RWH Franken GmbH
Windsfeld 30, 91723 Dittenheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Blank seit 14.8.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Dörr seit 11.1.2021 | Geschäftsführer |
Friedrich Siemandel seit 25.6.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (5)
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Raiffeisen Waren und Handels GmbH altmühlfrankenDittenheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Registergericht: Ansbach Nr. 1798Bestandteile Jahresabschluss 1. Bilanz 2. Gewinn- und Verlustrechnung 3. Anhang 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Die Raiffeisen Waren und Handels GmbH altmühlfranken, mit Sitz in Dittenheim, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Sie ist im Handelsregister Ansbach unter der Nr. 1798 eingetragen. Die Bilanzierung erfolgte nach §§ 246 ff HGB unter Beachtung der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 ff HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Gliederungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG behandelt. Die Finanzanlagen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten oder soweit einschlägig mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bewertet. Die Bewertung der Getreidebestände erfolgte unter Anwendung der Durchschnittsmethode oder mit dem niederigeren Anschaffungspreis. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigung bewertet. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen wurden zeitanteilig für wesentliche Posten gebildet. Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgte zum Nominalwert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. C-Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht. Im Umlaufvermögen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Gesellschafter oder verbundene Unternehmen sind:
Das Stammkapital ist im Handelsregister mit einem Betrag von 1.625.000,00 Euro eingetragen. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten: Urlaubsansprüche (135' EUR) Drohverlustrückstellung (375') Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen sind:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Weitere Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung sind nicht notwendig. E. Sonstige Angaben Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind haben sich nicht ereignet: Geschäftsführer: Thomas Dörr Dipl. Betriebswirt, Wolframs-Eschenbach Friedrich Siemandel, kaufm.Angestellter, Windsbach Gesamtbezüge: keine Angabe gemäß § 286 Abs. 4 HGB (Befreiungsvorschrift) Gesellschafter: VR Bank im südlichen Franken eG VR Bank Mittelfranken West, Ansbach F. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung des Gewinnvortrages wie folgt zu verwenden:
Dittenheim, 19.06.2024 Raiffeisen
Waren und Handels GmbH
Thomas Dörr Friedrich Siemandel Die Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Raiffeisen-Waren- und Handels GmbH altmühlfrankenI. Geschäftsverlauf 1. Branchenentwicklung 2. Absatz- und Umsatzentwicklung 3. Beschaffung 4. Investitionen 5. Finanzierungsmaßnahmen 6. Personal 7. Umweltschutz und Nachhaltigkeit 8. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 9. Zusammenfassung und Beurteilung durch die Geschäftsführung II. Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage 2. Finanzlage 3. Ertragslage III. Chancen- und Risikobericht IV. Voraussichtliche Entwicklung V. Bestehende Lagerstellen I. Geschäftsverlauf Die Weltwirtschaft wurde 2023 weiterhin durch die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine belastet. Die Agrarwirtschaft war geprägt von extremen Wetterbedingungen, was sich erheblich auf die Ernten auswirkte. In Deutschland waren die Erträge von Getreide, Mais und Raps aufgrund von Trockenheit im Frühsommer und zu viel Niederschlag während der Erntezeit leicht unter dem Durschnitt der Vorjahre. Die Qualität der Ernteprodukte litt deutlich unter der langen Regenperiode Mitte der Ernte. Insgesamt leidet die Landwirtschaft unter den Auswirkungen des Klimawandels. Europa war nicht nur von den Wetterereignissen betroffen auch die geänderten Warenströme aufgrund des Ukrainekrieges beeinflussten die Märkte negativ. Billiges Getreide aus der Ukraine überflutete den Markt in Europa mit negativen Auswirkungen auf die Vermarktungsmöglichkeiten. Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands war 2023 negativ. Das BIP schrumpfte um ca. 0,3 %. Die Zinsen waren weiterhin auf einem hohen Niveau allerdings schwächte sich der Anstieg ab. Die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch die hohen Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland bremste ein wirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Corona Jahren aus. Rückläufige Konsumausgaben Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sanken preisbereinigt um 0,60 %. Dabei machten sich nach wie vor die hohen Preise bemerkbar. Besonders betroffen davon waren Nahrungsmittel und Gaststättendienstleistungen, für die preisbedingt jeweils deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr. Nachdem die staatlichen Konsumausgaben in den ersten drei Quartalen im Jahr 2023 teilweise deutlich gesunken waren, stagnierten sie im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahrsquartal Stagnierende Investitionen Die Investitionen gingen im Vorjahresvergleich deutlich zurück. So nahmen die Bauinvestitionen preis, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit 3,5 % sogar deutlich zurück. Inflationsrate Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag mit 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023 unter dem Vorjahreswert aber immer noch sehr hoch. Die Teuerung im Jahr 2023 wurde wie im vorangegangen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf hohen Niveau gehalten haben. 1. Branchenentwicklung Die Branche ist nach wie vor von einem starken Strukturwandel geprägt, der sich in den folgenden Geschäftsjahren deutlich verstärken wird. Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist weiter rückläufig und selbst große Betriebe investieren wenig in Erweiterungen insbesondere nicht in Ställe. Der Wettbewerb um die Flächen bleibt erhalten insbesondere die Tendenz zu PV-Freiflächenanlagen verschärft hier die Knappheit. Durch veränderte Wünsche der Verbraucher und eine veränderte Energiepolitik sind weitere Auflagen bezüglich Düngung und Pflanzenschutz zu erwarten mit negativen Auswirkungen auf unser Geschäft. Die Auswirkungen des andauernden Krieges in der Ukraine sind deutlich spürbar und gerade im Düngerbereich und Getreidebereich immens. Auch die nationale Agrarpolitik war durch die EU-Agrarreform stark beeinflusst. Die ehrgeizigen Klimaziele der EU werden der Landwirtschaft noch einiges abverlangen. Die Unsicherheit mit der verschärften Düngeverordnung, den Auswirkungen der Initiative Tierwohl auf die Tierbestände, dem verstärkten Wirkstoffzulassungsauslauf, der Vorgabe eines deutlich höheren Bio-Anteils in der Erzeugung sowie die vermehrt auftretenden extremen Wetterlagen belasten die Landwirtschaft. Der Strukturwandel setzt sich weiter fort und wird sich mit den aktuellen Rahmenbedingungen noch weiter beschleunigen. Insbesondere kleine Betriebe und Nebenerwerbslandwirte werden hiervon betroffen sein. Die strukturellen Veränderungen werden auch weitere Anpassungen in den Handelsstrukturen nach sich ziehen. Die in diesem Jahr stärker auftretende Vorsommertrockenheit ab Mitte Juni mit längeren Zeitphasen über 30 Grad bewirkten eine unterdurchschnittliche Getreideernte. Die Qualitäten im Getreide wurden durch die Regenphase in der Ernte deutlich negativ beeinflusst. Zusätzlich kauften Biogasanlagen vermehrt GPS-Getreide und diese Mengen fehlen uns in der Erfassung. Die Düngerpreise gingen ebenfalls bereits seit Anfang des Jahres in das Frühjahrsgeschäft hinein