TK Elevator Newco GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ruud Zwerink seit 17.3.2026 | Prokura |
Philipp Müller seit 16.10.2024 | Geschäftsführer |
Uday Singh Yadav seit 20.5.2022 | Geschäftsführer |
Roland Bindig seit 28.4.2021 | Prokura |
Masi Kohistani seit 28.4.2021 | Prokura |
Till Matthias Reinfeld seit 24.11.2020 | Prokura |
Philip Kastrup seit 13.8.2020 | Prokura |
Johannes Dr. Schiffer seit 13.8.2020 | Prokura |
Christoph Karges seit 13.8.2020 | Prokura |
Ercan Dipl.-Kfm. Keles seit 13.8.2020 | Geschäftsführer |
Philipp Cramer seit 13.8.2020 | Prokura |
Jörn Große-Thie seit 13.8.2020 | Prokura |
Katrin van der Velden seit 13.8.2020 | Prokura |
Frank Blumenthal seit 13.8.2020 | Prokura |
Svenja Dr. Lemke seit 13.8.2020 | Prokura |
Dennis Schwinning seit 13.8.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vertical Topco II S.A. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
|
Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 05.01.2024: Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 26.09.2023 |
TK Elevator Topco GmbHEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TK Elevator Topco GmbH, EssenPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TK Elevator Topco GmbH, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TK Elevator Topco GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 9. Januar 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Preiß, Wirtschaftsprüfer Philip Meyer zu Spradow, Wirtschaftsprüfer Anlagenverzeichnis I. Konzernlagebericht II. Konzernabschluss 1. TK Elevator Topco GmbH - Konzernbilanz 2. TK Elevator Topco GmbH - Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 3. TK Elevator Topco GmbH - Konzern-Gesamtergebnisrechnung 4. TK Elevator Topco GmbH - Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 5. TK Elevator Topco GmbH - Konzern-Kapitalflussrechnung 6. TK Elevator Topco GmbH - Konzernanhang KonzernlageberichtGrundlagen des Konzerns Vorbemerkung Die TK Elevator Topco GmbH ("TK Elevator Topco" oder "Gesellschaft") ist eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Essen, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Essen unter der Kennzeichnung HRB 31007 eingetragen. Die Tätigkeit der TK Elevator Topco besteht im Halten und der Verwaltung von Beteiligungen anderer Unternehmen. Die Gesellschaft verfügt selbst über keinen eigenen operativen Geschäftsbetrieb. Die TK Elevator Topco ist die alleinige Gesellschafterin der TK Elevator Holdco GmbH. Mittelbare Tochtergesellschaften der Gesellschaft stellen die TK Elevator Midco GmbH, TK Elevator Newco GmbH, die TK Elevator Holding GmbH und die TK Elevator GmbH dar. Der TK Elevator Konzern (im Folgenden "TK Elevator" oder "Konzern") ist hauptsächlich mit der Entwicklung, Planung, Produktion, Installation, Wartung und Modernisierung von Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Treppen- und Plattformliften, Fluggastbrücken und anderen Fördermitteln für Personen und Lasten sowie damit im Zusammenhang stehenden Service- und Dienstleistungsgeschäften beschäftigt. Die TK Elevator GmbH hat die operative Führung über den Konzern. Profil und Organisation Wir sehen TK Elevator als einen der weltweit führenden Aufzugskonzerne mit starken Marktpositionen in Amerika, Europa und einer starken Plattform zur Erschließung von Wachstumschancen im asiatisch-pazifischen Raum. Wir entwerfen, fertigen, installieren, warten und modernisieren Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige, Fluggastbrücken sowie Treppen- und Plattformlifte. Wir decken das gesamte Gebiet des Produktlebenszyklus ab, von der Planung und Neuinstallation, über die Wartung bis zur Modernisierung. Service ist das Herzstück unseres Geschäfts, mit einer großen Anzahl von Anlagen unter Wartung. Neben unserer Reputation als Technologieunternehmen mit deutschen Wurzeln wollen wir ein Innovationsführer im digitalen Zeitalter sein und wollen die Technologien des Internets der Dinge ("Internet of Things" ("IoT")) nutzen, um schnell urbanisierende Gesellschaften mit Schwerpunkt auf Produktsicherheit und Effizienz besser bedienen zu können. MAX ist unsere Cloud-basierte digitale Plattform, die die Analyse von Echtzeitdaten aus vernetzten Aufzügen und Fahrtreppen ermöglicht sowie den Aufbau neuer Geschäftsmodelle und die Steigerung der operativen Effizienz ermöglichen kann. Neu ausgelieferte Aufzugs- und Fahrtreppensysteme werden soweit wie möglich mit MAX ausgestattet. Mit rund 1.000 Standorten weltweit und Kunden in mehr als 100 Ländern zeichnet sich unser Geschäft durch ein globales Vertriebs- und Servicenetz aus, damit eine optimale Nähe zu den Kunden gewährleistet werden kann. Infrastrukturprojekte wie die Metrolinien in Madrid (Spanien), Zhengzhou (China) und Sao Paulo (Brasilien) oder der Flughafen in Miami (USA), und ikonische Gebäude wie der BMW Tower oder das Google Hauptquartier in München (Deutschland), ausgestattet mit unseren Aufzügen, Fahrtreppen, und Fluggastbrücken verdeutlichen unsere Stärke und globale Reichweite. Unser Geschäftsmodell basiert auf unserem Neuinstallationsgeschäft, das als Einstieg in unser Servicegeschäft dient. Dabei wandeln wir einen Großteil der neu ausgelieferten Aufzugs- und Fahrtreppensysteme in laufende Serviceverträge um. Darüber hinaus gewinnen wir Service- und Modernisierungsaufträge von Dritten, bei denen ein anderer Hersteller die Neuinstallation durchgeführt hat. Unsere Geschäftstätigkeit basiert insbesondere auf den folgenden Säulen:
Organisations- und Führungsstruktur Unsere Geschäftsaktivitäten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr, unverändert zum Vorjahr, in den vier operativen Business Units Americas, Europe/Africa, Asia/Pacific und Access Solutions, sowie der nicht operativen Business Unit Corporate gebündelt. Die operativen Business Units untergliedern sich weiter in Operating Units. Die Business Units Americas, Europe/Africa und Asia/Pacific umfassen hauptsächlich das Aufzüge- und Fahrtreppengeschäft mit Entwurf, Fertigung, Installation, Modernisierung und Wartung von Personen- und Lastenaufzügen sowie Fahrtreppen. Die Business Unit Access Solutions umfasst Mobilitätslösungen für Privathaushalte, d.h. Entwurf, Fertigung, Installation und Wartung von Treppenliften, Heimaufzügen und Plattformliften sowie Passagierbrücken, hauptsächlich für den Zugang zu Flugzeugen. In der Business Unit Corporate sind die wesentlichen Verwaltungseinheiten und Zentralfunktionen gebündelt. Die Business Units entsprechen den Segmenten nach IFRS 8 und werden somit auch im Konzernabschluss zur Berichterstattung zu Grunde gelegt. In den Konzernabschluss sind 123 Tochtergesellschaften einbezogen; insgesamt konsolidieren wir 17 Gesellschaften aus Deutschland und 106 Gesellschaften aus dem Ausland. Im Konzern gab es in diesem Geschäftsjahr 10 Zugänge und 9 Abgänge von Tochtergesellschaften. Bei den Zugängen im Geschäftsjahr 2021/2022 handelt es sich im Wesentlichen um Erwerbe, die individuell und in Summe nicht wesentlich sind, bei den Abgängen handelt es sich im Wesentlichen um Verschmelzungen. Strategie TK Elevator verfolgt eine langfristige, wertorientierte Unternehmensstrategie mit dem Ziel, unsere starke Marktposition konsequent auszubauen und die Profitabilität zu erhöhen. Die Strategie umfasst die drei Eckpfeiler Base, Core und Core+, welche im Folgenden erläutert werden. Base: Nutzung der starken Marktposition und des strukturellen Branchenwachstums Die "Base"-Strategie besteht darin, die strukturellen Wachstumsfaktoren der Märkte, in denen wir operieren, sowie unsere führende Marktposition als Hebel zu nutzen, um im Umsatz weiter zu wachsen und die Profitabilität zu steigern. Die fortschreitende Urbanisierung und Alterung der Bevölkerung sind die bedeutendsten globalen Treiber für die erwartete wachsende Nachfrage nach Aufzügen und Fahrtreppen in den kommenden Jahren. Nachhaltigkeit und unternehmerisches Handeln sind dabei ein integraler Bestandteil unserer Strategie und tief verwurzelt in unserer Kultur. Core: Realisierung struktureller Profitabilitätssteigerungen Unsere "Core''-Strategie besteht darin, strukturelle Profitabilitätssteigerungen zu erzielen, indem wir 1.) im Neuanlagenbereich eine stärkere Standardisierung der Produkte vorantreiben, insbesondere über die Harmonisierung von Produktkomponenten, 2.) im Fertigungsbereich die Werke weiter optimieren, 3.) das Service- und Modernisierungsgeschäft durch Verbesserung der Kundenbeziehung und der operativen Prozesse sowie den Einsatz von Digitalisierung deutlich steigern, 4.) die Vertriebs- und Verwaltungskosten senken, insbesondere durch Zentralisierung von administrativen Verwaltungsfunktionen und einheitlichen IT Systemen, sowie 5.) Materialkosten im Einkauf durch eine weitergehende Optimierung der Lieferkette sowie die Umsetzung kommerzieller Maßnahmen, wie zum Beispiel Lieferantentage und e-Auktionen, minimieren. Core+: Zusätzliche Wertgenerierung Unsere "Core+"-Strategie zielt darauf ab, zusätzlichen langfristigen Wert zu generieren, indem wir 1.) disruptive Innovationen wie den weltweit ersten seillosen Aufzug "MULTI", der sich dank der Linearmotor-Technologie nicht nur vertikal, sondern auch horizontal bewegen kann, entwickeln und vermarkten, 2.) IoT-Lösungen wie MAX, unsere Cloud-basierte digitale Plattform, monetarisieren, 3.) opportunistische M&A-Aktivitäten durchführen und 4.) die in der "Core"-Strategie definierten Maßnahmen weiter fortführen. Die Umsetzung der dargestellten Strategie mit den geplanten Wachstums- und Effizienzmaßnahmen bündeln wir in unserem "Transformationsprogramm", welches wir mit unseren Eigentümern und unterstützt durch spezialisierte Beratungsgesellschaften in 2020 aufgesetzt haben und im Geschäftsjahr weiter fortentwickelt wurde. Konzernsteuerung Unsere Leistungsindikatoren für Profitabilität und Liquidität, die wir konzernweit verwenden, bilden die Grundlage für die operativen und strategischen Managemententscheidungen bei TK Elevator. Wir verwenden sie, um Ziele zu setzen, den Konzernerfolg zu messen und die variable Vergütung der Führungskräfte festzulegen. Die für uns wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren - also die Kernsteuerungsgrößen im Sinne des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) 20 - sind das Bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Bereinigtes EBITDA) und der Cash Flow. Im Zuge des Planungsprozesses definiert die Geschäftsführung gemeinsam mit den Business Units die langfristigen Ziele. Diese bilden den Rahmen für die kurz- und mittelfristigen finanziellen Ziele; ebenso für die Budget- und Mittelfristplanung, die alle Einheiten erstellen. TK ELEVATOR - KERNSTEUERUNGSGRÖSSEN
Bereinigtes EBITDA Das EBITDA zeigt die Profitabilität der betrachteten Einheiten. Es enthält alle Bestandteile der Gewinn- und Verlustrechnung, die sich auf die operative Leistung beziehen - ohne die Einflüsse von Abschreibungen. Wir betrachten die operative Leistung ohne die Einflüsse von Abschreibungen, da diese insbesondere durch Effekte aus Abschreibungen infolge der durchgeführten Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit der Übernahme von thyssenkrupp Elevator beeinflusst werden. Das Bereinigte EBITDA ist das EBITDA vor Berücksichtigung von Sondereffekten - also ohne Restrukturierungsaufwendungen und weitere nicht operative Aufwendungen und Erträge. Dies sind z.B. Sonderaufwendungen, die im Zusammenhang mit unseren Transformationsprojekten stehen, oder sonstige Aufwendungen, die wir von ihrem Charakter nicht unmittelbar der operativen Performance der Business Units beimessen, sondern als Sondersachverhalte ansehen und entsprechend bereinigen. Das Bereinigte EBITDA ist damit im Vergleich zum EBITDA besser dazu geeignet, die nachhaltige operative Leistung zu bewerten und über mehrere Perioden hinweg zu vergleichen. Das Bereinigte EBITDA sowie die Sondereffekte werden ausführlich in dem Abschnitt "Geschäftsentwicklung" des Wirtschaftsberichts erläutert. Ebenfalls wird auf die Überleitungsrechnung in der Segmentberichterstattung (Anhang-Nr. 23) verwiesen. Cash Flow Der Cash Flow ermöglicht die Beurteilung des Geschäftserfolgs einer Periode unter Liquiditätsgesichtspunkten. Er beziffert den Mittelzufluss oder -abfluss aus der operativen Tätigkeit, aus Investitionen und aus Finanzierungsmaßnahmen. Durch diese Betrachtung wird dem Fokus auf die jederzeitige Liquiditätssicherung Rechnungen getragen. Die einzelnen Komponenten können der Kapitalflussrechnung entnommen werden. Den Cash Flow erläutern wir zudem ausführlich im Abschnitt "Geschäftsentwicklung" des Wirtschaftsberichts. Ziele Finanzielle Ziele Im Zuge der Umsetzung unserer Wertsteigerungsstrategie mit Wachstums- und Performancemaßnahmen streben wir an, unsere finanziellen Leistungsindikatoren kontinuierlich zu verbessern und damit den Wert des Konzerns nachhaltig zu steigern. Vor diesem Hintergrund planen wir, unseren Umsatz operativ, d.h. ohne Einfluss von Wechselkurseffekten, jährlich zu steigern. Dieses Ziel basiert auf den allgemeinen Markterwartungen und den Wachstumsmaßnahmen, die wir im Rahmen unserer Strategie planen und umsetzen. Für unser Bereinigtes EBITDA als eine unserer wesentlichen Kernsteuerungsgrößen streben wir ebenfalls operativ, d.h. ohne Einfluss von Wechselkurseffekten eine kontinuierliche Verbesserung an. Neben den Effekten aus dem geplanten Umsatzwachstum haben wir das Ziel, das Bereinigte EBITDA darüber hinaus durch weitere positive Effekte aus Effizienzmaßnahmen, die wir im Rahmen unserer Strategie umsetzen, zu verbessern. Bezüglich des Cash Flow streben wir an, den Cash Flow aus der operativen Tätigkeit analog zum EBITDA zu steigern und die jederzeitige Liquidität unseres Konzerns sicherzustellen. Mehr Informationen zu unseren Kernsteuerungsgrößen sind in diesem Kapitel im Abschnitt "Konzernsteuerung" erläutert; weitere Details zu unserer Strategie können dem Abschnitt "Strategie" entnommen werden. Details zur Prognose für das angelaufene Geschäftsjahr sowie zu Chancen und Risiken sind dem Prognose-, Chancen- und Risikobericht zu entnehmen. Nachhaltigkeit und Nichtfinanzielle Ziele Das strategische Nachhaltigkeitsmanagement wird von der Zentralfunktion Environment, Social and Governance (ESG) verantwortet und wird gemeinsam mit anderen Zentralfunktionen der Business Unit Corporate kontinuierlich an die Anforderungen unserer Stakeholder angepasst. Dabei werden entsprechende Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung unserer Performance im Bereich Nachhaltigkeit entwickelt. Gesteuert werden die ESG-Aktivitäten konzernweit vom ESG Committee, welches sich aus der Geschäftsführung der TK Elevator GmbH, den Leitern der operativen Business Units und den Leitern verschiedener Zentralfunktionen zusammensetzt und über Maßnahmen sowie über die sogenannten Nichtfinanziellen Ziele (NFTs) entscheidet. Die Umsetzung erfolgt durch die Zentralfunktionen der Business Unit Corporate und die operativen Business Units, die regelmäßig über den Fortschritt berichten. Nichtfinanzielle Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung Das ESG Committee hat in den Bereichen Klima, Energie und Umwelt sowie Einkauf und Mitarbeitende Nichtfinanzielle Ziele beschlossen. Diese beziehen sich speziell auf Energieeffizienzgewinne, den Anteil von Frauen in Führungspositionen, die Unfallhäufigkeit unserer Mitarbeitenden und Nachhaltigkeitsaudits von Lieferanten im Bereich Einkauf. Die Ziele sollen durch die geplanten Maßnahmen in den einzelnen genannten Bereichen erreicht werden. Details zu den einzelnen Nichtfinanziellen Zielen und den geplanten Maßnahmen finden sich in den in der folgenden Tabelle aufgeführten Kapiteln des Lageberichts.
1) Eingeschlossen sind die Scope 1 und 2
Emissionen. Weitere Details können dem Kapitel "Klima,
Energie und Umwelt" entnommen werden.
Wirtschaftsbericht Makro- und Branchenumfeld Zahlreiche Risiken belasten weltweite Erholung der Wirtschaft Die Expansion und Erholung der Weltwirtschaft wird weiterhin durch unterschiedliche Belastungsfaktoren beeinflusst. In 2023 besteht insbesondere für Europa und Nordamerika die Gefahr einer Rezession, verursacht durch den Krieg in der Ukraine, hohe Inflationsraten und damit einhergehende steigende Zinsen und weiterhin anhaltende Lieferengpässe. Hier wirken insbesondere die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine negativ auf die Investitions- und Konsumbereitschaft. Im Kalenderjahr 2021 wuchs die globale Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr noch um 5,9%. In diesem Jahr soll das Wachstum auf ca. 2,9% fallen. Für 2023 wird ein weniger starker Einbruch erwartet. Mit 1,5% fällt das Wachstum der globalen Produktion jedoch voraussichtlich deutlich geringer aus. In den Industrieländern wird in 2022 voraussichtlich ein BIP-Wachstum von ca. 2,5% verzeichnet werden und für 2023 nur ein minimales Wachstum von 0,1% prognostiziert. Schwellenländer werden in 2022 ein Wirtschaftswachstum von voraussichtlich ca. 3,4% aufweisen und es wird prognostiziert, dass diese voraussichtlich im kommenden Jahr um 3,2% expandieren werden. 1 Vor allem die kurzfristigen Prognosen des Wachstums der Weltwirtschaft sind aufgrund der zuvor genannten Belastungsfaktoren von großer Unsicherheit geprägt. Ein Ende des Kriegs in der Ukraine ist nicht absehbar, ebenso wenig wie eine potenzielle geografische Ausdehnung des Konfliktes. Weitere Liefereinschränkungen und Engpässe in der Versorgung mit Öl und Gas stellen ein großes Risiko für die Industrie dar und können für eine weiterhin hohe Inflation sorgen. Dies wirkt auch auf die Konsum- und Investitionsbereitschaften, die stark von der weiteren Entwicklung der Zinsen abhängig sind. Die Straffung der Finanzpolitik durch die Europäische Zentralbank und damit einhergehend steigende Zinsen, stellen für die Eurozone ein zusätzliches Rezessionsrisiko dar. Zusätzliche Unsicherheiten bestehen aufgrund anhaltender Lieferengpässe. Auch wenn das Corona-Virus in der westlichen Welt aufgrund des Kriegs in der Ukraine und den wirtschaftlichen Entwicklungen in den Hintergrund gerückt ist, bleibt es ein Faktor mit unklarem zukünftigen Einfluss. Andauernde oder erneute Lockdowns in China können negativ auf das chinesische Wachstum und die Weltwirtschaft wirken. In Bezug auf China besteht zudem Unsicherheit vor dem Handelskonflikt mit den USA und eines möglichen Angriffs auf Taiwan. Flut- bzw. Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels, die immer regelmäßiger und verheerender auftreten, stellen ebenfalls Risikofaktoren dar. Schließlich könnte auch eine volatile Entwicklung der Wechselkurse das makroökonomische Umfeld belasten. Für die USA ist dies bereits deutlich sichtbar. In den USA ist die Wirtschaftsleistung im 4. Kalenderquartal 2021 und im 1. Quartal 2022 noch relativ stark um 5,7% und 3,7% gegenüber den Vorjahrsquartalen gestiegen. Bereits im 2. Quartal 2022 verlangsamte sich das Wachstum jedoch drastisch auf 1,8%. Lieferengpässe, COVID-19 Lockdowns in China und eine anhaltend hohe Inflation verlangsamten das Wachstum der US-Wirtschaft. Vom 2. auf das 3. Quartal blieb die Wirtschaftsleistung weiterhin mit 1,8% stabil. Hohe Inflation und ein lange Zeit sehr robuster Arbeitsmarkt zwangen die Fed zu entschiedenen Zinsmaßnahmen, die in Verbindung mit einem starken US-Dollar die US- Wirtschaft stark belasten. In Summe wird erwartet, dass die US-Wirtschaft 2022 um ca. 1,8% ansteigt, 2023 wird mit einem Rückgang von 0,2% gerechnet. Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euro-Raum im 4. Quartal 2021 von 4,8%, ist die Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2022 sogar um 5,5%, im 2. Quartal 2022 um 4,3%, im Vergleich zu den Vorjahresquartalen gestiegen. Im 3. Quartal 2022 hat sich das Wachstum des BIP abgeschwächt und lag bei 2,2% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Insgesamt wird für die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum 2022 ein Anstieg von 3,2% prognostiziert. Für 2023 wird hier ein Rückgang von ca. 0,5% erwartet. Insbesondere der Krieg in der Ukraine und die dadurch verstärkte Inflation wirken belastend auf die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum.
1 Vergleiche hier und im Folgenden die
Internetseite von IHS Markit, vom 23. November 2022.
Nach einem Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2021 von nur 1,2% gegenüber dem Vorjahresquartal, stieg das BIP im 1. Quartal um 3,5%. Positive Effekte durch Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen wurden durch den Angriff Russlands auf die Ukraine und weiter bestehende globale Lieferkettenengpässe gebremst. Im 2. Quartal stieg die deutsche Wirtschaft um 1,7% gegenüber dem Vorjahresquartal an, im 3. Quartal verlangsamte sich das Wachstum der Wirtschaft auf ca. 1,2%. Für das Jahr 2022 wird erwartet, dass sich das BIP in Deutschland um insgesamt 1,7% erhöht. COVID-19 bedingte negativen Einflüsse waren in 2022 nur noch in geringerem Ausmaß vorhanden. Ungewiss ist jedoch insbesondere der weitere Verlauf des Kriegsgeschehens in Osteuropa. Insbesondere für Deutschland wird in dem Zusammenhang die zukünftige Sicherstellung der Energieversorgung essentiell für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahre sein. In 2023 wird ein Wirtschaftswachstum von -1,0% erwartet. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung stieg in China im 4. Quartal 2021 um 4,0% an, verlangsamte sich ab dem 2. Quartal 2022 jedoch deutlich. Im 1. Quartal 2022 legte die Wirtschaftsleistung noch um 4,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal zu. Die chinesische Konjunktur wurde im 2. Quartal 2022 von den pandemiebedingten Eindämmungsmaßnahmen stark belastet. Das Wachstum belief sich auf 0,4% im Vergleich zum Vorjahr. Im 3. Quartal entspannte sich die Lockdown-Situation wieder und ein Wirtschaftswachstum von 3,9% konnte verzeichnet werden. Insgesamt haben Unterbrechungen der wirtschaftlichen Aktivitäten durch COVID-19 Ausbrüche sowie die anhaltende Verlangsamung des Wohnungsmarktes aufgrund politischer Maßnahmen zum Schuldenabbau von Immobilienunternehmen auch über das zweite Quartal hinaus weiteres Wachstum gebremst. Auf Jahressicht wird prognostiziert, dass die Wirtschafsleistung in 2022 insgesamt um ca. 3,0% ansteigt. Im Jahr 2023 dürfte ein Plus von 4,4% erreicht werden. Die Wirtschaftsleistung Kanadas, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, stieg im 4. Quartal 2021 um 3,2%, im 1. Quartal 2022 um 2,9% gegenüber dem Vorjahr an. Im 2. Quartal 2022 stieg die Wirtschaftsleistung stark um rund 4,6% gegenüber dem Vorjahresquartal an. Das starke Wachstum des zweiten Quartals konnte in der zweiten Jahreshälfte nicht fortgesetzt werden. Das Bruttoinlandsprodukt belief sich im 3. Quartal auf 3,5%. Für 2022 wird für Kanada insgesamt ein BIP-Wachstum von ca. 3,2% prognostiziert. 2023 wird das Wachstum voraussichtlich stagnieren. Während das Bruttoinlandsprodukt in Südkorea im 4. Quartal 2021 noch ein Wachstum von rund 4,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnen konnte, so stieg die Wirtschaft in den folgenden Quartalen etwas geringfügiger an. Im 1. Quartal und 2. Quartal 2022 stieg das Bruttoinlandsprodukt rund 3,0%. Im 3. Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt um ca. 3,1% im Vergleich zu dem Vorjahresquartal an. Insgesamt wird eine Steigerung der Wirtschaftsleistung in 2022 um ca. 2,5% erwartet. Für das Jahr 2023 ist hingegen mit einem relativ geringen Wirtschaftswachstum von ca. 1,7% zu rechnen. COVID-19 Restriktionen zeigten bereits Ende 2021 keinen negativen Effekt mehr auf das BIP-Wachstum. Zinserhöhungen und verlangsamendes Wachstum bei Handelspartnern dagegen wirkten bremsend und werden es voraussichtlich auch in 2023 sein. Brasilien erholt sich langsam aber stetig von den Folgen der COVID-19 Pandemie. Jedoch wird diese Erholung durch die weltweiten Lieferkettenprobleme, einen hohen Ölpreis und inländische Unsicherheiten wie Inflation und die politische Situation gedämpft. Für das 4. Quartal 2021 wurden 1,6% BIP-Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal ausgewiesen. Im 1. Quartal 2022 stieg die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,7% an. Im 2. und 3. Quartal legte die Konjunktur um 3,2%, bzw. 4,1% stark gegenüber den Vorjahresquartalen zu. Getrieben wurde das Wachstum insbesondere durch einen Aufschwung der Nachfrage von Informations- und Transportdienstleistungen und einem starken Arbeitsmarkt. Insgesamt wird ein Wirtschaftswachstum in 2022 auf ca. 2,9% erwartet, für das kommende Jahr wird mit einem Wachstum von ca. 1,5% gerechnet. In Spanien stieg das BIP im 4. Quartal 2021 (6,6%), 1. Quartal 2022 (6,7%) und 2. Quartal 2022 (6,8%) sehr stark im Vergleich zu den Vorjahresquartalen an. Im 3. Quartal verlangsamte sich das Wachstum der Wirtschaftsleistung auf 3,8%, verglichen mit dem Vorjahresquartal. Insgesamt wird prognostiziert, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um ca. 4,6% ansteigt. Für 2023 wird ein Wachstum von 0,5% erwartet. Maßgeblich gebremst werden die Erwartungen für das kommende Jahr durch die Inflation und negative Effekte aus dem Ukraine-Krieg. In Frankreich legte die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2021 um 5,1% und im 1. Quartal 2022 um 4,7% gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen zu. Im 2. Quartal 2022 wurde weiter ein starkes Wachstum von 4,2% verzeichnet. In der zweiten Hälfte des Jahres litt das Wirtschaftswachstum unter den Auswirkungen einer höheren Inflation und den Folgen des Krieges in der Ukraine. Im 3. Quartal hat dies zu einer nur gering wachsenden Wirtschaft von 1,0% gegenüber dem Vorjahresquartal geführt. Nach einem moderatem, prognostizierten Wirtschaftswachstum von 2,5 % in 2022 wird für 2023 ein Rückgang der Wirtschaft von 0,4% erwartet. Bauwirtschaft stark belastet durch hohe Materialkosten und Zinswende Die Erholung der Bauwirtschaft von der COVID-19 Pandemie wurde im Jahr 2022 zunehmend durch hohe Materialpreise gebremst. Ebenso hat die sich verändernde Zinspolitik vieler Zentralbanken, insbesondere der westlichen Industrieländer, starke Auswirkungen auf den Sektor. Einen weiteren Belastungsfaktor stellen die Unsicherheiten im chinesischen Bausektor dar, in dem viele Konzerne 2022 in Finanzierungsschwierigkeiten gerieten und nicht mehr in gewohntem Maße durch die chinesische Regierung gestützt wurden. Im Kalenderjahr 2022 wird ein Anstieg der weltweiten Bauproduktion um 1,9% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Für die US-Bautätigkeit wird im Jahr 2022 eine starke Reduktion von ca. 4,3% gegenüber dem Vorjahr erwartet. Im kommenden Jahr wird ein relativ moderates Wachstum von 1,3% erwartet. Insbesondere in den USA bleibt weiterhin abzuwarten, wie stark die veränderte Zinspolitik der Fed als Belastungsfaktor wirken wird. Öffentliche Infrastrukturausgaben könnten eine negative Entwicklung ggf. in gewissem Maße abfedern. Im Euroraum wird ein Anstieg der Bauproduktion in diesem Jahr um ca. 1,7% erwartet. Frankreich verzeichnet nach einem herausragenden Jahr 2021 eine leicht negative Entwicklung und liegt damit, wie Deutschland, unter dem Schnitt des Euroraums. Spanien springt von -3,4% auf+1,7% und liegt damit auf dem Schnitt der Eurozone von 1,7%. Jedoch wächst die Angst vor einer Rezession im Euroraum 2023 vor dem Hintergrund anhaltend hoher Inflation und einer Wende in der europäischen Zinspolitik. Steigende Zinsen führen zu einer grundlegend veränderten Ausganslage für europäische Unternehmen und Konsumenten. Aufgrund der veränderten Finanzierungsbedingungen wird eine sinkende Nachfrage nach Wohnraum und Büroflächen prognostiziert. Für 2023 ist mit einem Rückgang der Bauwirtschaft von ca. 2,4% zu rechnen. In China wird ein Wachstum der Bauwirtschaft 2022 von ca. 4,4% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Für 2023 wird mit einem weiteren leichten Wachstum von 4,4% gerechnet. Der anhaltende Trend zur Urbanisierung stützt die Wohnungs- und Tiefbauinvestitionen weiterhin. Allerdings bestehen aufgrund der aktuellen Liquiditätsprobleme von chinesischen Immobilienunternehmen Risiken für eine Abwärtskorrektur dieser Prognose. ENTWICKLUNG IN WICHTIGEN ABSATZMÄRKTEN
1) Quelle: GlobalData Construction Intelligence
Center, Updates November 2022. Wachstumsraten basierend auf
Output Value (real) (million US$)
