NEXTPEM GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Christopher Zilger seit 24.3.2025 | Prokura |
Alexander Berka seit 27.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Wenjun Xu seit 17.2.2023 | Vorstandsmitglied |
Yeying Huang seit 13.7.2022 | Vorstandsmitglied |
Thomas Saß seit 13.7.2022 | Prokura |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HumanOptics Holding AGErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT 2022Grundlagen
Wirtschaftsbericht
Mitarbeiter Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht des Vorstands GrundlagenGeschäftsmodell Die HumanOptics Holding AG (HumanOptics) ist auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Implantaten und Zubehör für die Augenchirurgie spezialisiert und steht in diesem Segment für höchste Qualität und Innovationskraft. Unsere wichtigsten Produkte sind Intraokularlinsen (IOL) und künstliche Iriden. Im Bereich IOL bieten wir neben konventionellen Linsen zunehmend High-End-Produkte für das Premiumsegment (Enhanced and Advanced Technology) und Spezialanfertigungen (Customized Solutions/Specialities). Hier sind wir mit einem einzigartig breit gefächerten Portfolio positioniert. Im Mittelpunkt stehen IOLs, die bei der Kataraktbehandlung (grauer Star) eingesetzt werden und zudem verschiedene Fehlsichtigkeiten korrigieren, beispielsweise hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und Altersweitsichtigkeit (Presbyopie). Mit unserer künstlichen Iris bieten wir eine einzigartige Lösung für Patienten, die ihre Iris teilweise oder vollständig verloren haben bzw. von Geburt an keine besitzen. HumanOptics-Produkte sind gemäß den drei weltweit anspruchsvollsten Regelwerken zertifiziert: in der Europäischen Union nach einem CE-Zertifikat gemäß MDD, in den USA von der amerikanischen Überwachungsbehörde für Nahrungs- und Arzneimittel FDA und in China von der dortigen NMPA (National Medical Products Administration, früher CFDA). Die Zertifizierung gemäß diesen internationalen Standards ist Voraussetzung für einen vereinfachten Marktzugang in den entsprechenden Ländern. Entwickelt und hergestellt werden unsere Produkte an zwei deutschen Standorten: am Hauptsitz der Gesellschaft in Erlangen (Bayern) und am Standort Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen). Um die hohe Qualität unserer Implantate sicherzustellen, setzen wir in der Fertigung auf extrem präzise Produktionstechnologie und äußerst hochwertige Biomaterialien. Der Standort in Sankt Augustin ist eine eingetragene Zweigniederlassung. Produkte und Zubehör von HumanOptics werden weltweit vertrieben. Wichtigster Einzelmarkt ist China, gefolgt von Deutschland und Vietnam. Hinzu kommen zahlreiche weitere Absatzländer insbesondere in Europa und Asien sowie die USA. Der Inlandsmarkt wird über ein Hybrid-Vertriebssystem bearbeitet: zum einen direkt von unseren Mitarbeitern und zum anderen über Distributionspartner. In China und USA arbeiten wir mit zwei strategischen und für das übrige Auslandsgeschäft mit mehr als 40 Distributionspartnern zusammen, die auf den Vertrieb von Produkten für die Augenchirurgie in ihrer Region spezialisiert sind. Sie verfügen in ihren jeweiligen Märkten über ein umfassendes Kontaktnetzwerk sowie sehr gutes fach- und landesspezifisches Know-how. Vom HumanOptics Fachpersonal werden die Partner unterstützt und regelmäßig geschult. Unternehmensführung und Steuerungssystem Für die Leitung der HumanOptics Holding AG ist der Vorstand verantwortlich. Er bewertet die Entwicklung und Situation der Gesellschaft regelmäßig auf Basis monatlicher Auswertungen und Plan-/Ist-Vergleiche. Diese beinhalten neben den wesentlichen Positionen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung auch Informationen über die Leistung von Produktion und Vertrieb. Zusätzliche Daten und Bewertungen liefert das Qualitätsmanagement. Die Steuerungsgrundlagen bilden umfassende Software- und Controlling-Systeme inklusive einer rollierenden Liquiditätsplanung. Die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung unseres Unternehmens sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bzw. zusätzlich vor Abschreibungen (EBITDA) sowie der frei verfügbare Finanzmittelrahmen. Signifikante Abweichungen von den Planungen werden mit den verantwortlichen Mitarbeitern wie dem Senior Management Team und dem Aufsichtsrat diskutiert. Auf diese Weise werden möglicherweise entstehende Risiken frühzeitig erkannt und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Forschung und Entwicklung HumanOptics steht für höchste Qualität und Innovationskraft. Unser Ziel ist es, unsere Rolle als Vorreiter für intelligente Augenimplantate durch intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter auszubauen. Außerdem passen wir unsere innovative Produktpalette kontinuierlich an sich verändernde regulatorische Anforderungen an. Im Berichtsjahr wurden 547 T€ (Vj. 381 T€) oder 3,66 % (Vj. 2,92 %) des Gesamtumsatzes ergebniswirksam als Forschungs- und Entwicklungskosten verbucht. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer F&E-Abteilung stieg zum Jahresende auf fünf (Vj. vier) Personen. Die Neu- und Weiterentwicklung unserer innovativen Premium-Produkte erfolgt in enger Abstimmung mit Anwendern, Operateuren und medizinischem Fachpersonal. Dabei konzentrieren wir uns auf drei therapeutische Gebiete:
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung moderner Biomaterialien, hoch-innovativer Produktkonzepte sowie effizienter Produktionstechnologien mit Fokus auf der Implantat-Herstellung. Zu den Arbeitsschwerpunkten des übergeordneten Bereichs Technology & Innovation gehören neben Neu- und Weiterentwicklungen die Grundlagenforschung in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, das Patentmanagement sowie die fortwährende Anpassung unserer Produkte an sich verändernde regulatorische Anforderungen, z.B. seitens der FDA, der NMPA oder im Rahmen der neuen EU-Verordnung für Medizinprodukte (MDR). Da dieser Komplex mit Inkrafttreten der MDR im Jahr 2021 erheblich an Bedeutung gewonnen hat, haben wir unter anderem die Kompetenzen im Bereich klinische Studien gestärkt, die wir in Zusammenarbeit mit führenden Augenkliniken und Operateuren durchführen. Im laufenden Jahr beschäftigt sich unsere in Sankt-Augustin ansässige F&E-Abteilung schwerpunktmäßig mit der Entwicklung einer EDOF (Extended Depth of Focus) IOL und einer hydrophoben, vorgeladenen Produktlinie. Beide Entwicklungen sind notwendig, um an dem am schnellsten wachsenden IOL-Segment, monofokalen IOLs mit Sonderfunktion, teilhaben und den immer größer werdenden Markt der hydrophoben IOLs bedienen zu können. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliches UMFELD Die Weltwirtschaft war 2022 durch multiple Krisen beeinträchtigt, zeigte sich aber in Summe robuster als erwartet. Belastungen entstanden insbesondere durch die langen Covid-19-Lockdowns in China und den Ukrainekrieg. Die dadurch weiter zunehmenden Störungen in den globalen Logistikketten und Lieferengpässe bei wichtigen Materialien sowie die Gasverknappung in Europa führten zu hoher Inflation, die durch Nachholeffekte der privaten Verbraucher nach Beendigung der Corona-Restriktionen in vielen Ländern noch verstärkt wurde. Als Gegenreaktion hoben bedeutende Notenbanken die Leitzinsen an, was Kredite verteuerte und die wirtschaftliche Dynamik zusätzlich hemmte. Da sich die Versorgungssituation im vierten Quartal 2022 durch die Aufhebung der Lockdowns in China etwas entspannte, wuchs die globale Konjunktur im Gesamtjahr kräftiger als erwartet. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag der Anstieg bei 3,4 % nach 6,2 % im Vorjahr. In den Industriestaaten wurde laut IWF ein Plus von 2,7 % erzielt, wobei die Entwicklung in den verschiedenen Ländern unterschiedlich verlief: Während die Wirtschaftsleistung der USA nur um 2,1 % zunahm, expandierte die Eurozone gestützt auf hohe Steigerungsraten in Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich insgesamt um 3,5 %. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich um 1,8 %. In den Schwellen- und Entwicklungsländern belief sich der Zuwachs dem IWF zufolge in Summe auf 4,0 %. Treiber der Entwicklung waren hier unter anderem Indien mit +6,8 % und die ASEAN-Staaten mit +5,5 %, wogegen die chinesische Wirtschaft mit +3,0 % eine vergleichsweise geringe Dynamik zeigte und das russische BIP um 2,1 % zurückging. 2023 wird sich das Weltwirtschaftswachstum nach den aktuellen IWF-Prognosen auf 2,8 % verlangsamen. Viele Volkswirtschaften seien immer noch damit beschäftigt, die Pandemie, die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und Lieferengpässe zu verarbeiten. Zusätzlich verschärft wird die Situation von der hartnäckigen Inflation, einer straffen Zinspolitik, hoher Verschuldung und neuen Sorgen um die Finanzstabilität. In den Industrienationen prognostiziert der IWF im laufenden Jahr ein BIP-Plus von 1,3 %. Dabei dürften die USA um 1,6 % zulegen, die Eurozone dagegen nur um 0,8 %. Für Deutschland rechnet der IWF sogar mit einer leichten Rezession. In den Entwicklungs- und Schwellenländern soll der Zuwachs bei 3,9 % liegen. Als Motor der Weltkonjunktur sieht der IWF im laufenden Jahr wieder die chinesische Wirtschaft, die sich rasant erholt und um 5,2 % expandieren dürfte, sowie Indien mit einem Plus von 5,9 % und die ASEAN-Staaten mit +4,5 %. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Medizintechnik-Industrie konnte 2022 erneut leicht wachsen. Der Branchenverband BVMed rechnet mit einer weltweiten Umsatzsteigerung von 3,5 %, in Deutschland wird ein Plus von 3,3 % erwartet. Aufgrund der teils dramatischen Preiserhöhungen bei Transport, Rohstoffen und Energie sowie des hohen Mehraufwands durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung dürften die Gewinne der Branche jedoch insgesamt abgenommen haben. In der Herbstumfrage des BVMed vom Oktober 2022 gingen 62 % der Verbandsunternehmen von einer schlechteren Ergebnissituation aus, nur 11 % rechneten mit Gewinnzuwächsen. Zudem fürchteten die Unternehmen, dass die Kostensteigerungen und bürokratischen Hemmnisse die Innovationsdynamik bremsen. Der entsprechende Innovationsklima-Index der Medizintechnik-Branche lag auf einem Tiefststand. 2023 dürfte der globale Markt für Medizintechnik weiter expandieren. Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Statista wird der Branchenumsatz weltweit voraussichtlich um 7,9 % auf etwa 565 Mrd. € zulegen, wobei das wichtigste Teilsegment mit einem prognostizierten Marktvolumen von 459 Mrd. € der Bereich Medizinische Geräte sein soll. Regional hat der US-Markt die größte Bedeutung. Für die nächsten fünf Jahre (2023-2027) ist laut Statista global mit einer jährlichen Umsatz-Wachstumsrate von 4,35 % zu rechnen. Im für HumanOptics wichtigen Bereich der Katarakt-Operationen ist nach Angaben des Branchen-Forschungsinstituts Market Scope bis 2025 weltweit ebenfalls von kontinuierlichen Steigerungen auszugehen. Besonders stark nimmt weiterhin das Geschäft mit Premium-IOLs zu, wobei dieses Wachstum maßgeblich durch hydrophobe Materialien getrieben wird. Geschäftsverlauf im Überblick und Gesamtaussage des Vorstands Die HumanOptics Holding AG hat sich im Geschäftsjahr 2022 erneut erfolgreich entwickelt: Vor allem in den asiatischen Märkten verzeichneten wir eine erhöhte Nachfrage nach unseren Produkten, was teilweise auf die Aufhebung von Corona-Maßnahmen zurückzuführen war. Auch in den USA und in Europa wuchs das Geschäft. Durch den Wegfall von Reisebeschränkungen konnten wir außerdem unsere Messeaktivitäten wieder ausweiten und den Kontakt zu unseren Kunden intensivieren. Positive Effekte hatte auch unsere neue trifokale IOL TRIVA-Plattform, die 2021 in den Markt eingeführt wurde. Insgesamt haben wir unsere Marktpräsenz 2022 erneut verbreitert. Das Geschäftsvolumen stieg um rund 14,8 % auf circa 15 Mio. € und damit stärker als erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, das im Vorjahr durch hohe Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung der HumanOptics AG auf die HumanOptics Holding AG belastet war, verbesserte sich deutlich von rund -34 Mio. € auf circa +0,7 Mio. €. Bereinigt um den Verschmelzungsverlust ergab sich ein Zuwachs von etwa 4 %. Nach Steuern wurde aufgrund gestiegener Zinsaufwendungen für höhere Darlehen unserer Muttergesellschaft Legend Medical Investment ein Fehlbetrag von rund 0,3 Mio. € ausgewiesen. Auf der Grundlage der operativen Ergebnissteigerung verbesserte sich auch die Finanzlage: Ende des Berichtsjahres verfügte HumanOptics über liquide Mittel von circa 1,7 Mio. €. Damit entwickelte sich die Ertrags- und Liquiditätssituation ebenfalls besser als erwartet. Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HumanOptics Holding AG 2022 und zum Zeitpunkt der Unterzeichnung dieses Berichts als sehr gut. Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren wichtigen Beitrag und die hervorragenden Leistungen. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz der HumanOptics Holding AG gegenüber 2021 um 14,8 % auf 14.953 T€ (Vj.13.026 T€) und lag damit über dem im Vorjahr prognostizierten Wert von rund 13,9 Mio. €. Ursächlich für den Zuwachs waren vor allem Steigerungen in den asiatischen Märkten, wo insbesondere unser IOL-Portfolio stark gefragt war. In dieser Region nahmen die Erlöse von 5.957 T€ auf 7.714 T€ zu, was etwa der Hälfte des Gesamtvolumens entspricht. In China, mit einem Umsatzanteil von 43,5 % wichtigster Einzelmarkt, setzte sich die kontinuierliche Expansion trotz der Covid-19-Lockdowns fort. Außerdem erzielten wir ein deutliches Plus in Vietnam, wobei das dortige Geschäft in den Vorjahren stark von der Corona-Pandemie beeinträchtigt war. In den USA, wo wir hauptsächlich mit unserer künstlichen Iris CUSTOMFLEX® ARTIFICIALIRIS Steigerungen verbuchten, sowie im europäischen Ausland verzeichneten wir nach der Aufhebung der Corona-Beschränkungen ein solides Wachstum. Dagegen ging das Geschäftsvolumen in Deutschland infolge der Umstellung von Vertriebsstrukturen zurück, sodass sich der Anteil des Inlandsumsatzes auf 24,1 % verringerte. Die Gesamtleistung der HumanOptics Holding AG vermehrte sich 2022 um 10,9 % auf 14.868 T€ (Vj. 13.405 T€). Dem Umsatzplus stand eine Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 276 T€ gegenüber (Vj. Aufbau von 95 T€). Zudem reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge von 284 T€ auf 191 T€, da die Fördermittel für Forschungsprojekte abnahmen und im Gegensatz zum Vorjahr keine Zuschüsse für Kurzarbeit mehr enthalten waren. Der Materialaufwand vergrößerte sich 2022 um 29,9 % auf 