Dr. Birn IT-Prozesse GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benedikt Dr. Schulz seit 24.8.2021 | Vorstandsmitglied |
Kirsten Heller seit 24.8.2021 | Vorstandsmitglied |
Timo Mayer seit 24.8.2021 | Vorstandsmitglied |
Ralf Heller seit 9.3.2006 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
R***** F******* | 16.54% |
R*** H***** | 13.05% |
U***** H****** | 7.40% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Virtual Identity AGFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231 Profil Die Virtual Identity AG (VI) wurde 1995 in Freiburg gegründet und ist heute eine mittelständische, inhabergeführte Digitalagentur. Zusammen mit den Tochterunternehmen Virtual Identity GmbH in Österreich und der und der Virtual Identity Sociedade Unipesoal Lda in Portugal beschäftigt VI ca. 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten München, Freiburg, Wien und Porto. Wir bei VI glauben, dass jedes Unternehmen digital werden wird und der Erfolg hin zu diesem Ziel auf zwei Kernkompetenzen beruht:
Wir nennen dies "Human Centered Business Growth". Unser Serviceportfolio ist darauf ausgerichtet, unseren Kunden diese Fähigkeiten anzubieten und gleichzeitig in enger Zusammenarbeit mit ihnen zu lernen, welche digitalen Lösungen das Potential haben, den Unternehmenserfolg zu steigern. Wir bieten dafür Dienstleistungen in den folgenden drei Bereichen an:
Diese Dienstleistungen erbringen wir überwiegend selbst, teilweise jedoch auch mit qualifizierten Partnern, um Lastspitzen auszugleichen oder spezielle Expertisen hinzuzuziehen. Über die Jahre hat VI sich eine breite, stabile Kundenbasis mit zum Teil langjährigen Geschäftsbeziehungen aufgebaut. In vielen Fällen agiert Virtual Identity als strategischer Partner oder Lead Agentur und bindet auch andere für den Kunden tätige Dienstleister in die Projekte ein. Virtual Identity AG unterhält Standorte in München und Freiburg. Mit dem Wiener Online Marketing Spezialisten Virtual Identity GmbH -einer 100%igen Tochtergesellschaft, ist VI auch in Österreich präsent. Die 2018 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft Virtual Identity Sociedade Unipesoal Lda in Porto (Portugal) beschäftigt qualifizierte Softwareentwickler sowie UX-Experten. 2 Kunden- und Umsatzentwicklung Der Kundenstamm ist im Berichtsjahr mit 2 Neukunden gewachsen. Dabei bleibt die Kundenstruktur durch meist börsennotierte Konzerne und große mittelständische Unternehmen geprägt. Außergewöhnlich sind weiterhin die Qualität unserer Kunden, darunter viele STOXX- und DAX-Firmen, sowie die Nachhaltigkeit der Kundenbeziehungen. Forderungsausfälle liegen seit Jahren nicht vor. Mit unseren Kunden konnten wir im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von 16,2 Mio. € erwirtschaften und haben damit die Leistung des Vorjahres abermals gesteigert. 3 Personalentwicklung Gegenüber dem Vorjahr (80 FTE) ist der durchschnittliche Personalbestand einschließlich Vorständen und studentischen Mitarbeitern mit 81 FTE leicht gestiegen. 4 Produktivität, Kosten und Ertrag Im Berichtsjahr wurde die Produktivität gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert. Die Leistung je MA nahm um 1,1% zu. Weitere Kenngrößen aus dem Berichtsjahr:
Das Betriebsergebnis (ohne Erträge aus Beteiligungen) ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.215 T€ gesunken. Die Gesamtleistung ist zwar gestiegen, jedoch u.a. aufgrund nichtabrechenbarer Leistungen nicht ausreichend, um die gestiegenen Aufwände im Personalbereich und sonstigen betrieblichen Bereich zu kompensieren. 5 Preis- und Auftragsentwicklung Wie in den Vorjahren, konnten in 2023 Projekte mit großen mittelständischen Kunden realisiert werden. Der Großteil unseres Geschäfts bestimmten jedoch weiterhin Konzernkunden. Trotz der internationalen Krisen und Konflikte, die sich auch auf den europäischen Wirtschaftsraum auswirken, konnten wir in diesem Zielsegment weiterhin wachsen. Das Wachstum wird dabei sowohl von den Bestandskunden als auch von Neukunden getragen. Für die Neukundengewinnung gilt weiterhin, dass das Volumen potenzieller Erstaufträge niedriger als in den Vorjahren ist. Das erschwert uns die Investitionsplanung in neue Geschäftsbeziehungen. In diesem Umfeld positioniert sich Virtual Identity mit seinen Tochterunternehmen als Full- Service-Anbieter. Mit tiefem Kundenverständnis, konsequenter Kundenorientierung und hoher Lösungsqualität wollen wir als langfristiger Partner unsere Auftraggeber beim Lösen ihrer Digitalisierungsherausforderungen aktiv unterstützen. Zusammen mit unserem Zielsegment der großen mittelständischen Unternehmen und Konzerne erlaubt uns diese Positionierung auch nach Anpassung der Tagessätze, im Preiswettbewerb zu bestehen. 6 Vermögens- und Finanzsituation Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme um 1 % auf 9,07 Mio. € gesunken. Auf der Aktivseite haben sich die liquiden Mittel, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen reduziert, die Vorräte jedoch erhöht. Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen deutlich erhöht. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten reduziert. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 2,6 Mio. €. Die Finanzlage ist daher unverändert sehr gut. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 71% auf 74%. 7 Marktumfeld Seit 2014 hatte sich auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bei Wachstumsraten des BIP um knapp 2% stabilisiert, nach den starken Jahren 2021 und 2022 ist das BIP im Jahr 2023 (-0,2%) wieder gesunken. 1 Für 2024 prognostiziert die Bundesregierung eine leichte Erhöhung des BIP um 0,3% und auch für das Jahr 2025 wird ein Wachstum um 1,0% prognostiziert. 2 Wie oben bereits beschrieben, waren unsere Dienstleistungen im Zielmarkt trotz der internationalen Krisen und Konflikte weiter nachgefragt. Die Unternehmen in unserem Zielsegment begreifen die digitale Kundenschnittstelle zunehmend als erfolgskritisch und sind daher weiterhin bestrebt, sich hier besser aufzustellen. Entsprechende Projekte liegen im Kern des strategischen Profils von Virtual Identity. Unternehmen begegnen dieser Herausforderung mit unterschiedlichen Strategien. Großkonzerne bauen vermehrt die notwendigen Kompetenzen intern auf. Sie treten damit nicht nur in den Wettbewerb mit unserem Dienstleistungsportfolio, sondern auch in den Wettbewerb um die besten Fachkräfte. Mittelständische Unternehmen setzen weiterhin auf Dienstleister, sind aber zunehmend preissensibel. Wettbewerber, die sich mit "Kampfpreisen" neue Kunden kaufen, befeuern diese Entwicklung zusätzlich.
