Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 201885
Eingetragen
28.1.2010
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Übernahme des Forderungseinzuges und das Forderungsmanagement für Dritte sowie die Durchführung von Delkredereund Faktoringgeschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susann Hannig
seit 10.1.2025
Prokura
Andreas Dehlzeit
seit 26.10.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Janina Widemann
seit 23.8.2021
Prokura
Janina Zietlow
seit 23.8.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

49.00% identifiziert51.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Gerhardus Georg KnoopGerhardus Knoop GmbH
49.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ResMed SaaS Holdings Inc.USA
51.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
13.516 €
51.00%
Germany
12.984 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BFS Abrechnungs GmbH

Hildesheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

4. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

37. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 15. März 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BFS Abrechnungs GmbH, Hildesheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BFS Abrechnungs GmbH, Hildesheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BFS Abrechnungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Q. Schlussbemerkung

524. Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der BFS Abrechnungs GmbH, Hildesheim, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., (IDW PS 450 n. F.), erstattet.

525. Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben. Eine Verwendung des wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Hamburg, den 15. März 2024

CASIS Heimann Buchholz Espinoza
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan Peter Buchholz, Wirtschaftsprüfer

Heimo Heimann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 454,60 974,09
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 574.775,84 960.781,10
3. Forderungen an Kunden 113.092.219,54 100.902.772,93
4. Immaterielle Anlagewerte 920.854,00 564.331,00
5. Sachanlagen 565.766,00 680.558,00
6. sonstige Vermögensgegenstände 112.093,60 118.217,38
7. Rechnungsabgrenzungsposten 278.242,37 169.821,75
Summe der Aktiva 115.544.405,95 103.397.456,25

Passivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 75.314.357,50 76.325.994,38
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 28.281.768,43 15.532.618,63
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.784.641,78 3.286.863,53
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 107.155,72 581.145,59
b) andere Rückstellungen 674.167,13 510.023,68
781.322,85 1.091.169,27
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 26.500,00 26.500,00
b) Kapitalrücklage 330.000,00 330.000,00
c) Gewinnrücklage 1.670.000,00 1.670.000,00
d) Bilanzgewinn 5.355.815,39 5.134.310,44
7.382.315,39 7.160.810,44
Summe der Passiva 115.544.405,95 103.397.456,25

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 35.556.036,57 27.138.468,73
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 2.297,28 (Vorjahr: TEUR 1.233,40)
2. Zinsaufwendungen -5.989.426,03 -3.073.637,62
29.566.610,54 24.064.831,11
3. Provisionsaufwendungen -5.177.799,77 -3.839.464,52
4. Sonstige betriebliche Erträge 476.526,69 570.452,17
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -9.182.297,52 -7.426.963,37
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.843.172,83 -1.455.576,70
- darunter: für Altersversorgung in EUR: -33.784,70 (Vorjahr: TEUR -27,4)
-11.025.470,35 -8.882.540,07
b) andere Verwaltungsaufwendungen -4.829.930,17 -3.674.163,89
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -833.559,31 -671.904,71
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -65.282,74 -47.419,63
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -417.481,60 -155.561,22
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 7.693.613,29 7.364.229,24
10. Außerordentliche Erträge 90.357,30 97.021,03
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.426.600,18 -2.325.852,15
12. Sonstige Steuern -1.555,02 -1.087,68
13. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 5.355.815,39 5.134.310,44

Anlagespiegel vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.258.747,01 761.342,55 3.020.089,56
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.258.747,01 761.342,55 3.020.089,56
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.289.951,75 313.947,76 80.547,74 2.523.351,77
Summe Sachanlagen 2.289.951,75 313.947,76 80.547,74 2.523.351,77
Gesamtsumme Anlagevermögen 4.548.698,76 1.075.290,31 80.547,74 5.543.441,33
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.694.416,01 404.819,55 2.099.235,56
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.694.416,01 404.819,55 2.099.235,56
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.609.393,75 428.739,76 80.547,74 1.957.585,77
Summe Sachanlagen 1.609.393,75 428.739,76 80.547,74 1.957.585,77
Gesamtsumme Anlagevermögen 3.303.809,76 833.559,31 80.547,74 4.056.821,33
Buchwerte
Zuschreibung Wirtschaftsjahr Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 920.854,00 564.331,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 920.854,00 564.331,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 565.766,00 680.558,00
Summe Sachanlagen 565.766,00 680.558,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 1.486.620,00 1.244.889,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die BFS Abrechnungs GmbH hat ihren Sitz in Hildesheim und ist beim Amtsgericht Hildesheim unter der Handelsregisternummer HRB 201885 registriert.

