Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 3643
Eingetragen
28.2.1994
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung und Vertrieb von Arzneimitteln. Weiterhin tätigt die Gesellschaft Wertpapiergeschäfte in eigenem Namen und auf eigene Rechnung und ähnliche in diesem Zusammenhang stehende Geschäfte, soweit dies keiner staatlichen Genehmigung bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gabriele Döring
seit 6.6.2023
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TEVA Pharmaceuticals Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TEVA GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AbZ-Pharma GmbH

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen

1.1. Geschäftsmodell und Organisation

Die AbZ-Pharma GmbH (im Folgenden auch AbZ genannt) gehört seit 2010 zu dem weltweit agierenden pharmazeutischen Konzern Teva Pharmaceutical Industries Ltd. Petach Tikva, Israel, (nachfolgend Teva), dem Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen 1 und wird in dessen Konzernabschluss einbezogen.

Neben der AbZ-Pharma GmbH gibt es noch weitere acht Gesellschaften am Standort Deutschland (nachfolgend: TEVA Deutschland). Sie befinden sich unter dem Dach der Unternehmensmarke Teva und vervollständigen das Pharmageschäft am Standort Deutschland.

Funktional ist TEVA Deutschland unter der Teva Dachmarke wie folgt strukturiert:

Die Merckle GmbH und die Teva Biotech GmbH stellen bedeutende Produktionsstandorte der Teva im globalen Umfeld dar. Deutschland ist ein komplexer Produktionsstandort innerhalb des Teva Konzerns mit einer Produktion von 298 Mio. Packungen Arzneimittel im Jahr 2023. Während in Blaubeuren/Weiler die größte Produktionsanlage zur Herstellung konservierungsmittelfreier Nasensprays in der weltweiten TEVA-Organisation steht, ist der Standort Ulm auf die Herstellung hochkomplexer biotechnologischer Arzneimittel für die Behandlung schwerwiegender Krankheiten spezialisiert.

TEVA Deutschland sieht die Zukunft in der weitergehenden Spezialisierung und Qualifizierung in Bezug auf die Biotechnologie. Im Zuge dessen hat sich die Konzernführung in Israel für einen erheblichen Ausbau der biotechnologischen Produktion am Standort Ulm entschieden.

TEVA Deutschland vereint Innovative Produkte, Generika und freiverkäufliche Arzneimittel (OTC). Der Vertrieb der Produkte findet über die drei Gesellschaften ratiopharm GmbH, TEVA GmbH und AbZ-Pharma GmbH statt. Dabei erfolgt der Vertrieb von Innovativen Produkten (Innovative Medicines) über die TEVA GmbH und der Vertrieb von freiverkäuflichen und verschreibungspflichtigen Generikaprodukten über die ratiopharm GmbH und die AbZ-Pharma GmbH.

Die täglichen Warenlieferungen an unsere Kunden werden durch das konzerninterne Logistikunternehmen Transpharm Logistik GmbH sichergestellt. Für eine schnelle und sichere Auslieferung wird auf High-Tech-Systeme, vor allem aber auch auf die langjährige Erfahrung der Mitarbeitenden gesetzt.

1.2. Unternehmensprofil

Die AbZ ist zu 100 % im Anteilsbesitz der TEVA GmbH. Diese wiederum wird zu 100 % von der TEVA Health GmbH gehalten. Zwischen allen drei genannten Gesellschaften besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Die Strategie der AbZ besteht weiterhin darin, durch qualitativ hochwertige, gleichzeitig aber preislich günstige Arzneimittel einen bedeutenden Beitrag zum deutschen Gesundheitssystem zu leisten und den Patientennutzen in den Mittelpunkt zu stellen. Als direktmarketingaktives Unternehmen arbeitet die AbZ als Vertriebsgesellschaft ohne kostenintensiven Außendienst.

Der Markt für generische Arzneimittel in Deutschland teilt sich in zwei Bereiche: Das eine Segment wird über Rabattverträge geregelt. Das andere Segment unterliegt keinen Rabattvertragsausschreibungen, zum Beispiel für Neueinführungen, freiverkäufliche Produkte und Wirkstoffe, die von den Krankenkassen nicht ausgeschrieben werden oder nicht substituiert werden müssen. Die AbZ bedient beide Segmente. Bei freiverkäuflichen Produkten befindet sich das Unternehmen für die Apothekenkunden im preisgünstigen Segment. Bei Neuausbietungen ist es Ziel der AbZ das Preissegment der vier günstigsten Hersteller zu besetzen. Im Rabattvertragssegment nimmt die AbZ regelmäßig an Krankenkassenausschreibungen teil. Die Gesellschaft ist hierbei ausschließlich auf den inländischen Markt fokussiert.

Die ca. 17.700 in Deutschland gelisteten Apotheken 2 bestellen i.d.R. über den pharmazeutischen Großhandel, der das Produktportfolio der TEVA Deutschland für den deutschen Markt vollumfänglich gelistet hat. Alle in Deutschland ansässigen vollsortierten Großhändler des Phagro-Verbandes beziehen Waren der ratiopharm. Als Vertriebsgesellschaft arbeitet die Gesellschaft als geschätzter Partner mit Apotheken, Großhändlern und Kliniken zusammen.

1.3. Ziele und Strategien

TEVA Deutschland vereint sämtliche unternehmerischen Aktivitäten unter dem Dach der "Teva" als Unternehmensmarke.

"ratiopharm" ist dabei die wichtigste Marke der TEVA Deutschland. Unternehmen haben sich zunehmend mit einer kritischen Öffentlichkeit auseinanderzusetzen, welche die Unternehmenspolitik/-leitlinien unmittelbar in ihre Kaufentscheidung einfließen lassen. Durch das breite Produktportfolio aus verschreibungspflichtigen sowie freiverkäuflichen Generika und Innovative Medicines bietet TEVA Deutschland ein breites Spektrum an Arzneimittelversorgung.

In der operativen Umsetzung von Vision und strategischer Planung ergänzen sich die drei Geschäftseinheiten - Innovative Medicines, Generika und OTC (Over the Counter, freiverkäufliche Medikamente) - subsidiär. Die operative Strategie der ratiopharm GmbH für die Geschäftseinheit "Generika" und "OTC" beruht dabei auf drei Säulen:

Unsere erste strategische Säule beinhaltet den gezielten Launch von neuen Produkten. Für unsere Marke "ratiopharm" bieten wir einen partnerschaftlichen, strategischen Ansatz an, sowohl für die Produkte der Apotheken als auch des Klinik-Bereiches.

Die zweite Säule beinhaltet die Fokussierung auf die sichere und flächendeckende Versorgung. Insbesondere erfolgreiche Produktneueinführungen unmittelbar nach deren Patentablauf sind wichtig für den Unternehmensgewinn. Um diese zu gewährleisten, wird jede Neueinführung stringent vorbereitet - von der zeitnahen Zulassung durch das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), welche die ratiopharm durch eine hohe Qualität des eingereichten Dossiers anstrebt, als auch durch eine effektive Neu-Ausbietung seitens des Vertriebs und Marketings. Unser breites Produktangebot untermauern wir mit Serviceangeboten, wie zum Beispiel der transparenten Warenversorgung, ein innovatives Frühwarnsystem bei Lieferengpässen im Bereich der Klinikversorgung.

Die dritte Säule baut auf die freiverkäuflichen OTC-Produkte. Unser Fokus liegt auf Produkten in den Bereichen Erkältung, Schmerz und Vitamine. Darauf ist die Außendienstkapazität konzentriert, da die höchsten Wachstumsraten des OTC-Bereichs hier generiert werden.

Die Zusammenarbeit der Sparten Innovative Medicines, Generika und OTC hat sich weiterhin bewährt, da so ausgewählte Therapiefelder bestmöglich abgedeckt werden können. Unser Ziel im Jahr 2024 ist die Zusammenarbeit zu intensivieren und auszubauen, um eine stärkere Kundenzentrierung zu erreichen.

1.4. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft profitiert von den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten anderer Teva Standorte.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug kalenderbereinigt 0,1 %. In Deutschland kam im Jahr 2023 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Konjunktur wurde durch die hohen Preise auf allen Wirtschafsstufen und die ungünstigen Finanzierungsbedingungen auf Grund steigender Zinsen und einer geringen Nachfrage aus In- und Ausland gedämpft. Somit setzt sich die Erholung der Deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das BIP 2023 war um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. 3

2.1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Pharmabranche unterliegt den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen wie z. B. der Festsetzung von Festbeträgen, den Bestimmungen zur Rabattgewährung sowie den Rabattverträgen mit gesetzlichen Krankenkassen (GKV). In diesem Unternehmens- und Wettbewerbsumfeld bewegt sich die gesamte Unternehmensgruppe und im Speziellen die ratiopharm GmbH.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist die Marktsituation in der Pharmabranche weiterhin durch einen starken Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Aufgrund von Gesetzesänderungen und einer restriktiven Politik der Krankenkassen besteht auf dem deutschen Pharmamarkt weiterhin eine hohe Wettbewerbsintensität.

EU-weit gilt seit 2019 die Serialisierungspflicht für alle Packungen verschreibungspflichtiger Medikamente, welche jede Packung durch zusätzliche Sicherheitsmerkmale zu einem Unikat macht und somit Produktfälschungen vermieden werden. 4 Im Jahr 2020 wurde für Russland die Serialierungspflicht umgesetzt. Diese umfasst im Gegensatz zu den Regelungen in der EU nicht nur verschreibungspflichtige Arzneimittel, sondern vielmehr alle Arzneimittel. 5

Der EU-GMP-Leitfaden, Annex 1 "Herstellung von sterilen Arzneimitteln" ist am 25.08.2023 in Kraft getreten. Die überarbeitete Version des Annex 1 der EU-GMP stellt strenge Anforderungen an Kontrolle und Überwachung bei der Kontamination. 6

Maßgebend ist weiterhin der Apotheken Rahmenvertrag vom 01.10.2021. Dadurch ist der Preiskampf - gerade bei Neueinführungen - weiterhin verschärft. 7 Die Apotheken sind verpflichtet, außerhalb vom Rabattvertrag, eines der vier preisgünstigsten Medikamente abzugeben.

Eine Entwicklung, die weiterhin im Markt zu sehen ist, sind die intensiven Generika-Abwehrstrategien, die viele Originalanbieter nach Ablauf des Wirkstoffpatentes entwickeln. So erschweren häufig Second-Medical-Use-Patente und der Abschluss von Rabattverträgen durch den Originalanbieter die generische Konversion.

