Busverkehr Märkisch-Oderland GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Reichert seit 30.5.2025 | Prokura |
Holger Winter seit 18.10.2024 | Geschäftsführer |
Silka Funke seit 28.6.2024 | Geschäftsführer |
Jörg Sipli seit 30.9.2021 | Prokura |
Daniel Weber seit 30.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DB Regio AG | 51.17% |
Landkreis Oder-Spree | 48.83% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Busverkehr Oder-Spree GmbHFürstenwalde/SpreeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT
ÜberblickWesentliche Ereignisse im Berichtsjahr ÖPNV Branchenlösung In Folge der Corona-Pandemie wurden für das Jahr 2023 keine zusätzlichen finanziellen Mittel seitens öffentlicher Hand bereitgestellt. Die Fahrgastzahlen als auch die Fahrgelder erreichten zwar noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie, es ist jedoch eine Normalisierung deutlich spürbar. Des Weiteren wird mit keinen gesetzlichen pandemiebedingten Restriktionen gerechnet. Dennoch wurden in 2023 finanzielle Mittel im Rahmen der ÖPNV Branchenlösung mit aperiodischen Charakter eingenommen beziehungsweise Rückzahlungsansprüche gegenüber Aufgabenträgern und Partnerverkehrsunternehmen aus den dazu gebildeten Rückstellungen getätigt. Diese finanziellen Mittelflüsse werden ebenso in den Folgejahren, voraussichtlich bis einschließlich 2026, erfolgen, bis alle bezuschussten Jahre (2020-22) beschieden und abgerechnet sind. Einführung Deutschland-Ticket Das bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gültige Deutschland-Ticket wurde zum 1. Mai 2023 zum Preis von 49 € pro Monat eingeführt. Das Ticket ist in digitaler Form erhältlich und wird in einem monatlich kündbaren Abonnement angeboten. Das Deutschland-Ticket kann deutschlandweit in allen Nahverkehrszügen wie z.B. RB-, RE-, S-Bahn-Zügen und zusätzlich in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen etc. der teilnehmenden Landestarife, Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen gem. Geltungsbereich und gem. deren Bedingungen für beliebig viele Fahrten genutzt werden. Eine erste Zwischenbilanz zum Deutschland-Ticket zeigt eine hohe Akzeptanz bei den Kund:innen und eine intensive Nutzung: DB Regio verzeichnete seit Einführung des Deutschland-Tickets zwischen Mai und Dezember 2023 einen monatlichen durchschnittlichen Reisendenzuwachs von rund 16% im Vergleich zu den beiden Monaten vor Einführung des Deutschland-Tickets. Wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr Das Berichtsjahr verlief für die BOS erfolgreicher als das Vorjahr. Das Betriebsergebnis stieg um 1.053 T€ auf 147 T€. Der Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf die Erhöhung der Umsatzerlöse und die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Energiepreise zurückzuführen. Die zum Fahrplanwechsel 2022/2023 zusätzliche vereinbarten Leistungen zum bestehenden Verkehrsvertrag konnten durch unbesetzte Stellen im Fahrdienst und Mangel an Fahrpersonal am Arbeitsmarkt zu Beginn des Jahres nur durch kurzfristige Notfahrpläne und die Vergabe von Leistungen an Nachauftragnehmer erbracht werden. Zum Schuljahresbeginn am 26.08.2023 wurden Leistungen für eine weitere PlusBus-Linie vereinbart. Die Fahrgeldeinnahmen im Linienverkehr ohne Berücksichtigung periodenfremder Erlöse lagen deutlich über dem Vorjahreswert und durch Berücksichtigung der Erweiterung der Verkehrsleistungen gegenüber dem Basisjahr 2019 bei der ÖPNV-Branchenlösung wirkten die Mehreinnahmen im Gegensatz zum Vorjahr ergebniserhöhend. Angaben zur Gesellschaft Einordnung in den DB-Konzern Gesellschafter der BOS sind die DB Regio AG mit 26,2 T€ (51,17 %) und der Landkreis Oder-Spree mit 25,0 T€ (48,83 %) des Stammkapitals. Die DB Regio AG ist eine Tochtergesellschaft der Deutsche Bahn AG (DB AG). Innerhalb des DB-Konzerns ist die DB Regio AG sowie die BOS dem Geschäftsfeld DB Regio zugeordnet. Die Organisationsstruktur des DB-Konzerns besteht im Wesentlichen aus sieben Geschäftsfeldern, die von der konzernleitenden Managementholding DB AG geführt werden. Die Anteile der DB AG befinden sich vollständig im Besitz des Bundes. Struktur, Organisation und Geschäftszweck der Gesellschaft Gegenstand der BOS ist die Personenbeförderung mit Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, einschließlich des nicht genehmigungspflichtigen Verkehrs und im Gelegenheitsverkehr, sowie Reparatur- und Wartungsleistungen an Kraftfahrzeugen und hiermit zusammenhängende Geschäfte, die der Förderung des Hauptgeschäftes dienen. Die BOS führt Leistungen im Linienverkehr im Landkreis Oder-Spree auf der Grundlage der vom Landesamt für Bauen und Verkehr des Landes Brandenburg bis 2026 erteilten Genehmigungen für die Einrichtung und den Betrieb von Linienverkehren durch. Grundlage hierfür ist der ab 17. Juli 2016 bis 16. Juli 2026 gültige Verkehrsleistungs- und Finanzierungsvertrag - Verkehrsvertrag - mit dem Landkreis Oder-Spree. Angaben zur Unternehmensführung Die BOS ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach deutschem Recht. Die Geschäftsführer führen die Geschäfte der BOS nach den Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen von Gesetz, Satzung beziehungsweise Gesellschaftsvertrag. RahmenbedingungenWirtschaftliches Umfeld Der Erfolg unserer Aktivitäten hängt neben den unternehmerischen Maßnahmen von den sozioökonomischen Bedingungen in unserem Heimatmarkt Deutschland ab. Auch 2023 blieb der deutsche Personenverkehrsmarkt von einem infolge der Corona-Pandemie nachhaltig veränderten Mobilitätsverhalten geprägt. In den von der Corona-Pandemie betroffenen Jahren bevorzugten Menschen tendenziell Individualverkehre zulasten öffentlicher Verkehrsmittel. Diese Tendenz schwächte sich 2023 spürbar ab. Zu Jahresbeginn 2023 war die Verkehrsnachfrage weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Im weiteren Verlauf des Jahres stieg die Verkehrsleistung jedoch spürbar an. Maßgeblichen Einfluss auf diese Entwicklung hatten politische Initiativen wie das bundesweit gültige Deutschland-Ticket, das im Mai 2023 eingeführt wurde. Insgesamt verzeichnet der deutsche Personenverkehrsmarkt 2023 im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Zunahme der Verkehrsleistung. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war 2023 geprägt von Stagnation, verbunden mit einer hohen Inflationsrate, die allerdings im Jahresverlauf deutlich zurück ging. Gründe für die deutlich schwächer als erwartete Entwicklung lagen u.a. in den Nachwirkungen der hohen Energiepreise im Vorjahr, die die Kaufkraft der Konsumenten reduzierte. Die straffe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) mit deutlich steigenden Zinsen unterstützte diese Entwicklung und belastete insbesondere den deutschen Bausektor massiv. Auch die im Jahresverlauf 2023 zunächst positive Entwicklung der Investitionen kehrte sich angesichts sinkender Aufträge und fallender Industrieproduktion im vierten Quartal 2023 um. Ein steigender Fachkräftemangel, v.a. im Handwerk, im Dienstleistungsbereich und in der Logistik führte dazu, dass bestehende Aufträge nicht fristgerecht bearbeitet und neue Aufträge teilweise abgelehnt wurden. Sinkende Exporte aus Deutschland infolge einer eingeschränkten Wachstumsdynamik in der Weltwirtschaft wirkten sich zusätzlich dämpfend aus. Die Inflationsrate ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen. Sie lag in den ersten Monaten 2023 noch bei rund 8%; im November 2023 betrug sie rund 3%, der niedrigste Wert seit Juni 2021. Während Energiepreise rückläufig waren, verteuerten sich die Ausgaben für Lebensmittel überproportional. Neben der sinkenden Inflationsrate und der auch infolge guter Lohnabschlüsse wieder ansteigenden Realeinkommen privater Haushalte zeigten wirtschaftliche Frühindikatoren zum Jahresende 2023 eine leicht verbesserte Stimmung. Allerdings ergaben sich neue Unsicherheiten aus den fiskalischen Implikationen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) im November 2023 über die künftige Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte. Entwicklung auf den relevanten Märkten Schienenpersonenverkehr in Deutschland mit steigendem Marktanteil Der deutsche Personenverkehr verzeichnete 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg der Verkehrsleistung, war allerdings weiterhin von einem veränderten Mobilitätsverhalten der Bevölkerung infolge der Corona-Pandemie geprägt. Die Verkehrsnachfrage blieb trotz politischer Maßnahmen, wie der Einführung des Deutschland-Tickets insgesamt unter dem Vor-Corona-Niveau, Ausmaß und Dynamik der Entwicklung fielen in den einzelnen Marktsegmenten unterschiedlich aus. Der motorisierte Individualverkehr setzte 2023 seinen Erholungskurs fort. Wie im Vorjahr stieg die Verkehrsleistung leicht an. Er profitierte dabei von einer gesteigerten Mobilitätsnachfrage im Vergleich zu den Vorjahren, die stärker durch die Folgen der Corona-Pandemie beeinflusst waren. Die Nachfrage nach digitalen Mobilitätsangeboten wie ioki, Call a Bike und Carsharing stieg 2023 weiter an. Das Interesse der Verkehrsunternehmen an On-Demand-Ergänzungen ihres bestehenden Angebots war hoch und führte zu einer anhaltenden Ausschreibungsaktivität. Durch die Erholung der Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr entwickelte sich auch die Nutzung der Nahverkehrs-Apps wieder positiv, um Informationen vor und während der Fahrt, Buchung und Bezahlung zu ermöglichen. Unterstützt wurde diese erfolgreiche Entwicklung der Nutzerzahlen noch durch die Einführung des Deutschland-Tickets. Die Verkehrsleistung des öffentlichen Straßenpersonenverkehrs konnte ebenfalls zulegen. Der Anstieg betraf DB-konzerninterne und -externe Anbieter gleichermaßen. Positive Effekte resultierten v.a. aus der Einführung des Deutschland-Tickets ab Mai 2023. Die Erholung der Nachfrage im öffentlichen Straßenpersonenverkehr wurde weiterhin durch den Wegfall von Pendlerfahrten infolge einer anhaltenden Nutzung von mobilem Arbeiten gebremst. Der Buslinienfernverkehr konnte seine Verkehrsleistung 2023 ebenfalls deutlich erhöhen. Dies resultierte aus einer deutlichen Steigerung des im Vorjahr teilweise noch coronabedingt eingeschränkten Angebots der Buslinienfernverkehrsanbieter sowie aus Angebotsausweitungen insbesondere von FlixBus. Preisrückgänge an den Energiemärkten Die zentrale Sicherungspolitik des DB-Konzerns zielt darauf ab, Folgen von Energiepreisschwankungen zu minimieren. Die Entwicklung der Marktpreise 2023 schlug daher zumindest kurzfristig nicht vollständig auf die Aktivitäten des DB-Konzerns durch. Seit Sommer 2022 sanken die Ölpreise kontinuierlich und notierten 2023 zeitweise unterhalb von 80 Dollar/Barrel. Insgesamt lag der durchschnittliche Ölpreis auf Dollarbasis 2023 sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das Preisniveau war aber immer noch vergleichsweise hoch. Im Euro-Raum verstärkte der schwache Euro diese Entwicklung. Der CO 2 -Preis blieb 2023 infolge des dritten Entlastungspakets konstant. Die Kraftstoffpreise in Deutschland lagen 2023 wieder etwas unter den hohen Vorjahreswerten. Die Notierungen am Terminmarkt für Strom mit Lieferungen im Folgejahr haben sich 2023 gegenüber dem Vorjahr halbiert. Treiber für den starken Preisrückgang waren insbesondere deutlich gesunkene Gaspreise, die sukzessive Wiederinbetriebnahme im Vorjahr ausgefallener französischer Atomkraftwerke und der Fortschritt beim Ausbau erneuerbarer Energien. Drastisch gedrosselte Erdgas-Lieferungen aus Russland wurden durch anderweitige Importe und den Ausbau der Flüssiggas-Terminal-Infrastruktur an Nord- und Ostsee ausgeglichen. Die Gasspeicherfüllstände in Deutschland erreichten 2023 ein Rekordniveau. Auch wenn die Preise für Strom verglichen mit dem Vorjahr deutlich gefallen sind, lag das Preisniveau 2023 höher als vor dem Ukraine-Krieg. Die Betriebsleistung der BOS betrug im Geschäftsjahr 6,6 Mio. Buskilometer (Buskm; im Vorjahr: 5,5 Mio. Buskm) einschließlich Verkehrsleistung im SEV. Die durch die BOS gefahrenen Personenkilometer (Pkm) liegen bei 83,2 Mio. Pkm (im Vorjahr: 71,5 Mio. Pkm) ohne Verkehrsleistung im SEV. Die Anzahl der beförderten Personen