Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
XCOM AktiengesellschaftLiquidiert
Allee 8, 47877 Willich, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Simmang seit 19.6.2017 | Prokura |
Tobias Kluß seit 15.2.2017 | Prokura |
Benon Dr. Janos seit 8.6.2016 | Vorstandsmitglied |
Niklas Jens Helmreich seit 11.2.2016 | Vorstandsmitglied |
Bernd Waldemar Würfel seit 11.2.2016 | Vorstandsmitglied |
Marcus Michaelis seit 14.9.2015 | Prokura |
Andre Meckel seit 20.1.2015 | Prokura |
Sascha Bochartz seit 30.12.2014 | Vorstandsmitglied |
Kai Sonnenschein seit 17.9.2012 | Prokura |
Birgitt Gilles seit 17.7.2009 | Prokura |
Thorsten Sonnemann seit 4.1.2007 | Prokura |
Matthias Stöckert seit 4.1.2007 | Prokura |
Jörg Bachmann seit 15.9.2004 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
XCOM AktiengesellschaftWillichJahresabschluss
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| 1. |
Grundlagen der XCOM AG und XCOM-Gruppe
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| 2. |
Wirtschaftsbericht
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| 3. |
Risiko und Chancenbericht
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| 4. |
Abhängigkeitsbericht |
6 Standorte in Deutschland
1. Grundlagen der XCOM AG und XCOM-Gruppe
1.1. Struktur, Organisation und Mitarbeiter
Die XCOM AG ist ein führender Anbieter von Finanztechnologien in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeit sind die Entwicklung und kontinuierliche Betreuung zukunftssicherer und effizienter Lösungen in den Bereichen Banking, eBanking, Payment und Trading. Gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungen bietet die XCOM AG innovative IT-Lösungen, -Consulting und -Services für Unternehmen mit hohen Ansprüchen an Sicherheit, Performance und Qualität im Bereich der Finanzdienstleistungen und des eCommerce.
Daten und Fakten der XCOM Gruppe
Die zur XCOM-Gruppe gehörende biw Bank für Investments und Wertpapiere AG ist eine moderne auf IT-Automation ausgerichtete deutsche Bank und bietet nahezu das komplette Produktspektrum einer deutschen Vollbank mit Fokus auf White Label und Outsourcing Lösungen. Als filiallose Online-Bank und Tochter des IT-Dienstleisters XCOM AG setzt die biw AG dabei auf höchstmögliche Prozesseffizienz. Sie richtet sich an alle, die für ihre Finanzideen einen visionären Partner mit Banklizenz an ihrer Seite suchen.
Daten und Fakten der biw Bank AG
Zum 31. Dezember 2015 umfasste die XCOM-Gruppe insgesamt fünf Tochtergesellschaften sowie zwei Minderheitsbeteiligungen COSBOO GmbH, Berlin, und mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing). Das operative Geschäft der XCOM-Gruppe findet sowohl in der Muttergesellschaft als auch in den verschiedenen Tochtergesellschaften statt. Mittelbar ist die XCOM AG über die XCOM Finanz GmbH an weiteren drei Gesellschaften (darunter auch die biw AG) beteiligt. Als übergeordnete Finanz-Holding agiert der Mehrheitsaktionär, die FinTech Group AG mit Sitz in Frankfurt am Main (AG Frankfurt, HRB 103516).
Im Folgenden werden die weiteren direkten und indirekten Tochtergesellschaften der XCOM AG zum Stichtag 31. Dezember 2015 näher erläutert:
Die XCOM Finanz GmbH, Willich, (Stammkapital: 4.600 TEUR) ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der XCOM AG. Die Gesellschaft hielt zum 31. Dezember 2015 neben sämtlichen Geschäftsanteilen der biw Bank AG auch unmittelbar die Anteile an der BrokerPort AG i. A., an der ViTrade GmbH, sowie an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing. Das Halten solcher Beteiligungen entspricht - neben der operativen Beratungstätigkeit zur kaufmännischen Unterstützung von Banken - ihrem wesentlichen Unternehmenszweck.
Die XCOM Finanz GmbH hält 100 % der Anteile an der ViTrade GmbH, Willich. Die ViTrade GmbH verfügt über ein Stammkapital von 2.000 TEUR. Die Gesellschaft erbringt die nach dem Kreditwesengesetz (KWG) genehmigungspflichtigen Leistungen als vertraglich gebundener Vermittler der biw Bank AG.
An der Xervices GmbH, Willich, mit einem Stammkapital in Höhe von 25 TEUR hält die XCOM AG 100 % der Anteile. Die Gesellschaft ist in Kooperation mit ihrer Muttergesellschaft für die Entwicklung und den Betrieb der außerbörslichen Handelsplattform "L.O.X." verantwortlich.
Das Grundkapital der XCOMpetence AG, Willich, beträgt unverändert 240 TEUR. Sämtliche Anteile werden von der XCOM AG gehalten. Das operative Geschäft der Gesellschaft, diverse Beratungs- und IT-Consulting-Dienstleistungen für Banken zu erbringen, wurde im Verlauf des zweiten Halbjahres 2015 reduziert und durch Beschluss vom 16. Dezember 2015 eingestellt. Sie stellt somit eine nicht fortgeführte Aktivität dar.
Die Anteile an der im Geschäftsjahr 2010 gegründeten Africon GmbH (vormals: XCOM Africa GmbH), Willich, wurden zum 15. Dezember 2015 in vollem Umfang veräußert. Ebenfalls veräußert wurden die Anteile an der Finanzloge AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2015.
Weitere, für den Geschäftsbetrieb unwesentliche Beteiligungsverhältnisse, liegen bei der XCOM Trading Services GmbH i. L., Willich, (Stammkapital: 25 TEUR), der BrokerPort AG i. A., Willich (Grundkapital 100 TEUR) sowie der b2clear GmbH, Willich, (Stammkapital: 25 TEUR) vor.
Die Leitung der XCOM-Gruppe obliegt der Verantwortung des Vorstandes der XCOM AG in enger Abstimmung mit dem Management der FinTech Group AG. Der Vorstand der XCOM AG setzte sich zum 31. Dezember 2015 aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
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Sascha Bochartz |
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Kay-Hendrik Eichler |
| • |
Andreas Wolf |
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Dr. Carsten Rößner |
Der Aufsichtsrat der XCOM AG bestand zum 31. Dezember 2015 aus folgenden Mitgliedern:
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Frank Niehage (Vorsitzender) |
| • |
Martin Korbmacher (stellvertretender Vorsitzender) |
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Bernd Förtsch |
Des Weiteren fungieren folgende Mitarbeiter zum 31. Dezember 2015 als Generalbevollmächtigte:
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André Meckel |
| • |
Christof Roßbroich |
| • |
Thorsten Sonnemann |
Die XCOM AG betreibt ihr Geschäft heute an sechs Standorten in Deutschland, in denen am Stichtag 207 Mitarbeiter beschäftigt waren.
Mitarbeiter nach Standorten per 31.12.2015
Der Personalbestand reduzierte sich im Stichtagsvergleich um 24 Mitarbeiter von 231 auf nunmehr 207 Mitarbeiter. Im Wesentlichen resultiert diese Abnahme durch das Outsourcing von Verwaltungstätigkeiten in den Bereichen Buchhaltung, Controlling, Human Resources und Legal an die Holding (FinTech Group AG, Frankfurt am Main). Etwaige Neueinstellungen erfolgten im Wesentlichen in den Teilbereichen eBanking, Banking und Systembetrieb.
Am Hauptsitz in Willich sowie am Standort in Zwickau wurden die Zentralfunktionen Vertrieb, Marketing, Buchhaltung, Controlling, Legal, Human Resources sowie Administration in enger Abstimmung mit der Holding (FinTech Group AG) ausgeführt.
Der Anteil der weiblichen Mitarbeiter der XCOM AG beträgt zum 31.12.2015 16,4 % (Vorjahr: 22,9 %) der gesamten Beschäftigten. In erster Führungsebene (direkte Berichterstattung an den Vorstand) sind 9 Mitarbeiter (Vorjahr: 12) beschäftigt, wovon 0 % weibliche Mitarbeiter sind (Vorjahr: 16,7 %).
Für die Führungskräfte der XCOM AG ist ausgeprägtes unternehmerisches Denken und Handeln, der Blick für das Wesentliche sowie strategische Orientierung unerlässlich. Sie sind interkulturell aufgeschlossen und binden Ihre Mitarbeiter in die Entscheidungsprozesse ein. Hierdurch wird der Teamgeist gefördert, die Identifikation mit dem Arbeitgeber gestärkt und Innovationspotenzial geweckt.
Im Geschäftsjahr wurde das seit Jahren bestehende Bonifizierungssystem fortgeführt, das auch dafür sorgt, dass die Mitarbeiter monatlich über die Entwicklung des Unternehmens informiert werden. Im Zusammenhang mit den bestehenden Anreizsystemen wurden - wie in den Vorjahren - Schulungs- und Entwicklungsmaßnahmen sowohl intern als auch extern von einer Vielzahl von Mitarbeitern wahrgenommen. Aufgrund der knappen Angebotssituation auf dem Arbeitsmarkt hat die XCOM AG ihre Aktivitäten zur Mitarbeiterakquisition durch Teilnahme an Bewerbermessen, der Veranstaltung eines "Tag der offenen Tür", der Stärkung von Kontakten zu Hochschulen sowie des verstärkten Einsatzes berufsbegleitender Studiengänge weiter ausgebaut.
Eine konzernweit durchgeführte Mitarbeiterbefragung zum Thema Personalpolitik, Personalentwicklung und Mitarbeiterzufriedenheit, die Einführung betrieblicher Gesundheitsförderung mittels Physiotherapie sowie ein Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Incentive-Programm runden die aktive Personalpolitik der XCOM AG im Berichtsjahr ab.
1.2. Geschäftstätigkeit und Produkte
Das Kerngeschäftsfeld der XCOM AG zielt auf diversifizierte Technologie-Lösungen in Verbindung mit Finanz-Services ab, die sich auf die nachfolgenden, strategischen Geschäftsbereiche aggregieren lassen:
| XCOM AG
Technologie-Lösungen |
biw Bank AG
Finanz-Service |
| Banking | White-Label-Banking |
| eBanking | Mandantenservice |
| Trading | Zahlungsverkehr |
| Payment | Equity Capital Markets |
| IT Service | Bargeldlogistik |
IT-Services - Banking: Bank-IT als maßgeschneiderter Service
Der Bankenmarkt verändert sich, durch regulatorische Anforderungen, neue Technologien aber auch durch ein sich veränderndes Kundenverhalten. Die Geschwindigkeit nimmt zu. Sowohl für den Markteinstieg als auch um wettbewerbsfähig zu bleiben werden flexible und moderne IT und hochautomatisierte Prozesse benötigt. Die XCOM Gruppe hat sich früh darauf spezialisiert, ihren Kunden moderne Bank-IT als maßgeschneiderten Service bereitzustellen. Zusammen mit der zur Gruppe gehörenden Tochtergesellschaft biw Bank für Investments und Wertpapiere AG verfolgt die XCOM einen breiten White-Label Ansatz im Business Process Outsourcing (BPO) für Finanzdienstleister. Heute ist die XCOM-Gruppe in diesem Segment ein führender Anbieter für Banking-Lösungen und -Services in Deutschland.
Bekannte Banken und FinTech-Unternehmen vertrauen auf Qualität, Expertise und Erfahrung des XCOM-Teams, das sich gleichermaßen in der Bankprozess-Welt wie in den modernsten Technologien zu Hause fühlt. Die Services der XCOM-Gruppe richten sich sowohl an die jeweiligen Bankkunden als auch an die Finanzdienstleister selbst. XCOM und ihre Partner im Unternehmensverbund bieten das vollumfängliche Angebot von der Software-Bereitstellung über Hosting bis hin zur kompletten bankfachlichen Abwicklung aus einer Hand an. Zu diesem Geschäftsfeld gehören Einlagen und Brokerage genauso wie Zahlungsverkehr, Karten und Kredite. Mobile Payment, Bonus und P2P-Transaktionssystem vervollständigen das Dienstleistungsangebot.
IT-Services - eBanking: Individuelle eBanking-Komponenten
Eine gesicherte Kommunikation zwischen Kunde und Bank, gut geschützte Online-Bereiche, einfach zu bedienende Oberflächen: Das ist heutzutage ein Muss für jede Bank. Unternehmen erwarten neben bankübergreifenden Standards bei Protokollen und Verschlüsselung insbesondere auch eine hohe Flexibilität im Zugriff sowie eine ausgereifte Integration und Automation.
Die Digitalisierung bei Banken und Industrie erhöht die Anforderungen an Performance, Datenhaushalt und Funktionalität. Die XCOM AG bietet mit ihren eBanking-Komponenten namhaften Banken und Unternehmen bereits seit vielen Jahren erfolgreich genau die Plattform, die diese Anforderungen effizient erfüllt. Das Framework besteht aus multikanalfähigem Business-Server, flexiblem Frontend für Browser und mobilen Endgeräten sowie zahlreichen Tools zur Integration in bestehende Systeme. Es bietet sowohl für Banken als auch für Unternehmen sichere und standardisierte Datenkommunikation und -bereitstellung über den Bankzahlungsverkehr hinaus.
