Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 720174
Eingetragen
17.1.2011
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Erwerb, das Halten und das Verwalten von Gesellschaftsbeteiligungen aller Art im In- und Ausland und die Übernahme von Managementfunktionen für die einzelnen Tochterunternehmen der Unternehmensgruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Silke Andrea Heilig
seit 14.8.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIST GmbH

Buchen Odenwald

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 297.419,64 468.832,19
2. geleistete Anzahlungen 6.200,00 0,00
303.619,64 468.832,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.669.473,81 10.449.395,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.059.907,71 9.775.768,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.889.680,96 2.555.233,98
4. Geleistete Anzahlungen 1.590.419,90 1.089.367,67
25.209.482,38 23.869.765,15
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,43 1,43
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.221.437,68 22.217.762,15
3. Sonstige Ausleihungen 4.502.629,66 3.970.156,38
27.724.068,77 26.187.919,96
53.237.170,79 50.526.517,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.857.314,19 7.170.944,04
2. Unfertige Erzeugnisse 4.183.137,39 5.677.642,26
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.522.433,97 5.177.571,32
4. Geleistete Anzahlungen 212.163,96 295.822,50
14.775.049,51 18.321.980,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.101.184,77 12.607.247,48
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.150.344,71 1.710.559,52
13.251.529,48 14.317.807,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.130.969,36 5.089.176,21
33.157.548,35 37.728.963,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 609.024,92 176.106,67
87.003.744,06 88.431.587,30

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.200.000,00 2.200.000,00
II. Kapitalrücklage 50.713.749,46 50.855.491,92
III. Gewinnrücklage 1.098.567,43 208.257,54
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.679.690,79 1.475.609,68
V. Konzernbilanzgewinn 9.193.084,52 10.704.991,33
64.885.092,20 65.444.350,47
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 228.314,00 753.715,00
2. Steuerrückstellungen 157.940,23 2.415.002,75
3. Sonstige Rückstellungen 2.761.264,63 2.728.501,51
3.147.518,86 5.897.219,26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.551.845,23 1.185.395,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.116.543,13 1.000.206,94
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.457.668,53 2.632.381,35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.557.585,24 11.848.179,13
18.683.642,13 16.666.162,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 123.282,00
E. Passive latente Steuern 287.490,87 300.573,15
87.003.744,06 88.431.587,30

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 84.537.864,86 90.839.291,49
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.149.199,12 191.180,35
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 157.057,84 152.959,29
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.630.193,37 2.933.121,71
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.864.217,89 41.445.211,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.350.647,71 5.047.470,35
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 24.506.023,36 23.414.558,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.725.853,20 4.846.673,69
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.574.890,84 5.217.148,81
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.609.165,74 7.501.386,78
9. Erträge aus anderen Wertpapiere und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 447.636,81 649.492,14
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 769.268,78 234.337,12
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 74.232,88 1.090.039,37
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 283.402,37 1.916.377,38
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -301.038,12 1.467.357,43
14. Ergebnis nach Steuern -294.573,33 3.054.158,11
15. Sonstige Steuern 118.766,05 44.284,88
16. Konzernjahresfehlbetrag /überschuss -413.339,38 3.009.873,23

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der SIST GmbH, Buchen, zum 31. Dezember 2023 wurde in Übereinstimmung mit den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 266 ff. HGB und §§ 290 ff. HGB) sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Sitz der Muttergesellschaft SIST GmbH ist Buchen (Odenwald). Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 720174 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt, keine Leervermerke angegeben und die wertmäßigen Angaben auf TEUR gerundet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sind die SIST GmbH, Buchen, (Mutterunternehmen) sowie die Scheuermann + Heilig GmbH, Buchen (Tochterunternehmen), einbezogen, da die SIST GmbH als alleinige Gesellschafterin einen beherrschenden Einfluss auf die Tochtergesellschaft hat (Anteil am Kapital: 100 %).

Darüber hinaus sind als Tochtergesellschaften die SCHEUERMANN + HEILIG DO BRASIL TEC. EM PECAS ESTAMPADAS DOBRADAS E MOLAS LTDA, Atibaia, Brasilien (Anteil am Kapital: 100 %), die SH Automation GmbH, Buchen (Anteil am Kapital: 100 %) und die SH Kunststoff Technologien GmbH, Buchen (Anteil am Kapital: 100 %) im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Veränderungen im Konsolidierungskreis zu verzeichnen.

Konsolidierungsgrundsätze

Stichtag

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der Einzelgesellschaften sind nach einheitlichen Bewertungsmethoden auf den einheitlichen Bilanzstichtag des Konzerns (31. Dezember 2023) bilanziert und bewertet. Dabei wurden grundsätzlich die Bewertungsmethoden des Einzelabschlusses der SIST GmbH angewendet. Es ergeben sich keine wesentlichen Abweichungen zu den im handelsrechtlichen Einzelabschluss angewendeten Bewertungsmethoden der SIST GmbH.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse, die aus konzerninternen Lieferungen in das Anlage- und in das Vorratsvermögen stammen, werden im Konzernabschluss eliminiert.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 S. 2 HGB auf den Zeitpunkt zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Unternehmenszusammenschlüssen im Rahmen einer Neubewertung sind zum Erwerbszeitpunkt sämtliche stille Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufzudecken und alle identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte gesondert auszuweisen. Das sich nach der Neubewertung ergebende Eigenkapital wird mit dem Beteiligungsbuchwert beim Mutterunternehmen verrechnet.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Scheuermann + Heilig GmbH, Buchen, hat sich bei der Erstkonsolidierung zum 1. November 2011 ein technisch bedingter passivischer Unterschiedsbetrag ergeben, der daraus resultiert, dass die Einbringung der Anteile zu Buchwerten erfolgte. Bei einer Einbringung zum beizulegenden Zeitwert hätte im Einzelabschluss der SIST GmbH eine Kapitalrücklage in Höhe des sich im Konzernabschluss ergebenden passivischen Unterschiedsbetrags erfasst werden müssen. Dementsprechend erfolgt im Konzernabschluss ein Ausweis des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung unter der Kapitalrücklage.

Aus der Erstkonsolidierung der SCHEUERMANN + HEILIG DO BRASIL, Atibaia, Brasilien, zum 2. Juli 2014 resultierte ein passiver Unterschiedsbetrag bei dem es sich um Gewinnthesaurierungen vor dem Anteilserwerb handelt. Der Ausweis erfolgte im Konzernergebnisvortrag.

Aus der Erstkonsolidierung der SH Automation GmbH, Buchen, zum 2. Juli 2014 resultierte ein aktiver Unterschiedsbetrag der vollständig wertberichtigt wurde.

Latente Steuern

Gemäß § 306 HGB wurden auf Konsolidierungsmaßnahmen, sofern diese zu unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz geführt haben, latente Steuern gebildet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und - sofern sie der Abnutzung unterliegen - entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Soweit die Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen, werden diese nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro-rata-temporis abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Beteiligungen, sonstige Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei den Wertpapieren wurden entweder die Anschaffungskosten oder der am Bilanzstichtag niedrigere Börsenwert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Gegenstände des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit nicht im Einzelfall ein niedrigerer Wertansatz nach § 253 Abs. 4 HGB geboten war. Das strenge Niederstwertprinzip wurde eingehalten.

Im Einzelnen wurden die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe auf Basis von gleitenden Durchschnittwerten und unter der Berücksichtigung von Marktpreisen bewertet. Für Einsatzwerkzeuge wurden Festwerte gebildet. Grundlage für die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bildeten die tatsächlichen Herstellkosten nach § 255 HGB. Dabei wurden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigung- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Pauschalwertberichtigungen wurden für das allgemeine Ausfallrisiko gebildet.

Die flüssigen Mittel sind mit ihren Nennbeträgen angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Eigenkapital

Zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf den beigefügten Eigenkapitalspiegel verwiesen. Der Betrag, der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter der SIST GmbH, Buchen, zur Verfügung steht, ist TEUR 23.849 (Vj.: TEUR 21.859). Entsprechend des Gesellschaftsvertrags der SIST GmbH wurde eine Gewinnrücklage gebildet.

Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected- Unit- Credit- Methode" (PUC- Methode). Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen, hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaft bzw. der Rentenentwicklung sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt.

Als biometrische Rechnungsgrundlage wurde die Richttafel 2018G von Prof. Klaus Heubeck verwendet.

Darüber hinaus wurden folgende weitere Annahmen der Bewertung zugrunde gelegt:

a)

Rechnungszinssatz p. a. 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre)

b)

Rententrend p. a. 1,00 %

c)

Fluktuation 0 %

d)

Zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen: 3,00 %

Für die Saldierung der Pensionsrückstellung mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung: TEUR 9.246
fortgeführte Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung: TEUR 7.442
beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung : TEUR 9.018
verrechnete Aufwendungen: TEUR 168
verrechnete Erträge: TEUR 706

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,76 %) in Höhe von 135 TEUR ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, Kosten für Abschluss- und Prüfung, Verpflichtungen auf Grund von Gewährleistungen sowie Ausgleichsansprüche.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Erwartete Restlaufzeiten
Gesamt bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.552 1.129 1.658 765
(im Vorjahr) (1.185) (579) (606) (0)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.116 1.116 0 0
(im Vorjahr) (1.000) (1.000) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.458 2.458 0 0
(im Vorjahr) (2.632) (2.632) (0) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.558 998 288 10.272
(im Vorjahr) (11.848) (1.204) (144) (10.500)
- davon aus Steuern 476
(im Vorjahr) (315)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 84
(im Vorjahr) (72)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.552 (Vj.: TEUR 1.185) durch Grundschulden sowie der Raumsicherungsübereignung von Maschinen und Betriebsausstattung besichert.

Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe von TEUR 10.729 (Vj.: TEUR 10.994).

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Für den SIST-Konzern wird ein durchschnittlicher Ertragsteuersatz von 30,8 % angenommen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und denselben Steuergläubiger betreffen.

Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen zu latentem Steueraufwand bzw. Steuerertrag. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich ein latenter Steuerertrag in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 13) ergeben, der unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen ist.

Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der im Rahmen der Erstkonsolidierung vorgenommenen Neubewertung der Vermögensgegenstände.

Entwicklung der passiven latenten Steuern:

Stand 01.01.2023: 301 TEUR
Auflösung: 13 TEUR
Stand 31.12.2023: 288 TEUR

IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft hat ihren Absatz in der Bundesrepublik Deutschland sowie im Ausland.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB der produzierten Waren gliedert sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt (Erlösminderungen sind in den Zahlenangaben berücksichtigt):

2023 2022
(in TEUR) (in TEUR)
Erlöse aus Inland 30.911 36.366
Erlöse aus Ausland 53.627 54.473
Summe Umsatzerlöse 84.538 90.839

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung entfallen TEUR 128 (Vj. TEUR 401) auf die Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 32 (Vj. TEUR 142) welche überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 59) welche überwiegend aus Forderungsverlusten resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 432 (Vj. TEUR 2.488) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 86 (Vj.: TEUR 1.585) enthalten.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 74 (Vj.: TEUR 1.090).

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 168 (Vj. TEUR 159) aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

V. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend DRS 21 erstellt.

VI. Sonstige Angaben

Personal

Im Berichtsjahr wurden im Konzern durchschnittlich beschäftigt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 411
Technische und kaufmännische Angestellte 142
553

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 268 Abs. 7 i. V. m. § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer erhielt im Geschäftsjahr Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 22.

Zusammensetzung und Vergütung der Geschäftsführung

Die Angabe der für die Tätigkeit der Geschäftsführung im Berichtsjahr gewährten Gesamtbezüge unterbleibt in analoger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Die Geschäftsführung obliegt:

Frau Dipl.-Kffr. Silke Heilig, Buchen

Herrn Dipl.-Ing. Steffen Scheuermann, Buchen OT Hainstadt.

Inanspruchnahme der Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB

Die Scheuermann + Heilig GmbH, Buchen, die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen wird, macht von den Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bezgl. der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch.

Die SH Automation GmbH, Buchen, die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen wird, macht von den Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bezgl. der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch.

Die SH Kunststoff Technologien GmbH, Buchen, die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen wird, macht von den Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bezgl. der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch.

Ergebnisverwendungsvorschlag SIST GmbH

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss und den bestehenden Gewinnvortrag der SIST GmbH, Buchen, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Buchen, 28. November 2024

Silke Heilig, Geschäftsführerin

Steffen Scheuermann, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.429.684,02 159.659,67 124.615,76
2. Geleistete Anzahlungen 205.539,51 6.200,00 0,00
2.635.223,53 165.859,67 124.615,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.383.861,77 55.337,70 26.947,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.459.829,39 3.983.163,79 162.630,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.382.063,84 1.218.794,24 390.322,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.089.367,67 1.332.328,90 0,00
80.315.122,67 6.589.624,63 579.901,12
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,43 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 24.013.968,39 15.398.139,36 14.831.580,00
3. Sonstige Ausleihungen 4.077.140,94 532.473,28 0,00
28.091.110,76 15.930.612,64 14.831.580,00
111.041.456,96 22.686.096,94 15.536.096,88
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Währungsdifferenzen 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 9.311,82 2.474.039,75
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 211.739,51
0,00 9.311,82 2.685.779,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 26.945,59 20.439.197,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 831.276,67 129.237,03 54.240.875,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 31.886,30 10.242.421,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -831.276,67 1.590.419,90
0,00 188.068,92 86.512.915,10
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 1,43
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 24.580.527,75
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 4.609.614,22
0,00 0,00 29.190.143,40
0,00 197.380,74 118.388.837,76
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.960.851,84 329.828,38 123.252,76
2. Geleistete Anzahlungen 205.539,51 0,00 0,00
2.166.391,35 329.828,38 123.252,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.934.466,62 842.900,05 26.946,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.684.061,04 3.533.246,06 149.381,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.826.829,86 868.916,35 371.208,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
56.445.357,52 5.245.062,46 547.535,74
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.796.206,24 74.232,88 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 106.984,56 0,00 0,00
1.903.190,80 74.232,88 0,00
60.514.939,67 5.649.123,72 670.788,50
Kumulierte Abschreibungen
Zuschreibungen Währungsdifferenzen 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 9.192,65 2.176.620,11
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 205.539,51
0,00 9.192,65 2.382.159,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 19.303,58 10.769.724,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 113.042,56 43.180.968,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 28.202,34 7.352.740,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 160.548,48 61.303.432,72
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 511.349,05 0,00 1.359.090,07
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 106.984,56
511.349,05 0,00 1.466.074,63
511.349,05 169.741,13 65.151.666,97
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 297.419,64 468.832,18
2. Geleistete Anzahlungen 6.200,00 0,00
303.619,64 468.832,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.669.473,81 10.449.395,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.059.907,71 9.775.768,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.889.680,96 2.555.233,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.590.419,90 1.089.367,67
25.209.482,38 23.869.765,15
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,43 1,43
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.221.437,68 22.217.762,15
3. Sonstige Ausleihungen 4.502.629,66 3.970.156,38
27.724.068,77 26.187.919,96
53.237.170,79 50.526.517,29

Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Periodenergebnis -413.339,38 3.009.873,23
2. +/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.574.890,84 5.217.148,81
3. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Finanzanlagen -437.116,17 1.090.039,37
4. +/- Zunahme / Abnahme der langfristigen Rückstellungen -693.690,00 594.336,00
5. + Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen 38.272,57 -384.977,48
6. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.697.860,55 -652.528,82
7. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.842.733,25 -1.943.134,99
8. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -140.441,68 -1.206.951,73
9. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge -485.866,41 1.682.040,26
10. +/- Ertragsteueraufwand-/ertrag -301.038,12 1.467.357,43
11. +/- Ertragsteuerzahlungen -2.559.070,86 -1.662.586,42
12. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.123.194,59 7.210.615,66
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immat. Anlagevermögen -165.859,67 -421.870,55
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 25.339,98 14.067,19
15. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -6.589.624,63 -4.570.602,48
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 13.142.107,85 2.568.973,57
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -15.930.612,64 -2.335.722,43
18. + erhaltene Zinsen 769.268,78 234.337,12
19. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.749.380,33 -4.510.817,58
20. +/- Erhöhung/Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter -264.810,65 248.668,04
21. - Gewinnausschüttungen Gesellschafter -350.000,00 -700.000,00
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz)Krediten 1.816.550,23 -579.405,00
23. - gezahlte Zinsen -115.113,37 -1.756.998,38
24. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.086.626,21 -2.787.735,34
25. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -539.559,53 -87.937,26
26. +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 31.452,68 1.170.188,05
27. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.509.776,21 3.427.525,43
28. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.001.669,36 4.509.776,22

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds und Überleitung auf Bilanzposten

2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.551.845,23 1.185.395,00
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 2.422.545,23 605.995,00
1.129.300,00 579.400,00
- Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.130.969,36 5.089.176,21
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -4.001.669,36 -4.509.776,21

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand 31.12.2021 2.200.000,00 51.528.193,82 20.406,81
Sonstige Veränderungen 6.891,30
Gewinnausschüttungen -672.701,90 -27.298,11
Einstellung in Gewinnrücklage 208.257,54
Konzernjahresergebnis
Stand 31.12.2022 2.200.000,00 50.855.491,92 208.257,54
Sonstige Veränderungen
Gewinnausschüttungen -141.742,46 -208.257,54
Einstellung in Gewinnrücklage 1.098.567,43
Konzernjahresergebnis
Stand 31.12.2023 2.200.000,00 50.713.749,46 1.098.567,43
Mutterunternehmen
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Konzerneigenkapital
Stand 31.12.2021 7.910.266,94 -5.593,83 61.653.273,74
Sonstige Veränderungen -6.891,30 1.481.203,51 1.481.203,51
Gewinnausschüttungen -700.000,01
Einstellung in Gewinnrücklage -208.257,54 0,00
Konzernjahresergebnis 3.009.873,23 3.009.873,23
Stand 31.12.2022 10.704.991,33 1.475.609,68 65.444.350,47
Sonstige Veränderungen 204.081,11 204.081,11
Gewinnausschüttungen -350.000,00
Einstellung in Gewinnrücklage -1.098.567,43 0,00
Konzernjahresergebnis -413.339,38 -413.339,38
Stand 31.12.2023 9.193.084,52 1.679.690,79 64.885.092,20

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Organisatorische Struktur des Konzerns

Gegenstand unseres Unternehmens ist das Erwerben, Halten und Verwalten von Geschäftsbeteiligungen aller Art (Holdinggesellschaft). Die SIST GmbH ist als Holdinggesellschaft nicht operativ tätig und erfüllt damit einzig die Funktion als Mutterunternehmen des SIST Konzerns.

Der Konzern umfasst neben der SIST GmbH zum Bilanzstichtag die Tochtergesellschaften SCHEUERMANN + HEILIG GmbH, Buchen (SH), SH Automation GmbH, Buchen, SH do Brasil Ltda., Atibaia Brasilien (SHB) und die SH Kunststoff Technologien GmbH, Buchen.

I.2. Produkte und Dienstleistungen

SH sowie SHB bieten maßgeschneiderte Konzepte und effiziente Serienfertigung in Perfektion: die Kompetenzen von SH und SHB in der Entwicklung und Herstellung von Schraubenfedern, Schraubenfederringe, Drahtbiegeteile, Stanzbiegeteile, Stanzteile, Montage- und Kunststoffteile sowie Baugruppen unterstützen unsere Kunden in Ihrer Marktperformance. Als weltweiter Technologieführer in Sachen Metall-Umformung bieten SH und SHB perfekte Lösungen für alle Branchen insbesondere für die Branchen Medical, Smart Solutions und Mobility. Zusätzlich bieten SH und SHB noch individuelle Lösungen an. Wir denken voraus und leisten projektunabhängige Forschungs- und Entwicklungsarbeit - damit Kunden von innovativen Technologien und Prozessen profitieren.

Auf der Internetseite www.sh-gmbh.de finden Sie eine Auswahl unserer Produkte und Leistungen.

Während SH nahezu weltweit, jedoch schwerpunktmäßig ins europäische Ausland liefert, konzentrieren sich die Aktivitäten der SHB weitgehend auf den brasilianischen Binnenmarkt.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen, sowie Geschäftsverlauf

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2023 in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die weiterhin hohen Preise, ungünstigen Finanzierungsbedingungen und eine geringe Nachfrage aus dem Ausland dämpften die Konjunktur. Die Wirtschaft im produzierenden Gewerbe ging deutlich um 2,0% zurück. Positive Signale kamen aus dem Automobilsektor aufgrund des bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich. Nach Auslaufen dieses Bonus brach der Absatz an E- Autos jedoch spürbar ein.

Durch den anhaltenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die Energieversorgung sowie die Rohstoffversorgung deutlich verteuert.

II.2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage spiegelt sich auch in der wirtschaftlichen Entwicklung der SIST GmbH mit ihren Tochtergesellschaften wider. Deutlich gestiegene Energiekosten, hohe Tarifabschlüsse und nach wie vor hohe Materialpreise trugen zu einer wesentlichen Mehrbelastung bei, die nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden konnte.

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr mit 6,94% deutlich zurück, wobei Scheuermann + Heilig, Deutschland größere Rückgänge als das brasilianische Werk hinnehmen musste.

Der Geschäftsbereich der SH Automation GmbH ist so gut wie eingestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden konzernweit Umsätze in Höhe von 84,5. Mio. EUR (Vj: 90,8 Mio. EUR) erzielt.

II.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich auf TEUR 87,0 (Vj.: TEUR 88,4) verringert.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 74,6% (Vj.: 74%) über dem Branchendurchschnitt. Die bestehenden langfristigen Bankfinanzierungen wurden im Geschäftsjahr planmäßig bedient und betragen zum Bilanzstichtag 3,55 Mio. EUR (Vj.: 1,19 Mio. EUR), der Anteil an der Bilanzsumme ist auf 4% (Vj.: 1,3%) gestiegen. Die Anlagenquote liegt zum Bilanzstichtag bei 61% (Vj.: 57,1%), die Verschuldungsquote bei 21,4% (Vj.: 18,9%).

Die Finanzlage kann trotz der geringfügigen Verschlechterung als solide bezeichnet werden. Der Finanzbedarf konnte weitestgehend durch den Cashflow und aus den vorhandenen liquiden Mitteln gedeckt werden. Durch zahlreiche Investitionen hat sich der Finanzbedarf gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Investiert wurde 2023 schwerpunktmäßig in den Um- und Ausbau der IT-Landschaft, den Ausbau des vollautomatischen Fräszentrums sowie in diverse Fertigungs- und Prüfanlagen sowie im Stanz- als auch im Federnbereich.

Bei der SHB wurde in Maschinenüberholungen und Maschinenzubehör zur weiteren Automatisierung investiert. Wie in den vergangenen Jahren begonnen, wurden nicht ausgelastete sowie veraltete Betriebsmittel veräußert.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich durch die verschiedenen Kostensteigerungen massiv verschlechtert und kann als unbefriedigend bezeichnet werden. Die Personalaufwandsquote hat sich trotz Umsatzrückgängen aufgrund der Tariferhöhungen erneut erhöht.

Das Konzernergebnis ist gegenüber dem Vorjahr massiv eingebrochen und beträgt nun -413 TEUR. Damit hat sich die Prognose des Vorjahres leider bestätigt.

Unsere Ertragslage ist nicht zufriedenstellend.

III. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Forschung und Entwicklung

SCHEUERMANN + HEILIG legt nach wie vor großen Wert darauf, den Kunden kontinuierlich neueste technische Erkenntnisse und innovative Lösungen zur Verfügung zu stellen. Nur so kann sich unser Unternehmen in dem schwierigen Wettbewerbsumfeld behaupten.

Uns steht dabei ein Netzwerk von führenden Forschungseinrichtungen, Lieferanten und Kunden zur Verfügung. Als aktives Mitglied der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V. (EFB) und des Verbands der Deutschen Federnindustrie e.V. (VDFI) beteiligt sich unser Unternehmen kontinuierlich an der Entwicklung von innovativen Fertigungsverfahren, der Charakterisierung von Werkstoffen sowie der Analyse von Stanz- und Umformprozessen.

Qualitätswesen

Im Jahr 2023 wurde das 1. Überwachungsaudit nach ISO 45001:2018 sowie Rezertifizierungen nach IATF 16949 und ISO 9001, DIN EN ISO 14001, 50001 13485:2016 absolviert.

Personal- und Sozialbereich

Die Mitarbeiteranzahl hat sich konzernweit gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.

Der Fachkräftemangel hat sich, aufgrund der schwachen Konjunktur und weniger Rentenabgängern als geplant, abgeschwächt.

Nach wie vor konnten nicht alle angebotenen technischen Ausbildungsstellen besetzt werden. Die in den zurück liegenden Jahren begonnenen Aktivitäten zur Gewinnung von Auszubildenden im technischen Bereich wurden weiter ausgebaut.

Um das Unternehmen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wurde ein "Tag der offenen Tür" durchgeführt, der sehr großen Anklang fand.

Umweltschutz

SH nimmt seine Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft wahr. Bei der Herstellung der Produkte entstehen Abfälle, die teilweise aufwändig entsorgt werden müssen. Deshalb rücken Themen, wie die Vermeidung, Wiederverwendung und das Recycling (stoffliche Verwertung), sowie die Vermeidung der Beseitigung (Deponierung) immer mehr in den Vordergrund. Begleitet und überprüft werde diese Maßnahmen seit Jahren durch einen externen Umwelt- und Energieberater sowie durch unsere Energiescouts. Außerdem unterziehen wir unsere diesbezüglichen Aktivitäten einer jährlichen externen Prüfung im Rahmen der Zertifizierungen nach DIN EN ISO 14001 und ISO 50001.

Im Jahr 2023 wurde der Fuhrpark in Deutschland fast gänzlich auf Elektrofahrzeuge umgestellt, die mittelts selbst erzeugtem Solarstrom betankt werden.

IV. Prognosebericht

Die weltweiten Krisen haben sich 2023 weiter verschärft. Durch den Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel tobt seit Oktober ein Krieg in der Region Gaza, der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht beigelegt wurde bzw. mit einer massiven Zerstörung von Gaza einherging.

Daneben hält der russische Angriffskrieg auf die Ukraine weiter an, und es ist nicht abzusehen, wie und was die neue amerikanische Regierung diesbezüglich vorhat.

Darüber hinaus stellt auch die Sicherheitslage Taiwans ein Grund zu Besorgnis dar.

All dies führte auch 2023 zu neuen Lieferengpässen und damit zu einer hohen Inflation. Die hohen Tarifabschlüsse könnten 2024 zu einer Lohn-Preis-Spirale führen.

Neben diesen politischen Krisen stellen die Transformation der Automobilindustrie, die hohen Energiepreise, die schleppende Digitalisierung, der hohe Bürokratieaufwand sowie der nach wie vor bestehende Fachkräftemangel die Wirtschaft vor große Herausforderungen, die auch 2024 anhalten bzw. sich verschärfen werden.

Auch unser Unternehmen muss sich diesen Herausforderungen stellen. Ein wichtiger Baustein stellt dabei die Gewinnung von Aufträgen aus den unterschiedlichsten Branchen dar.

So konnte unser Werk in Deutschland trotz dieses schwierigen Umfelds im Jahr 2023 das höchste Neuauftragsvolumen in der Firmengeschichte gewinnen. Neben Aufträgen für die E-Mobilität konnten volumenstarke Neuaufträge aus der Medizintechnik gewonnen werden.

Dennoch zeigte sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung, dass die Prognosen der Automobilindustrie leider nicht vollumfänglich eintrafen. Damit liegt das Auftragsvolumen 2024 deutlich unterhalb der Prognose. Sollte keine Erholung eintreten, wird das deutsche Werk 2025 wahrscheinlich Kurzarbeit beantragen müssen.

Ein Lichtblick stellt die Medizintechnik dar, deren Umsatz-Prognosen regelmäßig übertroffen werden.

In Brasilien hat der ehemalige Präsident Lula (linkes Lager) die Wahl gewonnen. Derzeit ist es schwer einzuschätzen, ob und wie weit sich die Wahl auf unsere Geschäftstätigkeit vor Ort auswirkt. Das breite Produktspektrum von SH do Brasil stellt am dortigen Markt ein Alleinstellungsmerkmal dar und hat dazu geführt, dass unser brasilianisches Werk verschiedene interessante Neukunden für sich gewinnen konnte.

V. Chancen- und Risikobericht

V.1. Risikobericht

Das Risiko-Management wird vorrangig von den Abteilungen Controlling und Rechnungswesen ausgeübt. In regelmäßigen Abständen werden Zu- und Abflüsse liquider Mittel in Form einer Investitions- und Liquiditätsplanung ermittelt, die Geschäftsführung hierüber informiert und ggf. Gegenmaßnahmen eingeleitet. Aufgrund der hohen Inflation wurden wie 2022 begonnen das Liquiditätsmanagement sowie das Bestandscontrolling ausgebaut und engmaschiger als bisher angewendet.

Allgemeine unternehmerische Risiken

Juristische Risiken

Risiken aufgrund der Gesetzgebung (legal risk)

Die gesetzlichen Regelungen in der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union stellen den Rahmen für die unternehmerischen Tätigkeiten dar. Es besteht somit das Risiko, dass zukünftige Änderungen der Gesetzgebung die unternehmerische Tätigkeit negativ beeinflussen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Brasilien werden von der dortigen Regierung und deren Protektionismus geprägt. Wie der neu gewählte - ehemalige Präsident Lula - der Verarmung der Mittelschicht begegnet, bleibt abzuwarten.

Risiken aufgrund des Personals

Der Facharbeitermangel stellt nach wie vor eine große Herausforderung für künftiges Wachstum dar. Vor allem die Besetzung technisch geprägter Ausbildungs- und Arbeitsplätze ist nach wie vor schwierig. Mitarbeitermotivation und -gewinnung spielen in der künftigen Personalarbeit eine wesentliche Rolle. Aufgrund der hohen Inflation muss weiterhin mit merklich steigenden Löhnen und Gehältern gerechnet werden.

In Brasilien wurde der Personalbestand bereits an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst, so dass für dieses Werk künftig weniger Risiken als bisher diesbezüglich bestehen. Eine Reduktion des Mitarbeiterbestands ist mit hohen Abfindungen verbunden. Das brasilianische Gesetz sieht vor, sämtliche Anteilseigner hierfür in die Pflicht zu nehmen.

Änderungen in der Geschäftsführung

Das Risiko, dass sich Änderungen in der Geschäftsführung ergeben, wird als gering eingeschätzt, da der Konzern eine Familiengesellschaft ist.

Auftragsentwicklung

Die Automobilindustrie ist mit hohen konjunkturellen und politischen Risiken verbunden. Insbesondere die Entwicklung der europäischen Automobilindustrie bereitet Sorge. Die asiatischen Hersteller haben bereits vor Jahren auf die E-Mobilität gesetzt und sich einen signifikanten Entwicklungsvorsprung erarbeitet. In Brasilien dominieren die asiatischen Hersteller den Markt.