stark zurück, was die Preisgestaltung in den Lagerhäusern sehr herausfordernd machte. Ursächlich waren hierfür der zurückgehende Gaspreis und die Kaufzurückhaltung in der Landwirtschaft. Nach einer zwischenzeitlichen Stabilisierung Mitte 2023 setzte sich der Preisrückgang zum Jahresende wieder fort und führte zu einem tendenziell schwachen Herbstgeschäft. Auch in 2023 setzte sich der Rückgang im Düngemittelverbrauch weiter fort als Folge der verschärften Düngeverordnung und der hohen Preise. Die Milch- und Fleischpreise erreichten erst noch nie dagewesene Höhen, gingen dann jedoch zum Teil wieder rasant zurück, aber blieben auf einem gut auskömmlichen Niveau. Allerdings sorgten die verminderten Tierbestände, gekoppelt mit den ebenfalls hohen Futtermittelpreisen und einer verbesserten Grundfutterversorgung - vor allem aus einer besseren Maisernte - für einen stärkeren Nachfragerückgang. Im Pflanzenschutz sorgten die Witterungsverhältnisse für eine stabile Mengennachfrage und ein stagnierendes Umsatzvolumen, auch durch eine seitens der Industrie durchgesetzte Preiserhöhung. Im Saatguthandel zeigt sich insgesamt ein leichter mengenmäßiger Rückgang zu 2022. Der Energiemarkt im Jahr 2023 war erneut stark von den Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine geprägt. Aufgrund der insgesamt weiterhin hohen Energiepreise und einer schwachen Konjunktur sank der Primärenergieverbrauch in Deutschland nach ersten Schätzungen um zirka 8 %. Die Befürchtung, die Gasversorgung könnte im Winterhalbjahr 2022/2023 knapp werden, realisierte sich nicht. Zu einer erneuten Verunsicherung des Marktes mit steigenden Preisen führten allerdings die militärischen Auseinandersetzungen in Israel. 2. Absatz- und Umsatzentwicklung Die Umsätze im Absatzgeschäft haben sich wie folgt entwickelt:
Die Veränderung ist vor allem auf die schlechte Ernte und den Aufkauf von Biogasanlagen zurückzuführen. Die Umsätze im Bezugsgeschäft haben sich wie folgt entwickelt:
Der Verringerung der Umsätze im landwirtschaftlichen Bezugsgeschäft um -3.325 TEUR resultiert vor allem aus dem Handel mit Düngemitteln. Der Umsatz mit Düngemittel sank stark hauptsächlich aufgrund von starken Preisrückgängen. Der Bereich Pflanzenschutz konnte sich stabil halten. Agrartechnik legte deutlich zu. Erfreulicherweise konnten die Umsätze im Märkte Bereich leicht gesteigert werden trotz dem Trend zum Sparen beim Einkaufen. Baustoffe spielen keine große Rolle bei uns. Die Tankstellen konnten die Umsätze und Mengen relativ konstant halten. 3. Beschaffung Das Einkaufsverhalten entspricht aufgrund der guten Erfahrungen im Großen und Ganzen dem der Vorjahre. Auch die Zusammenarbeit mit unseren genossenschaftlichen Nachbarn hat weiterhin eine gehobene Priorität. Die Lieferantenstruktur ist ausgewogen und vielseitig. Der Wareneinkauf erfolgt überwiegend beim Großhandel bzw. bei Landwirten in der Region. Einzelne Lieferanten könnten im Bedarfsfall jederzeit ausgetauscht werden. 3. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden 1.090 TEUR in das Sachanlagevermögen investiert. Davon entfallen 227 TEUR auf Grundstücke u. Gebäude und 307 TEUR auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Gebäude und Anlagen sind optisch und technisch in gutem Zustand. 4. Finanzierung Kredithöhen und Laufzeiten entsprechen den Erfordernissen der Gesellschaft. Zur Finanzierung des Vorratsvermögens und der Forderungen wird vorwiegend auf Kontokorrentkredite zurückgegriffen, deren Rahmen sich zum 31.12.2023 insgesamt auf 5 Mio EUR beläuft. Für die besonderen Herausforderungen und zur Sicherung der Liquidität wurde ein zusätzliches kurzfristiges Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien bewegte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt unter der Kreditgrenze, sodass die Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt war. 6. Personalbereich Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Seit der Fusion sind 2 Geschäftsführer bestellt. 