Zusammenfassende Beurteilung durch die Geschäftsführung Wir haben im Geschäftsjahr 2021/2022 unsere Strategie mit den drei Eckpfeilern Base, Core und Core+ konsequent weiter umgesetzt und zahlreiche wichtige Meilensteine bei unserer eigenständigen Aufstellung, bei unseren Innovationen und beim Thema Nachhaltigkeit erreicht. So wurde unsere im Rahmen unserer "Base"-Strategie im Frühjahr 2021 erfolgreich eingeführte Marke "TK Elevator" zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/2022 gleich mehrfach mit dem renommierten Red Dot Award für die erfolgreiche Umsetzung von Innovationskraft und das Potenzial der Marke TK Elevator beim Neustart des Unternehmens prämiert. Auch im Bereich Nachhaltigkeit konnten wir im Berichtsjahr wichtige Etappenziele erreichen: So wurden wir erneut für unsere führende Rolle im Bereich Klimaschutz durch die renommierte Organisation CDP ausgezeichnet. Zudem haben wir in unserem ersten umfassenden ESG-Rating von dem angesehenen Rating-Anbieter Sustainalytics den Spitzenplatz von über 500 Unternehmen im weltweiten Maschinenbau-Sektor erhalten. Bei der erstmaligen Bewertung durch die unabhängige Nachhaltigkeits-Ratingagentur EcoVadis wurde unser kontinuierlicher Einsatz für mehr Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit dem Gold-Status gewürdigt, womit wir zu den Top 5% aller Unternehmen im aktuellen Rating zählen. Darüber hinaus haben wir die Transparenz durch unseren ersten umfassenden Nachhaltigkeitsbericht signifikant erhöht, den wir in Übereinstimmung mit dem führenden Nachhaltigkeitsreporting-Standard GRI erstellt haben. Zugleich haben wir uns neue ambitionierte Ziele zur Emissionsreduktion gesetzt, die durch die Science Based Targets-Initiative validiert worden sind. Weiterhin haben wir im Rahmen unserer "Core+"-Strategie wichtige Fortschritte bei der Weiterentwicklung unserer führenden Position bei Innovationen und Digitalisierung erreicht: So haben wir im Februar 2022 unseren neuen Hauptsitz in Nordamerika eröffnet, der die Verwaltungsaktivitäten konsolidiert und zudem ein hochmodernes "Innovation and Qualification Center" mit dem höchsten Testturm für Aufzüge in Amerika umfasst. Darüber hinaus haben wir unser digitales Produktangebot inklusive unserer intelligenten Cloud-basierten Wartungslösung MAX weltweit weiter ausgerollt und unsere neue digitale Low-Rise-Aufzugsplattform ab Oktober 2022 in bestimmten Regionen am Markt eingeführt. Auch operativ haben wir uns im Berichtsjahr vor dem Hintergrund eines sehr herausfordernden, durch die COVID-19 Pandemie und Materialkosteninflation, durch Engpässe in den globalen Lieferketten, durch die Liquiditätsengpässe in der chinesischen Bauwirtschaft sowie durch die militärische Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine beeinflussten und entsprechend unsicheren wirtschaftlichen Umfeld gut behauptet. Dies reflektiert zum einen unser stabiles Geschäftsmodell mit einem Auftragsbestand zum 30. September 2022 von 6,6 Mrd € (5,5 Mrd € zum 30. September 2021), einem großen Portfolio an Wartungsverträgen und einer globalen, regional diversifizierten Aufstellung. Zum anderen spiegelt sich in den Kennzahlen auch unser umfassendes Transformationsprogramm wider, mit dem wir zusammen mit unseren Eigentümern und unterstützt durch spezialisierte Beratungsgesellschaften mit einer Vielzahl von Maßnahmen nachdrücklich unsere Strategie umsetzen. Die konsequente Strategieumsetzung hat in einem sehr schwierigen Umfeld zu einer insgesamt soliden operativen Leistung mit deutlichen Zuwächsen beim Auftragseingang und moderaten Zuwächsen im Umsatz und einem trotz signifikanter Materialkosteninflation leicht verbesserten Bereinigten EBITDA, gestützt von positiven Wechselkurseffekten und sonstigen Erträgen, und einem leicht positiven Cashflow vor Portfolio- und Refinanzierungsmaßnahmen geführt. Auftragseingang und Umsatz erreichten im Berichtszeitraum mit über 9 Mrd € und 8,5 Mrd € jeweils neue Höchstwerte. Positive Impulse im Auftragseingang waren, bereinigt um positive Wechselkurseffekte, sowohl im Neuanlagengeschäft als auch im Modernisierungs- und im Wartungsgeschäft zu verzeichnen. Auch beim Umsatz haben wir, auch bereinigt um positive Wechselkurseffekte, trotz deutlich negativer Einflüsse aus der COVID-19 Pandemie, Engpässen in den Lieferketten und Rückgängen in der chinesischen Bauwirtschaft insgesamt einen leichten Zuwachs realisiert. Dazu hat bei einem rückläufigen operativen Umsatz im Neuanlagengeschäft neben der Steigerung im Modernisierungsgeschäft insbesondere auch das sehr erfreuliche Wachstum unseres Wartungsportfolios beigetragen, welches im Berichtsjahr auf mehr als 1,5 Millionen Einheiten angestiegen ist. In der Business Unit Americas wurden die durch Engpässe in den Lieferketten und beim qualifizierten Personal im Bauhandwerk und bei Generalunternehmern negativ beeinflussten Baustellenfortschritte und operativen Umsätze im Neuanlagengeschäft durch moderates Wachstum im Modernisierungs- und Wartungsgeschäft überkompensiert. In der Business Unit Asia/Pacific wurde das rückläufige Neuanlagengeschäft in China durch starkes Wachstum in der Neuanlage außerhalb Chinas sowie im Wartungsgeschäft zu weiten Teilen kompensiert. In der Business Unit Europe/Africa wurden die auch durch die Engpässe in den Lieferketten und die stark eingeschränkte Geschäftsaktivität in Russland rückläufigen Umsätze im Neuanlagengeschäft durch moderates Wachstum im Wartungsgeschäft ausgeglichen. Die Business Unit Access Solutions verzeichnete operativ einen leichten Umsatzrückgang, überkompensiert durch positive Wechselkurseffekte. Der Umsatz im Bereich Airport Solutions lag dabei operativ leicht unter Vorjahresniveau, konnte aber von einem erfreulichen Servicewachstum profitieren. Die Umsätze im Bereich Home Solutions konnten trotz Einflüssen von Lieferengpässen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Bereinigte EBITDA betrug im Berichtszeitraum 1.145 Mio € (Vorjahr 1.136 Mio €) und lag damit trotz deutlich negativer Effekte aus der Pandemie und insbesondere aus Materialkosteninflation und Lieferengpässen leicht über dem Vorjahreswert. Die Marge lag mit 13,4% jedoch unterhalb des Vorjahresniveaus von 14,3%, insbesondere durch die gestiegenen Materialkosten. Profitables Wachstum im Wartungsgeschäft, Performancemaßnahmen im Bereich der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten, Einkaufs- und sonstige Effizienzmaßnahmen, translationsbedingte, positive Wechselkurseffekte, sowie positive Effekte aus sonstigen Erträgen wirkten kompensierend.. Der Konzern-Jahresfehlbetrag lag bei 346 Mio € (Vorjahr 440 Mio €). Dies reflektiert im betrieblichen Ergebnis die hohen Abschreibungen von insgesamt 610 Mio € (Vorjahr 799 Mio €), die zu wesentlichen Teilen aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit der Übernahme von thyssenkrupp Elevator resultieren, sowie im Wesentlichen restrukturierungsbedingte Sonder- und Beratungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 155 Mio € (Vorjahr 109 Mio €), die insbesondere in den Business Units Europe/Africa, Americas und Corporate angefallen sind. Darin enthalten sind auch Sonderaufwendungen für Wertminderungen im Zusammenhang mit der stark reduzierten Geschäftstätigkeit in Russland und Rückstellungen im Zusammenhang mit sanktionsbedingten Vertragskündigungen. TKE hat sich insbesondere aus dem Neuanlagengeschäft zurückgezogen und jegliche Geschäfte mit sanktionierten Personen storniert. Darüber hinaus ist das Finanzergebnis mit (761) Mio € (Vorjahr (781) Mio €) enthalten und hierin insbesondere die mit der Finanzierung der Übernahme der Aufzugsaktivitäten von thyssenkrupp Elevator verbundenen Finanzierungsaufwendungen. Gegenüber dem Vorjahreswert von (440) Mio € war der Fehlbetrag infolge geringerer Abschreibungen und der entfallenden Aufwendungen für die Nutzung der thyssenkrupp Marke rückläufig. Der Cash Flow vor Portfolio- und Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum betrug 10 Mio €, war erneut positiv (Vorjahr 103 Mio €) und beinhaltete 261 Mio € (Vorjahr 355 Mio €) Cash Flow aus operativer Tätigkeit. Der Cash Flow aus operativer Tätigkeit lag 95 Mio € unter dem Vorjahr, was insbesondere auf das geringere Jahresergebnis vor Abschreibungen zurückzuführen ist. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit belief sich auf insgesamt (156) Mio € (Vorjahr (208) Mio €) und beinhaltet neben Erhaltungs-, Rationalisierungs- und Wachstumsinvestitionen rund 29 Mio € für gezielte Akquisitionen von lokalen Aufzugsunternehmen in Europa. Die Wachstumsinvestitionen beziehen sich insbesondere auf Investitionen im Bereich unserer Entwicklungstätigkeiten (z.B. unsere MULTI-Technologie und unsere neue digitale Low-Rise-Aufzugsplattform), das MAX-Projekt und die Finalisierung unseres neuen "Innovation and Qualification Center" in den USA. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug (65) Mio € (Vorjahr (341) Mio €). Der Vorjahreswert war geprägt durch umfangreiche Refinanzierungsmaßnahmen und eine höhere Reduzierung der revolvierenden Kreditlinie. Insgesamt belief sich der Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und Termingeldern am Ende der Periode auf 436 Mio € (Vorjahr 369 Mio €). Die flüssigen Mittel und die freien zugesagten Kreditlinien betrugen insgesamt 1,3 Mrd € zum 30. September 2022 (Vorjahr 1,2 Mrd €) und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau; ohne wesentliche Fälligkeiten vor dem Jahr 2027 ist TK Elevator damit solide finanziert. Insgesamt haben wir uns im Geschäftsjahr 2021/2022 vor dem Hintergrund eines sehr herausfordernden Umfelds operativ gut behauptet und zahlreiche strategische Fortschritte durch die fortgeführte Umsetzung unseres Transformationsprogramms und die damit verbundenen Wachstums- und Performancemaßnahmen erreicht. Weitere Informationen zum Verlauf des Geschäftsjahres finden Sie in dem Abschnitt "Geschäftsentwicklung". Einzelheiten zur Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr sowie zu den Chancen und Risiken enthält der "Prognose-, Chancen- und Risikobericht". Prognose-Ist-Vergleich In einem sehr herausfordernden, durch die COVID-19 Pandemie und Materialkosteninflation, durch Engpässe in den globalen Lieferketten, durch die Liquiditätsengpässe in der chinesischen Bauwirtschaft sowie durch die militärische Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine beeinflussten und entsprechend unsicheren wirtschaftlichen Umfeld haben wir im Berichtsjahr den jeweils für unsere bereinigtes EBITDA- und Cash Flow-Ziele in Aussicht gestellten Prognosekorridor erreicht. Der Umsatz lag insgesamt voll im Rahmen des erwarteten Korridors. Die durch die vorgenannten Einflussfaktoren bedingten negativen Umsatzabweichungen im Neuanlagengeschäft insbesondere in der Business Unit Asia/Pacific wurden durch eine robuste Entwicklung im Wartungs- und Reparaturgeschäft kompensiert; unterstützend wirkten dabei auch positive Wechselkurseffekte. Das Bereinigte EBITDA betrug im Berichtszeitraum 1.145 Mio € und lag infolge stärker als erwarteter negativer Effekte aus der COVID-19 Pandemie und Materialkosteninflation, aus Engpässen in den Lieferketten und bei der Liquidität in der chinesischen Bauwirtschaft sowie aus dem Ukraine-Konflikt am unteren Rand des Prognosekorridors und war ebenfalls gestützt von erhöhten sonstigen Erträgen. Dabei lagen die Beiträge aus dem Neuanlagengeschäft in allen operativen Business Units infolge der vorgenannten Effekte deutlich unter den Erwartungen. Die Beiträge aus dem Wartungs- und Reparaturgeschäft entwickelten sich insgesamt voll im Rahmen der Erwartungen, insbesondere unterstützt durch eine erfreuliche Entwicklung in der Business Unit Asia/Pacific. Die allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten entwickelten sich insbesondere auch aufgrund zusätzlicher Performancemaßnahmen besser als erwartet; dies beinhaltete auch gezielte Anpassungen beim Aufbau von zusätzlichen Personalkapazitäten. Der Cash Flow aus Investitionen lag im Berichtszeitraum vor Portfolio-Maßnahmen bei 127 Mio €. Er lag damit auf Grund von Desinvestitionen von Sachanlagen in Höhe von 18 Mio €, die ebenfalls im Cash Flow aus Investitionen enthalten sind, trotz der beschleunigten Entwicklungstätigkeiten für unsere neue digitale Low-Rise- Aufzugsplattform und negativer Wechselkurseffekte am unteren Rand des Prognosekorridors. Der Cash Flow lag im Berichtszeitraum vor Portfolio- und Refinanzierungs-Maßnahmen bei 10 Mio € und setzt sich aus dem operativen Cash Flow, dem Cash Flow aus Investitionstätigkeit, abzüglich Investitionen für M&A Transaktionen, sowie der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und sonstigen Anleihen/Darlehen zusammen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 lag der Cash Flow vor Portfolio- und Refinanzierungsmaßnahmen auf Grund des niedrigeren Cash Flow aus operativer Tätigkeit am unteren Rand des Prognosekorridors. Die erläuternden Faktoren werden in der Kommentierung des Geschäftsverlaufs im Abschnitt "Bereinigtes EBITDA" beschrieben. Weitere Informationen zu den Einflussfaktoren auf unsere Ergebnisentwicklung sind im Abschnitt "Geschäftsentwicklung" zu finden. PROGNOSE UND IST FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/2022
Auswirkungen der COVID-19 Pandemie sowie des Kriegs in der Ukraine Aufgrund der COVID-19 Pandemie bestehen unverändert Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Beurteilung der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Auswirkungen, die sich aus der COVID-19 Pandemie ergeben, haben unsere Business Units Asia/Pacific, Americas und Europe/Africa, die unser Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft umfassen, in unterschiedlichem Maße betroffen. Dabei waren Auswirkungen der COVID-19 Pandemie insbesondere in der Business Unit Asia/Pacific auf Grund von regionalen Lockdowns in China zu spüren. In der Business Unit Access Solutions zeichneten sich die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie insbesondere im Bereich Airport Solutions aufgrund eines reduzierten Passagieraufkommens zu Beginn des Geschäftsjahrs 2021/2022 ab, welches zu einem Rückgang der Neuinstallations- und Serviceaktivitäten aufgrund von Verschiebungen und Aussetzungen einiger Projekte führte. Die regionalen Lockdowns belasteten dabei auch das China-Geschäft im Bereich Home Solutions der Business Unit Access Solutions. Darüber hinaus beeinflusst der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 die Weltwirtschaft und führt unter anderem zu einem zusätzlichen Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise. Die potentiellen Auswirkungen wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 laufend beurteilt. Neben den direkten Auswirkungen auf die operative Einheit Russia, Eastern Europe and Turkey (RET) in der Business Unit Europe/Africa sind nach dem derzeitigen Stand ebenso die indirekten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns, wie steigende oder in einigen Fällen stark schwankende Energie-, Material- und Rohstoffpreise weiterhin sehr ungewiss. Eine mögliche Gasverknappung aufgrund fehlender russischer Gaslieferungen und deren wirtschaftliche Auswirkungen werden derzeit als kein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung des gesamten Konzerns angesehen, wobei bestimmte Regionen, insbesondere in der Business Unit Europe/Africa, stärker betroffen sein könnten. Die Schätzungen zu den Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung sind durch die erhöhten Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und möglicher rezessiver Entwicklungen geprägt. Zum 31. März 2022 resultierte der Wertminderungstest, bedingt durch die unmittelbaren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung, in einem Wertminderungsaufwand der russischen Vermögenswerte in Höhe von 21 Mio €, welche innerhalb der Umsatzkosten in der operativen Einheit RET erfasst wurden. Hiervon entfallen 20 Mio € auf Kundenbeziehungen und 1 Mio € auf das Sachanlagevermögen. Die wechselkursbedingte Fortentwicklung der Wertminderung auf die Kundenbeziehungen beläuft sich zum 30. September 2022 auf 23 Mio €. Geschäftsentwicklung Auftragseingang AUFTRAGSEINGANG
Der Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 9.116 Mio € (Vorjahr 8.058 Mio €). Alle Business Units haben zu dieser positiven Entwicklung beitragen. Deutliche Zuwächse in unserer Business Unit Americas sowie moderate Zuwächse in den übrigen Business Units führten insgesamt zu einem deutlichen Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere das Service- und Modernisierungsgeschäft entwickelte sich deutlich positiv gegenüber dem Vorjahr, während das Neuanlagengeschäft ein moderates Wachstum aufwies. Positive Wechselkurseffekte unterstützten die Entwicklung. Insbesondere in der Business Unit Americas waren im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Zuwächse im Auftragseingang zu verzeichnen. In Nordamerika konnte im Neuanlagen- sowie Modernisierungsgeschäft ein deutliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden, der Servicebereich erzielte ein moderates Wachstum. In Südamerika konnte im Neuanlagengeschäft sowie im Servicegeschäft ebenfalls ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden. Positive Impulse im Neuanlagengeschäft in Südamerika konnten unter anderem durch einen Großauftrag für die Metro in Sao Paulo (Brasilien) gesetzt werden. Unterstützt wurde die positive operative Entwicklung durch positive Wechselkurseffekte, insbesondere resultierend aus dem US-Dollar sowie dem brasilianischen Real. In der Business Unit Europe/Africa konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr geringfügige Rückgänge in unserem Neuanlagengeschäft, verstärkt durch negative Wechselkurseffekte, durch deutliches Wachstum in unserem Geschäftsbereich Modernisierung und moderates Wachstum in unserem Geschäftsbereich Service überkompensiert werden. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag der Auftragseingang im Neuanlagengeschäft auf dem Niveau des Vorjahres. Hier konnte ein Rückgang im Zusammenhang mit dem Rückzug insbesondere aus dem Neuanlagengeschäft in Russland kompensiert werden durch positive Entwicklungen in anderen Regionen, unter anderem in den Ländern Deutschland und Frankreich. Dies wurde auch begünstigt durch den Gewinn einiger Großprojekte. Das Servicegeschäft ist in allen operativen Operating Units im Vergleich zum Vorjahr gestiegen oder auf Vorjahresniveau. Die deutliche Steigerung im Modernisierungsgeschäft wurde unter anderem durch den Gewinn einiger Großprojekte im Infrastrukturbereich in Deutschland und Spanien erreicht. In der Business Unit Asia/Pacific war der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr speziell durch das Geschäft in China geprägt. Pandemiebedingte Einschränkungen sowie Liquiditätsengpässe in der chinesischen Bauwirtschaft belasteten insbesondere das Neuanlagengeschäft. Insgesamt konnte die Business Unit Asia/Pacific den Rückgang im Neuanlagengeschäft durch zum Teil deutliches Wachstum im Service- sowie Modernisierungsgeschäft überkompensieren. Der größte Treiber für das Wachstum im Servicebereich ist unser Geschäft in China. Hier profitieren wir von der kontinuierlich hohen Anzahl an Wartungseinheiten aus dem Neuanlagengeschäft, die in das Servicegeschäft überführt werden können. Darüber hinaus konnten Südkorea, Indien sowie Südostasien den Auftragseingang insgesamt merklich steigern, insbesondere durch positive Entwicklungen im Neuanlagen- und Servicebereich. Unterstützt wurde die Entwicklung durch positive Wechselkurseffekte insbesondere resultierend aus dem chinesischen Renminbi. In der Business Unit Access Solutions war der Auftragseingang geprägt durch negative Entwicklungen im Bereich der Fluggastbrücken, die durch ein deutliches Wachstum im Bereich Home Solutions, welcher unser Geschäft der Treppenlifte und Home Elevator umfasst, überkompensiert werden konnten. Im Fluggastbrückengeschäft war weiterhin eine Unsicherheit unter anderem als Folge der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und deren Auswirkung auf das allgemeine Flugreiseaufkommen, zu spüren. Diese Unsicherheit spiegelt sich in Projektverschiebungen wider. Die insgesamt positive Entwicklung in der Business Unit Access Solution wurde durch positive Wechselkurseffekte unterstützt. Der Auftragsbestand des Konzerns lag zum 30. September 2022 bei 6,6 Mrd € (Vorjahr 5,5 Mrd €) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mrd € gestiegen. Umsatz UMSATZ
Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 8.531 Mio € (Vorjahr 7.959 Mio €). Trotz teilweise regional weiterhin vorhandener Lockdown-Maßnahmen, der herausfordernden makroökonomischen Lage und der Belastungen in der Bauwirtschaft konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. So waren im Umsatz operativ, d.h. wechselkursbereinigt, insgesamt leicht positive Entwicklungen zu verzeichnen, unterstützt durch unseren Auftragsbestand zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Darüber hinaus haben positive Wechselkurseffekte in den Business Units Americas und Asia/Pacific die Entwicklung beeinflusst. In der Business Unit Americas konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Das Service- und Modernisierungsgeschäft konnte ein deutliches Wachstum verzeichnen, während das Neuanlagengeschäft ein moderates Wachstum aufweist. Negativ wirkten hier teilweise Lieferkettenengpässe auf dem nordamerikanischen Markt. Im Modernisierungsgeschäft konnten wir insbesondere in den USA von einem starken Wachstum profitieren. Das Servicegeschäft konnten wir sowohl in Nordamerika als auch in Südamerika moderat ausbauen. Die Entwicklung wurde darüber hinaus durch positive Wechselkurseffekte durch den US- Dollar, den kanadischen Dollar sowie den brasilianischen Real beeinflusst. In der Business Unit Europe/Africa konnte der Umsatz, trotz negativer Einflüsse wie der teilweise Wegfall des Neuanlagengeschäfts in Russland und teilweisen Lieferengpässen, leicht gesteigert werden. Hier profitieren wir von einem leichten Anstieg im Wartungsgeschäft. Der Umsatz des Modernisierungsgeschäfts lag auf Vorjahresniveau, während das Neuanlagengeschäft geringfügig unter dem Vorjahreswert lag. Insbesondere das Geschäft in den skandinavischen Ländern, unterstützt durch Unternehmenszukäufe, konnte merklich zulegen, während das stark reduzierte Russlandgeschäft in der zweiten Jahreshälfte den Umsatz negativ beeinflusst. Der Umsatz der Business Unit Asia/Pacific war, unterstützt durch Wechselkurseffekte, leicht über dem Vorjahresumsatz, während operativ eine geringfügig negative Entwicklung zu verzeichnen war. Der operative Umsatzrückgang in China aufgrund der anhaltenden Pandemieeinschränkungen und der Liquiditätsengpässe in der chinesischen Bauwirtschaft schlug sich in einer negativen Entwicklung im Neuanalgengeschäft nieder. Die kontinuierliche Überführung von installierten Neuanlagen in unser Servicegeschäft sowie eine positive Entwicklung im Modernisierungsgeschäft konnten einen Teil des operativen Rückgangs im Neuanlagengeschäft kompensieren. Der Rückgang in China wurde unter anderem durch Großprojekte in Australien und Qatar sowie einer positiven Entwicklung in Indien über alle Geschäftsbereiche zum Großteil kompensiert. Bei der Business Unit Access Solutions war der Umsatz im Bereich Fluggastbrücken operativ leicht rückläufig und durch positive Impulse im Bereich Home Solutions geprägt. Im Bereich der Fluggastbrücken machte sich die schwächere Entwicklung im Auftragseingang sowie die Verschiebung in der Umsetzung von Projekten, insbesondere durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie, im Umsatz bemerkbar. Bereinigtes EBITDA BEREINIGTES EBITDA
Das Bereinigte EBITDA betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 1.145 Mio € (Vorjahr 1.136 Mio €) und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau. Die deutlich gestiegenen Materialpreise, Lieferengpässe sowie pandemiebedingte Einschränkungen belasteten das operative Geschäft in allen Business Units im Geschäftsjahr 2021/2022. Durch die fortgeführte Umsetzung unseres Transformationsprogramms konnten positive operative Impulse gesetzt werden, die gemeinsam mit erhöhten sonstigen Erträgen die zuvor beschriebenen negativen Effekte nicht vollständig kompensieren konnten. Zudem wirkten positive Wechselkurseffekte unterstützend. Dabei zählen zu unseren Wachstumsmaßnahmen im Rahmen unseres Transformationsprogramms wie bereits ausgeführt z.B. der Ausbau unseres Servicegeschäfts, unter anderem durch die Überführung unserer installierten Neuanlagen in Serviceverträge. Hiervon können wir insbesondere in der Business Unit Asia/Pacific trotz der pandemiebedingten Einschränkungen, speziell in China, profitieren. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung als Bestandteil unseres Transformationsprogramms resultieren unter anderem aus der Verbesserung der operativen Effizienz im Servicebereich sowie der Optimierung unserer Verwaltungsstrukturen. Durch die Optimierung unserer Verwaltungsstrukturen konnten wir trotz leicht gestiegenem Umsatz und negativer Wechselkurseffekte unsere allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten nahezu auf dem Vorjahresniveau halten und in Relation zum Umsatz deutlich verbessern. Im Bereich der Optimierung unserer Verwaltung konnten wir in allen Regionen durch die Verbesserung von ausgewählten Strukturen und Prozessen Fortschritte erzielen und die damit verbundenen Kosten, bereinigt um Sondereffekte, relativ zum Umsatz senken. Darüber hinaus und übergeordnet lag ein großer Schwerpunkt unserer Maßnahmen auf der Optimierung unserer Materialkosten, speziell vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Materialpreise. Dabei liegt das Bereinigte EBITDA in der Business Unit Americas bei 587 Mio € (Vorjahr 551 Mio €) und damit über dem Vorjahresniveau, trotz der stark gestiegenen Material-, Energie- und Logistikkosten. Unterstützt wurde das Ergebnis durch unsere Wachstumsmaßnahmen, zu denen unter anderem der Ausbau unseres Servicegeschäfts zählt. Im Bereich der Effizienzmaßnahmen lag der Fokus unter anderem auf der operativen Effizienz unserer Service-Aktivitäten. Unterstützend wirkten ebenfalls gestiegene Sonstige Erträge. Darüber hinaus haben Wechselkurseffekte in Brasilien, in Kanada und in den USA einen positiven Effekt auf das Bereinigte EBITDA. In der Business Unit Europe/Africa belief sich das Bereinigte EBITDA auf 296 Mio € (Vorjahr 325 Mio €) und lag damit moderat unter dem Vorjahr. Bei Umsatzerlösen leicht über dem Vorjahresniveau konnten die gestiegenen Materialpreise, der Rückzug insbesondere aus dem Neuanlagengeschäft in Russland, sowie ein schwächeres Geschäft in Frankreich nicht vollständig durch die positive Entwicklung in der DACH Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) kompensiert werden. Die fortgeführte Umsetzung unseres Transformationsprogramms und damit einhergehend die Verbesserung der operativen Effizienz beispielsweise im Bereich der allgemeinen Verwaltung sowie im Servicegeschäft konnten einen Teil der negativen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr kompensieren. Im Bereich der allgemeinen Verwaltung lag der Fokus im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem in der weiteren Optimierung unserer organisatorischen Strukturen und Prozesse und der damit verbundenen Kosten, z.B. in Frankreich und an unseren Fertigungsstandorten. In der Business Unit Asia/Pacific lag das Bereinigte EBITDA bei 282 Mio € (Vorjahr 287 Mio €) und damit auf stabilem Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Bei Umsatzerlösen leicht über dem Vorjahresniveau führten die gestiegenen Materialpreise, die pandemiebedingten Restriktionen in China und das damit verbundene geringe Verkaufsvolumen im Neuanlagengeschäft zu einem Bereinigten EBITDA leicht unter dem Vorjahresniveau. Die positive Entwicklung in Indien und Südostasien konnte die schwächere Entwicklung in China und Korea nicht vollständig kompensieren. Auch in der Business Unit Asia/Pacific zählte der Ausbau unseres Servicegeschäfts zu den Wachstumsmaßnahmen, welche über alle Regionen hinweg einen positiven Beitrag zum Bereinigten EBITDA gegenüber dem Vorjahr leistete. Unterstützt wurde das Ergebnis in Asia/Pacific durch positive Wechselkurseffekte. Dem entgegenstehend wurde sonstiger Aufwand auf die Business Unit Asia/Pacific in Höhe von 12 Mio € im Zusammenhang mit einer kaufvertraglichen Regelung aus dem Erwerb von thyssenkrupp Elevator allokiert. In der Business Unit Access Solution lag das Bereinigte EBITDA bei 64 Mio € (Vorjahr 65 Mio €). Das Bereinigte EBITDA im Bereich Home Solutions lag unter anderem aufgrund gestiegener Materialpreise und Lieferkettenengpässen unter dem Bereinigten EBITDA des Vorjahres. Eine positive Margenentwicklung im Bereich Airport Solution und positive Wechselkurseffekte konnten dies zum Großteil kompensieren. Bei der Business Unit Corporate lag das Bereinigte EBITDA bei (87) Mio € (Vorjahr (94) Mio €). Es ist im Wesentlichen geprägt durch die zentralen Verwaltungsfunktionen sowie die zentralen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns. Sondereffekte Das EBIT wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 durch Sondereffekte in Höhe von insgesamt 155 Mio € (Vorjahr 109 Mio €) belastet und das EBITDA um Sondereffekte in Höhe von 126 Mio € (Vorjahr 109 Mio €). SONDEREFFEKTE
Sondereffekte traten im Geschäftsjahr 2021/2022 im Wesentlichen in den Business Units Europe/Africa und Americas auf. Diese stehen bei Europe/Africa weitestgehend im Zusammenhang mit der stark reduzierten Geschäftstätigkeit in Russland sowie mit Beratungs-, Implementierungs- und Restrukturierungsaufwendungen zur fortgeführten Umsetzung unseres Transformationsprogramms. Bei Americas stehen diese ebenfalls weitestgehend im Zusammenhang mit Beratungs-, Implementierungs- und Restrukturierungsaufwendungen zur fortgeführten Umsetzung unseres Transformationsprogramms. Im Vorjahr traten Sondereffekte insbesondere in der Business Unit Corporate auf und standen im Zusammenhang mit Beratungsleistungen zur fortgeführten Umsetzung unseres Transformationsprogramms sowie der Business Unit Europe/Africa im Zusammenhang mit Restrukturierungsaufwendungen. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ergänzend zu den im Folgenden dargestellten Analysen sei auf die im Wirtschaftsbericht in dem Kapitel "Geschäftsentwicklung" enthaltenen Ausführungen hinzuweisen. Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung Der Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 8.531 Mio € (Vorjahr 7.959 Mio €). Im Umsatz waren insgesamt operativ, d.h. wechselkursbereinigt, leicht positive Impulse zu verzeichnen, unterstützt durch unseren Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres. Dennoch haben wir vor allem in unserer Business Unit Asia/Pacific die negativen Auswirkungen der pandemiebedingten Einschränkungen, sowie Lieferkettenengpässe bemerkt. Insbesondere wirkten sich regionale Lockdown Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie in China und Liquiditätsengpässe in der chinesischen Bauwirtschaft negativ auf das Ergebnis in der Business Unit Asia/Pacific aus. Die Umsatzkosten in Höhe von 6.826 Mio € (Vorjahr 6.348 Mio €) enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen, Materialaufwendungen für zugekauftes Rohmaterial oder zugekaufte Vormaterialien und Komponenten sowie Abschreibungen auf die im Rahmen unserer Fertigung oder zur Erbringung unserer Dienstleistungen erforderlichen langfristigen materiellen und immateriellen Vermögenswerte. Im Berichtszeitraum betrugen die Umsatzkosten 80,0% (Vorjahr 79,8%) des Umsatzes. Als Folge der deutlich gestiegenen Materialkosten im Zuge der weltweiten Materialkosteninflation sowie gestiegenen Personalaufwendungen sind die Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz, trotz gesunkener planmäßiger Aufwendungen für Abschreibungen, insbesondere durch den im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierten Auftragsbestands, auf dem Vorjahresniveau. Insbesondere in der Business Unit Americas stiegen die Materialkosten im Zuge der Inflation deutlich an, während sich die Materialkosten in der Business Unit Europe/Africa moderat erhöhten und in Asia/Pacific stabil blieben. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten im Wesentlichen die im Rahmen der Forschung und Entwicklung anfallenden Personalaufwendungen sowie weitere diesbezügliche Sachkosten und Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte. Sie lagen im Geschäftsjahr 2021/2022 bei 111 Mio € (Vorjahr 103 Mio €). Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 1.298 Mio € (Vorjahr 1.288 Mio €) und beinhalten im Wesentlichen die hier anfallenden Personalaufwendungen sowie weitere diesbezügliche Sachkosten, insbesondere IT- und Beratungskosten, sowie Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte. Der Anteil der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten vom Umsatz lag mit einem Anteil von 15,2% (Vorjahr 16,2%) vom Umsatz deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Vertriebskosten verbesserten sich im Verhältnis zum Umsatz um 0,1 Prozentpunkte während die allgemeinen Verwaltungskosten sich um 0,9 Prozentpunkte verbesserten. Die Vertriebskosten verbesserten sich im Verhältnis zum Umsatz insbesondere aufgrund geringerer Wertberichtigungen von Forderungen im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen in Asia/Pacific. Der Rückgang in den allgemeinen Verwaltungskosten resultiert im Wesentlichen durch reduzierte Transitional Service Agreements mit der thyssenkrupp AG im Zusammenhang mit der Übernahme von thyssenkrupp Elevator und Effizienzmaßnahmen im Zusammenhang mit der fortgeführten Umsetzung unseres Transformationsprogramms. Dem entgegen wirken höhere Personalaufwendungen. Die Sonstigen Erträge von 161 Mio € (Vorjahr 49 Mio €) im Geschäftsjahr 2021/2022 resultieren zum einen aus einem Wegfall von Rückzahlungsverpflichtungen, die im Zusammenhang mit den kaufvertraglichen Regelungen zwischen der thyssenkrupp AG und TK Elevator aus dem Erwerb von thyssenkrupp Elevator standen. Zum anderen resultieren die sonstigen Erträge aus den im Rahmen der Kaufpreisallokation von thyssenkrupp Elevator fortentwickelten Eventualverbindlichkeiten, welche sich aus operativen Risiken, rechtlichen Risiken und Steuerrisiken zusammensetzen. Ferner spiegeln die sonstigen Erträge die erfolgreiche Beilegung eines Rechtsstreits in Deutschland sowie die im Geschäftsjahr 2021/2022 fortgeschrittene Verfahrensphase im Zusammenhang mit einem langjährigen Rechtsstreit in Bezug auf das Elevator Kartell wider. Darüber hinaus sind ebenfalls Steuerrückerstattungen, sowie Erträgen aus Zulagen und Zuschüssen und Erträgen aus Versicherungsentschädigungen in den Sonstigen Erträgen berücksichtigt. Die Sonstigen Aufwendungen in Höhe von 49 Mio € (Vorjahr 105 Mio €) sind deutlich unter den Aufwendungen des Vorjahres, was im Wesentlichen auf die Aufwendungen für die zeitlich begrenzte Nutzung der Marke "thyssenkrupp" im Vorjahr zurückzuführen ist. Grundsätzlich ist in Bezug auf die ausgewiesene Gewinn- und Verlustrechnung anzumerken, dass diese weiterhin maßgeblich von der vollzogenen Übernahme von thyssenkrupp Elevator beeinflusst ist. Für Zwecke des Konzernabschlusses der TK Elevator Topco hat eine Kaufpreisallokation zum 31. Juli 2020 im Zusammenhang mit dieser Übernahme stattgefunden. In der dabei aufgestellten Neubewertungsbilanz wurden die einzelnen übernommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Insgesamt betrugen die Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 610 Mio € (Vorjahr 799 Mio €). Der überwiegende Anteil dieser Abschreibungen, d.h. rund 63%, resultiert aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit der Übernahme von thyssenkrupp Elevator. Auch der Rückgang der Gesamtabschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem planmäßigen Rückgang der Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation, insbesondere da der aktivierte Auftragsbestand vollständig amortisiert wurde. Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds durch die anhaltende COVID-19 Pandemie, Materialkosteninflation, Engpässe in den globalen Lieferketten, Liquiditätsengpässe in der chinesischen Bauwirtschaft sowie die militärische Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine ist im Geschäftsjahr 2021/2022 aufgrund der positiven Umsatzentwicklung, der fortgeführten Umsetzung unseres Transformationsprogramms, aber insbesondere der reduzierten Abschreibungen und gestützt von erhöhten sonstigen Erträgen ein deutlich gestiegenes Betriebliches Ergebnis in Höhe von 407 Mio € (Vorjahr 165 Mio €) erreicht worden. Die Finanzierungserträge in Höhe von 415 Mio € (Vorjahr 79 Mio €) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen in Höhe von 284 Mio € im Zusammenhang mit neu abgeschlossenen Sicherungsgeschäften in Euro und US-Dollar bzw. EURIBOR und US LIBOR, die im Zusammenhang mit der Finanzierung der Übernahme von thyssenkrupp Elevator abgeschlossen wurden. Die im Geschäftsjahr 2021/2022 abgeschlossenen Zinsderivate weisen zum 30. September 2022 positive Marktwerte in Höhe von 284 Mio € aus, welche im Wesentlichen den Anstieg der Finanzierungserträge begründen. Dagegen stehen Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 1.176 Mio € (Vorjahr 861 Mio €), welche im Wesentlichen durch Zinsaufwendungen geprägt sind, die aus der Finanzierung der Übernahme von thyssenkrupp Elevator resultieren. Neben den Zinsaufwendungen werden die Finanzierungsaufwendungen durch Verluste aus der Fremdwährungsbewertung von in US-Dollar notierten Finanzschulden bestimmt. Die über das Geschäftsjahr 2021/2022 aufgetretene starke Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar führte per 30. September 2022 zu deutlich höheren Fremdwährungsbewertungsverlusten in Höhe von 263 Mio €, welcher insbesondere den Anstieg der Finanzierungsaufwendungen charakterisiert. Unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 8 Mio € (Vorjahr 176 Mio €) belief sich der Konzern-Jahresfehlbetrag auf 346 Mio € (Vorjahr 440 Mio €). Der Rückgang des Steuerertrags zum Vorjahr (168 Mio €) resultiert insbesondere aus Veränderungen des Ansatzes von aktiven latenten Steuern bezüglich Verlust- und Zinsvorträgen, Steuereffekten bezogen auf Vorjahre und geringeren positiven Effekten im Bereich der passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation aus der Übernahme von thyssenkrupp Elevator. Analyse der Bilanz Der Anstieg der Bilanzsumme von 23.773 Mio € zum 30. September 2021 auf 26.058 Mio € zum 30. September 2022 ist insbesondere auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Zum 30. September 2022 betragen die immateriellen Vermögenswerte 20.442 Mio € (Vorjahr 18.921 Mio €). Darin enthalten sind im Wesentlichen Firmenwerte in Höhe von 13.732 Mio € (Vorjahr 12.452 Mio €) sowie aktivierte Kundenbeziehungen in Höhe 5.451 Mio € (Vorjahr 5.244 Mio €), deren Anstieg gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aus den Wechselkurseffekten resultiert. Der hohe Anteil der immateriellen Vermögenswerte an der Bilanzsumme ist auf die mit der Übernahme von thyssenkrupp Elevator verbundenen Neubewertung dieser Vermögensgegenstände und der Kaufpreisallokation zum 31. Juli 2020 zurückzuführen. Im Vorjahresvergleich sind die immateriellen Vermögenswerte insgesamt um 1.520 Mio € gestiegen, was im Wesentlichen auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten planmäßige Abschreibungen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte ohne Firmenwerte sind im Vergleich zum Vorjahr um 241 Mio € gestiegen. Grund hierfür sind Zugänge von 47 Mio € durch die Aktivierung von Entwicklungskosten in der Business Unit Corporate. Hinzu kommen positive Wechselkurseffekte (in der Business Unit Americas) sowie geringere Abschreibungen im Bereich der Kundenbeziehungen, insbesondere in Bezug auf den aktivierten Auftragsbestand. Der Firmenwert stieg ebenfalls aufgrund von Wechselkurseffekten, speziell in den Business Units Asia/Pacific und Americas um 1.280 Mio €. Akquisitionen im Geschäftsjahr wirken erhöhend auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte ohne Firmenwert in Höhe von 14 Mio € und auf den Firmenwert in Höhe von 20 Mio €. Die Sachanlagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.146 Mio € (Vorjahr 1.088 Mio €). Diese gliedern sich im Wesentlichen in Grundstücke und Gebäude in Höhe von 509 Mio € (Vorjahr 425 Mio €) sowie aus Leasingverhältnissen aktivierte Nutzungsrechte in Höhe von 374 Mio € (Vorjahr 338 Mio €). Ein Anstieg der Grundstücke und Gebäude, verglichen zum Vorjahr, ergibt sich im Wesentlichen aus der Umgliederung aus dem Bereich Anlagen in Bau, insbesondere bezogen auf das "Innovation and Qualification Center" in Atlanta (USA). Der Anstieg im Bereich der aus Leasingverhältnissen aktivierten Nutzungsrechte ergibt sich im Wesentlichen aus Wechselkurseffekten, vor allem in der Business Unit Americas. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 727 Mio € (Vorjahr 437 Mio €) und resultieren im Wesentlichen aus zur Sicherung eines Darlehens in Asien hinterlegte Zahlungsmittel in Höhe von 406 Mio € (Vorjahr 402 Mio €) sowie aus auf US-Dollar lautende Zinscaps und auf Euro lautende Zinsswaps, die zu einem Ausweis langfristiger Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung führen, in Höhe von 284 Mio €. Zusätzlich beinhalten die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte Entschädigungsansprüche in Höhe von 25 Mio € (Vorjahr: 26 Mio €), basierend auf einer vertraglichen Vereinbarung mit der thyssenkrupp AG, die im Zusammenhang mit dem Elevator Kartell stehen. Die sonstigen langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte betragen insgesamt 50 Mio € (Vorjahr 28 Mio €) und beinhalten geleistete Anzahlungen, Aufwendungen zur Erfüllung von Kundenaufträgen sowie übrige nichtfinanzielle Vermögenswerte. Der Anstieg der sonstigen langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte um 22 Mio € ist im Wesentlichen durch höhere Kosten aus der Vertragsanbahnung und durch erhöhte Rückerstattungsansprüche für Verbindlichkeiten aus Versicherungen in der Business Unit Americas zu begründen. Die Vorräte in Höhe von 697 Mio € (Vorjahr 602 Mio €) beinhalten im Wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 264 Mio € (Vorjahr 211 Mio €) sowie unfertige Erzeugnisse in Höhe von 292 Mio € (Vorjahr 268 Mio €). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vorräte auch preisbedingt um 95 Mio € gestiegen. Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 53 Mio € wurde mit 26 Mio € vor allem in der Business Unit Americas verzeichnet. Die Erhöhung in den unfertigen Erzeugnissen von 24 Mio € ist im Wesentlichen in der Business Unit Europe/Africa insbesondere in der Operating Unit DACH und im Bereich der europäischen Werke, zu verzeichnen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Aufholung der Bearbeitung der Auftragsbestände nach dem pandemiebedingten Lockdown im Geschäftsjahr 2020/2021. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.539 Mio € (Vorjahr 1.366) und sind damit 173 Mio € höher im Vergleich zum 30. September 2021. Hierbei steigen die Forderungen aus Lieferung uns Leistung in der Business Unit Asia/Pacific im Vorjahresvergleich um 57 Mio € und in der Business Unit Americas um 109 Mio € an. Dies ergibt sich auf Grund des gestiegenen Umsatzes und durch Wechselkurseffekte. Die Vertragsvermögenswerte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 522 Mio € (Vorjahr 399 Mio €) und resultieren insbesondere aus unserem Neuanlagengeschäft und sind damit 123 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Vertragsvermögenswerte ist im Wesentlichen auf den erhöhten Bearbeitungsstand und nur unterproportional gestiegene Anzahlungen zurückzuführen. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Vermögenswerte im Zusammenhang mit Derivaten sowie übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte und liegen insgesamt in Höhe von 49 Mio € (Vorjahr 76 Mio €) unter dem Vorjahresniveau. Die Reduktion der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen Wegfall von Ansprüchen, die im Zusammenhang mit den kaufvertraglichen Regelungen zwischen der thyssenkrupp AG und TK Elevator aus dem Erwerb von thyssenkrupp Elevator standen, zurückzuführen. Die sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 272 Mio € (Vorjahr 308 Mio €) beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von 96 Mio €, Anzahlungen und übrige sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte. Vermögenswerte aus laufenden Ertragsteueransprüchen betragen zum Bilanzstichtag 122 Mio € (Vorjahr 130 Mio €) und liegen damit auf Vorjahresniveau. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder, zu denen Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Finanzinvestitionen zählen, betragen zum 30. September 2022 436 Mio € (Vorjahr 369 Mio €) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 67 Mio € gestiegen. Weitere Einzelheiten in Bezug auf die Entwicklung des Finanzmittelfonds können der Konzern-Kapitalflussrechnung entnommen werden. Das Eigenkapital beträgt zum 30. September 2022 5.739 Mio € (Vorjahr 4.963 Mio €). Die Gewinnrücklagen minderten sich im Wesentlichen durch das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2022, erhöhend wirkte die erfolgsneutrale Wertänderung aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. Darüber hinaus enthalten sie auch das Ergebnis aus Transaktionen mit Anteilseignern aufgrund einer marktunüblich niedrigen Verzinsung eines erhaltenen Gesellschafterdarlehens aus dem Rumpfgeschäftsjahr 2020. Zusätzlich beinhaltet das Eigenkapital ein sonstiges Ergebnis aus dem Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.049 Mio € im Berichtsjahr, welches insbesondere zur gestiegenen Eigenkapitalquote von 22,0% (Vorjahr 20,9%) zum 30. September 2022 beiträgt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 257 Mio € (Vorjahr 331 Mio €). Es ergab sich eine starke Verringerung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen vor allem durch die aus Neubewertung der Pensionen resultierenden Gewinne im Wesentlichen als Folge gestiegener Pensionszinssätze. Der Großteil der Rückstellung entfällt auf Deutschland. Rückstellungen für sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer betragen 41 Mio € (Vorjahr 43 Mio €) und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von 15 Mio € (Vorjahr 18 Mio €) und liegen damit auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 216 Mio € (Vorjahr 288 Mio €) und beinhalten unter anderem Rückstellungen für Prozessrisiken sowie sonstige übrige Rückstellungen. Die in den sonstigen langfristigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungsrückstellungen belaufen sich zum 30. September 2022 auf 27 Mio € (Vorjahr 31 Mio €). Der Rückgang ist insbesondere durch die Beilegung bzw. die fortgeschrittenen Verfahrensphasen verschiedener Rechtsstreitigkeiten, z.B. in der Business Unit Europe/Africa und der Business Unit Americas zurückzuführen. Zudem konnten Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Datenschutzrisiken, welche im Rahmen der Kaufpreisallokation von thyssenkrupp Elevator passiviert wurden, ergebniswirksam ausgebucht werden. Des Weiteren sinken die sonstigen übrigen langfristigen Rückstellungen. Die Rückstellungen für kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer belaufen sich auf 206 Mio € (Vorjahr 181 Mio €). Der Anstieg in Höhe von 26 Mio € im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich hauptsächlich aus der Business Unit Americas, insbesondere begründet durch Wechselkurseffekte. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 425 Mio € (Vorjahr 434 Mio €) und beinhalten neben übrigen sonstigen kurzfristigen Rückstellungen insbesondere Gewährleistungsrückstellungen, Rechtsstreitigkeiten sowie Rückstellungen für sonstige absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um insgesamt 9 Mio € gesunken. Dies resultiert hauptsächlich aus einem Rückgang der Gewährleistungsrückstellungen in der Business Unit Asia/Pacific, sowie den Rückstellungen für Prozessrisiken und Rückstellungen für unvorteilhafte Verträge an einzelnen Standorten in der Business Unit Europa/Africa. Gegenläufig wirkten höhere Rückstellungen für Prozessrisiken insbesondere im Zusammenhang mit sanktionsbedingten Vertragskündigungen in der Business Unit Europe/Africa. Zum Bilanzstichtag werden aktiven latenten Steuern in Höhe von 55 Mio € (Vorjahr 46 Mio €) und passive latente Steuern in Höhe von 2.417 Mio € (Vorjahr 2.404 Mio €) ausgewiesen. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern aus Verlust- und Zinsvorträgen. Die passiven latenten Steuern resultieren insbesondere aus der Kaufpreisallokation und haben sich im aktuellen Geschäftsjahr planmäßig verringert, was jedoch durch gegenläufig wirkende Wechselkurseffekte überkompensiert wurde. Gegenläufig wirkte die Auflösung im Zusammenhang mit einem Gesellschafterdarlehen. Im Vergleich zum 30. September 2021 ist der Saldo der latenten Steuern um 4 Mio € gesunken. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive der Finanzschulden) belaufen sich zum 30. September 2022 auf 12.575 Mio € (Vorjahr 11.477 Mio €) und beinhalten im Wesentlichen die aufgenommenen Darlehen und ausgegebenen Anleihen zur Finanzierung des Kaufpreises von thyssenkrupp Elevator. Der Anstieg in Höhe von 1.098 Mio € resultiert zum Großteil aus der im Geschäftsjahr 2021/2022 aufgetretenen Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, was zu einer Erhöhung der in US-Dollar notierten Darlehen und Anleihen führte. Daneben besteht ein wesentlicher Anteil des Anstiegs aus der Aufzinsung unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zusammenhang mit dem Gesellschafterdarlehen. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive der kurzfristigen Finanzschulden) belaufen sich zum Stichtag auf 398 Mio € (Vorjahr 366 Mio €) und beinhalten im Wesentlichen Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 107 Mio € (Vorjahr 82 Mio €), die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Kaufpreisfinanzierung stehen. Die Erhöhung ist auf das gestiegene Zinsniveau zurückzuführen. Des Weiteren ist der Anstieg durch gestiegene Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Forderungsverkaufsprogrammen begründet. Zusätzlich beinhalten die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 94 Mio € (Vorjahr 81 Mio €), der Anstieg ist vor allem auf Wechselkurseffekte zurückzuführen, und Verbindlichkeiten für Provisionen, Rabatte und Boni in Höhe von 41 Mio € (Vorjahr 38 Mio €). Weitere Informationen bzgl. unserer kurz- und langfristigen Finanzschulden finden sich im Kapitel "Finanzierung". Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 654 Mio € (Vorjahr 683 Mio €). Davon entfallen auf Mitarbeitende bezogene Verbindlichkeiten 286 Mio € (Vorjahr 296 Mio €), auf nachträgliche Herstellkosten 150 Mio € (Vorjahr 153 Mio €) und auf Steuerverbindlichkeiten 81 Mio € (Vorjahr 99 Mio €). Die auf Mitarbeitende bezogenen Verbindlichkeiten sinken im Vergleich zum Vorjahr um 10 Mio €. Der Rückgang ist vor allem auf eine Reduzierung der Verpflichtungen aus Lohn und Gehalt gegenüber Mitarbeitern in der Business Americas zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag betragen die laufenden Ertragssteuerverbindlichkeiten 138 Mio € (Vorjahr 127 Mio €) und bleiben damit auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 958 Mio € (Vorjahr 743 Mio €) und sind damit 215 Mio € über dem Niveau des Vorjahres, das sich im Wesentlichen aus einem materialpreis- und stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten in den Business Units Asia/Pacific, Europe/Africa und Americas ergibt. Vertragsverbindlichkeiten, die insbesondere aus Verträgen mit Kunden in unserem Geschäft der Installation von Neuanlagen resultieren, belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 2.033 Mio € (Vorjahr 1.732 Mio €). Verglichen mit dem Vorjahr sind diese aufgrund eines Anstiegs der erhaltenen Anzahlungen um 301 Mio €, unter anderem wechselkursbedingt, gestiegen. Der Anstieg erstreckt sich auf alle operativen Business Units, dabei insbesondere auf die Business Unit Americas mit 213 Mio €. Finanzierung Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Für die Finanzierung des Konzerns ist grundsätzlich die TK Elevator GmbH als Cash Pool Führer und als operative Führungsgesellschaft zentral verantwortlich. Eine mehrjährige Finanzplanung, eine monatlich rollierende 18 Monats-Liquiditätsplanung sowie ein wöchentlich rollierender 13 Wochen Cash Flow Forecast bilden hierfür die Grundlage. Die wichtigste Liquiditätsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Durch den Einsatz von Cash-Management-Systemen können Tochtergesellschaften die Liquiditätsüberschüsse anderer Konzerneinheiten nutzen, um ihren Liquiditätsbedarf zu decken. Dadurch verringert sich das Fremdfinanzierungsvolumen und somit der Zinsaufwand. Um das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen zu beschaffen, nutzen wir Geld- und Kapitalmarktinstrumente wie Anleihen ("Senior Secured Notes ("SSNs")" und "Senior Unsecured Notes ("SUNs")") und "Term Loan B" ("TLB"). Ferner nehmen wir fest zugesagte Kreditlinien in Anspruch (Revolving Credit Facility für flüssige Mittel ("RCF") und Revolving Guarantee Facility ("RGF") für Avale); selektiv nutzen wir auch außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Forderungsverkaufsprogramme die insbesondere durch die operativen Gesellschaften in den Business Units Americas und Europe/Africa genutzt werden. Die Fremdfinanzierungsinstrumente werden im Wesentlichen durch die Holdinggesellschaften TK Elevator Holdco GmbH, die TK Elevator Midco GmbH sowie die TK Elevator U.S. Newco Inc. begeben. Im Rahmen der zentralen Finanzierung verfolgen wir das Ziel, unsere Verhandlungsposition gegenüber Banken und anderen Marktteilnehmern zu stärken und Kapital zu bestmöglichen Konditionen aufzunehmen oder anzulegen. Die "RCF" und die "RGF" unterliegen einem Springing Senior Secured Net Debt Leverage Covenant von 9,0x, bezogen auf das bereinigte EBITDA von TK Elevator. Bestimmte zukünftige EBITDA Verbesserungen, wie bspw. durch Kostensenkungen, können mit in der Berechnung berücksichtigt werden. Eine Kontrolle dieses Covenants findet vertraglich seit 30. September 2021 statt. Zum Bilanzstichtag 30. September 2022 liegt der Covenant- relevante Verschuldungsgrad deutlich unter dem Schwellenwert. Bei Nichteinhaltung des Covenants würden die revolvierende Kreditlinie und die revolvierende Garantielinie bis zur Wiedereinhaltung des Covenants nicht verfügbar sein. Die übrigen Finanzierungsinstrumente unterliegen keinem Financial Covenant. Netto-Finanzschulden und freie Liquidität Der Konzern weist Finanzschulden (gemäß Nominalwert) aus "TLB", "SSNs", "SUNs" sowie "RCF" zum 30. September 2022 in Höhe von 9,2 Mrd € aus (Vorjahr 8,4 Mrd €). Dem gegenüber stehen bilanzierte Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder in Höhe von 0,4 Mrd € (Vorjahr 0,4 Mrd €). Damit ergeben sich Netto-Finanzschulden von 8,8 Mrd € (Vorjahr 8,0 Mrd €). Die Erhöhung ist zurückzuführen auf den Translationseffekt durch den stärkeren US-Dollar (1 EUR = 0,9748 USD per 30. September 2022 vs. 1 EUR = 1,1579 USD per 30.09.2021). Die freie Liquidität des Konzerns belief sich zum 30 September 2022 auf 1,3 Mrd € (Vorjahr 1,2 Mrd €), davon 0,4 Mrd € flüssige Mittel (Vorjahr 0,4 Mrd €) und 0,8 Mrd € nicht gezogene fest zugesagte Kreditlinien (Vorjahr 0,8 Mrd €). Die freie Liquidität bietet ausreichend Spielraum für den Konzern. Es bestehen keine wesentlichen Fälligkeiten bei den Finanzierungsinstrumenten im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Finanzierung und die Liquidität des Konzerns waren im Berichtszeitraum stets gesichert. Rating Wir verfügen über Emittenten- und Instrumenten-Ratings (Senior Secured Instrumente (TLB und SSN) und Senior Unsecured Instrumente (SUN)) der Rating-Agenturen S&P, Moody's und Fitch. Das generelle Emittenten-Rating liegt bei Moody's, Fitch (jeweils für die TK Elevator Holdco GmbH) und S&P (für die TK Elevator Topco GmbH) bei B2 bzw. bei B mit stabilem Ausblick bei Moody's und Fitch und negativem Outlook bei S&P. Das Instrumenten-Rating für unsere Senior Secured Instrumente ist bei jeder der Ratingagenturen ein Notch besser als das generelle Emittenten-Rating, das Instrumenten-Rating für unsere Senior Unsecured Instrumente ist bei jeder der Ratingagenturen zwei Notch schlechter als das generelle Emittenten-Rating. Im Berichtszeitraum blieben die Ratings von Moody's und Fitch unverändert, der Ausblick des Ratings von S&P hat sich von stabil auf negativ geändert, was keinen Einfluss auf die Finanzierung des Konzerns hat. RATING
Analyse der Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder". Operating Cash Flow Im Geschäftsjahr 2021/2022 lag der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit bei 261 Mio € (Vorjahr 355 Mio €). Der Cash Flow aus operativer Tätigkeit lag 95 Mio € unter dem Vorjahr, insbesondere durch das geringere Jahresergebnis vor Abschreibungen. Zudem wirkten höhere Zinszahlungen leicht mindernd. Cash Flow aus Investitionstätigkeit Im Geschäftsjahr 2021/2022 belief sich der Cash Flow aus Investitionstätigkeit auf 156 Mio € (Vorjahr 208 Mio €). Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beinhaltet im aktuellen Geschäftsjahr im Wesentlichen neben jährlichen Erhaltungsinvestitionen insbesondere Investitionen im Zusammenhang mit der Errichtung des neuen "Innovation and Qualification Centers" in Atlanta (USA), in der Business Unit Americas und Investitionen aufgrund unserer Entwicklungsaktivitäten, z.B. im Bereich MULTI und unserer neuen digitalen Low-Rise- Aufzugsplattform in der Business Unit Corporate, sowie Investitionen für M&A Aktivitäten in der Business Unit Europe/Africa. INVESTITIONEN
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit Der Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 65 Mio € (Vorjahr 341 Mio €). Der Vorjahreswert war im Wesentlichen geprägt durch die teilweise Tilgung unserer Revolving Credit Facility (RCF). Darüber hinaus beinhaltet der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit Leasingzahlungen im Zusammenhang mit IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 99 Mio €. Nichtbilanziertes Vermögen und außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente Zu unseren außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten zählt auch der regresslose Verkauf von Forderungen inkl. Wechseldiskontierung, insbesondere in den USA, Kanada, China und Spanien, welche der Konzern insgesamt im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs zum 30. September 2022 in Höhe von 217 Mio € (Vorjahr 111 Mio €) veräußert hat. Für den Fall, dass derartige Finanzierungsinstrumente in der Zukunft nicht mehr verfügbar sein sollten, haben wir ausreichend liquide Mittel und freie Kreditlinien. Innovationen und Digitalisierung Innovationsstrategie Unser strategischer Fokus besteht darin, unseren Kunden fortlaufend Lösungen mit dem besten Gesamtnutzen anzubieten. In Bezug auf das Neuanlagengeschäft bedeutet dies, dass unser Augenmerk auf Lösungen liegt, die die heutigen und zukünftigen Anforderungen unserer Kunden zu einem wettbewerbsfähigen Preis bedienen. Hinsichtlich des Service- und Modernisierungsgeschäft ist es unser Ziel, fortlaufend modernste Technologien aus dem Bereich der Digitalisierung in Verbindung mit Big Data einzusetzen, um das Kundenerlebnis im After-Sales-Bereich stetig weiter zu steigern. Besondere Bedeutung messen wir der kontinuierlichen Steigerung von Effizienz, Sicherheit sowie des gesamten Kundenerlebnisses zu, um so eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen. Neben dem Fokus auf unsere Kernprodukte halten wir zudem fortlaufend Ausschau nach zukunftsträchtigen, disruptiven Technologien, wie z.B. unserem MULTI-System, welches der erste Aufzug der Welt sein wird, der ohne Seil betrieben wird. Unsere Forschungs- und Entwicklungs- (F&E) Tätigkeiten fokussieren sich auf grundlegende technologische Herausforderungen, die wir angehen müssen, um eine stetig wachsende, alternde und weiter verstädternde Gesellschaft bedienen zu können. Zentrale Themen sind dabei die Digitale Transformation, der Klimawandel und die Energiewende. Nach unserem Verständnis verlangen unsere Kunden Produkte von hoher Qualität mit ständig steigender Funktionalität und Flexibilität zu niedrigen Kosten. Dies stellt den Antrieb dar für einen Großteil unserer F&E-Aktivitäten. Darüber hinaus glauben wir, dass das Einnehmen einer führenden Position im Entwickeln nachhaltiger Produkte, die unter nachhaltigen Bedingungen hergestellt werden, unsere Marktposition stärkt und uns hilft, uns von unseren Mitbewerbern zu unterscheiden. Im gesamten F&E-Prozess stellt Produktsicherheit weiterhin unser oberstes Grundprinzip dar. Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten lag im vergangenen Geschäftsjahr auf der Entwicklung einer neuen, wettbewerbsfähigen digitalen Low-Rise-Aufzugsplattform, die auf den Märkten in Europa und Nordamerika eingeführt werden soll. Diese Aufzugsplattform verfügt über eine digitale Steuereinheit, die eine verbesserte Energieeffizienz und ein verbessertes Benutzererlebnis bietet. Die Plattform wird mit 100 % Ökostrom produziert und benötigt signifikant weniger Energie im Betrieb dank regenerativer Antriebstechnik, einem neuen Eco-Modus und gewichtsoptimiertem Design. Darüber hinaus basiert die Plattform auf der Cloud- Infrastruktur von Microsoft und dem leistungsstarken beschleunigten Computing von NVIDIA und erlaubt eine stärkere Nutzung von digitalen Technologien und Innovationen wie beispielweise Software-Aktualisierungen über Smartphones. Des Weiteren arbeiten wir im asiatisch-pazifischen Raum kontinuierlich an Design-to-Cost-Maßnahmen, um unsere Kosten- und Wettbewerbssituation zu stärken. Unser globales Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk umfasst 16 Standorte, die sich auf Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika verteilen. Zum 30. September 2022 beschäftigen wir ca. 930 Vollzeitkräfte im F&E-Bereich. Darüber hinaus kooperieren wir mit externen wissenschaftlichen und akademischen Instituten. Diese Kooperationen finden im Wesentlichen in Europa sowie in Nordamerika statt. Zudem sind wir Mitglied in verschiedenen Industrieverbänden und anderen Organisationen, wie z.B. dem Europäischen Aufzugsverband (ELA). Unsere Innovationskraft wird unterstützt durch Kooperationen mit Kunden und Unternehmen aus anderen Branchen, typischerweise in Bezug auf die Implementierung spezifischer Technologien in dem Bemühen, ein bestimmtes Produkt zu verwirklichen. Zum 30. September 2022 umfasste das Patentportfolio unseres Konzerns etwa 535 Familien mit Patenten und Gebrauchsmustern. Das Portfolio an Schutzrechten umfasste daneben noch etwa 200 Trademark Familien und etwa 155 erteilte oder angemeldete Designs. Unsere in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für F&E-Kosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 111 Mio € (Vorjahr 103 Mio €), davon entfielen ca. 25 Mio € (Vorjahr 19 Mio €) auf Abschreibungen und Wertberichtigungen von aktivierten Entwicklungskosten und Technologien. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 F&E-Kosten in Höhe von 47 Mio € (Vorjahr 39 Mio €) für selbst erschaffene, immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Der Großteil der Kosten entfiel dabei in Verbindung mit Projekten in Bezug auf die Weiterentwicklung der MULTI-Technologie und Technologien für Low- Rise-Aufzugsplattformen für Europa und Nordamerika. Die Summe aus Aufwendungen für F&E gemäß Gewinn- und Verlustrechnung - abzüglich darin enthaltener Abschreibungen und Wertberichtigungen auf aktivierten Entwicklungskosten und Technologien - und aus aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 133 Mio € (Vorjahr 123 Mio €). Dies entspricht eine F&E-Quote bezogen auf den Umsatz des Geschäftsjahres 2021/2022 von 1,6% (Vorjahr 1,5%). FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Digitalisierung Die digitale Plattformstrategie wurde konsequent vorangetrieben. Die 2015 eingeführte Cloud-basierte IoT (Internet der Dinge) Lösung für Echtzeitanalyse und prädiktive Wartung von Aufzugs- und Fahrtreppendaten, MAX, wurde erweitert und modularisiert. Auf MAX aufbauend wurde zudem eine digitale Produktplattform entwickelt, die in der neuen Low-Rise-Aufzugsplattform genutzt wird. Ein Alleinstellungsmerkmal der digitalen Produktplattform ist nicht nur die Integration der MAX-Technologie ab Werk sondern auch die Erweiterung der Plattform in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Multimediaanwendungen und zusätzlicher Sensorik. Dadurch wird der Aufzug noch flexibler und zukunftssicher. Des Weiteren wurde die geographische Expansion von MAX in Asien und Europa weiter vorangetrieben. Damit ist das Fundament für digitale Produkte und Dienstleistungen in den neuen Märkten erstellt, um die Vorteile noch mehr Kunden zugänglich zu machen. Klima, Energie und Umwelt Wir legen größten Wert auf Klima- und Umweltschutz während des gesamten Lebenszyklus unserer Produkte: von der Beschaffung, Herstellung, Verwendung und bis zum Ende der Lebensdauer. Unsere Produkte und Dienstleistungen zielen darauf ab, die ressourcenschonendste Lösung für den Transport von Personen in Gebäuden zu erreichen. Klima- und Umweltschutz sind daher ein zentraler Bestandteil des Nachhaltigkeitsansatzes von TK Elevator. Engagement von TK Elevator für den Klimaschutz Bei TK Elevator engagieren wir uns für den Klimaschutz. Um die Treibhausgasemissionen (THG) zu reduzieren, haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt, um den Grundwerten des Klima- und Umweltschutzes gerecht zu werden. In 2020 hatten wir unsere Verpflichtung zum Klimaschutz betont, indem wir unsere Ziele für die Reduzierung der direkten Emissionen (Scope 1) und indirekten Emissionen aus Energiebezug (Scope 2) vorgestellt haben und auf eine absolute Reduktion um 25% bis 2030 und 50% bis 2040 gegenüber dem Basisjahr 2019 abzielen. Durch die Implementierung geeigneter Maßnahmen haben wir eine Reduzierung um 19% gegenüber 2019 zum September 2021 erreicht. Dies zeigte, dass wir uns auf gutem Weg befinden und ermutigte uns, uns zur Erreichung noch ambitionierterer Ziele zu verpflichten. In 2021 hat TK Elevator daher neue und ehrgeizigere Ziele für die Umsetzung der Kernwerte des Klima- und Umweltschutzes definiert. Über die Science Base Target-Initiative (SBTi) haben wir Emissionsziele für die gesamte Wertschöpfungskette festgelegt. Diese Initiative hat unsere Verpflichtung zur Emissionsreduzierung im Einklang mit den Anforderungen der Klimawissenschaftler bestätigt, die zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens erforderlich sind. Wir wollen die direkten Emissionen (Scope 1) und die indirekten Emissionen aus dem Energieeinkauf (Scope 2) bis 2030 um 53 % gegenüber 2019 reduzieren. Die Scope-3-Emissionen, die mit der Nutzung unserer Produkte verbunden sind, wollen wir bis 2030 um 23 % senken, bezogen auf das Basisjahr 2021. TK Elevator hat sich ebenfalls dazu verpflichtet, den jährlichen Anteil erneuerbaren Stroms von 1% in 2019 auf 100% in 2030 zu steigern. Mehr als die Hälfte der CO 2 -Emissionen von TK Elevator entfällt auf den Fuhrpark. Die Reduzierung der Emissionen in den nächsten 10 bis 20 Jahren wird sich stark auf die Flotte des Konzerns konzentrieren, einschließlich Initiativen zur Optimierung unseres Fuhrparks zum Beispiel in Hinsicht auf Energieeffizienz und zur Planung der Routeneffizienz. TK Elevator plant auch den Einsatz von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in der Flotte auszuweiten. Eine Reduzierung der Emissionen soll ebenfalls erreicht werden, basierend auf Energieeffizienzmaßnahmen und einer verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. Durch die uneingeschränkte Fortsetzung der von TK Elevator verfolgten Ziele im Bereich Klima, Energie und Umwelt wurden die CO 2 -Emissionen des Konzerns im Zusammenhang mit den direkten Emissionen (Scope 1) und den Emissionen aus Energiebezug (Scope 2 market based) jedes Jahr verringert. Im Zeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 wurde für die Scope 1 und 2 (market based) Emissionen eine Reduzierung von 20,4% gegenüber dem Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 30. September 2019 und eine Reduzierung von 1,6% gegenüber dem Zeitraum 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021 erreicht. Trotz der kontinuierlich erhöhten Aktivität nach der Erholung von der COVID-19 Pandemie, steht dieser Rückgang im Wesentlichen im Zusammenhang mit Energieeffizienzmaßnahmen an unseren Standorten und in unserer Fahrzeugflotte, sowie der kontinuierlich Erhöhung des Anteils erneuerbaren Stroms, welcher zum 30. September 2022 55% des gesamten Stromverbrauchs in diesem Geschäftsjahr erreichte. In Übereinstimmung mit unseren langfristigen Zielen verpflichten wir uns, für das Geschäftsjahr 2022/2023 weitere Maßnahmen zur Steigerung unserer Energieeffizienz, der Nutzung erneuerbarer Energien sowie der Einführung einer effizienteren Fahrzeugflotte, z.B. durch elektrische Fahrzeuge, umzusetzen. Im Jahr 2022 wurden wir zum dritten Mal in Folge von der globalen gemeinnützigen und unabhängigen Umweltorganisation CDP für unsere Maßnahmen zur Emissionsreduzierung, Minderung von Klimarisiken und Entwicklung der kohlenstoffarmen Wirtschaft ausgezeichnet und auf ihre prestigeträchtige "A-Liste" zur Bekämpfung des Klimawandels gesetzt. TK Elevator ist eines von weltweit ca. 12.000 Unternehmenseinheiten, die im Rahmen des CDP im Jahr 2022 in dieser Kategorie beurteilt wurden. Unter anderem unsere hohe CDP- Einstufung zeigt, dass wir weltweit führend in Bezug auf Umweltambitionen und -maßnahmen sind, aber auch im Bereich der Klimatransparenz und des Klimamanagement. Zusätzlich zu unseren Bemühungen, die THG zu reduzieren, fokussieren wir uns auf die Verbesserung unserer Abfallwirtschaft um die Benutzung von Ressourcen herunterzufahren, während wir Abfalltrennungs-, Reduzierungs- und Recycling-Initiativen einführen. Unser Ziel ist es, dass bis 2026 100% unserer Fabriken keinen Abfall für Mülldeponien produzieren. In 2021/2022 gelang 7% des an unseren Produktionsstätten produzierten Abfalls auf Mülldeponien. Einkauf Der Einkauf des Konzerns sichert die bestmögliche Versorgung des Konzernunternehmen an seinen Standorten mit Komponenten und Dienstleistungen ab und legt damit die Basis für stabile Lieferketten. Durch kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Zulieferern und Partnern liegt der Fokus insbesondere auf Qualität, Kosten und Liefertreue. Beschaffungsrisiken bestehen vor allem aufgrund von Marktpreisschwankungen bei Stahl und Lieferengpässen bei einigen Bauteilen sowie phasenweise beschränkter Logistikkapazitäten auf den Weltmärkten. Materialaufwand Der Materialaufwand umfasst die in den Umsatzkosten ausgewiesenen Aufwendungen des Konzerns für Produkte und Dienstleistungen und wird über eine weltweite Bündelungsstruktur gesteuert. Der überwiegende Teil des Aufwands entfällt auf Produktmaterialien, der Rest auf Dienstleistungen und sonstige Materialien. Im Berichtsjahr liegt der Materialaufwand bei 3.166 Mio € (Vorjahr 2.788 Mio €). Das entspricht einem Anteil von 37% (Vorjahr 35%) am Umsatz. Die folgende Tabelle zeigt den Materialaufwand der einzelnen Business Units in absoluten Zahlen: MATERIALAUFWAND
