Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 602651
Eingetragen
7.12.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Stanz und Ziehteilen sowie von Spritzteilen aus Thermoplast aller Art. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rie-sch AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rie-sch AG
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rieger GmbH

Villingen-Schwenningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Marktentwicklung

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft betätigt sich als Systemlieferant und bietet Entwicklung, Konstruktion, Werkzeugbau, Stanz- und Ziehteile, Kunststoffspritzgießteile, Metall-Kunststoff-Verbindungen und Baugruppenmontage als Komplettangebot oder Einzeldienstleistungen an. Produziert wird in Villingen-Schwenningen (Stadtbezirk Schwenningen). Wesentliche Abnehmer sind Kunden der Automobilindustrie. Die Produkte werden im In- und Ausland durch die Gesellschaft selbst vertrieben.

Die Rechtsvorgängerin, die August RIEGER GmbH + Co., wurde 1921 gegründet. Sämtliche Anteile werden von der Rie-sch AG mit Sitz in CH-Schaffhausen gehalten.

2. Forschung und Entwicklung

RIEGER produziert grundsätzlich im Kundenauftrag. Deshalb entsteht auch das überwiegende Volumen der Entwicklungsaufwendungen im Rahmen von Kundenprojekten. Bei den Neuprojekten hat RIEGER im Speziellen Entwicklungen bei technisch anspruchsvollen Teilen betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Marktentwicklung

Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Millionen Pkw abgesetzt. Für das Jahr 2023 geht der VDA für den Pkw-Weltmarkt von einem Plus von 4 Prozent auf 74,0 Mio. Einheiten aus.

Im Jahr 2022 wurden auf dem europäischen Pkw-Markt 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit blieb auch im vergangenen Jahr die Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der beiden Vorjahre aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Absatz im zurückliegenden Jahr um 29 Prozent reduziert. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr mehrheitlich negativ: Während die Neuzulassungen in Deutschland um 1 Prozent zulegten, reduzierte sich das Marktvolumen im Vereinigten Königreich (-2 Prozent), Spanien (-5 Prozent) und in Frankreich (-8 Prozent). In Italien reduzierte sich das Neuzulassungsvolumen gar um 10 Prozent. Im Dezember legte der europäische Pkw-Markt gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 Prozent auf 1,1 Mio. neuzugelassene Pkw zu. Das negative Jahresergebnis aber konnte auch dieser Jahresendspurt nicht verhindern.

Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden im vergangenen Jahr 23,2 Mio. Neufahrzeuge verkauft. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Rückgänge aus dem Frühling, als Lockdowns in wichtigen Absatzregionen für ein stark eingeschränktes Geschäft sorgten, wurden auch dank einer Steuerreduktion auf einen Großteil der verkauften Fahrzeuge im zweiten Halbjahr wieder wettgemacht. Zum Jahresende wurden in China im Dezember gut 2,2 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt, 6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

(Quelle VDA,https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230118_ PM_Internationale_Automobilmaerkte_2022_Europa_Japan_und_USA_mit_Rueckgaengen)

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Jahr 2022 hat sich die Auftragslage deutlich verbessert, die Lage war jedoch getrübt durch Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite. Die Auftragslage hat sich zwar deutlich verbessert, die Kundenabrufe waren jedoch immer noch unter Plan. Grund hierfür war, dass die Abrufe der Automobilhersteller aufgrund von Versorgungsengpässen von Chips und der unsicheren Lage resultierend aus dem Krieg in der Ukraine nicht wie geplant platziert wurden. Der Anlauf von Neuprojekten wurde zum Teil verschoben.

Der Umsatz stieg auf 18,4 Mio. Euro (Vj. 14,7 Mio. €), lag damit leicht unter Plan (19,6 Mio. Euro). Die Umsatzerhöhung ist zu einem großen Teil auf die Weitergabe erhöhter Einkaufspreise für Material zurückzuführen. Zum Vorjahr erhöhte eigene und fremde Energiekosten konnten dagegen aufgrund eines laufenden Mehrjahresvertrags mit einem Hauptkunden nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Der Rohertrag liegt deutlich unter Plan.

