Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 71460
Vorher
RALOS Vertriebs GmbH
Eingetragen
18.9.2001
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenWärme- und KältehandelHerstellung von Solarwärmekollektoren
Gegenstand
Vertrieb und Handel mit Energiesystemen im In- und Ausland; Beratung, Planung, Einbau und Projektmanagement von Energiesystemen.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Dr. Dr. Brass
seit 26.1.2012
Prokura
Prokura
Benjamin Jansen
seit 12.10.2011
Geschäftsführer
Axel Amarell
seit 30.11.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Ralos New Energies AG (vormals BGI EcoTech AG, Kassel)
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ralos Solar GmbH (vormals: RALOS Vertriebs GmbH)

Michelstadt

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Lagebericht 2009

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Geschäftstätigkeit

Die Ralos Vertriebs GmbH (im Folgenden "RVG" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine auf dem Wachstumsmarkt der Photovoltaik spezialisierte Gesellschaft. Über Tochtergesellschaften in Österreich, Spanien, Italien, Tschechien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die RVG international an den wichtigsten und potenziell wachstumsstärksten Märkten vertreten.

Die RALOS Gruppe entwickelt, plant, baut und betreibt innovative Photovoltaikanlagen. Dabei umfasst das Leistungsspektrum Systeme von der privaten Solaranlage bis hin zur leistungsstarken Großstromanlage.

Die RALOS Gruppe betreut ihre Kunden umfassend. Von der Idee über die Kalkulation und die Planung bis zur Inbetriebnahme der fertigen Photovoltaikanlage und deren Wartung bietet das Unternehmen ein breites Leistungsangebot entlang der Wertschöpfungskette. Dies geht mit einer individuellen Betreuung, transparenten Abläufen und höchster Verlässlichkeit einher. Der standardisierte Prozess garantiert den Abnehmern - ob industrieller Großkunde oder Privathaushalt - eine hohe Transparenz, optimale Kontrolle und weit reichenden Service. Das Unternehmen konzentriert sich dabei als einer der Kompetenzführer der Branche auf Qualität, Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit der installierten Anlagen. Durch die ausschließlich hochwertigen Komponenten namhafter Hersteller entstehen in Zusammenarbeit mit den gewählten Partnern langlebige und zuverlässige Photovoltaikanlagen. Dieses Ziel ist erst erreicht, wenn alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind und einen effizienten und wartungsarmen Betrieb ermöglichen.

Die RALOS Gruppe betrieb im Geschäftsjahr ihr Geschäft in zwei Marktsegmenten:

Im Geschäftsbereich "Haus und Hof" liefert die RALOS Gruppe Dachanlagen mit einer Leistung von bis zu 500 kWp für Häuser, Höfe und Kleingewerbe. Sie ist hier nur in Deutschland über die RVG und Österreich über die RALOS Austria GmbH tätig. Der Großteil der Anlagen hat eine Leistung von weniger als 30 kWp.

Im Geschäftsbereich "Großprojekte" werden Dach- und Freilandanlagen mit einer Leistung von über 500 kWp weltweit angeboten. In diesem Bereich ist die RVG selbst in Deutschland und im Ausland über ihre Auslandsgesellschaften in einer Vielzahl von Märkten tätig.

Die RVG ist seit 2008 Tochtergesellschaft der RALOS New Energies AG (vormals: BGI EcoTech AG, in Folgenden "RNE" genannt), Griesheim. Die Aktivitäten im Großprojektgeschäft wachsen stark im Ausland und erfordern vom "Haus und Hof" Geschäft sehr unterschiedliche Strukturen und Ressourcen, die von der RVG nicht ohne weiteres zur Verfügung gestellt werden können, während die RNE in der RALOS Projects GmbH (im Folgenden "RPG" genannt) über solche Ressourcen seit Anfang 2010 verfügt.

Die RVG plant daher, sich aus dem Geschäftsbereich "Großprojekte" zurückzuziehen. Dies soll mit Ende des Geschäftsjahres 2010 abgeschlossen sein. Die RVG wird dann nur noch im "Haus und Hof" Geschäft tätig sein. Dann wird plangemäß die RVG auch keine Auslandsbeteiligungen mehr haben. Diese sollen an die RPG übertragen werden.

Im Berichtsjahr hat die RVG das Großprojektgeschäft im In- und Ausland verfolgt, und im Geschäftsjahr 2010 sind noch erhebliche Erlöse in Deutschland geplant. Ebenso werden die ausländischen Tochtergesellschaften nur sukzessive auf die RPG übertragen.

Hauptziel dieser Veränderung ist es, die RVG durch eine Fokussierung auf das wachstumsstarke "Haus und Hof" Geschäft zu stärken, und den Übergang des Großprojektgeschäftes auf die RPG so zu gestalten, dass die RVG einen Gewinn auf die in der Vergangenheit in die Entwicklung von Auslandsstrukturen und Projektrechten getätigten Investitionen erzielt und zu jedem Zeitpunkt vollständig finanziert bleibt.

2. Wesentliche Vorgänge von Bedeutung

Absatz im Geschäftsbereich " Haus und Hof "

Aufgrund der Erwartung von stark sinkenden Modulpreisen im ersten Halbjahr 2009 zeigten sich die privaten Kunden in Deutschland stark zurückhaltend beim Abschluss von Verträgen. Dieses Phänomen hat die Ertragslage der RVG - sowie den deutschen Markt insgesamt - im ersten Halbjahr 2009 sehr negativ beeinflusst. Im zweiten Halbjahr konnte die RVG ein deutlich anwachsendes Auftrags- und Umsatzvolumen verzeichnen.

Der "Haus und Hof" Umsatz betrug im Geschäftsjahr TEuro 61.027, wovon im ersten Halbjahr nur ca. Euro 19,1 Mio. anfielen.

Absatz im Geschäftsbereich " Großprojekte " :

In Deutschland wurde in diesem Geschäftsbereich ein Umsatz in Höhe von TEuro 12.936 erzielt. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Erstellung der längsten Photovoltaik-Anlage der Welt auf der Umhausung der Autobahn A3, die mit dem Deutschen Solarpreis 2009 ausgezeichnet worden ist.

Ergebnis der Gesellschaft

Die RVG schließt das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern und außerordentlichem Ergebnis von TEuro -5.165 und einem Betriebsergebnis (EBIT) von TEuro -3.740 ab. Dieses Ergebnis ist durch mehrere Posten stark belastet.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde die Integration der Gesellschaft in die RALOS New Energies AG vollständig abgeschlossen. Ziel dieser Integration ist es, die RVG auf die erhöhten Anforderungen im "Haus und Hof" Geschäft vorzubereiten. In diesem Zusammenhang fielen Marketing-, EDV-, Rechts- und Organisationsberatungskosten in hohem Umfang an. Die gesamten Aufwendungen beliefen sich auf eine Höhe von ca. Euro 1,53 Mio. Aufgrund des Einmalcharakters dieser Aufwendungen erwarten wir in den betroffenen Bereichen keine materiellen Belastungen mehr in 2010.

