Großhandel mit Getränken
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Aagaard Pedersen seit 5.4.2024 | Geschäftsführer |
Mishel Tok seit 21.5.2008 | Geschäftsführer |
Elinie Tok-Dogan seit 6.4.2004 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tok GmbHGronauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens Die Tok GmbH ist Lieferant authentischer türkischer und ostmediterraner Küche. Neben europäischen Lebensmittelgeschäften beliefert das Unternehmen auch ethnische Lebensmittelgeschäfte. Das Absatzgebiet konzentriert sich hauptsächlich auf die Niederlande, Deutschland und Belgien. Das Geschäft wird in gemieteten Räumlichkeiten in Gronau/Westfalen betrieben. B. Wirtschaftsbericht Wir sehen, dass die Nachfrage nach orientalischen Lebensmitteln aufgrund eines starken Bevölkerungswachstums von Menschen mit außereuropäischem Hintergrund stark ansteigt. Der Lebensmittelmarkt ist stark gesättigt, aber der Trend zu abwechslungsreichen und gesunden Essgewohnheiten führt auch zu einer steigenden Nachfrage nach ethnischen Lebensmitteln, vor allem bei einheimischen europäischen Verbrauchern, die zunehmend den Weg in ethnische Supermärkte finden. Auch bei den klassischen europäischen Supermarktketten wie in den Niederlanden Ahold Delhaize und in Deutschland Edeka, Lidl und andere LEH Ketten, ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. Sie konzentrieren sich zunehmend auf Traditionen und Essgewohnheiten, die an verschiedenen religiösen Feiertagen gegessen werden. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland Gemäß Statistischem Bundesamt waren die monatlichen Inflationsraten im gesamten Jahr 2022 hoch und erreichten im September die 10-Prozent-Marke. Der höchste Wert wurde im Oktober 2022 mit +10,4 % ermittelt. Krisen- und kriegsbedingte Sondereffekte wie Lieferengpässe und deutliche Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen prägten den gesamten Jahresverlauf. Auch wenn diese Preiserhöhungen nicht vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben konnten, wurden für sie besonders Energie und Nahrungsmittel spürbar teurer. Im Jahresdurchschnitt 2022 verteuerten sich vor allem die Energieprodukte um 34,7 % und die Nahrungsmittelpreise erhöhten sich 2022 gegenüber 2021 um 13,4 %. Jedoch lag die Gesamtinflationsrate in Dezember auf +8,7 %, in erster Linie bedingt durch am Jahresende sinkende Energiepreise. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2022 gegenüber 2021 um 13,4 %. 2021 hatte die Preissteigerung noch bei +3,2 % gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren alle Nahrungsmittelgruppen von Preissteigerungen betroffen. Überdurchschnittlich stark verteuerten sich Speisefette und Speiseöle (+36,2 %, darunter Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Ähnliches: +63,9 %; Butter: +39,1 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+19,7 %). Auch die Preise andere Nahrungsmittelgruppen wie Fleisch und Fleischwaren (+14,6 %) oder Brot und Getreideerzeugnisse (+13,5 %) stiegen 2022 überdurchschnittlich gegenüber 2021. Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag 2022 bei +4,0 % und damit nur etwa halb so hoch wie die Gesamtinflationsrate. Niederlande Der gleiche Trend war im vergangenen Jahr in den Niederlanden zu beobachten. Die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen waren 2022 im Durchschnitt 10,0 Prozent höher als 2021, teilte die niederländische CBS mit. Im Jahr 2021 lag die Inflation bei 2,7 Prozent. Die Inflationsrate von 2022 ist die höchste seit 1975. In diesem Jahr waren Konsumgüter im Durchschnitt 10,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Insbesondere die Preisentwicklung bei Energie (Strom, Gas) trug zur hohen Inflation im Jahr 2022 bei. Energie war im Jahr 2022 durchschnittlich 114 Prozent teurer als 2021. Der Anteil der Energie an der Gesamtinflation von 10,0 