BBBank eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Gschwind seit 4.4.2025 | Prokura |
Caroline Beers seit 22.7.2024 | Prokura |
Oliver Lüsch seit 15.10.2015 | Vorstandsmitglied |
Gabriele Kellermann seit 18.1.2010 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BBBank eGKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht E. Erklärung zur Unternehmensführung F. Nichtfinanzielle Berichterstattung A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die BBBank ist eine bundesweite Privatkundenbank. Mit rund 460.000 Mitgliedern, einer Bilanzsumme von mehr als 17 Mrd. EUR und einem Kundengeschäftsvolumen, also der Summe aller bilanziellen Kundenengagements und der an Kooperationspartner vermittelten Geschäfte, von über 34 Mrd. EUR gehört sie zu den größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Die BBBank bietet ihren Kunden mit ihrem Allfinanzangebot eine ganzheitliche Finanzbetreuung. Dazu zählen neben dem Zahlungsverkehr mit Girokonto und Karten das Kreditgeschäft (Dispo, Konsumentendarlehen und Baufinanzierungen), Anlage- und Vorsorgelösungen, Vermögensberatung und Private Banking sowie die persönliche und familiäre Risikoabsicherung. Das Geschäftsmodell der BBBank orientiert sich an dem Nachhaltigkeitskonzept der genossenschaftlichen Finanzgruppe und berücksichtigt auch die Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die BBBank die Erlaubnis zum Betreiben des Hypothekenpfandbriefgeschäfts (§1 Abs. 1 S. 2 Nr. 1a KWG) erhalten. Seit 2022 werden erfolgreich Pfandbriefemissionen durchgeführt und zur Sicherung der Gläubigeransprüche Deckungswerte ins Deckungsregister eingetragen. Die BBBank ist Mitglied des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands e. V. Zudem ist die BBBank der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d S. 1 KWG gehört die BBBank der BVR Institutssicherung GmbH an. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und die Spätfolgen der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+ 1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen. Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,0 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe schwankte dabei im Jahresverlauf zwischen 2,07 % und 2,75 %. Der DAX schloss das Jahr 2023 mit 16.752 Punkten 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4 % zulegen. Geschäftsentwicklung der Kreditgenossenschaften In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 deutschen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik. Die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden EUR auf 777 Milliarden EUR (+ 2,6 %). Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil und betrug Ende 2023 860 Milliarden EUR (- 0,2 %). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden EUR konstant. Die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut liegt aktuell bei knapp 1,7 Milliarden EUR. Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht erhöhten Umfang fort. Die Zahl der selbstständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2023 bei 697 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Institute bzw. um 5,4 % im Vergleich zum Vorjahr. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die BBBank bedient sich zur Beurteilung der Perspektiven Effizienz, Rentabilität, Solidität, Liquidität und Risiko folgender finanzieller Leistungsindikatoren:
Die Formel zur Berechnung der Eigenkapitalrentabilität haben wir gegenüber dem Vorjahr an die vom Prüfungsverband genutzte Formel angepasst, um eine bessere Vergleichbarkeit zu anderen Banken herzustellen. Sie ermittelt sich wie folgt: Quotient aus dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ohne Veränderung der Vorsorgereserven nach § 340f HGB (Zähler) und dem Eigenkapital laut Bilanz (ohne Nachrangige Verbindlichkeiten) zzgl. der Vorsorgereserven nach § 340f HGB (Nenner). Die Formel der ökonomischen Risikotragfähigkeit haben wir im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer finanziellen Leistungsindikatoren angepasst. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Personal- und Sozialbereich) Am 31.12.2023 beschäftigte die BBBank bundesweit 1.341 Mitarbeitende, darunter 431 Teilzeitkräfte sowie 76 Auszubildende und Studierende. Das Durchschnittsalter unserer Beschäftigten beträgt 43,4 Jahre. Durch den 43 junge Menschen umfassenden neuen Ausbildungsjahrgang ergibt sich eine auf Vollzeitkapazitäten bezogene Ausbildungsquote von 7,4 %. Für 2024 sind bis zu 100 neue Ausbildungsstellen vorgesehen. Für die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Jahr 2023 insgesamt 1.426 Seminartermine durchgeführt. Die Zahl der Webinare und Web-Based Trainings betrug 543. Die Vergütungsstruktur im Hause der BBBank basiert auf den Tarifverträgen der genossenschaftlichen Bankengruppe. Neben den tariflichen Vergütungsbestandteilen gewährt die BBBank ihren Mitarbeitenden freiwillige soziale Leistungen und eine betriebliche Altersversorgung. Die BBBank verfolgt eine familienbewusste Personalpolitik und setzt sich nachhaltig für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein; sie ist seit 2011 ununterbrochen mit dem audit berufundfamilie ausgezeichnet und hat dauerhaft dieses Zertifikat erhalten. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Das Wachstum der Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr fortgesetzt. Durch weiterhin hohe Zuflüsse an Kundeneinlagen hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 % erhöht. Hierbei hat sich insbesondere das im Geschäftsjahr stark intensivierte institutionelle Einlagengeschäft als stützend erwiesen. Unsere im Vorjahr getroffene Prognose zum Bilanzsummenwachstum hat sich bestätigt. Das Volumen an außerbilanziellen Geschäften hat sich, konträr zu unserer Vorjahresprognose, leicht um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr verringert. Der Anstieg unserer derivativen Geschäfte zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken auf Einzelpositions- und Gesamtbankebene um 131,2 Mio. EUR auf 4.838,1 Mio. EUR wurde durch den Rückgang der unwiderruflichen Kreditzusagen für noch nicht bzw. noch nicht vollständig abgerufene Kundenkredite (- 167,4 Mio. EUR auf 481,4 Mio. EUR) überkompensiert. Die Eventualverbindlichkeiten haben sich marginal um 0,7 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR verringert.
Der Anstieg der Kundenforderungen hat sich im Geschäftsjahr erwartungsgemäß verlangsamt und sich im Rahmen unserer Prognose um 2,6 % erhöht. Besonders das Baufinanzierungsgeschäft hat sich trotz herausfordernder Marktbedingungen, wie dem Zinsanstieg im Geschäftsjahr, als stabil erwiesen. Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren nahm im Geschäftsjahr um 89,8 Mio. EUR zu, während sich der Bestand an nicht festverzinslichen Wertpapieren in Form von Investmentfonds um 51,7 Mio. EUR reduziert hat. In Summe sind die Wertpapieranlagen damit um 38,1 Mio. EUR auf ein Volumen von 4.361,7 Mio. EUR gestiegen. Hierin enthalten sind festverzinsliche Wertpapiere im Volumen von 77,6 Mio. EUR, die über das Jahresende verliehen waren. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich insbesondere aufgrund der Anlage von erhaltenen institutionellen Kundeneinlagen im Geschäftsjahr um 862,4 Mio. EUR erhöht. Die in der Tabelle dargestellten Aktivposten stellen mit 17.045,2 Mio. EUR rund 97 % der Bilanzsumme dar.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich leicht erhöht. Im Geschäftsjahr hat die BBBank ihr Geschäftsmodell dahingehend ausgeweitet, dass nun vermehrt Einlagen institutioneller Kunden hereingenommen werden, um den Refinanzierungsmix unserer Bank auf eine noch breitere Basis zu stellen. Hierbei werden Tages- und Festgeldanlagen von z. B. Pensions- oder Krankenkassen aufgenommen und fristenkongruent bei der Bundesbank oder unserem genossenschaftlichem Zentralinstitut wieder angelegt, wodurch Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken vermieden werden. Die BBBank hat in 2023 drei Pfandbriefe mit einem Nominalvolumen insgesamt 15 Mio. EUR erfolgreich begeben. Neben der Erstemission in 2022 mit einem Nominalvolumen von 5 Mio. EUR sind in Summe nun vier Pfandbriefe mit einem Gesamt-Nominalvolumen von 20 Mio. EUR emittiert. Für die Kundeneinlagen (Spareinlagen und andere Einlagen) hatten wir für das Geschäftsjahr ein moderates Wachstum prognostiziert. Tatsächlich haben sich die Kundeneinlagen trotz der deutlich zugenommenen Wettbewerbsintensität um Einlagen im Vergleich zum Vorjahr stark um 7,6 % bzw. 1.098,5 Mio. EUR erhöht. Ursächlich hierfür ist die Ausweitung des Geschäftsmodells der Bank um die Hereinnahme von Einlagen institutioneller Kunden. Insgesamt weist die BBBank ein Volumen an Kundeneinlagen von 15.612,9 Mio. EUR aus, welches einem Anteil an der Bilanzsumme von rund 89 % entspricht. Es lässt sich feststellen, dass unsere Kunden ihre Einlagen aufgrund des deutlich gestiegenen Zinsniveaus von unverzinsten KK-Konten auf höherverzinste Anlagekonten umgeschichtet haben. Die Einlagen verteilen sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf Sichteinlagen (6.259,3 Mio. EUR) und Tagesgelder (5.632,9 Mio. EUR). Die Einlagen institutioneller Kunden belaufen sich zum Stichtag auf 2.027,9 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurden weitere nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von zusammen 9,6 Mio. EUR ausgegeben. 4,6 Mio. EUR des Emissionsvolumens wurden von Privatkunden und 5,0 Mio. EUR von institutionellen Anlegern gezeichnet. Der Bestand an nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt 45,4 Mio. EUR stärkt neben unserem Eigenkapital auch die Eigenmittel für die Berechnung der Kapitalquoten. Dienstleistungsgeschäft Wesentliche Beiträge zum Provisionsüberschuss erzielten wir im Kundengeschäft bei der Vermittlung von Wertpapieren und Investmentfonds, Versicherungen sowie im Kartengeschäft, der Kontoführung und der Vermögensverwaltung und -beratung. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
