3L Ventures GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Mühlroth seit 15.2.2021 | Geschäftsführer |
Benedikt Sedlmaier seit 5.3.2015 | Prokura |
Michael Dr. Durst seit 29.9.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Michael Durst | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ITONICS GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlage des Unternehmens I. GeschäftstätigkeitDas Geschäftsmodell der ITONICS GmbH (Gesellschaft) liegt in der Erbringung von Leistungen im Innovationsmanagement und in der Strategie. Die Software-Plattform ITONICS Innovation OS unterstützt bei der Systematisierung aller Aktivitäten im Innovationsprozess von der Strategie bis zur Umsetzung. Die ITONICS-Plattform ermöglicht es Unternehmen, Trends und Megatrends zu identifizieren, zu analysieren und in ihre strategische Planung zu integrieren. Sie unterstützt auch bei der systematischen Erfassung von Ideen und der Bewertung von Innovationsprojekten. Darüber hinaus bietet die Plattform Funktionen für das Technologiemanagement, um neue Technologien zu erfassen und deren Relevanz für das Unternehmen zu bewerten. Die Kernkompetenzen von ITONICS liegen in den Bereichen Trendanalyse, Technologiemanagement, Ideenmanagement und strategisches Portfolio-Management. Ein weiteres Kernmerkmal der ITONICS-Lösung ist die Erstellung von Roadmaps, die Unternehmen dabei helfen, ihre Innovationsstrategien zu visualisieren und zu kommunizieren. Diese Roadmaps zeigen den zeitlichen Verlauf von Projekten, Technologien und Initiativen auf und unterstützen bei der Priorisierung von Ressourcen und Investitionen. Die Gesellschaft arbeitet mit Unternehmen unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Branchen zusammen, darunter Automobil, Telekommunikation, Energie, Chemie, Konsumgüter und Finanzdienstleistungen. Sie bietet ihre Plattform sowohl als On-Premises-Installation als auch als cloudbasierten Service (Software-as-a-Service) an. Die Hauptgeschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt im Vertrieb von Software-Abonnements. Weitere Umsätze werden aus Implementierungs-/ Consultingdienstleistungen, dem Betrieb (Hosting) und Maintenance der Software generiert. Die Hauptabsatzmärkte befinden sich in der DACH-Region (57,3%), auf dem nordamerikanischen Kontinent (22,2%) sowie auf dem europäischen Ausland und den restlichen Kontinenten (20,5%). Der Hauptsitz der ITONICS GmbH ist die Emilienstraße 9 in Nürnberg. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der disrpt GmbH und besitzt selbst Tochterunternehmen in den USA, die ITONICS CORP., in Nepal, die ITONICS Nepal Pvt. Ltd., und in Südafrika, die ITONICS South Africa (Pty.) Ltd. Neben dem Hauptstandort Nürnberg besteht ein zusätzlicher Bürostandort in Berlin. II. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft betreibt keine wissenschaftliche Forschungsabteilung, allerdings werden sämtliche Entwicklungsleistungen an der eigenen Software selbst vorgenommen. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWeltwirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2023 zeigte sich die Weltwirtschaft von einer Mischung aus Hoffnungen auf Erholung und Unsicherheiten geprägt. Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte, und die anhaltende COVID-19-Pandemie beeinflussten die Aussichten. 1. Geopolitische Spannungen und Handelskonflikte: Die Konflikte zwischen den USA und China sowie anderen Ländern führten zu Unsicherheiten und einer Fragmentierung globaler Lieferketten. 2. COVID-19-Pandemie: Die Pandemie war noch nicht vollständig unter Kontrolle. Neue Varianten und regionale Ausbrüche beeinträchtigten die wirtschaftliche Erholung und führten zu Maßnahmen wie Lockdowns und Reisebeschränkungen. 3. Technologische Entwicklungen: Die digitale Transformation schritt voran, mit verstärkten Investitionen in künstliche Intelligenz, Big Data und Cloud-Computing. Unternehmen mussten sich an die sich verändernde Arbeitswelt anpassen. 4. Nachhaltigkeit und Klimawandel: Das Bewusstsein für Umweltfragen wuchs, was zu neuen Regulierungen und Initiativen führte, um Umweltauswirkungen zu reduzieren. 5. Rohstoff- und Energiepreise: Schwankende Preise erforderten von Unternehmen Anpassungen in Beschaffungsstrategien und Kostenmanagement. Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die globale Konjunktur war von Unsicherheiten geprägt, einschließlich Handelskonflikten und geopolitischen Spannungen, die Auswirkungen auf den deutschen Export hatten. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Die Beschäftigungslage blieb insgesamt stabil, und die Arbeitslosenquote blieb auf einem niedrigen Niveau. Dennoch herrschte in einigen Branchen weiterhin ein Fachkräftemangel, der sich auf die Produktivität und das Wachstum auswirkte. Die Digitalisierung und Innovation setzten sich fort. Unternehmen investierten verstärkt in Technologien wie künstliche Intelligenz, Big Data und Industrie 4.0, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und effizienter zu werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt war das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Unternehmen wurden zunehmend dazu gedrängt, nachhaltigere Praktiken zu verfolgen, sei es in Bezug auf ihre Produktionsprozesse oder ihr Angebot an umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen. Insgesamt setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Anpassung an globale Herausforderungen, die Förderung von Innovation und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten waren zentrale Themen, denen sich die deutsche Wirtschaft und ihre Unternehmen gegenübersahen. Branchenbezogene Konjunktur, Chancen und Risiken Dieser erweiterte Lagebericht reflektiert die umfassende Situation, in der sich ITONICS im Jahr 2023 befindet, mit signifikanten Chancen im Bereich der KI-gestützten Innovation sowie Herausforderungen durch eine zögerliche Marktnachfrage und wirtschaftliche Unsicherheiten. Die proaktive Anpassung der Unternehmensstrategie wird essentiell sein, um sowohl bestehende als auch neue Marktchancen effektiv zu nutzen. Chancen: Im Jahr 2023 hat sich ITONICS als Pionier im Bereich der KI-Unterstützung für das Innovationsmanagement etabliert, was zu einer hohen Nachfrage nach unseren Lösungen geführt hat. Unsere fortschrittlichen Algorithmen ermöglichen es Unternehmen, Innovationsprozesse effizienter und effektiver zu gestalten, was insbesondere in einem unsicheren Wirtschaftsklima von entscheidender Bedeutung ist. Die Digitalisierung der Arbeitswelten und der damit einhergehende Trend zur Cloud-Technologie haben unsere Position weiter gestärkt, da immer mehr Unternehmen flexible und skalierbare Lösungen suchen. In turbulenten Marktumfeldern wird Innovation zunehmend wichtiger, um Wachstum voranzutreiben und Marktanteile zu sichern. ITONICS ist hervorragend positioniert, um Organisationen dabei zu unterstützen, diesen Herausforderungen mit kreativen und strategischen Innovationen zu begegnen. Risiken: Das Jahr 2023 war auch von Risiken geprägt. Angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich viele Unternehmen zurückhaltend bei der Einführung neuer Softwarelösungen. Budgetkürzungen und erhöhte Risikoaversion haben zu einer Verlangsamung in der Entscheidungsfindung und damit zu Verzögerungen bei der Implementierung von Innovationsmanagementtools geführt. Diese Zurückhaltung könnte sich negativ auf unser kurzfristiges Umsatzwachstum auswirken. Darüber hinaus könnte der anhaltende Fachkräftemangel im Bereich der KI-Technologie unsere Fähigkeit zur schnellen Produktinnovation und -anpassung beeinträchtigen, was langfristig unsere Marktposition schwächen könnte. Branchenbezogene Konjunktur: Der Sektor für Innovationsmanagement zeigt trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung eine robuste Entwicklung. Unternehmen erkennen zunehmend, dass die Investition in Innovation nicht nur eine Reaktion auf technologische Entwicklungen ist, sondern eine grundlegende Strategie, um in wirtschaftlich unsicheren Zeiten erfolgreich zu sein. Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen bleibt auf einem hohen Niveau, da wir es Unternehmen ermöglichen, agil und proaktiv auf Marktveränderungen zu reagieren. Allerdings wird der wirtschaftliche Abschwung in einigen Schlüsselregionen voraussichtlich einige potenzielle Kunden zögern lassen, Investitionen in neue Technologien zu tätigen. Es wird entscheidend sein, dass wir unsere Marktstrategien kontinuierlich anpassen und den sich verändernden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden. II. Geschäftsverlauf und LageInsgesamt konnte die ITONICS GmbH im Jahr 2023 ihren Geschäftsverlauf erfolgreich gestalten und ihre Position als führender Anbieter von Innovationsmanagement-Software weiter stärken. Durch kontinuierliche Investitionen in Produktentwicklung, Internationalisierung und Kundenservice positionierte sich das Unternehmen gut, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Trotz des insgesamt positiven Geschäftsverlaufs sah sich die ITONICS GmbH auch mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, darunter die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, globale wirtschaftliche Unsicherheiten und zunehmender Wettbewerb. Dennoch eröffneten sich dem Unternehmen auch zahlreiche Chancen, seine Position im Markt weiter zu festigen und sein Wachstum voranzutreiben. 1. Ertragslage
Die ITONICS GmbH erwirtschaftete eine Gesamtleistung in Höhe von 10.934 TEUR (Vj.:9.042 TEUR). Hier enthalten sind neben den Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen insbesondere Erträge aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 499 TEUR. Aufgrund des gestiegenen Aufwands für bezogene Leistungen steigt der Materialaufwand im Geschäftsjahr um 18,3 %. Die Materialintensität sinkt aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung von 28,5 % auf 27,9 %. Der Personalaufwand erhöht sich im Geschäftsjahr um 861 TEUR bzw. 18,1 % und damit unterproportional zur Gesamtleistung. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 63 Mitarbeiter beschäftigt. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresergebnis von 273 TEUR. 2. Finanzlage
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigt im Wesentlichen das Jahresergebnis, die laufenden Abschreibungen in Höhe von 278 TEUR, die stichtagsbedingte Zunahme der Leistungsforderungen in Höhe von 369 TEUR sowie die Zunahme des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von 649 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält die Mittelabflüsse aus der Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten. 3. Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft steigt im Geschäftsjahr um 700 TEUR auf 10.251 TEUR. Das Anlagevermögen erhöht sich im Wesentlichen aufgrund der aktivierten Eigenleistungen um 8,6 % auf 3.302 TEUR. Das kurzfristige Vermögen erhöht sich um 437 TEUR. Hier zeigt sich insbesondere die Zunahme im Finanzmittelfonds. Der Rückgang im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wirkt sich mindernd aus. Auf der Passivseite erhöht sich das Eigenkapital um 19,8% auf 1.646 TEUR. Die Eigenkapitalquote liegt bei rd.16,1 % (Vj.: rd. 14,4 %). Das Umlaufkapital erhöht sich insbesondere aufgrund des Anwachsens des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 811 TEUR auf 7.714 TEUR. III. Finanzielle LeistungsindikatorenBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf Umsatzentwicklung und Betriebsergebnis. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Annual Recurring Revenue (ARR), Net Retention Rate (NRR), Gross Retention Rate, ARR pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran. IV. GesamtaussageUnsere Vermögen, Finanz und Ertragslage sehen wir nur als befriedigend an. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr wurden bei den Lieferverbindlichkeiten Skontoabzüge in Anspruch genommen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Die Handlungsfähigkeit und die Liquidität des Unternehmens stehen im Vordergrund. Das Bankguthaben wird von verschiedenen Bankgesellschaften verwaltet. C. Prognosebericht Globale wirtschaftliche Unsicherheiten: Die anhaltenden globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten, einschließlich Budgetkürzungen, erhöhter Risikoaversion und Zurückhaltung der Unternehmen, könnten voraussichtlich negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der ITONICS GmbH im Jahr 2024 haben. Dies könnte zu einer Verlangsamung der Investitionen in innovative Technologien und Dienstleistungen führen, was sich auf das Umsatzwachstum und die Kundennachfrage auswirken könnte. Das Unternehmen sollte daher seine Strategien zur Kundenbindung und Diversifizierung seiner Geschäftsaktivitäten überprüfen, um sich auf eine mögliche Marktschwäche vorzubereiten. Fachkräftemangel: Der anhaltende Fachkräftemangel stellt eine weitere Herausforderung dar, die sich auf das Wachstum der ITONICS GmbH auswirken könnte. Um diesem Problem zu begegnen, sollte das Unternehmen seine Anstrengungen zur Talentakquise und -bindung verstärken, indem es attraktive Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Karriereentwicklungschancen bietet. Situation auf dem Weltmarkt in 2024: Die Situation auf dem Weltmarkt im Jahr 2024 wird voraussichtlich von einer Mischung aus Herausforderungen und Chancen geprägt sein. Trotz der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten werden sich weiterhin Möglichkeiten für die ITONICS GmbH ergeben, neue Märkte zu erschließen und ihre internationale Präsenz auszubauen. Das Unternehmen sollte daher seine Investitionen im Bereich der Internationalisierung verstärken und gezielt in die Erschließung vielversprechender Märkte investieren. Investitionen im Bereich Internationalisierung und Produkt: Um die Chancen auf dem Weltmarkt bestmöglich zu nutzen, sollte die ITONICS GmbH ihre Investitionen im Bereich der Internationalisierung und Produktentwicklung verstärken. Durch die Einführung innovativer Produkte und Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse globaler Kunden zugeschnitten sind, kann das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und seine Position als führender Anbieter im Bereich Innovationsmanagement weiter ausbauen. Insgesamt erfordert die Prognose für 2024 eine ausgewogene Herangehensweise an die Herausforderungen und Chancen, die sich aus den globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten, dem Fachkräftemangel