Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roger Konrad seit 24.1.2025 | Geschäftsführer |
Helge Petersen seit 24.1.2019 | Prokura |
Torsten Ottomar Heinje seit 18.2.2009 | Geschäftsführer |
Dieter Danneboom seit 7.2.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Witte GmbHFlensburgJahresabschluss zum 30. Juni 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Die Witte GmbH gehört im Elektro-Großhandel zu den führenden Unternehmen im Norden Schleswig-Holsteins. Das Unternehmen hat mit Flensburg und Wesseln zwei Standorte und fertigt zudem im Auftrag von Kunden Schaltschränke. Wir verstehen uns als kompetenter beratender Fachgroßhandel. Unsere Dienstleistungen zielen darauf ab, unsere Kunden im Elektroinstallations- und im Industriebereich noch erfolgreicher zu machen. II. Wirtschaftsumfeld und Wirtschaftsbericht Laut IFH (Institut für Handelsforschung der Universität zu Köln) war das Kalenderjahr 2022 im Elektrogroßhandel in Deutschland mit einer Umsatzentwicklung von ca. +16,6% (Halbjahr ca. +15,5%) positiv ausgegangen. Im ersten Halbjahr 2023 lag das Wachstum bei ca. +16,3% zum Vorjahr. Auf der Lieferantenseite kam es durch die Corona-Krise und durch die Ukraine-Krise oftmals zu Lieferengpässen, die nicht immer durch Alternativlieferanten und Lagerbestückung aufgefangen werden konnten. Im Bereich des Wareneinsatzes konnte beobachtet werden, dass nach wie vor viele Hersteller durch mehrere Preisanhebungen den steigenden Kosten entgegengetreten sind. III. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug 123 (im Vorjahr 121), 14 (im Vorjahr 16) Auszubildende sowie unverändert zum Vorjahr zwei Geschäftsführer. Zum Jahresende betrug der aktive Mitarbeiterstand auf Basis von FTEs ohne ATZ/AZUBIs/GF 111. Die Mitarbeiterfluktuation im Unternehmen liegt auf einem normalen Niveau. IV. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Brutto-Umsatz und Jahresüberschuss vor Steuern sind die für die interne Steuerung verwendeten bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren. Der Brutto-Umsatz (Umsatzerlöse vor Kundenboni- und -skonti abzüglich sonstiger Erlöse) lag ca. 9,9% über dem Niveau des Vorjahres und deutlich über der Vorjahresprognose, aber unter dem Marktwachstum. Das Marktwachstum konnte trotz der Bevorratung nicht erreicht werden, da sowohl SMART-Meter, Wechselrichter und Material im Schaltschrankbau von den Herstellern über Volumen und zeitliche Order zugeteilt wurden. In Summe wurde vorsichtiger bestellt. Ursächlich für den erneuten Anstieg des Marktvolumens waren vor allem die gute Auftragslage der Kunden im Markt der erneuerbaren Energien, die Möglichkeit gestiegene Einkaufspreise durch Bevorratung zu kompensieren und "Hamsterkäufe", um drohende Bezugsschwierigkeiten zu entgehen. Die gestiegenen Einkaufspreise konnten teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Das Warenrohergebnis von TEUR 9.921 liegt um ca. 12,6% höher als im Vorjahr. Die Materialaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,66 Prozentpunkte verringert. Die Personalaufwendungen sind um ca. 6,3% gegenüber Vorjahr gestiegen, da unterjährig individuelle Anpassungen und tariflich ausgelöste Erhöhungen der Gehälter durchgeführt wurden und durch den aufwändigeren Beschaffungsprozess zusätzlicher Personalbedarf entstanden ist. Zudem ist der durchschnittliche Mitarbeiterbestand leicht im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (nach Bereinigung der periodenfremden Aufwendungen) liegen durch höhere Aufwendungen für Miete, Gebäude- und Raumkosten, Instandhaltung und Leasing, Marketing- und Vertriebsaufwendungen, LKW/PKW-Kosten, Frachtkosten und sonstige Aufwendungen ca. 10,5 % über Vorjahr. Der Jahresüberschuss vor Steuern beträgt TEUR 2.089 (im Vorjahr TEUR 1.947) und lag damit deutlich über dem geplanten Niveau. Das Geschäftsjahr 2022/23 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.544 (im Vorjahr TEUR 1.371) ab. Der wirtschaftliche Erfolg kann vor dem Hintergrund des geschäftlichen Umfelds und der Krisen-Auswirkungen als sehr gut bezeichnet werden, da das Jahresergebnis vor Steuern deutlich über dem im Vorjahr prognostizierten Ertragsziel liegt. b) Finanzlage Die flüssigen Mittel und kurzfristigen Forderungen decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten vollständig ab. Es bestehen Kreditlinien in Höhe von TEUR 500, die unterjährig genutzt wurden, und zum Bilanzstichtag in Höhe TEUR 36 (im Vorjahr TEUR 325) beansprucht worden sind. Die Gesellschaft verfügte über das FAMO-Cashpooling im abgelaufenen Geschäftsjahr stets über ausreichend Liquidität. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis in Höhe von ca. TEUR 87 (im Vorjahr ca. TEUR 113) ist leicht gesunken. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Der Warenendbestand zum Geschäftsjahresende lag auf dem Niveau der Vormonate und damit über dem Vorjahresniveau. Diese Maßnahme war notwendig und geplant, um die Lieferfähigkeit durch die unterbrochenen Lieferketten sowie die anhaltend schlechte Verfügbarkeit wichtiger Warengruppen während der anhaltenden Krisen und danach sicher zu stellen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um ca. 8,7% gestiegen. Die Forderungsausfälle sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um ca. 8,5% gesunken. Zum 30. Juni 2023 werden die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, da die Anteile unterjährig gekündigt wurden und es sich damit nicht mehr um Beteiligungsunternehmen handelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 317 im Vorjahr auf TEUR 555 im Berichtsjahr gestiegen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt bei 43,1% (im Vorjahr 36,5%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat keine Ausschüttung an die Gesellschafter stattgefunden. Die Lage der Gesellschaft wird insgesamt als gut angesehen. d) Investitionen Die Investitionen im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 315 (Vorjahr TEUR 217) waren im Wesentlichen durch Neuanschaffungen in der Logistik, Gebäudesanierung sowie den Kauf von Ersatzbedarf und Investitionen im Bereich IT geprägt. V. Risiko- und Prognosebericht a) Risiko-Management Um der Marktlage in 2022/2023 Rechnung zu tragen, wurden weiterhin monatliche Inkasso-Besprechungen durchgeführt, Kreditlimits festgelegt und parallel Creditreform-Auskünfte genutzt, um das Forderungsmanagement zu gestalten. Außerdem waren einige Kunden über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Die Ziele zur Neukundengewinnung, Umsatzsteigerung und Spannenverbesserung werden in Maßnahmen gegliedert, regelmäßig überprüft und mit geeigneten Systemen überwacht. Darüber hinaus wurden Workshops im Bereich Strategie/Mitarbeiterführung mit den Führungskräften sowie regelmäßige ASA-Sitzungen (Arbeitsschutz-Ausschusssitzungen) durchgeführt. b) Chancen und Risiken Witte GmbH sieht sich als starken Marktteilnehmer im Norden Deutschlands und ist stabil aufgestellt. Die Finanzierung der Gesellschaft steht auf solidem Fundament. Die Chancen der Gesellschaft werden aktiv verfolgt und in Maßnahmen umgesetzt. Nachfolgend werden die einzelnen Chancen nach der Höhe ihrer potenziellen Auswirkung absteigend dargestellt. Die Bunderegierung reagiert mit Anreizprogrammen zum Wohnungs-/Einfamilienhausneubau, bei der energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes, beim Austausch von Heizungsanlagen zum Tausch in Wärmepumpen, für das Betreiben von privat genutzten PV-Anlagen sowie bei der Förderung von privatgenutzten E-Ladesäulen auf die Zinspolitik der EZB, um die Klimaziele zu erreichen und den Mietwohnungsmarkt zu entlasten. Diese und andere staatlich geförderte Infrastrukturprogramme könnten der Gesellschaft zukünftig weiterhin stabile und positive Ergebnisbeiträge liefern. Durch die Digitalisierung der Arbeitsprozesse und der Implementierung von Prozessen mit KI-Software verspricht sich die Gesellschaft eine realistische Chance zur Effizienzsteigerung der internen Organisation und einen positiven Ergebnisbeitrag in der Zukunft. Die Risiken der Gesellschaft werden aktiv gesteuert. Nachfolgend werden die einzelnen Risiken nach der Höhe ihrer potenziellen Auswirkung absteigend dargestellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird für die dargestellten Risiken als mittel bis gering und ebenfalls in absteigender Reihenfolge dargestellt. Für die Gesellschaft bestehen insbesondere Inflations-, Zinsänderungs- und Ausfallrisiken. Der Ausfall von Forderungen kann zu einer Verschlechterung der Finanzlage der Gesellschaft führen. Diesem Risiko wird durch das oben geschilderte strikte Forderungsmanagement begegnet. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses. Die vergebenen oder erhaltenen konzerninternen Darlehen sind an den Marktzins gebunden und können sich somit positiv oder negativ auf das Ergebnis auswirken. Die Inflation treibt sowohl die Beschaffungs-, Logistik-, als auch die Personalkosten. Dadurch steigt in der Baubranche das Risiko, dass die Baukonjunktur dauerhaft Schaden nimmt. Deshalb ist es wichtig, dass die Bundesregierung schnell und effizient die angekündigten Anreizprogramme umsetzt. Besondere Risiken sind weiterhin durch mögliche Auswirkungen neuer Krisen oder der Ausweitung des Ukraine-Krieges denkbar. Insbesondere weitere Preissteigerungen und eine abnehmende Warenverfügbarkeit bei den Lieferanten sowie drohende Insolvenzen und Kurzarbeit bei einigen Herstellern könnten zu zeitlichen Verschiebungen von Projekten in der Kundschaft und somit zu Absatzverringerung führen und damit das Ergebnis der Gesellschaft negativ beeinflussen. Um weiterhin eine hohe Liefertreue gewährleisten zu können, wurde der Lagerbestand in den letzten Monaten weiterhin erhöht. Die erhöhten Puffermengen auf allen Handelsebenen können ebenfalls zu Abwertungsrisiken führen. Die Kundenstruktur zeigt ein solides Bild. Durch eine breite Risikostreuung drohen wenige Gefahren durch Kundenabgänge oder Insolvenzen. Dennoch ist die Gesellschaft dem Risiko einer sinkenden Kundschaft ausgesetzt, da Handwerksbetriebe abwandern können oder es ihnen an qualifizierten Nachwuchsmitarbeitern fehlt. Um die Attraktivität des Handwerks zu fördern, wurde daher gemeinsam mit einer regionalen Bank und einem weiteren lokalen Unternehmen die Kampagne "Flensburg liebt Handwerk" sowie mit der e-masters GmbH ein Programm für die AZUBI-Gewinnung gestartet. Die Aufwendungen befinden sich auf angemessenem Niveau und zeigen keine Gefahren einer überproportionalen Entwicklung. Die Bemühungen im Personalmanagement sollten ausreichend sein, um qualifizierte Mitarbeiter zur Erlangung der Unternehmensziele zu gewinnen. Derivative Finanzinstrumente bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Derzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. VI. Ausblick Die Auftragslage sowie die Anfragetätigkeit für größere Bauprojekte sind bei dem überwiegenden Teil unserer Kunden gut. Vor diesem Hintergrund kann von einer stabilen Nachfrage ausgegangen werden. Zumindest für die erste Hälfte des neuen Geschäftsjahres erwarten wir ein ungebrochenes Umsatzwachstum. Für das neue Geschäftsjahr ist geplant, das Umsatzniveau leicht zu steigern und gleichzeitig über geeignete Maßnahmen zur Spannenstabilisierung Ertrag zu sichern. Steigende Anstrengungen im IT-Bereich zum Ausbau des Onlineanteils oder zur Optimierung interner Abläufe sollen weiterhin die Organisation entlasten. Der weitere Einsatz des umfangreichen CRM-Systems und intelligenter Software soll die Schlagkraft der Vertriebsmitarbeiter erhöhen und den stetig zunehmenden Mehraufwand kompensieren sowie Konsolidierungseffekte auf Kundenseite frühzeitig erkennbar machen. Im Bereich der Lagerorganisation wurden einige Projekte aufgesetzt, um weiterhin die Professionalität der Abwicklung zu erhöhen. Der Jahresüberschuss vor Steuern für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird voraussichtlich durch höhere geplante Kosten und Investitionen deutlich positiv, aber erkennbar unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen.
Flensburg, den 30. August 2023 Torsten Heinje Dieter Danneboom Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023Allgemeine Angaben Die Witte GmbH hat ihren Sitz in Flensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Flensburg (HRB 1700 FL). Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Zu den Anschaffungskosten gehören neben den Erwerbskosten auch die Nebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten abzüglich der Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten enthalten direkt zurechenbare Einzelkosten sowie angemessene Kosten der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die im Vorjahr unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten oder, im Falle dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Einkaufspreisen nach Abzug von vereinbarten Rabatten, Boni und Skonti. Bewertungsabschläge wegen verminderter Gängigkeit werden im Wege einer Reichweitenbetrachtung ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen oder durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Dabei wird auch der erwarteten Skontoziehung durch die Kunden Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der zugrundeliegenden Verpflichtungen notwendigen Betrag bilanziert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 179 (im Vorjahr TEUR 10) entfallen mit TEUR 170 (im Vorjahr TEUR 0) auf den Cashpool mit der Gesellschafterin sowie mit TEUR 8 (im Vorjahr TEUR 10) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelte es sich im Vorjahr um Delkredere-Provisionsforderungen gegen die MITEGRO GmbH & Co. KG, Hannover, in Höhe von TEUR 20. Das Beteiligungsverhältnis wurde unterjährig gekündigt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.000 (im Vorjahr TEUR 1.029) betreffen im Wesentlichen personalbezogene Kosten mit TEUR 485 (im Vorjahr TEUR 445), und Kundenboni mit TEUR 399 (im Vorjahr TEUR 331). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, ausnahmslos Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr sämtlich aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfielen im Vorjahr ebenfalls auf Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 555 (im Vorjahr TEUR 317) enthalten. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge / Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Posten von TEUR 85 (im Vorjahr TEUR 405) enthalten. Der Vorjahresbetrag entfällt im Wesentlichen auf eine Rückstellungsauflösung für einen drohenden Rückzahlungsanspruch, dessen Inanspruchnahme nicht mehr gegeben war. Hierbei handelte es sich um Erträge von außergewöhnlicher Höhe. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 25 (im Vorjahr TEUR 29). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Körperschaftsteuer samt Solidaritätszuschlag (TEUR 339; im Vorjahr TEUR 307) und Gewerbesteuer (TEUR 289; im Vorjahr TEUR 261) für den Berichtszeitraum (Veranlagungszeitraum 2023). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Ergebnisbeiträge von insgesamt TEUR 83 (Ertrag) (im Vorjahr TEUR 8 (Aufwand)) enthalten. Diese stehen im Zusammenhang mit Steueranpassungen für Vorjahre. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 123 Mitarbeiter, zwei Geschäftsführer sowie 14 Auszubildende beschäftigt. Die 123 Mitarbeiter teilen sich in 54 gewerbliche und 69 kaufmännische Mitarbeiter (inklusive Außendienst) auf. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat in Höhe von TEUR 1.490 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und die nicht nach § 251 HGB anzugeben sind. Diese sind in Höhe von TEUR 569 innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Miet- und Leasingobjekten ist die Anmietung einem Erwerb vorzuziehen, um im Falle der Beendigung nicht das Verwertungsrisiko tragen zu müssen. Ein weiterer Vorteil liegt in der geringeren Kapitalbindung. Risiken können sich aus der jeweiligen Vertragsbindung ergeben, sofern ein Objekt nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden kann. Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB
Latente Steuern § 285 Nr. 29 HGB Aktive latente Steuern resultieren aus der Bewertung des Vorratsvermögens und aus sonstigen Rückstellungen. Die Bewertung des Mehrvermögens erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von rd. 30%. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB, aktive latente Steuern nicht anzusetzen, wurde wie im Vorjahr Gebrauch gemacht. Gewinnverwendungsbeschluss In der Gesellschafterversammlung am 21. November 2022 wurde beschlossen, den Gewinnvortrag und das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/23 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung sind: Torsten Heinje, Kaufmann, Geschäftsführer und persönlich haftender Gesellschafter der FAMO GmbH & Co. KG, Oldenburg Dieter Danneboom, Dipl.-Ingenieur, hauptberuflich Geschäftsführer der Witte GmbH Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernabschluss Die Witte GmbH wird in den im elektronischen Unternehmensregister offenzulegenden Konzernabschluss zum 30. Juni 2023 der FAMO GmbH & Co. KG, Oldenburg, einbezogen.
Flensburg, 30. August 2023 Torsten Heinje Dieter Danneboom Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
In dem vorliegenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vorliegenden Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Witte GmbH, Flensburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Witte GmbH, Flensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Witte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen
Bremen, den 16. November 2023 KPMG
AG
Buske, Wirtschaftsprüfer Moritz, Wirtschaftsprüferin Feststellung des JahresabschlussesIn der Gesellschafterversammlung am 22. November 2023 wurde der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 festgestellt. Ferner hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.736.056,51 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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