IT-Services - Trading: Effizienter Wertpapierhandel
Die XCOM-Gruppe bietet starke Ideen für Kreditinstitute und Finanzdienstleister bei der Optimierung von Handel und Abwicklung. Denn erfolgreicher elektronischer Börsenhandel erfordert effiziente Werkzeuge. Die entsprechende Performance bei Selektion, Erfassung und Verarbeitung sind dabei selbstverständlich. Dazu zählen insbesondere die einfache Handhabung sowie eine hohe Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Das gilt sowohl für die Entscheidungsfindung als auch für funktionelle Themen wie Risikobewertung und regulatorische Anforderungen (MiFID II., HFT). Von der gesteigerten Effizienz bei der Orderabwicklung über schnellere Prüfungen der gesetzlichen und vertraglichen Anlagegrenzen im Backoffice bis hin zu Komplettsystemen für Online-Broker - die XCOM AG stellt bewährte, innovative und professionelle Lösungen für alle Bereiche des Wertpapiergeschäfts zur Verfügung.
Am Markt gilt die XCOM AG mit ihrer Tochtergesellschaft biw Bank AG heute als effizientester Orderabwicklungspartner.
IT-Services - Payment: Lösungen zur Umsetzung von Geschäftsideen
Das wirtschaftliche Potenzial des Online-Handels sowie die Geschäftsideen der StartUps innerhalb der Fintech-Branche ist vielversprechend. Die XCOM-Gruppe mit ihrem technischen Know-how und ihrer langjährigen Erfahrung in der professionellen Abwicklung von Zahlungsprozessen ist der innovative und vertrauenswürdige Anbieter von Payment-Lösungen für innovative Unternehmen. Schon jetzt bietet die XCOM ihren Kunden eine Vielzahl von Möglichkeiten an: Etwa die Abwicklung von Massenzahlungsverkehr oder mobiles Bezahlen per Smartphone im Handel, im Online-Shop sowie unter Freunden und Bekannten mit kesh.
Ebenfalls zählt die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen zum Geschäftsfeld. Die Kombination eines IT-Unternehmens mit einer Bank unter dem Dach der XCOM-Gruppe bietet die Möglichkeit, einzigartige Geschäftsideen umzusetzen. Hierdurch hat die XCOM AG das Verständnis für die Geschäftsprozesse ihrer Kunden und kann diese gleichzeitig in die Systeme der Bank integrieren. Damit ist sie deutlich flexibler als ihre Wettbewerber und bietet die Umsetzung aus einer Hand. Nicht zu vergessen die Abwicklung der Bargeldlogistik mit dem biw AG Partner Prosegur (DE) und Post Wertlogistik (AT).
IT-Services - Infrastruktur für Rechenzentren, Serverräume und Gebäude
Die heutigen Anforderungen an IT-Infrastruktur und Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter erfordern sowohl kostenbewusste als auch individuelle Lösungen hinsichtlich Flexibilität, Verfügbarkeit und Sicherheit. Hierzu zählen Ausschreibungsbegleitungen für IT-Vergaben, Projektmanagement, 24 h-Services im IT-Betrieb, Monitoring, Zertifizierungen, Gebäudeautomation, Gebäudeleittechnik und vieles mehr.
1.3. Ziele, Strategie und Unternehmenssteuerung
1.3.1. Finanzielle und nicht finanzielle Ziele
Die strategische Zielsetzung der XCOM-Gruppe leitet sich aus den Zielen der FinTech Group AG ab. Bereits kurzfristig wird die XCOM führender Technologie-Anbieter von Full-Service-Lösungen für Banken und Finanzdienstleister sein. Dies wird sich in einer signifikanten Ergebnisverbesserung durch effiziente Strukturen sowie ausgenutzte Synergien im Bereich Absatz, Organisation sowie Forschung und Entwicklung widerspiegeln.
Als Steuerungsgröße hat sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) etabliert. Hierdurch liegt der Fokus auf das operative Geschäft der Einheiten sowie die Vergleichbarkeit der wirtschaftlichen Rahmendaten auf internationalen Märkten.
Durch die konsequente Ausrichtung auf das B2B-Geschäft erwartet die XCOM AG für das Geschäftsjahr 2016 ein EBITDA zwischen sechs und acht Millionen Euro.
Grundlagen dieser Prognose sind das weiterhin auf Wachstum ausgerichtete Geschäft der XCOM AG und Ihrer Partner, die Berücksichtigung gültiger Laufzeitverträge mit Kunden und Drittanbietern sowie die allgemein dynamische Entwicklung auf den Finanzmärkten.
Des Weiteren zählen die Beibehaltung der guten Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft sowie eine Beibehaltung des gesunden Verschuldungsgrades zu den wesentlichen Finanzzielen der XCOM AG.
Im Kern aller Ziele steht eine ertragsorientiere und nachhaltige Unternehmensentwicklung mit positiven Effekten auf den Unternehmenswert. Dieser fußt auf die Motivation hoch qualifizierter Mitarbeiter. Aus diesem Grunde werden zukünftig individuelle Zielvereinbarungen abgeschlossen, die sich nicht ausschließlich am unternehmerischen Erfolg, sondern ebenso an der persönlichen Entwicklung und den Fähigkeiten des Mitarbeiters orientieren. Dies ermöglicht es der XCOM AG und ihren Kunden, auf die fundamentale Stärke aufzubauen, der stetig ansteigenden Komplexität der Rahmenbedingungen mit individuellen und innovativen Konzepten zur Sicherung und Steigerung von Umsatz und Ergebnis zu begegnen.
1.3.2. Nachhaltigkeit der Unternehmenssteuerung
Die XCOM AG begegnet den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen mit vorrangig organischem Wachstum in einer homogenen Konzernstruktur der FinTech Group AG. Diese ist durch die gesellschaftsrechtliche Fokussierung auf B2B- bzw. B2C-Prozesse segmentiert, wobei die XCOM AG dem B2B-Segment zu zuordnen ist. Hier liegt besonderes Augenmerk auf der gesellschaftlichen Verantwortung des Konzerns, die Belange seiner Mitarbeiter, Investoren, Kunden, Lieferanten und sonstigen Anspruchsgruppen zu respektieren und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Somit wird dem Stakeholder-Value-Ansatz sowie der Corporate-Social-Responsibility (CSR) Rechnung getragen.
Zur Unterstützung der ökologischen Entwicklung verzichtet die XCOM AG weitestgehend auf den Einsatz papiergebundener Prozesse und wickelt Zahlungsprozesse sowie Kundenbelege (Rechnungen, Angebote etc.) papierlos ab.
Die XCOM AG wird auch in Zukunft im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung ihren gesellschaftlichen Pflichten nachkommen und diese in ihr Wertmanagement überführen. Dies beinhaltet ebenfalls die Festsetzung von Mindeststandards der Energieeffizienz der eingesetzten Technologien sowie der Verminderung von Umweltrisiken durch stetige Zertifizierung von Geschäftsprozessen (z. B. Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO 27001:2013).
1.3.3. Unternehmensstrategie
Im abgelaufenen Jahr 2015 hat die XCOM AG ihre operativen Ziele erreicht. Mit einem EBITDA in Höhe von 5,1 Millionen EUR hat sie ihre Strategie des kontrollierten Wachstums fortgesetzt und insbesondere den Konsolidierungsprozess in den FinTech Group AG-Konzern gemeistert. Insbesondere der Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr lässt Rückschlüsse auf eine auf in den Folgejahren anhaltende, positive Entwicklung zu. Die Pläne zur Rückführung von Darlehen, die in der Vergangenheit im Wesentlichen zur Teilfinanzierung des Kaufpreises für den Erwerb der zusätzlichen rund 62 % der Kapitalanteile an der biw Bank AG aufgenommen wurden, wurden eingehalten.
Ebenso konnte eine Erhöhung des Eigenkapitals der Gesellschaft zum 18. Dezember 2015 in Höhe von 10,4 Millionen Euro umgesetzt werden, die zur strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und insbesondere zur Stärkung des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft biw beiträgt.
Im Wesentlichen umfasst die Unternehmensstrategie eine Fokussierung auf die strategischen Geschäftsbereiche, auf deren Entwicklung und Geschäftsverlauf im Kapitel 2.2 näher eingegangen wird. Die Symbiose aus Technik und Bank, gepaart mit dem B2C-Know-How der verbundenen Unternehmen flatex GmbH und ViTrade GmbH führt zu einer integrierten Wertschöpfungskette innerhalb des Konzerns, die weitere Evolutions- und Innovationspotenziale freisetzen wird.
1.3.4. Forschung und Entwicklung
Das Anbieten innovativer Leistungen und Produkte erfordert von der XCOM AG verstärkte Aktivitäten in den Bereichen
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Forschung in neuen Themenfeldern, |
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Entwicklung von neuen Produkten und Services sowie |
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Weiterentwicklung bestehender Produkte und Services. |
Nennenswert im Bereich Entwicklung neuer Services und Produkte ist die Entwicklung des Mobile-Payment Produktes kesh, das nahezu Marktreife erreicht hat. Hier sind Ausgaben für reine Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr zu verzeichnen. Die Forschungs- und Entwicklungsquote (in Relation zum Gesamtumsatz) beträgt somit 5,1 %. Diese Aufwände sind im Personalaufwand in den entsprechenden strategischen Geschäftsfeldern (Payment und Banking) in voller Höhe enthalten.
Als weitere Entwicklung ist das zum Patent angemeldete Verfahren BlueTAN zu nennen, bei dem die elektronisch erfassten Transaktionen im Bankenumfeld durch den Kunden unter Ausschluss von Phishing-Risiken und unter höchster Sicherheitsstufe autorisiert werden.
Daneben werden bestehende Produkte wie "LOX", "Tradix", "Tristan" oder "WebFiliale" gemäß den aktuellen technologischen Entwicklungen sowie der Kundenwünsche konsequent weiter entwickelt.
Das IT - Unternehmen mit eigener Bank
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr 2015 hat die deutsche Konjunktur den moderaten Wachstumskurs der Vorjahre fortgesetzt. Der Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) beträgt 1,7 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahreswachstum: 1,5 Für das Gesamtjahr 2016 prognostiziert das Bundesamt für Wirtschaft einen fortlaufenden Anstieg des BIP um 1,8 % 2 und lautet somit weitestgehend identisch mit der Prognose der EU-Kommission für die Euro-Zone 2016, die von einem Anstieg um 1,7 % ausgeht 3.
Die gesamtkonjunkturelle Entwicklung hat auch auf dem Arbeitsmarkt den erwartet positiven Effekt ausgelöst. Die Anzahl der Arbeitssuchenden per 31. Dezember 2015 beträgt 2,681 Mio. (31. Dezember 2014: 2,764 Mio.) 4. Die Arbeitslosenquote sank im Stichtagsvergleich von 6,4 % auf 6,1 % 5.
Der wichtigste inländische Börsenindex "DAX" konnte die anhaltend positive Entwicklung der Vorjahre im Stichtagsvergleich fortsetzen und stieg von 9.806 Punkten zum Vorjahresultimo auf 10.743 Punkte zum 31. Dezember 2015 6 (+ 9,6 %).
Anlage
Das Geschäftsjahr 2015 wurde insgesamt geprägt von außenwirtschaftlichen Ereignissen historischen Ausmaßes. Im Februar 2015 wurde erstmals seit Bestehen der europäischen Union die territoriale Integrität eines Landes durch die Annexion der Krim durch Russland verletzt, woraufhin sich die EU-Partner mit der assoziierten ukrainischen Regierung solidarisierten und durch Handelsrestriktionen gegenüber Russland den Außenhandel dorthin deutlich und spürbar einschränkten 7.
1 Vgl. DESTATIS - Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 056 vom 23.02.2016.
2 "Regierung senkt Wachstumsprognose auf 1,7
Prozent", Wirtschaftswoche vom 14.10.2015.
3 "Winter 2016 Economic Forecast", European
Commission,
http://ec.europa.eu/economy_finance/eu/forecasts/2016_winter_forecast_en.htm,
Abruf vom 07.03.2016.
4 Arbeitsmarkt im Überblick,
www.arbeitsagentur.de.
5 "Arbeitsmarkt/Arbeitslosenquote Deutschland".
bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, Statistisches
Bundesamt, Deutschland, www.destatis.de
6 "http://www.finanzen.net/index/DAX/Historisch,
Abruf vom 16.03.2016.
7 Vgl.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-06/krim-bundesregierung-russland-annexion-streit,
Abruf vom 18.03.2016
Im Bereich der Finanzmärkte hat zunächst die Schweizer Regierung völlig überraschend die Bindung des Schweizer Franken an den Euro aufgegeben 8 und im ersten Quartal "heftige Turbolenzen" ausgelöst. Das zweite Quartal des Jahres wurde geprägt von der unmittelbar bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit Griechenlands, bei dem ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone sowie dessen Folgen auf Finanz- und Wirtschaftsmärkte kontrovers diskutiert wurde. Das vor diesem Hintergrund von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene Anleihekaufprogramm zum Kauf von (Risiko-)Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe 9 verhinderte zunächst panische und unkontrollierte Reaktionen des Finanzmarktes. Als Höhepunkt der Entwicklung kann das Referendum vom 5. Juli 2015 angesehen werden, bei dem die griechische Bevölkerung sich mehrheitlich gegen ein von der EU ausgearbeitetes Reformpaket zur Stabilisierung und nachhaltigen Gesundung des griechischen Staatshaushaltes votiert hat. Bis heute birgt dieser Sachverhalt ein nicht unerhebliches Risiko für die Finanzstabilität in der Eurozone und somit auch auf die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands.
