MH Power Systems Europe Service GmbHLiquidiert

47229 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 8902
Vorher
Lurgi Lentjes Service GmbHLLS Standardkessel Service GmbHThyssenKrupp Xervon Energy GmbHXervon Energy GmbHHitachi Power Europe Service GmbH
Eingetragen
16.4.2002
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem Wasser
Gegenstand
ist der Vertrieb, die Planung, Herstellung, Modernisierung, Instandhaltung, Montage und Inbetriebnahme von Anlagen und Komponenten des Industriekessel- und Industrieanlagenbaus sowie Serviceaktivitäten aus dem Bereich der Energie- und Umwelttechnik und die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung.

Historie

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Management

NameRolle
Hermann Pannen
seit 27.7.2015
Prokura
Silke van Limbeck
seit 6.2.2015
Prokura
Geschäftsführer
Bernd Heinz Thiel
seit 6.2.2015
Prokura
Christian Unger
seit 9.1.2015
Geschäftsführer
Klaus Schumacher
seit 8.12.2014
Prokura
Ina Hundenborn
seit 9.1.2014
Prokura
Susanne Grudnick
seit 4.5.2011
Prokura
Werner Auel
seit 4.5.2011
Prokura
Prokura
Jürgen Stirn
seit 30.4.2003
Prokura
Dietmar Rech
seit 30.4.2003
Prokura
Thomas Jahrmarkt
seit 6.12.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH
Germany
1.300.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

MH Power Systems Europe Service GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MH Power Systems Europe Service GmbH (vormals: Hitachi Power Europe Service GmbH), Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 21. März 2014

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klute, Wirtschaftsprüfer

Huppertz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.837.612,45   5.176.171,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.378.860,31   0,00
    6.216.472,76 5.176.171,31
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 180.546,66   239.299,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 520.748,99   479.286,82
    701.295,65 718.586,35
    6.917.768,41 5.894.757,66
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 329.385,84   341.405,14
2. Unfertige Leistungen 35.425.124,61   36.932.399,87
3. Geleistete Anzahlungen 16.319.077,49   14.456.462,25
  52.073.587,94   51.730.267,26
4. Erhaltene Anzahlungen -38.589.066,66   -45.836.716,11
    13.484.521,28 5.893.551,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.416.701,09   3.753.186,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.098.179,70   965.140,27
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.186.809,44   4.024.260,69
    11.701.690,23 8.742.587,32
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   2.020.857,71 10.518.926,88
    27.207.069,22 25.155.065,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten   167.340,90 173.101,00
    34.292.178,53 31.222.924,01

Passiva

     
    31.12.2013 31.12.2012
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   1.300.000,00 1.300.000,00
II. Kapitalrücklage   172.117,07 172.117,07
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen   935.954,40 935.954,40
    2.408.071,47 2.408.071,47
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.786.740,00   13.206.674,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.519.776,80   4.569.195,03
    18.306.516,80 17.775.869,03
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.525.000,00   0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.680.934,27   3.543.417,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.847.174,38   6.093.651,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 524.481,61   1.401.914,02
    13.577.590,26 11.038.983,51
    34.292.178,53 31.222.924,01

Gewinn- und Verlustrechnung für 2013

2012
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 72.125.490,16   70.121.885,77
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -1.507.275,26   -15.443.736,20
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.490.451,56   1.686.158,99
    72.108.666,46 56.364.308,56
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -17.318.515,61   -13.726.553,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -24.059.223,51   -17.264.452,85
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -18.874.777,67   -16.682.189,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.717.458,94   -3.463.162,41
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -802.085,70   -349.709,02
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.441.100,67   -6.575.368,34
    -72.213.162,10 -58.061.435,66
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00   9,32
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 134.680,40   132.433,12
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -832.858,11   -684.596,04
    -698.177,71 -552.153,60
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -802.673,35 -2.249.280,70
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -118.657,79   -2.107,25
13. Sonstige Steuern -6.606,00   -9.762,50
    -125.263,79 -11.869,75
14. Erträge aus Verlustübernahme   927.937,14 2.261.150,45
15. Jahresüberschuss   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 31.1.2014 von Hitachi Power Europe Service GmbH in MH Power Systems Europe Service GmbH umfirmiert. Die Handelsregistereintragung ist bis zum 1.3.2014 noch nicht erfolgt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden grundsätzlich beibehalten.

