Wortmann & Biemelt eGbR
Selbe AdresseVeredlung von Holzwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Murat Arpaci seit 13.7.2011 | Geschäftsführer |
Andreas Bajohr seit 13.7.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.00% | |
O*** B****** | 16.00% |
M**** A***** | 16.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAB Distribution GmbHHüllhorstJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma der Gesellschaft lautet BAB Distribution GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Hüllhorst. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter B 12645 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss 2023 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Der Jahresabschluss wurde unter Fortführungsgesichtspunkten aufgestellt. Trotz bilanzieller Überschuldung zum Bilanzstichtag liegt eine Überschuldung i. S. v. § 19 Abs. 2 InsO nicht vor, weil mit der Gläubigerin Wortmann AG eine Rangrücktrittsvereinbarung über Verbindlichkeiten in Höhe von 10,5 Mio. € geschlossen wurde und die Fortführung der Gesellschaft in den nächsten Jahren den Umständen nach durch ausreichende Liquidität und durch künftig zu erwartende Jahresüberschüsse sichergestellt ist. Sämtliche geforderten davon-Angaben und Mitzugehörigkeitsvermerke erfolgen hier im Anhang. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 1 HGB aktivierungspflichtigen Beträge. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode berechnet. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde bis 2018 die Bewertungsvorschrift des § 6 Abs. 2 a EStG in Anspruch genommen. Ab 2019 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Waren werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten ausgewiesen und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Die in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Soweit die Guthaben auf fremde Währung lauten, erfolgt die Umrechnung gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr am Tage des Geschäftsvorfalls bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, wurde dieser angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende Beteiligung: - 70 % des 25.000,00 € betragenden Stammkapitals der in 2018 gegründeten Terra Solutions GmbH. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug in 2023 1.966.794,34 €,das Ergebnis 481.115,61 €. Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von insgesamt 57 T€ betreffen ausschließlich Ausleihungen an Gesellschafter, davon 41 T€ an einen Gesellschafter-Geschäftsführer. Die Darlehen werden mit 2,64 % verzinst. Tilgungen erfolgten 2023 in Höhe von rd. 19 T€, davon 11 T€ von einem Gesellschafter-Geschäftsführer. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Berichtsjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 250.489,62 € (Vorjahr: 1.162.315,01 €) und sonstige Forderungen in Höhe von 24.843,95 € (Vorjahr: 283.456,25 €). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von 295 T€ (Vorjahr: 318 T€) sowie Körperschaft- und Gewerbesteuererstattungsansprüche in Höhe von 204 T€ (Vorjahr: 690 T€), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, ausgewiesen. Mitzugehörigkeits- und Restlaufzeitvermerke
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen (die Vorjahreswerte werden in Klammern angegeben):
*) Sicherungsübereignung von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurde für die Verbindlichkeiten in Höhe von 10,5 Mio. € mit der Gläubigerin Wortmann AG eine Rangrücktrittsvereinbarung geschlossen. Mitzugehörigkeits- und Restlaufzeitvermerke
Zur Sicherung der Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens wurde eine Bürgschaft mit einem Haftungsvolumen in Höhe von 1.000.000,00 € abgegeben. Am Bilanzstichtag sowie im Vorjahr bestanden keine hierüber abgesicherten Verbindlichkeiten. Mit einer Inanspruchnahme wird auch weiterhin nicht gerechnet, weil die Schuldnerin der Darlehen ihre Verpflichtungen bisher uneingeschränkt erfüllt hat. Uns liegen keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine Änderung der Verhältnisse ergibt. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
Umsatzerlöse nach Produktgruppen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Garantierückstellungen in Höhe von 876 T€ und aus der Auflösung von Rückstellungen für Zinsen auf Umsatzsteuernachzahlung in Höhe von 53 T€ enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen für einen Prozesskostenvorschuss in Höhe von 483 T€ enthalten. Gesonderter Ausweis bestimmter Erträge und Aufwendungen:
VI. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren neben den Geschäftsführern durchschnittlich 35 Vollzeitkräfte und 18 Teilzeitkräfte (davon 12 Aushilfen) beschäftigt. Die Honorare für Abschlussprüfungen gemäß § 285 Nr. 17 HGB betragen 30.153,75 €. Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3 a HGB bestehen am Bilanzstichtag aus Mietverträgen in Höhe von jährlich rd. 981 T€. Allein vertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr: Herr Andreas Bajohr, Espelkamp (Leitung für den gesamten Geschäftsbereich) Herr Murat Arpaci, Hüllhorst (Leitung für den gesamten Geschäftsbereich) Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 966.214,82 € und den Verlustvortrag in Höhe von 15.543.836,36 € auf neue Rechnung vorzutragen. Die Wortmann Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Hüllhorst ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss mit dem größten Kreis von Unternehmen und einen Konzernlagebericht aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister offengelegt.