2.153 T€ (Vj. 1.658 T€). Neben umsatzbedingt höheren Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe machte sich das gestiegene Handelswarenvolumen bemerkbar. Der Personalaufwand lag mit 7.379 T€ nur leicht über dem Vorjahreswert von 7.339 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 4.224 T€. Im Vorjahreswert von 37.545 T€ waren Aufwendungen von 34.228 T€ im Zusammenhang mit der Verschmelzung der HumanOptics AG auf die HumanOptics Holding AG enthalten, welche den Verschmelzungsverlust von 33.753 T€ und weitere im Rahmen der Verschmelzung angefallenen Kosten von 475 T€ beinhalten. Bereinigt um diesen Sonderaufwand ergibt sich ein Zuwachs von rund 900 T€, der auf gestiegene Kosten vor allem für die nach den Corona-Beschränkungen wieder intensivierten Messeaktivitäten, aber auch für Verpackung und Transport, Rechts- und sonstige Beratung sowie Reparatur und Instandhaltung zurückzuführen war. In Summe verbesserte sich das EBITDA 2022 auf 1.112 T€ und übertraf damit die Vorjahresprognose von 598 T€ deutlich. Der 2021er Vergleichswert von 33.137 T€ war durch direkte und indirekte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Merger erheblich belastet, ohne diesen Effekt hätte er 1.091 T€ betragen. Einschließlich der Abschreibungen, die sich mit 461 T€ etwa auf Vorjahresniveau (Vj. 466 T€) bewegten, ergab sich im Berichtszeitraum ein EBIT von 651 T€ gegenüber -33.602 T€ beziehungsweise 626 T€ ohne Verschmelzungskosten. Im Vorjahr hatten wir für 2022 ein EBIT von 139 T€ geplant. Die positive Abweichung gegenüber der Vorjahresprognose zum EBITDA und EBIT resultierte im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen bei gleichzeitig nicht höheren Aufwendungen, im Vergleich zu den prognostizierten Werten. Die Finanzaufwendungen nahmen von 557 T€ auf 915 T€ zu. Zurückzuführen ist das auf den gestiegenen nicht zahlungswirksamen Zinsaufwand für höhere Darlehen unserer Muttergesellschaft (siehe Kapitel Vermögenslage) sowie höheren zugrundeliegenden Zinssätzen. Daher war das Ergebnis nach Steuern mit 264 T€ leicht negativ (Vj. -34.159 T€). Der Jahresfehlbetrag verringerte sich von 34.239 T€ auf 333 T€. Inklusive des Verlustvortrags aus dem Vorjahr von 34.751 T€ ergab sich ein Bilanzverlust von 35.084 T€. Finanzlage Die Finanzlage der HumanOptics Holding AG hat sich 2022 weiter verbessert. Insgesamt flossen im Berichtsjahr liquide Mittel in Höhe von 558 T€ zu (Vj. 638 T€), sodass sich der Liquiditätsbestand Ende Dezember auf 1.711 T€ belief (Vj. 1.153 T€). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2022 auf Basis der operativen Ergebnisverbesserung von 649 T€ auf 1.248 T€. Für Investitionstätigkeit flossen Mittel in Höhe von 304 T€ ab (Vj. 2.395 T€). Der Großteil entfiel auf Sachanlagen. Die Investitionsschwerpunkte bildeten Produktionsmaschinen, Messgeräte und Software für Forschung und Entwicklung sowie Software für das Qualitätsmanagement. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf -386 T€ (Vj. +2.383 T€) und resultierte aus der planmäßigen Tilgung von Krediten. Zum Bilanzstichtag lag der verfügbare Finanzmittelrahmen der HumanOptics Holding AG bei 2.461 T€ (Vj. 1.903 T€). Darin enthalten ist ein Kontokorrentrahmen in Höhe von 750 T€, der nicht in Anspruch genommen wurde. Im Vorjahr hatten wir 365 T€ ohne die Inanspruchnahme des Kontokorrentrahmens von 750 T€ geplant. Vermögenslage Per 31. Dezember 2022 verlängerte sich die Bilanz der HumanOptics Holding AG im Vergleich zum Vorjahresstichtag moderat von 44.218 T€ auf 45.062 T€. Auf der Aktivseite reduzierte sich das Anlagevermögen aufgrund der zurückhaltenden Investitionstätigkeit in Summe leicht von 3.236 T€ auf 3.078 T€. Demgegenüber nahm das Umlaufvermögen von 6.172 T€ auf 6.886 T€ zu, obwohl sich die Vorräte durch den Bestandsabbau von 2.983 T€ auf 2.692 T€ verringerten. Zurückzuführen war das zum einen auf die von 1.153 T€ auf 1.711 T€ gestiegenen liquiden Mittel. Zum anderen vermehrten sich die Forderungen wegen geschäftsbedingt höherer Forderungen aus dem Bereich Lieferungen und Leistungen von 1.776 T€ auf 2.281 T€. Auf der Passivseite wurde aufgrund des Bilanzverlusts von 35.084 T€ (31.12.2021: 34.751 T€) ein nicht gedeckter Fehlbetrag von 35.034 T€ (31.12.2021: 34.701 T€) ausgewiesen, der wesentlich aus der im Vorjahr durchgeführten Verschmelzung der HumanOptics AG auf die HumanOptics Holding AG resultierte. Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt von 1.022 T€ auf 1.389 T€. Vor allem im Personalbereich sowie für offene Dienstleistungen und Lieferungen wurden zusätzliche Rückstellungen gebildet. Die Verbindlichkeiten nahmen in Summe leicht von 43.196 T€ auf 43.673 T€ zu. Dabei gab es eine größere Umgliederung: Im Zusammenhang mit dem Verschmelzungs- und Squeeze-Out-Prozess hatte sich die HumanOptics Holding AG von SaltSpring und MultiMed, früheren Aktionären der HumanOptics AG, im Vorjahr Anteile an der HumanOptics AG geliehen. Diese konnten nach der Verschmelzung nicht zurückgeführt werden und waren Ende 2021 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden entsprechende Aktienanteile von unserer Muttergesellschaft Legend Medical Investment an SaltSpring und MultiMed übertragen, wodurch es zu einer Umgliederung von insgesamt 5.451 T€ von den sonstigen Verbindlichkeiten in die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen kam. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich vor allem dadurch von 5.821 T€ auf 105 T€. Im Gegenzug vergrößerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 36.561 T€ auf 42.948 T€. In dieser Position wirkten sich darüber hinaus die entsprechend gestiegenen nicht zahlungswirksamen Zinsverbindlichkeiten für das erhöhte Darlehen unserer Muttergesellschaft aus. Dagegen wurden die Bankverbindlichkeiten durch die planmäßige Tilgung von Krediten von 560 T€ auf 400 T€ reduziert. MitarbeiterDie HumanOptics Holding AG beschäftigte 2022 im Jahresdurchschnitt inklusive des Vorstands 119 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 121). Davon waren 94 Personen (Vj. 97) in den Bereichen Technology & Innovation sowie Produktion, 14 (Vj. 14) in Vertrieb und Marketing und 11 (Vj. 10) in der Verwaltung tätig. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtChancenBericht Externe Chancen HumanOptics ist in der Gesundheitsbranche tätig, einem Markt, der weltweit wächst - sowohl aufgrund der insgesamt alternden Gesellschaften in Europa als auch wegen der beispielsweise in Asien immer größer werdenden Mittelschicht, die zunehmend bereit ist, in die eigene Gesundheit zu investieren. Ein gutes Sehvermögen ist zudem wesentlicher Bestandteil einer hohen Lebensqualität. Durch die Behandlung mit unseren Produkten können Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch ästhetisch und psychisch große Verbesserungen erreichen. Die daraus entstehenden Chancen wollen wir durch den verstärkten Vertrieb von High-End-Lösungen in unseren bestehenden Märkten, insbesondere in Deutschland, weiteren europäischen Ländern, China und Vietnam, sowie die Erschließung neuer Regionen wie den Nahen Osten und Südamerika ausschöpfen. Für unsere künstliche Iris CUSTOMFLEX® ARTIFICIALIRIS sehen wir derzeit großes Potenzial in den USA und Frankreich, aber auch in China und in neuen Absatzgebieten wie Südamerika, insbesondere Brasilien. Stark