Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 100015
Vorher
hameln pharmaceuticals gmbh
Eingetragen
7.9.1959
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist: a) die Herstellung von Arzneimitteln und verwandten Produkten, b) die Logistik und der Handel mit Arzneimitteln, Chemikalien und verwandten Produkten sowie der Export und Import solcher Waren, c) die Erbringung von produktbegleitenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Friedrich
seit 1.7.2024
Prokura
Geschäftsführer
Wolfgang Hacker
seit 8.12.2021
Prokura
Imke Falke
seit 27.7.2020
Prokura
Sabine Dr. Brand
seit 15.10.2019
Geschäftsführer
Giacomo Tovena
seit 24.5.2019
Prokura
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Siegfried Hameln GmbH

Hameln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Siegfried Hameln GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Hameln und Teil der international tätigen Siegfried Gruppe. Seit der Übernahme im Jahr 2014 ist die Gesellschaft vollständig in den Konzernverbund integriert und trägt als Spezialist für die Auftragsfertigung steriler Arzneiformen wesentlich zum Leistungsangebot der Gruppe bei.

Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in der Herstellung von sterilen Arzneimitteln auf Basis von Ampullen und Vials und hat sich als zuverlässiger Partner internationaler Pharmaunternehmen etabliert. Die Produktionsanlagen erfüllen höchste Qualitätsstandards, einschließlich FDA-Zulassung. Dies eröffnet der Gesellschaft kontinuierlich neue Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere bei Kunden, die Outsourcing als attraktive Alternative zu eigenen Investitionen in Produktionskapazitäten sehen.

Die Siegfried Gruppe verfolgt eine integrierte Strategie als „Integrated Supplier“ und bietet ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen in der Entwicklung und Produktion von Wirkstoffen, Zwischenstufen und komplexen Darreichungsformen. Neben global agierenden Pharmakonzernen zählen dazu auch wachsende, innovative Biotech- und Generikaunternehmen.

Seit dem Geschäftsjahr 2024 erfolgt die Vergütung der Siegfried Hameln GmbH auf Basis eines angepassten konzerninternen Vergütungsmodells, das eine stabile und risikobegrenzte Ergebnisentwicklung sicherstellt. Die Gesellschaft agiert damit als Auftragshersteller mit begrenztem unternehmerischem Risiko.

Im Geschäftsjahr 2024 werden in der Übergangsphase noch einzelne Umsätze mit Drittparteien über die Siegfried Hameln GmbH abgewickelt. Hintergrund hierfür sind regulatorische Anforderungen, die im Laufe des Jahres 2024 gelöst wurden.

Forschung und Entwicklung

Im Sinne des CDMO-Geschäftsmodells wurden im Berichtszeitraum keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durchgeführt, die auf eine vorleistende Entwicklung oder eine eigenständige Generierung zukünftiger Umsätze abzielen.

Stattdessen übernimmt die Gesellschaft bestehende, kundenseitig definierte Entwicklungs- und Herstellungsprozesse und überträgt diese auf das eigene Abfüll- und Produktionssetup.

Sämtliche Entwicklungsleistungen erfolgen ausschließlich im Rahmen konkreter Kundenaufträge und auf vertraglicher Basis.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche Volkswirtschaft einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Inflationsrate (HVPI) lag im Jahresdurchschnitt bei 2,5 %, nach rund 6 % im Jahr 2023.

Die geld- und zinspolitischen Rahmenbedingungen verfolgten 2024 weiterhin einen restriktiven Ansatz. Der EZB-Einlagesatz lag zu Jahresbeginn bei 4,00 % und wurde im Jahresverlauf schrittweise auf 3,00 % gesenkt. Trotz der leichten Entspannung blieben die Finanzierungskosten für Unternehmen hoch, was Investitionen und Kreditvergaben belastete.

Am Arbeitsmarkt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt auf 2,787 Mio. Personen (+ 0,178 Mio. gegenüber 2023), was einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 6,0 % entspricht. Gleichzeitig lag die Unterbeschäftigung (einschließlich arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit) bei 3,578 Mio. Personen.

Die Rahmenbedingungen auf globaler Ebene blieben herausfordernd. Exportmärkte waren durch geopolitische Unsicherheiten, hohe Zinsen und eine nachlassende Weltnachfrage belastet, was besonders die exportorientierte deutsche Industrie traf.

Für die Pharmabranche wirkten sich diese gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen jedoch vergleichsweise moderat aus. Die Nachfrage nach Arzneimitteln blieb stabil hoch, getragen durch demografische Entwicklungen, eine zunehmende Prävalenz chronischer Erkrankungen sowie einen kontinuierlichen Bedarf an medizinischer Grund- und Akutversorgung.

Die weltweite Pharmaindustrie verzeichnete auch im Jahr 2024 ein stabiles Wachstum. Nach Schätzungen von Marktanalysten (IQVIA) stieg der weltweite Medikamentenverbrauch im Zeitraum 2019 bis 2024 kumuliert um rund 14%, wobei die jährliche Wachstumsrate bis 2028 auf durchschnittlich etwa 2-3 % prognostiziert wird. Haupttreiber sind die demographische Entwicklung, der wachsende Zugang zu Gesundheitsversorgung in Schwellenländern sowie Investitionen in neue Therapien und Biologika.

Auch aus der CDMO-Perspektive (Custom Development and Manufacturing Organization) zeigte sich die Branche robust. Viele Unternehmen profitieren von langfristig angelegten Partnerschaften und verlässlichen Liefer- und Produktionsvereinbarungen, die eine stabile Auslastung der Produktionskapazitäten ermöglichen.