Die forcierte Auslandsexpansion verursachte Anfangsaufwendungen, die noch nicht durch Aufträge abgedeckt werden konnten und sich auf ca. Euro 0,4 Mio. belaufen.

Das um die obigen Posten bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) der Gesellschaft beträgt ca. minus Euro 1,8 Mio.

Das Finanzergebnis lag wegen der hohen Kosten der Finanzierung des Umlaufvermögens bei minus TEuro 1.426.

Eigenkapital der Gesellschaft/Verlustübernahme durch den Gesellschafter

Aufgrund des Verlustes war am Ende des Geschäftsjahres ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEuro 2.859 entstanden, der durch einen Ertragszuschuss der Gesellschafterin in Höhe von TEuro 3.000 ausgeglichen wurde. Die dadurch entstandene Forderung gegen die Gesellschafterin in gleicher Höhe soll bis zum 31. Dezember 2010 beglichen werden.

Sonstiges

Am 3. Juni 2009 hat die RVG den Erwerb einer Mehrheit an der Tochtergesellschaft RALOS Zala Energy FZ LLC in Dubai bekannt gegeben. Der Markteintritt in den arabischen Raum eröffnet der RVG mittelfristig neue Umsatz- und Ertragspotenziale. Durch die hohe Sonneneinstrahlung an durchschnittlich 340 Tagen im Jahr gehört die Region zu den potenziell wichtigsten Weltmärkten. Das Marktpotenzial wird Experten zufolge aufgrund des steigenden Energiebedarfs auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Die RALOS Zala hat im Geschäftsjahr bedeutende Fortschritte bei der Akquisition erster Aufträge gemacht. Ein erster kleinerer Auftrag für eine mit Solarstrom betriebene Beleuchtungsanlage konnte akquiriert werden.

Eine weitere Stärkung des internationalen Vertriebs wurde am 9. Juni 2009 bekannt gegeben. Mit der Standortgründung im noch weitgehend unerschlossenen Photovoltaikmarkt Tschechien wurden neue Umsatz- und Ertragsmöglichkeiten im wachstumsstarken osteuropäischen Raum vorangetrieben. Erste Aufträge wurden akquiriert und befinden sich in Ausführung. Mehrere Projekte stehen kurz vor der Vergabe.

3. Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im Geschäftsjahr 2009 war die Entwicklung der Weltwirtschaft durch die Finanzmarktkrise geprägt. Die vom US-amerikanischen Hypothekenmarkt ausgehende Finanz- und Bankenkrise verschärfte sich zu einer weltweiten Krise, die nahezu alle Staaten und Sektoren erfasste. Weltweit gingen die Wachstumsraten zurück. Auch die Wachstumsdynamik in Europa verringerte sich spürbar.

Das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum verringerte sich weiter von knapp 1 Prozent Wachstum im Geschäftsjahr 2008 auf einen Rückgang von rund 4 Prozent im Geschäftsjahr 2009. Die deutsche Wirtschaft ist mit rund minus 5 Prozent stärker geschrumpft, als der Vergleichswert in der europäischen Union. In 2007 und 2008 konnte das Bruttoinlandsprodukt noch um 2,5 respektive um 1,3 Prozent zulegen. Die Wirtschaft in Deutschland wurde durch den hohen Exportanteil aufgrund der weltweit einbrechenden Geschäftstätigkeit besonders in Mitleidenschaft gezogen. Das Land durchläuft die wirtschaftlich schwerste Krise seit der Gründung der Bundesrepublik vor 60 Jahren.

Ein Übergreifen der Finanz- und Bankenkrise auf die Realwirtschaft konnte trotz der weltweiten Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors, der Initiierung weltweiter Konjunkturpakete und der drastischen und schnellen Senkung der Leitzinsen nicht verhindert werden.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das dynamische Wachstum des Photovoltaikmarktes konnte im Berichtszeitraum - trotz der negativen konjunkturellen Einflüsse - aufrechterhalten werden. Die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2009 wurde durch weltweite Förderprogramme für die Photovoltaikindustrie begleitet.

Geschäftsbereich " Haus und Hof "

Die folgende Grafik zeigt die Leistung installierter PV-Anlagen in Deutschland in 2009 auf der Basis von veröffentlichten BNA Daten und Schätzungen der Gesellschaft:

Quelle: Schätzungen der Gesellschaft auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur von Januar bis November 2009. Diese Angaben sind wegen fehlender Einträge in den Datenbanken der BNA um 20% erhöht worden, Angaben für Dezember sind eine Schätzung der Gesellschaft.

Auf dieser Basis betrug die gesamthaft installierte PV-Leistung in 2009 ca. 3,5 GWp, was - je nach Schätzung der in 2008 installierten Leistung einer Steigerung von ungefähr 5-10 % entsprach - dies trotz der in 2009 gegenüber 2008 reduzierten EEG-Einspeisevergütung.

Vorjahreszahlen nach Leistung gegliedert sind nicht verfügbar. Es ist jedoch anzunehmen, dass im Vorjahr das Großanlagengeschäft ein erheblich niedrigeres Volumen hatte als im Geschäftsjahr. Demnach wäre das "Haus und Hof" Geschäft leicht rückläufig gewesen. Die im "Haus und Hof" Markt (Anlagen mit einer Leistung unter 500 kWp) installierte Leistung betrug auf Basis der obigen Werte mit ca. 2,8 GWp ca. 81 % des Gesamtmarktes. Deutlich zeigt die Grafik die verhaltene Entwicklung im ersten Halbjahr in diesem Marktsegment. Von Januar bis Juni wurden gerade einmal 20 % der gesamten Neu-Leistung installiert. Dies war vor allem durch Kaufzurückhaltung in Anbetracht der im ersten Halbjahr stark sinkenden Modul- und Anlagenpreise begründet. Der im ersten Halbjahr verlorene Markt konnte demnach im zweiten nicht gut gemacht werden.

Die Gesellschaft ist im "Haus und Hof" Geschäft nicht in allen Bundesländern tätig. Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Marktes auf die einzelnen Bundesländer auf Basis der BNA-Daten für Januar bis November für Anlagen mit einer Leistung unter 500 kWp.

Quelle: Daten der Bundesnetzagentur von Januar bis November 2009.

Die Aufteilung des "Haus und Hof" Marktes im speziellen auf die Bundesländer und die Abdeckung der einzelnen Teilmärkte durch die RVG zeigt die folgende Tabelle:

Land Leistung (1) Anteil RVG Abdeckung (2) Ralos Markt
Bayern 771.212 39% 8% 63.292
Baden-Württemberg 342.220 17% 67% 228.639
Nordrhein-Westfalen 252.515 13% 0% -
Niedersachsen 192.447 10% 53% 102.439
Hessen 113.142 6% 38% 43.325
Rheinland-Pfalz 91.315 5% 24% 22.330
Schleswig-Holstein 56.573 3% 98% 55.679
Rest 142.481 7% 30% 43.200
Gesamt 1.961.905 100% 28% 558.903

(1) in kWp, Quelle: Daten der Bundesnetzagentur von Januar bis November 2009 für Anlagen unter 500kWp Leistung
(2) in kWP, Quelle: Analysen der Gesellschaft

Vergleichsdaten des Vorjahres sind nicht verfügbar.