Ende 2019 wurden vom Bundesministerium für Gesundheit mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), einem Gesetz mit dem Ziel für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation, die Weichen für die weitere Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen gesetzt. Dieses soll u.a. Apps auf Rezept, Videosprechstunden und das e-Rezept ermöglichen. 8

Eine verbesserte Arzneimittelversorgung in Deutschland ist ein Faktor, der im Generika-Markt vermehrt thematisiert wird. In der Regel können fehlende Arzneimittel problemlos durch ein anderes ersetzt werden. Dennoch kann es Versorgungsengpässe geben, also Knappheit eines Arzneimittels ohne Alternative. Eine Ursache hierfür wird auf die geänderten Produktionsketten zurückgeführt. Wirkstoffe werden kaum noch in Deutschland oder Europa produziert, sondern zum größten Teil bei indischen und chinesischen Produzenten eingekauft. Die Lieferketten in dieser hochkomplexen Industrie sind sensibel und anfällig für Störungen, was Folgen für die Medikamentenversorgung haben kann. Aus Sicht der Generika-Branche sind insbesondere Rabattverträge im Exklusivmodell kritisch. Bei diesem Modell schließt eine Krankenkasse einen Rabattvertrag mit nur einem Arzneimittelhersteller ab. Dieser übernimmt die exklusive Belieferung der Versicherten dieser Krankenkasse bezüglich der vertraglich vereinbarten Arzneimittel. Kann der verpflichtete Hersteller nicht liefern, muss der Patient auf ein anderes Medikament eingestellt werden, vorausgesetzt, dass entsprechende Konkurrenzprodukte lieferfähig sind. 9 Im Jahr 2023 hatte die Pharmabranche flächendeckend mit Lieferengpässen zu kämpfen. 10 Um die Versorgungssicherheit von Arzneimittel zu stärken und Lieferengpässe zu bekämpfen, ist am 27. Juli 2023 das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) in Kraft getreten. 11 Dieses konzentriert sich vor allem auf die Bereiche der Kinderarzneimittel und Antibiotika. Durch das ALBVVG wird unteranderem eine Lagerhaltung von 6 Monaten bei Arzneimitteln im Rabattvertrag festgeschrieben und zudem werden für Kinderarzneimittel die Festbeträge und Rabattverträge abgeschafft. 12

Ausgelöst durch Lieferengpässe bei Kinderarzneimitteln hat die Arzneimittelversorgung in der breiten Öffentlichkeit und in der Politik weiter an Akzeptanz gewonnen.

Im Vergleich zum Vorjahr wächst der Apothekenversandhandel stärker als das Geschäft der Apotheken vor Ort. 13

2.2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von € 27,3 Mio. zu verzeichnen (Vorjahr: € 20,6 Mio.). Die AbZ hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der TEVA GmbH. Im Berichtsjahr wurde der volle Gewinn abgeführt.

2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie Liquiditätsanalyse

2.3.1. Ertragslage

Die AbZ hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 94,0 Mio. erzielt (Vorjahr: € 86,9 Mio.) und liegt damit 8 % über dem Vorjahresniveau. Die im Vorjahr gestellte Prognose von einem leicht steigenen Umsatz wurde somit übertroffen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 5,9 Mio.) bewegen sich deutlich unter dem Vorjahresniveau und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand ist aufgrund der Neubewertung der materialbezogenen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 um € 1,6 Mio. auf € 63,1 Mio. gesunken (Vorjahr: € 64,7 Mio.). Darin enthalten sind die Lizenzaufwendungen in Höhe von € 3,4 Mio. unter den bezogenen Leistungen (Vorjahr: € 3,4 Mio.).

Die Personalkosten bewegen sich auf dem Vorjahresniveau von € 0,1 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.). Zum 31.12.2023 sind 2 Mitarbeiter bei der AbZ beschäftigt (Vorjahr: 1).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 9,2 Mio. sind im Vergleich zum Vorjahr um € 0,9 Mio. gestiegen (Vorjahr: € 8,2 Mio.). Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus höheren allgemeinen betrieblichen Kosten.

Die AbZ hat im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von € 27,3 Mio. (Vorjahr: € 20,6 Mio.) erzielt. Das Ergebnis wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin TEVA GmbH abgeführt.

2.3.2. Vermögenslage

Zum Stichtag 31.12.2023 ist die Bilanzsumme um € 21,3 Mio. auf € 154,9 Mio. gestiegen.

Die Entwicklung wurde im Wesentlichen durch den Anstieg des Umlaufvermögens um € 21,3 Mio. auf € 154,9 Mio. (Vorjahr: € 133,6 Mio.) auf der Aktivseite verursacht. Maßgeblich hierfür ist die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 21,3 Mio. auf € 154,6 Mio., die hauptsächlich aus einer Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Merckle GmbH sowie der Cashpooling-Forderungen gegenüber der Teva Health GmbH resultiert.

Die Eigenkapitalquote der AbZ ist aufgrund der angestiegenen Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr von 27,2 % auf 23,5 % gesunken.

Die Rückstellungen haben einen Anteil von 43 % an der Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen sind um € 8,7 Mio. auf € 66,8 Mio. (Vorjahr: € 58,0 Mio.) gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg der Rückstellungen für Erlösschmälerungen um € 13,3 Mio., die Rückstellung für Drohverluste ist dagegen um € 4,4 Mio zurückgegangen.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.) werden offene Liefer- und Leistungsverpflichtungen passiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 50,9 Mio. sind um € 12,9 Mio. gestiegen (Vorjahr: € 38,0 Mio.). Diese betreffen überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Teva GmbH in Höhe von € 27,3 Mio. (Vorjahr: € 20,6 Mio.) und entfallen auf Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung des Geschäftsjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber der ratiopharm GmbH belaufen sich auf € 14,3 Mio. und gegenüber der TEVA Finance Services II B.V. auf € 7,3 Mio. Die Verbindlichkeit gegenüber der TEVA Finance Services II B.V. resultiert aus dem konzerninternen Securitizartion Programm unserer abgetreten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

2.3.3. Finanzlage

Die TEVA Deutschland nimmt an einem Refinanzierungsprogramm des Teva Konzerns teil. Das Refinanzierungsprogramm sieht unteranderem die Vergabe von kurzfristigen Darlehen mit der Teva Finance Services II (TFS II) für die Teva Health GmbH vor, welche mittels Cash-Pooling für die Vertriebsgesellschaften der TEVA Deutschland genutzt werden. Die Höhe des Darlehens bemisst sich am jeweiligen Forderungsbestand der Gesellschaft.

Das Net Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristigem Finanzkapital und Verbindlichkeiten) beläuft sich zum Bilanzstichtag auf einen positiven Betrag. Durch die Einbindung der Gesellschaft in das Finanzmanagement der TEVA Deutschland wird die Finanzlage weiterhin als stabil angesehen. Auf Basis der Liquiditätsplanung wurde der Liquiditätsbedarf ermittelt und die Zahlungsfähigkeit bis zum dritten Quartal 2025 sichergestellt.

Darüber hinaus kann sich TEVA Deutschland über den Teva Konzern bis zu einem festgelegten Betrag refinanzieren, der zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit ausreicht. Des Weiteren ist der Zugang zum externen Kapitalmarkt durch die TEVA Deutschland aufgrund der positiven operativen Ertragslage gegeben.

2.3.4. Liquiditätsanalyse

Laut Cashflowplanung generiert die TEVA Deutschland einen positiven operativen Cashflow für das Geschäftsjahr 2024

Es besteht zwischen der TEVA Health GmbH und den Gesellschaften der TEVA Deutschland eine unbefristete Cashpool-Vereinbarung, aus der bei Bedarf liquide Mittel abgerufen werden können. Die Höhe ist unbegrenzt. Die liquiden Mittel beziehen sich auf den generierten Cashflow und die Höhe der Refinanzierungskreditlinien. Die TEVA Health GmbH finanziert sich über die Teva Finance Services II B.V. Die Liquidität der Teva Finance Services II B.V ist insoweit gesichert, dass eine Unterstützung der Teva Health GmbH jederzeit möglich ist.

Die aktuelle Überprüfung der Risiko- und Liquiditätssituation ergab, dass die künftige Zahlungsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden.

2.4. Leistungsindikatoren und Nachhaltigkeit

Zur Steuerung bedient sich TEVA Deutschland sowohl finanzieller als auch nicht finanzieller Leistungsindikatoren:

2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Geschäftssteuerung der Teva Deutschland basiert nicht ausschließlich auf den Kennzahlen der einzelnen Konzernunternehmen. Vielmehr hat Teva ihr Pharmageschäft in verschiedene Geschäftsfelder segmentiert und steuert diese firmenübergreifend mit organisatorisch unabhängigen Business Units (Specialty Medicines, Generics, OTC). Die Business Units besitzen eigenständige Management- sowie Marketing- und Vertriebsstrukturen, die auf das jeweilige Geschäftsfeld spezialisiert sind. Als wesentliche finanzielle Kennzahlen werden die Umsatzerlöse und das EBIT in den einzelnen Geschäftseinheiten zur Steuerung des Unternehmenserfolgs verwendet.

Das EBIT der AbZ stellt sich wie folgt dar:

EBIT
in EUR
2023 2022
Jahresergebnis 27.261.929,93 20.565.043,72
Sonstige Steuern 270,46 189,17
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.921,00 3.514,30
Zinsen und ähnliche Erträge - 4.864.416,46 - 818.556,92
EBIT 22.400.704,93 19.750.190,27

Die Situation des Generika-Geschäftsfelds der Teva Deutschland ist weiterhin geprägt durch die Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitssystems und dem intensiven Preiswettbewerb auf dem Generikamarkt. Festbetragssenkungen und zusätzliche Preisnachlässe aus Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenkassen haben zusätzlich negativen Einfluss auf das Generikageschäft.

Das EBIT stieg um 13% gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose eines konstanten EBIT wurde somit übertroffen. Die positive Entwicklung resultiert maßgeblich aus gestiegenen Umsatzerlösen in Höhe von € 7,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

2.4.2. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Umwelt *

Der Teva-Konzern hat im Rahmen der strategischen ESG-Neuausrichtung (Environment, Social and Governance) langfristige ökologische Nachhaltigkeitsverpflichtungen bekannt gegeben. Diese beziehen sich auf folgende Themenfelder:

Klimaschutz und -resilienz

Verantwortungsbewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen

Emissionen, Abwässer und Abfall

Als erster Pharmahersteller in Deutschland überhaupt, wurde Teva bereits 1996 mit der EMAS-Zertifizierung ausgezeichnet. Für die deutschen Standorte wird ausschließlich regenerativer Strom bezogen.

Auch bei der regenerativen Eigenerzeugung von Strom setzen wir ein starkes Zeichen: durch den Bau einer der zehn größten Photovoltaik-Anlagen in Ulm entlasten wir mit einer Produktion von mehr als 1.000.000 kWh pro Jahr seit 2021 die Umwelt sowie das öffentliche Stromnetz.

