Vibalogics Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maria Luisa Amoedo Otero seit 28.2.2025 | Geschäftsführer |
Cathleen Lange seit 28.2.2025 | Prokura |
Olaf Stuhldreier seit 18.11.2022 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vibalogics GmbHCuxhavenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023(Kurzfassung gemäß § 276 HGB)
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben Die Vibalogics GmbH (im Folgenden "Vibalogics" oder "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Cuxhaven. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Tostedt unter HRB 110581 eingetragen. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB umschriebenen Größenklassen ist die Vibalogics GmbH eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288 und 327 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 und 2a HGB angesetzt und über zehn Jahre progressiv abgeschrieben. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden bis zu einer Höhe von EUR 800,00 voll abgeschrieben. Die Abschreibung des unbeweglichen Anlagevermögens erfolgt linear. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis acht Jahre. Bei beweglichen Anlagegegenständen erfolgten die Abschreibungen linear. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen fünf und 15 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 14 Jahren. Die geleisteten Anzahlungen im Anlagevermögen sind mit dem Nominalwert ohne Umsatzsteuer bilanziert. Bei den Vorräten sind die Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. sonstiger Wertminderungen angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden mit ihren Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB angesetzt. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquiden Mittel sind zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage wurden mit dem Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie werden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Netto-Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gem. § 274 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 HGB gebildet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 30,5 %. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung C.1 Anlagenspiegel Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel auf Seite 5 zu entnehmen. C.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen hauptsächlich abgeschlossene Aufträge sowie erbrachte Dienstleistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. C.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkostenverpflichtungen (Urlaub sowie Prämien). C.4 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.685 (Vorjahr: TEUR 1.633) betreffen ausschließlich Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten. Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht, sie sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR.17.588 (Vorjahr: TEUR 17.201) sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht (Vorjahr TEUR 0). C.5 Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kosten für Personalgewinnung und für Vergütung von nicht bei der Gesellschaft angestellten Arbeitnehmern in Höhe von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 600) ausgewiesen. C.5 Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 245). Der Betrag beruht ausschließlich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und ist um die auf sie bezogenen passiven latenten Steuern gekürzt. D. Sonstige Angaben D.1 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. D.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen in Höhe von TEUR 1.790. Davon sind TEUR 1.135 innerhalb von einem Jahr fällig. Daneben bestehen noch Verpflichtungen aus noch zu erfolgenden Lieferungen in Höhe von TEUR 166. D.3 Geschäftsführung Geschäftsführer ist bzw. war im Geschäftsjahr:
Sie übt ihre Geschäftsführertätigkeit im operativen Geschäftsbereich hauptberuflich aus. Von der Schutzklausel im Sinne des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht und auf eine Angabe zum Geschäftsführergehalt verzichtet. D.4 Mitarbeiterzahl Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr im Durchschnitt 167 (i.V. 126 Arbeitnehmer, davon 166 in Voll- und 1 in Teilzeit. D.5 Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Muttergesellschaft der Vibalogics ist die Vibalogics Holding GmbH, Frankfurt am Main. Sie ist gem. § 293 Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 für den größten Konzernkreis wird von der Roar HoldCo AB, Stockholm/Schweden, nach IFRS-Vorschriften aufgestellt und in den Bolagsverket (Swedish Companies Register) veröffentlicht. E. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Berichtszeitraums sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage der Gesellschaft haben. F. Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz Aus der zukünftigen Anwendung des Mindeststeuergesetzes (MinStG) sind für die Gesellschaft keine Auswirkungen zu erwarten.
