SUNDAIR GmbHLiquidiert

18435 Stralsund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 20267
Eingetragen
19.2.2016
Branche
Vermietung von LuftfahrzeugenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und Luftfahrzeugen
Gegenstand
Betrieb einer Fluggesellschaft im gewerblichen Luftverkehr, der Kauf und Verkauf und das Leasing von Flugzeugen und anderen Fluggeräten sowie Produkten, Gegenständen und Dienstleistungen, die damit im Zusammenhang stehen; Beratung zu Fragen der Luftfahrt, Touristik und Vertriebssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nina Jasmin Fröhlich
seit 20.6.2023
Prokura
Sophie Höftmann
seit 22.3.2021
Prokura
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
85.000 €
85.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SUNDAIR GmbH

Stralsund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2023 bis zum 31.10.2024

Bilanz zum 31. Oktober 2024

AKTIVA

31.10.2024 31.10.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.580,00 61.117,00
2. Geleistete Anzahlungen 59.725,75 21.220,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.333,00 11.333,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.216,00 192.634,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe 978.961,76 826.852,65
2. TEHG-Emissionsberechtigungen 7.360.016,00 1.198.654,68
3. fertige Erzeugnisse und Waren 79.781,21 65.996,58
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.040.309,92 5.891.257,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 601.268,58 5.232.907,96
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.877.252,39 5.304.385,53
III. Guthaben bei Kreditinstituten 7.137.231,22 6.676.840,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 94.518,98 1.566.191,47
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.864.823,30 14.207.462,61
34.302.018,11 41.256.853,91

PASSIVA

31.10.2024 31.10.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Verlustvortrag -17.307.462,61 -17.423.898,29
IV. Jahresüberschuss 5.342.639,31 116.435,68
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 8.864.823,30 14.207.462,61
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 156.441,00
2. sonstige Rückstellungen 3.877.026,51 8.368.633,67
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.851.665,21 2.211.133,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.406.066,81 10.714.216,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.376.046,63 18.589.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.791.212,95 1.217.428,65
- davon aus Steuern T€ 747 (i.V. T€ 786)
34.302.018,11 41.256.853,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.11.2023 bis 31.10.2024

01.11.2023- 31.10.2024 01.11.2022- 31.10.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 150.491.454,15 171.582.465,21
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.365.764,21 2.206.217,39
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.712.543,12 55.624.228,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 87.635.919,68 98.698.761,67
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.405.168,99 8.294.968,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.545.096,08 1.600.665,45
- davon für Altersversorgung T€ 6 (i. V. T€ 8)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 150.062,83 148.481,99
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.335.694,14 9.226.403,87
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128.600,06 83.765,73
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.908,00 162.502,76
- davon an verbundene Unternehmen T€ 0 (i. V. T€ 69)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -143.213,73 0,00
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 5.342.639,31 116.435,68

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023/24

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.11.2023 Zugang Umbuchungen Abgang 31.10.2024
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 105.133,93 4.417,02 0,00 0.00 109.550,95
Geleistete Anzahlungen 21.220,50 38.505,25 0,00 0,00 59.725,75
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 602.682,21 89.305,63 0,00 107.276,09 584.711,75
749.036,64 132.227,90 0,00 107.276,09 773.988,45
Abschreibungen
01.11.2023 Zugang Abgang 31.10.2024
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.016,93 16.954,02 0,00 60.970,95
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.667.00 2.000,00 0,00 10.667,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 410.048,03 131.108,81 106.661,09 434.495,75
462.731,96 150.062,83 106.661,09 506.133,70
Restbuchwerte
31.10.2024 31.10.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.580,00 61.117,00
Geleistete Anzahlungen 59.725,75 21.220,50
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.333,00 11.333,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.216,00 192.634,18
267.854,75 286.304,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SUNDAIR GmbH hat ihren Sitz in Stralsund und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stralsund unter der Registernummer HRB 20267.

Der Jahresabschluss zum 31. Oktober 2024 wird unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Hierbei sind die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 für Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB sowie die Vorschriften gemäß §§ 41 bis 42a GmbHG beachtet worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz ist unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungsvorschriften nach § 266 HGB aufgestellt worden. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß 275 Abs. 2 HGB. Für den Anhang wurden die geltenden Vorschriften der §§ 284 bis 288 HGB beachtet.

