Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 210029
Eingetragen
16.7.2013
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Vermögensanlage in Grundbesitz und anderen Vermögensgegenständen, der Erwerb und die Verwertung von eigenen Grundstücken und grundstücksähnlichen Rechten, die Vermietung und Verpachtung sowie die Verwaltung von eigenem bebauten und unbebauten Grundbesitz und die Verwaltung von anderen Vermögensgegenständen ausschließlich im eigenen Namen und für eigene Rechnung zur Anlage des eigenen Gesellschaftsvermögens, sowie deren Erwerb und Veräußerung. Eine Tätigkeit nach § 34 c Gewerbeordnung und § 32 Abs. 1 KWG wird nicht ausgeübt.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ludz Wilkening
seit 16.7.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 6 angezeigt

Im Mehlhof 20, 29351 Eldingen-Ziegelei
386.400 €
87.37%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KWST Holding GmbH

Hannover

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Grundlagen des Konzerns

Die KWST Holding GmbH mit deren Tochterunternehmen (im Folgenden kurz "KWST Gruppe"), insbesondere der Kraul & Wilkening u. Stelling GmbH (im Folgenden kurz "KWST"), ist eine in Hannover ansässige Unternehmensgruppe, die Anlagen zur Herstellung und Veredelung von Ethanol betreibt. Aus verschiedenen Rohalkoholen landwirtschaftlichen Ursprungs werden Neutralalkohole hergestellt, die in allen Marktsegmenten, in denen Ethanol Verwendung findet, abgesetzt werden. Die Unternehmensgruppe produziert Ethanol ausschließlich auf Basis nachwachsendender Rohstoffe. Zur Herstellung der an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten optimalen Qualität der Produkte und Dienstleistungen beschäftigt sich die KWST Gruppe systematisch und kontinuierlich mit dem Qualitätsmanagement. Die KWST ist nach DIN ISO9001:2015 sowie nach dem Futtermittelstandard QS und nach der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung nach ISCC zertifiziert.

Die KWST Gruppe verfolgt das Ziel, die Marktstellung im Bereich Industriealkohol weiter auszubauen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der rasante Anstieg der Zinsen, die in kurzer Zeit rasant angestiegene Inflation und die weltweiten Krisen hatten sich deutlich auf die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 ausgewirkt. Die pessimistischen Konjunkturprognosen des Vorjahrs haben sich mit kurzer Verzögerung bewahrheitet und in einigen Branchen ist es zu einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung gekommen. Die zwar im Jahresverlauf moderat gesunkenen aber im Vergleich zu den Vorjahren immer noch hohen Energiepreise haben einen weiteren Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet. Besonders dramatisch hatten sich die Geschäftsentwicklung am Bau und in der Industrie verschlechtert [https://www.zdb.meldungen/baukonjunktur-2023-2024-zwischen-fachkräftemangel-und-kurzarbeit; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_048_421.html].

Gerade für die chemische und pharmazeutische Industrie war 2023 ein schlechtes Jahr. So lag der Rückgang in der Chemie- und Pharmaproduktion bei -8 Prozent. Ohne das Pharmageschäft läge der Rückgang bei 11 Prozent. Die Kapazitäten der Branche waren durchschnittlich nur zu rund 77 Prozent ausgelastet. Die Hersteller anorganischer Grundstoffe sowie von Seifen, Reinigungsmitteln und Kosmetika drosselten ihre Produktion um 10 Prozent. Nach dem Impfstoffboom der Vorjahre hat auch die Pharmasparte Einbußen in Höhe von rund 3 Prozent zu verzeichnen. Die beschriebene Entwicklung hat sich auch auf die Erzeugerpreise ausgewirkt, die für chemisch-pharmazeutische Produkte im Jahr 2023 rund 1 Prozent unter dem Vorjahr lagen [VCI, Jahrespressekonferenz, 15.12.2023].