Im Einzelnen wurden die Vermögens- und Schuldposten wie folgt bilanziert und bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Dabei werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren zugrunde gelegt.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt pro rata temporis auf der Grundlage der branchenüblichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Zeitwert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert gesunken ist.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

 

technische Anlagen und Maschinen: 4-13 Jahre

 

Betriebs-, Büro- und sonstige Geschäftsausstattung: 1-13 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150 werden im Jahr des Zugangs direkt als betriebliche Aufwendungen erfasst. Bis zum 30.11.2011 wurde für Anlagenzugänge ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 150, aber nicht mehr als EUR 1.000 betrugen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Seit dem 01.12.2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 150 und EUR 410 im Jahr der Anschaffung aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einstandspreisen zuzüglich Nebenkosten, abzüglich Skonti unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Darüber hinaus werden gegebenenfalls Gängigkeitsabschläge auf Basis einer Reichweitenanalyse vorgenommen.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Darüber hinaus werden in die Bewertung der Vorräte auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Abschläge zur verlustfreien Bewertung werden, soweit erforderlich, aktivisch als Wertberichtigung vorgenommen. Für einen darüber hinausgehenden Verlustanteil werden gegebenenfalls Drohverlustrückstellungen gebildet.

Geleistete Anzahlungen werden zu Nennwerten angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden - soweit möglich - vom Gesamtbestand der Vorräte offen abgesetzt.

Übrige Posten des Umlaufvermögens

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 32,89%. Es bestehen latente Steuern aus Bilanzpostendifferenzen, insbesondere im Bereich der Rückstellungen, die aus unterschiedlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden resultieren. Latente Steuern werden aufgrund des Wahlrechtes nach § 274 (1) HGB nicht aktiviert.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der versicherungsmathematischen projezierten Einmalbetragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Basis der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Gehaltssteigerungsrate von 1,5 % (i. Vj. 1,5%) und einem Rententrend von 1,5 % (i. Vj. 1,5%), zugrunde liegt der Belegschaftsstand vom 01.10.2013. Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz gem. der Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank, der sich bei einer angenommenen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt; dabei wurde ein Zinssatz in Höhe von 4,88% (i. Vj. 5,05%) verwendet.

Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumszuwendungen und Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen; sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Längerfristige Rückstellungen werden unter Verwendung des zum Stichtag durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB über ihre Laufzeit abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter gemäß § 268 Abs. 2 HGB dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen am Ende des Geschäftsjahres beinhalten u. a. Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH, Duisburg i.H.v. TEUR 1.103. Diese resultieren aus Forderungen aus Verlustübernahme (TEUR 928) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 175). Im Vorjahr beinhaltete diese Position Forderungen gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter Hitachi Power Europe GmbH, Duisburg, aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 965.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 1.300.

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um Andere Gewinnrücklagen aufgrund der Effekte aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 01.10.2010.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere Personalaufwendungen TEUR 1.923 (i.Vj. TEUR 1.571), Nachlaufkosten TEUR 948 (i.Vj. TEUR 1.510) sowie Garantieverpflichtungen TEUR 886 (i.Vj. TEUR 1.108).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen u. a. i.H.v. TEUR 4.885 gegenüber der Gesellschafterin Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH, Duisburg, und resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr beinhaltete diese Position Verbindlichkeiten gegenüber der ehemaligen Gesellschafterin Hitachi Power Europe GmbH, Duisburg, i.H.v. TEUR 6.087, ebenfalls aus Lieferungen und Leistungen.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 279 (i. Vj. TEUR 225) auf Lohnsteuern und TEUR 187 (i. Vj. TEUR 1.127) auf ausländische Umsatzsteuern (Südafrika; i. Vj. Österreich).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Am Bilanzstichtag bestanden Leasingverträge für PKW sowie Mietverträge für Verwaltungsgebäude und Lagerflächen mit folgenden Fälligkeiten:

bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren mehr als fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 865 2.814 1.951

Für alle vorgenannten Transaktionen besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung marktübliches Verhältnis von Chancen und Risiken.

Bei den vorgenannten Miet- und Leasinggeschäften steht nicht die Finanzierung im Vordergrund, sondern die Inanspruchnahme von Dienstleistungen wie z.B. die Anmietung von Bürofläche oder das Fuhrparkmanagement im Bereich der Dienstwagen.

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine Verpflichtungen.