wachsend sind im Zuge der demografischen Entwicklung auch IOLs zur Behebung von Alterssehschwäche (Presbyopie) sowie der Markt für multifokale Linsen. Beiden Entwicklungen wurde mit der neuen TRIVA-Serie entsprochen. Insgesamt wächst das Segment, das wir mit unseren Produkten der Enhanced and Advanced Technology bedienen (z. B. torische Linsen zur zusätzlichen Korrektur der Hornhautverkrümmung oder IOLs zur Behandlung von grauem Star), doppelt so schnell wie die Nachfrage nach konventionellen Standardlinsen. Interne Chancen Indem wir uns verstärkt auf High-End-IOLs und künstliche Iriden konzentrieren, positionieren wir uns zunehmend im oberen Marktsegment. Dadurch ist HumanOptics, anders als Hersteller technologisch weniger anspruchsvoller Produkte, einem geringeren Wettbewerb und damit auch einem vergleichsweise niedrigen Preisdruck ausgesetzt, was sich mittelfristig günstig auf die Ertragslage auswirken dürfte. Weitere positive Effekte für unser Geschäft ergeben sich unseren Erachtens aus unserem Ruf als innovatives und qualitätsorientiertes Unternehmen. Unsere Produkte werden zu 100 % in Deutschland entwickelt und gefertigt, was insbesondere in den außereuropäischen Wachstumsmärkten als klares Qualitätsmerkmal gilt. Auch die Zertifizierung unserer Produkte durch die anspruchsvollen Zulassungsverfahren in den bedeutendsten Märkten wie Europa (CE-Kennzeichnung), USA (FDA-Zertifizierung) und China (NMPA-Zulassung) führen weltweit zu Reputationsgewinnen. Vor allem aber sind diese Zertifizierungen wichtig für den Zugang zu den entsprechenden Marktpotenzialen. Im Bereich Produktion bildet die große Präzision unserer Fertigungsanlagen eine wesentliche Grundlage für die hohe Qualität unserer Produkte und das geplante Wachstum in den kommenden Jahren. Mit weitreichenden standortübergreifenden Maßnahmen, die Teil unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sind, werden die Prozesse im Unternehmen permanent weiter optimiert. Risikobericht Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen sieht sich die HumanOptics Holding AG regelmäßig mit Risiken und Chancen konfrontiert. Die vom Vorstand festgelegte Risikostrategie gibt vor, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen und Risiken nur dann kontrolliert einzugehen, wenn sie überschaubar und beherrschbar sind. Risikomanagementsystem HumanOptics verfügt über ein Risikomanagementsystem, das eine frühzeitige Identifizierung und Analyse von Risiken ermöglicht, um diese zu steuern, zu minimieren oder wenn möglich zu vermeiden. Zudem werden geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen sowie bei Bedarf unverzüglich und wirksam adäquate Gegenmaßnahmen eingeleitet. Grundlage für das System sind umfangreiche Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung, die Liquiditätssituation, ausstehende Forderungen und weitere Kennzahlen der Gesellschaft, die kontinuierlich und zeitnah erfasst und ausgewertet werden. Aufgrund der flachen Strukturen des Unternehmens mit wenigen Hierarchiestufen kann der Vorstand Risiken frühzeitig erkennen. Auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig und zeitnah über möglicherweise entstehende Risiken unterrichtet. Risiken Nachfolgend werden die wesentlichen für HumanOptics bestehenden Einzelrisiken dargestellt. Die Reihenfolge der Auflistung spiegelt unsere gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für die Gesellschaft nach Berücksichtigung risikobegrenzender Maßnahmen in absteigender Reihenfolge wider. Marktrisiken Die Risiken aus dem turbulenten gesamtwirtschaftlichen Umfeld bleiben anhaltend hoch. Die im Kapitel Gesamtwirtschaftliches Umfeld beschriebenen, vielfältigen globalen Krisen belasten auch die Märkte der HumanOptics Holding AG. Risiken bestehen insbesondere durch den Ukrainekrieg und die nach wie vor nicht abschätzbaren Folgen. Konkrete Auswirkungen für HumanOptics, beispielsweise durch einen aufgrund von Embargo-Regelungen erschwerten Marktzugang in Russland, haben sich bislang zwar nicht ergeben, sind aber in Zukunft nicht auszuschließen. Die Covid-19-Situation hat sich mit dem Abklingen des Infektionsgeschehens und der Aufhebung entsprechender Beschränkungen zuletzt deutlich entspannt, ein Wiederaufflammen der Pandemie, beispielsweise durch neue Virusvarianten, ist jedoch auch weiterhin möglich. Wir gehen davon aus, dass unser Umfeld fortdauernd durch Unsicherheiten und konjunkturelle Risiken geprägt sein wird, wobei die Situation in den einzelnen Ländern sehr differenziert ist. Risiko durch mangelnden Erfolg der Produkte Die von uns entwickelten und vertriebenen Produkte genügen ausnahmslos einem hohen Qualitätsstandard und werden im Rahmen umfangreicher F&E-Aktivitäten entsprechend der aktuellen Marktanforderungen fortwährend weiterentwickelt. Dennoch besteht grundsätzlich ein bedeutendes Risiko, dass unsere Produkte nicht den geplanten Erfolg erzielen. Hierfür sind verschiedene Ursachen denkbar: So könnten Mitbewerber neue Produkte im High-End-Bereich entwickeln, die stärker nachgefragt werden als die Erzeugnisse der HumanOptics Holding AG. Zudem besteht die Möglichkeit, dass unsere Produkte von den Zielgruppen nicht in ausreichendem Maße angenommen werden oder sich das Nachfrageverhalten ändert. So beobachten wir derzeit beispielsweise einen Rückgang des Marktes für hydrophile IOLs. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, betreiben wir intensive Vertriebsaktivitäten sowie eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit, präsentieren uns regelmäßig auf Kongressen und halten engen Kontakt zu unseren Abnehmern. Mit der weitgehenden Beendigung der Covid-19-Restriktionen konnten wir 2022 unsere Messeaktivitäten wieder aufnehmen und den Austausch mit Kunden dadurch intensivieren. Erheblich minimiert wird das Risiko des mangelnden Erfolgs zudem durch permanente Produktentwicklungen in intensiver Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen. Allgemeine Vertriebsrisiken Das Verfehlen der geplanten Absatzmengen, der kalkulierten Preise und der Kundenbedürfnisse stellen zentrale Vertriebsrisiken dar. Durch den überwiegenden Direktvertrieb in Deutschland wird dieser wichtige Markt intensiv von HumanOptics bearbeitet, was entsprechende Risiken in Verbindung mit den daraus resultierenden engen Kundenkontakten minimiert. Abweichungen von den Erwartungen können wir mit Hilfe unserer detaillierten Planung zeitnah erkennen und unverzüglich darauf reagieren. Im Ausland bestehen Abhängigkeiten zwischen der HumanOptics Holding AG und den großen Distributoren. HumanOptics trägt dabei weder ein Bestands- noch ein Forderungsausfallrisiko gegenüber den Endkunden, wofür der Distributor einen Teil der jeweiligen Produktdeckungsbeiträge erhält. Zudem beruhen die Geschäftsbeziehungen auf einer beiderseitigen Exklusivität, sodass die Partner gemeinsame wirtschaftliche Interessen verfolgen. Die Gefahr des Ausfalls eines oder mehrerer Distributoren wird dadurch verringert. Auch das Risiko einer Vertragsbeendigung aufgrund möglicher politischer Sanktionen halten wir für gering, da Medizinprodukte in der Regel nicht oder nur eingeschränkt von diesen betroffen sind. Vertriebsrisiken in China China ist für die HumanOptics Holding AG derzeit der bedeutendste Markt. Hieraus resultieren Risiken bezüglich des dortigen