K1-Dienstleistungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Semude Kondolot seit 19.7.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KoSem GmbHFrankenthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018der KoSem GmbH, Frankenthal
Die KoSem GmbH versteht sich als ganzheitlicher Einkaufdienstleister für gewerbliche Verbraucher in den Segmenten PKW-, LKW- sowie Spezialreifen und PKW-Alufelgen. Wir betreiben Handel mit Wiederverkäufern ("Streckengeschäft"/ B2B).
Wie in den Vorjahren hat sich der Kfz-Bestand in Deutschland im Jahr 2018 erwartungsgemäß vergrößert. Nach der vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vorgelegten Jahresauswertung stieg die Zahl der Kraftfahrzeuge in 2018 um 1,5% auf 57,3 Millionen, wobei die darin enthaltene Zahl der Pkw um 1,3% auf 47,1 Millionen Einheiten zunahm. Trotz der wachsenden Bedeutung alternativer Mobilitätsangebote (u. a. öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Kurzfristmiete, Carsharing, Ridesharing etc.) ist seit Jahren ein kontinuierlich steigender Bestand an Fahrzeugen zu verzeichnen.
Knapp 55 Millionen Reifen wurden im Reifenersatzgeschäft in Deutschland im Jahr 2018 verkauft. Das entspricht einem leichten Plus von rund 1 Prozent im Durchschnitt aller Produktsegmente, meldet der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) nach Auswertung der Marktzahlen 2018. Im Segment Pkw-Reifen (inklusive Offroad und All Season) konnte der Handel im vergangenen Jahr knapp 46,7 (-1,6%) Millionen Reifen absetzen. Das Segment All Season Reifen erwies sich mit einer Steigerung um 0,8 Millionen Stück (+10,6%) erneut als Wachstumsträger. Die Stückzahlgewinne konnten jedoch den Rückgang bei Sommer- und Winterreifen nicht voll kompensieren (Sommer -0,6 Millionen Stück, -3,5% 1 Winter -0,9 Millionen Stück, -3,9%). Bei der Darstellung der Zahlen wurde durch den BRV eine Umgliederung/ Bereinigung der Marktzahlen vorgenommen (z.B. Ausweis All Season). Diese wurde auf die Vorjahre übertragen. Die hier aufgeführten Daten sind folglich in sich konsistent. Im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen kann es daher zu Unterschieden/Verschiebungen kommen. Der Verkauf von Leicht-Lkw-Reifen (neu- und runderneuert, inklusive All Season) ging in 2018 um 0,7% auf 3,8 Millionen Stück zurück. Auch hier konnte der All Season Reifen den Rückgang bei Sommerreifen nicht voll kompensieren (Sommer -2,8%, All Season +12,9%, Winter -6,8%). Insgesamt fiel der Markt für Consumer Reifen mit 50,5 Millionen Stück leicht unter das Vorjahresniveau (-0,8 Millionen Stück, -1,5%). Der Absatz von Lkw-Reifen übertraf mit 2,8 Millionen Stück das Vorjahresniveau um 1,4%. Sowohl der Handel mit LKW-Neureifen (2,0 Mio. Stück, +1,4%) als auch der Handel mit runderneuerten LKW-Reifen (0,8 Millionen Stück, +1,3%) stiegen über das Niveau 2017. Der Absatz von Motorradreifen (inkl. Scooter) ging um 2,5% auf 1,7 Millionen Einheiten zurück. 2) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben Umsatzkennzahlen wird das Gesamtunternehmen im Wesentlichen nach Ertragsgesichtspunkten gesteuert. Auf Unternehmensebene ist das EBIT (Ergebnis nach Steuern, bereinigt um das Finanzierungs- und Beteiligungsergebnis, Steuern sowie um nicht operative Effekte) die zentrale Steuerungsgröße. Weiterhin zählen Kennzahlen zur Überprüfung der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit zu den wesentlichen Leistungsindikatoren. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden anlassbezogen, nicht aber im Sinne eines regelmäßigen Reportingprozesses, in die Unternehmenssteuerung einbezogen. Wir begleiten die Umsetzung unseres Maßnahmenportfolios eng durch die Beobachtung entsprechender Leistungsindikatoren. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Umsatzentwicklung war im Geschäftsjahr 2018 durch die im Branchenvergleich gute Entwicklung des Streckengeschäftes geprägt. Im Streckengeschäft konnten die Umsätze aus dem Reifenhandel im Gesamtjahr 2018 trotz des schwachen Marktumfeldes um 17,1% gesteigert werden. Die entsprechenden Roherträge stiegen dabei um 26,6%. Die stärkere Margenentwicklung resultiert im Wesentlichen aus einer Verschiebung des Produktmixes. Unsere Planung sah für das Geschäftsjahr 2018 eine leichte Umsatzsteigerung sowie ein positives EBIT im mittleren fünfstelligen Bereich leicht unterhalb des Vorjahres vor. Wie erwartet konnte der Umsatz um 17,1% gesteigert werden. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2018 vorrangig aufgrund der bestehenden Kreditlinien zu jederzeit gewährt. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft als stabil und sieht aufgrund der Geschäftsentwicklung der Vorjahre sowie des Jahresstarts 2019 Potenzial für eine Steigerung der Ergebnisse.
Im Streckengeschäft konnten wir unsere Umsätze um 17,1% und die entsprechenden Roherträge erhöhten sich um 26,6% gegenüber dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Fremdleistungsaufwand um 397,7%. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus allgemeinen Kostensteigerungen und Preisanpassungen unseres Dienstleisters. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 27,4%. Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 85) abgeschlossen. Wir sehen unsere Ausrichtung als ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister weiterhin als richtige und zukunftsfähige Strategie an und erwarten künftig daher wieder Ergebnissteigerungen.
Die Bilanzsumme erhöhte sich insgesamt um TEUR 799 auf TEUR 16.356. Auf der Vermögensseite ist die Erhöhung im Wesentlichen auf einen Zuwachs der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Das Vorratsvermögen liegt stichtagsbedingt deutlich um TEUR 463 über dem Vorjahreswert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 2.542. Die liquiden Mittel sind dagegen um TEUR 2.410 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Aufgrund des Jahresüberschusses liegt eine Zunahme des Eigenkapitals um TEUR 25 auf TEUR 92 vor. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 0,56% (Vorjahr: 0,42%). Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert auf der Finanzierungsseite vor allem aus den sonstigen Verbindlichkeiten (+TEUR 1.796). Gegenläufig dazu verringerten sich zum Bilanzstichtag insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-TEUR 1.043). Die Rückstellungen liegen mit TEUR 31 über dem Vorjahresniveau und betreffen hauptsächlich die Steuerrückstellungen und sonstigen Bereiche.
Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2018 - wie in den Vorjahren - vor allem anhand der seitens der Lieferanten zur Verfügung gestellten Linien finanziert, die saisonal zur Abdeckung der Liquiditätsspitzen kurzfristig ausgeweitet wurden. Einen erheblichen Finanzierungsbeitrag haben des Weiteren private Darlehensgeber geleistet, mit denen in partnerschaftlicher Weise günstige Zahlungsziele vereinbart werden konnten. Vor allem aufgrund dieser wesentlichen Komponenten der Unternehmensfinanzierung konnte die Gesellschaft während des Geschäftsjahres 2018 ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt erfüllen. Insgesamt hat die KoSem GmbH im Geschäftsjahr 2018 einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.279 (Vorjahr positiv: TEUR 2.664) erzielt. Die signifikante Verschlechterung resultiert neben dem ausgeglichenem Jahresergebnis aus einer deutlich höheren Liquiditätsbelastung im Working Capital. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch einen Anstieg des Forderungsbestands sowie durch den Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr belastet. Im Geschäftsjahr 2018 erfolgten in Höhe von TEUR 1.043 zahlungswirksame Rückführungen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 2.915 (Vorjahr: TEUR 1.119) Weiter fehlen vor allem Zahlungseingänge bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.542, sodass insgesamt ein negativer Cashflow von TEUR -2.276 (Vorjahr positiv: TEUR 2.664) vorliegt. Insgesamt ergibt sich ein Rückgang des Finanzmittelfonds um TEUR 2.279 auf TEUR 544.
