Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 109104
Vorher
GATE 5310 Technologies UG (haftungsbeschränkt)YieldKit UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
8.4.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
die Entwicklung, der Betrieb und die Vermarktung von lnternetplattformen, insbesondere die Entwicklung, der Betrieb und die Vermarktung einer Software, die es registrierten Nutzern erlaubt, ihre Webseiten zu monetarisieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andris Zelonka
seit 11.9.2025
Geschäftsführer
David Clark Reed
seit 4.7.2023
Geschäftsführer
Nils Grabbert
seit 3.6.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Standbyco 27 B.V.NLD
57.77%
42.23%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
mrge Group GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

YieldKit GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1 Grundlagen

Die Yieldkit GmbH ist ein Adtech-Unternehmen für Performance Marketing mit Sitz in Hamburg. Im September 2020 gründete die Yieldkit GmbH die YK Solutions s.h.p.k. in Tirana als 100%ige Tochtergesellschaft. Alleiniges Ziel der Tochtergesellschaft ist es, die IT-Programmierung eigener Lösungen zu unterstützen.

Die Gesellschaft ist auf die Entwicklung von Technologie und das Angebot von Dienstleistungen im Bereich des Affiliate Marketings spezialisiert. Affiliate Marketing bezeichnet eine Form des Online-Marketings, bei der die Advertiser eine Vielzahl von Partnern (Affiliates) zur Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im Internet nutzen. Die Advertiser zahlen an die Affiliates eine erfolgsabhängige Vermittlungsprovision, wenn diese einen Besucher auf die Internetseite der Advertiser leiten und der Besucher auf der Internetseite z.B. ein Produkt oder eine Dienstleistung erwirbt (cpa).

Ein weiteres wesentliches Produktsegment sind die Pay-per-Click-Dienstleistungen. Hier bezahlt der Werbetreibende den Affiliates eine Provision für den Klick eines Internetusers auf ein Werbemittel der Website (cpc). Die Yieldkit GmbH agiert als Vermittler zwischen Advertiser und Affiliates. Die Vermittlungsleistungen erbringt die Gesellschaft über eine internetbasierte Plattform, die es Advertisern und Affiliates ermöglicht, weltweit miteinander in Kontakt zu treten.

Die Yieldkit-Plattform verknüpft Affiliate Programme, Incentives wie Cashback und Coupons, Produkt-Feeds und weitere Performance Marketing Services in einem System.

Die Yieldkit GmbH arbeitet mit über 60 Performance-Netzwerken zusammen und hat sich ein Netzwerk aus mehr als 50.000 aktiven Advertisern aufgebaut, deren Online-Kampagnen auf ca. über 379.000 Domains ausgespielt werden können. Die Gesellschaft ist aktuell in über 160 Ländern aktiv.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung der Yieldkit GmbH wird wesentlich von der weiteren Entwicklung des Online-Handels abhängen. In der Vergangenheit war der Online-Handel sowohl in Deutschland als auch weltweit von einem stetigen Wachstum geprägt. In Deutschland lag der Umsatz 2020 gemäß Statista bei € 83,3 Milliarden - das entspricht einem Anstieg von annähernd 15% im Vergleich zum Vorjahr (€ 72,6 Milliarden). Ein noch höherer Umsatz wird - trotz Rekordjahr 2020 - für 2021 prognostiziert, nämlich € 91,4 Milliarden. In 2025, so schätzt Statista, wird hierzulande ein Marktvolumen in Höhe von € 115 Milliarden erreicht. Trotz eines herausfordernden Jahres 2020 für den Einzelhandel schätzt eMarketer, dass der weltweite E-Commerce-Umsatz im selben Jahr um 27,6% auf insgesamt € 3,5 Billionen gestiegen ist. Für 2021 werden Umsätze von etwa € 4,0 Billionen erwartet. Speziell im Affiliate Marketing werden die jährlichen Ausgaben aktuell auf ca. € 10,0 Milliarden geschätzt (Saas Scout). Laut einer Gartner-Umfrage rechnen 65% der B2C-Marketing-Manager weltweit damit, die Ausgaben für Affiliate- oder Partner-Marketing 2021 zu erhöhen.