Distributionspartners, mit dem wir einen hohen Anteil unseres Jahresumsatzes erzielen. Durch die enge Zusammenarbeit, beispielsweise durch dessen Einbeziehung in die Absatzplanungen, den kontinuierlichen Austausch über Lagerbestände oder die gemeinsame Organisation von Veranstaltungen, festigen wir die Geschäftsbeziehung, wodurch sich die Risiken erheblich reduzieren. Darüber hinaus bestehen grundsätzlich substanzielle Risiken in China, sollten unsere Produkte in Zukunft keine Bestätigung der entsprechenden Vertriebszulassungen durch die dortigen Behörden erhalten. Derzeit sind diese jedoch als niedrig einzuschätzen, da alle in China verkauften Produkte eine Zulassung seitens der chinesischen NMPA erhalten haben. Zusätzliche Risiken könnten sich durch neuerliche Lockdowns zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie in China im Falle eines Wiedererstarkens der Pandemie ergeben. Auch eine Verschärfung der geopolitischen Lage zwischen Taiwan und China könnte einen signifikanten Einfluss haben. Mittelfristiges Ziel der HumanOptics Holding AG ist es, den Anteil des chinesischen Geschäfts am Gesamtumsatz zu reduzieren, indem wir die Expansion in den anderen von uns belieferten Regionen vorantreiben. Aufgrund der enormen Größe des Absatzmarktes China und der anhaltend starken Nachfrage erwarten wir jedoch eine weiterhin lebhafte Umsatzentwicklung in diesem Land. Insbesondere im Bereich Enhanced IOL sorgt das große Volumen des chinesischen Marktes für eine solide Grundauslastung der HumanOptics Holding AG. In Ländern wie Frankreich, Spanien, der Schweiz oder Korea besteht eine höhere Nachfrage nach margenstarken Premium-IOLs wie zum Beispiel refraktiven Linsen, die in geringeren Stückzahlen verkauft werden, aber in stärkerem Ausmaß zur Verbesserung der Erträge beitragen. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Die kostenintensive Entwicklung, Produktion und der Vertrieb der HumanOptics-Produkte müssen durch nachhaltige, effiziente Verkäufe finanziert werden. Falls sich die Geschäftserwartungen über einen längeren Zeitraum nicht erfüllen, besteht ein unmittelbares Liquiditätsrisiko, das über externe Finanzierungsmaßnahmen oder die Sicherung des operativen Cashflows kompensiert werden muss. Verschärft werden kann das Liquiditätsrisiko durch mögliche Ausfälle im Forderungsbestand eines oder mehrerer Kunden. Um daraus eventuell resultierende finanzielle Belastungen zu begrenzen, verfügen wir über ein konsequentes Forderungsmanagement, das zur Verringerung der Ausfallquote beiträgt, und rechnen Aufträge teilweise mit Vorauskasse ab, um Ausfälle möglichst zu kompensieren. Darüber hinaus tragen ein effizientes Controlling und das im Unternehmen installierte Cash Management dazu bei, das Liquiditätsrisiko zu minimieren. Der steigende Anteil an Handelsware und die höhere Exportquote binden Liquidität. Durch unser unternehmensweites Working Capital Management steuern wir dieses Risiko sehr erfolgreich. Der in der Bilanz ausgewiesene, nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von 35.084 T€ entstand größtenteils im Zusammenhang mit der im Vorjahr umgesetzten Verschmelzung der HumanOptics AG auf die HumanOptics Holding AG und resultiert folglich im Wesentlichen nicht aus einem kaufmännisch realisierten Defizit. Der Verschmelzungsverlust folgte aus der Anwendung des in § 24 UmwG kodifizierten Wahlrechts und ist immer dann zwangsläufig, wenn der Buchwert des Eigenkapitals des verschmolzenen Rechtsträgers die vom übernehmenden Rechtsträger aufgewendeten Anschaffungskosten an dem Vermögen des übertragenden Rechtsträgers unterschreitet. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses erstellte der Vorstand der HumanOptics Holding AG einen Forecast und eine integrierte Finanzplanung für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025. Die von der HumanOptics Holding AG geschuldeten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 42,9 Mio. € werden planmäßig frühestens mit Ablauf des 31. Dezember 2031 zur Rückzahlung fällig und hinsichtlich dieser Schulden erklärte der Gläubiger darüber hinaus einen qualifizierten Rangrücktritt. Im Ergebnis dieser Planungen und Vereinbarungen wird die HumanOptics Holding AG auch zukünftig in der Lage sein, ihren fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht nachzukommen. Folglich war von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen, und die in der Bilanz des Jahresabschlusses ausgewiesenen Aktiva sowie Passiva waren mit ihren Fortführungswerten zu bewerten. Der Vorstand der HumanOptics Holding AG vermag nicht auszuschließen, dass die von ihm vertretene Gesellschaft mit einer im Rahmen der Verschmelzung entstandenen finanziellen Schuld in Höhe von ca. 7 Mio. € belastet sein könnte. Eine etwaig hieraus resultierende Verbindlichkeit hat die Aktionärin der HumanOptics Holding AG im Innenverhältnis via Schuldbeitritt und ohne Bestehen eines Rückgriffs übernommen. Sollte dieses finanzielle Risiko tatsächlich und entgegen der Erwartung des Vorstands eintreten, wäre eine Passivierung der Zahlungsverpflichtung aufgrund der Schuldübernahme im Innenverhältnis und der damit verbundenen wirtschaftlichen Entpflichtung der HumanOptics Holding AG nicht geboten. Risiko aus steigenden Zulassungsvoraussetzungen In nahezu allen Absatzmärkten der HumanOptics Holding AG sind für die Einfuhr und den Vertrieb von medizinischen Produkten bestimmte Zulassungsvoraussetzungen erforderlich, die länderspezifisch variieren. Hohe Anforderungen stellen insbesondere die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA und die chinesische Behörde NMPA. In diesen Regionen kann sich der Studien- und Zulassungsprozess unserer Produkte über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstrecken. Auch die für den europäischen Markt entwickelte Verordnung für Medizinprodukte Medical Device Regulation (MDR), die alle bisher geltenden entsprechenden Regelungen ablöst, beinhaltet zahlreiche regulatorische Herausforderungen für die HumanOptics Holding AG. Unter anderem führt die neue Bestimmung, deren Umsetzung für Hersteller bereits zugelassener Produkte seit Mai 2021 verpflichtend ist, zu erheblich höheren Anforderungen im Zulassungsprozess. In den letzten Jahren orientierten sich Zulassungsbehörden anderer Länder zunehmend an den Vorgaben der FDA, den europäischen Standards und - vor allem in asiatischen Absatzmärkten - der NMPA. Durch die damit verschärften Zulassungsvoraussetzungen für neu entwickelte Produkte bzw. zusätzliche Absatzmärkte entsteht das Risiko erheblicher zeitlicher Verzögerungen bis zum Vertrieb. Auch die Risiken und Anforderungen der langzeitigen Produkthaftung für Medizinprodukte sind stetig gestiegen. Gleiches gilt für die Einhaltung der MDR-Konformitätsvoraussetzungen, das Risikomanagement sowie die Vigilanz- und umfangreichen Sicherheitsverpflichtungen zur Risikominimierung. Lieferrisiko Aufgrund der teilweise stark expandierenden Geschäftstätigkeit unserer Abnehmer, die zu einem spürbar steigenden Bedarf an unseren Produkten führt, könnte es zu eventuellen Lieferengpässen und möglicherweise sogar Kundenverlusten kommen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken und unser eigenes Unternehmenswachstum voranzutreiben, weiten wir unsere Produktionskapazitäten kontinuierlich aus. Ziel ist es, eine