Bei den ersten Schritten "Vermeiden" und "Reduzieren" konnten wir im Rahmen unseres 25-jährigen EMAS-zertifizierten Umweltmanagements bereits sehr gute Fortschritte erzielen. So konnte für die Jahre 2018 und 2019 der CO 2 -Ausstoß um mehr als 35.000 Tonnen reduziert werden, von 2020 bis 2022 eine weitere CO 2 -Einsparung von mehr als 40.000 Tonnen. Unsere verbleibenden, noch nicht vermeidbaren Emissionen von rund 20.000t CO 2 e als produzierendes Pharmaunternehmen kompensieren wir nun und stellen damit die Emissionen, die direkt an unseren deutschen Standorten durch den Betrieb unserer Produktion, unsere Gebäude oder die Arbeit unserer Mitarbeiter sowie unseren Energiebedarf anfallen, klimaneutral. Die Kompensation tätigen wir mit unserem Partner atmosfair, der Teva ein nach dem höchsten Standard "Gold Standard for the Global Goals" (GS4GG) zertifiziertes Kompensationsprojekt bereitstellt. CO 2 e (CO 2 -Äquivalent) ist eine Maßeinheit, die verschiedene Treibhausgase in einem Wert zusammenfasst, basierend auf ihrem jeweiligen Beitrag zum Treibhauseffekt im Vergleich zu Kohlendioxid (CO 2 ). Das "e" in CO 2 e steht für "Äquivalent" und wird verwendet, um anzugeben, dass andere Treibhausgase in Bezug auf ihren Beitrag zur Erderwärmung in CO 2 -Äquivalenten ausgedrückt werden. Diese Berechnungen beruhen auf dem Global Warming Potential (GWP) der jeweiligen Gase im Vergleich zu CO 2.

Umgesetzt wurden auch neue Mobilitätslösungen. Beispiele hierfür sind firmeneigene Elektroautos für die Fahrten zwischen den Werken in Ulm und Blaubeuren/Weiler und auch ein E-Truck gehört seit 2023 zum Fuhrpark. Die Elektroautos werden das ganze Jahr über vollständig mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben.

Im Bereich der Schonung unserer natürlichen Wasserressourcen sind wir Vorreiter: so haben wir uns im Jahr 2019 der "Industry Alliance against antimicrobial resistance", kurz AMR, angeschlossen. Als Maßnahmen erfolgten eine stoffspezifische Abtrennung und Sammlung antibiotikahaltiger Abwässer, die im Anschluss thermisch zerstört werden. Damit können die "Predicted No Effect Concentrations" (PNEC) in den Flüssen Blau und Donau sicher eingehalten werden. Investitionen für mögliche Anpassungen der Kläranlage im Jahr 2024 wurden bereits genehmigt.

Teva Deutschland wurde im Jahr 2023 erfolgreich nach EMAS und ISO 14001 rezertifiziert und eine neue Umwelterklärung wurde auf unserer Homepage veröffentlicht.

Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird der Indikator der nicht vermeidbaren CO 2 -Emissionen zur Steuerung der Geschäftstätigkeit der TEVA Deutschland herangezogen. Die CO 2 -Emission im Geschäftsjahr 2023 betrug 20.750 Tonnen und ist im Vergleich zum Vorjahr (16.338 Tonnen) gestiegen auf Grund der neuen Biotechnologieanlage. Somit ist die Prognose eines Anstiegs der CO 2 -Emission eingetroffen.

* keine Prüfung durch den Abschlussprüfer

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Einen wichtigen nicht-finanziellen Leistungsindikator sieht TEVA Deutschland im Bereich Human Resources Management. Die Mitarbeiter stehen im Fokus des Teva Managements, da diese als ein wichtiger strategischer Wettbewerbsvorteil für die betriebliche Wertschöpfung gesehen werden um künftige Herausforderungen, wie z. B. den demographischen Wandel, die Internationalisierung oder den technologischen Fortschritt zu meistern. Diese bedürfen ein Anwerben und Halten qualifizierter Arbeitskräfte, um die eigenen Geschäftsstrategien gezielt und effizient umsetzen zu können. Die Mitarbeiterumfrage wird zur Steuerung der Geschäftstätigkeit herangezogen und bemisst sich an der Teilnahmequote der jährlichen Umfrage bei der TEVA Deutschland. Die Teilnahme beträgt im Geschäftsjahr 76% und ist im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. Somit wurde die Erwartung einer Teilnahmequote von 75% für das Geschäftsjahr übertroffen. Hier wurden für die einzelnen Geschäftsbereiche Maßnahmen definiert, um spätestens bei der nächsten Mitarbeiterumfrage Verbesserungen erzielen zu können.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikomanagement

Das Risiko-Management der TEVA Deutschland basiert auf drei Bereichen:

Compliance und Datenschutz,

Rechnungslegungsbezogenes, internes Kontrollsystem (SOX) und dem

Risikomanagementsystem,

bestehend aus dem globalen Risikomanagementsystem, der Delegation innerhalb der Geschäftsleitung und dem internen Risikomanagementsystem.

Die Bereiche Produktion, Logistik und Vertrieb unterliegen dem BSI-Gesetz für kritische Infrastrukturen. Entsprechende Schutzkonzepte sind somit etabliert.

3.1.1. Compliance und Datenschutz

Die Unternehmenspolitik der Teva ist darauf ausgerichtet, transparent zu handeln und alle Gesetze und rechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Die Umsetzung der ethischen Grundsätze sowie der Compliance-Grundlagen ist für alle Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit von allergrößter Bedeutung.

Daher gibt es in der Teva eine globale Antikorruptionsrichtlinie, die weltweit anzuwenden ist. Sie steht im Einklang mit dem "Foreign Corrupt Practices Act" (FCPA) und anderen Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsgesetzen. TEVA Deutschland bekennt sich als Mitglied des globalen Verbandes IFPMA 14 (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations) und ist auch Mitglied des europäischen Dachverbandes der nationalen Verbände forschender sowie einzelner Pharmaunternehmen EFPIA 15 (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations). Zusätzlich hat sich die TEVA Deutschland das Ziel gesetzt, interne Infrastrukturen zu entwickeln, um den Anforderungen des Transparenzkodex der Pharmaindustrie der VfA (Verband forschender Arzneimittelhersteller) sowie der Antikorruptionsgesetzgebung des Bundesministeriums für Justiz zu entsprechen.

Durch regelmäßige verpflichtende Schulungen wird gewährleistet, dass sämtliche Mitarbeiter von den Unternehmensvorgaben in Kenntnis gesetzt werden, stets über aktuelle Änderungen informiert sind und entsprechend handeln. Die Einhaltung der Anforderungen wird von unabhängigen internen und externen Stellen im Auftrag des Managements überprüft.

Die in Deutschland maßgeblichen und rechtlich bindenden Grundlagen des Datenschutzes ergeben sich aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)). Diese Regelwerke haben den Zweck, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird. Um die hieraus entstehenden Aufgaben zu erfüllen, beauftragt TEVA Deutschland einen externen Datenschutzbeauftragten, der die Gesellschaft berät und überwacht. Unterstützt wird er von drei internen Ansprechpartnern. Zudem gibt es für jeden Bereich bzw. jede Business Unit einen DSGVO-Koordinator. Diese werden regelmäßig geschult und halten den Kontakt zum internen Datenschutzteam. TEVA Deutschland hat zudem ein E-Mail-Postfach für Anfragen eingerichtet. Darüber hinaus gibt es ein "Security Center", das sieben Tage die Woche, 24 Stunden pro Tag telefonisch oder per E-Mail erreichbar ist.

3.1.2. Rechnungslegungsbezogenes, internes Kontrollsystem (SOX)

Das Management hat ein internes Kontrollsystem im Unternehmen eingeführt, welches die Richtigkeit der Finanzberichterstattung sicherstellt. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems sind Vorgaben zur Einhaltung eines Vier-Augen-Prinzips, die strikte Funktionstrennung von unvereinbaren Tätigkeiten inklusive der Vergabe von IT-Berechtigungen sowie interne Richtlinien zum Ablauf kritischer Arbeitsprozesse. Zur Sicherstellung des internen Kontrollsystems werden vorbeugende sowie aufdeckende Maßnahmen durchgeführt.

Aufgrund des TEVA-Konzernverbundes erfüllt das interne Kontrollsystem die Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act von 2002 (SOX). Basis hierfür ist das international anerkannte Kontrollrahmenwerk "Internal Control - Integrated Framework" des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (=COSO). Wesentliche Inhalte sind die Dokumentation der Geschäftsabläufe sowie die entsprechenden Kontrollen der in den Finanzberichterstattungsprozess eingebundenen operativen Einheiten. Des Weiteren sind auch unterstützende IT-Prozesse im Kontrollrahmenwerk mit eingebunden. Die Einhaltung der Anforderungen sowie die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems werden von einer prozessunabhängigen internen Stelle regelmäßig im Auftrag des Managements überprüft, an diese berichtet und ggf. angepasst.

3.1.3. Risikomanagementsystem

Die Risiken der TEVA Deutschland werden identifiziert, bewertet und gesteuert mittels

eines globalen Risikomanagementsystems,

der Delegation innerhalb der Geschäftsführung und

eines internen Risikosystems.

3.1.3.1. Globales Risikomanagementsystem

Die TEVA Deutschland ist in das Risikomanagementsystem des Teva Konzerns eingebunden. Hier werden unter anderem finanzwirtschaftliche Risiken sowie Patentrisiken identifiziert, bewertet und gesteuert.

3.1.3.2. Delegation innerhalb der Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung der TEVA Deutschland identifiziert und kategorisiert nach wie vor die potenziellen rechtlichen Risiken und teilt diese bestimmten Funktionsbereichen zu. Anschließend werden diese den einzelnen Geschäftsführern im Rahmen eines Geschäftsverteilungsplans zugeordnet. Jeder Geschäftsführer der TEVA Deutschland verantwortet hierbei Bereiche, für die er Risiken zu monitoren, zu besprechen und zu minimieren hat. Hier sind diese auf die Mithilfe und Risikomeldung der Mitarbeiter angewiesen. Es existiert eine Dokumentation zur gesamten Delegation:

Finance, IT, SOX, Tax, Accounting/ Reporting, Enterprise

THIS (Teva Health Innovation Space), Customer Experience, Commercial Excellence, Compliance, GA (Governmental Affairs) & Market Access, HR (Human Resources), Legal, Regulatory Affairs Germany/Austria, Corporate Affairs, Medical, Product Excellence, Commercial Operations, Pharmacovigilance, Commercial Quality, Commercial Business & Executive Projects, Customer Excellence

Procurement, Quality, Security, EHS (Environment, Health and Safety), OSD (Oral Solid Dosage) Manufacturing, Steriles, OSD (Oral Solid Dosage) Packaging, Supply Chain, LCO (Liquids, Ointments and Cremes), OPEX, TSA (Technical & Scientific Affairs) Management, IT TGO (Teva Global Operations), Regional Engineering, Finance TGO (Teva Global Operations)

Biotech Production, EHS (Environment, Health and Safety) Biotec, Biotech Supply Chain, OPEX Biotech, MS&T (Manufacturing, Science & Techn), Site Engineering Biotech, Construction/Engineering Genesis, PMO (Project Management Office), Site Quality

Supply Chain EU SC, Warehouse, Fleet, Supply Chain, EMSO(External Manufacturing & Supply Operations)

Allen Bereichen übergeordnet ist die Einhaltung von Compliance, Datenschutz und SOX. Alle Geschäftsführer sind gleich stimmberechtigt und müssen sich untereinander informieren. In diesem Zusammenhang findet innerhalb der Geschäftsführung ein regelmäßiger Austausch statt.