Haftungsverhältnisse

Die MH Power Systems Europe Service GmbH wickelt vereinzelt Aufträge in Konsortien ab. Diese Vertragsverhältnisse sehen eine gesamtschuldnerische Haftung für die von allen Konsorten gegenüber dem Auftraggeber erbrachten Leistungen vor. Neben Haftungsverhältnissen aus wirtschaftlich noch nicht abgeschlossenen Aufträgen besteht eine gesetzliche Nachhaftung für beendete Konsortialaufträge. Haftungsrisiken kommen dabei jedoch nur dann zum Tragen, wenn die Konsorten ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und im Fall einer Inanspruchnahme der Gesellschaft sich die ihr zustehenden Rückgriffsansprüche gegen die Konsortialpartner als nicht werthaltig erweisen. Weder aus Erfahrungen der Vergangenheit noch aus der Beurteilung der gegenwärtigen Lage liegen uns Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme der Gesellschaft vor.

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Derivative Finanzinstrumente

Im Berichtsjahr wurden für die MH Power Systems Europe Service GmbH keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Exposures hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung getätigt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2013 2012
TEUR TEUR
Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten    
Bundesrepublik Deutschland 55.551 51.320
Übrige EU-Staaten 5.886 15.269
Übrige europäische Länder 240 315
Übrige 10.448 3.218
  72.125 70.122

Die Umsätze in den übrigen europäischen Ländern wurden im Geschäftsjahr in der Russischen Föderation realisiert.

Die Position Übrige enthält Umsätze in Höhe von TEUR 6.617 (i.Vj. TEUR 0) aus Aufträgen in Südafrika

2013 2012
TEUR TEUR
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen    
Lieferung von Anlagen 26.401 25.547
Service & Ersatzteilgeschäft 45.724 44.575
  72.125 70.122

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremden Beträge von TEUR 699 (i.Vj. TEUR 147) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

In dieser Position sind Erträge aus Währungsumrechnungen von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 285) enthalten.

Personalaufwand

Von den im Personalaufwand enthaltenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 3.717 (i.Vj. TEUR 3.463) entfallen auf die Altersversorgung TEUR 442 (i.Vj. TEUR 503).

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Softwarelizenzen i.H.v. TEUR 36 vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Beträge von TEUR 52 (i. Vj. TEUR 27) enthalten.

In dieser Position sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von TEUR 142 (i. Vj. TEUR 345) enthalten.

Zinsergebnis 2013 2012
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135 132
--davon aus verbundenen Unternehmen-- (85) (93)
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 833 685
--davon aus verbundenen Unternehmen-- (144) (9)

Aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen sind Erträge in Höhe von TEUR 36 (i.Vj. TEUR 31) in den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie aus Aufzinsung solcher Rückstellungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 689 (i.Vj. TEUR 675) in den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Zahl der Mitarbeiter

Im Durchschnitt war folgende Anzahl von Mitarbeitern (ohne Geschäftsführung und ohne Auszubildende) beschäftigt:

2013 2012
Gewerbliche 66 68
Angestellte 177 161
Mitarbeiter 243 229

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB für das Jahr 2013 berechnete Honorar in Höhe von TEUR 55 wird ausschließlich für erbrachte Abschlussprüfungsleistungen gewährt.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2013 hatte die Gesellschaft keine für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen, soweit diese nicht mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigen Anteilsbesitz stehen und nicht in den Konzernabschluss Hitachi Ltd. einbezogen sind, sowie mit nahe stehenden Personen getätigt.

Organe der Gesellschaft

Der Geschäftsführung gehörten an:

 

Herr Dipl.-Ing. Hans-Josef Sandkaul, Dormagen (Vorsitzender)

 

Herr Dipl.-Ing. Thomas Jahrmarkt, Ratingen

 

Frau Dipl.-Ing. Mechthild Angleys, Schorndorf (seit 1.9.2013)

Bezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Die MH Power Systems Europe Service GmbH ist zum Bilanzstichtag ein Tochterunternehmen (100%) der Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH, Duisburg, und über diese ein verbundenes Unternehmen der Hitachi Ltd., Tokyo, Japan.

Mit dem ehemaligen Gesellschafter Hitachi Power Europe GmbH als herrschendes Unternehmen ist am 2.4.2013 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen worden.

