Fuchs GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Industriegasen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gernot Dr. Thiel seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Karina Festerling seit 7.11.2022 | Prokura |
Thomas Michael Neumann seit 20.5.2022 | Geschäftsführer |
Ulf Romberg seit 26.1.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DF World of Spices GmbHDissen a.T.W.Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. GeschäftstätigkeitDie DF World of Spices GmbH, Dissen a.T.W., ist Mutterunternehmen der Fuchs Gruppe. Die Fuchs Gruppe ist der größte deutsche Gewürzhersteller und weltweit auf vier Kontinenten in neun Ländern aktiv. Die Fuchs Gruppe bietet Gewürze, kulinarische Trends und Lebensmitteltechnologien für unterschiedliche Zielgruppen und Bedürfnisse im Lebensmittelhandel, in der Lebensmittelindustrie und im Foodservice. Das Unternehmen wurde 1952 von Dieter Fuchs in Dissen am Teutoburger Wald (Landkreis Osnabrück) gegründet, wo noch heute der Hauptsitz der Gruppe liegt. Die Fuchs Gruppe ist mit Ihren Produkten und 13 Produktionsstandorten rund um den Globus vertreten. Im europäischen Lebensmitteleinzelhandel sind Unternehmen der Fuchs Gruppe in mehreren Märkten vertreten. Industriekunden und Großverbraucher beziehen in Europa, Asien, Nord-, Mittel- und Südamerika Produkte der Fuchs Gruppe. Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften bestehen in Deutschland (fünf Standorte), Frankreich (zwei Standorte), Rumänien, Brasilien (drei Standorte), China (zwei Standorte), den Vereinigten Staaten (zwei Standorte), Großbritannien (zwei Standorte), Italien und Kambodscha. Die Fuchs Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 3.200 Mitarbeiter, davon 77% in Europa (Vorjahr: 78%). Zur effizienten Steuerung gliedert die Fuchs Gruppe ihr Geschäft in eine Struktur nach Business Units. Die Business Unit Retail beinhaltet das nationale und internationale Geschäft mit Gewürzen, Kräutern und World Food Produkten im Lebensmitteleinzelhandel. Hierzu zählen insbesondere die Marken Fuchs, Ostmann, Bio Wagner, Bamboo Garden und Fuego, das Private Label Geschäft sowie internationale Marken wie BART oder Cosmin. Die Business Unit Industry bietet, neben veredelten Gewürzen und Kräutern, innovative Technologien und maßgeschneiderte Lösungen für die Lebensmittelindustrie. Mit ihren Gewürzen, Kräutern, Mischungen und technologischen Compounds richtet sie sich insbesondere an die Snack-, Fleisch- und Molkereiindustrie, sowie die Fisch-, Convenience- und Backwarenindustrie. Unsere Geschäftsfelder sind eng miteinander verbunden und stärken sich gegenseitig. Zwischen ihnen besteht ein intensiver Informations- und Erfahrungsaustausch, der es ihnen ermöglicht, Entwicklungen und Trends frühzeitig zu erkennen und umzusetzen. So profitiert beispielsweise das Retailgeschäft von der Technologiekompetenz unseres Industriegeschäfts, während umgekehrt die Marktkenntnisse unseres Retailgeschäfts für das Industriegeschäft nützlich sind. Zentrale Serviceeinheiten unterstützen die operativen Einheiten unserer Geschäftsfelder, beispielsweise in den Bereichen Finance, HR, Procurement oder Operations and Facilities, um Bedarfe zu bündeln und Synergieeffekte zu erzielen. Unser Anspruch und Antrieb ist es, die Wünsche unserer Kunden in herausragender Weise zu erfüllen und sie zu neuen Geschmackserlebnissen zu inspirieren. Wir stehen für kontrollierte Qualität, die wir unter Einsatz modernster Verfahren gewährleisten. Insbesondere für unsere wichtigsten Rohwaren wie Pfeffer und Paprika stellen wir entlang der Lieferkette bis in den landwirtschaftlichen Anbau in Brasilien die Einhaltung unserer strengen Qualitätskriterien sicher. Zwei Gesellschaften in Brasilien, eine Gesellschaft in Kambodscha sowie unser Unternehmen in China arbeiten eng mit den landwirtschaftlichen Erzeugern zusammen, um nachhaltige Lieferbeziehungen zu gewährleisten. Unsere