Die Bewertung wurde trotz der bestehenden buchmäßigen Überschuldung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vor-genommen. Eine positive Fortführungsprognose der Geschäftsführung liegt vor.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gewerbliche Schutzrechte, Software) werden zu Anschaffungskosten aktiviert und -soweit abnutzbar- gemäß ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden linear unter zeitgerechter Verteilung der Anschaffungskosten planmäßig vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Zugänge bei den beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis Euro bis 800,00 Euro werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit TEHG-Emissionsberechtigungen unentgeltlich zugeteilt wurden, wurden sie zum Erinnerungswert (1,00 €) angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem durch Wertberichtigung geminderten Wert angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung zu erwartender Kosten- und Preissteigerungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Aufgrund des Vorliegens steuerlicher Verlustvorträge ergab sich ein Aktivüberhang latenter Steuern, auf dessen Ansatz verzichtet wurde.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens mit den nach § 284 Abs. 3 HGB erforderlichen Angaben ist gesondert im Anhang als Anlage dargestellt (Anlage zum Anhang).

Vorräte

Soweit TEHG-Emissionsberechtigungen unentgeltlich zugeteilt wurden, wurden sie zum Erinnerungswert (1,00 €) angesetzt. Der Zeitwert der unentgeltlich zugeteilten Zertifikate beträgt 1,9 Mio. €.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel 31.10.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.040 5.891
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 601 5.233
- davon gegen Gesellschafter 419 5.233
Sonstige Vermögensgegenstände 4.877 5.304
Summe 9.519 16.429

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von T€ 16 Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

sonstige Rückstellungen 31.10.2024 31.10.2023
TEUR TEUR
TEGG-Emissionsberechtigungen 0 4.788
Kundenreklamationen 3.191 2.947
ausstehende Rechnungen 348 313
Urlaubsverpflichtungen 170 139
Rechts- und Beratungskosten 90 89
Übrige Rückstellungen 78 93
Summe 3.877 8.369

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeitenspiegel Restlaufzeit 31.10.2024 Restlaufzeit 31.10.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
erhaltene Anzahlungen auf bis 1 Jahr 1.852 1.852 2.211 2.211
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bis 1 Jahr 5.406 5.406 10.714 10.714
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen 18.376 18.589
- davon sonstige Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 5.376 18.376 10.000 18.589
mehr als 1 Jahr 13.000 8.589
sonstige Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 4.791 1.217

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 18.128 (i.V. T€ 18.589) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von T€ 3.765 die Verpflichtung gem. § 7 Abs. 1 TEHG für die im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2024 verursachten Emissionen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 195 (i.V. T€ 583) und Erträge aus Rohstoff-Hedging in Höhe von T€ 880 (i. V. T€ 1.529).

Aufwendungen aus der Abgabeverpflichtung von Emissionsberechtigungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten „Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren" erfasst. Im Vorjahresabschluss wurde der entsprechende Betrag (T€ 5.024) unter dem Posten „Aufwendungen für bezogene Leistungen“ ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Ausweis des Vorjahresbetrags angepasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 192 (i.V. T€ 504) und Aufwendungen aus Rohstoff• Hedging in Höhe von T€ 545 (i. V. T€ 3.228).

IV. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 23, 7 Mio. €, die aus Miet- und Leasingverträgen resultieren.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden durchschnittlich 170 Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer ist Herr Marcos Rossello, Berlin, bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Name und Sitz der Mutterunternehmen (Konzernkreis)

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Schauinsland- Reisen GmbH, Duisburg, die 85 % der Geschäftsanteile hält, einbezogen. Die Schauinsland-Reisen GmbH ist zugleich oberstes Mutterunternehmen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Unternehmensregister.

 

Stralsund, den 15. April 2025

SUNDAIR GmbH

Marcos Rossello, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. November 2023 bis zum 31. Oktober 2024

Allgemeines

Die Sundair GmbH wurde im Frühjahr 2016 gegründet und hat ihren Sitz in Stralsund. Die Gesellschafter sind Schauinsland-Reisen GmbH, Duisburg, mit einem Anteil von 85%, und der Geschäftsführer Marcos Rossello, Stralsund, mit einem Anteil von 15%.

Der Geschäftsbereich der Sundair GmbH umfasst Ferienflüge und Charterflüge in den Mittelmeerraum von den deutschen Flughäfen Berlin, Bremen, Dresden, Kassel und Lübeck. Die Flotte bestand am 1. November 2023 aus drei Airbus A320 und veränderte sich im Geschäftsjahr 2023/24 (GJ23/24) nicht. Für den Berichtszeitraum bestand die Flotte daher aus drei Flugzeug-Einheiten.