Die MH Power Systems Europe Service GmbH gehört zum Bilanzstichtag über die Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH zum Konzernkreis der Hitachi Ltd., Tokio, Japan. Der Jahresabschluss der MH Power Systems Europe Service GmbH wird in den Konzernabschluss der Hitachi Ltd. einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist in japanischer Sprache auf der Homepage der japanischen Security Exchange Commission (Electronic Disclosure for Investors' NETwork/http://info.edinet-fsa.go.jp) und in englischer Sprache auf der Homepage der Hitachi Ltd., Tokio, Japan, (http://www.hitachi.com/IR-e/library/stock/index.html) abrufbar.

 

Duisburg, den 1. März 2014

Die Geschäftsführung

H.-J. Sandkaul

M. Angleys

T. Jahrmarkt

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.073.801,28 150.587,40 170.785,80 7.053.602,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.532.067,01 0,00 1.532.067,01
  7.073.801,28 1.682.654,41 170.785,80 8.585.669,89
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 661.592,48 0,00 8.021,15 653.571,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.066.958,09 237.538,66 113.907,14 2.190.589,61
  2.728.550,57 237.538,66 121.928,29 2.844.160,94
  9.802.351,85 1.920.193,07 292.714,09 11.429.830,83
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.897.629,97 396.839,16 78.478,70 2.215.990,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 153.206,70 0,00 153.206,70
  1.897.629,97 550.045,86 78.478,70 2.369.197,13
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 422.292,95 58.752,87 8.021,15 473.024,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.587.671,27 193.286,97 111.117,62 1.669.840,62
  2.009.964,22 252.039,84 119.138,77 2.142.865,29
  3.907.594,19 802.085,70 197.617,47 4.512.062,42
Buchwerte
31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.837.612,45 5.176.171,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.378.860,31 0,00
  6.216.472,76 5.176.171,31
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 180.546,66 239.299,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 520.748,99 479.286,82
  701.295,65 718.586,35
  6.917.768,41 5.894.757,66

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

1. Allgemeines

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 war für die Gesellschaft das erste vollständige Jahr im Hitachi-Konzern, nachdem im Vorjahr zum 31.07.2012 der Verkauf an Hitachi Power Europe GmbH (HPE) erfolgte.

Im ersten Halbjahr 2013 wurden mit dem Gesellschafter intensive Diskussionen hinsichtlich der zukünftigen strategischen Ausrichtung der Gesellschaft geführt. Anschließend wurden die beiden Bereiche Komponenten (Bekohlungs-, Mahl- und Entaschungsanlagen) und Service der HPE mit 38 Mitarbeitern zum 1. Juli 2013 im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs gemäß § 613 a BGB auf die Gesellschaft übertragen. Dadurch sollen alle Serviceaktivitäten der HPE-Gruppe in der Gesellschaft gebündelt werden. Weiterhin soll zukünftig neben dem bisherigen industriellen Kundenkreis der Service für Großdampferzeuger angeboten werden.

Ferner gaben die japanischen Konzerne Mitsubishi Heavy Industries Ltd. und Hitachi Ltd. bekannt, dass Sie ihre jeweiligen Geschäftsbereiche "Thermische Kraftwerksaktivitäten" zukünftig in einem gemeinsamen Joint Venture bündeln werden. Diese Geschäftsbereiche und die entsprechenden Tochterunternehmen, also auch unsere Gesellschaft, werden in eine neue gemeinsame Gesellschaft mit dem Namen Mitsubishi Hitachi Power Systems Ltd. eingebracht.

In diesem Zusammenhang wurde die Gesellschaft mit Gesellschafterbeschluss vom 31.1.2014 von Hitachi Power Europe Service GmbH in MH Power Systems Europe Service GmbH (MHPSES) umfirmiert.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Produkte und Leistungsspektrum

MHPSES gehört zu den international führenden Anbietern von Serviceleistungen rund um industrielle Energie- und Kraftwerksanlagen zwischen 20 und 2.200 Tonnen Dampf pro Stunde.

Das "Alles-aus-einer-Hand"-Konzept der MHPSES stützt sich auf ein breites Prozess- und Produkt-Know-how. Dadurch kann MHPSES seinen Kunden neben Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten auch komplexe Modernisierungs- und Optimierungsmaßnahmen und Wirkungsgradsteigerungen anbieten.

