Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 192871
Vorher
MDK-IT GmbH
Eingetragen
12.6.2017
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Erbringung von IT-Dienstleistungen für die Gesellschafter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Damiano Dr. Guazzini
seit 26.8.2025
Geschäftsführer
Martina Kienzler
seit 19.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (17)

NameAnteil
Medizinischer Dienst Baden-Württemberg, KdöR
11.63%
Medizinische Dienst Bayern, KdöR
11.63%
Medizinischer Dienst Nordrhein-Westfalen, KdöR
9.30%
Medizinischer Dienst Niedersachsen, KdöR
9.30%
Medizinischer Dienst Westfalen-Lippe, KdÖR
9.30%

Gesellschafter

17 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 17 angezeigt

Medizinischer Dienst Baden-Württemberg, KdöR
Germany
5.000 €
11.63%
Medizinische Dienst Bayern, KdöR
Germany
5.000 €
11.63%
Medizinischer Dienst Nordrhein-Westfalen, KdöR
Germany
4.000 €
9.30%
Medizinischer Dienst Niedersachsen, KdöR
Germany
4.000 €
9.30%
Medizinischer Dienst Westfalen-Lippe, KdÖR
Germany
4.000 €
9.30%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MD-IT GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Grundlagen des Unternehmens

Die MD-IT GmbH - bis zum 28.03.2022 MDK-IT GmbH - ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Medizinischen Dienste und der Knappschaft-Bahn-See. Sie ist im Handelsregister unter HRB 192871 B, Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von IT-Dienstleistungen für die Gesellschafter.

Die Medizinischen Dienste sind seit dem 1. Juli 2021 als einheitliche Körperschaften des öffentlichen Rechts firmiert. Der Medizinische Dienst Bund wurde zum 1. Januar 2022 vom GKV-Spitzenverband gelöst und agiert seither eigenständig als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die über 10.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Medizinischen Dienste verteilen sich auf insgesamt 15 Dienste. Neben individuellen Organisations- und Prozessstrukturen und spezifischen Ausprägungen innerhalb eines jeden Medizinischen Dienstes prägen bundesweite fachliche Festlegungen die Strukturen und Prozessabläufe. Zudem bestehen Unterschiede in den erbrachten Dienstleistungen in Bezug auf deren Form und Struktur.

Die Dienstleistungen der Medizinischen Dienste bestehen im Kern in der Bereitstellung von Expertise zur Bearbeitung und Beantwortung von medizinischen und pflegerischen Fragestellungen für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Die Bearbeitung einer Fragestellung mündet typischerweise in einer sozialmedizinischen Fallberatung oder in der Erstellung eines Gutachtens. Beispielhafte Fragestellungen sind die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit (insbesondere die Empfehlung zur Zuordnung eines Pflegegrads), die Prüfung von Krankenhausabrechnungen oder Stellungnahmen zum Vorliegen von Arbeitsunfähigkeit, zur Indikation von Rehabilitationsleistungen oder zur Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln. Bei der Erbringung der Dienstleistungen werden überwiegend Sozialdaten von Versicherten verarbeitet.

Die MD-IT GmbH wurde mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie weiter zu bündeln. Zu diesem Zweck wurde ihr die Aufgabe übertragen, eine Branchensoftware auf Basis einheitlicher Geschäftsprozesse zu entwickeln und zu betreiben. Dies umfasst auch die Wartung und Weiterentwicklung der Branchensoftware (MDconnect).

Das Unternehmen besteht seit Januar 2017 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 42 Angestellte beschäftigt.

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 in Deutschland

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Ruth Brand erklärte bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im krisengeprägten Umfeld des Jahres 2023 ins Stocken geriet. Trotz der jüngsten Rückgänge dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur, unterstützt durch ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und einer geringeren Nachfrage im In- und Ausland. Die deutsche Wirtschaft konnte sich somit nicht weiter von dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Im Vergleich zu 2019, vor Beginn der Corona-Pandemie, stieg das BIP 2023 um 0,7 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich ausweiten und stützten somit die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel jedoch insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Information und Kommunikation mit einem preisbereinigten Zuwachs von +2,6 %, der an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte anknüpfte. Auch der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) sowie die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten leicht zulegen. Im Gegensatz dazu ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0 % zurück, vor allem bedingt durch Rückgänge im Groß- und Einzelhandel, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt verzeichnete die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 einen leichten Rückgang (-0,1 %).

Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte mit, dass die Inflationsrate für 2023 damit geringer ausfiel als im Jahr zuvor, als sie noch bei +6,9 % lag.

Quelle: www.destatis.de - Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024

Quelle: www.destatis.de - Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Jahreswirtschaftsbericht 2024. Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken vom 23.02.2024

Arbeitsmarkt

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen Rekord von rund 45,9 Millionen Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt, was die höchste Zahl seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 darstellte. Laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die durchschnittliche Anzahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 333.000 Personen (+0,7 %) an. Dies führte zu einem neuen historischen Höchststand, nachdem bereits im Jahr 2022 der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2019 um 320.000 Personen oder 0,7 % überschritten wurde. Von den zusätzlichen Beschäftigten fanden rechnerisch 9 von 10 einen Arbeitsplatz in den Dienstleistungsbereichen, die im Jahr 2023 einen Zuwachs von insgesamt 295.000 Personen oder 0,9 % auf rund 34,6 Millionen Erwerbstätige verzeichneten. Die größte absolute Zunahme davon entfiel auf die Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +116.000 Erwerbstätigen oder +1,0 %.

Die Tarifverdienste in Deutschland stiegen im Jahr 2023 im Durchschnitt um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr, wie aus dem Index der tariflichen Monatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen hervorgeht. Die Tarifverdienste ohne Sonderzahlungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 %. Dies gab das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt. Das Jahr 2023 war geprägt von zahlreichen Tarifverhandlungen in verschiedenen Branchen und Unternehmen Deutschlands. Arbeitnehmervertretungen und Arbeitgeberverbände trafen sich, um über Löhne, Arbeitsbedingungen und andere arbeitsrechtliche Angelegenheiten zu verhandeln. Diese Tarifverhandlungen hatten oft weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die Wirtschaft des Landes.

Ein prominentes Beispiel für Tarifverhandlungen im Jahr 2023 war die Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder. Gewerkschaften wie Verdi und der Beamtenbund dbb verhandelten im Namen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mit den Arbeitgebern der Bundesländer über Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Das Ergebnis waren Lohnerhöhungen um 4,5 Prozent, mindestens jedoch um 150 Euro, sowie eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 39 Stunden in allen Bundesländern bis zum Jahr 2025.

Ein weiteres Beispiel waren die Tarifverhandlungen im Gesundheitswesen, insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Gewerkschaften wie die ver.di verhandelten über bessere Arbeitsbedingungen, höhere Gehälter und mehr Personal, um den steigenden Anforderungen im Gesundheitsbereich gerecht zu werden. Das Ergebnis waren Lohnerhöhungen um durchschnittlich 4,2 Prozent sowie zusätzliche Stellen im Pflegebereich.

Im Rückblick auf 2023 hat die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) - der Tarifpartner der Medizinischen Dienste - trotz einiger interner Meinungsverschiedenheiten dem Verhandlungsergebnis der Tarifgemeinschaft der AOK (TGAOK) zugestimmt. Obwohl viele Mitglieder unzufrieden waren, wurde die Zustimmung aufgrund von Vergleichen mit anderen Abschlüssen und den hohen Mindestbeträgen für Gehaltserhöhungen erreicht. Die GdS erzielte auch Fortschritte bei den Tarifverhandlungen mit der BITMARCK, die zu einer klaren Zustimmung führten. Für 2024 stehen weitere Tarifverhandlungen an, während die erreichten Zahlen der Tariferhöhungen für Gehälter und Ausbildungsvergütungen die Grundlage für zukünftige Verhandlungen bilden.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 080 vom 1. März 2024

Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 001 vom 2. Januar 2024

Quelle: www.gds.info/aktuelle-beitraege - Pressemitteilungen

Finanzen und Haushalt

Im Jahr 2023 war das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit, wie im Vorjahr, hauptsächlich auf das Defizit des Bundes in Höhe von 79,0 Milliarden Euro zurückzuführen. Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und der Energiekrise führten zu einer starken Verringerung um 45,3 Milliarden Euro gegenüber 2022. Die Länder (6,4 Milliarden Euro) und Gemeinden (12,1 Milliarden Euro) wiesen ebenfalls Defizite auf, nachdem sie im Jahr 2022 noch Überschüsse erzielt hatten. Die Sozialversicherungen verzeichneten einen leichten Anstieg des Finanzierungsüberschusses auf 10,0 Milliarden Euro.

Die Einnahmen stiegen im Jahr 2023 moderat an, vor allem durch leicht gestiegene Steuereinnahmen um 0,7 %. Dies war neben der schwachen Gesamtwirtschaftsentwicklung auch auf umfangreiche Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft zurückzuführen. Dazu zählten das Inflationsausgleichsgesetz, Inflationsausgleichsprämien, die Senkung des Umsatzsteuersatzes für Gas von 19 % auf 7 % und die Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Speisen in der Gastronomie bis Ende 2023.

Die Sozialbeiträge stiegen aufgrund der robusten Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 %. Es gab deutliche Zuwächse bei den empfangenen Vermögenseinkommen (+70,4 %) aus Zinseinnahmen und Ausschüttungen sowie bei den Verkäufen des Staates (+10,2 %), zu denen Eintrittsgelder für öffentliche Einrichtungen und städtische Gebühren gehören. Die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 führte dazu, dass die meisten Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs ab dem 2. Quartal 2023 zum Staatssektor zählen und ihre Fahrgelderlöse die Verkäufe des Staates zusätzlich erhöhten.

Quelle: www.destatis.de - Pressemitteilung Nr. 067 vom 23. Februar 2024

Entwicklung der Branche im Jahr 2023

Deutschlands digitale Wirtschaft zeigt sich krisenfest. Das Geschäftsklima ist im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft weiterhin positiv, der Markt wächst und es entstehen neue Jobs. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro.

Gesundheitswirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft hat eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland. Ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft beträgt 12,7 Prozent. Mit mehr als acht Millionen Erwerbstätigen ist etwa jeder sechste Arbeitsplatz in Deutschland in der Gesundheitswirtschaft angesiedelt. Die Erwerbstätigenzahlen in der medizinischen Versorgung sind seit 2013 um 2,7 Prozent jährlich gewachsen.

Im Zuge der Digitalisierung vollzieht sich eine bedeutende Veränderung im Gesundheitssystem. Durch den Einsatz moderner Technologien wie künstliche Intelligenz und Big Data-Analyse eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten. Diese Technologien ermöglichen eine schnellere und präzisere Identifizierung von Gesundheitsproblemen sowie maßgeschneiderte Therapien für individuelle Patienten. Darüber hinaus können digitale Gesundheitsplattformen den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen verbessern und die Kommunikation zwischen Patienten und medizinischem Fachpersonal erleichtern. Insgesamt verspricht die Digitalisierung des Gesundheitswesens eine effizientere, personalisierter und zugänglichere Versorgung für alle.

Auf der Ebene des Gesetzgebers wurden im vergangenen Jahr unterschiedliche Reformen u.a. Krankenhausverbesserungsversorgungsgesetz) angestoßen, die weiter politisch diskutiert werden. Einige Änderungen für 2024 wurden jedoch von der Bundesregierung durchgesetzt.

So wird ab dem 1. Januar 2024 das E-Rezept für alle gesetzlich Versicherten verpflichtend eingeführt. Ärztinnen und Ärzte sind dann dazu verpflichtet, das E-Rezept auszustellen. Patientinnen und Patienten haben drei Möglichkeiten, ein Rezept einzulösen: durch das Stecken der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Apotheke, durch die Verwendung der E-Rezept-App oder durch den klassischen Papierausdruck. Zusätzlich dazu müssen Krankenkassen ab dem gleichen Datum ihren Versicherten auf Wunsch eine digitale Identität in Form einer Gesundheits-ID bereitstellen. Diese Gesundheits-ID ermöglicht einen kartenlosen Zugang zu verschiedenen Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI), einschließlich dem E-Rezept, der elektronischen Patientenakte (ePA) und anderen digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs), Patientenportalen sowie Terminservices.