3.1.3.3. Internes Risikomanagementsystem

Die Geschäftsentwicklung der TEVA Deutschland wird in einem hohen Ausmaß vom Wettbewerbsumfeld beeinflusst. Hier sind insbesondere die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die Veränderung der Marktpreise zu nennen. Diese Risiken werden im Rahmen der jährlichen Planung identifiziert, bewertet und gesteuert. Im Rahmen der Quartalsberichtserstattung werden diese Risiken laufend überwacht und gegebenenfalls neu bewertet.

Die identifizierten Risiken werden aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkung im Planungsprozess berücksichtigt. Anhand der Quantifizierung des Risikos und der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt eine Einstufung in die Kategorien "niedrig", "mittel" und "hoch" anhand folgender quantitativer Kriterien:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1 % bis 30 % Niedrig
31 % bis 70% Mittel
71 % bis 99 % Hoch

Der Grad der Auswirkung wird je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie nachfolgend definiert.

Grad der Auswirkung Definition der Auswirkung
Niedrig bis 5 % vom EBIT
Mittel bis 15 % vom EBIT
Hoch mehr als 15 % vom EBIT

Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos auf die VFE-Lage wird eine Kategorisierung als niedriges (N), mittleres (M) oder hohes (H) Risiko vorgenommen.

Eintrittswahrscheinlichkeit Auswirkung
Niedrig Mittel Hoch
71 % bis 99 % N H H
31 % bis 70 % N M H
1 % bis 30 % N M M

Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist das Unternehmen zusätzlichen Risiken ausgesetzt, die im Risikobericht beschrieben und jährlich bewertet werden.

3.2. Risikobericht

3.2.1. Finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt. Für TEVA Deutschland spielen Währungsrisiken aufgrund der Konzentration auf den Euro-Raum nur eine untergeordnete Rolle.

Durch die Einbindung in das Cash-Pool-Management werden Investitionen und kostenintensive Projekte innerhalb des Konzerns finanziert. Die lokale Liquiditätssituation wird von der Geschäftsleitung überwacht und gesteuert. TEVA Deutschland hat im Jahr 2023 einen positiven operativen Cashflow erwirtschaftet und auch für das Geschäftsjahr 2024 sowie darüber hinaus ist ein positiver operativer Cashflow geplant. Daher ergeben sich für TEVA Deutschland nur geringe Risiken aus Finanzierungstätigkeiten.

Für die Revolving Credit Facility (RCF) zwischen der Teva Health GmbH und der Teva Finance Services II B.V. wurde zum 01. April 2023 der Vertrag mit einer leichten Zinserhöhung verlängert. Auf Basis der neuen Vereinbarungen schätzen wir das Risiko durch steigende Zinsen gering ein.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Vertriebsgesellschaften werden durch das konzerninterne Securitization Programm abgetreten.

Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit: "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel".

3.2.2. Liquiditätsrisiko

TEVA Deutschland ist in das Cash-Pooling der weltweiten Teva Gruppe eingebunden und refinanziert sich hierüber bis zu einem festgelegten Betrag, der zum Stichtag zu 51,1% ausgeschöpft war. Der Konzern stellt die Mittel je nach Bedarf zur Verfügung. Hieraus entsteht das theoretische Risiko, dass der Konzern zum gegebenen Zeitpunkt die notwendigen Mittel nicht zur Verfügung stellt. Der Liquiditätsbedarf resultiert insbesondere aus den geplanten Investitionen, die gegebenenfalls auf Grund der positiven Ertragslage über Fremdkapital finanziert werden können. Zusätzlich stellt die Geschäftsführung regelmäßig einen Liquiditätsplan auf, um den Finanzmittelbedarf für TEVA Deutschland zu identifizieren.

Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit: "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel".

3.2.3. Risiko aus Shared Service Centern in Finanzbereich

TEVA Deutschland hat für den Finanzbereich verschiedene Global Business Services eingeführt. Ziel dieser ist es, Kernkompetenzen zu konzentrieren und effizient umzusetzen. Prozessoptimierungen sollen erzielt und an verschiedenen Standorten vereinheitlicht werden. Kostenoptimierung durch Personalkosteneinsparungen unterstützen diese Entscheidung.

Risiken können sich durch die erhöhten Anforderungen an die Kommunikation, den Verlust des "Know-how" beim Wissenstransfer, sowie mangelnde Flexibilität durch einheitliche Prozesse, den Verlust der persönlichen Betreuung vor Ort oder das Fehlen eines Teams vor Ort aufgrund der Matrixstrukturen ergeben.

Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "mittel". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "niedrig".

3.2.4. Konjunkturelle Risiken

Die TEVA Deutschland ist aufgrund Ihrer Zugehörigkeit zum Gesundheitssegment weitestgehend konjunkturunabhängig. Das Produktportfolio der TEVA Deutschland besteht zu einem großen Anteil aus verschreibungspflichtigen Medikamenten. Konjunkturelle Risiken können die regulatorischen Handlungen des Landes beeinflussen, beispielsweise durch Anpassung des Herstellerrabattes, mehr Tenderausschreibungen und Fixpreisregulation. Des Weiteren sehen wir einen höheren Druck auf das öffentliche Gesundheitsbudget, welches zu Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen führen könnte. Die Preiseffekte durch die gestiegene Inflationsrate haben sich normalisiert oder sind auf ihren Ursprungswert gesunken. Preiseffekte sind in der Jahresplanung bereits berücksichtigt. Der aktuelle Fach- und Arbeitskräftemangel in Deutschland ist eine Herausforderung. Die Arbeitslosenquote in Ulm ist weiterhin niedrig bei drei Prozent. Die Unternehmensgruppe TEVA Deutschland und die Marke ratiopharm haben eine sehr gute Reputation, was sich bei der Akquise von neuen Mitarbeitenden positiv auswirkt. Für die Revolving Credit Facility (RCF) zwischen der Teva Health GmbH und der Teva Finance Services II B.V. wurde zum 01. April 2023 der Vertrag mit einer leichten Zinserhöhung verlängert. Auf Basis der neuen Vereinbarungen schätzen wir das Risiko durch steigende Zinsen gering ein. Im Rahmen der Globalisierung gibt es im Wirtschaftskreislauf viele globale Lieferketten, die auf Grund von Disruptionen Lieferverzögerungen als auch Lieferausfälle verursachen können.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von konjunkturellen Risiken sowie die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden vom Management für TEVA Deutschland jeweils als "mittel" eingestuft.

3.2.5. Regulatorische Risiken

Staatlich-regulatorische Ausgestaltungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen. Die Änderung von bestehenden oder auch die Einführung neuer Vorschriften in Bezug auf pharmazeutische Produkte können sich auf den Unternehmenserfolg auswirken.

Auswirkungen auf TEVA Deutschland können zudem regulatorische Eingriffe haben, die einzelne Kunden oder Kundengruppen (wie z.B. Ärzte/Kliniken, Apotheken, Patienten, Krankenkassen, Großhändler) direkt oder indirekt mit stärkerer Nachfragemacht ausstatten oder zu einem veränderten Nachfrageverhalten führen. Beispielhaft hierfür sind Rabattverträge, Substitutionsregelungen.

Daneben führen Ausschreibungen von Krankenkassen zu erheblichen Preisnachlässen bei den pharmazeutischen Herstellern. Ausmaß und Auswirkungen von etwaigen Änderungen sind schwer kalkulierbar, weil sie vom politischen Prozess abhängig sind und von den Reaktionen der betroffenen Marktteilnehmer wesentlich beeinflusst werden.

Im Rahmen der europäischen Gesetzgebung können sich zudem weitere Auflagen ergeben, welche sich auf die Teva Deutschland auswirken.

Wir unterliegen keinen Sanktionsverordnungen der Europäischen Union, weiter verweisen wir auf die Einstufung als kritische Infrastruktur.

Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel".

3.2.6. Risiken im Produktportfolio

Potenzielle Risiken bestehen auch beim weiteren Ausbau des Produktportfolios. Lange andauernde Zulassungsverfahren können den Markteintritt von Produkten erheblich verzögern bzw. verhindern. Zusätzlich sind die Zulassungsverfahren sehr aufwendig, da wir im Bereich der Studien nur bedingt vom Konzern profitieren können. Darüber hinaus können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden die planmäßige Vermarktung negativ beeinflussen. Insbesondere bei Generika besteht regelmäßig das Risiko einer Patentverletzung. Als Folge davon können erhebliche Kosten aus Schadensersatzverpflichtungen oder der vollständigen oder zeitweiligen Untersagung der Vermarktung von Produkten entstehen. Bei speziellen Wirkstoffen, die nur von vereinzelten Produzenten erworben werden können, besteht ein erhöhtes Risiko bezüglich der Verfügbarkeit und damit für das Angebot im Produktportfolio. Es besteht zudem das Risiko ausbleibender Nachfragen für einzelne Produkte oder Produktsegmente im Portfolio, beispielsweise durch einen Ausfall der sogenannten Grippe- und Erkältungssaison.

Der Markt für Multiple Sklerose zeichnet sich durch den zunehmenden Wettbewerb aus, zum einen durch das Wachstum von neuen, innovativen Arzneimitteln und zum anderen durch die vermehrten Generika-Markteintritte. Dies stellt ein Risiko für COPAXONE® dar, welches sich in einem fortgeschrittenen Status des Produktlebenszyklus befindet. Auch im Markt für die prophylaktische Behandlung von Migräne, in welchem AJOVY® aktuell die Marktposition 2 unter den aCGRP-Antikörpern gefestigt hat, steigert sich der Wettbewerb durch eine geänderte Erstattungssituation des Marktführers und zusätzlich durch mögliche Neueinführungen neuer Arzneimittel.

