Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 13844
Vorher
ACL Allround Computerdienst Leipzig GmbH
Eingetragen
6.11.1997
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service von computergestützten Systemen und Anzeigelösungen, von HMI-Systemen, deren Einzelteilen und Baugruppen, Software und Kommunikationstechnik, sowie die Durchführung und Vermittlung von computergestützten Dienstleistungen, von Schulungen und Unternehmensberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kathrin Reineke
seit 14.5.2021
Prokura
Jens Bieler
seit 14.5.2021
Prokura
Maik Kränkel
seit 14.5.2021
Prokura
Thomas Wollesky
seit 2.1.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Thomas WolleskyACL Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.650 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ACL GmbH

Markkleeberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

ACL GmbH

Markkleeberg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.129.217,40 7.710.722,75
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.572.543,41 3.244.037,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 780.676,24 674.145,88
4.353.219,65 3.918.182,98
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 928.945,53 731.919,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.806.882,88 2.376.452,67
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 101,45 4.885,74
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 369.689,30 167.175,45
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.736,13 6.218,54
8. Ergebnis nach Steuern 1.659.845,36 515.659,63
9. sonstige Steuern 4.871,38 4.424,27
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.654.973,98 511.235,36
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Handelsrecht

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ACL GmbH, Markkleeberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ACL GmbH, Markkleeberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ACL GmbH, Markkleeberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 24. Juli 2024

HLB Schumacher Leipzig GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Walter Wilfert, vereidigter Buchprüfer

Marko Swoboda, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

ACL GmbH

Markkleeberg

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge- Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 Abschreibungen Zuschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.595,40 15.475,36 182.130,26 31.859,86
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 184.595,40 15.475,36 182.130,26 31.859,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.350.411,15 199.249,01 3.940.944,94 1.165.397,58 210.020,95
2. technische Anlagen und Maschinen 2.696.986,96 178.402,38 119.899,99 1.617.572,31 221.251,37
387.502,52- 6.999,00-
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.522.911,05 796.893,43 53.434,93 1.052.595,02 303.213,36
158.788,39-
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.321.010,79 2.811.229,35 4.114.279,86- 162.600,00 162.600,00
Summe Sachanlagen 11.891.319,95 3.985.774,17 0,00 3.998.164,91 897.085,68
546.290,91- 6.999,00-
Summe Anlagevermögen 12.075.915,35 4.001.249,53 0,00 4.180.295,17 928.945,54
546.290,91- 6.999,00-
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.940,50 34.325,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.940,50 34.325,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.325.207,52 4.395.034,52
2. technische Anlagen und Maschinen 997.213,50 930.003,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.161.856,00 666.876,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 855.360,28 2.321.010,79
Summe Sachanlagen 11.339.637,30 8.312.924,81
Summe Anlagevermögen 11.357.577,80 8.347.249,81

Handelsrecht

Handelsbilanz zum 31.12.2023

ACL GmbH

Markkleeberg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.940,50 34.325,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.325.207,52 4.395.034,52
2. technische Anlagen und Maschinen 997.213,50 930.003,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.161.856,00 666.876,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 855.360,28 2.321.010,79
11.339.637,30 8.312.924,81
Summe Anlagevermögen 11.357.577,80 8.347.249,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.279.716,49 4.237.540,40
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 819.627,83 825.300,36
3. fertige Erzeugnisse und Waren 113.430,07 518.202,27
4. geleistete Anzahlungen 22.848,39 3.561,92
5.235.622,78 5.584.604,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.936.482,51 2.257.651,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.779,16 6.027,86
3. sonstige Vermögensgegenstände 115.533,01 157.545,66
2.087.794,68 2.421.225,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 121.441,94 148.513,10
Summe Umlaufvermögen 7.444.859,40 8.154.343,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.332,57 54.503,36
18.846.769,77 16.556.096,68

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.650,00 25.650,00
II. Gewinnvortrag 1.691.255,28 1.691.255,28
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
Summe Eigenkapital 1.716.905,28 1.716.905,28
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.149.677,49 1.277.694,48
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 552.397,65 551.010,25
2. sonstige Rückstellungen 734.258,41 848.925,37
1.286.656,06 1.399.935,62
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.704.842,44 8.578.677,72
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 63.501,28 105.763,50
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 989.670,21 620.554,17
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.589.074,46 1.532.009,89
13.347.088,39 10.837.005,28
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.346.442,55 1.324.556,02
18.846.769,77 16.556.096,68

Handelsrecht

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ACL GmbH (kurz: ACL) hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einem etablierten Anbieter von IT- Hardware im Bereich Medizintechnik und HealthCare entwickelt. Der Umsatz wird beinahe ausschließlich in diesem Bereich realisiert.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt durch den am Sitz der Gesellschaft angesiedelten Vertriebsinnen- und -außendienst im Umfang von ca. 40 % direkt an OEM (Original Equipment Manufacturer)-Kunden weltweit, zu ca. 30 % an deutsche Krankenhäuser/Kliniken sowie im Übrigen über Distributoren weltweit.

Komponenten und Zubehör bzw. Handelswaren werden von Distributoren und Herstellern größtenteils in Deutschland und Europa sowie in Taiwan und teilweise in den USA bezogen.

Am Hauptstandort in Markkleeberg sind sämtliche Unternehmensfunktionen, insbesondere die Bereiche Entwicklung, Einkauf, Fertigung, Vertrieb sowie Verwaltung angesiedelt. Im vierten Quartal 2023 wurden die Produktionskapazitäten mit der Inbetriebnahme eines zweiten Produktionsgebäudes am Standort Markkleeberg erweitert. Die Metall- und Fräsbearbeitung wird in einer weiteren Produktionsstätte in Sachsen durchgeführt. Insgesamt waren im Geschäftsjahr 2023 rund 80 Mitarbeiter an den Standorten tätig.

Die ACL OEM-Produkte werden größtenteils projektspezifisch entwickelt und produziert, um weltweit vertrieben zu werden. Hierzu sind ein hohes Maß an Beratung und größtenteils eine Zertifizierung der Produkte erforderlich. Eigene Produkte der ACL umfassen Panel-PCs (OR-PC) sowie Monitore bzw. Displays (OR-MD), jeweils zum Einsatz innerhalb der Patientenumgebung, auf Intensivstationen und in Operationssälen. Die Geräte werden in unterschiedlichen Größen bis hin zu Wandeinbaulösungen (OR-Consolen) gefertigt. Daneben bietet ACL auch Tabletlösungen (OR-Pad) sowie Zubehör, Visitenwagen, Bedside-Terminals zur Verwendung durch Patienten, Halterungs- und Montagelösungen sowie diverse Eingabegeräte an.

Die durch ACL hergestellten Produkte basieren einerseits auf hochwertigen Industriekomponenten sowie andererseits auf Eigenentwicklungen und sind durch eine hohe Fertigungstiefe mit eigener Produktion in Deutschland gekennzeichnet. Vor Auslieferung wird jedes Produkt unter Nutzung einer selbst erstellten Test- und Qualitätssicherungssoftware umfangreichen Tests unterzogen, um fehlerfreie Lieferungen zu gewährleisten.

Der technische Support, die Instandsetzung und die Dokumentation für alle Produkte werden von ACL selbst oder zertifizierten Partnern im Ausland durchgeführt. Dadurch ist ein extrem hohes Qualitätsniveau gewährleistet.