1 Quelle: Statista 5/2024
(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/)
8 Chancen und Risiken Aktuell resultieren aus internationalen Krisen und Konflikten und den damit verbundenen Verwerfungen in einzelnen Branchen auch für VI erhebliche Unsicherheiten und damit Risiken. Auch wenn unsere Konzernkunden auf der einen Seite stabile Unternehmen mit hoher Bonität sind, so sind doch letztlich alle direkt im eigenen Markt oder indirekt, z.B. durch das Zusammenbrechen von Lieferketten oder durch Sanktionen, betroffen. Auch wenn unsere Geschäftstätigkeit in 2023 dadurch nicht belastet war, so bleibt die Situation weiterhin herausfordernd und je nach Entwicklung der internationalen Krisen sind auch kurzfristige Änderungen des Investitionsverhaltens unserer Kunden nicht ausgeschlossen.. Für das weitere Wachstum der Virtual Identity AG ist das Gewinnen und Halten von Mitarbeitern ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der zunehmende Wettbewerbsdruck am Personalmarkt stellt ein wesentliches Risiko für das weitere Wachstum des Unternehmens dar. Die Gründung der Virtual Identity Sociedade Unipessoal Lda 2018 in Portugal schafft Entlastung bei der Suche nach Softwareentwicklern in Deutschland und integriert diese Kollegen dabei in unsere Unternehmensgruppe. In 2021 ist es nun wie geplant gelungen, das Leistungsportfolio in Porto weiter auszubauen und dort auch UX/ UI-Experten einzustellen. Aufgrund des zunehmenden Preisdrucks fragen manche Kunden mittlerweile direkt nach Einsparungspotential durch den Einsatz von Nearshore-Ressourcen und wir können dieser Nachfrage nun Software-Entwicklern als auch mit UX/UI-Experten bedienen. Neben den Risiken aus den noch nicht absehbaren Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sehen wir auch Chancen aus dieser Situation. Der Digitalisierungsdruck hat zugenommen, die Investitionsnotwendigkeit ist deutlich geworden. So gehen wir grundsätzlich von einem weiterhin wachsenden Markt aus. Die zuletzt durch ChatGPT auch für die Öffentlichkeit deutlich sichtbaren disruptiven Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) sind für Virtual Identity ebenfalls Chance und Risiko zugleich: So geraten zwar im Bereich der Erstellung von Inhalten unsere Dienstleistungen unter Preis- und Innovationsdruck, aber wir sehen überwiegend Chancen für uns im Bereich neuer Kl-basierter Dienstleistungen und der Einbindung der Kl auch zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung. So ist es in 2023 gelungen, erste Kunden für gemeinsame Al-Projekte zu gewinnen. Wie in den Vorjahren besteht auch weiterhin Risiko durch Abhängigkeit von einigen Großkunden. Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatzanteil des größten Kunden auf 19,9% gesunken. Der Umsatzanteil der Top 10 Kunden hat sich gegenüber dem Vorjahr (85%) mit ebenfalls 87% leicht erhöht. 9 Ausblick Die digitale Kundenschnittstelle wird von unseren Kunden als erfolgskritisch betrachtet und wir erwarten daher weiteren Investitionsbedarf unserer Kunden, den wir mit unserem Portfolio bedienen können Die Aufteilung, was übernimmt die Agentur, was macht der Kunde selbst, wird zunehmend individuell. Den Spagat zwischen Spezialisierung und Full- Service lösen wir weiterhin durch den Ausbau unseres Netzwerks mit Partnern, bei denen wir die gewünschte spezielle Expertise einkaufen. Weiteres Wachstum sehen wir in den Bereichen B2B E-Commerce, Customer Data Platforms, und Headless CMS. Diese Erwartung hatte sich im Jahr 2023 insbesondere im Bereich Headless CMS erfüllt und wir erwarten hier weitere Kundengewinne. In den Bereichen B2B E-Commerce und Customer Data Platforms stoßen wir auf starken Wettbewerb, so dass wir in 2024 Klarheit gewinnen wollen, ob ein Markteintritt gelingen kann. 2024 ist mit den Auswirkungen der internationalen Krisen und Konflikte und des sich gegenüber 2023 weiter verlangsamenden weltweiten BIP-Wachstums weiterhin eine große und kaum planbare Herausforderung. Unser Fokus liegt darauf, unseren Bestandskunden weiter eine hohe Leistungsqualität zu bieten und gleichzeitig durch das oben genannte Wachstumsthema der Digitalisierung uns auch neue Kunden und Märkte zu erschließen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau, auch wenn die Auswirkungen der internationalen Krisen und Konflikte in unserem Marktsegment noch nicht ganz absehbar sind. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 20231 Allgemeines Die Virtual Identity AG ("VI AG") ist ansässig in Freiburg i. Br. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Grünwälderstraße 10-14, 79098 Freiburg. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB 6218) eingetragen. Der Jahresabschluss der VI AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes ("BilRUG") und des Aktiengesetzbuches (AktG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Im vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist gemäß § 265 Abs. 2 HGB zu jedem Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der entsprechende Betrag des Vorjahres angegeben. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 2.1 Aktiva 2.1.1 Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet, wobei immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen um planmäßige Abschreibungen vermindert werden. Grundlage für die Berechnung der Abschreibungen bildet die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Zugänge an geringwertigen Anlagegütern werden ab dem Berichtsjahr sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen, die zu den Anschaffungskosten angesetzt sind. Das Anlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt:
2.1.2 Umlaufvermögen Die Vorräte (in Arbeit befindliche Aufträge bzw. unfertige Leistungen) werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Liegt der den unfertigen Leistungen am Abschlussstichtag beizulegende Wert unter den Herstellungskosten, so werden diese auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine aktivisch abgesetzte Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen sind nicht notwendig. 2.2 Passiva Aufgrund vertraglicher Einzelzusagen bestehen Pensionsverpflichtungen. Die Verpflichtungen wurden durch Abschluss von Rückdeckungsversicherungen abgesichert. Die Auszahlungsansprüche sind abgetreten. Eventuelle Gewinngutschriften der Rückdeckungsversicherungen sind ebenfalls an die Pensionsberechtigten auszuzahlen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte daher in Höhe des Rückdeckungsanspruchs am Bilanzstichtag. Die Rückdeckungsansprüche (273 T€) wurden mit den Pensionsverpflichtungen saldiert. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 6 T€, die in der Gewinn- und Verlustrechnung mit der Erhöhung des Deckungskapitals in gleicher Höhe saldiert wurde. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. 3 Angaben zur Bilanz Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Lediglich in Höhe von T€ 455 besteht bei den sonstigen Vermögensgegenständen eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Es handelt sich dabei zugleich um Forderungen gegen Gesellschafter. Von den Vorräten ("Unfertige Leistungen") werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB die Anzahlungen offen abgesetzt. Aktiv abgegrenzt werden Versicherungsleistungen, Beiträge und Lizenzen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 652 T€ beinhalten u. a. folgende Positionen: Im Personalbereich (215 T€) Rückstellungen für Urlaub, Tantiemen und Berufsgenossenschaft sowie Schwerbehindertenabgabe. Zudem weitere Rückstellungen für Gewährleistungen (46 T€), Rechtsstreitigkeiten (290 T€) sowie für Jahresabschluss (25 T€) und Aufbewahrung (20 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern (375 T€) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (14 T€). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt (§275 Abs. 2 HGB). 5 Sonstige Angaben 5.1 Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 886 T€, davon sind 668 T€ innerhalb eines Jahres fällig. 5.2 Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 81 Arbeitnehmer (Vorjahr: 80) beschäftigt. 5.3 Beteiligungen Die Gesellschaft hält 100% des Stammkapitals an der Virtual Identity GmbH, Wien (A). Das Eigenkapital des Unternehmens beläuft sich nach dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 auf 749 T€, der Jahresüberschuss auf 69 T€. Die Gesellschaft hält weiter 100% des Stammkapitals an der zum 4.6.2018 gegründeten Virtual Identity Sociedade Unipesoal Lda, Porto (P). Das Eigenkapital des Unternehmens beläuft sich nach dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 auf 155,3 T€, der Jahresüberschuss auf 32,1 T€. 5.4 Grundkapital Das Grundkapital in Höhe von € 137.816 verteilt sich per 31.12.2023 auf 68.813 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf Namen (vinkulierte Namensaktien). Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 5.938 Stück eigene Aktien. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beläuft sich auf € 11.891,97 (Anteil am Grundkapital 8,63%). 5.5 Organe der Gesellschaft, Aktien, Aktionäre Als Vorstandsmitglieder waren im Jahr 2023 bestellt:
Als Aufsichtsräte waren für das Jahr 2023 bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge der Vorstände wird unter Hinweis auf die Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Vergütungen für den Aufsichtsrat beliefen sich im Jahr 2023 auf 14 T€. 5.6 Angaben nach § 158 AktG Die Angaben nach § 158 AktG erfolgen bei der Gewinn- und Verlustrechnung. 5.7 Gewinnverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der Virtual Identity AG für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt zu verwenden:
Freiburg im Breisgau, 9.Juli 2024 Kirsten Heller Ralf Heller Timo Mayer Dr. Benedikt Schulz Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Virtual Identity AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Virtual Identity AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Virtual Identity AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Freiburg im Breisgau, den 9. Juli 2024 bws
Graf Kanitz GmbH
Frank Adam, Wirtschaftsprüfer Thorsten Dicke, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023Sehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat der Virtual Identity AG hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Hierüber berichten wir gemäß § 171 Abs. 2 AktG wie folgt: 1. Mitglieder des Aufsichtsrats 1.1 Das gesamte Geschäftsjahr 2023 bestand der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus Herrn Dr. Martin Holbach (Vorsitzender), Herrn Prof. Dr. Gerhard Buurman und Herrn Martin Gutmann. 2. Information und Beschlussfassung des Aufsichtsrats 2.1 Die Aufsichtsräte wurden (nach vorsorglicher Amtsniederlegung der Aufsichtsräte aufschiebend bedingt auf den Ablauf der Hauptversammlung der Gesellschaft, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr zum 31.12.2022 beschlossen hat) in der Hauptversammlung am 25.07.2023 wiedergewählt. Im Anschluss an die Hauptversammlung fand am gleichen Tag die konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats statt. 2.2 Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden. 2.3 Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat seine Beschlüsse insbesondere in einer Präsenzsitzung am 25.07.2023 und in drei Videokonferenzen am 31.01.2023, am 10.05.2023 sowie am 24.10.2023 gefasst und bereits zuvor in Telefonkonferenzen und Korrespondenzen vorbereitet. Er hat sich auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen, worüber die übrigen Aufsichtsratsmitglieder stets unterrichtet wurden. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet und ist damit seiner gesetzlichen Informationspflicht in vollem Umfang nachgekommen. An den Beschlussfassungen haben jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder mitgewirkt. 2.4 Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren stets ein Schwerpunkt der Beratungen und der Prüfungen des Aufsichtsrats. Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats waren:
3. Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 3.1 Für das Geschäftsjahr 2023 wurden dem Aufsichtsrat gemäß § 170 AktG die folgenden Unterlagen vorgelegt:
3.2 Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 und der Lagebericht der Virtual Identity AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von der BWS Graf Kanitz GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Freiburg i.Br., geprüft worden. Danach hat der Abschlussprüfer keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. 3.3 Der Aufsichtsrat hat ebenfalls keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss in der zuletzt geprüften Form. Er hat diesen daher in seiner Sitzung am 25.07.2024 gebilligt und damit festgestellt. 4. Gewinnverwendungsvorschlag4.1 Dem Aufsichtsrat wurde der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegt. 4.2 Der Vorstand hat im Rahmen des Gewinnverwendungsvorschlags keine Gewinnausschüttung vorgeschlagen. Dem schließt sich der Aufsichtsrat an. 5. Sonstige Beschlussvorschläge 5.1 Der Vorstand hat gemäß § 124 Abs. 3 S. 1 AktG vorgeschlagen, dem Vorstand der Gesellschaft und sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gesellschaft für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen. Diesem Vorschlag hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. 5.2 Der Aufsichtsrat schlägt gemäß § 124 Abs. 3 S. 4 AktG vor, die bws Graf Kanitz GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Konrad-Goldmann-Straße 8, 79100 Freiburg i. Br., zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu wählen. Dieser Bericht wurde durch den Aufsichtsrat festgestellt und beschlossen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand für seinen Einsatz und seine Leistungen im Geschäftsjahr 2023 Dank und Anerkennung aus. Der Dank gilt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023.
Freiburg, 25. Juli 2024 Dr. Martin Holbach Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. Juli 2024 festgestellt. |
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