Robert Aebi Landtechnik GmbH

Dr.-Oetker-Straße 20, 54516 Wittlich, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 42934
Eingetragen
7.11.2014
Branche
Vermietung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenVermietung von Baumaschinen und -gerätenHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
Gegenstand
Der Verkauf und die Vermietung von sowie der Service an Land- und Baumaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Spiess
seit 17.10.2025
Geschäftsführer
Michael Högerle
seit 10.12.2024
Prokura
Pia Kessler
seit 22.12.2018
Prokura
Claudia Pendelin
seit 7.11.2014
Prokura
Geschäftsführer
Marcel Zahner
seit 7.11.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Robert Aebi Landtechnik AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Robert Aebi Landtechnik AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Robert Aebi Landtechnik GmbH

Wittlich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 31.12.2023

Robert Aebi Landtechnik GmbH, Wittlich

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH ist als John-Deere-Vertriebspartner (A-Händler) in einem Vertriebsgebiet tätig, dass sich über die Regionen Hunsrück, Eifel, Mosel, dem nördlichen Saarland und der Wetterau erstreckt. Das Angebots-Portfolio umfasst Landmaschinen sowie Produkte der Rasen- und Grundstückspflege und der Kommunaltechnik.

Schwerpunkt ist der Verkauf von landwirtschaftlichen Neu- und Gebrauchtmaschinen sowie Geräten für die Garten- und Grundstückspflege. Ergänzt wird das Portfolio durch ein umfangreiches Serviceangebot sowie den Ersatzteilhandel. Das Produktangebot ergänzen Ackerbaugeräte sowie Gartengeräte namhafter deutscher und europäischer Hersteller.

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH operiert über fünf Regionalzentren, die über je eigene Werkstätten und Ersatzteillager verfügen. Der Unternehmenssitz der Gesellschaft befindet sich in Wittlich.

Die Bereiche After Sales (Werkstätten und Ersatzteile) und die kaufmännische Verwaltung werden zentral geführt, der Vertrieb wird operativ dezentral über die Standortleiter gesteuert und übergeordnet von durch die Vertriebsleitung koordiniert.

Neben intensiver Zusammenarbeit und schnellen Entscheidungen erlaubt diese Organisationsstruktur eine kundennahe Marktbearbeitung und gewährleistet eine flächendeckende zeitnahe Verfügbarkeit von Servicetechnikern und Werkstattkapazitäten sowie eine zügige Versorgung des Marktes mit Ersatzteilen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Nach einem für die Landwirtschaft starken Wirtschaftsjahr 2022 mit extrem gestiegenen Erzeugerpreisen sind diese seit Jahresbeginn 2023 unter Druck geraten und in den wesentlichen Produktbereichen deutlich auf das Niveau vor 2021 eingebrochen. Dies betraf vor allem die Bereiche der Getreide- und Ölsaaten sowie auch die Milcherzeugung. Von den positiven Preisentwicklungen bei Kartoffeln, Obst und Gemüse konnten die Landwirte im Vertriebsgebiet der Robert Aebi Landtechnik GmbH kaum profitieren.

Die Jahresmitteltemperatur 2023 erreichte erstmals 10,6 Grad Celsius und lag mit 2,4 Grad deutlich über dem Wert der Referenzperiode. Die Niederschläge lagen 20% über dem langjährigen Mittel. Durch die ungleiche Verteilung der Niederschläge waren die für die Ertragsbildung entscheidenden Monate Mai und Juni zu trocken, durch ergiebige Niederschläge im Juli und August wurde die Getreideernte extrem erschwert und führte zu massiven Qualitätseinbußen. Die Erträge im Bereich Maisanbau und Grünland waren hingegen sehr zufriedenstellend. Das nasse Spätjahr verhinderte teilweise die Herbstbestellung.

Deutschlandweit belief sich das Umsatzvolumen mit Landtechnik auf geschätzte 9,3 Mrd. Euro und lag damit nochmals über Vorjahresniveau.

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH konnte im vergangenen Jahr den Marktanteil um insgesamt absolut fast 3% auf durchschnittlich 15 % ausbauen. Im Bereich der größeren Schlepper und Maschinen konnten regional Marktanteile um die 20 % erreicht werden.