Der Jahresabschluss der BFS Abrechnungs GmbH ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB unter Beachtung der für Finanzdienstleistungsunternehmen besonderen Vorschriften nach den §§ 340 ff. HGB, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des GmbH-Gesetzes erstellt worden.

Die Darstellung der Bilanz erfolgt nach dem Formblatt 1 RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach der Staffelform (Formblatt 3) gemäß der RechKredV aufgestellt.

Darstellung, Gliederung und Bewertung entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kreditinstitute sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Als Abschreibungszeitraum wird für jedes Wirtschaftsgut die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer anhand von AfA-Tabellen geschätzt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Bewegliche Anlagewerte mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für das Folgejahr darstellen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Rückstellungen tragen allen bis zur Bilanzaufstellung erkennbar gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden weder Forderungen noch Verbindlichkeiten in Fremdwährung.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 574,8 (Vorjahr: TEUR: 960,8) betreffen das Bankguthaben bei der Deutschen Bank. Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig.

Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kunden von TEUR 113.092,2 (Vorjahr: TEUR 100.902,8) gliedern sich wie folgt:

bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 108.663 1.567 2.862 113.092

Forderungen mit unbestimmter Laufzeit bestehen nicht.

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem, als Anlage zum Anhang beigefügten, Anlagespiegel dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 75.314,4 (Vorjahr: TEUR 76.326,0) bestehen ausschließlich gegenüber der Bank für Sozialwirtschaft Aktiengesellschaft, Köln und Berlin. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig.

Gemäß § 10 Abs. 1 RechKredV wurden die täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber der Bank für Sozialwirtschaft (TEUR 78.836,4) mit den täglich fälligen Forderungen (TEUR 3.522,0) verrechnet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen in Höhe von TEUR 28.281,8 (Vorjahr: TEUR 15.532,6).

Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Überzahlungen in Höhe von TEUR 2.421,1 (Vorjahr: TEUR 2.004,9), Verbindlichkeiten gegenüber der MEDIFOX DAN GmbH in Höhe von TEUR 664,4 (Vorjahr: TEUR 568,1), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 71,4 (Vorjahr: TEUR 142,8) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 621,5 (Vorjahr: TEUR 568,2).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 3 Monaten.

Auf Grundlage der laufenden Buchführung wurden Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 53,0 (Vorjahr: TEUR 285,7) sowie Rückstellungen für Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 51,0 (Vorjahr: TEUR 295,4) zugeführt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 56,2 (Vorjahr: TEUR: 285,7) betreffen in Höhe eines Teilbetrags von TEUR 3,2 den Veranlagungszeitraum 2022 und in Höhe eines Teilbetrags von TEUR 53,0 den Veranlagungszeitraum 2023. Die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 51,0 (Vorjahr: TEUR 295,4) betrifft ausschließlich den Veranlagungszeitraum 2023.

Die Zusammensetzung der anderen Rückstellungen ist in dem nachfolgenden Rückstellungsspiegel ersichtlich:

andere Rückstellungen Stand 01.01.2023 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Zinsanteil Stand 31.12.2023
Rückstellung für Berufsgenossenschaft 4.000,00 € 4.000,00 € 0,00 € 6.000,00 € 0,00 € 6.000,00 €
Rückstellung Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 56.496,17 € 0,00 € 0,00 € 4.992,77 € 2.297,28 € 59.191,66 €
Rückstellung für ausstehenden Urlaub 93.619,73 € 93.619,73 € 0,00 € 84.892,10 € 0,00 € 84.892,10 €
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 66.015,24 € 39.842,54 € 18.282,95 € 200.036,47 € 0,00 € 207.926,22 €
Rückstellung für Personalkosten 234.451,46 € 234.171,46 € 280,00 € 249.276,08 € 0,00 € 249.276,08 €
Sonstige Rückstellungen 4.441,08 € 4.441,08 € 0,00 € 9.881,07 € 0,00 € 9.881,07 €
Rückstellung Jahresabschlusskosten 25.000,00 € 25.000,00 € 0,00 € 30.000,00 € 0,00 € 30.000,00 €
Rückstellung Jahresabschlussprüfung 26.000,00 € 26.000,00 € 0,00 € 27.000,00 € 0,00 € 27.000,00 €
510.023,68 € 427.074,81 € 18.562,95 € 612.078,49 € 2.297,28 € 674.167,13 €

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Zinserträge

Die Zinserträge resultieren ausschließlich aus dem Factoringgeschäft und werden ausschließlich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 90,4 (Vorjahr: TEUR 97,0) resultieren aus der Vereinnahmung von Überzahlungen durch Krankenkassen aufgrund eingetretener Verjährung.

Angaben nach § 285 Nr. 32 HGB

In den Provisionsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 325,7 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die "Sonstigen finanziellen Verpflichtungen" betragen zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 699,1 p.a. (Vorjahr: TEUR 693,9). Sie bestehen aus Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von TEUR 550,3 p.a. (Vorjahr: TEUR 538,5), Leasingverträgen in Höhe von TEUR 139,6 p.a. (Vorjahr: TEUR 131,3) und Mietverträgen über die Anmietung von Büroeinrichtung in Höhe von TEUR 9,2 p.a. (Vorjahr: TEUR 24,1).

Gewährte Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen vollständig auf die Bank für Sozialwirtschaft Aktiengesellschaft, Köln und Berlin, und betragen zum Stichtag insgesamt TEUR 75.314,4 (Vorjahr: TEUR 76.326,0). Sie sind besichert durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen alle Drittschuldner mit den Anfangsbuchstaben A-Z gem. Abtretungserklärung vom 10.03./11.03.2010.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf TEUR 27,0 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Andries Höft, Harsum

Herr Edward Poniewaz, Köln (bis 18.12.2023)

Herr Christian Städtler, Hannover (bis 04.07.2023)

Herr Dr. Carsten Steinhoff, Hannover (ab 04.07.2023)

Herr Andreas Dehlzeit, Köln (ab 26.10.2023)

Vergütung der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Anzahl der durchschnittlichen Beschäftigten betrug im Berichtsjahr ohne die Geschäftsführung (Angestellte) 381 (Vorjahr: 337).

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen) in den Konzernabschluss der Bank für Sozialwirtschaft AG, Köln und Berlin, und der MediFox-Dan Investment GmbH, Hildesheim, einbezogen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ereignet.

Eigenkapital / Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss der BFS Abrechnungs GmbH für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 5.355.815,39 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Hildesheim, den 15. Februar 2024

BFS Abrechnungs GmbH

- Geschäftsführung -

Dr. Carsten Steinhoff

Andreas Dehlzeit

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Instituts

Die BFS Abrechnungs GmbH ist ein Dienstleister im Gesundheitssektor. Sie unterstützt Kunden bei der Abrechnung von Leistungen aus dem Gesundheitswesen mit Kostenträgern und Selbstzahlern und finanziert die Forderungen im Rahmen des echten und unechten Factorings vor.

Gesellschafter der BFS Abrechnungs GmbH sind mit 51 Prozent die MEDIFOX DAN Gruppe als führender Anbieter von Software im Gesundheitssektor, insbesondere in der ambulanten und stationären Pflege sowie Therapie, sowie mit 49 Prozent die Sozialfactoring GmbH als hundertprozentige Tochter der Bank für Sozialwirtschaft AG. Die Bank für Sozialwirtschaft AG ist eine Spezialbank für Unternehmen, Einrichtungen und Organisationen aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung.

Die BFS Abrechnungs GmbH kauft Forderungen an und rechnet diese gegenüber den Kostenträgern ab, insbesondere für ambulante Pflegedienste und andere Leistungserbringer (Heilmittelerbringer). Dies geschieht in der Regel im Rahmen einer Globalzession. Dabei übernimmt die Gesellschaft neben der Finanzierungsfunktion für den Kunden auch eine Servicefunktion, indem sie die Rechnungserstellung und die abrechnungsbezogene Kommunikation mit den Kostenträgern durchführt.

Das Unternehmen hat drei Standorte in der Stadt Hildesheim, einen Standort im Landkreis Hildesheim und einen Standort in der Stadt Oldenburg. Die Kunden der BFS Abrechnungs GmbH haben ihren Sitz ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland. Im Bereich Factoring für ambulante Pflegedienste hält die BFS Abrechnungs GmbH einen Marktanteil von über 10 Prozent.

II. Geschäftliches und wirtschaftliches Umfeld

Die BFS Abrechnungs GmbH profitiert von einem wachsenden Gesundheitsmarkt, das Geschäftsumfeld ist weiterhin günstig. In der ambulanten Pflege ist der Grundsatz "ambulant vor stationär" ein unveränderter Wachstumstreiber. Etwa 36 Prozent der Pflegebedürftigen werden in ihrer häuslichen Umgebung betreut. Es ist wahrscheinlich, dass dieser Trend auch in Zukunft anhalten wird. Der ambulante Pflegemarkt mit derzeit etwa 17.122 Pflegediensten wird weiterhin ein konjunkturell unabhängiger Wachstumsmarkt bleiben. Ein Markt, in dem die BFS Abrechnungs GmbH ihren Marktanteil weiter ausbaut, ist das Geschäftsfeld mit über 80.000 Heilmittelerbringern.

Die BFS Abrechnungs GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 erfreuliche Entwicklungen im Personalbereich. Die Mitarbeiterfluktuation ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, was auf eine große Mitarbeiterzufriedenheit hindeutet. Zudem wurden viele Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt, um die Kompetenzen und Fähigkeiten der Beschäftigten kontinuierlich zu stärken und weiterzuentwickeln.

III. Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2023 setzte sich die gute Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Das Forderungsvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 21 Prozent auf 1,7 Mrd. EUR.

Die Marktanteile konnten sowohl im Bereich ambulante Pflege als auch bei den Heilmittelerbringern weiter ausgebaut werden. In der ambulanten Pflege hat sich die Kundenzahl stärker entwickelt, als der Markt selbst. Im Vergleich dazu ist der Bereich Factoring für Heilmittelerbringer noch vergleichsweise klein. Auch hier verzeichnet die BFS Abrechnungs GmbH ein gutes Kundenwachstum und konnte ihre Marktposition weiter ausbauen.

Aufgrund des Kundenwachstums stieg der Personalbestand zum 31. Dezember 2023 um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Trotz allgemein herausfordernder Rahmenbedingungen wie z. B. dem Ukraine-Krieg, der Energiekrise oder der hohen Inflation sowie den einhergehenden starken Zinssteigerungen erwies sich das Geschäftsmodell auch im Berichtsjahr als krisenresistent. Besondere Auswirkungen auf die Gesellschaft, ihre Kunden oder das Zahlungsverhalten der Debitoren konnten nicht festgestellt werden.

IV. Darstellung der Lage der Gesellschaft

Die Bilanzsumme hat sich aufgrund der guten Geschäftsentwicklung von 103.397 TEUR auf 115.533 TEUR erhöht. Die Aktiva bestehen im Wesentlichen aus Forderungen an Kunden. Diese erhöhten sich von 100.903 TEUR auf 113.092 TEUR. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 75.314 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert von 76.326 TEUR gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen von 15.533 TEUR auf 28.282 TEUR und die sonstigen Verbindlichkeiten von 3.287 TEUR auf 3.772 TEUR. Es wurden Rückstellungen in Höhe von 781 TEUR gebildet, die sich aus Steuerrückstellungen und Personalkostenrückstellungen zusammensetzen.

Der Zinsertrag ist von 27.138 TEUR auf 35.556 TEUR gestiegen. Die Refinanzierungskosten für die angekauften Forderungen sind von 3.074 TEUR im Vorjahr auf 5.989 TEUR gestiegen. Die Provisionsaufwendungen haben sich von 3.840 TEUR auf 5.178 TEUR erhöht. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 15.855 TEUR und liegen damit über dem Vorjahreswert von 12.557 TEUR. Der Jahresüberschuss hat sich von 5.134 TEUR auf 5.356 TEUR erhöht. Obwohl das Forderungsvolumen gestiegen ist, blieb der Jahresüberschuss im Wesentlichen unverändert. Das gestiegene Zinsniveau führte neben dem volumenbedingten Anstieg zu höheren Zinsaufwendungen. Im Gegenzug erhöhte die Anpassung der Ankaufskonditionen die Zinserträge. Die Personalaufwendungen stiegen im Wesentlichen aufgrund der höheren Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich entsprechend der Entwicklung des operativen Geschäfts erhöht.

Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 7.161 TEUR auf 7.382 TEUR gestiegen. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch zugesicherte Kreditlinien auch bei einer weiteren Ausweitung des Geschäftsbetriebs stets gesichert. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 6 Prozent (VJ 6 Prozent) und wird sich unter Annahme des geplanten Geschäftswachstums und der Gewinnthesaurierung verbessern.

Insgesamt bewerten wir die Entwicklung des Unternehmens positiv. Der Zinsertrag konnte im Berichtsjahr um 31 Prozent gesteigert werden, er stieg damit stärker, als im Lagebericht 2022 prognostiziert (Prognose Anstieg 10 bis 15 Prozent). Das prognostizierte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (Prognose Anstieg 10 bis 15 Prozent) wurde nicht erreicht. Dieser lag unter 10 Prozent. Die BFS Abrechnungs GmbH verfügt über eine gute Finanz- und Vermögenslage. Die Ertragslage wird daher als gut beurteilt und anfallende Fälligkeiten können jederzeit bedient werden. Die Vermögenslage ist geordnet.

V. Risiko- und Chancenbericht

Die Risikotragfähigkeit der BFS Abrechnungs GmbH war unterjährig und zum Bilanzstichtag stets gegeben. Die Risikodeckungsmasse reichte aus, auch, um unerwartete Verluste tragen zu können.

Die vorgegebenen Limite wurden stets eingehalten.

Adressenausfallrisiko

Das relevante Adressenausfallrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass eine natürliche oder juristische Person, gegenüber der die BFS Abrechnungs GmbH einen Anspruch hat, nicht oder nicht fristgerecht leistet. Die BFS Abrechnungs GmbH erwirbt Ansprüche hauptsächlich durch den Ankauf von Forderungen. Im Geschäftsjahr richteten sich 95 Prozent der Forderungen gegen Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Kranken- und Pflegekassen, Sozialämter und Beihilfestellen, die als sehr ausfallsicher bewertet werden können. Nur in seltenen Fällen handelte es sich um natürliche oder juristische Personen wie private Krankenversicherungen.

Sofern Forderungen gegen Kunden bestehen, kann ein Adressenausfallrisiko entstehen, wenn beispielsweise der Leistungserbringer insolvent ist oder nicht werthaltige Forderungen zur Abrechnung eingereicht werden. Vor Vertragsabschluss wird jeder Kunde einer Bonitätsprüfung unterzogen, sein Abrechnungsverhalten wird laufend überwacht und Kunden mit Problemen werden im Rahmen der Intensivbetreuung eng betreut. Angesichts steigender Insolvenzen in der ambulanten Pflege wurden die Kontrollprozesse in diesem Bereich im Berichtsjahr verstärkt.

Die im Berichtsjahr aufgrund von Forderungsausfällen gebildeten Wertberichtigungen können als branchenüblich bezeichnet werden. Das Adressenausfallrisiko wird laufend überwacht und gesteuert. Adressenausfallrisiken sind Bestandteil des Stresstestings der BFS Abrechnungs GmbH und der regelmäßigen Risikoberichterstattung.

Liquiditätsrisiko

Ein Liquiditätsrisiko kann aufgrund zweier Ursachen entstehen: Zum einen könnten Kreditinstitute Kreditlinien nicht ausreichend und fristgerecht zur Verfügung stellen. Zum anderen könnten Einzahlungen von den Kostenträgern nicht oder verzögert erfolgen.

Die BFS Abrechnungs GmbH refinanziert sich über eine Kreditlinie, die durch die am Joint Venture beteiligte Bank für Sozialwirtschaft AG bereitgestellt wird. Der Liquiditätsbedarf wird regelmäßig ermittelt, verschiedenen Stresstests unterzogen, täglich überwacht und ist Bestandteil der regelmäßigen Risikoberichterstattung.

Die Refinanzierung deckt sowohl das zu erwartende mittelfristige Wachstum der Gesellschaft als auch mögliche Stress-Szenarien ab.

Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken könnten hinsichtlich einer Steigung des Zinssatzes für die Refinanzierung des Factoringvolumens oder die Nichtdurchsetzbarkeit des prozentualen Factoringentgelts am Markt bestehen.

Die im Berichtsjahr durch den allgemeinen Zinsanstieg deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten konnten an die Kunden weitergegeben werden. Das Risiko aus einem weiteren Zinsanstieg beurteilen wir zzt. als gering.

Das Marktpreisrisiko wird laufend überwacht und gesteuert. Es ist Bestandteil des Stresstestings der BFS Abrechnungs GmbH und der regelmäßigen Risikoberichterstattung.

Operationelle Risiken

Aufgrund der starken IT- und prozessabhängigen Geschäftstätigkeit kommt dem operationellen Risiko eine besondere Bedeutung zu. Operationelles Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten, die aufgrund von Unangemessenheit oder Versagen interner Verfahren, Menschen und Systeme oder aufgrund externer Ereignisse eintreten können.

Interne Verfahren und Prozesse sind bestmöglich standardisiert und werden zunehmend automatisiert. Die BFS Abrechnungs GmbH regelt ihre Verfahrensanweisungen und verbessert sie kontinuierlich. Das Interne Kontrollsystem hilft dabei, Fehler zu erkennen, bevor sie Schäden verursachen. Durch eine geeignete Personalauswahl und Qualifikation wird das Mitarbeiterrisiko minimiert.

Die BFS Abrechnungs GmbH arbeitet arbeitsteilig und wird dabei von IT-Systemen unterstützt. Diese werden redundant vorgehalten und mit geeigneten Sicherheitssystemen geschützt, sofern dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Externen Ereignissen wird durch Versicherungsschutz begegnet.

Im Berichtsjahr sind keine wesentlichen operationellen Schadensfälle eingetreten.

Operationelle Risiken werden laufend überwacht und auf Ebene ihrer Sub-Risiken gesteuert. Sie sind Bestandteil des Stresstestings der BFS Abrechnungs GmbH und der regelmäßigen Risikoberichterstattung.

Chancen

Die BFS Abrechnungs GmbH ist in einem Markt mit hohen Wachstumspotenzialen tätig. Wesentliche Chancen sehen wir darin, aufgrund des guten Marktzugangs besser wachsen zu können, als der Markt selbst.

VI. Prognosebericht

Die BFS Abrechnungs GmbH ist ein zuverlässiger und solider Partner. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine positive Ergebnisentwicklung. Sowohl der Zinsertrag als auch das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sollen geplant um 10 Prozent steigen. Diese Prognose basiert auf dem unverändert gut prognostizierten Neukundengeschäft in beiden Geschäftsfeldern, einem stabilen Kundenumfeld und weiteren Annahmen zum technischen Fortschritt.

Trotz des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine, der hohen Inflation, der Zinserhöhungen und der Energiekrise erwarten wir keine wesentlichen Risiken für die Entwicklung im Jahr 2024.

 

Hildesheim, den 15. Februar 2024

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