Unsere Stärke sehen wir zum einen in unserer starken regionalen Stellung im südwestdeutschen Raum, sowie der persönlichen Nähe zu Kunden und Mitarbeitern. Als inhabergeführtes Unternehmen können wir schneller und individueller als Konzernstrukturen auf sich verändernde Marktveränderungen reagieren. Wir sehen uns durch unsere Positionierung als ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister im Marktvergleich gut positioniert. Wir investieren weiterhin in unsere wesentlichen Erfolgsfaktoren: beste Ausstattung sowie hoch qualifiziertes und hoch motiviertes Personal. Insbesondere der Bereich Personal ist wesentlicher Treiber unseres Erfolgs. Daher haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unser Personalentwicklungskonzept ausgebaut. Wir halten das Geschäft für "People Business" und lassen unseren Mitarbeitern und Führungskräften innerhalb der strategischen und operativen Vorgaben hinreichend Gestaltungsspielraum, um auf die Kundenanforderungen individuell reagieren zu können. Das Kundenpotential unseres Vertriebspartners birgt für das nächste Jahr, insbesondere im PKW-Bereich, große Chancen für den weiteren Ausbau des Kfz-Reifenhandelsgeschäfts. Wir schätzen die Potentialausschöpfung unseres Vertriebspartners im (Reifen-) Stammkunden im Kfz-Reifenhandelsgeschäfts auf ca. 50%. Unsere Maßnahmen zielen somit auf eine höhere Ausschöpfung des Potentials unserer Strategie. Eine steigende Serviceorientierung, teils durch verändertes Kundenverhalten, teils durch technische Innovation (z.B. RDKS, Runflat- und UHP-Reifen), stärkt unsere Stellung als Lieferant. Auf der Einkaufsseite sehen wir uns mit unserer Größe optimal aufgestellt. Wir sind hinreichend groß, um die notwenigen "Top-Konditionen" bei unseren strategischen Partnern zu erhalten. Eine weitere Verbesserung der Einkaufkonditionen sehen wir auch bei steigender Mengenentwicklung nicht. Als wesentlichen Wettbewerbsvorteil sehen wir unseren strategischen Managementansatz. Ein strukturierter Strategieprozess ist insbesondere in einem aktuell fordernden Marktumfeld bei unserer Größe unerlässlich. Wir haben diesen Prozess bereits im Jahr 2017 gestartet und sind seitdem durchgehend in der kontinuierlichen Umsetzung sowie Weiterentwicklung der Strategie. Wir kontrollieren die Umsetzung konsequent und justieren gegebenenfalls kurzfristig nach. Neben guten Konzepten liegt unsere Chance als Mittelständler insbesondere in der schnellen und konsequenten Umsetzung der Maßnahmen sowie in der kurzfristigen Reaktionsfähigkeit auf eintretende Marktveränderungen. Wir sehen den aktuellen Fachkräftemangel als Chance für qualitativ hochwertige Dienstleistungen sowie die Realisierung eines entsprechenden Preisniveaus. Derzeit planen wir eine Überarbeitung unserer Finanzierungsstrategie und gehen nach ersten Vorgesprächen davon aus, dass unsere Bankenpartner diese akzeptieren werden. Sollte uns abweichend von unserer aktuellen Finanzplanung eine Optimierung unserer Finanzierungsstruktur gelingen, sehen wir Chancen, bei verbesserter Zins- und Sicherheitenlage ein gleichwertiges Finanzierungsvolumen realisieren zu können.