Verstärkt war Rieger in der Akquise von Neuaufträgen tätig. Es konnten verschiedene Neuprodukte und Neukunden gewonnen werden.

Die Zusammenarbeit mit einem weiteren Unternehmen der Reichardt-Gruppe wurde im Bereich Drehteile und Frästeile für Düsen und Baugruppen der Analytik weiter ausgebaut.

Investitionen wurden sehr reduziert im Bereich Automatisierung und Montage von Neuteilen getätigt.

Im Jahr 2022 ergibt sich ein Verlust von TEUR -852 (Plan: TEUR +232; Vorjahr: TEUR -249).

Die Gesellschaft befindet sich im Rechtsstreit mit einem ausgeschiedenen Gesellschafter. Das Ergebnis 2022 ist aus den Vorgängen mit rd. 0,5 Mio. EUR belastet.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohergebnis 7.063 6.470 593 9,2
Betriebsergebnis -706 -127 -579 455,9
Zinsergebnis -81 -61 -20 32,8
Steuerertrag/-aufwand 3 -7 10 -142,9
Jahresergebnis -837 -249 -588 236,1

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 593 TEUR bzw. 9,2 % erhöht. Die Gesamtleistung ist durch die Weitergabe erhöhter Einkaufspreise, speziell für Material (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Aufwendungen) um rund 2,5 Mio. EUR erhöht (Annahme: Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) analog dem Vorjahr bei 58,2%: Bei Kürzung einerseits der Gesamtleistung, andererseits des Materialaufwands um 2,5 Mio. EUR ergäbe sich in 2022 eine zum Vorjahr unveränderte Materialaufwandsquote von 58,2%) . Unter Eliminierung des Preiseffekts ergibt sich eine Erhöhung der Gesamtleistung um rd. 1,2 Mio. EUR bzw. 7,6%. Der Trend ist gut, jedoch konnte das Umsatzziel nicht erreicht werden. Hintergrund ist hauptsächlich der allgemeine Nachfragerückgang der Endkunden im Automobilsektor. Zum Teil wurden Produktanläufe durch die Kunden verschoben.

Auf Grund der Materialpreiserhöhungen und deren Weitergabe an die Kunden erhöht sich die Materialaufwandsquote von 58,2% im Vorjahr auf 63,6% im laufenden Jahr.

Die Gesamtleistungsrendite ist wie im Vorjahr negativ.

Der Personalaufwand ist um TEUR 687 bzw. 17,9% zum Vorjahr gestiegen. Hintergrund ist die höhere Betriebsleistung sowie ein leichter Anstieg der Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr.

Es ergeben sich außergewöhnliche Ergebniseinflüsse in Höhe von insgesamt TEUR -401. Hinsichtlich der Zusammensetzung des Betrags wird auf den Anhang verwiesen.

Die Gesellschaft weist in 2022 einen Verlust von TEUR 837 aus.

Die Ergebnisbelastung aus dem Rechtsstreit mit einem ausgeschiedenen Gesellschafter in Höhe von 0,5 Mio. EUR ist in wesentlichen Teilen im Personalaufwand, im Übrigen im sonstigen Aufwand abgebildet.

b) Finanzlage

Das Eigenkapital reduziert sich in Höhe des Verlustes (2022: TEUR 744; Vorjahr TEUR 1.581). Bei einer um 0,9 Mio. EUR über Vorjahr liegenden Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote unter dem Vorjahreswert (2022: 10,8 %, Vorjahr 26,3 %).