2. Forschung und Entwicklung

Die ACL betreibt keine Forschung, wohl aber Entwicklungstätigkeit.

Der Bereich technische Entwicklung ist nach der EN ISO 13485 zertifiziert. Bei den Entwicklungen handelt es sich unverändert entweder um Anpassungsentwicklungen für bereits bestehende Produkte oder Neuentwicklungen nach Kundenvorgaben. Zudem werden fortlaufend Neuentwicklungen eigener Produkte realisiert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die Lage der Weltkonjunktur hat sich nach den gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg in 2023 größtenteils stabilisiert bis leicht erholt. Der Nahost-Konflikt hat sich bis dato nicht wesentlich auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt. In Vorjahren bestandene Liefer- und Materialengpässe sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingetreten.

Die Inflation - ausgedrückt durch den Verbraucherpreisindex - ist in Deutschland infolge der durch die Energiekrise indizierten deutlichen Preissteigerungen nach 3,1 % in 2021 und 6,9 % im Vorjahr in 2023 leicht auf 5,9 % zurückgegangen. Weltweit haben sich die Steigerungen der Verbraucherpreise ebenfalls mit 8,0 % (Vorjahr 9,5 %), in den Ländern der EU um 6,3 % (Vorjahr: 9,2 %), in den USA um 4,1 % (Vorjahr: 8,0 %) und in China um 0,2 % (Vorjahr: 2,0 %) rückläufig entwickelt.

Insgesamt betrug die Steigerung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 3,0 %, nach einer Zunahme im Vorjahr um 3,3 %. Die Entwicklungen in den einzelnen Regionen der Welt waren unterschiedlicher Natur: das Bruttoinlandsprodukt der EU-Länder nahm in geringerem Umfang zum Vorjahr um 0,5 % (Vorjahr: 3,5 %) zu, in den USA (2,5 %; Vorjahr: 1,9 %) und in China (5,2 %; Vorjahr 3,0 %) lagen abweichend im Vorjahresvergleich höhere Steigerungen vor. (Kieler Konjunkturberichte zur Weltwirtschaft vom 5. März 2024) Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist 2023 in Deutschland - nach einer Zunahme im Vorjahr um 1,9 % - in 2023 stagniert und weist mithin die geringste Performance auf. (Statistisches Bundesamt, Pressemeldung vom 30. April 2024)

Unter anderem aufgrund vorstehender Entwicklungen hat die Europäische Zentralbank den Referenzzinssatz ausgehend von 2,5 % per Ende 2022 in 2023 stufenweise bis auf 4,5 % angehoben. Infolge dessen haben sich die Kreditzinsen entsprechend erhöht.

Während die Wechselkursentwicklung des USD in 2022 eine Verteuerung der Fremdwährungseinkäufe bewirkte, hat sich der durchschnittliche Währungskurs des USD in 2023 nahezu auf dem Vorjahresniveau bewegt.

Das Geschäftsklima - gemessen am ifo-Geschäftsklimaindex - hat sich nach einer deutlichen Verschlechterung im Vorjahr im ersten Halbjahr verbessert und ist im Jahresverlauf wieder leicht unter das Niveau des Vorjahresstichtags gesunken. Der Rückgang betrifft neben dem verarbeitenden Gewerbe auch den Handel und insbesondere das Baugewerbe; lediglich der Dienstleistungssektor verzeichnete eine bessere Entwicklung.

Branche

ACL realisiert den Umsatz analog zum Vorjahr im Wesentlichen im Bereich Medizintechnik und HealthCare.

Im Unterschied zu anderen global ausgerichteten Branchen zeichnen sich die Unternehmen der Medizintechnikindustrie durch grundsätzlich relativ konjunkturresistente Geschäftsmodelle aus. Das liegt insbesondere an der relativ unelastischen Nachfrage nach ihren Produkten. Positiv für unsere Branche ist zudem, dass auf Grund der Steigerung und zunehmenden Alterung der Weltbevölkerung, der Zunahme chronischer und Wohlstandskrankheiten sowie der weiteren Entwicklung der Medizintechnik in Bezug auf bisher nicht heilbare Krankheiten mittelfristig die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und -produkten weiter anziehen wird. Diesen nachfragestimulierenden Faktoren stehen vor allem in den Industrieländern verstärkt staatliche Maßnahmen zur Kostenbegrenzung in den überwiegend öffentlich finanzierten Gesundheitssystemen gegenüber.

Der Markt für Medizintechnik hat seit 2020 gewaltige Umbrüche durchlaufen. Zuerst sorgte Corona für eine weltweite Zwangspause. In den beiden Folgejahren bremsten Rohstoffmangel, Lieferengpässe und hohe Frachtkosten die Branche aus. Diese Situation hat sich 2023 grundsätzlich stabilisiert bzw. etwas entspannt.

Der weltweite HealthCare-Markt wird dominiert von Unternehmen, die im Wesentlichen in Asien, insbesondere in China, Taiwan und Südkorea, produzieren. Der Umsatz des weltweiten Medizintechnikmarktes hat im Kalenderjahr 2023 um 6,4 % zugenommen. (https://www.rebmann-research.de/marktfuer-medizintechnik-weiter-auf-wachstumskurs, Datenstand 16. April 2024)

Die Medizintechnikbranche in Deutschland ist grundsätzlich mittelständische geprägt, weist tendenziell kurze Produktzyklen auf und ist stark exportorientiert. Der HealthCare-Markt in Deutschland ist aufgrund seines Umsatzpotentials und der hohen Anzahl potenzieller Kunden (ca. 1.900 Krankenhäuser/Kliniken) ein Markt, der vermehrt auch von asiatischen Anbietern erkannt und bearbeitet wird, zum Teil auch durch Übernahmen deutscher bzw. europäischer Hersteller.

Der nominale Umsatz der deutschen Medizintechnikindustrie hat sich 2023 um 5,1 % (Vorjahr: 5,4 %) erhöht. Die Erhöhung ist insbesondere auf um rd. 6 % (Vorjahr: 6,5 %) gesteigerte Auslandsumsätze zurückzuführen, Inlandsumsätze haben um rd. 3 % (Vorjahr: 3,2 %) zugenommen. Rund zwei Drittel der Umsätze werden im Ausland erzielt. Die wirtschaftliche Situation der Branche wird trotz der vergleichsweise guten Umsatzsituation als schwierig eingeschätzt. Hierfür waren Kostensteigerungen und eine überbordende Regulatorik verantwortlich. Die Erzeugerpreise der Branche sind um 5,9 % gestiegen, was eine Verschlechterung der Ertragslage zur Folge hat. Die Beschäftigtenanzahl hat um rd. 1 % zugenommen. (Industrieverband Spectaris, Presseinformation vom 23. Mai 2024)

Die deutsche Medizintechnikbranche ist von den weltweiten Entwicklungen rückläufiger Rentabilität überdurchschnittlich betroffen. Steigende Kosten konnten teilweise nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden. (https://www.k-zeitung.de/medizintechnik-gewinnspannen-sinken, Datenstand vom 27. Mai 2024)

2. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ihre Marktposition behaupten, die Geschäftsbeziehungen mit teilweise langjährigen Kunden und Vertriebspartnern wurden erfolgreich fortgeführt und teilweise ausgebaut; neue Kunden konnten gewonnen werden.