erhöhte sich im Berichtsjahr auf 6,7 Mio. Personen (im Vorjahr: 5,9 Mio. Personen) ohne Verkehrsleistung im SEV. Abweichungen von der prognostizierten Leistungsentwicklung Prognose-Ist-Vergleich: Die Leistungsentwicklung im Berichtsjahr entspricht der im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022 abgegebenen Prognose für die Leistungsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 Politisches Umfeld Beschluss Klimaschutzprogramm 2023 Am 4. Oktober 2023 hat die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2023 beschlossen, mit dem die Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 sichergestellt werden soll. Es beinhaltet Maßnahmen in allen Sektoren. Für den Sektor Verkehr sind neben den Themenfeldern verstärkte Nutzung des Potenzials synthetischer Kraftstoffe, Antriebswechsel Lkw und schwere Nutzfahrzeuge, Beschleunigung Klimaneutralität Pkw, erneuerbare Energien und Elektrifizierung Luft- und Seeverkehr, Digitalisierung, Raum- und Verkehrsplanung sowie Mobilitätsmanagement auch das Themenfeld Schienenverkehr und Stärkung des Stadt- und Regionalverkehrs adressiert. Einführung Deutschland-Ticket Das bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gültige Deutschland-Ticket wurde zum 1. Mai 2023 zum Preis von 49 € pro Monat eingeführt. Eine erste Zwischenbilanz zeigt eine hohe Akzeptanz bei den Kund:innen und eine intensive Nutzung: im Dezember 2023 besaßen rund 10 Millionen Nutzer:innen ein Deutschland-Ticket. Rund 4% der Nutzer:innen sind Neukund:innen. DB Regio verzeichnete einen Fahrgast-Zuwachs von rund 16% verglichen mit dem Monat vor der Einführung des Tickets. Die bisher gültige Finanzierung des Deutschland-Tickets bis 2025 wurde im Rahmen des Neunten Gesetzes zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes im März 2023 beschlossen. Bund und Länder tragen die Kosten für das Ticket demnach je zur Hälfte mit 1,5 Mrd. € pro Jahr im Zeitraum 2023 bis 2025. Etwaige Mehrkosten, die den Verkehrsunternehmen bei der Einführung des Tickets 2023 entstanden sind, werden ebenfalls hälftig von Bund und Ländern ausgeglichen. Bund und Länder haben sich am 6. November 2023 in der Ministerpräsident:innen-Konferenz auf die Finanzierung für 2024 verständigt, verbunden mit der Erwartung, dass das Ticket weiterentwickelt werden soll. Dafür soll das Regionalisierungsgesetz geändert und die 2023 nicht abgerufenen Haushaltsmittel in das Folgejahr übertragen werden. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageUmsatzentwicklung Der Umsatz stieg im Berichtsjahr auf 21.698 T€ (im Vorjahr: 15.219 T€; +6.470 T€; +42,6 %). Ursächlich hierfür waren in erster Linie ein deutlich höheres Bestellerentgelt und der Anstieg der Fahrgeldeinahmen. Der finanzielle Beitrag des Landkreises Oder-Spree aus dem ab 17. Juli 2016 gültigen Verkehrsvertrag einschließlich Nachtragsvereinbarungen erhöhte sich im Berichtsjahr auf 12.024 T€ (im Vorjahr: 8.735 T€; +3.289 T€; +37,7 %) durch Anpassung gemäß § 8 Absatz 7 des Verkehrsvertrages (+1.058 T€) und zusätzlich vereinbarten Verkehrsleistungen. Die Umsatzerlöse im Linienverkehr nach § 42 PBefG einschließlich der Erstattungen für die Schwerbehindertenbeförderung stiegen trotz Rückgang der aperiodischen Umsatzerlöse (-264 T€) auf 6.926 T€ (im Vorjahr: 5.342 T€; +1.584 T€; +29,7 %). Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Fahrgeldeinnahmen. Die sonstigen Umsatzerlöse im Personenverkehr erhöhten sich auf 1.586 T€ (im Vorjahr: 371 T€; +1.215 T€; 327,5 %) im Wesentlichen durch zusätzliche Einnahmen aus der zum Fahrplanwechsel 2022/2023 vereinbarten Leistungserweiterung der Linie 419 für Tesla (+1.128 T€) sowie höherer Erlöse bei den sonstigen Verkehren (+87 T€). Die übrigen Umsatzerlöse stiegen auf 1.153 T€ (im Vorjahr: 771 T€; +383 T€; +49,7 %) überwiegend durch den Weiterverkauf von Dieselkraftstoff (+194 T€) und Erträgen aus der Vermietung (+163 T€). Der Anteil des Umsatzes, der mit Gesellschaften des DB-Konzerns erzielt wurde, betrug im Berichtsjahr 3,8 % (Vorjahr: 4,2 %). Ergebnisentwicklung Die Gesamtleistung der BOS lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6.470 T€ höher und entspricht der bereits dargestellten Umsatzentwicklung. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 1.255 T€ (im Vorjahr: 1.382 T€; -127 T€; -9,2 %). Hauptursache ist der Rückgang beim Schadenausgleichs aus der ÖPNV-Branchenlösung (-308 T€). Gegenläufig wirken höhere Erträge aus Schadenerstattungen (+117 T€) und aus der Auflösung von Rückstellungen (+38 T€). Der Materialaufwand erhöhte sich auf 9.485 T€ (im Vorjahr: 5.775 T€; +3.710 T€; +64,3 %) und ist im Wesentlichen zurückzuführen auf höhere Auftragnehmerleistungen (+2.654 T€), gestiegene sonstigen Leistungen durch zusätzlich eingekaufte Personalleistungen für den Fahrdienst (+177 T€), höheren Dieselaufwand u.a. durch Weiterverkauf (+157 T€) sowie insgesamt gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen (+670 T€). Der Personalaufwand stieg auf 9.794 T€ (im Vorjahr 8.314 T€; +1.480 T€; +17,8 %) und ist neben der Tarifsteigerung aus dem TV-N Brandenburg überwiegend auf die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl beim Fahrpersonal sowie die Vergütung von gestiegenen Mehrarbeitsleistungen durch hohe Krankenstände zurückzuführen. Die planmäßigen Abschreibungen sanken auf 1.380 T€ (im Vorjahr: 1.771 T€; -391 T€; -22,1 %) überwiegend durch Ablauf der bilanziellen Nutzungsdauer für in 2016 und 2017 angeschaffte Kraftomnibusse. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 2.138 T€ (im Vorjahr: 1.647 T€; +491 T€; +29,9 %). Das ist im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für bezogene IT-Leistungen (+119 T€), sonstige bezogene Leistungen (+136 T€), Miet- und Leasingaufwendungen (+69 T€), Versicherungs- und Schadensaufwand (+61 T€) Beiträge und Gebühren (+43 T€), und sonstige Personalaufwendungen (+35 T€) zurückzuführen. Das Betriebsergebnis stieg aufgrund des günstigeren Umsatz-/Aufwandsverhältnisses infolge der überproportional gestiegenen Gesamtleistung um 1.053 T€ auf 147 T€ (im Vorjahr: -906 T€). Das Zinsergebnis von 48 T€ (im Vorjahr: 4 T€) resultiert überwiegend aus Guthabenzinsen für Forderungen gegen die DB AG aus Cash-Pooling. Der Ertragsteueraufwand blieb infolge der möglichen Verlustverrechnung mit dem Vorjahr weiterhin auf 0 T€ (im Vorjahr: 0 T€). Im Geschäftsjahr betrug das Ergebnis nach Steuern 195 T€ (im Vorjahr: -902 T€). Abweichungen von der prognostizierten Ertragslage Die Entwicklung der BOS im Berichtsjahr entspricht der im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022 abgegebenen Prognose für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 Finanzlage Durch die Einbindung in den DB-Konzern kann die BOS die Refinanzierungsmöglichkeiten des DB-Konzerns nutzen. Das Finanzmanagement-System des DB-Konzerns ist im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich beschrieben. Das Treasury-Zentrum für den DB-Konzern ist in der DB AG angesiedelt. Vor der DB-konzernexternen Beschaffung von Finanzmitteln wird ein Finanzmittelausgleich innerhalb des DB-Konzerns vorgenommen. Für den DB-Konzern sowie die BOS liegen die Vorteile in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten. Die Kreditwürdigkeit des DB-Konzerns wird von den Rating-Agenturen S&P Global Ratings (S&P) und Moody's laufend überprüft und beurteilt. S&P und Moody's haben im Berichtsjahr keine Veränderungen der Rating-Einschätzungen und der Ausblicke der DB AG vorgenommen. Details zu den Rating-Einstufungen der DB AG sind online verfügbar. Im Rahmen des konzernweiten Finanzmanagement weist die Gesellschaft am Bilanzstichtag kurzfristige Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von 275 T€ (im Vorjahr Forderungen von 2.349 T€) aus. Kapitalflussrechnung Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit senkte sich im Berichtsjahr auf 229 T€ und lag um 1.215 T€ unter dem Vorjahreswert (1.444 T€). Dies resultiert im Wesentlichen aus den auszahlungswirksamen Vorgängen, wie z.B. den Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 252 T€ (im Vorjahr: Zunahme um 955 T€), der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva um 59 T€ (im Vorjahr: Zunahme um 355 T€). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich im Berichtsjahr auf 480 T€ (im Vorjahr: 1.481 T€). Hierbei wirkten die im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 3.126 T€ (im Vorjahr: 712 T€) und die damit verbundene Abnahme der Forderung aus Cash-Pooling um 2.349 T€ (im Vorjahr: Zunahme um 848 T€), so dass die Investitionen im Rahmen des Cashmanagements finanziert wurden. Von den Investitionen in das Anlagevermögen betrafen 1.698 T€ Verpflichtungen aus dem Vorjahr. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 275 T€ resultiert aus dem Aufbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling. Zum 31. Dezember 2023 verfügte die BOS mit 67 T€ über einen um 24 T€ höheren Bestand an flüssigen Mitteln. Investitionen Die BOS tätigte insgesamt Brutto-Investitionen in Höhe von 1.744 T€ (im Vorjahr: 2.626 T€), für den Kauf von Kraftomnibussen 1.187 T€, Leitstellensystem IVU.fleet (239 T€) und Fahrscheindrucker (30 T€), sowie die Ersatzbeschaffung von Geldeinzahlautomaten (156 T€), Werkstattausrüstung und sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung (132 T€). Das Bestellobligo für Investitionen verblieb per 31. Dezember 2023 bei 18 T€ (per 31. Dezember 2022: 218 T€). Finanzierung des Investitionsprogramms Der Kapitalbedarf aus der Investitionstätigkeit konnte aus der Innenfinanzierung und den vorhandenen Liquiditätsreserven im Rahmen des Cashmanagements gedeckt werden. Für zukünftige größere Investitionen gehen wir grundsätzlich von einer Finanzierung durch die Aufnahme von Darlehen bei der DB AG aus. Bilanzstruktur Die Bilanzsumme sank im Berichtsjahr um 1.516 T€ auf 11.896 T€ (im Vorjahr: 13.412 T€; -11,3 %). Das Anlagevermögen erhöhte sich in Folge der über den planmäßigen Abschreibungen liegenden Nettoinvestitionen um 150 T€ auf 6.790 T€ (im Vorjahr: 6.640 T€) und hatte somit einen Anteil an der gestiegenen Bilanzsumme von 57,1 % (im Vorjahr: 49,5 %). Das Umlaufvermögen sank um 1.513 T€ auf 4.043 T€ (im Vorjahr: 5.556 T€) überwiegend durch den Rückgang der Forderung aus Cash-Pooling. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen fiel im Geschäftsjahr auf 34,0 % (im Vorjahr: 41,4 %). Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.063 T€ (im Vorjahr: 1.216 T€) betrifft käuflich erworbene Garantieerweiterungen bei Beschaffung neuer Kraftomnibusse und beträgt 8,9 % (im Vorjahr: 9,1 %) der Bilanzsumme. Aufgrund des Jahresergebnisses und der niedrigeren Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote auf 33,0 % (im Vorjahr: 27,8 %). Die Rückstellungen sanken um 252 T€ auf insgesamt 5.958 T€ (im Vorjahr: 6.210T€) hauptsächlich durch verminderte Rückstellungen aus der Abrechnung im Rahmen der Einnahmeaufteilung (-269 T€). Ihr Anteil am Gesamtkapital erhöhte sich auf 50,1 % (im Vorjahr: 46,3 %). Die Verbindlichkeiten sanken um 1.178 T€ auf 1.731 T€ (im Vorjahr: 2.909 T€). Der Anteil an der Bilanzsumme sank auf 14,5 % (im Vorjahr: 21,7 %). Wesentlicher Grund für den Rückgang ist der Ausgleich von Verbindlichkeiten für die Beschaffung von Kraftomnibussen zum Bilanzstichtag. Verbindlichkeiten aus dem Cashpool bestehen in Höhe von 276 T€ (Vorjahr Forderung in Höhe von 2.349 T€). Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 285 T€ (im Vorjahr: 566 T€) enthält vereinnahmte Vorauszahlungen für Zeitkartenfahrausweise und beträgt 2,4 % (im Vorjahr: 4,2 %) der Bilanzsumme. Die Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital beläuft sich auf 57,8 % (im Vorjahr 56,1 %). Langfristiges Fremdkapital existiert nicht.