Internationale Märkte

Die weit überwiegende Mehrheit der Unternehmen in Deutschland sieht sich abhängig vom Import digitaler Technologien und Leistungen aus dem Ausland. 62 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten bezeichnen sich sogar als "stark abhängig", weitere 32 Prozent als "eher abhängig". Die USA und China, aber auch die EU-Staaten sind dabei die wichtigsten Bezugsquellen. Insgesamt beziehen 95 Prozent der Unternehmen in Deutschland digitale Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Demnach besteht ein breiter, branchenübergreifender Konsens, dass Deutschland derartige Abhängigkeiten abbauen und die eigene digitale Souveränität viel stärker ausbauen müsse.

Cyberkriminalität

Bei Cyberangriffen mit Ransomware beobachtet das BSI eine Verlagerung der Attacken: Nicht mehr nur große, zahlungskräftige Unternehmen stehen im Mittelpunkt, sondern zunehmend auch kleine und mittlere Organisationen sowie staatliche Institutionen und Kommunen. Insbesondere von erfolgreichen Cyberangriffen auf Kommunalverwaltungen und kommunale Betriebe sind die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes oft auch unmittelbar betroffen: So kann es dazu kommen, dass bürgernahe Dienstleistungen eine Zeit lang nicht zur Verfügung stehen oder persönliche Daten in die Hände Krimineller gelangen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nahm im Berichtszeitraum weiterhin einen zentralen Platz in der öffentlichen Wahrnehmung ein. Vom BSI registrierte DDoS-Angriffe pro-russischer Aktivisten haben bisher aber nur wenig bis keinen bleibenden Schaden anrichten können. Im Bericht für das Jahr 2023 kommt die Cybersicherheitsbehörde des Bundes zum Fazit: Die Bedrohung im Cyberraum ist so hoch wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr waren große Institutionen aus dem Gesundheitswesen von Cyberangriffen betroffen.

Quelle 1: BITKOM - Pressinformation: Deutschlands Abhängigkeit von Digitalimporten wächst vom 17. Januar 2024

Quelle 2: BITKOM: Presseinformation: Digitalbranche zeigt sich von Krisen unbeeindruckt vom 10. Januar 2024

Quelle 3: BSI: Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2023 vom 2. November 2023

Quelle 4: AOK: Gesundheitswirtschaft im Aufwind vom 3. November 2023

Entwicklung der MD-IT GmbH im Jahr 2023

Das Jahr 2023 war für die MD-IT GmbH von der Übernahme der Entwicklung von MDconnect in die eigene Verantwortung geprägt.

Ausgehend von der wiederholten Feststellung, dass die Qualität der Programmierung durch adesso in Kombination mit Dauer und Kosten für die Entwicklung von MDconnect nicht in Einklang sind, haben die Gesellschafter bereits Ende des Jahres 2022 die grundlegende Entscheidung getroffen, die MD-IT so aufzustellen, dass Wartung und Pflege von MDconnect mit internen Personalressourcen durchgeführt werden können. Um dies zu erreichen, sollten zunächst die Module ASM und EFB Pflege, deren Entwicklung bei adesso noch nicht begonnen war, in die interne Steuerung und Durchführung übernommen werden. Nach erneuten unbefriedigenden Umsetzungen und Kostenschätzungen für CRs bei der Realisierung des Moduls SB wurde im Frühjahr 2023 beschlossen, die Entwicklung von MDconnect vollständig in Eigenregie bei der MD-IT anzusiedeln.

Die Übernahme der Entwicklungsverantwortung für MDconnect hat mit der Auslieferung der Version 2302 im September 2023 begonnen und konnte zum 01.12.2023 abgeschlossen werden. Eine entsprechende Vertragsänderung mit der Firma adesso in Form einer Ergänzungsvereinbarung zum EVB-IT Vertag wurde mit Beschluss durch die Gesellschafter und Unterzeichnung durch die Geschäftsführerin vollzogen.

Ferner wurde im Jahr 2023 eine europaweite Ausschreibung für den Betriebsdienstleistungsvertrages erfolgreich abgeschlossen. Im Leistungsportfolio des Vertragspartners HBSN wurde neben der Ausweitung der Leistungen im Bereich von Rollout, Betrieb und Support der Branchensoftware zusätzlich der Bereich der Cybersecurity verstärkt. Hier befindet sich nun ein SOC/SIEM-System im Aufbau um der wachsenden Gefahr von Cyberangriffen, von denen gerade im Jahr 2023 auch das direkte Umfeld der MD-IT betroffen war, zukunftsweisend zu begegnen.

Zusätzlich hat die MD-IT das Produktportfolio im Bereich der "weiteren Geschäftsfelder" weiter gefestigt und sogar ausgebaut. So wurde beispielsweise im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung die Anbindung der Medizinischen Dienste an die Telematik-Infrastruktur (TI) vorbereitet, deren Realisierung nun im Jahr 2024 stattfindet.

Das LE-Portal der MD-IT gewinnt mit dem Ausbau zum "MD-Portal" als Plattform für das Erörterungsverfahren zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern weiter an Bedeutung. Die Vorbereitung dafür wurden ebenfalls im Jahr 2023 getroffen, die Umsetzung wird bis zum 01.04.2024 abgeschlossen sein.

Lage des Unternehmens

Als Konsequenz der Übernahme der Entwicklungsverantwortung ist die Gesellschaft personell stark gewachsen und wird das im Jahr 2024 und den Folgejahren weiter tun. Denn Ziel der Übernahme der Entwicklungsverantwortung ist neben der sinkenden Abhängigkeit vom Know-How externer Unternehmen die Erhöhung der Entwicklungsgeschwindigkeit:

Um allen Medizinischen Diensten die Ablösung der jeweiligen Bestandssoftware durch MDconnect so zügig wie möglich zu ermöglichen, muss die Geschwindigkeit der Bereitstellung der signifikant erhöht werden. Die MD-IT hat den Medizinischen Diensten die Zusage gegeben, dass in den Jahren 2024, 2025 und 2026 den Pilot-Diensten jeweils ein weiteres Modul mit den Basisfunktionalitäten zum Rollout zur Verfügung stehen wird. Um dieses Versprechen leisten zu können, wurde im Zuge der Verlagerung der Programmierverantwortung in die MD-IT das Entwicklungsvorgehen auf ein agiles Modell umgestellt und die dafür eingesetzte Personalkapazität mehr als verdoppelt. Dazu wurden im ersten Schritt Entwicklungsteams gebildet, die sich aus internem und externem Personal zusammensetzen. Aktuell werden primär Entwickler und Tester von externen Firmen eingesetzt, die fachlich produktverantwortlichen Mitarbeiter sind Mitarbeiter der MD-IT.

Der zweite Schwerpunkt in diesem Jahr, ist die Dienste in der Nutzung der bereits bestehenden Produkte optimal zu unterstützen, diese Produkte weiterzuentwickeln und gleichzeitig das Rollout weiterer Softwaremodule vorzubereiten und zu begleiten. Dies betrifft vor allem das bei nunmehr fast allen Diensten im Einsatz befindliche Modul MDconnect QP, die Datenaustauschverfahren, das MD-Portal und das nun neu in Betrieb genommene QPR-Portal.

Die Vielfalt der Aufgaben verbunden mit einem hohen Personaleinsatz schlagen sich in einem stark gestiegenen Ausgabenvolumen für das Jahr 2024 nieder. Die damit verbundene Wirtschaftsplanung wurde im dritten und vierten Quartal durch die Gesellschafter und die Landesaufsicht der MD-IT intensiv geprüft und abschließend positiv beschieden.