Geschäftsbereich " Großprojekte "

Der Weltmarkt für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 500 kWp war nach Meinung der Gesellschaft im Jahr 2009 wegen des Wegfalls des spanischen Marktes trotz des Wachstums in anderen Märkten rückläufig.

Wie bereits erwähnt war der Markt in Deutschland positiv. Nach unseren Schätzungen gingen Anlagen mit einer Leistung von mehr als 600 MWp in Betrieb. RVG war an diesem Markt nur unwesentlich beteiligt. Gesamtzahlen sind noch nicht verfügbar.

In Italien hat sich der Großanlagen-Markt unserer Meinung nach positiv entwickelt. Nach Angaben der mit der Abwicklung von Einspeisevergütungen beauftragten Gestore Servicii Eletrici sind bis August 2009 auf Grundlage des ersten Förderungsgesetzes ("Primo Conto Energia") Anlagen mit einer Leistung von 162 MWp installiert worden. Mit dem zweiten Gesetz ("Nuovo Conto Energia") sind eine Reihe von Genehmigungshürden für Anlagen mit einer Leistung unter 1 MWp ausgeräumt worden, so daß dieses Gesetz schon zur Inbetriebnahme von 432 MWp geführt hat.

Die RALOS Gruppe hat in Italien im vergangenen Jahr vor allem größere Dachanlagen in Norditalien in Betrieb genommen. Dieser Markt war durchweg als positiv einzuschätzen.

Im Mittleren Osten entwickelte sich der Markt für PV-Anlagen noch sehr sporadisch. Die neu erworbene Beteiligung akquirierte ihren ersten Auftrag.

Die Modulpreise haben im Geschäftsjahr eine drastische Senkung erfahren. Die Gesellschaft hat Preissenkungen von bis zu 40 % erlebt. Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten für andere Komponenten einer Photovoltaikanlage blieben im Preis unverändert bzw. sind leicht gestiegen.

II. Ertragslage

Der Umsatz von Euro 77,6 Mio. (Vorjahr Euro 95,0 Mio.) entstand zu 96,75% in Deutschland. Der Auslandsumsatz in Höhe von Euro 2,5 Mio. wurde im Wesentlichen in Italien und Österreich mit Tochtergesellschaften erzielt.

Das Rohergebnis liegt mit Euro 9,4 Mio. um Euro 1,2 Mio. über dem Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2008.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um Euro 1.1 Mio. gestiegen. Dies ist auf den Stichtag bezogenen Mitarbeiteranstieg von 99 auf 117 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2009 zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen Euro 8,6 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr (Euro 4,8 Mio.) ist dies ein Anstieg von Euro 3,8 Mio. Der Anstieg ist auf die seit Oktober 2008 bestehende Konzernumlage, die in 2009 erstmals ganzjährig in den Aufwendungen enthalten ist, sowie auf die eingangs aufgezeigten Einmalaufwendungen zurückzuführen.

Die Gesellschaft weist ein Betriebsergebnis von minus Euro 3,7 Mio. für das Geschäftsjahr aus (Vorjahr Euro 0,8 Mio.).

Das Finanz-Ergebnis betrug minus TEuro 1.426 und betraf im Wesentlichen die Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien durch Banken und verzinsten Kreditlinien von Lieferanten. Der Vorjahreswert lag bei minus TEuro 855.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen TEuro 331 (Vorjahr TEuro 242).

Die Außerordentlichen Erträge betrugen TEuro 3.000 und betrafen den Ertragszuschuss durch die Muttergesellschaft.

Der Steueraufwand betrug TEuro 12 (Vorjahr TEuro 9) und betrifft sonstige Steuern. Der Steuerertrag betrifft mit TEuro 79 Steuererstattungen aus Vorjahren.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEuro 2.099 (Vorjahr TEuro 355) ab.

III. Finanzlage

Am 31. Dezember 2009 bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEuro 9.271 (Vorjahr TEuro 8.243).

IV. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Muttergesellschaft der Gesellschaft, die RALOS New Energies AG, hat durch einen Ertragszuschuss einen noch höheren Jahresfehlbetrag sowie den Verlust des Eigenkapitals vermieden.

Die Ertragsaussichten der Gesellschaft sind nach rückläufigen Umsätzen und hohen Integrationskosten in 2009 aufgrund eines stabilen Geschäfts bei Kleinanlagen und unterschriebenen "Großprojekten" in Deutschland gut.

Das Vorratsvermögen - vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen - in Höhe von TEuro 12.662 (Vorjahr TEuro 12.282) umfasst im Wesentlichen unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen für ausstehende Provisionsabrechnungen, Prozesskosten, Garantie- und Erstattungsansprüche, Personalverpflichtungen sowie Jahresabschlusskosten.

Der Bereich Verbindlichkeiten setzt sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Euro 9,3 Mio.), Lieferantenverbindlichkeiten (Euro 13,4 Mio.), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Euro 1,9 Mio.) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (Euro 3,4 Mio.) zusammen.

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit Euro 1,4 Mio. zu zahlende Umsatzsteuer. Diese wird aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft gegenüber der Muttergesellschaft geschuldet.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beruhen mit Euro 3,3 Mio. auf geleisteten Anzahlungen unserer Kunden auf begonnene Projekte (Vorjahr Euro 3,7 Mio.).

Durch den Jahresfehlbetrag reduzierte sich das Eigenkapital deutlich und die Eigenkapitalquote verminderte sich von 5,7 % im Vorjahr auf 0,5 % im laufenden Jahr. Im Geschäftsjahr konnte das Fremdkapital um Euro 6,9 Mio. zurückgeführt werden; trotz dieser Rückführung erhöhte sich der Verschuldungsgrad von 1,6 % im Vorjahr auf 21,2 % im laufenden Geschäftsjahr.

V. Mitarbeiter und Vergütungssystem

Zum Ende des am 31. Dezember 2009 abgelaufenen Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft 117 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 99 Mitarbeitern entspricht dies einer Erhöhung um 18 Personen.

Im Jahresdurchschnitt wurden im Geschäftsjahr 110 (Vorjahr 94) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Löhne und Gehälter werden aufgrund der vereinbarten Arbeitsverträge gezahlt und enthalten im Wesentlichen fixe Bestandteile.

VI. Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag sind keine wichtigen Ereignisse zu berichten.