Die Anfangs 2023 noch gestörten Lieferketten lösten sich gegen Ende des Jahres. Lieferungen kamen dadurch früher als ursprünglich geplant, was zu einem sprunghaften Anstieg der Maschinenbestände führte. Die Inflation schwächte sich im Jahresverlauf ab und lag im Schnitt des Jahres 2023 letztlich bei 5,9%.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Ertragslage

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH verzeichnete im Berichtsjahr eine Umsatzsteigerung sowohl gegenüber Plan also auch gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttoumsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um +8,5% von 33,6 Mio. EUR auf 36,5 Mio. EUR, die Abweichung zum Planwert betrug rund +6%.

Sowohl der Umsatz aus dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtmaschinen als auch die Umsatzerlöse im Bereich Service und Ersatzteile konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die Rohgewinnmarge blieb im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Versicherungserlöse in Höhe von TEUR 115 sowie Erlöse aus der privaten Kfz-Nutzung in Höhe von TEUR 88.

Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um +18,1% auf TEUR 3.771 gestiegen. Dieser Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus Lohnsteigerungen sowie Personaleinstellungen. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich von 79 (Dezember 2022) auf nunmehr 85. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl betrifft hauptsächlich den Bereich After-Sales sowie eine Aufstockung der Ausbildungsstellen im gewerblichen Bereich.

Durch den Verkauf des Standortes Wittlich Ende 2022 haben sich die Abschreibungen um -113 TEUR reduziert. Im Gegenzug sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Mietaufwendungen stiegen. Diese sowie erhöhte Werbe- und Reisekosten (Hausmessen, Messe Agritechnica) und weitere, allgemeine Kostensteigerungen führten zu einer Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 25,8% auf TEUR 1.806 (Vorjahr 1.437 TEUR).

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) liegt 2023 mit TEUR 622 unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 1.883). Im Vorjahr war ein außerordentlicher Ertrag aus dem Verkauf der Immobilie in Wittlich in Höhe von TEUR 1.039 enthalten.

Die Zinsaufwendungen stiegen aufgrund erhöhtem Finanzierungsbedarfs und gestiegenen Zinssätzen von TEUR 270 auf TEUR 568.

Das Jahresergebnis liegt mit TEUR -1 unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.193. Im Jahresergebnis sind Ertragssteueraufwendungen in Höhe von TEUR 18 enthalten.

2.2.2. Vermögenslage

Durch die Art des Geschäftes als Landtechnikhändler und der Tatsache, dass die Gesellschaft sich teilweise in gemieteten Räumlichkeiten befindet, ergibt sich eine geringe Anlagenintensität (ohne Firmenwert und Finanzanlagevermögen) von 6,5% (im Vorjahr: 12,1%).

Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2023 5,5% und hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme gegenüber der Quote des Vorjahres (8,8%) reduziert.

Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr auf 18,2 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 10,2 Mio. EUR) und hat sich im Verhältnis zum Gesamtvermögen auf 82,7% erhöht (Vorjahr: 75,0%). Die Finanzierung der Bestände erfolgt zum Teil über eine Händlereinkaufsfinanzierung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf 2,1 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 1,6 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf 7,4 Mio. EUR ebenfalls erhöht (Vorjahr 3,3 Mio. EUR).

2.2.3. Finanzlage

Neben den Betriebsmittellinien bestehen zusätzlich noch Linien für die Händlereinkaufsfinanzierung. Diese Linien reichen aus, um das Unternehmen auch in Spitzenzeiten mit genügend Liquidität zu versorgen.

Die Nettoverschuldung, definiert als Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel, hat sich stichtagsbezogen von TEUR 8.328 im Vorjahr auf TEUR 12.702 im Berichtsjahr erhöht. Hauptgrund für diese Erhöhung sind der Anstieg der Lagerbestände.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 erwarten wir in unserem Absatzgebiet eine leicht rückläufige Nachfrage. Die Absatzzahlen liegen noch auf gutem Niveau. Durch intensivierte Vertriebsanstrengungen und -maßnahmen planen wir den Marktanteil unseres Hauptlieferanten John Deere zu steigern, sodass wir insgesamt von einem gleichbleibenden Umsatzvolumen im Vertrieb ausgehen.