sichere Versorgung mit allen relevanten Materialien und Zukaufprodukten zu gewährleisten. Qualitätsrisiken Die von der HumanOptics Holding AG entwickelten, produzierten und vertriebenen Produkte zeichnen sich durch einen besonders hohen Qualitätsstandard aus. Abweichungen bei einzelnen Erzeugnissen von diesem Niveau könnten erheblichen Einfluss auf den Vertrieb von einzelnen Produktgruppen oder gegebenenfalls auch des gesamten Portfolios haben, da bei Kunden oder Zulassungsbehörden generelle Zweifel an der Sicherstellung der Produktqualität entstehen könnten. Im Rahmen des umfassenden innerbetrieblichen Qualitätsmanagements haben wir entsprechende Vorkehrungen getroffen, die in vielen Bereichen die Vorgaben der Zulassungsbehörden übertreffen. Wir qualifizieren unser QM/QS-Team kontinuierlich weiter und unterstützen die Fachbereiche durch eine Software, um die steigenden Anforderungen der nationalen Gesundheitsbehörden bewältigen zu können. Wechselkursrisiko Die HumanOptics Holding AG agiert weltweit. Aufgrund der internationalen Verkäufe unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich einem mittelbaren Wechselkursrisiko, da die Fakturierung der Umsatzerlöse überwiegend in Euro erfolgt. Bei einem hohen Euro-Kurs im Verhältnis zum US-Dollar könnten unsere Produkte beispielsweise nur zu einem entsprechend niedrigeren Preis verkauft werden, was die Ertragskraft der Gesellschaft belasten würde. Dieses Risiko verringern wir durch ein Natural Hedging, indem wir den von einer Währung in eine andere zu konvertierenden Betrag möglichst minimieren. Personelle Risiken Im Fall eines gleichzeitigen Ausscheidens mehrerer erfahrener Mitarbeiter würde dem Unternehmen Experten-Know-how in größerem Ausmaß verloren gehen. Wir wirken diesem Risiko durch umfangreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -weiterentwicklung entgegen. Darüber hinaus unterhalten wir enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, um frühzeitig Nachwuchskräfte an das Unternehmen zu binden. Etwaigen krankheitsbedingten Ausfällen begegnen wir durch eine qualifizierte arbeitsmedizinische Betreuung unserer Mitarbeiter sowie gesundheitsfördernde Maßnahmen. Zudem werden kritische Funktionen doppelt besetzt bzw. durch Stellvertreterregelungen abgesichert. Für das geplante Wachstum des Unternehmens beginnen wir frühzeitig mit der Suche nach geeignetem qualifiziertem Personal, um dem aktuell bestehenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Abhängigkeit von Lieferanten Trotz der die weltweit anhaltenden Materialverknappungen und Lieferengpässe haben sich die Beschaffungsrisiken 2022 für HumanOptics durch die Umsetzung geeigneter risikominimierender Maßnahmen verringert. Die von uns benötigten Rohmaterialien beziehen wir von ausgewählten Lieferanten. Sollten sich deren Lieferbedingungen stark zu unseren Ungunsten verändern, wären wir gezwungen, neue Beschaffungsquellen für das Material zu finden, die unseren hohen Qualitätsansprüchen genügen. Dabei entstünde die Gefahr kurzzeitiger Lieferengpässe, wenn dieser Prozess längere Zeit in Anspruch nimmt. Zudem sind bei einem Lieferantenwechsel höhere Einkaufspreise nicht auszuschließen. Beide Szenarien hätten unmittelbare Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens. Über eine entsprechende Bevorratung begrenzen wir dieses Risiko wirkungsvoll. Darüber hinaus wurde im Vorjahr ein strategisches Sourcing-Projekt abgeschlossen, um unter anderem die gesicherte Beschaffung von Rohlingen langfristig zu gewährleisten. IT-Risiken Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere, effektive IT-Infrastruktur. Die zunehmende Vernetzung der Systeme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Trotz diverser Sicherheitsmaßnahmen kann ein Ausfall der Systeme nicht vollständig ausgeschlossen werden. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass Kunden- und/oder Zahlungsdaten verloren gehen oder über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehen. Sollten anhaltende Störungen in den Produktionsanlagen auftreten, könnte dies zu Lieferengpässen und in der Folge zu temporären Umsatz- und Ergebniseinbußen führen. Im Vorjahr wurde ein umfassendes Audit durch den Datenschutzbeauftragten durchgeführt, um die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung zu bestätigen und Mängel im System, die zu Störungen, Verlust oder Manipulation von Daten führen können, zu finden sowie in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der IT zu beheben. Zusätzlichen Schutz bietet ein virtualisiertes und redundantes Serversystem mit einer fortschrittlichen Storagelösung und ein neues dezentrales Sicherungskonzept, welches die Hochverfügbarkeit des Systems weiter optimiert. Durch verstärkte Homeoffice-Tätigkeit sind die Cyber-Risiken gestiegen. Die Versicherbarkeit dieser Risiken stellen erhöhte Anforderungen an die HumanOptics Holding AG. Forderungsausfallrisiko Das Risiko von Forderungsausfällen ist über eine Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Zudem ist HumanOptics grundsätzlich in einem robusten Marktumfeld mit einer stabilen, finanziell in der Regel solide aufgestellten Kundenstruktur tätig. Etwaigen Zahlungsausfallrisiken wird darüber hinaus durch ein konsequentes internes Forderungsmanagement vorgebeugt. Daher ist das Risiko von Forderungsausfällen zwar nicht völlig auszuschließen, aber sehr gering. Rechtliche Risiken Aus Klagen von früheren Minderheitsaktionären, die im Rahmen eines Squeeze-Out abgefunden wurden, könnte das Risiko einer erhöhten Abfindung entstehen. Den von Seiten der Minderheitsaktionäre eingereichten Klagen werden weiterhin nur geringe Chancen auf Erfolg eingeräumt, da die Bewertung durch eine externe Begutachtung erfolgte. Gesamtrisikosituation Vorstand und Aufsichtstrat der HumanOptics Holding AG kommen nach Bewertung der aktuellen und künftigen potenziellen Risiken sowie unter Berücksichtigung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu dem Urteil, dass im Geschäftsjahr 2022 sowie zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Berichts keine bewertbaren Risiken zu erkennen waren, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Bestand des Unternehmens darstellen. Prognosebericht Der Vorstand der HumanOptics Holding AG geht davon aus, dass sich der positive Geschäftsverlauf 2023 grundsätzlich fortsetzt. Allerdings bestehen - wie im Kapitel Gesamtwirtschaftliches Umfeld beschrieben - weltweit hohe konjunkturelle Unwägbarkeiten, deren Auswirkungen auf die HumanOptics Holding AG nicht konkret abschätzbar sind. Sofern sich aus diesen Risiken keine nennenswerten negativen Effekte auf unsere Geschäftsentwicklung ergeben, rechnen wir 2023 laut unserer aktuellen Planung mit einer Umsatzausweitung auf rund 17 Mio. € (2022: 15,0 Mio. €). Steigerungen erwarten wir in allen wichtigen Absatzregionen. Besonders dynamisch dürfte sich das Geschäft in China entwickeln. Auch in Deutschland, den USA und dem übrigen außereuropäischen Ausland rechnen wir mit kräftigen Zuwächsen. Das Geschäftsvolumen im europäischen Ausland wird sich voraussichtlich leicht vergrößern. Produktseitig könnten sich positive Impulse aus der Markteinführung weiterer Varianten unserer neuen Trifokallinse TRIVA® ergeben. Das EBITDA der HumanOptics Holding AG wird 2023 aus heutiger Sicht auf etwa 2,0 