Wirtschaftliche Bedingungen

Die im Vorjahr eingetretene Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzte sich 2024 fort und ermöglichte im Wesentlichen einen normalen Geschäftsverlauf, wenngleich unter den veränderten Bedingungen infolge der tiefgreifenden Krisenjahre 2020-22. Die Bundesrepublik verzeichnete einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts um 0,2%, nachdem bereits im Vorjahr ein Rückgang um 0,3% stattgefunden hatte. Im Vergleich zur EU, der Euro-Zone, wie auch zu den anderen führenden Industrieländern war die deutsche Wirtschaftsentwicklung damit am schwächsten. Hingegen schätzen die Verbraucher die Lage deutlich optimistischer ein, und äußern dies in einer allgemein hohen Konsumbereitschaft. Der tiefgreifende strukturelle Wandel stellt jedoch für die Industrie und den Dienstleistungssektor neue Herausforderungen dar, besonders was die Innovation, Effizienz und den Arbeitsmarkt angeht. Die ungewöhnlich hohe politische und wirtschaftliche Unsicherheit erschwert die unternehmerische Tätigkeit und die langfristige Planung in einem nicht bekannten Ausmaß. Besonderes Augenmerk gilt der Volatilität der Energie preise, auf die das erhöhte geopolitische Risiko einen sehr starken Einfluss ausübt. So zeigte sich der für den Luftverkehr so bedeutende Rohölpreis 2024 relativ moderat und stabil, ganz im Gegenteil zu anderen Kosten wie Heizung und Dienstleistungen, die zu den Hauptfaktoren für die Inflation wurden, mit allen damit einhergehenden Folgen für die Wirtschaft und den privaten Konsum. Die Inflationsrate von 3% lag zwar unter den beiden Vorjahreswerten (5,1% und 3,8%), ist aber als anhaltender Effekt mit kumulativer Wirkung für Wirtschaft wie Verbraucher hinzunehmen. Auf dem Arbeitsmarkt hat der demografische Gegenwind zugenommen, noch verstärkt durch den soziokulturellen Wandel der letzten Jahre. Wichtige langfristige Lösungen sind unter diesen Rahmenbedingungen und bei politischem Stillstand während einer schwachen Konjunktur erforderlich.

Für den Luftverkehr setzte sich der Trend zu einer Wiedererlangung der Profitabilität und proaktivem Management des tiefgreifenden Strukturwandelns fort. Der europäische Luftverkehr wuchs 2024 um 5%, lag damit aber immer noch um 4% unter dem Vorkrisenjahr 2019. Die Anzahl der Flugbewegungen in Deutschland nahm im Jahresvergleich um 4% zu, und er reichte damit einen im europäischen Vergleich geringen Wert von nur 84% zu 2019. Deutschland war und ist nach Großbritannien und Spanien der drittgrößte Luftverkehrsmarkt in Europa - vor Frankreich, Italien und der Türkei. 80% der europäischen Flüge finden zu einem Zielflughafen in Europa statt, und dieser innereuropäische Verkehr nahm 2024 um 4% zu. Ebenfalls positiv war die Entwicklung für den Verkehr von Europa nach Nordafrika (+13%), hingegen schrumpfte er nach dem Nahen Osten (-3%). Der Luftverkehrsstandort Deutschland hat nicht wegen seiner Größe und Lage spezifische Merkmale, sondern auch wegen der staatlich regulierten und weiter gestiegenen Standortkosten, insbesondere der Gebühren für die Luftsicherheitskontrollen und die Luftverkehrssteuer. Hier besteht eine Korrelation zur im europäischen Vergleich stark unterdurchschnittlichen Erholung des Luftverkehrs in Deutschland seit 2019. Touristische und Billigflug-Airlines bilden eine Ausnahme, denn ihre Leistung lag 2024 mit 119% deutlich über dem Basisjahr 2019 - ganz im Gegenteil zu den Netzwerk-Fluggesellschaften (83%), bei denen besonders der Inlandflugverkehr stark zurück ging. Länder, die schon 2024 das Niveau von 2019 erreicht oder übertroffen haben, zeichnen sich fast durchweg im Vergleich zu Deutschland durch ein niedrigeres Niveau der staatlichen Abgaben aus. Hingegen zeigt sich die Nachfrage besonders für den Urlaubsflug von den staatlichen Belastungen und der Inflation relativ unbeeindruckt, und der Passagier ist durch die europäische Fluggastrechteverordnung in einem hohen Maße geschützt. Für die Fluggesellschaften gilt es, unter diesen neuen und veränderten Bedingungen das Geschäft auszurichten, inklusive der Beantwortung der Frage nach Arbeitskräften, deren Unterdeckung für die Branche in einer Größenordnung von 15 - 20% geschätzt werden kann - ein wesentlicher Hemmschuh für das weitere Wachstum und Treiber des Dienstleistungsimports. Die deutschen Flughäfen zählten 2024 (Januar-Oktober) knapp 182 Millionen Fluggäste, und damit 7,5% mehr als im Vorjahr, bzw. 15,6% weniger als im Basisjahr 2019. Hierbei sind große Unterschiede zwischen den einzelnen Flughäfen im Vorjahres vergleich festzustellen: Berlin +11%, Bremen +3%, Dresden -6%, Lübeck -14%, Kassel -17%. Für den Flug in den Urlaub ist das Flugzeug seit dem Vorjahr das meistgenutzte Verkehrsmittel (47%) - vor dem Auto (41%) und weit vor Bus und Bahn (je 5%) - ein klarer Indikator für die Entwicklung und Wachstumschancen des Geschäftsfelds. Dabei wählen von den jährlich etwa 200 Millionen Passagieren mehr als zwei Drittel einen Europaflug, mit den beliebten Zielen Spanien, Italien, Türkei, Kroatien, Griechenland ganz vorn. Die verfügbare Freizeit durch eine geringere Anzahl von Arbeitsstunden und mehr Urlaubstage, der demografische Wandel und die Kaufkraft verstärken weiterhin den Trend zum Zweit- oder Dritturlaub und zu Kurzreisen. Für Fluggesellschaften steht die Beantwortung der Frage an, wie neben dem Arbeitsmarkt auf dem Markt der Beschaffung von Fluggerät agiert werden kann, haben die großen Hersteller doch nach einem Produktionseinbruch 2020 inzwischen für viele Jahre volle Bestellbücher vorzuweisen, und dies überwiegend für in puncto Antrieb neuartige Technologien mit gewissen anfänglichen Zuverlässigkeitseinbußen, während die Erholung des Verkehrs ab 2022 zu einem Verkäufermarkt für ältere Fluggeräte aus zweiter Hand verursachte. Für den Luftverkehr gewinnt daher die zielgerichtete Sicherstellung ausreichender Kapazitäten in allen Produktionsfaktoren für den Betrieb und das Wachstum an Bedeutung. Die Branche hat 2024 rein zahlenmäßig das Niveau von 2016 wiedererlangt, allerdings unter strukturell und technologisch enorm veränderten Bedingungen, und dieser Wandel wird sich perspektivisch fortsetzen.