Der Bereich After Sales (Service/Ersatzteile/Werkstatt) konnte in den letzten Jahren durch die Gewinnung von Fachkräften gestärkt werden und entwickelt sich zunehmend zur stabilisierenden Säule der Landtechnik.

Für das Jahr 2024 ist wieder ein deutlich positives Jahresergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich geplant.

3.2. Chancen

Die künftige positive Entwicklung der Robert Aebi Landtechnik GmbH unterliegt im Wesentlichen den zukunftsorientierten Strategien und Maßnahmen, die ein nachhaltiges und profitables Wachstum des Unternehmens sicherstellen. Basis hierfür ist die stetige fachliche Qualifizierung der Mitarbeiter im Verkauf, in den Werkstätten und im Ersatzteilwesen. Mit dem in 2023 eingeführten digitalen Bestellportal liegt ein weiterer Fokus auf einem strukturierten Einkauf (Lieferantenkonzentration). Mit einer professionellen Projektpflege im Verkauf, einem umschlagsorientierten Bestandsmanagement und einer schlanken Verwaltung werden weitere Potentiale gehoben werden können.

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH prüft weitere Wachstumsmöglichkeiten über Akquisitionen zur Ausweitung des Vertriebsgebietes.

Ein Augenmerk liegt im kommenden Jahr 2024 in der Reduzierung der Lagerbestände.

3.3. Risiken

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH agiert in einem weiterhin auf Händler- und Kunden-Ebene schrumpfenden Markt. Die durchschnittliche Betriebsgröße wächst kontinuierlich, so dass die Zahl der Kunden sinkt. Da vielfach eine konsequente Markenbindung in den Betrieben gepflegt wird, besteht die stetige Herausforderung in der Platzierung unserer Hauptmarke John Deere bei den Kunden.

Schwer abzuschätzen sind die politischen Entwicklungen in Osteuropa und in der Weltwirtschaft sowie deren weitere Auswirkungen auf die deutsche Landwirtschaft. Zwar fallen aktuell die Düngemittelpreise deutlich und die Energiepreise haben sich stabilisiert. Allerdings sind die Erlöse in der Landwirtschaft seit Anfang 2023 stark eingebrochen, teilweise auf das Niveau vor 2021. Die politischen Rahmenbedingungen werden zunehmend schwieriger und weniger planbar.

Der Preisdruck im Vertrieb steigt weiter, insbesondere in der Abgrenzung zu den Mitbewerbern. Umso bedeutender ist es, mit einer hohen Werkstatt- und Servicequalität die Kunden langfristig an die Robert Aebi Landtechnik GmbH zu binden. Damit eröffnet sich wiederum die Chance zu weiterem endogenen und exogenen Wachstum.

Herausforderung ist der schnelle Abbau der Maschinenbestände, um hier nicht durch die gestiegenen Zinsen unter zu starken Kostendruck zu kommen.

In der Gesamt-Risikoeinschätzung zeigt sich kein Einflussfaktor, der den Fortbestand des Unternehmens nach derzeitigem Stand gefährden würde.

 