Die sinkende Auslastung in der chemischen Industrie hatte sich auch deutlich auf die Ethanolnachfrage ausgewirkt. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist der gestiegene Preisunterschied zwischen dem europäischen und dem Weltmarkt, welcher dazu geführt hat, dass die Importmengen an Industriealkohol im vergangenen Jahr drastisch gestiegen sind. Gestiegene Kosten im Bereich Energie, Lohn und Transport können daher zum Teil nicht mehr an den Markt weitergegeben werden [NixAI Global Ethanol Weekly - Week ending September 22, 2023].

Der Bioethanolmarkt war durch erhebliche Schwankungen gekennzeichnet. Zwar hatte sich die Nachfrage im Bereich der europäischen Union aufgrund steigender Beimischungsquoten in vielen Mitgliedsländern, weiter positiv entwickelt. Hohe Rohstoffpreise auf den Agrarmärkten, gestiegene Energiepreise und hohe Importmengen haben aber die Margen der Unternehmen erheblich belastet und zu, zum Teil schlechten Jahresergebnissen geführt.

b) Geschäftsverlauf

Das abgelaufen Geschäftsjahr war auch für die KWST Gruppe durch den raschen Preisrückgang am Ethanolmarkt geprägt. Bereits zu Beginn des Geschäftsjahres haben sich durch einen hohen Angebotsdruck, der vorwiegend auf Importe aus Nordamerika und aus Pakistan zurückzuführen war, die Preise für Bioethanol erheblich verringert. Die allgemeine Konjunkturschwäche hat sich darüber hinaus besonders auf die Nachfrage für Industriealkoholmarkt ausgewirkt und den Preis- und Margendruck noch zusätzlich verstärkt.

Aufgrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen war das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022/23 als sehr zufriedenstellend einzustufen.

Für das Geschäftsjahr 2023/24 hatte die Gesellschaft bei einem stabilen Absatz und deutlich geringeren Verkaufspreisen mit einem signifikant geringeren Umsatz als im Geschäftsjahr 2022/23 und einem deutlich niedrigeren Betriebsergebnis geplant. Nach vorläufigen ungeprüften Zahlen liegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/24 leicht über der Planung und das geplante Betriebsergebnis wird erreicht.

c) Ertragslage

Die Ertragslage des Berichtsjahres stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2022/23
T€
2021/22
T€
Veränderung
in T€
in %
Umsatzerlöse 226.651 238.996 -12.345 -5,2
Materialaufwand 187.243 200.118 -12.875 -6,4
Rohertrag 39.408 38.878 530 1,4
Sonstiger Betriebsaufwand 21.695 21.895 -200 -0,9
EBIT 12.323 23.437 -11.114 -47,4
Konzernjahresergebnis 6.389 12.739 -6.350 -49,9

Insgesamt liegt der Konzernumsatz im Wesentlichen bedingt durch gefallene Preise auf den Ethanolmärkten mit Mio. € 227,0 (Vorjahr: Mio. €239,0) rund 5,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Materialaufwand reduzierte sich überproportional zu den Umsatzerlösen von Mio. € 200,1 im Vorjahr um 6,4 % auf Mio. € 187,2 im Berichtsjahr. Ein Großteil der energie- und inflationsbedingten Kostensteigerungen konnten kompensiert und weitergegeben werden. Infolgedessen stieg der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %. Aufgrund des Vorratsabbaus wird im Berichtsjahr eine Bestandverminderung in Höhe von T€ 5.483 (Vorjahr: Bestandserhöhung T€ 6.385) ausgewiesen.

Der sonstige Betriebsaufwand, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, ist um ca. 0,9 % zurückgegangen. Die Personalaufwendungen verminderten sich aufgrund niedriger Sonderzahlungen von T€ 6.552 im Vorjahr auf T€ 5.974 (-8,8 %). Die Abschreibungen stiegen aufgrund der Investitionen im Berichtsjahr und im Vorjahr um 10,4 % auf T€ 2.583. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere aufgrund gestiegener Instandhaltungsaufwendungen um 1,0 %.