Umsatzrisiko Nach einer sehr volatilen Marktentwicklung seit der Finanzkrise 2008 stellt sich die Frage nach dem "Normalniveau" des Reifenmarktes. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Produktqualität (Langlebigkeit) und der soziodemographischen Faktoren ist mittelfristig nicht von einem (stückzahlmäßig) rasant wachsenden Markt auszugehen. Wir halten das aktuelle Marktniveau für leicht unterdurchschnittlich und erwarten ein mehrjähriges Mittel oberhalb des letztjährigen Niveaus. Die Entwicklung des Produktmixes (steigende Durchschnittspreise) stützt unsere Umsatzentwicklung zusätzlich. Unsere strategische Ausrichtung und die damit einhergehenden Maßnahmen zielen auf eine zunehmende Entkoppelung von kurzfristigen Volumenschwankungen. Unsere Umsatzplanung basiert daher auf einer aus unserer Sicht eher defensiven Markteinschätzung. Margenrisiko Unabhängig von der Umsatzentwicklung halten wir die Fokussierung auf rohertragsstarke Vermarktung für unabdingbar. Der Ausbau der realisierten Margengewinne durch erfolgreiche Preisdurchsetzung wird maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Ergebnisses haben. Insbesondere der Ausbau des Dienstleistungsanteils (Zusatzverkäufe, Preisdurchsetzung) hat großen Einfluss auf die Margenentwicklung. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen signifikanten Erfolg, ohne dass hieraus Umsatzverluste zu verzeichnen sind. Liquiditätsrisiko Unsere Finanzierungsstrategie für das operative Geschäft besteht insbesondere aus den Komponenten Lieferantenkredite und Bankenlinien. Lieferantenseitig schätzen wir das Risiko einer Reduzierung der Finanzierungsposition als gering ein. Saisonale Schwankungen des Liquiditätsbedarfs decken wir entsprechend über unsere Bankenpartner ab. Unsere Liquiditätsplanung bildet einen bankseitigen Finanzierungsbedarf auf Vorjahresniveau ab. Diese Planung liegt unseren Bankenpartnern vor und stellt die Basis für unsere Finanzierungsstrategie dar. Die Kreditlinien bestehen derzeit bis mindestens Mitte 2019. Saisonbedingt sind im Laufe des Jahres zwei Spitzenbeanspruchungen der Liquiditätslinien zu erwarten, von denen eine zum Erstellungszeitpunkt bereits abgeschlossen war. Zusammenfassend unterliegt unsere Finanzplanung für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 im Wesentlichen den folgenden Prämissen:
Die derzeit noch bestehende, kurzfristige Linienausweitung zur Abdeckung vereinbarter saisonaler Spitzenbeanspruchungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. wird aufgrund der Ausweitung der Grundlinie nicht mehr benötigt und ist deshalb nicht mehr Bestandteil der Prämissen. Bis zum Erstellungszeitpunkt konnte allen Verpflichtungen vereinbarungsgemäß nachgekommen werden. Wir gehen davon aus, dass sich dies auch bis zum Ende des Jahres 2022 sowie im Folgejahr 2023 unverändert fortsetzt. Sofern die genannten Annahmen nicht plangemäß eintreten, würden alternative Finanzierungsmaßnahmen erforderlich werden, um den ungefährdeten Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Da hinreichend Kreditsicherheiten zur Verfügung stehen, sehen wir auch bei Unterschreitung unserer Planung kein akutes Finanzierungsproblem.
Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert der BRV lediglich im Segment der Pkw-Reifen eine positive Absatzentwicklung in Höhe von 1,1%. Trotz einer überwiegend konstanten Absatzprognose für das Reifenersatzgeschäft rechnet der BRV mit einer weiteren Konsolidierung im Markt. Der Konkurrenzdruck, unter dem das Kerngeschäft der spezialisierten Reifenhandels- und -Handwerksbetriebe leidet, wird durch Wettbewerber aus anderen Vertriebskanälen verstärkt. Der stetig wachsende Fahrzeugbestand, das steigende Durchschnittsalter der Fahrzeuge und die wachsende Bedeutung des Leasings im Neufahrzeugbereich stellen hingegen positive Rahmenbedingungen für unsere weitere Entwicklung dar. Insbesondere gegenüber dem herstellergebundenen Autohaus ist der freie Handel in diesen Segmenten traditionell stärker ausgeprägt. Wir konnten bei stetig hoher Investitionstätigkeit eine weitere Steigerung unseres Ergebnisses realisieren und sehen uns mit unserem Maßnahmenportfolio auch für die kommenden Jahre auf dem richtigen Weg. Insbesondere die strategische Weiterentwicklung als ganzheitlicher Mobilitätsdienstleister und die steigende Unabhängigkeit vom reinen Reifenhandel lassen uns eine nachhaltig steigende Ergebnisverbesserung erwarten. Unsere Planung bildet leichte Umsatzsteigerungen in den Reifensegmenten bei einem Margenniveau auf Vorjahresniveau ab. Wir erwarten, den Reifenservice überproportional ausbauen zu können. Im Kfz-Service gehen wir von einer deutlichen Steigerung aus. Zum Erstellungszeitpunkt haben wir unsere Ergebnis- und Liquiditätsplanung einer Plan/Ist-Prüfung unterzogen und konnten unsere Planung bestätigen. Für das Jahr 2019 gehen wir insgesamt von einer leichten Umsatzsteigerung und einem positiven EBIT im oberen sechsstelligen Bereich, oberhalb des Vorjahres, aus. Wir unterziehen unsere Planung einer laufenden Überprüfung, um gegebenenfalls kurzfristig gegenzusteuern und ein entsprechendes Ergebnis sicherzustellen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses befindet sich die Weltwirtschaft aufgrund der COVID-19 Pandemie und dem Ausbruch des Ukraine-Krieges inmitten einer Krise, deren Folgen für unsere Gesellschaft derzeit nicht abschätzbar sind.
Frankenthal, den 9.3.2022 gez. Semude Kondolot Geschäftsführung BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss der KoSem GmbH, Frankenthal wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Es wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die neuen Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) in vollem Umfang bereits für das Geschäftsjahr beginnend zum 01. Januar 2018 anzuwenden. Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist das Unternehmen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Besondere Angaben zu Bewertungsvereinfachungen Zur Bewertung des Vorratsvermögens wurde gemäß § 240 Abs. 4 HGB das Durchschnittsverfahren angewandt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in EUR Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs Von der Möglichkeit, Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs zu aktivieren, wurde kein Gebrauch gemacht. Die Ausschüttungssperre gemäß § 269 HGB wurde beachtet. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden keine größeren Beträge erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind keine unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 = Sicherungsabtretung Forderungen 6 = Eigentumsvorbehalt Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die keine Haftungsverhältnisse zu bemerken. Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Gesonderter Ausweis zusätzlicher Posten Die nachfolgenden Angaben vervollständigen die in der Form der kleinen Kapitalgesellschaft erstellte Bilanz. Sonstige Pflichtangaben Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Von der Regelung des § 286 Absatz 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Unterschrift der Geschäftsführung
gez. Semude Kondolot Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2018 erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 31. Dezember 2019. Bestätigung- bzw. VersagungsvermerkBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) handelt es sich um eine für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die KoSem GmbH, Frankenthal Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KoSem GmbH, Frankenthal, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KoSem GmbH, Frankenthal, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von EUR 6.972.023,53 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand gewinnen konnten. Weiterhin wurde entgegen § 249 Abs. 1 HGB eine nach unserer Auffassung notwendige Rückstellung für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 127.000,00 nicht gebildet. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, der sonstigen Rückstellungen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Diese beiden Sachverhalte beeinträchtigen möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 9. März 2022 AUDATO
GmbH
Jüttner, Wirtschaftsprüfer |
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