Die Siegfried Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 1.294,6 Mio. CHF und bestätigte damit ihre Position als einer der weltweit führenden Anbieter von Dienstleistungen im Bereich CDMO. Mit Standorten auf drei Kontinenten deckt die Gruppe die gesamte Wertschöpfungskette von Wirkstoffen bis zu komplexen Darreichungsformen ab.

Die Branchenentwicklung ist dabei durch zwei gegenläufige Trends geprägt: Einerseits steigt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und flexiblen Produktionslösungen, andererseits nimmt der Preis- und Margendruck weiter zu. Pharmaunternehmen konzentrieren sich zunehmend auf ihre Kernkompetenzen in Forschung und Vermarktung und lagern Entwicklung und Produktion an spezialisierte Partner aus. Für die Siegfried Gruppe und damit auch für die Siegfried Hameln GmbH ergeben sich daraus langfristige Geschäftsperspektiven.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2024 war geprägt durch den Übergang auf ein angepasstes konzerninternes Vergütungsmodell. Damit erfolgt die Vergütung der Siegfried Hameln GmbH unabhängig von Marktschwankungen auf Basis eines stabilen Kostenaufschlags. Die Gesellschaft agiert seitdem als Auftragshersteller mit begrenztem unternehmerischem Risiko.

Das Standardgeschäft, die Auftragsfertigung steriler Arzneiformen, entwickelte sich im Rahmen der Erwartungen und erreichte ein Umsatzvolumen von (85,5 Mio. EUR). Das Impfstoffgeschäft, das in den Vorjahren einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz leistete, ist planmäßig ausgelaufen und hatte im Geschäftsjahr 2024 keine wesentliche Bedeutung mehr.

Die Nachfrage im Standardgeschäft wurde durch bereits platzierte Kundenaufträge und gesicherte Materialeinkäufe unterstützt. Einzelne Anlagen konnten aufgrund der geringeren Impfstoffaufträge nicht voll ausgelastet werden, dennoch wurde die Versorgung der Kunden jederzeit zuverlässig sichergestellt.

Die Geschäftsführung betrachtet folgende Kennzahlen als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren: Umsatzerlöse, Rohertrag, EBIT sowie Net Working Capital.

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Leistungsindikator Prognose 2024 Ist 2024 Ist 2023
Umsatzerlöse -11,8% -9,8% 106,4 Mio. EUR
Rohertrag +4,2% -4,7% 68,2 Mio. EUR
EBIT 2,3 Mio. EUR 5,2 Mio. EUR 29,7 Mio. EUR
Net Working Capital Unter Vorjahresniveau 41,0 Mio. EUR 49,7 Mio. EUR

Die Umsatzerlöse lagen über der Prognose. Dies ist im Wesentlichen auf gegenüber der Planung höhere Umsätze aus Kundenprojekten zurückzuführen, die die planmäßig zurückgehenden Erlöse aus dem auslaufenden Impfstoffgeschäft teilweise kompensierten. Der Rohertrag blieb hinter der Prognose zurück. Hauptursächlich hierfür war ein gegenüber der Prognose erhöhter Materialaufwand, der insbesondere auf die routinemäßigen Abwertungen auf das Vorratsvermögen für nicht einsatz- und verkaufsfähige Materialien zurückzuführen ist.

Das EBIT lag über der ursprünglichen Prognose. Maßgeblich hierfür waren Effekte aus der Umstellung auf das angepasste konzerninterne Vergütungsmodell. Die Ergebnisentwicklung spiegelt damit die stabile und risikobegrenzte Ausgestaltung der Vergütung wider.

Das Net Working Capital reduzierte sich von 49,8 Mio. EUR auf 41,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der Anpassung konzerninterner Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus geringeren Bestandsreichweiten infolge des reduzierten Geschäftsvolumens.

Im Vergleich zum Vorjahr war der Geschäftsverlauf insbesondere durch das planmäßige Auslaufen des Impfstoffgeschäfts sowie durch die Einführung des angepassten konzerninternen Vergütungsmodells geprägt. Während im Jahr 2023 noch Sondereffekte aus dem Impfstoffgeschäft zu verzeichnen waren, stellte sich das Geschäftsjahr 2024 abgesehen von der außerordentlichen Bestandsreduktion pharmazeutisch nicht mehr einsetzbarer Materialien in Höhe von 3,7 Mio. EUR als operativ normalisiertes Jahr mit stabiler, planbarer Ergebnisstruktur dar.

Im Bereich der Infrastruktur wurden in Höhe von 15,6 Mio. EUR weitere Investitionen getätigt, insbesondere in den Ausbau der mikrobiologischen Kompetenzen sowie in die Modernisierung bestehender Produktionslinien. Diese Maßnahmen dienen der Sicherstellung einer hohen operativen Leistungsfähigkeit und der langfristigen Standortfähigkeit innerhalb des Siegfried Konzerns.

2.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Siegfried Hameln GmbH beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 96,0 Mio. EUR und lagen damit erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von 106,4 Mio. EUR Dies entspricht einem Rückgang von 9,8 %, der jedoch geringer ausfiel als die prognostizierte Reduzierung von -11,4 %. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem planmäßigen Auslaufen des Impfstoffgeschäfts, der teilweise durch andere Kundenprojekte kompensiert werden konnte.

Die Umsatzerlöse aus der Auftragsfertigung beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 85,5 Mio. EUR und lagen damit unter dem Vorjahresniveau von 89,0 Mio. EUR.

Im Bereich Dienstleistungen erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 10,3 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr 13,0 Mio. EUR erreicht wurden.