Wir sind in den wichtigen Einkaufsmärkten mit leistungsfähigen Teams vor Ort, um den Auswirkungen der weltweiten Beschaffungs- und Logistikengpässe vor allem bei Halbleitern entgegenzuwirken. Um die Resilienz der Lieferketten zu stärken, werden entlang der Lieferkette vermehrt Zweitlieferanten aufgebaut und die Zusammenarbeit mit bestehenden Zulieferern intensiviert. Weitere Informationen bezüglich Beschaffungsrisiken finden sich im Chancen- und Risikobericht unter "Beschaffungsrisiken". Nachhaltigkeit im Lieferantenmanagement Wir haben die bereits von thyssenkrupp Elevator verfolgten Ziele im Bereich Nachhaltigkeit im Lieferantenmanagement übernommen und führen diese uneingeschränkt fort. Um mit uns Zusammenarbeiten zu können, muss ein Lieferant unseren "Supplier Code of Conduct" (Verhaltenskodex für Lieferanten) unterzeichnen oder eine gleichwertige Alternative vorweisen. Der Supplier Code of Conduct adressiert mögliche Risiken und negative Auswirkungen entlang der Lieferkette und ist auf Wahrung der Menschenrechte, Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen, Schutz der Umwelt, Kampf gegen Korruption sowie Transparenz über die Herkunft bestimmter Rohstoffe ausgelegt. Wir erwarten von allen unseren Lieferanten, dass sie sich nach den Grundsätzen des Kodex richten. Um die Einhaltung der Grundsätze und die dauerhafte Erfüllung unserer Anforderungen zu prüfen, haben wir uns für das Geschäftsjahr 2021/2022 das Ziel gesetzt, mindestens 50 Nachhaltigkeitsaudits durchzuführen. Dieser Prozess ist Bestandteil unseres strategischen Lieferantenmanagements. Dabei wird im Verlauf der Nachhaltigkeitsaudits ein besonderer Fokus auf die Wahrung der Menschenrechte gelegt, etwa mit Blick auf die Arbeitsbedingungen. Die zu prüfenden Lieferanten werden anhand konzernweit vorgegebener länder- bzw. branchenbezogener Risikokriterien und in enger Zusammenarbeit zwischen den operativen Einheiten und der Zentrale ausgewählt. Wenn nötig, werden im Zuge der Audits auch Verbesserungsmaßnahmen beschlossen, deren Umsetzung wir im Anschluss überprüfen. Damit soll die Weiterentwicklung der Lieferanten unterstützt werden, mit dem Ziel, lieferkettenseitige Risiken zu reduzieren. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden 57 Nachhaltigkeitsaudits durchgeführt. In den durchgeführten Audits waren Arbeitszeiten, die Dokumentation der Geschäftsprozesse und Arbeitssicherheit wichtige Verbesserungsthemen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist eine plattformgestützte Ausweitung des Lieferantenrisikomanagements geplant. Mitarbeitende Beschäftigte in Zahlen Zum 30. September 2022 waren bei TK Elevator 52.245 Mitarbeitende beschäftigt. MITARBEITENDE
Personalarbeit als stetiger Begleiter im Wandel TK Elevator hat sich ambitionierte Ziele gesetzt. Nicht zuletzt als einer der globalen Marktführer für urbane Mobilitätslösungen haben wir den Anspruch, täglich das Beste für unsere Kunden zu geben. Dies erfordert stetigen Wandel und eine holistische Transformation gemeinsam mit unseren Private Equity Shareholdern erfolgreich zu ermöglichen. Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeitenden steht für uns dabei an erster Stelle. Daher ist die Etablierung und Verankerung einer starken Health & Safety Kultur bei TK Elevator ein uns immer wichtiges Anliegen. Die Personalarbeit ist dabei sowohl global, wie auch lokal, ein enger Begleiter und Wegbereiter für Veränderung, Wandel und Transformation. Vor allem die datengestützte und transparente Entscheidungsgrundlage für Personal-, Budget-, und Ressourcenplanung in vielfältigen Geschäftsbereichen ist ein Thema, dass kontinuierlich vorangetrieben und verbessert wird. Die Einführung und damit voranschreitende Digitalisierung vielfältiger Prozesse im HR Bereich ist vor allem hervorzuheben, ebenso wie unsere fortschreitenden Bemühungen im Bereich Diversität, Chancengleichheit und Inklusion. Kontinuierliche Verankerung der Health & Safety Kultur Die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeitenden hat bei uns oberste Priorität und ist ein integraler Bestandteil unserer Werte. Mit dem Fokus "alle Unfälle sind vermeidbar" wurde die konzernweite "Occupational Safety and Health" (OSH) Strategie weiterentwickelt und die Implementierung vorangetrieben. Die Sicherheitskultur bei uns wird kontinuierlich gefördert, gefestigt und weiter verstärkt. Ebenfalls wichtig ist hier für uns auch die ehrliche Reflektion und Transparenz. Daher wurde im September 2021 die Initiative SHIELD ins Leben gerufen, die einen industrie- und branchenübergreifenden Blick eingenommen und einen Benchmark mit den Marktführern im Bereich Arbeitssicherheit durchgeführt hat. Konkret daraus abgeleitet wurde ein verstärkter Fokus auf die Verankerung der Sicherheitskultur in den alltäglichen Abläufen, Prozessen und Tätigkeiten aller Mitarbeitenden. Im Geschäftsjahr 2021/2022 verzeichnete TK Elevator insgesamt fünf Sterbefälle über alle globalen Standorte im Rahmen der Bearbeitung von Aufträgen mit Kunden. Ein weiterer essentieller Bestandteil der Sicherheitsstrategie ist die fortwährende Messung der Zielerreichung. Die weltweit verwendete Kennzahl für die Arbeitssicherheit, die Unfallhäufigkeitsrate 2 , betrug zum 30. September 2022 1,5 und liegt damit leicht über dem gesetzten Zielwert von 1,4. Unser Ziel aus dem letzten Geschäftsjahr, diese Kennzahl weiter deutlich zu senken, haben wir damit leider nicht erreichen können. Dennoch streben wir hier im nächsten Geschäftsjahr eine Verbesserung an: bis zum Ende der Geschäftsjahres 2022/2023 haben wir den Anspruch für uns formuliert, eine Rate von maximal 1,3 zu erreichen. Die umfassende Aufklärung und Aufarbeitung aller Unfälle sowie die Meldung aller "high potential incidents" (HPIs) trägt maßgeblich dazu bei, Unfälle jeglicher Art besser zu vermeiden und die sicherheitsorientierte Denk- und Handlungsweise bei allen Beschäftigten weiter zu festigen. Die damit einhergehende Messung und transparente Kommunikation der OSH Kennzahlen ist dabei für uns ein wichtiges Mittel, um Fortschritt festzuhalten und entsprechend mit Stakeholdern zu teilen. Des Weiteren unterstützen zahlreiche weitere Maßnahmen, wie z.B. die Vergabe des jährlichen Safety Awards innerhalb des Konzerns und die Verbesserung des globalen Job Site Sicherheitsstandards für TK Elevator und Subunternehmer unseren Anspruch, ein unfallfreier Arbeitgeber zu sein. Bei TK Elevator hört die Sicherheit nicht mit dem eigenen Konzern auf. Gemeinsam mit Schindler, Otis und Kone hat TK Elevator eine branchenweite und globale Plattform gegründet, um gemeinsam ein Ziel zu verfolgen: eine sichere Industrie ohne (tödliche) Unfälle. Der Fokus liegt auf dem Austausch von Erfahrungen und Best Practices, um eine verbesserte Sicherheit in der Aufzugsindustrie zu gewährleisten. Das auf unsere Initiative hin gegründete Global Elevator Industry Safety Forum wird rollierend von Führungskräften aus dem OSH Bereich der teilnehmenden Unternehmen geführt. Ebenfalls ein wichtiges Thema war im vergangenen Jahr erneut der Infektionsschutz aller Mitarbeitenden weltweit im Rahmen der COVID-19 Pandemie. Die im Rahmen der rechtlichen Grundlage in den Ländern eingeführten Maßnahmen zur Priorisierung der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden wurden kontinuierlich weiterverfolgt und vielfältige Schutzmaßnahmen durchgeführt. Diese reichen von umgesetzten Hygieneprotokollen, Abstandsregelungen, Entzerrung der Anwesenheiten durch Zeitpläne, Masken und Desinfektionsmöglichkeiten, die zur Verfügung gestellt wurden, bis hin zur aktiven Unterstützung und Befürwortung der (Booster-) Impfung aller Mitarbeitenden. Strategisch globale Personalarbeit Wie in den letzten Jahren seit der Eigenständigkeit des Konzerns, treibt TK Elevator seine Personalstrategie vor allem mit Hinblick auf maßgeschneiderte Prozesse, Tools und Systeme kontinuierlich voran. Ein wichtiger Aspekt ist dabei vor allem unsere globale Systemharmonisierung im Rahmen von HR IT, um Prozesse weltweit effizient und digital zu unterstützen. Unser neues Performance Management Programm "Perform & Grow" ist ein erfolgreiches Beispiel für ein bereichsübergreifendes und transparentes Programm, welches die Beurteilung und Entwicklung unserer Führungskräfte basierend auf der IT Lösung SAP Successfactors vollständig digital und integriert abbildet. Ein weiterer Schritt auf unserem Weg, Führungskräfte bezüglich der Umsetzung und Realisierung ambitionierter Ziele zu unterstützen. Die letztes Jahr erstmalig durchgeführte globale Mitarbeiterbefragung wird auch im Geschäftsjahr 2022/2023 erneut durchgeführt werden. Mit mehr als 78% Beteiligungsquote wurde die Survey im letzten Geschäftsjahr umfangreich genutzt, um strukturiert Rückmeldung zum Team, zur Führungskraft und dem Unternehmen allgemein zu geben. Die daraus abgeleiteten, diversen Maßnahmen wurden auf globaler Ebene sowie in allen Regionen und Ländern eng nachgehalten und implementiert. Nicht zuletzt die stetige Weiterentwicklung unseres HR Reporting Systems, welches global und einheitlich eingeführt wurde, erlaubt es uns, Personalentscheidungen datenbasiert zu treffen und sukzessive alle HR Prozesse holistisch zu integrieren. Diversity, Equity und Inclusion Diversity, Equity und Inclusion sind zentrale Werte unserer Kultur und Zusammenarbeit bei TK Elevator. Wir begrüßen, fördern und fordern alle Mitarbeitenden unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität, Geschlecht oder Geschlechteridentität, Alter, sozialer Herkunft, Religion oder Glaube, sexueller Orientierung, Behinderung, Familienstand oder anderen gesetzlich geschützten Merkmalen oder Status. Die Diversität und Vielfalt unserer Belegschaft weiter zu stärken ist essentiell für unseren Erfolg als Konzern, Innovationstreiber und maßgeblich entscheidend für die Bindung unserer Mitarbeitenden. Dazu hat sich der Konzern verpflichtet und vollzieht vielfältige Initiativen und Kooperationen. Insbesondere die Geschlechtergleichstellung fördern wir und messen unseren Fortschritt regelmäßig. Unser Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen kontinuierlich zu steigern, um bis 2025 30% aller Senior Leadership Positionen mit Frauen zu besetzten. Zum 30. September 2022 lag der Frauenanteil in Senior Leadership Positionen im Unternehmen bei ca. 21%. Im Vergleich dazu lag zum 30. September 2022 der Anteil an Frauen in der Gesamtbelegschaft bei ca. 15%. Wir sind weiterhin mit vielfältigen Maßnahmen darum bemüht, den Anteil an Frauen sowohl in Führungspositionen, wie auch in der gesamten Belegschaft, zu erhöhen. Compliance TK Elevator hat ein umfassendes Verständnis von Compliance: Die Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Regeln ist für uns selbstverständlich und Teil unserer Konzernkultur. Compliance schafft den Rahmen für unternehmerisches Handeln und dient der nachhaltigen Absicherung des Geschäftserfolgs. Neben der umfassenden Betreuung der Compliance-Kernthemen Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäschebekämpfung, Datenschutz und Außenwirtschaftsrecht ist die Compliance-Arbeit aktuell im Wesentlichen von den folgenden Themen geprägt:
Compliance in der Konzernkultur Unsere Compliance-Strategie verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Wertekultur im Konzern zu verankern - eine Kultur, in der Verlässlichkeit, Aufrichtigkeit, Glaubwürdigkeit und Integrität die Eckpfeiler des Handelns sind. Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regeln sind mit unserem Compliance-Verständnis nicht vereinbar. Compliance-Programm und Schwerpunkte der Compliance-Arbeit Das Compliance-Programm von TK Elevator umfasst drei Elemente: "Informieren & Beraten", "Identifizieren" sowie "Berichten & Handeln". Es ist eng mit dem Risikomanagement sowie unserem Internen Kontrollsystem (IKS) verzahnt, z.B. über die zwingende Einbindung von Compliance in wesentliche Entscheidungen/Projekte, über den Katalog für zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle oder die Verankerung von Compliance als Teil des IKS. Damit wollen wir erreichen, dass Compliance fester Bestandteil eines jeden Geschäftsprozesses wird. Inhaltliche Schwerpunkte des Programms sind die Kernthemen Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäschebekämpfung, Außenwirtschaftsrecht und Datenschutz. In weiteren Themenfeldern wie Arbeitssicherheit, Lieferanten-Compliance, Fremdpersonaleinsatz oder Umweltschutz steht die Compliance-Funktion den Verantwortlichen beratend, koordinierend und konsolidierend zur Seite. Weitere Aktivitäten der Compliance-Arbeit lassen sich, geordnet nach den drei Elementen des Compliance- Programms, wie folgt zusammenfassen:
Bei nachgewiesenen Verstößen greift unsere "Null Toleranz"-Leitlinie: Gegen die Betroffenen werden, sofern erforderlich, konsequent Sanktionen verhängt. Compliance-Organisation Unsere Compliance-Funktion hat die wichtige Aufgabe, als strategischer Geschäftspartner frühzeitig bei relevanten strategischen Entscheidungen zu beraten. TK Elevator beschäftigt weltweit ca. 20 hauptamtliche Compliance-Mitarbeitende. Unterstützt werden sie von einem weltweiten Netzwerk von Compliance-Managern. Letztere sind in der Regel Geschäftsführer einer Konzerngesellschaft und sorgen für die operative Umsetzung des Compliance-Programms in ihrem Verantwortungsbereich. Im Bereich Datenschutz wird die Arbeit des zentralen Teams durch ein Netzwerk von (sofern gesetzlich vorgeschrieben) Datenschutzbeauftragten oder Datenschutzkoordinatoren ergänzt. Organisatorisch ist die Compliance Funktion Teil der Zentralfunktion Legal, Compliance and Labour Relations. Der Chief Compliance Officer berichtet an den Chief Human Ressource Officer, und ist für die Steuerung des Compliance-Programms und der weltweiten Compliance-Organisation verantwortlich. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognose 2022/2023 Gesamtaussage Wir haben im Geschäftsjahr 2021/2022 unsere Strategie konsequent weiter umgesetzt und zahlreiche wichtige Meilensteine bei unseren Innovationen, beim Thema Nachhaltigkeit und insbesondere bei der fortgeführten Umsetzung unseres umfassenden Transformationsprogramms erreicht. Wir haben uns unterstützt durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie vor dem Hintergrund eines sehr schwierigen Umfelds insgesamt operativ gut behauptet und ein Ergebnis leicht über dem Vorjahreswert sowie einen positiven Cashflow erzielt. Trotz ungewöhnlich zahlreicher Unsicherheitsfaktoren blicken wir daher insgesamt vorsichtig optimistisch auf das neue Geschäftsjahr. Die nachdrückliche Umsetzung unserer geplanten Wachstums- und Effizienzmaßnahmen bleibt im Fokus unseres unternehmerischen Handelns. Wir sind weiterhin fest entschlossen, unsere unternehmerische Unabhängigkeit für eine deutliche Ergebnis- und Wertsteigerung des Unternehmens zu nutzen und unsere Strategie und Maßnahmenprogramme entsprechend kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich dies gerade auch in einem besonders unsicheren ökonomischen Umfeld auszahlen wird. Insgesamt ergeben sich derzeit Unsicherheiten für die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus:
Wesentliche Annahmen Für das Geschäftsjahr 2022/2023 unterstellen wir als Grundannahmen:
Der Auftragsbestand von 6,6 Mrd € zum 30. September 2022 für Neuinstallationen und Modernisierungsaufträge sowie das umfangreiche Portfolio an margenstarken Wartungsverträgen sorgen dafür, dass die budgetierten Umsätze bereits bis weit ins neue Geschäftsjahr hinein hinterlegt sind. Dabei wollen wir uns in allen Business Units und entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette operativ verbessern:
Vor diesem Hintergrund werden wir im Geschäftsjahr 2022/2023 weiter den Schwerpunkt auf unser Transformationsprogramm und damit die Umsetzung unserer Wachstums- und Effizienzverbesserungsmaßnahmen legen. Wir sind der Überzeugung, dass alle Komponenten unserer Strategie konsequent mit konkreten Projekten und Maßnahmenplänen hinterlegt sind. Die wesentlichen Annahmen zu unseren Märkten, die unserer Prognose zugrunde liegen, finden sich im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Makro- und Branchenumfeld". Die entsprechenden Chancen und Risiken finden sich im anschließenden "Chancen und Risikobericht". Erwartung 2022/2023 Infolge der erwarteten strukturellen Verbesserung unseres Geschäfts halten wir insgesamt einen vorsichtig optimistischen Blick auf das Geschäftsjahr 2022/2023 für angemessen. Vor dem Hintergrund der vorstehend beschriebenen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten formulieren wir unsere Prognose in entsprechenden Bandbreiten. Die in der Prognose unterstellten Jahresdurchschnittskurse gegenüber dem Euro liegen für den US-Dollar bei 1,01, für den chinesischen Renmimbi Yuan bei 6,86, für den südkoreanischen Won bei 1.323, für den kanadischen Dollar bei 1,31 und für den brasilianischen Real bei 5,30. Die Prognose unterstellt dabei keine Effekte aus möglichen Portfoliomaßnahmen. Der Umsatz wird insbesondere in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der geopolitischen Lage, COVID-19 Pandemie und der Nachfrage in der chinesischen Bauwirtschaft sowie den Translationseffekten aus Wechselkursen in einem Korridor von 9 bis 10 Mrd € erwartet. Dabei unterstellen wir, dass sich die Marktentwicklung in China erholt und es zu keinen größeren erneuten Lockdown-Maßnahmen in Nordamerika, Europa oder China kommt. Für das Bereinigte EBITDA rechnen wir infolge der strukturellen Verbesserungen aus dem Transformationsprogramm und in Annahme einer im Geschäftsjahresverlauf verbesserten Erlösqualität sowie in Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung mit einer Bandbreite von 1,1 bis 1,4 Mrd €. Der Cash Flow aus Investitionen wird in einem Korridor von 150 bis 200 Mio € erwartet. Neben regelmäßigen Erhaltungs- und Rationalisierungsinvestitionen stehen weitere erwartete Investitionen im Zusammenhang mit unseren Entwicklungsaktivitäten, wie z.B. der Weiterentwicklung unserer neuen digitalen Low-Rise- Aufzugsplattform und des MULTI. Der Cash Flow wird von der erwarteten Entwicklung des EBITDA profitieren und jederzeit die notwendige Liquidität unseres Konzerns und unserer Tochtergesellschaften sicherstellen. Insgesamt erwarten wir einen positiven Cash Flow vor möglichen Portfolio- und Refinanzierungsmaßnahmen im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Mio € Bereich. Chancen- und Risikobericht Chancen Unter Chancen verstehen wir bei TK Elevator eine mögliche positive Abweichung von der Prognose oder einem Ziel für das laufende Geschäftsjahr und zukünftige Geschäftsjahre aufgrund künftiger Ereignisse oder Entwicklungen. Das Chancenmanagement umfasst alle Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit Chancen. Durch die Verknüpfung mit den Strategie-, Planungs- und Berichtsprozessen ist das Chancenmanagement ein wichtiger Bestandteil der strategischen und wertorientierten Konzernführung. Gesamtaussage der Geschäftsführung Für uns eröffnen sich gegebenenfalls Chancen aus der Marktentwicklung und aus der schnelleren Umsetzung des Maßnahmenprogramms für Wachstum und operative Verbesserungen des gesamten Konzerns. Deren Ziel ist, den Umsatz zu steigern und die operative Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von TK Elevator kontinuierlich zu verbessern. Chancenmanagement-Prozess Im jährlichen Planungsprozess beschreiben die Business Units auch Bandbreiten für ihre Ergebnis- und Liquiditätsziele (Bereinigtes EBITDA, Cash Flow), bezogen jeweils auf das folgende Geschäftsjahr. In diesen Werten sind die Chancen und Risiken ihrer Operating Units berücksichtigt. Chancen und Risiken sind somit Gegenstand der Planungsgespräche mit der Geschäftsführung. Bei der Abschätzung der Chancen und Risiken spielen unter anderem strategische Faktoren wie etwa Markttrends eine Rolle, deren Relevanz teilweise auch noch weit über den Prognosezeitraum hinausreicht. In der unterjährigen, monatlichen Berichterstattung stellen die Business Units die Hochrechnung für das Ergebnis und für den Cash Flow sowie die Chancen und Risiken im laufenden Geschäftsjahr jeweils aktualisiert dar. In das Management unserer Chancen sind die Entscheidungsträger des Konzerns eingebunden - von der Geschäftsführung des Konzerns über die Geschäftsführungen der Business Units und Geschäftsführungen der Einzelgesellschaften bis hin zu den Verantwortlichen und den Projektleitern mit Marktverantwortung vor Ort. Diese strukturierte Einbindung einer Vielzahl von Experten in die Entscheidungsfindung in der Gruppe gewährleistet, dass Chancen zuverlässig erkannt und systematisch genutzt werden. Chancen Unser Ziel ist es, den Business Units den Spielraum zu geben, sich bestmöglich auf ihre Kunden und ihre Märkte zu konzentrieren und damit erfolgreich am Markt agieren zu können. Wir wollen ein unternehmerisches Klima stärken, das Entscheidungen beschleunigt, Effizienzen steigert und den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Das bedeutet entsprechende unternehmerische Freiheit in den Business Units, aber auch entsprechende Eigenverantwortung, und ermöglicht Chancen, das zukünftige Wertsteigerungspotenzial unserer Business Units zu heben. Als global aufgestellter Konzern möchten wir mit unserem umfassenden Technologie-Know-how hochwertige Produkte sowie intelligente Dienstleistungen entwickeln. Dabei bieten die Märkte für Aufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige, Fluggastbrücken sowie Treppen- und Plattformlifte in Zeiten zunehmender Globalisierung und Urbanisierung attraktive Wachstums- und Gewinnchancen für TK Elevator. Dank der breitgefächerten Produktpalette, die sowohl Standardanlagen und individuelle Kundenlösungen als auch umfassende Service- und Modernisierungspakete umfasst, sowie der lokalen Präsenz mit mehr als 50.000 Mitarbeitende an über 1.000 Standorten können wir weltweit neue Markt- und Kundenpotenziale erschließen. Mit innovativen Produkten und Servicelösungen streben wir an, die höchsten technischen und ökologischen Kundenanforderungen zu erfüllen. Mit MAX, einer Cloud-basierten Wartungslösung, wollen wir den Digitalisierungsgrad und die Effizienz unseres Servicegeschäfts erhöhen, um dadurch zusätzliche Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Über aktuelle Innovations- und Entwicklungsschwerpunkte und deren Chancen berichten wir im Kapitel "Innovation und Digitalisierung". Die konsequente Umsetzung einer Performance-Kultur und die entsprechende Fokussierung auf definierte wertschaffende Verbesserungsmaßnahmen bringt Chancen mit sich, unsere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern. Dies wird unterstützt durch Restrukturierungsmaßnahmen sowie unsere selektiven M&A Aktivitäten zur Stärkung und zum Ausbau unserer Marktpositionen in den jeweiligen Regionen. Sollte sich die Weltwirtschaft - insbesondere die Bauindustrie - besser entwickeln als erwartet oder sollte sich herausstellen, dass die Effizienzsteigerungs- und Wachstumsprogramme noch effektiver sind als geplant bzw. schneller umgesetzt werden können, besteht die Chance, dass wir unsere Prognose für die Kernsteuerungsgrößen leicht übertreffen. Risiken Unter Risiken verstehen wir bei TK Elevator eine mögliche negative Prognose- beziehungsweise Zielabweichung für das laufende Geschäftsjahr und zukünftige Geschäftsjahre aufgrund künftiger Ereignisse oder Entwicklungen. Das Risikomanagement umfasst alle Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit Risiken. Hier setzen wir auf etablierte Prozesse und Strukturen auf, die im aktuellen Geschäftsjahr weiterhin Bestand haben, und führen diese im Wesentlichen fort. Durch seine Verknüpfung mit den Planungs- und Berichtsprozessen im Controlling ist das Risikomanagement ein wichtiger Bestandteil der wertorientierten Konzernführung. Gesamtaussage der Geschäftsführung Aus heutiger Sicht liegen keine Risiken vor, die den Bestand des Konzerns oder wesentlicher Tochtergesellschaften gefährden. Risiken bestehen für uns im Wesentlichen in der Marktentwicklung (speziell vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie und den potenziellen Liquiditätsengpässen der chinesischen Immobilienentwickler), in den Materialpreisentwicklungen, den Engpässen in den globalen Lieferketten, der Zins- und Inflationsentwicklung und nicht zuletzt, bedingt durch den potentiellen Einfluss der genannten Faktoren, aus einer möglichen Rezession, insbesondere in Europa und Nordamerika. Risikostrategie und Risikopolitik Unsere Risikostrategie ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Konzerns langfristig zu sichern und den Wert des Konzerns nachhaltig zu steigern. Denn Erfolg zu haben setzt voraus, dass wir nicht nur die Chancen wahrnehmen, sondern auch die damit verbundenen Risiken erkennen und bewerten und dass alle Mitarbeitende diese Risiken bestmöglich steuern. Bestandsgefährdende Risiken sind grundsätzlich zu vermeiden. In unserer "Governance, Risk and Compliance Policy" (GRC-Policy) haben wir die Grundlagen für die Konzernführung und Risikosteuerung definiert. Außerdem haben wir in der GRC-Policy die allgemeingültigen und übergreifenden risikopolitischen Grundsätze des Konzerns als Rahmenbedingungen für die Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsgemäßes, konzernweit einheitliches, aktives Risikomanagement beschrieben. Die Grundsätze dienen als Leitlinien für einen sachgerechten und verantwortungsvollen Umgang mit Risiken. Weitere Ziele des Risikomanagements bei uns sind, das Risikobewusstsein auf allen Ebenen des Konzerns zu erhöhen und eine wertorientierte Risikokultur zu etablieren. Deshalb werden Risiken und Chancen des Konzerns transparent aufbereitet und systematisch in unternehmerische Entscheidungen einbezogen. Risikomanagement-Prozess Das Risikomanagementsystem setzt im Wesentlichen auf bereits etablierte Strukturen, Prozesse und Systeme auf und ist verzahnt mit unserem Internen Kontrollsystem (IKS). In der GRC-Policy haben wir die Methodik unseres Risikomanagementsystems in das Modell der drei Abwehrlinien eingebettet und die einzelnen Verantwortlichkeiten der verschiedenen Abwehrlinien klar abgegrenzt. Die erste Abwehrlinie bezieht sich auf die Funktionen und Bereiche, die die betreffenden Risiken in ihrer Managementfunktion und mittels eigener interner Kontrollen managen und überwachen. Die zweite Abwehrlinie besteht aus den Funktionen Controlling, Accounting & Risk sowie Legal und Compliance, welche die Risiken mit überwachen und dabei unterstützen, diese aktiv zu managen. Zudem haben wir eine Abteilung für unsere internen Kontrollsysteme, die für unsere globale IKS-Strategie und IKS-Standardprozesse verantwortlich ist. Die dritte Abwehrlinie basiert auf der Zentralfunktion Internal Audit. Internal Audit analysiert in seiner Funktion unabhängig die Angemessenheit und Effektivität der Prozesse und Systeme der ersten beiden Abwehrlinien. Dieses Modell der drei Abwehrlinien wird in Bezug auf die Rechnungslegung zusätzlich ergänzt durch die prüferischen Aktivitäten unserer Wirtschaftsprüfer im Rahmen der durchgeführten Abschlussprüfungen. Die verschiedenen Risikomanagement-Instrumente sind so ausgestaltet, dass die Teilprozesse in einen kontinuierlichen Risikomanagement-Kreislauf integriert und alle Risikoverantwortlichen angemessen in den Prozess eingebunden sind. Unsere Methoden und Werkzeuge für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie die Risikoberichterstattung, haben wir im gesamten Konzern implementiert und werden sie bei Bedarf entsprechend weiterentwickeln. Das Hauptaugenmerk beim Einsatz unserer Risikomanagement-Instrumente liegt darauf, mögliche Abweichungen bei den Kernsteuerungsgrößen Bereinigtes EBITDA und Cash Flow einzuschätzen. Dabei stehen folgende Ansätze im Vordergrund:
Die nicht in der monatlich aktualisierten Hochrechnung beziehungsweise nicht im jährlichen Budget berücksichtigten Chancen und Risiken sind Teil der Standardberichterstattung der Business Units. Die regelmäßige Diskussion über Chancen und Risiken trägt wesentlich zur integrierten unterjährigen Geschäftssteuerung und zur Unternehmensplanung bei, indem Bandbreiten bei den Kernsteuerungsgrößen Bereinigtes EBITDA und Cash Flow bezogen auf das aktuelle Geschäftsjahr in den unterjährigen monatlichen Betrachtungen und in Rahmen der Budgetplanung für das folgende Geschäftsjahr aufgezeigt werden. Zweimal jährlich erfolgt die Erhebung einer konzernweiten Risikoinventur, um relevante Risiken strukturiert zu erfassen. Hierfür nutzen alle konsolidierten Einheiten weltweit eine einheitliche IT-Risikomanagement- Anwendung, um diese Risikoinventur durchzuführen. Der Betrachtungszeitraum der Risikoinventur geht über den der Prognose hinaus und umfasst den gesamten dreijährigen operativen Planungszeitraum; dadurch ist eine mehrjährige Transparenz der dezentralen Risikoeinschätzungen gegeben. Mit der regelmäßigen Erhebung und Aktualisierung der Risiken vor Ort wollen wir darüber hinaus sicherstellen, dass das Risikobewusstsein im Konzern flächendeckend auf einem hohen Niveau bleibt. Bei besonderen Anlässen betrachten wir darüber hinaus gesamtwirtschaftliche Risiken. Diese Risiken können sich etwa auf Wachstumseinbrüche in wesentlichen Volkswirtschaften sowie auf andere exogene Schocks und deren Auswirkungen auf TK Elevator beziehen. Auch Risiken, die in Form von Rückstellungen bereits bilanziell berücksichtigt wurden, werden durch die verantwortlichen Geschäftsführungen und Fachabteilungen im Rahmen der Abschlusserstellungsprozesse überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst. Damit stellen wir auch für diese Risiken eine adäquate Steuerung sicher. Durch die standardisierten Risikomanagement-Prozesse wollen wir sicherstellen, dass die Geschäftsführung des Konzerns zeitnah und strukturiert über die jeweils aktuelle Risikosituation informiert wird. Trotz der umfassenden Analyse von Risiken lässt sich deren Eintreten aber nicht systematisch ausschließen. Rollen und Verantwortlichkeiten Wir haben das Risikomanagement bei TK Elevator als kombinierten Top-down-/Bottom-up-Prozess organisiert. Die verbindlichen Prozess- und Systemvorgaben werden vom Konzern zentral formuliert und gelten für alle operativen Einheiten. Die originäre Risikoverantwortung, -erfassung und -steuerung entlang der Wertschöpfungskette liegt dezentral bei den fachlich Verantwortlichen in den operativen Einheiten. Risikobewertung Auf Basis möglicher Effekte gemessen an den Kernsteuerungsgrößen Bereinigtes EBITDA und Cash Flow im Prognosezeitraum bewerten wir die Risiken in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen. Darauf aufbauend leiten wir gemäß der folgenden Grafik Risikoklassen ab. Die Einzelrisiken bündeln wir in definierten Risikokategorien, auf die wir in den folgenden Abschnitten eingehen und die wir gemäß dieser Systematik in die Bewertungskategorien "hoch", "mittel" und "gering" einordnen.