Cuxhaven, 24. Juni 2024 gez. Agniezka Stepien Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Die im Berichtsjahr erworbenen und voll abgeschriebenen geringwertigen Wirtschaftsgüter sind bei den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen Zugänge in Höhe von EUR 29.106,48 enthalten. LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023A. Grundlagen des Unternehmens A.1. Geschäftsmodell und organisatorische Struktur Die Vibalogics GmbH mit Sitz im Cuxhaven (kurz "Vibalogics" oder "Gesellschaft") ist ein weltweit anerkannter Partner für die biotechnologische Entwicklung neuester Virotherapien und vektorbasierter Impfstoffe. Die Vibalogics entwickelt Herstellverfahren und produziert klinisches Prüfmaterial wie onkolytische Viren zur nachhaltigen Bekämpfung von Krebs, Genfähren zur Behandlung genetisch bedingter Erkrankungen und innovative virale Vektorimpfstoffe zum Schutz vor fatal verlaufenden Infektionskrankheiten. Als Auftragshersteller (CDMO, Contract Development and Manufacturing Organization) mit Projektgeschäft ist die Gesellschaft nach den Prinzipien der Good Manufacturing Practice (GMP) aufgestellt. Sie bedient Kunden in Europa, Nordamerika und Asien und unterstützt dadurch die Entwicklung hochinnovativer Medikamente. Die Vibalogics war zum 31. Dezember 2023 eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Vibalogics Holding GmbH, Frankfurt am Main. An der Muttergesellschaft war die Recipharm Verwaltungs GmbH mit Sitz in Wasserburg a. Inn, zu 100,0 % beteiligt. Die Gesellschaft ist Teil der Recipharm-Gruppe mit der Muttergesellschaft Recipharm AB mit Sitz in Stockholm. Recipharm ist eine führende Auftragsentwicklungs- und -herstellungsorganisation (CDMO) in der pharmazeutischen und biopharmazeutischen Industrie und beschäftigt fast 9.000 Mitarbeiter. Die Gruppe bietet die Herstellung von Arzneimitteln in verschiedenen Darreichungsformen, die Produktion von klinischem Versuchsmaterial und APIs (Active Pharmaceutical Ingredient, aktiver pharmazeutischer Wirkstoff), die pharmazeutische und biologische Produktentwicklung. A.2. Produkte und Dienstleistungen Die Produktionsstätte der Vibalogics unterliegt strengen Regulatorien durch die deutschen Aufsichtsbehörden. Die Gesellschaft ist autorisiert für die GMP-Herstellung von biologischen Produkten für klinische Studien, einschließlich Biologika, steriler und nicht steriler Produkte, Flüssigkeiten und Lyophilisate für die Anwendung am Menschen. Das bedeutet, dass die Vibalogics Gentherapeutika, Lebendimpfstoffe, inaktivierte Impfstoffe, rekombinante Produkte und Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs) unter Einhaltung der GMP-Anforderungen herstellen kann. Das Produktportfolio besteht überwiegend aus der Herstellung von onkolytischen Viren, aber auch viralen Vektoren und Impfstoffen. Die Gesellschaft verfügt im Bereich der klinischen Arzneimittelentwicklung über ein Portfolio, das Produkte und Dienstleistungen von der Machbarkeitsprüfung bis hin zur Produktfreigabe beinhaltet. Den Kunden wird sowohl die Herstellung von Wirkstoffen als auch von Arzneimitteln angeboten, um sie bei ihrem Supply Chain Management zu unterstützen. A.3. Ziele und Strategien Die Vibalogics befindet sich auf Wachstumskurs auf einem attraktiven Markt. Neben dem rein organischen Wachstum wurde das Unternehmen in den letzten 5 Jahren zweimal von einem finanzstarken neuen Eigentümer übernommen. Ein besonderer Fokus 2023 bestand deshalb in der Integration in den Recipharm Konzern, der das Unternehmen im Frühjahr 2022 übernommen hat. Während es sich in Cuxhaven um eine Frühphasen-Produktionsanlage handelt, werden am Standort Watertown /Boston im