Die Umsätze mit Handelswaren sind vollständig entfallen (0 Mio. EUR nach 4,2 Mio. EUR im Jahr 2023), da dieser Geschäftsbereich zukünftig nicht weiterverfolgt wird und sich die Gesellschaft auf ihr Kerngeschäft als Auftragshersteller konzentriert.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf den Wegfall von hohen Schadensersatzleistungen aus der Kapazitätsvorhaltung im Zusammenhang mit dem Impfstoffgeschäft zurückzuführen.

Der Materialaufwand lag bei 32,9 Mio. EUR und entwickelte sich entsprechend der Produktionsauslastung. Infolgedessen sank die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr moderat von 34,9 % auf 33,6 %.

Der Rohertrag verringerte sich im Geschäftsjahr von 68,2 Mio. EUR auf 65,0 Mio. EUR und lag damit absolut um 4,7 % unter dem Vorjahreswert. Relativ zu den Umsatzerlösen betrachtet, zeigte sich hingegen ein Anstieg von 3,6 %-Punkten, der auf die Bestandserhöhung und die geringere Materialaufwandsquote zurückzuführen ist.

Investitionen in Infrastruktur führten zu einem leichten Anstieg der Abschreibungen. Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen von 5,3 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, fielen im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 3,7 Mio. EUR an (Vorjahr 8,9 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2024 deutlich von 22,9 Mio. € auf 12,5 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Wegfall von Corporate Cost Charges im Berichtsjahr zurückzuführen, was ebenfalls auf die geänderte konzerninterne Vergütung zurückzuführen ist sowie auf geringe Mietaufwendungen aufgrund der Verschmelzung mit der Besitzgesellschaft.

Weitere wesentliche Kostenpositionen wie der Personalaufwand und die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bewegten sich auf dem erwarteten und gegenüber dem Vorjahr vergleichbaren Niveau. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind entsprechend des geringeren Ergebnisses vor Steuern ebenfalls gesunken.

Das EBIT belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 5,2 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr (29,7 Mio. EUR) ergibt sich ein deutlicher Rückgang, der im Wesentlichen auf die Einführung des neuen konzerninternen Vergütungsmodells sowie auf das Auslaufen des Impfstoffgeschäfts zurückzuführen ist. Die Ergebnisentwicklung reflektiert damit eine veränderte Ergebnisallokation innerhalb des Konzerns und eine stabile, risikobegrenzte Ergebnissituation auf Ebene der Gesellschaft. Anders als in den Vorjahren wurde das Ergebnis im Berichtsjahr neben der oben erwähnten Abschreibung von 3,7 Mio. EUR nicht durch Sondereffekte beeinflusst.

Der Auftragsbestand belief sich zum 31.12.2024 auf 75,3 Mio. EUR und lag damit über dem Vorjahreswert von 62,4 Mio. EUR. Trotz des deutlichen Rückgangs im Impfstoffgeschäft verdeutlicht dieser Anstieg die weiterhin stabile Auftragslage der Gesellschaft im CDMO-Umfeld.

Die Auftragsreichweite erstreckt sich wie üblich überwiegend auf das unmittelbar folgende Geschäftsjahr. Diese Struktur ist als stabil einzustufen, da die Kundenbindung im Pharmabereich aufgrund regulatorischer Anforderungen und notwendiger Qualifizierungen traditionell hoch ist.

2.4. Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzierung der Siegfried Hameln GmbH ist durch den Siegfried Konzern sichergestellt. Die Gesellschaft nimmt nicht am externen Kapitalmarkt teil; die Liquiditätsversorgung erfolgt über konzerninterne Darlehen sowie das zentrale Cash Pooling mit der Siegfried Holding AG. Dadurch ist jederzeit eine gesicherte Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gewährleistet.

Das Anlagevermögen erhöhte sich durch Investitionen in den Ausbau der Mikrobiologie und die Modernisierung von Produktionslinien auf 56,8 Mio. EUR (Vorjahr: 45,2 Mio. EUR). Die Investitionen überstiegen damit die planmäßigen Abschreibungen deutlich. Im Zuge der Investitionen stieg die Anlagenintensität von 40,7% auf 45,8%.

Die Vorräte beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 25,3 Mio. EUR (Vorjahr: 30,6 Mio. EUR) und lagen damit wieder auf einem normalen Niveau. Dies spiegelt die Anpassung der Bestände nach Auslaufen des Impfstoffgeschäfts wider.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf das Auslaufen des Impfstoffgeschäfts sowie aus der Umstellung auf das angepasste konzerninternes Vergütungssystem zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 17,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). Diese Entwicklung steht ebenfalls im Zusammenhang mit der veränderten konzerninternen Abrechnung und Liquiditätssteuerung.

Der Kassenbestand zum 31. Dezember 2024 betrug 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) und liegt damit im Bereich der für den laufenden Betrieb erforderlichen Liquidität. Überschüssige Mittel wurden im Rahmen des Cash Poolings regelmäßig an den Konzern abgeführt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 4 Mio. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug −15,6 Mio. EUR und war hauptsächlich auf Investitionen in Sachanlagen des Anlagevermögens zurückzuführen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf −3,0 Mio. EUR. Dieser ergab sich im Wesentlichen aus gezahlten Zinsen sowie einem Anstieg des konzerninternen Darlehens. Darüber hinaus ergab sich ein Effekt von -1,3 Mio. € auf dem Finanzmittelfonds aus der Verschmelzung mit der Siegfried Hameln Real Estate GmbH & Co. KG.

Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds im Berichtsjahr von -33,7 Mio. € (davon -34,1 Mio. € Cashpool Verbindlichkeit) um 16,0 Mio. € auf -49,7 Mio. € (davon -49,7 Mio. € aus Cashpooling Verbindlichkeiten). Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gesichert.

Aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote von 18,8% auf 17,8%.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag 93,2 Mio. EUR (Vorjahr: 76,8 Mio. EUR). Diese resultieren im Wesentlichen aus Darlehen (43,0 Mio. EUR; Vorjahr: 42,0 Mio. EUR) und Cash-Pool-Salden (49,7 Mio. EUR; Vorjahr: 34,1 Mio. EUR). Weitere wesentliche externe Finanzverbindlichkeiten bestanden nicht.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich von 6,159 Mio. EUR auf 0,441 Mio. EUR reduziert, da die im Wesentlichen enthaltenen Verpflichtungen aus zukünftigen Pachtzahlungen in Höhe von 5,753 Mio. EUR durch die Verschmelzung mit der Besitzgesellschaft entfallen sind.

Die Siegfried Hameln GmbH hat das Geschäftsjahr 2024 insgesamt erfolgreich abgeschlossen und eine stabile operative Entwicklung gezeigt. Der Übergang auf das angepasste konzerninterne Vergütungsmodell sowie das planmäßige Auslaufen des Impfstoffgeschäfts führten zu strukturellen Veränderungen, ohne die finanzielle Stabilität der Gesellschaft zu beeinträchtigen. Die Liquidität war jederzeit gesichert, und die Finanzierung erfolgte nachhaltig innerhalb des Konzerns.

Durch gezielte Investitionen in den Ausbau der Produktions- und Qualitätsinfrastruktur wurde die operative Leistungsfähigkeit des Standorts weiter gestärkt. Insgesamt präsentiert sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft stabil und die Siegfried Hameln GmbH ist innerhalb des Konzerns gut positioniert.

3. Chancen, Risiken und Prognose

Risikomanagementsystem

Die Siegfried Hameln GmbH ist vollständig in das konzernweite Risikomanagementsystem der Siegfried Gruppe eingebunden. Risiken werden im Rahmen standardisierter Prozesse identifiziert, bewertet und gemäß den konzernweit definierten Vorgaben berichtet. Die Steuerung und Überwachung erfolgt in enger Abstimmung mit den zuständigen Konzernfunktionen.

3.1. Chancen

Die Siegfried Gruppe profitiert langfristig von stabilen und strukturellen Branchentrends in der pharmazeutischen Industrie. Hierzu zählen insbesondere die zunehmende Auslagerung von Entwicklungs- und Produktionsleistungen an spezialisierte Auftragshersteller (CDMO), die demografische Entwicklung in den Industrieländern mit einem steigenden Arzneimittelbedarf sowie der verbesserte Zugang zu Gesundheitsversorgung in Schwellenländern.

Ein weiteres Fortschreiten dieser Trends führt auf Konzernebene zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach Entwicklungs- und Produktionskapazitäten. Für die Siegfried Hameln GmbH ergibt sich daraus eine grundsätzlich stabile Auslastung im Rahmen ihrer Funktion als spezialisierter Produktionsstandort innerhalb des Konzerns sowie eine verbesserte Planbarkeit der operativen Tätigkeit. Aufgrund der strukturellen Natur der beschriebenen Trends wird diese Chance auf Konzernebene insgesamt als hoch eingeschätzt.

Die Siegfried Hameln GmbH ist innerhalb der Siegfried Gruppe auf die Herstellung steriler Arzneiformen spezialisiert. Die regulatorische Anerkennung der Produktionsanlagen, einschließlich bestehender FDA-Zulassungen, sowie die Einbindung in das globale Produktionsnetzwerk der Gruppe unterstützen die Rolle des Standorts innerhalb der konzernweiten Produktionsstrategie.

Im Rahmen der konzerninternen Produktionsplanung können sich daraus zusätzliche Projektzuweisungen oder eine verstärkte Einbindung in bestehende Kundenprogramme ergeben. Die wirtschaftlichen Effekte für die Gesellschaft sind dabei aufgrund des bestehenden Vergütungsmodells planbar und begrenzt. Diese Chance wird vor dem Hintergrund der bestehenden regulatorischen Voraussetzungen und der Einbindung in den Konzern als mittel eingeschätzt.

Gezielte Investitionen in moderne Technologien und Infrastruktur, insbesondere in den Ausbau der mikrobiologischen Kompetenzen, stärken die operative Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Die Investitionen unterstützen eine effiziente und qualitativ hochwertige Abwicklung bestehender und zukünftiger Kundenprojekte und tragen zur Sicherstellung der regulatorischen Anforderungen bei. Die wirtschaftlichen Effekte wirken sich im Rahmen des konzerninternen Vergütungsmodells stabilisierend auf die Ergebnisstruktur aus. Aufgrund des laufenden Investitionsprogramms wird diese Chance als mittel eingeschätzt.

3.2. Risiken

Die Risiken der Siegfried Hameln GmbH sind im Wesentlichen branchentypisch und ergeben sich insbesondere aus regulatorischen Anforderungen, der Qualitätssicherung sowie der Etablierung neuer Entwicklungs- und Produktionsprojekte. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch ein konzernweit implementiertes Qualitäts- und Compliance-System sowie durch regelmäßige Schulungen und interne Audits.

Die Herstellung steriler Arzneiformen unterliegt hohen regulatorischen Anforderungen und regelmäßigen Inspektionen durch nationale und internationale Behörden. Abweichungen von regulatorischen Vorgaben oder Qualitätsstandards könnten grundsätzlich zu behördlichen Auflagen oder temporären Produktionsunterbrechungen führen.

