Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 213018
Eingetragen
16.2.1995
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Betrieb eines Edeka-aktiv-Marktes sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin an der Daiber GmbH & Co. KG, die den Betrieb eines Edeka-aktiv-Marktes zum Gegenstand hat.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Daiber
seit 5.1.2023
Prokura
Andreas Daiber
seit 5.1.2023
Prokura
Gerhard Daiber
seit 6.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hauptstr. 38, 73117 Wangen
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Daiber GmbH

Reichenbach an der Fils

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft und Konjunktur

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ur-sächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. 1

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als zum Vorjahr (kalenderbereinigt - 0,1 %). Im Jahr 2023 verzeichnete der Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren einen Anteil von rd. 14,8 % an den gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland (Vorjahr: rd. v %). 2

Lebensmitteleinzelhandel

Der Einzelhandel erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von rd. 650,5 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 3,0 %. Dagegen sank der Anteil des Einzelhandelsumsatzes am BIP von 16,3 % im Vorjahr auf 15,5 % in 2023.

Für einen wirtschaftlichen Erfolg in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist infolgedessen der Rückhalt eines großen und leistungsstarken Unternehmensverbunds, wie ihn die EDEKA- Gruppe darstellt, von Vorteil.

Der Lebensmitteleinzelhandel wird weiterhin von den "Großen Vier" - EDEKA, Rewe- Gruppe, Schwarz-Gruppe, und Aldi bestimmt. Bewegung unter den Top 4 war auch in 2023 nicht zu beobachten. EDEKA ist nach wie vor auf Rang 1, gefolgt von Rewe, der Schwarz- Gruppe und Aldi. 3 Mit einem erwirtschafteten Gesamtumsatz im Jahr 2022 von 70,7 Mrd. Euro verteidigte der EDEKA-Verbund weiterhin den Spitzenplatz der Top 10 Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland. 4

1 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
2 Statistisches Bundesamt (Destatis)
3 Vgl. Lebensmittel Praxis, Top-30-Ranking Lebensmittelhandel
4 Vgl. EDEKA-Verbund Geschäftsbericht 2023

Allgemeine und rechtliche Rahmenbedingungen

Gegenstand der Daiber GmbH ist das Betreiben von vier EDEKA-Lebensmittelgeschäften in Reichenbach an der Fils, in Wangen, in Baltmannsweiler und seit 2021 in Adelberg. Weiterhin ist der Gegenstand des Unternehmens die Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung an der Daiber GmbH & Co. KG, welche ebenfalls einen EDEKA- Lebensmittelmarkt betreibt. Der genossenschaftlich organisierte und mittelständisch geprägte EDEKA-Verbund ist ein Garant für anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg. Die Marke EDEKA steht für höchste Qualitäts- und Serviceansprüche. Die Maxime "Wir Lieben Lebensmittel" ist unser Marktverständnis und wird durch eine hohe Anzahl von Stammkunden bestätigt.

Wesentliche Änderungen rechtlicher und wirtschaftlicher Natur haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht ergeben.

Geschäftsentwicklung:

Überblick über das Geschäftsjahr

Die Finanzkennzahlen des Jahres 2023 im Vergleich des Vorjahres ergeben folgendes Bild:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Rohgewinn 8.139 7.603 536
Jahresergebnis 765 547 218
EBIT 943 690 254
EBITDA 1.246 1.030 217

Ertragslage

Die Daiber GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr steigern, es war ein Wachstum von 6,6 % zu verzeichnen. Grund hierfür waren im Wesentlichen die gestiegenen Lebensmittelpreise. Der Rohgewinn erhöhte sich in Folge dessen im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 218 T€ auf 8.139 T€.

Die Wertschöpfung (Rohgewinn abzüglich Personalaufwand) betrug im Geschäftsjahr 2023 3.813 T€ (Vorjahr: 3.404 T€).

Gegenüber 2022 erhöhte sich der Materialaufwand um rund 1.142 T€, die Personalaufwendungen um rund 128 T€ sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rund 155 T€.

Vermögen und Finanzlage

Bilanzstruktur

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 2.767 2.981 -214
Kurzfristige Vermögenswerte 4.729 3.817 912
Bilanzsumme 7.496 6.798 698
Passiva
Eigenkapital 5.119 4.554 565
Langfristiges Fremdkapital 0 80 -80
Kurzfristiges Fremdkapital 2.377 2.164 213
Bilanzsumme 7.496 6.798 698

Die kurzfristigen Vermögenswerte enthielten zum 31.12.2023 ein Intercompany-Darlehen an die Daiber GmbH & Co. KG von insgesamt 263 T€. Für das Jahr 2023 ergibt sich eine Bilanzsumme von 7.496 T€. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich die absolute Eigenkapitalausstattung auf 5.119 T€. Zum Stichtag 31.12.2023 beträgt die Eigenkapitalquote 68 % (Vorjahr: 67 %).

Finanzlage

Im Jahr 2023 wurde ein operativer Cash Flow von 1.347 T€ erzielt. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug 72 T€. Der Cash Flow aus Finanzierung belief sich auf -458 T€. Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich somit ein positiver Gesamt Cash Flow der Daiber GmbH von 961 T€.

Zahlungsfristen werden eingehalten, Verbindlichkeiten werden fristgerecht bezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich im kurzfristigen Bereich überwiegend über Kreditlinien der Bank und mittels Lieferantenkredite. Die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ist das Ziel des Finanz- und Risikomanagements. Es wird eine konservative Risikopolitik beim Management der Finanzpositionen verfolgt.

Investitionen

Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2023 588 T€ in das Sachanlagevermögen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der Daiber GmbH belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch im Geschäftsjahr 2023 stellte die Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert dar. In vier unterschiedlichen Ausbildungsberufen beschäftigten wir 18 Auszubildende.

Insgesamt belief sich der Personalaufwand auf rund 4.326 T€. Dabei entfielen auf Löhne und Gehälter 3.439 T€; die Sozialabgaben betrugen 887 T€.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigste Steuerungskennzahl der Daiber GmbH ist die Wertschöpfung. Wir haben über diese Kennzahl bereits im vorherigen Gliederungspunkt "Geschäftsentwicklung" berichtet.

Risiko- und Chancenbericht

Um einen langfristigen Unternehmenserfolg zu gewährleisten, ist eine kontinuierliche Beurteilung von externen und internen Risiken unabdingbar. In diesem Zuge müssen Risiken mit Hilfe von entsprechenden Risikomanagementzielen und -methoden erfasst und gesteuert werden.

Eine geringe Anzahl bedeutender und marktbeherrschender Lebensmittelkonzerne treten im Lebensmitteleinzelhandel als Marktteilnehmer auf. Somit ist die Lebensmittelbranche nachhaltig einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt; das Preisniveau steht unter Druck.

Die im Handel typische Abhängigkeit der Konsumentenlaune der Verbraucher birgt ebenfalls Risiken. Kontinuierliche Anpassungen der Vertriebskonzepte an das Konsumverhalten der Kunden sind hierbei stets erforderlich.

Neben dem Warengeschäft steuert der EDEKA-Verbund als effizienter Dienstleistungspartner auch Werbekampagnen, wie beispielsweise die bekannte 'Wir Lebensmittel'- Kampagne.

Mittels solcher Kampagnen werden neue Impulse zur Realisierung verbundübergreifender Ziele geschaffen, etwa die Entwicklung von zeitgemäßen Personalentwicklungs- und Qualifizierungskonzepten, durchgängigen IT-Strukturen oder Vertriebs- und Expansionsvorhaben für den Einzelhandel.

Durch den genossenschaftlich organisierten Verbund kann sich die Gesellschaft aktiv und auf kontinuierlicher Basis in öffentliche Debatten und politische Rahmenbedingungen einbringen.

Die Personalbindung und -gewinnung birgt eine dauerhafte Herausforderung für unser Unternehmen. Durch Aus- und Weiterbildungen sichern wir uns die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens derzeit nicht erkennbar. Prozess- und Steuerrisiken sind nicht zu erwarten.

Aufgrund des stark wettbewerbsumkämpften Marktes ist es unser Ziel, Veränderungen des Marktes und der Branche frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmenplänen in Zusammenarbeit mit dem EDEKA-Verbund darauf zu reagieren. Eine permanente Marktbeobachtung, regelmäßige Planungen und periodische Sitzungen der Geschäftsleitung mit unseren Führungskräften sollen diesen Veränderungen entgegenwirken und zielführend sein.

Die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind.

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland und der daraus resultierenden wachsenden Anzahl von Einpersonenhaushalten sowie der stetig älter werdenden Bevölkerung, haben wir zusammen mit dem EDEKA-Verbund ein entsprechendes Sortiment- und Markenkonzept entwickelt. Mit unserem individuellen und auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt sind wir somit jederzeit in der Lage, uns flexibel auf Herausforderungen einzustellen.

Auf lange Sicht sind jedoch die weiteren quantitativen Wachstumsmöglichkeiten aufgrund der bereits vorherrschenden Marktdichte begrenzt. Wir setzen hierbei auf das Qualitätsbewusstsein des Verbrauchers und bieten attraktive Angebote, wie beispielsweise höherwertige Lebensmittel, regionale Produkte sowie Bio- und Convenience-Erzeugnisse an.

Nach dem Ausbruch der Pandemie war eine höhere Bereitschaft der Kundschaft Lebensmittel online einzukaufen sowie eine gestiegene Nachfrage nach Lieferungen von frischen Lebensmitteln direkt an die Haustür zu beobachten. Der Trend zum Onlinekauf ist inzwischen rückläufig. So ist die E-Food-Branche in Deutschland in 2023 lediglich mit einem Anteil von 2,4 % des Einzelhandelumsatzes vertreten. Das bedeutet einen Rückgang im Vergleich zu 2022, hier waren es noch 2,9 %. 5

Im Hinblick auf künftige Veränderungen liegen unsere Chancen in einer fortschreitenden Erweiterung der Geschäftstätigkeit mit bestem Service und einem hohen Qualitätsniveau zu fairen Marktpreisen. Wir richten unser Augenmerk insbesondere auf die Vermarktung von regionalen Produkten, welche wir teilweise schon mehr als 10 Jahre pflegen. Diese werden wir künftig durch eine wachsende Zahl regionaler und lokaler Erzeuger weiter steigern und auch vermehrt im Bereich Metzgerei anbieten. Mit dem Direktbezug von Obst und Gemüse können wir unser hohes Frischeniveau zunehmend steigern. Unsere eigene Bäckerei bietet den Kunden qualitativ hochwertige Ware, hergestellt aus regional und lokal erzeugten Rohstoffen. Damit setzen wir uns deutlich von der industriellen Massenware der Discounter und anderer Supermärkte ab. Mit der kontinuierlichen Markteinführung neuer Produkte, beispielsweise von Eigenmarken und Bioprodukten, entsprechen wir dem ansteigenden Qualitäts- und Umweltbewusstsein der Konsumenten und können neue Kundenkreise erschließen.

Neben der stetigen Erweiterung unserer Produktpalette liegt der Fokus außerdem auf der kontinuierlichen Stärkung und Entwicklung unseres Gastronomiebereiches. Das bestehende Angebot von kleinen Snacks wurde bereits mit einem täglich wechselnden Mittagstisch ergänzt. Hieraus ergibt sich ein vollumfängliches Essensangebot, welches insbesondere von Mitarbeitern umliegender Firmen sowie von Senioren nachgefragt und genutzt wird.

5 Statistisches Bundesamt (Destatis)

Prognosebericht

Mit dem Modell der EDEKA-Gruppe sind wir im Lebensmitteleinzelhandel, einem der härtesten umkämpften Teilmärkte der deutschen Volkswirtschaft, gut aufgestellt.

Angesicht der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) jedoch mit einem Umsatzplus in 2024 von 1,3 %, preisbereinigt entspricht dies einem Nullwachstum. 6

In unserem Unternehmen haben die Lieferketten größtenteils funktioniert, im Bereich der Mitarbeiter gab es keine Engpässe und die bisherige Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 lassen uns von einem weiterhin sehr positiven Geschäftsverlauf ausgehen.

Die für das Jahr 2023 erwartete Wertschöpfung in Höhe des Vorjahres 2022 konnte aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen übertroffen werden.

Wir gehen in 2024 von einer Wertschöpfung auf einem gleichbleibendem Niveau wie 2023 aus.

Trotz des steigenden Preiswettbewerbes sehen wir unser Produktportfolio als sehr gut aufgestellt. Die Qualität der Lebensmittel steht für unsere Kunden im Mittelpunkt, welche wir durch die EDEKA-Zentrale garantieren können. Die Einführung weiterer exklusiver Marken, die Differenzierung durch Eigenmarken sowie der stetige Ausbau unseres Bio-Sortiments stehen bei uns im Vordergrund.

Sonstige Angaben:

1)

Die Gesellschaft tätigt keine Forschungen und Entwicklungen.

2)

Die Gesellschaft unterhält neben dem Sitz der Gesellschaft in Reichenbach a. d. Fils eine Zweigniederlassung in Wangen, eine Zweigniederlassung in Baltmannsweiler sowie eine Zweigniederlassung in Adelberg.

 

Reichenbach a. d. Fils, 04. Dezember 2024

Daiber GmbH

Gerhard Daiber

6 Vgl. HDE-Weihnachts-Pressekonferenz 2024

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.596,00 11
2. technische Anlagen und Maschinen 62.943,00 86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.420,00 866
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 814.152,74 1.487.111,74 239
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.280.000,00 1.780
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.553.913,77 1.504
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.248.421,63 1.359
- davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht € 364.825,63 (i.Vj. T€ 353)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 263.437,11 (i. Vj. T€ 260)
- davon Forderungen gegen Gesellschafter € 557.342,20(i.Vj. T€ 605)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 1.598,4 (i. Vj. T€ 1; betrifft die sonstigen Vermögensgegenstände)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.913.080,74 952
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.823,66 1
7.496.356,54 6.798

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26
II. Gewinnvortrag 4.327.640,99 3.981
III. Jahresüberschuss 765.102,62 5.118.743,61 547
B. Rückstellungen 271.995,00 242
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.120,81 321
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 80.120,81 (i. Vj. T€ 241)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (i. Vj. T€ 80)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.372.357,61 871
- davon gegenüber Gesellschaftern € 228.486,53 (i. Vj. T€ 215)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.372.357,61 (i. Vj. T€ 871)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 45.728,44 50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 45.728,44 (i. Vj. T€ 50)
4. sonstige Verbindlichkeiten 602.481,07 749
- davon gegenüber Gesellschaftern € 228.486,53 (i. Vj. T€ 214)
- davon aus Steuern € 21.315,81 (i. Vj. T€ 35)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 36.900,22 (i. Vj. T€ 44)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 602.481,07 (i. Vj. T€ 747)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (i. Vj. T€ 2)
D. Passive latente Steuern 4.930,00 11
7.496.356,54 6.798

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.-31.12.)

2023 2022
T€
1. Rohergebnis 8.193.221,11 7.694
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.438.543,97 3.449
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 887.308,86 4.325.852,83 749
davon für Altersversorgung: € 2.002,17 (Vorjahr: T€ 2)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 302.559,93 340
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.620.159,24 2.465
5. Erträge aus Beteiligungen 10.784,43 10
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 125.900,00 81
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.356,16 19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.791,90 -4.564,26 21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 320.290,18 232
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern € 6.070,00 (Vorjahr: T€ 3)
10. Ergebnis nach Steuern 765.607,62 548
11. sonstige Steuern 505,00 1
12. Jahresüberschuss 765.102,62 547

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma Daiber GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf.

Ergänzend zu den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Daiber GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Reichenbach an der Fils
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Stuttgart
Registernummer: HRB 213018

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Soweit steuerlich zulässig kam die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Die Finanzanlagen (Genossenschaftsanteile) wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem nicht dem Geschäftsjahr zuzurechnenden Aufwand bzw. Ertrag abgegrenzt. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Das Eigenkapital umfasst neben dem Stammkapital den Gewinnvortrag und den auf das Geschäftsjahr entfallenden Jahresüberschuss. Das Stammkapital beträgt laut Gesellschaftsvertrag Euro 26.000,00 und ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.

3.2 Angabe zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt Euro 2.100.687,93 (Vj. Euro 1.908.766,85), mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vj. Euro 82.376,52) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vj. Euro 0,00).

3.3 Betrag der Sicherungsrechte zu den Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 80.120,81. Es handelt sich ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Sicherungsübereignung des Warenlagers und der Einrichtungsgegenstände

3.4 Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt Euro 4.930,00. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Euro 6.070,00 Auflösung/Verminderung.

3.5 Nicht bilanzierte sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 928.052,00 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Pacht für Betriebsgrundstücke zahlbar in 2024 in Höhe von Euro 904.989,00

Leasingverpflichtung in Höhe von Euro 23.063,00

4. Sonstige Angaben

4.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 150
leitende Angestellte 4
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 154

4.2 Namen der Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Firma Daiber GmbH durch:

 

Herrn Gerhard Daiber, Bäckermeister.

4.3 Vergütungen der Geschäftsführer

Zur Angabe der Vergütungen der Geschäftsführer wird die Vergünstigung gemäß § 286 Abs. 4 HGB genutzt.

4.4 Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten mit Zinssätzen von 1,5 % und 4,0 % wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Euro
Stand bisheriger Kredite 604.820,69
Rückzahlungen im Berichtsjahr 47.478,49
Neuvergaben im Berichtsjahr 0,00
= neuer Kreditbestand 557.342,20

Es handelt sich hierbei zugleich um Forderungen an den Gesellschafter gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG.

4.5 Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Name: Daiber GmbH & Co. KG
Sitz: Göppingen
Rechtsform: Kommanditgesellschaft

4.6 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Reichenbach an der Fils, 04. Dezember 2024

Daiber GmbH

Gerhard Daiber

Die Gesellschafterversammlung hat mit Datum vom 16.12.2024 den Jahresabschluss 2023 unverändert festgestellt.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechte und Werte 17.385,83 0,00 6.250,00 0,00 11.135,83
Summe I. 17.385,83 0,00 6.250,00 0,00 11.135,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.099,85 0,00 0,00 0,00 23.099,85
2. technische Anlagen und Maschinen 452.328,27 0,00 57.873,87 0,00 394.454,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und und Geschäftsausstattung 3.455.312,14 12.619,93 41.492,35 0,00 3.426.439,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 238.677,43 575.475,31 0,00 0,00 814.152,74
Summe II. 4.169.417,69 588.095,24 99.366,22 0,00 4.658.146,71
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.780.000,00 0,00 500.000,00 0,00 1.280.000,00
Summe III. 1.780.000,00 0,00 500.000,00 0,00 1.280.000,00
Summe Anlagevermögen 5.966.803,52 588.095,24 605.616,22 0,00 5.949.282,54
kumulierte Abscheibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abscheibungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechte und Werte 17.378,83 0,00 6.248,00 0,00 11.130,83
Summe I. 17.378,83 0,00 6.248,00 0,00 11.130,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.567,85 936,00 0,00 0,00 13.503,85
2. technische Anlagen und Maschinen 366.173,27 23.210,00 57.871,87 0,00 331.511,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und und Geschäftsausstattung 2.589.085,14 278.413,93 41.479,35 0,00 2.826.019,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 2.967.826,26 302.559,93 99.351,22 0,00 3.171.034,97
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.985.205,09 302.559,93 105.599,22 0,00 3.182.165,80
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechte und Werte 0,00 5,00
Summe I. 0,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 9.596,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 62.943,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und und Geschäftsausstattung 0,00 600.420,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 814.152,74
Summe II. 0,00 1.487.111,74
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 1.280.000,00
Summe III. 0,00 1.280.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.767.116,74

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Daiber GmbH

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Daiber GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Daiber GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ertingen, 12. Dezember 2024

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