Verbunden mit den außenpolitischen Spannungen im Nahen Osten und durch den anhaltenden, bürgerkriegsähnlichen Zustand in Syrien prägte eine Zunahme der Flüchtlingszahlen die nachrichtliche Lage im zweiten Halbjahr 2015. Die Zunahme der in Europa zugewanderten Personen um 1,2 Millionen Menschen ist - insbesondere für Deutschland - eine zukunftsträchtige Chance, bei erfolgreicher Integration der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt, mittelfristig dem Fachkräftemangel entgegen zu treten sowie den Sozialsystemen zu einem ausgeglichenen Gesamtbild zu verhelfen. Kurzfristig stehen allerdings Debatten um die kontrollierte Zuwanderung und Gleichverteilung der Flüchtlinge auf die EU-Partner im Vordergrund, bei denen sogar der Erhalt des Schengenraumes in Frage gestellt würde und die Wiedereinführung flächendeckender Grenzkontrollen den europäischen Binnenmarkt stark beeinträchtigen würde 10.
8 "Darum trifft die Währungs-Revolution uns
alle" Welt vom 15.01.2015.
9 "Draghi druckt Europa in den Bankrott",
Handelsblatt vom 23. Januar 2015.
10 "Ökonomen warnen vor Aus für den
Schengen-Raum", Rheinische Post vom 06. Januar 2016.
Dollar und Ölpreis im Vergleich
Der wirtschaftliche Aufschwung und die Prognosen für Deutschland und den gesamten Euroraum wurden einerseits durch den Export, der durch den Eurorückgang stark begünstigt wurde, andererseits durch die gute Binnenkonjunktur unterstützt. Letztere wurde durch den massiven Ölpreisverfall um mehr als 50 % seit 2014 stark angetrieben 12. Diese verbesserte Binnenkonjunktur spiegelte sich in den gestiegenen privaten Konsumausgaben wider 13. Diese Tendenz scheint sich im Jahr 2016 fortzusetzen.
Der drohende Austritt Großbritanniens, der nachhaltig wirkende Konflikt zwischen Russland und den westlichen Staaten, innenpolitisch destabilisierende Ereignisse wie terroristische Anschläge oder die weitere Abschwächung der chinesischen Konjunktur stellen Konjunkturrisiken dar, die die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2016 stark beeinflussen können 14.
Trotz des weiteren Rückgangs der Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich besteht weiterhin eine erhöhte Inflationsgefahr aufgrund der hohen Verschuldung der öffentlichen Haushalte 15. Eine Erhöhung der Leitzinsen zur Eindämmung der expansiven Geldpolitik und damit zur Minderung der Inflationsgefahr ist aufgrund des weiterhin noch zu geringen Wachstums der europäischen Wirtschaftsleistung für das Jahr 2016 nur in äußerst begrenztem Umfang zu erwarten 16.
11 aus "Fällt der Ölpreis auf 20
Dollar?", FAZ vom 12.01.2016
12 "Jahreswirtschaftsbericht 2015 der
Bundesregierung", S.7. Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie"; "Investieren in Deutschlands
und Europas Zukunft", www. bmwi.de
13 "Private Konsumausgaben", Statistisches
Bundesamt Deutschland, www.destatis.de
14 "Notenbankchefin Yellen warnt vor
Konjunktur-Risiken", Die Welt vom 10. Februar 2016
15 "Verbraucherpreisindex", Statistisches
Bundesamt Deutschland, www.destatis.de
16 "Rückkehr der Zinsen Was die Banken
für dieses Jahr erwarten", FAZ vom 3. Januar 2016
2.2. Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche
Die XCOM AG sowie ihre wesentlichen Konzerngesellschaften konnten sich hinsichtlich ihrer operativen Geschäftsergebnisse des Jahres 2015 planmäßig entwickeln. Die Neukundenentwicklung verlief zufriedenstellend. Besonders hervor zu heben ist die Integration eines international agierenden Vermögensverwalters in die Infrastruktur der XCOM AG und die Nutzung der bankfachlichen Leistungen der biw AG.
Der überwiegende Teil des Umsatzes wird in den folgenden strategischen Geschäftsfeldern erzielt:
Der Geschäftsbereich "Banking" mit seinen Teilbereichen "Software-Entwicklung", "Rechenzentrumsbetrieb" und "§ 25b-Insourcing" (gemäß § 25b KWG) blieb im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen unverändert und gehört weiterhin zu den ertragsstarken Bereichen der XCOM AG. In diesem Geschäftsbereich werden das Mandantengeschäft, Angebote des Bankensystems in Summe sowie Teilfunktion Middleware, Buchungskern/SAE, Dispositionstool, Stammdatenverwaltung, Reporting und Archiv abgebildet. Im Wesentlichen wird hier das Insourcing für Banken und Finanzdienstleister dargestellt 17.
Die Software-Entwicklung im Geschäftsbereich "E-Banking" mit ihrem ursprünglich vor mehr als 15 Jahren begonnenen HBCI-Standard stellt auch aufgrund ihrer Entwicklung im Berichtsjahr eine erfolgreiche Säule der XCOM AG dar. Die Flexibilität und der hohe Sicherheitsstandard machen dieses Produkt im Inland zu einem Qualitätsführer am Markt. Das E-Banking der XCOM AG deckt die Geschäftsfälle sowohl für Privatkunden (FinTS), als auch für Geschäftskunden (EBICS) vollumfänglich ab und beinhaltet ebenso den derzeit geltenden Stand der SEPA-Einführung. Das Angebot umfasst den Multikanal E-Banking Server "Tristan", die Antragserfassung, eine Online Konteneröffnung sowie diverse Online-/Offlineclients.
"Trading" als strategisches Geschäftsfeld beinhaltet u. a. den institutionellen Wertpapierhandel sowie das Endkunden-Handelssysteme "HTX". Hierzu zählen ebenso die Brokerageangebote der Gesellschaft. Mit seinen Einheiten "Software-Entwicklung" und "§ 25b Insourcing" stellt dieser weiterhin ein erfolgreiches Standbein für die Gesellschaft dar. Erwartungsgemäß und getrieben von dem Konsolidierungsdruck auf die Börsenmakler verliert der Teilbereich "Makler" weiterhin an Bedeutung, dessen Umsatzrückgang durch die außerbörsliche OTC-Handelsplattform (L.O.X.) kompensiert werden konnte. Diese, in Kooperation mit einer 100 %igen Tochtergesellschaft entwickelte Handelsplattform bietet angebundenen Brokern und Emittenten die Möglichkeit, limitierte Kauf- bzw. Verkaufsorder einzustellen und entwickelte sich insbesondere aufgrund der beiden Geschäftspartner Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, und Commerzbank AG, Frankfurt am Main, im Geschäftsjahr 2015 äußerst erfolgreich (+ 35 % gegenüber 2014).
Das Geschäftsfeld "Payment" umfasst alle Aktivitäten rund um den Massenzahlungsverkehr, wie bspw. das Mobile Paymentsystem "kesh". Dieser Geschäftsbereich befindet sich im Aufbau und steht im Fokus des geschäftlichen Vertriebes.
Unter "Sonstiges" sind Services und Infrastrukturleistungen subsummiert, die nicht im Kern der betrieblichen Aktivitäten stehen. Ebenfalls fallen Rechenzentrums- und sonstige Consulting-Leistungen hierunter, die kontinuierlich als sonstige Umsatzerlöse anfallen.
Für das kommende Geschäftsjahr 2016 stehen insbesondere folgende Aktivitäten der Gesellschaft im Vordergrund:
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Nachhaltige Fokussierung des Produkt- und Leistungsportfolios auf die strategischen Geschäftsbereiche sowie Schärfung der Profile |
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Einsatz von Produkt- und Vertriebsmanagern als Spezialisten für die jeweiligen strategischen Geschäftsbereiche |
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Zusammenfassung aller darüber hinaus gehenden Services in Querschnittsfunktionen "Services & Consulting" |
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Deutlicher Ausbau der Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung |
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Fortführung der Effizienzsteigerung im Rahmen der Integration der Geschäftstätigkeiten in die FinTech Group AG |
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Nachhaltige Erfassung und Erhöhung der Effizienz in den relevanten Ergebnisbeiträgen zum EBITDA der Gesellschaft |
Der wirtschaftliche operative Erfolg der XCOM AG im Geschäftsjahr 2015 bestätigt die konsequenten Maßnahmen der Vorjahre zur Etablierung als ganzheitlicher Anbieter von bankspezifischen IT-Produkten und Dienstleistungen einschließlich Insourcing-Leistungen zur kosteneffizienten Nutzung automatisierter Workflows bei Banken, Finanzdienstleistern und Vermittlerorganisationen.
Zudem erweist sich die enge Kooperation der Konzernunternehmen XCOM AG und biw Bank AG als ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen IT- und Bankenlandschaft, das ein wichtiger Faktor für den gemeinsamen Erfolg ist. Gemeinsam mit den Potenzialen, die sich aus der Zugehörigkeit zum Konzernverbund FinTech Group AG resultieren, ergeben sich positive Multiplikationseffekte innerhalb der Wertschöpfungskette.
2.3. Ertragslage
Die Ertragslage der XCOM AG ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 3,1 % gesunken (Umsatz 2014: 29.830 TEUR, 2015: 28.896 TEUR) bei einer gleichzeitigen Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen in Höhe von +66 TEUR (Vorjahr: 400 TEUR). Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse unter Berücksichtigung von Bestandsveränderungen) ist somit um rd. 1,6 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um rd. 4,5 %, die Personalkosten um rd. 16,9 % gesunken. Diese Veränderungen ergaben sich insbesondere aufgrund der Neubewertungsnotwendigkeit der Altersversorgung für ausgeschiedene Versorgungsempfänger im vergangenen Geschäftsjahr, sowie gesunkene Rechts- und Beratungskosten. Die Personalkosten des Berichtsjahrs enthalten auch Abfindungen in Höhe von 1.166 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR). Die Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 13,5 % zurückgegangen. Das Zinsergebnis reduzierte sich im Jahresvergleich insbesondere aufgrund des Rückgangs der Zinssätze in Verbindung mit der Bewertung der Pensionsrückstellungen von -331 TEUR auf -1.457 TEUR. Der Jahresüberschuss betrug im Berichtsjahr 575 TEUR (Vorjahr: 1.046 TEUR), das EBITDA 5.047 TEUR.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der biw Bank AG betrug für das Berichtsjahr 63 TEUR (Vorjahr: 643 TEUR). Die Verminderung resultiert insbesondere aus der gesunkenen Zinsmarge sowie aus der Abschreibung einer Finanzanlage in Höhe von EUR 3,7 Mio. Der Jahresüberschuss betrug im Berichtsjahr 223 TEUR (Vorjahr: 91 TEUR).
Die ViTrade GmbH und die Xervices GmbH erzielten im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 944 TEUR, respektive 16 TEUR. Der Bilanzverlust der XCOM Finanz GmbH betrug im Berichtsjahr 25 TEUR.
2.4. Finanzlage
Oberste Priorität des Finanzmanagements ist die Sicherstellung einer stets komfortablen Liquidität, sowie die operative Steuerung von Finanzflüssen.
Die Bilanz der XCOM AG enthält zum 31. Dezember 2015 flüssige Mittel in Höhe von 3.694 TEUR.
2.5. Vermögenslage
Die Bilanz der XCOM AG weist gegenüber dem 31. Dezember 2014 einen Anstieg des Eigenkapitals um 10.954 TEUR (ca. 43,7 %) aus. Diese Entwicklung ergibt sich aus einer im November 2015 beschlossenen Kapitalerhöhung, welche eine Ausgabe von 138.711 neuer Aktien umfasste, aus welchen sich ein Agiobetrag von rund EUR 10,2 Mio ergab.
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände, die ausschließlich fremdbezogene Software betreffen, banden zum 31. Dezember 2015 11,5 % (zum 31. Dezember 2014: 20,8 %) des Eigenkapitals der XCOM AG. Diese Quote minderte sich durch den Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zum Anstieg des betroffenen Anlagevermögens.
Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen bestehen im Abschluss der XCOM AG, sowie deren Tochterunternehmen weitere immaterielle, nicht bilanzierte Vermögenswerte.
Die unterschiedlichen selbst erstellten Softwaresysteme, wie im Bereich "Mobile Payment" das Produkt "kesh", appbasierte Retailbanklösungen unter der Markenbezeichnung "benk", die "Workflow- und Dokumentenmanagement-Software", das "Banksystem", die "Geld- und Stückebuchhaltung", die "Wertpapier-Handelssysteme" sowie das "E-Banking-System" stellen wesentliche außerbilanzielle "Vermögenswerte"
der XCOM AG dar.
Wesentlicher weiterer "Vermögenswert" der Gesellschaft ist das Humankapital mit seinen hochqualifizierten Mitarbeitern, ohne die die als Knowhow-Träger im Finanz-, Banken- und Informatikbereich erreichte Marktposition nicht zu halten wäre. In diesem Bereich wird die Gesellschaft auch zukünftig versuchen, weitere Mitarbeiter zu gewinnen und diese weiter zu qualifizieren.