Prozent im Jahr 2022 betrug 4,6 Prozentpunkte. Auch Nahrungsmittel und Kraftstoffe waren 2022 teurer. Nahrungsmittel waren um 10,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2021 waren die Lebensmittelpreise noch um 0,2 Prozent niedriger. Der Anstieg der Lebensmittelpreise wurde hauptsächlich durch Fleisch, Milchprodukte, Brot und Getreide sowie Gemüse verursacht. Ethnische Supermärkte stehen nach den Corona-Jahren vor neuen Herausforderungen. Die sinkende Kaufkraft der Verbraucher führt zu Einsparungen und einem veränderten Kaufverhalten. Die Loyalität zu bestimmten Supermärkten nimmt ab und die Verbraucher entscheiden bewusster, wofür sie ihr Geld ausgeben. Man sieht, dass sich die Verbraucher einen Fehlkauf nicht leisten können, was dazu führt, dass die Nachfrage nach bekannten Markenprodukten steigt. Aufgrund der hohen Fixkosten pro Haushalt, mit den hohen Energiekosten als Ausreißer, sinkt die Kaufkraft der Verbraucher und er gibt daher immer weniger für Restaurants und andere Gastronomiebetriebe aus und isst immer häufiger zu Hause. Auch die Ausgaben für Kleidung und Elektronik sinken. Die Verbraucher reagieren immer sensibler auf Angebote und größere Verpackungen. Geschäftsverlauf Die Preiserhöhungen bei den Nahrungsmitteln hat auch die Tok GmbH durchführen müssen, daraus resultiert ein höherer Umsatz aber auch ein besseres Ergebnis als im Vorjahr. Da Tok GmbH viele bekannte Marken aus dem Ursprungsland vertreibt, war trotz der höheren Preise die Nachfrage hoch. Das Jahr 2022 war geprägt von großen Umsetzungen in verschiedenen Bereichen. Tok West in Rotterdam (NL) wurde mit einem größeren und moderneren Gebäude mit größerer Lagerkapazität aufgerüstet, in dem wir unsere Kunden noch besser bedienen können. Der Umsatz im Jahr 2022 ist fast 20 % höher als im Jahr 2021. Die Umsatzentwicklung des Unternehmens im Jahr 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 pro Vertriebsgebiet der Tok GmbH ergibt sich aus den unten aufgeführten Tabelle.
Mitte 2021 haben wir in das Update unseres ERP-Systems Microsoft Business Central investiert, wodurch wir die Geschäftsaktivitäten in 2022 noch besser kontrollieren konnten. Damit haben wir auch mehr und qualitativ hochwertigere Daten, anhand derer bessere Analysen durchgeführt werden können. Das Unternehmen hat auch intern in diverse Reorganisationsaktivitäten investiert, was ebenfalls mit Kosten verbunden war. Auch diese Investitionen belasteten das Jahresergebnis leicht. Für das Jahr 2023 erwartet das Management Wachstum und ein besseres Jahresergebniss. Die Tok GmbH orientiert sich an marktbasierten Wachstumserwartungen im Lebensmittelbereich und dem deutschlandweiten Ausbau ihrer Aktivitäten. So hat die Muttergesellschaft Nordex A/S die Vertriebsaktivitäten der Käseprodukte für den gesamten deutschen Raum der Tok GmbH überlassen. Zuvor konnte Tok GmbH nur in NRW Käse verkaufen. Durch die Übernahme der Aktivitäten sind mehr als 600 Kunden hinzugekommen. Wir arbeiten auch daran, die Organisation zu stärken, indem wir professionelle Arbeitskräfte anwerben. Unser neuer CFO wird Mitte 2023 seine Arbeit zur Umsetzung von Professionalisierungen aufnehmen. Das Organigramm wurde so angepasst, dass es diesen Wachstumsentwicklungen Rechnung tragen kann. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Leistungsindikatoren zur internen Steuerung sind Umsatz und Rohergebnis, letzteres stieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.580 auf TEUR 7.051 (geplant waren TEUR 5.280), ursächlich in erster Linie durch den gestiegen Umsatz. Im Geschäftsjahr 2022 stieg das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 312 auf TEUR 942. Das ist eine Zunahme von 202 %. Die Materialaufwandsquote (Einkaufskosten/Umsatz) belief sich auf 87,5 % gegenüber 88,1 % in 2022. Der Personalaufwand ist in 2022 um TEUR 527 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 26,8 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Gestiegen sind vor allem die operativen Kosten und die Vertriebskosten. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 649, im Vorjahr war das Ergebnis TEUR 208. Die Eigenkapitalrendite (Nettogewinn/Eigenkapital) betrug in 2022 15,0 % gegenüber 5,7 % im Jahr 2021. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von TEUR 15.487 auf TEUR 17.875. Dies ist im Wesentlichen auf die erwartete Expansion in unseren Absatzmärkten, die zu einem Anstieg der Vorräte führte, sowie auf den Anstieg der Finanzanlagen zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Eigenkapital im Jahr 2022 um TEUR 649 erhöht. Die Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt 24,2 % in 2022 (im Vorjahr 23,7 %). Der Cashflow des Geschäftsjahres (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 449 auf TEUR 871. Die Kontokorrenkreditlinie der Hausbank ist um EUR 1 Mio. erhöht worden. Mit diesen Finanzmitteln konnten wir das Wachstum auffangen, die Finanzierung war durch die laufende Geschäftstätigkeit sowie das Konzern- und Fremdfinanzierungsvolumen während des gesamten Geschäftsjahres 2022 gesichert. Wir rechnen damit, künftig die finanziellen Verpflichtungen auch weiterhin erfüllen zu können. Investitionen Die Investitionen betrafen im Berichtsjahr überwiegend die Kapitalerhöhung bei der Nordex Food Belgium BV, Vilvoorde/Belgien. Mitarbeiter Zum Jahresende waren insgesamt 34 (Vorjahr: 32) Mitarbeiter in unserem Unternehmen tätig. Durch interne Fortbildungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter laufend geschult, um den Anforderungen an ein modernes Unternehmen gerecht zu werden. C. Prognosebericht Die aktuellen Prognosen für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere für den Ernährungssektor sind positiv. Da TOK GmbH mit seiner Produktpalette weiterhin in einem Nischenmarkt tätig ist, erwartet das Management, dass TOK im Jahr 2023 weiterhin eine deutliche Steigerung von Umsatz und Rohergebniss erzielen wird. Unterstützt wird dies durch die anhaltend hohe Umsatzaktivität zur Neukundengewinnung und den Ausbau des Online-Handels. Das Ergebnis vor Steuern ist mit TEUR 1.866 geplant. D. Chancen- und Risikobericht Als auf ethnische Lebensmittel spezialisierter Großhändler unterliegt die Tok GmbH den allgemeinen Chancen und Risiken des Lebensmittelgroßhandels. Dazu gehören:
Hinzu kommen Qualitätsrisiken, denen wir durch konsequente qualitätsorientierte Beschaffung unserer Produkte und kontinuierliche interne Qualitätskontrolle begegnen. Ein Kundenmanagement mit entsprechenden Frühwarnmechanismen soll dazu beitragen, signifikante Forderungsausfälle zu vermeiden; die kontinuierliche Verbesserung unseres Debitorenmanagements ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben, um Ausfallrisiken unserer Kunden entgegenzuwirken. Als Vertriebs-Großhändler für Spezialprodukte beliefert die Tok GmbH traditionell eine größere Anzahl meist kleinerer Lebensmitteleinzelhändler als der übliche, traditionelle Großhandel. Überdurchschnittliche Chancen ergeben sich aus dem zunehmenden Trend breiterer Bevölkerungsschichten zu den ethnischen Lebensmitteln, die wir in den letzten Jahren verkaufen. Mit einer größeren Listung unserer Produkte im Lebensmitteleinzel-handel erhoffen wir uns, durch die Belieferung in Zukunft einen wichtigen zusätzlichen Wachstumsschub zu erhalten. Die kontinuierliche Erweiterung und Anpassung unseres Sortiments soll einen weiteren Impuls geben. Dazu gehört auch die Erweiterung unserer modernen Lager- und Logistikplattform im Jahr 2023, die dafür sorgt, dass die deutlich gestiegenen Auftragsvolumina innerhalb kürzester Zeit abgewickelt werden können. Im Geschäftsjahr 2022 sind keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken aufgetreten und sind zur Zeit auch nicht erkennbar.