Die Gesamtleistung konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr - nach weitestgehender Überwindung der Behinderungen der Geschäftstätigkeit aufgrund von Lieferverzögerungen und Materialengpässen im Vorjahr - wiederum deutlich um ca. 24 % (Vorjahr: 17 %) gesteigert werden. Damit setzte sich die in Vorjahren im Branchenvergleich überdurchschnittliche Zunahme der Gesamtleistung der Gesellschaft fort; unsere Planungen sind insofern eingetreten.

Die bestehenden räumlichen Produktionskapazitäten, welche Ende 2023 erweitert wurden, waren größtenteils sehr gut ausgelastet. Der Personalbestand hat trotz Steigerung der Geschäftstätigkeit keine wesentliche Änderung erfahren.

Das Betriebsergebnis hat, nach einer deutlichen Verminderung von rd. 45 % im Vorjahr, insbesondere infolge der Steigerung der Gesamtleistung bei einer rückläufigen Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr um rd. 220 % zugenommen. Die Personalaufwandsquote hat ebenfalls eine Abnahme erfahren, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben unterproportional zur Gesamtleistung zugenommen.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der damit einhergehenden ertragsteuerlichen Organschaft sind bei der Gesellschaft wiederum keine laufenden Ertragsteuern für das Jahresergebnis 2023 angefallen. Das Jahresergebnis, welches sich insgesamt um rd. EUR 1,1 Mio. signifikant über dem Vorjahreswert eingestellt hat, wird analog zum Vorjahr an die Gesellschafterin abgeführt werden.

Der Geschäftsverlauf wird insgesamt als außergewöhnlich gut eingeschätzt.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Die nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelte, um neutrale Aufwendungen und Erträge bereinigte Ergebnisrechnung der ACL GmbH zeigt folgendes Bild:

in TEUR 2023 2022
Rohergebnis 9.558 7.289
Personalaufwand -4.353 -3.918
Planmäßige Abschreibungen -766 -671
Sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge -2.523 -2.113
Betriebsergebnis 1.916 587
Finanzergebnis -370 -162
Neutrales Ergebnis 120 92
Ertragsteuern -11 -6
Jahresergebnis 1.655 511

Die Zunahme der Gesamtleistung, welche einen Bestandsabbau (Vorjahr: Bestandsaufbau) beinhaltet, resultiert sowohl aus der Zunahme des Absatzes als auch aus Preissteigerungen, die neben Preiserhöhungen zudem auf den abgesetzten Produktmix zurückzuführen sind. Die Steigerung der Umsatzerlöse wurde mit bestehenden und neuen Kunden erzielt.

Der Materialaufwand hat sich unterproportional zur gestiegenen Gesamtleistung um ca. 19 % (Vorjahr: 27 %) erhöht, was einen Rückgang der Materialaufwandsquote mit sich brachte. Diese Entwicklung resultiert unter anderem aus der Variation des Produktmixes und der mehr als vollumfänglichen Weitergabe der Preisentwicklung im Einkauf von Bauteilen sowie der gestiegenen Personal- und sonstigen Aufwendungen an die Kunden. Die Entwicklung des Wechselkurses des USD hatte keine wesentlichen Auswirkungen im Vorjahresvergleich.

Insgesamt konnte damit das Rohergebnis zum Vorjahr um 31 % (Vorjahr: 5 %) verbessert werden.

Für den Anstieg der Personalaufwendungen um 11 % (Vorjahr: 17 %) ist hauptsächlich die Anpassung der Vergütungen verantwortlich. Die Erhöhung der Personalaufwendungen liegt unter der Veränderung der Gesamtleistung, so dass sich eine leicht rückläufige Personalaufwandsquote eingestellt hat.

Die Erhöhung der Abschreibungen betrifft im Wesentlichen Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres, welche größtenteils im zweiten Halbjahr abschreibungswirksam wurden.

Die Zunahme des Saldos aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen um 19 % (Vorjahr: 13 %) ist hauptsächlich mit der Zunahme der Verwaltungs- und Vertriebskosten begründet.

Insgesamt hat sich ein um EUR 1,3 Mio. oder rd. 226 % erhöhtes (Vorjahr: um EUR 0,5 Mio. oder 45 % vermindertes) Betriebsergebnis eingestellt. Das Betriebsergebnis beträgt ca. 20 % (Vorjahr: ca. 8 %) vom Rohergebnis.

Das mehr als verdoppelte negative Finanzergebnis beinhaltet fast ausschließlich Zinsaufwendungen, die aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus für kurzfristige Finanzierungen sowie die Inanspruchnahme weiterer Investitionsdarlehen deutlich zugenommen haben.

Das auf Vorjahresniveau befindliche neutrale Ergebnis beinhaltet analog zum Vorjahr größtenteils Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse, aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Aufwandszuschüssen, die hauptsächlich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagen im Bau teilweise kompensiert wurden.

3.2 Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Verbindlichkeiten werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr folgenden Cashflow:

in TEUR 2023 2022
Finanzmittel am Beginn des Geschäftsjahres -274 4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.519 -1.643
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.948 -1.970
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 785 3.335
Finanzmittel am Ende des Geschäftsjahres 82 -274

Bei vorstehender Betrachtung wurden rollierend aufgenommene Geldmarktkredite, welche zum Abschlussstichtag im Umfang von TEUR 2.850 (Vorjahr: TEUR 2.500) in Anspruch genommen wurden, dem Finanzierungsbereich zugeordnet.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich bei einer erhöhten Gesamtleistung außerordentlich verbessert und konnte die Mittelabflüsse im Investitionsbereich zu einem großen Teil decken. Der Anstieg ist neben dem Jahresergebnis auf eine geringfügig geringere Kapitalbindung im Umlaufvermögen sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit haben sich wiederum planmäßig stark erhöht und betrafen neben Auszahlungen für Erweiterungen der räumlichen Produktionskapazitäten in Markkleeberg diverse Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden analog zum Vorjahr durch Investitionsdarlehen (EUR 1,4 Mio.) sowie zudem größtenteils aus dem operativen Cashflow finanziert. Weiterhin erfolgte eine Finanzierung des Unternehmens durch rollierend in Anspruch genommene Geldmarktkredite und übrige Bankdarlehen (EUR 2,9 Mio., Vorjahr: EUR 2,7 Mio.). Planmäßige Rückzahlungen von Investitions- und sonstigen Darlehen umfassten EUR 0,5 Mio. Weiterhin erfolgte die Abführung des Vorjahresergebnisses an die Gesellschafterin, welche die Geldmittel der Gesellschaft größtenteils als Darlehen wieder zur Verfügung stellte. Im Ergebnis hat der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit nach einer starken Zunahme im Vorjahr wieder signifikant abgenommen. Der Fremdfinanzierungsgrad der Gesellschaft hat weiter zugenommen.

Der Bestand des Finanzmittelfonds weist analog zum Vorjahr einen unwesentlichen Umfang im Vergleich zur Bilanzsumme auf. Weiterhin verfügte die Gesellschaft zum Abschlussstichtag - nach Erhöhung des Kreditrahmens in 2023 um EUR 1,5 Mio. über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei Banken (inklusive Mietkauflinie) im Umfang von ca. EUR 2,1 Mio. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Zum Abschlussstichtag bestehen verzinsliche Verbindlichkeiten exklusive aufgelaufener Zinsen im Umfang von 54 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 50 %). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt langfristig größtenteils über Bankdarlehen sowie in geringem Umfang über Gesellschafterdarlehen und zudem kurzfristig über rollierend in Anspruch genommene Geldmarktkredite sowie Verbindlichkeiten im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs.