Risikosteuerung Alle konsolidierten Gesellschaften sind verpflichtet, im Zuge der Identifizierung von Risiken Maßnahmen zur Steuerung der einzelnen identifizierten und bewerteten Risiken zu formulieren und anschließend deren Umsetzung nachzuverfolgen. Die Risikodarstellung bei uns folgt der Nettomethode, das heißt, sie berücksichtigt bereits realisierte wirksame Maßnahmen der Risikosteuerung, die das Bruttorisiko reduzieren. Zur Überleitung von Bruttorisiken zu Nettorisiken betrachten wir die drei Bereiche "Risiken verhindern", "Risiken übertragen" und "Risiken reduzieren":
Wir verhindern Risiken, indem wir unsere risikopolitischen Grundsätze anwenden und keine Geschäfte tätigen, wenn sie gegen Verhaltensgrundsätze und andere konzernweit relevante Richtlinien von TK Elevator verstoßen. Wir übertragen Risiken, wenn das finanzielle Risiko durch zentrale Maßnahmen wie den Abschluss von Versicherungen minimiert werden kann. Näheres kann dem folgenden Abschnitt zum Risikotransfer entnommen werden. Wir reduzieren Risiken, indem wir geeignete Maßnahmen zielgerichtet umsetzen und unser internes Kontrollsystem eng mit dem Risikomanagement verzahnen. Näheres zu den einzelnen Maßnahmen können den Abschnitten "Internes Kontrollsystem im Rechnungslegungsprozess" und "Risikokategorisierung" mit den darin enthaltenen Erläuterungen zu den einzelnen Risiken entnommen werden. Risikotransfer Der Risikotransfer auf Versicherungen wird zentral für den Konzern koordiniert. Umfang und Gestaltung des Versicherungsschutzes leiten sich aus strukturierten Risikobewertungen ab. Mit ihnen werden in den Gesellschaften des Konzerns versicherbare Risiken identifiziert, bewertet und durch spezifische Schutzkonzepte verringert oder beseitigt. Ein ausgewogenes Anbieterportfolio stellt eine adäquate Risikoverteilung im Versicherungsmarkt sicher. Für alle Gesellschaften des Konzerns gelten verbindliche Standards, damit die Risikoprävention stets ein angemessen hohes Niveau erreicht. Diese Standards werden von Experten aus allen Teilen des Konzerns unter zentraler Leitung entwickelt und nach Bedarf aktualisiert. Internes Kontrollsystem im Rechnungslegungsprozess Das rechnungslegungsbezogene IKS als Gesamtheit aller systematisch definierten Kontrollen und Überwachungsaktivitäten hat das Ziel, die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsabwicklung, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und die Übereinstimmung aller Aktivitäten mit Gesetzen und Richtlinien zu gewährleisten. Ein effektives und effizientes internes Kontrollsystem ist entscheidend, um Risiken in unseren Geschäftsprozessen erfolgreich zu steuern. Strukturen und Prozesse bezüglich des Managements unseres internen Kontrollsystems wurden in der Vergangenheit etabliert und werden weiter fortgeführt. Wir entwickeln die Anforderungen an das interne Kontrollsystem kontinuierlich weiter und nutzen dafür eine standardisierte Risiko-Kontroll-Matrix und einen strukturierten Selbstbewertungsprozess. Im Rechnungslegungsprozess tragen verschiedene Überwachungsmaßnahmen und Kontrollen dazu bei, dass der Konzernabschluss regelungskonform erstellt wird. Für die Konsolidierung nutzen wir ein Konsolidierungssystem, welches auf Standardsoftware basiert. Dadurch ist ein konzernweit einheitliches Vorgehen gewährleistet; zugleich wird das Risiko von Falschaussagen in der Rechnungslegung und der externen Berichterstattung minimiert. Eine Funktionstrennung und die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips reduzieren das Risiko betrügerischer Handlungen. Die Zentralfunktion "Controlling, Accounting & Risk" ist fachlich für die Erstellung des Konzernabschlusses verantwortlich und formuliert verbindliche inhaltliche und terminliche Vorgaben für die dezentralen Einheiten. Zum Teil unterstützen interne und externe Dienstleister die zentralen und dezentralen Einheiten bei der Erstellung lokaler Abschlüsse. Im Konsolidierungsprozess führen wir bei unseren relevanten IT-Systemen auf zentraler Ebene regelmäßig Systemsicherungen durch, um Datenverluste und Systemausfälle möglichst zu vermeiden. Zum Sicherungskonzept gehören darüber hinaus systemtechnische Kontrollen, manuelle Stichprobenprüfungen durch erfahrene Mitarbeitende sowie entsprechende Berechtigungskonzepte. Internal Audit prüft im Rahmen der Audit Prozesse im Konzern auch rechnungslegungsrelevante Sachverhalte und ist somit in den Gesamtprozess eingebunden. Durch diese aufeinander abgestimmten Prozesse, Systeme und Kontrollen stellen wir hinreichend sicher, dass der Rechnungslegungsprozess im Einklang mit den IFRS, dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen abläuft und zuverlässig ist. Risikokategorisierung Die für uns relevanten Risiken haben wir in den folgenden Kategorien gebündelt:
Insgesamt liegt die Zuordnung der Risiken in die Bewertungskategorien auf einem leicht höheren Niveau gegenüber dem Vorjahr. In vier Bereichen wurden Anpassungen der Zuordnung vorgenommen. Im Bereich der Personalrisiken, die Teil der Risiken aus operativen Prozessen sind, erfolgte unter Berücksichtigung von aktuellen Entwicklungen im Bereich von möglichen Risiken aus Personalkostenanstiegen im Zusammenhang mit inflationsbedingten Lohn und Gehaltsanpassungen eine Anpassung von "gering" auf "mittel". Im Bereich der Zins- und Bewertungsrisiken, die Teil der finanzwirtschaftlichen Risiken sind, erfolgte auf Grund des Risikos steigernder Zinsen eine Anpassung von "gering" auf "mittel". Zudem wurden die Risiken aus Informationssicherheit von "gering" auf "mittel" angepasst. Risiken aus externen Rahmenbedingungen Zu den Risiken aus externen Rahmenbedingungen zählen wir im Wesentlichen Risiken der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, d.h. konjunkturelle Risiken und regulatorische Risiken. Konjunkturelle Risiken - Konjunkturelle Risiken für unsere Regionen ergeben sich, wenn positive Impulse aus der Weltwirtschaft und aus den uns relevanten Märkten ausbleiben und die Wachstumsraten hinter den volkswirtschaftlichen Prognosen zurückbleiben. Der Ausblick auf das Wachstum der Weltwirtschaft ist weiterhin von extrem hoher Unsicherheit geprägt, insbesondere aufgrund
Risiken bestehen auch dadurch, dass die Verschuldung in den vergangenen Jahren sowohl in zahlreichen Industrieländern als auch in vielen Schwellenländern deutlich angestiegen ist. Die zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen zur Abschwächung von Pandemie-Folgen sowie von Folgen des Russland-Ukraine Konflikts und der allgemeinen Inflation, insbesondere der Energiepreisinflation, können diese Entwicklung noch verstärken. Die Konjunkturentwicklung und die entsprechenden länderspezifischen Rahmenbedingungen beobachten wir kontinuierlich. Unsere ausführliche aktuelle Konjunktureinschätzung können dem Kapitel "Makro- und Branchenumfeld" entnommen werden. Die beschriebenen konjunkturellen Risiken können unsere geschäftlichen Perspektiven in einzelnen Märkten einschränken und somit zu Absatzrisiken führen. Dies kann zu Projektverzögerungen oder -ausfällen führen. Als weiterer Effekt könnte die Wettbewerbsintensität auf allen Märkten zunehmen und dies den Preisdruck verschärfen. Auch kann es zu Forderungsausfällen kommen. Wir sind bestrebt, diesen Tendenzen durch professionelles Projektmanagement in Verbindung mit umfassenden Bonitätsprüfungen der Kunden entgegen zu wirken. Schutz vor starkem Preisdruck sollen zudem Kundenbindungsstrategien, eine hohe Servicequalität, Effizienzprogramme und nicht zuletzt innovative und nachhaltige Produktlösungen bieten. Sowohl das Service- als auch das Modernisierungsgeschäft ist bezüglich des Geschäftsvolumens weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Kundenbindungsstrategien sollen dabei helfen, möglichen Verlusten von Wartungseinheiten entgegenzuwirken. Zudem werden wir kontinuierlich Effizienzprogramme umsetzen, um steigenden Personal- und Materialkosten sowie möglichen Effekten aus einem erhöhten Preisdruck entgegenzuwirken. Das Neuanlagengeschäft kann hingegen aufgrund seiner Verzahnung mit dem Bausektor durchaus größeren Schwankungen auf Grund konjunktureller Risiken unterliegen. Wegen der längeren Projektlaufzeiten in diesem Geschäftsfeld sind etwaige Rückgänge i.d.R. jedoch weitgehend vorhersehbar; deshalb können wir hier in vielen Fällen frühzeitig Gegenstrategien entwerfen und Kapazitätsanpassungen vornehmen. Risiken, die sich aus den zunehmenden Geschäftsaktivitäten auf den stärker vom Neuanlagengeschäft und damit von der Baukonjunktur abhängigen asiatischen Märkten ergeben, wollen wir durch unsere Präsenz auf den etablierten Märkten in Europa und Amerika weitgehend ausgleichen. Den möglichen konjunkturellen Risiken in den Schwellenländern wollen wir durch den Ausbau des Modernisierungs- und Servicegeschäfts sowie konsequente Effizienzverbesserungen begegnen. Insgesamt können wir für unser gesamtes Geschäft Absatzrisiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Märkten durch unsere globale Ausrichtung und damit unserem breiten Spektrum an Absatzmärkten entgegenwirken. Auch unsere diversifizierten Kundenstrukturen tragen dazu bei, unsere Absatzrisiken zu reduzieren. Regulatorische Risiken - Aus neuen Gesetzen und anderen oder veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen, d.h. aus veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene können sich neben Chancen auch Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten ergeben, wenn sie für uns im Vergleich zu unseren Wettbewerbern mit höheren Kosten oder spezifischen sonstigen Nachteilen direkt oder im Hinblick auf unsere Wertschöpfungskette verbunden sind. Wegen der weltweiten Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit sind wir Risiken ausgesetzt, die sich aus Handelsbeschränkungen wie Antidumping-/Antisubventionszöllen ergeben. Daraus resultierende Risiken auf unsere Materialkosten subsumieren wir in unseren Beschaffungsrisiken (siehe hierzu den Abschnitt "Risiken aus operativen Prozessen"). Darüber hinaus können sich Risiken aus Exportbeschränkungen, besonderen Überwachungsmaßnahmen, Embargomaßnahmen, weitreichenden Wirtschaftssanktionen gegen bestimmte Länder, Personen, Unternehmen und Organisationen sowie aus anderen protektionistisch oder politisch motivierten Hemmnissen ergeben. Siehe hierzu auch die Erläuterungen im Abschnitt "Rechtliche Risiken und Compliance Risiken". Wenn sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen aufgrund der genannten Risiken schwächer als in der Planung berücksichtigt entwickeln sollten, sind die Risiken für uns aus externen Rahmenbedingungen insgesamt als "hoch" einzuschätzen. Insgesamt hat sich die Risikoeinschätzung im Vergleich zum Vorjahr für alle in diesem Abschnitt genannten Risiken aus externen Rahmenbedingungen nicht verändert. Risiken aus operativen Prozessen Zu den Risiken aus operativen Prozessen zählen wir Beschaffungsrisiken, Produktions- und Auftragsrisiken, Risiken der Informationssicherheit, sowie Personalrisiken. Beschaffungsrisiken - Um unsere hochwertigen Produkte herstellen und Dienstleistungen anbieten zu können, beschaffen wir Rohstoffe, andere Vormaterialien und Komponenten oder nutzen Dienstleistungen von Sublieferanten. Die Einkaufspreise können dabei je nach Marktsituation erheblich schwanken und unsere Kostenstrukturen belasten. Dies kann sich auch aus Handelsbeschränkungen wie Antidumping-/ Antisubventionszöllen ergeben. Ebenso können Lieferanten ausfallen, die gelieferte Qualität nicht den Anforderungen entsprechen oder Transportwege eingeschränkt sein und Lieferungen nicht oder nur verzögert erfolgen, was wiederum unsere Produktion oder unsere angebotenen Dienstleistungen, unsere Kostenstruktur und die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden gefährden kann. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass geplante Maßnahmen im Bereich Beschaffung zur Verbesserung der operativen Effizienz und Kompensation von Materialpreissteigerungen nicht in der geplanten Höhe oder der erwarteten Zeit zum Tragen kommen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation auf den globalen Beschaffungsmärkte sind die in dieser Kategorie identifizierten Risiken als "hoch" eingestuft. Wir sind bestrebt mit Maßnahmen zur Margen- und Preissicherung, einem aktiven Beschaffungsmanagement und bei Bedarf der Nutzung alternativer Beschaffungsquellen diesen Risiken entgegenzuwirken. Produktions- und Auftragsrisiken - In unseren Werken kann es weiterhin auf Grund von regional verschärften Entwicklungen der COVID-19 Pandemie, aufgrund von Lieferengpässen oder anderen ungünstigen Konstellationen, ggf. auch durch Energieknappheit, und Entwicklungen zu Betriebsunterbrechungen, verzögerter Auftragsabwicklung oder Sachschäden kommen. Neben den Kosten für die Schadensbeseitigung besteht vor allem das Risiko, dass eine Betriebsunterbrechung oder Lieferengpässe zu Produktionsausfällen oder -verzögerungen führt und in der Konsequenz die Erfüllung unserer vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden insbesondere im Neuanlagengeschäft gefährden kann. Wir begegnen diesen Risiken mit regelmäßigen Instandhaltungsmaßnahmen sowie mit Modernisierungen und Investitionen in unsere Maschinen und Produktionsanlagen. Darüber hinaus schließen wir in angemessenem Umfang Versicherungen ab und transferieren so Risiken auf externe Dienstleister. Im Rahmen der Produktion, aber auch der Installation, Wartung und Nutzung unserer Produkte können Unfallrisiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine sicherheitsorientierte Konzernkultur sowie ein umfassendes Maßnahmenbündel unserer Arbeitssicherheit zu den Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz sollen dazu beitragen, die Unfallrisiken für unsere Mitarbeitende und Subunternehmer zu minimieren. Vor allem bei der Abwicklung komplexer Großprojekte bestehen inhärente Auftragsrisiken. Diesen versuchen wir mit gezielten Projektsteuerungsmaßnahmen zu begegnen. Risiken aus möglichen Materialpreissteigerungen und aus möglichen Lieferengpässen wollen wir durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess und optimierte Beschaffungsstrategien kompensieren. Produkt- und Prozessqualität sowie die Erfüllung entsprechender Qualitätsanforderungen unserer Kunden haben für uns höchste Priorität. Es ist aber nicht auszuschließen, dass wir diese Qualitätsstandards nicht immer einhalten können. Den daraus entstehenden Risiken versuchen wir mit umfangreichen Maßnahmen im Rahmen von Produktions- und Qualitätssicherungssystemen und bei Bedarf mit bilanzieller Vorsorge zu begegnen. Risiken bestehen auch dahingehend, dass geplante Maßnahmen im Bereich des Neuanlagengeschäfts sowie unserer Modernisierungs- und Service-Aktivitäten zur Verbesserung der operativen Effizienz nicht in der geplanten Höhe oder der erwarteten Zeit zum Tragen kommen. Unsere Risiken aus der Produktion- und Auftragsabwicklung bewerten wir insgesamt als "mittel". Risiken aus der Entwicklung der COVID-19 Pandemie und deren Auswirkungen subsumieren wir dabei innerhalb der Risiken der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Risiken der Informationssicherheit - Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind verschiedenen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen gefährden. Wir überprüfen daher kontinuierlich unsere Prozesse und Technologien. Die Systeme werden bei Bedarf unmittelbar aktualisiert und Prozesse angepasst. Die IT- gestützte Integration unserer Geschäftsprozesse setzt zwingend voraus, dass die mit ihr verbundenen Risiken für unsere Gesellschaften und Geschäftspartner kontinuierlich minimiert werden. Dies gilt umso mehr mit fortschreitender Digitalisierung unserer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse - auch unter Nutzung Cloud-basierter Anwendungen. Die Zahl der Angriffe auf die IT-Infrastruktur großer deutscher Unternehmen nimmt weiter zu. In diesem Zusammenhang haben wir Maßnahmen getroffen, um unser Management der Informationssicherheit und die eingesetzten Sicherheitstechnologien weiterzuentwickeln. Ein Schwerpunkt ist dabei der Schutz unserer Systeme vor unbefugten Zugriffen zwecks Spionage oder Sabotage. Wir überprüfen dabei regelmäßig die Sicherheit der Infrastruktur durch Schwachstellenanalysen und ergreifen notwendige Korrekturmaßnahmen. Ein sehr wichtiges Thema ist für uns auch die Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden für den sorgsamen Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen. In diesem Zusammenhang führen wir interne Kommunikationskampagnen durch und verfolgen das Ziel, dass durch eine entsprechende technische Unterstützung die Wahrung der Vertraulichkeit von Informationen gewährleistet ist. Gemeinsam mit den Datenschutzbeauftragten von TK Elevator haben unsere Experten die Zielsetzung, dass personenbezogene Daten ausschließlich gemäß den Regelungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung und des neuen Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Außerhalb der Europäischen Union richtet sich die Verarbeitung personenbezogener Daten nach den jeweils geltenden lokalen Gesetzgebungen. Alle diese Maßnahmen sollen uns weiterhin ermöglichen, die Geschäftsinformationen bei TK Elevator sowie die Privatsphäre unserer Geschäftspartner und Mitarbeitenden zu schützen und angemessen auf mögliche neue Risiken zu reagieren. Insgesamt bewerten wir unsere Risiken der Informationssicherheit mit "mittel" unter Berücksichtigung der zunehmenden Anzahl von Angriffen auf die IT-Infrastruktur großer deutscher Unternehmen sowie der im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine erhöhten Risiken globaler Cyber-Angriffe. Personalrisiken - Um unsere wachstums- und performance-orientierte Strategie erfolgreich umzusetzen, benötigen wir engagierte und hochqualifizierte Mitarbeitende und Führungskräfte. Dabei besteht das Risiko, entsprechende Leistungsträger nicht in ausreichendem Maße zu finden, um offene Stellen zu besetzen. Pandemiebedingt kann es darüber hinaus zu vorübergehenden Personalengpässen kommen, der Schutz der Gesundheit der Mitarbeitende hat für uns höchste Priorität. Dabei ist auch von entscheidender Bedeutung, dass wir wettbewerbsfähige Löhne und Gehälter an unsere Mitarbeitenden zahlen. Hier besteht auf Grund der aktuell allgemeinen Inflation das Risiko, dass Anpassungen im Bereich der Löhne und Gehälter gegebenenfalls höher ausfallen als geplant. Wir positionieren uns als attraktiven Arbeitgeber und versuchen eine langfristige Bindung der Mitarbeitenden an den Konzern zu fördern. Dazu gehören eine konsequente Managemententwicklung, Karriereperspektiven und attraktive Anreizsysteme. Wir beraten unsere Mitarbeitende zielgruppenorientiert, informieren interessierte Jugendliche frühzeitig über die Berufschancen bei TK Elevator und begleiten Auszubildende bei ihren ersten Schritten ins Arbeitsleben. Durch die Zusammenarbeit mit Schwerpunktuniversitäten nehmen wir frühzeitig Kontakt mit qualifizierten Studierenden auf, um den notwendigen Nachwuchs für uns zu gewinnen. Bei der Installation, Wartung und Nutzung der Produkte können Unfälle nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine sicherheitsorientierte Konzernkultur, eine entsprechende Auswahl von Mitarbeitenden sowie Schulungsprogramme zum sicheren Verhalten vor Ort unter der Maxime "Safety First" sollen die Unfallrisiken für unsere Mitarbeitenden minimieren. Wir wählen unsere Installations- und Servicemitarbeitenden sorgfältig aus und schulen sie so, dass eine größtmögliche Sicherheit und Qualität der von uns installierten und gewarteten Anlagen gegeben ist und Nutzer bestmöglich geschützt werden. Die Personalrisiken bewerten wir insgesamt mit "mittel", insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen allgemeinen Inflationsumfelds. Finanzwirtschaftliche und steuerliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den zentralen Aufgaben der TK Elevator GmbH als Cash Pool Führer und als operative Führungsgesellschaft zählt es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren, zu lenken und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns sicherzustellen. Ziel ist die Optimierung der Finanzierung und die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken. Ausfallrisiken - Um Ausfallrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten zu minimieren, werden solche Transaktionen nur mit Vertragspartnern abgeschlossen, die unsere internen Mindestanforderungen erfüllen. Das Kreditrisikomanagement definiert dabei Mindestvorgaben für die Auswahl von Vertragspartnern. Zudem unterliegen die ermittelten Bonitätsinformationen einer angemessenen, fortlaufenden Überwachung, die das Kreditrisikomanagement in die Lage versetzt, frühzeitig risikominimierend zu handeln. Außenstände und Ausfallrisiken im Liefer- und Leistungsgeschäft werden fortlaufend von den Tochterunternehmen überwacht. Liquiditätsrisiken - Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, halten wir auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung, einer monatlich rollierenden 18 Monats- Liquiditätsplanung sowie eines wöchentlich rollierenden 13 Wochen Cash Flow Forecasts langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Im Rahmen des Cash-Poolings werden die Mittel bedarfsgerecht an die Einzelgesellschaften weitergeleitet. Währungsrisiken - Wechselkursrisiken bezüglich Transaktionsrisiken, die sich aus der Internationalität des Geschäfts ergeben, reduzieren wir weitestgehend durch lokale Wertschöpfung und sichern die verbleibenden Risiken mit finanzwirtschaftlichen Instrumenten ab. Zur Sicherung dieser Risiken haben wir konzernweit einheitliche Richtlinien für das Devisenmanagement entwickelt. Grundsätzlich müssen alle Tochterunternehmen Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern. Dazu nutzen sie unsere zentrale Sicherungsplattform und lokale Banklinien. Wechselkursrisiken bezüglich Translationsrisiken, also Bewertungsrisiken für Positionen der Gewinn- und Verlustrechnungen, der Kapitalflussrechnung oder von Bilanzbeständen aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse von Ländern, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in die Berichtswährung des Konzerns, werden grundsätzlich nicht abgesichert. Zinsrisiken - Aufgabe unseres zentralen Zinsmanagements ist, das Zinsänderungsrisiko aus Geldanlagen und - aufnahmen zu steuern und zu optimieren. Ein Teil der Verschuldung des Konzerns basiert auf variablen Zinssätzen. Ein Großteil des inhärenten Risikos steigender variabler Zinssätze ist seit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 über derivative Finanzinstrumente bis zum Jahr 2027 abgesichert. Die vorgenannten finanzwirtschaftlichen Risiken sind nach Berücksichtigung der gewählten Steuerungsmaßnahmen als "mittel" zu bewerten, insbesondere auf Grund eines Restrisikos bezüglich des verbleibenden, kleineren Anteils der variabel verzinsten Verschuldung des Konzerns, der nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert ist. Bewertungsrisiken - Neben den vorgenannten finanzwirtschaftlichen Risiken ergibt sich ein weiteres finanzwirtschaftliches Risiko aus Bewertungsrisiken. Unsere strategischen Geschäftseinheiten (Cash Generating Units) werden im Rahmen der Konzernabschlusserstellung auf die Notwendigkeit von Wertberichtigungen hin überprüft. Diese Bewertungsrisiken überwachen wir kontinuierlich und bilden bei Bedarf bilanzielle Vorsorge. Aktuell bewerten wir diese Risiken als "mittel". Dieser Bewertung zu Grunde liegt im Wesentlichen die volatile und tendenziell steigende Zinsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die mit Unsicherheit behaftete Zinsprognose an den Kapitalmärkten. Steuerliche Risiken Durch ihre internationalen Strukturen und Verflechtungen unterliegen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften verschiedenen Rechtsvorschriften und Steuerprüfungen. Steuerliche Risiken entstehen somit - insbesondere bei grenzüberschreitenden Transaktionen - durch mögliche Änderungen von Rechtsvorschriften oder einer unterschiedlichen Auslegung der Vorschriften durch die Finanzbehörden. Risiken für mögliche Steuernachzahlungen oder andere Strafzahlungen werden im Konzern entsprechend gewürdigt und bei Bedarf entsprechende Rückstelllungen gebildet. Negative Auswirkungen auf das Konzernergebnis und den Cash Flow des Konzerns können sich dadurch ergeben, dass die daraus resultierende Belastung höher ausfällt als im Rahmen der Risikoeinschätzung bzw. Rückstellungsbildung unterstellt. Zur Reduzierung der Risiken werden Änderungen in Landesgesetzgebungen, nationale und internationale Transaktionen sowie laufende und geplante Steuerprüfungen durch Steuerexperten betreut und überwacht. Steuerliche Risiken bewerten wir aktuell insgesamt als "gering". Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken Zu den rechtlichen und den Compliance-Risiken zählen wir Prozessrisiken und Compliance-Risiken mit dem Schwerpunkt Kartellverstöße und Korruption. Prozessrisiken - Als Prozessrisiken definieren wir passive anhängige oder bevorstehende Rechtsstreitigkeiten oder passive behördliche oder verwaltungsgerichtliche Verfahren gegen TK Elevator. Im Konzern werden Prozessrisiken systematisch vierteljährlich mittels eines Software-Tools erfasst, kategorisiert, ausgewertet und im Rahmen der etablierten Risikomanagement-Prozesse an die Geschäftsführung von TK Elevator berichtet. Bei Ansprüchen, die Dritte geltend machen, prüfen wir sorgfältig, ob diese begründet sind. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden von eigenen Juristen begleitet sowie bei Bedarf von externen Anwälten. Prozessrisiken stufen wir aktuell als "gering" ein. Compliance-Risiken - Mit unserem strikten Compliance-Programm begegnen wir insbesondere den Risiken von Kartellverstößen, Korruption und im Bereich Datenschutz, da diese ein enormes Schadenspotenzial haben, und zwar sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch auf Reputationsschäden. Compliance Risiken können sich auch aus Risiken im Zusammenhang mit Exportbeschränkungen, besonderen Überwachungsmaßnahmen, Embargomaßnahmen, weitreichenden Wirtschaftssanktionen gegen bestimmte Länder, Personen, Unternehmen und Organisationen sowie aus anderen protektionistisch oder politisch motivierten Hemmnissen ergeben. Diese Beschränkungen können nicht nur unsere Geschäftsaktivitäten in einzelnen nationalen Märkten und damit unsere Absatzmöglichkeiten beeinträchtigen, sondern bei Verstößen zu teilweise erheblichen Strafen, Sanktionen sowie Reputationsschäden und Schadensersatzansprüchen führen. Wir achten deshalb konsequent darauf, die zoll- und exportkontrollrechtlichen Bestimmungen wie auch die sonstigen Handelsbeschränkungen einzuhalten. Compliance Risiken stufen wir aktuell als "mittel" ein. Dies basieren wir auf den erheblichen potenziellen finanziellen Effekten. Auf Grund der umfangreichen Maßnahmen im Bereich des Compliance Management (siehe hierzu auch den Abschnitt "Compliance"), mit denen wir genau diese Compliance Risiken verhindern wollen, bewerten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Risikos jedoch als gering.
Düsseldorf, 09. Januar 2023 TK Elevator Topco GmbH Die Geschäftsführung Uday Yadav Dr. Voet van Vormizeele Ercan Keles KonzernbilanzAktiva
Passiva
1) Das Stammkapital beinhaltet ein
Gründungskapital in Höhe von 25 Tausend €.
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
1) Das Stammkapital beinhaltet ein
Gründungskapital in Höhe von 25 Tausend €.
Siehe auch die begleitenden Erläuterungen im Anhang. Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzernanhang01 Vorbemerkungen und Unternehmensinformationen Die TK Elevator Topco GmbH ("TK Elevator Topco" oder "Gesellschaft") ist eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Essen und der Geschäftsanschrift E-Plus-Str. 1, 40472 Düsseldorf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Essen unter der Kennzeichnung HRB 31007 eingetragen. Alleingesellschafterin ist die Vertical Topco II SA, Luxemburg. Der vorliegende Konzernabschluss der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern" oder "TK Elevator") wurde von der Geschäftsführung am 09. Januar 2023 aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Der TK Elevator Konzern befindet sich in der Kontrolle der TK Elevator Topco, welche als Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den größten und zeitgleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzern ist hauptsächlich mit der Entwicklung, Planung, Produktion, Installation, Wartung und Modernisierung von Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Treppen- und Plattformliften, Fluggastbrücken und anderen Fördermitteln für Personen und Lasten sowie damit im Zusammenhang stehenden Service- und Dienstleistungsgeschäften beschäftigt. Die TK Elevator GmbH hat die operative Führung über den Konzern. 02 Grundlagen der Berichterstattung Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Aktiva und Passiva werden nach Fälligkeiten klassifiziert. Sie werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie innerhalb eines Jahres oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus der zum Konzern gehörenden Unternehmen und Betriebe fällig werden oder wenn der Vermögenswert primär für Handelszwecke gehalten wird. Bei den Passiva erfolgt zudem eine Einstufung als kurzfristig, sofern kein uneingeschränktes Recht vorliegt, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden im Allgemeinen als kurzfristig ausgewiesen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen werden als langfristig ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Die Veränderungen des Eigenkapitals zeigen die Veränderungen des gesamten, den Gesellschaftern des Unternehmens zurechenbaren Eigenkapitals und die Veränderungen des Eigenkapitals zu den nicht-beherrschenden Anteilen im Geschäftsjahr. Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode erstellt. 03 Wesentliche Grundsätze der Rechnungslegung Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Die im Konzernabschluss angegebene Jahreszahl 2021/2022 bezieht sich auf das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2021 bis 30. September 2022. Die Jahreszahl 2020/2021 bezieht sich auf das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2020 bis 30. September 2021. Negative Beträge werden im Konzernabschluss in Klammern dargestellt, während positive Beträge immer ohne Klammer ausgewiesen werden. Konsolidierung In den Konzernabschluss sind die Gesellschaft sowie alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar beherrscht (Tochterunternehmen). Dies ist in der Regel gegeben, wenn die Gesellschaft über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt. Die Abschlüsse werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital verrechnet. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile von anderen Gesellschaftern (Nicht beherrschende Anteile) werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements), bei denen zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung über eine Aktivität ausüben, sind entweder als gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) oder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einer gemeinschaftlichen Tätigkeit oder einem Gemeinschaftsunternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns eliminiert. Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Gemeinschaftsunternehmens entstehen, sind in den jeweiligen fortgeführten Beteiligungsbuchwerten enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens oder einer gemeinschaftlichen Tätigkeit resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Währungsumrechnung Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Gesellschaft und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Zum Abschlussstichtag nominal in Fremdwährung gebundene monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet wurden, werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion gültigen Wechselkurs erfasst. Nicht monetäre Posten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Die Vermögens- und Schuldposten der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag von der funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen aus den ausländischen Tochterunternehmen werden mit Durchschnittskursen der entsprechenden Periode umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und die Nettogewinne oder -verluste aus der Währungsumrechnung werden zusammengefasst innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Scheidet das betreffende Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, werden diese Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst. Bei Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen nicht in der Landeswährung abwickeln, ist die funktionale Währung die Währung des primären Wirtschaftsumfeldes der Gesellschaft. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die Abschlüsse in der funktionalen Währung nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet. Die Wechselkurse der für den Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt: Währungen
Der russische Rubel-Kurs unterlag im Geschäftsjahr 2021/2022 deutlichen Schwankungen und die Europäische Zentralbank hat die Veröffentlichung des Euro-Referenzkurses für den Rubel (RUB) mit Wirkung vom 2. März 2022 ausgesetzt. Deshalb wurde der Wechselkurs über Bloomberg generiert und die russische Gesellschaft wurde somit mit einem Stichtagskurs von 59,33 RUB und einem Durchschnittskurs von 78,89 RUB (Basis: 1€) in den Konzernabschluss einbezogen. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden planmäßig linear über ihre betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben, dabei werden folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Firmenwerten wird immer eine unbegrenzte Nutzungsdauer unterstellt. Zudem liegt bei den Marken im Wesentlichen ebenfalls eine unbegrenzte Nutzungsdauer vor. Wertminderungsaufwendungen für Firmenwerte werden in den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen, während die Wertminderungsaufwendungen für sonstige immaterielle Vermögenswerte in den Umsatzkosten erfasst werden. Sachanlagen Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten separat über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über ihre betriebsübliche Nutzungsdauer abgeschrieben; dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte Zu jedem Bilanzstichtag und bei Vorliegen eines Triggering Events überprüft der Konzern die Buchwerte der Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer bzw. aufgrund von Triggering Events die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer und Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den Cash Generating Units zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich zum 30. September auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 05. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes. Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes, wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Units verteilt. Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrages. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig. Leasing In Übereinstimmung mit IFRS 16 müssen die Rechte und Pflichten aus Leasingverträgen als Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und als eine entsprechende Leasingverbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers ausgewiesen werden. Daraus ergeben sich die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Ein Vertrag begründet ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag den Leasingnehmer dazu berechtigt
Der Konzern als Leasingnehmer weist im Allgemeinen für alle Leasingverträge in der Bilanz einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht an den geleasten Vermögenswerten und eine Verbindlichkeit für die Leasingzahlungsverpflichtungen zum Barwert aus. Die unter Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte für Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Zahlungen für Nichtleasing-Komponenten werden nicht in die Bestimmung der Leasingverbindlichkeit einbezogen. Die unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten spiegeln den Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen zum Zeitpunkt der Nutzungsüberlassung des Vermögenswertes wider. Leasingraten werden mit dem im Leasingvertrag zugrundeliegenden Zinssatz abgezinst, sofern dieser ohne weiteres ermittelt werden kann. Andernfalls werden sie mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers abgezinst. Die Ableitung des Zinssatzes basiert auf der Annahme, dass über einen angemessenen Zeitraum ein angemessener Betrag an Mitteln in Höhe eines dem Nutzungsrecht vergleichbaren Vermögenswertes unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfelds und vergleichbarer Sicherheiten aufgebracht wird. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten die folgenden Leasingzahlungen:
Das Nutzungsrecht wird zu Anschaffungskosten bewertet, welches sich wie folgt zusammensetzt:
Die Folgebewertung wird zu amortisierten Kosten durchgeführt. Das Nutzungsrecht wird linear über die Leasingdauer abgeschrieben, es sei denn, die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes ist kürzer. Wenn der Leasingvertrag eine Kaufoption enthält, die hinreichend sicher ausgeübt wird, wird das Nutzungsrecht über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Bei der Folgebewertung wird die Leasingverbindlichkeit aufgezinst, und der entsprechende Zinsaufwand wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die geleisteten Leasingzahlungen verringern den Buchwert der Leasingverbindlichkeit. In Übereinstimmung mit den Ausnahmeregelungen für die Erfassung werden geringwertige Leasingverträge und kurzfristige Leasingverträge (weniger als zwölf Monate) in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Der Konzern hat bestimmte Anlagenklassen (z.B. PCs, Telefone, Drucker, Kopierer) identifiziert, die regelmäßig Leasinganlagen von geringem Wert enthalten. Außerhalb dieser Anlagenklassen werden nur geleaste Vermögenswerte mit einem Wert von bis zu 5.000 € als geringwertige Leasinggegenstände klassifiziert. Darüber hinaus werden die Regelungen nicht auf das Leasing von immateriellen Vermögenswerten angewandt. Bei Verträgen, die sowohl eine Nicht-Leasing-Komponente als auch eine Leasing-Komponente umfassen, muss jede Leasing-Komponente getrennt von der Nicht-Leasing-Komponente als Leasingverhältnis bilanziert werden. Der Leasingnehmer muss die vertraglich vereinbarte Zahlung auf der Grundlage des relativen Einzelveräußerungspreises der Leasingkomponente und des aggregierten Einzelveräußerungspreises der Nichtleasingkomponenten auf die einzelnen Leasingkomponenten aufteilen. Darüber hinaus werden konzerninterne Leasingverhältnisse in der Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 als laufender Aufwand dargestellt. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird auf der Grundlage der unkündbaren Grundlaufzeit festgelegt. Insbesondere Immobilienleasingverträge enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Solche Vertragsbedingungen bieten dem Konzern die größtmögliche betriebliche Flexibilität. Bei der Festlegung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden alle Fakten und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, Verlängerungsoptionen auszuüben oder Kündigungsoptionen nicht auszuüben. Änderungen der Leasingdauer durch die Ausübung oder Nichtausübung solcher Optionen werden nur dann in der Leasingdauer berücksichtigt, wenn sie angemessen sicher sind und auf einem Ereignis beruhen, das im Einflussbereich des Leasingnehmers liegt. Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Wenn Handelstag und Erfüllungstag auseinanderfallen, ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung bzw. den bilanziellen Abgang bei originären Finanzinstrumenten der Erfüllungstag maßgeblich; bei derivativen Finanzinstrumenten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein unbedingtes Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie gehaltene Eigen- und Fremdkapitalinstrumente. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder haben maximal eine Laufzeit von drei Monaten. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum einen anhand der Charakteristika der mit dem finanziellen Vermögenswert einhergehenden Zahlungsströme und zum anderen anhand des Geschäftsmodells, nach dem der Konzern die finanziellen Vermögenswerte steuert. Für separate Portfolios gleichartiger Fremdkapitalinstrumente können unterschiedliche Geschäftsmodelle gelten. Wird ein Fremdkapitalinstrument mit dem Ziel gehalten, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und stellen die Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen dar, erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Konzern sind dies im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte, Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder. Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zukünftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst. Derivate, die sich nicht für Hedge Accounting qualifizieren, werden ebenfalls erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte werden unter Berücksichtigung der künftig erwarteten Verluste (Expected Loss Modell) bewertet. Dabei erfolgt die Ermittlung des zukünftig zu erwartenden Kreditausfalls unter Berücksichtigung von zukunftsorientierten Informationen grundsätzlich durch Multiplikation der drei Parameter Buchwert des finanziellen Vermögenswertes, Ausfallwahrscheinlichkeit und Schadensquote. Der Konzern wendet das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 an und berücksichtigt die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste aus allen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aktiven Vertragspositionen. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte ist der erwartete Kreditverlust anzusetzen, der innerhalb der nächsten 12 Monate zu erwarten ist. Aufgrund der kurzen Laufzeiten entspricht dieser im Konzern im Wesentlichen dem über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verlust. Zur Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle insbesondere zur Ermittlung der erwarteten Ausfallraten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat der Konzern ein Modell entwickelt, dass grundsätzlich anzuwenden ist. Die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit erfolgt auf Basis von historischen Ausfallraten unter Berücksichtigung zukunftsgerichteter Informationen. Dabei wird dem jeweiligen Geschäftsmodell, den Kundengruppen und dem ökonomischen Umfeld der Region Rechnung getragen. Ein Ausfall wird grundsätzlich nach 360 Tagen angenommen. Finanzielle Vermögenswerte werden im Rahmen von Einzelwertberichtigungen ganz oder teilweise abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung z.B. aufgrund langer Überfälligkeit, Insolvenz- oder vergleichbarer Verfahren nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass eine vollständige Realisierung möglich ist. Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag vereinnahmt. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung, die in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert zu begleichen ist. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden die Transaktionskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, periodisch nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls realisiert wurden. Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Der Konzern macht von der Möglichkeit, finanzielle Verbindlichkeiten bei erstmaliger Erfassung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, keinen Gebrauch. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente, im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und Zinsderivate, werden grundsätzlich zur Reduzierung des Währungsrisikos bzw. des Zinsrisikos aus variabel verzinslichen Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eingesetzt. Solche derivativen Finanzinstrumente und sogenannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit der beizulegende Zeitwert positiv ist, erfolgt ein Ausweis als finanzieller Vermögenswert, andernfalls als finanzielle Verbindlichkeit. Wenn keine bilanzielle Sicherungsbeziehung besteht, werden sie als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert und die Gewinne oder Verluste aus den Zeitwertschwankungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Bilanzielle Sicherungsbeziehungen bestehen vor allem zur Absicherung von Währungsrisiken aus festen vertraglichen Verpflichtungen in Fremdwährung sowie zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Besteht eine Sicherungsbeziehung im Rahmen eines Cashflow Hedges, wird zwischen einem effektiven und einem ineffektiven Teil der Zeitwertschwankungen unterschieden. Der effektive Teil der Zeitwertschwankung wird zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasst. Der Konzern macht von dem Wahlrecht Gebrauch, Sicherungskosten im Zusammenhang mit designierten Fremdwährungsderivaten zunächst als Kosten der Absicherung ebenfalls im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital separat zu erfassen. Eine Umgliederung beider Komponenten in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt dann, wenn das Grundgeschäft ergebniswirksam erfasst wird. Der ineffektive Teil der Zeitwertschwankungen wird direkt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Der Ausweis der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Ausweis der abgesicherten Grundgeschäfte. Werden Devisen- oder Warentermingeschäfte zur Absicherung von Absatzrisiken abgeschlossen, erfolgt der Ausweis innerhalb der Umsatzerlöse. Dienen die Sicherungsgeschäfte der Absicherung von Beschaffungsrisiken erfolgt ein Ausweis in den Herstellungskosten des Umsatzes und bei einer Absicherung von Finanzierungsrisiken entsprechend innerhalb des Finanzergebnisses. Weitere Ausführungen zu den derivativen Finanzinstrumenten enthält Anhang-Nr. 21. Ertragsteuern Ertragsteuern umfassen alle laufenden und latenten Steuern auf Grundlage des steuerpflichtigen Gewinns. In ihre Berechnung werden die gültigen gesetzlichen Regelungen in den Ländern, in denen der Konzern tätig ist, einbezogen. Zinsen und sonstige Zuschläge im Zusammenhang mit Ertragsteuern werden nicht im Ertragsteueraufwand erfasst. In diesem Rahmen sind Beurteilungen durch das Management erforderlich, die von den Interpretationen lokaler Steuerbehörden abweichen können. Wenn sich hieraus für die Vergangenheit Änderungen der Ertragsteuern ergeben, werden diese in der Periode nachgeholt, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. Grundsätzlich ermitteln sich die Ertragsteuern auf Basis der im Geschäftsjahr ausgewiesenen Gewinne. Soweit Sachverhalte direkt im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals erfasst werden, werden auch die darauf entfallenden Ertragsteuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Laufende Ertragsteuern werden in der Höhe erfasst, in der davon ausgegangen wird, dass sie zukünftig gegenüber den Finanzbehörden bezahlt werden müssen. Latente Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und der Konzernbilanz angesetzt. Sie umfassen auch Wertansätze für steuerliche Verlustvorträge und Steuerguthaben. Insoweit aktive latente Steuern entstehen, werden diese hinsichtlich ihrer zukünftigen Realisierbarkeit bewertet und angepasst. Zur Bewertung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Kumuliertes sonstiges Ergebnis In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Marktbewertung von Fremdkapitalinstrumenten und von derivativen Finanzinstrumenten im Cashflow-Hedge, Sicherungskosten im Zusammenhang mit designierten Fremdwährungsderivaten, Wertminderungen auf Finanzinstrumente der Bewertungskategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" sowie der Anteil am sonstigen Ergebnis, der auf Gemeinschaftsunternehmen entfällt, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Die Neubewertungskomponente der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wird in der Periode, in der sie als sonstiges Ergebnis erfasst wird, unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen für leistungsorientierte Pensionspläne sind zum Bilanzstichtag nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Soweit im Zusammenhang mit dem Fondsvermögen Zahlungsverpflichtungen aufgrund von Mindestdotierungsvorschriften für bereits erdiente Leistungen bestehen, kann dies auch zum Ansatz einer zusätzlichen Rückstellung führen, wenn der wirtschaftliche Nutzen eines sich unter Berücksichtigung der noch zu leistenden Mindestdotierungen ergebenden Finanzierungsüberhangs für das Unternehmen begrenzt ist. Determinanten für die Begrenzung sind der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen (asset ceiling). Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Pensionspläne werden mit Ausnahme des Nettozinsaufwands sämtliche Aufwendungen und Erträge innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der in den Netto-Pensionsaufwendungen enthaltene Nettozinsaufwand wird im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst. Wertänderungen aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Sie setzen sich aus den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, dem Ertrag aus dem Planvermögen und den Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenze (asset ceiling) abzüglich der bereits jeweils im Nettozinsaufwand enthaltenen Beträge zusammen. Latente Steuern auf die Wertänderungen aus der Neubewertung werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden ("Multi-Employer" Pläne). Dabei handelt es sich im Grundsatz sowohl um leistungs- als auch um beitragsorientierte Versorgungspläne. Soweit im Zusammenhang mit gemeinschaftlich unterhaltenen leistungsorientierten Versorgungsplänen die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne wie jeder andere leistungsorientierte Plan bilanziert, andernfalls wie beitragsorientierte Pläne. Insbesondere in den USA und den Niederlanden gibt es gemeinschaftlich unterhaltene leistungsorientierte Versorgungspläne, die wie beitragsorientierte Pläne bilanziert werden, da eine Zuordnung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens zu den teilnehmenden Unternehmen nicht möglich ist. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat, diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung mit dem Marktzins abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfällen. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die enthaltenen abgrenzbaren Leistungsverpflichtungen, d.h. die vertraglich zugesagten Güter oder Dienstleistungen, auf den Kunden übertragen werden. Die Übertragung erfolgt hierbei mit Erlangung der Kontrolle über die zugesagten Güter oder Dienstleistungen durch den Kunden. Dies ist grundsätzlich dann der Fall, wenn der Kunde die Fähigkeit hat, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen zu ziehen. Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden entsprechen dem Transaktionspreis. Der Transaktionspreis enthält nur dann auch variable Gegenleistungen, sofern eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass es bei einem tatsächlichen Eintreten der variablen Gegenleistung nicht zu einer wesentlichen Stornierung von Umsatzerlösen kommt. Variable Gegenleistungen können z.B. Volumenrabatte, Vertragsstrafen wegen Terminüberschreitung, Erfolgsprämien wegen Terminunterschreitung oder Gutschriften im Zusammenhang mit Bonusvereinbarungen umfassen. Eine Anpassung des Transaktionspreises um eine Finanzierungskomponente erfolgt nicht, da insbesondere der Zeitraum zwischen der Übertragung von Gütern und Dienstleistungen und der Zahlung des Kunden hierfür grundsätzlich unter 12 Monaten liegt. Enthält ein Kundenvertrag mehrere eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen, erfolgt eine Aufteilung des Transaktionspreises auf Grundlage der relativen Einzelveräußerungspreise. Die Einzelveräußerungspreise werden hierbei aus direkt beobachtbaren Marktpreisen abgeleitet oder anhand anerkannter Schätzmethoden bestimmt. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Waren werden zeitpunktbezogen mit Übergang der Kontrolle auf den Kunden erfasst. Die Bestimmung des Zeitpunkts des Kontrollübergangs erfolgt hierbei auch unter Berücksichtigung der mit dem Kunden vereinbarten Lieferklauseln. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden im Neuanlagen- und Modernisierungsgeschäft werden zeitraumbezogen unter Verwendung der Percentage-of-Completion-Methode erfasst. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich in der Regel aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Auftragsverluste werden sofort aufwandswirksam berücksichtigt und in der Bilanz innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die zeitraumbezogene Umsatzerfassung aus der Erbringung von Dienstleistungen erfolgt grundsätzlich durch eine lineare Verteilung des Transaktionspreises über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung. Zusätzliche Kosten für die Anbahnung eines Vertrages mit einem Kunden werden nur dann innerhalb der langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte aktiviert, wenn sie Verträge mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als 12 Monaten betreffen. Sie werden planmäßig über die Vertragslaufzeit linear abgeschrieben. Kosten für Vertragserfüllungsbürgschaften, Anzahlungsgarantien und vergleichbare Garantien im Zusammenhang mit Kundenverträgen werden als Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen und mindern das EBITDA damit nicht. Übersteigt die Leistungserbringung gegenüber dem Kunden die erhaltenen oder fälligen Zahlungen des Kunden, werden in der Bilanz in Höhe des übersteigenden Betrages Vertragsvermögenswerte angesetzt, soweit der Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden noch weiteren Bedingungen unterliegt. Unbedingte Zahlungsansprüche werden innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst und die Fälligkeit tritt ab diesem Zeitpunkt automatisch mit Zeitablauf ein. Übersteigen die erhaltenen oder fälligen Zahlungen des Kunden die Leistungserbringung, werden in der Bilanz in Höhe des übersteigenden Betrages Vertragsverbindlichkeiten erfasst. Für Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen werden Rückstellungen angesetzt, vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 15. Eine Gewährleistungsverpflichtung besteht für Haftungsübernahmen des Verkäufers für Fehlmengen oder Fehler bzw. Mängel hinsichtlich der Qualität eines Produktes, wobei die zukünftigen Kosten aus einer Gewährleistungsverpflichtung hinsichtlich Höhe, Eintrittsdatum und dem jeweiligen Kunden unbestimmt sind. Diese Gewährleistungsverpflichtungen stellen keine separaten Leistungsverpflichtungen im Sinne des IFRS 15 dar. Es wird eine Rückstellung gebildet, sofern diese verlässlich schätzbar ist. Die Höhe der Rückstellung bestimmt sich dabei nach der Schätzung aller Kosten, die nach Verkauf und Lieferung zur Behebung eventueller Mängel eintreten können. Bei den Produkthaftungsverpflichtungen handelt es sich um mögliche zukünftige Zahlungen für Schäden Dritter aus dem Gebrauch von schadhaften Produkten. Eine Rückstellung ist dann zu bilden, wenn spezielle Kenntnisse über entsprechende Ansprüche vorliegen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Absicht besteht, die Entwicklung fertigzustellen, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen. Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung des Konzerns ist gemäß des sogenannten "Management-Approach" an der internen Organisations- und Berichtsstruktur ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrundeliegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschlusses abgeleitet mit der Ausnahme, dass konzerninterne Leasingverhältnisse als laufender Aufwand abgebildet werden. Schätzungen und Beurteilungen Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss die Geschäftsführung Schätzungen und Beurteilungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, und fortlaufend überprüft; dies gilt insbesondere im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen der derzeitigen weltweiten COVID-19 Pandemie, des Kriegs in der Ukraine und der makroökonomischen Bedingungen (z.B. hinsichtlich der steigenden Zinsen und der Inflation). Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und Ermessensausübungen der Geschäftsführung in der Anwendung der IFRS, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben, sind insbesondere bei den folgenden Sachverhalten erforderlich: Bilanzierung von Erwerben Als Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert wird intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cashflows ist. Diese Bewertungen sind eng mit den Annahmen verbunden, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat, sowie mit den unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 04. Werthaltigkeit von Firmenwerten Der Konzern überprüft jährlich und sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows (vgl. Anhang-Nr. 05). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte. Dieses Vorgehen wird auch auf andere Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer angewandt. Werthaltigkeit von Vermögenswerten Bei Vorliegen bestimmter Ereignisse oder äußerer Umstände hat der Konzern einzuschätzen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert einer Sachanlage oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen, insbesondere bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze (vgl. Anhang-Nr. 05 und 06). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als überholt erweisen sollten. Sonstige Rückstellungen Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgten auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den sonstigen Rückstellungen abweichen, vgl. die Ausführungen unter Anhang-Nr. 15. Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden Bestimmte Konzerngesellschaften im Bereich Neuanlagen und Modernisierung tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als Fertigungsaufträge, bei denen die Umsatzerfassung zeitraumbezogen unter Verwendung der Percentage-of- Completion-Methode erfolgt. Die Umsätze werden hier entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschrittes. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Beurteilungen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an. Der Betrag von erwarteten variablen Gegenleistungen wird zu Beginn des Vertrages mit einem Kunden geschätzt. Die Schätzung erfolgt entweder mit dem wahrscheinlichkeitsgewichteten Erwartungswert oder mit dem wahrscheinlichsten Wert. Es wird hierbei die Schätzmethode stetig angewendet, die für den jeweiligen Kundenvertrag die bessere Prognose erwarten lässt. Der zu Vertragsbeginn geschätzte Betrag variabler Gegenleistungen wird zu jedem Bilanzstichtag neu geschätzt und falls erforderlich entsprechend angepasst. Die im Falle von Verträgen mit Kunden, die mehrere unterscheidbare Leistungsverpflichtungen enthalten, notwendige Aufteilung des Transaktionspreises auf die unterscheidbaren Leistungsverpflichtungen erfolgt anhand der relativen Einzelveräußerungspreise. Die verwendeten relativen Einzelveräußerungspreise entsprechen grundsätzlich direkt beobachtbaren Marktpreisen, zu denen die Konzerngesellschaft die Leistungsverpflichtungen separat an andere Kunden verkauft. Ist der Einzelveräußerungspreis nicht direkt beobachtbar, so erfolgt eine bestmögliche Schätzung des Einzelveräußerungspreises. In diesen Fällen kommen die Methode der angepassten Marktbeurteilung, die Kostenzuschlagsmethode oder die Restwertmethode zur Anwendung. Leasing Die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten und darin enthaltene wesentlichen Annahmen über die Leasinglaufzeit und die Ausübung von Verlängerungs- und Kaufoptionen erfolgt unter der Berücksichtigung aller vorliegenden Fakten und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, Verlängerungsoptionen auszuüben oder Kündigungsoptionen nicht auszuüben. Änderungen der Leasingdauer durch die Ausübung oder Nichtausübung solcher Optionen werden nur dann in der Leasingdauer berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Im Falle sich im Zeitablauf ändernder Fakten und Umstände erfolgt eine Neueinschätzung der Optionsausübung. Ertragsteuern Der Ansatz und die Bewertung von laufenden und latenten Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind von Einschätzungen des Managements über steuerliche Unwägbarkeiten, wie auch über die künftige Geschäftsentwicklung abhängig. Dies umfasst sowohl die Auslegung bestehender steuerlicher Vorschriften als auch die Werthaltigkeitsprüfung latenter Steuerforderungen. Diese Schätzungen werden angepasst, wenn ausreichende Hinweise für die Notwendigkeit einer solchen Änderung vorliegen. Die bei der Ermittlung der weltweiten Ertragsteuerpositionen erforderliche Ermessensausübung berücksichtigt die jeweils individuellen Umstände der vorliegenden Sachverhalte sowie der gegebenen nationalen Rechtsordnungen einschließlich der anzuwendenden Steuergesetze und unserer Auslegung derselben. Wir unterliegen regelmäßigen Betriebsprüfungen in- und ausländischer Steuerbehörden. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht zu realisieren sind (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerverbindlichkeiten gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie realisiert werden können. Die Einschätzung der steuerlichen Behandlung und die Bewertung der Positionen werden regelmäßig überprüft. Für noch nicht endgültig steuerliche veranlagte Jahre wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Dennoch können Steuerzahlungen, welche diese Vorsorge übersteigen, nicht ausgeschlossen werden. Leistungen an Arbeitnehmer Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen u.a. versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssatz, Gehaltsdynamik und Sterbewahrscheinlichkeit. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen, des Eigenkapitals sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen; vgl. auch die Ausführungen unter Anhang-Nr. 14. Rechtliche Risiken Unternehmen des Konzerns sind in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Ausgang dieser Fälle könnte einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen die Konzernunternehmen oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist. Im Rahmen der Übernahme von thyssenkrupp Elevator wurden Eventualverbindlichkeiten - unter anderem im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten - mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Auswirkungen der COVID-19 Pandemie sowie des Kriegs in der Ukraine Aufgrund der COVID-19 Pandemie bestehen unverändert Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Beurteilung der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Auswirkungen, die sich aus der COVID-19 Pandemie ergeben, haben unsere Business Units Asia/Pacific, Americas und Europe/Africa, die unser Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft umfassen, in unterschiedlichem Maße betroffen. Dabei waren Auswirkungen der COVID-19 Pandemie insbesondere in der Business Unit Asia/Pacific auf Grund von regionalen Lockdowns in China zu spüren. In der Business Unit Access Solutions zeichneten sich die Auswirkungen der COVID- 19 Pandemie insbesondere im Bereich Airport Solutions aufgrund eines reduzierten Passagieraufkommens zu Beginn des Geschäftsjahrs 2021/2022 ab, welches zu einem Rückgang der Neuinstallations- und Serviceaktivitäten aufgrund von Verschiebungen und Aussetzungen einiger Projekte führte. Die regionalen Lockdowns belasteten dabei auch das China-Geschäft im Bereich Home Solutions der Business Unit Access Solutions. Darüber hinaus beeinflusst der Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 die Weltwirtschaft und führt unter anderem zu einem zusätzlichen Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise. Die potentiellen Auswirkungen wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 laufend beurteilt. Neben den direkten Auswirkungen auf die operative Einheit Russia, Eastern Europe and Turkey (RET) in der Business Unit Europe/Africa sind nach dem derzeitigen Stand ebenso die indirekten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns, wie steigende oder in einigen Fällen stark schwankende Energie-, Material- und Rohstoffpreise weiterhin sehr ungewiss. Eine mögliche Gasverknappung aufgrund fehlender russischer Gaslieferungen und deren wirtschaftliche Auswirkungen werden derzeit als kein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung des gesamten Konzerns angesehen, wobei bestimmte Regionen, insbesondere in der Business Unit Europe/Africa, stärker betroffen sein könnten. Die Schätzungen zu den Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung sind durch die erhöhten Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und möglicher rezessiver Entwicklungen geprägt. Insbesondere vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie, des Kriegs in der Ukraine und den makroökonomischen Bedingungen (gestiegene Kapitalkosten sowie gestiegene Energie- und Rohstoffpreise) wurden die kritischen Sachverhalte Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (vgl. Anhang-Nr. 05 und 06), aktive latente Steuern (vgl. Anhang-Nr. 30), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte (vgl. Anhang-Nr. 09 und 10) unterjährig und zum Bilanzstichtag einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen. Im Ergebnis waren Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen insbesondere der operativen Einheit RET und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Vertragsvermögenswerte zu erfassen. Für die Kundenbeziehungen wurde zudem die Kündigungsrate der gewarteten Einheiten zum Zeitpunkt aus der Kaufpreisallokation von thyssenkrupp Elevator der Kündigungsrate des Geschäftsjahrs 2021/2022 gegenübergestellt. Ferner wurde auch die Adjusted Gross Marge (adjustierte Bruttomarge) der Serviceleistungen der letzten 12 Monate zum 30. September 2021 dem Geschäftsjahr 2021/2022 gegenübergestellt sowie die Entwicklung der Kapitalkosten auf Ebene der Cash Generating Units überprüft. Es lagen Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung auf der Ebene der Cash Generating Units vor, die über die Wertminderungen hinausgehen, die bereits zum 31. März 2022 bei der operativen Einheit RET innerhalb der Business Unit Europe/Africa erfasst wurden, die jedoch zu keiner zusätzlichen Wertberichtigung im Geschäftsjahr 2021/2022 geführt haben. Zum 31. März 2022 resultierte der Wertminderungstest, bedingt durch die unmittelbaren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung, in einem Wertminderungsaufwand der russischen Vermögenswerte in Höhe von 21 Mio €, welche innerhalb der Umsatzkosten in der operativen Einheit RET erfasst wurden. Hiervon entfallen 20 Mio € auf Kundenbeziehungen und 1 Mio € auf das Sachanlagevermögen. Die wechselkursbedingte Fortentwicklung der Wertminderung auf die Kundenbeziehungen beläuft sich zum 30. September 2022 auf 23 Mio €. Ein darüberhinausgehender Wertminderungsaufwand in Höhe von 2 Mio € wurde aufgrund der Wertuntergrenzen des IAS 36.105 nicht erfasst. Dieser bezieht sich im Wesentlichen auf aktivierte Nutzungsrechte im Zusammenhang mit IFRS 16. Der für die Bestimmung des Wertminderungsaufwands relevante erzielbare Betrag korrespondiert mit dem Nutzungswert, welcher bei 1 Mio € liegt und basierend auf einem Abzinsungssatz (nach Steuern) von 26% (der entsprechende Vor-Steuer-Diskontierungssatz beläuft sich auf 32%) ermittelt wurde. Darüber hinaus wurden Abschreibungen in Höhe von 1 Mio € auf das Vorratsvermögen der deutschen Fertigungseinheit für Fahrtreppen innerhalb der Business Unit Europe/Africa vorgenommen. Die vorstehend beschriebenen unterjährig erfassten Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine wurden zum 30. September 2022 weiterhin als sachgerecht beurteilt und dementsprechend wurde keine Zuschreibung für diese Wertminderungen vorgenommen. Zum 30. September 2022 wurden zudem Abschreibungen in Höhe von 1 Mio € auf das Vorratsvermögen der deutschen Fertigungseinheit für Aufzüge für russische Aufträge innerhalb der Business Unit Europe/Africa vorgenommen. Des Weiteren wurde im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021/2022 eine Rückstellung für potentielle Vertragsstrafen aufgrund von sanktionsbedingten Kündigungen von Verträgen bei der russischen Gesellschaft innerhalb der Business Unit Europe/Africa in Höhe von 12,5 Mio € gebildet. Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat der Konzern die nachfolgenden Änderungen zu bestehenden Standards erstmalig angewendet, die jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hatten:
Der Konzern wendet die im März 2021 veröffentlichte Änderung an IFRS 16 "Leases: Covid-19-Related Rent Concessions beyond 30 June 2021" nicht an, weil auch die vorangegangene Änderung, welche den Leasingnehmern ein Wahlrecht einräumt, wonach die Bilanzierung von Zugeständnissen, wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässen, die im Zusammenhang mit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie gewährt werden, vereinfacht erfolgen kann, nicht angewandt wird. Veröffentlichte, aber 2021/2022 noch nicht anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften Das IASB hat folgende Interpretationen und Änderungen von Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verpflichtend ist und deren Anwendbarkeit teilweise noch die Übernahme in das EU-Recht ("Endorsement") erfordert. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendungen dieser Standards, Interpretationen und Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden:
04 Konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen Zusammensetzung des Konsolidierungskreises Die nachfolgende Tabelle stellt die Veränderungen des Konsolidierungskreises in den Geschäftsjahren 2021/2022 und 2020/2021 dar: Veränderung Konsolidierungskreis
Bei den Zugängen im Geschäftsjahr 2021/2022 handelt es sich im Wesentlichen um Erwerbe und bei den Abgängen handelt es sich im Wesentlichen um Verschmelzungen. Von der TK Elevator Management Ltd. mit Sitz in Israel, an der 100% der Anteile gehalten werden, ist der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung, weshalb die Gesellschaft nicht konsolidiert wird. Der Umsatz dieser Gesellschaft beträgt 0 Tausend € (Vorjahr: 0 Tausend €), das Ergebnis beträgt (3) Tausend € (Vorjahr: (3) Tausend €) und das Eigenkapital beträgt (70) Tausend € (Vorjahr: (62) Tausend €). Sonst liegen keine weiteren Gesellschaften vor, die nicht konsolidiert werden. Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns ist nachstehend aufgeführt.
1 Mutterunternehmen
Erwerbe Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat der Konzern kleinere Erwerbe getätigt, die individuell und in Summe nicht wesentlich sind. Die folgenden Unternehmen/Vermögenswerte wurden erworben:
Diese Akquisitionen setzen sich aus Asset und Share Deals zusammen. Basierend auf den zum Teil vorläufigen Kaufpreisallokationen wirken sich die Akquisitionen wie folgt auf den Konzernabschluss aus: Akquisitionen
Die Erwerbe wurden getätigt, um die Marktpositionen des Konzerns im In- und Ausland zu stärken. Erläuterungen zur Konzernbilanz 05 Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt: Entwicklung immaterielle Vermögenswerte
Marken Die Marke "TK Elevator" wird für eine unbegrenzte Nutzungsdauer überlassen und wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation als immaterieller Vermögenswert in Höhe von 821 Mio € berücksichtigt. Zudem wurden weitere Marken ("Tepper", "Skylift", "O'Keefe", "Sänfte" und "Marohn") im Rahmen der Akquisition von thyssenkrupp Elevator im Rumpfgeschäftsjahr 2020 erworben. Für die Ermittlung, ob die Nutzungsdauer unbegrenzt oder begrenzt ist, wurden im Wesentlichen die folgenden Aspekte aus Sicht eines hypothetischen Erwerbers berücksichtigt:
Die identifizierten Marken werden im Wesentlichen aufgrund ihrer unbegrenzten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, aber auf Werthaltigkeit gemäß IAS 38.108 und IAS 36 getestet. Da die Marken auf der gleichen Ebene wie die Firmenwerte zugeordnet sind, gelten die gleichen Annahmen wie für den Impairment Test der Firmenwerte. Kundenbeziehungen Zum 30. September 2022 beläuft sich der Wert für Kundenbeziehungen auf 5.451 Mio € (Vorjahr: 5.244 Mio €), welche weit überwiegend aus der Bewertung im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb von thyssenkrupp Elevator im Rumpfgeschäftsjahr 2020 resultierten und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Durch die unmittelbaren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung wurde zum 31. März 2022 ein Wertminderungsaufwand auf Kundenbeziehungen innerhalb der operativen Einheit RET in Höhe von 20 Mio € vorgenommen, siehe hierzu auch die Ausführungen unter Anhang-Nr. 03. Die wechselkursbedingte Fortentwicklung der Wertminderung auf die Kundenbeziehungen beläuft sich zum 30. September 2022 auf 23 Mio €. Wertminderungen auf übrige immaterielle Vermögenswerte Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Wertminderungen in Höhe von 4 Mio € innerhalb der Entwicklungskosten aufgrund der Einstellung von Projekten erfasst. Firmenwerte Die Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) sind den Cash Generating Units (CGUs) aller Business Units zugeordnet. Der höhere Wert von Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bestimmt gemäß IFRS den erzielbaren Betrag einer CGU. Im Rahmen des Konzernabschlusses wurde der höhere Wert für die CGUs auf Basis des Nutzungswertes mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cashflows aus der bottom-up erstellten und vom Management der Gesellschaft genehmigten Dreijahresplanung verwendet. Für zwei weitere Planjahre wurde eine Fortschreibung durch das Management der Gesellschaft berücksichtigt. Das letzte Jahr der Fortschreibung wird grundsätzlich genutzt, um die Cashflows für die ewige Rente zu ermitteln und wird unter Berücksichtigung weiterer Annahmen für die ewige Rente modifiziert. Eine geschäftsspezifische, nachhaltige Wachstumsrate wird berücksichtigt. Die angewandte Wachstumsrate liegt für alle CGUs zwischen 1,36% bis 1,62% (Vorjahr: 1,25%). Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 1,5% (Vorjahr: 0,1%) sowie auf einer Marktrisikoprämie von 7,5% (Vorjahr: 7,5%). Darüber hinaus werden der Beta-Faktor, die Fremdkapitalkosten sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt, die jeweils individuell für jede CGU auf Basis einer entsprechenden Peer-Group abgeleitet wurden. Zusätzlich werden CGU- spezifische Steuersätze und Länderrisikoprämien angesetzt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde eine Schätzungsänderung im Einklang mit IAS 8 hinsichtlich der Ermittlung der Länderrisikoprämien im Rahmen der Kapitalkostenableitung vorgenommen, da die nun angewandte Ableitung der Länderrisikoprämie auf stichtagsbezogenen Kapitalmarktparametern basiert. Sofern die vorherige Ableitungsmethodik für die Länderrisikoprämien stetig fortgeführt worden wäre, hätte sich für alle CGUs ebenfalls kein Abwertungsbedarf ergeben. Zur Diskontierung der Cashflows werden Nach-Steuer-Diskontierungssätze zugrunde gelegt, aus denen anschließend auf Basis einer iterativen Berechnung die nachfolgend dargestellten Vor-Steuer-Diskontierungssätze ermittelt werden: Vor-Steuer-Diskontierungssätze
Zur Ermittlung des Nutzungswertes für die CGUs werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen, vgl. hierzu auch die allgemeinen Informationen aus Anhang-Nr. 03. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein. Im Konzern wurden 5 Gruppen von CGUs identifiziert. Davon ist allen CGUs ein Firmenwert zugeordnet. Zum 30. September 2022 beträgt der Gesamtfirmenwert 13.732 Mio € (Vorjahr: 12.452 Mio €). Der Anstieg des Firmenwerts ist im Wesentlichen auf Wechselkursänderungen zurückzuführen. Der Großteil des Firmenwerts entfällt auf die CGUs Americas, Europe/Africa und Asia/Pacific, die in der folgenden Tabelle dargestellt werden: Wesentliche Firmenwerte zum 30. September 2022:
Wesentliche Firmenwerte zum 30. September 2021:
Aus dem jährlich durchgeführten Firmenwert-Wertminderungs-Test ergab sich bei keiner CGU ein Wertminderungsbedarf, da der erzielbare Betrag in allen Fällen über dem Buchwert der CGU lag. Auch bei einer Veränderung der wesentlichen Bewertungsprämissen würde sich bei keiner CGU eine Wertminderung ergeben. Wertminderungen auf Firmenwerte Im Geschäftsjahr 2021/2022 fielen wie im Geschäftsjahr 2020/2021 keine Wertminderungsaufwendungen an. 06 Sachanlagen Die Sachanlagen des Konzerns entwickeln sich wie folgt: Entwicklung Sachanlagen
Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Gebäude und Grundstücke in der Business Unit Europe/Africa, im Wesentlichen in der operativen Einheit Frankreich, veräußert, woraus ein Veräußerungsverlust resultierte. Zudem gab es im Geschäftsjahr 2021/2022 Wertberichtigungen in Höhe von 1 Mio €, welche im Wesentlichen in der operativen Einheit RET aufgrund der unmittelbaren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung vorgenommen wurden, vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 03. Leasingverhältnisse als Leasingnehmer (IFRS 16) Die Sachanlagen enthalten auch Nutzungsrechte, deren Zusammensetzung und Entwicklung nachfolgend dargestellt ist: Entwicklung Nutzungsrechte
Der Konzern mietet als Leasingnehmer im Wesentlichen Bauten sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die aus den Leasingverhältnissen resultierenden Verbindlichkeiten werden innerhalb der Finanzschulden ausgewiesen (vgl. Anhang-Nr. 16). 07 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Bis zum 01. Dezember 2020 gab es ein nach der Equity-Methode bilanziertes Gemeinschaftsunternehmen, das jedoch nicht wesentlich war. Seit dem 01. Dezember 2020 wird diese Gesellschaft aufgrund des Erwerbs der restlichen Anteile als 100%-iges Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Nachfolgend werden die aggregierten Finanzinformationen der nach der Equity-Methode bilanzierten nicht wesentlichen Beteiligung dargestellt, wobei sich die Werte jeweils auf den Konzernanteil beziehen. Die angegebenen Finanzinformationen für das Geschäftsjahr 2020/2021 beziehen sich nur auf den Zeitraum, in dem dieses noch ein Gemeinschaftsunternehmen darstellte. Aggregierte Finanzinformationen der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
08 Vorräte Vorräte
Insgesamt sind Aufwendungen für Vorräte in Höhe von 3.166 Mio € (Vorjahr: 2.788 Mio €) als Umsatzkosten des Berichtsjahres erfasst worden. Vor konzerninterner Umsatzkonsolidierung betragen die Materialaufwendungen 5.324 Mio € (Vorjahr: 5.023 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021/2022 lagen Wertberichtigungen in Höhe von 14 Mio € (Vorjahr: 10 Mio €) vor. 09 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2022 bestehen Einzelwertberichtigungen auf Forderungen von insgesamt 187 Mio € (Vorjahr: 157 Mio €); zu weiteren Details vgl. die Darstellung in Anhang-Nr. 21 Finanzinstrumente. 10 Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden Der Konzern weist zum 30. September 2022 innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte Vertragsvermögenswerte in Höhe von 522 Mio € (Vorjahr: 399 Mio €) aus; davon haben 268 Mio € (Vorjahr: 198 Mio €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte in Höhe von 6 Mio € (Vorjahr: 7 Mio €) innerhalb der Vertriebskosten erfasst. Die kumulative Anpassung der Erlöse, die sich auf den entsprechenden Vertragsvermögenswert auswirkt, beläuft sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 auf (22) Mio € (Vorjahr: (8) Mio €). Der Konzern weist zum 30. September 2022 innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 2.033 Mio € (Vorjahr: 1.732 Mio €) aus; davon haben 1.236 Mio € (Vorjahr: 990 Mio €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Laufe des Geschäftsjahres 2021/2022 wurden Umsatzerlöse von 1.451 Mio € (Vorjahr: 1.126 Mio €) erfasst, die zu Beginn des Geschäftsjahres im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. Die kumulative Anpassung der Erlöse, die sich auf die entsprechende Vertragsverbindlichkeit auswirkt, beläuft sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 auf 2 Mio € (Vorjahr: 2 Mio €). Kosten der Anbahnung/Erfüllung von Verträgen mit Kunden belaufen sich zum 30. September 2022 auf 19 Mio € (Vorjahr: 12 Mio €). Wertberichtigungen fielen darauf im Geschäftsjahr 2021/2022 sowie im Geschäftsjahr 2020/2021 nicht an. Der gesamte Transaktionspreis, der zum 30. September 2022 nicht oder teilweise nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet war, die - unter entsprechender Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift in IFRS 15.121a - eine ursprüngliche Laufzeit von mehr als 12 Monaten haben, belief sich auf 3.985 Mio € (Vorjahr: 3.100 Mio €). Die erwartete zeitliche Verteilung der Erfassung entsprechender Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar: Künftige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 30.09.2022
Im Vorjahr stellten sich die erwarteten künftigen Umsatzerlöse wie folgt dar: Künftige Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 30.09.2021