Hüllhorst, den 6. November 2024 gez. Murat Arpaci, Geschäftsführer gez. Andreas Bajohr, Geschäftsführer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der BAB Distribution GmbH ist in der Gesellschafterversammlung vom 20.12.2024 festgestellt worden. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Verlustvortrag von 15.543.836,36 € und der Jahresüberschuss von 966.214,82 € werden auf neue Rechnung vorgetragen. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft II. Geschäftsmodell des Unternehmens III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage IV. Prognosebericht V. Chancen- & Risikobericht a) Chancen b) Risiken c) Gesamtaussage I. Grundlagen der Gesellschaft Die BAB Distribution GmbH wurde im Juni 2011 durch die Gesellschafter Murat Arpaci, Andreas Bajohr, Olaf Biemelt und die Wortmann Beteiligungs-GmbH gegründet. Das Stammkapital beträgt 25.000,00 EUR. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Gegenstand des Unternehmens ist der Großhandel mit Produkten im Storagebereich und die Vermarktung von Unterhaltungselektronik und Smart-Home Produkten im B2B-Segment. II. Geschäftsmodell des Unternehmens Die BAB Distribution GmbH liefert im Wesentlichen im IT-Großhandelssegment als überregionaler Distributor deutschlandweit und an diverse Absatzmärkte im Ausland. Hauptabsatzgebiet ist Deutschland sowie deutschsprachige Länder in Europa. III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die globale Konjunktur im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % (Vorjahr: 3,5 %) gewachsen. Das abgeschwächte Wachstum wurde durch eine Kombination aus anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, darunter der Ukraine-Krieg, anhaltende Störungen der globalen Lieferketten sowie hohe Inflationsraten beeinflusst. Das weltweite BIP erreichte 2023 insgesamt 104,8 Billionen US-Dollar. In Deutschland hingegen schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %, was vor allem auf die Herausforderungen durch geopolitische Spannungen, hohe Energiekosten und anhaltende Inflationssorgen zuführen war. Die Arbeitslosenquote stieg im Jahr 2023 auf 5,7 % (Vorjahr 5,3 %). Die Inflation in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 %, was im Vergleich zum Vorjahr einen moderaten Rückgang darstellt, jedoch weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Die Herausforderungen der Branche sowie der Gesamtwirtschaft haben zu einer Verlangsamung des Wachstums der ITK-Branche geführt. Der Umsatz der ITK-Branche mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland belief sich im Jahr 2023 auf 215,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 210,7 Mrd. EUR). Dies entspricht einem Wachstum von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2022 lag das Wachstum der ITK-Branche noch bei 6,8 %. Den wesentlichen Umsatzanteil im ITK-Markt hat der Bereich Informationstechnik (IT) mit einem Umsatz von 143,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 139,8 Mrd. EUR). Im Vergleich zum Jahr 2022 wuchs der Bereich Informationstechnik somit um 2,6 %. Der Umsatz im Bereich Telekommunikationsmarkt belief sich auf 72,3 Mrd. EUR (Vorjahr: 70,9 Mrd. EUR) und stieg somit um 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr. 2. Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnte die BAB Distribution GmbH ein Umsatzwachstum von ca. 2,0 % erreichen. Während die Umsätze in den Bereichen externe und interne Festplatten sowie SSD rückläufig waren, stiegen die Verkäufe in den Bereichen BAB-Home, Peripherie, Netzwerk sowie CPUs im Vergleich zum Vorjahr deutlich an und konnten somit den Umsatzrückgang im Bereich HDD/SSD ausgleichen. Der umsatzstärkste Bereich sind nach wie vor die internen Festplatten. Wir haben in 2023 einen Umsatz von 33 Mio. EUR (Vorjahr: 45,1 Mio. EUR) mit internen Festplatten erzielt. Bei den externen Festplatten haben wir im Jahr 2023 einen Umsatz von 13 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR) und mit den SSDs einen Umsatz von 20 Mio. EUR (Vorjahr: 25,7 Mio. EUR) erreicht. Mit BAB-Home konnten wir einen Umsatz in Höhe von 30,6 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR) erzielen. Mit CPUs erreichten wir einen Umsatz von 23,3 Mio. EUR (Vorjahr: 20,3 Mio. EUR). Mit Netzwerk wurde ein Umsatz von 