5 Mitarbeiter sind in leitender Position beschäftigt. Für 4 Mitarbeiter besteht eine betriebliche Altersversorgung in Form einer Direktversicherung. 7. Umweltschutz und Nachhaltigkeit Für Umweltschutz und Nachhaltigkeit nehmen wir die Verantwortung wahr, die durch unsere unternehmerische Tätigkeit entsteht. Es wird der gezielte Einsatz von Betriebsmitteln fokussiert, um die Umweltbelastung zu reduzieren und die Effektivität zu erhöhen. Wir setzten auf eine bedarfsgerechte Düngung über r unsere Düngemittelmischanlagen und eine gezielte Beratung z.B. durch Unterstützung der Landwirte durch das Düngerberechnungs-programm Delos. Daneben erfolgt eine gezielte Anwendungsberatung im Pflanzenschutz zur Vermeidung von Umweltbelastungen. Zusätzlich führen wir gezielt auch biologische Produkte mit einer spezifischeren Wirkung in Bereichen wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. A 8. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die Getreidepreise haben sich seit der Ernte 2023 negativ entwickelt. 9. Zusammenfassende Beurteilung der Entwicklung durch die Geschäftsführer Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 unter Berücksichtigung der Branchenentwicklung zufrieden. Die Entwicklung von Umsatz- und Ertragslage haben sich leicht verbessert. Im Agrarhandel liegen die Ertragszahlen im Branchendurchschnitt. Insbesondere unter Berücksichtigung der branchenweiten Rahmenbedingungen und der Witterungs-einflüsse auf unser Geschäftsmodell zeigt sich die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf zufrieden und beurteilt die Geschäftsentwicklung insgesamt als günstig mit Herausforderungen aufgrund der Verwerfungen durch den Ukrainekonflikt. II. Lage der Gesellschaft 1. Vermögens- und Finanzlage Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 55,2 % Das Vorratsvermögen hat sich auf Grund niedrigerer Preise auf 6.808 TEUR bzw. um 23,7 % verringert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich stichtagsbedingt um 9,7 % auf 2.574 TEUR. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 22,0 % auf 45 TEUR. Die Eigenkapitalquote (Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme) erhöhte sich um 11,7 % Punkte von 42,9 % im Vorjahr auf 51,3 % zum 31.12.2023. Der Rückgang der Rückstellungen um 65,3 % auf 401 TEUR betreffen im Wesentlichen die Steuerrückstellungen für den Veranlagungszeitraum 2021 sowie gebildete Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 16,2% auf 8.155 TEUR. Der Rückgang ist auf die geringe Inanspruchnahme der eingeräumten Kontokorrentlinie bei der Gesellschafterbank und auf die Tilgung von Darlehen zurückzuführen. Die übrigen Verbindlichkeiten sanken um 21, % auf 1.960 TEUR. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2.857 TEUR. Wesentliche positive Bestandteile sind dabei der Jahresüberschuss in Höhe von 1.324 TEUR, die Abschreibungen mit 787 TEUR. Wesentliche negative Bestandteile sind die Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva in Höhe von 435 TEUR sowie die Abnahme der Rückstellungen mit 753 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -1.038 TEUR und umfasst im Wesentlichen die Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow der Finanzierungstätigkeit beträgt -416 TEUR und entspricht der Tilgung von Krediten mit 217 TEUR sowie Zinszahlungen in Höhe von 11 TEUR. Der Finanzmittelfond am Ende des Geschäftsjahres hat sich damit um 1.403 TEUR erhöht und beträgt zum Jahresabschluss 1.549 TEUR. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im gesamten Jahr gegeben. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar: Die Eigenkapitalrentabilität steigerte sich von 7,1 % im Vorjahr auf 10,48 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Anlagevermögen war im Geschäftsjahr 2023 zu 94,2 % im Vorjahr zu 85,1 % durch Eigenkapital finanziert. Bei der Liquidität 2.Grades (liquide Mittel und kurzfristige Forderungen im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital Bank) war eine Erhöhung von 104,4 % im Vorjahr auf 72,2 % im aktuellen Jahr zu verzeichnen. Die Liquidität 3. Grades (liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und Vorräte im Verhältnis zum kurzfristigen Bank-Fremdkapital) verminderte sich von 354,8 % im Vorjahr auf 265,3 %. 3. Ertragslage Das Jahresergebnis hat sich wie folgt entwickelt:
Das Rohergebnis liegt mit +385 TEUR bzw. 7,3 % über dem Vorjahreswert. Der Anstieg wird von fast allen Teilbereichen verursacht. Fallende Roherträge ergeben sich nur in der Teilsparte Agrartechnik. Die Materialaufwandsquote ist gleichzeitig unterproportional gesunken von 90,4 % auf 88,6 %. Der Rückgang des Betriebsaufwandes um TEUR 247 resultiert hauptsächlich aus gesunkenen Stromkosten Darüber hinaus musste im Berichtsjahr keine Bildung von Drohverlustrückstellungen vorgenommen werden. Höhere Kosten entstanden im Bereich der Instandhaltungsaufwendungen. Das neutrale Ergebnis beinhaltet Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 450. Die Entwicklung der Ertragslage und des Jahresüberschusses liegt damit deutlich über unseren Planwerten. III. Chancen- und Risikobericht Wir haben organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung früh erkannt werden. Insbesondere werden folgende Methoden zur Begrenzung von Risiken eingesetzt:
Nach den vorliegenden Informationen aus diesem System haben sich keine bestands gefährdenden Risiken ergeben. Das gestiegene Zinsniveau belastet unser Ergebnis und Investitionen müssen wohl überlegt werden. Auch die Lagerhaltung wird durch das gestiegene Zinsniveau nicht einfacher und sich langfristig verteuern. Beurteilung zukünftiger Chancen Durch eine konsequente Marktbearbeitung und eine klare Fokussierung auf aktiven Verkauf wollen wir uns trotz der negativen Vorzeichen (Gap-Reform, Tierhaltungsabbau...) auf den Markt behaupten und unseren Marktanteil ausbauen. Die Strukturen und Kostensituation muss intensiv beobachtet und an den Erfordernissen des Marktes und der Wirtschaftlichkeit kontinuierlich angepasst werden. IV. Voraussichtliche Entwicklung In 2024 rechnen wir mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung auf niedrigem Niveau. Aufgrund der bisherigen moderaten Auswirkungen auf unser breitaufgestelltes Geschäftsmodell rechnen wir insgesamt jedoch mit einer verhältnismäßig stabilen Entwicklung. Wir gehen von fallenden Umsätzen aus und rechnen mit Umsatzerlösen in Höhe von ca. 45 Mio EUR bei stabilen Rohertragsquoten. Wir rechnen mit steigenden Kosten. Deutlich gestiegene Personalkosten werden die Kostenseite negativ beeinflussen. Daher rechnen wir in 2024 mit einem leicht rückläufigen Betriebsergebnis. Die besondere Erfolgsabhängigkeit im Bezugs- und Absatzgeschäft durch Witterungseinflüsse können sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen. Dies betrifft insbesondere die Prognose von Erntemengen, Düngerabsatz und Pflanzenschutzabsatz. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass bezüglich der geschilderten Erwartungen, insbesondere vor dem Hintergrund des weiter anhaltenden "Ukraine-Krieges" und aktuellen politischen Entscheidungen Unwägbarkeiten bestehen.
Dittenheim, den 19.06.2024 Raiffeisen
Waren und Handels GmbH
Die Geschäftsführer Thomas Dörr Friedrich Siemandel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Raiffeisen Waren und Handels GmbH altmühlfranken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen Waren und Handels GmbH altmühlfranken - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Raiffeisen Waren und Handels GmbH altmühlfranken für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 08.07.2024 Genossenschafts - Treuhand Bayern GmbH Löw, Wirtschaftsprüfer Burzler-Kreft, Wirtschafsprüferin |
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