Entwicklung des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2023/24 umfasste den siebenten Winter- und den achten Sommerflugplan der Sundair GmbH. Im wichtigsten Geschäftsfeld, dem Touristikflug, war wie schon im Vorjahr, eine stabile und starke Nachfrage im Quellmarkt Deutschland zu konstatieren, die für eine durchweg hohe Beschäftigung und Auslastung sorgte. Der Großteil der Umsätze wurde mit Pauschalreiseveranstaltern im bewährten Verfahren über Saisonverträge erzielt, darunter der Vertrag mit Schauinsland Reisen GmbH, die seit Mai 2023 eine Beteiligung an Sundair GmbH in Höhe von 85% hält. Das dominante Geschäftsfeld Touristikflug erwirtschaftete 81,1% des Jahresumsatzes. Durch die politische Instabilität des Zielgebietes erfuhr das mit 9,6% Umsatzanteil zweitwichtigste Geschäftsfeld der Linienstrecken nach Beirut eine Reihe von Einflüssen, die den normalen Betrieb punktuell betrafen. Neben dem Libanon werden auch wesentliche Teile des Ägypten-Verkehrs de jure im Linienverkehr operiert, wenngleich auf diesen Strecken der touristische Verkehr dominiert, und der Vertrieb im Wesentlichen an die Reiseveranstalter erfolgt.

Strategisch bedeutsam war die Gewichtung der Kapazitäten zwischen Eigenbetrieb und Anmietung im Wetlease, letzteres fast ausschließlich von der kroatischen Schwestergesellschaft Fly Air41 Airways. Prinzipiell übertraf der Wetlease-Anteil mit 60,2% der Leistung (Vorjahr 56,1%) die eigene Leistung mit der Flotte von drei Airbus A320. Die Flottengrößen beider Airlines liegen beim Größenverhältnis 3:6, und die reüssierende Wetlease-Aktivität der Fly Air41 Airways führte zu einer Verringerung der Leistung im Wetlease für Sundair um 9,4%. Die Sundair-eigene Leistung sank im Jahresvergleich planmäßig um 23,5% (Ausflottung der bei den A319 im Vorjahr), so dass die kombinierte Gesamtleistung der Sundair im Jahresvergleich um 15,6% schrumpfte.

So wurden im Berichtszeitraum (GJ23/24) im Eigenbetrieb 7.003 (Vorjahr 9.153) Blockstunden geflogen. Hingegen überstieg die Anzahl der angemieteten Blockstunden mit 10.596 (Vorjahr 11.690) den Eigenbetrieb wie schon im Vorjahr deutlich. In Summe von Eigenbetrieb und Anmietung wurden 17.599 Blockstunden geleistet.