Rohwaren beziehen wir nach Möglichkeit ungemahlen und verarbeiten und veredeln sie in unserer eigenen Produktion in den Werken weltweit. Auf diese Weise können wir sowohl das Risiko von Lebensmittelverfälschungen bestmöglich vermeiden, als auch wertvolle Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Aromen und Öle bewahren und das Geschmacksprofil unserer Produkte aktiv steuern. Die Fuchs Gruppe Deutschland wacht mit ihrem zertifizierten Qualitätsmanagement darüber, dass nur einwandfreien Rohstoffe zu Lebensmitteln von bester Qualität verarbeitet werden. Folgerichtig haben Unternehmen der Fuchs Gruppe Deutschland Zertifizierungen nach den Regeln des International Featured Standard - Food (IFS), des BRC Global Standard for Food Safety (BRC), der FLO-CERT Zertifizierung (FAIRTRADE), die Zertifizierungen Kosher, RSPO, Halal, VLOG (Umsetzung der Anforderungen des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik), vegetarische und vegane Lebensmittel (Vegetarierbund) sowie die BIO-Zertifizierung nach dem Kontrollverfahren gemäß VO(EU) 2018/848 erreicht. II. GeschäftsverlaufDie deutsche Volkswirtschaft konnte trotz anhaltend schwieriger Bedingungen das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9% steigern (nach 2,6% Wachstum im Vorjahr). Während sich die Corona-Pandemie im Jahresverlauf weiter abschwächte, führte insbesondere der Kriegsausbruch in der Ukraine zu extremen Energiepreissteigerungen. Hinzu kamen fortwährende Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise insbesondere für Lebensmittel sowie ein sich weiter verschärfender Arbeitskräftemangel. Gewürzmarkt Entwicklung: Nach dem außerordentlichen Marktwachstum in den ersten beiden Pandemiejahren (2020 und 2021) hat sich die Nachfrage nach Gewürzen im vergangenen Jahr deutlich abgeschwächt. Insgesamt lag das Absatzniveau im deutschen Gewürzmarkt zwar weiterhin über dem Vor-Corona-Jahr 2019, allerdings mit rund -9% merklich hinter dem Vorjahr (2021). Der Absatzrückgang ist dabei insbesondere auf die verbesserte pandemische Lage (Zunahme der Außer-Haus-Verpflegung; Rückgang der Kochhäufigkeit im eigenen Zuhause) sowie die in den beiden Vorjahren erfolgte Bevorratung zurückzuführen. Der historische Anstieg von Lebensmittelpreisen (Inflation) hat darüber hinaus zu einer spürbaren Konsumzurückhaltung und einem Down-Trading geführt, sowohl in Hinblick auf den verstärkten Griff zu Eigenmarkenprodukten als auch auf den häufigeren Einkauf im Vertriebskanal Discount anstelle des Vollsortimenters. Eine ähnliche Entwicklung ist auch auf den weiteren europäischen Märkten zu beobachten. Industriemarkt Entwicklung: Nachdem sich die pandemische Lage im Jahresverlauf weitestgehend normalisiert hatte, führte der Ausbruch der Ukraine Krise zu erneuten Störungen der Lieferketten, Versorgungsengpässen und Preissteigerungen. Im vergangenen Geschäftsjahr standen in der Gewürzindustrie somit erneut die Absicherung der Lieferketten, die Stabilisierung des bestehenden Produkt- und Leistungsangebotes sowie die Optimierung von Prozessen und Kostenstrukturen im Fokus. Fuchs Gruppe Geschäftsentwicklung: Die Geschäftsentwicklung der Fuchs Gruppe war in diesem herausfordernden Marktumfeld von vielseitigen Einflussfaktoren geprägt. Erheblich gestiegene Einstandspreise sowie höhere Produktions- und Logistikkosten sorgten für geringere Margen und Ergebnisbeiträge, die nur zu Teilen und mit zeitlichem Versatz in Form von Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergegeben werden konnten. Geringere Absatzmengen infolge des allgemeinen Nachfragerückgangs haben zu einer geringeren Auslastung und damit zu einer geringeren Fix-Kosten-Deckung geführt, die nur in Teilen durch die Optimierung unserer Kostenstrukturen und Prozesse sowie Bestands- und Lieferantenmanagement kompensiert werden konnte. Als wichtige Säule des wirtschaftlichen Erfolges der Fuchs Gruppe beweist sich auch weiterhin das Auslandsgeschäft. Hier konnten wir insbesondere in unserem Industriegeschäft in den USA und Brasilien weiteres profitables Wachstum erzielen. Mit den im vergangenen Geschäftsjahr getätigten maßgeblichen Investitionen in Brasilien haben wir unseren Kurs der vertikalen Integration weiter fortgesetzt. Die Investitionen in unsere ausländischen Gesellschaften sind mit € 4,9 Mio. (Vorjahr € 8,1 Mio.) deutlich gesunken. Dies ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass die in 2021 getätigten Investitionen in Automation bei unserer Tochtergesellschaft BART sowie in die Produktionskapazitätserweiterungen in Frankreich erfolgreich abgeschlossen wurden. Mit wesentlichen Investitionen im vergangen Geschäftsjahr in unsere Vermahlungskapazitäten in Brasilien haben wir unseren Kurs der vertikalen Integration fortgesetzt und den Standort weiter ausgebaut. Die im Inland durchgeführte Investitionen betrugen € 9,6 Mio. (Vorjahr € 12,0 Mio.). Sie erfolgten im Wesentlichen in die Maschinenparks der Standorte Dissen und Schönbrunn, sowie in die Erweiterung des bestehenden ERP-Systems. Die laufenden Cashflows und bestehenden Kreditlinien wurden zur Finanzierung der Investitionen sowie des operativen Geschäftes der Gesellschaft verwendet. Die Beschaffungsmärkte für unsere Rohwaren und Verpackungsmaterialien sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 von teils signifikanten Preiserhöhungen und Versorgungsengpässen geprägt worden. Infolge des Ausbruchs des Ukrainekonfliktes haben sich nahezu alle europäischen Beschaffungsmärkte unter der Last steigender Energiekosten zu unseren Ungunsten entwickelt. Zuletzt besonders betroffen von dieser Entwicklung war der Glasmarkt. In der zweiten Jahreshälfte 2021 stattgefundene Preissteigerungen besonders relevanter Rohwaren wie Paprika und Pfeffer haben sich in 2022 größtenteils verfestigt und so für ein höheres Kostenniveau gesorgt. Hinzu kamen erntebedingte Preisanstiege, z.B. bei Zwiebeln. Die im Jahresverlauf gesunkenen Frachtraten konnten die zuvor genannten Kostensteigerungen nicht kompensieren. Die nachteilige Entwicklung der Wechselkurse des chinesischen Yuan und des brasilianischen Real gegenüber dem Euro haben unsere Beschaffungskosten zusätzlich belastet. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 um 6,1% auf € 604 Mio. gestiegen. 48,1% (Vorjahr 54,2%) der Umsatzerlöse wurden in Deutschland erwirtschaftet. Auf Umsätze in der europäischen Union (ohne Deutschland) entfallen 20,1% (Vorjahr 20,7%). Der Umsatzanteil der übrigen Länder beträgt 31,7% (Vorjahr 25,1%). Insbesondere die USA und Brasilien tragen zum genannten Umsatzanstieg in den außereuropäischen Ländern bei. Im Bereich des inländischen Lebensmitteleinzelhandels sanken die Umsatzerlöse, ähnlich zu der Gesamtmarktentwicklung, um 13,0% gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse im deutschen Industriegeschäft sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10,4% gestiegen. Insgesamt konnte die Fuchs Gruppe aufgrund von währungs- und preisbedingten Steigerungen die Umsatzerwartungen des Jahres 2022 übererfüllen. Absatzseitig blieb das Geschäftsjahr jedoch sowohl im In- als auch im Ausland aufgrund herausfordernder Gesamtmarktentwicklungen hinter unseren Erwartungen. Insgesamt war die Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 aufgrund der signifikanten Kostensteigerungen aus Sicht der Fuchs Gruppe sehr herausfordernd. Forschung und Entwicklung Die Fuchs Gruppe arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung und damit an der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte und Produktionsanlagen. Dazu unterhält die Gruppe eigene Sensorik-Labore z.B. am Standort in Dissen sowie in den USA. Diese dienen zur Bewertung und Verbesserung von Produktkonzepten - insbesondere mithilfe unserer eigenen Mitarbeitenden. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Erläuterungen zur Ertragslage Die Fuchs Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2022 einen Konzernjahresüberschuss von € 2,7 Mio. (Vorjahr € 14,1 Mio.) aus. Der Materialeinsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 16,2% gestiegen. Der Rohgewinn hat sich um 3,7%-Punkte verringert. Bereinigt um die sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich eine Reduktion des Rohgewinns von 50,9% auf 47,2%. Trotz der um 6,1% gestiegenen Umsatzerlöse führt dies zu einer Reduktion des absoluten Rohgewinns um € 11,4 Mio. Beeinflusst von gestiegenen Energie- und Personalkosten, Frachtkosten und Materialeinstandspreise sowie negativen Produktmix-Effekten ergibt sich ein reduziertes EBITDA (EBIT + Abschreibungen) von € 35,9 Mio. (Vorjahr € 49,5 Mio.). Der Personalaufwand bewegt sich mit € 132,7 Mio. oberhalb des Vorjahresniveaus (+3,2%). Dies ist im Wesentlichen auf höhere Löhne und Inflationsausgleichszahlungen zurück zu führen. Die Mitarbeiterzahl ist weltweit hingegen um rd. 5,0% gesunken. Die Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres sind um insgesamt € 2,1 Mio. gesunken. Haupttreiber sind hier die ausgelaufene Abschreibung aktivierter Software sowie die Umstellung auf Leasing (insb. Fuhrpark in Deutschland). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit € 123,3 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr € 127,5 Mio.). Während höhere Frachten und Energiekosten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belastet haben, hat die Reduktion von Fremdleistungen, Instandhaltungen und Wartungen insbesondere in Deutschland zu einer Kostenentlastung geführt. Die Fuchs Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives EBIT (EBT + Finanzergebnis) in Höhe von € 12,1 Mio. (Vorjahr € 21,3 Mio.). Das Finanzergebnis von € -4,9 Mio. (Vorjahr € -5,4 Mio.) ist im Wesentlichen auf Zinsaufwendungen in Höhe von € 4,9 Mio. (im Vorjahr € 3,1 Mio.) zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt mit € 7,2 Mio. deutlich unter dem EBT des Vorjahres (€ 18,2 Mio.). 2. Erläuterungen zur Finanzlage Die Fuchs Gruppe verfügt über eine Eigenkapitalquote von 47,9% (Vorjahr 49,4%). Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von zusätzlichen mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um € 34,8 Mio. gestiegen. Die Kapitalflussrechnung weist einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von € 23,1 Mio. (Vorjahr € 16,0 Mio.) aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt € -14,2 Mio. (Vorjahr € -17,8 Mio.). Die planmäßigen Darlehenstilgungen betrugen im Geschäftsjahr € 18,6 Mio. (Vorjahr € 13,8 Mio.). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. € 30,9 Mio. (Vorjahr € -25,2 Mio.) beinhaltet als wesentlichen Posten die Aufnahme von Krediten sowie die Ausschüttung an Gesellschafter. 3. Erläuterungen zur Vermögenslage Bei einer um 3,6% gestiegenen Bilanzsumme von € 505,2 Mio. wird das Anlagevermögen zu 134,6% durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr 128,1%). Die Anlagenintensität ist mit 35,6% unter Vorjahresniveau (38,6%). Die Reduktion ist auf einen Rückgang der Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Auch die im Wesentlichen preisbedingte Erhöhung der Vorräte (+2,5%) sowie die höheren liquiden Mittel beeinflussen die Entwicklung der Anlagenintensität. Das gebundene Kapital im Bereich des Vorratsvermögens ist mit € 195,4 Mio. um € 4,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr erhöht (Vorjahr € 190,7 Mio.). Dies ist vor allem auf gestiegene Rohwarenpreise zurückzuführen. Ein weiterer Grund sind die anhaltend hohen Sicherheitsbestände zur Absicherung von Störungen in den globalen Lieferketten. Der Vorratsbestand entfällt zu 50,3% (Vorjahr 57,5%) auf deutsche Konzerngesellschaften. Durch die Steigerung des operativen Cashflows sowie die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten haben sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um € 21,2 Mio. erhöht. Das Umlaufvermögen ist insgesamt um 8,6% gestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sinken von € 69,0 Mio. auf € 47,0 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf eine Optimierung unsere Finanzierungsstruktur zurück zu führen. Das Vermögen des Konzerns ist gegenwärtig zu 65,0% langfristig finanziert. Damit verfügt die Fuchs Gruppe weiterhin über eine in Summe stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. III. Chancen- und RisikoberichtDie Fuchs Gruppe ist eine Unternehmensgruppe mit dezentralen, schlanken und flexiblen Prozessen sowie zentralen Qualitätssicherungsvorgaben. Ihr Risikomanagement dient diesen Vorgaben und der Sicherung ihrer finanziellen Bonität sowie die Begegnung von IT-Risiken, denen weiterhin eine zunehmende Bedeutung beigemessen wird. Die Grundsätze für das Risikomanagementsystem regeln die Bedingungen zur Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsgemäßes und zukunftsorientiertes Risikomanagementsystem für jedes Gruppenunternehmen. Risiken aus der Volatilität von Währungen werden kontinuierlich überwacht. Daneben wird das Währungsrisiko entsprechend der dafür entwickelten Richtlinien teilweise über Devisentermingeschäfte abgesichert. Risiken im Forderungsbereich werden durch Warenkreditversicherungen abgedeckt. Die Finanzplanung der Fuchs Gruppe dient der Sicherstellung jederzeitiger Liquidität und der Gewährleistung des Kapitaldienstes aus den Finanzierungen. Zur Vermeidung von Zinsrisiken langfristiger Darlehen wurden effektive Zinssicherungsgeschäfte geschlossen. Ein globales Versicherungsprogramm übernimmt den Schutz der Sachwerte und die Begrenzung von Haftungsrisiken. Der wirtschaftliche Erfolg der Fuchs Gruppe wird auch durch die Verfügbarkeit der nötigen Rohstoffe und die Entwicklung ihrer Marktpreise beeinflusst. Daneben bestimmen das Konsumklima, die demographische Entwicklung mit den verbundenen Herausforderungen in Bezug auf die Gewinnung von Mitarbeitern, Geschmackstrends und der Wettbewerb den wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe. Die Auswirkungen von konjunkturellen Schwankungen wirken sich auf Nahrungsmittelhersteller wie die Fuchs Gruppe nur gedämpft und tendenziell antizyklisch aus. Aufgrund des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes stehen die Sicherung internationaler Lieferketten und der Produktionskapazitäten im In- und Ausland sowie das aktive Kostenmanagement besonders im Fokus. Diese Risiken werden durch die Geschäftsführung laufend analysiert. Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken, denen eine gleichwertige Bedeutung beigemessen wird, und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten wurden keine Risiken identifiziert, die die finanzielle Stabilität oder Rentabilität der Fuchs Gruppe gefährden können. Den Risiken stehen insbesondere Chancen aus der Erschließung weiterer Märkte gegenüber. IV. PrognoseberichtDie im Geschäftsjahr 2022 wirkenden Preisanstiege fielen in den für die Fuchs Gruppe wesentlichen Rohwaren- und Beschaffungsmärkten insgesamt stärker als erwartet aus. Die Fuchs Gruppe blickt dennoch auf ein noch zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Trotz eines signifikanten Rückganges der Nachfrage in den europäischen Retailmärkten und des inflationsbedingten, veränderten Verbraucherverhaltens konnte das Geschäftsjahr mit einem positiven Gruppenergebnis abgeschlossen werden. Die konsolidierten Umsatzerlöse lagen insbesondere auf Grund von Preiseffekten leicht über den Erwartungen. Das EBIT lag mit 1,0 % unterhalb der Planungen von 3%. Dabei konnten positive Effekte im internationalen Industriegeschäft die Entwicklung im europäischen Lebensmitteleinzelhandel nicht kompensieren. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir preis- und mengenbedingt eine leicht steigende Umsatzentwicklung im In- und Ausland. Für das kommende Geschäftsjahr plant die Fuchs Gruppe eine EBIT Marge von rund 2,5%.
Dissen a.T.W., den 23. Februar 2023 Nils Meyer-Pries Marco Winkhold André Kich Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDie DF World of Spices GmbH, Dissen a.T.W., ist beim Registergericht Osnabrück unter der Handelsregisternummer B 110874 gemeldet. Der Konzernabschluss der DF World of Spices GmbH, Dissen a.T.W., zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Konzernabschluss wurde unter Berücksichtigung einer teilweisen Verwendung des Konzernergebnisses aufgestellt. Im Interesse von Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Angaben zur Konsolidierung1. Konsolidierungskreis Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in Abschnitt VI enthalten. 2. Konsolidierungsmethoden Bei der Kapitalkonsolidierung wird seit dem 1. Januar 2010 die Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB angewendet (Vollkonsolidierung mit Minderheitsausweis). Zuvor folgte die Kapitalkonsolidierung der Buchwertmethode. Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 werden gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB unverändert fortgeführt. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wurde vor dem 1. Januar 2010 mit der Kapitalrücklage verrechnet. Diese Behandlung wird beibehalten. Aktive Unterschiedsbeträge, die seit dem 1. Januar 2010 auftreten, werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und nach § 309 Abs. 1 HGB bewertet. Für passive Unterschiedsbeträge gelten die §§ 301 Abs. 3 und 309 Abs. 2 HGB. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Weglassen der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wird gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen durchgeführt. Die Zinserträge und ähnliche Erträge werden ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. III. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der DF World of Spices GmbH, Dissen a.T.W., verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus haben die Gesellschaften - ggf. freiwillig - die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften in analoger Weise beachtet. Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen für Belieferungsrechte, Know-How und Software drei bis fünf sowie für Markenrechte fünf Jahre. Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert wird der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren, die sich aus der Verwertbarkeit des branchenspezifischen Wissens im Unternehmen sowie der Nutzung des Kunden- und Lieferantenstamms ergibt. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aktivierte Eigenleistungen zu Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden zur Berücksichtigung voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Sachanlagen werden linear abgeschrieben. Geringwertige Sachanlagen mit Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00, die bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2020 angeschafft wurden, wurden in einem Sonderposten erfasst, der gewinnmindernd über fünf Jahre aufgelöst wird. Seit dem Geschäftsjahr 2021 werden geringwertige Sachanlagen mit Anschaffungskosten von € 250,01 bis € 800,00 im Zeitpunkt der Aktivierung sofort voll abgeschrieben. Geringwertige Sachanlagen mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden im Zeitpunkt der Anschaffung als Aufwand gebucht. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zum Ausgleich des allgemeinen Ausfallrisikos werden die übrigen Forderungen nach dem Verhältnis der tatsächlichen Ausfälle der Vergangenheit zum Forderungsbestand am Stichtag pauschal wertberichtigt. Zudem werden bei der Bewertung der Forderungen die Konditionsabzüge berücksichtigt. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 306 Abs. 1 Satz 1 HGB saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen aus Bewertungsunterschieden in den Bereichen immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke und Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, außerdem auf steuerlichen Verlustvorträgen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbar sind. Die Kalkulation erfolgt auf der Grundlage eines unternehmensspezifischen Steuersatzes innerhalb einer Bandbreite von 11 % bis 34 %. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung werden seit dem Geschäftsjahr 2016 nicht mehr die auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,44%) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für 2022 1,78% beträgt. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von T€ 97 ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird in Anspruch genommen. Die Berechnung der inländischen Pensionsverpflichtungen folgt dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bei einem Rechnungszins von 1,78 % p.a. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Berechnung wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,0% - 2,3% unterstellt. Die US-amerikanischen Pensionsverpflichtungen werden ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt, allerdings unter Verwendung der auf das Jahr 2022 projizierten Sterbetafeln 2014 (Society of Actuaries: RP-2014 Mortality Tables Report. MP-2022 mortality improvement scale) sowie eines Rechnungszinses von 3,0% p.a. Dabei ist gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Planvermögen im beizulegenden Zeitwert von € 2,6 Mio. mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 2,1 Mio. verrechnet worden. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte werden grundsätzlich wie im Vorjahresabschluss ausgeübt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden in den inländischen Einzelabschlüssen gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Fremdwährungsumrechnung für den Konzernabschluss folgt der modifizierten Stichtagsmethode. Danach werden die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals gemäß § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme des Jahresüberschusses zu den jeweiligen historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich des Jahresüberschusses werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die bei diesen Umrechnungen auftretenden Differenzen werden im Konzerneigenkapital in den Posten "Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung" eingestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung auftretende Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam konsolidiert. IV. Angaben zur Konzernbilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Konzernanlagenspiegel auf den Seiten 19-21 dargestellt. Gemäß § 308 HGB werden Markenrechte abweichend zum Jahresabschluss des Mutterunternehmens bewertet, da von einer kürzeren Nutzungsdauer ausgegangen wird. 2. Forderungen Im Jahr 2018 wurde im Inland eine Factoringvereinbarung (echtes Factoring) abgeschlossen, die zum Bilanzstichtag eine Laufzeit von zwei Jahren aufweist. Der vereinbarte Zinssatz für das Factoring setzt sich aus dem Referenzzinssatz des EURIBOR (3 Monatszinssatz) und einer vereinbarten Zinsmarge zusammen. Am Ende des aktuellen Geschäftsjahres wurde in Brasilien eine kurzfristige Factoringvereinbarung geschlossen. Zum Stichtag betrug die durch den Forderungsverkauf zugeflossene Liquidität € 32,2 Mio. (Vorjahr € 22,9 Mio.). 3. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von 8,0 Mio. (Vorjahr € 5,1 Mio.) sowie sonstige Forderungen aus der geschlossenen Factoringvereinbarung (Sicherungseinbehalte) in Höhe von € 14,2 Mio. (Vorjahr € 18,7 Mio.). Weiterer Bestandteil sind Forderungen gegen debitorische Kreditoren (€ 0,6 Mio., Vorjahr € 1,0 Mio.). 4. Aktive latente Steuern Zum Abschlussstichtag ergeben sich vor Verrechnung aktive latente Steuern in Höhe von T€ 6.089 (Vorjahr T€ 6.587) sowie passive latente Steuern in Höhe von T€ 3.754 (Vorjahr T€ 2.452). 5. Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird im Konzerneigenkapitalspiegel auf den Seiten 27-29 gesondert dargestellt. Aufgrund teilweiser Ergebnisverwendung wird ein Konzernbilanzgewinn ausgewiesen, in den ein Gewinnvortrag in Höhe von € 147,1 Mio. einbezogen ist. 6. Sonstige Rückstellungen Die Position umfasst vor allem kurzfristige Rückstellungen für variable nachgelagerte Konditionen in Höhe von € 20,2 Mio. (Vorjahr € 22,2 Mio.), für feste nachgelagerte Konditionen in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr € 1,2 Mio.), und für Gewährleistungen/Retouren in Höhe von € 4,2 Mio. (Vorjahr € 3,7 Mio.). Des Weiteren bestehen Rückstellungen für die organisatorische Neuausrichtung der FUCHS-Gruppe in Höhe von € 3,1 Mio. (Vorjahr € 6,1 Mio.) und sonstige Personalrückstellungen in Höhe von € 8,1 Mio. (Vorjahr € 8,0 Mio.). 7. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel auf Seite 23 zusammengefasst. 8. Fehlbetrag von Unterstützungskassen Der Fehlbetrag gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB, für den Konzerngesellschaften als Trägerunternehmen von Unterstützungskassen haften, beträgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) insgesamt € 2,2 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.). 9. Derivative Finanzinstrumente Zur Begrenzung des Zinsrisikos aus variabel verzinslichen Investitionsfinanzierungen im Gesamtvolumen von € 25,0 Mio. (Vorjahr € 8,0 Mio.) wurden Sicherungsgeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt € 1,2 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.) abgeschlossen. Sie sichern den Konzern im Wege des Mikro-Hedging über die Restlaufzeit der Finanzierungen vollständig gegen Änderungsrisiken bei zinsabhängigen Zahlungsströmen. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird nach der Critical-Terms-Match-Methode beurteilt. In Bezug auf Wertänderungen wird die Einfrierungsmethode angewendet. Im Geschäftsjahr 2022 wurden wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte zur Begrenzung des Wechselkursrisikos abgeschlossen. V. Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung konsolidierten Einzelabschlüsse werden überwiegend nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Soweit die Einzelabschlüsse das Umsatzkostenverfahren verwenden, werden sie auf das Gesamtkostenverfahren übergeleitet. Die Umsatzerlöse betreffen zu rd. 46 % den Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel (Vorjahr 54 %), zu rd. 50 % den Geschäftsbereich Industrie (Vorjahr 42 %) und zu rd. 4 % den Bereich Foodservice (Vorjahr 4 %) und wurden zu 68 % (Vorjahr 75 %) im Euroraum erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von € 1,9 Mio. Diese resultieren aus Erträgen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 1,3 Mio. (Vorjahr € 4,5 Mio.), Erträgen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 1,9 Mio.) sowie Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtungen auf Forderungen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.). Die Erträge aus Währungsgewinnen betragen € 2,7 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Vertriebsaufwendungen (Ausgangsfrachten, Marketingaufwendungen sowie sonstige Vertriebsaufwendungen) in Höhe von € 52,7 Mio. (Vorjahr € 53,1 Mio.) sowie Betriebsaufwendungen (Instandhaltungen, Leiharbeiter, Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen und sonstige Betriebsaufwendungen) in Höhe von € 52,8 Mio. (Vorjahr € 55,0 Mio.). Weiterhin sind Verwaltungsaufwendungen (Rechts- und Beratungskosten, Versicherungen und sonstige Verwaltungsaufwendungen) in Höhe von € 16,0 Mio. (Vorjahr € 16,8 Mio.) sowie Währungsverluste in Höhe von € 1,8 Mio. (Vorjahr € 2,6 Mio.) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 0,1 Mio. und resultieren aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind einmalige Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von € 3,0 Mio. enthalten. Gegenläufig bestehen einmalige Aufwendungen aus Bestandsbereinigungen sowie einer Geschäftsbeziehung in Höhe von € 4,6 Mio. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.) enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 6) enthalten, wovon T€ 0 (Vorjahr T€ 0) Erträge von Gesellschaftern betreffen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Ergebnis mit € 3,7 Mio. (Vorjahr € 3,3 Mio.) und enthalten Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von € 1,8 Mio. (Vorjahr Aufwand € 2,5 Mio.). VI. Sonstige Angaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus der Abwicklung langfristiger Verträge bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von € 6,6 Mio. (Vorjahr € 5,4 Mio.). Es handelt sich bei diesen durchweg um Verpflichtungen, denen im laufenden Geschäft mindestens gleichwertige Gegenleistungen gegenüberstehen, so dass es zu keinen isolierten Inanspruchnahmen kommt. Die genannten Sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen nicht gegenüber verbundenen und gegenüber assoziierten Gesellschaften. 2. Honorar des Abschlussprüfers Prüfungs- und Beratungshonorare setzen sich wie folgt zusammen:
3. Angaben zu den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 4 HGB folgende Tochtergesellschaften einbezogen worden:
2 5% der Anteile werden mittelbar gehalten (von der Fuchs GmbH & Co. KG) 3 0,94% der Anteile werden mittelbar gehalten (von der Fuchs GmbH & Co. KG) 4. Angaben zu Erleichterungsvorschriften Für das Geschäftsjahr 2022 werden die Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 HGB und 264b HGB von folgenden Gesellschaften des Konzerns in Anspruch genommen:
5. Arbeitnehmer Im Konzern wurden im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich3.231 Arbeitnehmer (davon 160 Teilzeitkräfte) beschäftigt. Die Zahl der Angestellten betrug durchschnittlich 1.262. 6. Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der gegenwärtigen und ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens im Geschäftsjahr 2022 betrugen € 1,6 Mio. (Vorjahr € 2,6 Mio.). 7. Angaben gemäß § 42 GmbHG Die Ausleihungen an, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern der DF World of Spices GmbH, Dissen a.T.W., sind unmittelbar aus der Bilanz ersichtlich. 8. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten.
Dissen a.T.W., den 23. Februar 2023 Nils Meyer-Pries Marco Winkhold André Kich Entwicklung des Anlagevermögens
Verbindlichkeitenspiegel
Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Grundschulden, Pfandrechte, Sicherungsübereignungen sowie Covenantvereinbarungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 67.821.345,00 (Vorjahr € 64.421.308,03) gesichert. Kapitalflussrechnung
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Eigenkapitalspiegel 2022
1 Aufgrund der Kapitalerhöhung aus Gewinnvorträgen bei einem Tochterunternehmen unterliegt der Betrag von € 7.109.001,00 einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DF World of Spices GmbH, Dissen a.T.W. Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DF World of Spices GmbH, Dissen a.T.W., und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DF World of Spices GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 23. Februar 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
André Knufmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefan Heitmeyer, Wirtschaftsprüfer |
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