Vermögenslage

Die geleisteten Anzahlungen im Anlagevermögen betragen 77 % (Vorjahr 61 %), die liquiden Mittel an der Bilanzsumme betragen 17 % (Vorjahr 32 %).

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden.

Finanzlage

Die MD-IT GmbH finanziert sich ausschließlich durch Umlagen ihrer Gesellschafter. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 2,95 % (im Vorjahr 3,78 %).

Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Periodenergebnis 0
Abschreibung (+) / Zuschreiben (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 53
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellung -1
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -519
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 10.180
Ertragsteueraufwand (+) 2
Ertragsteuerzahlung (-) -10
(=) CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 9.705
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -13.478
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -24
(=) CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -13.502
(=) CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 3.797
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) 11.597
(=) Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.800
Zahlungsmittelbestand lt. Bilanz 7.800

Der Cashflow ist durchweg positiv.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 9,7 Mio. €, das entspricht einer Minderung zum Vorjahr i.H.v. 1,2 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf 13,5 Mio. €, was dem Fortschritt und somit den entstehenden Kosten für die Programmierarbeiten entspricht. Der Finanzmittelfonds hat sich von 11,6 Mio. € auf 7,8 Mio. € gemindert. Das Unternehmen war zu keiner Zeit im Berichtsjahr gezwungen, Fremdkapital aufzunehmen.

Ertragslage

Die Erträge der MD-IT GmbH resultieren ausschließlich aus den Umlagen der Gesellschafter. Die Umsatzerlöse betrugen danach 29,7 Mio. €. 2023 wurde keine Spitzabrechnung erstellt, da die Umlagen vollständig verbraucht wurden.

Die Materialaufwendungen entsprechen dem Fortschritt der Programmierarbeiten und lagen mit 11,6 Mio. € um 1,4 Mio. € über dem Vorjahreswert und befinden sich über halb der geplanten Ausgaben.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 0,3 Mio. € auf 3,7 Mio. € und lag damit über dem geplanten Wert von 3,4 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. € gestiegen. Dies resultiert vorrangig aus den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die mit dem Fortschritt der Programmierungsentwicklung korrespondieren.

Die Gesellschaft erzielt hierdurch ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Voraussichtliche Entwicklung

Die gesamte Organisation der MD-IT ist auf das Einhalten des Lieferversprechens der MD-IT ausgerichtet. Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl an weiteren Produkten und Themen, die bereits bei der MD-IT in der Verantwortung liegen.

Für eine Klärung der Fokussierung der Gesellschaft wurde in der vergangenen Gesellschafterversammlung im Februar 2024 die strategische Ausrichtung der MD-IT beraten.

Im Ergebnis wurde festgehalten, dass das aktuelle Leistungsportfolio bereits das geforderte Spektrum an Dienstleistungen abdeckt. Dies bedeutet, dass sich die Aufgaben der MD-IT im Bereich der IT-Produkte auf die Entwicklung der Branchensoftware und Entwicklung und Betrieb von Plattformen zum Datenaustausch mit externen Stakeholdern konzentrieren sollen, die Bereitstellung von Rahmenverträgen für unterschiedliche Leistungen soll als weiterer Aufgabenbereich weiter ausgebaut werden. Eine weitere Ausweitung des Produktportfolios zum jetzigen Zeitpunkt ist aktuell nicht sinnvoll, da die MD-IT ihre Ressourcen auf die weitere Entwicklung von MDconnect und die bestehenden Systeme fokussieren soll.

Damit stehen für das Jahr 2024 die Entwicklung und das Rollout von MDconnect SB, die Weiterentwicklung der Portale und Datenaustauschverfahren und die Anbindung an die TI im Fokus. Die Stabilisierung des Betriebes von MDconnect mit der Etablierung der Deployment- und Supportprozesse bleibt ebenfalls ein wichtiges Aufgabengebiet.

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die MD-IT GmbH mit Umlagen i.H.v. 38,027 Mio. €. Diese verteilen sich auf die Kosten der Gesellschaft (7,526 Mio. €), die Softwareentwicklung (12,065 Mio. €), den Betrieb beim Betriebsdienstleister (12,654 Mio. €) sowie die weiteren Geschäftsfelder (5,782 Mio. €).

Chancen

Die große Chance in diesem Jahr liegt in der zunehmenden Unabhängigkeit der MD-IT vom Know-How Dritter und damit verbunden einer deutlichen Stabilisierung der Gesellschaft und der Zukunftssicherheit aller IT-Produkte in der Branche der Medizinischen Dienste.

Die Umstellung der Vorgehensweise auf eine echte agile Entwicklung des Kernproduktes MDConnect erhöht zudem die Flexibilität in der Entwicklung, was vor allem vor dem Hintergrund der sich fortlaufend nicht zuletzt durch die Gesetzgebung rasant verändernden GKV- Landschaft von großer Wichtigkeit für die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Software ist.

Auch im Bereich der Entwicklung der weiteren Produkte der MD-IT muss deshalb die Vorgehensweise analysiert und ggf. adaptiert werden.

Zusätzlich bietet die Ausweitung des Leistungsangebot der MD-IT, Rahmenverträge Drittfirmen bereit zu stellen, über die die Medizinischen Dienste zentral und unbürokratisch Dienstleistungen und Softwareprodukten beziehen können, für die Gemeinschaft die Chance, aufgrund der größeren Markmacht wirtschaftlichere Beschaffungen tätigen zu können.

Risiken

Durch die grundlegende strategische Neuausrichtung haben sich die Risiken ebenfalls grundlegend geändert. Lag in den vergangenen Jahren der Fokus auf dem Risiko der Abhängigkeit von Dritten, liegen sie nun im Bereich der Produktion: Dazu zählen zum einen mögliche Schwierigkeiten bei der Beschaffung ausreichender und geeigneter Personalressourcen und zum anderen in technischen Herausforderungen. Beide Gebiete werden im Risikomanagement der MD-IT fortlaufend gemanagt. Aktuell liegen keine produktionsverhindernden Risiken vor.

Die Mitigierung von Risiken im technischen Bereich kann erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Dazu hat die MD-IT im vergangenen Jahr das Projekt- und Finanzcontrolling neu ausgerichtet. Ein entsprechendes Reporting ist etabliert.

Zusätzlich bestehen für die stringente Entwicklung von MDconnect insgesamt aufgrund der aktuell geplanten grundlegenden Veränderungen im wichtigen Gebiet der KH-Finanzierung und -Abrechnung erhebliche Risiken, die durch unklare inhaltliche und zeitliche Vorgaben Aspekte in der Gesetzgebung bestehen.

Die Gesellschaft unterliegt keinen wettbewerblichen Risiken. Sie hat mit ihrem Leistungsportfolio, das speziell auf die Branche der Medizinischen Dienste fokussiert ist, ein Alleinstellungsmerkmal. Absatzrisiken bestehen aufgrund der Gesellschafterkonstellation nicht. Finanzierungsrisiken sind durch die umlagebasierte Finanzierung der Gesellschaft nachrangig. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht gegeben.

 

Berlin, den 25.03.2024

Martina Kienzler

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 969,00 1.162,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 210.068,05 199.919,90
3. In der Entwicklung befindliche Projekte 35.778.078,22 22.310.275,41
35.989.115,27 22.511.357,31
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.575,00 60.209,00
31.575,00 60.209,00
36.020.690,27 22.571.566,31
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Geleistete Anzahlungen 10.184,00 0,00
10.184,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Gesellschafter 451.381,89 271.072,78
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.080.700,41 - 1.800.258,69
2.532.082,30 2.071.331,47
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.800.208,60 11.596.775,12
10.342.474,90 13.668.106,59
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 110.074,15 56.812,13
46.473.239,32 36.296.485,03

