Solar Schmarsau GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Solarwärmekollektoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ljubica Dzabirova Dr. Pokrass seit 4.10.2023 | Prokura |
Martin Dr. Steeger seit 4.10.2023 | Prokura |
Maik Thalmann seit 31.1.2023 | Geschäftsführer |
Thomas Paliege seit 31.1.2023 | Prokura |
Reiner Staubach seit 31.1.2023 | Prokura |
Thomas Uwe Leitl seit 31.1.2023 | Prokura |
Matthias George Siegfried Neumann seit 31.1.2023 | Prokura |
Henrik Moistad seit 2.8.2021 | Geschäftsführer |
Cengiz Polat seit 5.7.2021 | Prokura |
Malte Dr. Schwoon seit 12.4.2021 | Geschäftsführer |
Petrus Renatus Theodorus Schipper seit 13.11.2018 | Geschäftsführer |
Werner Bernd Hoffmann seit 7.4.2015 | Prokura |
Matthias Bernhard Holzenkamp seit 13.11.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Statkraft AS | 75.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Statkraft Markets GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Geschäftsmodell Die Statkraft Markets GmbH ist eine Gesellschaft des Statkraft-Konzerns (Statkraft AS, Oslo/Norwegen), Europas größtem Erzeuger erneuerbarer Energien. Der Konzern entwickelt, baut und betreibt Wasser-, Wind-, Solar-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen mit besonderer Expertise auf dem Gebiet des physischen und finanziellen Energiehandels sowie im bilateralen Strommarkt. Die Gesellschaft handelt mit Strom und Brennstoffen in Kontinentaleuropa sowie Emissionszertifikaten weltweit. In Deutschland erzeugt die Statkraft Markets GmbH Strom aus eigenen Kraftwerken. Die Erzeugung von Strom erfolgt in klimafreundlichen Solar-, Laufwasser-, Pumpspeicher-, Biomasse- und Gaskraftwerken. Die wichtigsten operativen Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungsunternehmen sind die Knapsack Power GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Statkraft Holding Knapsack GmbH, Düsseldorf, und die Kraftwerksgesellschaft Herdecke mbH & Co. KG, Hagen. Die Statkraft Markets GmbH, deren Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen verfügen insgesamt über eine installierte Stromerzeugungskapazität von 1.674 MW aus Gaskraftwerken, 262 MW aus Wasserkraftwerken und 43 MW aus Biomasseanlagen, 750 kWp aus einem Solarpark sowie einen Batteriespeicher von 3 MW. Die relevanten Segmente, in denen die Statkraft Markets GmbH operiert, unterteilen sich in Markets mit dem Geschäftsbereich Trading & Origination und Europe mit dem Geschäftsbereich Operations. Im Geschäftsbereich Trading & Origination werden sowohl der Eigenhandel als auch das Kundengeschäft gebündelt. Der Handel von Standardprodukten erfolgt bilateral oder an den verschiedenen europäischen Energiebörsen. Des Weiteren werden verschiedene strukturierte Produkte angeboten, die direkt an die Kundenbedürfnisse angepasst werden. Außerdem verantwortet dieser Bereich die Vermarktung des Stroms, der in eigenen Erzeugungsanlagen und Erneuerbare-Energien-Anlagen Dritter erzeugt wird, und bietet industriellen Kunden einen Marktzugang zu den Energiebörsen (Market Access). Der Geschäftsbereich Operations umfasst den Betrieb, die Instandhaltung, die strategische Entwicklung und die langfristige Wertschöpfung des Anlagen-Portfolios (Wasser-, Gaskraftwerke und Biomasseanlagen) unter Einhaltung der Gesetze und Vorschriften. Standorte Die Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist an folgenden Standorten aktiv:
Die an den Standorten außerhalb von Deutschland durchgeführten Tätigkeiten umfassen ausschließlich Handelsaktivitäten. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Europa Der Europäische Green Deal (EGD) stellt das Klima an die Spitze der Agenda der Europäischen Kommission. Der beispiellose Umfang des EGD zielt darauf ab, die europäischen Volkswirtschaften und Gesellschaften so zu verändern, dass diese nachhaltig werden, ohne dabei ihre Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Mit dem europäischen Klimagesetz wurde die Verwirklichung des Klimaziels der EU, die Emissionen in der EU bis 2030 um mindestens 65 % zu senken, zu einer rechtlichen Verpflichtung. Die EU will bis 2050 klimaneutral werden. Als Zwischenziel hat die EU-Kommission nun vorgeschlagen, Europas Emissionen bis 2040 um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Im Sommer 2021 hatte die EU-Kommission mit "Fit for 55" ein Paket an Richtlinien und Maßnahmen veröffentlicht, um das vorgeschlagene Ziel von 55 % zu erreichen. Darunter fallen die Bereiche erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Emissionshandel und eine Überarbeitung der Energiesteuerrichtlinie, um den grünen Übergang zu unterstützen. Die EU hat 2023 eine neue Erneuerbare-Energien-Richtlinie erlassen, wonach der Anteil erneuerbarer Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch der EU bis 2030 auf 42,5 % gesteigert werden soll. Mit der Richtlinie sollen die Verfahren für die Erteilung von Genehmigungen für erneuerbare Anlagen beschleunigt und die Frist für die Genehmigung neuer Anlagen in bestimmten Gebieten reduziert werden. Deutschland Mit dem im Jahr 2020 in Kraft getretenen Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung setzte sich Deutschland zum Ziel, bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen. Der Ausstieg sollte laut Koalitionsvertrag idealerweise auf 2030 vorgezogen werden. Angesichts der geopolitischen Lage hatte Deutschland die Laufzeit der letzten drei Kernkraftwerke über Ende 2022 hinaus bis zum 15. April 2023 verlängert. Auch für Reserve-Kohlekraftwerke wurde eine Laufzeitverlängerung von April 2023 auf März 2024 beschlossen. Der Bundestag hat zugleich ein Gesetz für einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle im Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) bis 2030 befürwortet. Die Bundesregierung hat unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 Aktivitäten aufgenommen, um die Energieversorgung in Deutschland zu sichern und gleichzeitig die Abhängigkeit von Russland, z.B. beim Energieträger Gas, zu reduzieren. Hierzu gehören u.a. die Diversifizierung der Lieferländer, der Ausbau von LNG-Terminals, zahlreiche Einsparmaßnahmen und der massive Ausbau erneuerbarer Energien. Seit dem 23. Juni 2022 gilt die Alarmstufe des "Notfallplans Gas für die Bundesrepublik Deutschland", da die Gaslieferungen aus Russland deutlich zurückgegangen sind. Für den Winter 2023/24 galt die Gasversorgung in Deutschland als gesichert. Die Gasspeicher waren im Januar 2024 noch durchschnittlich zu 82 Prozent gefüllt. Deutschland hat die Eigentümerschaft an vormals russischen Gasspeicher-Unternehmen übernommen, um die Versorgung zu gewährleisten. Zudem wurden Verträge mit neuen Gas-Lieferländern geschlossen. Zurzeit werden sechs LNG-Terminals realisiert bzw. sind schon teilweise in Betrieb. Die Bundesregierung plant, kurzfristig neue Gaskraftwerkskapazitäten von bis zu viermal 2,5 Gigawatt (GW) auszuschreiben. Die neuen Kraftwerke sollen zunächst mit Erdgas und später Wasserstoff betrieben werden können. Etwa ab 2035 sollen sie vollständig auf Wasserstoff umgestellt werden. Zudem wurde vereinbart, dass Konzepte für einen marktlichen, technologieneutralen Kapazitätsmechanismus erarbeitet werden, die bis spätestens 2028 operativ sein sollen. Die Entwicklung wird von der Statkraft Markets GmbH ständig beobachtet und bei der Bewertung der eigenen Gaskraftwerke berücksichtigt. Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland soll massiv beschleunigt werden. Im Jahr 2030 sollen 80 % des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen, und bereits im Jahr 2035 soll die Stromversorgung fast vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Die dafür notwendigen Gesetzesänderungen wurden auf den Weg gebracht. So wurden Ausbaupfade, Strommengenpfade und Ausschreibungsmengen für Windenergie an Land und Solarenergie angehoben. Planungs- und Genehmigungsverfahren für erneuerbare Anlagen wurden verkürzt und erleichtert. Die installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen stieg 2023 um 17 GW auf eine Gesamtleistung von knapp 170 GW. Der Zubau der Solarleistung hat sich 2023 mit 14,1 GW im Vergleich zum Vorjahreszubau fast verdoppelt. Die im Jahr 2023 zugebaute Windleistung liegt mit 2,9 GW über dem Vorjahresniveau. In diesem Zubauwert sind von den neu in Betrieb genommenen Anlagen die stillgelegten Anlagen abgezogen. Die installierte Gesamtleistung am Jahresende 2023 beträgt damit 60,9 Gigawatt. Bis 2030 soll sich die installierte Leistung auf 115 Gigawatt steigern. In 2023 ging außerdem ein Windpark auf See mit 27 Windenergieanlagen neu in Betrieb. Ein nationales Brennstoffemissionshandelsgesetz, mit dem eine CO 2 -Bepreisung mit Lenkungswirkung in den Sektoren außerhalb des Europäischen Emissionshandels eingeführt wurde, trat im Januar 2021 in Kraft. Es verpflichtet Unternehmen, die mit Heizöl, Flüssiggas, Erdgas, Benzin, Kohle und Diesel handeln, für den Treibhausgas-Ausstoß ihrer Produkte ab 2021 Zertifikate zu erwerben. Hierfür zahlen sie einen CO 2 -Preis. Dieser startete mit EUR 25 pro Tonne CO 2 und soll bis zum Ende des Jahres 2025 stufenweise auf EUR 55 ansteigen. Ab dem Jahr 2026 soll es ein Versteigerungsverfahren mit einem festgelegten Preiskorridor mit einem Mindest- und einem Höchstpreis geben. Deutschland soll zudem zur Wasserstoff-Wirtschaft werden. Bis 2030 will die Bundesregierung 10 GW Elektrolysekapazität aufbauen. Hierfür soll der Markthochlauf von Wasserstoff beschleunigt, eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut und Wasserstoffanwendungen z.B. in der Industrie und im Verkehr etabliert werden. Preisentwicklung auf den Großhandelsmärkten Der Strompreis in Deutschland lag während des Berichtsjahres durchgängig unter dem des Vorjahres. Nachdem der Strompreis im Verlauf des ersten Kalenderhalbjahres deutlich abgesunken war, fand im zweiten Kalenderhalbjahr wieder ein leichter Anstieg statt. Der durchschnittliche Preis für Spotlieferungen (Baseload-Strom) an der European Energy Exchange (EEX) lag mit 95,2 EUR/MWh um 136,3 EUR/MWh unter dem Durchschnitt (mit 231,5 EUR/MWh) des Jahres 2022. Auch die Gaspreise verzeichneten 2023 einen sehr deutlichen Rückgang und lagen im Durchschnitt 91,8 EUR/MWh unter den Vorjahrespreisen. Am virtuellen Handelspunkt Trading Hub Europe (THE) notierten die Preise im Durchschnitt bei 41,1 EUR/MWh im Jahr 2023 (Vorjahr: 132,9 EUR/MWh). Die Preise im Emissionsmarkt verzeichneten einen Anstieg auf Rekordniveau. Die durchschnittlichen EUA-Spotpreise 2023 lagen bei 89,30 EUR/t und somit um 8,98 EUR/t höher als im Vorjahr (80,32 EUR/t). Entwicklungen im Bereich der Kraftwerksanlagen Der Einsatz der Gaskraftwerke im Jahr 2022 hatte sich trotz hoher Gaspreise und öffentlichen Diskussionen um Gasknappheit als äußerst robust erwiesen. Grund dafür war eine Kombination verschiedener Ursachen. Die im Rahmen des Kohleausstiegs vereinbarten Kraftwerksstillegungen in Deutschland, aber auch eine ungewöhnlich niedrige Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in Frankreich und zusätzlich noch niedrige Erzeugungsmengen aus Wasserkraftwerken in der Alpenregion ebenso wie in weiten Teilen Skandinaviens führten zu einer fast im gesamten Jahresverlauf außergewöhnlich niedrigen Angebotssituation flexibler Erzeugungskapazitäten in Kontinentaleuropa. Dadurch waren Gaskraftwerke, wie schon in den Jahren zuvor, insbesondere in windarmen oder besonders kalten Perioden zur Deckung der Nachfrage unverzichtbar. Die Diskussion um eine Gasmangellage ist im Jahr 2023 deutlich abgeschwächt und die Speicher in Deutschland waren durch die koordinierte Beschaffung der Gasnetzbetreiber in der EU stark gefüllt. Wie schon im Jahr 2022, ist auch im Jahr 2023 noch viel Energieproduktion durch Gaskraftwerke in Deutschland gedeckt worden. Dies findet klassisch in windarmen und kalten Perioden des Jahres statt, war aber auch besonders im ersten Teil des Jahres 2023 noch durch eine verringerte Verfügbarkeit aus französischen Kernkraftwerken getrieben. Die Laufzeiten unserer Gaskraftwerke waren zufriedenstellend. Während die Gaspreise im Jahreshöhepunkt des Jahres 2022 einen Preis von knapp 250 EUR/MWh erreichten, gab es im Jahr 2023 keine dreistelligen Preise mehr. Im Jahresmittel kostete die Megawattstunde Gas (PEGAS) knapp über 40 EUR/MWh. Im Jahresverlauf waren Gaspreise mit 80 EUR/MWh im Januar am höchsten, wonach ein nachhaltiger Abwärtstrend der Großhandelspreise für Gas einsetzte. Die Versorgungslage mit Gas in Deutschland war, durch volle Speicher und niedrige Temperaturen bedingt, gesichert. Darüber hinaus hat sich insbesondere im letzten Quartal 2023 mit sehr milden Temperaturen und einem sehr stabilen Trend der Abverkauf am Gasmarkt fortgesetzt, so dass wir seither geringere Preise feststellen als sie noch in 2022 während des Ausbruchs des Ukraine-Krieges herrschten. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Gaspreise in Deutschland in 2023 von ihren Höchstpreisen in 2022 heruntergekommen sind, sich aber noch signifikant über dem Vorkrisenniveau befanden. Großbritannien Großbritannien bleibt ein aus unserer Sicht erstklassiger Handelsstandort und das regulatorische Umfeld ist sehr professionell. Trotz Brexit sind die meisten Regeln für das Handeln von Finanzinstrumenten sowie an physischen Märkten immer noch sehr stark an denen der EU ausgerichtet. Beide regulatorischen Institutionen Financial Conduct Authority (FCA) und Office of Gas and Electricity Markets (Ofgem) sind sehr erfahren und gewährleisten eindeutige Richtlinien für Marktteilnehmer wie die Statkraft Markets GmbH. Weiterhin bleiben die Konditionen an den Märkten vorteilhaft für den Handel, insbesondere in London. Daher hat die Statkraft Markets GmbH im Jahr 2023 ihre Geschäftstätigkeiten in Großbritannien weiter ausgeweitet. Bis zum Jahr 2030 sollen Offshore-Windkraftanlagen mit einer Stromerzeugungskapazität von nach wie vor 50 GW errichtet werden, so dass jeder Haushalt in Großbritannien mit erneuerbarem Strom versorgt werden kann. Neue benzin- oder dieselbetriebene PKW dürfen ab 2035 nicht mehr in Großbritannien verkauft werden und bis 2050 will Großbritannien klimaneutral sein. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU startete zu Beginn des Jahres 2021 das neue britische Handelssystem für CO 2-Emissionsrechte (UK-ETS) und Großbritannien nimmt seitdem nicht mehr am EU-ETS teil. EU Allowances dürfen in Großbritannien nicht genutzt werden und UK Allowances haben keine Gültigkeit in der EU. Die UK Allowances (UKAs) werden versteigert und die regulatorische Untergrenze beträgt GBP 22 pro Tonne. Im Jahr 2023 wurden ca. 79 Millionen Emissionsrechte zu Preisen zwischen ca. GBP 33,10 und GBP 79,55 versteigert. Der Strompreis in Großbritannien hat sich im Wesentlichen analog zum deutschen Preis verhalten. Das Jahr begann für die britischen Spotpreise mit einem Wert von 132 GBP/MWh im Januar und dieser erreichte im Februar den Jahreshöchststand von 136 GBP/MWh. Der Strompreis ist jedoch im Jahresverlauf auf monatlicher Baseload-Basis gefallen und lag im Dezember nur noch bei 70 GBP/MWh. Dies ist auf den Rückgang der Gaspreise aufgrund des milderen Wetters, der höheren Lagerhaltung und des Rückgangs der Risikoprämie bei der Lieferung zurückzuführen. Insgesamt lagen die britischen Spotpreise im Jahr 2023 bei durchschnittlich 94 GBP/MWh und waren damit um 54 % niedriger als im Jahr 2022, in dem sie im Durchschnitt bei 204 GBP/MWh lagen. GESCHÄFTSVERLAUF Im Jahr 2023 haben sich die europäischen Energiemärkte wieder langsam von den extrem hohen Preisniveaus und der Volatilität erholt. Obwohl die Märkte gelegentlich immer noch empfindlich auf neue Informationen über die Gasversorgungslage und geopolitische Ereignisse reagieren, waren die Auswirkungen hinsichtlich Volatilität und Preisniveaus insgesamt deutlich geringer als im Jahr 2022. Infolge der Normalisierung der Märkte wurden viele der politischen Sondermaßnahmen im Laufe oder zum Ende des Jahres 2023 wieder aufgehoben. Die konzerninternen Kreditlinien wurden auf dem hohen Vorjahresniveau belassen, um im Falle eines wiederkehrenden Szenarios die benötigte Liquidität bereitstellen zu können. Es hat eine fortlaufende Liquiditätsüberwachung durch die entsprechenden Fachabteilungen stattgefunden. Der Geschäftsbereich Trading & Origination verzeichnete im Jahr 2023 einen positiven Geschäftsverlauf, zu denen sowohl das Kundengeschäft (Origination) als auch der Eigenhandel (Trading) hohe Ergebnisse beisteuerten. Während sich das Trading-Geschäft erwartungsgemäß entwickelt hat, konnten die Prognose im Origination-Bereich durch außerordentlich gute Ergebnisse übertroffen werden. Die Umsätze im Bereich Market Access sind im Geschäftsjahr 2023 entsprechend den Erwartungen gestiegen. Die im Vorjahr mit neuen Kunden abgeschlossenen Verträge werden sich in den kommenden Jahren weiterhin positiv auf das Ergebnis auswirken. Die Erzeugung unserer Gas- und Wasserkraftwerke im Geschäftsbereich Operations lag deutlich über der des Vorjahres, dies trifft genauso auch auf das Biomassekraftwerk in Emden zu. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Ergebnis nach Steuern von Mio. EUR 1.223,3 für die Statkraft Markets GmbH vor Gewinnabführung an die Statkraft Germany GmbH aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags. Im Vorjahr verbuchte das Unternehmen einen Gewinn von Mio. EUR 381,6. Einzelheiten zum Geschäftsverlauf der wesentlichen Geschäftsbereiche sind nachfolgend dargestellt. Segment Markets Trading & Origination Im an den Standorten Düsseldorf und London betriebenen Eigenhandel wurden im Geschäftsjahr überdurchschnittlich gute, jedoch niedrigere Gewinne als im Vorjahr erzielt, das von Rekordpreisen und einer extrem hohen Volatilität geprägt war. Wie im Vorjahr war das Kundengeschäft, das sich vornehmlich mit Stromabnahmeverträgen für Wind- und Solarenergie sowie der strukturierten Grünstrombelieferung an Industrie- und Gewerbekunden befasst, äußerst erfolgreich. In Spanien und Polen ist es gelungen, weitere langfristige Abnahmeverträge abzuschließen und den Strom erfolgreich zu vermarkten. In Deutschland wurde das Portfolio von kurzfristigen Verträgen erfolgreich bewirtschaftet und trug wesentlich zum guten Ergebnis bei. Das PPA-Portfolio in Großbritannien mit einer installierten Leistung von mehr als 4 GW erwirtschaftete zusammen mit der kontrahierten flexiblen Position von Gasmotoren und Batterien weiterhin sehr gute Ergebnisse. Kurz- und langfristige Abnahme- und Lieferverträge wurden auch in Frankreich und Italien abgeschlossen, die die Unternehmensstrategie, in allen großen europäischen Märkten im Handel mit erneuerbarem Strom präsent und profitabel zu sein, untermauern. Ebenso verzeichneten die Geschäfte im Bereich Emissionshandel mit global gehandelten Umweltzertifikaten ein sehr solides Ergebnis. Emissions- und Grünstromzertifikate trugen gleichermaßen zu diesem bei. Market Access Da die Strompreise während des Jahres 2023 größtenteils über der EEG-Förderung lagen, konnte die Statkraft Markets GmbH im Bereich Market Access mit den Direktvermarktungskunden in Deutschland erneut langfristige Preisfixierungen abschließen. Im Laufe des Jahres 2023 wurde das Portfolio an Marktzugangsverträgen weiter optimiert, was zwar zu einer weiteren Verringerung des erwarteten Volumens für 2024 bzw. der Kündigung weiterer nicht profitabler Verträge führte, aber insgesamt zu einer Verbesserung der Gesamtmarge beitrug. Die Statkraft Markets GmbH optimiert und vermarktet auch die beiden Anlagen der albanischen Konzerngesellschaft Devoll Hydropower ShA. Albanien hat erneut ein im historischen Vergleich eher trockenes Jahr 2023 hinter sich. Während die Mengen aus der Wasserkrafterzeugung daher eher niedrig waren, ergaben sich aufgrund des hohen Strompreisniveaus erneut hohe Erlöse durch die Vermarktung des Stroms in Albanien selbst, aber auch in den umliegenden Ländern. Der Statkraft-Konzern ist in der Türkei mit eigenen Wasserkraftwerken aktiv und bietet auch Marktzugangs-Dienstleistungen an. Für beide Aktivitätsfelder erbringt die Statkraft Markets GmbH Dienstleistungen hinsichtlich der Optimierung und Vermarktung für die lokalen Konzern-Gesellschaften. Die Wasserkrafterzeugung in der Türkei konnte im Jahresverlauf mit mittleren Niederschlagsmengen optimiert werden. Während die größere Anlage (Kargi) nach wie vor eine per Einspeisevergütung festgesetzte Vergütung erhält, sind die Erlöse für die ältere, kleinere Anlage Çakıt auf die maximalen Preise für Wassererzeugung in der Türkei limitiert. Segment Europe Operations Die Stromerzeugung der Gaskraftwerke in Hürth-Knapsack bewegte sich auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr. Dies ist einer guten Verfügbarkeit der Kraftwerke zu verdanken. Die optimale Einsatzplanung der Anlagen hat weiterhin ein starkes Augenmerk in der täglichen Arbeit. Trotz höherer Stromerzeugung ist die Ergebnissituation für das im unmittelbaren Besitz der Statkraft Markets GmbH befindliche Gaskraftwerk Knapsack 2 negativ, insbesondere durch die stark gestiegenen Brennstoffpreise und die preisbedingt gesunkenen Stromerlöse. Eine ähnliche Ergebnissituation trifft ebenso auf den Standort Landesbergen zu. Die Ergebnissituation am Standort Emden ist weiterhin positiv, da neben den Erlösen des Biomassekraftwerks, auch zusätzliche Erlöse für die Gasturbine aus dem Kapazitätsreserve-Markt sowie der Erlöse aus dem Fernwärmevertrag mit einem großen Kunden aus der Automobilindustrie erzielt werden konnten. Infolge der positiven Ergebnisbeiträge aus dem Kraftwerkshedging konnte das Segment, trotz der negativen Ergebnissituation der Standorte Knapsack 2 und Landesbergen, das Geschäftsjahr mit einem insgesamt positiven Ergebnis abschließen. Die Wasserkraftwerke wiesen 2023 einen insgesamt technisch problemlosen Betrieb auf. Im Vergleich zum Vorjahr war die Stromerzeugung um rund 37 % höher, da die Niederschlagsmengen 2023 deutlich über den Mengen im Jahr 2022 lagen. Auch im Jahr 2023 setzten sich die Arbeiten zum Umbau der Einlaufstruktur am Standort Wahnhausen fort, wodurch das dort befindliche Laufwasserkraftwerk in 2023 nicht zur Erzeugung beitragen konnte. Wie bereits in den Vorjahren lag eines der Hauptaugenmerke auf der weiteren Verbesserung des Fischschutzes in den Laufwasserkraftwerken entlang der Weser, Werra, Fulda und Eder. Die Gesamterzeugung aller sich im unmittelbaren Besitz der Statkraft Markets befindlichen deutschen Kraftwerke lag 2023 mit ca. 1,2 TWh deutlich über der des Vorjahres (0,9 TWh). Hauptgrund dafür war der deutlich höhere Betrieb der Gaskraftwerke. LAGE Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das Management prüft systematisch Segmentergebnisse, um Entscheidungen über Ressourcen-Allokationen zu treffen und die Zielerreichung zu messen. Die interne Steuerung der Statkraft Markets GmbH erfolgt über die beiden Segmente Markets (Trading & Origination, Market Access) und Europe (Operations bzw. Stromerzeugung). Finanzielle Leistungsindikatoren Die Leistungsindikatoren, die vom Management für interne Berichtszwecke verwendet werden, basieren auf Zahlen unter den International Financial Reporting Standards (IFRS) und sind inklusive der grundsätzlich im IFRS-Zahlenwerk erfolgswirksam bilanzierten, beizulegenden Zeitwerte aus schwebenden Geschäften (Marktbewertung).
Das Rohergebnis (nach IFRS definiert als Net Operating Revenue) ist im Vergleich zum Vorjahr, das von stark volatilen und hohen Preisen geprägt war, insgesamt zwar zurückgegangen, aber dennoch weiterhin als sehr gut einzuordnen. Die Prognose für 2023 (Rohergebnis: Mio. EUR 500 und EBIT: Mio. EUR 250) wurde deutlich übertroffen. Das EBIT ist insbesondere infolge positiver Beiträge aus Sicherungsgeschäften im Segment Europe gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Auch hier konnte die Prognose für 2023 deutlich übertroffen werden. Insgesamt konnte ein sehr zufriedenstellendes Rohergebnis und EBIT im Jahr 2023 erreicht werden. Der wesentliche Unterschied zwischen dem Rohergebnis nach dem IFRS-Zahlenwerk und dem HGB-Zahlenwerk resultiert aus der Nichtberücksichtigung positiver unrealisierter Ergebniseffekte aus der Marktwertbewertung der Finanzinstrumente. Einerseits werden in den gebildeten Rückstellungen für Bewertungseinheiten positive Ergebnisüberhänge aus der Fair-Value-Bewertung der Finanzinstrumente nach HGB nicht erfasst. Andererseits werden im HGB-Zahlenwerk Drohverlustrückstellungen für Sicherungsgeschäfte mit negativem Marktwert gebildet, die für schwebende Geschäfte abgeschlossen wurden und die nicht Teil einer Bewertungseinheit sind, wobei solche mit positivem Zeitwert unberücksichtigt bleiben. Dies belastete insbesondere im Vorjahr das HGB-Ergebnis. Im Segment Markets konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis (Net Operating Revenue) nach IFRS in Höhe von Mio. EUR 664 und ein EBIT nach IFRS von Mio. EUR 477 erzielt werden. Das Rohergebnis und EBIT des Segments wurden vor allem durch einen positiven Ergebnisbeitrag aus langfristigen Strombezugs- und Lieferverträgen in mehreren Ländern beeinflusst. Vor allem wegen der hohen Marktpreise haben wir unsere Prognose für 2023 deutlich übertroffen, auch wenn das Rohergebnis niedriger war als im Jahr 2022. Auch das Segment Europe konnte für 2023 die Prognose aufgrund der positiven Beiträge aus Sicherungsgeschäften im Zusammenhang mit den Kraftwerksanlagen übertreffen und ein Rohergebnis nach IFRS von Mio. EUR 229 sowie ein EBIT nach IFRS von Mio. EUR 305 erzielen. Die Gesamtstromerzeugung 2023 ist im Vergleich zu 2022 im Wesentlichen durch die deutlich erhöhte Produktion der Gaskraftwerke gestiegen, jedoch hinter der Vorjahresprognose (1,7 TWh) zurückgeblieben. Bereinigt um die positiven Ergebnisse aus dem Kraftwerkshedging sind das Rohergebnis sowie das EBIT des Segment Europe jedoch jeweils gesunken. Dies ist hauptsächlich auf die niedrigeren Marktpreise im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Im Übrigen wird auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf verwiesen. Zur Einordnung des Ergebnisses nach IFRS im Vergleich zu HGB lässt sich Folgendes feststellen: Im IFRS-Abschluss konnte im Geschäftsjahr 2022 ein außerordentlich gutes Ergebnis erwirtschaftet werden, was sich im Wesentlichen aufgrund von handelsrechtlich zu bildenden Drohverlustrückstellungen nicht gleichermaßen im handelsrechtlichen Jahresabschluss widergespiegelt hat. Das Geschäftsjahr 2023 verzeichnete nach IFRS ein weiterhin gutes, in Bezug auf das EBIT sogar positiveres Ergebnis als im Vorjahr. Handelsrechtlich konnte aufgrund von Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen im Zusammenhang mit Bewertungseinheiten und Drohverlusten sowie der Realisierung von Gewinnen aus derivativen Finanzinstrumenten ein außerordentliches Ergebnis erzielt werden, das sich deutlich von 2022 abhebt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Health & Safety Der Statkraft-Konzern und auch die Statkraft Markets GmbH legen größtes Augenmerk auf Arbeitssicherheit und haben sich das klare Ziel gesetzt, Arbeitsunfälle und Verstöße gegen Arbeitssicherheitsanforderungen von Grund auf zu vermeiden. Maßnahmen zur Entwicklung einer Sicherheitskultur, klare Anforderungen sowie Kontrollen und Audits in den betrieblichen Prozessen und Projektstadien sind entscheidend, um sichere Arbeitsplätze zu gewährleisten und gute Resultate im Bereich der Arbeitssicherheit zu erzielen. Die kontinuierliche Umsetzung dieser Prinzipien führt zu einer konstanten Verbesserung der Arbeitssicherheitsstatistiken. Ein besonderer Fokus unserer aktuellen Sicherheitsarbeit liegt darauf, aus Verletzungen, Beinahe-Unfällen und unsicheren Bedingungen Lehren zu ziehen und Maßnahmen gegen das Wiederholen von Fehlern einzuführen. Im Laufe des Jahres 2023 ereigneten sich fünf Vorfälle (Vorjahr: sechs), die eine ärztliche Behandlung erforderlich machten. Alle blieben ohne gravierende Folgeschäden. Die Vorfälle wurden untersucht und geeignete Maßnahmen gegen Wiederholung abgeleitet und umgesetzt. Die Arbeit für unser Health-&-Safety-Managementsystem ist auch weiter im Fokus unserer kontinuierlichen Verbesserung. Wir orientieren uns dabei an den Bestimmungen des Standards OHSAS 18001 sowie weiteren internationalen Best-Practice-Ansätzen. Personal Zum 31. Dezember 2023 belief sich die Anzahl der Angestellten auf 142 Personen (Vorjahr: 134). Im Jahresdurchschnitt waren 143 Mitarbeiter (Vorjahr: 133) bei der Statkraft Markets GmbH beschäftigt. Der Statkraft-Konzern und die Statkraft Markets GmbH streben ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld an und fördern die Gleichbehandlung bei der Einstellung neuer Mitarbeiter und in der Personalpolitik. Die Statkraft Markets GmbH und deren Tochterunternehmen sind in ganz Europa tätig und beschäftigen Personal aus verschiedenen Ländern. Dieses internationale Umfeld ist sehr attraktiv für neue Mitarbeiter und wirkt sich positiv auf das Erschließungspotenzial neuer europäischer Märkte aus. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihre ausgezeichneten Leistungen im Jahr 2023. Klima und Umwelteinwirkungen Die Statkraft Markets GmbH wendet international bewährte Vorgehensweisen im Umgang mit der Umwelt an und das Umwelt-Managementsystem des Konzerns richtet sich nach den Bestimmungen der ISO 14001. Im Jahr 2023 wurden bei der Statkraft Markets GmbH keine schwerwiegenden, umweltbelastenden Vorfälle registriert (Vorjahr: keine). ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen stellen sich wie folgt dar[1]:
[1] Im Berichtsjahr wurde hinsichtlich des Ausweises der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen von einer Brutto- auf eine Nettodarstellung umgestellt. Um eine Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2022 zu gewährleisten, wurden im Anhang und im Lagebericht 2023 die Vorjahreszahlen ebenfalls netto ausgewiesen. Für weitergehende Erläuterungen wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. Der Umsatz in diesem Jahr beläuft sich auf Mrd. EUR 4,9 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr mit Mrd. EUR 9,1 stark um 46,2 % gesunken. In den Umsatzerlösen werden nach der Umstellung auf die Nettodarstellung mit Ausnahme des Bereiches Market Access und Operations die Ergebnisse je Commodity ausgewiesen. Der Rückgang des Bereichsergebnisses für Trading & Origination in Höhe von Mrd. EUR 0,3 ist insbesondere auf den rückläufigen Handel mit Emissions- und grünen Zertifikaten (Mrd. EUR -0,7) und das Gashandelsgeschäft (Mrd. EUR -0,4) zurückzuführen. Demgegenüber stehen gestiegene Ergebnisse aus dem Stromhandelsgeschäft (Mrd. EUR +0,8). Der starke Umsatzrückgang im Bereich Market Access in Höhe von Mrd. EUR 3,3 resultiert maßgeblich aus dem Stromhandelsgeschäft, das von deutlich niedrigeren Preisen für Strom als im Vorjahr geprägt war. Der Bereich Operations trug mit Mrd. EUR 0,4 (Vorjahr: Mrd. EUR 1,0) zum Umsatz bei und verzeichnete ebenso einen hauptsächlich preisbedingten Rückgang im Stromhandelsgeschäft. Die Materialaufwendungen nach Geschäftsbereichen stellen sich wie folgt dar[2]:
[2] Im Berichtsjahr wurde hinsichtlich des Ausweises der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen von einer Brutto- auf eine Nettodarstellung umgestellt. Um eine Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2022 zu gewährleisten, wurden im Anhang und im Lagebericht 2023 die Vorjahreszahlen ebenfalls netto ausgewiesen. Für weitergehende Erläuterungen wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind überproportional zu den Umsatzerlösen um 57,6 % von Mrd. EUR 8,5 auf Mrd. EUR 3,6 zurückgegangen. Der Rückgang ist vorwiegend auf das Stromhandelsgeschäft (Mrd. EUR -3,3) im Bereich Market Access zurückzuführen. Insgesamt stieg das Rohergebnis (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) von Mio. EUR +452,5 im Vorjahr auf Mio. EUR +1.254,8 im Jahr 2023. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung von Gewinnen aus derivativen Finanzinstrumenten. Im Vorjahr hatten Rückstellungen für Bewertungseinheiten und Drohverluste das handelsrechtliche Ergebnis dagegen stark belastet. Insgesamt steigt damit das handelsrechtliche Ergebnis stärker als das IFRS-Ergebnis. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 16,1 auf Mio. EUR 98,1 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Währungskursgewinne, um Mio. EUR 21,9 zurückzuführen. Dem gegenüber stehen Erträge durch Auflösungen der sonstigen Rückstellungen in Höhe von Mio. EUR 26,8 . Einzelheiten zur Mengen- und Preisentwicklung in den Geschäftsbereichen sind im vorhergehenden Abschnitt dargestellt. Der Personalaufwand hat sich um Mio. EUR 12,9 auf Mio. EUR 28,7 (Vorjahr: Mio. EUR 41,6) reduziert. Dies ist weitgehend auf die im Vorjahr stark erhöhten Aufwendungen für Mitarbeitergratifikationen zurückzuführen, insbesondere infolge der positiven Ergebnisbeiträge aus den Betriebsstätten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen umfassen planmäßige Abschreibungen von Mio. EUR 15,8 (Vorjahr: Mio. EUR 14,9). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber Mio. EUR 165,0 im Jahr 2022 auf Mio. EUR 126,4 im Jahr 2023 verringert. Der Rückgang stammt überwiegend aus um Mio. EUR 44,2 niedrigeren Währungskursverlusten. Das Finanzergebnis der Statkraft Markets GmbH ist im Jahr 2023 wie im Vorjahr (Mio. EUR 51,7) mit Mio. EUR 62,5 positiv. Dies ergibt sich vorrangig aus der Verzinsung der Forderungen aus der Verlustübernahme des Vorjahres gegen die Statkraft Germany GmbH (Mio. EUR 35,7), Zinserträgen betreffend die Inhouse-Bank (Mio. EUR 22,1) sowie die Verzinsung von hinterlegten Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten. Der Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführung und Aufwendungen aus Verlustübernahme beträgt im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR +2,6, während im Vorjahr ein Saldo von Mio. EUR +7,0 verblieb. Die Zinsaufwendungen in Höhe von Mio. EUR 25,0 (Vorjahr: Mio. EUR 25,7) betreffen mit Mio. EUR 15,9 (Vorjahr: Mio. EUR 12,7) insbesondere Gebühren für Bürgschaften der Konzernmutter. Der Ertragsteueraufwand liegt mit Mio. EUR 21,4 deutlich über dem des Vorjahres von Mio. EUR 12,5. Dies resultiert im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr höheren ausländischen Körperschaftsteuern. Das positive Ergebnis nach Steuern in Höhe von Mio. EUR 1.223,6 wird nach Abzug der sonstigen Steuern (Mio. EUR 0,2) aufgrund des seit dem 1. Januar 2009 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die alleinige Gesellschafterin Statkraft Germany GmbH abgeführt. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Der Cashflow für die Jahre 2023 und 2022 stellt sich wie folgt dar:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 877,4 (Vorjahr: Mio. EUR -146,2). Bei börsengehandelten Derivaten muss zunächst eine Initial Margin entrichtet werden. Während der Kontraktlaufzeit dieser Derivate erhält oder zahlt die Statkraft Markets GmbH darüber hinaus Variation Margins, je nachdem, wie sich der Marktwert des Derivats entwickelt. Sogenannte Collaterals sind für außerbörsliche (OTC) Derivategeschäfte zu stellen. Im Berichtsjahr hat die Statkraft Markets GmbH deutlich niedrigere Initial Margins und Collaterals als im Vorjahr gezahlt, da sich die anhaltende Volatilität und hohen Marktpreise des Vorjahres wieder erholt haben. Ebenso haben sich die Mittelzuflüsse aus Variation Margins gegenüber dem Vorjahr stark verringert. Die dargestellten Nettomittelzuflüsse zeigen sich in der Veränderung der sonstigen Vermögensgegenstände und sonstigen Verbindlichkeiten und sind im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten. Dieser setzt sich neben diesen Zahlungen aus einem gegenläufig hohen positiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung und einer Abnahme der Rückstellungen zusammen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR -16,6 (Vorjahr: Mio. EUR -5,8) und umfasst vorwiegend Investitionen in Sachanlagen. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind die Ein- und Auszahlungen aus den Vorjahresergebnissen im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge von in Summe Mio. EUR -374,7 (Vorjahr: Mio. EUR 2,2) enthalten. Der Finanzierungsbedarf ist im Wesentlichen durch den Einbezug in das Cash-Pooling mit der Statkraft AS, Oslo/Norwegen, gedeckt. Zu Liquiditätsengpässen ist es im Geschäftsjahr nicht gekommen. Im Ergebnis führt dies zu einer Änderung bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von Mio. EUR 486,1. Unter Berücksichtigung des positiven Finanzmittelbestands zu Beginn des Jahres 2023 von Mio. EUR 666,4 ergibt sich ein positiver Finanzmittelbestand in Höhe von Mio. EUR 1.152,5 zum 31. Dezember 2023. Der Finanzmittelbestand setzt sich zum 31. Dezember 2023 aus liquiden Mitteln in Höhe von Mio. EUR 29,8, dem im Saldo positiven Cash-Pool-Bestand gegenüber Statkraft AS, Oslo/Norwegen, in Höhe von Mio. EUR 1.122,8 sowie kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 0,0 zusammen. Im Anlagevermögen belaufen sich die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Jahr 2023 auf Mio. EUR 15,8. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen Mio. EUR 10,6. Der Anstieg der Finanzanlagen um Mio. EUR 6,1 ist einerseits auf die Kapitaleinlage in Höhe von Mio. EUR 256,0 in die 100%-Tochtergesellschaft Statkraft Holding Knapsack GmbH zurückzuführen. Andererseits steht dem die Teilrückzahlung in Höhe von Mio. EUR 250,3 betreffend die Ausleihung an die Statkraft Germany GmbH gegenüber, die im Vorjahr aus der Umwandlung der Forderung aus der Verlustübernahme für das Jahr 2021 entstanden ist. Die Bilanzsumme vermindert sich von Mio. EUR 5.101,7 zum 31. Dezember 2022 auf Mio. EUR 4.066,1 zum 31. Dezember 2023. Auf der Aktivseite ist dies insbesondere auf den Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände sowie der liquiden Mittel zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände befanden sich im Vorjahr besonders durch höhere gezahlte Sicherheitsleistungen (Initial Margins) auf einem außerordentlich hohen Niveau und sind zum 31. Dezember 2023 wieder stark zurückgegangen. Die Abnahme der liquiden Mittel ergibt sich aus den oben dargestellten Cashflows des Jahres 2023. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um insgesamt Mio. EUR 615,5 ist in erster Linie auf erhöhte Forderungen aus Cash-Pooling zurückzuführen. Auf der Passivseite haben sich insbesondere die sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Sonstigen Verbindlichkeiten vermindert. Demgegenüber stehen erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der starke Rückgang der sonstigen Rückstellungen ergibt sich vorrangig aus der Drohverlustrückstellung und der Rückstellung für Bewertungseinheiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich hauptsächlich stichtags- sowie preisbedingt gegenüber dem Vorjahr verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich zum Großteil aufgrund der niedrigeren Sicherheitsleistungen aus dem börsenseitig durchgeführten Ausgleich der offenen Positionen verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt um Mio. EUR 803,4 gestiegen, was weitgehend aus der Verbindlichkeit gemäß Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Statkraft Germany GmbH resultiert. Insgesamt ergibt sich im Berichtsjahr eine Eigenkapitalquote (Eigenkapital geteilt durch Bilanzsumme) von 20,8 % (Vorjahr: 16,6 %). Abgesehen von den liquiden Finanzmitteln am Jahresende von Mio. EUR 1.152,5 verfügt das Unternehmen über ausreichend externe Kreditlinien sowie eine Kreditlinie von Mio. EUR 1.484,6 aus Garantien des Mutterkonzerns, von welchen per 31.12.2023 Mio. EUR 1.105 in Anspruch genommen wurden. Die Gesellschaft hat nach unserer Einschätzung daher ausreichend liquide Mittel, um die eigenständige Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 und in den darauffolgenden Jahren abzusichern. PROGNOSEBERICHT Die Prognosen basieren auf den für die interne Berichterstattung verwendeten Zahlen unter den International Financial Reporting Standards. Für interne Berichterstattungszwecke und basierend auf den Zahlen unter den International Financial Reporting Standards prognostiziert die Statkraft Markets GmbH für 2024 ein im Vergleich zu 2023 niedrigeres Rohergebnis von ca. Mio. EUR 400. Das für 2024 prognostizierte EBIT liegt bei ca. Mio. EUR 165. Für das Segment Markets wird für 2024 ein im Vergleich zu 2023 niedrigeres Rohergebnis (Net Operating Revenue) von ca. Mio. EUR 300. Das für 2024 prognostizierte EBIT liegt bei ca. Mio. EUR 150 und damit sehr deutlich unterhalb des im Jahr 2023 erzielten EBIT. Der Prognose liegen die folgenden Annahmen zu Grunde: Der Bereich Trading & Origination wird weiterhin von höheren Preisen im Vergleich zu früheren Jahren auf den Märkten für Strom und Gas sowie für Emissionszertifikate profitieren und einen positiven, aber voraussichtlich deutlich geringeren Beitrag zum Rohergebnis und EBIT als im Vorjahr leisten. Dem liegt die Annahme einer weiteren Normalisierung der Energiemärkte und entsprechend geringerer Volatilität zugrunde. Das Geschäft mit langfristigen Stromabnahme- und -lieferverträgen soll in Deutschland, Spanien und Polen fortgeführt und ausgebaut werden und wird in 2024 weiterhin zu positiven Beiträgen führen. Bei weiter sinkenden Marktpreisen ist für 2024 jedoch mit mäßigeren Beiträgen im Rahmen unserer internen Prognose zu rechnen. In dem Bereich Operations werden trotz der prognostizierten höheren Laufzeiten der Kraftwerke preisbedingt ein niedrigeres Rohergebnis von ca. Mio. EUR 100 und EBIT von ca. Mio. EUR 15 erwartet. Für das Jahr 2024 wird eine Stromerzeugung aller Kraftwerke in Höhe von ca. 1,5 TWh prognostiziert. Im Prognosejahr werden im Vergleich zum Berichtsjahr keine wesentlichen Kraftwerksausfälle berücksichtigt. Langfristig geht das Management von einem stabilen Marktumfeld aus. Aufgrund des Kohleausstiegs werden im Jahr 2024 weitere Kohlekraftwerke stillgelegt, was zu einer Verknappung des Angebotes führt. Wegen des Ausstiegs aus der Kohle hat die Bedeutung der verbleibenden konventionellen Anlagen für die Deckung der Stromnachfrage zugenommen. Bezüglich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist die Gesellschaft stets bemüht, Arbeitsunfälle sowie Umweltvorfälle jeglicher Art zu vermeiden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer weitgehend konstanten Mitarbeiterzahl geplant. RISIKOMANAGEMENT Die Statkraft Markets GmbH befasst sich mit Handelsaktivitäten sowie dem Betrieb von Gas-, Wasser- und Biomassekraftwerksanlagen, die mit einer Reihe von Risiken verbunden sind. Hierzu zählen insbesondere Marktpreisrisiken, Liquiditäts- und Ausfallrisiken, operative Risiken sowie rechtliche und regulatorische Risiken. Daher hat das Risikomanagement bei der Statkraft Markets GmbH höchste Priorität. Die Geschäftstätigkeit der Statkraft Markets GmbH umfasst insbesondere den Handel und Vertrieb von standardisierten Terminkontrakten, Energiefahrplänen und strukturierten Produkten. Ein großer Teil der Fahrpläne und strukturierten Produkte wird mit gegenläufigen Terminkontrakten abgesichert. Ein weiterer Teil der Terminkontrakte wird zu Handelszwecken geschlossen, wobei in der Regel kurzfristige Gegengeschäfte getätigt werden. Dabei soll die Summe der Geschäfte eine positive Arbitrage ergeben. Die Statkraft Markets GmbH unterliegt dabei finanzwirtschaftlichen Risiken, die zu Ergebnis- und Cashflow-Schwankungen führen können. Um die daraus resultierenden Risiken rechtzeitig zu identifizieren und ihnen begegnen zu können, hat die Gesellschaft entsprechende Risikomanagementrichtlinien erlassen, die aktiver Bestandteil der Unternehmenssteuerung sind. Statkraft versteht sich zudem als führender Anbieter von Marktzugangs- und Hedging-Produkten für Erzeuger auf der einen Seite sowie Grünstromlieferungen und Absicherungsgeschäften für Industrie- und Gewerbekunden auf der anderen Seite. Als Teil dieser Geschäftsstrategie ist die Statkraft Markets GmbH signifikanten Strompreis- und/oder Volumenrisiken in Bezug auf die kontrahierten langfristigen Stromabnahme- und -liefermengen auf Erzeugungs- und Verbrauchsseite ausgesetzt. Hinzu kommen aufgrund der Langfristigkeit der Verträge signifikante Kreditausfall- und regulatorische Risiken. Diese Risiken werden von dem Bereich Risikomanagement fortlaufend überwacht. Die internen Richtlinien zur Kontrolle der entsprechenden Portfolios finden hier wie gewohnt Anwendung und werden ständig überprüft. Beispielhaft werden Kreditausfallrisiken durch das Risikomanagement bewertet und bei Bedarf durch Anforderungen von Sicherheiten an die Vertragspartner gesenkt. Regulatorische Risiken werden durch entsprechende Vertragsgestaltung und "Change-in-law"-Klauseln weitestgehend eingegrenzt. Die Risikopolitik im Hinblick auf die einzelnen Geschäftsbereiche wird vom Management bestimmt. Das Middle Office spielt eine entscheidende Rolle beim Risikomanagement. Es überwacht das Tagesgeschäft innerhalb des Risikomanagementsystems und liefert unabhängige, professionelle Bewertungen. Die Middle Office Manager analysieren systematisch alle neuen Geschäftsmöglichkeiten und bereiten Risikoeinschätzungen vor, um die Geschäftsleitung bei Entscheidungen zu unterstützen. Das erhöht das Risikobewusstsein und sorgt für eine wirksame Begrenzung der Risiken. Ferner erstellt das Middle Office tägliche und wöchentliche Risikoberichte bezüglich der Marktpositionen der Statkraft Markets GmbH. Diese werden wöchentlich vom Management ausgewertet und besprochen. Neben den Risiken, die aus den Handels- und Marktzugangsaktivitäten der Statkraft Markets GmbH entstehen, gehen aus dem Betrieb und der Instandhaltung der Kraftwerksanlagen ebenfalls Risiken hervor, die es zu bewerten und zu handhaben gilt. Diese Risiken umfassen vor allem Gefährdungen von Personen, Sachschäden und die Nichterfüllung vertraglicher Pflichten, vor allem der Stromerzeugung. Die Betrachtung von Risiken und deren Konsequenzen ist daher elementarer Baustein aller Kraftwerksprozesse insbesondere der Instandhaltungsplanung, der Investitionsplanung wie auch der Planung und Bewertung technischer Änderungen (Management of Change). Die Prozesse sind im Regelwerk für den Betrieb und die Instandhaltung der Kraftwerke beschrieben, die regelgerechte Durchführung wird verfolgt und überwacht. Die Gesellschaft ist bestrebt, die Systeme für alle Kernprozesse mehrfach redundant auszulegen. Dieser Philosophie folgend werden stets mehr Mitarbeiter als notwendig in den Kernprozessen ausgebildet und Backup-Routinen eingerichtet, um in den wichtigsten Kompetenzen eine ständige Verfügbarkeit sicherzustellen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision überwacht. Das Risikomanagementsystem des Statkraft-Konzerns und der Statkraft Markets GmbH begegnet auch operativen Risiken der Informationssicherheit. Dabei werden interne und externe Bedrohungsszenarien (z.B. Cyberangriffe) systematisch betrachtet. Für die kritischen Infrastrukturen gemäß BSI-Kritis-Verordnung erhält die Geschäftsführung der Statkraft Markets GmbH einen jährlichen Bericht über die Leistungsfähigkeit der Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS) und aktuelle Risiken der Informations- und Cyber-Sicherheit. CHANCEN UND RISIKEN Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklung der Gesellschaft aufgrund der nachgenannten Chancen und Risiken als nicht gefährdet ein, sondern geht weiterhin von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft aus. Chancen und Risiken aus Commodity-Preisschwankungen Für den Bereich Trading & Origination werden zugleich Risiken und Chancen in der Marktentwicklung gesehen. Falsche Einschätzungen zu künftigen Preisentwicklungen können negative Auswirkungen in den einzelnen Portfolios nach sich ziehen. Neue und innovative Produkte bieten aber auch die Chance eines zusätzlichen Wertbeitrags. Die Risikosteuerung erfolgt mittels eines Limit-Systems. Dabei ist der Abschluss der Handelskontrakte nur innerhalb dieser zulässigen Limits erlaubt. Das Limit-System ist nach Limits für das Preisänderungsrisiko und das (Adressaten-)Ausfallrisiko (siehe weiter unten) getrennt. Die im volatilen Strom- und Gasmarkt auftretenden Marktpreisrisiken werden durch das Value-at-Risk-Verfahren (VaR) und Profit-at-Risk-Analysen (PaR) gemessen. Das Middle Office überwacht die offenen Positionen der Portfolios sowie die Gesamtrisikoposition der Gesellschaft. Bei Überschreitung des Risikomandates sorgt das Middle Office für die Schließung von offenen Positionen und die Minimierung der Risiken aus ungesicherten Positionen. Die Risiken aus der Veräußerung von Umweltzertifikaten und Herkunftsnachweisen, die zum Bilanzstichtag in den Vorräten enthalten sind, werden als niedrig angesehen, da nach der Erfahrung des Managements diese Zertifikate im Sommer des Folgejahres jeweils von Stromversorgern besonders nachgefragt werden, damit diese ihren Verpflichtungen nachkommen können. Chancen ergeben sich aus der erwarteten Marktkonsolidierung und der Innovationsführerschaft der Statkraft Markets GmbH. Auch in 2023 lagen die Kosten für das Bilanzkreismanagement von erneuerbaren Energien deutlich über dem Vorkrisenniveau. Im Vergleich zu 2022 hat sich aber insbesondere das Risiko durch geringere Großhandelspreise reduziert, extreme Preisspitzen traten nicht auf und haben daher die Kosten durch die Bilanzierung nicht unkontrolliert ansteigen lassen. Im Jahr 2023 wurden die über europäische Länder hinweg harmonisierte Beschaffung und koordinierte Aktivierung von Regelleistung ("MARI" und "PICASSO") eingeführt. In diesem Zuge ist die Vergütung der Regelarbeit auf sog. "Marginal Pricing" umgestellt worden, d.h. die teuerste aktivierte Einheit setzt den Preis für alle aktivierten Kraftwerke fest. Diese höheren Preise werden auf den Ausgleichsenergiepreis umgelegt und führen zu einer stärkeren Volatilität der Ausgleichsenergiepreise. Zukünftig sind auch weiterhin Preisspitzen durch Extremsituationen, beispielsweise durch unvorhergesehene Kraftwerksausfälle oder durch unvermeidbare Prognosefehler bei Erneuerbaren Energien im Markt, möglich. Hier zeigen sich auf Seiten der Anlagenbetreiber von flexiblen Anlagen Erlöspotentiale, während sich für Marktteilnehmer von fluktuierenden Energieträgern erhebliche finanzielle Risiken in der untertägigen Bilanzierung auftun. Die europäische Erweiterung der Regelleistungskooperation sollte insgesamt aber dafür sorgen, dass auch die Regelleistungsausführung im europäischen Binnenmarkt stattfindet und lokale Preisspitzen daher in Anzahl und Ausmaß deutlich abnehmen. Um das Risiko für die Vermarkter von Erneuerbaren Energien kalkulierbar zu halten, sollten hier weiterhin Preisobergrenzen in den Regelarbeitsmärkten herrschen. Liquiditäts- und Kreditrisiken Für die Statkraft Markets GmbH besteht aufgrund der langfristig gesicherten Finanzierung durch ein verbundenes Unternehmen sowie durch die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen kein wesentliches Finanzierungs- oder Ausfallrisiko. Die Gesellschaft ist - wie ihre verbundenen Unternehmen - in das Cash-Pooling des Statkraft-Konzerns eingebunden. Risiken, die dem Unternehmen aus Schwankungen des Zahlungsstroms in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten (Terminkontrakten) entstehen, steuert die Statkraft Markets GmbH durch eine regelmäßige Überwachung der mittel- und langfristigen Cashflows und tägliche Disposition der ein- und ausgehenden Zahlungsströme. Das Management des Kredit- und Ausfallrisikos vollzieht sich mittels eines internen Ratingprozesses. Das Kreditlimit für jeden Geschäftspartner wird überwacht und periodisch überprüft, während über die Positionen mit einzelnen Geschäftspartnern regelmäßig Bericht erstattet wird. Das Rating- und Limit-System ermöglicht die Konzentration auf Kontrahenten sehr hoher Bonität. Ausfallrisiken bestehen bei den derivativen Finanzinstrumenten in Höhe der positiven Marktwerte. Über die reine Beurteilung von Ausfallrisiken hinaus findet eine Überprüfung der Produkte, Geschäftsideen und Geschäftspartner auch nach den Gesichtspunkten der Corporate Social Responsibility (CSR) statt. Sämtliche Middle-Office-Risikobewertungen, die für Änderungen von Mandaten und Produkten vorgeschrieben sind, müssen auch diese Gesichtspunkte berücksichtigen. In den letzten zwei Jahren kam es zu einem massiven Anstieg der europäischen Energiepreise, der vor allem durch den russischen Einmarsch in der Ukraine und die anschließende Verknappung der russischen Gaslieferungen nach Europa verursacht wurde. Die Verknappung setzte bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 ein. Die Energiepreise haben sich im Laufe des Jahres 2023 - ausgehend von dem hohen Niveau des Jahres 2022 - wieder rückläufig entwickelt. Dies ist auf eine geringere Nachfrage, hohe Gaslieferungen aus Norwegen sowie importiertes LNG zurückzuführen und wurde durch einen milden Winter weiter begünstigt. Die Energiepreise liegen jedoch immer noch auf einem höheren Niveau als vor dem Ausbruch des Ukraine-Krieges, und die mittelfristige Preisentwicklung hängt weitgehend von der Entwicklung der internationalen Brennstoffmärkte, dem Wetter, der Entwicklung der industriellen Nachfrage und dem Kohlenstoffmarkt ab. Obwohl sowohl die Preise als auch die Volatilität auf dem Energiemarkt auf ein niedrigeres Niveau gesunken sind, birgt die Verknappung der Gaslieferungen aus Russland weiterhin Risiken und Unsicherheiten auf den globalen Energiemärkten. Die Unsicherheit auf den Energiemärkten und die Volatilität der Strompreise werden kontinuierlich überwacht und analysiert. Die anhaltende geopolitische Unsicherheit wirkt sich weiterhin auf die weltweiten Energiepreise für den europäischen Kontinent und Großbritannien aus. Dies erhöht die Unsicherheiten bei der Bewertung unserer Kraftwerke und langfristiger Energieverträgewobei die hiermit verbundene Volatilität auch eine Chance, insbesondere für das Handelsgeschäft, darstellt. Im Bereich Trading & Origination besteht weiterhin eine erhöhte Volatilität in den verschiedenen Märkten. Diese Situation führt weiterhin zu einem erhöhten Ausfallrisiko für die Kunden der Statkraft Markets GmbH. Ein Ausfall von Handelspartnern und Kunden könnte sich negativ auf das Trading & Origination-Geschäft auswirken. Die aktuellen Volatilitäten und das im Vergleich zu 2022 deutlich reduzierte Preisniveau führen zu rückläufigen, aber weiterhin hohen Initial-Margin-Zahlungen, Cash Collaterals und Variation-Margin-Zahlungsflüssen. Aufgrund der für 2021 und 2022 getroffenen Maßnahmen sehen wir hieraus jedoch kein erhöhtes Risiko. Operationelle Risiken Die Statkraft Markets GmbH versteht hierunter Risiken, dass Schadensfälle aufgrund mangelhafter Prozesse, Verfahren und Systeme, infolge menschlichen Fehlverhaltens oder auch durch andere externe Einflüsse auftreten. Die Großhandelspreise für Primärenergieträger wie Gas, Braun- oder Schwarzkohle sind im Frühjahr 2024 insgesamt deutlich niedriger als in den Krisenjahren 2022 und 2023. Daran gekoppelt befinden sich auch die Preise für das Kalenderjahr 2025 und 2026 im Sinkflug. Für die Betriebsstunden der Gaskraftwerke in Deutschland und im Statkraft Portfolio bedeutet das insgesamt eine deutlich geringere Einsatzzeit, als wir sie im Jahr 2022 und 2023 hatten. Ungeachtet der niedrigeren bzw. abnehmenden Großhandelspreise wird die Bedeutung von flexiblen Gaskraftwerken für die Versorgungssicherheit weiter zunehmen, einhergehend mit dem beschleunigten Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie zusätzlichem Bedarf für flexible Stromerzeugung. Informations- und Kommunikationstechnologien sind entscheidend für die Steuerung und Abwicklung der Geschäftsprozesse der Statkraft Markets GmbH. Der Statkraft-Konzern und die Statkraft Markets GmbH haben Richtlinien und Prozesse definiert, die die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der geschäftskritischen Informationen sicherstellen. Die zunehmenden Bedrohungen der IT-Landschaft und Prozessleittechnik werden von zentraler Stelle im Konzern beobachtet, analysiert und gegebenenfalls werden Gegenmaßnahmen ergriffen. Statkraft war im Jahr 2023 mit einigen Cyberangriffen konfrontiert, die rechtzeitig eingedämmt wurden, ohne dass es zu finanziellen Schäden, Reputationsschäden oder Schäden am Energieversorgungssystem kam. Außerdem wurden in diesem Jahr wieder einige Angriffe auf Geschäftspartner in der Lieferkette festgestellt. Bei solchen Vorfällen steht unser Cyber-Sicherheitsteam (CISRT) in direktem Kontakt mit dem Geschäftspartner, um die notwendigen Maßnahmen auf unserer Seite zu ergreifen. Die IT-Abteilung des Unternehmens wurde mit dem ISO/IEC 27001-Zertifikat ausgezeichnet, das ein umfassendes Management der Informationssicherheit gewährleistet. Das Bewusstsein für Cyber-Sicherheit war in diesem Jahr ein großes Thema, und es wurden viele virtuelle Veranstaltungen auf verschiedenen internen Plattformen durchgeführt, um das Bewusstsein für Cyber-Risiken zu schärfen. Gemäß Verordnung zur Bestimmung kritischer Infrastrukturen (BSI-Kritis-Verordnung - BSI-KritisV) ist Statkraft Markets GmbH Betreiber von kritischen Infrastrukturen. Aufgrund der am 18. Mai 2021 aktualisierten Schwellwerte fällt darunter neben dem virtuellen Kraftwerk von Statkraft und dem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Knapsack II nun auch das Pumpspeicherkraftwerk Erzhausen. Als Betreiber dieser kritischen Infrastrukturen ist Statkraft Markets GmbH zur Einrichtung eines Informationssicherheitsmanagementsystem verpflichtet und nachweispflichtig gemäß § 8a BSI-Gesetz für das virtuelle Kraftwerk und zertifizierungspflichtig gemäß § 11 Absatz 1b EnWG für die Kraftwerke Knapsack II und Erzhausen. Statkraft steht in ständigem Kontakt mit dem BSI und ist verpflichtet, Sicherheitsvorfälle zu melden. In diesem Jahr hat im März/April ein KRITIS-Audit stattgefunden. Der Audit-Bericht wurde an das BSI geschickt, als Nachweis dafür, dass die gesetzlichen Vorschriften in vollem Umfang eingehalten werden. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über verschiedene technische Vorkehrungen wie die Endpoint Detection and Response oder das Security Information and Event Management, um das Risiko für kritische Infrastrukturen zu minimieren. Das Intrusion Detection System befindet sich derzeit noch in der Implementierungsphase. Zu den weiteren Verbesserungsmaßnahmen gehören interne Projekte wie Cyber-Sicherheitsbewertungen, Notfallübungen, Bewertung der aktuellen Netzwerksicherheitsüberwachung und Schwachstellenmanagement. Parallel dazu wird mit verschiedenen Behörden wie KraftCERT, NorCERT oder BSI zusammengearbeitet, um Informationen über Bedrohungen zu erhalten. Es gehen regelmäßig Bedrohungswarnungen ein. Es werden derzeit keine kritischen Risiken in der Informationsverarbeitung gesehen. Rechtliche und regulatorische Risiken Aus regulatorischen Eingriffen können sich Risiken und Ungewissheiten für die Statkraft Markets GmbH ergeben. Für die Chancen und Risiken aus dem Kohleausstieg wird auf die Erläuterung innerhalb der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verwiesen. Es zeigt sich, dass im Stromsystem nicht nur Flexibilität hinsichtlich zusätzlicher Erzeugung fehlt. Entgegen den Erwartungen sind häufig auch die Kosten für das Abregeln von Anlagen hoch. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Potenziale für die Nutzung kurzfristiger Flexibilität auch aus erneuerbaren Energien, die ja insbesondere für Abregelung ausreichend zur Verfügung stehen sollten, noch nicht vollumfänglich genutzt werden. Daher müssen weiterhin - im Sinne der europäischen Regulierung - technische und regulatorische Hürden reduziert werden, so dass Marktteilnehmer die vorhandene Flexibilität dem Markt vollumfänglich zur Verfügung stellen können. Der beschleunigte Ausbau von erneuerbaren Energien wird weitere regulatorische Änderungen in den Kurzfrist- und Regelleistungsmärkten erwarten, um die nötige Flexibilität anzureizen. Das daraus entstehende Marktdesign kann sich erheblich auf die Chancen und Risiken von Dienstleistungen im Bereich Bilanzkreismanagement auswirken. Aus Compliance-Sicht kehrte im Jahr 2023 nach stark volatilen und illiquiden Märkten im vorangegangenen Jahr wieder mehr Normalität ein. Um die Verhaltensanforderungen der EU-Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts (REMIT) sowie der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) zu erfüllen, wurden die Mitarbeiter auch im Kalenderjahr 2023 umfassend geschult, weitere Handlungsanweisungen erlassen sowie zusätzliche Überwachungsmaßnahmen eingeführt. Insbesondere wurde ein weiterer Mitarbeiter mit spezieller Expertise zur Überwachung operationeller Prozesse im Hinblick auf potenzielle Marktmissbrauchsfälle eingestellt. Sämtliche Handelsaktivitäten mit Finanzprodukten werden mittels eines automatisierten Handelsüberwachungssystems geprüft. Im Laufe des Jahres 2023 wurde zudem ein automatisches Handelsüberwachungssystem auch für den physischen Handel implementiert. Die Überwachung der Handelsaktivitäten im Jahr 2023 ergab keine Anzeichen für einen eventuellen Marktmissbrauch. Durch ihre Tätigkeit im Bereich der Warenderivate unterliegt die Statkraft Markets GmbH den finanzmarktrechtlichen Vorschriften der überarbeiteten MiFID II. Das Unternehmen nahm auch 2023 die Nebentätigkeitsausnahme gemäß der neuen RTS 20a (Delegierte Verordnung der EU-Kommission vom 14.07.2021) in Anspruch. Relevante Positionen in Bezug auf kritische oder signifikante Warenderivate werden gemäß regulatorischen Vorgaben kontinuierlich überwacht. Die Statkraft Markets GmbH unterliegt ebenso den Anforderungen der EU-Verordnung über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (EMIR). In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen robuste Systeme zur Transaktionsmeldepflicht aufgesetzt. Prozesse zur Abstimmung von Portfolios und zur Klärung von auftretenden Differenzen sowie Bestätigungsprozesse zum Austausch von Handelsbestätigungen sind mit Handelspartnern vereinbart und umgesetzt worden. Das Unternehmen berechnet seine Positionen in OTC-Derivatekontrakten und kann bestätigen, dass es unter den festgelegten Clearingschwellen liegt. Die Einhaltung der Vorschriften unter EMIR wird durch eine jährliche Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer gemäß § 32 WpHG bescheinigt. Die bereits abgeschlossene Überprüfung für das Jahr 2022 ergab keine Beanstandungen.
Düsseldorf, den 20. Juni 2024 Stefan-Jörg Göbel Henrik Møistad Petrus Schipper Dr. Malte Schwoon Maik Thalmann Ronald van Eldik Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Allgemeine Hinweise Sitz der Statkraft Markets GmbH ist Düsseldorf. Die Gesellschaft ist unter der Nr. HRB 37885 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurde der Ausweis der Umsatzerlöse für den Geschäftsbereich Trading & Origination zur Erhöhung der Aussagekraft der Ertragslage des Unternehmens geändert. Für weitere Ausführungen wird auf den Absatz unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" verwiesen. Die darüberhinausgehenden bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden, soweit nicht gesondert erwähnt, unverändert zum Vorjahr weitergeführt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zuzurechnenden Kosten (im Wesentlichen Personaleinzelkosten) auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital, welches zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstands verwendet wird, werden angesetzt, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Vermögensgegenstände, die einer Abnutzung unterliegen, werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear und degressiv abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen werden überwiegend die folgenden Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden zugrunde gelegt:
Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Nettowert von mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 wird im Sachanlagevermögen ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Der Posten ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Vorräte werden zu mit gewogenen durchschnittlichen oder zu einzeln ermittelten Anschaffungskosten bewertet. Dem Niederstwertprinzip wird - soweit erforderlich - durch Abschreibungen Rechnung getragen. Unter den Waren werden Emissionszertifikate für den Eigenverbrauch und Grüne Zertifikate ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Untern den sonstigen Vermögensgegenständen werden zum Handel gehaltene Emissionszertifikate ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger kommen das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung. Positionen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Stichtag nicht. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Diese Verpflichtungen wurden zudem mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt im aktuellen Berichtsjahr TEUR 725 (Vorjahr: TEUR 3.785) (§ 253 Abs. 6 HGB). Der Bewertung wurden die folgenden Parameter zugrunde gelegt:
* Zehnjahres-Durchschnitt ** Siebenjahres-Durchschnitt Die Bewertung der wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Die Höhe der Altersversorgungsverpflichtung richtet sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen. Zur Erfüllung dieser Verpflichtungen aus der Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Spezialfonds angelegt, die bei den wertpapiergebundenen Verpflichtungen ausschließlich aus der Umwandlung von Gehaltsbestandteilen resultieren und demnach arbeitnehmerfinanziert sind. Für die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung erfolgt daher zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der Zeitwert wird mit dem vom Versicherer mitgeteilten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital angesetzt. Die Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis erfasst. Der erfolgswirksame Effekt aus der Verrechnung des Deckungsvermögens ist im Zinsaufwand enthalten. Entsprechend werden für den Bilanzausweis die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet ausgewiesen. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre fristadäquat abgezinst. Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB: Die Geschäftstätigkeit der Statkraft Markets GmbH umfasst physische und finanzielle Handels- und Optimierungsaktivitäten mit Strom, Gas, Emissionsrechten und anderen energiewirtschaftlichen Commodities. Zu diesem Zweck werden u.a. Terminkontrakte abgeschlossen. Die Statkraft Markets GmbH unterscheidet innerhalb des Geschäftsbereichs Trading & Origination. Während im Bereich Trading Standardprodukte zur Erzielung von Margen mit kurzfristigem Betrachtungshorizont zum Einsatz kommen, umfasst der Bereich Origination auch langfristige Optimierungsaktivitäten mit strukturierten Produkten und Vorratsbeständen. Sowohl für die Durchführung der Handels- und Optimierungsaktivitäten als auch für die Risikoüberwachung sind beide Geschäftsfelder in Mandate unterteilt, wobei eine strikte Funktionstrennung zwischen dem Handel und dem Risikocontrolling implementiert ist. Die Definition der einzelnen Mandate erfolgt grundsätzlich auf Basis der gehandelten Region, der gehandelten Produkte und Commodities, des Zeithorizontes oder der Handelsstrategien. Die Risikolimitierung der Trading-Mandate erfolgt auf Basis von Value-at-Risk-Berechnungen (VaR), die handelstäglich durch das Risikocontrolling durchgeführt werden. Bei Überschreiten von vorgegebenen Limits werden definierte Verfahren zur Risikoreduktion eingeleitet. Für die Origination-Mandate erfolgt die Risikolimitierung auf Basis von Profit-at-Risk-Berechnungen (PaR), die ebenfalls handelstäglich durch das Risikocontrolling berechnet werden. Limitüberschreitungen bei Origination-Mandaten führen ebenfalls zu definierten Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Risiken. Die im Trading & Origination abgeschlossenen Geschäfte werden grundsätzlich zu Makro-Bewertungseinheiten zusammengefasst, in denen die risikokompensierende Wirkung vergleichbarer Risiken berücksichtigt wird. Eine Makro-Bewertungseinheit liegt vor, wenn die risikokompensierende Wirkung ganzer Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet wird und diese Gruppen gemeinsam gegen das (netto verbleibende) Risiko abgesichert werden und dies im Einklang mit dem praktizierten Risikomanagement steht. In den gebildeten Bewertungseinheiten werden finanzwirtschaftliche Risiken in Form von Preis- und Wechselkursänderungsrisiken der jeweils im Rahmen der Mandate gehandelten Commodities gesichert. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgt gemäß der Einfrierungsmethode, nach der die sich ausgleichenden Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte, die auf das jeweils abgesicherte Risiko zurückzuführen sind, nicht bilanziert werden. Die Sicherungsabsicht der Makro-Bewertungseinheiten besteht fortlaufend für die Zeiträume, die gemäß den Risikorichtlinien für Handelsgeschäfte freigegeben sind. Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 bestehen gegenläufige Zahlungsstromänderungen für einen Zeitraum bis 2036. Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit liegt ein dokumentiertes, angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem vor. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten sowie Kontrollen gemäß den internen Richtlinien sind verbindlich festgelegt. Der Handel mit Commodity-Derivaten ist im Rahmen von vorgegebenen Limits erlaubt. Die Limits werden durch unabhängige organisatorische Einheiten festgelegt und handelstäglich überwacht. Die Vermögensgegenstände, Schulden und schwebenden Geschäfte werden mit den folgenden Nominalwerten (Buchwerten) in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Die Höhe des mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risikos beträgt TEUR 5.687.089. Die einbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden bestehen aus Vorratsvermögen, Variation Margins, Optionsprämien sowie Vorauszahlungen. Die Beurteilung der bisherigen bilanziellen Unwirksamkeit der Makro-Bewertungseinheiten erfolgt jeweils zum Jahresende auf Basis einer Betrachtung der beizulegenden Zeitwerte der jeweiligen Bewertungseinheit. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der einbezogenen Geschäfte - unter Berücksichtigung etwaiger in die Bewertungseinheiten einbezogener Vermögensgegenstände und Schulden - negativ, so wird eine Rückstellung für Bewertungseinheiten gebildet. Sofern sich positive Salden ergeben, bleiben diese bilanziell unberücksichtigt. Darüber hinaus werden antizipative Bewertungseinheiten gebildet. Bei den nachfolgend erläuterten Grundgeschäften handelt es sich in der Regel um mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen, die als solche bilanziell nicht erfasst werden. In der Bewertungseinheitskategorie Asset Exposure sind Geschäfte enthalten, durch die Statkraft Markets GmbH physische Kraftwerkspositionen in Deutschland optimiert (Geschäftsbereich "Operations"). Die Kraftwerkspositionen umfassen dabei Kraftwerke, die im Eigentum der Gesellschaft sind bzw. wo das wirtschaftliche Risiko auf der Grundlage von langfristigen Verträgen bei der Gesellschaft liegt. Die Grundgeschäfte umfassen im Wesentlichen erwartete Spotverkäufe aus der Stromerzeugung. Die Sicherungsinstrumente umfassen im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente über die Vermarktung. Die in diese Bewertungseinheiten einbezogenen Sicherungsgeschäfte haben ein Nominalvolumen in Höhe von TEUR 221.718. Dem negativen beizulegenden Zeitwert stehen kompensierende Erträge aus den Grundgeschäften gegenüber. Die Höhe des abgesicherten Risikos entspricht dem Nominalvolumen und wird nach Geschäftstyp sowie der zugehörigen Sicherungsstrategie gemäß den geltenden Richtlinien und Verfahrensanweisungen wie folgt differenziert: Bei der Terminvermarktung der Stromerzeugung aus eigener Kraftwerksleistung steht die Sicherung der Marge zwischen den Kosten der Stromerzeugung (Brennstoffkosten und Emissionszertifikate) und den Erlösen aus der Stromvermarktung im Vordergrund. Im Einklang mit dem internen Risikomanagement werden dazu die damit verbundenen prognostizierten künftigen Zahlungsströme durch standardisierte Terminprodukte abgesichert. Dies erfordert auch den Abschluss von Adjustierungs- und Profilierungsgeschäften. Die hohe Wahrscheinlichkeit der erwarteten Transaktionen ergibt sich daraus, dass Geschäfte gleicher Art in der Vergangenheit regelmäßig getätigt wurden, die Vertragsverhandlungen zum Abschlussstichtag nahezu abgeschlossen sind oder der Abschluss des Geschäfts die einzige wirtschaftlich vernünftige Alternative aus Sicht der Gesellschaft darstellt. Zum Stichtag lagen keine Hinweise auf den Nichteintritt dieser Transaktionen vor. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, wobei der Barwert von langfristigen Verbindlichkeiten anhand von laufzeitadäquaten Marktzinssätzen ermittelt wird. Erhaltene Anzahlungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Forderungen und Guthaben bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Verluste aus Wechselkursänderungen am Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst. Dagegen werden unrealisierte Gewinne aus Wechselkursänderungen nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betreffen. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Statkraft SF, Oslo/Norwegen, einbezogen werden, und die Gesellschaften, auf die die Statkraft SF, Oslo/Norwegen, direkt bzw. indirekt einen beherrschenden Einfluss ausübt, die aber aufgrund eines Wahlrechts nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Im Geschäftsjahr wurde der Ausweis der Umsatzerlöse für den Geschäftsbereich Trading & Origination zur Erhöhung der Aussagekraft der Ertragslage des Unternehmens geändert. Es wird eine Saldierung (Netting) der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen je Commodity vorgenommen, d.h. ein Ausweis erfolgt jeweils nur in Höhe der realisierten Marge. Für diesen Geschäftsbereich stellt die Marge pro Commodity - und nicht die Volumen- und Preisentwicklung - aufgrund der Geschäftstätigkeit als Händler die aussagekräftigste Ertragsgröße dar. Um die Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr zu gewährleisten, werden die Vorjahreszahlen im Anhang unter der Erläuterung der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen ebenfalls netto ausgewiesen; die Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nicht angepasst. In den übrigen Geschäftsbereichen wird weiterhin ein Bruttoausweis der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen vorgenommen, da dies weiterhin die höchste Aussagekraft der Ertragslage widerspiegelt. Die bezogene Energie und Zertifikate im Market Access werden unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, für den Bereich Operations unter Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe. Andere aktivierte Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für eigene Mitarbeiter. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. Angaben zum Anteilsbesitz Die Statkraft Holding Knapsack GmbH, Düsseldorf, erhielt eine Eigenkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 256.000 von der alleinigen Anteilseignerin Statkraft Markets GmbH. Die Knapsack Power GmbH & Co. KG, Düsseldorf, erhielt im Geschäftsjahr von ihrer 100%igen Anteilseignerin Statkraft Holding Knapsack GmbH, Düsseldorf, eine Eigenkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 256.000. Die Angaben beziehen sich, sofern nicht gesondert kenntlich gemacht, auf den 31. Dezember 2023.
1) Jahresergebnis nach Ergebnisabführung 2) indirekt gehaltene Beteiligung 3) letzter vorliegender Jahresabschluss: 31.12.2022 Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 575.113 (Vorjahr: TEUR 825.313) und bestehen vollständig seit Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres mit dem Gesellschafter Statkraft Germany GmbH. Im Geschäftsjahr führten Rückzahlungen durch den Gesellschafter zu einem Rückgang i.H.v. TEUR 250.200. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 2023 wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 7.104 (Vorjahr: TEUR 8.001) gebildet, die sich aus einem Prozent der Nettoforderungen bemisst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen den Gesellschafter Statkraft Germany GmbH, Düsseldorf, (TEUR 22.340) betreffen im Wesentlichen Vorsteuererstattungsansprüche. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus gezahlten Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 465.554 (Vorjahr: TEUR 1.634.299), aus gezahlten Optionsprämien in Höhe von TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 4.071) sowie CO 2 -Zertifikaten in Höhe von TEUR 10.131 (Vorjahr: TEUR 70.072) zusammen. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten mit TEUR 8.245 (Vorjahr: TEUR 27.042) betrifft im Wesentlichen Stromlieferverträge in Höhe von TEUR 5.690 (Vorjahr: TEUR 24.431). Latente Steuern Aktive latente Steuern werden nicht gebildet, da ein möglicher Ausweis auf Ebene der Statkraft Germany GmbH, Düsseldorf, in ihrer seit dem 1. Januar 2009 bestehenden Eigenschaft als oberste Organträgerin zu erfolgen hat. Für die ausländischen Betriebsstätten wird eine gesonderte Berechnung der Ertragsteuern durchgeführt. Ergibt sich per Saldo zukünftig eine Steuermehrbelastung, so wird diese passiviert, eine zukünftige Steuerentlastung wird gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Es ergaben sich im Geschäftsjahr keine temporären Differenzen in Bezug auf die ausländischen Betriebsstätten. Eigenkapital Aufgrund des seit dem 1. Januar 2009 mit der Statkraft Germany GmbH, Düsseldorf, bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags ist das Eigenkapital der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr unverändert und beträgt TEUR 844.814. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für die unmittelbaren und wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge. Die Anschaffungskosten sowie die Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherungen die Pensionen betreffend) sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Im Berichtsjahr ergibt sich für die Pensionsverpflichtung ein Verpflichtungsüberhang, der unter den Rückstellungen erfasst wird, und zwar in Höhe von TEUR 20.586 (Vorjahr: TEUR 20.686) unter Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittssatzes. Unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittssatzes ergibt sich eine Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 21.311 (Vorjahr: TEUR 24.471). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt demnach TEUR 725 (Vorjahr: TEUR 3.785), unterliegt aber keiner Abführungssperre. Vor Verrechnung der Rückdeckungsansprüche in Höhe von TEUR 39.785 (Vorjahr: TEUR 36.732) beträgt der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 57.112 (Vorjahr: TEUR 60.378). Die Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert und den Anschaffungskosten bei den Rückdeckungsversicherungen für Pensionen unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB der Abführungs- und Ausschüttungssperre und beträgt TEUR 3.169 (Vorjahr: TEUR 3.642). Aufgrund der Höhe des Gewinnvortrags ergibt sich faktisch keine Abführungssperre für den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023. Im Zinsergebnis sind zum einen TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 353) Erträge des Deckungsvermögens für Pensionen enthalten. Zum anderen sind im Zinsergebnis die Aufwendungen aus der Zinskomponente der Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.011 (Vorjahr: TEUR 1.081) enthalten. Es wurden Aufwendungen von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 57) mit den Zinsen aus Deckungsvermögen verrechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 419.347 (Vorjahr: TEUR 986.058). Im Wesentlichen umfassen die sonstigen Rückstellungen die folgenden Posten:
Die Gesellschaft hat langfristige Stromabnahmeverträge abgeschlossen, die nicht Teil der Bewertungseinheiten sind und, wie in den Jahren zuvor, auf mögliche Risiken für zu erwartende Verluste aus den künftigen Stromabnahmeverpflichtungen inklusive Zins- und Fremdwährungsrisiken untersucht wurden. Die Bewertungen haben ergeben, dass mögliche Verluste über die Gesamtlaufzeit der Verträge entstehen könnten, so dass Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 163.517 gebildet wurden. Der Großteil dieser Rückstellung in Höhe von TEUR 136.701 betrifft im Wesentlichen langfristige Strompositionen. Der Rückgang der Rückstellung aus Bewertungseinheiten beruht auf einer Abnahme der als "Structured Origination", "Asset Exposure" und "Certificate Trading" ausgewiesenen Kategorien, welche durch einen gegenläufigen Effekt in der Kategorie "Continental Trading" teilweise kompensiert wird. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen beinhalten Anzahlungen für Grüne Zertifikate in Höhe von TEUR 1.391 (Vorjahr: TEUR 4.197). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Verbindlichkeiten Die folgende Tabelle zeigt im Wesentlichen die Zusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag:
Die erhaltenen Sicherheitsleistungen setzen sich wie im Vorjahr aus Zahlungen im Zusammenhang mit bilateral geschlossenen Verträgen inklusive Sicherheitsleistungen aus dem börsenseitig durchgeführten Ausgleich der offenen Positionen in Höhe von TEUR 277.221 (Vorjahr: TEUR 1.026.101) zusammen. Im Vorjahr belief sich die Abwertung auf Sicherheitsleistungen aus dem börsenseitig durchgeführten Ausgleich der offenen Positionen auf TEUR 154.273. Im Geschäftsjahr wurden von dieser Abwertung TEUR 136.945 aufgelöst, so dass sich die Abwertung zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 17.328 beläuft. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse aus Bankgarantien und anderen Garantien bzw. sonstigen Haftungszusagen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus dem mit der Knapsack Power GmbH & Co. KG mit einer Laufzeit bis 2035 bestehenden Lohnverstromungsvertrag bestehen künftige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 763.194. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 673.568) ergibt sich im Wesentlichen aus der zusätzlichen Einbeziehung von Materialkosten in die Kalkulation. Verpflichtungen aus langfristigen Stromlieferverträgen bis 2035 bzw. 2037 belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt TEUR 262.187, Verpflichtungen im Zusammenhang mit einem langfristigen Servicevertrag bis 2028 belaufen sich auf TEUR 10.631. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt TEUR 12.620 (Vorjahr: TEUR 12.548), davon sind TEUR 2.030 (Vorjahr: TEUR 1.695) innerhalb eines Jahres und TEUR 6.739 (Vorjahr: TEUR 6.291) nach mehr als fünf Jahren fällig. Die Miet- und Leasingobjekte werden entsprechend ihrer normalen Funktion genutzt. Aus den Miet- und Leasingverträgen bestehen keine wesentlichen Chancen und Risiken. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 4.909.147 (Vorjahr: TEUR 34.239.707 und verteilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche[1]:
[1] Um eine Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2022 zu gewährleisten, wurden im Anhang und im Lagebericht 2023 die Vorjahreszahlen ebenfalls netto für den Geschäftsbereich T&O ausgewiesen. Unter dem Geschäftsbereich Trading & Origination werden die Handelsmargen aus den realisierten Energiehandelsgeschäften und den einbezogenen Derivaten, aufgeteilt nach Commodities, ausgewiesen. Die Marge in Höhe von TEUR 1.070.284 ergibt sich aus Bruttowerten für die Umsatzerlöse von TEUR 24.118.405 (Vorjahr: TEUR 26.534.538) und Materialaufwendungen von TEUR 23.048.121 (Vorjahr: TEUR 26.074.671). Aufgrund positiver Handelsmargen für alle Commodities, wird das gesamte Ergebnis aus dem Bereich Trading & Origination in 2023 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Für 2022 ergibt sich bei einer Nettodarstellung eine negative Handelsmarge für den Stromhandel in Höhe von TEUR 957.932, sodass ein Ausweis unter den Materialaufwendungen erfolgt. Die Umsatzerlöse aus den sonstigen Dienstleistungen an Kunden werden im Wesentlichen mit verbundenen Unternehmen erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 98.135 (Vorjahr: TEUR 114.243) und setzen sich wie folgt zusammen:
1) davon TEUR 3.113 (Vorjahr: TEUR 0) unrealisierte Währungskursgewinne aus der Bewertung von Banksalden 2) davon TEUR 26.778 (Vorjahr: TEUR 5.304) periodenfremd Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 3.654.308 (Vorjahr: TEUR 33.787.225) setzt sich wie folgt zusammen[2]:
[2] Um eine Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2022 zu gewährleisten, wurden im Anhang und im Lagebericht 2023 die Vorjahreszahlen ebenfalls netto für den Geschäftsbereich T&O ausgewiesen. Die Materialaufwendungen aus den sonstigen Dienstleistungen von Kunden sind im Wesentlichen auf Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens umfassen ausschließlich die planmäßigen Abschreibungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die folgenden Posten:
1) davon TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7.342) unrealisierte Währungskursverluste aus der Bewertung von Banksalden Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 35.672 enthalten Zinserträge aus der Verzinsung der Ausleihung an die Statkraft Germany GmbH. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge in Höhe von TEUR 49.194 enthalten im Wesentlichen Zinsen auf Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit dem börsenseitigen Energiehandel. Im Vorjahr ergaben sich Zinserträge im Wesentlichen aus der Verzinsung der Forderungen aus der Verlustübernahme des Jahres 2021 gegen die Statkraft Germany GmbH in Höhe von TEUR 38.459. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres 2023 von TEUR 24.976 (Vorjahr: TEUR 25.698) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.011 (Vorjahr: TEUR 1.081) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 154) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 21.382 (Vorjahr: TEUR 12.521) und umfassen im Wesentlichen ausländische Körperschaftsteuern für die Betriebsstätte in Großbritannien. Aus dem MinStG ergeben sich für das Geschäftsjahr 2023 keine zusätzlichen Nachversteuerungsaufwendungen. Periodenfremde Sachverhalte In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 26.778 periodenfremde Erträge enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. SONSTIGE ANGABEN Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden aus der Differenz der Sicherungsgeschäfte zum Sicherungskurs (Nominalwerte) und der Sicherungsgeschäfte zum Stichtagskurs (Zeitwerte) berechnet. Devisentermingeschäfte Zur Absicherung gegen Fremdwährungsrisiken, die nicht dem Handelsgeschäft zuzuordnen und nicht in den Bewertungseinheiten enthalten sind, werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte:
Drohende Verluste aus diesen Geschäften wurden innerhalb der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.353 berücksichtigt. Zinssicherungsgeschäfte Zum Bilanzstichtag bestanden nachfolgende Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) zur Absicherung des Zinsrisikos:
Abschlussprüferhonorare Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 405). Hiervon entfallen TEUR 428 auf die Abschlussprüfung sowie TEUR 19 auf andere Bestätigungsleistungen. Management Als Geschäftsführer gesamtvertretungsberechtigt sind: Charbel Abi Daher, Meerbusch (ab 1. Juni 2023 bis 31. Januar 2024) Senior Vice President Trading Dr. Gundolf Dany, Düsseldorf (bis 31. Dezember 2022) Vice President Strategic Asset Ownership Continental Ronald van Eldik, Duisburg (ab 1. Januar 2024) Senior Vice President Finance Stefan-Jörg Göbel, Düsseldorf (ab 1. Januar 2023) Senior Vice President Country Manager Germany Henrik Møistad, Oslo/Norwegen Vice President Finance Global Market Operations Dr. Carsten Poppinga, Düsseldorf (bis 27. März 2023) Senior Vice President Trading & Origination Dr. Christian Redeker, Brühl (bis 31. Dezember 2022) Regional Director Petrus Schipper, Amsterdam Vice President Northwestern European & US Origination Dr. Malte Schwoon, Düsseldorf Vice President Energy Management Continent Maik Thalmann, Dörverden (ab 1. Januar 2023) Vice President Operation & Maintenance Germany Die Geschäftsführer üben hauptberuflich die oben dargestellten Verantwortungsbereiche innerhalb der Statkraft-Gruppe aus. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 hat lediglich ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Die Bezüge der übrigen Geschäftsführer wurden aufgrund der bestehenden Dienstleistungsverträge mit verbundenen Unternehmen von diesen an die Gesellschaft weiterbelastet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für 2023 betrugen TEUR 26.039 (Vorjahr: TEUR 4.116). Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 30 Angestellte (Vorjahr: 26) und 113 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 107). Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergeben, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, wenn sie früher eingetreten wären. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Statkraft AS, Oslo/Nor- wegen, zum 31. Dezember 2023 einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der größte Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der Statkraft SF, Oslo/Norwegen. Der Konzernabschluss der Statkraft AS ist erhältlich beim Registergericht (Regnskapsregisteret) in Oslo/Norwegen unter der Registernummer 987 059 699. Der Konzernabschluss der Statkraft SF ist erhältlich beim Registergericht (Regnskapsregisteret) in Oslo/Norwegen unter der Registernummer 962 986 277. Die Geschäftsführung beabsichtigt, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Statkraft AS, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), in elektronischer Form beim Unternehmensregister nach den für den nach § 291 HGB entfallenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht maßgeblichen Vorschriften in englischer Sprache - unter Statkraft Markets GmbH, Düsseldorf/HRB 37885/Amtsgericht Düsseldorf - einzureichen. In diesem Falle wird die Verpflichtung der Statkraft Markets GmbH entfallen, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach § 290 HGB aufzustellen. Abweichungen zum deutschen Recht in Bezug auf den Konzernabschluss der Statkraft Markets GmbH können sich im Bereich des Anlagevermögens aufgrund anderer Nutzungsdauern, aufgrund einer unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der schwebenden Geschäfte und aus der Bildung latenter Steuern auf diese unterschiedliche Bilanzierung und Bewertung ergeben. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags von der alleinigen Gesellschafterin Statkraft Germany GmbH, Düsseldorf, abgeführt. Daher wird ein Jahresergebnis von TEUR 0 ausgewiesen.
Düsseldorf, den 20. Juni 2024 Die Geschäftsführung Stefan-Jörg Göbel Henrik Møistad Petrus Schipper Dr. Malte Schwoon Maik Thalmann Ronald van Eldik Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Statkraft Markets GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Statkraft Markets GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Statkraft Markets GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 20. Juni 2024 Deloitte
GmbH
gez. Dr. Benedikt Brüggemann, Wirtschaftsprüfer gez. Niklas Polster, Wirtschaftsprüfer Niederschrift über die außerordentliche Gesellschafterversammlung der Statkraft Markets GmbH Derendorfer Allee 2 a, D-40476 Düsseldorf (AG Düsseldorf HRB 37885) Die Statkraft Germany GmbH mit Sitz in Düsseldorf, Handelsregisternummer HRB 58414, ist die alleinige Gesellschafterin der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Unter Verzicht auf die Einhaltung aller gesetzlichen und satzungsmäßigen Formen und Fristen halte ich hiermit eine außerordentliche Gesellschafterversammlung ab und beschließe wie folgt: 1. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft, der mit einer Bilanzsumme von € 4.066.145.063,07 abschließt, wird festgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 weist einen Jahresüberschuss von € 1.223.337.886,20 aus. 2. Der Jahresüberschuss 2023 von € 1.223.337.886,20 wird aufgrund des mit Wirkung zum 01.01.2009 abgeschlossenen Ergebnis- und Gewinnabführungsvertrages an die Statkraft Germany GmbH abgeführt. 3. Der Geschäftsführung wird für ihre Tätigkeiten während des Geschäftsjahres 2023 Entlastung erteilt. 4. Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Georg-Glock-Straße 22, 40474 Düsseldorf, bestellt. Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet. Im Falle von Widersprüchen zwischen dem deutschen und dem englischen Wortlaut dieser Niederschrift hat der deutsche Text Vorrang.
Düsseldorf, 24.06.2024 Statkraft Germany GmbH durch Ronald van Eldik |
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