VII. Risiken und Chancen

Finanzwirtschaftliche Risiken und Liquiditätsrisiken der RVG

Der Liquiditätszufluss in der RALOS-Gruppe wird trotz der Planung, das Großprojektgeschäft in die RALOS Projects GmbH zu verlagern, im Geschäftsjahr 2010 unter anderem aus der Abwicklung von "Großprojekten" erwartet. Diese sind insbesondere in Sizilien, Abu Dhabi und Tschechien geplant. Soweit sich die Zahlungseingänge aus diesen Projekten zeitlich verschieben, Projekte ausfallen und kurzfristig nicht ersetzt werden können, kann es zu Liquiditätslücken kommen, die den Bestand der RVG gefährden können.

Die Geschäftsführung geht auf der Grundlage der mit Banken, Behörden, Investoren und Kunden geführten Gespräche davon aus, dass genügend Zahlungseingänge aus diesen Projekten zur Deckung des Liquiditätsbedarfs zur Verfügung stehen werden, so dass die Finanzierung der RVG im Geschäftsjahr 2010 und darüber hinaus sichergestellt ist.

Nach den verabschiedeten Planungsrechnungen erwartet die Geschäftsführung aus der erfolgreichen Realisierung von Projekten Erlöse, die zu Zahlungsmittelüberschüssen führen und die Finanzlage der RVG sichern und bis Ende März 2011 hin ausreichende Liquiditätsreserven bilden.

Es bestehen am Abschlussstichtag ferner Bankverbindlichkeiten in Höhe von Euro 9,3 Mio. mit unterschiedlichen Laufzeiten, die Kontokorrentlinien sind weitgehend ausgenutzt. Gegenwärtig finden Verhandlungen mit den Banken über Umfinanzierungen statt. Aufgrund der mit den Banken geführten Gespräche und den gewährten Sicherheiten für den Kreditrahmen geht die Geschäftsführung davon aus, dass der bestehende Kreditrahmen grundsätzlich aufrecht erhalten werden kann und fallweise die Banken Projektfinanzierungen für definierte Projekte und einen begrenzten Zeitraum gewähren werden.

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Risiken aus dem "Haus und Hof" Geschäft

Die Geschäftsentwicklung der RVG in diesem Markt hängt im Wesentlichen von der Investitionsbereitschaft der Kunden in diesem Bereich ab. Zudem ist die Geschäftstätigkeit abhängig von den staatlichen Förderungen im Bereich der regenerativen Energien, die ohne staatliche Zuschüsse noch nicht in allen Ländern konkurrenzfähig wären. Eine Aufhebung der Zuschüsse oder rechtliche Änderungen negativer Natur könnten zu nachhaltigen Umsatz- und Ertragsrückgängen führen.

In diesem Zusammenhang ist die kürzlich durch das Bundeskabinett vorgeschlagene Änderung des Energieeinspeisegesetzes (EEG) zu erwähnen, die eine Reduktion der Einspeisevergütung für durch Photovoltaik-Dachanlagen erzeugten Strom in das Stromnetz um 15 % per 1. Juli 2010 vorsieht. Die Förderung von Freilandanlagen auf Ackerflächen soll vollständig eingestellt werden, während Strom aus Freilandanlagen auf sogenannten Konversionsflächen nur um 11 % geringer vergütet werden soll. Es sollen Übergangsregelungen verabschiedet werden, die im Wesentlichen die Abarbeitung der anfangs des Jahres bereits genehmigten Anlagen erlauben. Am 31. Dezember 2010 ist dann nochmals mit einer Reduktion der Einspeisevergütung um 9-11 % zu rechnen.

Die Geschäftsführung schätzt die Auswirkung dieser Gesetzesänderung auf die RVG im laufenden Jahr als gering bis positiv ein, da wegen der Reduktion der EEG-Einspeisevergütung im ersten Halbjahr mit starker Nachfrage nach Dachanlagen im "Haus und Hof" Geschäft gerechnet werden kann. Im zweiten Halbjahr kann es zu einer vorübergehenden Abschwächung der Nachfrage im "Haus und Hof" Geschäft kommen, allerdings ist mit einer weiteren Reduktion der Modulpreise und anderer Kosten zu rechnen, die die rentable Investition in Dachanlagen auch in der Zukunft ermöglichen wird.

So stellt die Reduktion der EEG-Einspeisevergütung auch eine Chance für die RVG dar. Die RVG kann aufgrund ihrer Größe und des internationalen Einkaufs Kostenvorteile entwickeln, die besonders bei niedrigen Einspeisetarifen zum Tragen kommen.

Die RVG nimmt Photovoltaikmodule auf Lager, um geplante und projektierte Umsätze abwickeln zu können. Aufgrund von Marktentwicklungen kann es zu Auftragsverschiebungen oder -ausfällen kommen und die gelagerten Module können möglicherweise nicht abgesetzt werden.

Gegebenenfalls - in Abhängigkeit von der Marktpreisentwicklung - können Abwertungen der Module notwendig werden. Neben dem Anstieg der Mengenbestände kann es zu Wertberichtigungen und zu nicht kostendeckenden Verkaufspreisen kommen. Durch Zahlungsverpflichtungen, die der Kunde aufgrund der eigenen finanziellen Lage nicht leisten kann, kann es ebenfalls zu ungeplanten Wertberichtigungen kommen.

Gleichermaßen kann die Nachfrage nach Modulen sprunghaft steigen und es kann zu Versorgungsengpässen kommen. In diesem Fall können Module zu besseren als den geplanten Bedingungen abgesetzt werden.

Spezifische Risiken aus dem im laufenden Jahr noch verfolgten Großprojektgeschäft

Zur Sicherstellung der Vor-Finanzierung des erwarteten Umsatzes aus "Großprojekten" ist die RVG auf Projekt-Zwischenfinanzierungen durch Banken, die Gewährung entsprechender Zahlungsziele seitens ihrer Lieferanten aber auch auf Anzahlungen ihrer Kunden angewiesen.

Aufgrund der aktuellen Gespräche mit Kunden und Lieferanten geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich in diesem Bereich keine Engpässe ergeben werden. Hinsichtlich der profitablen Umsetzung der geplanten Projekte sehen wir aufgrund des aktuellen Stands der Preisverhandlungen mit unseren Kunden und unserer Kalkulation unsere wesentlichen Planannahmen bestätigt.

Die zur Realisierung der Projekte erforderlichen Genehmigungen sind in vielen Fällen bereits vorhanden oder werden in den nächsten Wochen erwartet, so dass die für die Frühjahr- und Sommermonate geplanten Erlöse und Kundenanzahlungen realistisch erscheinen. Sollten die erwarteten Genehmigungen nicht oder verspätet eingehen, so ist bei einer verzögerten Projektrealisierung damit zu rechnen, dass sich die Liquiditätssituation bei der Gesellschaft verschlechtert bzw. Liquiditätslücken entstehen.

Die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Auslandsmärkten ist von gesetzlichen Regelungen beeinflusst und kann stark variieren. So ist z.B. der spanische PV Markt, der in 2008 bei vielen Unternehmen ein bedeutender Umsatzträger war, aufgrund veränderter staatlicher Förderung um ca. 80 % gefallen.

Hinsichtlich der von der RVG oder ihren Töchtern entwickelten "Großprojekte" in Deutschland, Italien, Tschechien und Abu Dhabi, die dieses Jahr noch Umsatz und Ertrag erzielen sollen, sind solche Entwicklungen allerdings nicht absehbar.

Die RVG soll sich aus dem "Großprojekte" Geschäft zurückziehen und sich auf das deutsche "Haus und Hof" Geschäft konzentrieren. Die oben erwähnten Risikobetrachtungen würden dann die RVG nicht mehr betreffen.

Risiko-Management

Ertrags- und Liquiditätsrisikomanagement

Sofern sich die Ertrags- und Liquiditätssituation aufgrund der dargestellten Faktoren dennoch verschlechtert, kann es zu wesentlichen Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft kommen. Sollten die geplanten Umsatz- und Ertragserwartungen sowie die prognostizierten Zahlungsmittelzuflüsse aufgrund der konjunkturellen Situation deutlich unterschritten werden, so könnte die geplante Unternehmensentwicklung deutlich hinter den Erwartungen bleiben.

Zur Bewältigung dieser Risiken wurde begonnen, ein umfassendes internes Managementsteuerungssystem mit Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozessen aufzubauen. In diesem Zusammenhang werden die Auftragseingänge sowie die Rechnungs- und Angebotsausgänge aus allen Regionen einmal wöchentlich in der Zentrale erfasst, so dass die Geschäftsführung wöchentlich über die Auftragssituation und den Stand der Rechnungslegung informiert ist. Zudem werden monatliche Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen der Gesellschaften und der Gruppe aufgestellt. Durch eine regelmäßige auf wöchentlicher Basis aufgebaute Liquiditätsplanung ist die Geschäftsführung stets zeitnah über die Entwicklungen der Forderungen und der Verbindlichkeiten für die nächsten zehn Wochen informiert. In regelmäßigen Abständen werden zudem halbjährliche Liquiditätsvorausschauen erstellt.

Rechtliche Risiken der RVG

Um rechtlichen, Haftungs- und anderen Risiken entgegenzuwirken, nimmt die Gesellschaft eine umfangreiche rechtliche Beratung durch externe Experten und die Muttergesellschaft, die drei Volljuristen anstellt, in Anspruch. Verträge werden regelmäßig durch diese Berater begutachtet, um in den einzelnen Ländern unter juristischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten Risiken zu beurteilen. Dennoch können Rechtsrisiken in Einzelfällen nicht immer vollständig ausgeschlossen werden. Einige Risiken wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Versicherungsverträge abgesichert. Diese unterliegen durch die sich ständig ändernden externen Gegebenheiten einer stetigen Anpassung.

Risiken aus langfristigen Beschaffungsverträgen bei der RVG

Die RVG hat mit drei Lieferanten von Photovoltaikmodulen langfristige Lieferverträge abgeschlossen.

Im Berichtsjahr hat es verschiedentlich Auseinandersetzungen mit Lieferanten über die Pflichten und Rechte aus diesen Verträgen gegeben. In zwei Fällen sind diese durch einen schriftlichen Nachtrag oder durch weit fortgeschrittene Verhandlungen derart beigelegt worden, dass zumindest für Abnahmeverpflichtungen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2009 nicht mit Ausgleichszahlungen gerechnet werden muss.

Mit einem Zulieferer ist eine derartige Auseinandersetzung noch nicht abschließend geklärt, allerdings gehen wir auf der Basis der derzeitigen Gespräche und des Rates unserer Rechtsberater davon aus, dass auch diese Auseinandersetzung ohne Ausgleichszahlungen für die RVG beigelegt werden kann.

Personalrisiken

Der Erfolg der RVG hängt u.a. von den Führungskräften und dem erfahrenen Personal in den leitenden Positionen ab. Das gewachsene Netzwerk zu externen Partnern, Zulieferern und Abnehmern im In- und Ausland ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil bei der zukünftigen Unternehmensentwicklung. Im Falle eines möglichen Ausscheidens von wichtigen Geschäftsführungs- oder Führungspersönlichkeiten könnte es der Gesellschaft möglicherweise verzögert gelingen, neue und entsprechend adäquat qualifizierte Kräfte zu finden.

Aus diesem Grund ist die zielgerichtete Qualifizierung unserer Mitarbeiter und Führungskräfte durch branchenspezifische Weiterbildungsmaßnahmen eines der zentralen Elemente für den unternehmerischen Erfolg. Dadurch kann das vorhandene Know-how im Unternehmen gesichert und ausgebaut werden. Die Potenziale der Mitarbeiter werden parallel dazu durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert. Jährliche Mitarbeitergespräche sowie Personalprogramme begleiten diesen Prozess. Die Mitarbeitermotivation wird durch ein individuelles und an Zielerreichungen gekoppeltes Entlohnungssystem unterstützt.

VIII. Prognosebericht

Geschäft sbereich "Haus und Hof"

Wir erwarten eine sehr starke Nachfrage nach Dachanlagen im ersten Halbjahr 2010, da die Kunden versuchen werden, der Reduktion der EEG-Einspeisevergütung durch Inbetriebnahme der Anlagen im ersten Halbjahr vorzugreifen. Der Auftragsbestand lag Ende März 2010 bei ca. Euro 21 Mio. Der Umsatz des ersten Quartals 2010 lag wegen der sehr schlechten Witterungsverhältnisse bis Ende März bei Euro 16,7 Mio. Damit kann mit einer im Jahresvergleich deutlichen Überschreitung des Umsatzes im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr gerechnet werden.

Im zweiten Halbjahr 2010 erwarten wir eine starke Reduktion des Preisniveaus der Komponenten insbesondere der Module, so dass wir unseren Kunden trotz der Reduktion der EEG-Einspeisevergütung weiter Dachanlagen mit guten Renditen anbieten werden können.

Wir erwarten ebenfalls, dass sich unser Marktanteil an Dachanlagen erhöhen wird. Dahinter steht die folgende Überlegung: Wir stehen in vielen Regionen im Wettbewerb mit Installateuren, deren Unternehmensstrategie vom Angebot von hochpreisigen PV-Modulen abhängt. Unsere Strategie baut auf unsere Systemkompetenz und eine Qualitätsgarantie eines großen überregional tätigen Anlagenbauers auf. Wir planen in den kommenden Monaten Anlagen auf Basis von chinesischen und indischen Modulherstellern anzubieten, deren Kosten erheblich niedriger sind als Anlagen auf der Basis von Hochpreismodulen, deren Qualität aber gleichwertig und durch RVG garantiert sein soll. Zum Teil planen wir auch, für dieses Angebot Module mit einer RVG eigenen Marke versehen.

Geschäft sbereich "Großprojekte"

Im Berichtsjahr hat die RVG mehrere "Großprojekte" entwickelt, die im laufenden Jahr noch zu Umsatz und Ertrag führen sollen. In der nahen Zukunft werden allerdings "Großprojekte" in der RPG durchgeführt werden. Die Auslandsbeteiligungen sollen ebenfalls auf andere RNE Konzerngesellschaften übertragen werden.

In Deutschland beträgt der Auftragsbestand Ende März 2010 Euro 2,3 Mio., während der Umsatz im ersten Quartal bereits über Euro 2 Mio. lag. Es sind noch mehrere voll entwickelte Freiflächen-"Großprojekte" in Verhandlung mit einer Gesamtleistung von mehr als 17,7 MWp, die unter den vorgesehenen Übergangsregelungen noch die derzeitige EEG-Einspeisevergütung erhalten würden. Wir erwarten hier in den nächsten Wochen weitere Abschlüsse. Die Investoren stehen hier unter großen Zeitdruck, was auch für große Dachanlagen gilt, die ab 1. Juli 2010 mit einer reduzierten Einspeisevergütung gefördert werden.

In 2011 sehen wir im "Haus und Hof" Geschäft weiterhin eine gute Nachfrage.

Auf Basis der oben gemachten Aussagen sind wir für die Jahre 2010 und 2011 optimistisch. Für das Geschäftsjahr 2010 ist ein Umsatz von ca. Euro 90 Mio. geplant mit einem Betriebsergebnis von ca. Euro 4,5 Mio. Ein Auftragsbestand in Höhe von ca. Euro 26,2 Mio zum 31. Dezember 2009 rechtfertigt aus unserer Sicht diese Planung.

Im nächsten Jahr 2011 sollten Umsatz und Ergebnis nochmals höher ausfallen. Die Nachfrage im deutschen PV Markt sollte trotz sinkender Einspeisevergütungen stark bleiben.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Lagebericht enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen. Dies gilt insbesondere für Aussagen über die zukünftige finanzielle Entwicklung, Pläne und Erwartungen in Bezug auf das Geschäft und das Management der RVG, über Wachstum und Profitabilität sowie wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen die RVG ausgesetzt ist.

Die in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen der Gesellschaft. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf Annahmen und unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RVG wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der RVG unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.

 

Michelstadt, den 31. März 2010

Die Geschäftsführung

Albert Klein

Heinrich Dauscher

Axel Amarell

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009
31.12.2008
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software und ähnliche Rechte 205.014,60 189.097,21
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 413.394,09 424.544,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 849.192,59 870.420,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 737.668,13 713.793,56
  2.000.254,81 2.008.759,08
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 575.600,21 47.953,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 902.204,78 783.942,56
3. Beteiligungen 150.000,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 550,00 50,00
5. Sonstige Ausleihungen 250.000,00 250.000,00
  1.878.354,99 1.081.945,56
  4.083.624,40 3.279.801,85
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.039.098,18 193.943,24
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.219.359,20 11.931.763,43
3. Geleistete Anzahlungen 403.613,11 156.486,00
4. Erhaltene Anzahlungen -3.391.089,56 0,00
  9.270.980,93 12.282.192,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.086.735,07 13.781.405,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.269.571,96 2.629.684,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 650.875,90 1.979.059,82
  12.007.182,93 18.390.149,91
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.570.504,60 4.957.940,53
  25.848.668,46 35.630.283,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.848,64 155.422,55
  30.082.141,50 39.065.507,51

Passiva

   
  31.12.2009
31.12.2008
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.215.520,20 2.570.086,27
III. Jahresfehlbetrag -2.099.116,01 -354.566,07
  141.404,19 2.240.520,20
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 13.099,00 13.099,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.972.538,46 830.249,18
  1.985.637,46 843.348,18
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.270.669,66 8.243.006,54
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.439.045,19 22.187.158,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.866.772,98 1.712.646,57
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378.612,02 3.838.827,47
  27.955.099,85 35.981.639,13
  30.082.141,50 39.065.507,51

Gewinn- und Verlustrechnung

  2009
2008
1. Umsatzerlöse 77.598.695,81 94.966.214,01
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.948.099,91 -1.666.413,91
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 14.553,09 10.375,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 650.972,52 1.306.475,11
  82.212.321,33 94.616.650,21
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -65.262.667,41 -82.067.041,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.874.173,86 -3.009.774,89
  -72.136.841,27 -85.076.815,96
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.104.132,90 -3.158.800,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -767.960,54 -588.854,93
  -4.872.093,44 -3.747.655,74
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -331.271,61 -242.316,63
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.611.879,83 -4.773.131,97
  -3.739.764,82 776.729,91
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 90.167,28 73.388,15
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -267.192,99
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.515.804,11 -927.903,07
  -1.425.636,83 -1.121.707,91
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -5.165.401,65 -344.978,00
13. Außerordentliche Erträge 3.000.000,00 0,00
14. Außerordentliches Ergebnis 3.000.000,00 0,00
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 78.597,62 0,00
16. Sonstige Steuern -12.311,98 -9.588,07
17. Jahresfehlbetrag -2.099.116,01 -354.566,07

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der RALOS Vertriebs GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 1.000 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig gem. den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Unfertige Leistungen werden zu Material- und Fertigungseinzelkosten bewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert und offen von der Position Vorräte abgesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen Anzahlungen für Vorräte und werden zum Nennwert bilanziert.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten zzgl. der darauf entfallenden Anschaffungsnebenkosten bewertet und im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Daneben wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Bei langfristigen Verbindlichkeiten, die nicht verzinst werden, erfolgt der Ansatz mit dem Barwert zum Bilanzstichtag.

Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen worden.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Währungsforderungen und Währungsverbindlichkeiten werden mit dem zum Entstehungszeitpunkt gültigen Umrechnungskurs bewertet. Zum Bilanzstichtag wurden, soweit auf Grund der Kursentwicklung erforderlich, unter Beachtung des Imparitätsprinzips Bewertungsanpassungen an die Marktkurse vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen in fremder Währung sind mit dem Kurs am Einzahlungstag des Gesellschaftsanteils bewertet.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Anteile an folgenden Unternehmen werden unter den Finanzanlagen ausgewiesen:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Jahresergebnis 2009* Eigenkapital 2009*
RALOS Italia s.r.l., Capri Leone (Italien) 80 464 TEuro 1.680 TEuro
RALOS Northern Italy GmbH, Merano (Italien) 51 356 TEuro 607 TEuro
RALOS Iberica Projects Development SI, 67 1.867 TEuro 3.696 TEuro
Madrid (Spanien)          
RALOS Austria GmbH Fotovoltaikhandel, 51 -117 TEuro -79 TEuro
Hörbranz (Österreich)          
RALOS Zala Energy ZF-LLC, 66,7 -2.383 TAED -2.187 TAED
Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)          
RALOS cz s.r.o., Jihlava (Tschechien) 74 -1.782 TCZK 200 TCZK
RALOS Troina s.r.l., Capo d'Orlando (Italien) 20 -10 TEuro 840 TEuro
CAP.GE.SVI S.R.L., Capo d'Orlando (Italien) 20 0 TEuro 10 TEuro
SVI.GES.UCRIA S.R.L., Capo d'Orlando (Italien) 20 0 TEuro 10 TEuro
GE.MIR.SVI. S.R.L., Capo d'Orlando (Italien) 20 0 TEuro 10 TEuro
GE.SVI.P. AR S.R.L., Capo d'Orlando (Italien) 20 0 TEuro 10 TEuro
RALOS Renewable Energies Ltd., London(England)** 100 0 TGBP 0 TGBP
RALOS-Lusa Alema Lda., Moncarapacho (Portugal)** 100 0 TEuro 0 TEuro
RALOS Finance GmbH, Michelstadt** 100 0 TEuro 0 TEuro

* Die Angaben beziehen sich auf die lokalen Jahresabschlüsse

** Für diese Gesellschaften liegen kein Angaben vor.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten verzinsliche Forderungen gegenüber der RALOS Iberica SI (TEuro 401) sowie RALOS Italia s.r.l. (TEuro 501).

Unter den Beteiligungen sind die im Geschäftsjahr erworbenen Anteile an der A3 Solargesellschaft mbH, Goldbach, ausgewiesen.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen im Wesentlichen ein verzinsliches Darlehen (TEuro 250).

Vorräte

Die Vorräte enthalten unfertige und fertige Erzeugnisse/ Leistungen und Waren sowie geleistete und erhaltene Anzahlungen für laufende Projekte.

Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Vorjahr hatten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEuro 33 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin, RALOS New Energies AG in Höhe von TEuro 2.732 (Vorjahr: TEuro 360). Darin enthalten ist der Ertragszuschuss in Höhe von TEuro 3.000.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEuro 245 (Vorjahr: TEuro 867) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenständen beträgt mit Ausnahme von Gewährleistungseinbehalte und Kautionen in Höhe von TEuro 43 (Vorjahr: TEuro 183) weniger als ein Jahr.

Liquide Mittel

In den liquiden Mitteln werden in Höhe von TEuro 3.264 (Vorjahr: TEuro 3.652) Guthaben auf Verwaltungskonten ausgewiesen. Auf diesen Konten haben Kunden Gelder eingezahlt, über welche die Gesellschaft erst nach entsprechendem Baufortschritt und Freigabe durch den Kunden verfügen kann. Aufgrund des hohen administrativen Aufwands wird dieses Modell sukzessive mit dem Ziel zurückgefahren, dies im Geschäftsjahr 2010 vollständig durch eine andere Lösung zu ersetzen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für Kfz-Steuern, Versicherungen und Mieten für Dachanlagen. Des Weiteren ist ein Disagio in Höhe von TEuro 10 (Vorjahr: TEuro 11) enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEuro 25.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die Sicherheiten stellen sich wie folgt dar:

Geamtbetrag Restlaufzeit < 1 Jahr
Art der Verbindlichkeit um 31. Dezember 2009 2009
TEuro
2008
TEuro
2009
TEuro
2008
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 9.271 8.243 8.831 7.741
aus Lieferungen und Leistungen 13.439 22.187 13.439 22.187
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.867 1.713 1.867 1.713
sonstige Verbindlichkeiten 3.378 3.839 3.378 3.839
  27.955 35.982 27.515 35.480
Art der Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2009 Restlaufeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre Davon besichert
2009
TEuro
2008
TEuro
2009
TEuro
2008
TEuro
2009
TEuro
2008
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 162 231 278 271 8.708 4.115
aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 1.292
  162 231 278 271 8.708 5.407

Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt TEuro 8.708 (Vorjahr: TEuro 5.407) durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Davon entfallen TEuro 8.708 (Vorjahr: TEuro 4.115) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Als Sicherheit für Teile der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen die Sicherungsübereignung des Warenlagers, die Globalzession von Forderungen, persönliche Bürgschaften der Altgesellschafter der RALOS Vertriebs GmbH sowie Grundschulden für eine Immobilie dieser Gesellschaft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEuro 1.552 (Vorjahr: TEuro 347).

Für TEuro 226 (Vorjahr: TEuro 634) der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht eine Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von TEuro 3.300 für bereits erhaltene Kundenzahlungen über die die Gesellschaft noch nicht verfügen kann. Die Gegenposition ist unter den liquiden Mitteln ausgewiesen.

Weiterhin enthält die Position Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von TEuro 77 (Vorjahr: TEuro 4) sowie Verbindlichkeit im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEuro 11 (Vorjahr: TEuro 21). Diese Verbindlichkeiten waren zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses beglichen.

Zum Bilanzstichtag sind keine Verpflichtungen aus Umsatzsteuerzahlungen enthalten, da die Gesellschaft seit dem 1. Oktober 2008 Teil einer umsatzsteuerlichen Organschaft ist und die Umsatzsteuer entsprechend von der Muttergesellschaft, der RALOS New Energies AG, geschuldet wird.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen, Provisionen, Gewährleistungen sowie Kosten Jahresabschlusskosten.

Finanzinstrumente

Mit der HypoVereinsbank, München, ist seitens der RALOS Vertriebs GmbH ein CAP I Zinssicherungsgeschäft vereinbart, dessen Laufzeit am 20. Februar 2012 endet. Der vertraglich geregelte Höchstzinssatz beträgt 4,25 % bei einem Nominalbetrag von TEuro 1.500. Auf Basis der Mark-to-Market Bewertung beträgt der Marktwert des Zins Caps am Bilanzstichtag TEuro 2 (Vorjahr: TEuro 5) und ist nicht bilanziert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse für den von Kreditinstituten im Auftrag der Gesellschaft an Dritte gestellte Bürgschaften in Höhe von TEuro 266.

Zum Stichtag bestanden drei langfristige Rahmenverträge mit Herstellern von Photovoltaikmodulen, die langfristige Abnahmeverpflichtungen begründeten. Einer dieser Verträge ist geändert worden und es bestehen ohne Zustimmung der RALOS Vertriebs GmbH keine Abnahmeverpflichtungen mehr. Ein weiterer Vertrag hat seit seinem Abschluss im Jahre 2008 zu keiner Lieferung geführt, da der Vertrag zur Begründung von Abnahmeverpflichtungen eine Einigung über Preisanpassungen erforderlich macht, die bis jetzt noch nicht erzielt worden ist. Bei einem weiteren Vertrag verweigert die RALOS Vertriebs GmbH die Abnahme der Module, da RALOS Vertriebs GmbH der Auffassung ist, dass die Module des Lieferanten erhebliche Mängel aufweisen. Hierüber wird derzeit verhandelt. Auf Basis des Textes dieses Vertrages sowie Vertragsanpassungen ergäbe sich bis zum Ende des Vertrages am 31. Dezember 2010 eine theoretische Abnahmeverpflichtung von ca. Euro 47 Mio., wenn die Abnahmeverpflichtung eingehalten werden müsste. Die Verpflichtung ist jedoch, außer an die Lieferung vertragsgemäßer Qualität zusätzlich an die tatsächliche Produktionsvolumen des Lieferanten geknüpft, die nach unseren Informationen weit unter den vertraglich vorgesehenen Abnahmemengen liegen, so dass die tatsächlichen Kosten des Materialbezugs sehr wahrscheinlich niedriger ausfallen würden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEuro 514, davon sind TEuro 395 innerhalb eines Jahres fällig.

Umsatzerlöse

Die im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

  2009
TEuro
2008
TEuro
Inland 75.080 88.515
Ausland 2.519 6.451
Gesamt 77.599 94.966
  2009
TEuro
2008
TEuro
Umsatz aus dem "Haus und Hof" Geschäft 62.027 71.384
Umsatz aus "Großprojekten" 12.936 23.386
Sonstiges 2.636 196
Gesamt 77.599 94.966

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen. Daneben sind Verrechnungen von Sachbezügen enthalten.

Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 422 (Vorjahr TEuro 330) enthalten.

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten wie im Vorjahr keine Aufwendungen für Altersversorgung.

In den Personalaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 70 (Vorjahr TEuro 0) enthalten.

Sonstige betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen neben Konzernumlagen und Verkaufsprovisionen auch Rechts- und Beratungskosten.

Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 239 (Vorjahr TEuro 0) enthalten.

Finanzergebnis

Zinserträge entfallen in Höhe von TEuro 28 (Vorjahr TEuro 0) auf verbundene Unternehmen. Zinsaufwendungen entfallen in Höhe von TEuro 31 (Vorjahr TEuro 0) auf verbundene Unternehmen.

Außerordentliche Erträge

Die RALOS Vertriebs GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEuro 5.165 hinnehmen müssen. Vor diesem Hintergrund hat die RALOS New Energies AG als alleinige Gesellschafterin am 8. März 2010 beschlossen, zur Stärkung des Eigenkapitals der RALOS Vertriebs GmbH einen Betrag in Höhe von TEuro 3.000 als Ertragszuschuss mit der Maßgabe zu gewähren, dass dieser Betrag noch im Geschäftsjahr 2009 als außerordentlicher Ertrag bei der RALOS Vertriebs GmbH erfasst werden soll.

Die daraus resultierenden Forderungen gegenüber der RALOS New Energies AG sind unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen abgebildet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steuerertrag betrifft mit TEuro 79 (Vorjahr TEuro 0) Erstattungen aus Vorjahren.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 110 Mitarbeiter (Vorjahr: 94) beschäftigt, diese lassen sich in 78 Angestellte (Vorjahr: 75) und 32 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 24) untergliedern.

Gesellschaftsorgane der RALOS Vertriebs GmbH

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen Mitglieder der Geschäftsführung:

Albert Klein, Frankfurt am Main (seit 28. Oktober 2009)

Heinrich Dauscher, Dipl. Ing. Architekt, Griesheim

Axel Amarell, Dipl.-Ökonom, Bad Dürkheim (seit 17. November 2009)

Matthias Belz, Kaufmann, Aschaffenburg (bis 19. März 2010)

Claus Rothenbach, Kaufmann, Erbach (bis 19. März 2010)

Günther Schölzl, Kaufmann, Aschaffenburg (bis 19. März 2010)

Reinhold Samanns, Kaufmann, Bensheim (bis 30. Juni 2009)

Stefan R. Kuhl, Dipl. Betriebswirt (FH), Langenhein (bis 13. Oktober 2009)

Bernd Rothenbach, Kaufmann, Erbach (bis 27. Oktober 2009)

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder Prokuristen. Die Herren Klein, Dauscher, Amarell und Kuhl sind von den Beschränkungen des § 181 BGB für Geschäfte der Gesellschaft mit der RALOS New Energies AG, Griesheim, befreit.

Die Bezüge der Geschäftsführung betragen TEuro 482.

Zum Stichtag bestanden gegenüber den Geschäftsführern keine Forderungen aus Darlehensgewährungen (Vorjahr: TEuro 30).

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RALOS New Energies AG, Griesheim, einbezogen. Der Konzernabschluss wird durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch offen gelegt. Er befreit daher die Gesellschaft einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Michelstadt, den 31. März 2010

Albert Klein

Heinrich Dauscher

Axel Amarell

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand
1.1.2009
Zugänge
Abgänge
Stand
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software und ähnliche Rechte 241.061,57 108.508,56 0,00 349.570,13
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 447.235,75 1.892,48 0,00 449.128,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 965.093,15 65.841,44 35.672,05 995.262,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.044.130,42 230.806,06 100.434,84 1.174.501,64
  2.456.459,32 298.539,98 136.106,89 2.618.892,41
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.145,99 527.647,21 0,00 592.793,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 783.942,56 118.262,22 0,00 902.204,78
3. Beteiligungen 0,00 150.000,00 0,00 150.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 50,00 500,00 0,00 550,00
5. Sonstige Ausleihungen 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
  1.349.138,55 796.409,43 0,00 2.145.547,98
  4.046.659,44 1.203.457,97 136.106,89 5.114.010,52
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand
1.1.2009
Zugänge
Abgänge
Stand
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software und ähnliche Rechte 51.964,36 92.591,17 0,00 144.555,53
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.690,97 13.231,47 0,00 35.922,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 94.672,41 51.209,24 0,00 145.881,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.336,86 174.239,73 67.743,08 436.833,51
  447.700,24 238.680,44 67.743,08 618.637,60
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.192,99 0,00 0,00 17.192,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
  267.192,99 0,00 0,00 267.192,99
  766.857,59 331.271,61 67.743,08 1.030.386,12
  Buchwert
  31.12.2009
31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software und ähnliche Rechte 205.014,60 189.097,21
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 413.205,79 424.544,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 849.380,89 870.420,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 737.668,13 713.793,56
  2.000.254,81 2.008.759,08
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 575.600,21 47.953,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 902.204,78 783.942,56
3. Beteiligungen 150.000,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 550,00 50,00
5. Sonstige Ausleihungen 250.000,00 250.000,00
  1.878.354,99 1.081.945,56
  4.083.624,40 3.279.801,85

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RALOS Vertriebs GmbH, Michelstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken gefährdet ist, die im Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken und Liquiditätsrisiken der RVG" des Lageberichts dargestellt sind. Dort ist ausgeführt, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft mittelfristig davon abhängt, dass sich die im Liquiditätsplan prognostizierten Zahlungszuflüsse aus Großprojekte weder zeitlich erheblich verschieben noch dass diese Projekte ohne Ersatz wegfallen.

 

Stuttgart, den 31. März 2010

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rüdiger Dresel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Renate Berghoff, Wirtschaftsprüferin

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