Rundungsbedingt können sich marginale Differenzen ergeben. 1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Die wesentliche Ertragsquelle der Bank, der Zinsüberschuss, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 49,2 % gesteigert werden und hat damit insgesamt unsere Erwartungen eines spürbaren Anstiegs erfüllt. Im Kundenkreditgeschäft konnten wir aufgrund der gestiegenen Marktzinsen und eines Anstiegs im Kreditbestand höhere Zinserträge erwirtschaften. Dem gegenüber hat sich allerdings auch der Zinsaufwand im Kundeneinlagengeschäft deutlich erhöht, was vor allem auf eine Umschichtung von unverzinsten Kontokorrent-Guthaben in höherverzinsliche Festgeldeinlagen sowie die in 2023 wieder eingeführte Verzinsung von Tagesgeldeinlagen zurückzuführen ist. Im Eigenanlagengeschäft konnten die Zinserträge ebenso aufgrund des gestiegenen Marktzinsniveaus deutlich gesteigert werden. Getragen wurde die Steigerung des Zinsüberschusses auch durch das zu Absicherungszwecken abgeschlossene Derivategeschäft und die fristenkongruente Anlage aufgenommener Gelder institutioneller Einleger. Der Provisionsüberschuss, der in diesem Geschäftsjahr erwartungsgemäß leicht um 4,6 % zurückgegangen ist, leistet einen wesentlichen Ergebnisbeitrag zum Erfolg unserer Bank. Die Erträge konnten im Bereich der Kontoführung und des Zahlungsverkehrs gesteigert werden. Demgegenüber sind die Erträge aus der Wertpapierleihe gesunken. Zudem haben sich die Aufwendungen für die Kreditvermittlung im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. In einem schwierigen Kapitalmarktumfeld blieben die Erträge aus dem Wertpapier- bzw. Fondsvermittlungsgeschäft relativ stabil. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 10,7 % hat unsere Vorjahresprognose von einer leichten Zunahme überschritten. Die Personalaufwendungen sind aufgrund von tariflichen Gehaltssteigerungen sowie inflationsbedingten Zuführungen zu Pensionsrückstellungen um 10,1 % gestiegen. Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen ist durch höhere Aufwendungen für IT und Marketing geprägt. Günstig hingegen haben sich die Bewirtschaftungskosten für eigene Gebäude sowie die Regulatorik-Aufwendungen entwickelt. Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte, Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung haben sich aufgrund der weiteren Bündelung der bankgenutzten Immobilien in unserer Immobilien-Tochtergesellschaft weiter reduziert. Infolge der beschriebenen Einzelergebnisse hat sich das Teilbetriebsergebnis mit einem Wert von 103,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen beläuft sich auf -2,6 Mio. EUR und ist damit deutlich geringer als im Vorjahr. Der merkliche Rückgang resultiert aus dem im Vorjahr enthaltenen Gewinn aus dem Verkauf von Immobilien an unser Tochterunternehmen. Das Bewertungsergebnis liegt mit -27,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert, als ein Ertrag von 8,9 Mio. EUR ausgewiesen wurde. Neben Zuführungen zu Pauschalwertberichtigungen auf der Grundlage des IDW RS BFA 7 und Einzelwertberichtigungen sowie vorgenommenen Bewertungen in den Eigenanlagen und Beteiligungen wurden insbesondere Vorsorgereserven nach § 340f HGB zur Stärkung der Resilienz der Bank gebildet. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 73,3 Mio. EUR liegt um 10,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür war die Auflösung von Vorsorgereserven nach § 340f HGB im Vorjahr, die zur Kapitalstärkung dem Fonds für allgemeine Bankrisiken zugeführt wurden. Nach Berücksichtigung des Steueraufwands von 31,1 Mio. EUR und einer zur Stärkung des harten Kernkapitals vorgenommenen Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB in Höhe von 26 Mio. EUR verbleibt erwartungsgemäß ein deutlich über dem Vorjahr liegender Jahresüberschuss in Höhe von 16,2 Mio. EUR. Die CIR erreicht einen Wert von 65,8 % und liegt damit günstiger als prognostiziert. Ursächlich für die erfreuliche Entwicklung ist insbesondere der stark gestiegene Zinsüberüberschuss im Vergleich zum Vorjahr. b) Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war jederzeit gegeben. Die Liquiditätsrisiken der Bank werden laufen im Rahmen einer revolvierenden Planung des Liquiditätsbedarfs überwacht. Aufgrund unserer Liquiditätsplanung und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund, der unterhaltenen Bankguthaben sowie der Möglichkeit, Hypotheken gedeckte Namenspfandbriefe zu emittieren, gehen wir davon aus, dass auch im Geschäftsjahr 2024 nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist. Die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten von 100 % für die Liquiditätskennzahl (Liquidity Coverage Ratio - LCR) und die Kennzahl zur stabilen Refinanzierung (Net Stable Funding Ratio - NSFR) wurden im Jahresverlauf immer übererfüllt. Zum 31.12.2023 beträgt die LCR 184,4 % und die NSFR 133,7 %. Den Mindestreserveverpflichtungen sind wir nachgekommen. Investitionen Die Investitionen (Zugänge zu Sachanlagen und immateriellem Anlagevermögen) im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen insgesamt bei 6,8 Mio. EUR. Davon wurden in Grundstücke und Gebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung ca. 6,1 Mio. EUR und in immaterielles Anlagevermögen ca. 0,7 Mio. EUR investiert. Das Geschäftsstellennetz der BBBank umfasst zum 31. Dezember 2023 insgesamt 72 Filialen. c) Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die bilanzielle Eigenkapitalausstattung hat sich im Berichtsjahr weiter erhöht. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB in Höhe von 26,0 Mio. EUR, der Erhöhung des gezeichneten Kapitals um 16,2 Mio. EUR, der Einstellung in die Ergebnisrücklagen aus dem Vorjahr in Höhe von 5,2 Mio. EUR sowie der Vorwegzuweisung zu den Rücklagen in Höhe von 8,7 Mio. EUR, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedarf. Darüber hinaus hat die Bank erneut nachrangige Schuldscheindarlehen an institutionelle Kunden sowie nachrangige Kundeneinlagen in Höhe von insgesamt 9,6 Mio. EUR ausgegeben. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt im Jahr 2023 7,4 %; sie liegt damit deutlich höher als im Vorjahr (3,3 %) und hat damit unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Die Gesamtkapitalquote (18,0 %) sowie die Kernkapitalquote (16,2 %) liegen aufgrund der vorgenommenen Kapitalmaßnahmen (Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken, Ausgabe von Nachrangkapital) über unseren Erwartungen. Die aufsichtsrechtlichen Mindestquoten werden eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,09 % (Vorjahr: 0,08 %). Kundenforderungen Die Kundenforderungen machen einen Anteil von 52 % der Bilanzsumme aus und betragen zum Bilanzstichtag 9.181,5 Mio. EUR. Aufgrund unserer geschäftspolitischen Ausrichtung sind die Kundenkredite hinsichtlich Größe und Region granular und breit gestreut. Rund 99 % unserer Kundenforderungen entfallen auf den Privatkundensektor, Kommunaldarlehen machen ca. 1 % des Bestandes aus. Rund 53 % der bestehenden Kundenforderungen entfallen auf Hypothekendarlehen. Das Neukreditgeschäft und die Zinsneuvereinbarungen setzen sich auch 2023 überwiegend aus privaten Baufinanzierungen zusammen. In dieser Finanzierungsart wurden insgesamt 5.437 Finanzierungen mit einem Volumen von 1.043,7 Mio. EUR getätigt. Darüber hinaus konnten 5.618 Konsumentenkredite mit einem Volumen von 110,5 Mio. EUR abgeschlossen werden. Akute Ausfallrisiken sind von untergeordneter Bedeutung und durch Wertberichtigungen hinreichend gedeckt. Für latente Risiken im Kundenkreditgeschäft bestehen in ausreichendem Maße Pauschalwertberichtigungen und Pauschalrückstellungen sowie Vorsorgereserven. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzte Kredithöchstgrenze sowie die einschlägigen Kreditregelungen des KWG und der CRR wurden während des gesamten Berichtszeitraums eingehalten. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der BBBank eG entwickelten sich wie folgt:
Die uns zur Verfügung gestellten Kundeneinlagen wurden im Kreditgeschäft als Kundendarlehen ausgereicht, auf Bankenkonten unterhalten oder in Wertpapieranlagen investiert. Der Wertpapierbestand erhöhte sich um 38,2 Mio. EUR bzw. 0,9 % auf 4.361,7 Mio. EUR und beträgt 24,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 26,2 %). Das Management der Wertpapieranlagen ist in einen Prozess einer integrierten Ertrags- und Risikosteuerung auf Gesamtbankebene eingebettet und im ProfitCenter Treasury gebündelt. Die Bank investiert im Direktbestand im Wesentlichen in Anleihen öffentlicher Emittenten sowie in besicherte Anleihen, überwiegend in Emittenten aus Kerneuropa (Deutschland, Frankreich, Österreich, Niederlande, Schweiz, Luxemburg) sowie Nordeuropa (Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland). Berücksichtigung im Portfolio finden neben einem Spezialfonds ("Masterfonds"), innerhalb dessen in internationale Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen, Immobilienfonds, Kreditverbriefungen sowie Aktien und Strategien mit absolutem Ertragsziel investiert wird, auch weitere diversifizierte Immobilienfonds, die aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts (in der Regel über 10 Jahre hinaus bzw. dauerhaft) im Anlagevermögen geführt werden. Darüber hinaus investiert die Bank in Infrastruktur- und Private Equity-Fonds. Die Wertpapierbestände der Liquiditätsreserve wurden auf der Grundlage aktueller Markt- oder Börsenpreise bzw., sofern diese nicht vorlagen, auf der Grundlage allgemein anerkannter Bewertungsmethoden bewertet. Die im Vorjahr als vorübergehend erachtete Wertminderung in Höhe von 29,6 Mio. EUR im Masterfonds wurde bereits im Geschäftsjahr aufgrund der eingetretenen Wertsteigerung, unter anderem aufgrund der Pull-to-Par Effekte, wieder ausgeglichen. Durch diese Kurserholung weist der Masterfonds wieder Bewertungsreserven aus. Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren wurden Abschreibungen von 176,0 Mio. EUR zulässigerweise nicht vorgenommen. Von unseren Wertpapieranlagen befinden sich zum Jahresende rund 93 % im Investmentgrade-Bereich. Derivatgeschäfte Bei den Derivatgeschäften handelt es sich zum einen um Zinsswaps, die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken auf Gesamtbankebene (Aktiv-/Passiv-Steuerung) sowie zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken auf Einzelpositionsebene (Micro-Hedges) abgeschlossen werden. Ebenso werden zum anderen Swap-Optionen zu Absicherungs- und Steuerungszwecken eingesetzt. Dem Absicherungsziel entsprechend haben sich die Marktwerte der Derivatgeschäfte aufgrund der Marktzinsentwicklung deutlich positiv entwickelt und konnten dadurch das Abschmelzen unserer Nettozinsbuchreserve merklich reduzieren. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Zusammenfassend betrachtet war das Geschäftsjahr durch den von den Notenbanken weiter forcierten Zinsanstieg geprägt. Damit zusammenhängend konnten wir wieder verschiedene, kurz- wie langfristige Einlagenangebote unterbreiten, welche von Bestands- und Neukunden angenommen wurden. In dem für uns wichtigen Geschäftsfeld Baufinanzierung haben wir den Bestand an Forderungen trotz gestiegener Zinsen erfreulicherweise weiter ausbauen können. Ebenso trug das Wertpapiergeschäft unserer Kunden erneut positiv zu unserem Ergebnis bei. Die vorjährigen negativen Auswirkungen auf unseren Eigenanlagenbestand erwiesen sich wie prognostiziert als temporär. Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als sehr zufriedenstellend, da unser Geschäftsmodell als Privatkundenbank aufgrund der Zinsentwicklung wieder vermehrt zum Tragen kommt. Dies erlaubt uns eine auskömmliche Rücklagenbildung und eine marktgerechte Bepreisung unserer Produkte für unsere Kunden. Die Vermögens- und Finanzlage ist nach wie vor geordnet. Eine ausreichende Liquidität war jederzeit vorhanden. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung wurden jederzeit erfüllt. Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände wurden nach handelsrechtlichen Grundsätzen bewertet. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen haben wir in ausreichendem Umfang gebildet. C. Risiko- und Chancenbericht Organisation des Risikomanagements Die Banksteuerung der BBBank ist an der ökonomischen und normativen Risikotragfähigkeit - der Eigenschaft, Risiken oder etwaige Verluste durch Risikodeckungspotenzial tragen zu können - ausgerichtet. Die Risikokultur der BBBank spiegelt sich im Zusammenspiel zwischen den funktionalen Risikomanagern der Geschäftsbereiche, dem internen Kontrollsystem, dem neutralen Risikocontrolling und den Entscheidungsträgern wider. Zur Förderung der Risikokultur und eines bewussten Umgangs mit Risiken hat die BBBank einen Verhaltenskodex für Mitarbeiter erstellt. Ausgerichtet an den vom Vorstand festgelegten Leitlinien der Risikostrategie erfolgen die Risikosteuerung sowie die zeitnahe Überwachung der Risiken. Den Risiken aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben begegnet die Bank durch die Förderung und Implementierung einer Compliance-Kultur, die durch die Grundeinstellungen und Verhaltensweisen des Managements, die Rolle des Aufsichtsorgans sowie ein adäquates Compliance-Management-System geprägt wird. Risikoinventur Grundlage für ein erfolgreiches Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Analyse aller für die Bank relevanten Risiken. Im Rahmen der Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir Risiken auf Gesamtinstitutsebene. Bei der Beurteilung der Wesentlichkeit eines Risikos beschränken wir uns nicht ausschließlich auf bilanzielle Größen, es werden alle wesentlichen Aspekte berücksichtigt, welche die Substanz (Vermögen, Kapital) einschließlich der Liquidität sowie die Ertragskraft belasten können. Die Beurteilung erfolgt vor dem Hintergrund vorhandener Risikokonzentrationen. Im Rahmen der Risikoinventur 2023 wurden unter Berücksichtigung aller relevanten internen Risikofaktoren und externen Risikotreiber die Risikokategorien Adressrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelle Risiken als wesentlich für die BBBank eingestuft. Sämtliche Analysen wurden unter der Berücksichtigung von ESG-Aspekten vorgenommen. ESG (Environmental, Social and Governance) sind Kriterien und Rahmenbedingungen für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Hinblick auf Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsfragen. Es wurde kein erhöhter Einfluss von ESG-Risiken identifiziert, der eine Beeinflussung der Wesentlichkeit einzelner Risikoarten zur Folge hat. Die Wesentlichkeitsgrenze (25 Mio. EUR) leitet sich neben der aufsichtlichen Definition gemäß MaRisk von einer quantitativen und qualitativen Beurteilung ab. Das Risikoprofil der Bank hat sich nicht wesentlich geändert, bestandsgefährdende Risiken wurden nicht festgestellt. Die wesentlichen Risikokategorien und Risikokonzentrationen steuert und überwacht die BBBank mittels anerkannter Verfahren und bindet diese in die Risikotragfähigkeitsberechnung ein. Die angewendeten Risikomodelle, ermittelten Ergebnisse und zugrundeliegenden Annahmen werden regelmäßig plausibilisiert und einem Backtesting unterzogen, um qualifizierte Aussagen zur Validität des Risikosystems zu treffen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu gewährleisten. Limit- und Frühwarnsysteme sowie Maßnahmenpläne für den Fall von Richtwertüberschreitungen fördern das Risikobewusstsein in der BBBank. Risikotragfähigkeit Die Überwachung und Steuerung unserer Risikotragfähigkeit erfolgt gemäß den Anforderungen des ICAAP sowohl aus normativer als auch aus ökonomischer Sicht. Beide Perspektiven dienen gleichberechtigt und verzahnt der Steuerung unserer Bank. Die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen wird über die normative Perspektive der Risikotragfähigkeitsrechnung überwacht und sichergestellt. Hierin werden alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden, intern festgelegten Ambitionsniveaus berücksichtigt. Relevante Steuerungsgrößen der normativen Perspektive sind demnach insbesondere die Kernkapitalanforderung, Gesamtkapitalanforderung und die Eigenmittelempfehlung sowie sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und Großkreditobergrenzen. Zentrales Element ist die im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses erstellte Kapitalplanung, die auf Basis der Mittelfristplanung die Ertrags-, Risiko- und Kapitalentwicklung prognostiziert und so frühzeitig Handlungsbedarfe erkennen lässt. Die Kapitalplanung berücksichtigt neben dem Planszenario auch die Entwicklungen unter Annahme adverser Szenarien und Stresstests. Die Entwicklung der regulatorischen Eigenmittel und der normativen Risiken (risikogewichtete Aktiva) werden unterjährig überwacht und der in der Kapitalplanung prognostizierten Entwicklung gegenübergestellt. Die Ergebnisse der Kapitalplanung zeigen, dass die BBBank über ausreichend Eigenmittel verfügt, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Neben einer Neupositionierung der Geschäftsanteile als anrechenbare Eigenmittel und der Möglichkeit, Geschäftsguthaben bis 7.500 EUR zu zeichnen, hat die Bank über die Begebung nachrangiger Schuldscheindarlehen an institutionelle Anleger oder nachrangiger Einlagen an Kunden eine weitere Alternative geschaffen, bei Bedarf das Ergänzungskapital zu stärken. Darüber hinaus stehen weiterhin Reserven nach § 340f HGB zur Verfügung, die in anerkannte Eigenmittel transformiert werden können. Im Jahr 2023 hat die BBBank die geforderte Kernkapitalquote und die Eigenmittelempfehlung hinsichtlich Gesamtkapitalquote erfüllt (per 31.12.2023: 16,2 % bzw. 18,0 %). Die ökonomische Perspektive dient gleichfalls der langfristigen Sicherung der Substanz