Weiterhin bietet MHPSES auch die Auslegung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Komponenten für Neuanlagen an. Dies sind zum Beispiel Abhitze- und direkt gefeuerte Kessel und Feuerungssystem für die industrielle Kundschaft. Seit dem 1. Juli 2013 ist die Gesellschaft in der Lage zusätzlich Komponenten für die Großdampferzeuger der Energieversorgungsunternehmen (EVU´s) zu liefern. Hierzu wurden, wie eingangs erläutert, die Bereiche Komponenten und Service der HPE auf die MHPSES übertragen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist die Sicherstellung von höchsten nationalen und internationalen Qualitätskriterien unserer Produkte und Leistungen sowie die Erfüllung der geforderten Normen und Regeln. Zu diesem Zweck unterliegt unser Unternehmen einem strengen und konsequenten Qualitätsmanagement.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Die Gesellschaft befasst sich seit 2012 mit der Thematik der solarthermischen Stromerzeugung. Die Nutzung der konzentrierten Sonnenstrahlung (Concentrating Solar Power - CSP) mittels Solarturmtechnik führte zu der Entwicklung von zwei patentierten Verfahren für die Dampferzeugung und thermischen Speicherung. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Forschungsprojekts soll eine signifikante Steigerung der Effizienz, sowie die Erhöhung der Flexibilität und Verfügbarkeit untersucht werden.

Weiterhin wurden verschiedene Entwicklungsprojekte für Kohlezuteiler, Stein- und Braunkohlemühlen sowie für Entaschungssysteme bearbeitet.

Regelmäßig sind die Ingenieure von MHPSES im Rahmen von konkreten Kundenaufträgen damit beschäftigt, bestehende Systeme und Komponenten zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Markt- und Geschäftsentwicklung

Bedingt durch die europäische Finanzkrise und vielen weiterhin offenen Fragen im Rahmen der Energiewende war die Nachfrageaktivität unserer Kunden in den vergangenen Jahren eher zurückhaltend. Mittlerweile scheint die Nachfrage wieder zu steigen, wobei ein intensiver Preiswettbewerb besteht. Darüber hinaus zeigten sich viele Kunden aufgrund der lange Zeit unklaren Gesellschaftersituation verunsichert. Unsere Kunden haben mittlerweile erkannt, dass MHPSES sich nunmehr in einem stabilen Gesellschafterverhältnis befindet. Das Vertrauen scheint zurückgekehrt.

Der Markt für neue Müllverbrennungs- und Ersatzbrennstoffanlagen in Deutschland bewegt sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Nennenswertes Geschäftsvolumen beim Neubau von Anlagen ist in Deutschland weiterhin nicht zu erwarten, wohl aber im Ausland. MHPSES war im abgelaufenen Jahr in Polen und Südkorea erfolgreich. MHPSES wurde von einem polnischen Kunden in 2013 mit der Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei luftgekühlten Verbrennungssystemen für eine neu zu errichtende Müllverbrennungsanlage beauftragt. Ein koreanischer Kunde beauftragte MHPSES mit der Lieferung eines Verbrennungssystems für eine Müllverbrennungsanlage in Korea. MHPSES wird auf Kundenwunsch die Montage- und Inbetriebnahme der Komponente begleiten und überwachen.

Notwendige Umbaumaßnahmen insbesondere in Osteuropa aufgrund der EU-Direktive zur Minderung der Emissionen von bestehenden Kraftwerken werden in den nächsten Jahren anstehen. Alte Kraftwerksblöcke müssen umgebaut werden, um die schärferen Grenzwerte für z. B. CO und NO x zu erfüllen.

Im Bereich der Großdampferzeuger wurde MHPSES Mitte des Jahres 2013 von einem englischen Kunden zur Lieferung von 60 LOW-NO x-Brennern beauftragt. Die Auslieferung ist für Anfang 2014 vorgesehen.

Im Projektgeschäft für die industrielle Kundschaft war MHPSES unter anderem bei einem namhaften deutschen Unternehmen der Chemie-Industrie erfolgreich. Hier konnte ein Auftrag über ca. EUR 8 Mio. gezeichnet werden mit einer Option auf weitere ca. Euro 6 Mio.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte MHPSES einen Auftragseingang in Höhe von EUR 73 Mio.; damit wurde der Wert des Vorjahres um annähernd 100% übertroffen. Während im Vorjahr lediglich kleinere und mittlere Aufträge zu verzeichnen waren, hat MHPSES in 2013 im Projektgeschäft einen Auftragseingang in Höhe von ca. EUR 22 Mio. erzielt, wovon EUR 8 Mio. auf das Inland und EUR 14 Mio. auf das Ausland entfallen. Die Abwicklung dieser Aufträge wird sich teilweise bis in das Jahr 2015 erstrecken.