Staat Massachusetts/USA Kapazitäten sowohl für Frühphasen- als auch für kommerzielle Routineproduktion für die Marktversorgung aufgebaut. Da das Unternehmen nicht mehr allein agiert, fließen hier auch die Kapazitäten weiterer Recipharmunternehmen mit ein. Die so neu geschaffene Business Unit verfügt gemeinsam über eine langjährige Erfahrung und Expertise in der Impfstoffforschung und -produktion und bietet ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen von der präklinischen Phase bis zur Markteinführung. Die Gruppe verfolgt eine Strategie der kontinuierlichen Innovation, Qualitätssicherung und Kundenorientierung. Der Konzern investiert regelmäßig in die Erweiterung und Modernisierung seiner Produktionsanlagen, die Anwendung neuer Technologien wie mRNA oder Vektorimpfstoffe und die Schulung der Mitarbeiter. Die Gruppe strebt an, ein führender Partner für Impfstoffentwicklung und -herstellung zu sein und ihre Marktanteile in Europa und weltweit auszubauen. A.4. Steuerungssystem Zur Erreichung der zuvor genannten Ziele sowie zur kontinuierlichen Überwachung des Geschäftsverlaufs erfolgt eine regelmäßige Auswertung unterschiedlicher Kennzahlen und Steuerungsgrößen wie z.B. Umsatz, Personalkosten, EBITDA und Cash-Flow. Darüber hinaus erfolgt auf globaler Unternehmensebene monatlich eine strenge Budgetkontrolle im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit strikten Verpflichtungen für die Zielerreichung von Standortverantwortlichen und Vertriebsmitarbeitern. B. Wirtschaftsbericht B.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende des Jahres 2023 weiter eingetrübt, die Risiken haben zugenommen. Die Auswirkungen des andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dämpft weiterhin das Wachstum. Die globale Inflation hielt sich mit 6,8 % immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Der Rückgang des Wachstums in China - bedingt durch die dortige Immobilienkrise - bremst die Entwicklung zusätzlich. Europa ist besonders von höheren Energiepreisen betroffen (IWF, World Economic Outlook, Update Oktober 2023 und Januar 2024). Das globale Wachstum war mit 3,2 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (3,5%). Das Bruttoinlandsprodukt in den USA stieg von 1,9 % im Jahr 2022 auf 2,5 % im Jahr 2023, während die Wirtschaftsleistung sich in der Eurozone von 3,5 % im Jahr 2022 auf 0,4 % und im Vereinigten Königreich von 4,3 % im Vorjahr auf 0,1 % deutlich verlangsamte. Das reale Wachstum des globalen BIP wird bis 2025 voraussichtlich bei etwa drei Prozent bleiben. Während der Anstieg in der Eurozone im Jahr 2023 voraussichtlich nur 0,8 % betragen wird, wird er in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern auf über fünf Prozent geschätzt (IWF, World Economic Outlook, Update April 2024). Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % abgenommen. Das geht aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 hervor, der dem Bundestag als Unterrichtung (20/10415) vorliegt. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 Prozent erwartet (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung, Drucksache 20/10415 vom 21.02.2024). B.