Aufgrund der notwendigen Investitionen zur Abwicklung der Neuaufträge für die E-Mobilität müssen die zugrunde liegenden Absatzprognosen genauestens verfolgt bzw. überprüft werden. Sollten die prognostizierten Volumen - wie bereits in 2024 geschehen - nicht eintreffen, muss das Gespräch zu den jeweiligen Kunden gesucht werden. Außerdem sollten künftige Investitionen durch Kundenzusagen abgesichert werden.

Risiken im Bereich der Investitionstätigkeit und Kapitalbeschaffung

Risiko von Fehlinvestitionen

Die Gesellschaft investiert in moderne Fertigungs- und Werkzeugtechnologien. Für die Fertigung komplexer Teile werden die dafür notwendigen Betriebsmittel immer kapitalintensiver und spezifischer in der Anwendung. Nicht selten handelt sich de facto um Einzweckanlagen, da zur Herstellung komplexer Teile ganze Produktionslinien aufgebaut werden müssen. Dadurch besteht ein wesentlich höheres Investitionsrisiko als in der Vergangenheit.

Das Risiko von Fehlinvestitionen kann als relevant eingestuft werden.

Risiko der Kapitalbeschaffung

Die Kapitalbeschaffung in Südamerika über Banken ist aufgrund der extrem hohen Zinsen schwierig.

Gesamtbild der Risikolage

Die wirtschaftliche Entwicklung für den Konzern hängt von geopolitischen Risiken, der Material- und Energieverfügbarkeit sowie der Lohnentwicklung ab.

Für das Jahr 2024 rechnen wir wiederum mit einem Umsatzrückgang aufgrund der zu erwartenden erneuten Rezession. Sollten wir die Kostenentwicklung nicht stoppen können, werden wir ggfs. mit einem weiteren Ergebniseinbruch rechnen müssen.

Wir gehen davon aus, dass die aufgeführten Risiken in den nächsten 12 Monaten nicht den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sich jedoch auf die Ertragslage auswirken.

V.2. Chancenbericht

Den politischen und wirtschaftlichen Risiken sowie dem Inflationsdruck sind derzeit nahezu alle Marktteilnehmer ausgesetzt.

Es wird daher entscheidend sein, Einsparpotenziale und Rationalisierungsmöglichkeiten zu realisieren.

Chancen ergeben sich für den Konzern vor allem aus dem fundierten technischen Know-how, den branchenunabhängigen Fertigungsverfahren, der hohen Fertigungstiefe sowie dem Einstieg in neue Produktfelder, Branchen und Technologien (z.B. E-Mobilität, Ausbau der Medizintechnik, Erschließung neuer Produktfelder).

Wir möchten mittel- bis langfristig eine größere Diversifikation unseres Produktportfolios erreichen.

V.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

SCHEUERMANN + HEILIG verfügt sowohl in Deutschland als auch in Brasilien über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Dennoch gehen wir aktuell davon aus, dass aufgrund der anhaltenden Rezession die Forderungsausfälle zunehmen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns stets über die Bonität eines neuen Geschäftspartners.

V.4. Gesamtaussage

Das Jahr 2023 ist für den Konzern unbefriedigend verlaufen. Die Ertragslage hat sich spürbar verschlechtert, was vor allem dem massiven Umsatzrückgang geschuldet ist. Für das Jahr 2024 planen wir - sollte sich die Umsatzerwartung nicht erhöhen - deshalb in Deutschland Vorbereitungen zur Einführung von Kurzarbeit, die ggfs. 2025 eingeführt wird. Über das notwendige Ausmaß derselben ist mit dem Betriebsrat zu verhandeln.

Für das Jahr 2024 erwarten wir keine wesentliche Ergebnisverbesserung. Es wird sich zeigen, ob und inwieweit künftig Kurzarbeit umgesetzt werden kann.

Außerdem drohen hohe finanzielle Risiken aufgrund hoher Investitionskosten.

Um diesen Risiken zu trotzen ist eine weitere Diversifikation unseres Produkt- und Kundenportfolios zwingend notwendig. Wir gehen davon aus, dass sich der Fachkräftemangel aufgrund des zu erwartenden verhaltenen Umsatzwachstums abmildert.

 

Buchen, Dezember 2024

SIST GmbH

Steffen Scheuermann, Geschäftsführer

Silke Heilig, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SIST GmbH, Buchen

Prüfungsurteile

Ich habe den Konzernabschluss der SIST GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der SIST GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

1.

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

2.

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

hole ich ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für meine Prüfungsurteile.

beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bruchsal, den 25. März 2025

Albert Bittrolff, Wirtschaftsprüfer

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