und der Situation auf dem Weltmarkt ergeben. Durch eine strategische Ausrichtung auf Kundenbindung, Talentakquise und -bindung sowie gezielte Investitionen in die Internationalisierung und Produktentwicklung kann die ITONICS GmbH ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und langfristiges Wachstum sichern. D. Chancen- und Risikobericht Branchenbezogene Konjunktur, Chancen und Risiken sind im Abschnitt B: I. "Branchenbezogene Konjunktur, Chancen und Risken" dieses Berichts dargestellt. Die Einflüsse aus dem Markt sind aus heutiger Sicht nicht verbindlich darzustellen. Dennoch bleibt die Auswahl von erfolgreich am Markt platzierten Kundenunternehmen und die Gewinnung von Fachkräften entscheidend für den letztendlichen Unternehmenserfolg. Die langjährige erfolgreiche Firmenhistorie und der kontinuierliche Ausbau der Geschäftsfelder tragen weiterhin zur positiven Einschätzung der zu erwartenden Geschäftsergebnisse in der Zukunft bei. Das umfangreiche und innovative Leistungsprofil sowie die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu den Kundenunternehmen bilden weiterhin die Grundlage für den Erfolg der ITONICS GmbH. Die Beziehungen zu den Mitarbeitern bleiben ein zentraler Erfolgsfaktor, der die Unternehmenskultur und die Qualität der angebotenen Dienstleistungen prägt. Das diversifizierte Leistungsangebot in Verbindung mit einer effektiven Unternehmensorganisation gewährleistet die kontinuierliche Erfüllung der Kundenanforderungen. ITONICS hat weiterhin das Ziel, den finanziellen Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern. Die Gesellschaft strebt fortwährend danach, als kompetenter Partner von den Kundenunternehmen wahrgenommen zu werden und aktiv in deren Geschäftsaktivitäten eingebunden zu sein. Durch diese Bemühungen bleibt ITONICS auf dem Weg, seine Position als führender Anbieter innovativer technischer Lösungen weiter zu festigen und sein Wachstum voranzutreiben. Risiken aus operativer Tätigkeit 1. Technische Störungen, Datensicherheit und Datenschutz: Technische Störungen, Ausfälle oder Cyberangriffe können zu Unterbrechungen im Service führen und das Vertrauen der Kunden beeinträchtigen. Gleichzeitig sind Datenschutzverletzungen oder Sicherheitsvorfälle potenzielle Risiken, die nicht nur das Vertrauen der Kunden gefährden, sondern auch zu rechtlichen Konsequenzen führen können. 2. Wettbewerb und Marktveränderungen: Der Markt für Innovationsmanagement-Software ist wettbewerbsintensiv und unterliegt ständigen Veränderungen. Neue Wettbewerber könnten auftauchen, bestehende Konkurrenten könnten ihre Produkte verbessern, und sich ändernde Kundenanforderungen könnten die Nachfrage beeinflussen. ITONICS muss agil bleiben und kontinuierlich in die Weiterentwicklung ihrer Produkte investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 3. Abhängigkeit von Schlüsselpersonal: Das Unternehmen ist auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen, insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, Kundensupport und Vertrieb. Die Abwerbung von Schlüsselpersonal durch Konkurrenten oder unerwartete Abgänge könnten den Betrieb beeinträchtigen und die Kontinuität gefährden. 4. Regulatorische Risiken: Als Unternehmen, das mit sensiblen Daten arbeitet, muss ITONICS gesetzliche Vorschriften und Regularien im Bereich Datenschutz, IT-Sicherheit und Compliance einhalten. Änderungen in diesen Vorschriften oder unerwartete rechtliche Probleme könnten zu zusätzlichen Kosten und operativen Einschränkungen führen. 5. Ausfallrisiken: Neben technischen Störungen können auch andere Ausfälle, wie beispielsweise Stromausfälle oder Hardwaredefekte, den Betrieb beeinträchtigen und zu Serviceunterbrechungen führen, was die Kundenzufriedenheit beeinflussen kann. 6. Liquiditätsrisiken: Unvorhergesehene Ausgaben oder Umsatzeinbrüche können die Liquidität der ITONICS GmbH beeinträchtigen und kurzfristige finanzielle Engpässe verursachen, die die operativen Aktivitäten des Unternehmens beeinträchtigen. 7. Währungsrisiken: Obwohl das Währungsrisiko als gering einzustufen ist, da die ITONICS GmbH hauptsächlich in Euro operiert, können Schwankungen in Wechselkursen dennoch zu finanziellen Verlusten führen, insbesondere wenn Geschäfte in anderen Währungen getätigt werden. Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass die Risiken einen bedingt nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Chancen für das operative Geschäft Die steigende Nachfrage nach Innovationsmanagementlösungen bietet ITONICS die Möglichkeit, seine Marktposition auszubauen. Investitionen in Forschung und Entwicklung ermöglichen es dem Unternehmen, innovative Lösungen anzubieten, die den sich wandelnden Anforderungen der Kunden gerecht werden. Starke Kundenbeziehungen und ein erstklassiger Kundenservice fördern die Kundenbindung und bieten Chancen für zusätzliche Geschäftsentwicklung. Eine nachhaltige Wachstumsstrategie und eine positive Unternehmenskultur unterstützen ITONICS dabei, langfristigen Erfolg zu erzielen und als attraktiver Partner für Kunden und Mitarbeiter zu agieren. Einschätzung: Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem 31. Dezember 2023 nur bedingt verändert. Mit einem starken Fundament und einer klaren Wachstumsstrategie ist die Perspektive für die ITONICS GmbH im Jahr 2024 positiv. Das Unternehmen wird voraussichtlich weiter von der wachsenden Nachfrage nach Innovationsmanagementlösungen profitieren und seine Marktpräsenz ausbauen. Es ist jedoch wichtig, dass das Unternehmen flexibel bleibt und sich schnell an sich ändernde Marktbedingungen und neue Herausforderungen anpasst.
Nürnberg, 28. März 2024 Dr. Michael Durst, Geschäftsführer Dr. Christian Mühlroth, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMENDie ITONICS GmbH hat ihren Sitz in Nürnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HR B 27921 eingetragen. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS1. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie § 42 GmbHG aufgestellt. 2. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB. 3. Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften sowie § 42 GmbHG. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen. 4. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze aufgestellt. Die Gliederung entspricht §§ 266, 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt wie in den Vorjahren das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Es wurde nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um die Position "Gesamtleistung" ergänzt. 5. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Vermerke zu Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten sind ebenfalls im Anhang aufgenommen. III. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für Kapitalgesellschaften stetig angewendet. Aktivseite 1. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Sie wurden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB in Höhe von 2.537.924,00 EUR. 2. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. 3. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. 4. Die Herstellungskosten für "Unfertige Erzeugnisse" beinhalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Soweit ein niedrigerer Wert vorlag, der diesen Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, sind Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. 6. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert. Passivseite 1. Die Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihrer voraussichtlichen Verpflichtung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre lt. Abzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen entsprechend der Inflationsrate abgezinst. 2. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 3. Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge zu Grunde liegen, die auf fremde Währung lauten. Die Umrechnung in EUR erfolgt bei Valutaforderungen und -verbindlichkeiten nach Maßgabe des Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag gem. § 256a HGB. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZAktivseite 1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.
2. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von 19 TEUR (Vj: 31 TEUR) mit einer Laufzeit von über einem Jahr und Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 0 TEUR (Vj.: 67 TEUR). Passivseite 1. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel.
2. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0 TEUR (Vj.: 1 TEUR). 3. Im Berichtsjahr ergeben sich passive latente Steuern. Diese entwickeln sich wie folgt:
V. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 11 TEUR (Vj.: 45 TEUR). 2. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 32 TEUR (Vj.: 44 TEUR). VI. SONSTIGE ANGABEN1. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB (ohne Auszubildende) beträgt im Berichtsjahr 63 , davon 49 Voll- und 14 Teilzeitbeschäftigte 2. Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB)
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 a HGB
4. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr gehörten der Geschäftsführung an: Dr. Michael Durst Dr. Christian Mühlroth sonstige Berichtsbestandteile
Nürnberg, 28.03.2024 gez. Dr. Michael Durst gez. Dr. Christian Mühlroth Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: An die ITONICS GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ITONICS GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ITONICS GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erlangen, 14. Mai 2024 ETH
Erlanger Treuhand GmbH
Stefan Schmitz, Wirtschaftsprüfer |
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