TERRA CLOUD GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Bollmann seit 20.7.2015 | Geschäftsführer |
Siegbert Wortmann seit 20.7.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 10.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 30.00% | |
| 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wortmann Telecom GmbHHüllhorstJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma der Gesellschaft lautet Wortmann Telecom GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Hüllhorst. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter B 14584 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den geltenden deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 1 HGB aktivierungspflichtigen Beträge. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Für geringwertige Anlagegüter wurde § 6 Abs. 2 a EStG angewendet. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Waren werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Einkaufspreis des letzten Einkaufs bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem jeweiligen Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Dazu bestehen Pauschalwertberichtigungen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Soweit die Guthaben auf fremde Währung lauten, erfolgt die Umrechnung gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.821,88 € (Vorjahr: 69.159,05 €). Mitzugehörigkeits- und Restlaufzeitvermerke
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Beträge für noch nicht vereinnahmte Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererstattungen in Höhe von rd. 82 T€ (Vorjahr: 299 T€). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Darlehen in Höhe von 16.561.074,35 € (Vorjahr: 16.560.511,26 €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.441,79 € (Vorjahr: 0,00 €). Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens sowie eines nahe stehenden Unternehmens gegenüber einem Kreditinstitut bei Ausnutzung des gewährten Kreditrahmens bis zu einer Höhe von 2,5 Mio. €. Zum Bilanzstichtag wiesen weder das verbundene Unternehmen noch das nahe stehende Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber diesem Kreditinstitut aus. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird deshalb weiterhin nicht gerechnet, weil die beiden Unternehmen ihren Verpflichtungen bisher immer fristgerecht nachgekommen sind. Mitzugehörigkeits- und Restlaufzeitvermerke
V. Gesonderte Angaben gem. § 327 Abs. 1 Nr. 1 HGB
VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 1.916 T€) sowie Erstattungen der Kreditversicherungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 683 T€). Gesonderter Ausweis bestimmter Erträge und Aufwendungen
VII. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren neben den Geschäftsführern durchschnittlich 22 Angestellte (einschließlich fünf Teilzeitkräfte) beschäftigt. Die Wortmann Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Hüllhorst ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss mit dem größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt und den Konzernabschluss im Unternehmensregister veröffentlicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3 a HGB bestehen derzeit aus Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von rd. 45 T€ sowie aus einem unbefristeten Mietvertrag in Höhe von jährlich rd. 32 T€. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr: Herr Siegbert Wortmann, Hüllhorst Herr Stefan Bollmann, Bad Oeynhausen Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Siegbert Wortmann ist darüber hinaus von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft gewährte einem Geschäftsführer ein ungesichertes Darlehen in Höhe von ursprünglich 100.000,00 €, das seit Januar 2021 mit einer monatlichen Annuität in Höhe von 889,12 € zurückzuzahlen ist. Der Zinssatz beträgt 1,3 % p. a. Das Darlehen entwickelte sich wie folgt:
Hüllhorst, den 21. November 2024 gez. Siegbert Wortmann, Geschäftsführer gez. Stefan Bollmann, Geschäftsführer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Wortmann Telecom GmbH ist in der Gesellschafterversammlung vom 10.12.2024 festgestellt worden. Der Gewinnvortrag von 1.696.790,59 € und der Jahresüberschuss von 388.162,36 € werden auf neue Rechnung vorgetragen. Lagebericht 2023Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht I) Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die Wortmann Telecom GmbH ist eine eigenständige Distributionsgesellschaft innerhalb der Wortmann-Gruppe, spezialisiert auf den Vertrieb von Smartphones, Tablets und Unterhaltungselektronik an Wiederverkäufer und gewerbliche Endkunden. Als international agierender Großhändler beliefert die Gesellschaft von ihrem Stammsitz in Hüllhorst neben dem deutschen Kernmarkt gewerbliche Abnehmer inner- und außerhalb Europas. Der Kundenstamm umfasst dabei Fachhändler, Etailer, Systemhäuser, Distributoren und industrielle Endabnehmer. Die Wortmann Telecom GmbH wurde 2015 als Tochterunternehmen der Wortmann Beteiligungs-GmbH in Hüllhorst gegründet und hat zum 01.01.2016 den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Am Hauptsitz der Wortmann-Gruppe vereint die Gesellschaft sämtliche Geschäftsbereiche des Unternehmens und ist weitestgehend in die Infrastruktur der Wortmann AG eingebunden. Die Gesellschaft wurde in 2023 unverändert durch die Geschäftsführer Siegbert Wortmann und Stefan Bollmann vertreten und beschäftigt zum Bilanzstichtag 24 Mitarbeiter. II) Wirtschaftsbericht 1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war in 2023 noch immer durch die Auswirkungen des andauernden Ukraine-Kriegs, hohe Inflationsraten und hohe Energiepreise gekennzeichnet. Aufgrund dessen wurde nur mit einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % gerechnet. Für das Berichtsjahr 2023 ergab sich laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung unter Berücksichtigung der Inflation sogar ein Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes gegenüber dem Vorjahr von 0,3 %. Die Regierung rechnete in ihrer Herbstprojektion für das Jahr 2024 mit einer beachtlich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Frühjahr, als noch ein geringes Wachstum von 0,3 % prognostiziert wurde. Der Digitalverband BITKOM bescheinigte der ITK-Branche mit Informationstechnologie und Telekommunikation von 2022 auf 2023 ein Plus von 2,4 % bei einem Marktvolumen von 215,6 Milliarden Euro. Die voranschreitende Digitalisierung der Unternehmen bescherte der Informationstechnik einen Zuwachs von 2,6 % bei einem Gesamtvolumen von 143,4 Milliarden Euro. Auf die IT-Hardware inklusive Halbleiter und Consumer Electronics entfiel hierbei ein Minus von 6,1 % auf 51,6 Milliarden Euro. Die Umsätze mit Software stiegen um 12,1 % auf ein Marktvolumen von 42,5 Milliarden Euro. Auch die IT-Services verzeichneten ein ordentliches Plus von 5 % auf 49,3 Milliarden Euro. Im Telekommunikationsmarkt konnte der Positivtrend des Vorjahres mit einem leichten Plus von 2 % bei einem Marktvolumen von rund 72,3 Milliarden Euro bestätigt werden, wobei auf den Handel mit TK-Endgeräten ein Plus von 3,1 % (Vorjahr +2,6 %) auf 12,3 Milliarden Euro entfällt. Die Telekommunikationsdienste machen mit einem leichten Zuwachs um 2,1 % (Vorjahr +0,6 %) einen Anteil von 51,9 Milliarden Euro aus, während die TK-Infrastruktur ein Minus von 0,7 % (Vorjahr 13,2 %) auf 8,1 Milliarden Euro verzeichnen kann. Für 2024 prognostiziert BITKOM in allen Bereichen bis auf TK- Infrastruktur einen moderaten Anstieg. Für die Software wird ein ordentliches Wachstum von 9,8 % erwartet. 2) Geschäftsverlauf und Lage Die wirtschaftliche Leistung der Gesellschaft im Jahr 2023 ist unter Berücksichtigung der besonderen Gesamtsituation als zufriedenstellend zu bewerten, wenngleich Umsatz und Ertrag insgesamt unter den Erwartungen geblieben sind. Insgesamt lässt sich resümieren, dass die zu Corona-Zeiten künstlich gestiegene Nachfrage nach Produkten aus IT und TK bedingt durch Social Distancing, Home Schooling und Home Office wieder auf ein Normalniveau zurückgegangen ist. In Privathaushalten wie auch in Unternehmen sind die Erstanschaffungen bereits in den Vorjahren erfolgt, sodass die Nachfrage in einigen Produktbereichen zurückgegangen ist. Ebenso ist der Trend zu einer längeren Nutzungsdauer bei Smartphones deutlich sichtbar, was sicher auch einem gewissen Innovationsstau geschuldet ist. Andererseits bleibt ebenso festzuhalten, dass die Arbeit im Home Office und der mobile Arbeitsplatz sich als feste Bestandteile im Arbeitsalltag etabliert