11 Sonstige finanzielle Vermögenswerte Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 727 Mio € (Vorjahr: 437 Mio €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2022 und im Vorjahr lagen keine Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte vor. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden auf US-Dollar lautende Zinscaps sowie auf Euro lautende Zinsswaps abgeschlossen, welche zu einem Ausweis langfristiger Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung in Höhe von 284 Mio € führen, vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 21. In den übrigen sonstigen finanziellen langfristigen Vermögenswerten sind zum 30. September 2022 im Wesentlichen verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder in Höhe von 412 Mio € (Vorjahr: 407 Mio €) enthalten. Zudem sind in dieser Position Entschädigungsansprüche in Höhe von 25 Mio € (Vorjahr: 26 Mio €) enthalten, welche im Zusammenhang mit dem Elevator Kartell ebenfalls im Rahmen der Rückstellungen enthalten sind, vgl. hierzu auch die Ausführungen in Anhang-Nr. 15. Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus einer Vielzahl kleinerer Positionen zusammen. 12 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 50 Mio € (Vorjahr: 28 Mio €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2022 und im Vorjahr lagen keine Wertberichtigungen auf sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte vor. In den übrigen sonstigen nicht finanziellen kurzfristigen Vermögenswerten sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von 96 Mio € (Vorjahr: 142 Mio €) zum 30. September 2022 enthalten. In den übrigen sonstigen nicht finanziellen langfristigen Vermögenswerten sind 19 Mio € (Vorjahr: 12 Mio €) Kosten aus der Vertragsanbahnung enthalten sowie 18 Mio € (Vorjahr: 13 Mio €), welche den Rückerstattungsanspruch für Verbindlichkeiten aus Versicherungen in der Business Unit Americas ausgleichen. Der restliche Betrag der übrigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzt sich aus einer Vielzahl kleinerer Positionen zusammen. 13 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beläuft sich zum 30. September 2022 auf 25 Tausend € (Vorjahr: 25 Tausend €). Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage des Konzerns beläuft sich zum 30. September 2022 auf 2.731 Mio € (Vorjahr: 2.731 Mio €). Im Vorjahr wurde eine geleistete Zuzahlung von der Vertical Topco II SA, Luxemburg, in das Eigenkapital der Muttergesellschaft in Höhe von 4 Mio € innerhalb der Kapitalrücklagen ausgewiesen. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen das Konzernergebnis und das sonstige Ergebnis aus der Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen des Geschäftsjahres. Angaben zum Kapitalmanagement Zum 30. September 2022 lag die Eigenkapitalquote bei 22,0% (Vorjahr: 20,9%). Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen des Konzerns zählen die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Große Bedeutung in diesem Zusammenhang hat die Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven. Das Kapitalmanagement strebt konsequent an, dass die Konzernunternehmen eine Eigenkapitalbasis haben, die den lokalen Anforderungen entspricht. Bei der Umsetzung und Überprüfung des Kapitals und der Liquidität des Konzerns werden die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt. Das Kapital wird auf der Grundlage der Nettoverschuldung überwacht, die sich aus kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden abzüglich Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und Termingeldern ergibt. In diesem Zusammenhang war die Nettoverschuldung wie folgt (nach Buchwerten):
Für einen Teil der Fremdfinanzierung besteht ein finanzieller Covenant, welcher sich auf das Verhältnis von vorrangig besicherter Nettoverschuldung zu einem sogenannten pro-forma EBITDA bezieht. Dieses umfasst das bereinigte EBITDA unter Berücksichtigung bestimmter zukünftiger EBITDA-Verbesserungen, wie bspw. Kostensenkungen. Bei Nichteinhaltung des Covenants würden die revolvierende Kreditlinie und die revolvierende Garantielinie bis zur Wiedereinhaltung des Covenants nicht verfügbar sein. Der Konzern hat während der Berichtsperiode diese Auflage eingehalten. 14 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die grundsätzlichen Annahmen und Vorgehensweisen zur Bemessung und Darstellung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Anhang-Nr. 03 wiedergegeben. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Pensionen Der Konzern gewährt Leistungen der betrieblichen Altersversorgung in Form von Leistungs- oder Beitragsplänen in den unterschiedlichsten Ländern der Welt. Diese Pläne sind entweder unternehmensspezifisch ausgestaltet oder als gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber ("Multi-Employer"-Pläne) organisiert. Beitragspläne werden regelmäßig durch die (gesetzlich/vertraglich) verpflichtende oder freiwillige Beitragsbereitstellung durch den Arbeitgeber und/oder den Arbeitnehmer finanziert. Die Beiträge werden an eine rechtlich vom Arbeitgeber getrennte Einheit abgeführt. Der Arbeitgeber trägt bei dieser Form der Plangestaltung keine, über die Beitragsabführung hinausgehenden, Risiken. Die Beiträge werden im Personalaufwand ausgewiesen. Leistungszusagen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung landesspezifischer Regulierung (z.B. lokale Gesetzgebung) oder auf freiwilliger Basis angeboten. Die Leistungen dieser Pläne werden entweder durch vom Arbeitgeber getrennt gehaltenes Pensionsvermögen ("Planvermögen") oder über Pensionsrückstellungen finanziert, wobei der bilanziell ausgewiesene Rückstellungsbetrag, den bereits um das jeweilige Planvermögen reduzierten Wert der Pensionsverpflichtungen abbildet. Die wesentlichen Verpflichtungen aus Leistungsplänen bestehen in Deutschland, Korea und der Schweiz. Auf diese Länder entfallen rd. 87% (Vorjahr: 86%) der konzernweiten Pensionsverpflichtung und 90% (Vorjahr: 90%) des entsprechenden Planvermögens. In Deutschland bestehen historisch gewachsen verschiedene Versorgungssysteme auf Basis freiwilliger Leistungspläne, welchen unterschiedliche Risikoprofile zugrunde liegen. Die Versorgungspläne sehen regelmäßig Leistungen bei Eintritt eines Invaliditäts- und/oder Todesfalls sowie bei Erreichen der spezifischen Altersgrenze vor und basieren im Wesentlichen auf individuellen oder kollektivrechtlichen Regelungen. In der Vergangenheit wurden die arbeitgeberfinanzierten Versorgungszusagen in Deutschland regelmäßig in Form einer lebenslangen Rentenzahlung auf Basis eines definierten Leistungsversprechens erteilt. Diese Versorgungszusagen (u.a. endgehaltsabhängige Pläne, Karrieredurchschnittspläne, etc.) wurden bereits vor der Übernahme von thyssenkrupp Elevator geschlossen und zum Jahrtausendwechsel durch beitragsorientierte Leistungszusagen mit risikooptimierter Auszahlungsform (Kapital- oder Ratenzahlung anstatt lebenslange Rentenzahlung) ersetzt. Insbesondere für neue Mitarbeiter im Fach- und Führungskräftebereich wurde der "flex- plan" eingeführt. Der "flexplan" ist als wertpapiergebundene Versorgungszusage konzipiert, bei der eine jährliche Mindestverzinsung in Höhe von 1% durch den Arbeitgeber garantiert wird. Ein wichtiger Baustein für mehr Eigenverantwortung bei der betrieblichen Altersversorgung ist die Entgeltumwandlung, die über arbeitgeberfinanzierte Matchingbeiträge gefördert und in allen aktuell offenen Versorgungssystemen angeboten wird. In Bezug auf die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung ist insbesondere für den "flexplan" eine Kapitaldeckung über das konzerneigene Contractual Trust Agreement (CTA) vorgesehen, wodurch die Ausfinanzierungsquote positiv beeinflusst wird. Die Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands gewähren ihren Mitarbeitern größtenteils ebenfalls Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung. Diese Zusagen beruhen zum Teil auf gesetzlichen Verpflichtungen oder tarifvertraglichen Regelungen, teilweise wurden diese aber auch freiwillig durch die Konzernunternehmen erteilt. Das Leistungsspektrum der Zusagen ist je nach länderspezifischer Ausgestaltung und Grundlage sehr unterschiedlich und reicht von Beitragsplänen bis hin zu endgehaltsabhängigen Leistungszusagen mit laufender Rentenzahlung. Die Mitarbeiter in Südkorea erhalten aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen eine einmalige Abfindungsleistung bei Ihrem Ausscheiden, die Mitarbeiter in den schweizerischen Gesellschaften eine lebenslange Rente. Neben den Beitragsplänen beteiligen sich die Konzerngesellschaften in den USA auf Grundlage eines Tarifvertrages an einem gewerkschaftlich organisierten "Multi-Employer"-Plan (National Elevator Industry Pension Plan -"NEIPP") für ihre gewerkschaftlich vertretenen Mitarbeiter. Bei diesem Plan handelt es sich um einen leistungsorientierten Versorgungsplan, welcher jedoch aufgrund unzureichender Informationen hinsichtlich der Vermögenswertaufteilung als beitragsorientierter Plan bilanziert wird. Die Risiken aus dem NEIPP unterscheiden sich von unternehmensindividuell ausgestalteten Plänen in Bezug auf das gemeinschaftlich verwaltete Pensionsvermögen, welches potentiell auch zur Deckung von Verpflichtungen anderer teilnehmender Arbeitgeber herangezogen werden kann. Soweit teilnehmende Plansponsoren die laufende Beitragszahlung einstellen, treten die verbleibenden Plansponsoren in das noch nicht finanzierte Finanzierungsdefizit gemeinschaftlich ein, wobei der Austritt aus dem Plan regelmäßig mit der Zahlung eines Austrittsbetrages verbunden ist, um das Risiko für die verbleibenden Plansponsoren zu begrenzen. Die Zusagen außerhalb Deutschlands sind zur Sicherstellung der Zahlungsverpflichtung zu einem wesentlich größeren Ausmaß durch extern separierte Vermögenswerte hinterlegt. Dies ist teilweise bedingt durch rechtliche Mindestfinanzierungsvorschriften, die eine vollständige Ausfinanzierung der Verpflichtung bzw. eine Finanzierung im Kapitaldeckungsverfahren vorsehen. Für weitere Informationen zur Zusammensetzung und Anlagestrategie des Planvermögens verweisen wir auf die Ausführungen zum Planvermögen. Wesentliche, mit den Versorgungszusagen in unterschiedlicher Konstellation verbundene Risiken sind, neben vor allem finanziellen Risiken, regelmäßig im Bereich der Inflation sowie der Biometrie zu finden. Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der Verpflichtungen aus Leistungsplänen führen können, bestehen, da es sich bei einigen Plänen um (end-) gehaltsabhängige Zusagen handelt bzw. jährliche Versorgungsbausteine unmittelbar an die aktuellen Gehälter gekoppelt sind (beitragsorientierte Zusagen). Ein Anstieg der Gehälter oberhalb des bei der Bewertung der Verpflichtung unterstellten Gehalts-/Karrieretrends würde insoweit auch eine direkte Erhöhung der Rückstellungen ("Past-Service"-Effekt bei (End-) Gehaltsbezug) oder der künftigen Dienstzeitaufwendungen (beitragsorientierte Zusagen) bedingen. Zum anderen können zusätzliche Belastungen aus der Notwendigkeit eines über dem unterstellten Rententrend liegenden tatsächlichen Inflationsausgleichs während der Rentenzahlungsphase resultieren, welche zu einer sofortigen Erhöhung der Rückstellung führen. Eine entsprechende Verpflichtung zum Ausgleich des Kaufkraftverlustes besteht auf Basis einer gesetzlichen Regelung bei wesentlichen Teilen der Versorgungszusagen in Deutschland. Die Verpflichtung zum Inflationsausgleich kann aber auch durch (tarif-)vertragliche Vereinbarungen geregelt sein oder freiwillig bzw. diskretionär getroffen werden. Biometrische Risiken können hingegen entweder durch vorzeitige Versorgungsfälle (Bilanzsprungrisiko nach Tod bzw. Invalidität) oder die Unterschätzung der unterstellten Lebenserwartung bei Rentenzusagen (Langlebigkeitsrisiko) ausgelöst werden und führen ebenfalls zu einer Belastung des Unternehmens aufgrund unerwarteter Rückstellungserhöhungen sowie gegebenenfalls vorzeitiger Mittelabflüsse. Risiken aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes sind rein bilanziell, d.h. es erfolgt eine erfolgsneutrale Anpassung der Rückstellungen gegen das Eigenkapital. Die Mittelabflüsse bleiben hiervon jedoch unberührt. Die Pensionszusagen in Deutschland berücksichtigen in Teilen eine mehrfache Zählung einzelner Begünstigter aufgrund von Anwartschaften in unterschiedlichen Bausteinen der Versorgungssysteme. Die Gesamtzahl der Pensionszusagen teilt sich wie folgt auf: Aufteilung der Pensionszusagen nach Begünstigtengruppen
Veränderung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellen sich wie folgt dar: Veränderung Anwartschaftsbarwert und Planvermögen
Vom Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt 373 Mio € (Vorjahr: 457 Mio €) beziehen sich 135 Mio € (Vorjahr: 173 Mio €) auf Pläne, die nicht über einen Fonds finanziert werden, und 238 Mio € (Vorjahr: 284 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert werden. Veränderung der Nettoschuld Die Nettoschuld aus Leistungsplänen hat sich wie folgt entwickelt: Veränderung Nettoschuld
Netto-Pensionsaufwendungen Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungspläne setzen sich wie folgt zusammen: Netto-Pensionsaufwendungen
Bewertungsannahmen Die Ansätze für die Diskontierungssätze, die Gehaltssteigerungsraten und den Rententrend, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs zugrunde liegen, wurden nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet und pro Land in Abhängigkeit von den jeweiligen ökonomischen Gegebenheiten festgesetzt. Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird dabei grundsätzlich auf Renditen festverzinslicher, laufzeit- und währungsadäquater Unternehmensanleihen zurückgegriffen, die von den Ratingagenturen mit einem Rating von "AA" bewertet werden. Zum 30. September 2022 lag der Diskontierungssatz bei den Pensionsverpflichtungen in Deutschland bei 3,7% (Vorjahr: 1,4%). Erstmalig im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde zur Ermittlung der Diskontierungszinsen in Deutschland ein neues Verfahren verwendet. Die Ermittlung der Zinsstrukturkurve wurde im oberen Laufzeitbereich aufgrund der volatilen Situation an den Finanzmärkten modifiziert. Nach dem alten Verfahren hätte sich ein Rechnungszins von 3,6% und eine Pensionsverpflichtung in Höhe von 219 Mio € ergeben. Im Vergleich dazu ergibt sich auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,7% eine Pensionsverpflichtung in Deutschland in Höhe von 217 Mio €. Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen (= gewichteter Durchschnitt) zugrunde gelegt: Durchschnittliche Bewertungsfaktoren
Die Bewertung der deutschen Pensionsverpflichtungen erfolgt auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. In den übrigen Ländern wurden im Wesentlichen folgende biometrische Rechnungsgrundlagen verwendet: Schweiz:BVG_2015_G_CMI_2016. Da in Korea eine Einmalzahlung geleistet wird, gibt es dort keine Sterblichkeitsannahme für den Zeitraum nach der Pensionierung. Alternative Annahmen (jeweils gewichteter Durchschnittssatz über sämtliche in- und ausländische Pensionsverpflichtungen) würden zu den in der folgenden Übersicht dargestellten Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und damit zu entgegengesetzten Veränderungen des Eigenkapitals führen. Bei der Darstellung der Effekte ist jeweils die Änderung einer Annahme bei Konstanz aller weiteren Annahmen unterstellt:
Zur Untersuchung der Sensitivität des Anwartschaftsbarwertes gegenüber einer Veränderung der angenommenen Sterblichkeit bzw. Lebenserwartung wurden die Sterbewahrscheinlichkeiten für das Alter ab Rentenbeginn in einer Vergleichsberechnung um 10% abgesenkt. Dies entspricht für heute 63- bis 65-jährige Leistungsempfänger etwa einer Erhöhung der Lebenserwartung bei Übergang in den Ruhestand um ein Jahr. Planvermögen Der Großteil des Planvermögens der Gruppe befindet sich in Gesellschaften in Korea, der Schweiz und Deutschland und zu einem geringeren Umfang in Gesellschaften in Belgien, Frankreich, UK und vereinzelten anderen europäischen Ländern. Die Anlagenklasse "Sonstige" setzt sich in der Tabelle "Portfoliostruktur des wesentlichen Planvermögens" zum Abschlussstichtag im Wesentlichen aus Versicherungsverträgen, Versicherungsfonds und festverzinslichen Produkten mit geringerem Risiko als direkt in Kapitalmarktprodukte investierte Beträge zusammen. Das Portfolio dieser wesentlichen Planvermögenswerte umfasst zum Bilanzstichtag folgende Anlageklassen: Portfoliostruktur des wesentlichen Planvermögens
Grundsätzlich führt der Konzern dem Planvermögen lediglich Beträge zu, die zur Erfüllung der gesetzlichen Minimalzuführungserfordernisse des jeweiligen Landes erforderlich sind. Darüber hinaus leistet der Konzern von Zeit zu Zeit nach eigenem Ermessen zusätzliche Zuführungen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwartet der Konzern Zuführungen zum Planvermögen durch den Arbeitgeber in Höhe von 12 Mio € (Vorjahr: 7 Mio €). Pensionszahlungen Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Pensionszahlungen für Pläne in Deutschland in Höhe von 7 Mio € (Vorjahr: 7 Mio €) im Wesentlichen aus den Rückstellungen und für Pläne in den übrigen Ländern in Höhe von 11 Mio € (Vorjahr: 7 Mio €) im Wesentlichen aus dem Planvermögen geleistet. In den kommenden zehn Geschäftsjahren werden aus den Pensionsplänen folgende Zahlungen erwartet: Künftige Pensionszahlungen
Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit der leistungsorientierten Pläne beträgt in Deutschland 12 Jahre (Vorjahr: 15 Jahre) und für die übrigen Länder 12 Jahre (Vorjahr: 13 Jahre). Beitragspläne Darüber hinaus gewährt der Konzern im In- und Ausland Beitragszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung über Pensionskassen und vergleichbare Versorgungseinrichtungen. Der Konzern erbringt für diese Pläne Beitragsleistungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes vom Einkommen der Mitarbeiter oder in Abhängigkeit von der Höhe der Beitragsleistungen der Mitarbeiter. Der Gesamtaufwand aus als beitragsorientierte Pläne bilanzierten Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 97 Mio € (Vorjahr: 80 Mio €). Zusätzlich wurden Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger von 172 Mio € (Vorjahr: 140 Mio €) gezahlt. "Multi-Employer"-Pläne Neben dem National Elevator Industry Pension Plan (NEIPP) beteiligen sich auch einige Konzernunternehmen in wenigen weiteren Ländern (z.B. Niederlande) an gemeinschaftlichen Plänen mehrerer Arbeitgeber, wobei der NEIPP der mit Abstand bedeutendste Plan dieser Art ist. Soweit nicht anderweitig kenntlich gemacht, bezieht sich die Einschätzung zur Risikobewertung ("Zone Status") nach Internal Revenue Code Section 432 und dem Multi-Employer Pension Reform Act 2014 auf den Stichtag 30. Juni 2022. Der NEIPP war zu keinem Zeitpunkt in einem kritischen oder gefährdeten Zustand. Der "Zone Status" basiert auf Daten, welche durch den NEIPP bereitgestellt und durch den Aktuar des Plans zertifiziert werden. Aktuell ist der NEIPP mit einem Finanzierungsgrad von mindestens 80% als "Green Zone" klassifiziert. Aufgrund des ausreichenden Finanzierungsgrades bestand in den letzten Jahren weder ein "Financial Improvement"- noch ein "Rehabilitations"-Plan. Nach derzeitigem Stand gibt es keine Risiken der Nachfinanzierung über die Leistungen künftiger Beträge hinaus. Der Konzern zählt zu den vier größten Plansponsoren des NEIPP mit einem jährlichen Beitragsvolumen von jeweils mehr als 5% des Gesamtbeitrages im NEIPP. Beiträge zum National Elevator Industry Pension Fund werden in Abhängigkeit der erbrachten Stunden aller anspruchsberechtigten Mitarbeiter mit einem fixen Stundensatz in Höhe von 10,71 USD in 2022 und 10,76 USD in 2023 ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2021/2022 hat der Konzern einen Beitrag in Höhe von 96 Mio € (Vorjahr: 86 Mio €) in den NEIPP gezahlt. Die erwarteten Beiträge für das Geschäftsjahr 2022/2023 betragen 106 Mio € (Vorjahr: 93 Mio €). Altersteilzeit Insbesondere bei deutschen Gesellschaften bestehen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Hierbei erbringt der Arbeitnehmer Vorleistungen durch Mehrarbeit, die nach dem Ausscheiden durch ratierliche Zahlungen entgolten werden. Zusätzlich wird den Mitarbeitern eine Aufstockung auf die gezahlten Entgelte gewährt. Für die Verpflichtungen wurden Rückstellungen nach IAS 19 "Employee Benefits" angesetzt. 15 Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und sonstige Rückstellungen Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und sonstige Rückstellungen
Mit den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden vor allem Jubiläumszuwendungen sowie Verpflichtungen aus Tantiemen für Mitarbeiter und aus darüber hinausgehenden Management Incentiveplänen erfasst. In die Management Incentive Pläne sind ausgewählte Führungskräfte einbezogen. Im Rahmen dieser Pläne werden jährliche Tranchen aufgesetzt, deren Performance Zeitraum sich jeweils auf drei Jahre erstreckt und die anschließend in bar ausgeglichen werden. Der Konzern erwartet, die zurückgestellten Beträge für Leistungen an Arbeitnehmer vorwiegend im nächsten Jahr zu begleichen. Pensionsähnliche Verpflichtungen wie Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen, die zum Teil auch im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen entstanden sind, sind Bestandteil der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen umfasst sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte (Gewährleistung) als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden zu ersetzen (Produkthaftung). Der Konzern erwartet, die Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen im nächsten Jahr abzuwickeln. Die Rückstellung für sonstige absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken besteht im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Ein wesentlicher Anteil der Auflösung im Zusammenhang mit sonstigen absatz- und beschaffungsmarktbezogenen Risiken resultiert aus der stetig vorgenommenen Neubewertung der Rückstellung und den daraus resultierenden unterjährigen Zu- und Abführungen. Der Konzern erwartet, die verbleibenden Verpflichtungen aus absatz- und beschaffungsmarktbezogenen Risiken im nächsten Jahr abzuwickeln und die verbleibenden Rückstellungen in Anspruch zu nehmen. Die Restrukturierungsrückstellung umfasst rückstellungsfähige Personalstrukturmaßnahmen in Höhe von 61 Mio € (Vorjahr: 65 Mio €) und weitere Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierung in Höhe von 0 Mio € (Vorjahr: 4 Mio €), die im Rahmen der Aufgabe von betrieblichen Bereichen für Kosten gebildet werden. Die Restrukturierungsrückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Business Unit Europe/Africa. Der Konzern erwartet, mehr als die Hälfte der Restrukturierungsrückstellungen im kommenden Geschäftsjahr abzuwickeln. Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen die Rückstellungen für sonstige Risiken ausgewiesen, die aus Einzelsachverhalten resultieren und sich keiner anderen Position zuordnen lassen. Ein kleiner Bestandteil der sonstigen Rückstellungen resultiert zudem aus Umweltverpflichtungen. Der Konzern erwartet, den überwiegenden Teil der sonstigen Rückstellungen im kommenden Jahr zu begleichen. Die sonstigen Rückstellungen entfallen zu einem großen Teil auf die Business Unit Americas und enthalten insbesondere Rückstellungen für allgemeine Versicherungen in den USA ("self-insurance General liability") in Höhe von 68 Mio € (Vorjahr: 56 Mio €) und für Workers' Compensation in Höhe von 29 Mio € (Vorjahr: 24 Mio €). Darüber hinaus sind Rückstellungen für unvorteilhafte Verträge an einzelnen Standorten, insbesondere in der Business Unit Europe/Africa, enthalten. In den Auflösungen und Zuführungen sind zudem monatliche Neukalkulationen von Rückstellungen enthalten, die brutto ausgewiesen werden. Die nachfolgenden Sachverhalte sind in den Rückstellungen für rechtliche Risiken berücksichtigt: Im Zusammenhang mit dem Elevator Kartell haben die potentiell verletzten Parteien Klagen gegen Tochtergesellschaften von TK Elevator eingereicht. Die Gerichtsverfahren sind nur noch in Belgien und Österreich rechtshängig und in verschiedenen Verfahrensphasen. Einige dieser Verfahren wurden bereits vergleichsweise beigelegt oder Klagen wurden zurückgezogen bzw. abgewiesen. Alle Verfahren in Deutschland und in den Niederlanden sind abgeschlossen. Der Konzern hat Rückstellungen für die laufenden Klagen gebildet, welche im Geschäftsjahr 2021/2022 aufgrund der fortgeschrittenen Verfahrensphasen reduziert werden konnten (4 Mio €). Basierend auf der vertraglichen Vereinbarung mit thyssenkrupp wird zusätzlich ein entsprechender Erstattungsanspruch in Höhe von 25 Mio € (Vorjahr: 26 Mio €) bilanziert, welcher geringfügig unterhalb des passivierten Risikos liegt. Zum 30. September 2021 bestanden Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Datenschutzrisiken, welche im Rahmen der Kaufpreisallokation von thyssenkrupp Elevator passiviert wurden. Da einzelne Verpflichtungen im Berichtsjahr entfallen sind, konnten die gebildeten Rückstellungen ergebniswirksam ausgebucht werden (vgl. hierzu auch Anhang-Nr 23). Eine im Zusammenhang mit einer kaufvertraglichen Regelung aus dem Erwerb von thyssenkrupp Elevator vor dem Hintergrund eines im vorangegangenen Geschäftsjahr ergangenen Gerichtsurteils gebildete Rückstellung für Rückzahlungsverpflichtungen konnte vollständig aufgrund abschließender Einigung ergebniswirksam ausgebucht werden (vgl. hierzu auch Anhang-Nr 23). Zum 30. September 2021 bestand eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 2 Mio € für eine Rechtsstreitigkeit in Deutschland, welche im Rahmen der Kaufpreisallokation von thyssenkrupp Elevator passiviert wurde. Diese Rechtsstreitigkeit wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 erfolgreich beigelegt. Zum 30. September 2022 besteht zudem eine Rückstellung für potentielle Vertragsstrafen aufgrund von sanktionsbedingten Kündigungen von Verträgen bei der russischen Gesellschaft innerhalb der Business Unit Europe/Africa, vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 03. Zum 30. September 2022 beläuft sich die Höhe der im Rahmen der thyssenkrupp Elevator Transaktion passivierten Eventualverbindlichkeiten auf 83 Mio €. Es gab zum 30. September 2022 keine weiteren wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Management Incentivepläne Der Long Term Incentiveplan (LTI) des Konzerns ist eine langfristig orientierte Vergütungskomponente gemäß IAS 19. Zum Teilnehmerkreis gehören neben den Geschäftsführern weitere ausgewählte Führungskräfte. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 hat der Konzern zwei verschiedene Long Term Incentivepläne eingeführt. Zum einen wurde ein globaler LTI für global berechtigte Führungskräfte, zum anderen ein regionaler LTI für das mittlere Management eingerichtet. Grundsätzlich werden im Rahmen des LTIs vier Kennziffern, für die jeweils ein Zielwert hinterlegt ist, in die Beurteilung der Performance einbezogen. Bei dem globalen LTI wird neben den finanziellen Kenngrößen auch der Sustainability Index bei der Beurteilung der Leistung der Führungskräfte einbezogen. Dabei gibt es jährliche Tranchen mit einer Laufzeit von 3 Jahren beginnend mit dem Rumpfgeschäftsjahr 2020. Die erste geplante Barauszahlung wird somit im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgen. Zum 30. September 2022 wurden für den globalen LTI 5 Mio € (Vorjahr: 5 Mio €) und für den regionalen LTI 6 Mio € (Vorjahr: 5 Mio €) zurückgestellt. 16 Finanzschulden Finanzschulden
Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, während die langfristigen Finanzschulden eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten im Geschäftsjahr 2021/2022 2 Mio € Verbindlichkeiten aus einem nicht vollständig abgewickelten Währungsderivat. Der Buchwert der Finanzverbindlichkeiten enthält Anleihen in Höhe von 4.839 Mio € (Vorjahr: 4.424 Mio €), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Darlehen in Höhe von 4.709 Mio € (Vorjahr: 4.290 Mio €) sowie ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2.757 Mio € (Vorjahr: 2.523 Mio €). Der Anstieg der Buchwerte der Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beruht im Wesentlichen auf einem Translationseffekt durch den stärkeren USD und der Anstieg des Gesellschafterdarlehens ist auf die Aufzinsung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zurückzuführen. Aufgrund der marktunüblichen Verzinsung des Gesellschafterdarlehens wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem zum erstmaligen Ansatz bilanzierten beizulegenden Zeitwert des Gesellschafterdarlehens (2.272 Mio €) und seinem Nominalbetrag (5.501 Mio €) in Höhe von 3.229 Mio € in den Gewinnrücklagen erfasst. Selbige Darlehensbeziehung über ein derartiges Gesellschafterdarlehen existiert zwischen nachgelagerten Konzerngesellschaften. Während die Laufzeit dabei unverändert ist, weicht der Zinssatz und somit der in die Gewinnrücklage eingestellte Betrag in einer Konzernbeziehung ab. Im Rahmen der Finanzierung der Übernahme von thyssenkrupp Elevator im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurden die Anteile wesentlicher Konzerngesellschaften verpfändet (sog. Share Pledges). Diese sind bis zum Eintritt eines Kündigungsgrundes unter der Erwerbsfinanzierung frei verfügbar. Im Geschäftsjahr 2020/2021 traten weitere Konzerngesellschaften als Garantiegeber dieser Finanzierung bei. Hierbei wurden entsprechende Anteilsverpfändungen sowie in Teilen des Konzerns "all Asset Pledges" als Sicherheiten gestellt. Diese sind ebenfalls bis zum Eintritt eines Kündigungsgrundes unter der Erwerbsfinanzierung frei verfügbar. Per 30. September 2022 standen folgende Anleihen aus: Anleihen
Per 30. September 2022 stellt sich die Finanzierungsstruktur der wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt dar: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Fälligkeiten der Finanzschulden verteilen sich wie folgt auf die nächsten fünf Jahre und die Zeit danach: Fälligkeiten Finanzschulden (ohne Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen und Gesellschafterdarlehen)
Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 394 Mio € (Vorjahr: 345 Mio €). Für die undiskontierten Zahlungen im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen vgl. Anhang-Nr. 21. 17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 46 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 18 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 1 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 19 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 7 Mio € (Vorjahr: 6 Mio €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 20 Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist: Haftungsverhältnisse
Die wirtschaftlichen Laufzeiten variieren je Garantie von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die Nichterfüllung von Steuerverpflichtungen durch den Hauptschuldner gegenüber den lokalen Steuerbehörden als auch die Nichterfüllung des Hauptschuldners im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung, z. B. verspätete Lieferung, die Lieferung nicht vertragsgemäßer Waren oder die Nichterfüllung im Hinblick auf die garantierte Beschaffenheit. Alle Haftungserklärungen wurden auf Veranlassung einer Tochtergesellschaft, auf Antrag des Hauptschuldners, auf Anforderung der lokalen Steuerbehörden oder auf Grundlage der zugrundeliegenden vertraglichen Beziehung ausgestellt und unterliegen größtenteils Rückgriffsansprüchen gegenüber dem Hauptschuldner im Falle einer Inanspruchnahme. Die Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantie und die Anzahlungsgarantie in Höhe von insgesamt 1,9 Mio € resultieren aus einer Vertragsvereinbarung in China. Der Konzern hat die Garantien zugunsten eines Kunden ausgestellt, um damit seine sowie auch die Leistung eines externen Partners abzusichern. Als Sicherheit hat der Konzern Garantien vom Partner in Höhe von 241 Tausend € (eine Anzahlungsgarantie in Höhe von 53 Tausend € und eine Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantie in Höhe von 188 Tausend €) erhalten, die im Falle des Ausfalls des Vertragspartners gezogen werden können. Für den Fall, dass saldierungsfähige Rückgriffsmöglichkeiten bestehen, wird keine Rückstellung gebildet. Für den Fall, dass keine saldierungsfähigen Rückgriffsmöglichkeiten bestehen, wird eine entsprechende Rückstellung (dies liegt nur für eine Garantie in Höhe von 312 Tausend € vor) angesetzt, um den möglichen Ressourcenabfluss abzudecken. Zum 30. September 2022 wurden keine weiteren Rückstellungen gebildet, da keine Inanspruchnahmen aus den anderen Garantien erwartet werden. Da thyssenkrupp Elevator zum 31. Juli 2020 vom Konzern erworben wurde, wurden die erworbenen Eventualverbindlichkeiten - unabhängig von der Wahrscheinlichkeit des Ressourcenabflusses - im Zusammenhang mit IFRS 3.23 als Rückstellung passiviert. Hinsichtlich Änderungen bei den erworbenen Eventualverbindlichkeiten, die zum 31. Juli 2020 als Rückstellung passiviert wurden, verweisen wir auf Anhang-Nr. 15 und Anhang-Nr. 23 sowie Anhang-Nr. 25. Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr keine wesentlichen Veränderungen hinsichtlich sonstiger Eventualverbindlichkeiten. 21 Finanzinstrumente In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte, Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die Vertragsvermögenswerte sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IFRS 9 angehören. Finanzinstrumente 30. September 2022
Finanzinstrumente 30. September 2021
Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeiten der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Eigenkapitalinstrumente und Fremdkapitalinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert, soweit vorhanden, auf Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor, erfolgt eine Bewertung der Eigen- und Fremdkapitalinstrumente durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows auf Basis der aktuellen marktüblichen Zinsen über die Restlaufzeit der Finanzinstrumente. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften (Derivate) errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps wird durch Abzinsung der erwarteten Zahlungsströme auf der Grundlage der für die verbleibende Vertragslaufzeit geltenden Marktzinssätze und unter Berücksichtigung etwaiger Währungsumrechnungen zum Stichtag ermittelt. Bei Devisen- sowie Zinsoptionsgeschäften werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z.B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zugrundeliegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zugrundeliegenden Basiszinssätze, beeinflusst. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten börsennotierten Anleihen mit einem Buchwert von 4.194 Mi o€ (Vorjahr: 3.876 Mio €) haben einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 3.562 Mio € (Vorjahr: 4.066 Mio €). Der beizulegende Zeitwert für börsennotierte Anleihen (Level 1) wird unter Anwendung notierter Anleihekurse zum Abschlussstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert für Kredite mit festem Zinssatz (beizulegender Zeitwert: 317 Mio € (Vorjahr: 351 Mio €); Buchwert: 335 Mio € (Vorjahr: 335 Mio €)) wird unter Berücksichtigung eines Netto-Barwertes (Level 2) ermittelt. Dieser wird mithilfe von Diskontierungsfaktoren, abgeleitet aus aktuellen Marktzinssätzen, berechnet. Der beizulegende Zeitwert für das Gesellschafterdarlehen (beizulegender Zeitwert: 2.757 Mio € (Vorjahr: 2.523 Mio €), Nominalwert: 5.503 Mio € (Vorjahr: 5.502 Mio €)) wird als der Barwert aller künftigen Auszahlungen bemessen, die mit einem marktüblichen Zinssatz abgezinst werden (Level 3). Der beizulegende Zeitwert von syndizierten Konsortialkrediten in Höhe von 3.988 Mio € (Vorjahr: 3.787 Mio €) wird anhand von beobachtbaren Kurswerten zum Abschlussstichtag ermittelt. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Der beizulegende Zeitwert von nicht an einem Markt notierten Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund des variablen Zinssatzes der Instrumente ebenfalls über den Buchwert bestimmt. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen: Bewertungshierarchie 30. September 2022
Bewertungshierarchie 30. September 2021
Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden aufgrund von beobachtbaren Marktdaten, z.B. anhand von Währungskursen, ermittelt. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten auf Basis des Discounted Cashflow Modells berechnet wird. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Rahmenverträge mit Aufrechnungsvereinbarungen bestehen grundsätzlich nur für derivative Finanzinstrumente mit externen Bankpartnern, die jedoch die Aufrechnungskriterien des IAS 32 entweder ganz oder zum Teil nicht erfüllen. Ein Aufrechnungsanspruch ist in diesen Fällen lediglich bei Beendigung des Vertrages aufgrund einer wesentlichen Vertragsverletzung oder Insolvenz eines der Vertragspartner durchsetzbar. Daher werden die Bruttowerte dieser Derivate separat in der Bilanz dargestellt. Saldierungsmöglichkeiten bestehen in Höhe von 4 Mio € (Vorjahr: 6 Mio €). Die folgende Tabelle stellt das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 dar: Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten
Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen, Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Kursgewinnen und Kursverlusten aus Fremdwährungsforderungen. Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Währungs- sowie Zinsderivaten, die nicht die Anforderungen des IFRS 9 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie "Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam" enthalten. Der darin enthaltene Betrag in Höhe von 280 Mio € (Vorjahr: 16 Mio €) resultiert aus den Finanzierungserträgen in Höhe von 394 Mio € (Vorjahr: 69 Mio €) und den gegenläufigen Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 114 Mio € (Vorjahr: 53 Mio €). Zudem werden die laufenden Erträge und Aufwendungen aus Eigenkapitalinstrumenten in dieser Bewertungskategorie ausgewiesen. Die Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" umfasst im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kursgewinne und Kursverluste aus Fremdwährungsverbindlichkeiten. Im Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten sind insgesamt Umrechnungsdifferenzen in Höhe von (276) Mio € (Vorjahr: (29) Mio €) für das Geschäftsjahr 2021/2022 enthalten. Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten Für die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte einschließlich Vertragsvermögenswerte wird eine Wertminderung für erwartete Verluste erfasst. Die Bruttobuchwerte sowie die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie Vertragsvermögenswerte
Im Geschäftsjahr 2021/2022 gab es - wie auch im Geschäftsjahr 2020/2021 - keine wesentlichen Änderungen bei Wertminderungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Marktwert bewertet und im Eigenkapital verbucht wurden. Zur Bestimmung der erwarteten Kreditverluste, insbesondere der erwarteten Ausfallraten bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, hat der Konzern das folgende Modell entwickelt: Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird auf der Grundlage historischer Ausfallraten unter Berücksichtigung zukunftsgerichteter Informationen bestimmt, welche u.a. die aktuellen Erwartungen bzgl. der COVID-19 Pandemie sowie des Krieges in der Ukraine berücksichtigt. Ebenfalls werden auch das jeweilige Geschäftsmodell, die Kundengruppen und das wirtschaftliche Umfeld der Region berücksichtigt. Der tatsächliche Ausfall wird in der Regel nach 360 Tagen angenommen. Die Bruttobuchwerte, Wertberichtigungen und durchschnittlichen Ausfallwahrscheinlichkeiten sind nachfolgend dargestellt: Alterstruktur der Vertragsvermögenswerte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2022
Alterstruktur der Vertragsvermögenswerte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2021
Derivative Finanzinstrumente Der Konzern setzt verschiedene derivative Finanzinstrumente ein, im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und Zinsderivate. Der Einsatz von Devisentermingeschäften erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungsrisiken. Teilweise werden die Devisentermingeschäfte als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting designiert. Zinsderivate werden zur Absicherung von Zinsrisiken aus den variabel verzinslichen Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eingesetzt. Für die Zinsderivate wird kein Hedge Accounting angewandt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dar: Derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden auf US-Dollar lautende Zinscaps sowie auf Euro lautende Zinsswaps mit einer Laufzeit bis 2027 abgeschlossen. Diese Zinsderivate wurden zur Absicherung der Zinsrisiken aus den variabel verzinslichen US-Dollar sowie Euro Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abgeschlossen. Die Zinscaps belaufen sich auf einen Nominalwert von 2.565 Mio € (2.500 Mio $) und haben einen beizulegenden Zeitwert i.H.v. 220 Mio € per 30. September 2022. Die Zinsswaps belaufen sich auf einen Nominalwert von 1.200 Mio € und haben einen beizulegenden Zeitwert i.H.v. 64 Mio € per 30. September 2022. Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung Cashflow-Hedges Cashflow-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung künftiger Zahlungsströme gegenüber Fremdwährungsrisiken aus zukünftigen Umsätzen und Beschaffungsgeschäften sowie Währungsrisiken aus langfristigen Finanzierungen. Auch bei Cashflow-Hedges wird der Ergebniseffekt der Sicherungsinstrumente i.d.R. in der gleichen Gewinn- und Verlust Position wie das gesicherte Grundgeschäft abgebildet. In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung, der designierte Teil der Sicherungsinstrumente sowie die Marktwertänderungen der Grundgeschäfte nach abgesicherten Risikoarten und Art der Absicherung dargestellt. Die derivativen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten sind Bestandteil der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten. Angaben zu Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang mit Cashflow-Hedges