Ein Eintritt dieses Risikos könnte operative Einschränkungen und zusätzlichen Aufwand für Korrektur- und Präventionsmaßnahmen nach sich ziehen. Aufgrund der konzernweiten Qualitätsstrukturen und der bestehenden Vergütungsmechanik wären die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft jedoch begrenzt. Dieses Risiko wird insgesamt als mittleres Risiko eingeschätzt.

Verzögerungen bei Projektanläufen oder Verschiebungen im Projektportfolio können zu temporären Schwankungen in der Auslastung einzelner Produktionsanlagen führen.

Eine geringere Auslastung kann zu einer veränderten Kostenstruktur führen. Aufgrund der Vergütung der Gesellschaft auf Basis eines stabilen Kostenaufschlags sind die Auswirkungen auf die Ertragslage jedoch begrenzt. Vor dem Hintergrund der Einbindung in das globale Produktionsnetzwerk der Siegfried Gruppe wird dieses Risiko als gering bis mittel eingeschätzt.

Makroökonomische Risiken, insbesondere geopolitische Spannungen, Energiepreis- oder Rohstoffpreisschwankungen, können grundsätzlich Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben. Die Auswirkungen auf die Pharmabranche sind jedoch erfahrungsgemäß begrenzt, weshalb wir dieses Risiko als gering einschätzen.

Steigende Kosten könnten grundsätzlich zu Belastungen führen. Durch die Vergütung der Gesellschaft auf Basis eines stabilen Kostenaufschlags werden diese Effekte jedoch weitgehend kompensiert, sodass die Ertragslage nur in geringem Umfang betroffen ist. Dieses Risiko wird daher als geringes Risiko eingeschätzt.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

3.3. Prognose

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartete die Geschäftsführung insgesamt eine stabile Geschäftsentwicklung. Auf Basis des konzerninternen Vergütungsmodells wurde für das Geschäftsjahr 2025 auf Basis vorläufiger Zahlen ein EBIT von 5,7 Mio. EUR erreicht. Für 2026 wird ein EBIT von 6,4 Mio. EUR prognostiziert. Die Ergebnisentwicklung ergibt sich dabei im Wesentlichen aus der vereinbarten Vergütungsstruktur und ist nur in begrenztem Umfang von Marktschwankungen abhängig.

Der Umsatz der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2025 auf Basis vorläufiger Zahlen 108,5 Mio. EUR. Auf Grundlage der aktuellen Planung wird für das Geschäftsjahr 2026 ein Anstieg auf rund 117,1 Mio. EUR erwartet. Der Rohertrag belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf Basis vorläufiger Zahlen auf 68 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2026 wird gegenüber 2025 mit einem Rohertrag auf leicht erhöhtem Niveau gerechnet.

Die Nachfrage im Standardgeschäft wird weiterhin als stabil eingeschätzt. Das Impfstoffgeschäft hatte im Geschäftsjahr 2025 keine Bedeutung mehr. Die Gesellschaft wird auch künftig ausschließlich als Auftragshersteller mit begrenztem unternehmerischem Risiko tätig sein und ihre Leistungen im Rahmen konzerninterner und kundenspezifischer Vereinbarungen erbringen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 ergibt sich nach vorläufigen Zahlen ein Net Working Capital i. H. v. 17,1 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2026 wird ein Rückgang des Net Working Capital auf voraussichtlich rund 11,1 Mio. EUR erwartet. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die geplante Reduzierung von Positionen innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen.

Langfristig sieht die Geschäftsführung die Siegfried Hameln GmbH in ihrer Funktion als spezialisierter Produktionsstandort innerhalb des Siegfried Konzerns gut aufgestellt. Die anhaltend hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigen CDMO-Leistungen in der sterilen Fertigung bildet die Grundlage für eine stabile Auslastung des Standorts im Rahmen der konzernweiten Produktionsplanung.

4. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f Abs. 4 HGB)

Zielgrößen und Zielerreichungsfristen bezüglich des Frauenanteils im Sinne von § 36 GmbHG wurden mit Beschluss vom 24. Oktober 2023 für den Lagebericht 2021 erstmalig und für die folgenden fünf Berichtsjahre festgelegt.

Die Geschäftsführungsebene umfasst aktuell zwei Personen. Hierunter befindet sich eine Frau, sodass der Frauenanteil in diesem Gremium derzeit bei 50 % liegt.

Die zweite Führungsebene umfasst aktuell ein 3 Mitarbeiter*innen, darunter fünf Frauen. Somit beträgt der Frauenanteil derzeit 38 %.

In der dritten Führungsebene sind aktuell 19 Mitarbeiter*innen, davon sieben Frauen, tätig. Der Frauenanteil beträgt somit 37 %.

Festlegung von Zielgrößen und Fristen:

Die Geschäftsführer der Gesellschaft halten eine Mischung von Frauen und Männern bis zur dritten Führungsebene, wie dies bisher auch der Fall ist, auch künftig für wünschenswert. Die Zielgrößen wurden mit Beschluss vom 24. Oktober 2023 für den Lagebericht 2021 wie folgt festgelegt:

Zweite Führungsebene: 30 %

Dritte Führungsebene: 30 %

Unter Berücksichtigung der Stellenprofile und der für die jeweiligen Positionen erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter*innen sowie unter Einbeziehung der Bewerbungssituation in den vergangenen Jahren ist die Beibehaltung der festgelegten Zielgrößen in dem definierten Fünfjahreszeitraum realistisch.