Der Auftragsbestand zum Jahresende beträgt - abrechnungsbedingt - EUR 106,2 Mio. (i. Vj. EUR 105,1 Mio.).

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Umsatz/Betriebsleistung:

Der Umsatz des Geschäftsjahres betrug EUR 72,1 Mio. und lag leicht über dem Niveau des Vorjahres (EUR 70,1 Mio.). Der für 2013 geplante Umsatz lag bei rd. Mio. 90 Euro. Ursprünglich war geplant, die Geschäftsbereiche Komponenten und Service der HPE zum 1. Januar 2013 zu übernehmen. Durch die verspätete Übernahme und auch durch kundenseitige Projektverschiebungen konnten diese Bereiche nicht wie geplant zum Umsatzvolumen beitragen. Alle anderen Bereiche lagen leicht über dem Planansatz.

Die Betriebsleistung - Umsatz plus Bestandsveränderung - lag bei EUR 70,6 Mio. (Vorjahr EUR 54,7 Mio.).

MHPSES verfügt über keine eigene Fertigungsstätte. Die von MHPSES ausgelegten Anlagen und Komponenten werden daher von geeigneten und geprüften Unterlieferanten gefertigt und direkt auf die jeweilige Baustelle verfrachtet. Durch die permanente Überwachung von Fertigung und Montage durch eigenes Überwachungspersonal wird die erforderliche Qualität sichergestellt.

Der Materialaufwand einschließlich bezogener Leistungen ist im Berichtszeitraum von EUR 31,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 41,4 Mio. gestiegen.

Die über die Betriebsleistung ermittelte Materialquote ist gegenüber dem Vorjahr um 2%-Punkte auf 59% (Vorjahr 57%) gestiegen. Das Niveau der bezogenen Leistungen hat sich um EUR 6,8 Mio. erhöht, da aufgrund der höheren Betriebsleistung der Berichtsperiode ein erhöhtes Maß an Unterstützung durch Fremdpersonal notwendig war. Grundsätzlich schwankt die Materialquote immer auch aufgrund der Unterschiedlichkeit der Auftragsstruktur der jeweils abzuwickelnden Großaufträge.

Abschreibungen:

Das Abschreibungsvolumen (TEUR 802) hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 350) um TEUR 452 erhöht. Die Hauptursache hierfür war, dass zum 31.12.2012 und zum 01.07.2013 Vermögensgegenstände von HPE im Zusammenhang mit dem Teilbetriebsübergang erworben wurden.

Zinsergebnis:

Im Zinsergebnis sind unter anderem die Zinserträge (im Wesentlichen aus der Verzinsung der Forderung aus der Verlustübernahme 2012) und im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthalten. Das im Rahmen des Cash-Pooling und bei Banken angelegte Guthaben wird aufgrund des allgemein sehr niedrigen Marktniveaus nur noch deutlich unterhalb von 1 % verzinst.

Ergebnis:

Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftsstätigkeit hat sich zwar gegenüber dem Vorjahr verbessert, war aber weiterhin nicht befriedigend. Das Ergebnis der betriebsgewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Ergebnisausgleich durch den Gesellschafter) betrug minus TEUR 803 (Vorjahr minus TEUR 2.249) und lag in etwa auf Planniveau.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um ca. EUR 3,1 Mio. bzw. 10% auf EUR 34,3 Mio. (Vorjahr EUR 31,2) erhöht. Die Bilanz insgesamt wird im Wesentlichen durch den Stand der erhaltenen Anzahlungen am Stichtag im Verhältnis zum Grad der Anarbeitung von Großaufträgen, nämlich den unfertigen (noch nicht fakturierten) Leistungen, geprägt.

Auf der Aktivseite werden erhaltene Anzahlungen soweit möglich zunächst von den angearbeiteten Kundenaufträgen (Unfertige Erzeugnisse innerhalb der Vorräte) abgesetzt. Etwaige auftragsbezogene stichtagsbezogene Überfinanzierungen werden passivisch ausgewiesen (Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen).