2.6. Nachtragsbericht
Personelle Veränderung des Vorstandes der XCOM AG
Zum 31. Januar 2016 haben die Vorstände Andreas Wolf und Dr. Carsten Rößner das Unternehmen verlassen. Zu neuen Vorständen wurden mit jeweiliger Wirkung zum 01. Februar 2016 Niklas Helmreich und Bernd Würfel sowie zum 01. März 2016 Muhamad Said Chahrour ernannt.
Veränderung des Mitarbeiterbonifikationsprogrammes
Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat der Vorstand der XCOM AG eine Änderung des bis dato gültigen, umsatzrenditebasierenden Bonus-Systems beschlossen und bekannt gegeben. Hiernach werden die individuellen Leistungen der Arbeitnehmer noch deutlicher in den Mittelpunkt der Beurteilung gestellt und deren Beitrag zur relevanten Kennzahl EBITDA gemessen und bewertet. Hierauf basieren nunmehr variable Entgeltbestandteile, so dass positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung erwartet werden.
Investitionen
Im Laufe des ersten Halbjahres 2016 wurde der Aufbau eines weiteren Rechenzentrum- Standortes beschlossen, der mehr denn je den aktuellen Anforderungen und Sicherheitsstandards entspricht. Durch diese Investition sichert sich die XCOM AG eine Innovationsführerschaft im spezialisierten Rechenzentrums-Betrieb für Banken und Finanzdienstleister.
Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses der XCOM AG nicht eingetreten.
Innovative Ideen
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Erfahrene Partner
3. Risiko und Chancenbericht
3.1. Unternehmensführung unter Berücksichtigung des Risikos
Im Rahmen einer auf Maximierung des Unternehmenswertes ausgerichteten Unternehmensführung geht die XCOM-Gruppe bewusst auf kalkulierbare Risiken zur Ausnutzung deren Chancen ein. Das implementierte Risikomanagement der Gruppe ist die Grundlage für eine entsprechende Unternehmenssteuerung der XCOM sowie deren wesentlichen Gesellschaften.
Die Identifikation, Analyse, Bewertung und Dokumentation der Risiken gehören zu den wesentlichen Abläufen der betrieblichen Organisation. Entsprechende wirtschaftliche Sinnhaftigkeit vorausgesetzt lassen sich Gegenmaßnahmen einleiten und in der Retrospektive die Wirksamkeit der beschlossenen Maßnahmen verifizieren. Um die wirtschaftlichen Folgen potenzieller Schadensfälle zu minimieren, hat die Gruppe Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungssummen und -umfänge fortlaufend überprüft werden.
Gleichlautend werden globale Chancen analysiert und ergriffen, um eine Steigerung des Ertrages zu ermöglichen und Wachstumspotenziale zu erschließen.
3.2. Internes Risikomanagement- und Kontrollsystem
Innerhalb der XCOM-Gruppe sind geeignete Prozesse definiert und organisatorisch umgesetzt, die dafür Sorge tragen, dass eine korrekte zeitnahe und einheitliche Erfassung aller Geschäftsvorfälle im ERP-System Microsoft Dynamics NAV erfasst sind. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, der Rechnungslegungsvorschriften sowie interner Vorschriften ist somit für alle einbezogenen Unternehmen jederzeit gewährleistet.
Die Steuerung der Rechnungslegungsprozesse sowie der Sicherstellung der Aktualität der angewandten Methoden erfolgt bei der XCOM-Gruppe durch die zentralen Funktionen Finanzbuchhaltung und Controlling. Die Abschlussunterlagen der Tochtergesellschaften werden durch die Muttergesellschaft zentralseitig erstellt und synergetisch im geeigneten Format zur Verfügung gestellt. Zeitgleich existieren zentralseitige Ansprechpartner, die die Prozesseffizient deutlich spürbar erhöhen. Die am Prozess beteiligten Mitarbeiter der Finanzbuchhaltung und des Controllings werden in regelmäßigen Abständen geschult. Die Anwendung geeigneter Methoden (Vier-Augen-Prinzip, Zugriffssteuerung, Ablage Archivsystem) stellt die regelmäßige Risikobewertung und -begrenzung fortlaufend sicher.
Basierend auf die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften wird der konsolidierte Jahresabschluss nach HGB zentralseitig erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, Konzernabstimmungen und die Prozesssteuerung und Überwachung erfolgt dabei durch die Abteilung Finanzbuchhaltung. Hierbei werden manuelle Prüfungen durch systemseitige Überwachungsmaßnahmen ergänzt sowie verschiedenste Freigabeprozesse im ERP-System durchlaufen.
Das interne Risikomanagement- und Kontrollsystem der XCOM-Gruppe legt hierbei besonderen Wert auf die a) Einhaltung aktueller gesetzlicher Anforderungen, sonstiger Richtlinien sowie internen Anweisungen, b) Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und Berichterstattung sowie Integrität der Daten, c) Funktionsfähigkeit und Tragfähigkeit der internen Kontrollsysteme und d) der Einhaltung wirtschaftlicher und kaufmännischer Grundsätze.
Der Vorstand der XCOM AG hat die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft. Ebenso überwacht der Aufsichtsrat der XCOM AG das Kontrollsystem gemäß den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) von Mai 2009.
Die XCOM AG als Teil der FinTech Group AG sieht sich neben den stetigen Änderungen im wirtschaftlichen Umfeld der Gesellschaft auch dem Wandel der gesetzlichen beziehungsweise aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen begegnet. Die aktuellen Entwicklungen werden permanent beobachtet und sorgfältig analysiert. Der Vorstand bezieht die sich abzeichnenden Chancen und potenziellen Gefahren in seine Geschäfts- und Risikostrategie ein und passt diese bei Bedarf entsprechend an. Die Überwachung und Steuerung von Risiken sind bei der XCOM AG zentraler Bestandteil der Führungsinstrumente der Gesellschaft.
Die XCOM AG fördert eine Risikokultur, die sowohl beim Management als auch bei den Mitarbeitern die Beachtung hoher ethischer Standards und ein ausgeprägtes Risikobewusstsein sichert. Für alle Führungskräfte der XCOM AG gehört die Begrenzung der Risiken in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen zu den wesentlichen Zielvorgaben. Jede Führungskraft entwickelt in diesem Zusammenhang wirksame aufgabenspezifische Kontrollprozesse und stellt deren laufende Anwendung sicher.
Zur gesamthaften und übergreifenden Einschätzung, Limitierung und Steuerung von Risiken hat die FinTech Group AG als Holding darüber hinaus eine separate Abteilung Risikomanagement aufgebaut, die insbesondere auch die gruppenweiten Aufgaben der Risikocontrolling-Funktion gemäß MaRisk AT 4.4.1 abdeckt. Die Abteilung Risikomanagement übernimmt dabei die Aufgaben der gruppenweiten
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Risikoidentifikation, |
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Risikobeurteilung, |
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Risikosteuerung, |
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Überwachung und |
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Kommunikation von Risiken. |
Sie verfügt hierfür über freien Zugriff auf alle risikorelevanten Informationen und Daten der FinTech Group AG und ihrer Tochtergesellschaften.
Die Leitung der Abteilung Risikomanagement berichtet unmittelbar an den Vorstand der FinTech Group AG und wird bei allen wichtigen risikopolitischen Entscheidungen der Geschäftsleitung beteiligt. Im Falle eines Wechsels in der Leitung der Abteilung Risikomanagement wird der Aufsichtsrat der FTG unmittelbar informiert.
Die FinTech Group AG führt auf regelmäßiger Basis umfassende Analysen der Risikosituation anhand einer sog. "RiskMap" durch ("Risikoinventur"). Neben einer Beschreibung und Kategorisierung der wesentlichen Risiken (Adressenausfall, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken, Operationelle und Sonstige Risiken) erfolgt dabei eine Risikobewertung unter Einbeziehung getroffener risikoreduzierender Maßnahmen sowie der gegebenen Eigenkapitalsituation.
Die FinTech Group AG führt darüber hinaus auf regelmäßiger Basis szenariobasierte Risikotragfähigkeitsrechnungen (inklusive Stresstests) durch, die bestehende Konzentrationsrisiken und potenzielle extreme Entwicklungen im (Markt )Umfeld der Gruppe berücksichtigen sowie auch unter ungünstigen Entwicklungen des Umfelds eine angemessene Eigenkapitalausstattung der Gruppe sicherstellen sollen.
Das Management wird durch tägliche Berichte über die aktuelle Risiko- und GuV-Situation in der FinTech Group AG informiert. Das entsprechende Reporting stellt insbesondere auch eine laufende Ad-hoc-Berichterstattung sicher: Der sog. "Geschäftsfeldreport" (im Laufe des Berichtsjahres in "Cockpit" umbenannt) als zentrales (Risiko)Steuerungsinstrument informiert täglich über GuV und Risikokennzahlen sowie über die Entwicklung geeigneter Frühwarnindikatoren. Er enthält darüber hinaus Kommentare zu steuerungsrelevanten Sachverhalten und gegebenenfalls Empfehlungen für notwendige Steuerungsimpulse. Weiterhin beinhaltet er für jedes aus Risikoperspektive wesentliche Geschäftsfeld eine Darstellung der erreichten Zielerreichungsgrade auf Monats- und Jahresebene sowie einen Vergleich zur Vorjahres-GuV ("P&L-Map").
Der beschriebene Geschäftsfeldreport / das Cockpit wird durch den monatlich erstellten sog. "Monthly Risk Report" ("MRR") ergänzt, der eine monatsbezogene detaillierte Darstellung und Kommentierung der GuV und der Risikosituation der Gruppe beinhaltet.
Auf Quartalsbasis wird schließlich der sog. "Quarterly Risk Report" ("QRR") erstellt, der die zugrundeliegenden Monatsberichte des Berichtszeitraums zusammenfasst und ergänzende Zusatzanalysen zur Chancen- und Risikosituation der FinTech Group AG bietet.
Monthly Risk Report und Quarterly Risk Report gehen unter anderem auch dem Aufsichtsrat der Gesellschaft zu und werden in regelmäßigen "Finalisierungsmeetings" mit Management und Aufsichtsrat eingehend erörtert.
Auf die Risikofelder der XCOM-Gruppe wird im Folgenden detailliert eingegangen. Die Reihenfolge der Risikoklassen ist hierbei ohne Rückschlüsse auf die Eintrittswahrscheinlichkeit oder potenzielle Schadenshöhe gewählt. Ebenso sind zusätzliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der XCOM AG betreffen könnten, nicht erwähnt, da sie zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden. Hier zählen beispielhaft aufgeführt Elementarrisiken oder sonstige finanzielle Risiken wie Risiken aus Betriebsprüfungen.
3.2.1. Geschäftsrisiken
Als Geschäftsrisiko definiert die XCOM-Gruppe die grundsätzliche Gefahr einer Verschlechterung des Geschäftsergebnisses aufgrund von unvorhersehbaren Abweichungen zum Volumen und Margen des Planungsgerüstes der Gesellschaft.
Der wirtschaftliche Erfolg der XCOM AG und der Konzerngesellschaften ist demnach im Wesentlichen abhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und speziell von der Entwicklung der Branche der Privatbanken und Finanzdienstleister. Aufgrund der Fokussierung auf diese Branchen können sich Umfeld- und Branchenrisiken ergeben. Impliziert bedeutet dies gleichsam ein Vorhanden sein von Konjunkturrisiken, die sich als Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft, auf den Finanzmärkten oder in den politischen Entscheidungsprozessen negativ auf den Erfolg der Gesellschaft auswirken.
Bedingt durch die weiterhin bestehende Schuldenkrise im Euroraum, insbesondere in Griechenland, die sich daraus ergebende Entschuldungs- und Konsolidierungsnotwendigkeit für die öffentlichen Haushalte und die damit drohende Inflation bergen -verbunden mit dem für das Jahr 2016 prognostizierten weiterhin geringen Anstieg der Wachstumsraten für die EU - finanzwirtschaftliche Risiken und könnten die allgemeine wirtschaftliche Situation negativ beeinflussen. Gleiches gilt für Risiken aus den Spannungen zwischen Russland und der westlichen Welt sowie der konjunkturellen Entwicklung in China.
Diese verschiedenen Risiken können direkten Einfluss auf Kundennachfrage, Umsatz und Ergebnis der XCOM AG und des XCOM Konzerns, verbunden mit leistungswirtschaftlichen Risiken nach sich ziehen. Darüber hinaus erzielt die XCOM AG einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes mit Bestandskunden. Es besteht die Gefahr, dass diese sich dazu entschließen, langfristige Verträge zu kündigen, keine weiteren Dienstleistungen und Services zu beziehen oder den Anbieter zu wechseln. Potenzielle Risiken aus dem Bestandskundengeschäft werden relevant, sofern sich eine signifikante Anzahl an Bestandskunden dazu entscheidet, die Geschäftsbeziehung mit der XCOM AG nicht fort zu führen. Kurzfristig wäre ein entsprechender Ausgleich zur Neutralisierung des Geschäftsverlaufes nicht zu erreichen. Aus diesem Grunde überprüft die XCOM AG regelmäßig die Kundenzufriedenheit und Fortführungsbereitschaft bestehender, langfristiger Verträge.