Im Folgejahr zahlungswirksam werdende Erweiterungsinvestitionen sollen durch Mietkaufdarlehen (EUR 0,5 Mio.) und im Übrigen durch den operativen Cashflow finanziert werden.

Zur Finanzierung der im Folgejahr zu leistenden Ergebnisabführungsverpflichtung für das abgelaufene Geschäftsjahr ist, soweit erforderlich, die Gewährung eines Darlehens durch die Gesellschafterin vorgesehen.

3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der ACL GmbH zum 31. Dezember 2023 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2023 2022
Anlagevermögen 11.358 8.347
Umlaufvermögen 7.444 8.154
RAP 44 55
18.846 16.556
2023 2022
Eigenkapital 1.717 1.717
Sonderposten 1.150 1.278
Rückstellungen 1.287 1.400
Verbindlichkeiten 13.346 10.837
RAP 1.346 1.324
18.846 16.556

Die signifikante Zunahme des Anlagevermögens um EUR 3,0 Mio. resultiert aus Investitionen in eine neue Produktionshalle, deren Einrichtung mit Maschinen sowie weiteren Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, welche nochmals deutlich über dem Vorjahresniveau lagen. Die Abschreibungen haben sich aufgrund der teilweise erst im zweiten Halbjahr abschreibungswirksamen Investitionen sowie der Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen erhöht; teilweise sind Abschreibungspotenziale ausgelaufen. Anlagenabgänge wiesen keine wesentlichen Restbuchwerte aus.

Die Abnahme des Umlaufvermögens betrifft mit jeweils EUR 0,3 Mio. den stichtagsbedingten Rückgang der fertigen Erzeugnisse sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auch die übrigen Posten des Umlaufvermögens weisen unwesentliche rückläufige Entwicklungen auf.

Das Eigenkapital hat sich infolge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Gesellschafterin nicht verändert. Der planmäßig amortisierte Sonderposten beinhaltet Investitionszuschüsse. Bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise sind der Sonderposten in Höhe von ca. 70 % (EUR 0,8 Mio. bzw. EUR 0,9 Mio. im Vorjahr) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (EUR 2,3 Mio. bzw. EUR 1,3 Mio. im Vorjahr) dem wirtschaftlichen Eigenkapital zuzurechnen.

Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt demnach 26 % (Vorjahr: 23 %). Der wirtschaftliche Verschuldungsgrad unter Berücksichtigung ausschließlich des verzinslichen Fremdkapitals in Höhe von EUR 9,7 Mio. (Vorjahr: EUR 8,6 Mio.) beträgt ca. 200 % (Vorjahr: ca. 220 %). Die infolge der hohen Investitionstätigkeit nochmals signifikant gesteigerte Bilanzsumme wirkte sich zusammen mit der weiteren Zunahme der Fremdfinanzierung belastend auf die wirtschaftliche Eigenkapitalsituation und den Verschuldungsgrad der Gesellschaft aus; die erhöhten, dem wirtschaftlichen Eigenkapital zugerechneten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bewirkten eine Verminderung des wirtschaftlichen Verschuldungsgrades.

Der Rückgang der Rückstellungen betrifft hauptsächlich pauschale Gewährleistungsrückstellungen. Im Übrigen haben sich die sonstigen Rückstellungen nach Art und Umfang nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.

Die Steigerung der Verbindlichkeiten um insgesamt EUR 2,5 Mio. ist mit einer Erhöhung von jeweils EUR 1,1 Mio. hauptsächlich der Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber Gesellschaftern zuzurechnen. Während erstere Zunahme insbesondere Darlehensverbindlichkeiten aufgrund von Investitionen betrifft, sind die Gesellschafterverbindlichkeiten hauptsächlich durch gestiegene Ergebnisabführungsverpflichtungen geprägt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um rd. EUR 0,4 Mio. erhöht. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben sich nicht merklich verändert.

Der im Wesentlichen unveränderte passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet analog zu Vorjahren hauptsächlich abgegrenzte Umsätze aus Garantieverlängerungen, die über den die gesetzliche Gewährleistung übersteigenden Garantiezeitraum aufgelöst werden.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als produzierendes Unternehmen sind Kennzahlen im Zusammenhang mit der Leistungserbringung, insbesondere die Materialaufwandsquote wie auch das Betriebsergebnis erfolgsrelevant. Weiterhin wird der Cashflow überwacht.

Zur Entwicklung der Leistungsindikatoren verweisen wir auf vorstehende Ausführungen.

III. Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind größtenteils abgeklungen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine eingetretenen Auswirkungen haben sich verstetigt bzw. sind in Bezug auf Energieverfügbarkeit und -preise teilweise etwas abgeklungen ebenso wie die in Vorjahren stark zugenommene Inflation. Die vergleichsweise große Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung besteht jedoch fort.

In seinem am 14. Mai 2024 veröffentlichten Frühjahrsgutachten erwartet der Sachverständigenrat für 2024 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes in Deutschland von 0,2 % sowie für 2025 in Höhe von 0,9 %. Die Inflationsraten - gemessen an der Erhöhung der Verbraucherpreise - werden mit 2,4 % für 2024 sowie 2,1 % für 2025 rückläufig prognostiziert. Insbesondere der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten werden als erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft erachtet, die u.a. mögliche erneute Auswirkungen auf die Energiepreise haben könnten. Abhängig von der Entwicklung der Inflationsraten könnte die Europäische Zentralbank ggf. veranlasst sein, Leitzinssenkungen zu verschieben. Auch Konsolidierungsnotwendigkeiten der öffentlichen Haushalte für 2025 werden für möglich erachtet. Vorstehende Entwicklungen könnten die wirtschaftliche Erholung erneut verzögern und aufgrund der gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheit das Investitionsklima belasten.

Weltweit wird in den kommenden Jahren ein Rückgang der Inflationsraten erwartet, in 2024 und 2025 werden Inflationsraten von 4,6 % bzw. 4,4 % prognostiziert, in den Ländern der EU sollen Steigerungen um 2,5 % bzw. 2,1 %, in den USA um 2,9 % bzw. 2,4 % und in China um 0,6 % bzw. 2,0 % erfolgen.

Insgesamt wird eine Steigerung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts in den beiden folgenden Jahren um 2,8 % bzw. 3,1 % vorhergesagt. Die Entwicklungen in den einzelnen Regionen der Welt weisen abweichende Entwicklungserwartungen auf: das Bruttoinlandsprodukt der EU-Länder soll um 0,8 % bzw. 1,6 %, der USA um 2,1 % bzw. 1,7 %, in China um 4,4 % bzw. 4,7 % gesteigert werden. (Kieler Konjunkturberichte zur Weltwirtschaft vom 5. März 2024)

Die Europäische Zentralbank hat den in 2023 stufenweise erhöhten Referenzzinssatz in 2024 - entgegen der Erwartungen des Marktes zum Beginn des Jahres bis dato nicht geändert. Die DZ Bank erwartet in ihrer Prognose vom 17. Mai 2024 für die kommenden Quartale 2024 jeweils Senkungen des Leitzinssatzes durch die Europäische Zentralbank.

