WS Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Zipproth seit 10.1.2023 | Prokura |
Werner jun. Steinbacher seit 22.2.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PSZ electronic GmbHVohenstraußJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschafta) Geschäftsmodell des Unternehmens Die PSZ electronic GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft. Der Ursprung unserer Gesellschaft im Jahr 2003 ist auf ein selbständiges Ingenieurbüro zurückzuführen. In den Folgejahren konnten wir ein starkes, nach wie vor anhaltendes, Wachstum verzeichnen. Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von elektronischen und elektromechanischen Systemen, Komponenten und Zubehörteilen. Unsere Gesellschaft verfügt über diverse ausländische Fertigungsstätten, die in eigenen Gesellschaften organisiert sind. Am Sitz in Vohenstrauß befindet sich neben der Verwaltung, unser modernes Zentrallager, das Logistik- und Spritzgusszentrum. Höchste Priorität hat stets die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte der PSZ electronic GmbH. Das zeigt auch der wachsende Kundenstamm aus den Branchen wie Heizungs- und Klimatechnik, Sonderfahrzeugbau, Medizintechnik sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Trotz der internationalen Fertigungsstätten ist man der Region Oberpfalz verbunden. Der Standort Vohenstrauß wurde sukzessiv erweitert und wird weiterhin erweitert. Ein beständiges Wachstum des Unternehmens konnte insbesondere durch ständige Ausweitung der Absatzmärkte in Deutschland und Europa erreicht werden. b) SteuerungssystemeDie bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren, welche die PSZ electronic GmbH zur Steuerung heranzieht, sind die Umsatzerlöse, die Rohmarge, Kostenquoten sowie die Lagerumschlagshäufigkeit. Über die bedeutendsten Leistungsindikatoren hinaus, verwendet die PSZ electronic GmbH weitere Leistungsindikatoren. Als bedeutendste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sowie die Qualität unserer Produkte herangezogen. c) Forschung und EntwicklungDie PSZ electronic GmbH bringt im Bereich Forschung und Entwicklung von elektronischen und elektromechanischen Systemen und Komponenten ein großes fachliches Know-How mit. Teilweise werden in Zusammenarbeit mit Kunden verschiedenste Systemlösungen für die Komponenten und Systeme erarbeitet, um diese anschließend auch in den eigenen Fertigungsstätten effizient umsetzen zu können. Hierzu wurden in der Vergangenheit die personellen Kapazitäten im Entwicklungsbereich signifikant erweitert und werden nochmals ausgebaut. 2. Wirtschaftsberichta) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das globale Wachstum wurde im Jahr 2023 in vielen Ländern durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet. Aufgrund von Vorzieh- beziehungsweise Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie nahm die Güternachfrage erheblich langsamer zu als die Nachfrage nach Dienstleistungen. Die Industrieproduktion entwickelte sich daher sehr schwach. In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt in kalenderbereinigter Betrachtung dagegen leicht um 0,1 %. Der private Konsum ging aufgrund der hohen Inflationsrate und der damit sinkenden Kaufkraft der privaten Haushalte zurück. Abweichend von den anderen großen EU-Ländern sanken auch die staatlichen Konsumausgaben deutlich, weil coronabedingte Sonderausgaben wegfielen. Aufgrund der schwachen Weltkonjunktur war ein Rückgang der Exporte zu verzeichnen, dem allerdings auch ein stärkerer Rückgang der Importe gegenüberstand. Insgesamt hat der Außenhandel daher einen positiven Wachstumsbeitrag für die deutsche Wirtschaft geliefert. Aufgrund des Rückgangs der Produktion in den energieintensiven Industrien und in der Bauindustrie ging die deutsche Industrieproduktion insgesamt um rund 1 % zurück. b) BranchenentwicklungIm gesamten vergangenen Jahr 2023 sind die Auftragseingänge um 2,2% hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben. Hier standen sich ein Zuwachs von 2,6% bei den inländischen Bestellungen und ein Rückgang von 6,1% bei den Auslandsorders gegenüber. Bei den Neuaufträgen aus dem Euroraum fiel das Minus 2023 mit 9,3% mehr als doppelt so hoch aus wie bei den Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (-4,2%) (Quelle: ZVEI e. V., Verband der Elektro- und Digitalindustrie). c) GeschäftsverlaufDie Entwicklung unserer Gesellschaft war im Jahr 2023 mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Umsätze konnten um rund 4 % gesteigert werden. Die Produktionsstätten in Tunesien, Albanien und Tschechien sind von den Kapazitäten her so konzipiert, dass diese mit den steigenden Nachfrage Schritt halten können. Insgesamt konnte im Jahr 2023 ein Jahresergebnis von 2,6 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Die Erwartungen konnten somit nicht vollumfänglich erfüllt werden. 3. Darstellung der VFE-Lagea) Ertragslage Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr von 88.531 TEUR auf 91.880 TEUR. Während im Jahr 2022 relativ gleichmäßige Umsätze erwirtschaftet werden konnten, war das Jahr 2023 von Schwankungen geprägt. Aufgrund des nahezu stagnierenden Vorratsbestandes verbunden mit einer rückläufigen Bestandsveränderung (2023: 1.189 TEUR, Vorjahr: 2.821 TEUR), entspricht dies einer moderaten Steigerung der Gesamtleistung von 91.352 TEUR auf 93.068 TEUR. Durch den Anstieg der Umsätze sowie der Gesamtleistung haben sich auch die Aufwendungen für Material sowie bezogene Leistungen von 73.259 TEUR auf 74.475 TEUR erhöht. Durch das weiterhin hohe Niveau der Preise bei den RHB-Stoffen hat sich die Rohertragsmarge von 21 % im Vorjahr auf 20 % nur geringfügig verändert. Bei den Personalaufwendungen ergab sich ein Anstieg von 5.411 TEUR in 2022 auf 6.148 TEUR in 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere aufgrund gestiegener Versicherungsbeiträge von 6.384 TEUR auf 6.529 TEUR erhöht. Der Aufwand für Ertragssteuern hat sich in Folge des gesunkenen Jahresergebnisses auf 647 TEUR (Vorjahr: 1.877) verringert. In Summe ergibt sich für 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.646 TEUR, nach 3.528 TEUR im Vorjahr. b) VermögenslageDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 42.936 TEUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5.064 TEUR erhöht. Dies beruht im Wesentlichen auf den Investitionen in das neue Verwaltungsgebäude, die neue Heizzentrale sowie die Erweiterung der Logistikhalle. Insgesamt wurde der Vorratsbestand auf Vorjahresniveau gehalten. Der Bestand an Rohstoffen betrug in 2022 noch 12.510 TEUR und ist in 2023 auf 11.284 TEUR gesunken. Gegenläufig haben sich die Fertigerzeugnisse von 8.136 TEUR auf 9.324 TEUR erhöht. Im Jahr 2023 hat die PSZ electronic GmbH 99,9 % der neuen Tochtergesellschaft PSZ Ghezala s.a.rl. im Rahmen einer Neugründung erworben. Aufgrund dieser Änderung in der Gesellschaftsstruktur, kumuliert mit der Rückführung der Ausleihung an die WS Holding GmbH sind die Finanzanlagen von 3.846 TEUR auf 2.571 TEUR gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Stichtag um 1.615 TEUR auf 2.904 TEUR erhöht. Das Eigenkapital hat sich in Höhe von 18.736 TEUR auf 18.846 TEUR erhöht. Diese moderate Erhöhung beruht zum einen auf dem Jahresüberschuss in Höhe von 2.646 TEUR sowie der Gewinnausschüttung in Höhe von 2.518 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 44 %. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 1.092 TEUR und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 13 TEUR nur unwesentlich verändert. Zur Finanzierung des neuen Verwaltungsgebäudes, der Heizzentrale, der Logistikerweiterung sowie der Anschaffung von Maschinen wurden Bankdarlehen aufgenommen. Die bisherigen Darlehen wurden termingerecht bedient. Somit stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3.534 TEUR auf 13.246 TEUR an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Stichtag um 1.500 TEUR auf 7.691 TEUR erhöht. c) FinanzlageAus dem Jahresüberschuss 2.646 TEUR und den Abschreibungen ergibt sich ein positiver Cashflow in Höhe von 3.354 TEUR. Insbesondere die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.614 und die gleichzeitige Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.500 TEUR führen zu einem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in 2023 in Höhe von 3.354 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -4.698 TEUR und stammt im Wesentlichen aus den Investitionen in den Verwaltungsbau, die Heizzentrale, die Logistikerweiterung sowie Maschinen. Der Saldo aus Darlehenstilgungen sowie Darlehensaufnahmen (Bankdarlehen) beträgt 3.534 TEUR. Durch Ausschüttungen an Gesellschafter erfolgte ein Mittelabfluss in Höhe von 600 TEUR sowie eine Rückführung von Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1.918 TEUR. Insgesamt führt dies zu einer Verringerung des Finanzmittelfonds um 568 TEUR, dieser beträgt zum 31. Dezember 2023 311 TEUR. Zur Verbesserung des Liquiditätsmanagements bedient sich die Gesellschaft des Factorings. 4. Leistungsindikatorena) Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, die für die interne Unternehmenssteuerung verwendet werden, gehören: • Umsätze • Rohmarge • Kostenquote Diese werden in regelmäßigen Abständen ermittelt. b) Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutendsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren stellen unsere Mitarbeiter sowie die Qualität unserer Produkte dar. Um die durchgängig hohe Qualität zu gewährleisten, bauen wir auf den Einsatz unserer qualifizierten und spezialisierten Mitarbeiter, denn mit ihnen können wir dies weiterhin gewährleisten. Unsere Mitarbeiter arbeiten stets an der Optimierung der Prozesse und an der Weiterentwicklung unserer Qualitätssicherung. Sämtliche Hinweise und Meldungen sowie Vorschläge zu Verbesserungsmöglichkeiten werden geprüft und ggf. umgesetzt. Als wesentlich in diesem Zusammenhang erachten wir die klare Benennung von Zuständigkeiten, so dass die Verteilung der Aufgaben und Verantwortung transparent dargestellt ist. 5. Prognosen, Chancen- und Risikoberichta) Prognosebericht Die Experten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) sowie das Münchner Ifo-Institut erwarten für 2024 ein moderates Wachstum zwischen 0,2 % und 0,9 %. Der Verband für die Elektro- und Digitalindustrie bleibt für 2024 weiterhin zuversichtlich, geht aber auch nur von einem geringen Wachstum von etwa 1 % aus. Der weiterhin andauernde Angriffskrieg in der Ukraine sowie die Konflikte in Nahost bergen ein erhebliches Risiko von weiter ansteigenden Preisen. Trotz Rezession in den Wintermonaten 2023/2024 erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr Umsätze auf Vorjahresniveau. Die Fülle unserer Auftragsbücher deuten auf keinen wesentlichen Anstieg der Umsatzerlöse 2024 hin. Die in der Vergangenheit bestehenden Lieferengpässe haben sich weitestgehend aufgelöst. Der in den letzten Jahren vorangetriebenen Aufbau des Vorratsvermögen, werden wir im Jahr 2024 beenden und wieder abbauen, da mit den vorhandenen Vorräten und den gesicherten Lieferketten eine geregelte Produktion gewährleistet ist. Die bereits zu großen Teilen neu eingeführte Managementebene unterhalb der Geschäftsführung wirkt sich bereits positiv auf unser Unternehmen aus und wurde auch in 2023 abgeschlossen. Trotz der erwarteten stagnierenden Umsätze ist eine Prognose für das Jahresergebnis 2024 weiterhin schwierig. Dies hängt im Wesentlichen von den weiteren Preisentwicklungen bei den Rohstoffen ab bzw. der Fähigkeit diese an den Kunden weiterzugeben. Da die weiteren Entwicklungen und Auswirkungen der in Europa gestehenden Konflikte derzeit nur schwer einzuschätzen sind, werden wir die interne Planung kurzfristig auf die aktuellen Entwicklungen anpassen. Durch die Höhe unseres Vorratsvermögens, wurde die Abhängigkeit von kurzfristigen Marktpreisschwankungen reduziert. Wie auch in der Vergangenheit werden wir unser Geschäftsmodell sowie unsere Organisation stetig weiterentwickeln und werden auch weiterhin die auf uns zukommenden Herausforderungen zu unserer Zufriedenheit lösen. Durch diese Rahmenbedingungen und unsere Diversifikation sowie Variabilität sind wir für die Zukunft gut aufgestellt. b) ChancenberichtChancen liegen nach wie vor in unseren Bestrebungen, die Qualität unserer Produkte zu sichern und weiter zu verbessern. Dadurch können wir sukzessiv unsere Marktposition stärken, indem wir auch zukünftig wettbewerbsfähige und qualitativ hochwertige Produkte anbieten können. Diese Qualitätsanforderungen erfordern laufende Qualitätskontrollen und -verbesserungen. Chancen ergeben sich auch aus der immer weiteren Veränderung und Stärkung der Marktposition, wobei man diversen Kunden zum immer mehr unverzichtbaren Lieferanten wird. Dies bedeutet auch einen Anstieg der Stückzahl, wodurch weitere Produktionsvorteile generiert werden können und damit eine höhere Rohmarge erzielt wird. Des Weiteren ergeben sich Chancen aus den geplanten Öffnungen von weiteren Produktionsstätten. Weitere Investitionen in die Entwicklung sowie laufende Patentanmeldungen stellen für uns weiterhin eine Chance dar, unser Auftragsvolumen und unsere Rentabilität zu erhöhen. c) RisikoberichtAllgemeine und branchenspezifische Risiken Als ein in einer strukturschwachen Region angesiedeltes Unternehmen sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Aufgabe der Geschäftsleitung ist es, die Risiken zu erkennen und zu begrenzen. Die Auswirkungen der derzeitigen Kriege in der Ukraine und Nahost und die Reaktionen von Politik und Gesellschaft darauf, prägen das derzeitige Weltgeschehen. Hinzu kommen die wachsende Bedeutung und Aufmerksamkeit des Klimaschutzes. Ein weiteres wesentliches Risiko stellen unseres Erachtens die erneute Verschlechterung der Lieferengpässe sowie die damit verbundenen erneuten Preisanstiege in nahezu allen Produkten und Dienstleistungen dar. Vor dem Hintergrund dieser Risiken ist unser Risikomanagementsystem darauf ausgerichtet, Signale einer drohenden negativen Entwicklung frühzeitig zu erkennen, messbar und damit steuerbar zu machen. In einem fortlaufenden Prozess erfolgt eine umfassende und systematische Analyse möglicher Risiken und ihrer Einflussfaktoren. Alle potenziellen Risiken werden zunächst identifiziert und nach ihren Auswirkungen auf den Erfolg des Unternehmens und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Diese Analyse ist dann wesentlicher Ausgangspunkt jeder weiteren Entscheidung. Es werden Maßnahmen zur Vermeidung und zur Absicherung von Risiken unter Berücksichtigung unserer Geschäftsstrategie, der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft und der Einstellung zur Risikoannahme beschlossen. In Einzelfällen werden aber auch Risiken - bei strengem Monitoring - bewusst eingegangen. Unser zielorientiertes Risikomanagement ist in den Prozessen und Strukturen des Unternehmens verankert und wird durch ein prozessübergreifendes Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) in seiner Wirksamkeit unterstützt. Die Koordination des Risikomanagementsystems erfolgt durch die Geschäftsführung, welche die unternehmensspezifisch definierten und im Reporting/Controlling verankerten Risikopositionen regemäßig überprüft und bewertet. Im Rahmen des unternehmensinternen Risikomanagements werden v. a. die folgenden zentralen Risikogruppen definiert. Vertriebsrisiken Der Absatz unserer Produkte ist stark abhängig von anderen (Industrie-)Branchen und deren Entwicklung. Zur Risikoreduktion setzen wir hierbei auf eine hohe Diversifikation bei unseren Auftraggebern bzw. deren Branchen. Unsere ausgewogene Kundenstruktur zielt darauf ab, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Branchen zu minimieren. Beschaffungsrisiken Die verbesserten Lieferengpässe und die dadurch immer noch hohen Rohstoffpreise beeinflussen unser Geschäftsmodell. Steigende Kosten, die wir nicht im gleichen Umfang an die Auftraggeber weitergeben können, reduzieren unser Rohergebnis bzw. führen eventuell dazu, Aufträge nicht annehmen bzw. bearbeiten zu können. Ein aktives Beschaffungsmanagement sowie der Aufbau der vorrätigen Rohstoffe sollen dem entgegenwirken. Ausfallrisiken Um Forderungen und Kosten gering zu halten, begegnen wir dem Ausfallrisiko mit aktivem Forderungsmanagement sowie Debitorenprüfung bei Erstaufträgen. Das Kundenrisiko wird über ein aktives Debitorenmanagement bzw. dem Einbezug eines Factoring-Dienstleisters verringert. Liquiditäts-/finanzwirtschaftlicheundsonstigeRisiken Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit erfolgt eine rollierende Liquiditätsplanung, die permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Liquiditätsreserven werden neben dem Bestand an flüssigen Mitteln auch in Form von Kreditlinien vorgehalten. Rechtsstreitigkeiten, die einen nennenswerten Einfluss auf die finanzielle Lage des Unternehmens haben können, sind zurzeit weder bekannt noch angedroht. Zur gezielten Steuerung bzw. Reduzierung von Risiken im Rahmen von Wechselkursänderungen setzen wir Devisentermingeschäfte zur Absicherung von geplanten Kapitalflüssen in ausländisch Währung ein. OrganisatorischeRisiken Hierunter fallen in erster Linie aus der qualitativen und quantitativen Personalausstattung, Risiken aus der Verfügbarkeit der IT sowie aus den unternehmensspezifischen Erfordernissen an der Gestaltung und Infrastruktur der IT-Landschaft (Hard- und Software). Sämtliche IT-Prozesse, die Verfügbarkeit der Ressourcen sowie die IT-Sicherheit werden zentral gesteuert und verantwortet. Das IKS bezieht sich dabei auch auf die regemäßige Überprüfung und Modifikation von systemimmanenten Kontrollen innerhalb der IT-gestützten Rechnungslegungsprozesse. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass gut qualifiziertes und hoch motiviertes Personal einen wichtigen Wettbewerbsfaktor darstellt. Die Bereichsleiter setzen hier auf regelmäßige Feedback-Gespräche, um ein Bild von der Stimmung innerhalb der Gesellschaft v. a. in den Bereichen Motivation, Bindung zum Unternehmen und soziale Kompetenz der Mitarbeiter zu erhalten. Kriege Der seit Anfang des Jahres 2021 andauernde Angriffskrieg von Russland in der Ukraine sowie der in 2023 begonnene Krieg in Israel stellen weiterhin als gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingung eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit für die künftige Geschäftsentwicklung dar, insbesondere die finanziellen Auswirkungen auf das nächste Geschäftsjahr sind nur schwer kalkulierbar. Die aktuelle Unsicherheit besteht nach wie vor insbesondere im weiteren Fortgang des kriegerischen Handelns. Die dadurch getriebene Inflation sowie die bis heute verbesserten, aber immer noch bestehenden Lieferengpässe in einigen Bereichen beeinträchtigen die Prognosefähigkeit erheblich. Prognosebericht Für 2024 erwarten wir eine Stagnation unserer Umsätze sowie des Jahresergebnisses. Vor allem das mit dem Vorjahr vergleichbare Auftragsvolumen stimmt uns dennoch positiv. Wesentlich für das Ergebnis in 2024 wird es jedoch sein, wie und wie schnell sich die Gesamtwirtschaft von der Rezession erholt. Weiterhin ist auch die weitere Fortentwicklung der Kriege maßgeblich für die Entwicklung in 2024. Für die Folgejahre steht auch weiterhin die Stärkung unserer Infrastruktur im Fokus. Am Sitz der Gesellschaft in Vohenstrauß wird das Logistikzentrum erweitert und es wird der Auf- und Ausbau unserer ausländischen Fertigungsstätten weiter vorangetrieben.
Vohenstrauß, 31. Juli 2024 gez. Werner Steinbacher, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhangder Firma PSZelectronic GmbH, Vohenstrauß eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Weiden, HRB 2907 I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSSDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle VermögensgegenständeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. FinanzanlagenDie Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert ausgewiesen. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zu rechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Liquide MittelDie liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Steuerrückstellungen und sonstige RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. FremdwährungsumrechnungDie Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs. III. ANGABEN ZUR BILANZAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. In den Finanzanlagen sind Darlehensforderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 1.918 TEUR) enthalten. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.358.111,35 EUR (Vorjahr: 40 TEUR) enthalten.Ansprüche gegen die Factoringgesellschaft aus dem Verkauf der Forderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen wie folgt:
Derivative Finanzinstrumente
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte in Tschechischen Kronen (CZK). Außerbilanzielle Geschäfte Factoring Zweck Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft; zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 11.891 verkauft. Risiken keine Vorteile Liquiditätsplanung wird verbessert Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. IV. SONSTIGE ANGABENAnzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr durchschnittlich 108 Mitarbeiter (Vorjahr: 99), davon 16 (Vorjahr: 11) Auszubildende. GesellschaftsorganeZum Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt:Herr Werner Steinbacher, kaufmännischer Leiter Anteilsbesitz
Zum 19.01.2023 wurden 99,9 % der Anteile an den Gesellschaften PSZ Ghezala s.a.r.l. erworben. GewinnverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 16.656.557,90 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.Prüfungs- und BeratungsgebührenDas im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 37 TEUR. MutterunternehmenDie Gesellschaft gehört zum Konzern der WS Holding GmbH, Vohenstrauß, die einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufstellt, die im Bundesanzeige veröffentlicht werden.
Vohenstrauß, den 31.07.2024 gez. Werner Steinbacher
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die PSZ electronic GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der PSZ electronic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der PSZ electronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Regensburg, 31.07.2024 Robert Bucher Treuhand GmbH Robert Bucher |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
1 nahegelegene Organisation
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen