ImoPer GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Max Joseph Peschke seit 30.6.2025 | Geschäftsführer |
Justus Georg Winfried Peschke seit 30.6.2025 | Prokura |
Dennis Heisinger seit 16.7.2024 | Geschäftsführer |
Torsten Scholl seit 18.7.2019 | Prokura |
Klaus Hofmann seit 19.10.2011 | Prokura |
Dirk Zeppenfeld seit 13.4.2011 | Prokura |
Rüdiger Struck seit 13.4.2011 | Prokura |
Jürgen Peschke seit 1.2.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 38.34% | |
| 12.86% | |
A************* P****** | 12.20% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIEMAG TECBERG Group GmbHHaiger-KalteicheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft SIEMAG TECBERG Group GmbH, Haiger, stellt die Lage des Unternehmensverbundes "SIEMAG TECBERG" wie folgt dar: I. Grundlagen der Gruppe1. Geschäftsmodell und Struktur der GruppeDie Gruppe SIEMAG TECBERG realisiert wissensbasierte Dienstleistungen zur Lieferung von individuellen Maschinen und Anlagen vorrangig für den untertägigen Rohstoffbergbau im Rahmen von komplexen Groß- und Sonderprojekten. Ihre technischen Wurzeln als Schmiede und lokaler Lieferant für die Bergbau- und Eisenhüttenindustrie im Siegerland/Deutschland gehen zurück auf das Jahr 1871. Die Gruppe blickt somit auf eine Historie von mittlerweile mehr als 150 Jahren zurück. Seit dem Management Buy Out 2007 erfolgte die Spezialisierung auf die Fördertechnik. Die wissensbasierten Dienstleistungen oder auch Kompetenzen, flankiert von einer modernen, schlanken Administration, konzentrieren sich auf die Aufgaben Consulting, Engineering, Supply Chain Management, Produktmontage plus Systemintegrationstests im TECBERG park und Technischer Service.
Die Technologien bzw. industriellen Anwendungen im untertägigen Bergbau sind vielfältig. So liefert die Gruppe - aufgrund des weltweit stetig steigenden Bedarfs sowohl an Bodenschätzen als auch an Untertage-Lagerungsmöglichkeiten - die Schachtfördertechnik für Bergwerke und Untertagedeponien. Der Trend bei der weltweiten Rohstoffförderung geht unter anderem zur Errichtung immer tieferer Rohstoffbergwerke. Es sind effiziente Schacht- und Schrägförderanlagen in herausfordernden technischen Dimensionen gefordert. SIEMAG TECBERG group bietet technische Lösungen für die Rohstoffförderung in Produktionsschächten und zum Transport von Personal und Ausrüstungen in Serviceschächten. Eine weitere industrielle Anwendung ist die Schachtfördertechnik für Untertagedeponien. Beim Einlagerungsprozess radioaktiver Abfälle in ehemalige Bergwerke und passende Kavernen ist die Sicherheit von besonderer Bedeutung. Einlagerungsfälle mit kontaminiertem Abfall erfordern die Auslegung der Anlagentechnik nach relevanten kerntechnischen Regelwerken (z.B. KTA-Richtlinien). Über viele Jahrzehnte hat die SIEMAG TECBERG group dafür ein spezifisches Fachwissen aufgebaut und dazu die Technologie sowie passende Produkte entwickelt. Die Beherrschung des Grundprinzips der Schachtfördertechnik, nämlich der Anlagentechnik zum Fördern und Transportieren von schweren Lasten, ermöglicht SIEMAG TECBERG noch weitere Anwendungen abseits der Rohstoffförderung und Untertagedeponie. Die Schachtfördertechnik kann beispielsweise im Stollen- oder Großtunnelbau mit Gebirgsüberdeckungen angewandt werden. Durch Zwischenangriffe über einen oder mehrere Schächte kann die Projektlaufzeit des Vortriebs und Ausbaus wesentlich verkürzt werden. Dabei übernimmt die Schachtförderanlage die Förderung des Ausbruchmaterials sowie die Versorgung der untertägigen Großbaustelle mit Material und Personal. Ein weiteres Beispiel ist die Hebetechnik eines Schiffshebewerks mit der Nutzung des Gegengewichtsprinzips, welches auch bei der Schachtförderung in der Bergbautechnik seit Jahrzehnten angewandt wird. Mit der 2019 erfolgten Markenintegration der TECBERG HESE und der Verpflichtung eines hochqualifizierten Stabes von Ingenieuren und Experten weitet die SIEMAG TECBERG group ihre Kompetenz in der vertikalen Fördertechnik nunmehr auch auf den Bereich horizontale Förderung von Schüttgütern inkl. Umschlagstechnik horizontal auf vertikal aus. Relevante Märkte sind unter anderem die horizontale Fördertechnik für Bergwerke und Tagebaue, die Kraftwerks- und die Stahl- und Eisenhüttenindustrie, sowie die Steine- und Erdenindustrie. Damit ist SIEMAG TECBERG in der Lage, in diesem Produktbereich mit umfassender OEM-Anlagenkompetenz im Bereich der horizontalen Förderung und entsprechender Umschlagstechnik für Schüttgüter aufzutreten. Das Vordringen in größere Tiefen und die zunehmende Abwärme, resultierend aus der fortschreitenden Mechanisierung von Hochleistungsbergwerken, stellen immer höhere Anforderungen an die wettertechnischen Einrichtungen unter Tage. SIEMAG TECBERG bietet hierfür die Kühl- und Lüftungstechnik für Bergwerke, Untertagedeponien und Großtunnelanlagen. Moderne Hochleistungsbergwerke benötigen heute oft Kühlleistungen von mehr als 20 Megawatt. Mit dem patentierten Drucktauscher P.E.S. verfügt SIEMAG TECBERG über eines der modernsten Bergwerks- und Tunnelkühlsysteme am Markt. Nicht zuletzt dient - als Pendant der vorgenannten "mechanischen und hydraulischen" Anwendungen - die Automatisierungs- und Antriebstechnik der Vervollständigung der technologischen Angebotsbreite bei SIEMAG TECBERG: Stand der Technik sind heutzutage sichere, umweltverträgliche und kosteneffiziente Energieversorgungslösungen für den Antriebstrang und die damit verbundene Systemintegration der Automatisierungs- und Antriebstechnik. Die Mitlieferung von effizienten, optimierten und für die kundenseitigen und lokalen Anforderungen konzipierten Transformatoren, Einspeisungen, Nieder- und Mittelspannungsanlagen genießt bei SIEMAG TECBERG höchste Aufmerksamkeit, um den Kunden bestmögliche Gesamtlösungen anbieten zu können. Die strategischen Produkte schließlich von SIEMAG TECBERG bieten den Kunden weitere Vorteile bei Nutzung der Anlagentechnologie der Gruppe. So bedient beispielsweise TECBERG digital die gewachsenen Anforderungen der Kunden nach "Smart Mining". Als ein weiteres Beispiel sei TECBERG safety genannt, welches die höchsten Sicherheitsstandards der Kunden beim Betreiben der Schachtförderanlagen erfüllt. SIEMAG TECBERG nimmt mit den vorhandenen Referenzen weltweit eine führende Rolle in der Schachtfördertechnik ein. Mit den in den letzten Jahrzehnten durchgeführten Know-how-Akquisitionen bedeutender Marken wie "MAN-GHH", "DEMAG", "NORDBERG" oder "Winder Controls" befindet sich heute auf jedem Kontinent ein gewichtiger Anteil installierter Anlagenkapazität, kontrolliert von SIEMAG TECBERG. Das Geschäftsmodell zur Bedienung unterschiedlicher Marktsegmente sowie die Kompetenzen, industriellen Anwendungen und strategischen Produkte unter der Dachmarke "SIEMAG TECBERG group" sind nachfolgend noch einmal zusammenfassend dargestellt: Geschäftsmodell
Struktur der GruppeDer Konsolidierungskreis der Gruppe stellt sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:
Veränderungen im KonsolidierungskreisIm Geschäftsjahr 2023 fanden keinen Änderungen im Konsolidierungskreis statt. Im Januar 2024 wurde die SIEMAG TECBERG Asia-Pacific (H.K.) Ltd. in Hongkong als 100%ige Tochtergesellschaft der SIEMAG TECBERG GmbH gegründet. Sie wird künftig die Vertriebsaktivitäten im asiatisch-pazifischen Markt bündeln. Fazit GeschäftsmodellDie Bearbeitung unterschiedlicher Märkte mit teilweise komplementären Treibern, eine umfassende regionale Präsenz und eine breite Diversifikation bei der Anwendung der Engineeringlösungen in den bedeutenden Rohstoffmärkten machen das Geschäftsmodell von SIEMAG TECBERG robust gegenüber konjunkturellen Schwankungen im Hinblick auf Regionen und Produkte bzw. Anwendungen. Die Innovationskraft des Geschäftsmodells und der hohe Grad an Flexibilität tragen die Gruppe auch durch Phasen schwacher Rohstoffpreise und geringer Nachfrage und sollen langfristig für weiteres Wachstum und nachhaltigen Unternehmenserfolg sorgen. Eine technikorientierte Unternehmenskultur mit qualifizierten und hochmotivierten Mitarbeitern sowie die Bandbreite an innovativen Produkten und Dienstleistungen sind die Treiber für eine ausgezeichnete Position auf dem Weltmarkt. Mit diesen Voraussetzungen sieht sich SIEMAG TECBERG als Spezialist in einem Nischenmarkt erstklassig aufgestellt. 2. Nachhaltigkeit und KlimaschutzSIEMAG TECBERG pflegt eine zielorientierte und auf Nachhaltigkeit ausgelegte Unternehmenspolitik, die in ihren Fokus neben den Bedürfnissen der Kunden auch das Wohlergehen der Beschäftigten und den Schutz der Umwelt miteinschließt. Für SIEMAG TECBERG steht bei ausgelieferten Neuanlagen ebenso wie bei Modernisierungen bestehender Anlagen stets eine sichere, energieeffiziente und damit wirtschaftliche Lösung im Vordergrund. Die Kunden des Unternehmens erhalten daher immer hocheffiziente Anlagen nach dem neuesten Stand der Technik mit geringstmöglichem Energiebedarf. Als Kernkomponente erlauben die eingesetzten modernen Antriebssysteme der SIEMAG TECBERG Förderanlagen durch ihre hohen Wirkungsgrade eine optimale Ausnutzung der elektrischen Energie. In Abhängigkeit von der Anlagenausführung und der geforderten Betriebsweise ergeben sich hierdurch auch regenerative Arbeitspunkte der Maschinen, bei denen Teile der eingesetzten Energie wieder ins Verbrauchernetz zurückgespeist werden können. Der auf Kundenseite im Produktionsprozess benötigte Strom sowie die angefallenen CO 2 -Emissionen des Anlagenbetriebs können daher geringgehalten werden. So ermöglicht z.B. das von SIEMAG TECBERG entwickelte P.E.S. (Pressure Exchange System) als wichtige Komponente bei der untertägigen Bergwerkskühlanlage eine den Vorschriften entsprechende Arbeitsumgebung für die untertägig arbeitenden Bergleute. Hierdurch wird auch in Schwellenländern ein Beitrag zur Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten geleistet. Ein weiteres Beispiel ist die aktuelle Entwicklung eines energieeffizienten Frequenzumrichters ("TECBERG drive") zur weiteren deutlichen Reduzierung des benötigten Stroms für den Betrieb der Anlage. Das 2009 neu bezogene und im Jahr 2020 als "TECBERG park" erheblich erweiterte Stammwerk in Haiger erfüllt höchste Ansprüche an Energieeffizienz. So wird am Standort in Haiger der überwiegende jährliche Strombedarf aus umweltfreundlichem Solarstrom durch die eigene Photovoltaikanlage bereitgestellt. Dort sind alle Gebäudedächer mit Solarmodulen ausgerüstet. Ergänzt wird diese Ausstattung durch den Ausbau der E-Mobilität am Stammhaus: Der Aufbau einer Ladesäulen-Infrastruktur sowie die sukzessive Umstellung des Fahrzeugparks auf E-Fahrzeuge sorgen in Verbindung mit der Photovoltaikanlage für emissionsarme und damit umweltfreundliche Mobilität. In der Krise liegen auch Chancen. Diese Binsenweisheit hatte sich in der Corona-Pandemie wieder einmal bewahrheitet, da insbesondere digitale Kommunikationswege notgedrungen viel stärker als vor Corona umgesetzt werden mussten. Die Vor- und Nachteile können nun basierend auf einer mehrjährigen realen Praxis beurteilt werden. SIEMAG TECBERG wird die Vorteile der digitalen Kommunikation auch künftig intensiver nutzen. Videokonferenzen und der digitale Austausch von Dokumenten reduzieren Leerzeiten, Papierverbrauch und Versandkosten. Die insgesamt positiven ökologischen Auswirkungen werden begleitet von Kosteneinsparungen. Digitalisierung für die Kunden - das ist "TECBERG digital". Durch Nutzung digitaler Prozess- und Messdaten kann SIEMAG TECBERG bspw. erweiterte Serviceangebote für gelieferte Maschinen und Anlagen, aber auch für Anlagen im Bau anbieten. So wurden im letzten Jahr bereits Remote-Inbetriebnahmen von Anlagen durchgeführt. Hierdurch konnten Reisezeiten und -kosten eingespart werden, es wurden CO 2-Emissionen vermieden. 3. Forschung und EntwicklungAls Nischenspezialist und einer der Technologieführer ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor von SIEMAG TECBERG die fortwährende Technologieorientierung und die permanente Neu- und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Der Unternehmensleitsatz verdeutlicht den hohen Stellenwert der Entwicklungstätigkeiten: "Innovative Produkt- und Systemlösungen sind die Triebfeder unseres Denkens und Handelns. Den höchsten Stellenwert haben dabei unsere Kunden. Wir bieten beste Lösungen in Bezug auf Qualität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit." Die Gruppe weist rund 20 internationale Patente auf. Im Durchschnitt werden jedes Jahr 1-2 neue Patente angemeldet. Viele Eigenentwicklungen haben in den letzten Jahren neue technische Akzente setzen können. Beispielhaft sei an dieser Stelle die Umsetzung einer schlüsselfertigen "eingescherten" 4-Seil Koepe Schachtförderanlage für die nukleare Endlagertechnik unter Tage genannt. Das Förderkonzept wurde durch SIEMAG TECBERG patentiert, in allen Disziplinen konstruiert (inkl. zugehöriger Montage- und Seilauflege-Konzepte), gefertigt und im Jahre 2024 bauseitig montiert und in Betrieb genommen. Mit dem Technikum "Cold Oak" am Hauptsitz in Haiger, nördlich von Frankfurt, wird die Softwareentwicklung als wesentliche Disziplin der Automatisierungstechnik von SIEMAG TECBERG unterstützt. An der in der Schachthalle eines ehemaligen Fördergerüstes installierten Modellanlage können sämtliche Betriebsarten einer modernen Schachtförderung realitätsnah getestet und simuliert werden. Mit diesen Eigenschaften wird das Technikum gleichzeitig als neuartiges Trainingszentrum genutzt, um Maschinisten von Kunden in den Betrieb der von SIEMAG TECBERG gelieferten Förderanlagen einzuweisen. Durch die Erweiterung des TECBERG park um zwei weitere großen Hallen für die Produktmontage im Jahr 2020 ist es nunmehr möglich, sehr große Koepe- und Doppeltrommel-Fördermaschinen mit Direktantrieb im Werk zu montieren und mit drehender Maschine komplett in Betrieb zu nehmen. Die Montagehalle Nr. 2 umfasst ein Großprüffeld von 12 m × 18 m Fläche inkl. Energieversorgung und Automation zur mechanischen, hydraulischen und steuerungstechnischen Erprobung und Inbetriebnahme unter Realbedingungen. Neben der auftragsbezogenen Prüffeldmontage und Inbetriebnahme bieten diese neuen Möglichkeiten auch, Neuentwicklungen jeglicher Art im Werk zu testen und entsprechende Abnahmen (Third Party) unter Realbedingungen zu erwirken. Allein im Geschäftsjahr 2023 hat sich SIEMAG TECBERG mit über 20 verschiedenen Entwicklungsprojekten beschäftigt. Bei ausgewählten Projekten arbeitet SIEMAG TECBERG im Rahmen von Techniker-, Bachelor-, Projekt- oder Masterarbeiten mit verschiedenen Universitäten oder Fachhochschulen zusammen. Die konstruktionsnahen Entwicklungsleistungen der Gruppe werden überwiegend im Zusammenhang mit den kundenspezifischen Aufträgen durchgeführt und sind mit geschätzten 2,5 % in den Umsatzkosten enthalten. Zusätzlich hierzu sind im Geschäftsjahr 2023 insgesamt Mio. EUR 0,5 (entspricht knapp 0,5 % vom Umsatz; Vj. Mio. EUR 0,5) für die vorgenannten Entwicklungsprojekte angefallen. Aufgrund der spezifischen Marktsituation und der hieraus resultierenden unkonkreten Vermarktungschancen wurden die Entwicklungskosten vollständig in den Periodenaufwand übernommen. Insgesamt beträgt der Entwicklungsaufwand im Geschäftsjahr 2023 damit knapp 3,0 % vom Umsatz (ca. Mio. EUR 3,0). II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWirtschaftliche Lage der ZielmärkteDie Entwicklung des Bergbaumarktes wird einerseits von politischen, wirtschaftlichen und konjunkturellen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Regionen und Ländern bestimmt, andererseits von direkten Branchen-Kriterien. Schließlich können auch singuläre Ereignisse aufgrund der globalen Netzwerkökonomie einen erheblichen Einfluss auf viele Märkte und damit auf die Bergbauindustrie haben. Die relative Steigerung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2023 betrug 3,2 % und lag damit etwas unter der Steigerung des Vorjahres (3,5 %) sowie deutlich unter dem Wachstum des Jahres 2021 (6,3 %) (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/). Die weltwirtschaftliche Erholung 2022 nach der Corona-Krise und der Rezession 2020 wurde also in 2022 und 2023 durch den Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise und der in 2023 anhaltend hohen Inflation etwas gebremst. Neben dem Russland-Ukraine-Konflikt haben sich auf geopolitischer Ebene zudem die Spannungen zwischen der westlichen Welt (EU, USA) und China weiter verschärft. Diese geopolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgen für ein unsicheres Marktumfeld in allen Branchen und belasten die Volkswirtschaften anhaltend. Die vorgenannten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sind eher "makroökonomischer" Natur. Ein weiterer, eher "mikroökonomischer" Faktor, der die Nachfrage nach Rohstoffen beeinflusst, ist die Entwicklung einzelner Branchen und deren Beitrag zur Entwicklung der Rohstoffpreise. Da die Kunden von SIEMAG TECBERG hauptsächlich Rohstoffe gewinnen, ist die Gruppe den jeweiligen Markteinflüssen der verschiedenen Rohstoffmärkte (u.a. Nickel, Platin, Gold, Kohle) ausgesetzt. Der Umsatz der globalen Minen- und Bergbauindustrie bewegte sich 2023 das dritte Jahr in Folge bei rund 900 Mrd. USD. Gegenüber 2022 ist der Umsatz allerdings wieder etwas zurückgegangen, unter anderem ein Resultat der geopolitischen Unsicherheiten aufgrund der Ukraine-Krise sowie der hiermit verbundenen Folgen wie protektionistischer Tendenzen, uneinheitlichen Preisentwicklungen vieler Rohstoffe (siehe weiter unten). Nichtdestotrotz verbleibt der Umsatz angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre (Corona-Pandemie, Ukraine-Krise, Chip-Krise, Lieferkettenprobleme, Inflation) mit den damit verbundenen hohen Unsicherheiten seit drei Jahren auf einem relativ hohen Niveau. Umsatz der globalen Minen- und Bergbauindustrie 1 in den Jahren von 2003 bis 2023 (in Milliarden US-Dollar)
Quelle: Statista
2 Die Werte für das Jahr 2023 basieren auf
Schätzungen
(Quelle/Link: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/260660/umfrage/umsatz-der-weltweiten-minen-und-bergbauindustrie/) Während die Umsätze der Minen- und Bergbauindustrie in den Jahren 2021 und 2022 anstiegen und aufgrund des schwierigen Marktumfelds in 2023 einen leichten Umsatzrückgang von ca. 6 % auf Mrd. USD 887 verzeichneten, hat sich dies - aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen - nicht 1:1 auf die Investitionsbereitschaft der Bergbaukonzerne ausgewirkt. Hier spielen neben den genannten erschwerten geopolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem auch die Rohstoffpreise eine Rolle, deren Entwicklung maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg der Bergbauindustrie ist. Aktuelle Preisniveaus sowie erwartete Preisentwicklungen auf Basis von Prognosen über die zukünftige Rohstoffnachfrage stellen daher einen wesentlichen Baustein für die Investitionsplanungen der Bergbaukonzerne dar. Zudem haben Krisen der Vorjahre wie die Corona-Pandemie oder des anhaltenden Russland-Ukraine Konflikt die Investitionen in den Rohstoffabbau spürbar gebremst. Die nachfolgende Grafik stellt die Entwicklung der wesentlichen Rohstoffpreise im Jahr 2023 dar wie auch seit dem Krisenjahr 2016:
Quelle: finanzen.net Die Mehrzahl der Edel- und Industriemetalle hatte im letzten Jahr Preisrückgänge zu verzeichnen oder marginale Zuwächse als Folge einer verhaltenen Nachfrage in den Anwenderindustrien. Einzig Gold und Eisenerz konnten deutlich zulegen. Der Goldpreis profitierte u.A. vom Ende der Zinserhöhungen sowie der Aussicht auf baldige Zinssenkungen. Insbesondere Palladium, Nickel und Kohle mussten hingegen der Preisrally des Vorjahres Tribut zollen, diese Preisniveaus haben sich gegen Ende des Jahres 2023 wieder etwas konsolidiert. Da diese relativ durchwachsene Preisentwicklung der Rohstoffe einhergeht mit einer auf den Krisen basierenden, andauernden Investitionszurückhaltung, werden die verfügbaren Rohstoffe infolge einer Verknappung voraussichtlich wieder preislich steigen und so den Bergbauunternehmen eine wirtschaftliche Erholung gewähren. Somit ist auch mittelfristig ein Anstieg im Investitionsvolumen zu erwarten (näheres im Abschnitt V. Prognosebericht). Ein weiterer Zielmarkt von SIEMAG TECBERG, der Sonderanlagenbau für die öffentliche Hand, wird vorwiegend durch staatliche Infrastrukturprojekte dominiert. Er ist daher weniger von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung abhängig, sondern in der Praxis eher von politischen Entscheidungen und der Einnahmesituation öffentlicher Träger. Auftragseingang (ohne Konsortialanteile)Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 lag bei Mio. EUR 96 (Vj. Mio. EUR 95). Davon entfielen Mio. EUR 73 (Vj. Mio. EUR 70) auf Anlagenbauprojekte (Fördertechnik und Kühlungen) sowie Mio. EUR 23 (Vj. Mio. EUR 25) auf das After-Sales-Geschäft. Damit konnten die Planvorgaben für Auftragseingänge auf Vorjahresniveau trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen erreicht werden. AuftragsbestandDer Auftragsbestand Ende 2023 betrug ca. Mio. EUR 122 und ist gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 145) aufgrund eines gegenüber dem Auftragseingang höheren Umsatzes gefallen, ferner durch Wechselkurseffekten sowie durch die Bereinigung des Bestands um gestoppte Aufträge. Bei einem angenommenen durchschnittlichen Umsatz von Mio. EUR 90 beträgt die rechnerische Umsatzreichweite knapp 1,5 Jahre. Gemäß Planungsrechnung ist der Umsatz des Jahres 2024 zu rund 2/3 aus Bestandsaufträgen abgesichert. MitarbeiterDer Erfolg und der gute Ruf von SIEMAG TECBERG basieren nicht zuletzt auf dem hohen Engagement seiner qualifizierten Mitarbeiter. Sie bilden das Rückgrat der internationalen, projektorientierten Kompetenznetzwerke. SIEMAG TECBERG bindet seine Mitarbeiter u.a. mit einem leistungsorientierten Vergütungssystem sowie regelmäßigen zielgerichteten Qualifizierungsprogrammen und Weiterbildungen. So werden höchste Qualität sowie ein permanenter Wissenszuwachs gewährleistet. Diverse Hochschulkooperationen in Deutschland ermöglichen weitere wertvolle Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Grundlagenforschung. Der große Erfahrungsschatz aus den zahlreichen Montage- und Serviceeinsätzen an unterschiedlichsten Anlagen auf der ganzen Welt ist der Schrittmacher für die stetige Weiterentwicklung der Wissensbasis der Mitarbeiter. SIEMAG TECBERG ist inhabergeführt und bietet direkte Ansprechpartner und kurze Entscheidungswege. Es besteht eine hohe persönliche Identifikation mit dem Unternehmen. Sämtliche Geschäftsprozesse verfügen zudem über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem nach den Standards der DIN EN ISO 9001:2015. Der Mitarbeiterbestand liegt zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 (inkl. der Auszubildender) mit 407 Mitarbeitern leicht unter dem Niveau des Vorjahres (420) und spiegelt einen schlanken, kosteneffizienten Ansatz im Geschäftsjahr wider. Die Kapazitäten waren insgesamt normal ausgelastet. 260 Mitarbeiter waren bei den ausländischen Tochtergesellschaften beschäftigt, 147 Mitarbeiter in Deutschland. Für die Zukunft geht SIEMAG TECBERG bei moderat wachsendem Geschäftsvolumen von leicht steigenden Personalzahlen aus. 2. ErtragslageUmsatz und ErgebnisMit Mio. EUR 107,7 lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 um Mio. EUR 10,3 unter dem hohen Vorjahreswert von Mio. EUR 118,0. Der Planumsatz von Mio. EUR 110,0 für 2023 wurde nahezu erreicht. Für 2023 wurde mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet. Der Anlagenbau (Fördertechnik, Kühlungen) verzeichnete einen Umsatz von Mio. EUR 86,9 (Vj. Mio. EUR 93,0). Das After-Sales-Geschäft steuerte im abgelaufenen Jahr Mio. EUR 20,8 zum Umsatz bei (Vj. Mio. EUR 25,0). Das Bruttoergebnis der Gruppe liegt mit Mio. EUR 24,7 vor allem aufgrund des geringeren Umsatzes unter dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 29,0). Zudem konnten die Margenqualität des Vorjahres nicht ganz erreicht werden. Die Bruttoergebnisrendite fiel von 24,6 % im Vorjahr auf nun 23,0 % im Jahr 2023, bedingt durch die Abwicklung einiger margenschwächerer Aufträge. Die Vertriebskosten sind mit Mio. EUR 11,2 gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 10,2) deutlich gestiegen, eine Folge der verstärkten Vertriebsanstrengungen aufgrund steigender Projektanfragen. Während die allgemeinen Verwaltungskosten mit Mio. EUR 11,3 leicht über dem Vorjahr (Mio. EUR 10,9) lagen, lagen die Entwicklungskosten mit Mio. EUR 0,5 auf dem Vorjahresniveau (Vj. Mio. EUR 0,5). Die sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen eine entgegengesetzte Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Während die Erträge von Mio. EUR 4,3 im Vorjahr auf Mio. EUR 9,7 im Jahr 2023 stiegen, reduzierten sich die Aufwendungen von Mio. EUR 8,6 im Vorjahr auf Mio. EUR 4,6 im laufenden Jahr. Hauptursächlich für diese Entwicklung waren Vorsorgen bei einzelnen Großaufträgen im Vorjahr aufgrund der bekannten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (u.a. Russlandsanktionen), die im abgelaufenen Geschäftsjahr teilweise nicht benötigt wurden und daher ertragswirksam aufgelöst wurden. Während die Zinserträge 2023 mit Mio. EUR 0,4 etwas niedriger als im Vorjahr ausfielen (Vj. Mio. EUR 0,6), repräsentierten die weiter gestiegenen Zinsaufwendungen von Mio. EUR 1,8 (Vj. Mio. EUR 0,9) sowohl das in 2023 nochmals gestiegene Zinsniveau wie auch eine temporäre höhere Inanspruchnahme von Kreditlinien zur Vorfinanzierung von Aufträgen. Das EBITDA (als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinserträgen, Zinsaufwendungen und Abschreibungen (mit Ausnahme der Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert)) ist um Mio. EUR 4,2 auf Mio. EUR 11,1 gestiegen, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) liegt bei Mio. EUR 5,6 und damit fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (Vj. Mio. EUR 2,8). Die Ergebnisverbesserung trotz Rückgang des Bruttoergebnisses ist vor allem auf die Entwicklung der Vorsorgen bei einzelnen Großaufträgen zurückzuführen. Die EBT-Rendite in 2023 in Höhe von 5,2% des Umsatzes hat wieder ein ordentliches Niveau erreicht, wenngleich der anspruchsvolle Planwert 2023 für das EBT spürbar unterschritten wurde. Die Steuern aus Einkommen und Ertrag betragen Mio. EUR 1,7 (Vj. Mio. EUR 0,1), resultierend aus einem Steueraufwand von Mio. EUR 3,9 (Vj. 1,2) und einem Ertrag bei den latenten Steuern von Mio. EUR 2,2 (Vj. Ertrag von Mio. EUR 1,1). Inklusive der geringfügigen sonstigen Steuern von Mio. EUR 0,1 (Vj. Mio. EUR 0,1) ergibt sich somit ein Ergebnis nach Steuern/Konzernjahresüberschuss von Mio. EUR 3,9 (Vj. Mio. EUR 2,6). Das Jahr 2023 war geprägt durch anhaltende politische und wirtschaftliche Krisen wie den Krieg in der Ukraine oder auch die latenten Abschottungstendenzen vieler Länder. Angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen hat die Gruppe einen zufriedenstellenden Auftragseingang und guten Umsatz erzielt. Erneut hat die Ertragsstärke SIEMAG TECBERG durch ein schwieriges Jahr 2023 getragen. Auch wenn die Planwerte 2023 für Umsatz, EBT und EBITDA aufgrund der vorgenannten erschwerten Rahmenbedingungen mit Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung nicht ganz erreicht werden konnten, ist die Ertragslage insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen. Insbesondere liegt das EBT liegt mit 5,2 % vom Umsatz wieder auf einem guten Niveau, ebenso wie das EBITDA mit Mio. EUR 11,1 (10,3 % vom Umsatz). AbschreibungenDie Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte und für Sachanlagen lagen mit Mio. EUR 2,9 über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 1,8), insbesondere bedingt durch Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von Mio. EUR 0,6. Finanzanlagen wurden nicht abgeschrieben. Aus der Anwendung des IFRS-16-Standards ergaben sich zudem noch Abschreibungen auf die sog. Nutzungsrechte in Höhe von ebenfalls Mio. EUR 1,8 (Vj. Mio. EUR 1,8). 3. FinanzlageBarmittelDie Finanzierung des Unternehmensverbunds erfolgt aus vorhandener Liquidität sowie ausreichend dimensionierten Kreditlinien. Der Bestand an Barmitteln am Ende des Geschäftsjahres 2023 ist mit Mio. EUR 16,1 etwas niedriger als im Vorjahr (Mio. EUR 17,6) und liegt auf einem auskömmlichen Niveau. Zusätzlich wurde ein Teil der liquiden Mittel in kurzfristigen Wertpapieren angelegt. Der Bestand an sonstigen finanziellen Vermögenswerten in der Bilanz beträgt Mio. EUR 7,8 (Vj. Mio. EUR 13,8). Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit war mit Mio. EUR 8,2 negativ und resultierte vor allem aus der Vorfinanzierung laufender Aufträge. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit Mio. EUR 0,5 leicht positiv. Auszahlungen für Investitionen wurden leicht überkompensiert durch Einzahlungen aus der Veräußerung von kurzfristigen Finanzmittelanlagen. Die Vorfinanzierung laufender Aufträge erfolgt neben Kundenanzahlungen im Wesentlichen durch Netto-Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von Mio. EUR 7,8, die den wesentlichen Posten des positiven Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 7,7 ausmachen. Sind die Cash Flow-Effekte aus diesen vorgenannten Tätigkeiten bis hierhin ausgeglichen, so führen insbesondere die währungsbedingten Veränderungen (Mio. EUR -1,5) zu der leichten Reduzierung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um eben Mio. EUR 1,5. Weitere Einzelheiten sind der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. KreditlinienDie Gruppe SIEMAG TECBERG verfügt über umfangreiche Kreditlinien ihrer Hausbanken im Gesamtvolumen von Mio. EUR 150,1 (Vj. Mio. EUR 154,0) per 31. Dezember 2023. Von den Kreditlinien stehen Mio. EUR 118,7 (Vj. Mio. EUR 121,4) ausschließlich als Avallinien zur Verfügung. Die Avallinien wurden zum Bilanzstichtag mit insgesamt Mio. EUR 18,5 (Vj. Mio. EUR 53,0) beansprucht. Die übrigen in Anspruch genommenen Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 27,3 betrafen im Wesentlichen Working-Capital-Finanzierungen. Weitere Aval- und Barlinien wurden 2023 nicht in Anspruch genommen, so dass die freien Linien der Finanzierung des operativen Geschäfts zur Verfügung stehen. Einsatz von FinanzinstrumentenZur Absicherung von Währungsrisiken im Zusammenhang mit Export- und Importgeschäften hat SIEMAG TECBERG Devisenkurssicherungsgeschäfte für ein Gesamtvolumen von Mio. EUR 6,3 (Vj. Mio. EUR 13,9) abgeschlossen. Diese hatten zum 31. Dezember 2023 insgesamt einen positiven Zeitwert von Mio. EUR 0,1 (Vj. negativer Zeitwert von Mio. EUR 0,4), d.h. der Zeitwert liegt mit Mio. EUR 0,1 etwas über dem vertraglich vereinbarten Wert. Investitionen in SachanlagenDie Sachanlageinvestitionen im Geschäftsjahr 2023 lagen mit Mio. EUR 2,4 (Vj. Mio. EUR 2,0) auf einem normalen Niveau. Es wurden überwiegend Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen getätigt. 4. VermögenslageImmaterielle VermögenswerteBei Unternehmensgründung und Übernahme des Geschäftsbereiches Bergbautechnik von SIEMAG GmbH (SMS/SIEMAG Weiss Gruppe) im Jahr 2007 wurde ein Firmenwert von Mio. EUR 4,9 angesetzt. Im Jahr 2017 hat sich der Firmenwert durch den Zukauf der Tecom Australia Pty Ltd. um Mio. EUR 0,6 erhöht. Durch die Abschreibungen der TECOM-Aktien im laufenden Geschäftsjahr sowie aufgrund von Wechselkurseffekten betrug der Wert zum 31. Dezember 2023 Mio. EUR 4,7 (Vj. Mio. EUR 5,4). FinanzanlagenUnter den sonstigen Ausleihungen sind insbesondere Mieterdarlehen an die Grundstücksgesellschaften der Immobilien in Haiger-Kalteiche in Höhe von Mio. EUR 1,3 (Vj. Mio. EUR 1,0) sowie Mietkautionen von Mio. EUR 1,0 (Vj. Mio. EUR 1,0) ausgewiesen. EigenkapitalDas Stammkapital beträgt Mio. EUR 3,5 und wurde im Juni 2007 voll eingezahlt. Im Jahr 2017 wurden eigene Anteile mit einem Nennbetrag von Mio. EUR 0,6 zurückerworben und offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 Mio. EUR 39,3 (Vj. Mio. EUR 37,1). Da die Bilanzsumme um Mio. EUR 8,5 gestiegen ist, hat sich Eigenkapitalquote trotz gestiegenem Eigenkapital leicht reduziert von 27,0 % im Vorjahr auf 26,9 %. Working CapitalDas Net Working Capital (per Definition Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich erhaltener Anzahlungen und Lieferverbindlichkeiten) ist im abgelaufenen Jahr von Mio. EUR 25,5 auf Mio. EUR 39,6 gestiegen und repräsentiert eine gestiegene Vorfinanzierung bei diversen Großaufträgen aufgrund verzögerter Abwicklungen und Zahlungseingänge. Diese Vorfinanzierungseffekte haben sich zu Beginn des Jahres 2024 wie erwartet spürbar reduziert. Details zu einzelnen Positionen sind der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Die Gruppe verfügt über ausreichend Zahlungsmittel und Kreditfazilitäten zur Deckung potentieller Zahlungsabflüsse. 5. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufZusammenfassend blickt die Geschäftsführung der SIEMAG TECBERG auf einen - unter Berücksichtigung der geopolitischen, gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen - sehr ordentlichen Geschäftsverlauf zurück. Der Auftragseingang lag trotz der anhaltenden Auswirkungen der Ukrainekrise (Nachfragerückgang) auf Planwertniveau. Die Umsatzplanung wurde nahezu erreicht. Die Ergebniszahlen sind - wenngleich unter Plan -stabil positiv. Die Vorjahreswerte konnten deutlich verbessert werden. Die EBITDA-Rendite liegt mit über 10 % auf sehr gutem Niveau. Die bedeutenden finanziellen Leistungsindikatoren sind nachfolgend dargestellt:
Hinsichtlich weiterer Erläuterungen der Abweichungen zu Planwerten 2023 und der Veränderungen zum Vorjahr verweisen wir auf die Ausführungen unter dem Abschnitt Auftragseingang und Umsatz und Ergebnis. III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, werden im Anhang dargestellt. IV. Bericht über Chancen und RisikenDie Gruppe SIEMAG TECBERG hat ein Risikomanagementsystem implementiert, dessen Schwerpunkte in der Beherrschung der diversen nachfolgend genannten Risiken liegen sowie dem Erkennen von Chancen durch die Implementierung geeigneter Dokumente, Standards und Abläufe. Folgende Eckpunkte sind zu nennen: OrganisationDie unter Punkt I.1. erläuterte Organisation mit industriellen Anwendungen, Leistungen und Produkten wird strukturiert durch effiziente Prozesse mit definierten Schnittstellen zwischen den beteiligten Unternehmensfunktionen. Die Produkte und Lösungen werden ferner durch Produktmanager weiterentwickelt, die Prozesse in der Umsetzung von Aufträgen entsprechend durch Prozessmanager. Der Projektmanager ist der jeweilige "Unternehmer" eines Auftrags. Diese Experten sind unter anderem für die Weiterentwicklung und Betreuung der Operations verantwortlich und in ihrer Funktion Ansprechpartner für alle SIEMAG-TECBERG-Gesellschaften weltweit. Zudem wurden ablauforganisatorische Rahmenbedingungen für effiziente Transaktionen im Außenverkehr mit Kunden, Lieferanten und Banken definiert. Zu nennen ist beispielsweise eine Risikomanagement-Richtlinie, mit welcher die "Spielregeln" für die Auftragsannahme und -abwicklung für den Unternehmensverbund festgelegt werden. Schließlich werden derzeit über "TECBERG Digital Database", kurz TDD, sogenannte Basisdokumente in allen operativen Prozessen definiert, mittels derer die Bearbeitungen innerhalb der Teilprozesse und die Übergaben in den Schnittstellen noch effizienter realisiert werden können. ProjektdatenbankSIEMAG TECBERG arbeitet mit einer Projektdatenbank, in welcher alle laufenden kurz- wie langfristen Projekte nach Regionen, Kunden, Rohstoffen, technischen Ausprägungen etc. erfasst und regelmäßig einem "Monitoring" unterzogen werden. Dies gewährleistet eine hohe Markttransparenz und ist Grundlage zielgerichteter Vertriebsaktivitäten. KalkulationSIEMAG TECBERG nutzt im Vertrieb ein einheitliches, standardisiertes Angebotskalkulationstool. Hierdurch können auch komplexere Projekte mit mehreren beteiligten Gesellschaften der Gruppe effizient kalkuliert werden. Permanente Überwachung von AufträgenDie regelmäßige Überwachung von längerfristigen Aufträgen mittels einer standardisierten mitlaufenden Kalkulation ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Ergänzend wird durch regelmäßiges Durchführen und Dokumentieren von Projektgesprächen der aktuelle Abwicklungsstatus der Aufträge im Detail dargestellt. Bei Abweichungen vom Planwert kann frühzeitig gegengesteuert werden. Cashflow-ÜberwachungSIEMAG TECBERG misst einem detaillierten Liquiditätsmanagement eine hohe Bedeutung bei. Cashflow- und Finanzierungsrisiken vor allem größerer Anlagenaufträge werden regelmäßig überwacht und kontrolliert. Hierzu ist ein differenziertes Reporting- und Controlling-Modell implementiert, wodurch die Zahlungsfähigkeit der Gruppe jederzeit überwacht und gesteuert wird. QualitätsmanagementDas integrierte Managementsystem der Muttergesellschaft SIEMAG TECBERG GmbH ist nach den Regelwerken DIN EN ISO 9001 und DIN ISO 45001 zertifiziert. Nach Komplettüberarbeitung wurde das Managementsystem im Jahre 2021 rezertifiziert und im abgelaufenen Jahr 2023 erneut erfolgreich auditiert. Mit der Zielsetzung der kontinuierlichen Verbesserung unterliegt das Managementsystem der jährlichen Überwachung durch eine einschlägige Zertifizierungsgesellschaft sowie der unterjährigen ständigen Überprüfung durch interne Audits. Durch die Teilnahme an den Audits und darüber hinaus an Workshops zur Weiterentwicklung des Managementsystems und der Prozesse sind die Mitarbeiter in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebunden. EntwicklungenSIEMAG TECBERG ist als einer der Technologieführer laufend mit der Entwicklung von neuen Systemlösungen und Produktalternativen beschäftigt. Das vorhandene Know-how der Mitarbeiter in Verbindung mit der vorgenannten Projektdatenbank eröffnet Chancen der zielgerichteten Weiterentwicklung von Technologien "Designed by SIEMAG TECBERG" hinsichtlich der Übertragung des vorhandenen Wissens auf andere Produkte und Märkte. Dies birgt für die Gruppe Potenzial, sich von Wettbewerbern zu diversifizieren und auch künftig weiter wachsen zu können. Die hohe Innovationskraft von SIEMAG TECBERG birgt das Risiko einer Verletzung des geistigen Eigentums. Daher misst die Gruppe dem Schutz des Know-hows eine hohe Bedeutung zu. Neuentwicklungen werden generell durch Patentanmeldungen geschützt. Zudem wird die Einhaltung interner Regeln zum Schutz technischer Entwicklungen konsequent überwacht. PreisänderungsrisikenAufgrund der langfristigen Fertigungsaufträge ist SIEMAG TECBERG regelmäßig Preisänderungsrisiken vor allem auf der Beschaffungsseite ausgesetzt. Diesen wird durch vorsichtige Beschaffungskalkulationen begegnet. Ferner werden bei möglichst vielen Kunden Preisgleitklauseln in den Verträgen vereinbart. WechselkursrisikenSIEMAG TECBERG unterliegt bei internationalen Geschäftsaktivitäten grundsätzlich dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, vor allem bei der Vergabe von Anlagenaufträgen in fremder Währung. Daher werden diese Aufträge prinzipiell durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Auswirkungen von Wechselkursrisiken auf die Nachfrage begegnet SIEMAG TECBERG ferner mit seiner internationalen Ausrichtung, mit Standorten in den wichtigen Bergbauregionen. ExportrisikenDie hohe Exportorientierung führt zu ungleich höheren Abwicklungskosten bei unverändert starker Wettbewerbssituation. Chancen auf zusätzliche Marktvolumina werden begleitet von höheren Abwicklungsrisiken. Diesen Risiken begegnet SIEMAG TECBERG durch eine laufende Überwachung der Projekte in der Vertriebs- und Abwicklungsphase. Eine besondere Situation ergibt sich durch die Ukraine-Krise und den damit verbundenen Sanktionen. Gegen die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verhängten Ausfuhrverbote für zwei Großprojekte nach Russland hat SIEMAG TECBERG Rechtsmittel eingelegt. Eine finale gerichtliche Entscheidung hierüber ist bis heute offen. Unabhängig davon hat SIEMAG TECBERG andere Optionen geprüft und zwischenzeitlich umgesetzt. Für ein Projekt konnte eine alternative Verwertung gefunden werden. Für das zweite Projekt wurde ein Antrag auf Entschädigung beim zuständigen Versicherer gestellt. Dieser Antrag wurde mittlerweile positiv beschieden bzw. genehmigt. Die Höhe der Entschädigung wird derzeit geprüft. GewährleistungsrisikenAufgrund seiner Tätigkeit als Anlagenbauer kann SIEMAG TECBERG hohen Gewährleistungsrisiken ausgesetzt sein. Um diese zu minimieren, werden Versicherungspolicen mit geringen Selbstbehalten geschlossen. Die Versicherungshöhe wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Rechtliche und steuerliche RisikenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist SIEMAG TECBERG generell dem Risiko von Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzforderungen und steuerlichen Nachforderungen ausgesetzt. Diesen Risiken wird durch die Bildung angemessener Rückstellungen sowie die Begleitung durch erfahrene Rechtsanwälte und Steuerberater begegnet. Aufgrund der generellen, mit Rechtsstreitigkeiten verbundenen Unsicherheiten besteht immer die Möglichkeit, dass Abweichungen von den derzeitigen Einschätzungen wesentliche positive wie negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von SIEMAG TECBERG haben können. Politische Risiken und ZahlungsrisikenDie in diversen Ländern/Regionen üblichen Finanzierungskonditionen führen in der Regel zu einer temporären Vorfinanzierung der Aufträge durch SIEMAG TECBERG. Etwaige hieraus resultierende Geschäftsrisiken erfordern eine adäquate Zahlungsabsicherung. So werden derartige Zahlungen bei den o.g. Aufträgen bei Bedarf durch bestätigte und übertragbare Akkreditive abgesichert. Ferner findet bei diesen Aufträgen regelmäßig auch eine Fabrikationsrisikodeckung durch Euler Hermes zur Absicherung politischer Risiken statt. Bei Aufträgen in anderen Regionen, insbesondere im angloamerikanischen Wirtschaftsraum, erfolgt die Finanzierung der Aufträge grundsätzlich über regelmäßige Zahlungen gemäß Fertigstellungsgrad bzw. erreichten Meilensteinen. Für SIEMAG TECBERG lassen sich in der Gesamtbetrachtung der Risikosituation derzeit weder unter Ertrags- und Substanz- noch unter Liquiditätsgesichtspunkten bestandsgefährdende Risiken erkennen. V. PrognoseberichtDie letzten Jahre waren geprägt durch gravierende politische und wirtschaftliche Verwerfungen in einem Ausmaß wie seit langem nicht mehr. Klimakrise, Corona-Pandemie mit einhergehenden, grundlegenden Restrukturierungen des Arbeits- und Soziallebens, der Russland-Ukraine-Konflikt und eskalierende Spannungen zwischen dem Westen (USA/EU) und China, hohe Inflationen mit Kaufkraftverlust, Lieferkettenprobleme, Fachkräftemangel - all diese Ereignisse haben politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich ihre Spuren hinterlassen und werden die Folgejahre noch weiter bestimmen. Das erwartete weltwirtschaftliche Wachstum von nur 3,2 % für 2024 und 2025 unterstreicht den negativen Einfluss, den die anhaltenden Krisen auf die Gesamtwirtschaft voraussichtlich haben werden, wenngleich das Wachstum positiv bleiben soll.
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ (abgerufen am 17.06.2024) Inmitten der mittlerweile fast zum Alltag gewordenen Krisen, Sanktionen und Restriktionen stehen global agierende Unternehmen wie SIEMAG TECBERG vor der Herausforderung, Kunden zu gewinnen sowie bestehende Aufträge effizient abzuwickeln. Hierbei hat jede Gesellschaft der Gruppe in ihrer speziellen Region mit spezifischen Herausforderungen zu kämpfen. Das Stammhaus in Deutschland sieht sich daher mit den europäischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Der europäische Bergbau gehört zu den Schlüsselindustrien für die angestrebte Dekarbonisierung und die Unabhängigkeit von Rohstoffimporten, sieht sich aber nicht ausreichend unterstützt. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts entfielen auf Europa etwa 40 % der weltweiten Bergbauproduktion. Jetzt sind es nur noch 3 %. Die Wiederbelebung des einheimischen Bergbausektors in Europa kann bspw. die Abhängigkeit des Kontinents von Metallen der Seltenen Erden aus China verringern. Die zunehmende Dominanz Chinas bei der Produktion von Batterien und Seltenen Erden sowie in der Lieferkette stellt eine ständige Bedrohung für Europa dar, da es den europäischen Kontinent, aber auch andere Teile der Welt, bei diesen Metallen und Mineralien stark von China abhängig macht (Quelle: https://de.euronews.com/business/ 2024/03/12/warum-europa-seinen-bergbausektor-wiederbeleben-muss). Auf der Wunschliste der europäischen Bergbauindustrie für 2024 und die Folgejahre stehen daher schnellere und weniger bürokratische Prozesse, umfangreichere staatliche Unterstützung und mehr gesellschaftliche Akzeptanz. Schwergewichte wie Alcoa, Anglo American, Glencore und Aurubis appellieren an die EU und fordern widerstandsfähigere Lieferketten und reduzierte strategische Abhängigkeiten. Erreicht werden soll dies durch eine Kombination aus inländischen Investitionen und globalen Maßnahmen, um die mangelhafte Wettbewerbsfähigkeit als Resultat einer jahrelangen Vernachlässigung des heimischen Bergbaus zu beseitigen. Zudem betonen die großen Bergbaukonzerne immer wieder, dass das gesellschaftliche Bild vom Bergbau nicht mehr aktuell sei und werben um mehr gesellschaftliche Akzeptanz: Europa braucht mehr Bergbau, um eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen. Die Branche leidet unter einer negativ behafteten Vergangenheit, hat sich aber stark verändert. Erhebliche Investitionen in neue Innovationen und Technologien bedeuten, dass ein nachhaltiger Bergbau möglich ist. Der heutige moderne Bergbau ist daher ein Teil der Lösung und nicht des Problems, vor allem auch mit Blick auf die Dekarbonisierung. Die seitens der EZB erwarteten Zinssenkungen ab dem zweiten Halbjahr 2024 werden diesbezüglich die Investitionsbereitschaft der großen Bergbauproduzenten künftig stützen. Vor allem die neuen geopolitischen Realitäten werden generell dafür sorgen, dass auch auf den anderen Kontinenten wie Amerika, Afrika, Australien und vor allem China/Asien (siehe weiter unten) weitere große Investitionen geplant und gefördert werden, um wieder unabhängiger von Rohstofflieferanten aus nicht befreundeten Ländern zu werden. Andere Gründe für eine erwartete steigende Investitionsbereitschaft sind die weiter steigenden Bevölkerungszahlen wie auch die Aufhebung diverser Investitionsstaus bei vielen Bergbaukonzernen. Die Fachstudie "Global Mining Equipment" der Freedonia Group aus März 2023 erwartet daher ein weltweites Wachstum der Nachfrage nach Bergbauausrüstungen von durchschnittlich 5,5 % pro Jahr, von Mrd. USD 133 im Jahr 2022 auf Mrd. USD 174 im Jahr 2027.