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen in der Biotechnologie In den vergangenen Jahren hatte der Biotech-Sektor mit Herausforderungen zu kämpfen. Auf den anfänglichen Anstieg der Investitionen und des Interesses aufgrund der COVID-19- Impfstoffentwicklung zu Beginn der Corona-Pandemie folgte in 2022 und 2023 eine Normalisierungsphase, als die Nachfrage nach diesen Behandlungen deutlich nachließ. Im Jahr 2022 hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters die amerikanische Arzneimittelbehörde (U. S. Food and Drug Administration, FDA) 37 innovative Therapien und Medikamente zugelassen. Im Jahr 2023 erhöhte sich Anzahl der FDA-Zulassungen um fast 50 % auf 55. Dieser Anstieg kann zu verstärkten Investitionen in Biotech-Unternehmen führen (vgl. https://www.reuters.com/business/healthcarepharmaceuticals/us-fda-approvals-bounce-back-2023-sparking-hopes-biotech-recovery-2024-01- 02/). Der S&P Biotech ETF (XBI), ein wichtiger Leistungsindikator, verzeichnete 2023 einen Anstieg von 7,6 %, was nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr auf eine Erholung des Biotech-Marktes im Jahr 2024 schließen lässt (vgl. https://www.labiotech.eu/trends-news/biotech-recovery-2024/). Aufbauend auf den im Jahr 2023 festgestellten Trends wird erwartet, dass sich in der Branche eine gesteigerte Fusions- und Übernahmeaktivität entwickeln wird. Der Markt für die Entwicklung und Herstellung viraler Vektoren und onkolytische Viren bleibt weiter attraktiv. Der globale Markt für virale Vektorentwicklung sollte bis zum Ende des Jahres 2023 einen Wert von 730,7 Mio. US$ erreicht haben und mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 18,7 % weiterwachsen. Laut der jüngsten Studie von Future Market Insights sind Adeno-assoziierte virale Vektoren (AAV) mit einem erwarteten Anteil von etwa 37,0 % im Jahr 2023 auf dem Weltmarkt führend (vgl. https://www.futuremarketinsights.com/reports/viral-vector-development-market#:~:text=The%20global%20viral%20vector%20development,Billion%20by%20the%20year%202033.). Vibalogics adressiert mit ihren Dienstleistungen die CDMO-Märkte für Onkolytische Viren, virale Vektoren für die Gentherapie und virale Vektorimpfstoffe. B.3. Gesamtaussage des Geschäftsverlaufs Die Gesellschaft entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin positiv. Mit einem Gesamtumsatz von EUR 31,4 Mio. wurde ein neuer Höchststand in der Geschichte der Vibalogics GmbH erreicht - eine Steigerung von 18 % im Vergleich zum Vorjahr. Die im Vorjahr gesetzten Umsatzziele konnten erreicht werden. Die hohe Inflation sowie steigende Personal- und Wartungs- und Verwaltungskosten führten jedoch dazu, dass die erwartete EBIT-Marge verfehlt wurde. B.3.1. Ertragslage Die Gesellschaft konnte in 2023 einen Neukunden gewinnen und erhielt mehrere Neuprojekte von Bestandskunden, sodass hieraus im Geschäftsjahr ein Anstieg der Umsatzerlöse von EUR 4,8 Mio. resultierte (Vorjahr: EUR 26,6 Mio.). Die Materialaufwandsquote (gemessen an der Gesamtleistung) verringerte sich auf 37,1 % (Vorjahr: 38,7 %). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Quote für bezogene Leistungen von 17,7 % auf 13,3 % aufgrund eines geringeren Bedarfs an externen Untersuchungen, die zu etwa 80 % an den Kunden weitergegeben werden. Die Materialaufwandsquote für Rohstoffe und Materialien blieb in 2023 mit 23,9 % leicht erhöht (Vorjahr: 21,1 %). Der Personalaufwand stieg um EUR 2,5 Mio. auf EUR 11,2 Mio. (Vorjahr: EUR 8,6 Mio.) aufgrund eines generell steigenden Gehaltsniveaus in der Biotechnologiebranche als Folge der hohen Fachkräftenachfrage. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich auf EUR 8,2 Mio. (Vorjahr: EUR 7,1 Mio.) im Wesentlichen bedingt durch einen deutlich höheren Aufwand für Konzernumlagen und Personalgewinnung sowie gestiegene Wartungskosten im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibungen beliefen sich auf EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,87 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen eines im Oktober 2022 erworbenen Gebäudes. Außerdem stiegen die Zinsaufwendungen um EUR 0,5 Mio. hauptsächlich aufgrund der Aufnahme von Darlehen innerhalb der Recipharm-Gruppe. Zusammenfassend führte diese Entwicklung zu einem negativen Betriebsergebnisses von EUR - 1,5 Mio. gegenüber der Vergleichsperiode (Vorjahr: EUR +1,1 Mio.). Der Jahresüberschuss verringerte sich entsprechend deutlich von EUR 0,6 Mio. auf EUR -2,1 Mio. B.3.2. Kapitalstruktur und Finanzierung Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 12,5 Mio.). Der Rückgang ist in erste Linie ergebnisbedingt (EUR -2,1 Mio.). Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 35,1 % (Vorjahr: 39,7 %). Bei den Rückstellungen war zum 31. Dezember 2023 insgesamt ein Rückgang von insgesamt EUR 0,2 Mio. zu verzeichnen. Der Rückgang der Steuerrückstellungen war hauptsächlich auf den Verbrauch der Rückstellungen für Körperschafts- und Gewerbesteuern des Vorjahres zurückzuführen. Demgegenüber steht eine Erhöhung der sonstigen Rückstellungen für Personalkosten und ausstehende Rechnungen. Die Abnahme der erhaltenen Anzahlungen um EUR 4,0 Mio. um rd. 47 % resultierte aus den gesunkenen abgegrenzten Kundenzahlungen für noch nicht zum Stichtag fertiggestellte Projekte. Die übrigen Verbindlichkeiten nahmen insgesamt um EUR 4,4 Mio. zu. Einer stichtagsbedingten Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) steht eine Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 4,8 Mio. aufgrund eines Darlehens. Das Working Capital (kurzfristiges Umlaufvermögen abzgl. kurzfristige Schulden ohne Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber Verbundunternehmen) beträgt EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.). Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil und hat sich mit der Aufnahme in die Recipharm-Gruppe verbessert. Die Vibalogics konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen. B.3.3. Vermögens- und Liquiditätslage Das Anlagevermögen einschließlich der Anlagen im Bau liegt mit EUR 17,3 Mio. in etwa auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 17,6 Mio.). Nach Jahren erhöhter Neuinvestitionen lag im Geschäftsjahr 2023 der Fokus verstärkt auf Erhaltungsinvestitionen und Reparaturen. In 2023 wurden einige große Projekte abgeschlossen, sodass die unfertigen Leistungen um EUR 1,4 Mio. gesunken sind. Da die Auftragslage im Vergleich zu den starken Vorjahren sich abgeschwächt hat, reduzierte sich der Bestand an Hilfs- und Betriebsstoffe um EUR 1,9 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um EUR 2,0 Mio. auf EUR 7,4 Mio. erhöht. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Die Bankguthaben sanken aufgrund des Anstiegs der Forderungen um EUR 0,5 Mio. Die Liquiditätssituation stellte sich auch im Geschäftsjahr 2023 mit einem EBITDA von EUR -0,3 Mio. angespannt dar. Neben der Unterstützung von Recipharm wird Vibalogics im kommenden Jahr bei weiter angespannter Auftragslage Maßnahmen zur Kostensenkung prüfen und implementieren. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht C.1. Prognosebericht C.1.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das globale Wachstum wird von dem IWF sowohl für 2024 als auch für 2025 mit 3,2 % prognostiziert. Die Inflation geht in den meisten Regionen schneller zurück als erwartet, da die Probleme auf der Angebotsseite und die restriktive Geldpolitik überwunden sind. Es wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation im Jahr 2024 auf 5,9 % und im Jahr 2025 auf 4,5 % sinken wird (IWF, Worls Economic Outlook, Update April 2024). C.1.2. Voraussichtliche Branchenentwicklung Zell- und Gentherapien (CGTs) haben in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit in den Medien und Investitionen auf sich gezogen, obwohl sie nur in begrenztem Umfang in der Praxis eingesetzt werden und die erste Therapie erst 2017 von der FDA zugelassen wurde. Bis 2022 gibt es nur 27 von der FDA zugelassene CGTs, was etwa 8 % der 340 zugelassenen Biologika entspricht und nur einen kleinen Teil der konventionellen Medikamente ausmacht. In Anbetracht der Zusammensetzung der innovativen und neuartigen zugelassenen Arzneimittel, machen CGTs weiterhin einen größeren Anteil an den Gesamtzulassungen aus (2023's Market Outlook For Cell And Gene Therapies). 