Die Bilanzverlängerung auf der Aktivseite erklärt sich im Wesentlichen durch den Zugang der Bereiche Komponenten und Service im Anlagevermögen (1,0 Mio.), den Anstieg der Vorräte (7,6 Mio.) und der Forderungen (5,7 Mio.). Gegenläufig ist die Entwicklung der sonstigen Vermögensgegenstände (2,8 Mio.) und der Guthaben bei Kreditinstituten (8,5 Mio.).

MHPSES weist wie im Vorjahr ein Eigenkapital in Höhe von EUR 2,4 Mio. aus.

Insgesamt war MHPSES in den vergangenen Jahren nicht auf Fremdmittel angewiesen und finanzierte ihr Geschäft überwiegend aus Eigenmitteln und erhaltenen Anzahlungen. Mittlerweile ist zu erkennen, dass die Kunden ihr Anzahlungsverhalten geändert haben. Aus diesem Grund konnten entgegen den Erfahrungen aus der Vergangenheit, keine nennenswerten Cash-Flows aus neuen Großaufträgen erzielt werden. Deshalb war es notwendig eine Kreditlinie mit der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Ltd. über EUR 5 Mio. abzuschließen. Zum Stichtag 31.12.2013 waren EUR 1,5 Mio. davon in Anspruch genommen. Die Einbindung in den Hitachi-Konzern sicherte zudem während des Geschäftsjahres das Vorhalten ausreichender Finanzierungsmittel in Form von Bankgarantien.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MHPSES EUR 1,9 Mio. investiert. Den größten Anteil hatte darin der Kauf von Wirtschaftsgütern im Rahmen des Teilbetriebsübergangs der neuen Bereiche Komponenten und Service.

4. Mitarbeiter

Zum 31.12.2013 waren bei MHPSES - ohne Geschäftsführung - 273 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 225). Durch den Teilbetriebsübergang der Bereiche Komponenten und Service stieg die Zahl der Mitarbeiter um 38. Die Integration der neuen Mitarbeiter war in sehr kurzer Zeit abgeschlossen.

Auch in Zukunft wird der insbesondere durch Großbaustellen im In- und Ausland schwankende Personalbedarf durch Unterstützung von Fremdpersonal aufgefangen werden.

5. Nachtragsbericht

Das Joint Venture zwischen Mitsubishi Heavy Industries Ltd. und Hitachi Ltd. ist mit Wirkung zum 1. Februar 2014 gestartet. In diesem Zusammenhang firmierte der Gesellschafter am 26. Februar 2014 in Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH um. Ferner wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 31. Januar 2014 die Änderung der Firma von Hitachi Power Europe Service GmbH in MH Power Systems Europe Service GmbH beschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister wird im Laufe des Monats März 2014 erwartet.

6. Chancen- und Risikobericht

Unternehmen sind in ihrem unternehmerischen Handeln naturgemäß Risiken ausgesetzt. Eine vollständige Abwehr und Vermeidung aller potenziellen Risiken ist nicht möglich. Allerdings können geeignete Systeme einige Risiken ausschließen und die Eintrittswahrscheinlichkeit anderer Risiken reduzieren. MHPSES verfügt über entsprechende Systeme.

In sinnvollen Bereichen werden Risiken im Rahmen von üblichen Versicherungen auf Versicherer übertragen.

Weiterhin werden im Rahmen der wöchentlichen Managementrunden wesentliche, aktuelle Risiken aber auch Chancen diskutiert und gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und verfolgt. Besondere Schwerpunkte bilden im Rahmen der operativen Arbeit standardisierte Risikoanalysen in der Angebotsphase und danach die monatlich erstellten mitlaufenden Kalkulationen und Auftragsberichtserstattungen.

Absatzrisiken:

MHPSES bewegt sich in saisonal schwankenden Märkten. Daher werden bei MHPSES flexible Jahresarbeitszeitmodelle angewendet. So werden saisonale Ergebnisauswirkungen abgemildert. Die Strategie, verstärkt Großprojekte zu akquirieren, die lange Laufzeiten haben und daher saisonunabhängig sind, kann ebenfalls zur Minderung dieser Schwankungen beitragen. Der neue Geschäftsbereich der Komponenten ist als Zulieferer für HPE unter anderem von deren Markterfolg abhängig. Darüber hinaus wird wöchentlich die Kapazitätsauslastung geprüft. So können mögliche negative Tendenzen frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen zeitnah ergriffen werden.