9,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) und mit Peripherie wurde ein Umsatz von 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 10 Mio. EUR) erzielt. Mit übrigen Produkten erzielten wir einen Umsatz von 20,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR). Der Gesamtumsatz betrug im Geschäftsjahr 162,2 Mio. EUR (Vorjahr: 159 Mio. EUR). In Deutschland haben wir einen Umsatz von 94,7 Mio. EUR (Vorjahr: 89,8 Mio. EUR), in der Europäischen Union von 45,6 Mio. EUR (Vorjahr: 46,2 Mio. EUR) und in Drittländern von 21,9 Mio. EUR (Vorjahr: 23,0 Mio. EUR) erzielt. Externe und interne Festplatten, SSDs, und BAB-Home erzielten 60 % (Vorjahr: 73 %) Umsatzanteil. 3. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 3.235 TEUR auf 162.244 TEUR (Vorjahr: 159.009 TEUR) gestiegen. Die Materialaufwandsquote ist dabei leicht gesunken und betrug 94,6 % (Vorjahr: 94,9 %). Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 662 TEUR gestiegen. Wesentliche Gründe hierfür sind weitere Personaleinstellungen sowie der Anstieg der Vergütungen von Mitarbeitern. Der Personalkostenanteil an den Umsatzerlösen belief sich für das Geschäftsjahr auf 2,0 % (Vorjahr: 1,6 %). Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten) betrug im Geschäftsjahr 1.527 TEUR (Vorjahr: 1.470 TEUR). Nach Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Sondereffekten weist die Gewinn- und Verlustrechnung 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 966 TEUR aus (Vorjahr: 965 TEUR). In dem Vorjahresergebnis waren Sondereffekte wie Zinsen auf Umsatzsteuernachzahlungen Höhe von 158 TEUR enthalten. Auch im Geschäftsjahr haben sich Sondereffekte auf dem Jahresüberschuss ausgewirkt, wenngleich insgesamt positiv. Die sonstigen betrieblichen Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Erträge aus der Auflösung von Garantierückstellungen in Höhe von 876 TEUR. Die Auflösung steht im Zusammenhang mit einer Neuberechnung aufgrund der letzten Betriebsprüfung. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für einen Gerichtskostenvorschuss in Höhe von 483 TEUR ausgewiesen, die im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten aufgrund der Feststellungen der Umsatzsteuer-Sonderprüfung stehen. Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 entsprach hinsichtlich der Umsatzerlöse nicht ganz unseren im Lagebericht 2022 zum Ausdruck gebrachten Erwartungen (170 Mio. EUR). Hinsichtlich des Jahresüberschusses wurden die Erwartungen (1,0 % der Umsatzerlöse) ebenfalls nicht erfüllt. Die Gründe dafür sind insbesondere die oben bereits erwähnten Gerichtskosten, die gestiegenen Personalkosten und Kosten für Warenabgabe sowie die gestiegenen Zinsen. Die Auftragslage zum Ende des Geschäftsjahres war gut. b) Finanzlage Wichtigste und wesentliche Finanzinstrumente sind Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ein Finanzierungsdarlehen der Wortmann AG, eines verbundenen Unternehmens. Die Rückzahlung fälliger Verbindlichkeiten war stets sichergestellt. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von rd. 546 TEUR (Vorjahr: 191 TEUR) getätigt. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen die Betriebs- und Geschäftsausstattung im Zusammenhang mit dem Umzug in ein neues Bürogebäude. Die Finanzlage des Unternehmens war im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden stellend, obwohl die Gesellschaft zum Bilanzstichtag wegen der Sondereffekte aus der Umsatzsteuer-Sonderprüfung weiterhin einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 12.578 TEUR (Vorjahr: 13.544 TEUR) ausweist. Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten wurden unter Ausnutzung von Skonti innerhalb des Zahlungszieles beglichen. Die BAB Distribution GmbH war und ist nach heutigem Stand in der Lage, bestehende Verpflichtungen zu begleichen. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft verminderte sich von 46,5 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 44,1 Mio. EUR im Jahr 2023 um 2,4 Mio. EUR bzw. um rd. 5,2 %. Auf der Aktivseite ist diese Entwicklung insbesondere auf die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie den gesunkenen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag zurückzuführen. Dagegen sind die Vorräte von 15,1 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 17,4 Mio. EUR in 2023 gestiegen. Die liquiden Mittel stiegen ebenfalls, und zwar um 1,0 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Auf der Passivseite verminderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,7 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um 0,9 Mio. EUR aufgrund von Neuberechnung der Garantierückstellung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind dagegen um 0,9 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen ebenfalls von 0,4 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 0,8 Mio. EUR im Jahr 2023. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis, den Cashflow nach DVFA/SG sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) und nach Steuern heran. Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Wareneinsatz) ist gegenüber dem Vorjahr um 696 TEUR auf 8.802 TEUR gestiegen, was einer Rohgewinnmarge i. H. v. 5,4 % (Vorjahr: 5,1 %) entspricht. Das Ziel, die Rohgewinnmarge langfristig zu halten und sogar zu steigern, wurde im Geschäftsjahr erreicht, weil der sich der Umsatz stärker erhöht hat als der Wareneinsatz. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Sondereffekten betrug 558 TEUR (Vorjahr: 1.123 TEUR). Der Cashflow nach DVFA/SG beträgt im Berichtszeitraum 369 TEUR (Vorjahr: 1.249 TEUR). Neben den finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kunden- sowie Mitarbeiterzufriedenheit wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Es ist der BAB Distribution GmbH enorm wichtig, die Bedürfnisse ihrer Kunden wahrzunehmen und sich danach zu richten. Die Kundenzufriedenheit lassen wir durch Marktanalysen beurteilen. Unseren Mitarbeitern haben wir durch Umzug in ein neues Bürogebäude sowie Einrichtung neuer Pausen- und Aufenthaltsräume eine attraktivere Arbeitsumgebung zur Verfügung gestellt. Unsere Fluktuationsrate ist seit der Gründung gering. 5. Gesamtaussage Die unsererseits herangezogenen Kennzahlen zeigen eine solide Unternehmensentwicklung. Die im Lagebericht 2022 für 2023 prognostizierten Umsatzerlöse wurden knapp verfehlt. Die zum Ausdruck gebrachten Erwartungen hinsichtlich des Jahresüberschusses 2023 wurden, aufgrund gestiegener Kosten, nicht erfüllt. Im Hinblick auf die allgemeine wirtschaftliche Situation sind wir dennoch mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 zufrieden. IV. Prognosebericht Die Wirtschaftsprognose für Deutschland für das Jahr 2024 hat sich deutlich eingetrübt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) traut Deutschland nur noch eine Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu. Der andauernde Krieg in der Ukraine belastet weiterhin die Versorgung mit Rohstoffen und Energie, was die Produktionskosten erhöht und die Nachfrage nach deutschen Produkten und Dienstleistungen bremst. Die hohe Inflation setzt die Kaufkraft der Verbraucher weiterhin unter Druck. Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2024 stagniert. Positivere Aussichten bestehen weiterhin für die IT-Branche. Der ITK-Markt in Deutschland wird laut Prognose des Digitalverbands Bitkom auch 2024 wachsen. Der Verband erwartet ein Umsatzwachstum von 4,3 % auf 224,8 Mrd. EUR. Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten blicken wir weiterhin vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Der fortschreitende Prozess der Digitalisierung ist eine wesentliche Grundlage für diese optimistische Sichtweise. Die Digitalisierung wird sich auch 2024 in allen Bereichen der Wirtschaft weiter durchsetzen, was zu einem steigenden Bedarf an ITK-Lösungen führen wird. Die wichtigsten Wachstumstreiber für den ITK-Markt in Deutschland in den kommenden Jahren werden nach unserer Einschätzung folgende Faktoren sein: • Zunehmende Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) • Weitere Verbreitung von 5G-Netzen • Entwicklung neuer Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) Der ITK-Markt in Deutschland bleibt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Er trägt zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Steigerung der Produktivität und zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Für die BAB Distribution GmbH wird der Bereich Consumer Electronics auch 2024 der zentrale Wachstumstreiber sein. Hinzu kommt der neue Bereich "BAB Green