59,8 % der laufenden CGT-Studien betreffen die Indikation Krebs. Der Markt für onkolytische Viren wird bis 2028 voraussichtlich ein Volumen von USD 609 Mio. erreichen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 26,2 %. Dies wird durch die Anzahl der in der Pipeline befindlichen onkolytischen Virustherapien vorangetrieben, wobei mehr als 70 Unternehmen an mehr als 100 klinischen Kandidaten arbeiten (https://www.linkedin.com/pulse/2636-cagroncolytic-virus-therapy-market-size-projected-lokesh-dongre/). Eine eigene Marktstudie, die Vibalogics in Auftrag gegeben hat, schätzt die Wachstumsraten etwas geringer ein: Nach einem starken Wachstum von über 20 % pro Jahr schätzen wir das weiter jährliche Wachstum in den nächsten 3 Jahren für onkolytische Viren, virale Vektoren für die Gentherapie und für virale Vektoren für Impfstoffe eher im Bereich von 10 % bis 15 %. Vor dem Hintergrund der hohen Zinsen wird die externe Finanzierung 2024 erwartungsgemäß weiterhin schwierig bleiben, insbesondere für kleine innovative Firmen. Hier bietet sich wiederum für größere Biotech- und Pharmafirmen die Gelegenheit von Übernahmen an. Für Vibalogics sind in der Vergangenheit aus solchen Übernahmen sehr erfolgreiche und langfristige Neukundenbeziehungen zu großen liquiden Biotech- und Pharmaunternehmen entstanden. Die Marktbeobachter von EY (vgl. Beyond Borders: EY Biotechnology Report 2023) als auch der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa, MacroScope Pharma: Frühjahrsprognose: Wirtschaft startet stark ins Jahr- Pharma unter Druck, www.vfa.de) bestätigen die Marktentwicklung und prognostizieren ein Jahr der Rationalisierung und des Abbaus von aufgrund der Corona-Sonderkonjunktur entstandenen Überkapazitäten. Sie sehen den langfristigen positiven Trend in der Pharma- und Biotechindustrie weiter intakt. Unter diesen branchenspezifischen Rahmenbedingungen sind die Ziele der Gesellschaft - Marktbestehen und Marktwachstum - für die kommenden Jahre realistisch. C.1.3. Voraussichtliche Entwicklung der Vibalogics GmbH Die Vibalogics wird weiterhin von der Branchen- und den Erfahrungen aus der pandemischen Entwicklung partizipieren. Der Focus vieler Unternehmen wird nun wieder auf das normale Geschäft konzentriert. Da einige Unternehmen ihre Profile schärfen oder ändern werden, kann es in 2024 zu einer Stagnation am Markt kommen. Dies lässt sich schon an den rückläufigen Auftragseingängen erkennen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Umsatzvolumen deutlich unter dem Vorjahresniveau erwartet. Eine Besserung der Nachfrage wird erst 2025 angenommen. Der Personalkostenblock wird in 2024 aufgrund einiger Personalumstrukturierungen voraussichtlich deutlich geringer ausfallen. Die Kostensteigerungen für Material und Dienstleistungen sowie Energie sollten sich als der Folge der sinkenden Inflationsrate entspannen. Die Rentabilität bezogen auf Umsatz wird in der Folge der Sparmaßnahmen auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Spätestens für 2025 wird mit einer EBITDA-Marge im positiven zweistelligen Bereich gerechnet. C.2. Risikobericht Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen weiterhin eine besondere Bedeutung zu. Der Geschäftsverlauf wird anhand der relevanten finanzwirtschaftlichen Zielgrößen Umsatz, Personalkosten sowie EBITDA regelmäßig analysiert und der Geschäftsführung und den entsprechenden Managementebenen zur Verfügung gestellt, um umfassend über mögliche Risiken zu informieren. Die Finanzmonatsberichte inklusive eines mehrmonatigen Ausblicks zu Auftragslage und Liquiditätsbedarf erlauben dem Management das Geschäftsrisiko einzuschätzen. Innerhalb der Recipharm-Gruppe erfolgt ein monatliches Reporting inklusive Trendanalysen. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken In der Branche bestehen allgemeine Finanzierungs- bzw. Liquiditätsrisiken für die Kunden der Vibalogics (s.o.). Die hohen Kosten für Forschung und Entwicklung bedingen einen hohen Kapitalbedarf, dem meistens keine Einnahmen aus einem operativen Geschäft gegenüberstehen. Sofern es sich nicht um große Pharmaunternehmen handelt, finanzieren sich die Biotech-Kunden der Vibalogics über Eigenkapital (IPO, Venture Capital, Equity Investments) und Darlehen. Ein generelles Ausfallrisiko oder kundenseitige Projekteinstellung - auch aufgrund gescheiterter klinischer Studien - besteht zwar, wird jedoch von der Gesellschaft durch die stabile Liquiditätslage sowie der Eingliederung in die Recipharm-Gruppe abgesichert. Darüber hinaus beinhalten die Verträge mit Biotech-Firmen Vorabzahlungen zur Liquiditätsabsicherung. Zurzeit bestehen keine erhöhten Finanz- und Liquiditätsrisiken. Risiken im Beschaffungs- und im Produktionsprozess Die Lage am Beschaffungsmarkt entspannt sich merklich. Die Rohstoffverfügbarkeit und die Lieferzeiten normalisieren sich wieder. Die Energiepreise haben sich ebenfalls von ihren Spitzenwerten erholt. Das Preisniveau bleibt insgesamt jedoch hoch - auch aufgrund der aktuellen Inflationsrate. Die Wahrscheinlichkeit eines Produktionsstillstandes aufgrund von Lieferschwierigkeiten wie in den Corona-Jahren wurde durch ein aktives Supply Chain Management erfolgreich reduziert. Die Folgen der Preissteigerungen und die hohe Inflation sind aktuell schwer einzuschätzen, daher stufen wir das Preisänderungsrisiko weiterhin als erhöht ein. Risiken im Absatzprozess Das Geschäftsmodell der Vibalogics basiert auf enger Zusammenarbeit mit den Kunden aus der Pharmaindustrie. Dabei ist die Gesellschaft als Dienstleister von der Projektentwicklung der Kunden abhängig. Insofern können unvorhergesehene Ereignisse aus der klinischen Entwicklung zu Projektverzögerungen oder -abbrüchen führen, woraus eine Umsatzreduzierung resultieren kann. Aufgrund der derzeit marktbedingten geringeren Auftragslage wird das Absatzrisiko für 2024 als signifikant eingestuft und Kostensparmaßnamen überprüft. Für das nachfolgende Geschäftsjahr 2025 ist schon jetzt eine erhöhte Nachfrage feststellbar. Preisänderungsrisiken aufgrund einer verstärkten Wettbewerbssituation sind generell noch als moderat einzustufen. Mit zunehmenden Markteintritten neuer Branchenteilnehmer dürfte sich der Wettbewerb jedoch intensivieren, was im Extremfall zu Preisreduktionen bei Basisprodukten und - dienstleistungen führen könnte. Aufgrund der hohen Inflation ist aktuell auf allen Seiten eine starke Preissensibilität vorhanden. Die große Bedeutung der Produkte, für welche die Vibalogics ihre Dienstleistungen anbietet, reduzieren das Risiko. Die Kostensteigerungen können leichter weitergegeben werden. Ein Restrisiko, dass Preisänderungen nicht sofort oder vollständig weitergereicht werden können, bleibt bestehen und ist auch von der weiteren Entwicklung der Inflation und der Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden abhängig. Jedoch liegen aktuell keine Anzeichen dafür, sodass dieses Risiko als niedrig eingeschätzt werden kann. Know-how-Risiken Innerhalb der Branche stellen die Personalkosten neben den Materialkosten den größten Kostenblock dar. Dies liegt insbesondere daran, dass die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich der Biotechnologie-CDMOs nur von hoch qualifizierten Mitarbeitern mit Expertise in bestimmten Tätigkeitsbereichen ausgeübt werden können. Mit zunehmender Marktintensität erhöht sich generell das Risiko, dass die Vibalogics ihre qualifizierten Mitarbeiter und somit deren Know-how an andere Wettbewerber verliert. Aktuell ist die Mitarbeiterfluktuation gering, somit ist das Risiko als moderat einzustufen. Der höhere Bedarf an Mitarbeitern, wie er 2021 bis 2023 vorlag, ist jetzt weitestgehend gedeckt. Dem hohen Fachkräftemangel in der Pharma- und Biotechbranche bei einem gleichzeitigen Süd-Nord-Gehaltsgefälle und einem für die CDMO-Branche geringeren Vergütungsspiegel im Vergleich zu voll integrierten Pharma- und Biotechunternehmen wird mit einem deutlich erhöhten Aufwand für die Einstellung neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begegnet. Um dieses Risiko zu reduzieren, wurde die Personalabteilung aufgestockt und gleichzeitig durch externe Personalagenturen die Besetzung offener Stellen unterstützt. Regulatorische Risiken Die Vibalogics ist mit ihren Produkten ausschließlich auf regulierten Märkten positioniert. Biotechnologien stehen dabei besonders stark im Fokus. Dadurch entstehen Abhängigkeiten sowohl von den eigenen als auch von den Produktzulassungsverfahren der Kunden, was zu Verzögerungen oder im Extremfall zur Nicht-Erteilung von Zulassungen führen kann. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch ein zertifiziertes Qualitätsmanagement, sodass dieses Risiko als gering eingestuft werden kann. Die kundenseitig und daher nicht-beinflussbaren regulatorischen Risiken werden durch Diversifizierung von Kunden und Produktengruppen minimiert. C.3. Chancenbericht Die Nachfrage nach der Herstellung von Material für klinische Prüfungen hält unverändert an, so dass Vibalogics auch in den nächsten Jahren einer hohen Auslastung ihrer Anlagen entgegensieht. Gegenwärtig befindet sich der Markt in einer Phase, in der die Kunden der Vibalogics ihre klinischen Kandidaten überprüfen und einen verstärkten Focus auf den Eintritt in die kommerzielle Phase haben. Maßnahmen zur Kostenreduzierung sind aktuell im breiten Marktumfeld zu beobachten. Der aktuelle Trend zur Entwicklung von Immuntherapien wird aber auch zukünftig zu einer steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der vektor-basierten Impfstoffe führen. Durch die Zugehörigkeit zur Recipharm-Gruppe bietet sich für die Gesellschaft hierbei die Chance, unter dem Dach eines etablierten Konzerns das eigene Profil zu schäften und entstehenden Synergieeffekte und Erfahrungen auch in der kommerziellen Produktion innerhalb der Recipharm-Gruppe zu nutzen. Zudem sind deutlich höhere Liquiditätsreserven verfügbar, falls unerwartete Ausfälle kompensiert werden müssen.
Cuxhaven, den 24. Juni 2024 gez. Agnieszka Stępień In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vibalogics GmbH, Cuxhaven: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vibalogics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vibalogics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 28. Juni 2024 MÖHRLE
HAPP LUTHER GmbH
gez. Scharfenberg, Wirtschaftsprüfer gez. Wegner, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses der Vibalogics GmbH, Cuxhaven Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Vibalogics GmbH, Cuxhaven, erfolgte am 12. September 2024. |
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