Das Sitzplatzangebot sank infolgedessen auf 795.050 (inklusive angemietete Kapazitäten / -20,8% zum Vorjahreszeitraum). Die Passagierzahl sank ebenfalls, auf 701.111 (inklusive an gemietete Kapazitäten / -20,0% zum Vorjahreszeitraum). Daraus ergab sich ein die starke Nachfrage bestätigender und abermals gestiegener Sitzladefaktor von beachtlichen 88,2% (inklusive angemietete Kapazitäten / +1,4 Prozentpunkte zum Vorjahreszeitraum).

Hohe Auslastungen und stabile und bessere Erträge sorgten für eine erfreuliche Umsatzentwicklung trotz der verringerten Leistung, während es auf der Kostenseite einige gegenläufige Tendenzen zu verzeichnen gab. Nach den Krisenjahren sind beim Personal leicht gestiegene Krankenstände und eine höhere Fluktuation in der Branche zu konstatieren, so dass der Aufwand für Neueinstellungen und das damit verbundene Training deutlich gestiegen ist. Aus vermeintlich ähnlichen Gründen sind in den kontrahierten Teilen der Wertschöpfungskette, besonders bei der Flughafenabfertigung und den Wartungsbetrieben, die Kosten deutlich angestiegen. Ebenfalls signifikante Erhöhungen gab es bei Überflug- und Flughafengebühren, den Luftsicherheitsgebühren, der Luftverkehrssteuer sowie im Emissionshandel.

Hingegen zeigten sich der Kerosinpreis und der US-Dollar-Kurs als wesentliche Einflussfaktoren relativ moderat und unterlagen unterjährig nur erträglichen Schwankungen, ungeachtet der politischen Entwicklungen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für Sundair sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz essenzielle Anliegen. Aufgrund der sehr hohen Auslastung der Flugzeuge mit Passagieren von knapp 90% ergeben sich niedrige Verbrauchswerte pro Passagier. Dies ergibt einen relativ niedrigen Kerosinverbrauch von ca. 3,7 Litern pro 100 km und Passagier.

Darüber werden laufend zusätzliche Maßnahmen für Treibstoffeinsparungen identifiziert und umgesetzt. So werden in der Flugplanung und Flugoperation modernste Methoden der Streckenführung und technischen Optimierung trainiert, festgelegt und angewendet.

Obwohl der Anteil des gesamten weltweiten Luftverkehrs an der Emission von CO2 nur 3,5 % beträgt, sieht sich Sundair in der Verantwortung, den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen. Zusammen mit den Branchenverbänden setzt Sundair hierfür auf ein integriertes Gesamtkonzept. Wesentliche Be standteile sind dabei technischer Fortschritt, Infrastrukturverbesserungen, operative Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie ergänzende ökonomische Instrumente.

Für Airlines besteht seit dem 1. Januar 2012 die Pflicht, am EU-Emissionshandelssystem teil zu nehmen. Diese Regelung führt dazu, dass Sundair über die frei zugeteilten Emissionsrechte hinaus weitere Rechte am Markt zukaufen muss. Für die Zukunft wird mit weiteren Ergebnisbelastungen aus Verknappung von Emissionsrechten und weiter steigenden Preisen für Emissionsrechte gerechnet. In dieses politische Ziel, die Treibhausemissionen innerhalb der EU zu senken, hat Sundair im Berichtszeitraum 3,7 Mio. Euro investiert.

In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2011 das Luftverkehrssteuergesetz, ursprünglich zur Beseitigung der Besserstellung des Verkehrsträgers Luftverkehr und zur Erhöhung der Staatseinnahmen, seit dem März 2019 aber als Teil des Klimapakets des Kabinettsausschusses Klimaschutz im Rahmen des Klimaschutzplans 2050 und der Klimaschutzziele 2030. Sundair hat im Berichtszeitraum hierzu 3,4 Mio. Euro beigesteuert.

Im Herbst 2016 hatten sich die ICAO-Mitgliedsstaaten auf ein globales Klimaschutzinstrument für den internationalen Luftverkehr geeinigt. Das Offsetting-System CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) wurde ab 2021 global eingeführt, in den Jahren von 2021 bis 2026 allerdings noch auf freiwilliger Basis. Damit ist der internationale Luftverkehr die weltweit erste Branche, für die ein globales Klimaschutzinstrument gilt. COR SIA soll dem internationalen Flugverkehr ab 2021 ein CO2 -neutrales Wachstum ermöglichen. Dafür werden ab 2021 die wachstumsbedingten CO2 -Emissionen im Luftverkehr zwischen den teilnehmenden Ländern durch speziell aufgesetzte Klimaschutzprojekte, die unter der Aufsicht der UNO stehen, kompensiert. Sundair hat die Vorbereitung auf dieses System bereits begonnen und wird alle Erfordernisse rechtzeitig umsetzen. Politische Aufgabe ist es, sicher zu stellen, dass es zu keinen Doppelbelastungen aus CORSIA und dem EU-Emissionshandel kommen wird.

Sundair orientiert sein Handeln an dem Anspruch, als Urlaubsflieger seinen Kunden eine optimale Reise in die Urlaubsdestination zu bieten. Die Leitlinien unserer Unternehmenskultur wurden mit den Mitarbeitern entwickelt und sind Bestandteil der täglichen Arbeit. Die Fluktuation ist aufgrund der Mitarbeiterzufriedenheit gering.

Ertragslage

Die Sundair GmbH schloss das Geschäftsjahr mit 150,5 Millionen Euro (Vorjahr 171,6 Millionen Euro) Umsatzerlösen ab, welche sich im Wesentlichen aus Erlösen mit Veranstaltern aus der Touristik, sowie Erlösen aus Einzelplatzverkäufen zusammensetzen.

Die Erlöse aus Einzelplatzverkäufen betrugen 30,0 Millionen Euro (Vorjahr 27,7 Millionen Euro).

Die betrieblichen Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich auf 146,5 Millionen Euro (Vorjahr 173,6 Millionen Euro). Der Personalaufwand stieg auf 10,0 Millionen EUR (Vorjahr 9,9 Millionen Euro). Die Sundair GmbH beschäftigte zum 31.10.2023 171 Mitarbeiter (Vorjahr 180 Mitarbeiter).

Das positive Ergebnis nach Steuern betrug im Berichtsjahr 5,3 Millionen Euro (Vorjahr 116,4 Tausend Euro).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31. Oktober 2024 beträgt 34,3 Millionen Euro (Vorjahr 41,2 Millionen Euro).

Die Sundair GmbH verfügt über kein großes Anlagevermögen.

Die Gesellschaft weist bei einem gezeichneten Kapital von 100,0 Tausend Euro und einem Verlustvortrag von 17,3 Millionen Euro einen nicht gedeckten Fehlbetrag von 8,9 Millionen Euro aus.

Die Rückstellungen von 3,9 Millionen Euro (Vorjahr 8,4 Millionen Euro) beinhalten Rückstellungen für Personalrückstellungen, Abschlussprüfungen, erwartete noch nicht vorliegende Kosten des operativen Geschäfts sowie zu erwartende Kundenreklamationen aus Flugzeugverspätungen nach EU-VO 261/2004.

Die Gesamtverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betrugen 30,4 Millionen Euro (Vorjahr 32,7 Millionen Euro) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, erhaltene Anzahlungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Chancen

Die weitere Entwicklung der Sundair GmbH wird als aussichtsreich eingeschätzt. Die Krisenjahre An fang des Jahrzehnts gelten als überwunden, und das Nachfrage- und Konsumverhalten haben sich stabilisiert. Die Pauschalreise und der Ferienflugverkehr erfreuen sich einer ungebrochenen Beliebtheit. Die strategische Ausrichtung der Sundair GmbH im Verbund mit der kroatischen Schwestergesellschaft Fly Air41 Airways ermöglicht eine umfassende und flexible Antwort auf die neuen Rahmenbedingungen.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Entwicklung des Geschäfts sind die politische Sicherheitslage, die politische, soziokulturelle und wirtschaftliche Entwicklung und deren Einfluss auf den Emissionshandel, den Einkauf von Sustainable Aviation Fuel (SAF), den Treibstoffpreis und den USD-Wechselkurs, sowie die fortschreitende Umstrukturierung des europäischen Geflechts von Linien-, Low-Cost- und Ferienfluggesellschaften. Bewährt hat sich die stetige und umfassende Absicherung der geplanten Volumina an Flugkraftstoff und US-Dollar, so dass deren Fluktuationen für den absehbaren Jahresplan stets strategisch weitgehend neutralisiert werden.

Mögliche unterjährige oder kurzfristige Liquiditätsrisiken werden durch ein internes Kontrollsystem ständig überwacht. Dabei wird die Liquiditätsplanung des Geschäfts planes fortlaufend einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen, um ggf. geeignete Maßnahmen der Anpassung proaktiv einzuleiten. Die Vorschau des Cashflows für das laufende Quartal wird wöchentlich, jene für die nächsten vier Wochen täglich erstellt. Der Konformität mit den rechtlichen Bestimmungen der EU-Verordnung 261/2004 kommt hohe Bedeutung zu. Das Ausmaß der daraus resultierenden Kompensationsleistungen ist einerseits schwer planbar, andererseits in seiner potenziellen Größenordnung enorm, so dass es ein besonderes Risiko darstellt. Sundair setzt zur Abmilderung dieses Risikos verschiedene taktische und strategische Werkzeuge ein, die sich im Berichtszeitraum bewährt haben und für das Folgejahr unverändert belassen werden. Seit gut zwei Jahren ist überdies eine abnehmende Kostenstabilität für eine Reihe variabler Kostenarten zu konstatieren, so u.a. für die Überfluggebühren, Terminal Navigation, Abfertigungsleistungen und Bordverpflegung. In einem Geschäftsfeld, das viele seiner Preise mit einer sehr langen Vorlaufzeit von bis zu 15 Monaten kalkuliert und zudem teilweise einer Preisbindung unterliegt, stellt diese meist viel kurzfristiger in Erscheinung tretende Kostenveränderung ein zusätzliches Risiko für die Ertragskraft des Unternehmens dar, wenngleich dem verantwortungsbewussten betriebswirtschaftlichen Handeln durch eine vorsorgliche Art der Preiskalkulation Rechnung getragen wird. Ein Trend zu gestiegenen Stückkosten wie auch Durchschnittserträgen ist über mehrere Jahre zu beobachten und darf auch für die Folgejahre unterstellt werden - mit signifikanten Ausnahmen in einigen Positionen.

Prognostizierter Geschäftsverlauf

Der Unternehmenszweck kann nach der drastischen Covid-Krise als wiederhergestellt eingeschätzt werden. Die Luftfahrtbranche hat das Niveau von 2019 wiedererlangt bzw. überschritten - mit aus Sundair-Sicht irrelevanten Ausnahmen wie dem innerdeutschen Linienverkehr oder dem Angebot einer Business bzw. First Class. Die Nachfrage nach Urlaubsreisen und Flügen zu besonderen Anlässen ist ungebrochen. Auf dem Geschäftsfeld Visiting-Friends-and-Relatives (VFR, auch: ethnischer Verkehr) ist Sundair zudem auf einem dynamischen Wachstumsmarkt präsent. Die strategische Beteiligung des drittgrößten deutschen Reiseveranstalters Schauinsland Reisen GmbH, der selbstredend bedeutender Kunde für Sundair-Flugleistungen ist, sichert eine stabile Auslastung und einen gesunden Geschäftsverlauf. Mittels der fein justierten Flotten- und Anmietungsstrategie unter Einbeziehung der kroatischen Schwestergesellschaft Fly Air41 u.a. Wet-Lease-Anbieter gelingt es Sundair, am Marktgeschehen flexibel teilnehmen zu können und dabei ein attraktives und wettbewerbsfähiges Produkt anzubieten. Sundair operiert mit einer Flotte von derzeit drei Airbus A320 und mietet darüber hinaus mehr als die Hälfte der Kapazitäten an, was eine Optimierung der Stückkosten unterstützt. Dies ist in Anbetracht eines weiterhin intensiven Wettbewerbs auf dem Markt für Sundair von entscheidender Bedeutung.

Bezüglich des ersten Vierteljahresergebnisses des aktuellen Wirtschaftsjahres (November 2024 - Januar 2025) zum Plan der Sundair GmbH bestätigen sich die Prognosen unter Vorbehalt im Einzelnen. Das Quartalsergebnis liegt aus verschiedenen Gründen deutlich unter dem Vorjahr und auch unter dem Plan. Neben den schon erwähnten Kostenpositionen sind als externe Effekte die zeitweilige Unterbrechung der Linienverbindung Libanon infolge der Sicherheitslage sowie eine Reihe von streikbedingten Einflussfaktoren nennenswert. Für die verbleibenden neun Monate des Geschäftsjahres kann dessen ungeachtet derzeit von einem stabilen und planmäßigen Geschäftsverlauf ausgegangen werden, was im Wesentlichen auf einem hohen Vorausbuchungsstand und einer sehr hohen verkauften Auslastung beruht. Der seit zwei Jahren festzustellende Trend von höheren Yields und Sitzladefaktoren, aber auch verbreiteten und ständigen Kostensteigerungen setzt sich fort.

Die Prognose für die beiden folgenden Geschäftsjahre 2025/26 und 2026/27 geht von folgenden wesentlichen Prämissen aus: kein Kapazitätswachstum in den beiden Folgejahren, Fortsetzung der An mietungs-Strategie zu vergleichbaren Konditionen, Touristikbeschäftigung und Charter nach aktuellem Verkaufsstand, eine Stornierungsquote von 4%, eine kurzfristige Zusatzverkaufsquote von 4%, USD-Wechselkurs bei 1,12 €/USD, Fuelpreis bei 790 USD/t, sowie adäquate Preisanpassungen.

Zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung befindet sich die Sundair GmbH Ausgangs der Nebensaison der Touristik, im Winterflugplan 2024/25. In Erwartung erheblicher Bodenzeiten der Flotte zur Abwicklung geplanter Wartung und Überholung wurde der Winterflugplan um etwa eine Flugzeugeinheit reduziert, um das Risiko für kurzfristige Anmietungen von Ersatzflugzeugen dritter Hand abzumildern.

Die Vorausbuchungen für den Sommerflugplan 2025 - die zweite Hälfte des Geschäftsjahres - zeigen sich stabil und liegen über den Erwartungen und den Vorjahreswerten. Die Parameter Kerosinpreis und USD-Wechselkurs zeigen sich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2024/25 moderat, wenngleich auf hohem Niveau. Die kommende leistungs- und ertragsstarke zweite Hälfte des Geschäftsjahres lässt somit ein planmäßiges Ergebnis realistisch erscheinen.

Der Wirtschaftsplan geht für die beiden Folgejahre von einer moderaten Umsatzrendite von 2,7 bzw. 3,9% aus, bei einer stabilen Unternehmensgröße von drei Flugzeugen.

Strategisch konzentriert sich die Sundair GmbH vertriebsseitig weiterhin auf die bewährten und bedeutsamen Geschäftsfelder des veranstaltergetriebenen Touristikflugverkehrs sowie des ethnischen Linienverkehrs (VFR, s.o.). Zusätzlich sind die Anteile an Garantieabnahmen und Vollcharterflügen zu erhöhen, um eine unerwünschte Unterschreitung geplanter Yields nur in Ausnahmefällen hinnehmen zu müssen.

Die Finanzlage der Gesellschaft, besonders deren Verschuldung, soll durch nachhaltig deutlich positive Ergebnisse, gepaart mit Instrumenten wie der Optimierung der Zahlungsbedingungen und Stundungsvereinbarungen verbessert werden.

Die Sundair GmbH wird langfristig durch die Mehrheitsbeteiligung von Schauinsland-Reisen GmbH als einem etablierten und erfolgreichen Partner, der eine mehr als hundertjährige Geschichte in der Reisebranche vorzuweisen hat, profitieren. Mit diesem Zusammenschluss kann jederzeit schnell auf die Marktsituation reagiert werden. Ebenso können Synergieeffekte, z.B. bei der gemeinsamen Flugplangestaltung genutzt werden.

Diese Gesellschafterstruktur gewährleistet die strategische Position der Gesellschaft und deren Stärkung im Wettbewerbsumfeld. Die Sundair GmbH plant das laufende Geschäftsjahr mit 8.107 Blockstunden (Vorjahr 7.003 Blockstunden) und rund 629 Tausend beförderten Passagieren (Vorjahr 701 Tau send). Die geplanten Umsatzerlöse liegen bei ca. 131,1 Millionen Euro (Vorjahr 151,6 Millionen Euro). Es wird ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2,2 Millionen Euro erwartet (Vorjahr 5,3 Millionen Euro).

Die kommenden leistungs- und ertragsstarken Quartale des Geschäftsjahres 2024/25 lassen die geplanten Ergebnisse realistisch erscheinen. Danach wird die Sundair GmbH das laufende Geschäftsjahr 2024/25 profitabel abschließen.

 

Marcos Rossello, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses der SUNDAIR GmbH erfolgte am 28.04.2025.

„BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SUNDAIR GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der SUNDAIR GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 31. Oktober 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der SUNDAIR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 31. Oktober 2024 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tat sächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum31. Oktober 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2023 bis zum 31. Oktober 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ich verweise darauf, dass die Gesellschaft zwar im Berichtsjahr ein deutlich positives Ergebnis erzielt hat, die in früheren Jahren entstandene buchmäßige Überschuldung der Gesellschaft allerdings unverändert fortbesteht. Im Mai 2023 hat die Schauinsland-Reisen GmbH, Duisburg, als größter Einzelgläubiger der Gesellschaft die Anteilsmehrheit von 85% an der SUNDAIR GmbH übernommen. Damit verbunden ist die Erklärung eines Rangrücktritts für einen Großteil der Forderungen gegen die SUNDAIR GmbH und die Zusicherung der erforderlichen Liquidität. Die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und das bestandsgefährdende Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB konnten dadurch beseitigt werden, so dass die Geschäftsführung von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kon trollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hin aus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage des Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob ei ne wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zu künftige Ereignis se oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten An gaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen An nahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten An gaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten An gaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

Unterzeichnung des Prüfungsberichts

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

 

Duisburg, 15. April 2025

Dipl.-Kfm. Thorsten Caspers, Wirtschaftsprüfer

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