Das Konzern-EBIT für das Geschäftsjahr 2022/23 liegt mit T€ 12.323 (-47,42 %) deutlich unter dem Vorjahr (T€ 23.437).

Das Finanzergebnis liegt mit T€ -92 (Vorjahr: T€ -128) deutlich über dem Vorjahr (+ 28,1 %).

Der Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, liegt analog zur Entwicklung des m EBIT mit T€ 6.389 ebenfalls signifikant unter dem Vorjahreswert (T€ 12.739). Das Konzernjahresergebnis entwickelte sich somit entsprechend der Vorjahresprognose.

d) Finanzlage

Die sich aus der Konzernkapitalflussrechnung ergebenden Cashflows sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen:

2022/23
T€
2021/22
T€
Veränderung
in T€
in %
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 18.630 5.030 13.600 >100,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.920 -4.154 2.234 -53,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.794 -2.840 -1.954 68,8
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 11.916 -1.964 13.880 >100,0

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit T€ 18.630 signifikant über dem Vorjahr (T€ 5.030). Dies ist im Wesentlichen auf die Abnahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit T€ -1.920 aufgrund rückläufiger Investitionen deutlich unter dem Vorjahr (T€ -4.154). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt mit T€ -4.794 aufgrund erhöhter Ausschüttungen über dem Vorjahr (T€ -2.840).

Mit einer Konzerneigenkapitalquote von 72,9 % (Vorjahr 68,8 %) und ausreichenden Liquiditätsreserven, auch in Form von Kontokorrentlinien, betrachtet die Konzernleitung die Finanzlage als ausgewogen.

e) Vermögenslage

Das Konzerngesamtkapital stieg im Vergleich zum Vorjahresstichtag um T€ 1.047 auf T€ 66.754.

Auf der Aktivseite reduzierte das Anlagevermögen auf T€ 17.468 (Vorjahr: T€ 18.082). Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Abschreibungen aus der zum 1. Oktober 2014 durchgeführten Neubewertung des Anlagevermögens im Rahmen der Erstkonsolidierung im Berichtsjahr auf T€ 33 belaufen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte vollständig aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Anlagenintensität ist im Vergleich zum Vorjahr von 27,5 % zum Vorjahresstichtag auf 26,2 % zum Bilanzstichtag gesunken. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 3,5 % gestiegen. Der Anstieg des Umlaufvermögens betrifft im Wesentlichen die auf T€ 18.160 (Vorjahr: T€ 11.916) erhöhten Liquiden Mittel. Demgegenüber ist das Vorratsvermögen aufgrund geringerer Bestände und niedrigerer Einstandspreise zum Stichtag um T€ 8.493 auf T€ 6.672 gesunken.

Auf der Passivseite ergibt sich die Vermehrung des Konzerngesamtkapitals insbesondere aus einem aufgrund des Konzernjahresüberschusses gestiegenen Eigenkapitals (+ T€ 3.475). Die Rückstellungen sind um T€ 5.811 auf T€ 4.759 zum Bilanzstichtag gesunken. Der Rückgang der Rückstellungen betrifft überwiegend gesunkene Steuerrückstellungen. Die Verbindlichkeiten stiegen hingegen um 37,7 % von T€ 9.183 im Vorjahr auf T€ 12.643. Ursächlich hierfür ist überwiegend der stichtagsbedingte Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 3.627 auf T€ 7.629.

f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

- Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite, berechnet auf Basis des dem Mutterunternehmen zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses im Verhältnis zu dem Mutterunternehmen zuzurechnenden Eigenkapital, reduzierte sich auf 16,0 % (Vorjahr: 35,0 %), liegt aber noch deutlich über dem Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung aufgrund des prognostizierten besseren Jahresergebnisses eine höherer Eigenkapitalrendite.