Gronau, 15. Juni 2023 Tok GmbH Management gez. Elina Tok-Dogan gez. Mishel Tok gez. Keld Houen Pedersen BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Tok GmbH, Gronau, (Amtsgericht Coesfeld, HR B 6256) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Von der Erleichterung nach § 276 Satz 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig oder unverändert angewendet. In Ausübung des Wahlrechts werden nicht in der Bilanz oder Gewinn- oder Verlustrechnung gemachte Angaben in den Anhang aufgenommen (Wahlpflichtangaben). Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz anzugebenden Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von 2 bis 5 Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis. Geringwerte Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:
Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen bzw. anderer branchenüblicher Abschreibungstabellen mit den zulässigen Höchstsätzen bzw. Mindestsätzen vorgenommen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den bisherigen Buchwerten und den diskontierten Cashflows der betroffenen Vermögensgegenstände vorgenommen. Entfallen die Gründe der Wertminderungen in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Die sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt, die Anschaffungsnebenkosten für Fracht und Zoll sowie sonstige Warenbezugskosten beinhalten. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten der Rohstoffe und Waren werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Gewinne werden bei Lieferung der jeweiligen Produkte realisiert. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sowie durch die Bildung von Rückstellungen für Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Eigenkapital Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB unter Berücksichtigung zum Abschlussstichtag vorliegender Beschlüsse. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wird ohne teilweise Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden - soweit erforderlich - bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst; solche Rückstellungen bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Bilanzierungsgrundsätze zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Abweichungen von im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden. Zum Bilanzstichtag hält die Tok GmbH zwei Beteiligungen i.S.d. § 271 HGB:
In 2020 ist die Beteiligung Nordex Food Belgium BV gegründet. Tok GmbH hat 20% im Eigenkapital. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von EUR 1.762.086,18 (Vorjahr: EUR 1.503.883,72) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände. 3. Eigenkapital
4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (TEUR 170; Vorjahr: TEUR 110), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 50; Vorjahr: TEUR 37) sowie sonstige Risiken (TEUR 55; Vorjahr: TEUR 25). 5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind durch Darlehensbelassungserklärung mit Rangrücktritt der Nordex Holding A/S in Höhe von EUR 1,0 Mio. sowie Sicherungsübereignung des Warenlagers und Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von EUR 1.405.500,00 (Vorjahr: EUR 1.813.668,00) enthalten. Davon entfallen auf die Gesellschafterin Nordex Holding A/S, Dronninglund/Dänemark, EUR 1.400.000,00 (Vorjahr: EUR 1.800.000,00) Darlehensverbindlichkeiten und EUR 5.500,00 (Vorjahr: EUR 13.668,00) sonstige Verbindlichkeiten. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.761.164,07 (Vorjahr: EUR 2.299.333,70) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Nordex Food A/S, Dronninglund/Dänemark. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 17.032,76 (Vorjahr: EUR 12.811,23). III. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren bestellt:
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 418 (Vorjahr: TEUR 251). Es bestehen Forderungen gegen Mitglieder der Geschäftsführung in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 147). Die Gesellschaft ging zugunsten dieser Personen keine Haftungsverhältnisse ein. 2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 34 (Vorjahr: 32) Angestellte. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverpflichtungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen aus einer Immobilie in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 817). 4. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB. 5. Konzernzugehörigkeit/Konzernverhältnisse Am 31. Dezember 2022 hielt die Nordex Holding A/S, Dronninglund/DK, die Mehrheit der Anteile an der Tok GmbH. Die Tok GmbH wird in den von der Nordex Holding A/S, Dronninglund/DK, aufgestellten Konzernabschluss für den kleinsten und den der Konzernobergesellschaft Dronninglund Invest ApS, Dronninglund/Dänemark, für den größten Konsolidierungskreis einbezogen. Beide Konzernabschlüsse werden im "Danish Business Authority" veröffentlicht. 6. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 648.703,62 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.190.922,61 auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.
Gronau, 15. Juni 2023 Tok GmbH Geschäftsführung gez. Elina Tok-Dogan gez. Mishel Tok gez. Keld Houen Pedersen Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TOK GmbH, Gronau PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der TOK GmbH, Gronau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TOK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 27. Juni 2023 BDO
AG
gez. Wetzel, Wirtschaftsprüfer gez. Winkler, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss mit einem Jahresüberschuss von EUR 648.703,62 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 16. November 2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 648.703,62 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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