Spies Kunststoffe GmbH
Im Gewerbepark 12, 49326 Melle, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ludger Kohake seit 12.1.2022 | Prokura |
Stefan Wilker seit 11.1.2022 | Prokura |
Christof Spies seit 6.6.2006 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Spies Kunststoffe GmbHMelleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Spies Kunststoffe GmbH ist seit mehr als 50 Jahren ein Hersteller von Kunststoffverpackungen für die Lebensmittelindustrie. Schwerpunktmäßig werden die Lebensmittelsparten Eiscreme, Feinkost, Molkerei, Süßwaren, Brotaufstriche und Kleinkindnahrung bedient. Es ergeben sich zudem Ansätze in den Segmenten Tiernahrung, Gesundheitsprodukte und technische Teile. Die Produktion unserer Produkte erfolgt an drei Standorten im Mehrschichtbetrieb. Die Auslastung ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. 1.2 Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten finden unter anderem im Bereich der Optimierung bestehender sowie in der Entwicklung neuer Produkte statt. Diese Neu- und Weiterentwicklungen von Kunststoffverpackungen werden zusammen mit der Spies Formen- und Werkzeugbau GmbH und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden realisiert. Um den Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gerecht zu werden, beschäftigen wir uns auch mit der Verwendung alternativer Materialien sowie mit der Erweiterung und Optimierung von Produktionsprozessen. Innovationen werden durch ein Managementteam entwickelt und begleitet, um eine strukturierte Erarbeitung von Neuentwicklungen zu gewährleisten. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland wurde im Berichtsjahr von der durch die hohen Inflationsraten und die damit einhergehenden geldpolitischen Maßnahmen belastete Weltkonjunktur negativ beeinflusst. Zudem wirkten sich der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden hohen Energiepreise weiterhin aus. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich in 2023 gemäß Statistischem Bundesamt verringert, der Rückgang betrug auf Jahressicht 0,3 %-Punkte. Der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie sank in 2023 um ca. 6,0 %-Punkte auf insgesamt 72,5 Mrd. €, die Menge der verarbeiteten Kunststoffe verringerte sich auf 12,7 Mio. Tonnen (-9 %). Die Umsätze im Segment der Kunststoffverpackungen von 16,8 Mrd. € verringerten sich gegenüber dem Vorjahr (-8 %-Punkte). Auf dem Rohstoffsektor haben sich die Preise im ersten Halbjahr weiter leicht rückläufig dargestellt, bevor es im Spätsommer zu einer leichten Gegenbewegung kam, welche jedoch nur drei Monate anhielt. Wie in den Vorjahren herrschte auch im Berichtsjahr ein hoher Wettbewerbsdruck aus dem europäischen Ausland. 2.2 Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse verringerten sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 4.771 auf T€ 107.584. Dies bedeutet eine Verminderung von 4,2 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr, liegt damit dennoch über dem Bereich der Planung. Die Auftragslage in unserem Unternehmen ist stabil, die Umsatzänderungen ergaben sich vor allem aus Preisentwicklungen. Absatzmenge und Nettogewichte der Absatzmenge haben sich im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht erhöht, die Produktionsmenge war hingegen rückläufig. Der Rückgang der Rohstoffkosten hat sich auf die Kundenpreise und damit auf die Umsätze ausgewirkt. Der Materialaufwand ist deutlich überproportional um T€ 10.647 gesunken (-16,8 %-Punkte). Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich im Berichtsjahr um T€ 9.052 (-7,9 %-Punkte) verringert. Die Personalkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 974. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 67 auf T€ 26.122 erhöht. Resultierend aus den oben beschriebenen Entwicklungen haben wir das Geschäftsjahr 2023 mit einem Betriebsergebnis in Höhe von T€ 5.757 geschlossen (Vorjahr: T€ 4.942). Das Ergebnis liegt damit deutlich oberhalb der ursprünglichen Planung, welche jedoch aufgrund der vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen mit Unsicherheiten behaftet war. Die positive Abweichung zur Planung ist zudem im Wesentlichen auf die sinkenden Rohstoffeinkaufspreise in 2023 zurückzuführen. Die Umsatzrendite lag bei 5,4 % (Vorjahr: 4,4 %). 2.3 Lage Zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Unternehmen zählen die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT). Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 5.633 auf T€ 41.818. Ausschlaggebend hierfür war auf der Aktivseite im Wesentlichen der Rückgang der Fertigwaren sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag. Auf der Passivseite haben sich vor allem die Verbindlichkeiten stark verringert. Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Abschreibungen in Höhe von T€ 1.501 lagen über den Investitionen von T€ 735. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,7 % der Bilanzsumme. Diese Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele und unter Ausnutzung von Skontofristen beglichen werden. Das Eigenkapital hat sich trotz des erzielten Jahresüberschusses aufgrund einer Ausschüttung an die Muttergesellschaft insgesamt um T€ 2.023 vermindert. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt für das Geschäftsjahr 17,1 % (Vorjahr: 13,8 %). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich aufgrund der Verminderung der Bilanzsumme erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 80,6 % (Vorjahr: 75,3 %) des Gesamtkapitals. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich für weiterhin stabil. Die von den Kreditinstituten eingeräumten Kreditlinien wurden auch im Geschäftsjahr 2023 nicht in Anspruch genommen. Der Finanzmittelfonds hat sich um T€ 2.973 erhöht, die Liquiditätslage stellt sich nach wie vor sehr solide dar. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. 2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unsere Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch an unseren Mitarbeitern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir Mitarbeiter mit den unterschiedlichsten Qualifikationen. Dazu gehören Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuk, Mechatroniker, Elektroniker und Produktionshelfer. An den drei Standorten arbeiten die Mitarbeiter im 3-Schichtbetrieb. Im Rahmen der Altersversorgung bietet das Unternehmen eine arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersversorgung über einen Drittanbieter an. Die Ausbildung von jungen Menschen in verschiedenen Lehrberufen ist für uns ein wichtiger Baustein, um einen gesellschaftlichen wie betrieblichen Beitrag zu einer leistungsfähigen Zukunft zu garantieren. Die Beschäftigtenzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Jahresdurchschnitt waren 399 Mitarbeiter (inklusive Auszubildende) im Unternehmen beschäftigt. Am Jahresende waren bei der Spies Kunststoffe GmbH insgesamt 400 Mitarbeiter beschäftigt. Das bestehende Energiemanagementsystem (ISO EN DIN 50001) wird konsequent umgesetzt und anhand der Empfehlungen der Zertifizierungsstelle kontinuierlich weiterentwickelt. Wir glauben, dass die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Daher schonen wir die natürlichen Ressourcen und reduzieren die von uns verursachten Umweltauswirkungen kontinuierlich, wenn dies technisch machbar und wirtschaftlich darstellbar ist. Über die Förderung des Umweltbewusstseins bei den Mitarbeitern/innen, initiale Prüfung und Bewertung der betriebsbedingten Umwelteinwirkungen, Maßnahmen zur Vermeidung unfallbedingter Emissionen, Abfallverwertung und Recycling, Unfallverhütungs- und Notstandsverfahren stellen wir ein hohes Maß an Umweltschonung sicher. Das Unternehmen weist verfahrensbedingt keine schädlichen Emissionen durch die Fertigung seiner Produkte auf. Ein effizienter Einsatz von Rohstoffen und Energie sowie die Reduktion von Emissionen sind daher wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Der Erfolg unserer Kunden ist Voraussetzung für den Erfolg unseres Unternehmens. Kunden erwarten von uns Innovation, Zuverlässigkeit und Integrität - die Erfüllung dieser Anforderungen stellt für uns die Gesamtqualität des Unternehmens dar. Die Spies Kunststoffe GmbH ist der anerkannt leistungsfähige Partner für Kunden der lebensmittelproduzierenden Industrie. Diesen Stand wollen wir auch in Zukunft erhalten und kontinuierlich unsere Produkte, Leistungen und Prozesse verbessern. Wir wollen zu den kundenfreundlichsten Unternehmen der Branche gehören und durch zuverlässige Produkte, unterstützende Dienstleistungen, kompetente Beratung sowie eine fehlerfreie Auftragsabwicklung die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllen. Vermeiden von Fehlern und nicht deren nachträgliche Korrektur, sowie die jederzeitige Einhaltung von Qualitätsvereinbarungen setzt die aktive Einbeziehung und Schulung aller Mitarbeiter/innen voraus. Die Spies Kunststoffe GmbH verfügt aktuell über eine Zertifizierung nach dem internationalen Standard FSSC 22000. Dieses wirksame Hygiene- und Sicherheitsmanagement stellt sicher, dass alle relevanten Gesetzgebungen eingehalten werden und unsere Produktionsbedingungen auch der Erwartung unserer Kunden genügen. Unser Unternehmen verpflichtet sich zur Herstellung von sicheren Produkten für den Endverbraucher. Alle Hygiene beziehungsweise sicherheitsrelevanten Betriebsabläufe sind erfasst und überwacht. Schulungen in allen Bereichen gewährleisten die nötige Sensibilität für Betriebszugehörige und Dritte über relevante Vorgaben. Regelungen für alle sicherheitsbedeutsamen Prozesse, vorbeugende Wartung und Instandhaltung, Reinigungspläne, Keimprüfungen, betriebsärztliche Beratung und fortlaufende Überarbeitung aller Räumlichkeiten für ein einwandfreies Arbeitsumfeld garantieren ein Maximum an erreichbarer Sicherheit. 3 Prognosebericht Es bestehen weiterhin hohe Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen politischen Entwicklungen in Europa und der Welt. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist aktuell angespannt, die deutsche Wirtschaft durchlebt im Winterhalbjahr 2023/24 eine Rezession. Das ifo Institut geht in seiner aktuellen Konjunkturprognose für 2024 nur von einem marginalen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland in Höhe von 0,2 % aus. Durch zusätzliche Aktivitäten im Vertrieb und in der Produktentwicklung sollen mittelfristig bestehende und neue Märkte für Kunststoffverpackungen im IML-Verfahren gewonnen werden. Wir rechnen im folgenden Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von ca. 103 Mio. €. Der Umsatzrückgang ist hierbei im Wesentlichen auf das mittlerweile geringere Niveau der Materialpreise zurückzuführen, wodurch sich Auswirkungen auf unsere Kundenpreise ergeben. Sowohl Absatz- und Produktionsmengen als auch die entsprechenden Nettogewichte liegen im Plan oberhalb der Mengen für 2023. Für 2025 und Folgejahre streben wir an, die Umsätze auf einem Niveau von über 100 Mio. € zu halten. In der Planung für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird ein Betriebsergebnis von ca. 0,3 Mio. € ausgewiesen. Gründe für die niedrigere Ergebniserwartung sind im Wesentlichen steigende Personalkosten, höhere Energiepreise sowie sinkende Kundenpreise. Für das Jahr 2025 wird ein positives Betriebsergebnis erwartet, welches oberhalb der Planung für 2024 liegt. 4 Chancen- und Risikobericht Die Erkennung und bewusste Steuerung von unternehmerischen Risiken wird über ein aktives Risikomanagement erreicht. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Liquiditätsplanung, die das Liquiditätsrisiko vermindert. Interne Kontrollsysteme sollen ein frühzeitiges Erkennen und Bewerten von Risiken sicherstellen. Auf der Materialbeschaffungsseite sind Risiken im Zusammenhang mit steigenden oder stark schwankenden Preisen für Rohstoffe sowie Lieferengpässe bei Rohstoffanbietern aufzuführen. Wir versuchen auf eine möglichst breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, um diese Risiken zu minimieren. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unseren eigenen Geschäftsräumen durch. Zudem sind als politische und wirtschaftliche Risiken die anhaltenden Diskussionen über die Vermeidung und Entsorgung von Kunststoffabfällen, die zunehmende Verschärfung von Klimazielen und daraus resultierende Kosten zu nennen. Im Bereich Kunststoffe werden zunehmend regulatorische Vorgaben eingeführt, wie beispielsweise das deutsche Einwegkunststofffondsgesetz oder die auf EU-Ebene diskutierte Packaging & Packaging Waste Regulation, woraus sich kurz- oder mittelfristig auch Auswirkungen für das Unternehmen ergeben können. Hinzu kommt die Ukraine Krise, welche weiterhin das Risiko einer Ausweitung des Konflikts auf weitere Länder birgt. Auch in anderen Teilen der Welt drohen militärische Konflikte, welche Einfluss auf Weltpolitik und Weltwirtschaft nehmen könnten. Die Inflationsraten sind gesunken, dennoch dämpfen die geldpolitischen Maßnahmen der Währungshüter teilweise weiterhin die Erholung des Wirtschaftswachstums. Unser künftiger Erfolg hängt auch davon ab, inwiefern es uns gelingt, talentierte und leistungsfähige Fachkräfte einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel stellen uns in der Gewinnung neuer Mitarbeiter dabei vor große Herausforderungen, da diese beiden gesellschaftlichen Trends für eine Verschiebung von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Risiken bezüglich steigender Energiepreise begegnen wir durch eine strukturierte Energiebeschaffung. Wir wirtschaften nachhaltig und arbeiten weiter daran Energie einzusparen. Dem hohen Wettbewerbsdruck am Markt, vor allem durch die ausländische Konkurrenz, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die Liquiditätslage ist weiterhin zufriedenstellend; es sind aktuell keine Engpässe zu erwarten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Dazu gehört auch eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Etwaige Währungsrisiken bestehen nicht, da das Kundengeschäft ausschließlich in Euro abgewickelt wird. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ein Zinsänderungsrisiko besteht aufgrund der Verbindlichkeitenstruktur nicht. Das langfristig im Unternehmen gebundene Vermögen ist durch das Eigenkapital gedeckt, langfristige Fremdfinanzierungen sind hierfür nicht notwendig. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel. 4.2 Chancenbericht Wir gehen davon aus, dass wir unsere Absatzzahlen mittelfristig ausbauen können. Insbesondere auf dem europäischen und außereuropäischen Markt bestehen aus unserer Sicht weitere Wachstumschancen für das Unternehmen. Auch auf dem inländischen Markt sehen wir aufgrund von innovativen Produktlösungen ein weiteres Potenzial für Marktanteile. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl bei unseren Lieferanten als auch in unseren Geschäftsräumen durch. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 4.3 Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, bei hohem Kostendruck und sinkendem Preisniveau. Die Zunahme von politischen und gesamtwirtschaftlichen Risiken führen zudem zu weiteren Unsicherheiten. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Melle, den 6. Mai 2024 Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231 Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Melle und ist beim Amtsgericht Osnabrück im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 15444 mit der Firma Spies Kunststoffe GmbH eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Zusätzlich wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist in formeller und materieller Hinsicht gegeben. Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. 2 Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Diese orientiert sich jeweils an den kürzesten zulässigen Nutzungsdauern der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam als Abschreibung erfasst. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt. Die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Herstellungskosten wurden neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten in Ansatz gebracht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Den latenten Risiken wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung der Heubeck'schen Richttafeln 2018G bewertet. Von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Demnach erfolgte die Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren in Höhe von 1,82 %, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Aufgrund der getroffenen Vereinbarungen liegt der Berechnung als Annahme eine erwartete Lohn- bzw. Gehaltsentwicklung von 0,0 % p. a., eine Fluktuation von 0,0 % p. a. sowie eine Rentendynamik von 2,0 % p. a. zugrunde. Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurden im Finanzergebnis gezeigt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Des Weiteren wurden Rückstellungen für im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst worden, der von der Bundesbank veröffentlicht wurde. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 3 Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
4 Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
5 Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Bilanz 5.1.1 Forderungen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 197.030,09) enthalten. 5.1.2 Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Gesamtbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich wie folgt:
5.1.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Rückstellungen:
5.1.4 Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 56.029,40 (Vorjahr: € 2.320.302,01) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 146.343,44 (Vorjahr: € 0,00) enthalten. 5.2 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzspiegel Die Umsatzerlöse verteilten sich im Geschäftsjahr wie folgt: Umsatzspiegel nach Regionen
6 Sonstige Angaben 6.1 Anzahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:
Neben den aufgeführten Arbeitnehmern haben sich durchschnittlich 17 (Vorjahr: 15) Beschäftigte in einem Ausbildungsverhältnis befunden. 6.2 Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an: Herr Christof Spies, Dipl.-Ingenieur (FH), MSc (GB). Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. 6.3 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 6.3.1 Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag wie folgt:
Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme gem. § 285 Nr. 27 HGB Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wurde als gering eingeschätzt, weil die Geschäftsleitung davon ausgeht, dass die zugrunde liegenden Vertragsverhältnisse von allen Parteien ordnungsgemäß erfüllt werden. 6.3.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen des folgenden Geschäftsjahres, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in folgendem Umfang:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne künftiger Zahlungsansprüche Dritter sind als Nettowert, d.h. ohne Umsatzsteuer, angesetzt. Die Miet- und Pachtverträge sind unbefristet. Die übrigen Verträge haben Restlaufzeiten von bis zu drei Jahren. 6.4 Abschlussprüferhonorar
Melle, den 6. Mai 2024 Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Zu dem am 7. Juni 2024 festgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk mit Datum vom 8. Mai 2024 erteilt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Spies Kunststoffe GmbH, Melle, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Spies Kunststoffe GmbH, Melle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spies Kunststoffe GmbH, Melle, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum Geschäftsjahr 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtürmern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtürmern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 8. Mai 2024 PKF
WMS GmbH & Co. KG
Tobias Hochow, Wirtschaftsprüfer Marco Schrameyer, Wirtschaftsprüfer |
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