- Kapazität

Die gesamte Produktionskapazität des Standortes in Hannover-Misburg beträgt nach den Erweiterungsinvestitionen der letzten Jahre inzwischen über 95.000 m 3 Ethanol. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 lag die Auslastung der Anlagen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Auslastung für das Geschäftsjahr 2023/24 wird das Niveau des Geschäftsjahres 2022/23 erreichen.

g) Projekte

Verschiedene Projekte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vorangetrieben und teilweise zu entscheidungsreifen Investitionsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2023/24 weiterentwickelt. Inzwischen sind die Bauarbeiten nahezu vollständig abgeschlossen. Die von der KWST Gruppe hergestellten Produkte sind weiterhin mit dem von der europäischen Kommission anerkannten Standard nach ISCC als nachhaltig zertifiziert.

h) Personal

Die Qualifikation der zum Jahresende beschäftigten insgesamt 63 (Vorjahr: 65) Mitarbeiter in Vertrieb, Produktion, Verwaltung, Lager und Logistik wird durch ständige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine schlanke Führungsstruktur und Prozesse gefördert. Der Ausbau und die Förderung eines hoch qualifizierten Mitarbeiter-Teams ist ein strategisches Ziel der Unternehmensleitung mit hoher Priorität. So zählt auch die Ausbildung der Industriekaufleute, Chemikanten und einer Fachkraft für Lagerlogistik zu einem wichtigen Beitrag zur Personalrekrutierung. Die Zahl der Auszubildenden ist im Geschäftsjahr 2022/23 unverändert zum Vorjahr. Darüber hinaus wurde wieder jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, in Form von Praktika oder einer Werkstudententätigkeit, erste Berufserfahrungen zu sammeln.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Auch für das Geschäftsjahr 2024/25 verfolgt das Unternehmen das Ziel, die gute Marktposition im Bereich Industriealkohol zu halten und auszubauen. Neben dem Abschluss der wichtigen Investitionen der Vorjahre kommt als weiterer Baustein die Optimierung und Umstellung der Energieversorgung hinzu. Aber auch die Verbesserung der Infrastruktur des Standorts und der IT bleiben ein wichtiger Schwerpunkt. Für KWST bilden weiterhin Serviceleistungen, Zuverlässigkeit und Flexibilität die Grundlage für Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Gerade Qualität und Service bei anspruchsvollen Kunden, wie sie im Spirituosen-, Kosmetik, Pharma- oder Industriealkoholmarkt zu finden sind, spielen als Wettbewerbsvorteile eine große Rolle. Durch Diversifizierung in verschiedene Teilmärkte, Flexibilität in der Beschaffung und Produktionstiefe soll das Risiko vorübergehender Marktschwankungen verringert werden. Durch Flexibilität und Diversifizierung in der Rohstoffversorgung soll das bestehende Marktrisiko steigender Rohstoffpreise abgeschwächt werden. Das wesentliche Risiko liegt zurzeit in stark steigenden Energiekosten und Frachtkosten. Zu den Lieferanten pflegt KWST langjährige Geschäftsbeziehungen, die auf Kontinuität, Verlässlichkeit und Fairness basieren.

Durch die getroffenen Maßnahmen der vergangenen Geschäftsjahre verfügt der Konzern über eine Eigenkapitalquote von über 70 %. Es bestehen damit sehr gute Voraussetzungen für die nachhaltige Finanzierung der neuen umfangreichen Investitionsprojekte, die vorwiegend aus Eigenmitteln erfolgen soll. Die Gesellschaft legt besonderen Wert auf eine solide Finanzierungsgrundlage.

Da thermische Energieaus Altholz und aus Schweröl gewonnen werden, haben Die Beschaffungspreise für fossile Energie eine entsprechende Bedeutung. Die Inbetriebnahme eines weiteren Dampferzeugers, der mit Erd- und Biogas betrieben wird, ist im vierten Quartal 2023 erfolgt. Ein weiteres Risikopotential sind technisch bedingte Produktionsausfälle. Dem wirkt die Gesellschaft durch eine Vielzahl von Maßnahmen entgegen. Wesentlich sind die erhaltende und vorbeugende Instandhaltung der Maschinen und Anlagen und der Betrieb von unabhängig voneinander arbeitenden, teilweise redundanten Produktionsanlagen. Eine weitere Absicherung ist das Vorhalten ausreichender Sicherheitsbestände bzw. Puffertanks. Sollte es dennoch zu einem Produktionsausfall aus technischen Gründen kommen, werden diese Ausfälle zum einen durch eine umfangreiche Betriebsunterbrechungsversicherung und zum anderen durch vertragliche Lieferbeziehungen zu Wettbewerbsunternehmen, die Ersatzware liefern können, abgefedert.