Mio. € zunehmen (2022: 1,1 Mio. €), für das EBIT planen wir einen Wert von rund 1,5 Mio. € (2022: 0,7 Mio. €). Nach Steuern gehen wir von einem Jahresüberschuss von circa 0,2 Mio. € aus, nachdem 2022 noch ein Fehlbetrag von rund 0,3 Mio. € ausgewiesen wurde. Durch das voraussichtlich deutlich steigende Ergebnis wird sich unsere mit langfristigen Darlehen unserer Muttergesellschaft gesicherte finanzielle Basis weiter verbessern. Damit können wir das geplante, wesentlich erhöhte Investitionsbudget, das sich im laufenden Jahr bei rund 2 Mio. € bewegt, ohne zusätzliche Kapitalmaßnahmen stemmen. Wie im Kapitel Forschung und Entwicklung beschrieben, planen wir, unsere Aktivitäten 2023 im Bereich EDOF IOL und für eine hydrophobe, vorgeladenen Produktlinie voranzutreiben. Damit wollen wir unsere Stellung im attraktiven Segment der monofokalen IOLs mit Sonderfunktion verbreitern und künftig den Markt der hydrophoben IOLs erschließen. Die entsprechenden Entwicklungsmaßnahmen sowie die Automation in der Produktion und neue Messtechnologie bilden die Investitionsschwerpunkte des laufenden Jahres. Der zur Verfügung stehende Finanzrahmen wird Ende 2023 - ohne Inanspruchnahme des Kontokorrentrahmens von 750 T€ - bei rund 0,4 Mio. € liegen. Auch für die mittelfristige Entwicklung von HumanOptics sind wir zuversichtlich. Unser Unternehmen ist weltweit mit einem hervorragenden Produktprogramm in einem wachstumsstarken Markt aktiv. Wir entwickeln kontinuierlich neue Produkte und Materialien, um die sich daraus ergebenden Chancen gezielt zu nutzen. Darüber hinaus setzen wir weiterhin auf den Vertrieb von Handelswaren, um unseren Kunden möglichst viele für eine Behandlung notwendige Materialien und Geräte aus einer Hand anbieten zu können. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht des VorstandsDie Legend Medical Investment Ltd. war am 31. Dezember 2022 mit rund 84,714 % der Stimm- und Kapitalanteile an der Gesellschaft beteiligt. Die Gesellschaft ist damit ein abhängiges Unternehmen der Legend Medical Investment Ltd. im Sinne von § 17 AktG. Zwischen der Gesellschaft als abhängigem Unternehmen und der Legend Medical Investment Ltd. als herrschendem Unternehmen wurde kein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Daher sind die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufzustellen. Der Abhängigkeitsbericht schließt mit folgender Schlusserklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Erlangen, 16. Juni 2023 Der Vorstand Yeying Huang, Vorsitzender Wenjun Xu, Mitglied des Vorstands Stefan Kremer, Mitglied des Vorstands Bilanz zur Offenlegung zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung zur Offenlegung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Rechnungslegungsgrundsätze und BewertungsmethodenDie HumanOptics Holding AG, Erlangen (Amtsgericht Fürth, HRB 18844), ist nach den Größenklassen des § 267 des Handelsgesetzbuchs ("HGB") als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzuordnen. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurde in Bezug auf bestimmte Anhangangaben Gebrauch gemacht. Aufgrund des durch die in 2021 erfolgte Verschmelzung mit der HumanOptics AG und den dadurch entstandenen Verschmelzungsverlust besteht weiterhin ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von € 35,0 Mio. (VJ. € 34,7 Mio.), der im Wesentlichen nicht aus einem kaufmännisch realisierten Defizit resultiert. Der Vorstand der HumanOptics Holding AG erstellte im Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses einen Forecast und eine integrierte Finanzplanung für die Geschäftsjahre 2023 sowie 2025. Im Weiteren sind die von der HumanOptics Holding AG geschuldeten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 42,9 Mio (VJ. € 36,6 Mio.) planmäßig frühestens mit Ablauf des 31. Dezember 2031 zur Rückzahlung fällig. Der hinsichtlich dieser Schulden erklärte qualifizierte Rangrücktritt des Gläubigers besteht weiterhin. Im Ergebnis dieser Planungen und Vereinbarungen wird die HumanOptics Holding auch zukünftig in der Lage sein, ihren fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht nachzukommen. Folglich war von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen und die in der Bilanz des Jahresabschlusses ausgewiesenen Aktiven sowie Passiven waren mit ihren Fortführungswerten zu bewerten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bis 10 Jahre. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti und vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer beträgt 9 bis 33 Jahre. Das übrige Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bis 21 Jahre. Im Berichtsjahr wurden abnutzbare geringwertige Anlagegüter analog § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zu Nennwerten ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den fertigen Erzeugnissen sowie den Waren wurden zur Berücksichtigung unzureichender Gängigkeit bzw. fehlender Verwertbarkeit Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag vorgenommen, deren Höhe sich nach dem Verbrauch der letzten zwei Jahre bezogen auf den Jahresendbestand richtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 4 % gebildet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewissen Steuerverbindlichkeiten der HumanOptics Holding AG, die für das abgelaufene Geschäftsjahr und für frühere Geschäftsjahre tatsächlich begründet sind. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. B. Erläuterungen zur Bilanz1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Gliederung zum 31. Dezember 2022 und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 sind in dem als integraler Bestandteil dieses Anhangs beigefügten Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 149.737,92 € (Vj. 271.268,03 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 966.682,30 € (Vj: 0 €). Diese weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 183.363,27 € (Vj. 198.096,24 €) zusammen. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Das dem Grundkapital der HumanOptics Holding AG entsprechende gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 50.000 ist zum 31. Dezember 2022 in 50.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von EUR 34.750.900,98 enthalten. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 6.138) innerhalb eines Jahres und in Höhe von TEUR 42.911 (Vorjahr: TEUR 36.561) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren fällig In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 74.412,41 € (Vj. 101.769,76 €), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 9.055,97 € (Vj. 9.176,89 €) und Darlehensschulden in Höhe von 0,00 € (Vj. von 5.696.118,66 €) enthalten. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus verrechneten Sachbezügen in Höhe von 49.913,36 € (Vj. 52.935,38 €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 33.265,98 € (Vj. 33.861,69 €), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 30.525,67 € (Vj. 18.410,06 €), Erträge aus Forschungszuschüssen in Höhe von 11.278,49 € (Vj. 78.693,51 €) und Zuschüsse für Personal in Höhe von 8.553,36 € (Vj. 66.413,91 €) ausgewiesen. Periodenfremde Erträge in Höhe von 39.833,10 € (Vj. 35.863,76 €) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. 