Die Mittelbindung im working-capital (Vorräte, Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 511 erhöht (laufendes Jahr: TEUR 2.835; Vorjahr: TEUR 2.324). Insbesondere erhöhte sich die Liquiditätsbindung im Vorratsbestand um TEUR 697 gegenüber Vorjahr. Bei über Vorjahr liegenden Einkaufspreisen musste der Vorratsbestand zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit erhöht werden.

Dem Bankguthaben von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) stehen Bankverbindlichkeiten von TEUR 3.065 (Vorjahr: TEUR 2.023) gegenüber.

Die nicht in der Bilanz enthaltenen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus langfristigen Pachtverträgen sowie Maschinen-Leasingverträgen und vermindern sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 813 auf TEUR 4.826.

Im Jahr 2022 wurden im Anlagevermögen Investitionen von TEUR 163 vorgenommen. Dem stehen Abschreibungen von TEUR 536 und Anlagenabgänge zum Buchwert in Höhe von TEUR 317 gegenüber.

Der vereinfacht ermittelte betriebliche Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibungen) liegt bei TEUR -301 und damit um TEUR 651 unter dem Vorjahr.

Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über nicht genutzte freie Kontokorrentkreditlinien von rd. 0,2 Millionen Euro. Trotz angespannter Liquiditätslage konnten Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen werden.

Zins und Tilgung wurden, wie in den Vorjahren, in gewohnter Form bedient. Dies gilt auch für die Leasingverpflichtungen.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 954 1.644 -690 -42,0
kurzfristige Vermögenswerte 5.954 4.361 1.593 36,5
liquide Mittel 0 1 -1 -72,3
Passiva
Eigenkapital 744 1.581 -837 -52,9
langfristige Verbindlichkeiten
(> 1 Jahr) 2.523 1.918 605 31,5
Bilanzsumme 6.907 6.006 901 15,0

Die Anlageninvestitionen abzüglich der Anlagenabgänge des laufenden Jahres lagen unter den Abschreibungsbeträgen. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen x 100 / Bilanzsumme) ist von 27,4 % auf 13,8 % gesunken.

Die Vorratsbestände haben sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.919 (Vj. TEUR 2.223) erhöht. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 42,3 % (Vj. 37,0 %). Das bilanzielle Eigenkapital wird zum Stichtag mit TEUR 744 ausgewiesen (Vj. 1.581 TEUR). Die Eigenkapitalquote liegt bei 10,8 % (Vj. 26,3 %) der Bilanzsumme.

Zum Stichtag ist das langfristig gebundene Vermögen (Anlagevermögen) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung,

• Betriebsergebnis (EBIT) und

• Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Der Umsatz pro Mitarbeiter hat sich um T€ 40 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Umsatzrendite ist auf Grund negativen Ergebnisses wie im Vorjahr negativ.

Weitere Kenngrößen sind die aus unserem Management-Review. Die daraus abgeleiteten Zielgrößen werden monatlich überprüft und gegebenenfalls Maßnahmen daraus entwickelt.

4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2022 waren inkl. Auszubildende, Leiharbeiter und Geschäftsführer durchschnittlich 70 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 66). Die Entlohnung orientierte sich an den gesetzlichen Bestimmungen und vorwiegend an den Vorgaben von Südwestmetall.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz haben sich im Geschäftsjahr 2022 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. Die Vergabe der Verantwortlichkeiten in diesem Bereich an unseren externen Sicherheitsbeauftragten hat sich bewährt.

Das interne Audit für den Übergang zur IATF Zertifizierung hatte das erwartete Ergebnis. Auch das Hauptaudit der DQS in 2022 haben wir erfolgreich bestanden.

5. Gesamtaussage

Insgesamt halten wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für angemessen.

Unsere Umsatzentwicklung hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Ergebnis war belastet durch Kosten wie Energie und externe Bearbeitung, die nicht an die Kunden weitergegeben werden konnte.

Das Jahresergebnis ist durch außergewöhnliche Ergebniseinflüsse in Höhe von TEUR 416 belastet, wobei insbesondere Kostenbelastungen aus einem Rechtsstreit mit einem ausgeschiedenen Gesellschafter zu Buche schlagen.