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 43.000,00 43.000,00
II. Kapitalrücklage 1.330.000,00 1.330.000,00
1.373.000,00 1.373.000,00
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN 36.020.690,27 22.571.566,31
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 2.570,00
2. Sonstige Rückstellungen 241.182,20 242.312,58
241.182,20 244.882,58
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.772.697,87 11.050.900,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 985.784,69
3. Sonstige Verbindlichkeiten 65.668,98 70.350,60
- davon aus Steuern: EUR 48.852,99 (Vorjahr: EUR 53.783,82)
- davon aus Steuern: EUR 10.611,01 (Vorjahr: EUR 9.212,58)
8.838.366,85 12.107.036,14
46.473.239,32 36.296.485,03

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 29.736.043,20 23.727.764,75
2. Sonstige betriebliche Erträge 81.012,31 163.408,51
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.556.249,23 -10.111.640,02
-11.556.249,23 -10.111.640,02
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.090.850,25 -2.460.947,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -647.327,42 -583.631,43
- davon für Altersversorgung: EUR 65.061,29 (Vorjahr: EUR 80.885,34)
-3.738.177,67 -3.044.579,00
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -52.989,68 -132.014,31
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.479.626,56 -10.598.306,71
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.476,55 762,21
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.460,95 -25,12
9. Ergebnis vor Steuern -2.027,97 -5.370,31
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.027,97 -5.370,31
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Firma MD-IT GmbH ist beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter der Nummer HRB 192871 B im Handelsregister eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Berlin.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft.

Die größenabhängigen Erleichterungen für mittlere Kapitalgesellschaften für den Anhang gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Anlagegüter wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie einer Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen.

Für Zuschüsse in das Anlagevermögen wurde ein Sonderposten gebildet. Investitionszuschüsse mindern nicht die Anschaffungskosten der entsprechenden Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passivisch abgegrenzt. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr lagen am Abschlussstichtag nicht vor. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 451.381,89.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagevermögen ist im beiliegenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 241 (Vj: TEUR 242) beinhalten:

TEUR TEUR
31.12.2023 31.12.2022
Urlaub 56 50
Zielvereinbarungen 147 135
Archivierung 4 3
Gewerbestrom 0 1
Altersteilzeitvereinbarung 5 29
Abschluss- und Prüfungskosten 29 24
Summe 241 242

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt am Abschlussstichtag EUR 8.838.366,85 und ist nicht besichert. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis maximal fünf Jahren sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden am Abschlussstichtag nicht. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens sowie der Aufrechterhaltung der Kreditlinien ausgegangen.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse und Vorschüsse sowie Kredite:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und Vorschüsse sowie Kredite nach § 285 Nr. 9c HGB lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.590,23 0,00 0,00 43.590,23
In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 199.919,90 10.148,15 0,00 210.068,05
In der Entwicklung befindliche Projekte 22.310.275,41 13.467.802,81 0,00 35.778.078,22
22.553.785,54 13.477.950,96 0,00 36.031.736,50
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.178,12 24.162,68 7.064,32 338.276,48
321.178,12 24.162,68 7.064,32 338.276,48
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00
22.874.963,66 13.502.113,64 7.064,32 36.370.012,98
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.428,23 193,00 0,00 42.621,23
In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
In der Entwicklung befindliche Projekte 0,00 0,00 0,00 0,00
42.428,23 193,00 0,00 42.621,23
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 260.969,12 52.796,68 7.064,32 306.701,48
260.969,12 52.796,68 7.064,32 306.701,48
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00
303.397,35 52.989,68 7.064,32 349.322,71
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 969,00 1.162,00
In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 210.068,05 199.919,90
In der Entwicklung befindliche Projekte 35.778.078,22 22.310.275,41
35.989.115,27 22.511.357,31
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.575,00 60.209,00
31.575,00 60.209,00
FINANZANLAGEN
0,00 0,00
36.020.690,27 22.571.566,31

Angaben zu Arbeitnehmern:

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 42 Arbeitnehmer.

Geschäftsführung:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte geführt von Frau Martina Kienzler, Dipl.-Mathematikerin, Berlin. Die Geschäftsführerin ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

 

Berlin, den 28.03.2024

Martina Kienzler, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MD-IT GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MD-IT GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MD-IT GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 04. April 2024

dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft

Volkmer, Wirtschaftsprüferin

Müller, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 24. April 2024 festgestellt.

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