des Instituts und mithin auch dem in AT 4.1 Tz. 2 MaRisk geforderten Schutz der Gläubiger vor Verlusten. Das ökonomische Risikodeckungspotenzial wird monatlich ermittelt. Im Einklang mit der gelebten Risikokultur stellt die Geschäftsleitung nicht das gesamte zur Verfügung stehende Risikodeckungspotenzial als Risikolimit zur Verfügung. Zum 31.12.23 sind 32,7 % des Risikodeckungspotenzials nicht in Risikolimits allokiert (Management-Puffer 200 Mio. EUR, "freies RDP" 281,4 Mio. EUR). Die Risiken werden barwertig mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % ermittelt und den verabschiedeten Risikolimits gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit war im Jahr 2023 stets sichergestellt. Per Jahresende 2023 liegt die Auslastung des gestiegenen Risikodeckungspotenzials in Höhe von 1,47 Mrd. EUR durch die festgelegten wesentlichen Risiken bei 51 %. Die für diese Risiken insgesamt vergebenen Risikolimits von 950 Mio. EUR bewegen sich mit einer Auslastung von rd. 79 % auf Zielniveau. Die BBBank führt regelmäßig Stresstests durch, um die Institutsstabilität auch bei Eintritt von außergewöhnlichen Negativereignissen zu überprüfen. Die 2023 durchgeführten Stresstests bestätigten die Risikotragfähigkeit der Bank. Risikomessung und -steuerung wesentlicher Risiken Das Adressrisiko Kundenkreditgeschäft beschreibt die Gefahr, dass gegenüber der Bank bestehende Zahlungsverpflichtungen seitens der Kunden inkl. Kommunen ganz oder teilweise uneinbringlich werden oder sich die Bonität der Kunden verschlechtert. Zur Steuerung und Begrenzung der Einzelrisiken im Kundenkreditgeschäft besteht ein nach den Kriterien Gesamtengagement, Rating/Scorewert und Blankoanteil orientiertes Kompetenztableau im Kompetenzplan. Für die Bonitätseinstufung von Neu- bzw. Bestandskunden wird im Kundenkreditgeschäft das VR-Rating eingesetzt, das Einfluss auf die Preisgestaltung bei Kreditabschlüssen hat. Die Einhaltung der für das Kundenkreditgeschäft geltenden strategischen Kreditgrundsätze und Strukturlimits wird laufend überwacht. Das Kreditreferat und das Risikocontrolling haben die zentralen Aufgaben der Analyse und Bewertung des Kundenkreditportfolios sowie das Erkennen und Bearbeiten von Risikosignalen (Risikofrüherkennung, Frühwarnsystem). Das Risikocontrolling quantifiziert monatlich das Adressrisiko aus dem Kundenkreditgeschäft (Gesamtportfolioebene) unter Einsatz von Value-at-Risk-Verfahren. Das Gesamtportfolio sowie Risikokonzentrationen werden durch detaillierte Portfoliostrukturauswertungen analysiert. Hierbei werden verschiedene Ausprägungen (Produkte, Scoring, Größenklassen und Kreditnehmer, Altersstruktur, Sicherheitenarten, Region) anhand struktureller Maßgaben bewertet. Konzentrationen ergeben sich für die BBBank durch die strategische Fokussierung auf das Privatkundengeschäft und aus der Ausrichtung der Geschäftstätigkeit auf Deutschland. Resultierend aus dem Baufinanzierungsgeschäft dominieren bei der Absicherung von Forderungen die Grundpfandrechte auf zu Wohnzwecken genutzte Immobilien. Das Portfolio des Kundenkreditgeschäfts wird hinsichtlich der Strukturmerkmale Risikoklassen, Risikorelevanz und Größenklassen als risikoarm eingestuft. Die bemerkenswerten Engagements (offenlegungspflichtige Kredite nach § 18 KWG, Organkredite und Kreditnehmer mit überwiegenden Einkünften aus selbständiger Tätigkeit) stellen mit Blick auf den relativ geringen Anteil am Gesamtportfolio von 7,4 % (Blankoquote rd. 27 %) keinen Risikotreiber dar. Die einer intensiven Überwachung unterliegenden Engagements (Intensivengagements) sind mit rd. 0,2 % des Gesamtportfolios von untergeordneter Bedeutung. Die NPL-Quote beträgt zum Jahresende 0,11 %. Die Risikovorsorge ist angemessen. Die Folgen der Corona-Krise bzw. des Ukraine-Konflikts haben sich nicht im Bewertungsergebnis oder Risiko des Kundengeschäfts der BBBank niedergeschlagen. Das Bewertungsergebnis ist unauffällig. Der barwertig ermittelte, erwartete Verlust und das Risiko (unerwarteter Verlust) bewegen sich bezogen auf das Kundenkreditvolumen mit 0,39 % bzw. 0,29 % auf niedrigem Niveau. Das Risikolimit ist zu 90 % ausgelastet. Das Adressrisiko im Eigengeschäft beschreibt die Gefahr, dass gegenüber der Bank bestehende Zahlungsverpflichtungen seitens der Emittenten/Kontrahenten ganz oder teilweise uneinbringlich werden oder sich die Bonität der Emittenten/Kontrahenten verschlechtert. Für das Eigengeschäft gelten strategische Investitionsgrundsätze, Strukturlimits und der Produkte- und Märktekatalog. Diese geben den Rahmen für die risikosensitive Anlagepolitik vor. Für jeden Emittenten und Kontrahenten sind feste und/oder bonitätsabhängige Linien eingerichtet, auf die die getätigten Geschäfte unverzüglich angerechnet werden. Die Linien werden täglich überwacht. Es besteht ein differenziertes Liniensystem mit gestaffelten Kreditentscheidungsprozessen. Die Entwicklung definierter Risikofrühwarnindikatoren wird regelmäßig überwacht. Des Weiteren existiert ein Frühwarnsystem für gedeckte und ungedeckte Forderungen in Form einer Risikoampel. Regelmäßig und anlassbezogen wird die Bonität der Emittenten und Kontrahenten analysiert; im Bedarfsfall werden Maßnahmen abgeleitet. Entscheidungen werden im Treasury-Team beraten und anschließend durch die Geschäftsleitung ggf. unter Einbeziehung des Kredit- und Risikoausschusses getroffen. Das klassische Ausfallrisiko im Eigengeschäft und die Risiken aus einer Bonitäts- bzw. einer Marktspreadänderung werden unter Einsatz von Value-at-Risk-Verfahren quantifiziert. Risikokonzentrationen werden durch detaillierte Portfoliostrukturauswertungen analysiert. Hierbei werden verschiedene Ausprägungen (Rating, Größenklassen, Branchen, Emittenten, Deckungsgrade, Assetklassen und Länder) anhand struktureller Maßgaben bewertet. Die Adressrisiken des Eigengeschäfts stellen mit Blick auf die absolute Höhe für die BBBank eine wesentliche Risikoart dar. Das Gesamtvolumen des Eigengeschäfts ist im Jahr 2023 im Direkt- und Fondsbestand auf rd. 8,66 Mrd. EUR angestiegen. Trotz dieser Volumenausweitung und der im Jahr 2023 beobachteten Marktentwicklungen konnte das Risiko bezogen auf das Volumen durch umfangreiche risikoreduzierende Maßnahmen auf 1,6 % gesenkt werden. Die Risikolimitauslastung bewegt sich mit 71 % unter dem vorgesehenen Niveau. Für unser Haus relevante Ratingherabstufungen respektive Ausfälle waren im Eigengeschäft nicht zu beobachten. Teile des Vermögens hält die BBBank in Beteiligungen; im Wesentlichen sind dies über eine Tochtergesellschaft und andere Beteiligungsunternehmen gehaltene Verbundbeteiligungen an der DZ Bank AG, der Union Asset Management Holding AG und der Atruvia AG sowie unmittelbar an der weiteren Tochtergesellschaft Grundstücksverwaltung am Zirkel GmbH & Co. KG. Aufgrund ihrer Höhe resultiert ein wesentliches Risiko. Das Risikolimit wird zu 85 % ausgelastet. Das Marktpreisrisiko bezeichnet die Gefahr einer negativen Wertänderung für Positionen im Handels- und im Anlagebuch infolge von Veränderungen von preisbeeinflussenden Parametern. Die BBBank ist kein Handelsbuchinstitut im Sinne der Regelungen der CRR. Die aktive Steuerung des Marktpreisrisikos beginnt bei der Vorbereitung der Handelsgeschäfte. Geschäfts- und Auswirkungsanalysen sorgen neben einem Kompetenzsystem für die Einhaltung der strategischen Grundsätze der Anlagepolitik. Für die Quantifizierung und Analyse der Marktpreisrisiken setzt die BBBank Value-at-Risk-Verfahren mit historischer Simulation, Risikofaktorsimulationen, Optionspreismodelle und Szenarioanalysen ein. Fonds fließen über Strukturmerkmale, Risikokennzahlen einschließlich zugehöriger Stressbetrachtungen in die Risikobetrachtung mit ein. Die hierfür von den Fondsgesellschaften eingesetzten Risikomessverfahren sind von der BBBank im Hinblick auf ihre Konsistenz zu den bankeigenen Verfahren geprüft und freigegeben worden. Ein für die BBBank unter Risikogesichtspunkten bedeutendes Portfolio ist das strategische Zinsbuch. Die laufenden Erträge aus verzinslichen Vermögensanlagen bzw. deren Anteil am Vermögensbarwert liefern einen für die Bank signifikanten Ergebnisbeitrag. Zinsrisiken werden auf Gesamtbankebene einschließlich Anlagebuch und Kundengeschäften gemessen, bewertet und benchmarkorientiert gesteuert. Derivative Sicherungsgeschäfte in Form von Micro-Hedges und Derivate zur Aktiv-/Passiv-Steuerung werden in Form von Zinsswaps und Swap-Options-Geschäften vor diesem Hintergrund getätigt. Das Zinsänderungsrisiko des Gesamtportfolios ist im Jahr 2023 gesunken und liegt nach dem aufsichtsrechtlich definierten Basel II-Zinsrisikokoeffizienten (Zinsshift + 200 BP) bei 14,33 %. In der ökonomischen Risikotragfähigkeitsrechnung sinkt das barwertige Zinsänderungsrisiko im Direktbestand trotz zusätzlicher Investitionen. Das barwertige Risikobudget ist zu 74 % ausgelastet. Weitere wesentliche Marktpreisrisiken resultieren insbesondere aus dem Fondsbuch. Bedeutend ist hier neben dem Aktien-, Währungs- und Immobilienrisiko ebenfalls das Zinsänderungsrisiko. Im Jahresverlauf 2023 wurde das Fondsvolumen reduziert und zusätzlich risikoreduzierende Umschichtungen vorgenommen. Die barwertigen Marktpreisrisiken des Fondsbuchs betragen zum Jahresende rd. 13 % des Fondsvolumens. Das Risikobudget ist zu 89 % ausgelastet. Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass gegenwärtige oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder fristgerecht erfüllt, zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Konditionen beschafft oder Vermögenswerte nur mit Abschlägen liquidiert werden können. Die BBBank refinanziert das Kundenkreditgeschäft über Eigenkapital bzw. Kundeneinlagen. Somit ist sie grundsätzlich unabhängig von einer Refinanzierung über den Kapitalmarkt. Im Liquiditätsmanagement der BBBank sind Prozesse für die dispositive (kurzfristige) und strukturelle (langfristige) Liquiditätssteuerung etabliert. Im Bereich der kurzfristigen Liquiditätssteuerung existiert ein System mit mehrstufigen Warngrenzen, die definierte Eskalationsstufen auslösen. Szenariobetrachtungen bzw. daraus resultierende Ablaufbilanzen geben Aufschluss über die strategische Liquiditätssituation der Bank. Im Jahr 2023 hat die BBBank zu keiner Zeit eine Unterdeckung ihres kurz- bzw. langfristigen Liquiditätsbedarfs festgestellt. Abflüsse privater Kundeneinlagen wurden durch Einlagen institutioneller Kunden überkompensiert. Risikokonzentrationen in Form hoher Kundeneinlagen, die bei sofortigem Abzug die Refinanzierung gefährden könnten, existieren bei der BBBank aktuell nicht. Während die Einlagen von Privatkunden sehr granular verteilt sind, erfolgt die Gegenanlage der großvolumigen Einlagen institutioneller Kunden fristenkongruent bei der Deutschen Bundesbank und DZ Bank AG. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfüllen per 31.12.2023 mit einem Wert von 184 % bzw. 134 % die aufsichtlichen Anforderungen. Die Summe der belasteten und somit nicht schnell verfügbaren Aktiva (Asset Encumbrance) liegt im Verhältnis zur Bilanzsumme mit 2,2 % deutlich unter der Meldegrenze von 15 %. Für den Fall von Liquiditätsengpässen existiert ein Maßnahmenplan. Zur Sicherheit hält die Bank unter anderem permanent einen Bestand von mindestens 150 Mio. EUR an Wertpapieren, die zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung bei der Deutschen Bundesbank zur Verfügung stehen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Liquidität über die Begebung von Pfandbriefen zu generieren. Die Liquiditätssituation ist gut, im Risikoszenario wurde kein Liquiditätsrisiko festgestellt. Die in den Stress-Szenarien simulierten Risiken sind tragbar. Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Schäden infolge fehlerhafter interner Prozesse, menschlicher Fehler, Technologieversagen oder externer Ereignisse. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein, beinhaltet aber nicht strategische Risiken oder Reputationsrisiken. Zusätzlich fallen Risiken aus Auslagerungsaktivitäten sowie das Compliance-Risiko in den Bereich der operationellen Risiken. Die BBBank hat Prozesse installiert, durch die die Identifikation, Bewertung und Steuerung operationeller Risiken sichergestellt wird. Neben einer permanenten Überwachung besteht eine ad hoc-Meldepflicht bei bedeutenden Schadensfällen. Die Risikomessung erfolgt ex post durch die Schadendatenauswertung. Im Rahmen der ex ante-Risikomessung werden die operationellen Risiken bezüglich ihrer Eintrittshäufigkeit sowie der Schadenhöhe eingestuft und quantifiziert. Die BBBank hat eine zentrale Dienstleistersteuerung etabliert, die gemeinsam mit einem beigeordneten Expertenteam die Leistungs- und Risikoüberwachung ausgelagerter Prozesse (inkl. Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben, z.B. Risikoanalysen) durchführt. Darüber hinaus wurden Regeln für das Eingehen bzw. die Beendigung von Auslagerungsaktivitäten definiert. Der IT-Sicherheit und dem Notfallmanagement misst die BBBank durch eine eigens geschaffene Organisationseinheit entsprechende Bedeutung bei. Die Anforderungen der Mindestanforderungen an Compliance (MaComp) sowie die in den MaRisk geforderte Einrichtung einer Compliance-Funktion sind in der BBBank umgesetzt. Im Jahr 2023 traten keine Schäden aus operationellen Risiken auf, die die Risikotragfähigkeit der BBBank wesentlich beeinflusst haben. Im Rahmen aufsichtlicher Prüfungen bei zentralen Dienstleistern des Verbundes wurden wesentliche Mängel festgestellt. Die Mängelbeseitigung erfolgt durch die Dienstleister im Rahmen verschiedener Maßnahmenpakete. Nachhaltigkeitsrisiken stellen keine eigenständige Risikoart dar und finden über diesbezügliche Risikotreiber in den beschriebenen wesentlichen Risikoarten Berücksichtigung. Durch die Beruhigung respektive Erholung der Märkte im Jahr 2023 wurden die zinsinduzierten Kurswertabschläge des Vorjahres durch Wertaufholungen im Direkt- und Fondsbestand teilweise kompensiert. Daraus resultierten deutliche Reduzierungen der stillen Lasten bzw. ein Aufbau stiller Reserven in Wertpapieren des Anlagevermögens und GuV-wirksame Zuschreibungen bei Wertpapieren des Umlaufvermögens. Durch umfangreiche, risikoreduzierende Maßnahmen wurden Risiken insbesondere in den Fondsmandaten abgebaut. Das resultierende Bewertungsergebnis konnte durch das starke operative Ergebnis gedeckt und zusätzlich die Resilienz der Bank durch eine deutliche Stärkung der Rücklagen und der Bildung von zusätzlichen Vorsorgereserven nach § 340f HGB zum Jahresende verbessert werden. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die dargestellten Risikokategorien für die BBBank kein existenzbedrohendes Moment darstellen und die Risikotragfähigkeit sichergestellt ist. Eine wesentliche Änderung der aktuellen Risikopositionierung ist nicht vorgesehen. Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung der Bank bestehen in einer positiven Entwicklung der Konjunktur sowie einem Verharren der Zinsstrukturkurve auf dem aktuellen Niveau. Risiken für die Bank bestehen bei Verwerfungen an den Finanzmärkten, ausgelöst bspw. durch eine Ausweitung der Kriege in der Ukraine oder im Nahen Osten, Spannungen in Asien (China/Taiwan) oder einem unerwarteten Zinsanstieg. Diese können insbesondere zu Wertberichtigungen auf Wertpapiere im Geschäftsjahr 2024 führen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts sind die Auswirkungen auf das Risikoergebnis unwesentlich. D. Prognosebericht Unsere Prognosen beziehen sich auf das folgende Geschäftsjahr (einjähriger Prognosezeitraum) und basieren auf den gegenwärtigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Wir haben hierbei insbesondere die weiterhin erhöhte Inflation, deren Entwicklung und die daraus resultierende Zinspolitik der EZB berücksichtigt. Prognosen sind derzeit aufgrund der fragilen geopolitischen Lage sowie Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet und die Auswirkungen schwer abschätzbar. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, als nicht zutreffend erweisen. Wir analysieren laufend die möglichen Auswirkungen auf die Risikolage und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist. In unserer Prognose zum Geschäftsvolumen gehen wir davon aus, dass sich unser Wachstum im bilanziellen und außerbilanziellen Geschäft deutlich fortsetzen wird. Für das Baufinanzierungsgeschäft planen wir zinsniveaubedingt einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Für den Einlagenbestand rechnen wir mit einem moderaten Wachstum. Für das außerbilanzielle Kundengeschäft (i.S. von Depot B und Wertpapier-/ Fondsvermittlung) sind, unter Berücksichtigung der prognostizierten Zins- und Kapitalmarktentwicklung, Steigerungsraten leicht unterhalb der Vorjahre geplant. Nachdem 2023 die Marktzinsen stärker als geplant gestiegen sind und eine deutlich inverse Zinsstruktur entstanden ist, erwarten wir für 2024 einen deutlicheren Rückgang der kurzfristigen bzw. einen Seitwärtstrend bei den langfristigen Zinsen, so dass eine leicht inverse Zinsstruktur bestehen bleiben wird. Der in 2023 stärker als erwartet gestiegene Zinsüberschuss wird 2024 wieder spürbar unter das Niveau des Vorjahres sinken. Wir gehen davon aus, dass stetige Anpassungen der Einlagenzinsen notwendig bzw. Umschichtungen seitens der Kunden zu höher verzinsten Anlagen zunehmen werden. Der Provisionsüberschuss sank 2023 wie prognostiziert leicht ab. Wir rechnen im Prognosezeitraum mit einem im Vergleich zu 2023 konstanten Provisionsüberschuss. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind 2023 stärker als geplant gestiegen. Hierbei waren über die Planung hinausgehende Investitionen sowie Rückstellungsbildungen ursächlich. Der Personalaufwand wird nach Einmalbelastungen 2023 wieder stärker sinken, die anderen Verwaltungsaufwendungen werden hingegen durch Preissteigerungen, Investitionen in Digitalisierung und Markenbekanntheit stärker steigen. In Summe rechnen wir mit allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in konstanter Höhe. Für den Prognosezeitraum gehen wir von einem leicht negativen Bewertungsergebnis aus. Die nach wie vor unwesentlichen Ausfälle bzw. Wertberichtigungen aus dem Kundenkreditgeschäft werden auf nahezu gleichem Niveau wie im Vorjahr erwartet. Das Ergebnis vor Steuern wird deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen. Die Cost-Income-Ratio konnte 2023 stärker als geplant auf 65,8 % gesenkt werden und wird 2024 wieder über 70 % steigen. Wir erwarten eine Eigenkapitalrentabilität leicht unter dem Niveau von 2023 (7,4 %). Die Kapitalquoten haben sich besser als erwartet entwickelt. Mit Blick auf den erwarteten moderaten Anstieg der Risikoaktiva und der weiterhin geplanten Gewinnthesaurierung rechnen wir mit einem leichten Anstieg der Kern- und Gesamtkapitalquote. Die erwarteten Quoten werden die Kapitalanforderungen bzw. -empfehlungen der Aufsicht (inkl. SREP-Zuschläge, antizyklischem und systemischem Kapitalpuffer) mit Spielraum deutlich übertreffen. Die jederzeitige Zahlungsbereitschaft und Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben (LCR, NSFR) ist durch unsere Liquiditätsplanung und -steuerung sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund sichergestellt. Eine wesentliche Änderung der Risikopositionierung ist im Prognosezeitraum nicht vorgesehen. Demnach erwarten wir eine Auslastung des ökonomischen Risikodeckungspotenzials auf einem nahezu konstanten Niveau. E. Erklärung zur Unternehmensführung Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft (Festlegung von Zielgrößen vor dem 12. August 2021) Die BBBank fördert im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten den Einsatz von qualifizierten Frauen in Führungspositionen der Bank. Der Vorstand legte gemäß § 9 Abs. 3 GenG für die Besetzung der ersten (Bereichsleiter und Direktoren Filialvertrieb) und zweiten (stellvertretende Bereichsleiter, Teilbereichsleiter und Filialdirektoren) Führungsebene mit Frauen eine Zielgröße von 27 % fest, die zunächst bis zum 30.6.2024 Berücksichtigung findet. Der Aufsichtsrat legte gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Vorstands mit Frauen eine Zielgröße von 33 % im Bezugszeitraum bis zum 30.4.2024 fest. Für die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen legte der Aufsichtsrat gemäß § 9 Abs. 4 GenG eine Zielgröße von 33 % im Bezugszeitraum bis zum 30.4.2024 fest. Die gesetzten Ziele wurden zum 31.12.2023 eingehalten. F. Nichtfinanzielle Berichterstattung Wir erstellen einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2023 und werden diesen zusammen mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nach § 325 HGB im Unternehmensregister offenlegen. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht wird durch den Abschlussprüfer nicht inhaltlich geprüft.
Karlsruhe, 5. März 2024 BBBank eG Der Vorstand Oliver Lüsch Gabriele Kellermann Johannes Frey 1. Genossenschaftsregisternummer 100003 beim Amtsgericht MannheimBBBANK EG, KARLSRUHEAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der BBBank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Die BBBank eG ist seit dem 10. November 2021 Pfandbriefbank. Die zusätzlichen Angaben zum Pfandbriefgeschäft sind im Anhang unter Abschnitt "F. Sonstige Angaben" aufgeführt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG; hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt: - Fortführung der Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. (Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB) - Beibehaltung sonstiger Rückstellungen (P 7c) gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird zinsanteilig aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Ausfallsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Die latenten Kreditrisiken bei den Forderungen an Kreditinstituten und an Kunden (Aktivposten 3 und 4) sowie bei den Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (Passivposten 1 und 2 unter dem Bilanzstrich) sind durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen abgedeckt. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen erfolgte auf Grundlage der IDWStellungnahme zur Rechnungslegung zur Bildung von Pauschalwertberichtigungen (IDW RS BFA 7). Der Berechnung wurden Blankovolumen, Ausfallwahrscheinlichkeit und Ausfallrate zu Grunde gelegt. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere Die dem Umlaufvermögen zugeordneten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Soweit Wertpapiere dem Anlagevermögen zugeordnet sind, erfolgte bei Anschaffungskosten über pari im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 2.557 (im Vorjahr TEUR 708) die sofortige Abschreibung auf den niedrigeren Einlösungskurs. Darüber hinaus erfolgten Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung (gemildertes Niederstwertprinzip). Bei der Bewertung unseres Masterfonds haben wir aus Vereinfachungsgründen auf den Net Asset Value (Zeitwert) abgestellt, da die im Vorjahr als vorübergehend erachtete Wertminderung in Höhe von TEUR 29.586 bereits im Geschäftsjahr aufgrund der eingetretenen Wertsteigerung wieder ausgeglichen wurde. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Die Anschaffungskosten bei Wertpapieren gleicher Gattung haben wir nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Wertpapierleihegeschäfte Die im Rahmen von Wertpapierdarlehensgeschäften über den Bilanzstichtag verliehenen Wertpapiere mit einem Buchwert von TEUR 77.573 werden im Aktivposten 5 ausgewiesen und sind entsprechend gekennzeichnet. Derivative Finanzinstrumente Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensgegenständen, wurden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorlagen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgte nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode angewandt. Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges oder Portfolio-Hedges. Die Ermittlung der prospektiven und retrospektiven Wirksamkeit erfolgt mittels der Methode des Critical Term Match. Aufgrund der Übereinstimmung aller risikobestimmenden Ausstattungsmerkmale von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument haben sich die Wertänderungen oder Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen und werden sich voraussichtlich auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung ausgleichen. Bewertungseinheiten in Form von Micro-Hedges gemäß § 285 Nr. 23a HGB bestehen für Vermögensgegenstände in einem Volumen von TEUR 437.600. Sie dienen der Absicherung von Zinsrisiken. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichenden Wertänderungen beläuft sich auf TEUR 48.679. Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges gemäß § 285 Nr. 23a HGB bestehen für Verbindlichkeiten in einem Volumen von TEUR 216.250. Sie dienen der Absicherung von Zinsrisiken. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichenden Wertänderungen beläuft sich auf TEUR 219. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt, der Barwert der zurechenbaren Gebühren und Provisionserträge addiert und von diesem Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskostenbarwerte abgezogen. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen wurden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte angesetzt, soweit diese Leistungen in dem jeweiligen Kontomodell beinhaltet sind. Der Anteil der zinsbezogenen Verwaltungskosten für die Bestandspflege wurde auf Basis einer internen Erhebung bzw. Schätzung ermittelt und errechnet sich, bezogen auf den Planwert (einschl. Kostensteigerungen) für das Jahr 2024 auf rd. 33,8 % der gesamten Verwaltungsaufwendungen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Die strukturierten Finanzinstrumente enthalten keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen Risiken oder Chancen und wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der mittelbaren Beteiligungen an der DZ Bank AG erfolgte überwiegend nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis EUR 800 wurden in voller Höhe abgeschrieben. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Aktive latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasipermanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 149.031 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 146.644) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 149.031 saldiert. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Passive latente Steuern Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinaus gehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen in Abschnitt D.). Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 1,79 %) festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Der gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 2.421.558. Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % und eine Rentendynamik von 2,50 % zugrunde gelegt. Darüber hinaus wurde für alle Rentner mit der Anpassungsregelung gemäß Verbraucherpreisindex eine pauschale Anpassung in Abhängigkeit der letzten Rentenanpassung zwischen 0,4 % und 8,4 % vorgenommen. Für Unterdeckungen aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 1,83 % p.a. und einer Rentenentwicklung von 1,0 % p.a. gebildet. Es liegen die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 1,03 % p.a. (Vorjahr 0,52 % p.a.) bei einer angenommenen Restlaufzeit von zwei Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Der Belastung aus Einlagen mit steigenden Zuschlägen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,74 % (Vorjahr 1,45 %) abgezinst. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode). Eine Überdeckung bei den anderen Rückstellungen, die aus der geänderten Bewertung aufgrund des BilMoG im Jahresabschluss 2010 resultiert, wurde in Höhe von EUR 355.200 zulässigerweise beibehalten. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 2.430.643.951 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Forderungen an Kunden In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 34.459.418 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 354.192.859 fällig. Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 7 enthaltenen Wertpapiere In folgenden Posten sind enthalten:
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet. Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):
Aufgrund unserer Halteabsicht bis zur Endfälligkeit und der Bonität der Emittenten bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren gehen wir grundsätzlich davon aus, dass Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht In den Forderungen sowie Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent Im Bilanzposten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) sind folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentgesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:
Die angegebenen Investmentvermögen sind international ausgerichtet. Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen zu den laufenden Nummern 2, 3 und 4. Die Beschränkungen liegen in Mindesthalteperioden, Kündigungsfristen sowie Obergrenzen für Rückgabepools. Darüber hinaus bestehen für die aufgeführten Anteile oder Anlageaktien an Investmentvermögen Einschränkungen in der Rücknahme bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
Mit den unter Buchstaben a) bis d) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde im Hinblick auf die untergeordnete Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) nicht aufgestellt. Die unter Buchstaben e) bis g) genannten Unternehmen halten im Wesentlichen Aktien der DZ Bank AG. Sachanlagen Im Aktivposten Sachanlagen (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 9.680.766 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 17.668.694 enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände (A 13) sind als wesentlicher Einzelbetrag die fortgeführten Anschaffungskosten der im Bestand befindlichen Swap-Optionen in Höhe von EUR 45.438.983 enthalten. Fremdwährungsposten In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 8.501.825 enthalten. Restlaufzeitenspiegel für Forderungen Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 190.975.089 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Sonstige Verbindlichkeiten Im Passivposten Sonstige Verbindlichkeiten (P 5) sind als wesentliche Einzelbeträge erhaltene Sicherheitsleistungen in Form von Variation Margin-Zahlungen für Swap-Optionen in Höhe von EUR 333.440.743 enthalten. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 6.410 (Vorjahr EUR 7.882) enthalten. Passive latente Steuern Passive latente Steuern liegen im Wesentlichen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen vor. Bei einer Gesamtdifferenzenbetrachtung errechnet sich jedoch ein Überhang aktiver latenter Steuern insbesondere bei den Wertpapieren, bei den Kundenforderungen sowie bei den Rückstellungen. Die Steuerlatenzen beruhen auf handels- und steuerrechtlichen Bewertungsunterschieden. Der Überhang wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Nachrangige Verbindlichkeiten Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 1.499.831 an. Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Für die weiteren nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 6 und 10 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 3,87 % bis 5,81 % ausgestattet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
Eigenkapital Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die Verpflichtungen wurden in die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung einbezogen, der jeweils entsprechend daraus resultierende Betrag als Rückstellung ausgewiesen und von den oben genannten Bilanzposten abgesetzt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschaftsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
Fremdwährungsposten In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 9.744.979 enthalten. Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand) einschließlich der in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. (Angaben in TEUR):
Die beizulegenden Zeitwerte der Zins-Swaps werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode berechnet. Hierbei werden die Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert. Für die Wertermittlung der Swap-Optionen werden Optionspreismodelle eingesetzt. Deren Einsatz erfolgt auf Basis der allgemein anerkannten grundlegenden Annahmen. Danach bestimmt sich der Wert einer Option insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Referenzzinssatzes und dessen Volatilität, dem risikolosen Zinssatz sowie der Restlaufzeit der Option bzw. des Kontraktes. Die fortgeführten Anschaffungskosten der gezahlten Optionsprämien aus Sicherungsgeschäften in Höhe von EUR 45.438.983 sind in den Sonstigen Vermögensgegenständen (Aktivposten 13) enthalten. Zum Bilanzstichtag sind einheitlich strukturierte Produkte (Bilanzwerte) in Höhe von EUR 75.765.632 im Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV-Posten 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV-Posten 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten. In den GuV-Posten 1 und 2 sind auch negative Zinsen im Zusammenhang mit Zinsswaps in Höhe von EUR 856.000 enthalten. Provisionserträge Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Vermittlung und Verwaltung, insbesondere für die Vermittlung von Wertpapieren, Investmentfonds, Versicherungen, Bausparverträgen und Immobilien, für die Vermögensverwaltung sowie aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,49 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus. Sonstige betriebliche Erträge In den Sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten 8) sind als wesentliche Einzelbeträge Mieterträge in Höhe von EUR 1.495.072 (Vorjahr: EUR 1.506.519), Erstattungen von Kostenpauschalen in Höhe von EUR 781.034 (Vorjahr: EUR 780.500) sowie Erträge aus dem Verkauf von Goldbeständen in Höhe von EUR 585.933 (Vorjahr: EUR 4.540.659) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV-Posten 12) sind als wesentliche Einzelbeträge die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 3.021.028 (Vorjahr: EUR 3.097.530) sowie Aufwendungen für Prozessrisiken und Schadenersatzleistungen in Höhe von EUR 3.219.935 (Vorjahr: EUR 1.339.105) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 3.078.754 (Vorjahr EUR 3.149.501) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 2.796.788 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.319.034 enthalten. Die Erträge und Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Steuererstattungen und Steuernachzahlungen. F. Sonstige Angaben Angaben nach § 28 PfandBG zum Hypothekenpfandbriefumlauf Angaben zu Gesamtbetrag und Laufzeitstruktur (Angaben in Mio. EUR)
* Sowohl die Ermittlung des Risikobarwerts als auch des Währungsstresses erfolgt statisch. ** Die gesetzliche Überdeckungserfordernis setzt sich aus der barwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 (1) PfandBG und der nennwertigen sichernden Überdeckung gemäß § 4 (2) PfandBG zusammen. *** Auswirkungen einer Fälligkeitsverschiebung auf die Laufzeitenstruktur der Pfandbriefe / Verschiebungsszenario: 12 Monate
Zusammensetzung der ordentlichen Deckungswerte (Angaben in Mio. EUR)
Zusammensetzung der weiteren Deckungswerte (Angaben in Mio. EUR)
§ 28 (1) Nr. 8, 9 und 10 PfandBG Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen Bundesrepublik Deutschland
Übersicht über rückständige Leistungen (Angaben in Mio. EUR)
Zwangsversteigerungen und Zwangsverwaltungen auf Deckungshypotheken
Zusatzangaben nach § 35 RechKredV Die im Deckungsregister aufgeführten Realkredite in Höhe von 48,03 Mio. EUR werden in der Bilanz unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Die zur Deckung dienenden Wertpapiere in Höhe von 7,0 Mio. EUR (Nominalvolumen) sind in der Bilanzposition Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere enthalten. Vorstand und Aufsichtsrat Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr tätigen Vorstandsmitglieder betrugen EUR 1.658.049. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 394.548. Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene erhielten Gesamtbezüge in Höhe von EUR 1.841.990. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 23.755.690. Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 1.364 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 2.853.899. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 2.421.558, dem ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüberstehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form einer Garantieverpflichtung gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 26.437.384. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 59 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
Mit der von der Vertreterversammlung am 13. Mai 2023 beschlossenen Änderung der Satzung ist die bisherige Nachschusspflicht ausgeschlossen worden (Eintragung im Genossenschaftsregister am 12. Juni 2023).
Besondere Offenlegungspflichten Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe G. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Mitglieder des Vorstands Lüsch, Oliver, - Vorsitzender-, Bankvorstand, Strategie & Nachhaltigkeit, Vertriebsmanagement & Digital Sales, Stab, Marketing, Vertrieb, Private Banking, Kreditcenter Markt, Treasury, Personal, Remote BeratungsCenter Kellermann, Gabriele, - stellvertretende Vorsitzende -, Bankvorstand, Controlling, Finanzen, Innenrevision, Compliance, Recht, Datenschutz, Immobilienmanagement & Logistik Frey, Johannes, Bankvorstand, (seit 1.4.2023), Marktfolge Aktiv, BBDirekt, Organisation & IT, Informationssicherheitsmanagement Mitglieder des Aufsichtsrats Eder, Matthias, - Vorsitzender - , Finanzpräsident a. D. Kremer, Dr. Matthias-Gabriel, - stellvertretender Vorsitzender - , Rechtsanwalt Bax, Marie-Luise, Betriebswirtin in Ruhestand, (bis 31.12.2023) Fabian, Gisela, Geschäftsführerin, (seit 1.1.2024) Falk, Susanne, stv. Vorsitzende des Betriebsrats Karlsruhe der BBBank eG * Feldner, Marion, Mitarbeiterin der BBBank eG * , (seit 1.1.2024) Föry, Reinhard, Mitarbeiter der BBBank eG * , (bis 30.11.2023) Grassl, Heike, Regierungsdirektorin Jäger, Birgit, Oberregierungsrätin, (seit 13.5.2023) Jöns, Prof. Dr. Ingela, apl. Professorin Klink, Elke, Bausachverständige in Ruhestand Kreidler, Dr. Martin, Mitarbeiter der BBBank eG * , (seit 1.1.2024) Löffler, Martin, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BBBank eG * Meer, Jürgen, Chief Operating Officer, (seit 1.1.2024) Nagel, Dietrich, Mitarbeiter der BBBank eG * Rubsamen, Walter, Ltd. Stadtrechtsdirektor a. D. Schottmüller, Prof. Reinhard, Dipl.-Wirtschaftsingenieur in Ruhestand, (bis 31.12.2023) Vogel, Dr. Roland, Diplom-Kaufmann Zack, Edith, Mitarbeiterin der BBBank eG * , (bis 31.12.2023) * von den Arbeitnehmern gewählt Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB In den Aufsichtsgremien folgender großer Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder unserer Bank Mandate wahr:
H. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 16.198.968,48 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 33.528,47 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 8.700.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 7.532.496,95) - wie folgt zu verwenden:
Karlsruhe, 9. Februar 2024 BBBank eG Der Vorstand Oliver Lüsch Gabriele Kellermann Johannes Frey Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BBBank eG, Karlsruhe Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BBBank eG, Karlsruhe (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung der Kundenforderungen: 2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss: Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen zu 1.a) Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 9.181,5 Mio. EUR. Dies entspricht 52,1 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 5,5 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 481,4 Mio. EUR. Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. zu 1.b) Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind. In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zug wurden neben den Ratingeinstufungen, der Höhe der Gesamtzusage bzw. ungesicherten Kreditteile sowie insbesondere Kreditengagements, die von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges betroffen sein könnten, berücksichtigt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. zu 1.c) Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikoerkennung und -steuerung enthalten. zu 2.a) Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 16.030,5 Mio. EUR bzw. 90,9 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie den nachrangigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite (insgesamt 15.876,3 bzw. 90,0 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den bilanziellen Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank. Daneben beinhalten auch die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere in Teilen weitere bilanzielle Finanzinstrumente des Zinsbuchs. Des Weiteren zählen die abgeschlossenen Zinsderivate mit einem Nominalwert von 4.838,1 Mio. EUR zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Die Zinsentwicklung in den Jahren 2022 und 2023 hat die Barwerte wesentlich beeinflusst. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Die Wertpapierbestände (Aktivposten 5 und 6) belaufen sich auf insgesamt 4.361,7 Mio. EUR. Dies entspricht 24,7 % der Bilanzsumme. Davon werden 2.399,7 Mio. EUR (13,6 % der Bilanzsumme) im Jahresabschluss 2023 wie Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Durch die Bewertung wie Anlagevermögen wurden Abschreibungen bei voraussichtlich nicht dauernden Wertminderungen in Höhe von 176,0 Mio. EUR vermieden. Sowohl dem Ansatz und der Folgebewertung dieser Rückstellung einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohen Ausmaß Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter mit entsprechenden Ermessensspielräumen zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher war dieser Sachverhalt für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und war aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. zu 2.b) Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir weiter die Bestände an Wertpapieren analysiert, deren Bewertungen mit erhöhter Ermessensentscheidung behaftet sind. Wir haben uns ein Verständnis darüber verschafft, wie die gesetzlichen Vertreter die für Schätzwerte relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Annahmen und Datenquellen, identifiziert haben. Anhand ausgewählter Einzelfälle haben wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Ermessensentscheidungen und genutzten Bewertungswahlrechte risikoorientiert im Hinblick auf erhöhte Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Bei Verzicht auf Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei Wertpapieren des Anlagevermögens haben wir beurteilt, ob die Wertminderung lediglich von vorübergehender Natur ist. Im Rahmen der Prüfung des Lageberichtes haben wir beurteilt, ob die Ausführungen mit dem geprüften Jahresabschluss und den Erkenntnissen aus der Prüfung im Einklang stehen. zu 2.c) Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, Forderungen und Wertpapieren sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Im Lagebericht sind im Abschnitt Risiko- und Chancenbericht Ausführungen zu den Adressrisiken im institutionellen Geschäft sowie den Verfahren zur Risikoerkennung und -steuerung enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts: - die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Die sonstigen Informationen umfassen zudem: - den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b bis 289e HGB, - die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht: - Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. - Sonstige separate Bestätigungsleistungen im genossenschaftlichen Finanzverbund. - Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG. - Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters. - Betriebswirtschaftliche Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts nach § 289b bis § 289e HGB. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Moccia.
Stuttgart, 29. April 2024 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Michael Moccia, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BBBank eG hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse; dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Kredit- und Risikoausschuss sowie einen Nominierungs-, Personal-, Prüfungs- und Verwaltungsausschuss gebildet. Weiter hat der Aufsichtsrat den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b HGB geprüft. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Neben der Erörterung des laufenden Geschäfts standen die Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung sowie die Förderung der wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder (Mitglieder-Mehrwert-Politik) und den genossenschaftlichen Verbund betreffende Fragen im Mittelpunkt. Der Aufsichtsrat hat diese Themen mit dem Vorstand erörtert, den Vorstand beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich insbesondere mit der strategischen Ausrichtung der Bank im Hinblick auf die aktuellen regulatorischen Herausforderungen und Stresstests befasst. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Risikosituation der Bank sowie der Weiterentwicklung der Systeme und Verfahrensweisen bei der Kontrolle von Adressausfall-, Liquiditäts-, Markt- und operationellen Risiken sowie weiteren banktypischen Risiken auseinandergesetzt. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses sowie des Lageberichts wird vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. durchgeführt. Über das Ergebnis der Prüfung wird in der Vertreterversammlung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und in Ordnung befunden. Er stimmt sowohl dem Jahresabschluss als auch dem Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2023 zu. Der Vertreterversammlung empfiehlt der Aufsichtsrat, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Zum 1. April 2023 wurde Herr Johannes Frey zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. Mit Ablauf des 30. November 2023 ist Herr Reinhard Föry und mit Ablauf des 31. Dezember 2023 sind Frau Marie-Luise Bax, Herr Prof. Reinhard Schottmüller und Frau Edith Zack aus dem Gremium ausgeschieden. Ihnen gilt der Dank aller Aufsichtsratsmitglieder für ihr großes Engagement zum Wohle der Bank, ihrer Mitglieder und Kunden. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden im Rahmen der Vertreterversammlung 2023 Frau Birgit Jäger zum 13. Mai 2023 sowie Frau Gisela Fabian und Herr Jürgen Meer zum 1. Januar 2024. Bei der im November 2023 durchgeführten turnusmäßigen Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat wurden Frau Marion Feldner und Herr Dr. Martin Kreidler neu in das Gremium gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Jahre 2023 mit hohem persönlichem Einsatz geleistete Arbeit.
Karlsruhe, im April 2024 Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Matthias Eder Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")Die BBBank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als überregional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der BBBank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privatkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die BBBank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 302.411. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 1.029,3. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 73.324. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 30.975 und betreffen laufende Steuern. Die BBBank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die ErgebnisverwendungDie Vertreterversammlung vom 25.05.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 16.198.968,48 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 33.528,47 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen