Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 208877
Vorher
brightONE Consulting GmbH
Eingetragen
9.12.2013
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Beratung von Kunden im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie, sowie nachfolgende Implementierung und Betrieb von Datenmanagement und Kommunikationslösungen. Neben dem Weiterverkauf von Standardsoftwareprodukten entwickelt, testet, verkauft das Unternehmen kundenindividuelle Softwarekomponenten, sowie eigenentwickelte Standardsoftwareprodukte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jörg Dr. Winkler
seit 8.5.2019
Geschäftsführer
Sven Stoecker
seit 21.7.2016
Geschäftsführer
Stefan Grünzner
seit 22.2.2016
Geschäftsführer
Stefan Günzner
seit 10.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

NameAnteil
14.00%
M**** W***
1.60%
1.50%

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
infinIT.cx Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
238.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

infinit.cx GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.788,00 43.489,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.802,00 43.861,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.132.547,63 2.145.672,63
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.263.337,77 3.395.885,40 1.226.541,57
Summe Anlagevermögen 3.498.475,40 3.459.564,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 571.110,22 232.918,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.003.434,27 1.883.774,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.783.545,87 6.296.440,05
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 4.920,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 110.744,03 11.897.724,17 246.973,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.295.832,38 5.652.732,48
Summe Umlaufvermögen 16.764.666,77 14.317.759,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.206.394,37 2.580.885,39
D. Aktive latente Steuern 177.160,23 185.657,28
25.646.696,77 20.543.866,02

PASSIVA

Geschäftsiahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 238.000,00 238.000,00
II. Kapitalrücklage 3.060.000,00 3.060.000,00
III. Gewinnvortrag 3.442.418,46 1.479.893,46
IV. Jahresüberschuss 3.723.346,55 1.962.525,00
Summe Eigenkapital 10.463.765,01 6.740.418,46
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 307.568,00 386.872,00
2. Steuerrückstellungen 873.665,51 1.201.575,02
3. sonstige Rückstellungen 1.917.760,78 3.098.994,29 1.314.461,93
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.575.000,00 3.168.335,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 601.203,93 2.136.853,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.235.373,36 404.329,72
4. sonstige Verbindlichkeiten 892.355,17 817.362,16
- davon aus Steuern EUR 638.823,86 (EUR 764.379,89)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 62.391,91 (EUR 0,00) 4.303.932,46
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.780.005,01 4.373.658,62
25.646.696,77 20.543.866,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 31.574.227,28 24.472.362,72
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 338.191,91 -264.215,88
3. sonstige betriebliche Erträge 73.863,17 70.279,06
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.337.049,39 -4.378.475,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.621.783,48 -3.574.360,75
-12.958.832,87 -7.952.835,77
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.927.245,51 -9.633.392,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.696.436,46 -1.570.696,89
- davon für Altersversorgung EUR -58.887,88 (EUR -96.510,34)
-12.623.681,97 -11.204.089,49
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -89.090,61 -63.140,38
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.618.607,66 -2.533.500,95
8. Erträge aus Beteiligungen 1.192.211,94 207.839,73
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.192.211,94 (EUR 207.839,73)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 270.020,90 177.976,18
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 266.671,87 (EUR 162.029,99)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -137.939,46 -73.424,54
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.295.350,08 -873.590,68
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR -8.497,05 (EUR 0,00)
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 0,00 (EUR 5.218,98)
12. Ergebnis nach Steuern 3.725.012,55 1.963.660,00
13. sonstige Steuern -1.666,00 -1.135,00
14. Jahresüberschuss 3.723.346,55 1.962.525,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die infinit.cx GmbH hat ihren Sitz in 80339 München, Ganghoferstr. 66 e, und ist eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HR B 208877. Sie weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Er ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften erstellt worden (§§265 I 2, 266 ff. HGB).

Der Jahresabschluss der infinit.cx GmbH wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind, soweit sie entgeltlich erworben wurden, mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear abgeschrieben. Dabei werden Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren zugrunde gelegt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für den entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwert beträgt fünf Jahre und entspricht der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer; die Abschreibungssätze betragen:

in Prozent
EDV-Ausstattung 33,33
Büroeinrichtung 7,70 - 33,33
Sonstige technische Büroeinrichtung 10,00 - 50,00
Andere Anlagen 20,00

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Das heißt, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung bzw. Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut € 800,00 (netto) nicht übersteigen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert, eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert erfolgt nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den aktivierungspflichtigen Bestandteilen des § 255 Abs. 2 HGB auch anteilige Kosten für freiwillige soziale Leistungen, die betriebliche Altersversorgung, sowie anteilige allgemeine Verwaltungskosten. Bei sich ergebenen Wertminderungen werden entsprechende Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Fertige Erzeugnisse und Waren sind zum 31.12.2023 nicht vorhanden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Risikobehafteten Forderungen wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben angesetzt, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern wurden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung des Steuersatzes erfolgt auf Basis der im späteren Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede voraussichtlich gültigen Steuersatz. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft von 30 %, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der Differenzen ergibt. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 I 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck verwendet. Da im Jahr 2023 keine aktiven Anwärter mehr bezugsberechtigt sind, sind für diesen Personenkreis keine gesonderten Rentensteigerungen bzw. ein Anwartschaftstrend und eine Fluktuation berücksichtigt worden.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82% p.a.; i.Vj. 1,78 % p.a.) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren und einen Durchschnittszeitraum von 10 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von T€ 10 (i.Vj. T€ 53), § 253 Abs. 6 HGB. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgt als Barwert der künftigen Jubiläumszuwendungen am Schluss des Geschäftsjahres, wobei die Rückstellungen ratierlich über die Jahre der Unternehmenszugehörigkeit aufsummiert werden. Die Abzinsung erfolgt mitarbeiterspezifisch, d.h. jede voraussichtliche Zahlung wird nach §253 (2) Satz 1 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre gemäß jeweiliger Restlaufzeit abgezinst. Bei der Berechnung der zukünftig zu zahlenden Jubiläumsprämien wurde eine durchschnittliche Fluktuation von - 4% sowie eine jährliche Preis- und Kostensteigerung in Höhe von +2% berücksichtigt.

Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Verpflichtungen aus Pensionen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Ergibt sich hierfür ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der verpfändeten Wertpapiere und Rückdeckungsversicherungen die entsprechenden Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz. Das Deckungsvermögen ist mit dem Zeitwert zu bewerten. Die verpfändeten Wertpapiervermögen werden mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Soweit der Zeitwert des Deckungsvermögens die Anschaffungskosten übersteigt, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

3. Erläuterungen zu den Bilanzposten

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt T€ 187, die in Höhe von T€ 10 auf Pensionsrückstellungen und in Höhe von T€ 177 auf die Aktivierung von latenten Steuern entfallen.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einem Anlagegitter (am Schluss dieses Anhangs) dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechen der Position "Zugänge" bei der Darstellung der Entwicklung der Abschreibungen im Anlagegitter. Im Berichtsjahr voll abgeschriebene geringwertige Wirtschaftsgüter werden als Abgang erfasst Zum Geschäftsjahresende beinhaltet die Position Anlagevermögen die Sachanlagen (T€ 67), die im Wesentlichen Büro- und IT-Ausstattung umfassen, sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.133 und eine Ausleihung an die Holding infinit.cx Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von T€ 1.263, die eine verbleibende Laufzeit von unter drei Jahren hat.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Mietkautionen in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 231), die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 8.784 (31.12.2022: T€ 6.296) enthalten vor allem kurzfristige Kredite, die an die Gesellschafterin infinit.cx Beteiligungsgesellschaft mbH (T€ 8.707) vergeben wurden, § 42 GmbHG, sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Deliberate GmbH und der CIS AG in Höhe von insgesamt T€ 76 (31.12.2022: T€ 76).

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag unverändert T€ 238.

Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von T€ 1.962,52 wurde gemäß Beschluss der ordentlichen Gesellschafterversammlung auf neue Rechnung vorgetragen.

Rückstellungen für Pensionen

Den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 1.548 (31.12.2022: T€ 1.656) waren in Höhe von T€ 1.240 (Kurswert) mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnen:

31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen (gedeckt) 1.548 1.656
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 1.240 1.269
Rückstellungen für Pensionen 308 387
Verrechnete Erträge 0 0
Verrechnete Aufwendungen 108 31

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen von T€ 1.314 (Vorjahr: T€ 1.314) enthalten im Wesentlichen nachfolgende Rückstellungen:

31.12.2023 31.12.2022
Personalbereich 1.437 1.001
Ausstehende Rechnungen / Leistungen / 215 73
Rechnungsabgrenzungen
Garantie 63 42
Beratungskosten 55 51
Übrige Rückstellungen 148 147
1.918 1.314

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 37). Die Verbindlichkeiten resultieren aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
Summe unter 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre über 5 Jahre davon gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.575.000,00 900.000,00 675.000,00 0,00 0,00
(Vorjahr ) 3.168.335,00 1.593.335,00 1.575.000,00 0,00 0,00
2 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 601.203,90 601.203,90 0,00 0,00
(Vorjahr ) 2.136.853,11 336.853,11 1.800.000,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.229.166,73 1.229.166,73 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr ) 367.648,27 367.648,27 0,00 0,00 0,00
4 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.206,63 6.206,63 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr ) 36.681,45 36.681,45 0,00 0,00 0,00
5 Sonstige Verbindlichkeiten 892.355,17 892.355,17 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr ) 817.362,16 817.362,16 0,00 0,00 0,00
Summe 4.303.932,43 3.628.932,43 675.000,00 0,00 0,00
(Summe Vorjahr) 6.526.879,99 3.151.879,99 3.375.000,00 0,00 0,00

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 177 (Vorjahr: T€ 186) setzen sich saldiert aus einer aktiven Steuerlatenz in Höhe von T€ 465 und einer passiven Steuerlatenz in Höhe von T€ 288 zusammen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Unter den Zinsaufwendungen werden Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von T€ 58 (Vorjahr: T€ 31) ausgewiesen.

Die Zinserträge in Höhe von T€ 267 (Vorjahr T€ 162) betreffen die Verzinsung des langfristigen Darlehens (Ausleihung) an die Muttergesellschaft sowie die kurzfristigen Kredite, die der infinit.cx Beteiligungsgesellschaft mbH.

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 1), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 17 (Vorjahr T€ 35).

5. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt im Berichtszeitraum 119 Mitarbeiter, davon 24 Teilzeitbeschäftigte und eine Mitarbeiterin in Elternzeit.

Organe, Aufwendungen für Organe

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

Herr Sven Stoecker, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Finance, Mairena / Spanien

Herr Stefan Grünzner, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Sales & Marketing, München

Herr Dr. Jörg Winkler, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer People & Organisation, Düsseldorf

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die wie folgt fällig sind:

2023 2024 2025
T€ T€ T€
Mietverträge über Immobilien 320 218 209
Mietverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung 54 16 1
Summe 374 234 210
2026 2027 2028 2029 Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
Mietverträge über Immobilien 196 196 196 196 1.532
Mietverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 0 0 71
Summe 196 196 196 196 1.603

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB)

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr noch nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte zum Zwecke der Finanzierung (Leasing) vorgenommen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating- Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Angaben gem. § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres (2023) Beteiligungsquote
T€ T€ %
Customer Interaction Solutions AG 1.038 1.445 68
Deliberate GmbH 876 475 51

Bei den Angaben handelt es sich um vorläufige Zahlen (Stand: 21. März 2024)

Forderungen Gesellschafter

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen die Muttergesellschaft in Höhe von T€ 8.707 (Vorjahr T€ 6.067). Darüber hinaus bestehen mittelfristige Ausleihungen an die Muttergesellschaft in Höhe von T€ 1.263 (Vorjahr T€ 1.227).

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Ereignisse, die Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, ergeben.

 

München, den 20. März 2024

Sven Stoecker, Geschäftsführer

Stefan Grünzner, Geschäftsführer

Dr. Jörg Winkler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.005,00 6.645,00 72.650,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 66.005,00 6.645,00 72.650,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 253.834,31 97.687,61 26.042,24 325.479,68
Summe Sachanlagen 253.834,31 97.687,61 26.042,24 325.479,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.145.672,63 1.000,00- 12.125,00 2.132.547,63
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.226.541,57 36.796,20 1.263.337,77
Summe Finanzanlagen 3.372.214,20 35.796,20 12.125,00 3.395.885,40
Summe Anlagevermögen 3.692.053,51 140.128,81 38.167,24 3.794.015,08
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.516,00 14.346,00 36.862,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.516,00 14.346,00 36.862,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 209.973,31 74.744,61 26.040,24 258.677,68
Summe Sachanlagen 209.973,31 74.744,61 26.040,24 258.677,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 232.489,31 89.090,61 26.040,24 295.539,68
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.788,00 43.489,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 35.788,00 43.489,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.802,00 43.861,00
Summe Sachanlagen 66.802,00 43.861,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.132.547,63 2.145.672,63
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.263.337,77 1.226.541,57
Summe Finanzanlagen 3.395.885,40 3.372.214,20
Summe Anlagevermögen 3.498.475,40 3.459.564,20

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I) Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die infinit.cx GmbH (nachfolgend infinit.cx) erbringt branchenübergreifende Beratungs- und Technologiedienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. Die infinit.cx identifiziert Innovationspotentiale von ICT-Technologien und Konzepten, entwickelt auf dieser Basis kundenspezifische Anwendungs- und Lösungsansätze und setzt diese in State-ofthe-art-Lösungen um. Ob durch maßgeschneiderte Lösungen für neue bzw. bestehende Plattformen, Optimierung von Prozessen und Schnittstellen oder innovative Kundenservice- Applikationen, infinit.cx schafft nachhaltige Wettbewerbsvorteile durch praxisbezogene und individuelle Beratung jenseits gängiger Standards und althergebrachter Denkmuster. Die Digitalisierung der Kundenschnittstelle von Unternehmen steht im Fokus der Geschäftstätigkeit. Um die neuen technologischen Herausforderungen für die Kunden der infinit.cx zu meistern, wird das Liefermodell kontinuierlich optimiert und angepasst. Ziel ist es, die ständig steigende Komplexität, insbesondere im Bereich der digitalen Servicekommunikation, für Kunden überschaubar zu machen und das Umsetzen und erfolgreiche Betreiben moderner digitaler Kommunikationskanäle zu ermöglichen. Durch konkrete Lösungen zur beschleunigten Identifikation von Potenzialen und Erstellung von MVPs (minimum viable products) unterstützt die infinit.cx ihre Kunden, Investitionsentscheidungen auf dem Weg in die sich ständig verändernde Welt der digitalen Kommunikation schnell und erfolgreich zu treffen.

Um ihren Kunden neue Geschäftsperspektiven sowie Marktzugänge zu eröffnen, bedient sich die infinit.cx ihrer langjährigen, branchenübergreifenden Praxis in den Bereichen Banken und Versicherungen, Energieversorgung und Telekommunikation.

Mit Kaufvertrag vom 4. August 2022 hat die infinit.cx, 51% der Anteile an der Deliberate GmbH (Deliberate) erworben. Die Deliberate ist wie die infinit.cx im Bereich der digitale Kundenkommunikation tätig und fokussiert sich dabei auf Lösungen auf Basis von Genesys CloudTM 1. Mit der Akquisition der Deliberate hat sich die infinit.cx insbesondere im Bereich Mid- Market deutlich verstärkt.

1 www.genesys.com/de-de

An der Customer Interaction Solutions AG, Schweiz (CIS) hält die infinit.cx 68% der Anteile. Die CIS bearbeitet in enger Zusammenarbeit mit der SwissCom den Schweizer Markt und bildet damit die Basis für das angestrebte Wachstum der infinit.cx Gruppe in der DACH Region.

infinit.cx hat ihren Sitz in München und unterhält weitere, nicht eingetragene Niederlassungen in Hamburg und Nürnberg.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 hat infinit.cx bedeutende Fortschritte in der Erweiterung seiner Automationsstrategie gemacht. Der digitalen Automatisierung kommt in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung unserer Strategie, an der Spitze der Innovation im Bereich der Kundenkommunikationstechnologien zu stehen, zu. Ein wesentlicher Schritt in dieser Entwicklung war die Aufnahme von Cognigy 2. und Parloa 3 in unser Partnernetzwerk, zwei führende Anbieter von Conversational artificial intelligence - Lösungen (sprachbasierten Modellen der künstlichen Intelligenz), der unsere Fähigkeiten im Bereich der automatisierten Kundeninteraktion erheblich erweitert hat.

Parallel dazu haben wir unsere Omnikanalstrategie weiter ausgebaut, indem wir eine Partnerschaft mit Sprinklr 4 eingegangen sind, einem globalen Vorreiter im Bereich Customer Experience Management-Plattformen. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, ein nahtloseres und integriertes Kundenerlebnis über alle Kommunikationskanäle hinweg zu bieten, indem wir die leistungsstarken Social Media- und Messaging-Funktionen von Sprinklr in unser Angebot integrieren.

Ein weiterer Fokus lag auf der internen Entwicklung und Innovation, insbesondere im Bereich der Large Language Models (LLM) und Generative Pre-trained Transformer (GPT)-Technologien. Unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung haben zur Kreation eigener Komponenten geführt, die speziell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Ein herausragendes Ergebnis dieser Bemühungen ist die Implementierung eines "Bring Your Own LLM (BYOLLM)"- Connectors für die Genesys-Plattform. Dieser Connector bietet eine einfache, sichere und hochqualitative Lösung, um die fortschrittlichsten Modelle in der künstlichen Intelligenz (KI) nahtlos in die Kundenkommunikation zu integrieren, was eine bedeutende Erweiterung unseres Produktportfolio darstellt.

Die Evaluierung des Wettbewerbs und die kontinuierliche Verbesserung unserer Technologien und Partnerschaften bleiben zentrale Elemente unserer Strategie, um unser Ziel zu erreichen, bis 2025 zu den TOP 5 Unternehmen in Europa für Kommunikation im Bereich Marketing, Sales und Service zu gehören. Unsere Investitionen in die Automatisierung und die Erweiterung unseres Produktportfolios durch strategische Partnerschaften und eigene Entwicklungen unterstreichen unser Engagement für Exzellenz und Kundenzufriedenheit.

2 www.cognigy.com/de/
3 www.parloa.com
4 www.sprinklr.com/de/

Das Geschäftsjahr 2023 war für infinit.cx durch ein bemerkenswertes Wachstum und einer hohen Innovationsdynamik geprägt. Getrieben durch neue strategische Partnerschaften, den schnellen digitalen technologischen Fortschritt und die kontinuierliche Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden hat sich die infinit.cx in diesem sich stark verändernden Marktumfeld behauptet.

Insgesamt wurden hierfür im Geschäftsjahr 2023 rund T€ 750 in Forschung und Entwicklung investiert.

II) Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die IT-Branche hat in 2023 die ursprüngliche Prognose von einem Marktvolumen von rd. € 203 Mrd. mit einem realisiertem Marktvolumen von € 215,0 Mrd. wiederum deutlich übertroffen. Laut Branchenverband BITKOM wird das Wachstum des ITK-Markts im Jahr 2024 mit einem prognostizierten Plus von 4,4 % sehr deutlich über der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung liegen (Prognose Ifo Institut Dezember 2023: Wirtschaftswachstum Deutschland 2024: 0,9 %). Es wird davon ausgegangen, dass 2024 der ITK-Markt bei einem prognostizierten Volumen von € 224,4 Mrd. liegt. Besonders stark wächst weiter der Bereich Software mit einem prognostizierten Wachstum von rd. 9% auf € 45 Mrd..

ITK-Marktzahlen

ITK-Markt Deutschland Marktvolumen (in Mrd. Euro)
2021 2022 2023 2024
Summe ITK 197,2 210,7 215,0 224,3
Informationstechnik 128,6 139,8 142,9 151,5
IT-Hardware * 52,4 55,0 52,0 54,4
Software 32,9 37,9 41,5 45,4
IT-Services 43,3 47,0 49,4 51,7
Telekommunikation 68,5 70,9 72,1 72,8
TK-Endgeräte 11,6 11,9 11,8 11,8
TK-Infrastruktur 7,1 8,2 8,5 8,4
Telekommunikationsdienste 49,8 50,8 51,7 52,6
ITK-Markt Deutschland Wachstumsraten
22/21 23/22 24/23
Summe ITK 6,8% 2,0% 4,4%
Informationstechnik 8,7% 2,2% 6,1%
IT-Hardware * 4,8% -5,4% 4,6%
Software 15,0% 9,6% 9,4%
IT-Services 8,5% 5,1% 4,8%
Telekommunikation 3,4% 1,7% 1,0%
TK-Endgeräte 2,4% -0,7% -0,2%
TK-Infrastruktur 14,2% 4,4% -1,0%
Telekommunikationsdienste 2,1% 1,9% 1,6%

* inkl. Halbleiter und CE

Quelle: Bitkom, IDC | Januar 2024

Abbildungen 1-3: ITK Marktzahlen Bitkom/EITO

Der für die infinit.cx relevante Bereich, IT-Dienstleistungen und Beratung soll 2024 die € 50 Mrd. Grenze überschreiten und von € 49,4 Mrd. auf € 51,7 Mrd. (+ 4,8 %) weiterhin deutlich wachsen. Die infinit.cx profitierte in 2023 vom positiven Marktumfeld und konnte den Umsatz deutlich über der Marktwachstumsrate um rd. 32% auf € 31,5 Mio steigern.

Alle großen Produktanbieter und Softwarepartner der infinit.cx verzeichnen weiterhin ein deutlich zweistelliges Wachstum ihrer Cloud-Plattformen. Inzwischen ist der Druck zur Adaption von Cloudlösungen für Serviceplattformen auch in Deutschland sehr hoch. Dies ist auf die Strategie der Anbieter zurückzuführen, ihre on-premise Lösungen nicht weiter aktiv zu vermarkten und den Support mittelfristig einzustellen. Die infinit.cx konnte die bestehende starke Positionierung für Cloudlösungen durch Gewinnung weiterer wegweisender Projekte, insbesondere im Bereich Telekommunikation untermauern.

Abbildungen 4: Globaler Markt für Contact Center Software

Laut einem aktuellen Markt Überblick von Grand View Research 5 wird sich der globale Contact Center Markt zwischen 2022 und 2027 mit einer Wachstumsrate von rd. 22% per annum weiter stark entwickeln. Schwerpunkt des Wachstums liegt in den USA und Kanada aber auch Europa wird hier in den nächsten Jahren nachziehen. Einer der Wachstumstreiber war in 2021 und 2022 die Corona Pandemie, die vielen Unternehmen die Notwendigkeit digitaler Kundenkommunikation aufgezeigt hat. Besonders stark wachsen, auch getrieben durch den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, Technologien zur Automatisierung von Contact Centern. Hierbei geht es nicht nur um reine Prozessautomatisierung (z.B. automatisches Call-Routing), sondern auch darum durch den Einsatz von machine learning (maschinelles Lernen) und artificial intelligence (künstlicher Intelligenz) weitere Effizienzpotentiale zu heben.

Der Markt für Customer Experience Systeme wird in Europa, wie auch in den USA nach Einschätzung der infinit.cx durch folgende Trends getrieben:

5 Contact Center As A Service Market Size, Share & Trends Analysis Report By Enterprise Size (Large, SME), By End Use (BFSI, Consumer Goods & Retail, Healthcare), By Service, By Solution, By Region, And Segment Forecasts, 2022 - 2027, Grand View Research

Customer Experience Markt Europa 2024

Treibende Faktoren

Abbildung 5: Treiber des Customer Experience Markt Europa (eigene Darstellung)

Insbesondere die Themen künstliche Intelligenz (KI) und Cloud standen für die Kunden der infinit.cx im Fokus, die in Abbildung 5 dargestellten Themen werden in den kommenden 3-5 Jahren marktbestimmend sein. Die infinit.cx profitiert von frühzeitigen Investitionen in künstliche Intelligenz und Cloud Lösungen und ist dank langjähriger operativer Kompetenz und Lieferfähigkeit in diesem Bereich hervorragend positioniert. Bereits seit Jahren setzen wir Kl und Cloud Projekte für Auftraggeber um und entwickeln unsere Liefermodelle und unser Partnerportfolio kontinuierlich weiter. Mit inzwischen über 30 Jahren Erfahrung in der Beratung und Lieferung von Customer Experience Systemen ist die infinit.cx sehr gut aufgestellt, um in den kommenden Jahren stark von diesen Trends zu profitieren. Die weitere Reduktion von Infrastruktur lastigen Portfoliobereichen und die konsequente Weiterentwicklung des Konzeptes "Interaction Center" ermöglichen eine deutliche Abgrenzung von Wettbewerbern. Die infinit.cx wird in den kommenden Jahren weitere Kompetenzen in den Unternehmensbereichen Marketing und Sales aufbauen, um unsere Kunden bei der Integration der dieser Bereiche mit der Serviceorganisation als Berater und Technologielieferant optimal unterstützen zu können. Die Anbieterkonsolidierung im Bereich klassischer Contact-Center-Plattformen wird auch in den kommenden Jahren weiter anhalten und durch den Markteintritt neuer Player weiter hohe Flexibilität in der Portfolioausgestaltung erfordern. Die infinit.cx sieht sich mit rund 160 Experten in der Gruppe im Bereich der Digitalisierung von Kundenserviceorganisationen und Automatisierung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz im Kundenkontakt sowie bei der Unterstützung von Mitarbeitern (Augmentierung) als führend in der DACH-Region. In 2023 konnte die infinit.cx wegweisende Innovationsprojekte umsetzen und strategische Partnerschaften, erstmals auch mit Kunden (z.B. e.on one - ONEVoice) schließen. Für 2024 erwarten wir eine erneute Steigerung der Auftragssituation insbesondere bei Automatisierung und Personalisierung im Kundeninteraktionsmanagement.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäft der infinit.cx war in der Vergangenheit durch die strategische Zusammenarbeit dem Technologiepartner Genesys Inc. (Genesys) geprägt. Im Oktober 2022 hat sich Genesys entschieden die Entwicklung des Produktes Genesys Multicloud CXTM nicht weiterzuverfolgen. Dieses Produkt war insbesondere für Enterprise Kunden in Europa eine interessante Alternative zu reinen Cloud-Plattformen, da es einen lokalen Betrieb (Hosting in Europa) der Cloud Lösung erlaubte. In der Folge ist es Genesys nicht gelungen die beiden führenden Telekommunikationsanbieter in Deutschland 6 von ihrem neuen Produkt Genesys CloudTM 7 zu überzeugen. Stattdessen kam der neue Markteilnehmer Sprinklr Inc 8 (Sprinklr). mit seiner Cloud basierten Customer Experience Lösung zum Zuge.

Als langjähriger Integrationspartner ist es dem Team der infinit.cx gelungen beide Telekommunikationsanbietern zu überzeugen, bei der Umstellung auf die neue Plattform auf die Expertise und Erfahrung der infinit.cx zu setzen. Die infinit.cx hat in 2023 stark in den Aufbau von Know-how und die Ausbildung der Mitarbeiter im Bereich Sprinklr investiert und so konnte im November 2023 erfolgreich den Sprinklr Partnerstatus erreicht werden.

In Zukunft setzt die infinit.cx auf die Zusammenarbeit mit Genesys und Sprinklr im Bereich Omnichannel Lösungen und sieht sich damit sehr gut aufgestellt, um in dem sich schnell wandelnden Markt den Kunden jeweils die passenden Lösungen anbieten zu können.

Zusätzlich ist es wichtiger geworden die Omnichannelplattformen, wie Sprinklr und Genesys durch additive Partnerportfolios insbesondere im Bereich Künstliche Inteligenz (KI) zu ergänzen. Insbesondere mit den Partnern Cognigy 9. und Parloa 10 konnten im Bereich Spracherkennung und Verarbeitung bereits Kundenprojekte realisiert werden. Durch gemeinsames Marketing und Vertriebsaktivitäten auch mit Partnern wie Google und Microsoft konnte die infinit.cx die Wahrnehmung im Markt als kompetenter Partner im Bereich digitale Kundenkommunikation weiter ausbauen. Flankiert wurde dies durch intensive Marketingaktivitäten auf Social-Media Plattformen, wie LinkedIn und unsere gut besuchte Kundenveranstaltung Dialog sowie der Teilnahme an der Call Center World (CCW) in Berlin.

6 Statista: Schätzung der Marktanteile der Netzbetreiber und Service-Provider am Service-Umsatz im deutschen Mobilfunkmarkt im Jahr 2023 (02.01.2024)
7 www.genesys.com/de-de
8 www.sprinklr.com
9 www.cognigy.com/de/
10 www.parloa.com

Durch die Erweiterung unseres Partnerportfolios durch Sprinklr und die weiterhin bestehende Genesys Gold Partnerschaft 11 ist die infinit.cx im deutschen Markt für Omnichannellösungen sehr stark positioniert. Der Umsatz im Bereich Cloud Plattformen hat sich in 2023 nahezu verdreifacht (+ 277%). Alle Bestandskunden mit bestehenden On-Permisse Lösungen beschäftigen sich aktuell mit der Umstellung auf Cloud basierte Plattform bzw. haben diese Entscheidung bereits getroffen. Von daher hat sich das Geschäft im Bereich Cloud Contact Center in 2023 deutlich positiv entwickelt und die Projektpipeline bei Neu- und Bestandskunden zeigt ein weiter starkes Wachstumspotential für 2024.

Um das in 2021 etablierte Leitbild für unsere Kunden und Marktstrategie "Big and Bold" weiter voranzutreiben wurden im August 2022 Anteile an der Deliberate GmbH erworben. Inzwischen ist die Deliberate GmbH gut in die infinit.cx Gruppe integriert und konnte im Jahr 2023 sowohl beim Umsatz und beim Ergebnis deutlich zulegen. Die Deliberate GmbH fokussiert sich auf den klassischen deutschen Mittelstand als Anbieter der Genesys CloudTM Lösung.

Die Unternehmensplanung 2024 bildet diese strategische Entwicklung ab, welche die Grundlage für eine weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum in den kommenden Jahren bildet.

Im Jahr 2023 wurden die im Jahr 2022 vorgenommen wesentlichen Anpassungen der Organisation verfeinert und an die betrieblichen Erfordernisse angepasst. Um weiter den neuen Herausforderungen und dem sich schnell verändernden Markt gewachsen zu sein, wurden für den weiteren Ausbau des Kerngeschäftes folgende strategische Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt.

1.

Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und Einstellung von Mitarbeitern insbesondere im Bereich Cloudlösungen für den neuen Partner Sprinklr

2.

Aufbau der Zusammenarbeit mit Partnern im Bereich künstliche Intelligenz wie zum Beispiel mit der vui Agency 12

3.

Erweiterung von Partnerschaften im Bereich Nearshore zur Erhöhung der Liefereffizienz

4.

Weiterer Ausbau des Sales Teams

11 TOP 1 Partner in Europa
12 www.vui.agency/de

Der klare Fokus der Geschäftsführung liegt auf der Sicherung der kontinuierlichen und stabilen Profitabilität im Kerngeschäft. Elementarer Teil der Geschäftsstrategie wird es bleiben den Ergebnisbeitrag über Eigenleistungen zu generieren und keine Abhängigkeiten zu Umsätzen aus dem Wiederverkauf von Drittleistungen (Dienstleistungen und Produkte) zu schaffen.

Um weiter wettbewerbsfähig zu sein muss die infinit.cx weiter in die Standardisierung und Optimierung der Liefermodelle insbesondere im Bereich Cloud-Omnichannel Lösungen investiveren. Der technologische Wandel erfordert eine fortwährende Überarbeitung und Anpassung der operativen Prozesse, um den Kunden bestmögliche Ergebnisse liefern zu können.

Die infinit.cx investiert stark in Lösungen mit künstlicher Intelligenz (KI). Künstliche Intelligenz stellt nach Auffassung der Geschäftsführung die Schlüsseltechnologie für alle Marktsegmente und Geschäftsbereiche dar. Die infinit.cx positioniert sich mit einem KI spezifischen Beratungsangebot, um es Kunden zu ermöglichen, sich kontrolliert und gezielt der neuen Technologiewelle zu nähern. Hierfür arbeitet die infinit.cx auch mit neuen Beratungspartnern wie die vui Agency zusammen.

Für das Jahr 2023 wurde ein Umsatz von € 31,6 Mio und ein operatives EBITDA von € 3,8 Mio erreicht. Die Gesamtleistung von € 31,9 Mio lag deutlich über den Erwartungen der infinit.cx für das Jahr 2023. Der noch Anfang 2023 befürchtete Stop der Umsetzungen durch die Abkündigung der Genesys Multicloud CXTM hat sich nicht materialisiert und konnte durch die neugewonnenen Projekte überkompensiert wurde. Dadurch konnte im gesamten Jahr 2023 ein deutlich besseres Ergebnis mit einer im Vergleich zu 2022 verbesserten Marge von 11,9 % (Vorjahr: 10,7 %) bezogen auf das operative EBITDA erzielt werden.

Das EBITDA unter Berücksichtigung des Beteiligungsergebnisses i.H.v. € 1,2 Mio. lag 2023 bei € 4.977 Mio (Vorjahr: € 2.796 Mio), was einer EBITDA-Marge von 15,6 % (Vorjahr: 11,3 %) entspricht.

Für das Jahr 2024 wird ein Umsatz von rund € 35,22 Mio. und ein operatives EBITDA von € 3,9 Mio angestrebt (EBITDA-Marge: 10,1 %).

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a) Ertragslage

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden neben dem Umsatz, vor allem die Gesamtleistung und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gemessen, vorbehaltlich etwaiger Erträge aus Beteiligungen. In 2023 wurde eine Gesamtleistung in Höhe von T€ 31.912 (2022: T€ 24.208) erzielt. Nach dem moderaten Wachstum in 2022 um 6,9 % konnte in 2023 ein außerordentlicher Wachstumsschub von 31,8 % erzielt werden. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), konnte auf dieser Basis mit T€ 4.977 gegenüber dem Vorjahr weiter zulegen (2022: T€ 2.796).

Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 74 (2022: T€ 70) resultieren im Wesentlichen aus Erlösen aus der Kfz-Gestellung an Mitarbeiter.

Der Materialaufwand hat sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund € 5 Mio (+ 63%) auf T€ 12.959 deutlich erhöht (2022: T€ 7.953). Der Einkauf von Lizenzen stieg dabei mit € 8,3 Mio um 77% an (2022: € 4,7 Mio ). Dieser Anstieg steht in Relation zu den um rund € 5 Mio gestiegenen Lizenzumsätzen, von denen ca. 85% aus Lizenzerweiterungen sowie den bestehenden Genesys Choice und Genesys Cloud Commit Vereinbarungen mit unseren Bestandskunden resultieren. Der starke Anstieg der Lizenzumsätze im Bereich Cloud-Service resultiert aus dem Umstieg der Kunden von on-premise auf Subscription- Lizenzmodelle sowie generell aus dem starken Trend zu SaaS-/Cloudlösungen. Die erzielte durchschnittliche Lizenzmarge beträgt 28,7%, womit ein Rückgang um 0,5% im Vergleich zu 2022 zu verzeichnen ist.

Ein weiterer Rückgang der externen Wartungskosten um rd. 23 % auf € 1,5 Mio (VJ € 2,0 Mio) konnte im Jahr 2023 erreicht werden, obwohl die Wartungsumsätze nur um rd. 2% auf € 5,7 Mio gesunken sind. Durch den Wechsel von On-Premise auf Cloud Lösungen benötigt die infinit.cx deutlich weniger externe Unterstützung bei der Wartung.

Die Aufwände für bezogene Dienstleistungen haben sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr mit € 4,6 Mio. um rund € 1,0 Mio erhöht (2022: ca. € 3,6 Mio). Dies liegt in der Ausweitung des Geschäfts im Bereich Futurelab, der Zusammenarbeit mit Sprinklr auf den Projekten im Bereich Telekommunikation und der Kooperation mit der vui.Agency im Bereich Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Insgesamt hat sich das Verhältnis von Rohertrag und Umsatz mit 59,7 % (2022: 67,4 %) auf Grund des gestiegenen Anteils des Lizenzgeschäftes von 36% der Gesamtleistung (2022: 26%) sowie dem erhöhten Einsatz von Fremddienstleistern im Projektgeschäft, im Vergleich zum Vorjahr reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 2.619 (2022: T€ 2.534) sind im Vergleich zum Vorjahr in Summe konstant geblieben. Die Mieten und Nebenkosten haben sich dabei im Jahr 2023 gegenüber 2022 um T€ 116 auf T€ 452 verringert. Dies resultiert aus dem Umzug am Standort München in die Räumlichkeiten der Medienfabrik mit einer deutlichen Reduktion der Flächen. Im Gegenzug sind die Kosten für Versicherungen und Werbe- und Reisekosen gestiegen.

Die Position enthält weiterhin Kosten für EDV und Telefonie von T€ 464, Rechts- und Beratungskosten von T€ 736, Reisekosten von T€ 187 und Werbe- und Repräsentationsaufwendungen von T€ 331.

Die Mitarbeiterzahl hat sich zum Vorjahresvergleich um 7 Mitarbeiter erhöht. Die Personalkosten sind jedoch mit T€ 12.623 im Vergleich zum Vorjahr (2022: T€ 11.204), um 13,0% sehr deutlich gestiegen. Dies ist neben den erfolgten Gehaltsanpassungen und des Mitarbeiterwachstums im Wesentlichen auf erhöhte Bonuszahlungen zurückzuführen, die aufgrund der überdurchschnittlichen Zielerreichung 2023 deutlich über dem Vorjahr liegen.

Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden die Kundenzufriedenheit durch regelmäßige Befragungen und die Mitarbeiterzufriedenheit durch strukturierte Mitarbeitergespräche überwacht.

b) Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag wurden immaterielle Vermögensgegenstände von T€ 36 (31.12.2022: T€ 43) und Sachanlagen von T€ 67 (31.12.2022: T€ 44) ausgewiesen. Der Zugang bei den Sachanlagen resultiert aus Mietereinbauten im Rahmen des Umzugs in die Medienfabrik am Standort München und Investitionen in Hardware für die Mitarbeiter. Resultierend aus dem MBO in 2019 liegen die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen Ende 2023 bei T€ 1.263. Aus der Beteiligung an der CIS AG in Höhe von 68% der Anteile und den Anteilen an der Deliberate GmbH in Höhe von 51% ergeben sich Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 2.133 (31.12.2022: T€ 2.146). Der Geschäftsbereich der Futurelab wurde in 2023 in die infinit.cx integriert und die Futurelab GmbH devestiert.

Vorräte werden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 571 (31.12.2022: T€ 233) ausgewiesen. Es handelt sich dabei um Bestände aus unfertigen Leistungen, die erst in 2024 fertiggestellt und abgenommen werden.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung betragen T€ 3.003 (31.12.2022: T€ 1.884). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag T€ 8.784 (31.12.2022: T€ 6.296). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft infinit.cx Beteiligungsgesellschaft mbH aus der Finanzierung des MBO, sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Deliberate GmbH und der CIS AG.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert T€ 238.

Durch das positive Jahresergebnis ist ein weiterer Anstieg der Eigenkapitalposition, um T€ 3.723 zu verzeichnen auf T€ 10.464. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 31.12.2023 rd. 41 %.

Die Pensionsrückstellungen sind mit T€ 308 (31.12.2022: T€ 387) etwas reduziert gegenüber dem Vorjahr zu bilanzieren. Ein Bezugsberechtigter ist von der aktiven in die passive Phase gewechselt.

Die Steuerrückstellungen haben sich auf T€ 874 (31.12.2022: T€ 1.202) verringert.

Die Sonstigen Rückstellungen sind von T€ 1.314 auf T€ 1.918 deutlich gestiegen. Dies ist durch gestiegene Rückstellungen für Personalkosten (Boni) auf T€ 1.093 (Vorjahr: T€ 737), erhöhte Rückstellungen für vorerfasste Rechnungen (T€ +142) und drohende Verluste (T€ +22) begründet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31.12.2023: T€ 1.575 (Vorjahr: T€ 3.168) und haben sich aufgrund der vereinbarten Tilgungen entsprechend reduziert.

Zum 31.12.2023 sind deutlich niedrigere erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 601 (Vorjahr: T€ 2.137) eingegangen. Dies ist unter anderem auf den Zuwachs im Cloud-Geschäft zurückzuführen, da hier eine nachgelagerte Abrechnung erfolgt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bestehen im Wesentlichen aus abgerechneten Lizenz- und Wartungseinkäufen von den Software-Partnern und liegen zum 31.12.2023 bei T€ 1.235 (31.12.2022: T€ 404).

Die sonstigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 sind mit T€ 892 (31.12.2022: T€ 817) etwas höher als im Vorjahr. Dies liegt insbesondere an Verbindlichkeiten für Lohn und Gehalt in Höhe von T€ 189.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 7.780 (31.12.2022: T€ 4.374) werden bereits bezahlte Wartungs-, SaaS, und Dienstleistungsverpflichtungen mit Dritten ausgewiesen, die in 2024 noch zu leisten sind.

c) Finanzlage

Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die laufenden Verpflichtungen der Gesellschaft erfüllt werden.

Kapitalstruktur

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind mit Ausnahme der Pensionsverpflichtung und des Darlehens kurzfristig und zeigen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2013: € 4,3 Mio zu 31.12.2022: € 6,5 Mio)

Investitionen

Die Gesellschaft tätigte in der Berichtsperiode Investitionen in Sachanlagen von rd. T€ 100.

Liquidität

Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel von T€ 4.296 (31.12.2022: T€ 5.653) verfügbar. Kurzfristige Fremdmittel zur Finanzierung der Unternehmenstätigkeit waren nicht erforderlich. Zusätzlich besteht eine im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommene Kontokorrentline in Höhe von T€ 500 bei der Deutschen Bank zu Verfügung.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft entsprechend den Ertrags- und Liquiditätsplanungen gesichert ist. Um mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können, wird die Liquiditätsplanung auf Monatsbasis erstellt und die Liquiditätssituation permanent überwacht.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiterentwicklung

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter (inklusive Teilzeitkräfte) erhöhte sich auf 122 zum 31.12.2023 von 115 am 31.12.2022 (keine Auszubildenden). Durchschnittlich waren im Berichtszeitraum 119 Mitarbeiter beschäftigt.

Profitabilitätsentwicklung

Die Profitabilität hat mit einem operativen EBITDA von 11,9 % zur Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 weiter verbessert (Vorjahr: 10,7 %). Dies lag insbesondere an dem deutlich gesteigerten Umsatz. Dank der stabilen internen Kostenstruktur konnte die EBITDA-Marge trotz fallender Rohertragsmargen gesteigert werden.

Das EBITDA unter Berücksichtigung des Beteiligungsergebnisses i.H.v. € 1,2 Mio. lag 2023 bei € 4.977 Mio (Vorjahr: € 2.796 Mio), was einer EBITDA-Marge von 15,6 % (Vorjahr: 11,3 %) entspricht. Das Beteiligungsergebnis resultiert aus Auschüttungen bei der CIS AG.

Das Management der infinit.cx arbeitet weiter intensiv an der Steigerung der Profitabilität, insbesondere mit folgenden Maßnahmen:

1.

Weiterer Ausbau des Vertriebsteams

2.

Standardisierung und Optimierung der operativen Prozesse und Lieferleistung

3.

Weitere Ausbau des Geschäfts im Bereich Cloud-Omnichannel und digitale Portfoliobereiche

4.

Ergänzung der Delivery Teams durch Fachexperten aus Osteuropa

5. Gesamtaussage

Die gute Entwicklung der Umsatz und Ertragssituation der infinit.cx bestätigt die Strategie, die infinit.cx Gruppe als Nr. 1 Anbieter im Bereich der komplexen Omnichannel Contact Center in Europa zu etablieren.

Durch die frühzeitige Reaktion auf globale technologische Trends ist der Ausblick für das Jahr 2024 positiv und es wird mit einem deutlichen Umsatzwachstum und bei gleichbleibender Profitabilität gerechnet. Das Portfolio wurde sowohl im Bereich der Eigenleistungen als auch der Partnertechnologien deutlich erweitert.

Die intensive Weiterentwicklung der Firmenidentität und Positionierung trägt zur weiteren Intensivierung der Kundenbeziehungen bei und ermöglicht Personalwachstum in sehr wettbewerbsorientierten Arbeitsmarktsegmenten.

Das Management sieht sich in der aktuellen Ausrichtung des Unternehmens bestätigt und sieht nur wenig Einfluss der negativen gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftsentwicklung auf das wenig konjunkturabhängige Geschäftsmodell der infinit.cx. Im Gegenteil werden positive Effekte im Bereich der Digitalen Automatisierung und des verstärkten Einsatzes von künstlicher Intelligenz und der damit verbundenen Einsparungspotenziale bei den Auftraggebern erwartet.

III) Prognosebericht

Nach der Prognose des Digitalverbands Bitkom soll der Umsatz mit Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Deutschland im Jahr 2024 bei rd. € 224,3 Mrd. deutlich über dem Vorjahr liegen. Treiber der Entwicklung ist weiter der hohe Druck zur Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen insbesondere mit Hilfe des Einsatzes von künstlicher Intelligenz. Um weiter wettbewerbsfähig zu sein zwingt der Mangel an Arbeitskräften auch für weniger qualifizierte Tätigkeiten (z.B. Call Center Agents) die Kunden der infinit.cx, die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und Dienstleistungen wie z.B. durch den Einsatz von Chat-Bots voranzutreiben.

Maßgeblich für den Geschäftsbereich der infinit.cx ist im Jahr 2024 eine erwartete deutliche weitere Steigerung im Bereich der Adaption von Cloud Liefermodellen, der zugehörigen Cloud2Cloud Integration sowie die weitere Digitalisierung und Automatisierung von Kundendialogen durch KI-gestützte Bot Implementierungen zu erwarten. Zusätzlich wird die infinit.cx die Partnerschaft mit Sprinklr auf in der gemeinsamen Marktbearbeitung vertiefen und gleichzeitig die Kooperation mit dem langjährigen Partner Genesys optimieren. Die Portfolioentwicklung wird im Jahr 2024 die Erweiterung im Bereich Omnichannel Cloud und Dialogautomatisierung fokussieren.

Darstellung erwarteter Geschäftsverlauf in 2024

Die Geschäftsführung der infinit.cx geht weiter von einem hohen Bedarf an Lösungen im Bereich digitale Kundenkommunikation aus. Auch hier hat insbesondere Deutschland bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen weiter einen hohen Nachholbedarf. Von daher sieht sich die infinit.cx in ihrer Marktnische strategisch sehr gut positioniert, um in einem wachsenden Nischenmarkt von der zunehmenden Digitalisierung bei ihren Kunden profitieren zu können. Im Bereich der Bestandskunden wird ein weiteres Umsatzwachstum im Kontext der Digitalisierung, insbesondere beim Einsatz von künstlicher Intelligenz erwartet und die eingeschlagene Strategie konsequent weiterverfolgt.

Für das etablierte Kerngeschäft der infinit.cx GmbH, der Integration hochkomplexer Omni-Kanal- Routing-Plattformen, sehen die Analysten weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum, insbesondere im Bereich der Cloud Lösungen. Der Markt profitiert dabei vom Lebenszyklus der installed base im DACH-Raum und der weiteren Konsolidierung bei den Plattformherstellern.

Durch das Auslaufen des Supports für On-premise Lösungen durch die Plattformhersteller steigt der Druck auf die Kunden sich mit Cloud-Lösungen zu beschäftigen. Nach dem traditionellen Vorreiter in der Branche, der Telekommunikationsindustrie hat nun die Versicherungsbranche begonnen sich mit Cloud-Lösungen für die bestehenden Kommunikationssysteme zu beschäftigen.

Der bereits 2018 etablierte Portfoliobaustein artificial intelligence (künstliche Intelligenz) wird weiteren Beitrag zum Umsatz liefern und sich als stabile Säule im Revenue Split der infinit.cx etablieren. Die gute Geschäftsentwicklung in 2023 bei den standardisierten Angebotsbestandteilen in den Bereichen Omnikanal, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz wird sich in 2024 weiter fortsetzen. Die infinit.cx setzt unverändert auf Entwicklungspartnerschaften mit Kunden unterschiedlicher Marktsegmente, um das künftige Portfolio nah am Markt zu entwickeln und althergebrachte Produktentwicklungsmethoden bzw. Business Development Ansätze dem agilen Marktumfeld anzupassen.

Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse von ca. € 35,2 Mio erwartet. Die Planung für das Jahr 2024 kommt zu einem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBITDA) von € 3,9 Mio bei einer Umsatzrendite von rd. 11 %.

IV. + V.) Chancen und Risikobericht

Der ITK-Markt unterliegt stetigen Marktveränderungen und einem intensiven Wettbewerb. Die infinit.cx GmbH ist operativ und strategisch gut positioniert, um von der Dynamik der Märkte zu profitieren und diese als Wachstumschance nutzen zu können. Gleichzeitig ist das unternehmerische Handeln darauf ausgerichtet, mögliche Risiken zu erfassen und aktiv zu steuern.

Im Einklang mit der langfristig ausgelegten Unternehmensstrategie versucht die Gesellschaft keine unangemessenen Risiken einzugehen. Dennoch ist das Unternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unvermeidlich unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus dem operativen Geschäft selbst, aber auch aus geänderten Umfeldbedingungen ergeben.

Wesentliche Risikofelder werden insbesondere in den Bereichen konjunkturelles Umfeld, Marktumfeld, Mitarbeiterfluktuation, System- und Netzwerkinfrastruktur und Forderungsausfälle gesehen.

Konjunkturelles Umfeld

Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens wird von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der konjunkturellen Entwicklung im ITK-Markt beeinflusst. Ein positives konjunkturelles Umfeld wirkt sich positiv auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage aus. Eine konjunkturelle Eintrübung hingegen beeinflusst die Geschäftsentwicklung negativ.

Marktumfeld

Der rasante technologische Wandel in Unternehmen, sich neu etablierende Branchenstandards, regelmäßige Einführungen von neuen Produkten und Dienstleistungen und sich schnell ändernde Anforderungen seitens der Kunden kennzeichnen den ITK-Markt. Dieser ist zusätzlich geprägt durch einen starken Wettbewerb. Die Wettbewerbsintensität könnte sich durch den Markteintritt von neuen großen Wettbewerbern erhöhen. In der Folge könnten das Wachstum und / oder die erzielbaren Margen negativ beeinflusst werden. Das Marktumfeld wird laufend beobachtet, sich ergebende mögliche Wachstumschancen geprüft und Differenzierungspotential gegenüber Wettbewerbern genutzt.

Mitarbeiterfluktuation

Der Unternehmenserfolg hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation seiner Mitarbeiter ab. Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, qualifizierte Fach- und talentierte Nachwuchskräfte in ausreichendem Umfang zu adäquaten Kosten zu akquirieren und an sich zu binden, können das weitere Wachstum und der wirtschaftliche Erfolg signifikant beeinträchtigt werden. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld, eine leistungsgerechte Vergütung, Zusatzleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten, um diese Risiken zu minimieren.

System- und Netzwerkinfrastruktur

Die Geschäftsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation der Gesellschaft basieren vollständig auf cloudbasierten Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall dieser Systeme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse führen. Diesen Risiken wird durch kontinuierliche Datensicherungen, Notfallpläne bei Systemausfällen sowie der Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien begegnet.

Business Impact Analysis (BIA) und Business Continuity Management (BCM) werden als Standardprozesse im Unternehmen etabliert. Die IT-Systeme der infinit.cx basieren inzwischen vollumfänglich auf einer Cloud-Infrastruktur. Zur Aufdeckung von Cyberrisiken wird mit Sicherheitsfachleuten zusammengearbeitet, die die Infrastruktur auf Schwachstellen untersuchen.

Forderungsausfälle

Durch Forderungsausfälle könnte ein erhöhter Liquiditätsbedarf entstehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden kontinuierlich hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit bewertet und bei Auffälligkeiten Wertberichtigungen vorgenommen. Zudem wird durch konsequentes Forderungsmanagement auf Geschäftsführungsebene das Risiko von Forderungsausfällen minimiert.

Rechtliche Risiken

Aus laufenden oder anstehenden rechtlichen Auseinandersetzungen werden keine wesentlichen Risiken erwartet. Die Risiken aus bestehenden oder neu abzuschließenden Kundenverträgen werden permanent beobachtet und bewertet.

Globale Risiken

Das Risiko, dass globale Krisen (Ukrainekrieg und Gaza-Konflikt, ein möglicher Krieg der Weltmächte USA und China, Zerfall der EU, Weltklimakrise, Auftreten einer virusinduzierten Krise) zum Untergang des europäischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems führen, hat sich seit 2020 deutlich erhöht. Kurzfristig wird die Eintrittswahrscheinlichkeit gering eingeschätzt. Es werden aber globale Risiken als wesentliches Risiko durch die Geschäftsführung beobachtet.

Bewertung der Risikokategorien

Die Einstufung der Risiken hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf die Ertragslage erfolgt mittels einer Bewertungsmatrix. Die dabei verwendeten Definitionen werden nachstehend erläutert.

Erläuterung der Definitionen

Grad der Auswirkungen Definition der Auswirkungen
katastrophal Es entsteht ein Sicherheitsrisiko oder es liegt eine Nichterfüllung gesetzlicher Vorschriften vor. Es gibt einen Totalausfall und es wird ein sofortiger schwerwiegender Schaden mit potenziell katastrophalen Auswirkungen erwartet, der über einen längeren Zeitraum anhalten kann.
Kritisch Die Funktionsfähigkeit ist stark eingeschränkt oder es gibt Funktionseinschränkungen wichtiger Teilsysteme. Ein mittelschwerer wirtschaftlicher Schaden mit mittelfristigen bis langfristigen Auswirkungen wird erwartet.
Spürbar Die Funktionsfähigkeit ist eingeschränkt und ein spürbarer wirtschaftlicher Schaden mit kurzfristigen Auswirkungen ist zu erwarten.
Gering Geringe Funktionsbeeinträchtigung und nur geringer wirtschaftlicher Schaden ist zu erwarten.

Eintrittswahrscheinlichkeiten:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
> 32% häufig
< 32% möglich
< 10% selten
< 3% unwahrscheinlich

Bewertungsmatrix

Eintrittswahrscheinlichkeit / Grad der Auswirkungen Gering Spürbar Kritisch katastrophal
> 32% M M H H
< 32% G M M H
< 10% G G M M
< 3% G G G M

H: Hohes Risiko

M: Mittleres Risiko

G: Geringes Risiko

Einstufung der Risikokategorien

Risikokategorie Eintritt Risiko Auswirkungen Ertragslage Bewertung Risiko
Konjunkturelles Umfeld Mittel Wesentlich Hoch
Marktumfeld Mittel Wesentlich Hoch
Mitarbeiterfluktuation Gering Moderat Mittel
System- und Netzwerkinfrastruktur Gering Wesentlich Mittel
Forderungsausfälle Gering Wesentlich Gering
Rechtliche Risiken Gering Wesentlich Mittel
Globale Risiken Gering Wesentlich Hoch

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation

Die Geschäftsführung sieht für das Geschäftsmodell der infinit.cx gute Chancen weiterhin von einem wachsenden Markt im Bereich digitaler Kundenkommunikation und insbesondere neuen Marktbereichen wie künstlicher Intelligenz zu profitieren und die Marktposition weiter auszubauen. Die in den vergangenen Jahren optimierten Kostenstrukturen stellen eine gute Grundlage für die Geschäftstätigkeit in den Folgejahren dar. Risiken, die über die genannten hinausgehen und den Bestand oder die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen können, sind der Geschäftsführung nicht bekannt. Operative Risiken werden im Rahmen des internen Risikomanagementsystems erfasst, bewertet und adressiert.

 

München, im März 2024

Stefan Grünzner, Geschäftsführer

Sven Stoecker, Geschäftsführer

Dr. Jörg Winkler, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die infinit.cx GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der infinit.cx GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der infinit.cx GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, den 20. März 2024

Concept Renkes & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Joachim Wittlich, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses:

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am: 05.07.2024

Gewinnverwendungsbeschluss:

In der Gesellschafterversammlung vom 05.07.2024 wurde folgender Beschluss gefasst:

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von EUR 3.723.346,55 wird hiermit genehmigt und auf neue Rechnung vorgetragen.

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