Arbeitssicherheit ist bei KWST von hoher Bedeutung, wie sich an den konstant niedrigen Ausfallzeiten durch Unfälle zeigt. Durch technische Sicherheitsvorkehrungen, Schulungen und Weiterbildungen und weitere vorbeugende Maßnahmen sollen Störfälle und Unfälle vermieden werden. Einem möglichen Forderungsausfall durch Insolvenz von Kunden wird durch intensive Kundenbetreuung und Kundenbewertung und durch die grundsätzliche Absicherung gegen Kundenrisiken durch eine Warenkreditversicherung entgegengewirkt.

Für das Geschäftsjahr 2023/24 hatte die Gesellschaft bei einem stabilen Absatz und deutlich geringeren Verkaufspreisen mit einem signifikant geringeren Umsatz als im Geschäftsjahr 2022/23 und einem deutlich niedrigeren Betriebsergebnis geplant. Nach vorläufigen ungeprüften Zahlen liegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/24 leicht über der Planung und das geplante Betriebsergebnis wird erreicht. Die Nachfragesituation im Industriealkoholbereich hat sich in letzten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/24 wieder etwas belebt, ist aber gegenüber den Vorjahren immer noch recht schwach.

Die gestiegenen Kosten für Frachten, Energie und Personal können durch die gute Marge abgefedert werden, belasten aber dennoch das Betriebsergebnis. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 geht die Geschäftsführung von einer Seitwärtsbewegung der Marktpreise und einer leicht sinkenden Nachfrage aus und rechnet bei leicht niedrigeren Umsatzerlösen als im Geschäftsjahr 2023/24 mit einem gleichlaufend leicht rückläufigen Betriebsergebnis.

 

Hannover, 28. Oktober 2024

Ludz

Wilkening

Konzernbilanz zum 30. September 2023

Aktiva

T€ 30.09.2023
T€
Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4 3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5,750 5,801
2. Technische Anlagen und Maschinen 4,104 5,302
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5,386 5,555
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2,158 1,347
17,398 18,005
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 66 74
17,468 18,082
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3,086 6,137
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3,626 9,109
3. Erhaltene Anzahlungen -40 -81
6,672 15,165
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22,435 25,048
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2,006 1,157
24,441 26,205
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 18,160 6,244
49,273 47,614
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13 11
66,754 65,707

Passiva

T€ 30.09.2023
T€
Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1,000 1,000
II. Kapitalrücklage 9,025 9,025
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -3 -7
IV. Konzerngewinnvortrag 23,423 13,637
V. Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 6,389 12,739
VI. Nicht beherrschende Anteile 8,841 8,806
48,675 45,200
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 81 86
2. Steuerrückstellungen 364 5,513
3. Sonstige Rückstellungen 4,314 4,971
4,759 10,570
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 44
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7,629 4,002
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3,597 2,977
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1,417 2,160
12,643 9,183
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 60
E. Passive latente Steuern 677 694
66,754 65,707

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

T€ 2022/23
T€
Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 226,651 238,996
2. Verminderung (-) / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5,483 6,385
3. Sonstige betriebliche Erträge 93 69
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 187,215 200,069
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 28 49
187,243 200,118
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5,313 5,888
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 661 664
davon für Altersversorgung: T€ 35 (Vorjahr: T€ 41)
5,974 6,552
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2,583 2,339
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13,138 13,004
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2 2
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47 9
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 141 139
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4,070 7,301
davon latente Steuern: T€ -17 (Vorjahr: T€ -16)
12. Konzernergebnis nach Steuern 8,161 16,008
13. Sonstige Steuern 86 18
14. Konzernjahresüberschuss 8,075 15,990
15. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 1,686 3,251
16. Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 6,389 12,739