Nicht-finanzielle KennzahlenDer DB-Konzern hat sich in der Dachstrategie Starke Schiene zum Ziel gesetzt, die Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie unternehmerisch in Einklang zu bringen. Nachhaltigkeit ist handlungsleitend verankert und fester Bestandteil der DNA des DB-Konzerns. Als Teil des DB-Konzerns trägt die BOS zur Erreichung der DB-Nachhaltigkeitsziele bei. Die Zielsetzungen sind aus den Kund:innenbedürfnissen, der ökologischen Verträglichkeit und gesellschaftlichen Verantwortung abgeleitet. Ergänzende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sind online verfügbar. Dort wird umfassend dargestellt, welche Beiträge der DB-Konzern als wichtiger Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen sowie als einer der größten Arbeitgeber, Ausbilder und Auftraggeber Deutschlands zu einer nachhaltigen Gesellschaft leistet. Zum Thema Nachhaltigkeit wird zudem im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich Stellung genommen. Von den Erläuterungen zu § 289 Abs. 3 HGB (Nachhaltigkeitsbericht) wird in diesem Bericht daher abgesehen. Der Konzernlagebericht des DB-Konzerns behandelt ebenfalls relevante Themen im Kontext Menschenrechte. Darüber hinaus berichtet ab 2024 die DB AG entsprechend ihrer Pflichten aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) aus einer konzernübergreifenden Perspektive jährlich an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) über die Erfüllung der menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten im vorangegangenen Geschäftsjahr. Mitarbeitende Um eine bessere Vergleichbarkeit im Zeitablauf zu gewährleisten, rechnen wir die Zahl der Mitarbeitenden im DB-Konzern in Vollzeitpersonen (VZP) um. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeitenden werden dabei entsprechend ihrem Anteil an der regulären Jahresarbeitszeit berücksichtigt. Im Jahresdurchschnitt waren bei der BOS 208 Mitarbeitende (im Vorjahr: 178) und zum 31. Dezember 2023 223 Mitarbeitende (im Vorjahr: 182) beschäftigt. Des Weiteren waren im Jahresdurchschnitt 10 Auszubildende (im Vorjahr: 7) und zum 31. Dezember 2023 12 Auszubildende (im Vorjahr: 9) beschäftigt. Überblick über die Tarifentwicklung / -tarifverhandlungen Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden der BOS, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages Nahverkehr des Landes Brandenburg fallen, wurden zum 1. September 2023 laut Tarifabschluss des Kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg mit ver.di vom 20. November 2020 um 1,5 % angehoben. Mit der Entgeltzahlung für September 2023 wurde an die Tarifbeschäftigten im Geltungsbereich des TV-N BRB eine steuerfreie Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 1.200 € gezahlt. Des Weiteren erfolgten mit der Entgeltzahlung für Oktober 2023 bis Dezember 2023 steuerfreie Sonderzahlungen in Höhe von je 200 € monatlich. StrategieMit der Dachstrategie Starke Schiene des DB-Konzerns wurde ein größerer Rahmen geschaffen, der deutlich macht, wofür der DB-Konzern steht und welche Richtung verfolgt wird. Zudem werden zentrale verkehrs- und klimapolitische Ziele der Bundesregierung in Angriff genommen. Im Rahmen des Programmes SchlagkräftigerBus haben sich sämtliche Regionen und auch die Zentrale im Jahr 2022 neu organisiert mit der Zielstellung, das unternehmerische Handeln in unseren Niederlassungen zu stärken. Die Reorganisation ist verbunden mit dem Anspruch, über eine Verschlankung der Führungsorganisation und die Entschlackung von Entscheidungsprozessen die Strukturkosten merklich abzusenken. Gleichzeitig stellt sie eine Grundlage dar für das Ergreifen von Marktchancen, die sich aus der Verkehrswende ergeben. Zum Jahresende 2022 haben wir das Programm Starker Bus 2.0 planmäßig und erfolgreich beendet. Mit Blick auf die Stoßrichtung "Kerngeschäft sanieren" wurde im Rahmen des Programmes ein deutlicher Ergebnishub im operativen Geschäft erzielt, systematische Grundlagen für eine permanente Optimierung unseres gesamten Verkehrsvertragsportfolios gelegt sowie eine stringente Methodik zur chancen- und risikoadäquaten Angebotslegung etabliert. Mit Blick auf die Stoßrichtung "Steuerungsfähigkeit erhöhen" wurde ein durchgängiges und vollständig digitalisiertes Instrument zur Performance-Steuerung etabliert sowie die Datenqualität durch ein Dashboard messbar und damit steuerbar gemacht. Darüber hinaus wurden prozessuale Grundlagen für die Leistungserstellung und -abrechnung geschaffen sowie entsprechende Tools zur Unterstützung eingeführt. Die Ergebnisse aus dem Programm wurden zum 1. Januar 2023 an die Linienorganisation übergeben. NachtragsberichtNach Schluss des Berichtsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Chancen- und RisikoberichtMit den Geschäftsaktivitäten der BOS sind neben Chancen auch Risiken verbunden. Dabei zielt die Geschäftspolitik des DB-Konzerns sowohl auf die Wahrnehmung von Chancen als auch im Rahmen des Risikomanagements auf eine aktive Steuerung identifizierter Risiken. Die hierfür notwendige Informationsaufbereitung erfolgt bei der BOS im integrierten Risikomanagementsystem, das an den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt. Chancen aus eigenen Maßnahmen oder verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im Bereich der Verbesserung der Leistungs- und Servicequalität für unsere Kund:innen. Wir sehen hierin Chancen für zusätzliche Verbesserungen des Zuspruchs der Kund:innen. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich insgesamt besser entwickeln als bisher erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich positiv auf den DB-Konzern und seine Geschäftsfelder auswirken. Unsere strategische Ausrichtung und unsere Marktposition eröffnen uns hier Chancen, von einer positiveren konjunkturellen Entwicklung zusätzlich zu profitieren. Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung
Umfassendes Risikomanagementsystem Die Grundsätze des Risikomanagements werden von der Konzernleitung des DB-Konzerns vorgegeben und durch die BOS umgesetzt. Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems der DB Regio AG und dem Landkreis Oder-Spree dreimal jährlich berichtet. Für außerhalb des Berichtsturnus auftretende Risiken und Fehlentwicklungen besteht eine unmittelbare Berichtspflicht, Akquisitionsvorhaben unterliegen zusätzlich einer besonderen Überwachung. Im Risikomanagementsystem des DB-Konzerns wird die Gesamtheit der Risiken unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsgrenzen in einem Risikoportfolio sowie einer detaillierten Einzelaufstellung abgebildet. Die im Risikobericht erfassten Risiken sind kategorisiert und nach Eintrittswahrscheinlichkeiten klassifiziert. Die Analyse umfasst neben den möglichen Auswirkungen zugleich die Ansatzpunkte und die Kosten von Gegenmaßnahmen. Bewertung der derzeitigen Risikoposition Per 31. Dezember 2023 lagen die Risiko-Schwerpunkte der BOS für die Entwicklung im Folgejahr in den Bereichen Absatzmarkt, gesamtwirtschaftliche Entwicklungen sowie Produktion und Technik. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikoposition im Berichtsjahr nicht erhöht. Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden. PrognoseberichtDie deutsche Wirtschaft sieht sich auch 2024 mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Energiepreise werden 2024 voraussichtlich steigen, da staatliche Zuschüsse für Strom-Netzentgelte wegfallen, die CO 2 -Steuer steigt und die Mehrwertsteuer für Gas ab März 2024 wieder angehoben wird. Es wird für 2024 von einer stagnierenden deutschen Wirtschaftsleistung ausgegangen. Nachhaltige Veränderungen von Arbeitsformen (z.B. anhaltende Nutzung von mobilem Arbeiten) sowie die Substitution von Präsenzveranstaltungen durch Online-Formate haben sich während der Corona-Pandemie etabliert. Im Personenverkehr ist daher insgesamt noch nicht wieder von einer Rückkehr auf das Vor-Corona-Niveau auszugehen. Im Güterverkehr wird mit einer Stagnation gerechnet. Es wird davon ausgegangen, dass mittel- und langfristig die Treiber des Wachstums des öffentlichen Verkehrs weiter bestehen bleiben. Die klimapolitischen Ziele Europas und Deutschlands sind ohne eine Verkehrswende zugunsten des öffentlichen Verkehrs nicht erreichbar. Nachteile, die der straßengebundene Güter- und Personenverkehr mit sich bringen (z.B. Schadstoffbelastungen, hoher Flächenbedarf für PKW, den viele Städte nicht mehr bereitstellen wollen), werden nach Überwindung der schwierigen Umfeldbedingungen auf der politischen Agenda wieder stärker an Bedeutung gewinnen. Beleg für den politischen Gestaltungswillen zugunsten klimafreundlicherer Verkehre ist u.a. die Fortführung des bundesweit gültigen Deutschland-Ticket. Konjunkturelle Aussichten Für Deutschland wird 2024 insgesamt eine Stagnation der Wirtschaftsleistung erwartet. Ein wesentlicher Treiber für diese auch im internationalen Vergleich unterdurchschnittliche Prognose ist die Erwartung, dass der Welthandel nur moderat steigen wird. Davon wird Deutschland infolge der hohen Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft besonders betroffen sein. Zudem begrenzt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Herbst 2023 zur Nutzung der Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds die fiskalischen Spielräume. Die deutliche Reduzierung staatlicher Ausgaben wird die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Leistung 2024 deutlich dämpfen. Außerdem sind Haushalte und Unternehmen mit großen Unsicherheiten konfrontiert, was zu einer Verschiebung von Ausgaben und Investitionen führen wird. Die Nachfrage nach deutschen Exporten wird sich 2024 nicht wesentlich beleben. Auch die 2023 stagnierende Baubranche wird sich 2024 nicht merklich erholen. Es wird jedoch erwartet, dass der private Konsum die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland infolge von relativ guten Lohnabschlüssen bei einem robusten Arbeitsmarkt sowie einer deutlich zurückgehenden Inflation im Jahresverlauf stimuliert. Voraussichtliche Entwicklung der relevanten Märkte Der öffentliche Straßenpersonenverkehr wird 2024 voraussichtlich wachsen, leidet im Nahverkehr aber weiter unter Substitutionseffekten durch Pkw und Fahrrad. Durch die Erholung der Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr, das steigende Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung sowie die gestiegene Attraktivität von On-Demand- und Last-Mile-Angeboten ist auch 2024 von einer steigenden Mobilitäts-App-Nutzung auszugehen. Zusätzliche Impulse sind durch die Fortführung des Deutschland-Tickets zu erwarten. Digitale Angebote werden bei zukünftigen Ausschreibungen im Nahverkehr eine immer wichtigere Rolle einnehmen und die klassischen Verkehre auf Schiene und Straße ergänzen. 2023 waren trotz großen Unsicherheiten aufgrund externer Einflüsse wie Krieg und Sanktionen keine Engpässe in den Lieferketten zu verzeichnen. Als Basisszenario für 2024 erwarten wir kaum physische Engpässe auf der Beschaffungsseite für den DB-Konzern. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Preise für Energie (Gas, Strom, Öl) vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, des Gaza-Kriegs, aber auch der weiteren wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland entwickeln werden. Insgesamt wird mit einer weiteren Entspannung bei den Erzeugerpreisen gerechnet. Jedoch auf einem deutlich höheren Niveau als 2021 (u.a. vor Beginn des Ukraine-Kriegs). Speziell im Transportsegment wird ein Verharren auf dem derzeitigen Niveau aufgrund hoher Ölpreise und gestiegener Lohnkosten erwartet. Für 2024 bestehen Unsicherheiten, ob sich die aktuell sinkende Inflationsrate auch in sinkenden Preisen widerspiegelt. Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen Eine zentrale Rahmenbedingung für den Güter- und Personenverkehr ist die weltwirtschaftliche Entwicklung. Für 2024 ist hier eine leichte Dynamik im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten. Voraussichtliche Entwicklung der BOS im Geschäftsjahr 2024
Die Geschäftsentwicklung der BOS wird voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2024 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst werden. Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten. Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der BOS beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die BOS übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Fürstenwalde, 22. August 2024 Busverkehr Oder-Spree GmbH Die Geschäftsführung Daniel Weber, Geschäftsführer Silka Funke, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:
Der Jahresabschluss der Busverkehr Oder-Spree GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH Gesetzes in der jeweils aktuell gültigen Fassung sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. (1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene, geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis, der bei normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallenden Kosten ermittelt. Zinsen auf Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Weiterhin wurde das Wahlrecht, angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, nicht ausgeübt. Anschaffungspreisminderungen, die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis 1.000 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Durchschnittsmethode angewandt (zu den Bestandteilen der Herstellungskosten siehe Erläuterungen zum Anlagevermögen). Risiken in den Beständen, die sich aus eingeschränkter Verwendbarkeit, langer Lagerdauer, Preisänderungen am Beschaffungsmarkt oder sonstigen Wertminderungen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Dazu werden Nettoforderungsbestände um auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierende Prozentsätze wertberichtigt. Diese Prozentsätze beliefen sich zum 31. Dezember 2023 für die zum Geschäftsfeld DB Regio gehörende Busverkehr Oder-Spree GmbH im Bereich der Lieferungen und Leistungen auf 0,11 % für überfällige Forderungen und 0,82 % für nicht überfällige Forderungen. Für den Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände belief sich dieser Prozentsatz auf 0,19 %. Aufwendungen für Wertberichtigungen aufgrund von reklamationsbedingten Risiken (Preisstellungen, Leistungserbringung u.ä.) werden im Regelfall als Erlösschmälerung von den Umsatzerlösen berücksichtigt. Kassenbestände und Bankguthaben sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Bewertung der Steuerrückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (Anwartschaftsbarwertmethode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei werden für die durchschnittliche Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtungen fristenkongruente durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,37 % (Jubiläum) sowie 1,38 % (Sterbegeld) angewendet. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Soweit Aufwendungen wahrscheinliche aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie bei den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % erfasst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Busverkehr Oder-Spree GmbH hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB keine latenten Steuern bilanziert. Sofern passive latente Steuern aufgrund eines nur steuerlich zulässigen Ansatzes oder handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze begründet werden, wurden diese mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge verrechnet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 29,125 % herangezogen worden. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Abweichend von der in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung werden die sonstigen Steuern nicht unter dem hierfür vorgesehenen Posten Nr. 16 erfasst, da es sich hierbei um Kostensteuern handelt. Diese werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz(2) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter zu entnehmen. (3) Vorräte
Wertberichtigungen zur Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips und Reichweitenabschläge sind in Höhe von 32 T€ (im Vorjahr: 51 T€) gebildet. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf 5 T€ (im Vorjahr: 4 T€). Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4 T€ (im Vorjahr: 1 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen die DB AG aus Cashpooling in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 2.349 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 198 T€ (im Vorjahr: 55 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit 1.231 T€ (im Vorjahr: 1.194 T€) Erstattungen nach § 231 SGB IX, die rechtlich nach dem Abschlussstichtag entstehen. (5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Dauerleistungen in Form von käuflich erworbenen Garantieerweiterungen für ab 2016 beschaffte Kraftomnibusse in Höhe von 1.063 T€ (im Vorjahr: 1.216 T€) ausgewiesen. (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Busverkehr Oder-Spree GmbH beträgt 51 T€ (im Vorjahr: 51 T€). Die Anteile werden von der DB Regio AG und dem Landkreis Oder-Spree gehalten. (7) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage weist per 31. Dezember 2023 einen Betrag in Höhe von 2.020 T€ (im Vorjahr: 2.020 T€) aus. Sie betrifft vollständig die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. (8) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen und weisen per 31. Dezember 2023 einen Betrag in Höhe von 2.589 T€ (im Vorjahr: 2.589 T€) aus. (9) Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen vor allem Urlaubsansprüche, nicht abgewickelte Arbeitsmehrleistungen, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen sowie Zahlungsverpflichtungen für Zuschläge aus der Lohn- und Gehaltszahlung für den Abrechnungsmonat Dezember 2023. Die ausstehenden Abrechnungen aus Einnahmeaufteilung beinhalten alle evtl. Verpflichtungen aus der Abgrenzung der Umsatzerlöse im Linienverkehr gemäß § 42 PBefG in Bezug auf die voraussichtlichen Einnahmenaufteilungen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sowie mögliche Rückzahlungsverpflichtungen für Ausgleichszahlungen aus der ÖPNV-Branchenlösung. Nach Eingang der wesentlichsten Abrechnungen für das Jahr 2022 auf Basis der Verkehrserhebung 2016 wurden Rückstellungen in Höhe von 570 T€ zu Gunsten der periodenfremden Umsatzerlöse aufgelöst. Für das Geschäftsjahr erfolgten Rückstellungszuführungen in Höhe von 273 T€ für Ausgleichszahlungen aus der ÖPNV-Branchenlösung und 3.000 T€ für die Abgrenzung der Fahrgeldeinnahmen. Die Rückzahlungsverpflichtungen nach SGB IX wurden für das Jahr 2021 und 2022 angepasst. Für das Geschäftsjahr