Die durch die Inflation verminderte Kaufkraft beeinflusst bei manchen Produktgruppen (z. B. Vitamine und Ginkobil) im OTC-Bereich unsere Verkaufszahlen.

Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel".

3.2.7. Risiken der Lieferfähigkeit

Hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Lieferfähigkeit der TEVA Deutschland bestehen Risiken. Lieferketten werden durch unser globales Risikomanagement bewertet und entsprechende Maßnahmen für die jeweiligen Länder abgeleitet. Es gibt ein wöchentliches Gremium, in welchem die Probleme zu Materialien gesammelt und beleuchtet werden. Hervorzuheben sind die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit unseren Lieferanten. Des Weiteren erfolgt eine regelmäßige Abstimmung zwischen Bedarfs- und Absatzplanung, um bei Diskrepanzen entsprechende Schritte einleiten zu können. Durch Erhöhung der Planlieferzeit bei Bestellungen rechnen wir mit einer höheren Liefersicherheit, ebenso in Einzelfällen durch den gezielten Aufbau von Sicherheitsbeständen bei sehr kritischen Materialen. Durch unser globales internes Netzwerk prüfen wir die Möglichkeit bei Engpässen von Materialien, diese von anderen Teva Standorten weltweit zu erhalten. Qualitätsprobleme bei Lieferanten, eine fehlerhafte Koordinierung der Produktion oder eine unzureichende Rohstoffversorgung könnten z. B. Produktions- und Lieferverzögerungen verursachen, die zu Marktanteilsverlusten und ggf. Konventionalstrafzahlungen führen. Durch den enormen Preisdruck im Gesundheitswesen besteht die Notwendigkeit global zu beschaffen, wodurch sich das qualitative und quantitative Risiko erhöht.

Seit dem 01.01.2023 gilt das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). In diesem Zusammenhang hat Teva bereits im Vorfeld mehrere Projektgruppen auf nationaler und internationaler Ebene eingerichtet. Dabei wurden alle relevanten Unternehmensbereiche und Analysen zu den einzelnen Sorgfaltspflichten einbezogen. Wir überprüfen die Einhaltung der Bestimmungen kontinuierlich.

Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie auch die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung jeweils als "mittel" eingeschätzt.

3.2.8. Risiken im IT-Bereich

Der Risikokatalog führt auch Risiken im Bereich der Informationstechnologie (IT) auf. Als kritische Infrastruktur wird insbesondere der Bereich der Datensicherheit und der Stabilität der IT-Infrastruktur in der Produktion sowie im Office-Bereich definiert. Eine instabile IT-Infrastruktur führt zu Einschränkungen u. a. bei Auftragsabwicklung und Produktionsabläufen mit entsprechenden Auswirkungen auf die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens. Das Unternehmen hat dem durch entsprechende Datensicherungen, Wartungsverträge und Hotlines gegengesteuert. Durch die Auslagerung der IT-Dienstleistungen an externe Dienstleister haben sich längere Bearbeitungszeiten ergeben. Die Vorbereitungen zur Umstellung von SAP N20 auf SAP-Enterprise im Jahr 2025 haben bereits begonnen. Basierend auf detaillierten Projektplänen und Erfahrungen von erfolgreichen Systemumstellungen an anderen Teva Standorten gehen wir von einem mitigierten Risiko aus. Aufgrund der konzernweiten IT-Struktur wird der Bereich Cyber Security intensiv betreut. Zusätzlich stellen Globale "Corporate Cyber Crisis Management Plans" die Abwicklung einer solchen Situation auf globaler Ebene sicher. Innerhalb der IT-Abteilung wird dieses Risiko separat überwacht und berichtet. Mitarbeiter der TEVA Gruppe Deutschland werden zum Thema Cyber-Attacken regelmäßig geschult und sensibilisiert. Sie haben die Möglichkeit auffällige E-Mails über einen Phishing-Report vorab über das E-Mail-Programm an die IT-Abteilung zu melden und prüfen zu lassen. Ergänzend hierzu werden in Planspielen entsprechende Situationen mit der Geschäftsführung und Führungskräfte der relevanten Bereiche durchgeführt, um sich auf potenzielle reale Situationen vorzubereiten. Potenziellen Risiken durch Cyber-Attacken wird somit bestmöglich entgegengewirkt.

Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "hoch" eingestuft.

3.2.9. Audit von externen Behörden

Es finden regelmäßig Audits von inländischen und ausländischen Behörden statt. Wer in Europa Fertigarzneimittel herstellt und auf den Markt bringt, muss die Qualität dieser über die gesamte Produktionskette hinweg gewährleisten.

Das Befolgen der Guten Herstellungspraxis (EU-GMP-Leitfaden Teil I) soll gewährleisten, dass die Arzneimittel nach gleichbleibend hohen Qualitätsstandards produziert und geprüft werden. Das schließt auch die GMP-konforme Herstellung der verwendeten Ausgangsstoffe ein. So fordert es der Artikel 46 der europäischen Richtlinie 2001/83/EG, der beispielsweise in Deutschland durch §13 Absatz 3 der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV) in nationales Recht umgesetzt ist. Arzneimittelhersteller müssen ihre Lieferanten überall auf der Welt folglich nach den Maßgaben der Guten Wirkstoff-Herstellungspraxis (EU-GMP-Leitfaden Teil II) qualifizieren und sich durch turnusmäßige Prüfungen - etwa im Abstand von zwei bis drei Jahren - davon überzeugen, dass die Herstellung der von ihnen verwendeten Wirkstoffe auch wirklich GMP-konform ist. Eine zeitliche Staffelung der Überprüfungen anhand von Risikobewertungen ist möglich. Häufig wird die Verpflichtung mit einem Verantwortungsabgrenzungsvertrag auf den Lohnhersteller übertragen.

Ob die Arzneimittel- bzw. Lohnhersteller ihrer Pflicht nachkommen, wird durch die Überwachungsbehörden im Rahmen ihrer turnusmäßigen GMP-Inspektionen immer stärker geprüft (EMEA/INS/GMP/313538/2006): Neben der Überwachung der Guten Herstellungspraxis beim Hersteller lassen sie sich auch die schriftlichen Nachweise vorlegen, mit denen die pharmazeutische Qualität zugelieferter Wirkstoffe belegt wird. Die "Qualified Person" des Herstellers muss das Befolgen dieser Regeln schriftlich bestätigen - sowie die persönliche Verantwortung dafür übernehmen.

Als kritische Infrastruktur unterliegen wir zusätzlich der Inspektion durch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik).

Aufgrund unseres hohen Qualitätsstandards sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als "niedrig" an. Die Auswirkung auf die Finanz, Vermögens- und Ertragslage wird aus Sicht des Managements als "mittel" eingestuft.

3.2.10. Risiken durch den Ausbau der Biotechnologieanlage

Durch den Ausbau der Biotechnologieanlage am Standort Ulm verteilen sich die Risiken durch die Gewinnabführungsverträge innerhalb der TEVA Deutschland auf die gesamte Gruppe:

Das Gesamtprojekt unterliegt regelmäßigen internen und externen Audits. Diese stellen sicher, dass die gesamten Prozesse in Bezug auf Beschaffung, Compliance, der Organisationsstruktur und das Reporting den festgelegten Vorgaben entsprechen.

Kontrollorgan ist das wöchentliche Steering Committee, welches sich aus lokalem und globalem Management zusammensetzt, um jeglichen Risiken proaktiv entgegenzuwirken.

Aufgrund des Cashflows der deutschen Teva Gesellschaften, sowie durch ein konzerninternes Darlehen, ist das Projektbudget und eventuelle Überschreitungen dessen ausreichend gesichert.

Des Weiteren gibt es das Risiko aus Unfällen während des Bau- und Installationsbetriebes, welches aufgrund der sehr guten EHS-Politik gering zu bewerten ist.

Zudem rechnen wir mit der Inbetriebnahme der Biotechnologieanlage im Q4 2024.

In der Gesamtbetrachtung der Risiken durch den Ausbau der Biotechnologieanlage wird die Eintrittswahrscheinlichkeit vom Management als "niedrig" eingestuft, die Einschätzung der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als "mittel".

3.2.11. Rechtliche Risiken

Die im Pharmabereich immanenten Risiken aufgrund komplexer Patentsituationen werden ständig überwacht und bewertet.

Als pharmazeutischer Unternehmer sind wir nach § 94 Arzneimittelgesetz (AMG) verpflichtet, für Personenschäden aus der Herstellung und dem Vertrieb von Arzneimitteln, für deren Gefahren eine Deckungsvorsorge zu treffen.

Vertragsstrafen oder Schadensersatz wegen Lieferausfällen im Rahmen der Arzneimittelrabattverträge werden ebenso ständig überwacht und gegebenenfalls bilanziell passiviert.

Arbeitsrechtliche Risiken werden evaluiert und bei Bedarf entsprechende Rückstellungen gebildet.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit für rechtliche Risiken schätzt das Management als "niedrig" ein, die Einschätzung der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als "mittel".

3.2.12. Risiken aus Unfällen und sicherheitstechnischen Vorfällen

TEVA Deutschland hat ein EHS-Management (Environment, Health & Safety.) basierend auf den globalen Vorgaben von Teva. Dieses zielt durch verschiedenste Maßnahmen und Verfahrensweisen auf hohe EHS-Standards und robuste Verfahrensweisen ab. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben und verschiedene Maßnahmen zur Sicherstellung sicherer technischer Anlagen und Verfahren ist hier ein grundlegendes Kriterium.

Risiken werden systematisch erfasst und vorausschauend bewertet und geeignete vorbeugende Schutzmaßnahmen abgeleitet. Die Beteiligung aller Mitarbeiter hierbei und die feste Verankerung von EHS-Kriterien bei den wesentlichen Entscheidungsprozessen des Unternehmens sind zentrale Säulen des Arbeitsschutzmanagements.

Der Standort wird sowohl zu internen als auch rechtlichen Vorgaben in regelmäßigen Abständen internen Konzernaudits unterzogen.

Das Risiko für das Unternehmen aus arbeitsschutzrelevanten und anlagentechnischen Unfällen wird daher im Industrievergleich als gering eingeschätzt.

Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit hierfür als auch die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung jeweils als "niedrig" eingeschätzt.

3.2.13. Umweltrisiken

Umweltrisiken werden bei TEVA Deutschland mit folgenden Instrumenten dokumentiert, bewertet und priorisiert:

EMAS-Chancen -und Risiko-Matrix

Site-Risk-Register (einheitlich für alle Teva-Organisationen weltweit)

Climate Risks and Opportunity Assessment (2022)

Die Mitigation erfolgt im Rahmen unseres lokalen EMAS/ISO 14001 Managementsystems sowie im Rahmen unseres globalen EHS-Managementsystems, das mit ca. 50 EHS-Standards alle Aspekte einer sicheren und nachhaltigen Entwicklung umfasst. Weitere Informationen hierzu können unserer Umwelterklärung und unserem ESG-Report entnommen werden, der auf unserer lokalen und globalen Homepage eingesehen werden kann.

Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft.

3.2.14. Risiken durch den Russland/Ukraine Krieg

Die durch den Konflikt verursacht steigenden Energie- und Rohstoffpreise bewirken einen steigenden Kostendruck im Bereich Produktion und Logistik. Für Lieferungen an Russland und an die Ukraine ergeben sich keine Währungsrisiken, da wir keine direkte Geschäftsbeziehung mit diesen Ländern haben. Der Intercompany Umsatz für den russischen und ukrainischen Markt ist stabil. Wir haben keine Single-Source-Bezugsquellen mit Lieferanten aus Russland und der Ukraine. Aufgrund der konzernweiten IT-Struktur ist der Bereich Cyber Security auf dem neuesten Stand der Technik, und wir sehen somit keine Gefahr durch vermehrte Cyber Angriffe im Zusammenhang mit den derzeitigen Spannungen. Um unabhängig von Gas zu sein, wurde in der Produktion Ulm in Jahr 2022 ein Öltank installiert, welcher seit Anfang des Jahres 2023 bei Bedarf in Betrieb genommen werden kann. In Blaubeuren/Weiler war diese Vorrichtung für Gas und Öl bereits vorhanden. Des Weiteren sind Notfall - und Krisenpläne am Standort etabliert.

Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft.

3.2.15. Risiken durch den Gaza/ Israel Krieg

Auf die Intercompany Dienstleistungen von und nach Israel haben sich bisher keine durch den Krieg verursachten Auswirkungen ergeben. Die Fakturierung der Rechnungen erfolgt ausschließlich in der Währung Euro. Für Schlüsselprodukte halten wir auch weiterhin Notfallpläne mit Backup-Produktionsstandorten bereit und erwarten zum jetzigen Zeitpunkt keine nennenswerten Auswirkungen auf unsere operative Performance.

Durch ein am Teva Standort in Israel eingerichtetes Krisenmanagement, welches die Lieferketten von Warenlieferungen von und nach Israel sicherstellt, wird ein normaler Warenfluss ermöglicht und hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft. Es gibt keine Geschäftsbeziehungen zwischen TEVA Deutschland und dem Nahen Osten.

Am Standort Deutschland wurden die Besucher Richtlinien verschärft und nach wie vor wird mitgebrachtes Equipment mehreren Prüfpunkten unterzogen.

Das Datenmanagement ist über viele TEVA Standorte mit einer Backup-Lösung verteilt.

Der operative Cashflow der TEVA Deutschland gewährleistet die Unabhängigkeit des Standorts.

Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft.

3.3. Chancenbericht

3.3.1. Regulatorische Chancen

Bestärkt durch das E-Health-Gesetz werden digitale Geschäftsprozesse kontinuierlich ausgebaut. Das E-Health-Gesetz regelt die Einführung digitaler Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen durch die schrittweise Ablösung bislang papierbasierter Prozesse durch IT-unterstützte Verfahren mit dem Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern. 16 TEVA Deutschland hat sowohl im Finanzbereich als auch im Bereich Marketing/Vertrieb einige digitale Lösungen etabliert.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der Mehrfachvergabe bei Ausschreibungen der Krankenkassen. Dieses Modell sichert sowohl die Versorgung der Patienten mit notwendigen Arzneimitteln als auch den Produktionsstandort Deutschland, da mehr als nur ein Anbieter den Markt bedienen kann. Dieses Mehrpartnermodell wurde auch in diesem Geschäftsjahr angewendet. Durch unsere diversifizierte Markenstrategie können wir das Segment der günstigen Medikamente bedienen. Die Aufhebung der Festbeträge und Abschaffung von Rabattverträgen bei Kinderarzneimitteln durch das Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) ist ein wichtiger Schritt für eine verbesserte Arzneimittelversorgung in Deutschland. Durch die im Jahr 2023 da gewesene schlechte Versorgungslage von Medikamenten, sehen wir eine Chance, dass es weitere regulatorische Anpassungen gibt, durch die der Produktionsstandort Deutschland gestärkt wird.

3.3.2. Chancen im Produktportfolio

TEVA Deutschland ist im Bereich Produktportfolio sehr vielseitig aufgestellt. Aufgrund der Ausgewogenheit von Innovativen Produkten und generischen Produkten profitieren die deutschen Gesellschaften zunächst vom Produktlebenszyklus der Originale. Nach Patentablauf, mit dem Übergang in den generischen Bereich, wird das Produkt in dem generischen Produktbereich betreut.

Grundsätzlich ergeben sich Chancen aus Produkteinführungen und unserer etablierten Positionierung in diesem Bereich. Beispielhaft dafür ist Synofen-ratiopharm, bei welchem wir durch unseren Bekanntheitsgrad weitere Wachstumschancen sehen. Trotz des Patentablaufs von Copaxone sind wir weiterhin im Markt gut positioniert. Weitere Chancen sehen wir in unserer innovativen Pipeline. Im Bereich der digitalen Interventionen, in welchem wir seit Dezember 2021 die digitale Gesundheitsanwendung "Hello better ratiopharm chronischer Schmerz" gelistet haben, wollen wir weiter wachsen.

Durch die Lieferunfähigkeit von Mitwettbewerbern, ergeben sich auch Wachstumschancen im Generika Bereich.

Die Geschäftsleitung bewertet das Produktportfolio unserer deutschen Standorte als ausgewogen und somit grundsätzlich als Chance einer guten Positionierung im generischen Umfeld.

3.3.3. Chancen aus der Marktstrategie

Die in den letzten Jahren für die Pharmaunternehmen stark gewachsene Bedeutung der Krankenkassen und deren gesetzlicher Auftrag Rabattverträge zu schließen, bedürfen der laufenden Neujustierung der Vertriebsstrategie. TEVA Deutschland sieht die bisherige Strategie, Marktpositionierung und Profitabilität abzuwägen, als optimale Ausrichtung. Nach Abwägung der Gesamtsituation können Tenderverträge geschlossen werden, die bewusst eine Steigerung der Marktanteile bewirken. Hinzu kommt die Fokussierung auf Neueinführungen und eine stärkere Kundenzentrierung. Mit dieser Strategie sieht die TEVA Deutschland mittelfristig ihre Chance im Markt.

3.3.4. Chancen durch den Ausbau der Biotechnologieanlage

Eine große Chance besteht durch den wachsenden Markt an biotechnologischen Medikamenten. Durch die Gewinnabführungsverträge innerhalb der TEVA Deutschland, ergibt sich die Chance für die gesamte Gruppe. Die hohe Kompetenz zur Herstellung von biotechnologischen Wirkstoffen der Teva in Ulm ist einer der Gründe, weshalb sich der Teva Konzern für den erheblichen Ausbau der Biotechanlage am Standort Ulm entschieden hat. Durch den Ausbau der Biotechanlage entwickelt sich TEVA Deutschland zunehmend zu einem High-Tech-Standort und zur Drehscheibe für Biotechaktivitäten des Teva Konzerns. Synergie- und Kosteneffekte erwarten wir im Bereich Personal durch die Erweiterung der Bestandsanlage mit der neuen Produktionsanlage Genesis. Zudem besteht die Möglichkeit als Pharmaauftragshersteller zu fungieren.

Auf Europäischer Ebene gibt es einen Rechtsrahmen, dass wie bereits bei Generika Anwendungen, Biosimilars ausgetauscht werden können, wodurch sich weitere Wachstumsmöglichkeiten im Markt ergeben können.

3.3.5. Chancen durch Digitalisierung

Chancen sieht TEVA Deutschland im Bereich Digitalisierung. Neben der gesetzlichen Notwendigkeit zu digitalen Schnittpunkten zu Apotheken, Ärzten, Krankenkassen oder Großhändlern durch das E-Health-Gesetz setzt die TEVA Deutschland im Rahmen ihrer Ressourcen-Verfügbarkeit auf digitale Prozesse oder Automatisierungen. Diese Möglichkeiten werden in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen angewandt. In Bezug auf das E-Rezept sehen wir auch Chancen unser Geschäft im Versandhandel auszubauen. Durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird auch die Patientenversorgung verbessert. Die digitalen Kanäle zu unseren Kunden werden ständig ausgebaut, um die Bedürfnisse unserer Kunden besser zu verstehen. Durch Data Science und künstliche Intelligenz sollen in Zukunft effizientere Analysen durchgeführt werden, um datengestützte Entscheidungen zu treffen und damit einhergehend Prozesse zu verbessern und zu automatisieren.

3.3.6. Chancen aus Shared Service Centern im Finanzbereich

Wir sehen die Chance von Skaleneffekte, welche durch die Bündelung von Aufgaben in unseren Global Business Services entstehen. Weiter generieren wir Kosteneinsparungen und eine Kompensation des Fachkräftemangels durch die Verlagerung in ausländische Global Business Service.

3.4. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass TEVA Deutschland die Risikosituation kontinuierlich überwacht und bewertet, um etwaigen Handlungsbedarf zu identifizieren. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung weisen die im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" dargestellten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die dargestellten Risiken werden als beherrschbar angesehen. Es sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken festzustellen, welche die Unternehmensfortführung in absehbarer Zeit gefährden können.

4. Prognosebericht inklusive Ausblick

Unter Beachtung der beiden bestehenden Geschäftseinheiten Generika und OTC geht das Management insgesamt für die AbZ im Jahr 2023 von einem gleichbleibenden Umsatz und einem leicht steigenden EBIT aus.

In Bezug auf den Russland/Ukraine Krieg ergeben sich nachfrageseitig keine Auswirkungen.

Durch den Gaza/Israel Krieg erwarten wir weiterhin keine Auswirkungen auf die Warenlieferungen von und nach Israel.

Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir für das Jahr 2024 keine wesentlichen Preissteigerungen im Bereich der Beschaffungs- und Energiepreise.

Wir haben uns verpflichtet, bis 2045 in allen unseren Betrieben und in unserer Wertschöpfungskette Net Zero (Netto-Null) zu erreichen - was bedeutet, dass wir der Umwelt nicht mehr Emissionen hinzufügen werden, als wir reduzieren oder entfernen. Um dieses Ziel zu erreichen, planen wir, bis 2035 100 % erneuerbaren Strom in unseren Betrieben weltweit zu verwenden.

Durch das Hochfahren der neuen Produktionsanlagen im Bereich Teva Biotech GmbH, rechnen wir mit einem steigenden CO 2 e-Verbrauch von rund 4.000t CO 2.