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Allgemeine Angaben

Die KWST Holding GmbH ist Mutterunternehmen der KWST Gruppe. Sie ist mit Sitz in Hannover im am Amtsgericht Hannover geführten Handelsregister unter der Nummer HRB 210029 eingetragen.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

2. Angaben zum Konsolidierungskreis

KWST Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konsolidierungskreis besteht außer aus der Gesellschaft aus den folgenden nach der Methode der Vollkonsolidierung gemäß § 290 Abs. 1 HGB in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

Name und Sitz des Unternehmens Höhe des Anteils
Kraul & Wilkening u. Stelling GmbH, Hannover 80 %
KWST Nordic AB, Malmö/Schweden 90 %
KWST Bioethanol GmbH, Hannover 100 %
Alkotrans Speditions- und Lagergesellschaft mbH, Hannover 100 %
KWST Polska Sp. z o.o., Wroclaw/Polen 100 %

Bei den vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluss der KWST Holding GmbH, Hannover, jeweils aufgrund des unmittelbar beziehungsweise mittelbar bestehenden beherrschenden Einflusses aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei ist das anteilige Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung anzusetzen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgte gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurde wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vorgenommen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge und Aufwendungen zwischen den Konzernunternehmen. Die innerkonzernlichen Zinserträge und Zinsaufwendungen wurden ebenfalls verrechnet.

4. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert fortgeführt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Die Nutzungsdauer beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre, für grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre und für die Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 17 Jahre. Für bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellkosten von € 250,01 bis € 1.000,00 wurde ein Sammelposten mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren gebildet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit Anschaffungskosten zu gewogenen Durchschnittspreisen angesetzt.

Fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Allgemeine Verwaltungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Für voraussichtliche Zahlungsabzüge nach dem Abschlussstichtag wurden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Pauschalwertberichtigungen gebildet. Auf fremde Währung lautende Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, die zum Einbuchungszeitpunkt zum Mittelkurs erfasst werden, werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der Ansatz des Kassenbestands und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgten zum Nennwert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung der Projected Unit Credit Method (PUCM) vorgenommen. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,81 % (Vorjahr: 1,78 %) und eine erwartete Rentensteigerung von 2,00 % zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1. Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Den Entlastungen des Berichtsjahres stehen künftig höhere Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen gegenüber. Differenzen aus Zinssatzänderungen werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen sowie unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, wenn sie in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung voraussichtlicher Kostensteigerungen angesetzt und bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr mit fristkongruenten Zinssätzen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungserstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" und "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Soweit sich Bewertungsunterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen ergeben, die sich in Folgejahren voraussichtlich abbauen, wird die hieraus entstehende voraussichtliche steuerliche Mehr- oder Wenigerbelastung der Zukunft im Bilanzposten Latente Steuern eingestellt. Neben Bewertungsunterschieden finden auch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge Eingang in diesen Posten. Da sich aus diesen Einzelsachverhalten insgesamt eine künftige steuerliche Mehrbelastung ergibt, erfolgt ein Ausweis unter dem Bilanzposten Passive latente Steuern. Die Bewertung erfolgt mit dem Steuersatz, mit dem sich die steuerlichen Mehr- oder Wenigerbelastungen in der Zukunft voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern aus temporären Differenzen betreffen ausschließlich inländische Konzernunternehmen. Für Zwecke der Bewertung der latenten Steuern wird hier ein Ertragsteuersatz von 32,6 % (Vorjahr: 32,6 %) zugrunde gelegt.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

5.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

5.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden nicht.