haben, sodass ehemals typische Corona-Produkte, wie z. B. Webcams, auch weiterhin, wenn auch in geringeren Umfängen, gefragt sind. Die Wortmann Telecom GmbH konnte sich im achten abgelaufenen Geschäftsjahr weiter am Markt etablieren und ihre Position trotz anhaltender Herausforderungen bedingt durch die Auswirkungen der Inflation als Folge des Ukraine-Kriegs und einer anhaltend intensiven Wettbewerbssituation weiter stärken. Der Fokus lag unverändert auf der nachhaltigen Unternehmensentwicklung, der Positionierung und Marktdurchdringung. Die Fachzeitschrift connect professional vergab der Gesellschaft den Titel "Excellent Distributor" und dokumentiert hiermit die hohe Kundenzufriedenheit. Wie schon in den Vorjahren lag der Fokus im Berichtsjahr auf dem Handel mit dem Kernsortiment und ergänzenden, sortimentsnahen Warengruppen. Die weiterhin schwer planbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machten eine Konzentration auf das Wesentliche und eine sorgfältige Bestandsdisposition notwendig, um umgehend auf das im stetigen Wandel befindliche Einkaufsverhalten unserer Kunden und die volatilen Marktpreise reagieren zu können. Der stetige Wechsel von schlechter Verfügbarkeit bis hin zu Lagerüberhängen bei einigen Produktgruppen erforderte ein gutes Gespür und eine permanente Kontrolle der Marktpreise. Die Verbreiterung der Kundenbasis wurde trotz dieser Herausforderungen mit den bewährten Marketingaktionen weiter erfolgreich vorangetrieben, sodass die Marktposition der Gesellschaft und die Wahrnehmung als starker Anbieter mit einem guten Angebot weiterhin konstant gestiegen sind. Wie bereits in den Vorjahren adressierte die Gesellschaft verstärkt die Etailer und Multichannel-Anbieter. Wenngleich der stationäre Handel noch immer existent ist, so ist der Trend zum Einkauf im Internet weiterhin ungebrochen und es ist nicht absehbar, dass sich diese Situation zukünftig ändern wird. Im Gegenteil verlagern immer mehr Anbieter ihre Umsätze vom stationären Handel in das Internet. Weiterhin ist der Kundenkreis der lösungsorientierten Systemhäuser der am stabilsten wachsende Bereich. Den kontinuierlichen Anstrengungen im Bereich der Akquise und einer dahin gehenden Sortimentsausrichtung ist es zu verdanken, dass die Umsätze mit dieser Kundengruppe auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden konnten. Dies wird auch anhand des rund 5 % höheren Umsatzanteils mit Tablets im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Das Tablet betrachten wir als wesentlichen Signalgeber für die weiter voranschreitende Digitalisierung und den mobilen Arbeitsplatz. Bereits in den letzten Jahren haben der Einsatz mobiler Endgeräte und deren Administration weiter an Bedeutung gewonnen und hiervon haben insbesondere die Kundengruppen mit ganzheitlichen Lösungsansätzen profitieren können. Die Corona-Pandemie hat den modernen Arbeitsplatz zwangsweise etabliert und dieser entwickelt sich nun kontinuierlich weiter. Der Bedarf an mobilen Endgeräten ist in allen Bereichen der Unternehmen, des Bildungswesens und auch in öffentlichen Einrichtungen konstant und die Lösungsanbieter mit ihrem Vertriebsansatz sind die größten Profiteure dieser Nachfrage. Den Geschäftsbereichen Mobile Security und Mobile Device Management kommen in diesem Zusammenhang weiterhin eine wesentliche Bedeutung zu. Der vermehrte Einsatz mobiler Endgeräte, insbesondere in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, erhöht gleichermaßen den Bedarf an Sicherheit, redundanter Konnektivität und Administration der im Einsatz befindlichen Hardware. Wir wollten unsere Aktivitäten in diesen Bereichen weiter forcieren und durch Zusatzleistungen, wie z. B. entsprechende Versicherungsangebote, ergänzen. Leider sind wesentliche Services der Hersteller nicht für den Zwischenhandel konzipiert, sondern werden direkt an den Endabnehmer adressiert. Das machte es uns im Berichtsjahr schwer, die grundsätzlich hohe Nachfrage nach diesen Dienstleistungen entsprechend zu bedienen. Die Zusammenstellung eines passenden Angebots für unsere Kunden stellt uns auch im laufenden Geschäftsjahr vor Herausforderungen. Die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres und eine anhaltende Nachfrage bestärken uns in unserer grundsätzlichen vertrieblichen Ausrichtung. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 fiel mit rund 105.000 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit 113.000 TEUR geringer aus (-7,0 %). Wir führen dies auf die zuvor erläuterten Faktoren zurück. 58,0 % des Umsatzes wurden mit dem Handel von Mobiltelefonen und Smartphones erwirtschaftet, 26,1 % entfallen auf den Produktbereich Tablets und 15,9 % resultieren aus dem Handel mit ergänzender Hardware aus den Bereichen HIFI, Audio, Gaming, Smart Home und Mobilfunkzubehör. Insgesamt konnten in 2023 rund 546.000 Endgeräte (-11,47 %) an über 2.700 Reseller und gewerbliche Endabnehmer (+13,57 %) in über 20 verschiedenen Ländern vermarktet werden, wobei 63,32 % des Gesamtumsatzes im deutschen Heimatmarkt realisiert wurden. Insbesondere eine erneute Steigerung der Kundenanzahl bei schwierigen Rahmenbedingungen bestätigt die gute und nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und Insbesondere eine erneute Steigerung der Kundenanzahl bei schwierigen Rahmenbedingungen bestätigt die gute und nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und unterstreicht die steigende Relevanz als Anbieter in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Der auffallend starke Rückgang der Umsätze im Export (-37,68 %) lässt sich mit den weiterhin gestiegenen Logistikkosten begründen, deren Berücksichtigung in der Kalkulation den logistisch teureren grenzüberschreitenden Handel zusätzlich erschwert. a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um -177 TEUR (- 4,6 %) auf 3.669 TEUR. Dies lässt sich im Wesentlichen mit dem zuvor beschriebenen Rückgang der Exportumsätze begründen, der prozentuale Rohertrag im Verhältnis zu den Umsatzerlösen konnte mit 3,5 % (Vorjahr 3,4 %) minimal gesteigert werden. Wesentliche Änderungen zum Vorjahr ergaben sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+342 TEUR), die weitestgehend die allgemeinen Preissteigerungen, z. B. für Logistik und Versicherung, enthalten. Zusätzlich wurde das Ergebnis durch einen höheren unversicherten Forderungsausfall sowie den nicht versicherten Eigenanteil aus diversen Paketverlusten in der ersten Jahreshälfte belastet. Ansonsten blieb die Kostenstruktur in Relation zum Gesamtumsatz nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unverändert die von der Zentralstelle für Überspielungsrechte abgerechneten Urheberrechtsabgaben. Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 rd. 388 TEUR (Vorjahr 693 TEUR) was einem Rückgang von 305 TEUR entspricht. Die Umsatzrentabilität verminderte sich von 1,4 % auf 1,1 %. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der zuvor beschriebenen Sondereffekte ist das Jahresergebnis daher als stabil und zufriedenstellend zu bezeichnen. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft wird nach wie vor als solide eingeschätzt. Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Cashflow nach DVFA in Höhe von 408 TEUR (Vorjahr 703 TEUR) und finanzierte sich im Wesentlichen aus bereitgestellten Mitteln der Wortmann AG. Die zusätzlich von Kreditinstituten gewährten Kreditlinien wurden nur selten in Anspruch genommen, somit konnte die Gesellschaft finanziell weitestgehend bankenunabhängig agieren. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme blieb mit 20,1 TEUR im Berichtsjahr nahezu unverändert zum Vorjahr (20,3 TEUR). Auf der Aktivseite reduzierten sich die Vorräte auf 10.664 TEUR (Vorjahr 11.439 TEUR), während sich die kurzfristigen Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten von 5.337 TEUR auf 6.319 TEUR erhöhten. Daraus resultierte eine Verringerung des Bankguthabens bei Kreditinstituten von 3.416 TEUR auf 3.006 TEUR. Auf der Passivseite gab es keine signifikanten Veränderungen in der Bilanzstruktur. Aufgrund der Ausschüttung des Jahresüberschusses 2022 verringert sich das Eigenkapital von 3.015 TEUR auf 2.710 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 13,5 % (Vorjahr 14,9 %). III) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die die Gesellschaft einsetzt, gehören: - Kundenzufriedenheit - Qualifikation der Mitarbeiter - Zuverlässigkeit der Lieferanten IV) Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir basierend auf dem aktuellen Geschäftsverlauf von einer Steigerung in Umsatz und Betriebsergebnis aus und erwarten Kennzahlen auf Niveau des Geschäftsjahres 2022. Das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres lässt sich als schwierig bezeichnen, ist aber insgesamt deutlich besser verlaufen als im Berichtsjahr 2023. Etwas geringere Inflationsraten begünstigen das Konsumverhalten der Endverbraucher geringfügig, dennoch sind die längere Nutzungsdauer bei Smartphones und eine grundsätzliche Anschaffungszurückhaltung bei unseren Produkten weiterhin große Herausforderungen für die Gesellschaft. Mit geringfügigen Sortimentsanpassungen und einer verbesserten Warendisposition konnten wir Umsatz und Ergebnis in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld im aktuellen Geschäftsjahr wieder steigern. Diese Entwicklung unterstreicht einmal mehr die mittlerweile gewonnene Stabilität der Gesellschaft. Die Geschäftsführung ist optimistisch, auch aktuelle und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die vergangenen Geschäftsjahre waren von besonderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Die Gesellschaft hat ihre Robustheit bei gleichzeitiger Flexibilität unter Beweis gestellt und kann Fehlentwicklungen durch gezielte Maßnahmen frühzeitig korrigieren. V) Chancen- und Risikobericht Die wesentlichen Risiken liegen in der üblichen geringen Marge und dem schnellen Technologiewandel, der das Abwertungsrisiko durch Preisverfälle im Lagerbestand erhöht und für eine grundsätzliche Volatilität der Marktpreise verantwortlich ist. Dem begegnet die Gesellschaft mit einer regelmäßigen Überprüfung und Bewertung der Warenbestände sowie einer Rentabilitätsprüfung der einzelnen Warengruppen. Diese bilden die Grundlage für zukünftige Sortimentsentscheidungen und die allgemeine Einkaufs- und Bestandssteuerung. Hier sind wir bestrebt, zukünftig noch weitere Kennzahlen einfließen zu lassen, um diese Steuerung stetig weiter zu optimieren. Darüber hinaus resultiert aus der unverändert intensiven Wettbewerbssituation, insbesondere auch bedingt durch die steigende preisliche Transparenz im Internet, ein erhöhtes Risiko für unsere Kunden und damit ein erhöhtes Ausfallrisiko in unserem Forderungsbestand. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einem bewährten Risikomanagement und der stringenten Umsetzung interner Richtlinien in Bezug auf die Auswahl von Neukunden und die Vereinbarung von Zahlungs- und Liefermodalitäten. Regelmäßige Bonitätsüberprüfungen, die Hinzunahme von Zahlungserfahrungen aus der Wortmann AG und der zusätzliche Einsatz einer Warenkreditversicherung mindern dieses Risiko angemessen. Eine ständige Überprüfung und Weiterentwicklung der internen Steuerungs- und Kontrollsysteme machen das Forderungsausfallrisiko auch zukünftig für die Gesellschaft kalkulierbar. Aufgrund der weiterhin äußerst zurückhaltenden Zeichnungsbereitschaft der Warenkreditversicherer hat sich die Risikoposition der Gesellschaft im Berichtsjahr durch die Bereitstellung nicht rückversicherter Einkaufslimits allerdings weiter erhöht. Der aktuelle Jahresverlauf sowie auch das Berichtsjahr ohne viele verschiedene Forderungsausfälle zeigen, dass das Debitorenmanagement und die etablierten Kontrollsysteme grundsätzlich funktionieren. Da aber ein größerer Forderungsausfall das Betriebsergebnis im Berichtsjahr erheblich belastet hat, mussten die Einzelrisiken in ihrer Höhe im laufenden Geschäftsjahr weiter begrenzt werden. Die wesentlichen Chancen der Gesellschaft liegen in der weiter voranschreitenden Kombination der Produkte und Services mit dem Angebot der Wortmann AG und dem homogenen Leistungsspektrum, das sich in seiner Breite vom Wettbewerb absetzt und sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer diversen Kundengruppen orientiert. Viele Kunden können Ihren kompletten Bedarf über Wortmann Telecom und Wortmann AG eindecken. In diesem Zusammenhang verbindet die Gesellschaft die Flexibilität und Dynamik eines kleinen Unternehmens mit der Leistungsfähigkeit, Wirtschaftskraft und Infrastruktur der gesamten Unternehmensgruppe. Diese Ressourcen machen es der Gesellschaft möglich, Schwankungen gleich welcher Art besser auszugleichen und ihre Geschäftsstrategie den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kurzfristig