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir eine Teilnahmequote an der Mitarbeiterbefragung von 76 %.

TEVA Deutschland sieht sich für die Zukunft sehr gut positioniert. Durch die Produktvielfalt von Innovativen Produkten, Generika, freiverkäuflichen Arzneimittel und biotechnologischen Produkten schaffen wir ein breitgefächertes und solides Standbein.

Sehr gut aufgestellt ist der Bereich der freiverkäuflichen Produkte, was uns die Marktführerschaft nach Packungen im Bereich der OTC-Produkte bestätigt. Hier sind wir nicht nur bei den Offizin-Apotheken, sondern auch im Bereich der Online-Apotheken sehr gut aufgestellt. Der Versandhandel machte im Geschäftsjahr ca. 31 % des gesamten OTC-Umsatzes aus.

Im Bereich der verschreibungspflichtigen Generika sehen wir unsere Stärken in der Ausgewogenheit von Profitabilität und Marktpositionierung durch Tenderverträge. Außerdem wird nach wie vor die Konzentration auf Produktneueinführungen Priorität haben. Auf diese Themen ist unsere Vertriebsstrategie ausgerichtet, die wir fortführen werden. Mit ihr sehen wir uns gut positioniert, um Veränderungen am Markt mitzugehen.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir für die Bereiche OTC und verschreibungspflichtige Generika einen Umsatzanstieg von 6% für die gesamte TEVA Deutschland zum Vorjahr erzielt. Für 2024 rechnen wir mit einem Wachstum von ca. 1 % im Vergleich zu 2023.

Durch das ausgelaufene Patent von Copaxone und durch die geringeren Wachstumschancen im Bereich der Onkologie und Schmerztherapie rechnen wir für das Spezialitätengeschäft der TEVA Deutschland mit einem Umsatzrückgang von ca. - 1 % im Jahr 2024. Hingegen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 für das Produkt AJOVY® mit einem weiteren Umsatzanstieg.

In der neuen Biotechnologie-Anlage soll künftig das Teva-Eigenprodukt für chronische Migräne AJOVY® und weitere biotechnologische Produkte hergestellt werden. Wir positionieren uns als Hersteller von biotechnologischen Wirkstoffen und als attraktiver Arbeitgeber in der Region. Die Kosten werden regelmäßig überwacht und sind in der Cash-Flow-Planung berücksichtigt. Somit sind die Risiken unter Kontrolle. Die Fertigstellung der Anlage und die ersten Produktionsläufe sind im Jahr 2024 geplant.

Eine der größten Herausforderungen des digitalen Zeitalters in der heutigen Geschäftswelt ist die Dynamik des Wandels des Marktes und dessen Geschwindigkeit. Ob technologisch, sozial oder wirtschaftlich - die Innovationszyklen werden immer kürzer. Digitalisierung ist für uns ein Instrument diesen Wandel anzugehen. Neben neuen Technologien, die die Digitalisierung mit sich bringt, spielt auch die Unternehmenskultur eine fundamentale Rolle, um auf diese neuen Gegebenheiten sehr agil und zielgerichtet reagieren zu können. Die Kombination von Technologie, Daten und einer innovativen Unternehmenskultur werden wir in 2024 weiter ausbauen, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Wir erwarten positive Effekte, nicht zuletzt durch die neue Art und Weise, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer Stabilisierung der Lieferausfälle im Markt und einer Verbesserung unseres Customer Service Level um 2 bis 3 %.

Die TEVA Deutschland ist sich seiner sozialen und ethischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft in der Arzneimittelversorgung, als Arbeitgeber und als Geschäftspartner stets bewusst. Transparenz und Compliance bestimmen dabei unser tägliches Handeln. Besonders in außergewöhnlichen Zeiten stellen wir uns dieser Verantwortung.

 

Ulm, den 17. Mai 2024

Andreas Burkhardt, Geschäftsführer

Thomas Schlenker, Geschäftsführer

Lisa Weitner, Geschäftsführerin

1 https://pharmabarometer.de/pu/teva/
2 https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/500-apotheken-weniger-schliessungswelle-rollt-weiter/
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
4 https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Arzneimittelinformationen/Rapid-Alert-System/Arzneimittelfaelschungen/Faelschungsrichtlinie/_node.html
5 https://lichtenheldt.de/lichtenheldt-ist-bereit-fuer-russland-serialisierung-und-aggregation/
6 https://www.gmp-navigator.com/gmp-news/geschafft-der-revidierte-eu-annex-1-ist-veroeffentlicht
7 https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/arzneimittel/rahmenvertraege/apotheken/2021-10-01_AM_RV_129_Abs.2_SGBV_redaktionelle_Gesamtfassung_Stand_01102021.pdf
8 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/digitale-versorgung-gesetz.html
9 https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/arzneimittel-antibiotika-mangel-medikamente-100.html
10 https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/lieferengpaesse-bei-medikamenten-erreichen-2023-hoechstwert,U2DmU5o
11 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/albvvg.html
12 https://www.progenerika.de/news/lieferengpassgesetz-albvvg-generika/
13 https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/otc-markt-versender-holen-wieder-auf/
14 https://www.ifpma.org/who-we-are/our-membership/full-members/companies/ !/
15 https://www.efpia.eu/about-us/membership/
16 https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/e-health-gesetz

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.000,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 395,00 1.009,00
395,00 6.009,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 162.609,63 176.771,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.269,31 121,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 154.641.954,06 133.373.527,91
3. Sonstige Vermögensgegenstände 36.770,48 1.458,83
154.882.603,48 133.551.879,36
154.882.998,48 133.557.888,36

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.129.429,22 1.129.429,22
III. Gewinnrücklagen 35.159.532,50 35.159.532,50
IV. Jahresergebnis 0,00 0,00
36.314.961,72 36.314.961,72
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 171.528,00 170.463,00
2. Sonstige Rückstellungen 66.777.704,67 58.038.771,74
66.949.232,67 58.209.234,74
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 670.383,10 979.892,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.940.951,65 38.047.592,26
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.469,34 6.207,06
davon aus Steuern EUR 960,87 (VJ: EUR 683,79)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR -111,24 (VJ: EUR 0,00)
51.618.804,09 39.033.691,90
154.882.998,48 133.557.888,36

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 93.996.700,35 86.874.664,83
2. Sonstige betriebliche Erträge 830.619,35 5.917.175,87
94.827.319,70 92.791.840,70
3. Materialaufwand
a) für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -59.761.383,73 -61.321.370,24
b) für bezogene Leistungen -3.400.676,81 -3.382.387,37
-63.162.060,54 -64.703.757,61
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -75.717,85 -69.952,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -29.680,19 -25.238,99
davon für Altersversorgung EUR -14.714,40 (VJ: EUR -10.482,40)
-105.398,04 -95.191,80
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.614,00 -10.619,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.153.542,19 -8.232.082,02
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (VJ: EUR - 1,47)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.864.416,46 818.556,92
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.846.387,59 (VJ: EUR 796.569,85)
davon Erträge aus der Abzinsung: EUR 18.028,87 (VJ: EUR 21.987,07)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.921,00 -3.514,30
davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR -2.921,00 (VJ: EUR -3.066,00)
9. Ergebnis nach Steuern 27.262.200,39 20.565.232,89
10. Sonstige Steuern -270,46 -189,17
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -27.261.929,93 -20.565.043,72
12. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar - 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Der Geschäftszweck der AbZ-Pharma GmbH ist der Vertrieb von Arzneimitteln.

Sitz der AbZ-Pharma GmbH ist Ulm. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 3643 im Register des Amtsgerichts Ulm eingetragen.

An der AbZ-Pharma GmbH ist zum Bilanzstichtag zu 100% unmittelbar die TEVA GmbH, Ulm, beteiligt. Ferner ist die TEVA GmbH eine 100%ige Tochtergesellschaft der TEVA Health GmbH, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. Oberstes Mutterunternehmen ist die Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel.

Gem. § 267 Abs. 2 HGB ist die AbZ-Pharma GmbH eine große Kapitalgesellschaft und unterliegt damit der gesetzlichen Prüfungspflicht.

Das Geschäftsjahr der AbZ-Pharma GmbH entspricht dem Kalenderjahr.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Sämtliche Beträge sind, soweit nicht abweichend angegeben in Mio. € dargestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünfzehn Jahren. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt im Allgemeinen bei anderen Anlagen und Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und fünfzehn Jahren. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu 250 Euro werden aufwandswirksam erfasst. Für alle anderen abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro bis 1.000 Euro erfolgt eine lineare Poolabschreibung über fünf Jahre.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung zum Stichtag entsprechend beachtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigung angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen sind vollständig wertberichtigt.

In Fremdwährung valutierende Forderungen werden mit dem maßgeblichen Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betreffen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von einem Trend der laufenden Betriebsrente in Höhe einer jährlichen Steigerung von 2,5% der Vorjahresrente ausgegangen. Zukünftige Entgeltsteigerungen werden nicht berücksichtig. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,83 %. Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Der Zinssatz aufgrund des Sieben-Jahres-Durchschnitts beträgt 1,75% p.a. nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB. Die Bewertungsmethodik wurde analog zum Vorjahresstichtag 31.12.2022 beibehalten.

Der Differenzbetrag in Höhe von € 1.174, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB einer Ausschüttungssperre. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde in § 301 AktG ausdrücklich nicht geregelt, insofern wurde das gesamte Ergebnis abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach Maßgabe der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Bei der Rückstellung für Retouren wird das Retourenverhalten der unterschiedlichen Absatzkanäle in Bezug auf die Haltbarkeit der Produkte, die Beschädigung bei der Lieferung oder die fehlerhaften Bestellungen mit in die Ermittlung der Rückstellung einbezogen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Der Teva-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Gruppenträgerin (Teva Health GmbH), noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG.

Auf die AbZ Pharma GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin (Teva Health GmbH), die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die AbZ Pharma GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet.

Die AbZ Pharma GmbH ist derzeit dabei, die konkreten Auswirkungen des MinStG zu analysieren. Auf der Grundlage einer Berechnung mit Daten für das Geschäftsjahr 2023 könnte für Deutschland die zeitlich befristete CbCR Safe Harbour-Regel in Anspruch genommen werden, d.h., dass in Deutschland keine Ergänzungssteuer im Rahmen der nationalen Ergänzungssteuer angefallen wäre, wenn das MinStG bereits für dieses Geschäftsjahr Anwendung gefunden hätte.

Zum 31. Dezember 2023 waren keine latenten Steuern auf Ebene der AbZ-Pharma GmbH zu ermitteln, da die Gesellschaft umsatz- und ertragssteuerlich zu dem Organkreis der TEVA Health GmbH, Ulm gehört und sich damit die temporären Differenzen auf der Ebene der TEVA Health GmbH auswirken.

Die Umsatzrealisierung erfolgt zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs.

3. Bilanzerläuterungen

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Als Immaterielle Vermögensgegenstände sind Zulassungen mit ihren Anschaffungskosten aktiviert.

Das Sachanlagevermögen umfasst Büromaschinen und geringwertige Wirtschaftsgüter, jeweils aktiviert zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibung. Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel. Im Geschäftsjahr wurden keine zusätzlichen Investitionen getätigt.

Umlaufvermögen

Die in der Bilanz der AbZ-Pharma GmbH ausgewiesenen Vorräte setzen sich ausschließlich aus Werbemitteln und Mustern zusammen.

Uneinbringliche Forderungen sind zum Bilanzstichtag abgeschrieben. Die offenen Forderungen zum Stichtag 31.12.2023 gegenüber Dritten im Inland, welche nach dem Stichtag abgetreten werden, werden aufgrund des konzerninternen Securitization Programms unter Forderungen für noch nicht abgerechnete Leistungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Für diese Forderungen erfolgt keine Wertberichtigung.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 154,6 Mio. (Vorjahr: € 133,4 Mio.) werden im Wesentlichen die Forderungen aus Cash Pooling gegenüber der TEVA Health GmbH € 136,8 Mio. (Vorjahr: € 132,7 Mio.) ausgewiesen. Zudem enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen noch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Merckle GmbH in Höhe von € 17,4 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.).

Als sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 36,8 werden im Wesentlichen debitorische Kreditoren ausgewiesen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Als flüssige Mittel werden die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Aufgrund der bestehenden Cashpooling-Vereinbarung werden die Bankkonten täglich ausgeglichen, der Ausweis beträgt daher zum Bilanzstichtag € 0 (Vorjahr: € 0).

3.2. Passiva

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt zum Stichtag T€ 26 (Vorjahr: T€ 26).

Die bilanzierte Kapitalrücklage wurde nach den Regelungen des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Vorjahren gebildet und ist mit T€ 1.129 unverändert.

Die Gewinnrücklage resultiert aus der Umstellung auf die BilMoG-Vorschriften und ist in ihrer Höhe (T€ 35.160) unverändert. Bei der ausgewiesenen Gewinnrücklage handelt es sich um andere Gewinnrücklagen.

Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 171,5. Diese liegen um € 1.174 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Die sonstigen Rückstellungen sind um € 8,7 Mio. auf € 66,8 Mio. (Vorjahr: € 58,0 Mio.) gestiegen und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Krankenkassenrabatte.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.) passiviert und bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Krankenkassen, welche zum Stichtag 31.12.2023 um € 0,2 Mio. niedriger waren als zum Stichtag 31.12.2022.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 50,9 Mio. sind um € 12,9 Mio. gestiegen (Vorjahr: € 38,0 Mio.). Diese betreffen überwiegend Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung gegenüber der Gesellschafterin TEVA GmbH in Höhe von € 27,3 Mio. (Vorjahr: € 20,6 Mio.), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen ratiopharm GmbH in Höhe von € 14,3 Mio. (Vorjahr: € 17,2 Mio.) und Verbindlichkeiten gegen TEVA Finance Services II B.V aus dem konzerninternen Securitizartion Programm unserer abgetreten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 7,3 Mio. (Vorjahr: € 7,9 Mio.).

Als sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 7,5 werden im Wesentlichen kreditorische Debitoren ausgewiesen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

4. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die AbZ-Pharma GmbH beschränkte sich auch im Geschäftsjahr 2023 überwiegend auf das Inlandsgeschäft.

Umsatzerlöse
in EUR
2023 2022
Umsatzerlöse Inland 90.925.342,13 84.177.433,90
Umsatzerlöse Ausland 3.071.358,22 2.697.230,93
Gesamt 93.996.700,35 86.874.664,83

Die Pharmaumsätze werden zum Großteil mit dem pharmazeutischen Großhandel und Versandgroßhandel abgewickelt. Daneben werden Direktgeschäfte mit Apotheken, Versandapotheken sowie sonstigen Marktteilnehmern getätigt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die nachfolgend dargestellten Posten:

sonstige betriebliche Erträge
in EUR
2023 2022
Erträge Auflösung Rückstellungen 830.052,15 5.686.224,72
Übrige sonstige betriebliche Erträge 567,20 230.951,15
Gesamt 830.619,35 5.917.175,87

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 0,83 Mio. enthalten. Die Reduktion zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus den Auflösungen der Rückstellungen für Tenderverträge aufgrund von Verjährungen im Jahr 2022.

Der ausgewiesene Materialaufwand betrifft den Einsatz von bezogenen Waren und Ärztemustern sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der Materialaufwand beträgt € 63,2 Mio. (Vorjahr: € 64,7 Mio.), davon entfallen € 3,4 Mio. auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Der Personalaufwand in Höhe von € 0,11 Mio. beinhaltet Löhne und Gehälter, Urlaubsgeld, Vermögensbildung, Beiträge Berufsgenossenschaft, Aufwendungen und Beiträge für Altersversorgung sowie die gesetzlichen Sozialabgaben.

Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.

Als sonstige betriebliche Aufwendungen werden hauptsächlich allgemeine betriebliche Kosten in Höhe von € 8,5 Mio. (Vorjahr: € 7,5 Mio.), sonstige Verwaltungskosten in Höhe von € 0,4 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.), sowie Kosten für Medienwerbung in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.) ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge resultieren im Wesentlichen aus kurzfristigen Darlehensforderungen an verbundene Unternehmen (€ 4,9 Mio.) sowie aus Erträgen aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Aufzinsung von langfristigen Pensionsrückstellungen.

Die sonstigen Steuern beinhalten überwiegend die pauschale Lohnsteuer auf geldwerte Vorteile.

5. Sonstige Angaben

Latente Steuern

Auf Ebene der AbZ-Pharma GmbH sind zum 31. Dezember 2023 keine latenten Steuern zu ermitteln, da die Gesellschaft zum Organkreis der TEVA Health GmbH gehört und damit die temporären Differenzen ggf. auf der Ebene der TEVA Health GmbH berücksichtigt werden müssen.

Haftungsverhältnisse (§ 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB) und sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Gesamt Restlaufzeit
sonstige finanzielle Verpflichtungen
in T€
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
aus Miet-, Pacht und Leasingverträgen 2 2 0 0
davon ggü. verbundenen Unternehmen 2 2 0 0
aus Lizenzen 3.327 3.327 0 0
davon ggü. verbundenen Unternehmen 3.327 3.327 0 0
3.330 3.330 0 0

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Das Bestellobligo für die Folgejahre beträgt T€ 18.700.

Im Berichtsjahr bestehen keine Haftungsverhältnisse gem. §268 (7) HGB.

Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB)

Es bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage notwendig sind.

Personalbestand (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2 Mitarbeiter (Vorjahr: 1), die sich wie folgt aufteilen:

2 Angestellte

Angaben für Organmitglieder (§ 285 Nr. 9a - 9c HGB)

Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer werden unterlassen, da die Geschäftsführer nicht bei der Gesellschaft angestellt sind und keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Die Bezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich auf T€ 8,6. Für Pensionsverpflichtungen früherer Mitglieder der Geschäftsführung sind insgesamt T€ 124,1 zurückgestellt.

Organe der Gesellschaft (Geschäftsführung) (§ 285 Nr. 10 HGB)

Herr Andreas Burkhardt, SVP & General Manager, Cluster Germany & Austria, Ulm

Herr Thomas Schlenker, VP, Regional Finance Director, DE & Austria, Ulm

Frau Lisa Weitner, Senior Director Customer Excellence, Ulm

Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB)

Oberstes Mutterunternehmen ist die Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die AbZ Pharma GmbH wird in den Konzernabschluss der Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz des Unternehmens in Israel veröffentlicht. Eine in deutscher Sprache übersetzte Fassung wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und anschließend im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Unmittelbare Muttergesellschaft ist die TEVA GmbH, Ulm, die ein unmittelbares Tochterunternehmen der TEVA Health GmbH, Ulm ist.

Die AbZ-Pharma GmbH ist daher nach §§ 291, 292 HGB in Verbindung mit der Konzernabschlussbefreiungsverordnung (KonBefr) von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB beinhaltet den Aufwand für die Abschlussprüfung mit T€ 28,6.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Prinzipiell wurden sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu im Berichtsjahr marktüblichen Konditionen abgehandelt.

Gesamtbetrag und Aufgliederung der Ausschüttungssperre (§ 285 Nr. 28 HGB)

Der Bestand an ausschüttungsgesperrten Beträgen beläuft sich gem. § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2023 auf € 1.174. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde in § 301 AktG ausdrücklich nicht geregelt, insofern wurde das gesamte Ergebnis abgeführt.

Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge (§ 285 Nr. 31 HGB)

Im Geschäftsjahr 2023 sind keine wesentlichen außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge angefallen.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge (§ 285 Nr. 32 HGB)

Die periodenfremden Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. € 0,83 Mio., welche hauptsächlich aus den Auflösungen der Rückstellungen für Tenderverträge aufgrund von Verjährungen resultieren. Es bestehen keine weiteren wesentlichen periodenfremden Aufwendungen und Erträge.

Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Es gibt keine nennenswerten Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023.

 

Ulm, den 17. Mai 2024

Andreas Burkhardt, Geschäftsführer

Thomas Schlenker, Geschäftsführer

Lisa Weitner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchung
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.912.933,10 0,00 0,00 0,00 17.912.933,10
Summe I 17.912.933,10 0,00 0,00 0,00 17.912.933,10
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatt. 3.089,23 0,00 0,00 880,23 2.209,00
Summe II 3.089,23 0,00 0,00 880,23 2.209,00
Summe Gesamt 17.916.022,33 0,00 0,00 880,23 17.915.142,10
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchung
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.907.933,10 5.000,00 0,00 0,00 17.912.933,10
Summe I 17.907.933,10 5.000,00 0,00 0,00 17.912.933,10
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatt. 2.080,23 614,00 0,00 880,23 1.814,00
Summe II 2.080,23 614,00 0,00 880,23 1.814,00
Summe Gesamt 17.910.013,33 5.614,00 0,00 880,23 17.914.747,10
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.000,00
Summe I 0,00 5.000,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatt. 395,00 1.009,00
Summe II 395,00 1.009,00
Summe Gesamt 395,00 6.009,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AbZ-Pharma GmbH, Ulm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AbZ-Pharma GmbH, Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AbZ-Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Unterabschnitt "Umwelt" im Abschnitt "2.4.2. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren" des Lageberichts als nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 17. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.06.2024 festgestellt.

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