Abwicklungsrisiken:

In vielen Unternehmen existieren zwischen Projektierung und Abwicklung Schnittstellen. MHPSES verfolgt den Ansatz, dass der Projektleiter in der Regel von der Projektierung bis zur Fertigstellung der Arbeiten und bis zum Ende der Gewährleistung verantwortlich ist. Der Projektleiter ist verantwortlich für die Einbindung der notwendigen internen Fachabteilungen. So wird bereits frühzeitig in der Projektierung die Verantwortung klar auf denjenigen übertragen, der die Verantwortung für die Ausführung trägt. Für Projekte mit einem Angebotswert von mehr als EUR 2,5 Mio. wird vor Abgabe eines bindenden Angebots eine intensive technische und kommerzielle Risikoprüfung durchgeführt. Die Ergebnisse werden dem Risikoboard des Gesellschafters vorgestellt, welches dann der weiteren Projektverfolgung und der Angebotsabgabe ggf. unter Auflagen zustimmt.

Beschaffungsmarktrisiken:

Stark schwankende Rohstoffpreise insbesondere von Stahlprodukten werden üblicherweise dadurch minimiert, indem bereits vor Auftragsannahme für die wesentlichen Komponenten verbindliche Angebote der Lieferanten vorliegen. Darüber hinaus wird der Beschaffungsmarkt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lieferzeiten laufend beobachtet und berichtet.

Personalrisiken:

Der weitere Erfolg des Unternehmens hängt ganz wesentlich davon ab, auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter zu halten und Nachwuchskräfte zu gewinnen. Die Fortführung der gewerblichen und kaufmännischen Ausbildung steht dabei ebenso im Fokus wie permanente Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Durch diese Maßnahmen wird einerseits das Know-how der Mitarbeiter gestärkt und andererseits das betriebliche Klima gefördert. Darüber hinaus partizipieren alle Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung regelt abhängig vom Zielerreichungsgrad des Ergebnisses vor Steuern einen erfolgsabhängigen Bonus für alle Mitarbeiter.

Währungsrisiken:

MHPSES ist im Rahmen ihrer internationalen Großprojekte von Fall zu Fall Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Im Einzelfall ist durch die Berücksichtigung lokaler Lieferungen und Leistungen eine Reduzierung des Risk-Exposure möglich. Verbleibende Risiken werden in der Regel kursgesichert.

Chancen:

Wie bereits eingangs erläutert, wurden im Jahr 2013 zwei Geschäftsbereiche der HPE in die MHPSES integriert. Durch die Integration des Bereichs Mühlen können wir den Zugang zu kohlegefeuerten Großdampferzeugern der EVU´s erhalten. Hier erwarten wir zukünftiges Geschäft hinsichtlich Modernisierungsmaßnahmen wie Rehabilitierungen, Umbauten etc. Durch den Servicebereich der HPE werden wir im Ersatzteilgeschäft größere Umsatzvolumina erreichen können.

7. Prognosebericht

In die Zukunft gerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß immer Unsicherheiten. Da das Geschäftsvolumen der MHPSES zu mehr als 50% durch Großprojekte geprägt ist, können wir bereits auf Basis des aktuellen Auftragsbestands in Höhe von EUR 106,2 Mio. eine Teilauslastung für das Kalenderjahr 2014 und 2015 annehmen. MHPSES geht aus heutiger Sicht davon aus, gegenüber 2013 den Auftragseingang deutlich auf über EUR 100 Mio. zu steigern. Dies ist aber abhängig davon, ob einige wenige Großaufträge auch in Verbindung mit dem Gesellschafter akquiriert werden können.

Das Umsatzvolumen des Geschäftsjahres 2014 wird nicht ganz das Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres erreichen. Ein Großteil des Auftragsbestands wird erst im Geschäftsjahr 2015 abgerechnet. Aufgrund des bestehenden Auftragsbestands ist für 2014 mit einem gesicherten Umsatzvolumen von ca. EUR 19 Mio. allein aus vier größeren Aufträgen zu rechnen. Zusätzlich erwarten wir noch durch das Basisgeschäft weitere Umsätze in Höhe von EUR 40 bis 45 Mio. pro Geschäftsjahr. Insgesamt erwarten wir für 2014 ein ausgeglichenes Ergebnis.

 

Duisburg, 1. März 2014

Die Geschäftsführung

H.-J. Sandkaul

M. Angleys

T. Jahrmarkt

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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