Vision" dem in 2024 noch mehr Focus gewidmet werden soll. Hiermit wird die BAB Distribution GmbH weiterhin neue Kunden ansprechen und so zu einem stabilen Wachstum beitragen. Die Optimierung der Strategie der letzten Jahre hat die positive Entwicklung des Unternehmens unterstützt. Die Erweiterung der Produktgruppen bleibt auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Für 2024 plant die Geschäftsführung mit einem Umsatz von 170 Mio. EUR. Basierend auf dem bisherigen Geschäftsverlauf wird ein Jahresüberschuss in Höhe von ca. 0,5 % der Umsatzerlöse erwartet. V. Chancen- & Risikobericht a) Chancen Die BAB Distribution GmbH hat sich in den letzten Jahren als ein wichtiger Akteur auf dem Markt für Speichermedien und andere ITK-Produkte etabliert. Ihre Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an sich schnell verändernde Marktbedingungen ermöglichen es dem Unternehmen, auf Umsatzrückgänge schnell zu reagieren, indem neue Geschäftsbereiche erschlossen werden. Dies bleibt eine wesentliche Stärke der BAB Distribution GmbH und bietet weiterhin die Chance, ihre Kernkompetenzen auszubauen und zu festigen. Aktuell sehen wir insbesondere Chancen in der wachsenden Nachfrage nach Produkten rund um Digitalisierung und IT-Infrastruktur, insbesondere durch die zunehmende Verbreitung von Cloud-Lösungen, künstlicher Intelligenz und vernetzten Geräten im Bereich des Internet of Things (IoT). Durch die kontinuierliche Erweiterung unserer Produktpalette, die Optimierung der Lieferketten und den Ausbau unseres Vertriebsteams sind wir gut für zukünftiges Wachstum aufgestellt. Die fortschreitende digitale Transformation in verschiedenen Branchen bietet dabei Potenzial für langfristiges Wachstum und neue Geschäftsmöglichkeiten. b) Risiken Auch im Jahr 2024 bleibt der Krieg in der Ukraine ein bedeutendes Risiko für die Wirtschaft. Hinzu kommt noch der Nahost-Konflikt. Die Auswirkungen, wie steigende Energiepreise, Lieferengpässe und eine weiterhin hohe Inflation, wirken sich auf das Konsumverhalten und die Investitionsbereitschaft aus. Diese gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen können die Nachfrage nach bestimmten Produkten schwächen, auch wenn die ITK-Branche aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung mittelfristig stabil bleiben dürfte. Ein weiteres Risiko liegt in der anhaltenden Instabilität globaler Lieferketten, die durch geopolitische Krisen oder unerwartete Ereignisse wie Naturkatastrophen verstärkt werden können. Um diesen Risiken zu begegnen, setzen wir auf eine Erhöhung der Lagerbestände und eine Flexibilisierung unserer Lieferzyklen in betroffenen Produktbereichen. Zusätzlich bleibt das Währungsrisiko eine Herausforderung, insbesondere bei der Beschaffung auf internationalen Märkten, die von Währungsschwankungen betroffen sind. Die Margenentwicklung ist ebenfalls ein Risiko, insbesondere in einem wettbewerbsintensiven Umfeld, in dem Preisverfall und technologischer Wandel schnelle Produktabwertungen verursachen können. Um diesen Risiken vorzubeugen, achten wir auf eine kontinuierliche Überwachung der Lagerbestände, einen schnellen Lagerumschlag und eine regelmäßige Kontrolle der Aktualität unserer Produkte. Strikte interne Kreditrichtlinien, eine enge Kundenbeziehung sowie der Einsatz von Warenkreditversicherungen verringern das Risiko von Forderungsausfällen. Ein integriertes Risikomanagementsystem, das laufend weiterentwickelt wird, unterstützt uns dabei, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und effektiv zu managen. c) Gesamtaussage Insgesamt überwiegen nach unserer Einschätzung die Chancen.
Hüllhorst, den 6. November 2024 gez. Murat Arpaci, Geschäftsführer gez. Andreas Bajohr, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BAB Distribution GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BAB Distribution GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAB Distribution GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so dargestellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertreter zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Herford, den 6. November 2024 DR.
WOELKE AG
gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer gez. Daniel Upheber, Wirtschaftsprüfer |
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