Wittlich, 20. Februar 2024

Tobias Keppler, Geschäftsführer

Marcel Zahner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.512.317,19 1.650.296,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 71.709,00 85.584,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20,00 20,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 71.689,00 85.564,00
II. Sachanlagen 1.439.838,19 1.563.942,19
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.128.640,19 1.143.991,19
2. technische Anlagen und Maschinen 35.087,00 80.045,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.111,00 339.906,00
III. Finanzanlagen 770,00 770,00
1. Genossenschaftsanteile 770,00 770,00
B. Umlaufvermögen 20.435.526,48 11.914.149,27
I. Vorräte 18.208.027,31 10.226.446,29
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.743.825,41 1.618.735,96
2. fertige Erzeugnisse und Waren 16.471.398,57 8.674.997,29
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.196,67 67.286,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.218.938,66 1.677.744,73
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.096.430,74 1.607.117,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 46.794,33
3. sonstige Vermögensgegenstände 122.507,92 23.832,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.560,51 9.958,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.010,91 36.938,50
D. Aktive latente Steuern 20.600,45 29.192,36
Aktiva 22.007.455,03 13.630.576,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.204.624,10 1.205.963,56
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 800.000,00 800.000,00
III. Gewinnvortrag 380.963,56 -811.804,13
IV. Jahresfehlbetrag 1.339,46 -1.192.767,69
B. Rückstellungen 388.327,00 457.334,00
1. Steuerrückstellungen 245.527,00 226.849,00
2. sonstige Rückstellungen 142.800,00 230.485,00
C. Verbindlichkeiten 20.414.503,93 11.967.278,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.711.374,26 8.337.493,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 830.863,56 762.786,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11.880.510,70 7.574.707,38
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.362.871,25 3.338.326,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.362.871,25 3.338.326,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 330,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 330,94
4. sonstige Verbindlichkeiten 340.258,42 291.128,30
davon aus Steuern 122.657,97 254.595,58
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.910,23 1.838,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 340.258,42 291.128,30
Passiva 22.007.455,03 13.630.576,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 36.470.477,91 33.618.031,63
2. sonstige betriebliche Erträge 385.679,15 1.247.975,39
3. Materialaufwand 30.414.800,95 27.996.174,38
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.403.740,95 27.996.174,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.060,00
4. Personalaufwand 3.771.007,97 3.193.662,06
a) Löhne und Gehälter 3.131.551,67 2.655.974,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 639.456,30 537.688,04
5. Abschreibungen 241.618,23 355.197,23
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 174.362,74 207.101,30
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 67.255,49 148.095,93
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.806.459,63 1.436.921,45
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.988,87 3.546,03
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 568.019,98 270.294,85
davon an verbundene Unternehmen 1.361,11
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.701,01 395.627,50
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.591,91 168.768,34
10. Ergebnis nach Steuern 30.538,16 1.221.675,58
11. sonstige Steuern 31.877,62 28.907,89
12. Jahresfehlbetrag 1.339,46 -1.192.767,69

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Robert Aebi Landtechnik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wittlich
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Wittlich
Register-Nr.: 42934

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert beinhaltet im Wesentlichen einen Kundenstamm. Der Geschäfts- und Firmenwert wird jedoch regelmäßig auf seine Werthaltigkeit überprüft.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem beiliegenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 10 Jahre festgelegt.

Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren waren:

• langfristige Kundenbeziehungen.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 300,00 (Vorjahr: EUR 300,00).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt:

• EUR 20.600,45.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre TEUR
Sonstige temporäre Differenzen 21

Der maßgebliche Steuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt 28,43 %.

Die Ausschüttungssperre betrifft die aktiven latenten Steuern.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen für Gewährleistungen und Kulanzen (TEUR 38; Vj. TEUR 63) wurden anhand der tatsächlichen Kosten bzw. nach den Erfahrungen im Betrieb gebildet.

Die Personalkostenrückstellung (TEUR 58; Vj. TEUR 104) setzt sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für nicht beanspruchten Resturlaub, geleistete Überstunden, Berufsgenossenschaft und Sondervergütungen zusammen. Der Beitrag zur Berufsgenossenschaft wurde nach dem bisherigen Erfahrungssatz ermittelt.

Die Rückstellungen für Urlaub und Überstunden beinhalten die anteilige Sozialversicherung.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Vorjahr
EUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Vorjahr
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre Vorjahr
EUR
Gesamtbetrag Vorjahr
EUR
gegenüber Kreditinstituten 12.076.325,44 635.048,82 0,00 12.711.374,26
1.376.393,27 6.961.100,25 0,00 8.337.493,52
aus Lieferungen und Leistungen 7.362.871,25 0,00 0,00 7.362.871,25
3.338.326,00 0,00 0,00 3.338.326,00
gegenüber verbund. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
330,94 0,00 0,00 330,94
gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 340.258,42 0,00 0,00 340.258,42
291.128,30 0,00 0,00 291.128,30
- davon aus Steuern 122.657,97 0,00 0,00 122.657,97
254.595,58 0,00 0,00 254.595,58
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit
Sicherheit 1.910,23 0,00 0,00 1.910,23
1.838,25 0,00 0,00 1.838,25
19.779.455,11 635.048,82 0,00 20.414.503,93
5.006.178,51 6.961.100,25 0,00 11.967.278,76

