Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 11312
Vorher
Barthel GmbH Haftetikettenfabrik Betriebsgesellschaft
Eingetragen
30.3.1995
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung von Haftetiketten sowie der Vertrieb von Etikettier- und Bedruckmaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Barthel GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Die Aufstellung des Lageberichtes der Barthel GmbH mit Sitz in Essen (nachfolgend kurz "Barthel GmbH") erfolgte gemäß § 289 HGB.

I. Grundlagen des Unternehmens

Der Grundstein für das Unternehmen wurde im Jahr 1984 durch die Herren Joachim Barthel und Detlef Klusmann mit der Gründung der Barthel GmbH gelegt. Mit dem Umzug des Unternehmens in die betriebseigenen Räumlichkeiten auf der Daniel-Eckhardt-Strasse 10 begann fortan das bis heute anhaltende Wachstum und der Zukauf weiterer Unternehmen in die Barthel Gruppe.

Gegenstand des Unternehmens der Barthel GmbH ist der Druck bzw. die Herstellung und der Vertrieb von Haftetiketten aller Art sowie damit im Zusammenhang stehende Handelsgeschäfte.

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

In Essen - im Herzen des Ruhrgebiets - befindet sich das Headquarter der Barthel Group und gleichzeitig der Sitz der Barthel GmbH.

Die Barthel GmbH stellt Etiketten für sämtliche Branchen her. Wir wissen, dass jede Branche andere Ansprüche an Etiketten stellt. Wir verstehen uns darauf, alle Anforderungen zur Zufriedenheit unserer Kunden zu erfüllen. Egal ob Sie Etiketten für die Lebensmittelbranche, die Pharma- oder Chemieindustrie, Ihr Logistikunternehmen oder in den Bereichen Home und Personal Care oder Automotive drucken lassen möchten - mit der Barthel Group finden Sie einen professionellen und erfahrenen Etikettenhersteller. Selbstverständlich bieten wir auch hochveredelte Etiketten für Weine oder Spirituosen und die Kosmetikbranche.

An unserem Hauptstandort, der auch zugleich der größte ist, werden täglich im Durchschnitt 200.000 qm bedruckte sowie Blanko-Etiketten für Kunden aus der Lebensmittelindustrie, Home Care, Kosmetik, Chemie und weiteren Branchen produziert.

Für den zügigen und reibungslosen Ablauf sorgen hier über 200 MitarbeiterInnen und ein hochmoderner Maschinenpark, der derzeit über 40 Offset-, Flexo- und Digitaldruckmaschinen sowie Konfektionsmaschinen umfasst.

Zum 01.05.2023 haben sich die Eigentumsverhältnisse bei der Barthel GmbH geändert. Neuer Gesellschafter ist die Accent B.V. mit Sitz in Legedem/Belgien.

2. Compliance

Die Einhaltung geltender Gesetze, unternehmensinterner Richtlinien sowie ethischer Standards ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Die Geschäftsführung der Barthel GmbH hat die unternehmensweit gültigen Verhaltensgrundsätze allen im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern bekannt gegeben. Die Verhaltensgrundsätze sind verbindlicher Maßstab für das Handeln sowie Verpflichtung zum Schutz aller Mitarbeiter zugleich.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie den massiven Energiepreiserhöhungen geprägt. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe sowie ein sich verstärkender Fachkräftemangel. Der zunehmende Anstieg der Inflation aufgrund preistreibender Einflussfaktoren - dabei speziell auf den Energiemärkten - stellen eine signifikante Herausforderung für die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft dar.

ifo Geschäftsklima Deutschland und seine Komponenten

Lange Zeitreihen für das ifo Geschäftsklima Deutschland und seine beiden Komponenten Geschäftslage und -erwartungen

Deutschland
Indexwerte, 2015 = 100, saisonbereinigt Salden, saisonbereinigt
Monat/Jahr Geschäftsklima Geschäftslage Geschäftserwartungen Geschäftsklima Geschäftslage Geschäftserwartungen
04/2022 91,5 97,4 85,9 -0,1 21,9 -19,9
04/2023 93,2 95,1 91,3 3,6 16,7 -8,7
04/2024 89,4 88,9 89,9 -4,6 2,6 -11,6

Die US-Notenbank Fed erhöhte die Leitzinsen in 2023 in mehreren kurz aufeinanderfolgenden Schritten auf bis zu 5,5 % zu Ende 2023. Auch die EZB begann Ende 2022 die Zeitenwende in der Zinspolitik von 0 % in mehreren Schritten bis auf 4,5 % im September 2023 (aktueller Zinssatz), was Finanzierungen zunehmend verteuerte. Seit Anfang Juni 2024 liegt der Zinssatz bei 4,25 %.

Das 1. Halbjahr 2023 zeichnete sich auf Seiten der Kunden durch schwache Nachfrage auf Grund hoher Lagerbestände aus, das 2. Halbjahr 2023 war im Wesentlichen geprägt durch die Rezessionsentwicklung sowohl in Deutschland aber auch im europäischen Binnenmarkt. Dabei waren es weniger Kundenverluste, sondern eher die geringere Nachfrage bestehender Kunden.

Entwicklung der Branche

Selbstklebende Etiketten sind ein Produkt, welches in weitestgehend allen gängigen Industriebereichen verwendet wird. Somit hat sich historisch herauskristallisiert, dass eine starke Korrelation zwischen der Entwicklung des Etikettenmarktes und dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes besteht. Trotz dessen ist der europäische Haftmaterialmarkt im Jahr 2023 bezogen auf die Rollenware geschrumpft. Dies geht aus der Berichterstattung der FINAT hervor.

Der Markt bedruckter Etiketten hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zu den Vorjahren leider weniger positiv entwickelt.

Statistik Etikettenbranche (Quelle: Statistisches Bundesamt, BDI)

Die weitgehend digitale Produktion bietet ideale technische Voraussetzungen für diese Entwicklung. Dabei können Daten flexibel eingesetzt werden, um das Einkaufserlebnis zu optimieren. Moderne Veredelungsmöglichkeiten und automatisierte Herstellungsprozesse tragen ebenfalls dazu bei, Marken durch Etiketten zu etablieren. Sie lenken die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf das Produkt und beeinflussen somit deren Kaufentscheidung positiv. Inzwischen sind Etiketten besonders in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu einem entscheidenden Element des Verpackungsdesigns geworden. Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2023 unvermindert fort.

Im Jahr 2023 sahen sich Druckereien, die im Bereich des Etikettendrucks tätig sind, mit einer ähnlich starken Herausforderung wie im Vorjahr konfrontiert: den hohen Energiekosten. Diese Situation zwang sie dazu, ihre wirtschaftliche Lage eingehend zu analysieren, um Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren und umzusetzen. Ein zentraler Schlüssel zur Identifizierung von Potenzialen ist die Digitalisierung. Die Akzeptanz neuer digitaler Verfahren durch die Kunden, wie digitales Lackieren, digitales Stanzen und digitales Prägen, ist maßgeblich. Experten gehen davon aus, dass die Entwicklung in Richtung vollständiger Automatisierung, die seit der Pandemie beschleunigt wurde, weiter voranschreiten wird. Eine entscheidende Frage, der sich alle Unternehmen stellen müssen, lautet: Welche Prozesse lassen sich effizient und unkompliziert digitalisieren?

2. Geschäftsverlauf

Unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfelds, blickt die Geschäftsleitung der Barthel GmbH auf ein eher schwaches Geschäftsjahr zurück, welches mit einem Verlust von -7.215 TEUR abgeschlossen wurde. Die prognostizierten Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau wurden deutlich verfehlt.

Die Barthel GmbH musste einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von 53.022 TEUR um -4.572 TEUR auf 48.450 TEUR hinnehmen, dies entspricht einer relativen Reduzierung um -8,6 %. Die Kunden haben insbesondere im 2. Halbjahr 2023 vorhandene Lagerkapazitäten reduziert, was sich als spürbare Veränderung in der Nachfrage bemerkbar gemacht hat.

Dem Umsatzrückgang zufolge (-8,6 %) ist der Materialaufwand unterproportional um 932 TEUR (2,9 %) gesunken. In Summe erhöhte sich die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr von 60,3 % auf 64,1 %. In Einklang mit den Synergieeffekten aus der ganzen Barthel Gruppe konnte die Lieferkettenproblematik weitestgehend aufgefangen und die höheren Rohmaterialpreise bestmöglich trotz der abfallenden Nachfrage am Gesamtmarkt in die Verkaufspreise eingepreist werden.

Die Personalkosten sind aufgrund erhöhter Kostenstruktur verglichen mit dem Vorjahr um 20,0 % auf 11.328 TEUR gestiegen. Die Personalaufwandsquote beträgt 23,4 % (Vorjahr: 17,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind absolut von 8.730 TEUR auf 8.305 TEUR gesunken.

Einen wesentlichen Faktor in der Ergebnisentwicklung nimmt die Abschreibung auf Finanzanlagen aufgrund von voraussichtlich dauerhafter Wertminderung in Höhe von -3.213 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr ein.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche Kennzahlen für die Steuerung des Unternehmens werden bei der Barthel GmbH die Rohmarge und die Kennzahl EBITDA verwendet. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die anschließende Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen.

Ertragslage

Während im Vorjahr ein Jahresüberschuss von 1.545 TEUR erzielt werden konnte, verzeichnete man im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -7.215 TEUR.

2023 % 2022 %
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 48.450 100,0 53.022 100,0
Gesamtleistung 47.951 99,0 53.116 100,2
Materialaufwand 31.040 64,1 31.972 60,3
Rohergebnis 16.912 34,9 21.144 39,9
Personalaufwand 11.328 23,4 9.439 17,8
Abschreibungen 459 0,9 624 1,2
sonstige betriebliche Aufwendungen 8.305 17,1 8.730 16,5
Operatives Ergebnis (EBITDA) -2.767 -5,7 3.017 5,7
EBITDA-Marge in % -5,7 - 5,7 -
Operatives Ergebnis (EBIT) -3.226 -6,7 2.394 4,5
EBIT-Marge in % -6,7 - 4,5 -
Finanzergebnis -3.541 -7,3 -94 -0,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) -6.767 -14,0 2.299 4,3
EBT-Marge in % -14.1 - 4,3 -
Steuern vom Einkommen und Ertrag 448 0,9 754 1,4
Ergebnis nach Steuern -7.170 -14,8 1.503 2,8
Eigenkapitalrentabilität -331,3 16,4

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie dem allgemein angestiegenen Preisniveau, musste im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzrückgang um 4.572 TEUR auf 48.450 TEUR hingenommen werden. Im Vorjahr hatte starke Nachfrage seitens der Kunden die Rohertragsmarge deutlich verbessert, im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die gestiegenen Materialkosten jedoch nicht vollumfänglich auf die Verkaufspreise umgelegt und an die Kunden weiterberechnet werden.

Finanzlage

Die Finanzlage der Barthel GmbH ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist, unter Ausnutzung von Skonto, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Geschäftsjahr 2023 um 5.526 TEUR (- 87,5 %) gesunken und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 791 TEUR. Damit beträgt die Quote der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Stichtag 4,5 % (Vorjahr: 23,3 %). Zum Zwecke der kurzfristigen Finanzierung der Absatzgeschäfte bedient sich die Gesellschaft den von den Hausbanken eingeräumten Kreditlinien. Dabei bleibt festzuhalten, dass die Barthel GmbH über wesentlich höhere Kreditlinien verfügt, als sie durchschnittlich in Anspruch genommen werden. Demgegenüber steht die deutliche Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 7.722 TEUR um 3.121 TEUR auf 10.843 TEUR, die im Wesentlichen aus Darlehen besteht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind demnach im abgelaufenen Geschäftsjahr um 40,4 % gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 1.459 TEUR (Vorjahr: 1.677 TEUR) und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 218 TEUR verringert. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten wird aufgrund der Erfahrungen im Finanzierungsbereich als stabil eingeschätzt.

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 4.536 25 7.952 29 -3.416 -43
Umlaufvermögen 13.158 74 19.051 71 -5.984 -31
davon Liquide Mittel 149 1 31 0 118 380
sonstige Aktiva 35 0 36 0 0 -1
Eigenkapital 2.178 12 9.393 35 -7.215 -77
Rückstellungen 1.967 11 1.565 6 402 26
langfristige Verbindlichkeiten 715 4 791 3 -76 -10
kurzfristige Verbindlichkeiten 12.869 73 15.290 56 -2.421 -16
Bilanzsumme 17.729 100 27.039 100 -9.310 -34

Langfristige Anlagen sind durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen, das Vorratsvermögen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für Deutschland erwartet die Europäische Kommission ein Wachstum des BIP von 0,3 % in 2024, nachdem die Wirtschaftskraft in 2023 um -0,3 % gesunken ist. Für das Jahr 2025 sagt die Kommission ein Wachstum von 1,2 % voraus.

Trotz des gedämpften Wachstums weist der Arbeitsmarkt in der gesamten EU bemerkenswerte Stabilität auf, und es wird erwartet, dass sich die Inflation weiter abschwächt.

Schwächen im Konsumbereich und ein Rückgang der Bauinvestitionen werden voraussichtlich das Wachstum beeinträchtigen, obwohl es durch höhere Ausrüstungsinvestitionen gestützt wird. Während die schwache Auslandsnachfrage die Exporte belastet, dürften die Nettoexporte aufgrund rückläufiger Importe positiv zum Wachstum beitragen.

Im Großen und Ganzen wird die verminderte Wachstumsdynamik in der EU voraussichtlich weiterhin anhalten, und die Auswirkungen einer restriktiveren Geldpolitik, die sich bereits im 2. Halbjahr 2023 abzeichnete, dürften die wirtschaftliche Aktivität weiterhin dämpfen. Für das kommende Jahr wird jedoch eine leichte Erholung des Wachstums erwartet, da man davon ausgeht, dass die Inflation weiter abnimmt, der Arbeitsmarkt stabil bleibt und die Realeinkommen sich allmählich erholen werden.

2. Risikobericht

Der fortlaufende Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie anhaltende geopolitische Spannungen stellen weiterhin erhebliche Risiken dar und bleiben eine Quelle für Unsicherheit. Zusätzlich könnte eine restriktivere Geldpolitik eine stärkere Belastung für die Wirtschaft darstellen als erwartet. Gleichzeitig könnte sie jedoch auch zu einer beschleunigten Senkung der Inflation führen, was wiederum zu einer schnelleren Erholung der Realeinkommen führen könnte. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass sich der Preisdruck durch die anhaltende Rezession noch weiter verschärft.

Auch interne Faktoren wie Forderung von hohen Lohnsteigerungen haben das Potenzial, die Inflation weiter zu steigern und den Wettbewerbsdruck zu erhöhen.

Die Aussichten werden zudem durch die zunehmenden Klimarisiken getrübt, wie sie durch extreme Wetterbedingungen und beispiellose Waldbrände und Überschwemmungen im Sommer verdeutlicht wurden. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend eine wichtigere Rolle.

Branchenspezifische Risiken

Es existieren grundsätzlich gewisse Abhängigkeiten vom Markterfolg der belieferten Kunden und damit von der allgemeinen Konsumentwicklung. Die Barthel GmbH ist nach dem Branchenschwerpunkt ihrer Kunden auch unterschiedlich stark von spezifischen Branchenentwicklungen betroffen.

Die Transportpreise für Straßen-, Luft- und Seefracht sind auch Anfang des Jahres 2024 weiterhin hoch. Die Aufgabe ist, attraktive Möglichkeiten von günstigen Transportoptionen zu identifizieren und umzusetzen.

Der anhaltende Fachkräftemangel äußert sich zunehmend in einem allgemeinen Personalkräftemangel. Hier werden umfangreiche Personalbeschaffungsmaßnahmen ergriffen, um eine Optimierung der Produktionskapazitäten zu erreichen. Die Rezession hält auch über den Jahreswechsel 2024 hinaus an, so dass man über weitere Schritte im Bereich Kostenreduktion nachdenken sollte.

Zusammenfassend stellen die Versorgungslage und die Unsicherheit auf den Energiemärkten weiterhin Risiken für die Asteria Labels & Packaging Group dar, obwohl sich die Aussichten im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben. Gleichzeitig sind die konjunkturellen Risiken gestiegen, und das allgemeine Inflationsniveau sowie die Rohstoffpreise liegen höher als im Vorjahr erwartet. Bisher konnte der Druck auf die Ergebnisse der Asteria Labels & Packaging Group jedoch durch kommerzielle und operative Maßnahmen sowie das effiziente Nutzen der sich innerhalb der Gruppe ergebenden Synergieeffekte abgemildert werden. Von diesen Synergieeffekten wird die Gruppe auch zukünftig profitieren können. Das Management betrachtet die Gesamtrisikosituation abschließend als verbessert im Vergleich zum Vorjahr.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken bestehen im Bereich der Haftetiketten vor allen Dingen durch einen nicht unerheblichen Preisdruck bei gleichzeitig steigenden Qualitätsanforderungen durch den Kunden. Diesem wird insbesondere durch Investitionen in neue Drucktechnologien und Softwarelösungen begegnet.

Je nachdem wie es gelingt, diese neuen Drucktechnologien ohne Qualitätseinbußen zu etablieren, können sich positive wie auch negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung ergeben, wobei die Geschäftsleitung hier im Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern eher ein Übergewicht der Chancen sieht.

Ebenfalls resultiert aus dem Personalkräftemangel der Umstand, dass die Produktionskapazitäten nicht ausgeweitet werden können. Neues Personal, beginnend bei Mitarbeitern für reine Hilfstätigkeiten ohne besondere Vorkenntnisse, kann nach aktueller Einschätzung nur durch umfangreiche Personalbeschaffungsmaßnahmen gewonnen werden, welche jedoch mit deutlichen Mehrkosten verbunden sind. Die Investitionen in den bestehenden Personalbestand, um dieses zu halten, nehmen in Rückblick auf die vergangenen Geschäftsjahre ebenfalls weiter zu. Dieser Trend wird nach aktueller Einschätzung anhalten.

Die Geschäftsführung der Barthel GmbH geht davon aus, die Marktanteile weiter ausdehnen zu können. Im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen sind damit möglicherweise außerordentliche Zusatzkosten verbunden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Finanzierung der Unternehmenstätigkeit erfolgt im Wesentlichen durch Darlehen verbundener Unternehmen. Die Geschäftsführung der Barthel GmbH geht davon aus, dass die Finanzierung auch für die Zukunft gewährleistet ist.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Liquiditätslage wird laufend überwacht.

3. Chancenbericht

Im Jahr 2024 wird erwartet, dass die Energiepreise zunächst leicht sinken, zum Jahresende 2024 ist mit steigenden Energiepreisen zu rechnen. Die Preisanstiege im Dienstleistungssektor halten länger an als ursprünglich erwartet, dürften jedoch nachlassen, da die Nachfrage aufgrund der Auswirkungen der restriktiveren Geldpolitik und des nachlassenden postpandemischen Booms abnehmen wird. Die Preise für Nahrungsmittel und Industrieerzeugnisse ohne Energie werden voraussichtlich weiterhin dazu beitragen, dass die Inflation abflacht. Sie spiegeln auch niedrigere Preise für Vorleistungen und die Normalisierung der Lieferketten wider.

Trotz der Herausforderungen im Jahr 2023 und möglicherweise auch zu Beginn des Jahres 2024 wird im Geschäftsbereich Haftmaterial von einem mittelfristigen Nachfragewachstum in Europa bis 2030 ausgegangen. Die Barthel GmbH als Bestandteil der Asteria Labels & Packaging Group, ist gut positioniert, um diese Entwicklung mit zeitgemäßen Produkten und leistungsstarker Produktionstechnologie zu unterstützen. Dennoch besteht das Risiko eines starken Rückgangs des Marktes und des Volumens aufgrund einer möglichen Rezession auch im Jahr 2024, was Umsatz- und möglicherweise Ergebnisrisiken darstellen kann.

Aus der Marktprognose des Konstanzer Marktforschungsinstitutes Ceresana geht hervor, dass dieses für den europäischen Etikettenmarkt von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum - in Quadratmetern - von 1,5 % bis 2032 ausgeht.

Neue Vorschriften für Lebensmittelinformationen, wie beispielsweise größere Schriftgrößen, insbesondere aufgrund der sich verändernden Bevölkerungsstruktur, werden voraussichtlich zu einer Zunahme der Etikettenfläche führen. Die Bedeutung von Papieretiketten, die derzeit einen Marktanteil von 27 % ausmachen, wird aufgrund des Rückgangs von Glas- und Metallverpackungen voraussichtlich abnehmen. Haftetiketten, die vielseitig einsetzbar sind und sich gut für den Digitaldruck eignen, werden hingegen an Bedeutung gewinnen und haben derzeit einen Marktanteil von 54 %. Für In- Mould-Etiketten (IML), die in die Kunststoffverpackung integriert werden und derzeit einen Anteil von 5 % haben, prognostiziert Ceresana ein überdurchschnittliches jährliches Wachstum von 2,4 %. Obwohl sie teurer sind, gelten sie als hochwertiger und bieten Schutz vor Beschädigungen.

Es kristallisiert sich heraus, dass Haftetiketten im Vergleich zu Klebeetiketten führend sind. Laut einer Analyse der Alexander Watson Associates zeigt sich derzeit ein überdurchschnittliches Wachstum von knapp 5 % für Sleeve-Etiketten, während diese vermehrt im Getränke- und Drogeriemarkt eingesetzt werden. IML-Etiketten könnten dagegen bei Haushaltschemikalien punkten. Der Anstieg bei Haftetiketten ist oft auf spezielle Anwendungen zurückzuführen.

Die Auswirkungen der PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) auf den Etikettenmarkt müssen noch abgewartet werden, aber die Branche ist bereits besorgt. Der europäische Etikettenrecyclingverband Celab beispielsweise setzt sich dafür ein, dass das Trägermaterial von Selbstklebeetiketten nicht gesetzlich als Teil der Verpackung betrachtet wird, sondern als Produktionsrückstand. Denn die Label Liner aus Papier, PET oder PP erzeugen erheblichen Abfall. Gleichzeitig treibt die Branche die Entwicklung von Linerless Labels voran.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wird in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung des Cross-Selling und durch Synergieeffekte innerhalb der Asteria Labels & Packaging Group ausgebaut. Außerdem wird mit der Integration in die Asteria Labels & Packaging Group der Fokus auf diverse Prozessoptimierungen gelegt, um ein rentables Wachstum zu ermöglichen.

Dem Wettbewerb am Markt, nicht zuletzt durch den zunehmenden Margendruck der Anbieter, wird die Barthel GmbH weiterhin durch Erfahrung, Innovationen durch neueste Drucktechnologien, Zuverlässigkeit sowie durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Je besser es gelingt, neueste Drucktechnologie in die vorhandene Produktion aufzunehmen und einzubinden, desto mehr ist auch von Ergebnisverbesserungen auszugehen.

4. Gesamtaussage

Die vorstehende erarbeitete Prognose der Barthel GmbH beruht im Allgemeinen auf einem Fortführungsansatz.

Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen könnten, sieht die Geschäftsführung in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität der Gesellschaft, ist die Gesellschaft für die Bewältigung der künftigen Risiken jedoch gut gerüstet.

Die langfristige Entwicklung des Unternehmens wird von der Geschäftsleitung als positiv eingeschätzt. Dabei ist für das Geschäftsjahr 2024 eine Rohmarge auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022, mit deutlich positivem EBITDA (ebenfalls auf Niveau des Geschäftsjahres 2022) geplant.

Die Erreichung dieser Zielsetzung hängt maßgeblich von der Gesamtentwicklung der relevanten Absatzmärkte, der Stabilität der Lieferketten und der Energieversorgung sowie von unseren kommerziellen und operativen Maßnahmen zur Bewältigung eines volatilen Umfelds ab. Hierzu gehören beispielsweise die Konzentration auf das Margenmanagement, die Umsetzung von Kostenreduzierungsmaßnahmen und ähnliche Strategien.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus erfolgt vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets eine umfassende Bonitätsprüfung der jeweiligen Kunden.

 

Essen, 26. August 2024

Mischa Barthel, Geschäftsführer

Ives Declerck, Geschäftsführer

Boudewijn Dezutter, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen *)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.658,00 18.049,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.642.352,97 2.723.446,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 756.923,00 877.847,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 367.772,00 3.767.047,97 384.171,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 756.176,42 3.948.868,57
B. Umlaufvermögen 4.535.882,39 7.952.382,54
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 992.169,86 2.093.360,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 286.146,15 -
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.723.422,88 4.001.738,89 4.935.447,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.566.795,59 7.037.082,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 943.858,24 2.102.432,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.495.702,52 9.006.356,35 2.926.550,66
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 149.490,93 13.157.586,17 31.146,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.117,06 35.500,00
17.728.585,62 27.113.901,65

*) Entwicklung vgl. Anlage zum Anhang

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnrücklagen - -
III. Gewinnvortrag 9.341.640,55 7.796.378,66
IV. Jahresfehlbetrag / -überschuss (7.214.946,26) 1.545.261,89
2.177.823,48 9.392.769,74
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 776.042,00 574.881,00
2. Steuerrückstellungen - 310.025,61
2. Sonstige Rückstellungen 1.190.857,68 1.966.899,68 680.531,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 791.049,20 6.316.641,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.458.524,41 1.677.163,57
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.843.318,50 7.721.820,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 490.970,35 13.583.862,46 440.068,32
- davon aus Steuern: € 202.312,62 (Vj: € 86.115,91)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € - (Vj: €-)
17.728.585,62 27.113.901,65

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 16.911.592,64 21.144.201,91
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.199.789,99 7.951.955,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.128.122,44 11.327.912,43 1.486.893,46
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 459.372,65 623.759,10
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.304.936,14 20.092.221,22 8.730.359,32
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.290,00 6.810,99
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.213.164,17 -
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 343.041,42 101.048,29
8. Finanzergebnis (3.540.915,59) (94.237,30)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 447.965,25 754.188,61
10. Ergebnis nach Steuern (7.169.509,42) 1.502.808,52
11. Sonstige Steuern 45.436,84 (42.453,37)
12. Jahresfehlbetrag / -überschuss (7.214.946,26) 1.545.261,89

Anhang zum Jahresabschluss 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (1) HGB auf. Von größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde auf Basis des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar (§ 265 (1) HGB). Anpassungen nach § 265 (2) HGB wurden nicht vorgenommen. Gleichfalls wurden keine Zusammenfassungen nach § 265 (7) Nr. HGB vorgenommen. Änderungen der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden liegen nicht vor (§ 284 (2) Nr. 3 HGB).

Barthel GmbH wird als 100%ige Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der Packaging PrintCo NV, Gullegem/Belgien, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite der belgischen Nationalbank (https://consult.cbso.nbb.be, Nummer 0701960690) offengelegt.

Angaben zum Unternehmen (§ 264 (1a) HGB):

Firma: Barthel GmbH
Sitz: Essen
Registergericht: Amtsgericht Essen
Handelsregisternummer: HRB 11312

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In Übereinstimmung des gesetzlichen Wahlrechtes entspricht der Aufbau der Gewinn- und Verlustrechnung dem System des Gesamtkostenverfahrens.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (EDV-Software) wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 (2) EStG mit Einzelanschaffungskosten von bis zu € 800,00 werden im Anschaffungsjahr unter Annahme ihres gleichzeitigen Abgangs voll abgeschrieben. Hinsichtlich der ab dem 1. Januar 2023 angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter (€ 250,00 - € 1.000,00) erfolgt die Bildung eines Sammelpostens und Verteilung der Anschaffungskosten über einen Zeitraum von 5 Jahren.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag voraussichtlich dauerhaften niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit Nennwerten bewertet. Risikobehaftete Forderungen wurden durch Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen abgewertet; das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % des Forderungswertes berücksichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen / Verbindlichkeiten

Die Pensionsrückstellungen sind entsprechend den versicherungsmathematischen Gutachten der Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln, bzw. der Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG, Düsseldorf, weiterentwickelt und nach der "Projected Unit Credit Method" bewertet worden. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB passiviert. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Gehaltstrends von 0,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 3,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 0,0 % p.a. unterstellt.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 11.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

In fremder Währung angefallene Geschäftsvorfälle wurden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls gebucht, Verluste aus Kursänderungen bis zum Bilanzstichtag wurden berücksichtigt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung der Anschaffungskosten, der Abschreibungen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Anteilsbesitzliste gem. § 285 Nr. 11 HGB

Gesellschaft, Sitz Beteiligung Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis 2023
% T€ T€
ETIPRO GmbH 100,00 886 130

Umlaufvermögen

Die Forderungen mit den entsprechenden Restlaufzeiten (RLZ) teilen sich wie folgt auf:

Gesamtbetrag (Vorjahr) Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (Vorjahr) Restlaufzeit über 1 Jahr (Vorjahr)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.566.795,59 5.566.795,59 -
(7.037.082,38) (7.037.082,38) -
Forderungen gegen verbundene Unternehmer 943.858,24 943.858,24 -
(2.102.432,09) (2.102.432,09) -
Sonstige Vermögensgegenstände 2.495.702,52 2.452.514,52 43.188,00
(2.926.550,66) (2.883.362,66) (43.188,00)
9.006.356,35 8.963.168,35 43.188,00
(12.066.065,13) (12.022.877,13) (43.188,00)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von T€ 128 (Vorjahr: T€ 249) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 816 (Vorjahr: T€ 1.853) aus kurzfristigen Darlehen (Verrechnungskonten). Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht.

Um die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen herzustellen, wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 2.102.432,09 aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 249.305,73 sowie den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von € 1.853.126,36 in die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umgegliedert.

Ebenso wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von €3.772.951,90 aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 3.322.421,51 sowie aus den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 450.530,39 umgegliedert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2.496 beinhalten im Wesentlichen Körperschaftsteuerrückforderungen (T€ 1.051), Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlung (T€ 761) sowie Kundenboni (T€ 326).

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf DM 100.000. Die Einlage ist in voller Höhe erbracht.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 bestehen gegenüber aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung in Höhe von insgesamt T€ 891. Für diese Pensionsverpflichtungen hat die Gesellschaft Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Die Ansprüche dieser Rückdeckungsversicherungen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 115. Aufgrund der Saldierung gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB betragen die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2023 T€ 776.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kunden-Boni in Höhe von T€ 448, Rückstellungen für Personalkosten, wie Urlaubsrückstellungen, Boni, Überstunden und ähnliches, in Höhe von T€ 411, Rückstellungen für Management-Leistungen innerhalb des Konzerns in Höhe von T€ 134 sowie Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von T€ 97.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Gesamtbetrag (Vorjahr) Restlaufzeit bis zu 1 Jahr (Vorjahr) Restlaufzeit über 1 Jahr (Vorjahr)
Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten 791.049,00 76.157,00 714.892,00
(6.316.641,32) (5.525.592,12) (791.049,20)
- aus Lieferungen und Leistungen 1.458.524,41 1.458.524,41 -
(1.677.163,57) (1.677.163,57) -
- gegenüber verbundenen Unternehmen 10.843.318,50 10.843.318,50 -
(7.721.820,47) (7.721.820,47) -
- Sonstige Verbindlichkeiten 490.970,34 490.970,34 -
(365.153,60) (365.153,60) -
- davon aus Steuern: 202.312,62
(86.115,91)
13.583.862,25 12.868.970,25 714.892,00
(16.080.778,96) (15.289.729,76) (791.049,20)

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden, wie im Vorjahr, im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von T€ 2.604 (Vorjahr: T€ 3.322) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 8.239 (Vorjahr: T€ 4.399) Verbindlichkeiten aus Darlehen (Verrechnungskonten). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt (T€ 275), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (T€ 111) sowie Umsatzsteuerzahllast (T€ 91).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 3.213.

V. Sonstige Angaben

Durchschnittlich Beschäftigte Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 186 Mitarbeiter beschäftigt (ohne Geschäftsführung und Auszubildende), davon 146 in der Produktion und in der Logistik, 19 im Vertrieb und 21 in der Verwaltung.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

An Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

Insgesamt
T€
2024 649
2025 - 2028 603
2029 ff. 27
1.279

Benennung der Organmitglieder

Geschäftsführer:

 

Herr Mischa Barthel, Mülheim a.d.R., Kaufmann

 

Herr Jules Simons, CC Swalmen (Niederlande), Kaufmann (bis zum 2. Januar 2024)

 

Herr Boudewijn Dezutter, Waterloo (Belgien), Kaufmann (seit dem 26. Februar 2024)

 

Herr Ives Declerck, Ledegem (Belgien), Kaufmann (seit dem 26. Februar 2024)

Ein Aufsichtsrat oder Beirat bestand nicht (§ 285 Nr. 10 HGB).

Nachtragsbericht

Die ETIPRO GmbH (Amtsgericht Essen, HRB 21040) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 12. März 2024 und der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlungen der an der Verschmelzung beteiligten Gesellschaften vom selben Tag mit der Gesellschaft durch Übertragung ihres Vermögens als Ganzes auf diese gem. § 2 Ziff. 1 UmwG verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 19. März 2023 im Handelsregister eingetragen.

VI. Ergänzende Angaben

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 7.214.946,26 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 9.341.640,55 zu verrechnen.

 

Essen, 26. August 2024

Mischa Barthel, Geschäftsführer

Boudewijn Dezutter, Geschäftsführer

Ives Declerck, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 796.437,15 - - - 796.437,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.016.793,54 28.530,48 - - 4.045.324,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.989.875,40 104.168,49 - - 6.094.043,89
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.800.379,15 103.979,68 6.700,00 - 2.897.658,83
12.807.048,09 236.678,65 6.700,00 - 13.037.026,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.948.868,57 20.472,02 - - 3.969.340,59
17.552.353,81 257.150,67 6.700,00 - 17.802.804,48
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umgliederung Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 778.388,15 5.391,00 - - 783.779,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.293.346,57 109.624,48 - - 1.402.971,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.112.028,40 225.092,49 - - 5.337.120,89
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.416.208,15 119.264,68 5.586,00 - 2.529.886,83
8.821.583,12 453.981,65 5.586,00 - 9.269.978,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - 3.213.164,17 - - 3.213.164,17
9.599.971,27 3.672.536,82 5.586,00 - 13.266.922,09
Buchwert
31.12.2023 1.1.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.658,00 18.049,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.642.352,97 2.723.446,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 756.923,00 877.847,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 367.772,00 384.171,00
3.767.047,97 3.985.464,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 756.176,42 3.948.868,57
4.535.882,39 7.952.382,54

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Barthel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Barthel GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Barthel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 26. August 2024

Ypsilon Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Lindermann, Wirtschaftsprüfer

Kevin Koenen, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder der Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Zusätzliche Angaben zur Offenlegung

1. Inanspruchnahme von Erleichterungen, Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss wird unter Inanspruchnahme der handelsrechtlichen Erleichterungsvorschriften nur teilweise offengelegt.

Es wird gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 1 letzter Satz HGB darauf hingewiesen, dass sich der vorstehend wiedergegebene Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

2. Feststellung des Jahresabschlusses, Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 27. August 2024 (Umlaufverfahren) wurde der Jahresabschluss festgestellt und der Gewinnverwendungsbeschluss wie folgt gefasst:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 7.214.946,26 wird mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 9.341.640,55 verrechnet.

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