Ausgehend von der nur geringen Änderung des USD-Wechselkurses auf durchschnittlich 1,08 USD/EUR in 2023 wird durch die Societe Generale mit Informationsstand zum 23. Februar 2024 bis Ende 2024 eine Entwicklung des Umtauschverhältnisses hin zu 1,10 USD/EUR erwartet.

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist in den Monaten Februar bis April 2024 gestiegen, liegt jedoch noch etwas unter den guten Werten in den ersten beiden Quartalen des Vorjahres. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich analog entwickelt. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Index gestiegen, da deutlich pessimistischere Erwartungen vorlagen. Die aktuelle Lage wird als schlecht beurteilt, Auftragsbestände gingen zurück, Produktionssteigerungen sind nicht in Sicht.

Branche

In Bezug auf die vergleichsweise hohe Konjunkturresistenz unserer Branche verweisen wir auf die Aussagen im Wirtschaftsbericht.

Die Medizintechnik in Deutschland steht unter enormen Kostendruck, viele Hersteller investieren weniger und kürzen Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Weiterhin kommt es wegen der steigenden Energiepreise und Personalkosten sowie Compliance-Aufwand zunehmend zu Produktionsverlagerungen in Ausland. Zudem bestehen Tendenzen zur weiteren Auslagerung von Entwicklung, Fertigung und Lieferketten auf externe Partner sowie die Konzentration auf Kernkompetenzen. Die Lieferketten hingegen scheinen sich zu erholen, werden jedoch wegen dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz eine zunehmende Bürokratie erfahren. Weitere Einflüsse werden durch Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeitsaspekte erachtet. Der bürokratisch-regulatorische Druck nimmt zudem zu. (BV Med, MedTech-Branche 2024: Ein Ausblick vom 17. Januar 2024)

Die ifo-Konjunkturperspektiven weisen sowohl für das Geschäftsklima als auch die Geschäftslage des Bereichs "Datenverarbeitungsgeräte" für Zeiträume bis Mai 2024 eine rückläufige Entwicklung auf.

Die Umsatzentwicklung des weltweiten Medizintechnikmarktes wird für 2024 mit einer Erhöhung von 5 % und für Folgejahre bis 2029 mit einem jährlichen Anstieg in Höhe von rd. 5,4 % prognostiziert. (https://de.statista.com/outlook/hmo/medizintechnik/weltweit, Datenstand vom 27. Mai 2024) Für den europäischen Markt werden 2024 Umsatzsteigerungen von 5,3 % sowie für den Zeitraum 2025 bis 2029 jährliche Zunahmen des Marktvolumens von rd. 4,7 % erwartet. (https://de.statista.com/outlook/hmo/medizintechnik/europa, Datenstand vom 27. Mai 2024) Die erwarteten Steigerungen des Medizintechnikumsatzes in Deutschland liegen mit 5,7 % über den europäischen und weltweiten Prognosen. Die voraussichtlichen Umsatzsteigerungen der Folgejahre liegen mit 4,8 % in etwa auf europäischem Niveau. (https://de.statista.com/outlook/hmo/medizintechnik/deutschland, Datenstand vom 27. Mai 2024)

Insbesondere in Deutschland steht das Gesundheitswesen unter enormem Druck. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) verzeichnete bereits zum Jahresende 2023 deutlich mehr Insolvenzen als üblich und rechnet 2024 mit einem Rekordinsolvenzjahr. Bei den Pflegeeinrichtungen sieht das Bild nicht anders aus. (Industrieverband Spectaris, Pressemitteilung vom 23. Mai 2024) Für 2024 wird ein Umsatzrückgang bei Krankenhäusern in Deutschland von rd. 4 % erwartet und das Branchenrisiko als weit überdurchschnittlich eingeschätzt (FERI AG, Branchenausblick Krankenhäuser, Stand 4. April 2024) Diese Entwicklungen maßgeblicher Kunden für Medizintechnik, der u.a. auf die Finanzierungspolitik in Bezug auf das Gesundheitswesen zurückzuführen ist, wirken sich auch auf die Geschäftsentwicklung der Hersteller aus.

Auch bei anderen Kunden, wie beispielsweise OEM-Kunden und Distributoren, sind in Vorjahren Bevorratungen erfolgt, die nunmehr tendenziell abgebaut werden.

Prognose

Angesichts der einschneidenden Entwicklungen der letzten Jahre bestehen auch weiterhin überdurchschnittliche Unsicherheiten in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen. Unsere eigene Prognosefähigkeit ist damit ebenfalls weiterhin beeinträchtigt, so dass wir auf eine zahlenmäßige Konkretisierung der Prognose verzichten.

Bis dato (Auswertungsstand Juni 2024) konnten Umsatzerlöse leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums realisiert werden, die Gesamtleistung lag auf Vorjahresniveau. Die Materialaufwandsquote hat sich bisher konstant zum Vorjahreszeitraum entwickelt, der Personalaufwand weist ebenso wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Abschreibungen im Verhältnis zur Gesamtleistung eine leichte Zunahme zum Vorjahreszeitraum auf. Die Zinsaufwendungen haben deutlich zugenommen. Damit wurde insgesamt im Vergleich zum zeitanteiligen Vorjahr ein geringerer Überschuss erwirtschaftet.

Für 2024 planen wir, die Gesamtleistung in etwa auf dem Niveau des außergewöhnlichen und über unserer damaligen Planung liegenden Geschäftsjahres 2023 zu halten.

Wir konnten in 2024 bis dato im Vorjahresvergleich einen guten Auftragseingang und eine gute Auslastung der Produktion verzeichnen. Elektronische Bauteile und sonstige Rohstoffe sind - auch aufgrund unserer Bevorratung - ausreichend vorhanden. Signifikante Unterbrechungen der Lieferketten wie auch Einschränkungen der Verfügbarkeit von Mitarbeitern werden nicht erwartet.

Aus den prognostizierten nur geringen Wechselkursänderungen des USD resultieren für die Gesellschaft keine maßgeblichen Auswirkungen im Vergleich zum Vorjahr.

Die weiterhin hohen Zinsen belasten zusammen mit dem erhöhten Umfang der Fremd- und Gesellschafterfinanzierung das Finanzergebnis.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir insgesamt mit einem Jahresüberschuss leicht unter dem Niveau des außergewöhnlichen Vorjahres, da Kostensteigerungen nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden können.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die apoBank zeigte in 2021 - vor den einschneidenden gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen - fünf Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Medizintechnik in Deutschland auf, die weiterhin aktuell sind und den auch wir uns zukünftig ausgesetzt sehen: steigende Komplexität rechtlicher Regeln, zunehmende Digitalisierung, steigender Wettbewerbsdruck, fehlende Personalressourcen sowie zunehmender wirtschaftlicher Druck im Gesundheitswesen. (apoBank, Zwischen Regulierung und Digitalisierung Medizintechnik 2021, Stand 4/2021)

Unsere Chancen und Risiken stellen sich konkret wie folgt dar:

1. Risikobericht

1.1 Entwicklungsrisiken

Die ACL GmbH entwickelt entweder aufgrund konkreter Kundenanforderungen oder auf Basis von Marktanforderungen die Produkte der Eigenmarken OR-PC, OR-MD und OR-Consolen sowie Halterungslösungen.

Kundenentwicklungen

In diesem Bereich werden nach speziellen Kundenanforderungen Produkte entwickelt. Es liegen entsprechende Aufträge für die Entwicklung vor und in der Regel führen die Entwicklungen auch zu Serienprodukten.