Es dienen als Sicherheiten zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus Lieferungen und Leistungen die finanzierten und sicherungsübereigneten Objekte (Maschinen) mit einem Betrag von Höhe von Euro 11.675.819,52. Ansonsten bestehen keine Sicherheiten.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Latente Steuern

Im Laufe des Geschäftsjahres haben sich die latenten Steuern wie folgt verändert:

31.12.2022 Euro 29.192,36
31.12.2023 EUR 20.600,45

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 577 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte (Arten):

• Mietverpflichtungen

• Leasingsverpflichtungen

• Wartungsverträge

• Versicherungen.

Die Miet- und Leasinggeschäfte wurden zum Zwecke der Verbesserung der Liquidität abgeschlossen.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
TEUR
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.500
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.500

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert:

Die fremden Verbindlichkeiten betreffen Immobiliendarlehen. Als Sicherheiten gelten die Immobilien.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zu den Zinsaufwendungen

Von den Zinsenaufwendungen entfallen Euro 1.361,11 (Vj. Euro 43.999,95) auf verbundene Unternehmen.

Erläuterung zu den Steueraufwendungen

In den Steueraufwendungen sind Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern in Höhe von Euro 8.591,91 (Vj. Euro 168.768,34) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Auszubildende) waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 32
Angestellte 33
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 65

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Tobias Keppler, Tübingen ausgeübter Beruf: allgemeine Geschäftsführung
Marcel Zahner, Freidorf (Schweiz) ausgeübter Beruf: allgemeine Geschäftsführung

Konzernzugehörigkeit

Die Robert Aebi Landtechnik GmbH wurde in den Konzernabschluss der Robert Aebi Landtechnik AG (CH) einbezogen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Auf neue Rechnung werden EUR -1.339,46 vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Wittlich, den 20. Februar 2024

Tobias Keppler

Marcel Zahner

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.991,70 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 258.078,13 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 285.069,83 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.432.504,04 20.324,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 180.724,71 15.263,89 110.294,63
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 935.747,92 50.017,85 17.045,67
Summe Sachanlagen 2.548.976,67 85.605,74 127.340,30
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 770,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 770,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.834.816,50 85.605,74 127.340,30
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 26.991,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 258.078,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 285.069,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.452.828,04
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 85.693,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 968.720,10
Summe Sachanlagen 0,00 2.507.242,11
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 770,00
Summe Finanzanlagen 0,00 770,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.793.081,94
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.971,70 0,00 0,00 0,00 26.971,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 172.514,13 13.875,00 0,00 0,00 186.389,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 199.485,83 13.875,00 0,00 0,00 213.360,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 288.512,85 35.675,00 0,00 0,00 324.187,85
2. technische Anlagen und Maschinen 100.679,71 11.001,89 61.074,63 0,00 50.606,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 595.841,92 113.810,85 17.043,67 0,00 692.609,10
Summe Sachanlagen 985.034,48 160.487,74 78.118,30 0,00 1.067.403,92
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.184.520,31 174.362,74 78.118,30 0,00 1.280.764,75
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 20,00 20,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 71.689,00 85.564,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 71.709,00 85.584,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.128.640,19 1.143.991,19
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 35.087,00 80.045,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 276.111,00 339.906,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.439.838,19 1.563.942,19
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 770,00 770,00
Summe Finanzanlagen 0,00 770,00 770,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.512.317,19 1.650.296,19

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Robert Aebi Landtechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Robert Aebi Landtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Robert Aebi Landtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Ebenfalls vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht

• aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neu-Ulm, den 20. Februar 2024

ATC Unruh und Partner Treuhand- und Unternehmensberatungsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Manfred Weydmann, Wirtschaftsprüfer

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