Bis August 2021 stellte sich die Situation wie folgt dar: Der Bundesverband E-Commerce teilte zum ersten Halbjahr mit, dass sich der Umsatz des Onlinehandels um 23% gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht hat. Auch europaweit ist der Onlinehandel 2021 gewachsen. Die Voraussetzungen der Affiliate Marketing Branche ist damit beständig wachsend und die Prognosen für das Jahr können erreicht werden.

Der Erfolg der Affiliate-Marketing Branche ist sowohl von der Umsatz- als auch der Margenentwicklung abhängig.

2.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse, die fast ausschließlich aus Vermittlungsprovisionen resultieren, sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 21.639 auf T€ 32.357 (+49,5%) gestiegen. Da die Yieldkit GmbH ihre Leistungen an die Advertiser im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erbringt, werden die Umsatzerlöse brutto, also nicht um die an Affiliates geleisteten Provisionen gekürzt, ausgewiesen.

Der Anstieg der Umsatzerlöse ist sowohl auf Umsatzsteigerungen mit Bestandskunden als auch auf zusätzliche Umsätze mit Neukunden zurückzuführen. Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 12.281 (38,0%) auf Kunden im EU-Ausland, T€ 10.467 (32,3%) auf Kunden im Drittland und T€ 9.609 (29,7%) auf Kunden im Inland. Auf den Bereich Vermittlung von Umsätzen im Internet (cpa) entfielen 77,9% der Umsätze, auf den Bereich Pay-per-Click 21,3% der Umsätze und auf den Bereich Yieldkit Mobile entfiel 0,8% der Umsätze.

Der Materialaufwand umfasst ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen und resultiert überwiegend aus Provisionszahlungen an Affiliates. Korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse hat sich auch der Materialaufwand von T€ 15.948 im Vorjahr um T€ 6.330 (+39,7%) auf T€ 22.278 erhöht. Der Rohertrag als Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand hat sich von T€ 5.691 im Vorjahr auf T€ 10.079 (+77,1%) erhöht.

Da die Umsatzerlöse im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr stärker gestiegen sind als die Materialaufwendungen, hat sich die Rohmarge von 26,3% im Vorjahr auf 31,2% im Jahr 2020 verbessert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass es gelungen ist, Provisionszahlungen an Affiliates relativ zu reduzieren.

Im Zusammenhang mit dem Unternehmenswachstum sind auch die Personalaufwendungen von T€ 1.434 im Vorjahr auf T€ 4.034 (+ > 100%) gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind im Wesentlichen die Zuführungen zu den Rückstellungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Falle des Verkaufs wesentlicher Gesellschafteranteile der Gesellschaft und für Boni sowie auf die gestiegene Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Aufgrund der geringen Anlagenintensität der Yieldkit GmbH spielen Abschreibungen im Rahmen der Ertragslage nur eine untergeordnete Rolle. Die Abschreibungen haben sich von T€ 32 im Vorjahr auf T€ 78 leicht erhöht. Der Anstieg der Abschreibungen ist auf die planmäßige Abschreibung auf Anlagenzugänge des Jahres 2020 in den Bereichen selbst geschaffene immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von T€ 1.008 im Vorjahr auf T€ 1.940 erhöht (+92,4%). Wesentlich angestiegen sind gegenüber dem Vorjahr Rechts- und Beratungskosten (+T€ 278), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (+T€ 116), Fremdleistungen (+T€ 112), Wertberichtigungen auf Forderungen (+T€ 108), Web-Service-Kosten (+T€ 103) und EDV-Kosten (+T€ 87). Gegenläufig haben sich die Werbe- und Reisekosten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gegenüber dem Vorjahr reduziert (-T€ 78).

Das Ergebnis vor Steuern hat sich von T€ 3.525 im Vorjahr auf T€ 4.544 (+28,9%) erhöht.

2.3 Vermögens- und Finanzlage

Am Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von T€ 5.246 (Vorjahr T€ 3.846). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die direkten Kosten (Provisionszahlungen an Publisher) sind erst fällig, nachdem die Zahlungseingänge der Kunden erfolgt sind. Dies ermöglicht ein stabiles Cash-Management.

Im Jahr 2021 hat die Muttergesellschaft der Yieldkit GmbH ein Bankdarlehen in Höhe eines mittleren zweistelligen €-Millionenbetrags zum Ankauf der Anteile der Yieldkit GmbH aufgenommen. Diesem Vertrag ist die Yieldkit GmbH als Haftungsschuldner beigetreten.

