten zählen in erster Linie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Unternehmen hält seit 2021 auch mittelfristige Finanzanlagen.

Bei den Forderungen gehen wir von einem überschaubaren Risiko hinsichtlich Zahlungsausfällen aus. Diese bewegen sich im branchenüblichen Rahmen. Die Gesellschaft verfügt weitestgehend über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Beim Mietmodell von Software wird in der Regel die branchenübliche Vorauszahlung für den Leistungszeitraum angewendet. Dennoch sind Zahlungsausfälle bei Geschäften in Ländern mit unsicherer politischer Lage nicht gänzlich zu vermeiden. Der Krieg in der Ukraine wird voraussichtlich zu einem Zahlungsausfall mit einem Vertriebspartner mit Endkunden in dem betroffenen Gebiet führen. Eine Wertberichtigung hierfür ist im Jahresergebnis 2022 berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

Die Gefahr, anstehenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen zu können, wird als äußerst gering eingestuft. Es bestehen eine verbesserte Liquiditätssteuerung, Kreditlinien bei Banken und werthaltige Einzahlungsverpflichtungen in die Kapitalrücklage seitens der Gesellschafterin.

Rückstellungen werden laufend unterjährig ermittelt und bewertet.

6. Bestehende Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen

In Ergänzung zu ihrem Hauptsitz in Ottobrunn bei München deckt die EXTEDO ihre internationale Präsenz durch ihre Tochtergesellschaften EXTEDO Ltd. in Birmingham, UK, EXTEDO Software Technology (Shanghai) Co., Ltd., CN sowie EXTEDO Inc. in Berwyn, PA, USA, ab.

Die beiden erst genannten Gesellschaften wurden in ruhende Gesellschaften ("dormant") umgewandelt und werden bei Bedarf bzw. bei wachsendem Geschäft in den jeweiligen Ländern wieder reaktiviert.

 

Ottobrunn, 25. August 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.941,00 15,00
II. Sachanlagen 165.605,00 46.686,00
III. Finanzanlagen 1.660.344,88 910.389,66
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.178.327,35 5.408.604,34
II. Guthaben bei Kreditinstituten 3.992.526,40 4.162.403,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 333.622,22 148.698,46
9.348.366,85 10.676.796,57

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00 2.100.000,00
III. Gewinnrücklage 784.286,05 784.286,05
IV. Gewinnvortrag 1.239.657,40 692.235,81
V. Jahresüberschuss 114.240,68 547.421,59
B. Rückstellungen 1.110.857,41 871.026,86
C. Verbindlichkeiten 470.178,39 401.973,85
- davon aus Steuern: € 149.132,41 (Vorjahr: € 108.788,60)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.529.146,92 5.179.852,41
9.348.366,85 10.676.796,57

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
2021
1. Rohergebnis 10.325.077,29 10.525.421,16
- davon aus Währungsumrechnung: € 58.145,97 (Vorjahr: € 32.791,53)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.180.665,53 -6.771.497,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.279.025,04 -1.201.050,36
- davon für Altersversorgung: € 115.504,75 (Vorjahr: € 101.646,12)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -33.947,65 -42.004,90
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.684.216,72 -1.915.118,21
- davon aus Währungsumrechnung: € 38.450,39 (Vorjahr: € 15.423,10)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51,52 16.809,43
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: € 16.809,43)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.084,49 -2.683,81
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -29.948,70 -62.454,56
8. Ergebnis nach Steuern 114.240,68 547.421,59
9. Jahresüberschuss 114.240,68 547.421,59

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Firma EXTEDO GmbH hat ihren Sitz in Ottobrunn und wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 124955 geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz liegt die Vorschrift des § 266 HGB zugrunde. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Für Offenlegungszwecke wurde, sofern möglich, von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288, 327 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist im Wirtschaftsjahr 2022 als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Wertansatz am Abschlussstichtag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 S. 1, 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB gemäß § 256a HGB nicht angewendet.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagenspiegel

Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Beteiligungen

Unternehmen, von denen die Gesellschaft mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, stellen sich wie folgt dar:

Beteiligungen per 31.12.2022

Name Sitz Anteil Kapital
%
Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
in T€
EXTEDO Inc. West Chester, USA 100 170 293
EXTEDO Ltd 1) Birmingham, UK 100 -15 0
EXTEDO Shanghai Co., Ltd. 2) Shanghai, China 100 -81 -2

1) Stand 31.12.2012; Einstellung der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2012

2) Voller Name: EXTEDO Software Technology (Shanghai) Co., Ltd.; Einstellung der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2018

Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2022 von 1,0666 US$/€ bzw. 0,88693 GB£/€ bzw. 7,3582 CNY/€. Das Jahresergebnis wurde mit dem Durchschnittskurs des Jahres 2022 von 1,0530 US$/€ bzw. 0,85276 GB£/€ bzw. 7,0788 CNY/€ umgerechnet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 2.100).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 323 (Vorjahr: T€ 284) enthalten.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zum Stichtag im Wesentlichen Wartungsleistungen, Beiträge, Mieten, Versicherungen und sonstige Aufwendungen, welche im Folgejahr aufwandswirksam erfasst werden.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte neben den Geschäftsführern im Geschäftsjahr durchschnittlich 92 Angestellte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a, die nicht in der Bilanz enthalten sind, ergeben sich in Höhe von insgesamt T€ 239. Diese setzen sich aus T€ 109 Leasingkosten und T€ 130 Mietkosten zusammen. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Leasingkosten in Höhe von T€ 40 sowie Mietkosten in Höhe von T€ 130 im kommenden Jahr fällig.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB für ein Mietobjekt, welches durch die EXTEDO Inc., USA (verbundenes Unternehmen) angemietet wurde. Die Gesamtmiete bis zum Ende der vertraglichen Mietlaufzeit am 31. Oktober 2023 beträgt zum Stichtag insgesamt T€ 56.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als unwahrscheinlich eingestuft, da die begünstigte Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und keine gegensätzlichen Anzeichen bestehen.

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Personen geführt:

- Martin Schmid, Diplom-Ingenieur

- Stephan Brühl, Diplom-Betriebswirt (bis 31. Mai 2022)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die EXTEDO GmbH wird in den Konzernabschluss der Schwarz Holding GmbH, Ottobrunn, einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von € 1.353.898,08 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ottobrunn, den 25. August 2023

EXTEDO GmbH

Martin Schmid, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 389.502,92 21.512,28 0,00 0,00 411.015,20
389.502,92 21.512,28 0,00 0,00 411.015,20
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 510.426,02 149.505,37 6.234,13 0,00 653.697,26
510.426,02 149.505,37 6.234,13 0,00 653.697,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 258.114,22 0,00 0,00 0,00 258.114,22
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 899.976,62 749.955,22 0,00 0,00 1.649.931,84
1.158.090,84 749.955,22 0,00 0,00 1.908.046,06
2.058.019,78 920.972,87 6.234,13 0,00 2.972.758,52
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 389.487,92 3.586,28 0,00 0,00 393.074,20
389.487,92 3.586,28 0,00 0,00 393.074,20
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 463.740,02 30.361,37 6.009,13 0,00 488.092,26
463.740,02 30.361,37 6.009,13 0,00 488.092,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 247.701,18 0,00 0,00 0,00 247.701,18
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
247.701,18 0,00 0,00 0,00 247.701,18
1.100.929,12 33.947,65 6.009,13 0,00 1.128.867,64
Buchwerte
Stand 01.01.2022
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15,00 17.941,00
15,00 17.941,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.686,00 165.605,00
46.686,00 165.605,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.413,04 10.413,04
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 899.976,62 1.649.931,84
910.389,66 1.660.344,88
957.090,66 1.843.890,88

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss:

An die EXTEDO GmbH, Ottobrunn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EXTEDO GmbH, Ottobrunn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EXTEDO GmbH, Ottobrunn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 25. September 2023

ALPERS WESSEL DORNBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

C. Wessel, Wirtschaftsprüfer

M. Meyer, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 09. November 2023 festgestellt.

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