erfolgte eine Rückstellungszuführung in Höhe von 133 T€ auf Basis des erwarteten landeseinheitlichen Vomhundertsatzes. Die übrigen Risiken fassen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zusammen. Darin enthalten sind im Wesentlichen Rückstellungen zur Kfz-Schadenregulierung in Höhe von 181 T€ (im Vorjahr: 148 T€). Bei der DB AG ist zentral eine Rückstellung für Archivierungskosten gebildet. Die Ermittlung berücksichtigt die strafrechtliche Verjährungsfrist für besonders schwere Steuerhinterziehung von 15 Jahren (§ 376 Abs. 1 S. 1 Halbsatz 1 AO) und deren Auswirkung auf die Dauer der Aufbewahrung von steuerrelevanten Unterlagen, welche insoweit grundsätzlich 15 Jahre beträgt. Insoweit wurde die Aufbewahrungspflicht von grundsätzlich zehn Jahren auf 15 Jahre verlängert. (10) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 432 T€ (im Vorjahr: 314 T€) und darüber hinaus aus dem Cashmanagement (276 T€, im Vorjahr 0 T€). Ferner bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von insgesamt 216 T€ (im Vorjahr: 14 T€) aus Lieferungen und Leistungen. (11) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 285 T€ (im Vorjahr: 566 T€) enthält im Wesentlichen vereinnahmte Vorauszahlungen für künftige Verkehrsleistungen. (12) Haftungsverhältnisse Seit dem 1. Januar 1997 besteht eine Mitgliedschaft im Kommunalen Versorgungverband Brandenburg - Zusatzversorgungskasse. Da die Unterdeckung der Zusatzversorgungskasse nicht verlässlich quantifiziert werden kann, werden die qualitativen Erläuterungen gegeben. Die umlagepflichtigen Löhne und Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 7.073 T€ (im Vorjahr: 6.273 T€), der Umlagesatz lag bei 1,1 % zuzüglich eines Zusatzbeitrages von 4,8 % seit dem 1. Juli 2018. Eine Passivierung dieser mittelbaren Verpflichtung erfolgt in Ausübung des Wahlrechts nach Artikels 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht. Eine Unterdeckung und damit eine Übernahmeverpflichtung durch die Gesellschaft ist derzeit nicht erkennbar. Sonstige Haftungsverhältnisse bestehen nicht. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Leasingraten in Höhe von 60 T€ (im Vorjahr: 45 T€) gezahlt. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden wie folgt fällig:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(14) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt. In den Umsatzerlösen aus Personenverkehr sind periodenfremde Erlöse aus eigenen Fahrgelderlösen in Höhe von 689 T€ (im Vorjahr: 953 T€) enthalten. (15) Sonstige betriebliche Erträge
Staatliche Zuschüsse betreffen Erträge zum Schadenausgleich im Zusammenhang mit dem ÖPNV-Rettungsschirm/Deutschlandticket in Höhe von 541 T€, wovon 268 T€ Erträge für Vorjahre umfassen. Darüber hinaus wurden Schadenersatzzahlungen in Höhe von 188 T€ geleistet. (16) Materialaufwand
In den Aufwendungen für Diesel, sonstige Treibstoffe ist der Aufwand aus Verkauf von Dieselkraftstoff in Höhe von 472 T€ (im Vorjahr: 288 T€) enthalten. (17) Personalaufwand
* Die Aufwendungen für Altersversorgung betreffen Beiträge zur Zusatzversorgungskasse. (18) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Von den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen 11 T€ (im Vorjahr: 11 T€) "Sonstige Steuern". (19) Zinsergebnis
Sonstige Angaben(20) Konzernzugehörigkeit Die Busverkehr Oder-Spree GmbH ist Tochterunternehmen der DB Regio AG, Frankfurt am Main und wird in den für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss der Deutsche Bahn AG, Berlin, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der DB AG wird im Unternehmensregister bekannt gemacht und ist unter www.unternehmensregister.de erhältlich. (21) Beschäftigte
Die Zahl der Mitarbeitenden wird innerhalb des DB-Konzerns zur besseren Vergleichbarkeit in Vollzeit-Personen ausgewiesen. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeitende werden demnach entsprechend ihrem Anteil an der tariflichen Jahresarbeitszeit in Vollzeitkräfte umgerechnet. (22) Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an
Die Bezüge der Geschäftsführer werden im Rahmen von Managementverträgen der Gesellschaft in Form von Pauschalen in Rechnung gestellt und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Somit entfallen die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB. Als Beirat waren bestellt
Die Mitglieder des Beirats erhielten im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge. (23) Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der DB AG enthalten sind. (24) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB lagen nicht vor. (25) Vorschlag über die ErgebnisverwendungAuf Vorschlag der Geschäftsführung soll der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von 738 T€ auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Fürstenwalde, 22. August 2024 Busverkehr Oder-Spree GmbH Die Geschäftsführung Daniel Weber, Geschäftsführer Silka Funke, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Busverkehr Oder-Spree GmbH, Fürstenwalde Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Busverkehr Oder-Spree GmbH, Fürstenwalde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Busverkehr Oder-Spree GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 22. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Steffen Heilmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Nancy Nowitzki, Wirtschaftsprüferin Beschlüsse Gesellschafterversammlung Busverkehr Oder-Spree GmbH-Auszug- Beschluss Nr.01/02/2024 Der von der Geschäftsführung vorgelegte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zum 31.12.2023 wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt Beschluss Nr. 01/04/2024 Der im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 738.381,54 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Fürstenwalde, 06.11.2024 Florian Szameit, DB Regio AG Mehrheitsgesellschafter Michael Buhrke, Landkreis Oder-Spree Minderheitsgesellschafter Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 06.11.2024 festgestellt. |
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