Das Vermögen der Gesellschaft ist überwiegend kurzfristig gebunden. Die Eigenkapitalquote hat sich im Zusammenhang mit im Geschäftsjahr erfolgten Gewinnausschüttungen von 40,0% im Vorjahr auf 10,1% reduziert. Zum 31. Dezember 2019 hat die Gesellschaft einen Bilanzgewinn in Höhe von € 4.018.067,73 ausgewiesen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. September 2020 wurde der Jahresabschluss 2019 festgestellt und beschlossen, € 3.800.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten. Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 2. Januar 2020 und 21. Dezember 2020 wurde beschlossen, eine Vorabausschüttung in Höhe von insgesamt € 3.200.000,00 auf das Ergebnis 2020 vorzunehmen. Da diese Vorabausschüttung das handelsrechtliche Ergebnis 2020 unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre (€ 379.413,63) überstieg, wurde eine Forderung gegen die Gesellschafter in Höhe von € 300.000,00 bilanziert. Das langfristig gebundene Vermögen ist wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Die Kundenforderungen haben sich im Wesentlichen als Folge des Umsatzwachstums von T€ 4.630 im Vorjahr auf T€ 5.607 im Berichtsjahr erhöht. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 2.006 im Vorjahr auf T€ 312 ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen Gesellschafter aus Darlehenstilgungen auf T€ 300 (Vorjahr T€ 1.917) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr 2020 vollständig getilgt (Vorjahr T€ 301). Wachstumsbedingt sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 6.183 (Vorjahr T€ 5.192) gestiegen.

Wie im Vorjahr nahm die Gesellschaft das Wahlrecht in Anspruch, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu aktivieren. Die Aktivierung betrifft Programmierarbeiten verschiedener neu erstellter Module bzw. deren Fortentwicklung, die Effizienzsteigerungen in den internen Prozessen und für Publisher im Nutzer-Handling ermöglichen. Aktiviert wurden die Programmierstunden von vier Mitarbeitern im Bereich IT. Investitionen in Hardware oder dazugehöriger Software gab es nicht. Patente oder Schutzrechte wurden nicht angemeldet. Die aktivierten Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 401 (Vorjahr T€ 211). Dies entspricht 1,24% des erzielten Jahresumsatzes (Vorjahr 0,98%).

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den in Punkt 2.2. benannten Umsatzerlösen stellt die Umsatzrentabilität einen Leistungsindikator dar. Dieser reduzierte sich im Berichtsjahr geringfügig auf 9,5% gegenüber 10,7% im Vorjahr. Grund hierfür ist unter anderem der deutliche Anstieg des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf T€ 5.366 (Vorjahr: T€ 4.058). Wir haben den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2019 von T€ 4.011 laut Lagebericht 2019 auf T€ 4.058 korrigiert. Die Cashflow-Rendite verringerte sich dementsprechend von 18,8% im Vorjahr auf 16,6% im Berichtsjahr.

3 Chancen- und Risikobericht

Die COVID-19-Pandemie stellt nach unserer Einschätzung derzeit für die Yieldkit GmbH eher eine Chance dar. Durch die behördliche Schließung wesentlicher Teile des stationären Einzelhandels in zahlreichen Ländern konnten viele Online-Händler ihre Umsätze 2020 kurzfristig steigern. Auch nach der Wiedereröffnung des stationären Einzelhandels haben zahlreiche Verbraucher aus Angst vor Ansteckung den stationären Einzelhandel weiterhin gemieden. Der Online-Handel und damit auch der Bereich des Affiliate Marketings konnten hiervon profitieren. Auch wenn davon auszugehen ist, dass in einigen Branchen mit zunehmender Eindämmung der COVID-19-Pandemie wieder eine gewisse Normalisierung eintreten wird, erwarten wir im Gesamtmarkt des Online-Handels keinen signifikanten Umsatzrückgang. Der Wiederanlauf des Reisegeschäfts eröffnet der Yieldkit GmbH darüber hinaus zusätzliche Umsatzchancen in diesem Marktsegment.

Durch den technischen Fortschritt ist die Branche des Affiliate Marketings einem ständigen und sehr schnellen Wandel unterworfen. Zur Fortentwicklung ihres Geschäftsmodells sowie zur Realisierung ihrer Wachstumsziele wird die Yieldkit GmbH künftig zusätzliche Fachkräfte benötigen. Aufgrund des Fachkräftemangels am Sitz der Gesellschaft in Hamburg könnte das Risiko bestehen, dass künftig nicht ausreichend Fachkräfte rekrutiert werden können. Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Tirana (Albanien), die inzwischen fünf Softwareentwickler beschäftigt, konnte das Fachkräfterisiko nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Weiterhin investiert die Yieldkit GmbH nachhaltig in den Personalbereich, um neue Mitarbeiter hinzuzugewinnen und bestehende zu halten. Die im Rahmen der COVID-19-Pandemie gewonnenen Erfahrungen mit remote work lassen erkennen, dass die Yieldkit GmbH bei der Rekrutierung neuer Fachkräfte nicht auf den Standort Hamburg beschränkt agieren muss.

Die geplante Einführung einer E-Privacy-Verordnung, durch die sich umfangreiche Änderungen hinsichtlich des rechtlichen Rahmens bei der Verwendung von Cookies sowie die möglichen Änderungen durch ein neues Release des Google Chrome Browsers ergeben könnten, stellen nach unserer Einschätzung für die Yieldkit GmbH kein Umsatzrisiko dar, da die überwiegende Mehrheit unserer Kunden auf cookieless tracking Lösungen umgestiegen ist.

Weiterhin ergeben sich steuerliche Risiken. Im Falle eines Verkaufs der Gesellschaft werden diese jedoch an die Altgesellschafter weiterbelastet.

Zum 31. Dezember 2020 wurde eine Rückstellung für Zahlungen an die Mitarbeiter aus dem virtuellen Beteiligungsprogramm gebildet. Diese beinhaltet nur die Mitarbeiter, die zum Bilanzstichtag Ihren Anspruch bei der Gesellschaft angemeldet haben. Es besteht das Risiko, dass künftig ehemalige Mitarbeiter noch Ihre Ansprüche gegen die Gesellschaft stellen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsführung zum Bilanzstichtag jedoch als gering eingeschätzt.

Unser Risikomanagement hat zum Ziel, die mit unserem Geschäft verbundenen Risiken mithilfe eines auf unsere Aktivitäten abgestimmten Controllingsystems zu steuern und zu überwachen. Dazu gehört die Beobachtung des Traffics und Erfolgs der Kampagnen für Advertiser und Publisher, die finanztechnischen Prüfungssysteme, die Pflege der Datenbanksysteme und die Gewährleistung des Prozessflusses, das Cash-Management sowie der Abrechnungsprozess mit den Publishern.

Aufgrund der positiven Entwicklung des Online-Handels in der Vergangenheit erwartet die Geschäftsführung, dass Advertiser ihre Budgets für Online-Marketingkampagnen künftig weiter erhöhen werden. Für die Yieldkit GmbH würde sich dadurch die Chance eröffnen, die Umsätze mit Bestandskunden zu steigern und darüber hinaus zusätzliche Kunden zu gewinnen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, hat die Yieldkit GmbH ein neues Sales Team aufgebaut und Tobias Conrad als CCO und Nils Grabbert als CTO gewinnen können, um von dem vorhandenen Marktwachstum überproportional profitieren zu können.

Wesentliche Geschäftschancen ergeben sich für die Yieldkit GmbH nach unserer Einschätzung insbesondere auch aus der fortschreitenden Digitalisierung und weltweiten Vernetzung. Die Geschäftsführung erwartet, dass die Anzahl der Internetnutzer steigen und die Bedeutung des Online-Handels weiter zunehmen wird. Hierdurch ergeben sich für die Yieldkit GmbH weitere Wachstums- und Ertragschancen.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung bildet insbesondere die Innovationskraft der Yieldkit GmbH die Grundlage dafür, dass die Gesellschaft auch zukünftig wirtschaftlich erfolgreich am Markt agieren kann. Insbesondere die von der Gesellschaft selbst entwickelten Programm-Module, wie z.B. YieldConnect, Yieldshare und YieldLink bieten den Kunden einen Zusatznutzen und uns einen Wettbewerbsvorteil. Für die Zukunft ist die Entwicklung weiterer Programm-Module geplant.

Ende Dezember 2020 haben sich die Gesellschafter der Yieldkit GmbH vertraglich verpflichtet, ihre Geschäftsanteile anteilig an einen neu hinzutretenden Gesellschafter abzutreten (sog. "Signing"). Die dingliche Anteilsübertragung erfolgte im Februar 2021 (sog. "Closing"). Mit dieser Geschäftsanteilsübertragung ist die Yieldkit GmbH Teil des Konzerns eines Private-Equity-Investors geworden. Diese gesellschaftsrechtliche Veränderung wird die strategische Ausrichtung der Yieldkit GmbH künftig nachhaltig prägen und beeinflussen.

Insgesamt ist festzuhalten, dass existenzgefährdende Risiken sowie Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht erkennbar sind.

4 Prognosebericht

Die folgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen Einschätzungen der Geschäftsführung dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden.

Nachdem im Geschäftsjahr 2020 entsprechend den Planungen der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden konnten, erwartet die Geschäftsführung auch für das Wirtschaftsjahr 2021 weiterhin einen deutlich steigenden Umsatz und gleichsam wachsenden Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund des hohen Umsatzwachstums bei stabiler Marge ist eine weitere Zunahme der Umsatzrentabilität zu erwarten. Der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wird positiv sein, zur Cashflow-Rendite kann jedoch zum heutigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.

Grundlage dieser Erwartung bildet die Annahme, dass der Online-Handel und damit verbunden auch der Markt für Dienstleistungen im Bereich des Online-Marketings künftig weiter deutlich wachsen werden. Für das Jahr 2021 erwartet die Geschäftsführung trotz negativer Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Weltwirtschaft ein kontinuierliches Wachstum der Yieldkit GmbH, wenn auch größere Unsicherheiten als in Vorjahren bestehen.

Weiterhin sind künftig durch geplante Zukäufe von Wettbewerbsunternehmen im Konzernverbund zusätzliche Synergieeffekte zu erwarten, die sich positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Yieldkit GmbH auswirken werden.

Auf Grundlage unserer aktuellen Planungen erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2021 daher weiter deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen gegenüber den Vorjahren.

 

Hamburg, 31. August 2021

Oliver Krohne

Daniel Neuhaus

Tobias Walter

Fritz Wilhelm Conrad

Nils Grabbert

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 560.268,20 211.336,83
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.300,00 42.067,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.307.168,55
612.570,20 1.560.573,98
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.607.203,21 4.629.869,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.925,05 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 311.626,89 2.005.543,77
(davon gegen Gesellschafter € 300.000,00; Vorjahr € 1.916.683,86)
(davon gegen verbundene Unternehmen € 300.000,00; Vorjahr € 1.916.683,86)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 1.916.683,86)
5.926.755,15 6.635.413,09
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.246.158,01 3.845.790,36
11.172.913,16 10.481.203,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.311,04 15.292,58
11.826.794,40 12.057.070,01

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
- Erworbene eigene Anteile -1.905,00 -1.905,00
II. Kapitalrücklage 739.871,17 739.871,17
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 36.000,00 36.000,00
IV. Bilanzgewinn 397.381,94 4.018.067,73
1.196.348,11 4.817.033,90
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.108.021,65 1.419.776,91
2. Sonstige Rückstellungen 2.796.075,12 120.460,00
3.904.096,77 1.540.236,91
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 300.852,60
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 300.852,60)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.182.619,02 5.192.438,23
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 6.182.619,02; Vorjahr € 5.192.438,23)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1,00; Vorjahr € 0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 362.874,93 136.175,47
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 4.373,46; Vorjahr € 1.724,26)
(davon aus Steuern € 324.526,61; Vorjahr € 16.216,40)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 362.874,93; Vorjahr € 136.175,47)
6.545.494,95 5.629.466,30
D. Passive latente Steuern 180.854,57 70.332,90
11.826.794,40 12.057.070,01

Gewinn- und Verlustrechnung

2020
2019
1. Umsatzerlöse 32.356.627,81 21.638.806,28
2. andere aktivierte Eigenleistungen 400.665,60 211.336,83
3. sonstige betriebliche Erträge 98.785,81 82.604,88
(davon aus Währungsumrechnung € 60.824,39; Vorjahr € 64.925,16)
32.856.079,22 21.932.747,99
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.277.534,86 15.947.593,65
22.277.534,86 15.947.593,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.747.058,43 1.248.408,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 287.371,19 186.012,23
(davon für Altersversorgung € 630,95; Vorjahr € 502,55)
4.034.429,62 1.434.421,11
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 78.453,25 32.426,08
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.939.885,81 1.008.289,97
(davon aus Währungsumrechnung € 211.797,14; Vorjahr € 95.946,35)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.780,37 18.105,01
(davon von verbundenen Unternehmen € 23.748,78; Vorjahr € 18.105,01)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.433,37 3.072,05
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.464.808,47 1.206.359,78
11. Ergebnis nach Steuern 3.079.314,21 2.318.690,36
12. Jahresüberschuss 3.079.314,21 2.318.690,36
13. Gewinnvortrag 4.018.067,73 1.699.377,37
14. Ausschüttungen 6.700.000,00 0,00
15. Bilanzgewinn 397.381,94 4.018.067,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Yieldkit GmbH mit Sitz in Hamburg ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 109104 eingetragen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gemäß § 284 Absatz 2 Nr. 1 HGB werden nachstehend die auf die Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angegeben.

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde wie im Vorjahr von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in die Bilanz aufzunehmen, um der langfristigen Bedeutung der Entwicklungsaktivitäten Rechnung zu tragen und den Einblick in die Vermögens- und Ertragslage zu verbessern. Aktiviert wurden ausschließlich die Arbeitskosten. Auf die Berechnung von aktivierbaren Gemeinkosten wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet. Neue, entgeltlich erworbene Software gab es in 2020 nicht. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Patente oder Schutzrechte angemeldet.

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzte planmäßige Abschreibungen, die monatsgenau nach der linearen Methode vorgenommen werden, bewertet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nach Fertigstellung über 10 Jahre und Sachanlagen über 3 bis 20 Jahre abgeschrieben. In die Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten in Höhe von bis zu € 800,00 werden den steuerrechtlichen Vorschriften entsprechend im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten abzüglich erforderlicher Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Tageskurs im Zeitpunkt ihres Entstehens erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt, die für Fremdwährungsbestände zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet werden.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Jahr betreffen, und sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Tageskurs im Zeitpunkt ihres Entstehens erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zu Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.

In der Bilanz werden passive latente Steuern abgegrenzt, die aus zeitlich befristeten Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen resultieren. Latente Steuern werden mit dem kombinierten Ertragsteuersatz in Höhe von 32,28% für Körperschaftsteuer inkl. SolZ und Gewerbesteuer bewertet, der zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gilt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagegitter zu entnehmen.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte umfassen Entwicklungskosten für die Softwaremodule YieldRTB, Yieldconnect, Zeus2 sowie für automatisierte Netzwerksintegrationsprozesse in Höhe von € 560.268,20 (Vorjahr € 211.336,83). Insgesamt sind im Jahr 2020 Entwicklungskosten in Höhe von € 400.665,60 (Vorjahr € 211.336,83) angefallen. Davon entfallen auf selbst geschaffene Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens € 400.665,60 (Vorjahr € 211.336,83). Von den selbst geschaffenen Vermögensgegenständen des immateriellen Anlagevermögens waren am Bilanzstichtag € 0 (Vorjahr € 211.336,83) noch nicht fertig gestellt. Die Forschungskosten betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 0).

Unter den Finanzanlagen ausgewiesene Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen 100% Anteile an der "YK Solution" sh.p.k.d, Tirana/Albanien. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt T€ 5 (ALL 645.989). Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 5 (ALL 646.889)

Gegen Gesellschafter bestehen am Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von € 300.000,00 (Vorjahr € 3.223.852,41). Davon werden € 0,00 (Vorjahr € 1.307.168,55) unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen und € 300.000,00 (Vorjahr € 1.916.683,86) unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Abweichend zum Jahresabschluss 2019 wurden die zum 31. Dezember 2019 als Ausleihungen ausgewiesene Darlehensforderungen gegen die Gesellschafter unter Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 gleichzeitig um Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die an die Gesellschafter gewährten Ausleihungen betrafen mehrere Darlehensverträge zu einem Zinssatz in Höhe von 1% p.a. Alle Darlehen wurden im Geschäftsjahr getilgt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von € 0,00 (Vorjahr € 1.916.683,86) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Übrigen haben Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 25.000,00 (Vorjahr: € 25.000,00) ist zum Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Von dem gezeichneten Kapital sind € 1.905,00 (Vorjahr € 1.905,00) erworbene eigene Anteile, die nicht ausgeschüttet werden dürfen. Hintergrund dieser Anteile ist ein virtuelles Beteiligungsprogramm. Im Falle eines Exits sollen die Erlöse, die dann aus dem Verkauf dieser Anteile resultieren, verwendet werden, um zuwendungsberechtigte Personen an dem Verkaufserfolg partizipieren zu lassen. Die Kapitalrücklage in Höhe von € 739.871,17 und die Gewinnrücklage in Höhe von € 36.000,00 haben sich gegenüber den Vorjahren nicht verändert.

Zum 31. Dezember 2019 hat die Gesellschaft einen Bilanzgewinn in Höhe von € 4.018.067,73 ausgewiesen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. September 2020 wurde der Jahresabschluss 2019 festgestellt und beschlossen, € 3.800.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten. Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 2. Januar 2020 und 21. Dezember 2020 wurde beschlossen, eine Vorabausschüttung in Höhe von insgesamt € 3.200.000,00 auf das Ergebnis 2020 vorzunehmen. Da diese Vorabausschüttung das handelsrechtliche Ergebnis 2020 unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre (€ 379.413,63) überstieg, wurde eine Forderung gegen die Gesellschafter in Höhe von € 300.000,00 bilanziert.

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 2.796.075,12 (Vorjahr € 120.460,00) betreffen Bonus- und Abfindungszahlungen in Höhe von € 2.585.413,34 (Vorjahr € 40.900,00), sog. "Publisher"-Boni in Höhe von € 91.461,78 (Vorjahr € 0,00), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von € 75.000,00 (Vorjahr € 28.350,00), Urlaubsrückstellungen in Höhe von € 18.500,00 (Vorjahr € 11.350,00) und andere Rückstellungen in Höhe von € 25.700,00 (Vorjahr € 39.860,00).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

Verbindlichkeitenspiegel 2020 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit von bis zu 1 Jahr
von 1 - 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
gesicherte Beträge
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 300.852,60 300.852,60 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.182.619,02 6.182.619,02 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 5.192.438,23 5.192.438,23 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 362.874,93 362.874,93 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 136.175,47 136.175,47 0,00 0,00 0,00
SUMME 2019 6.545.493,95 6.545.493,95 0,00 0,00 0,00
Summe Vorjahr 5.629.466,30 5.629.466,30 0,00 0,00 0,00

Die Entwicklung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

aktive latente Steuern
passive latente Steuern
Saldo
Stand 1. Januar 2020 0,00 70.332,90 -70.332,90
Veränderung 2020 Selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter 0,00 110.521,67 -110.521,67
Stand 31. Dezember 2020 0,00 180.854,57 -180.854,57

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse aus Provisionen werden erst in dem Zeitpunkt realisiert, in dem der Provisionsanspruch vom Kunden technisch bestätigt wurde.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen in Höhe von € 630,95 (Vorjahr € 502,55) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Geschäftsjahr Aufwendungen aus der Zuführung passiver latenter Steuern in Höhe von € 110.521,67 (Vorjahr € 70.332,90) ausgewiesen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Forderungsverluste in Höhe von € 232.801,88 (Vorjahr € 0,00) ausgewiesen, die wirtschaftlich nicht dem Geschäftsjahr 2020 zuzurechnen sind.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen in Höhe von € 23.748,78 (Vorjahr € 18.105,01) Zinserträge von verbundenen Unternehmen. Wir haben die Gewinn- und Verlustrechnung um den davon-Vermerk für das Geschäftsjahr 2019 ergänzt.

Im Berichtsjahr 2020 wurden Zahlungen gemäß dem Dienstleistungsvertrag an den nicht bei der Gesellschaft angestellten Geschäftsführer in Höhe von netto T€ 360 abweichend zum Geschäftsjahr 2019 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 waren diese Aufwendungen in Höhe von netto T€ 300 im Personalaufwand ausgewiesen.

VI. Sonstige Angaben

Als Geschäftsführer waren bestellt:

Oliver Krohne, Co-CEO, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Hamburg;

Daniel Neuhaus, CEO, Diplom-Kaufmann (FH), Timmendorfer Strand, (ab 21. April 2020);

Tobias Walter Fritz Wilhelm Conrad, CCO, Diplom-Betriebswirt, Barsbüttel, (ab 25. Februar 2021);

Nils Grabbert, CTO, Informatiker, Großhansdorf (ab 1. Mai 2021).

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Die Gesellschaft hat halbjährlich kündbare Mietverträge über Büroflächen und PKW-Stellplätze abgeschlossen, aus denen jährlich finanzielle Verpflichtungen in der Größenordnung von T€ 48 resultieren. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren diese Mietverträge ungekündigt.

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB ist am Bilanzstichtag ein Betrag in Höhe von € 379.413,63 ausschüttungsgesperrt. Dieser resultiert aus den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (€ 560.268,20) abzüglich der dafür erfassten passiven latenten Steuern (€ 180.854,57).

Von den Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB und § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Neben den Geschäftsführern, von welchen einer nicht in der Gesellschaft angestellt ist, waren im Durchschnitt 25 (Vorjahr 24) Angestellte beschäftigt.

VII. Nachtragsberichterstattung

Auch im Jahr 2021 kommt es aufgrund der Corona-Virus-Pandemie weltweit weiterhin zu erheblichen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung. Die wirtschaftliche Entwicklung der Yieldkit GmbH wurde durch die Corona-Virus-Pandemie bisher nicht wesentlich negativ beeinflusst, da der Online-Handel und damit verbunden auch der Markt für Dienstleistungen im Bereich des Online-Marketings durch den in vielen Ländern behördlich angeordneten Shut-Down gestärkt wurde.

Ende Dezember 2020 haben sich die Gesellschafter der Yieldkit GmbH vertraglich verpflichtet, ihre Geschäftsanteile anteilig an einen neu hinzutretenden Gesellschafter abzutreten (sog. "Signing"). Die dingliche Anteilsübertragung erfolgte im Februar 2021 (sog. "Closing"). Mit dieser Anteilsübertragung ist die Yieldkit GmbH Teil eines Konzerns geworden. Im Zuge der Auszahlung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wurden die Erworbenen eigenen Anteile der Gesellschaft im Eigenkapital mit übertragen.

Im Jahr 2021 hat die Muttergesellschaft der Yieldkit GmbH ein Bankdarlehen in Höhe eines mittleren zweistelligen €-Millionenbetrags zum Ankauf der Anteile der Yieldkit GmbH aufgenommen. Diesem Vertrag ist die Yieldkit GmbH als Haftungsschuldner beigetreten.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Januar 2021 wurde beschlossen, eine weitere Vorabausschüttung in Höhe von € 900.000,00 auf das Jahresergebnis 2020 vorzunehmen.

Bis zum Aufstellungszeitpunkt wurden zwei neue Geschäftsführer angestellt (s. Abschnitt VI.).

VIII. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2020 in Höhe von € 397.381,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Januar 2021 wurde beschlossen eine weitere Vorabausschüttung in Höhe von € 900.000,00 auf das Jahresergebnis 2020 vorzunehmen. Ein eventueller Überhang wird als Forderung gegen die Gesellschafter im Jahresabschluss 2021 erfasst.

 

Hamburg, 31. August 2021

Oliver Krohne

Daniel Neuhaus

Tobias Walter

Fritz Wilhelm Conrad

Nils Grabbert

Entwicklung des Anlagevermögens in 2020

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 211.336,83 400.665,60 0,00 612.002,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.174,79 0,00 0,00 1.174,79
212.511,62 400.665,60 0,00 613.177,22
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.009,68 36.951,42 0,00 149.961,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00 0,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.307.168,55 0,00 1.307.168,55 0,00
1.307.168,55 1,00 1.307.168,55 1,00
1.632.689,85 437.618,02 1.307.168,55 763.139,32
Abschreibungen
Abschreibungen Stand 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abschreibungen Stand 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 51.734,23 51.734,23
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.173,79 0,00 1.173,79
1.173,79 51.734,23 52.908,02
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.942,08 26.719,02 97.661,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
72.115,87 78.453,25 150.569,12
Buchwert 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 560.268,20 211.336,83
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
560.269,20 211.337,83
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.300,00 42.067,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.307.168,55
1,00 1.307.168,55
612.570,20 1.560.573,98

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die YieldKit GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der YieldKit GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der YieldKit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. September 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Elin Lüdemann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 26.10.2021 festgestellt.

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