Der Vorstand der XCOM AG hält den Eintritt der vorgenannten Risiken im Laufe des Geschäftsjahres 2016 für unwahrscheinlich. Dennoch kann eine erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden. Von daher stuft der Vorstand die Geschäftsrisiken als mittlere Risiken ein. Aus diesem Grunde forciert der Vorstand der XCOM AG weiterhin den Abschluss langfristiger Rahmenverträge und die Erhöhung der Service-Levels ihrer Produkte und Dienstleistungen.
Einhergehend mit gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen steigt das Potenzial für eben diese Risiken entsprechend. Diese können sich durch Veränderung von nationalen und internationalen Rahmenbedingungen negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Allerdings bleibt für die XCOM AG als IT-Dienstleister das grundsätzliche Vorhandensein von Variabilität in der Gesetzgebung Kernbestandteil des Geschäftsmodells. Die XCOM AG sowie deren Bestandskunden sind uneingeschränkt gewillt, veränderte Anforderungen zeit- und fristgerecht in der Geschäftspraxis umzusetzen und zu etablieren, so dass der Vorstand dieses Risiko als sehr niedrig einstuft.
Insbesondere die Aktivitäten der XCOM AG im Bereich Mobile Payment - hier ist die Entwicklung des Bezahlsystems kesh besonders hervorzuheben - führt bei der Gesellschaft zu Risiken aus der Produktentwicklung sowie informationstechnische Risiken. Trotz regelmäßiger Überwachung sowie eines internen Freigabeverfahrens könnte der Erfolg der Produktentwicklung hinter den Erwartungen zurückbleiben und der prognostizierte Ertrag vollständig ausbleiben. Ebenso ist denkbar, dass informationstechnologische Entwicklungen nicht frühzeitig in die eigenen Produkte aufgenommen werden. Vor dem Hintergrund restriktiver Qualitätsstandards und der weitreichenden Expertise im Marktumfeld stuft die XCOM AG dieses Risiko als niedrig ein.
3.2.2. Operationelle Risiken
Die XCOM-Gruppe definiert operationelle Risiken als die potenzielle Gefahr von Schäden, die aufgrund von Prozess-Ineffizienten oder Versagen im Bereich interner Systeme, von Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten können, sofern sie nicht schon in anderen Risikofeldern berücksichtigt wurden.
Personalrisiken bestehen weiterhin darin, dass der Personalaufbau der letzten Jahre in der XCOM AG und den wichtigsten Konzerngesellschaften bei einer wirtschaftlich negativen Entwicklung kaum zeitnah und ertragsneutral korrigiert werden kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass aufgrund der knappen Angebotssituation auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend hinreichend qualifizierte Mitarbeiter gefunden werden können. Zudem besteht bei einem vergleichsweise starken Anstieg der Einstellung von Mitarbeitern die Gefahr, dass neu eingestellte Mitarbeiter den hohen technologischen und fachlichen Anforderungen nicht entsprechen.
Die Integration der XCOM AG in den Konzernverbund der FinTech Group AG als attraktiver Arbeitgeber wird dabei helfen, hoch qualifizierte Arbeitnehmer für das Unternehmen zu gewinnen und längerfristig an die Unternehmung zu binden. Ebenso nehmen diverse Personalentwicklungsmaßnahmen positiven Einfluss auf die ohnehin geringe Fluktuationsquote, so dass der Vorstand dieses Risiko als geringes Risiko einstuft.
Projektrisiken entstehen durch die Nichtbeinflussbarkeit von Prozessen durch die XCOM AG. Per se sind Kundenprojekte risikobehaftet, im Besonderen durch kurzfristig entstehende Ressourcenengpässe sowie durch die Beanspruchung von Fremddienstleistungen minderer Qualität oder hieraus entstehender Zeitverzögerung. Erfahrene Projektleiter der XCOM AG sind bemüht, das Risikoprofil aller IT-Projekte zu optimieren und durch einen umfassenden Grad der Standardisierung das Risiko einer Wertberichtigung zu minimieren.
Hinsichtlich des Wertverlustes ursächlich sind Risiken aus Forderungen, die bei Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit eines Geschäftspartners entstehen. Um das Risiko eines Ausfalles zu minimieren, wird vor Abschluss einer Geschäftsbeziehung jeder Geschäftspartner einer umfassenden Beurteilung unterzogen, bei der Kriterien wie Bonität, Liquidität, Marktstellung und Erfahrung des Managements geprüft werden.
Zahlungsströme werden hinsichtlich möglicher Betrugsmuster analysiert sowie durch das eigene Debitoren- und Liquiditätsmanagement verfolgt.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird mit sehr unwahrscheinlich bewertet, so dass der Vorstand das Risiko aus Projekten sowie aus Forderungen als sehr niedrig beurteilt.
3.2.3. Finanzwirtschaftliche Risiken
Im Fokus dieser Risikoklasse steht die Risikosteuerung in der biw Bank AG. Im Fokus stehen sowohl aufsichtsrechtliche Vorschriften aus den MaRisk, den MaComp, den neuen Eigenkapitalvorschriften der CRR sowie dem KWG als auch insbesondere bankinterne Vorgaben. Neben der Risikoinventur und deren Analyse gehört die Diskussion der Risikoeinschätzung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den Fachabteilungen zu den traditionellen Abläufen innerhalb der biw Bank AG.
Neben der Inventur und Steuerung der Risiken in den wesentlichen Risikoarten Adressenausfall-, Marktpreis-, Operationelles und Liquiditätsrisiko verfügt die biw Bank AG über einen Risikoschirm in Form einer Übernahme von Risiken durch die Kooperationspartner der biw Bank AG. Dabei wird zwischen der biw Bank AG und den Kooperationspartnern Wert darauf gelegt, dass Risiken entsprechend der Chancen getragen oder mitgetragen werden. Wie in den Vorjahren hat sich diese Art der Risikotragung auch im Jahr 2015 bewährt, so dass die Risikosteuerung einhergeht mit dem Ergebnis der Steuerung des Produktportfolios.
Die biw Bank AG hat auch im Jahr 2015 ihr Produktportfolio erweitert und somit die Strategie der Risikosteuerung durch ein ausgesuchtes Produktportfolio fortgesetzt. Neben den jahrelang erfolgreich etablierten Produkten (webbasierte Brokerage- und Retail-Lösungen), welche die Bank für ihre Kooperationspartner und im Rahmen des Business Process Outsourcing betreibt, hat die biw Bank AG im Jahr 2015 ihr Produktportfolio um eine Online Retail Bank (mybenk.de) sowie zwei Festgeldplattformen erweitert und bietet Lösungen als General Clearing Member an.
Als wesentliche weitere Risikokategorien sind bei der biw Bank AG zu berücksichtigen:
Die Bank verfolgt sowohl im Kreditgeschäft (Lombard, Kommunaldarlehen u.a.) als auch bei der Auswahl der Kontrahenten auf der Geldanlageseite (Treasury) eine sicherheitsorientierte Strategie. Dabei werden Kontrahentenlimite vergeben, die auf die jeweilige Assetklasse (Länderanleihen, Kassenkredite, Bankanleihen, Hypothekenpfandbriefe, Interbankenanlagen), das Ursprungsland der Anlage (Deutschland und Euroland), den Kontrahenten sowie in Abhängigkeit des Ratings heruntergebrochen werden, um eine breite Diversifikation zu erreichen und das Adressausfallrisiko zu minimieren.
Das Marktpreisrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten, die sich aufgrund von Veränderungen von Marktpreisen ergeben. Marktpreisrisiken bestehen durch das an die FIB Management AG ausgelagerte Designated Sponsoring. Die Risiken sind durch bei der biw Bank AG hinterlegte Barsicherheiten abgedeckt. Die Sicherheitenanforderungen werden täglich durch die Bank überwacht.
Die Bank ermittelt Marktpreisrisiken im Eigenbestand ihrer Fremdwährungspositionen. Diese Fremdwährungsbestände entstehen durch Wertpapiergeschäfte von Kunden in Fremdwährungen. Aus derartigen Geschäften entstandene Fremdwährungsbestände werden täglich durch die Bank abdisponiert. Fremdwährungsrisiken für die Bank werden durch eine simultan mit dem Wertpapiergeschäft erfolgende Währungskonvertierung weitgehend ausgeschlossen.
Als Nichthandelsbuchinstitut ermittelt die biw Bank AG mögliche Zinsänderungsrisiken gemäß Vorgabe der BaFin (Rundschreiben 11/2011). Maßgabe ist hier, dass durch eine plötzliche und unerwartete Zinsänderung die kumulierten Barwertveränderungen weniger als 20 % der Eigenmittel der Bank betragen. Die Kennzahl zum 31. Dezember 2015 betrug - 5,6 %, was eine erhebliche Verbesserung zum Vorjahr darstellt.
Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig und zeitgerecht nachkommen kann. Dies bedeutet, dass in einer Liquiditätskrise Refinanzierungsmittel zu erhöhten Marktsätzen aufgenommen werden oder Aktiva mit Abschlägen zu Marktzinssätzen liquidiert werden müssen. Aufgrund der kurzfristigen Refinanzierung durch Kundengelder mit täglicher Fälligkeit ist ein großer Teil der Geldanlagen in kurzfristigen Laufzeitbändern investiert, der Rest überwiegend in EZB-fähigen Wertpapieren, die eine Refinanzierung über die Notenbank gewährleisten. Darüber hinaus erfolgt eine tägliche Durationsmessung aller Anlagen, um die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer der Anlagen der Bank zu messen.
Die biw Bank AG greift bei der Risikoinventur der Operationellen Risiken auf eine mehrjährige Zeitreihe eingetretener Schäden zurück. Diese Schadensfälle werden umfassend attribuiert und nach Schadenstyp, Schadensursache, Schadeneintrittsdatum etc. in einer Datenbank dokumentiert. Die interne Steuerung des Operationellen Risikos erfolgt dadurch, dass jeder Schadensfall einer Risikostrategie (Vermeiden, Vermindern, Überwälzen etc.) zugeordnet wird und die definierten Maßnahmen umgesetzt werden. Zur Ermittlung eines Betrags für das zu unterlegende haftende Eigenkapital aus Operationellen Risiken findet nachrichtlich neben dem so genannten Basisindikatorenansatz ein interner Bemessungsansatz Verwendung. Für die biw Bank AG ist die Risikoart der Operationellen Risiken das wesentliche Risiko, typische Risiken liegen in Handlingfehlern.
Durch die Übernahme der Leistungen im Business Process Outsourcing für die IKB AG und die Pfandbriefbank AG ist die Steuerung der Risiken in den Bereichen Kontoeröffnung und Call Center intensiviert worden. Die Steuerung der Bearbeitungszeiten und der entsprechenden Produktionsmenge wird zwischen den Fachabteilungen und dem Vorstand koordiniert.
3.2.4. Risiken aus Beteiligungsmanagement
Der Erwerb der zusätzlichen rd. 62 % der Kapitalanteile an der biw Bank AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 2011 und die Teilfinanzierung des Kaufpreises stellt aufgrund der erforderlichen planmäßigen Rückführung der Darlehen in den Jahren 2015 bis 2017 ein zusätzliches finanzielles Risiko dar.
Bei der XCOM Finanz GmbH besteht das regelmäßige Risikopotenzial, das sich aus der Anteilsveräußerung einer Aktiengesellschaft ergeben kann, wie beispielsweise die Inanspruchnahme aus Garantieverletzungen oder anderer Ansprüche.
3.2.5. Sonstige Risiken
Sonstige Risiken bestehen aus potenziellen Risiken aus bestehenden und zukünftigen Rechtsstreitigkeiten, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung unbekannt waren. Außerdem besteht das Risiko, dass das Vertrauen von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Investoren durch eine öffentliche Berichterstattung negativ beeinflusst wird. Diese Reputationsrisiken entstehen insbesondere durch die vorsätzliche Verbreitung falscher Informationen, vertragswidriges Verhalten von Kunden, fehlgeleitete Informationen sowie durch rufschädigende Kommunikation etwaiger unzufriedener Mitarbeiter oder Kunden.
Durch geeignete Gegenmaßnahmen steuert die XCOM AG, soweit es in ihrem Wirkungsbereich stattfinden, aktiv die Risikominimierung durch z. B. Reservierung von Internetdomains, um einer missbräuchlichen Verwendung vorzubeugen. Aufgrund der Vielzahl der möglichen Schadenfälle ist eine Quantifizierung des Risikos nur schwer möglich, so dass der Vorstand von einem unwahrscheinlichen Eintritt ausgeht und das Risiko als mittleres Risiko eingestuft wird.
3.3. Zusammenfassungen des Gesamtrisikos
Die XCOM AG konnte im Berichtszeitraum eine insgesamt positive Entwicklung des Gesamtrisikos verzeichnen. Insbesondere die Chancen aus der verstärkten Zusammenarbeit mit der neuen Mehrheitsaktionärin FinTech Group AG und ihrer weiteren Beteiligungen wird die XCOM AG ihren konsequenten Wachstumskurs hinsichtlich Volumen und Ergebnis fortsetzen können. Durch die Integration in den FinTech Group-Konzern wirkt eine Vielzahl von risikominimierenden Maßnahmen im Rahmen der Gesamtrisikostrategie positiv auf die Reduktion des Gesamtrisikos. Aus heutiger Sicht muss keines der identifizierten Risiken einzeln oder in der Gesamtheit den Fortbestand der XCOM-Gruppe als gefährdend angesehen werden.
Der Vorstand der XCOM AG sieht sich daher im Bereich des Risikomanagements für die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2016 gut vorbereitet.
3.4. Prognosebericht
Die XCOM-Gruppe ist für das kommende Geschäftsjahr 2016 aufgrund der Integration in den FinTech Group AG-Konzern sowie der erfolgreichen Etablierung als ganzheitlicher Anbieter von bankspezifischen IT-Produkten und Dienstleistungen, gut positioniert. Die zukünftige Entwicklung und Positionierung der XCOM AG orientiert sich weiterhin an einer behutsamen Wachstumsstrategie und baut auf bis hierhin getroffene Maßnahmen auf.
Die strategischen Geschäftsbereiche werden in ihrer Art und ihrem Umfang als Kerngeschäfte weiter etablieren und ihre Ergebnisbeiträge bei zeitgleicher Optimierung der Kostenstruktur nachhaltig verbessern.
Änderungen in der Geschäftspolitik sind im laufenden Jahr nicht geplant. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen behutsame Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens und die konsequente Erschließung neuer Geschäftsfelder zur Realisierung sich ergebener Chancen und Einhaltung eines überschaubaren Risikos.
Der Vorstand erwartet zum Jahresende ein ausgeglichenes Finanzergebnis bei gleichbleibender, substanziell gesunder Vermögenslage.
3.5. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft (Ausblick)
Die Geschäftsfelder der XCOM AG werden sich auch in den folgenden Geschäftsjahren positiv entwickeln. Enormes Wachstumspotenzial im Bereich Mobile Payment, die fortschreitende Internationalisierung der Finanzwirtschaft sowie damit einhergehende Komplexitäten erfordern Know-How und Innovationspotenzial.
Wir sind davon überzeugt, mit der XCOM AG eben dieses Potenzial als Kern-Kompetenz zu bieten und sehen uns für die zukünftigen Herausforderungen bestens gerüstet. Im Konzernverbund der FinTech Group AG werden wir durch Synergie- und Multiplikationseffekte entlang aller Wertschöpfungsstufen spürbare Ergebnisverbesserungen erzielen und somit langfristig zum Ausbau unserer Marktposition beitragen.
Trotz der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Risiken sieht sich der Vorstand mit seiner strategischen Positionierung der Gesellschaft gerüstet, eine auch nach dem Jahr 2016 positive Umsatz- und Ertragssituation der XCOM AG zu ermöglichen. Von daher planen wir für das laufende Geschäftsjahr 2016 mit einem operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen sieben und neun Millionen Euro.
Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Aufsichtsratsmitgliedern für die geleistete Arbeit und den weit überdurchschnittlichen Einsatz im Dienste des Unternehmens.
Wir hoffen, auch weiterhin auf ihre wertvolle Unterstützung zählen zu können. Auch bei unseren Kunden, Investoren und Partnern möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wir hoffen, auch weiterhin auf ihre wertvolle Unterstützung zählen zu können. Auch bei unseren Kunden, Investoren und Partnern möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
4. Abhängigkeitsbericht
Gemäß § 312 Abs. 1 AG hat der Vorstand der XCOM AG einen Abhängigkeitsbericht aufgestellt. Darin erklärt der Vorstand abschließend: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen angeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten".
Willich, 31. März 2016
XCOM Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Sascha Bochartz
Muhamad Said Chahrour
Kay-Henrik Eichler
Niklas Helmreich
Bernd Würfel
Bilanz
AKTIVA
| 31.12.2015 | Vorjahr
EUR |
||
| EUR | EUR | ||
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte | 703.415,30 | 762.626,36 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.019.123,99 | 1.163.873,50 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.289.103,50 | 807.609,25 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 144.209,89 | 1.892.701,29 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 584.873,93 | |
| 3.452.437,38 | 4.449.057,97 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 38.509.101,22 | 23.919.102,22 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 270.000,00 | 180.000,00 | |
| 3. Beteiligungen | 1,00 | 0,00 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 1.282.169,76 | |
| 5. Rückdeckungsansprüche | 279.830,00 | 257.615,00 | |
| 39.058.932,22 | 25.638.886,98 | ||
| 43.214.784,90 | 30.850.571,31 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Unfertige Erzeugnisse | 932.264,38 | 866.375,18 | |
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 108.213,64 | 61.674,74 | |
| 1.040.478,02 | 928.049,92 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.007.536,04 | 1.334.559,61 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.488.326,90 | 2.164.901,22 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 92.930,18 | 20.942,37 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 628.314,87 | 1.031.953,32 | |
| 3.217.107,99 | 4.552.356,52 | ||
| III. Wertpapiere | |||
| Sonstige Wertpapiere | 145.755,96 | 264.919,08 | |
| IV. Liquide Mittel | 3.693.662,02 | 2.624.166,52 | |
| 8.097.003,99 | 8.369.492,04 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 713.651,27 | 744.358,69 | |
| D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG | 1.879.671,00 | 3.147.632,00 | |
| 53.905.111,16 | 43.112.054,04 | ||
|
PASSIVA |
|||
| 31.12.2015 | Vorjahr
EUR |
||
| EUR | EUR | ||
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 627.680,85 | 474.288,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 25.951.058,28 | 15.701.126,13 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 38.628,10 | 38.628,10 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 578.444,70 | 578.444,70 | |
| 617.072,80 | 617.072,80 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 8.842.983,38 | 8.292.638,14 | |
| 36.038.795,31 | 25.085.125,07 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 1.096.497,00 | 873.772,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 849.834,24 | 0,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 5.731.900,00 | 5.553.444,00 | |
| 7.678.231,24 | 6.427.216,00 | ||
| C. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Erhaltene Anzahlungen | 971.332,47 | 1.369.137,87 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.708.318,00 | 6.499.996,00 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 293.796,50 | 1.160.639,50 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.844.460,26 | 570.966,76 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 463.712,62 | 1.363.176,52 | |
| 9.281.619,85 | 10.963.916,65 | ||
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 906.464,76 | 635.796,32 | |
| 53.905.111,16 | 43.112.054,04 | ||
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2015 | Vorjahr | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 28.896.183,14 | 29.829.625,52 | ||
| 2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 65.889,20 | - 400.382,64 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 3.126.277,78 | 4.880.033,30 | ||
| 4. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 815.228,53 | 951.143,81 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.313.617,21 | 4.553.021,71 | ||
| 5.128.845,74 | 5.504.165,52 | |||
| 5. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 13.415.226,70 | 15.584.466,66 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.129.729,77 | 3.128.488,82 | ||
| 15.544.956,47 | 18.712.955,48 | |||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 1.103.084,19 | 1.242.388,14 | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.946.830,53 | 6.224.052,33 | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.348.009,12 | 2.702.600,30 | ||
| - davon aus Abzinsung: EUR 10.916,53 (Vorjahr: EUR 10.404,36) | ||||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 419.998,00 | 100.000,00 | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 3.805.305,43 | 3.147.655,87 | ||
| - davon aus Aufzinsung: EUR 2.002.780,86 (Vorjahr: EUR 912.015,71) | ||||
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.487.338,88 | 2.080.659,14 | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.840.500,11 | 916.560,63 | ||
| 13. Sonstige Steuern | 71.525,55 | 117.869,58 | ||
| 14. Jahresüberschuss | 575.313,22 | 1.046.228,93 | ||
| 15. Gewinnvortrag | 8.292.638,14 | 7.662.542,21 | ||
| 16. Dividendenausschüttung | - 24.967,98 | - 416.133,00 | ||
| 17. Bilanzgewinn | 8.842.983,38 | 8.292.638,14 | ||
Anhang
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015
bis 31. Dezember 2015
der XCOM Aktiengesellschaft, Willich
1 Allgemeine Angaben
Die XCOM Aktiengesellschaft wurde am 4. August 1999 gegründet. Das Grundkapital wurde durch Verschmelzung des Vermögens von 11 Gesellschaften mit allen Aktiva und Passiva erbracht.
Der Sitz der Gesellschaft ist in Willich. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Krefeld unter der Nr. HRB 10340 eingetragen.
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften fanden Anwendung.
Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der FinTech Group AG, Frankfurt am Main, die als Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellten Konzernabschluss der BFF Holding GmbH, Kulmbach, die als Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Die XCOM Aktiengesellschaft ist gem. § 291 Abs. 2 Nr. 3b HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.
Der Jahresabschluss der XCOM Aktiengesellschaft ist nach den für sie geltenden Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Ausweis- und Gliederungsbestimmungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften befolgt.
2 Angaben zu Bekanntmachungen im Bundesanzeiger
Die XCOM Aktiengesellschaft veröffentlichte folgende Bekanntmachungen gemäß § 20 Abs. 6 AktG:
13. April 2015
Die FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, hat uns mit Schreiben vom 23. März 2015 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört.
Ferner hat die FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, uns mit Schreiben vom 23. März 2015 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.
Herr Dipl.-Ing. Matthias Albrecht, wohnhaft Bahnstraße 33 in 47877 Willich, hat uns mit Schreiben vom 16. März 2015 gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihm nicht mehr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört.
22. September 2015
Herr Bernd Förtsch, wohnhaft 95326 Kulmbach, hat uns mit Schreiben vom 10. August 2015 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört, da ihm die Beteiligung der von ihm abhängigen FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, an unserer Gesellschaft gem. § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.
Ferner hat Herr Bernd Förtsch uns mit Schreiben vom 10. August 2015 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihm mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört, da ihm die Beteiligung der von ihm abhängigen FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, an unserer Gesellschaft gem. § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.
Die BFF Holding GmbH mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 5454, hat uns mit Schreiben vom 10. August 2015 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört, da ihr die Beteiligung der von ihr abhängigen FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, an unserer Gesellschaft gem. § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.
Ferner hat die BFF Holding GmbH mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 5454, uns mit Schreiben vom 10. August 2015 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört, da ihr die Beteiligung der von ihr abhängigen FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, an unserer Gesellschaft gem. § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.
Die GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation mbH mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 1938, hat uns mit Schreiben vom 10. August 2015 gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört, da ihr die Beteiligung der von ihr abhängigen FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, an unserer Gesellschaft gem. § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.
Ferner hat die GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation mbH mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 1938, uns mit Schreiben vom 10. August 2015 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört, da ihr die Beteiligung der von ihr abhängigen FinTech Group AG mit Sitz in Kulmbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 3088, an unserer Gesellschaft gem. § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist.
3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der vorliegende Abschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, denen branchenübliche bzw. amtliche Branchentabellen zugrunde liegen, bilanziert.
Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, jeweils vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach linearer Methode pro rata temporis vorgenommen. Sie erfolgen entsprechend branchenüblichen bzw. amtlichen Abschreibungstabellen. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu höchstens EUR 410,00 werden im Anlagevermögen erfasst und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten über EUR 410,00 werden über die planmäßige jeweilige gewöhnliche Nutzungsdauer ratierlich abgeschrieben.
Finanzanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenstände ("Planvermögen") erfolgt zum beizulegenden Zeitwert i.S.d. § 255 Absatz 4 HGB. Der Zeitwertermittlung des Planvermögens liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Der hiernach verbliebene Vermögensüberhang wird gem. § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB als gesonderter Bilanzposten unter "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen angefallene, einzeln nachgewiesene Arbeitszeiten und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens und anteilige Verwaltungsgemeinkosten.
Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt.
Wertpapiere des Umlaufvermögens werden unter Berücksichtigung des niedrigeren Wertes angesetzt, der sich aus dem Börsen- bzw. Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt.
Liquide Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.
Der Ansatz der Pensionsverpflichtungen erfolgt zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Im Hinblick auf eine zukunftsorientierte Verpflichtungsbewertung werden geschätzte Steigerungsraten mit einbezogen. Als Rechnungsgrundlage dienen die Heubeck' schen Richttafeln 2005 G. Bei der durch versicherungsmathematische Gutachten belegten Ermittlung der Pensionsverpflichtung für drei (Vorjahr: sechs) Anwartschaften aktiver Anspruchsberechtigter wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewandt. Für laufende Anwartschaften von insgesamt sieben (Vorjahr: vier) ausgeschiedenen Anspruchsberechtigten war pflichtgemäß das Anwartschaftsbarwertverfahren anzuwenden. Dabei kam es im Falle dreier Anspruchsberechtigter im Berichtsjahr zur erstmaligen Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Vorjahr: modifiziertes Teilwertverfahren).
Die versicherungsmathematische Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2015 einheitlich unter Anwendung eines Zinssatzes von 3,89 % (Vorjahr: 4,53 %) sowie einer unveränderten Rentendynamik von 1 %.
Bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen wird in Anwendung des § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB der zum Stichtag ermittelte Zeitwert des hierfür gehaltenen Deckungsvermögens (versicherungsmathematisch ermittelter Aktivwert der Ansprüche aus entsprechenden Rückdeckungsversicherungen) mit den entsprechenden Rückstellungen aus Altersversorgung verrechnet. Der sich ergebende aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird als eigener Bilanzposten ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen beinhalten alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung der ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Absatz 1 und Absatz 2 HGB werden in Höhe der abzugrenzenden Ausgaben bzw. Einnahmen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet.
4 Erläuterungen zur Bilanz
4.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt.
große Seite 8 Anlagespiegel DIN A3
4.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Berichtsjahr - wie Vorjahr - keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
4.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit EUR 1.254.051,26 (Vorjahr: EUR 2.099.443,41) aus Lieferungen und Leistungen sowie aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 234.275,64 (Vorjahr: EUR 65.457,81).
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
4.4 Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital der XCOM AG beträgt zum 31. Dezember 2015 EUR 627.680,85 (Vorjahr: EUR 474.288,00) und ist eingeteilt in insgesamt 428.892 (Vorjahr: 428.892) auf den Namen (Vorjahr: auf den Inhaber) lautende Stückaktien sowie 138.711 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Mit Datum vom 27. Juni 2003 wurde in der Hauptversammlung der XCOM AG die Einziehung der von der XCOM AG als eigene Aktien gehaltenen 45.396 Stückaktien nach § 237 Absatz 3 Nr. 3 AktG beschlossen. Durch diese Einziehung erhöhte sich der Anteil der übrigen Aktien nach § 4 Absatz 1 der Satzung am unveränderten Grundkapital der XCOM AG.
Die Hauptversammlung der XCOM AG beschloss am 31. August 2015, die bis dato auf den Inhaber lautenden 428.892 Stückaktien der Gesellschaft unter Beibehaltung der bisherigen Stückelung in Namensaktien umzuwandeln und die Satzung entsprechend zu ändern. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 13. Oktober 2015.
Auf Grundlage einer entsprechenden Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 (genehmigtes Kapital) hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 19. November 2015 eine Kapitalerhöhung beschlossen, die am 10. Dezember 2015 notariell beurkundet und am 17. Dezember 2015 in das Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter HRB 10340 eingetragen wurde. Die Kapitalerhöhung umfasste die Ausgabe neuer 138.711 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
4.5 Kapitalrücklage
Es handelt sich um bei der Ausgabe von Anteilen erzielte Agiobeträge im Sinne von § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB. Diese entstanden im Rahmen der in 1999 erfolgten Verschmelzung bei Gründung der Gesellschaft.
Durch die Kapitalerhöhung im Dezember 2015 in Höhe von 138.711 Stückaktien ergab sich ein Agiobetrag in Höhe von EUR 10.249.932,15. Zusammen mit den Agiobeträgen aus der Verschmelzung in 1999 beträgt die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag EUR 25.951.058,28.
4.6 Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen setzen sich aus der gesetzlichen Rücklage in Höhe von EUR 38.628,10 sowie aus anderen Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 578.444,70 zusammen.
4.7 Rückstellungen für Pensionen
Den Pensionsrückstellungen für zwei Arbeitnehmer, ein Vorstandsmitglied (Vorjahr: drei) sowie sieben (Vorjahr: vier) ausgeschiedene Vorstandsmitglieder liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.
Im Zuge der nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB geforderten Verrechnung werden zum Stichtag bestehende Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 14.607.862,00 (Vorjahr: EUR 11.988.878,00) mit hierfür gehaltenem Deckungsvermögen ("Planvermögen") verrechnet. Der Zeitwert des Planvermögens, der den Anschaffungskosten entspricht, beläuft sich zum Stichtag auf EUR 16.092.442,00 (Vorjahr: EUR 14.841.770,00). Im Zuge der Anwendung des § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB wurden im Berichtsjahr zudem Zinserträge aus Planvermögen in Höhe von EUR 424.124,46 (Vorjahr: EUR 399.076,70) mit Aufwendungen aus den bestehenden Verpflichtungen in Höhe von EUR 2.304.228,17 (Vorjahr: EUR 1.236.516,51) verrechnet.
Der die entsprechende Pensionsverpflichtung überschreitende Zeitwert des Planvermögens wird als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von EUR 1.879.671,00 (Vorjahr: EUR 3.147.632,00) bilanziert. Der sich zum Stichtag unverändert für 2 Anspruchsberechtigte ergebende passive Überhang wird mit TEUR 395 unter den Pensionsrückstellungen gezeigt. Im Vorjahr wurde ein entsprechender Betrag in Höhe von TEUR 295 aktivisch verrechnet. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden der Vorjahresausweis des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung sowie der Pensionsrückstellungen angepasst.
4.8 Sonstige Rückstellungen
Zum Bilanzstichtag bestehen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Sonderzahlungen an Mitarbeiter und Vorstände, ausstehende Eingangsrechnungen, Urlaubsansprüche, Mietnachlaufkosten, Gewährleistungsansprüche sowie Jahresabschlusskosten.
4.9 Erhaltene Anzahlungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
4.10 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die XCOM AG weist zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4.708.318,00 (Vorjahr: EUR 6.499.996,00) aus.
Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.833.348,00 sind innerhalb eines Jahres fällig.
Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.374.990,00 (Vorjahr: EUR 1.500.000,00) sind grundpfandrechtlich gesichert.
Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 541.590,00 haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
4.11 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Zum 31. Dezember 2015 entfallen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von EUR 2.844.460,26 (Vorjahr: EUR 570.966,76) mit
EUR 344.401,48 (Vorjahr: EUR 477.762,14) auf Lieferungen und Leistungen und EUR 2.500.058,78 (Vorjahr: EUR 93.204,62) auf sonstige Verbindlichkeiten.
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben zum 31. Dezember 2015 in Höhe von EUR 344.460,26 (Vorjahr: EUR 570.966,76) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
4.12 Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2015
EUR |
31.12.2014
EUR |
|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 334.162,73 | 666.282,58 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 129.549,89 | 696.893,94 |
| 463.712,62 | 1.363.176,52 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.
4.13 Passive Rechnungsabgrenzung
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Abgrenzung bereits erhaltener Einnahmen, die Ertrag für die Folgeperioden darstellen.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Stichtag in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: EUR 270.065,84).
5 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
5.1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erbracht. Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt folgendes Bild:
| Umsatzbereich | 2015
TEUR |
2014
TEUR |
| Software/Rechenzentrum/Beratung | 24.900 | 25.160 |
| Hardware/Infrastruktur | 3.088 | 3.624 |
| Warenverkäufe | 908 | 1.046 |
| 28.896 | 29.830 |
5.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge der Weiterberechnung entstandener Kosten, aus der Erhöhung des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung sowie aus der Auflösung von Rückstellungen.
5.3 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 324.052,68 (Vorjahr: EUR 1.389.556,59).
5.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Raumkosten, Werbe- und Reisekosten, Kfz-Kosten, Versicherungen, Beiträge und Abgaben, Telekommunikationskosten sowie Rechts- und Beratungskosten.
5.5 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Im Berichtsjahr wurden Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.471,00 vereinnahmt (Vorjahr: EUR 1.222,72) und EUR 6.712,50 abgegrenzt (Vorjahr: EUR 12.794,12).
5.6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Im Berichtsjahr wurden Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.438,37 (Vorjahr: EUR 369,62) geleistet.
Der Posten enthält mit EUR 1.880.103,71 (Vorjahr: EUR 837.439,81) den Saldo aus Zinserträgen des Planvermögens in Höhe von EUR 424.124,46 (Vorjahr: EUR 399.076,70) und gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB zu verrechnenden Zinsaufwendungen aus Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen und ähnlichen langfristigen Verpflichtungen in Höhe von EUR 2.304.228,17 (Vorjahr: EUR 1.236.516,51).
Im Berichtsjahr wurden Zinsen in Höhe von EUR 231.770,06 gezahlt.
5.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer wurden für das Geschäftsjahr 2015 gemäß der geltenden steuerlichen Vorschriften erfasst.
Im Berichtsjahr wurden Ertragsteuern in Höhe von EUR 1.063.816,96 gezahlt und EUR 430.047,21 erstattet.
6 Sonstige Angaben
6.1 Haftungsverhältnisse
Es bestehen zum 31. Dezember 2015 Mietbürgschaften in Höhe von EUR 262.131,52 (Vorjahr: EUR 123.641,92).
Aufgrund der Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering erachtet.
6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus der Auslagerung administrativer Funktionen an die FinTech Group AG ergeben sich wie folgt:
| Jahr | 2015
TEUR |
2014
TEUR |
| 2015 | 0 | 1.642 |
| 2016 | 2.703 | 896 |
| 2017 | 2.453 | 620 |
| 2018-2022 | 1.351 | 661 |
| 3.485 | 3.819 |
Davon entfallen auf verbundene Unternehmen insgesamt TEUR 3.021.
6.3 Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers der Gesellschaft sind im Konzernabschluss der FinTech Group AG zum 31. Dezember 2015 enthalten.
6.4 Beschäftigte
Im Jahresdurchschnitt wurden im laufenden Geschäftsjahr 218 Mitarbeiter (Vorjahr: 223 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Mitarbeiter setzen sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nach Gruppen wie folgt zusammen:
| Gruppe | 2015
Mitarbeiter |
2014
Mitarbeiter |
| Angestellte | 177 | 178 |
| Angestellte in Teilzeit | 24 | 29 |
| Leitende Angestellte | 9 | 9 |
| Aushilfen | 8 | 7 |
| 218 | 223 |
6.5 Organmitglieder und -bezüge
Die Vorstandsmitglieder der XCOM AG sind bzw. waren:
| Sascha Bochartz, Nomborn | Vorstand operative Bereiche |
| Muhamad Said Chahrour, Frankfurt am Main | Vorstand Finanzen (seit 1. März 2016) |
| Kay-Hendrik Eichler, Frankfurt am Main | Vorstand operative Bereiche (seit 10. September 2015) |
| Dirk Franzmeyer, Willich | Vorstand operative Bereiche (bis 31. Juli 2015) |
| Niklas Helmreich, Bad Homburg | Vorstand operative Bereiche (seit 1. Februar 2016) |
| Marco Marty, Bad Vilbel | Vorstand operative Bereiche (bis 31. Juli 2015) |
| Dr. Carsten Rössner, Frankfurt am Main | Vorstand operative Bereiche (seit 10. September 2015 bis 31. Januar 2016) |
| Dirk Werner, Willich | Vorstand Finanzen (bis 23. November 2015) |
| Andreas Wolf, Wallertheim | Vorstand operative Bereiche (seit 30. Juli 2015 bis 31. Januar 2016) |
| Bernd Würfel, Frankfurt am Main | Vorstand operative Bereiche (seit 1. Februar 2016) |
Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Berichtsjahr EUR 1.749.496,82
(Vorjahr: EUR 2.471.969,86).
In Höhe von EUR 58.001,00 (Vorjahr: EUR 3.780.999,00) bestehen zum 31. Dezember 2015 Pensionsrückstellungen für einen Vorstand (Vorjahr: drei Vorstände). Diese wurden im Berichtsjahr gemäß § 246 Absatz 2 HGB mit hierfür gehaltenen Rückdeckungsversicherungen verrechnet.
Die zum Abschlussstichtag gebildete Pensionsrückstellung für sieben (Vorjahr: vier) ausgeschiedene Vorstandsmitglieder beträgt EUR 14.549.861,00 (Vorjahr: EUR 8.207.879,00), die ebenfalls wie im Vorjahr in voller Höhe mit hierfür gehaltenem Planvermögen verrechnet wurde.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr aus folgenden Mitgliedern sowie ausgeschiedenen Mitgliedern:
| Frank Niehage, | Usingen |
| Rechtsanwalt CEO FinTech Group AG, Frankfurt am Main | |
| Vorsitzender seit 9. September 2015 | |
| Martin Korbmacher, | Frankfurt am Main |
| Investmentbanker und Unternehmer Geschäftsführer der Event Horizon Capital & Advisory GmbH, Frankfurt am Main | |
| Stellvertretender Vorsitzender seit 26. Juni 2015 | |
| Bernd Förtsch, | Kulmbach |
| Journalist und Unternehmer Vorstandsvorsitzender der BÖRSENMEDIEN AG, Kulmbach | |
| Mitglied seit 9. September 2015 | |
| Stefan H. Tarach, | Gifhorn |
| Geschäftsführer der TARCON GmbH, Gifhorn | |
| Vorsitzender (bis 31. August 2015) | |
| Thomas Posovatz, | München |
| Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing | |
| Stellvertretender Vorsitzender (bis 31. August 2015) | |
| Franz A. Weisbrich, | Dietzenbach |
| Senior Client Executive, Verizon Deutschland GmbH, Frankfurt am Main (im Ruhestand) | |
| Mitglied (bis 24. Juni 2015) |
Die Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr 2015 insgesamt EUR 99.498,31 (Vorjahr: EUR 88.522,08).
Der von der XCOM AG begebene Organkredit wurde am 19. Januar 2015 vollumfänglich getilgt.
6.6 Anteilsbesitz
Die XCOM AG, Willich, hält unmittelbar Geschäftsanteile an den nachstehenden Gesellschaften. Im Einzelnen handelt es sich um 100,0 % der Anteile an der XCOM Finanz GmbH, Willich, 100,0 % an der XCOMpetence AG, Willich, 100,0 % an der Xervices GmbH, Willich, 100 % an der XCOM Trading Services GmbH i. L., 80 % seit 20. Januar 2016: 100 %) an der im Vorjahr gegründeten b2clear GmbH in Willich. Die Gesellschaftsanteile der Africon GmbH (vormals XCOM Africa GmbH) von 64,9 % sowie die Anteile an der FINANZLOGE AG in Höhe von 57,14 % wurden Ende 2015 an die Gesellschafter verkauft.