Nur in sehr seltenen Fällen werden Entwicklungen in einer sehr späten Phase verworfen. Die Produktspezifikationen und Bedingungen werden seitens des Kunden definiert und in jeder Phase der Entwicklung werden entsprechende Verifizierungen bzw. Validierungen durch den Kunden vorgenommen. Somit ist das Risiko von Fehlentwicklungen als gering anzusehen. Die Entwicklung umfasst ebenfalls die Zulassung des Produktes entsprechend seiner Zweckbestimmung und das entsprechende Produkt- Life-Cycle-Management über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Dies garantiert sowohl dem Kunden wie auch der ACL GmbH entsprechende Planungssicherheit.

Da die kundenspezifischen Entwicklungskosten zumeist mit Deckungsbeiträgen aus dem zukünftigen Verkauf der Produkte amortisiert werden, verbleiben jedenfalls Risiken in Bezug auf den Umfang künftiger Bestellungen der entwickelten Produkte.

Neuentwicklungen Eigenprodukte

Im Bereich der Neuentwicklungen von Eigenprodukten ist das Entwicklungsrisiko deutlich höher einzustufen. Die Entwicklungen basieren auf technologischen Veränderungen bzw. Änderungen der Kundenanforderungen. Insbesondere die Einhaltung der strengen medizinischen Normen und die Einhaltung der Produkteigenschaften auch unter definierten Hygienebedingungen bergen Risiken in sich.

Beide Risiken versuchen wir durch folgende Maßnahmen zu reduzieren:

Ansetzen längerer Entwicklungszeiten,

entwicklungsbegleitende Verifizierungen im Rahmen des Risikomanagements bereits während der Entwicklungsphase.

Auch aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und Marktkenntnis erachten wir die Entwicklungsrisiken als gering.

1.2 Währungsrisiken

Die Preise der von der ACL GmbH eingesetzten elektronischen Bauteile, Komponenten und Produkte sind zu ca. 40 % vom Wechselkurs USD/EUR abhängig. Dies kann bei bestehenden, längerfristigen Aufträgen und aus Unternehmenssicht ungünstiger Wechselkursentwicklung zu einer deutlichen Reduzierung der Marge führen. Entsprechende Risiken bestehen auch im Zusammenhang mit den Lagerbeständen, die teilweise in Fremdwährung beschafft werden.

Die Währungskursentwicklung wird durch die Geschäftsführung fortlaufend überwacht. Bei nachhaltigen Änderungen des Wechselkurses werden diese im Rahmen der Preiskalkulation berücksichtigt.

Aktuell beurteilen wir Fremdwährungsrisiken als niedrig.

1.3 Ertragsorientierte Risiken

Wir überwachen fortlaufend die Qualität unserer Produkte. Unabhängig davon bestehen Risiken in Bezug auf wesentliche Gewährleistungsfälle, insbesondere bedingt durch den Einsatz unserer Produkte in sensiblen Bereichen der Kunden. Durch eine ständige Überwachung und Optimierung der Produktion versuchen wir, entsprechenden Risiken zu begegnen.

Die Gesellschaft ist dem allgemeinen Preissteigerungsdruck im Materialbereich wie auch einem Kostendruck im Personalbereich ausgesetzt. Im langfristigen Zeitvergleich erhöhte Kostenrisiken bestehen im Zusammenhang mit der weiterhin überdurchschnittlichen Inflation. Auch die zunehmende Regulatorik im Medizinbereich führt zu Aufwandssteigerungen. Die Weitergabe der Kostenentwicklung im Verkaufspreis erfolgt in der Regel zeitversetzt und ist auch deshalb nicht in jedem Fall vollumfänglich möglich.

Aufgrund des weiterhin hohen Zinsniveaus ist die Gesellschaft in Bezug auf kurzfristige Finanzierungen (Kontokorrent- und Geldmarktkredite) sowie bei Anschlussfinanzierungen höheren Zinsbelastungen ausgesetzt.

Ertragsorientierte Risiken liegen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in erhöhtem Umfang vor.

1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsleitung ist grundsätzlich bestrebt, Risiken im Zusammenhangen mit dem Einsatz von Finanzinstrumenten zu minimieren. Dies erfolgt durch die Vermeidung des Einsatzes besonders risikobehafteter Finanzinstrumente bzw. Ausgestaltungen der Finanzinstrumente und die Bestrebung der Minimierung des Umfangs notwendiger Finanzinstrumente. Spekulative, risikobehaftete Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Die vollständige Erfassung der Finanzinstrumente wird durch die Bilanzierung entsprechender Geschäftsvorfälle sowie die Überwachung des Auftragsbestandes sichergestellt.

Die Gesellschaft verfügt über ein der Unternehmensgröße und -komplexität angemessenes Finanz- und Risikomanagementsystem, das der Geschäftsführung untersteht. Finanzwirtschaftliche Kennzahlen und Entwicklungen werden periodisch ermittelt und direkt an die Geschäftsführung kommuniziert. So können ggf. notwendige Steuerungsmaßnahmen zeitnah erarbeitet und umgesetzt werden.

Im Rahmen des Debitorenmanagements erfolgt eine Bonitäts- und Risikobeurteilung, aus deren Ergebnis die Auftragsannahme sowie die Zahlungsbedingungen abgeleitet werden. Auch aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit ist bei ACL das Ausfallrisiko als gering einzustufen, da es sich bei den meisten Kunden um renommierte Unternehmen der Medizintechnik oder um öffentliche bzw. private Krankenhäuser und Kliniken handelt. In diesem Zusammenhang ist jedoch grundsätzlich eine Zunahme des allgemeinen Kreditrisikos aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Probleme der Krankenhäuser in Deutschland und befürchteter steigender Insolvenzen in diesem Bereich festzustellen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Geldmarktkrediten sowie Eigenmitteln. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden grundsätzlich durch nicht ausgeschöpfte Kontokorrentlinien bei Banken begrenzt.

Liquiditätsrisiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der Vorfinanzierung längerfristig terminierter Fertigungsaufträge wie auch der Beschaffung von Bauteilen mit längeren Lieferzeiten und dem Aufbau von Lagerbeständen zur Sicherung der Bauteilverfügbarkeit. Zur Risikominimierung werden die Fristigkeiten der bestehenden und erwarteten Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung der Entwicklung der flüssigen Mittel sowie der Kreditlinien der Banken im Rahmen des Liquiditätsmanagements bzw. der Liquiditätsplanung fortlaufend überwacht und gesteuert.

Risiken aus Haftpflichtsachverhalten und der Zerstörung von Betriebsgrundlagen werden durch die Vereinbarung betrieblicher Versicherungen begrenzt.

Die Liquiditätslage ist unter Berücksichtigung der Kreditlinien ausreichend, es werden keine Engpässe erwartet. Erweiterungsinvestitionen in langfristig gebundene Vermögenswerte in 2024 werden durch bestehende Mietkaufkreditlinien sowie aus dem operativen Cashflow und ggf. Gesellschafterdarlehen finanziert.

Nach unserer Beurteilung ist die Eintrittswahrscheinlichkeit finanzieller Risiken vergleichsweise gering.