Angaben zu Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang mit Cashflow-Hedges
Für das am 30. September 2022 endende Geschäftsjahr wurde der designierte Teil der Absicherungsinstrumente in Höhe von 2 Mio € vor Steuern (Vorjahr: (1) Mio €) als nicht realisierte Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital verbucht. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes des gesicherten Postens beläuft sich für das am 30. September 2022 endende Geschäftsjahr auf (2) Mio € (Vorjahr: 1 Mio €). Fremdwährungsderivatekontrakte haben in der Regel Laufzeiten von zwölf Monaten oder weniger, diese können aber in einzelnen Ausnahmefällen auch bis zu zwei Jahre betragen. Im Berichtsjahr wurden infolge der unterjährigen Realisation von Grundgeschäften 0 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €) aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ergebniswirksam in die Umsatzerlöse umgegliedert. Zusätzlich wurden 1 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €) anschaffungskostenmindernd aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis in die Vorräte umgegliedert, da die gesicherten Rohstoffe bilanziert wurden, aber noch keine ergebniswirksame Realisation des Grundgeschäftes stattgefunden hatte. Im Berichtsjahr resultierte eine ergebniswirksame Realisation des Grundgeschäftes in einer Verringerung der Aufwendungen in Höhe von 1 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €). Darüber hinaus werden 0 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €) durch eine Erhöhung der Aufwendungen in 2022/2023 ergebniswirksam. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung des sonstigen Ergebnisses aus Cashflow-Hedges nach Risikoarten dar: Entwicklung des sonstigen Ergebnisses aus Cashflow-Hedges nach Risikoarten
Zum 30. September 2022 resultiert aus ineffektiven Bestandteilen der als Cashflow-Hedges klassifizierten derivativen Finanzinstrumente ein Nettoergebnis in Höhe von 0 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €). Die im folgenden Geschäftsjahr erwarteten Aufwendungen aus den zum Stichtag in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen enthaltenen Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten betragen 0 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €). Die Absicherungskurse und Restlaufzeiten für die wesentlichen zum Jahresende bestehenden Derivate, die in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Absicherungskurse und Restlaufzeiten der Derivate in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung 30. September 2022
Absicherungskurse und Restlaufzeiten der Derivate in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung 30. September 2021
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung Werden die Voraussetzungen für die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting gemäß IFRS 9 nicht erfüllt oder wird Hedge Accounting nicht angewandt, erfolgt ein Ausweis der derivativen Finanzinstrumente als Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind in der Tabelle zu den Nettoergebnissen aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Konzern ist als weltweit agierender Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Kreditrisiken (Ausfallrisiko), Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungsrisiken und Zinsrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus den operativen Geschäften sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Finanzielle Risiken und Kreditrisiken sind im Rahmen des Risikomanagements weitestgehend zu vermeiden, durch ein Risikoportfolio zu kompensieren, an Dritte weiterzugeben oder zu begrenzen (Prinzip der Risikoaversion). Kreditrisiko Als Kreditrisiko (Ausfallrisiko) wird das Risiko bezeichnet, dass aufgrund von Nicht- oder Teilerfüllung bestehender Forderungen des Konzerns finanzielle Verluste entstehen. Das Kreditrisikomanagement ist in einer zentralen Richtlinie vorgegeben. Business Units und Konzerngesellschaften sind verpflichtet, ein Kreditrisikomanagement gemäß Vorgaben dieser Richtlinie zu implementieren. Grundsätzlich werden Ausfallrisiken mit geeigneten Instrumenten abgesichert. Nur in Einzelfällen, wenn die Analyse des Kreditrisikos ein höheres Ausfallrisiko offenbart, werden Akkreditive und Garantien von Banken, Versicherungen und Führungsgesellschaften angefragt. Um Ausfallrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit weiter zu minimieren, sieht die zentrale Richtlinie die Bewertung des Ausfallrisikos basierend auf dem Risikoprofil des Geschäftspartners anhand geeigneter interner und soweit vorliegend externer Informationen, wie z.B. Ratings und Wirtschaftsauskünften, vor. Der Konzern trifft eine Kreditentscheidung für jede Geschäftstransaktion mit jedem Geschäftspartner nach dem oben genannten Ansatz. Unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheiten ihrer Kundenstrukturen und Geschäftsmodelle werden eindeutige Prozessregeln festgelegt, welche Maßnahmen bei sich verschlechternder Bonität oder Zahlungsstörung ergriffen werden, um das maximale Ausfallrisiko weitgehend zu mindern. Geschäfte, deren Wert vorgegebene Wesentlichkeitsgrenzen überschreiten, insbesondere im Bereich der Großprojekte, bedürfen zudem der vorherigen Zustimmung auf höherer Organisationsebene. Hierbei werden unter anderem die Höhe und Absicherung der Ausfallrisiken bewertet. Fälligkeitsanalyse Das Liquiditätsrisiko für den Konzern besteht darin, dass aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit verfügt der Konzern sowohl über eine kurzfristige, rollierende Liquiditätsplanung über einen Zeitraum von 13 Wochen sowie über eine mittelfristige, rollierende Liquiditätsplanung über die nächsten 18 Monate und eine mehrjährige Finanzplanung. Anhand der Planung können potentielle Liquiditätsengpässe frühzeitig erkannt und durch geeignete Maßnahmen behoben werden. Durch das operative Geschäft generierte Mittelzuflüsse werden soweit möglich über Cash-Pools zentralisiert und im Bedarfsfall den Konzerngesellschaften verfügbar gemacht. Die Hauptzahlungsverkehrskonten sind in der Regel mit einem Überziehungslimit ausgestattet. Weiterhin hat der Konzern eine fest zugesagte, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 992 Mio € (Vorjahr: 992 Mio €) vereinbart, welche kurzfristig abrufbar ist. Zum Berichtsstichtag ist diese Linie mit 153 Mio € (Vorjahr: 178 Mio €) in Anspruch genommen. Die folgende Tabelle zeigt die künftigen undiskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten: Künftige undiskontierte Zahlungen 30. September 2022
Künftige undiskontierte Zahlungen 30. September 2021
Den Zahlungsmittelflüssen aus derivativen Finanzinstrumenten stehen Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften gegenüber, die in der Fälligkeitsanalyse nicht berücksichtigt wurden. Bei Berücksichtigung auch der Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften würden die in der Übersicht gezeigten Zahlungsmittelflüsse entsprechend geringer ausfallen. Den Zahlungsmittelflüssen aus variabel verzinslichen Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen Zahlungsmittelflüsse aus Zinsderivaten gegenüber, welche in der Fälligkeitsanalyse nicht berücksichtigt wurden. Bei Berücksichtigung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsderivaten (304 Mio € bis einschließlich 2026/2027) würden die in der Übersicht gezeigten Zahlungsmittelabflüsse entsprechend geringer ausfallen. Sensitivitätsanalysen Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Zu den für den Konzern relevanten Marktrisiken zählen das Währungsrisiko und das Zinsrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital- und Cashflow-Schwankungen resultieren. Die nachstehend beschriebenen Analysen sowie die mithilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier nicht die Risiken berücksichtigt, die nicht finanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie z.B. Geschäftsrisiken. Währungsrisiko - Zielsetzung bei der Währungsabsicherung ist das Festschreiben von Preisen auf Basis von Sicherungskursen zum Schutz vor zukünftigen ungünstigen Währungsschwankungen. Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäfts. Die Laufzeit der abgeschlossenen Devisenderivate beträgt in der Regel bis zu 12 Monate und kann in einzelnen Ausnahmefällen bis zu zwei Jahre betragen. Als relevante Risikovariablen für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 findet ausschließlich der US-Dollar Berücksichtigung, da der weitaus größte Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung in US-Dollar abgewickelt wird. Da die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt werden, gleichen sich die gegenläufigen Effekte der Grund- und Sicherungsgeschäfte über die Totalperiode nahezu aus. Das hier dargestellte Fremdwährungsrisiko resultiert somit aus Sicherungsbeziehungen mit bisher noch bilanzunwirksamen Grundgeschäften, d.h. Sicherungen von festen vertraglichen Verpflichtungen sowie von Planumsätzen. Zinsrisiko - Variable Finanzinstrumente, Refinanzierungen und Zinsderivate ohne Grundgeschäft unterliegen einem Cashflow-Risiko, das die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zinszahlungen zum Ausdruck bringt. Die Messung des Cashflow-Risikos erfolgt mit einer Cashflow-Sensitivität, die die Auswirkung auf das Ergebnis simuliert. Die Zinsanalyse unterstellt zum 30. September 2022 eine Parallelverschiebung der Zinskurven für alle Währungen um + 100/ - 100 Basispunkte (BP) für einen Zeitraum von 12 Monaten ab Bilanzstichtag. Es ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte): Zinsanalyse
Der Konzern ist keinen materiellen Warenpreisrisiken ausgesetzt. 22 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (related parties) Nahestehende Unternehmen und Personen Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen gehört die direkte Gesellschafterin, welche einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Darüber hinaus sind die zwischengeschalteten und die obersten beherrschenden Parteien sowie Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen eingeschlossen. Die folgenden Unternehmen und Personen wurden als nahestehend identifiziert:
Es besteht eine Beteiligung der thyssenkrupp AG an der Vertical TopCo I SA (Luxemburg) in Höhe von 18,95% in Form von mit Stimmrechten ausgestatteten Stammaktien, welche einen maßgeblichen Einfluss von Seiten thyssenkrupp AG begründen. Unmittelbare, zwischengeschaltete und oberste beherrschende Parteien Die Gesellschaft ist die direkte Tochtergesellschaft der Vertical Topco II SA (Luxemburg). Advent GPE IX Fund und Seventh Cinven Fund (No. 1) LP sind die obersten Parteien der Konzernstruktur. Die direkten und indirekten Tochtergesellschaften der AI Vertical (Luxemburg) S.à r.l. (Luxemburg) und Cinvert S.à r.l. (Luxemburg) sind zwischengeschaltete Muttergesellschaften der Gesellschaft. Führungskräfte in Schlüsselpositionen Die Geschäftsführung der Gesellschaft im Berichtszeitraum bestand aus den folgenden Personen:
Geschäftsbeziehungen zu den unmittelbaren, zwischengeschalteten und obersten beherrschenden Parteien Die unmittelbare Muttergesellschaft der TK Elevator Topco GmbH, die Vertical Topco II SA, hat der TK Elevator Topco GmbH im Rumpfgeschäftsjahr 2020 ein Darlehen in Höhe von 5.500 Mio € zu einem Zinssatz von 0,02% und einer Laufzeit von 10 Jahren gewährt, vgl. hierzu auch die weiteren Ausführungen in Anhang-Nr. 16. Zum 30. September 2022 ist das Darlehen noch nicht zurückgezahlt. Der aus dem Darlehen resultierende Zinsaufwand beläuft sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 auf 235 Mio € (Vorjahr: 215 Mio €), davon entfallen auf die laufende Verzinsung 1 Mio € (Vorjahr: 1 Mio €) und auf die Anwendung der Effektivzinsmethode 234 Mio € (Vorjahr: 214 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat die TK Elevator GmbH ein Darlehen in Höhe von 550 Tausend € an die Vertical Topco II SA begeben. Der Zinssatz für das Darlehen beträgt 8,84% und die Laufzeit beläuft sich auf vier Jahre. Im Geschäftsjahr 2020/2021 hat die Vertical Topco II SA eine Zuzahlung in das Eigenkapital der Muttergesellschaft in Höhe von 4 Mio € geleistet, vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 13. Zudem wurden der TK Elevator Holding GmbH im Geschäftsjahr 2021/2022 Kosten für Dienstleister von der Advent International Corporation in Höhe von 1 Mio € in Rechnung gestellt. Darüber hinaus wurden Kosten für Dienstleister, für die noch keine Rechnungen erhalten wurde, in Form einer Rückstellung mit dem Nettowert in Höhe von 1 Mio € berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2020/2021 hat die TK Elevator Holding GmbH zudem Beratungskosten an Advent International Corporation in Höhe von 1 Mio € erstattet. Die Advent International Corporation stellt die oberste Muttergesellschaft von Advent GPE IX Fonds dar, von der die AI Vertical (Luxemburg) S.à r.l. (Luxemburg) eine direkte Tochtergesellschaft darstellt und somit als nahestehendes Unternehmen betrachtet wird. Weitere Geschäftsvorfälle mit den übergeordneten Parteien lagen im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht vor. Geschäftsbeziehungen mit der thyssenkrupp Gruppe Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen zur thyssenkrupp AG und den übrigen Unternehmen der thyssenkrupp Gruppe. In der nachfolgenden Tabelle sind für das Geschäftsjahr zum 30. September 2022 die operativen Geschäftsbeziehungen mit Tochterunternehmen der thyssenkrupp Gruppe dargestellt: Geschäftsbeziehungen mit der thyssenkrupp Gruppe
Der Konzern erzielte Umsätze mit Tochtergesellschaften der thyssenkrupp Gruppe. Diese Umsätze betreffen überwiegend den Bau, die Modernisierung und den Service von Aufzügen und Fahrtreppen. Der Konzern bezieht im Rahmen des gewöhnlichen operativen Geschäfts Material von Tochtergesellschaften der thyssenkrupp Gruppe. Die Einkäufe betreffen überwiegend Rohstoffe aus dem Bereich Materials Services der thyssenkrupp Gruppe. Neben den Transaktionen aus dem operativen Geschäft hat der Konzern weitere Geschäfte mit Tochtergesellschaften der thyssenkrupp Gruppe getätigt. Im Vorjahr 2020/2021 lagen noch Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber der thyssenkrupp Gruppe vor, welche aus der früheren Einbindung von thyssenkrupp Elevator in steuerliche Organschaften der thyssenkrupp Gruppe sowie aus einer kaufvertraglichen Regelung im Zusammenhang mit der Akquisition von thyssenkrupp Elevator resultierten. Diese Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 im Wesentlichen durch eine beidseitige Vereinbarung aufgelöst und resultierten somit in einer Änderung der Gegenleistung, vgl. Anhang-Nr. 23. Die weiteren Geschäfte mit Tochtergesellschaften der thyssenkrupp Gruppe sind die folgenden: Sonstige Dienstleistungen Es bestehen Transitional Service Agreements (TSAs) mit der thyssenkrupp Gruppe, die in der Erbringung von Dienstleistungen der thyssenkrupp AG an den Konzern resultieren. Die Laufzeit endet im Wesentlichen voraussichtlich Mitte 2023, wobei vorzeitige Kündigungen und Verlängerungen der Services grundsätzlich möglich sind und wesentliche Teile der Leistungen bereits Mitte 2021 endeten, weil die Funktionen innerhalb des Konzerns aufgebaut wurden. Die vereinbarten Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen den IT- und Personalbereich. Für das Geschäftsjahr 2021/2022 beliefen sich die Kosten für die TSAs zwischen dem Konzern und der thyssenkrupp Gruppe auf 1 Mio € (Vorjahr: 8 Mio €). Die Marke "TK Elevator" wird für eine unbegrenzte Nutzungsdauer überlassen und im Rahmen der Kaufpreisallokation als immaterieller Vermögenswert in Höhe von 821 Mio € (Vorjahr: 821 Mio €) berücksichtigt. Sonstiges Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2020/2021 lagen noch nicht gezahlte Verpflichtungen und noch nicht erhaltene Rückerstattungsansprüche aus kaufvertraglichen Ausgleichverpflichtungen vor, welche im Geschäftsjahr 2021/2022 beigelegt wurden, vgl. hierzu auch die Angaben in der Anhang-Nr. 23. Vergütung der aktiven Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Die Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen, welche nach IAS 24 offengelegt werden muss, besteht aus der Vergütung der Geschäftsführer der Gesellschaft und des Aufsichtsrates der TK Elevator GmbH. Diese Angaben beinhalten ebenfalls die Pflichtangaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB. Die Vergütung der Geschäftsführer der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar: Vergütung der Geschäftsführung
Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden der aus den Pensionsrückstellungen für die aktiven Geschäftsführer resultierende Dienstzeitaufwand (service cost) und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand (past service cost) ausgewiesen. In den langfristigen Vergütungselementen sind insbesondere die Leistungen aus den Management Incentiveplänen enthalten, vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 15. Der Betrag bezieht sich auf den in der Periode zusätzlich angefallenen Aufwand für die Geschäftsführung. Ausgewählten Führungskräften und Mitgliedern der Geschäftsführung (zusammen: Manager) sowie deren nahen Angehörigen wurde von den ultimativen Gesellschaftern der TK Elevator Topco GmbH ein indirektes Investment in Höhe von rund 4% (Vorjahr: 4%) an der TK Elevator Topco GmbH gewährt. Davon entfallen auf Führungskräfte in Schlüsselpositionen 1% (Vorjahr: 1%). Hierfür wurden zwei Beteiligungsprogramme aufgesetzt, nach dem sich die Manager indirekt an der Wertentwicklung der TK Elevator Topco GmbH beteiligen können. Der Erwerb der Beteiligungen erfolgte zum Marktwert. Im Falle eines Exits (z.B. Veräußerung oder regulierter Kapitalmarktnotierung der TK Elevator Topco GmbH) können die Manager verpflichtet werden bzw. haben die Manager das Recht die Anteile dem Erwerber zu denselben Konditionen wie die übrigen Investoren zu verkaufen. Sofern ein Manager vor dem Eintritt eines Exits ausscheidet, kann die Beteiligung von den Investoren zurückgekauft werden. Der Rückkaufspreis entspricht im Fall der Eigenkündigung dem geringeren aus Erwerbspreis der Beteiligung und dem Fair Value der Beteiligung zum Zeitpunkt des Ausscheidens. Da TK Elevator Topco GmbH gegenüber den Managern keine Verpflichtungen aus dem Beteiligungsprogramm eingegangen ist, wird das Beteiligungsprogramm als equity-settled plan gem. IFRS 2 bilanziert. Zum Zeitpunkt der jeweiligen Gewährung ist der fair value der Beteiligung im Sinne des IFRS 2 Null. Der fair value wurde unter Berücksichtigung eines anerkannten Optionspreismodells auf Basis von Marktwerten bzw. einer Unternehmensbewertung ermittelt. Daher wird für die Beteiligung kein Aufwand erfasst. In den kurzfristig fälligen Leistungen sind 0 Mio € (Vorjahr: 2 Mio €) zum 30. September 2022 noch nicht ausgezahlt. Für einen Teil der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung sowie ausgeschiedener Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Pensionszusagen, der zugehörige Anwartschaftsbarwert beläuft sich auf 8 Mio € (Vorjahr: 11 Mio €). Zudem bestehen Rückstellungen aus den Management Incentive Plänen der Geschäftsführung in Höhe von 1 Mio € (Vorjahr: 2 Mio €). Gegenüber einem ehemaligen Mitglied der Geschäftsführung besteht zum 30. September 2022 eine offene Forderung in Höhe von 1 Mio € aufgrund einer Vorauszahlung im Zusammenhang mit einer vertraglichen Vereinbarung. Darüber hinaus sind zum 30. September 2022 Geschäftsführern keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Geschäftsführern eingegangen. Die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrates der TK Elevator GmbH wurden wie folgt vergütet: Aufsichtsratsvergütung
Zum 30. September 2022 ist der ausgewiesene Betrag noch nicht gezahlt. Zum 30. September 2022 sind Aufsichtsratsmitgliedern keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der TK Elevator GmbH erhalten zudem ein reguläres Gehalt aus dem jeweiligen Arbeitsverhältnis im Konzern, wobei die Höhe einer angemessenen Vergütung für die ausgeübte Funktion bzw. Tätigkeit des Konzerns entspricht. 23 Segmentberichterstattung Der Konzern bietet globale Personenbeförderungssysteme rund um den gesamten Lebenszyklus an. Die Business Units entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur und stellen Segmente nach IFRS 8 dar. Europe/Africa Die Business Unit Europe/Africa umfasst den Entwurf, Fertigung, Installation, Modernisierung und Wartung von Personen- und Lastenaufzügen und Fahrtreppen in Ländern in Europa und Afrika. Americas Die Business Unit Americas umfasst den Entwurf, Fertigung, Installation, Modernisierung und Wartung von Personen- und Lastenaufzügen und Fahrtreppen in Ländern in Nord- und Südamerika. Asia/Pacific Die Business Unit Asia/Pacific umfasst den Entwurf, Fertigung, Installation, Modernisierung und Wartung von Personen- und Lastenaufzügen und Fahrtreppen im Nahen Osten, Asien, Australien und Neuseeland. Diese drei Segmente umfassen hauptsächlich das Aufzüge- und Fahrtreppengeschäfte. Access Solutions Diese Business Unit umfasst global angepasste Mobilitätslösungen für Privathaushalte, d.h. Entwurf, Fertigung, Installation und Wartung von Treppenliften, Heimaufzügen und Plattformliften sowie Passagierbrücken, hauptsächlich für den Zugang zu Flugzeugen. Corporate Zusätzlich erbringt die Business Unit Corporate Elevator bestimmte Funktionen und Services für das operative Geschäft, wie z.B. Finanzierung, Forschung und Entwicklung, Recruiting, IT, etc., welche vorwiegend von den zentralen Holding-Gesellschaften erbracht werden. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den in Anhang-Nr. 22 beschriebenen Transitional Service Agreements fallen ebenfalls in der Business Unit Corporate Elevator an. Konsolidierung Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung innerbetrieblicher Umsatzerlöse sowie die Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen. Die Rechnungslegungsgrundsätze des Segments sind die gleichen, wie sie für den Konzern in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben sind mit der Ausnahme, dass konzerninterne Leasingverhältnisse als laufender Aufwand abgebildet werden. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Das Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente ist die Ertragskennzahl EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung) bzw. Bereinigtes EBITDA sowie EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) bzw. Bereinigtes EBIT. Die Abgrenzung des EBIT sowie des EBITDA richtet sich nach wirtschaftlichen Kriterien und ist unabhängig von den IFRS-Vorschriften. Das EBIT gibt Auskunft über die Profitabilität der betrachteten Einheiten und enthält alle Bestandteile der Gewinn- und Verlustrechnung, die sich auf die operative Leistung beziehen. Dies trifft auch auf das EBITDA zu, mit dem Unterschied, dass keine Abschreibungen enthalten sind. Das Bereinigte EBIT bzw. das Bereinigte EBITDA ist das EBIT bzw. das EBITDA vor Berücksichtigung von Sondereffekten. Es ist besser dazu geeignet, die operative Leistung über mehrere Perioden hinweg zu vergleichen. Das Operating net working capital ist der Hauptindikator, um die Effizienz des für den Geschäftsbetrieb erforderlichen operativen Netto-Umlaufvermögens zu messen. Es setzt sich im Wesentlichen aus Vorräten, Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Anzahlungen zusammen. Segmentinformationen 2021/2022
Segmentinformationen 2020/2021
Im Zusammenhang mit einer kaufvertraglichen Regelung aus dem Erwerb von thyssenkrupp Elevator erfolgte eine Allokation sonstiger Erträge im Zusammenhang mit Rückzahlungsverpflichtungen resultierend aus einem im vorangegangenen Geschäftsjahr ergangenen Gerichtsurteil auf die Business Unit Americas in Höhe von 11 Mio €. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden im Zusammenhang mit den oben gennannten kaufvertraglichen Regelungen sonstige Erträge in Höhe von 70 Mio € und sonstige Aufwendungen in Höhe von 27 Mio €, die aus Änderungen der Gegenleistung resultieren, auf unterschiedliche Business Units allokiert. Hiervon wurden sonstige Erträge in Höhe von 68 Mio € auf die Business Unit Americas allokiert. Auf die Business Unit Europe/Africa wurden sonstige Erträge in Höhe von 2 Mio € allokiert. Darüber hinaus wurde sonstiger Aufwand auf die Business Unit Asia/Pacific in Höhe von 12 Mio €, auf die Business Unit Access Solutions in Höhe von 2 Mio € und auf die Business Unit Americas in Höhe von 10 Mio € allokiert. Im Zusammenhang mit der Anpassung von passivierten Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Datenschutzrisiken (vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 15) wurden sonstige Erträge auf die Business Unit Americas in Höhe von 6 Mio €, auf die Business Unit Europe/Africa in Höhe von 4 Mio €, auf die Business Unit Asia/Pacific in Höhe von 5 Mio € und auf die Business Unit Access Solutions in Höhe von 1 Mio € allokiert. Nachfolgend wird die Überleitungsrechnung der Ertragskennzahl Bereinigtes EBITDA zum EBIT und zum EBT gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt: Überleitung Bereinigtes EBITDA zu EBT
Sondereffekte stellen u. a. Veräußerungsverluste/-gewinne aus M&A-Transaktionen, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige nicht operative Aufwendungen und Erträge dar. Es gilt eine für das Management relevante Materialitätsschwelle. Für das Geschäftsjahr zum 30. September 2022 setzen sich die Sondereffekte wie folgt zusammen: Sondereffekte
Die sonstigen nicht operativen Aufwendungen und Erträge beinhalten im Wesentlichen projektbezogene Beratungs- und Implementierungskosten mit einem besonderen Fokus auf operative Effizienz und Performance sowie Bereinigungen im Zusammenhang mit potentiellen Vertragsstrafen für sanktionsbedingte Vertragskündigungen bei unserer russischen Gesellschaft, vgl. Anhang-Nr. 03. Die Summe der Vermögenswerte gemäß der Bilanz lässt sich wie folgt auf das Operating net working capital überleiten: Überleitung Aktiva zu Operating net working capital
Bei der nachfolgenden Darstellung der Informationen nach Regionen erfolgt die Länderzuordnung der Umsätze nach dem Sitz des Kunden, während die Zuordnung des Segmentvermögens nach dem jeweiligen Standort vorgenommen wird. Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich ist. Außenumsätze nach Regionen
Langfristige Vermögenswerte nach Regionen
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 24 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse bzw. die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden sind nachfolgend dargestellt: Umsatzerlöse
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kundengruppen
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Regionen
D ie Darstellung wurde angepasst.
Von den Umsätzen aus Verträgen mit Kunden resultieren 1.208 Mio € (Vorjahr: 1.287 Mio €) aus langfristigen Vertragsbeziehungen und 7.320 Mio € (Vorjahr: 6.668 Mio €) aus kurzfristigen Vertragsbeziehungen, 6.774 Mio € (Vorjahr: 6.732 Mio €) ergeben sich aus Umsätzen, die zeitraumbezogen realisiert werden und 1.754 Mio € (Vorjahr: 1.224 Mio €) aus Umsätzen, die zeitpunktbezogen realisiert werden. 25 Sonstige Erträge Sonstige Erträge
Die Erträge aus Zulagen und Zuschüssen enthalten Erstattungen der Sozialversicherungsbeiträge im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in Deutschland, welche der Konzern von der öffentlichen Hand erhalten hat. Die übrigen sonstigen Erträge resultieren im Wesentlichen aus den unter Anhang-Nr. 15 und Anhang-Nr.23 erläuterten Effekten. Des Weiteren resultieren die übrigen sonstigen Erträge insbesondere aus dem endgültigen Entfall von weiteren im Rahmen der Kaufpreisallokation von thyssenkrupp Elevator passivierten Eventualverbindlichkeiten, welche sich aus operativen Risiken und rechtlichen Risiken zusammensetzen. 26 Sonstige Aufwendungen Sonstige Aufwendungen
Die übrigen sonstigen Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2021/2022 sind gegenüber den sonstigen Aufwendungen des Geschäftsjahrs 2020/2021 gesunken, was im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Markengebühr für die thyssenkrupp Marke steht, für die die vertragliche Vereinbarung im Geschäftsjahr 2020/2021 auslief. Zudem sind Aufwendungen im Zusammenhang mit einer kaufvertraglichen Regelung aus dem Erwerb von thyssenkrupp Elevator enthalten (vgl. hierzu Anhang-Nr. 23). Teilweise kompensiert wurden diese durch Erträge aus der Anpassung einer Rückzahlungsverpflichtung im Zusammenhang mit einem Gerichtsurteil im vorangegangenen Geschäftsjahr (vgl. hierzu Anhang-Nr. 23). 27 Sonstige Gewinne und Verluste Sonstige Gewinne und Verluste umfassen im Wesentlichen Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten. 28 Finanzergebnis Finanzergebnis
Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen vgl. auch Anhang-Nr. 07. Die sonstigen Finanzierungserträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Absicherung von Währungskursschwankungen und Zinsrisiken, vgl. hierzu auch Anhang-Nr. 21. In den Zinserträgen aus Finanzguthaben und in den sonstigen Finanzierungserträgen sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 8 Mio € (Vorjahr: 7 Mio €) enthalten. In den Zinsaufwendungen aus Finanzschulden und in den sonstigen Finanzierungsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 703 Mio € (Vorjahr: 733 Mio €) enthalten. In den sonstigen Finanzierungsaufwendungen sind Settlements von Fremdwährungs- und Zinsderivaten in Höhe von 93 Mio € (Vorjahr: 51 Mio €) und Währungskursschwankungen in Höhe von 291 Mio € (Vorjahr: 35 Mio €) enthalten. Im Vorjahr 2020/2021 waren zusätzlich Aufwendungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung in Höhe von 5 Mio € enthalten. Ferner sind in den sonstigen Finanzierungsaufwendungen auch Garantieaufwendungen enthalten. 29 Leasing in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung Die nachfolgende Tabelle zeigt die aus den Leasingverhältnissen resultierenden Aufwendungen und Erträge: Leasing in der Gewinn- und Verlustrechnung
Erträge aus Untermietverträgen sowie Gewinne und Verluste aus Sale and Leaseback-Transaktionen ergaben sich nicht. 30 Ertragsteuern Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf: Aufteilung Ertragsteuern
Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Bereiche: Ertragsteuern im Eigenkapital
1) Der Wert für das Geschäftsjahr
2020/2021 wurde angepasst
Zum 30. September 2022 belaufen sich die zu versteuernden temporären Differenzen aus thesaurierten Gewinnen von Tochtergesellschaften im Konzern, für die keine passiven latenten Steuern gebildet werden, da diese Gewinne in absehbarer Zeit nicht ausgeschüttet werden sollen, auf 787 Mio € (Vorjahr: 749 Mio €). Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen: Verzeichnis aktiver und passiver latenter Steuern
Die in der Spalte "Übrige" erfassten latenten Steuern wurden erfolgsneutral erfasst. Sie resultieren aus den im OCI erfassten Pensionsrückstellungen sowie Währungsumrechnung. In der Position "langfristige Verbindlichkeiten" werden verschiedene finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten zusammengefasst. Der wesentliche Anteil der latenten Steuern auf dieser Position resultiert aus der Marktbewertung eines Gesellschafterdarlehens. Die latenten Steuern auf der Position "kurzfristige Verbindlichkeiten" resultieren aus diversen Verbindlichkeiten im Bereich Lieferung und Leistung sowie weiteren finanziellen und nicht finanziellen Verbindlichkeiten. Unter den kurzfristigen "übrigen Aktiva" werden unter anderem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Leasing sowie weitere finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte zusammengefasst. Zum 30. September 2022 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 45 Mio € (Vorjahr: 50 Mio €) und auf steuerliche Zinsvorträge in Höhe von 181 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Betrag von 45 Mio € (Vorjahr: 29 Mio €) und bei den steuerlichen Zinsvorträgen von 181 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €) nach der bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig. Zum 30. September 2022 werden u.a. die folgenden, auf Verlustvorträgen beruhenden, aktiven latenten Steuern angesetzt, weil für die Aktivierung substanzielle Hinweise auf ausreichende künftige zu versteuernde Ergebnisse vorliegen: TK Airport Solutions S.A. 2 Mio € (Vorjahr: 2 Mio €), TK Elevadores Chile S.A. 1 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €). Zum 30. September 2022 wurden 51 Mio € (Vorjahr: 34 Mio €) für transaktionsbezogene Steuerrisiken, nicht anrechenbare Quellensteuern, Verrechnungspreisrisiken sowie für die Abzugsfähigkeit bestimmter Aufwendungen als Vorsorge bilanziert. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 anzuwendende deutsche Steuerrecht sieht, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gewerbesteuersätze, einen Steuersatz von 30,8% (Vorjahr: 30,6%) vor. Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten jeweiligen länderspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 9,0% (Vorjahr: 9,0%) und 37,5% (Vorjahr: 37,5%). Veränderungen des laufenden sowie des latenten Steuersatzes der deutschen Organschaft sind durch Schwankungen der gewerbesteuerlichen Hebesätze der Betriebsstätten bedingt. Bei den ausländischen Gesellschaften resultieren Steuersatzänderungen wesentlich aus gesetzlich vorgegebenen Anpassungen im Zusammenhang mit der Körperschaftsteuer. Steuerliche Überleitungsrechnung
31 Zusätzliche Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzkosten enthalten Materialaufwendungen in Höhe von 3.166 Mio € (Vorjahr: 2.788 Mio €). Folgender Personalaufwand ist in den Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten: Personalaufwand
1) Ohne den Teil des Nettozinses, der als Teil
des Finanzaufwands erfasst wird
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt: Belegschaft im Jahresdurchschnitt
Der Durchschnitt der Mitarbeiter wird als Durchschnitt über die Mitarbeiterzahlen der Quartale ermittelt. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar ist nachfolgend dargestellt: Abschlussprüfer-Honorare
Die Kategorie "Abschlussprüfungsleistungen" umfasst die Honorare für die Konzernabschlussprüfung, für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse sowie für die Prüfung des Jahresabschlusses der TK Elevator Topco und ihrer deutschen Tochterunternehmen. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung 32 Zusätzliche Informationen zur Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingelder". Zinseinzahlungen und Zinsauszahlungen werden unter den "Sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten" und den "Sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten" ausgewiesen bzw. abgegrenzt. In der Kapitalflussrechnung ergibt sich der Zinscashflow aus den im Konzern-Jahresüberschuss/-(fehlbetrag) enthaltenen Aufwendungen und Erträgen abzüglich der nicht-zahlungswirksamen Geschäftsvorfälle. Die Zinszahlungen, welche im Operating Cashflow ausgewiesen werden, belaufen sich auf 504 Mio € (Vorjahr: 488 Mio €). Nicht-zahlungswirksame Investitionen Es bestehen nicht-zahlungswirksame Investitionen aus den Right-of-use Vermögenswerten gemäß IFRS 16 in Höhe von 140 Mio € (Vorjahr: 154 Mio €). Veränderungen der Verbindlichkeiten/Vermögenswerte aus Finanzierungstätigkeit Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Veränderungen der Verbindlichkeiten/Vermögenswerte aus Finanzierungstätigkeiten einschließlich der Veränderungen durch Cashflows und nicht zahlungswirksame Veränderungen: Überleitungsrechnung gemäß IAS 7 für 2021/2022
1) Die Anleihen/sonstigen Darlehen beinhalten
ebenfalls Zahlungsströme aus syndizierten
Konsortialkrediten, welche in Anhang- Nr. 16 als
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
ausgewiesen werden.
Überleitungsrechnung gemäß IAS 7 für 2020/2021
1) Die Anleihen/sonstigen Darlehen beinhalten
ebenfalls Zahlungsströme aus syndizierten
Konsortialkrediten, welche in Anhang- Nr. 16 als
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
ausgewiesen werden.
Leasing in der Kapitalflussrechnung In der Kapitalflussrechnung wird die Zinskomponente der bilanzierten Leasingverhältnisse im Operating Cashflow und die Tilgungskomponente im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 betrugen die gesamten Zahlungsmittelabflüsse des Konzerns als Leasingnehmer 130 Mio € (Vorjahr: 117 Mio €). Die folgenden möglichen Zahlungsmittelabflüsse beim Leasingnehmer wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen und werden nur dann in der Kapitalflussrechnung enthalten sein, sofern sie in künftigen Perioden auch tatsächlich zu Auszahlungen führen: Mögliche zukünftige Leasingzahlungen
Mögliche zukünftige Leasingzahlungen des Leasingnehmers aus der Ausübung von Optionen wurden nicht in die Leasingverbindlichkeit einbezogen, wenn die Ausübung der entsprechenden Optionen nicht als hinreichend sicher eingeschätzt wurde. Diese Optionen beinhalten Leasingzahlungen aus Mietverlängerungsoptionen, Strafzahlungen aus der Ausübung von Kündigungsoptionen und Zahlungen aus Kaufoptionen. Nur bei einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Optionen als ausübbar angesehen und als Verbindlichkeit aus Leasingverhältnissen angesetzt. Im Falle veränderter Fakten und Umstände erfolgt eine Neueinschätzung der Optionsausübung. Bestehen in Einzelfällen unendlich revolvierende Mietverlängerungsoptionen bei Erbpachtverträgen sind deren Zahlungen nicht in den möglichen zukünftigen Leasingzahlungen enthalten. Eine Einschätzung der Laufzeit wurde bei der Ermittlung der entsprechenden Leasingverbindlichkeit vorgenommen. Einzelne Leasingverträge können mehrere Optionen enthalten. Der Konzern verwendet Optionen, um eine größtmögliche betriebliche Flexibilität zu erhalten. Solche Optionen können grundsätzlich nur durch den Konzern als Leasingnehmer ausgeübt werden. Ferner sind in den abgeschlossenen Leasingverträgen keine Klauseln enthalten, die den Konzern durch die Einhaltung bestimmter Zusagen wesentlich beschränken. Sonstige Angaben 33 Finanzielle Informationen der TK Elevator Holdco GmbH und TK Elevator Midco GmbH Zur Ergänzung des Konzernabschlusses der TK Elevator Topco werden die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzernkapitalflussrechnung der Teilkonzerne der TK Elevator Holdco GmbH und TK Elevator Midco GmbH ebenfalls im Konzernanhang aufgeführt. Sie werden als Überleitung dargestellt, ausgehend von den Zahlen der TK Elevator Topco. Die folgenden Finanzzahlen existieren nur in Form einer Überleitung. Die Überleitung der entsprechenden konsolidierten Bilanz zum 30. September 2022 und 30. September 2021 ist im Folgenden aufgeführt: Konsolidierte Bilanz 30. September 2022Aktiva
Passiva
Konsolidierte Bilanz 30. September 2021Aktiva
Passiva
Die Überleitung der entsprechenden konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022 und das Geschäftsjahr 2020/2021 ist im Folgenden aufgeführt: Konsolidierte Gewinn-und Verlustrechnung 2021/2022
Konsolidierte Gewinn-und Verlustrechnung 2020/2021
Die Überleitung der entsprechenden konsolidierten Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022 und das Geschäftsjahr 2020/2021 ist im Folgenden aufgeführt: Konzern-Kapitalflussrechnung 2021/2022
Konzern-Kapitalflussrechnung 2020/2021
34 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag Die globale wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin von der COVID-19 Pandemie beeinflusst. Die Fallzahlen steigen insbesondere im Großraum China erneut stärker an, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID- 19 Pandemie in dieser Region stark reduziert wurden. Das Management überprüft kontinuierlich alle wesentlichen Planungsannahmen unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung seit dem Bilanzstichtag. Es liegen derzeit keine Hinweise für die Notwendigkeit der Erfassung von Wertminderungen vor. Im Dezember 2022 hat der Konzern eine umfangreiche Restrukturierung des Werks in Neuhausen beschlossen und verkündet. Das Restrukturierungskonzept sieht eine Neuaufstellung des Produktionsstandorts Neuhausen vor, mit der eine Fokussierung der Produktion einhergeht. Von der Restrukturierung sind insgesamt rund 500 Stellen betroffen, für die gemeinsam mit der Mitbestimmung in den kommenden Wochen ein Interessenausgleich und ein Sozialplan vereinbart werden soll. 35 Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Nachfolgende inländische Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im Sinne des §264a HGB haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß §264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
Nachfolgende inländische Gesellschaften, welche die Befreiungsvorschriften gemäß § 291 HGB in Anspruch nehmen, sind mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der TK Elevator Topco einbezogen und von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen:
Düsseldorf, 09. Januar 2023 TK Elevator Topco GmbH Die Geschäftsführung Uday Yadav Ercan Keles Dr. Philipp Voet van Vormizeele |
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