5.3 Konzerneigenkapital

Das im Konzernabschluss ausgewiesene Stammkapital sowie die Kapitalrücklage betreffen die Konzernmuttergesellschaft KWST Holding GmbH, Hannover. Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital der Muttergesellschaft beträgt T€ 1.000

5.4 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2023
T€
Vorjahr
T€
Personalkosten 1.400 2.307
Beratungskosten 831 1.597
Ausstehende Rechnungen 1.869 530
Abschlusskosten 115 79
Übrige 99 458
4.314 4.971

5.5 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Davon
< 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
> 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
30.09.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.629 0 0 7.629
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.597 0 0 3.597
Sonstige Verbindlichkeiten 1.417 0 0 1.417
12.643 0 0 12.643
Vorjahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44 0 0 44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.002 0 0 4.002
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.977 0 0 2.977
Sonstige Verbindlichkeiten 2.160 0 0 2.160
9.183 0 0 9.183

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 917 (Vorjahr: T€ 1.482) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 9).

5.6 Passive latente Steuern

Der Posten passive latente Steuern ergibt sich im Saldo sowohl aus aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen sowie aus passiven latenten Steuern aus temporären Differenzen. Letztere beruhen auf den Wertunterschieden, welche im Rahmen der für Zwecke der Erstkonsolidierung zum 1. Oktober 2014 durchgeführten Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden entstanden.

30.09.2023
T€
Vorjahr
T€
Aktive latente Steuern
- Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9 9
Passive latente Steuern
- Sachanlagen -686 -703
-677 -694

Im Zusammenhang mit der Bilanzierung latenter Steuerbe- und -entlastungen wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Berichtsjahr insgesamt T€ 17 (Vorjahr: T€ 16) an Erträgen aus latenten Steuern sowie insgesamt T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) an Aufwendungen aus latenten Steuern erfasst.

6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

6.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich nach Regionen im Vergleich zum Vorjahr wie folgt auf:

2022/2023
T€
Vorjahr
T€
Inland 100.483 97.259
Europäische Union ohne Deutschland 109.268 132.552
übriges Ausland 16.900 9.185
226.651 238.996

6.2 Sonstige betriebliche Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) ausgewiesen.

6.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).

6.4 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 2)

7. Sonstige Angaben

7.1 Sicherungsgeschäfte

Die KWST Gruppe setzt Swapgeschäfte zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus Beschaffungsgeschäften ein. Die Swapgeschäfte betreffen einen Einkauf von Mio. € 9,6. Der beizulegende Zeitwert der Geschäfte beträgt T€ 48 und ist ermittelt auf Basis der Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme.

7.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB bestehen im Wesentlichen aus Leasingverträgen für Job Fahrräder und sechs Leasingverträgen für Gabelstapler, Hubwagen und Drucker in Höhe von insgesamt T€ 97.

7.3 Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 115 (Vorjahr: T€ 98). Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 71 (Vorjahr: T€ 67), auf Steuerberatungsleistungen T€ 27 (Vorjahr: T€ 25) und auf sonstige Leistungen T€ 17 (Vorjahr: T€ 6).

7.4 Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt 63 (Vorjahr: 65), davon waren 51 (Vorjahr: 45) Angestellte, 12 (Vorjahr: 15) Lohnempfänger und 5 (Vorjahr: 5) Auszubildende.

7.5 Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Ludz Wilkening, Ingenieur. Die Bezüge des Geschäftsführers werden unter Anwendung des § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

7.6 Gewinnverwendungsbeschluss

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2022/2023 des Mutterunternehmens soll in Höhe von T€ 3.000 (Vorjahr: T€ 2.000) an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

7.7 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

 

Hannover, 28. Oktober 2024

Ludz

Wilkening

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.10.2022
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 30.09.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 183 12 0 0 195
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7,262 207 0 0 7,469
2. Technische Anlagen und Maschinen 23,116 0 0 0 23,116
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12,442 573 374 0 13,389
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1,347 1,185 -374 0 2,158
44,167 1,965 0 0 46,132
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 74 0 0 8 66
44,424 1,977 0 8 46,393
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.10.2022
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Stand am 30.09.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 180 11 0 191
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,461 258 0 1,719
2. Technische Anlagen und Maschinen 17,814 1,198 0 19,012
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6,887 1,116 0 8,003
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
26,162 2,572 0 28,734
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
26,342 2,583 0 28,925
Nettobuchwerte
Stand am 30.09.2023
T€
Vorjahr
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4 3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5,750 5,801
2. Technische Anlagen und Maschinen 4,104 5,302
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5,386 5,555
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2,158 1,347
17,398 18,005
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 66 74
17,468 18,082

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/23
T€
Vorjahr
T€
Periodenergebnis 8,075 15,990
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2,583 2,339
Zunahme der Rückstellungen -663 21
Abnahme / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 10,255 -17,623
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3,444 641
Zahlungsunwirksame Aufwendungen aus Währungsumrechnung 10 -4
Zinsaufwendungen / Zinserträge (-) 92 128
Ertragsteueraufwand 4,070 7,301
Ertragsteuerzahlungen (-) -9,236 -3,763
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 18,630 5,030
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -12 0
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1,965 -4,187
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 8 22
Erhaltene Zinsen 49 11
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1,920 -4,154
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Finanzkrediten -44 -87
Gezahlte Dividenden (-) -4,610 -2,616
Gezahlte Zinsen (-) -140 -137
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4,794 -2,840
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 11,916 -1,964
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6,244 8,208
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 18,160 6,244
Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus liquiden Mitteln.

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Konzerngewinnvortrag / -verlustvortrag (-)
T€
Stand am 1. Oktober 2022 1,000 9,025 -7 26,376
Währungsdifferenzen 4 3
Ausschüttungen -3,000
Sonstige Änderungen 44
Konzernjahresüberschuss
Stand am 30. September 2023 1,000 9,025 -3 23,423
Mutterunternehmen
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
T€
Summe
T€
Stand am 1. Oktober 2022 0 36,394
Währungsdifferenzen 7
Ausschüttungen -3,000
Sonstige Änderungen 44
Konzernjahresüberschuss 6,389 6,389
Stand am 30. September 2023 6,389 39,834
Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Konzernverlustvortrag
T€
Stand am 1. Oktober 2021 1,000 9,025 -1 15,581
Währungsdifferenzen -6
Ausschüttungen -2,000
Sonstige Änderungen 56
Konzernjahresüberschuss
Stand am 30. September 2022 1,000 9,025 -7 13,637
Mutterunternehmen
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
T€
Summe
T€
Stand am 1. Oktober 2021 0 25,605
Währungsdifferenzen -6
Ausschüttungen -2,000
Sonstige Änderungen 56
Konzernjahresüberschuss 12,739 12,739
Stand am 30. September 2022 12,739 36,394
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteilevor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn
T€
Summe
T€
Stand am 1. Oktober 2022 8,808 -2 8,806
Währungsdifferenzen 3 3
Ausschüttungen -1,610 -1,610
Sonstige Änderungen -44 -44
Konzernjahresüberschuss 1,686 1,686
Stand am 30. September 2023 7,154 1 1,686 8,841
Konzerneigenkapital
Summe
T€
Stand am 1. Oktober 2022 45,200
Währungsdifferenzen 10
Ausschüttungen -4,610
Sonstige Änderungen 0
Konzernjahresüberschuss 8,075
Stand am 30. September 2023 48,675
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteilevor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn
T€
Summe
T€
Stand am 1. Oktober 2021 6,229 -1 6,228
Währungsdifferenzen -1 -1
Ausschüttungen -616 -616
Sonstige Änderungen -56 -56
Konzernjahresüberschuss 3,251 3,251
Stand am 30. September 2022 5,557 -2 3,251 8,806
Konzerneigenkapital
Summe
T€
Stand am 1. Oktober 2021 31,833
Währungsdifferenzen -7
Ausschüttungen -2,616
Sonstige Änderungen 0
Konzernjahresüberschuss 15,990
Stand am 30. September 2022 45,200

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KWST Holding GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KWST Holding GmbH, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KWST Holding GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 28. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Schwibinger, Wirtschaftsprüfer

Frank Berger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.