Mit der Geschäftsentwicklung sind wir nicht zufrieden, befinden uns aber auf dem richtigen Weg. Die Geschäftsentwicklung war im Geschäftsjahr 2022 hauptsächlich durch externe Faktoren wie die Energie-Krise geprägt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Prognosebericht

In 2023 hat sich die Auftragslage stabilisiert. Es zeichnet sich ein Umsatzwachstum von rd. 10% ab, geprägt durch materialintensive Produkte. Der Wertschöpfungsanteil ist gleich wie in 2022.

Die Auftragslage hat sich stabilisiert. Neue Aufträge laufen nach Plan an.

Materialpreisveränderungen konnten an den Kunden weitergegeben werden. Energiekosten und Personalkosten Steigerungen wurden zum Teil an die Kunden weitergegeben.

Erhebliche Einsparungen in verschiedenen Bereichen (z.B. Verpackung, Energie und Kunststoffgranulat) konnten durch Neuausschreibungen und Verhandlungen im Laufe 2023 umgesetzt werden.

Die zu Beginn des Jahres 2023 erstellte Planung ging von gestiegenen Umsätzen bei einem Jahresergebnis von 0,4 Mio. EUR aus. In den ersten Monaten konnten die geplanten Werte noch nicht voll erreicht werden. Wir gehen aktuell davon aus, dass wir den geplanten Umsatz leicht unterschreiten werden. Die Materialquote liegt ca 5% über Plan da Materialintensive Produkte die Materialquote negativ beeinflussen. Die Personalquote liegt 2,4% über Plan da verschiede Mitarbeiter später als geplant in Rente gehen. Nach aktueller Einschätzung gehen wir für 2023 von einem negativen Ergebnis von ca. 200 T Euro aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschafliche und branchenspezifische Risiken

Die Automobilindustrie sieht sich mit dem Wandel insbesondere der Antriebstechnologien vor einem grundlegenden Strukturwandel. Es besteht insbesondere das Risiko, dass sich einzelne Kunden und deren Produkte am Markt nicht durchsetzen können. Hierdurch können sich ggf. wesentliche Veränderung in unserem Kundenportfolio und unseren Absatzvolumen ergeben. Die unsichere zeitliche Entwicklung der Automobil- und Industriebranche sowie dauerhaft erhöhte oder gar ein weiterer Anstieg der Energiekosten und die globalen Auswirkungen aus den Kriegs- und Krisenregionen sowie von Handelskonflikten sind weiterhin risikobehaftet.

Durch die hohe Inflationsrate haben sich viele Produkte verteuert und es ist nicht absehbar, ob eine Rezession in der Automobilbranche in 2024 einsetzen wird. Der Auftragslage ist stabil und wird wöchentlich genau beobachtet. Aus Vorsicht werden Arbeitsplätze nicht nachbesetzt, bis ein klares Bild absehbar ist.

Insbesondere bestehen je nach Dauer, Umfang und weiterem Fortgang der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie deren wirtschaftlichen Auswirkungen sehr große Risiken für unser Unternehmen, für die Automobilbranche sowie für die gesamte Weltwirtschaft.

Ertrags- und finanzwirtschaftliche Risiken

Als Risiken, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind außerdem zu nennen:

- Mit dem andauernden Krieg in der Ukraine sind die Auswirkungen nach wie vor schwer einschätzbar und haben großen Einfluss auf den weltweiten Güterverkehr und internationale Lieferketten. In der gesamten Lieferkette kommt es zu Verzögerungen und Verzerrungen, begonnen mit einem unstetigen Bestell- und Abrufverhalten von Kunden, einer möglicherweise verschlechterten Bonität oder Zahlungsmoral, unterbrochenen Liefer- und Logistikketten, negativen Einflüssen auf unseren internen Produktionsprozess, die Abstimmung mit Dienstleistern oder die Materialbeschaffung.

- Die weitere Entwicklung der Energiepreise im Bereich Strom und Gas bergen nach wie vor hohe finanzielle Risiken, insbesondere aus dem Ukraine-Konflikt herrührende Preissprünge und Turbulenzen an den Energiebörsen. Steigende Energiepreise werden - zum Teil aber erst mit zeitlichem Versatz - in unseren Verkaufsangeboten eingepreist.

- Wir finanzieren uns in wesentlichen Teilen mittels Bankdarlehen, über Kontokorrentlinien der Banken und Leasing. Die Bankverbindlichkeiten sind überwiegend mittel- bzw. langfristig zu festen bzw. anfänglich festen Zinssätzen finanziert. Darlehensaufnahmen wurden in den letzten Jahren auf ein Minimum reduziert. Speziell bei Neufinanzierungen und Verlängerungen bestehender Vereinbarungen ist die Gesellschaft müssen die Vertragspartner diesen Verlängerungen jeweils zustimmen. Vor dem Hintergrund des weiteren Ausbaus unseres Unternehmens stehen wir in laufendem engem Austausch mit unseren Finanzierungspartnern.

2. Chancenbericht

Unsere intensivierten Vertriebsbemühungen der letzten Jahre zeigen erste Früchte. Wir verfügen über ausreichend technische Produktionskapazitäten, um ergänzende Kundenaufträge im Rahmen der bestehenden Organisation abwickeln zu können.

Neuprojekte laufen wie geplant an. Die Neukunden und Neuteile Akquise wurde weiter gesteigert. Zahlreiche Neukunden im Automobil und nicht Automobil Sektor konnten gewonnen werden. Verschiedene Verlagerungspakete wurden durch Neukunden erhalten.

Die Partnerschaft mit anderen Unternehmen der Unternehmensgruppe wird weiter ausgebaut. Neue Produkte sind in Entwicklung.

Wir optimieren unsere Arbeitsabläufe fortlaufend. Dabei setzen wir auch auf die Unterstützung durch externe Berater. Optimierungsprojekten und deren Umsetzung werden fortlaufend und eng überwacht. Die Projekte werden sich deutlich positiv sowohl auf die Unternehmensproduktivität als auch die Kostensituation im Unternehmen auswirken.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Kreditlinien bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Durch die tägliche Bedarfsplanung wird die Einhaltung der Kontokorrentkreditlinien und der Zahlungsziele der Lieferanten überprüft.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Villingen-Schwenningen, den 28.09.2023

RIEGER GmbH

gez. Felix Reichardt

gez. Wolfgang Canarius

gez. Heinrich Rinker

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 953.701,00 1.643.699,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.779,00 29.615,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 28.779,00 29.615,00
II. Sachanlagen 919.922,00 1.456.584,00
1. technische Anlagen und Maschinen 659.645,00 1.072.497,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 260.277,00 283.117,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 100.970,00
III. Finanzanlagen 5.000,00 157.500,00
1. sonstige Finanzanlagen 5.000,00 157.500,00
B. Umlaufvermögen 5.903.871,52 4.298.721,83
I. Vorräte 2.919.818,64 2.223.150,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.983.775,22 2.074.699,13
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.238.711,06 256.348,23
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.745.064,16 1.818.350,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 277,66 871,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.916,23 64.076,29
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.907.488,75 6.006.497,12

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 769.106,29 1.606.471,43
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.581.471,43 1.830.005,91
III. Jahresfehlbetrag 837.365,14 248.534,48
B. Rückstellungen 931.003,59 444.337,92
C. Verbindlichkeiten 5.207.378,87 3.955.687,77
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.065.021,62 2.022.847,49
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.125,67 208,64
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.116.231,58 1.932.631,64
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.907.488,75 6.006.497,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.063.177,78 6.469.505,00
2. Personalaufwand 4.516.265,99 3.829.427,51
a) Löhne und Gehälter 3.705.649,93 3.152.144,82
davon für Altersversorgung 9.730,20 9.219,44
3. Abschreibungen 535.660,12 597.608,45
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 535.660,12 597.608,45
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.718.074,52 2.170.008,36
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 1.955,45 0,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 175,00 200,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.908,36 1.125,00
davon aus verbundenen Unternehmen 7.908,36 1.125,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 88.454,37 62.521,09
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.508,42 7.323,22
9. Ergebnis nach Steuern -784.685,44 -196.058,63
10. sonstige Steuern 52.679,70 52.475,85
Jahresfehlbetrag 837.365,14 248.534,48

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die RIEGER GmbH hat ihren Sitz in Villingen-Schwenningen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB 602651 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

1. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

2. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

3. Aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellung ist der Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang ausgewiesen.

4. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den um lineare Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten bewertet.

2. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zuschüsse zu Anlagegütern werden anschaffungskostenmindernd berücksichtigt.

Anlagegüter mit einem Wert bis zu EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand behandelt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 800,00 werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

3. Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert.

4. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilf- und Betriebsstoffen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die neben Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Gemeinkosten enthalten.

Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Zinsen für Fremdkapital wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Unter den Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen wird ein Festwert für Ersatzwerkzeuge geführt.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Allen risikobehafteten Posten ist bei Bedarf durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Berücksichtigung einer pauschal ermittelten Wertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

6. Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind zum Nennwert bilanziert.

7. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Die sonstigen Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden, unter Berücksichtigung der erwarteten Kostensteigerung, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

9. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

10. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

11. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 105,0 (Vorjahr TEUR 105,0).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 199,0 (Vorjahr TEUR 125,6).

3. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag besteht aufgrund steuerlicher Verlustvorträge ein aktivischer Überhang der latenten Steuern, dessen Aktivierung, in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts, unterbleibt.

4. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückforderungsansprüche für gewährte Überbrückungshilfe (TEUR 100,0), Kosten für Gewährleistungen (TEUR 76,7), Personalkosten (TEUR 543,2), Kosten für Stichtag anhängige Gerichtsverfahren (TEUR 106,5) sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 48,0) enthalten.

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.025 1.183 857 3.065
(Vorjahr) (653) (959) (411) (2.023)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 26 0 0 26
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.633 260 223 2.116
(Vorjahr) (1.384) (260) (288) (1.932)
2.684 1.443 1.080 5.207
(2.037) (1.219) (699) (3.955)

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind teils durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert.

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Maschinen und Anlagen sicherungsübereignet. Des Weiteren bestehen für die Verbindlichkeiten mit Ausnahme des branchenüblichen Eigentumsvorbehalts, eine Globalabtretung der Ansprüche gegen Drittschuldner.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind, beläuft sich auf TEUR 852,8.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 26,1 (Vj. TEUR 0,2).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 2,0 (Vorjahr TEUR 2,1) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 43,5 (Vorjahr EUR 33,5).

5. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zugunsten verbundener Unternehmen in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Aufgrund der Bonität der Schuldner ist mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen.

6. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften und sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Für die Gesellschaft bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.357 aus zwei Mietverträgen sowie TEUR 1.469 aus neun Leasing-Verträgen. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis Dezember 2029 und Oktober 2030. Die Leasing-Verträge enden in den Jahren 2024, 2025 und 2026.

Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgen keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt ein Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge.

Weitere, für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Währungsumrechnung

Das Rohergebnis enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 3.971,76).

2. Aufwendungen für Altersversorgung

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 9.730,20 (Vorjahr EUR 9.219,44).

3. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Die Ergebnisse der Jahre 2021 und 2022 sind zum Teil durch außergewöhnliche Geschäftsvorfälle beeinflusst:

Werte
in TEUR
2022 2021 Veränderung
außergewöhnliche Erträge
Ansprüche aus Unternehmenskaufvertrag 37,3 0,0 37,3
Auflösung Rückstellungen 15,2 8,6 6,6
Erträge Anlagenverkäufe 94,7 74,5 20,2
Versicherungserstattung 14,7 1,0 13,7
Energiekostendämpfungspauschale 29,7 0,0 29,7
Summe außergewöhnliche Erträge 191,6 84,1 107,5
außergewöhnliche Aufwendungen
Rechtsstreitigkeiten 463,3 76,1 387,2
Verlust aus Abgang Finanzanlagevermögen 11,2 0,0 11,2
periodenfremder Aufwand 33,3 2,5 30,8
Aufwand aus Wertberichtigungen 85,1 30,3 54,8
Summe außergewöhnliche Aufwendungen 592,9 108,9 484,0
Summe außergewöhnliche Ergebniseinflüsse -401,3 -24,8 -376,5

VI. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt.

- Herr Felix Reichardt

- Herr Wolfgang Canarius

- Herr Heinrich Rinker

Der Geschäftsführer Felix Reichardt ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer Wolfgang Canarius und Heinrich Rinker vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Die Angabe der Geschäftsführergehälter unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

2. Beschäftigungsstruktur

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 70 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 19 Angestellte und 51 gewerbliche Arbeitnehmer.

3. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 744.106,29 (Jahresfehlbetrag von EUR 837.365,14 zuzüglich Gewinnvortrag von EUR 1.581.471,43) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Villingen-Schwenningen, den 28. September 2023

RIEGER GmbH

gez. Felix Reichardt

gez. Wolfgang Canarius

gez. Heinrich Rinker

Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Anfangsbestand 01.01.2022 + Zugänge - Abgänge +/- Umbuchungen Endbestand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 186.861,90 12.609,75 199.471,65
Immaterielle Vermögensgegenstände 186.861,90 12.609,75 0,00 0,00 199.471,65
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 6.952.599,70 23.616,02 1.500,00 0,00 6.974.715,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausausstattung 1.120.818,09 89.347,35 46.485,46 1.163.679,98
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.970,00 0,00 100.970,00 0,00
Sachanlagen 8.174.387,79 112.963,37 148.955,46 0,00 8.138.395,70
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 152.500,00 37.500,00 190.000,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
Finanzanlagen 157.500,00 37.500,00 190.000,00 0,00 5.000,00
Anfangsbestand 01.01.2022 + AfA - Abgänge +/- Umbuchungen Endbestand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 157.246,90 13.445,75 0,00 170.692,65
Immaterielle Vermögensgegenstände 157.246,90 13.445,75 0,00 0,00 170.692,65
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.880.102,70 436.067,02 1.099,00 0,00 6.315.070,72
ausstattung 837.701,09 86.147,35 20.445,46 0,00 903.402,98
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 6.717.803,79 522.214,37 21.544,46 0,00 7.218.473,70
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Restbuchwert Endbestand 31.12.2022 Restbuchwert Endbestand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.779,00 29.615,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 28.779,00 29.615,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 659.645,00 1.072.497,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausausstattung 260.277,00 283.117,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 100.970,00
Sachanlagen 919.922,00 1.456.584,00
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 152.500,00
3. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
Finanzanlagen 5.000,00 157.500,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.01.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden verkürzten Jahresabschluss haben wir die größenabhängigen Erleichterungen bei der Offenlegung nach §327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht hat unser Abschlussprüfer den nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RIEGER GmbH, Villingen-Schwenningen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rieger GmbH, Villingen-Schwenningen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rieger GmbH, Villingen-Schwenningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns er langten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der ins gesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammen hang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, den 28. September 2023

LFK WPG mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Huber, Wirtschaftsprüfer

Lars Holle, Wirtschaftsprüfer

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