2. Personalaufwand In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 3.675,90 € (Vj. 4.035,47 €) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von 32.373,52 € (Vj. 14.682,88 €). Durch den Verschmelzungsverlust von T€ 33.753 war im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Aufwand von außerordentlicher Größenordnung angefallen. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 899.387,60 € (Vj. 537.198,17 €) an die Legend Medical Investment Ltd., Tortola, British Virgin Islands). D. Sonstige Angaben1. Name und Sitz der des Mutterunternehmens der Gesellschaft Das Mutterunternehmen der HumanOptics Holding AG ist die Legend Medical Investment Ltd. mit Sitz in Road Town, Tortola, British Virgin Islands. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Am 31. Dezember 2022 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.241. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Mieten für Räumlichkeiten und Einrichtungen sowie Leasingverpflichtungen für Firmenfahrzeuge. Der Vorteil aus der Anmietung von Räumlichkeiten und Einrichtungen sowie dem Abschluss von Leasingvereinbarungen besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der langfristigen Bindung an die Vertragsobjekte. Ferner besteht grundsätzlich das Risiko, dass die unbefristeten Mietverträge ordentlich gekündigt werden. Konkrete Anzeichen für das Vorliegen derartiger Risiken sind zum Bilanzstichtag nicht ersichtlich. Der Vorstand der HumanOptics Holding AG vermag nicht auszuschließen, dass die von ihm vertretene Gesellschaft im Rahmen der Verschmelzung mit der HumanOptics AG im Jahr 2021 mit einer finanziellen Schuld in Höhe von ca. 7 Mio EUR belastet sein könnte. Eine etwaig hieraus resultierende Verbindlichkeit hat die Aktionärin der HumanOptics Holding AG im Innenverhältnis via Schuldbeitritt und ohne Bestehen eines Rückgriffs übernommen. Sollte dieses finanzielle Risiko tatsächlich und entgegen der Erwartung des Vorstands eintreten, wäre eine Passivierung der Zahlungsverpflichtung aufgrund des Schuldbeitritts im Innenverhältnis und der damit verbundenen wirtschaftlichen Entpflichtung der HumanOptics Holding AG nicht geboten. Teile der Produktionsanlagen an den Standorten Erlangen und Sankt Augustin sind geleast. Die dafür angefallenen Leasingaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 168 T€. Die Maßnahmen dienen der Entlastung des Refinanzierungsvolumens, wodurch sich Spielräume für weitere Investitionsmöglichkeiten ergeben. 3. Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich wie folgt entwickelt:
4. Organe Mitglieder des Aufsichtsrats:
Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr keine Vergütung. Vorstand der Gesellschaft ist:
Da nur zwei Mitglieder des Vorstands Bezüge von der Gesellschaft erhalten, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind Aufgrund der Übertragung von Aktienanteilen am 20.12.2022 an der HumanOptics Holding AG von der Legend Medical Investment Ltd. an die ehemaligen Minderheitsgesellschafter kam es zu einer Umgliederung in Höhe von 5.450.718,00 € von den sonstigen Verbindlichkeiten in die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die damit verbundene Erhöhung des Darlehens der Legend Medical Investment Ltd. von 35.468.599,14 € auf 40.919.317,14 € wurde am 15.05.2023 durch eine nachträgliche Änderung des Darlehensvertrages geregelt und bestätigt. E. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Bilanzverlust in Höhe von 35.084.162,77 € wird zum Vortrag auf neue Rechnung vorgeschlagen. F. Angaben gemäß § 327 HGBDie verkürzte Bilanz des offengelegten Jahresabschlusses enthält nachfolgende Posten:
Erlangen, 16. Juni 2023 HumanOptics Holding AG Vorstand Yeying Huang Wenjun Xu Stefan Kremer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 zur Offenlegung
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HumanOptics Holding AG, Erlangen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HumanOptics Holding AG, Erlangen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HumanOptics Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 16. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Ting Bracht, Wirtschaftsprüferin ppa. Christian Hoppe, Wirtschaftsprüfer Protokoll der Beschlussfassung per Videokonferenzdes Aufsichtsrates derHumanOptics Holding AG ("Gesellschaft")vom 19. Juni 2023über die Feststellung des Jahresabschlusses der GesellschaftTeilnehmer: Yuan Yuan (Aufsichtsratsvorsitzender) Ying Xin (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) Caihong Huang Gäste: Yeying (Peter) Huang Wenjun (Vincent) Xu Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der HumanOptics Holding AG mit Sitz in Erlangen (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) hat heute gemäß § 11 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 2 der Satzung der Gesellschaft bestimmt, dass außerhalb einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats eine Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers sowie des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG und des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers über den Abhängigkeitsbericht der Gesellschaft per Videokonferenz erfolgen soll. Diese Unterlagen wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor dieser Sitzung zugeleitet. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben diesem Beschlussverfahren ausdrücklich zugestimmt und daran teilgenommen. Darüber hinaus haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats vorsorglich auf alle bestehenden Zeit- und Formerfordernisse für die Beschlussfassung des Aufsichtsrats, sei es nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung, verzichtet. Beschluss Der Vorstandsvorsitzende, Peter Huang, erläuterte den Jahresabschluss und verglich ihn mit dem Vorjahr. Der Vorstand hat diese Fragen (einschließlich des Prüfungsberichts) zuvor mit dem Aufsichtsrat erörtert, und in der jetzigen Sitzung wurde auch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2023 gegeben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats stimmten am 19. Juni 2023 von 7.00 bis 7.45 Uhr per Videokonferenz über den folgenden Beschlussvorschlag ab, den die Vorsitzende auf ihren Antrag hin vorgelegt hatte: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft billigt den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022, den Lagebericht und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sowie den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht, der dieser Niederschrift als Anlage beigefügt ist. Alle Aufsichtsratsmitglieder stimmten dem Beschlussvorschlag zu. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat sich der Stimme enthalten. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates stelle ich daher den vorstehenden einstimmig gefassten Beschluss des Aufsichtsrates gemäß § 11 Abs. 7 der Satzung der Gesellschaft schriftlich fest. Eine Abschrift dieser Niederschrift wird allen Mitgliedern des Aufsichtsrats übersandt.
Changsha (China), 19. Juni 2023 Vorsitzender des Aufsichtsrates Yuan Yuan Anlage: Entwurf des Jahresabschlusses 2022, des Lageberichts und des Bestätigungsvermerks sowie des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG und des Bestätigungsvermerks zum Abhängigkeitsbericht Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 19. Juni 2023 festgestellt. |
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