1.5 Operative Risiken

Mögliche Risiken im Bereich der Beschaffung betreffen im Wesentlichen Preisrisiken, jedoch auch die zeitgerechte Verfügbarkeit insbesondere von Bauteilen. Grundsätzlich stehen für die Beschaffung der Komponenten ausreichend Lieferanten zur Verfügung. Verknappungen im Angebot aufgrund von Engpässen bspw. im Angebot von Prozessoren, Kunststoffen und anderen Rohmaterialien sowie der Transportkapazitäten sind aufgrund der seit Anfang 2021 gemachten Erfahrungen nicht auszuschließen und können mit signifikanten Preissteigerungen einhergehen. Wir begegnen den Risiken mit entsprechenden Vorlaufzeiten in der Beschaffung und der Unterhaltung von parallelen Lieferbeziehungen mit mehreren Distributoren.

In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft in Vorjahren ihre Lagerbestände an Bauteilen deutlich ausgebaut. Mit dem Lageraufbau gehen grundsätzlich Risiken im Zusammenhang mit der hierdurch erfolgten Kapitalbindung und auch hinsichtlich der zukünftigen Verwendung der Bestände einher.

Risiken im Personalbereich betreffen die Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl angemessen qualifizierter Mitarbeiter. Hierzu hat die Gesellschaft einen festen Mitarbeiterstamm aufgebaut. Eine schlanke Hierarchie und optimale Arbeitsbedingungen sind Grundlagen einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit und minimieren die Fluktuation.

1.6 Wettbewerbsrisiko

Die Gesellschaft ist in einem nationalen und internationalen Nischenmarkt tätig, der durch ein stabiles Wettbewerberumfeld gekennzeichnet ist.

Unabhängig davon sind insbesondere in außereuropäischen Märkten Tendenzen hin zu einem verstärkten Protektionismus bspw. durch Einfuhrzölle zu beobachten.

Dem allgemeinen Wettbewerbsrisiko begegnen wir mit qualitativ hochwertigen, regelmäßig verbesserten Produkten und einem umfassenden Service.

2. Chancenbericht

Zukünftige Chancen sehen wir in erster Linie in folgenden Bereichen:

2.1 Entwicklung eigener Produkte bzw. Fertigung von Medizinprodukten

Seit 1997 fertigt die ACL GmbH unter strengen Bedingungen IT-Systeme, die zum Einsatz in der patientennahen Umgebung und teilweise als Medizinprodukte zum Einsatz kommen. Entsprechende Zertifizierer bestätigen der ACL GmbH ein Höchstmaß an Qualität und ein herausragendes Qualitätsmanagementsystem nach EN ISO 13485 und 9001. Auch ist ACL bei Underwriters Laboratories (UL) für den amerikanischen Markt gemeldet. Für viele ACL Produkte gibt es neben der CE-Erklärung nach EN ISO 60601 auch Zertifikate nach UL, EAC, CCC, FDA zum weltweiten Vertrieb.

Mit der Entwicklung und Fertigung eigener, innovativer Produkte mit teilweise Alleinstellungsmerkmalen kann sich ACL vom Wettbewerb abheben und auch dem bestehenden Wettbewerbsdruck zumindest teilweise begegnen.

2.2 Erweiterung des Marktes durch Vertriebs- und Servicestandorte

Seit einigen Jahren werden Geschäftsbeziehungen mit ausländischen Distributoren unterhalten. Zudem wurden und werden durch externe Dienstleister unterhaltene Vertriebs- und Servicestandorte bzw. entsprechende Dienstleistungen in Anspruch genommen. ACL ist seit 2021 durch eine Schwestergesellschaft im amerikanischen Markt vertreten.

Für die beiden Folgejahre ist, auch vor dem Hintergrund der erwarteten problematischen Entwicklung im deutschen Gesundheitswesen, eine Fokussierung der Vertriebsaktivitäten auf eine deutliche Intensivierung des Marktauftritts in Amerika und den Aufbau einer Marktpräsenz im arabischen Raum / mittleren Osten vorgesehen. In diesem Zusammenhang wird eine Verbesserung der Marktdurchdringung bzw. des Markteintritts in diesen Regionen sowie der Zulauf von internationalen OEM-Kunden angestrebt. Wir erwarten weitergehende positive Wirkungen auf die Geschäftstätigkeit.

2.3 Ausbau des Produktbereichs Konsolen

Mit der Ende 2023 weitestgehend abgeschlossenen Erweiterung der Produktionskapazitäten insbesondere für Konsolen ist die Gesellschaft nunmehr in der Lage, in den Märkten der Gesellschaft bei bestehenden und neuen Kunden zum bisherigen Hauptproduktprogramm ergänzende Produkte in größerem Umfang anzubieten und somit zusätzlichen Umsatz zu generieren oder möglicherweise rückläufige Entwicklungen in anderen Produktbereichen effektiver zu kompensieren.

2.4 Neue Gerätegeneration

Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 wird eine neue Gerätegeneration des OR-PC eingeführt werden.

Mit den neuen und wiederum leistungsfähigeren Produkten untermauert die Gesellschaft ihre Marktstellung und verbessert die Absatzchancen.

2.5 Zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die allgemeinen Tendenzen zur zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen (z.B. Telemedizin, Einsatz von Robotik) ebenso wie der schrittweise Einzug von Künstlicher Intelligenz in Softwareanwendungen wirken sich steigernd auf die Bedarfe an leistungsfähiger IT-Hardware und damit auch in Bezug auf die Nischenprodukte der Gesellschaft aus.

3. Gesamtaussage

Nach unserer Beurteilung überwiegen insgesamt die Chancen. Sollte die Chancenauswertung in ähnlichem Maße gelingen wie in der Vergangenheit, sehen wir der weiteren Entwicklung positiv entgegen.

Die weltweiten Auswirkungen des Fortgangs des Ukraine-Krieges und des eingetretenen Nahost-Konfliktes sind grundsätzlich schwer einschätzbar, sollten jedoch erwartungsgemäß keinen wesentlichen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben. Aufgrund unserer weltweiten Beschaffungs- und Absatztätigkeit wirken sich auch Entwicklungen außerhalb Europas auf unsere Geschäftstätigkeit aus. Neben den bereits eingetretenen Chancen und Risiken können zukünftig weitere, derzeit nicht absehbare Entwicklungen eintreten.

Wesentliche Risiken, die nach Art, Intensität und Eintrittswahrscheinlichkeit über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen und den Bestand der Gesellschaft in Zukunft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

 

Markkleeberg, 23. Juli 2024

Thomas Wollesky, Geschäftsführer

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Identifikation der Gesellschaft

Die ACL GmbH hat ihren Sitz in Markkleeberg und wird im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig in Abteilung B unter der Nummer HRB 13844 geführt.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Darstellungsstetigkeit und Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Die bisherige Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde im Wesentlichen beibehalten.

3. Inanspruchnahme von Erleichterungen nach dem HGB

Hinsichtlich der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die gesetzlichen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 276, 288 HGB) teilweise in Anspruch genommen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Anschaffungskosten von mit Abbruchabsicht erworbenen Gebäuden werden entsprechend den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung den Anschaffungskosten der nach Abbruch zu errichtenden Gebäude zugerechnet und bis zur Fertigstellung der neu zu errichtenden Gebäude im Posten "geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" ausgewiesen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden grundsätzlich im Geschäftsjahr des Zugangs entsprechend § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgeschrieben sowie als fiktiver Anlagenabgang dargestellt. Auf Grund der untergeordneten Bedeutung des Postens erfolgt eine Übernahme des steuerbilanziellen Ansatzes in die Handelsbilanz.

Die Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt in Höhe der Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Insofern wurden ggf. niedrigere Tagespreise am Abschlussstichtag angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten berücksichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Abschreibungen. Weiterhin enthalten sie die Kosten für den Unterhalt der Fertigungsanlagen, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bestandsrisiken, die sich aus der überdurchschnittlichen Lagerdauer bzw. geminderter oder ungewisser zukünftiger Verwertbarkeit ergeben, wurden durch individuelle Abschläge berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden in Höhe des Zahlungsbetrags nach Abzug der Umsatzsteuer bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bilanziert. Individuelle Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag beinhaltet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde für ausgezahlte Investitionszuschüsse im Gesamtumfang von TEUR 2.238 gebildet. Die Auflösung erfolgt korrespondierend zur Abschreibung der geförderten Vermögensgegenstände. Abweichend von dieser allgemeinen Verfahrensweise wurden im Geschäftsjahr 2017 Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 203 von den Anschaffungskosten der geförderten Vermögensgegenstände abgezogen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend den Vorschriften des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Abgrenzungsposten beinhaltet hauptsächlich Umsätze aus Garantieverlängerungen. Die Amortisation der abgegrenzten Garantieumsätze erfolgt linear über den Zeitraum der Verlängerung der Garantie über die übliche (gesetzliche) Gewährleistung hinaus.

Auf Grund der ab dem Geschäftsjahr 2021 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft werden keine latenten Steuern bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Bei der jahresübergreifenden sowie teilweise bei der unterjährigen Herstellung von Anlagen werden die Anlagenzugänge auch im Jahr der Fertigstellung zunächst im Posten "geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" dargestellt und bei Fertigstellung die gesamten Herstellungskosten in die entsprechende Anlagenklasse umgebucht.

Die Anlagen im Bau beinhalten in Höhe von TEUR 671 Anschaffungskosten für in 2020 im Rahmen eines Neubauprojekts mit Abbruchabsicht erworbene Gebäude. Die Umsetzung des Neubauprojekts wird, nunmehr in abgewandelter Form, weiterhin verfolgt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen sind analog zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände wiesen im Vorjahr in Höhe von TEUR 4 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 6) und betreffen Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten im Vorjahr in Höhe von TEUR 0,5 kurzfristige und unverzinsliche Forderungen gegen den Geschäftsführer aus Auslagenersatz sowie in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 101) Steuererstattungsansprüche, die rechtlich in Folgejahren entstehen.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR Stand 01.01.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
Jubiläumszuwendungen 203 0 4 32 231
kurzfristige Personalverpflichtungen 266 265 1 206 206
Gewährleistungen 260 0 69 0 191
Abschluss, Steuererklärungen, Prüfung 50 48 2 50 50
übrige 70 12 47 45 56
Summe sonstige Rückstellungen 849 325 123 333 734

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 9.705 (Vorjahr: TEUR 8.578).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 2.326 (Vorjahr: TEUR 1.256) und bestehen analog zum Vorjahr vollständig gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 387) Darlehen und aufgelaufene Zinsansprüche. Die nicht besicherten Gesellschafterdarlehen wurden mit 3 % und 6% p. a. verzinst. Weiterhin betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 1.782 (Vorjahr: TEUR 869) unverzinsliche und unbesicherte Verrechnungskonten, welche im Wesentlichen Ansprüche im Zusammenhang mit der Ergebnisabführungsverpflichtung für das Geschäftsjahr 2023 sowie der umsatzsteuerlichen Organschaft beinhalten.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie Art und Umfang der gewährten Sicherheiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

in TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre Stand 31.12.2023 davon besichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.608 6.097 3.798 9.705 9.666
Vorjahr 3.278 5.301 2.911 8.579 8.542
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 63 0 0 63 0
Vorjahr 106 0 0 106 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 990 0 0 990 0
Vorjahr 620 0 0 620 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.326 0 0 2.326 0
Vorjahr 1.256 0 0 1.256 0
sonstige Verbindlichkeiten 262 0 0 262 0
Vorjahr 276 0 0 276 0
Verbindlichkeiten gesamt 7.249 6.097 3.798 13.346 9.666
Vorjahr 5.536 5.301 2.911 10.837 8.542

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände, durch Grundschulden, die Sicherungsübereignung einer Maschine sowie des Warenlagers und eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 271 bilanziert. Wertaufholungen wegen Wegfall der dauernden Wertminderung waren im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 7 aufgrund des Verkaufs von Anlagen vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2023 wurden Planungsleistungen für die Errichtung eines Produktionsgebäudes in Höhe von TEUR 163 außerplanmäßig abgeschrieben, da eine wesentliche Änderung des Investitionsvorhabens beabsichtigt ist und die Planungsleistungen deshalb voraussichtlich nicht verwendbar sind, so dass zum Abschlussstichtag im Buchwert des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 245 bilanziert sind.

Erträge aus der Währungsumrechnung umfassen TEUR 70, entsprechende Aufwendungen TEUR 76.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (TEUR 128), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 123), aus Zuschüssen (TEUR 69) sowie aus Schadenersatzleistungen (TEUR 52) enthalten.

V. sonstige Angaben

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch den Geschäftsführer Herrn Thomas Wollesky, Leipzig, geführt.

Der Geschäftsführungsleistungen werden im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags durch die Gesellschafterin berechnet, weshalb die Angabe zu Geschäftsführervergütungen entfällt.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 82 (ohne Geschäftsführer). Es wurden durchschnittlich 59 Arbeiter und 23 Angestellte (ohne Geschäftsführer) beschäftigt.

Die Gesellschaft haftet im Rahmen einer persönlichen Mitverpflichtung sowie durch Globalzession für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TEUR 1.381. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt, da die Kreditnehmerin ihren Verpflichtungen bisher vereinbarungsgemäß nachgekommen ist und dies unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Unternehmensplanung des verbundenen Unternehmens auch zukünftig erwartet wird.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 110) exklusive Umsatzsteuer. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
TEUR TEUR
Miete 25 0
Leasing 34 56
59 56

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027. Im Falle unbefristeter Verträge wurden die im Rahmen der vertraglichen Kündigungsfristen entstehenden Verpflichtungen angegeben.

Das Bestellobligo aus zum Abschlussstichtag erteilten und noch nicht abgeschlossen Aufträgen zur Lieferung oder Herstellung von Anlagevermögen beträgt, unter Anrechnung von bis zum Abschlussstichtag geleisteten An- und Abschlagszahlungen, rd. TEUR 350.

Es bestehen bedingte Rückzahlungsverpflichtungen im Falle der Nichteinhaltung der Förderbedingungen für durch die Sächsische Aufbaubank gewährte Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt EUR 0,3 Mio., deren Mittelbindungsfristen im Juni 2024 ausgelaufen sind.

VI. Ergebnisabführungsvertrag

Zwischen der ACL Holding GmbH, Markkleeberg, und der ACL GmbH, Markkleeberg, wurde mit Datum vom 2. Dezember 2021 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Dieser wurde am 15. Dezember 2021 in das Handelsregister eingetragen und ist ab dem Geschäftsjahr 2021 wirksam.

Sachverhalte, die zu einer Abführungssperre führen, waren nicht zu berücksichtigen.

 

Markkleeberg, 23. Juli 2024

Thomas Wollesky, Geschäftsführer

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