 

Hameln, den 24. März 2026

Geschäftsführung der Siegfried Hameln GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

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31.12.2024
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.505,67 88.364,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.621.319,67 10.996.032,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.807.042,67 19.262.825,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.111.796,34 7.857.960,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.101.853,19 7.030.418,58
56.642.011,87 45.147.237,36
56.801.517,54 45.235.601,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.381.334,25 24.558.633,21
2. Unfertige Erzeugnisse 5.184.743,51 4.476.328,96
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.768.951,93 1.520.744,68
25.335.029,69 30.555.706,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.861.165,69 27.763.080,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.266.712,49 2.208.337,79
3. Sonstige Vermögensgegenstände 16.549.438,96 4.822.679,50
41.677.317,14 34.794.098,23
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 58.696,69 370.937,36
67.071.043,52 65.720.742,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 245.120,44 192.883,79
124.117.681,50 111.149.227,59

Passiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 751.000,00 750.500,00
II. Kapitalrücklage 3.224.612,88 2.585.019,82
III. Gewinnrücklagen 4.934,74 4.934,74
IV. Gewinnvortrag 17.534.402,61 307.559,71
V. Jahresüberschuss 609.187,01 17.226.842,90
22.124.137,24 20.874.857,17
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.839.661,85 4.831.433,53
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 321.200,00 531.100,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.806.511,33 7.531.842,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 93.169.700,91 76.824.034,22
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.856.470,17 553.759,73
99.153.882,41 85.440.736,89
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.200,00
124.117.681,50 111.149.227,59

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

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1.1. bis 31.12.2024
1.1. bis 31.12.2023
1. Umsatzerlöse 95.994.957,26 106.384.342,78
2. Erhöhung (+) oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.956.621,80 -1.613.316,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 124.215,82 134.092,09
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.868.014,97 42.253.144,56
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.186.324,35 31.872.991,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.733.794,80 4.660.416,88
32.920.119,15 36.533.408,70
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 36.809.562,96 37.268.976,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.754.003,11 6.450.915,68
43.563.566,07 43.719.891,97
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.997.006,65 5.332.069,06
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 3.680.000,00 8.940.000,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.450.285,50 22.906.675,08
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.455,87 347.834,52
(davon von verbundenen Unternehmen € 1.445,87; Vorjahr € 347.533,52)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.027.557,27 4.552.254,59
(davon an verbundene Unternehmen € 4.027.557,27; Vorjahr € 4.552.230,59)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 578.375,79 8.264.279,13
12. Ergebnis nach Steuern 728.355,29 17.257.519,42
13. Sonstige Steuern 119.168,28 30.676,52
14. Jahresüberschuss 609.187,01 17.226.842,90

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

der Siegfried Hameln GmbH

I. Angaben zum Unternehmen

Die Siegfried Hameln GmbH mit Sitz in Hameln ist beim Amtsgericht Hannover unter der Handelsregisternummer HR B 100015 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben

Der Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Es gelten die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Wertangaben in den tabellarischen Darstellungen erfolgen grundsätzlich in je 1.000 € (T€), denen Cent genaue Beträge zugrunde liegen.

Die nach § 265 Abs. 2 HGB angegebenen Vorjahresbeträge beziehen sich auf den Jahresabschluss des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Im Geschäftsjahr 2024 ist die Siegfried Hameln Real Estate GmbH & Co. KG mit Sitz in Hameln (Amtsgericht Hannover HRA 100901) rückwirkend auf den 1. Januar 2024 (Verschmelzungsstichtag) auf die Siegfried Hameln GmbH verschmolzen worden. Die Siegfried Hameln GmbH hat das Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten übernommen und führt die Vermögensgegenstände und Schulden des übertragenden Rechtsträgers unter Zugrundelegung der Buchwerte der Schlussbilanz zum 31.12.2023 fort. Soweit Beträge einzelner Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der Verschmelzung nicht mit denjenigen des Vorjahres vergleichbar sind, wurden Erläuterungen bei den einzelnen Posten aufgenommen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzpositionen hat es im Geschäftsjahr 2024 nicht gegeben.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Wertverzehr. Anlagenzugänge werden grundsätzlich linear pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit dem Nennwert zu bewerten.

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Kategorie Abschreibungsart Abschreibungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten linear 1-15
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken linear 6-50
Technische Anlagen und Maschinen linear 3-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 1-15

Der Ermittlung der Wertansätze liegt im Berichtsjahr bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und bei den auf Lager befindlichen Vormaterialien das gewogene Durchschnittsverfahren zugrunde. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und den Lagervorräten wird den Bestandsrisiken der Vorratshaltung, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch Wertabschläge ausreichend Rechnung getragen.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Kosten (Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, der durch die Fertigung veranlasst ist). Soweit am Bilanzstichtag je nach Art des Vorratsvermögens niedrigere Wiederbeschaffungspreise und/oder Nettoveräußerungswerte vorliegen, werden diese berücksichtigt.

Die auf Lager befindlichen Fertigerzeugnisse werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.