Das Eigenkapital der XCOM Finanz GmbH mit Sitz in Willich beträgt zum Stichtag EUR 38.412.537,87 (Vorjahr: EUR 23.417.696,13). Im Berichtsjahr wurden EUR 15.000.000,00 in die Kapitalrücklage eingestellt. Der Jahresfehlbetrag für das Berichtsjahr beträgt EUR 5.158,26 (Vorjahr: EUR 83.863,55).
Das Eigenkapital der XCOMpetence AG mit Sitz in Willich beträgt zum Stichtag EUR 3.143,51 (Vorjahr: EUR 295.813,98). Der Jahresfehlbetrag für das Berichtsjahr beträgt EUR 292.670,47 (Vorjahr: EUR 294.647,80).
Das Eigenkapital der Xervices GmbH mit Sitz in Willich beträgt zum Stichtag EUR 78.284,50 (Vorjahr: EUR 62.525,08). Der Jahresüberschuss für das Berichtsjahr beträgt EUR 15.759,42 (Vorjahr: EUR 11.617,86).
Das Eigenkapital der XCOM Trading Services GmbH i. L. mit Sitz in Willich beträgt zum Stichtag EUR 20.394,10 (Vorjahr: EUR 22.038,95). Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2015 beträgt EUR 1.644,85 (Vorjahr: EUR 103,95).
Das Eigenkapital der b2clear GmbH mit Sitz in Willich beträgt zum Stichtag EUR 17.797,03 (Vorjahr: EUR 24.070,66). Im Berichtsjahr entstand ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 6.273,63 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag Rumpfgeschäftsjahr EUR 929,34).
Die XCOM AG, hält zum Bilanzstichtag 2015 mittelbar 100,0 % der Anteile an der ViTrade GmbH, Willich. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2015 EUR 2.586.047,81 (Vorjahr: EUR 1.642.214,80). Das Berichtsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 943.833,01 (Vorjahr: EUR 34.633,11).
Darüber hinaus hält die XCOM AG, Willich, zum Bilanzstichtag mittelbar 100,0 % der Anteile an der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, Willich. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2015 EUR 34.847.219,79 (Vorjahr: EUR 19.623.920,41). Im Berichtsjahr wurden EUR 15.000.000,00 im Rahmen einer Kapitalerhöhung in die Kapitalrücklage eingestellt. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 beträgt EUR 223.299,38 (Vorjahr: EUR 90.811,97).
Ferner ist die XCOM AG, Willich, mittelbar an der BrokerPort AG i. A., Willich, mit 100,0 % beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2015 EUR 108.407,14 (Vorjahr: EUR 109.397,73). Der Jahresfehlbetrag für das Berichtsjahr beträgt EUR 990,59 (Vorjahr: EUR 79,58).
Willich, 31. März 2016
Sascha Bochartz
Muhamad Said Chahrour
Kay-Hendrik Eichler
Niklas Helmreich
Bernd Würfel
Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand
1.1.2015 EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchung
EUR |
Stand
31.12.2015 EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte | 3.031.632,11 | 154.931,99 | 502,09 | 0,00 | 3.186.062,01 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.625.688,58 | 346.487,89 | 15.447,73 | 656.382,20 | 3.613.110,94 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.016.473,66 | 1.130.079,68 | 172.771,73 | 0,00 | 7.973.781,61 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.718.381,47 | 132.870,06 | 2.906.745,23 | 0,00 | 944.506,30 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 584.873,93 | 71.508,27 | 0,00 | - 656.382,20 | 0,00 |
| 13.945.417,64 | 1.680.945,90 | 3.094.964,69 | 0,00 | 12.531.398,85 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 24.268.902,22 | 15.000.000,00 | 349.802,00 | 0,00 | 38.919.100,22 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 180.000,00 | 90.000,00 | 0,00 | 0,00 | 270.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 10.000,00 | 0,00 | 0,00 | 10.000,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 1.282.169,76 | 0,00 | 1.282.169,76 | 0,00 | 0,00 |
| 5. Rückdeckungsansprüche | 257.615,00 | 22.215,00 | 0,00 | 0,00 | 279.830,00 |
| 25.988.686,98 | 15.122.215,00 | 1.631.971,76 | 0,00 | 39.478.930,22 | |
| 42.965.736,73 | 16.958.092,89 | 4.727.438,54 | 0,00 | 55.196.391,08 | |
| Abschreibungen | |||||
| Stand
1.1.2015 EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchung
EUR |
Stand
31.12.2015 EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte | 2.269.005,75 | 214.141,52 | 500,56 | 0,00 | 2.482.646,71 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.461.815,08 | 144.684,46 | 12.512,59 | 0,00 | 1.593.986,95 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.208.864,41 | 630.228,99 | 154.415,29 | 0,00 | 6.684.678,11 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.825.680,18 | 114.029,22 | 1.139.412,99 | 0,00 | 800.296,41 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 9.496.359,67 | 888.942,67 | 1.306.340,87 | 0,00 | 9.078.961,47 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 349.800,00 | 409.999,00 | 349.800,00 | 0,00 | 409.999,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 9.999,00 | 0,00 | 0,00 | 9.999,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5. Rückdeckungsansprüche | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 349.800,00 | 419.998,00 | 349.800,00 | 0,00 | 419.998,00 | |
| 12.115.165,42 | 1.523.082,19 | 1.656.641,43 | 0,00 | 11.981.606,18 | |
| Restbuchwerte | ||
| Stand
31.12.2014 EUR |
Stand
31.12.2015 EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte | 762.626,36 | 703.415,30 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.163.873,50 | 2.019.123,99 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 807.609,25 | 1.289.103,50 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.892.701,29 | 144.209,89 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 584.873,93 | 0,00 |
| 4.449.057,97 | 3.452.437,38 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 23.919.102,22 | 38.509.101,22 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 180.000,00 | 270.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 1,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 1.282.169,76 | 0,00 |
| 5. Rückdeckungsansprüche | 257.615,00 | 279.830,00 |
| 25.638.886,98 | 39.058.932,22 | |
| 30.850.571,31 | 43.214.784,90 | |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES
ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden., Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden., für das Geschäftsjahr vom Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. bis zum Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 9. Mai 2016
BDO
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Meier, Wirtschaftsprüfer
gez. Schmidt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Die XCOM AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Neben der positiven Geschäftsentwicklung war das Jahr von der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der XCOM AG durch die FinTech Group AG im ersten Quartal 2015 geprägt. Mit den guten Perspektiven des Portfolios sowie als Teil der FinTech Group ist die XCOM AG für die Zukunft gut aufgestellt.
Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat der XCOM AG hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Außerdem wurde der Aufsichtsrat in allen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Geschäftsentwicklung der XCOM AG unmittelbar und frühzeitig eingebunden.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung und -strategie, die wesentlichen Risiken, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement. Abweichungen zwischen tatsächlicher und geplanter Entwicklung wurden umfangreich erläutert. Darüber hinaus wurden alle bedeutenden Geschäftsvorgänge im Berichtszeitraum mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
Auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats standen der Vorsitzende des Aufsichtsrats und weitere Mitglieder des Aufsichtsrats im regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand, um Themen zur Entwicklung und Risikosituation der XCOM AG zu besprechen. Interessenkonflikte von Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten im Berichtsjahr nicht auf.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Laufe des Geschäftsjahres erörterte der Aufsichtsrat in insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen die laufende Geschäftsentwicklung der Gesellschaft, wichtige geschäftliche Einzelvorgänge sowie zustimmungspflichtige Maßnahmen des Vorstands. Im Jahr 2015 haben alle Aufsichtsratsmitglieder an den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. In den einzelnen Sitzungen erteilte der Aufsichtsrat soweit erforderlich, jeweils nach eingehender Prüfung und ausführlicher Erörterung, die erbetenen Zustimmungen.
Folgende Themen waren im Wesentlichen Gegenstand der Beratungen und Überwachung sowie, soweit erforderlich, der Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr 2015:
| • |
Aktuelle Geschäftsentwicklung der XCOM AG sowie ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften; |
| • |
Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der XCOM AG durch die FinTech Group AG; |
| • |
Vorgehen in der streitigen Auseinandersetzung mit einem ehemaligen Vorstandsmitglieds; |
| • |
Ausbau und Aktivitäten des Vertriebsressorts; |
| • |
Personelle Besetzung des Vorstand der XCOM AG; |
| • |
Abschluss sowie den Beendigung von Dienstverträgen mit Vorstandsmitglieder; |
| • |
Eigenkapitalbedarf innerhalb der XCOM Gruppe; |
| • |
Investitionsplanungen und Instandhaltung von Vermögensgegenständen mit hohem Investitionsvolumen; |
| • |
Kapitalerhöhung bei der XCOM AG und Einbringung der Erlöse aus der Kapitalerhöhung in die freie Kapitalrücklage der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG; |
| • |
Änderungen im Vorstand und in der Geschäftsführung von Tochtergesellschaften und Beteiligungen; |
| • |
Konsolidierungen und Integration der XCOM AG und ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in die FinTech Group; |
| • |
Planung für das Geschäftsjahr 2016. |
Erörterung der Jahresabschlussprüfung
Der Jahresabschluss der XCOM AG zum 31. Dezember 2015 sowie der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 wurden von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt.
Auch der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss einschließlich des zusammengefassten Lageberichts eingehend geprüft und in der Bilanzaufsichtsratssitzung behandelt. An der Beratung hat der Abschlussprüfer teilgenommen und den Jahresabschluss einschließlich des zusammengefassten Lageberichts erläutert und Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht und die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch von seiner Seite keine Einwendungen zu erheben sind. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Daher hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in seiner Sitzung am 9. Mai 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Er schließt sich diesem Vorschlag an.
Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand hat seinen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat unverzüglich nach dessen Aufstellung vorgelegt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben:
"Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen angeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Der Abhängigkeitsbericht wurde von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Überprüfung des Berichts des Vorstands durch den Aufsichtsrat gab keinen Anlass zu Beanstandung. Gegen die Erklärungen des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen der XCOM AG zu verbundenen Unternehmen erhebt der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände.
Veränderungen im Aufsichtsrat
Im Aufsichtsrat haben sich bis zum 31. März 2016 folgende Veränderungen ergeben:
Da der Aufsichtsrat nach dem Ausscheiden von Herrn Franz A. Weisbrich aus dem Aufsichtsrat nicht mehr beschlussfähig besetzt war, hat die XCOM AG einen Antrag auf gerichtliche Bestellung von Martin Korbmacher aufgrund seiner beruflichen und fachlichen Expertise zum Mitglied des Aufsichtsrats gestellt. Mit Beschluss des Amtsgerichts Krefeld vom 24. Juni 2015 wurde Martin Korbmacher zum Mitglied des Aufsichtsrats der XCOM AG bestellt.
Die Aufsichtsratsmitglieder Stefan H. Tarach und Thomas Posovatz schieden zum Ende der Hauptversammlung am 31. August 2015 aus dem Aufsichtsrat aus. Mit Beschluss des Amtsgerichts Krefeld vom 9. September 2015 wurden Frank Niehage und Bernd Förtsch mit sofortiger Wirkung zu Aufsichtsratsmitgliedern bis zur nächsten Hauptversammlung bestellt. Von der Hauptversammlung am 29. September 2015 wurden Martin Korbmacher, Frank Niehage und Bernd Förtsch zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Frank Niehage wurde in der konstituierenden Aufsichtsratssitzung zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für die geleistete Arbeit.
Veränderungen im Vorstand
Im Vorstand haben sich bis zum 31. März 2016 folgende Änderungen ergeben:
Mit Wirkung zum 30. Juli 2015 haben Dirk Franzmeyer und Marco Marty ihr Amt als Vorstandsmitglied der XCOM AG im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt.
Die im Berichtsjahr zu Vorstandsmitgliedern bestellten Andreas Wolf und Dr. Carsten Rößner haben jeweils mit Wirkung zum 31. Januar 2016 ihr Amt als Vorstandsmitglied der XCOM AG im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Der ebenfalls im Berichtsjahr zum Vorstandsmitglied bestellte Kay Hendrik Eichler hat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Vorstandsamt am 29. April 2016 mit sofortiger Wirkung niedergelegt.
Mit Wirkung zum 23. November 2015 ist Herr Dirk Werner als Mitglied des Vorstands der XCOM AG vom Aufsichtsrat abberufen worden.
Am 1. Februar 2016 wurden Bernd Würfel und Niklas Helmreich, am 1. März 2016 Muhamad Said Chahrour und am 19. April 2016 Dr. Benon Janos jeweils mit sofortiger Wirkung zu Mitgliedern des Vorstands der XCOM AG bestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre erfolgreiche Arbeit im Berichtsjahr seinen Dank und Anerkennung aus.
Willich, 9. Mai 2016
für den Aufsichtsrat
Frank Niehage, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Beschlussfassung über die Verwendung des
Bilanzgewinns:
Die ordentliche Hauptversammlung der XCOM AG vom 4. Juli 2016 hat beschlossen, den Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2015 in Höhe von Euro 8.842.983,38 wie folgt zu verwenden:
| Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,06 je dividendenberechtigte Stückaktie für das Geschäftsjahr 2015 | Euro 33.290,64 |
| Gewinnvortrag | Euro 8.809.692,74 |
| Bilanzgewinn | Euro 8.842.983,38 |
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