anzupassen und gleichermaßen die mittel- und langfristige Unternehmensentwicklung weiter konsequent und mit der nötigen Ruhe und Geduld zu verfolgen. Diese Stabilität wird der Gesellschaft auch zukünftig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn es dem ein oder anderen Wettbewerber zunehmend schwerer fallen wird, dem stetigen Druck bei anhaltend wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich standzuhalten. Während die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mehr spürbar sind, bringen die Folgen des weiterhin andauernden Ukraine-Kriegs und auch die aktuellen Regierungswechsel mögliche Unsicherheiten mit sich. Dennoch erwartet die Geschäftsführung aus heutiger Sicht keine Risiken, die die Gesellschaft außerordentlich beeinträchtigen könnten. Es ist davon auszugehen, dass weiterhin hohe Energiekosten und allgemeine Teuerungen die Inflationsraten auf einem hohen Niveau halten werden. Das bereits resümierte, zurückhaltende Konsumverhalten wird sich aufgrund dessen wohl nicht signifikant verbessern, im Gegenteil ist der Trend zur längeren Nutzung von Smartphones offensichtlich nachhaltig. Solange keine nennenswerten Produktinnovationen präsentiert werden, ist hier auch keine Änderung absehbar. Während das Produktportfolio der Gesellschaft in der Corona-Pandemie von einer steigenden Nachfrage durch viele Neuanschaffungen von Privatkunden profitieren konnte, gehören Smartphones, Tablets und Unterhaltungselektronik nun zu den Produkten, die mit Zurückhaltung angeschafft werden. Dem entgegen steht die stabile Nachfrage im Geschäftskundensegment, die weniger von hohen Inflationsraten beeinflusst wird, da die Effizienz in Unternehmen gewünscht und ein moderner Arbeitsplatz auch von Arbeitnehmern erwartet wird. Zwar werden Anschaffungen weiterhin mit Augenmaß getätigt, jedoch schreitet die Digitalisierung unaufhaltsam weiter voran, sodass kurz- und mittelfristig nicht von einer sinkenden Nachfrage auszugehen ist. Einige Produktbereiche werden wahrscheinlich eine gewisse Sättigung erfahren, aber die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr lässt darauf schließen, dass eine Vielzahl von Unternehmen die Modernisierung von Arbeitsplätzen noch längst nicht abgeschlossen hat. Die teils zwangsweise etablierten Home Office-Arbeitsplätze während der Corona-Pandemie haben sich längst zum Modern Workplace weiterentwickelt, sodass auch zukünftig regelmäßige Neuanschaffungen in diesem Bereich zu erwarten sind. Insbesondere die Erwartungshaltung der Arbeitnehmer an einen modernen Arbeitsplatz hat sich so sehr verändert, sodass auch die Unternehmen Anpassungen vornehmen werden, die diesem Thema bisher noch zurückhaltend gegenübergestanden haben, um auch weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Aufgrund der aktuellen Lage und dem bisherigen Jahresverlauf sind wir insgesamt zuversichtlich, dass sich auch weiterhin Chancen für die Gesellschaft ergeben. Die allgemeinen Risiken und ein geschwächtes Konsumklima als Folge von hohen Inflationsraten werden sicherlich weiterhin Einfluss auf den Erfolg der Gesellschaft nehmen, aber durch die Robustheit der Unternehmensgruppe sehen wir uns, insbesondere auch gegenüber dem Wettbewerb, in einer starken Position. Kunden und Geschäftspartner wissen zu schätzen, dass der Name Wortmann seit über 35 Jahren und insbesondere in schwierigen Zeiten für Verlässlichkeit und eine faire Partnerschaft steht. Somit sehen wir keine Bedrohung, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.
Hüllhorst, den 21. November 2024 gez. Siegbert Wortmann, Geschäftsführer gez. Stefan Bollmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschuss handelt es sich um die nach § 327 für Offenlegungswecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die Wortmann Telecom GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wortmann Telecom GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wortmann Telecom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so dargestellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Herford, den 21. November 2024 DR.
WOELKE AG
gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer gez. Daniel Upheber, Wirtschaftsprüfer |
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