Die auf Lager befindlichen Waren werden zu Anschaffungskosen angesetzt. Den Bestandsrisiken der Vorratshaltung, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge ausreichend Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe des Nominalwertes angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Der Bewertung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene, ihren Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der letzten sieben Jahre für die Abzinsung zugrunde gelegt. Die Auswirkungen aus der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert zu bewerten.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag bzw. dem niedrigeren / höheren Kurs am Bilanzstichtag, bei Restlaufzeiten von über einem Jahr unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Posten des Sachanlagevermögens (Gebäude und technische Anlagen und Maschinen) und der sonstigen Rückstellungen (Urlaubsrückstellung), die jeweils zu aktiven latenten Steuern führen. Eine Bewertung ist mit einem kombinierten Ertragssteuersatz von 30% erfolgt. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Abschreibung erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Im Zuge der Verschmelzung mit der Siegfried Hameln Real Estate GmbH & Co. KG wurde Anlagevermögen mit einem Nettobuchwert von T€ 1.951 übernommen, wobei es sich im Wesentlichen um zwei bebaute Grundstücke mit Nettobuchwerten von insgesamt T€ 1.944 handelt. Die Auswirkungen aus der Verschmelzung sind im Anlagengitter in ergänzenden Spalten dargestellt. Die jährlichen Abschreibungen sind durch die Übernahme des Vermögens um ca. T€ 230 höher.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 17.218 (Vorjahr T€ 117), sowie Forderungen aus dem konzerninternen Verrechnungsverkehr in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 2.091). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche aus Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von T€ 16.549 (Vorjahr T€ 4.436).

(3) Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um Rahmen der Durchführung der Verschmelzung mit der Siegfried Hameln Real Estate GmbH & Co. KG wie folgt geändert:

Das gezeichnete Kapital erhöhte sich um € 500 auf € 751.000,00 (Vorjahr € 750.500,00), da ein Geschäftsanteil mit einem Nennbetrag von € 500 als Gegenleistung für die Vermögensübertragung an die Siegfried Deutschland Holding GmbH geleistet wurde, die sowohl Alleineigentümer der Siegfried Hameln GmbH ist und der Siegfried Hameln Real Estate GmbH & Co. KG war.

Die Kapitalrücklage erhöhte sich von € 2.585.019,82 um € 639.593,06 auf € 3.224.612,88, da die oben erwähnte Kapitalerhöhung als Sacheinlage erfolgte, es sich bei der Sacheinlage um das im ganzen übernommene Vermögen der übertragenden Gesellschaft handelt und diese den Nennbetrag des neuen Anteils entsprechend übersteigt.

(4) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalkosten (T€ 2.508; Vorjahr T€ 3.964) sowie Beträge für ausstehende Rechnungen (T€ 202; Vorjahr T€ 544).

Die Gesellschaft führt Langzeitkonten für ihre Mitarbeiter, welche über eine Rückdeckungsversicherung abgesichert sind. Da das Wertguthaben durch den Treuhänder insolvenzgesichert, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und ausschließlich für die Erfüllung der Verbindlichkeit vorgesehen ist, werden das Vermögen in der Rückdeckungsversicherung und die langfristig fälligen Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.574 (Vorjahr T€ 1.239) saldiert ausgewiesen. Ein Differenzbetrag, zwischen Aktiv- und Passivwert besteht nicht.

(5) Verbindlichkeiten

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Restlaufzeit
31.12.2024 (31.12.2023) Gesamt
T€
≤ 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 321 321 0 0
(Vorjahr) (531) (531) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.807 3.807 0 0
(Vorjahr) (7.532) (7.532) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 93.170 50.170 43.000 43.000
(Vorjahr) (76.824) (34.824) (42.000) (42.000)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.856 1.856 0 0
(Vorjahr) (554) (554) (0) (0)
davon aus Steuern 1.752 1.752 0 0
(Vorjahr) (415) (415) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 101 101 0 0
(Vorjahr) (64) (64) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 394 (Vorjahr T€ 652), Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Verrechnungsverkehr in Höhe von T€ 49.776 (Vorjahr T€ 34.172), sowie Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von T€ 43.000 (Vorjahr T€ 42.000). Bei dem Darlehen handelt es sich um eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

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Umsatzerlöse nach Geschäftsart 2024 2023
Auftragsfertigung 85.482 88.991
Dienstleistungen 10.265 12.997
Handelswaren 0 4.249
Vermietung und Verpachtung 248 147
sonstige Nebenerlöse 0 0
95.995 106.384

Die Umsätze werden hauptsächlich mit der Produktion von Parenteralia erzielt. Der Anstieg der Mieterlöse resultiert aus der Übernahme der Mietobjekte aus der Verschmelzung mit der Siegfried Hameln Real Estate GmbH & Co. KG.

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Umsatzerlöse nach Regionen 2024 2023
Deutschland 22.269 24.911
Europäische Union 20.985 32.286
nicht EU Länder 52.741 49.187
95.995 106.384

Maßgebend für die regionale Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Sitz des Rechnungsempfängers.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 114 (Vorjahr T€ 78).

Enthalten sind zudem periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 921 (Vorjahr T€ 511). Davon resultieren T€ 611 (Vorjahr T€ 464) aus der Auflösung von Rückstellungen, T€ 268 (Vorjahr T€ 0) aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung und T€ 42 (Vorjahr T€ 47) aus Stromsteuererstattungen.

(8) Mitarbeiter

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Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 2024 2023
Produktion 271 278
Qualitätsmanagement 87 88
sonstige Bereiche 213 198
571 564

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung beinhalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von T€ 491 (Vorjahr T€ 344).

(9) Abschreibungen

Aufgrund der außerordentlichen Bestandsreduktion von pharmazeutisch nicht mehr einsetzbaren Materialien werden im Berichtsjahr Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von T€ 3.680 (Vorjahr T€ 8.940) in den Abschreibungen auf das Umlaufvermögen abgebildet.

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 135 (Vorjahr T€ 239). Die übrigen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 133 (Vorjahr T€ 21).

VI. Sonstige Angaben

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt T€ 441 (Vorjahr T€ 6.159), besteht ausschließlich gegenüber Dritten und resultiert im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Hiervon besitzen T€ 280 (Vorjahr T€ 1.275) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und T€ 161 (Vorjahr T€ 4.884) eine von über einem Jahr. Hieraus haben T€ 28 (Vorjahr T€ 959) eine Laufzeit von über fünf Jahren. Die im Vorjahr noch für insgesamt 6 Jahre enthaltenen Pachtzahlungen über insgesamt T€ 5.753 sind durch die Verschmelzung mit der Besitzgesellschaft entfallen. Weitere für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen bestehen nicht.

(12) Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

(13) Angaben zur Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Die Gesellschaft hat für die Verpflichtung eines Lebensarbeitszeitkontos eine kongruente Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Die nach § 246 Abs. 2 S.2 HGB verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich wie folgt:

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2024 2023
Verbindlichkeiten aus Lebensarbeitszeitkonten 1.574 1.239
Saldierungsfähiges Vermögen (Zeitwert) 1.574 1.239
zu bilanzierende Rückstellung (-)/Vermögensgegenstände (+) 0 0

Der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände entspricht den Anschaffungskosten. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge sind von untergeordneter Bedeutung.

(14) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 69. Davon entfallen T€ 5 auf Vorjahre. Das Honorar entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

(15) Angaben zum Mutterunternehmen

Die Siegfried Hameln GmbH, Hameln, ist ein Tochterunternehmen der Siegfried Deutschland Holding GmbH, Hameln, und wird in den Konzernabschluss der Siegfried Holding AG, Zofingen/Schweiz, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird auf der Homepage der Siegfried Holding AG, Zofingen/Schweiz, veröffentlicht.

(16) Geschäftsführung

 

Dr. Sabine Brand, Leiterin Compliance, Braunschweig

 

Dr. Uwe Teubert, Standortleiter, Hameln (bis 30.04.2024)

 

Josep Fuste Martinez, Standortleiter, Hameln (ab 01.05.2024)

Die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB, weil ansonsten ein Rückschluss auf die individuellen Bezüge eines Geschäftsführers möglich wäre.

Es wurden keine Kredite oder Vorschüsse an die Mitglieder der Geschäftsführung gewährt oder Haftungsverhältnisse eingegangen.

VII. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 609 auf neue Rechnung vorzutragen.

VIII. Globale Mindestbesteuerung

Das Unternehmen fällt aufgrund umsatzabhängiger Kriterien der Unternehmensgruppe, zu der es gehört, in den Anwendungsbereich der sogenannten GloBE Rules (globale Mindestbesteuerung). Die Gesetzgebung zur globalen Mindestbesteuerung wurde in Deutschland erlassen und ist am 27. Dezember 2023 in Kraft getreten und ist erstmalig anwendbar für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Für das Geschäftsjahr 2024 ergibt sich kein tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag aus dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen.

IX. Nachtragsbericht

Am 28. Februar 2026 ist ein Konflikt zwischen den USA und Isreal einerseits und dem Iran andererseits ausgebrochen. Dessen Dauer, weitere Auswirkungen auf Lieferketten, Preise für Energien und Rohstoffe sowie auf die Finanzmärkte kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich geschätzt werden. Wir gehen davon aus, dass wir indirekt durch steigende Energiepreise betroffen sind, diese jedoch aufgrund der Vergütung nach Kostenaufschlagmethode an die Siegfried AG weitergeben können.

 

Hameln, den 24. März 2026

Dr. Sabine Brand

Josep Fuste Martinez

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.646.035,16 47.429,23 0,00
1.646.035,16 47.429,23 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.141.571,53 0,00 36.423,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.203.679,29 638,13 6.173,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.671.132,41 675.931,25 50.162,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.030.418,58 14.910.188,25 0,00
104.046.801,81 15.586.757,63 92.758,93
105.692.836,97 15.634.186,86 92.758,93
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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Zugänge Verschmelzung
Umbuchungen
31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 109.432,29 1.802.896,68
0,00 109.432,29 1.802.896,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.181.030,39 0,00 34.286.178,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 107.161,52 403.012,26 46.708.318,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.662,95 1.326.309,09 27.676.873,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -1.838.753,64 20.101.853,19
9.341.854,86 -109.432,29 128.773.223,08
9.341.854,86 0,00 130.576.119,76
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kumulierte Abschreibungen
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
Zugänge Verschmelzung
31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.557.671,16 85.719,85 0,00 0,00 1.643.391,01
1.557.671,16 85.719,85 0,00 0,00 1.643.391,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.145.539,38 1.318.410,28 36.423,81 7.237.332,59 22.664.858,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.940.853,52 2.859.512,44 6.252,01 107.161,52 29.901.275,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.813.171,55 1.733.364,08 27.980,82 46.522,49 19.565.077,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
58.899.564,45 5.911.286,80 70.656,64 7.391.016,60 72.131.211,21
60.457.235,61 5.997.006,65 70.656,64 7.391.016,60 73.774.602,22
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Buchwerte
31.12.2024
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.505,67 88.364,00
159.505,67 88.364,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.621.319,67 10.996.032,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.807.042,67 19.262.825,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.111.796,34 7.857.960,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.101.853,19 7.030.418,58
56.642.011,87 45.147.237,36
56.801.517,54 45.235.601,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Siegfried Hameln GmbH, Hameln

Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Siegfried Hameln GmbH, Hameln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siegfried Hameln GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Lagebericht“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 289f Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 HGB werden in der im Lagebericht enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung die Angaben zur Frauenquote für die Geschäftsführer nicht gemacht.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 26. März 2026

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sabrina Pankse, Wirtschaftsprüferin

ppa. Frederik Gödeke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 27.03.2026 festgestellt.

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