Quelle: https://www.freedoniagroup.com/industry-study/global-mining-equipment-3839.htm (abgerufen am 17.06.2024) Während die Kohle als Wachstumstreiber an Bedeutung weiter verliert, ist das Wachstum vorwiegend getrieben durch die steigende Produktion im Metall- und Mineralienbergbau, da sich die weltweiten Industrien, die diese Rohstoffe verwenden, nach den pandemiebedingten Verlusten im Jahr 2020 weiter erholen. Darüber hinaus wird die Nachfrage durch die Einführung neu entwickelter, innovativer Anwendungen mit zahlreichen produktivitäts- und effizienzsteigernden Technologien (z. B. Automatisierungssoftware, fortschrittliche Motoren) gestützt, die es den Minenbetreibern ermöglichen, Arbeitsplätze zu verbessern und neue, anspruchsvolle Bergbauvorschriften einzuhalten.
Quelle: https://www.freedoniagroup.com/industry-study/global-mining-equipment-3839.htm (abgerufen am 17.06.2024) Die weltweit steigenden Nachfragen im Bau und Maschinenbau werden sowohl die Produktionssteigerungen im Metall- und Mineralienbergbau als auch den damit verbundenen Ausrüstungsabsatz vorantreiben. Das Mineraliensegment wird auch von der steigenden Nachfrage nach diesen Rohstoffen in anderen wichtigen Endverbrauchermärkten wie der Landwirtschaft profitieren. Metallbergbauunternehmen sind intensive Nutzer von Bergbaumaschinen und investieren aufgrund ihrer immensen finanziellen Ressourcen stark in technologische Innovationen, was bis 2027 weiterhin ein wichtiger Wachstumsmotor sein wird. Die Wachstumsaussichten für das Kohlesegment sind für den Zeitraum 2022-2027 begrenzter, da aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Klimawandels und der Luftverschmutzung weltweit eine Abkehr von der Nutzung kohlebefeuerter Kraftwerke stattfindet. Kurzfristig wird der Einsatz von Kohle jedoch in einigen Teilen der Welt aufgrund des Konflikts in der Ukraine steigen, der die Erdgas- und Ölpreise in die Höhe getrieben und den internationalen Handel mit diesen Produkten verzerrt hat. Die Fachstudie erwartet, dass rund zwei Drittel der weltweiten Marktzuwächse bis 2027 sich auf den asiatisch-pazifischen Raum konzentrieren. Der riesige chinesische Markt macht dabei bis 2027 fast die Hälfte des weltweiten Wachstums aus. Das Land schöpft weiterhin aus seinen immensen Bergbauressourcen. Die anhaltende Unterstützung des Bergbausektors durch die Regierung und die verstärkten Investitionen ausländischer multinationaler Unternehmen werden ebenfalls die Nachfrage ankurbeln. SIEMAG TECBERG hat diesbezüglich 5 Megatrends für 5 Marktsegmente weltweit identifiziert. Für jeden einzelnen Trend wird eine steigende Nachfrage nach den jeweiligen Rohstoffen in den folgenden Jahren erwartet.
Der zweite Zielmarkt von SIEMAG TECBERG, der Sonderanlagenbau für die öffentliche Hand, wird traditionell durch staatliche Infrastrukturprojekte bestimmt. Er wird auch zukünftig weniger von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung abhängig sein, sondern in der Praxis eher von politischen Entscheidungen und der Einnahmesituation öffentlicher Träger abhängen. SIEMAG TECBERG geht aufgrund seiner Referenzen davon aus, weiter regelmäßig in diesem Markt tätig zu sein. Zusammenfassend sieht sich SIEMAG TECBERG sowohl mit seinen bereits realisierten Aufträgen als auch mit seinen für die Zukunft avisierten Projekten und der gezielten strategischen Ausrichtung als Zulieferer und Dienstleister in einer attraktiven Nische als Spezialist gut positioniert. Die weltweite Präsenz mit den Tochtergesellschaften und die heterogene Kundenstruktur helfen, Abhängigkeiten zu verhindern und Marktrisiken auszugleichen. Basierend auf einem hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiterstamm und starken Marken ist daher eine weiterhin langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu erwarten. Der Ausblick in die Zukunft ist mittelfristig optimistisch, auch wenn die vorgenannten Rahmenbedingungen schwierig bleiben. SIEMAG TECBERG geht davon aus, dass sich die Bergbauwelt an die neuen Wirklichkeiten gewöhnen und anpassen wird. Verschobene Investitionsprojekte wie auch neue Investitionsvorhaben werden künftig wieder für mehr Nachfrage sorgen. Kurzfristig geht SIEMAG TECBERG angesichts einer sich belebenden Projektsituation von einem Auftragseingang 2024 leicht über Vorjahresniveau aus. Die Umsatzerwartung der Gruppe für 2024 liegt in etwa auf dem Vorjahreswert. EBT und EBITDA werden auf Vorjahresniveau erwartet. Die weitere Geschäftsentwicklung wird deshalb kurzfristig als vorsichtig optimistisch, mittel- bzw. langfristig aufgrund von erwarteten langfristig steigenden Rohstoffpreisen und wachsendem Investitionsbedarf der Bergbauunternehmen als insgesamt gut eingeschätzt.
Haiger, den 8. August 2024 Jürgen Peschke Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nach IFRS KonzernbilanzAKTIVA
Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach IFRS für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nach IFRS Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nach IFRS Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernabschluss nach IFRS zum 31. Dezember 2023Konzernanhang1. Allgemeine GrundsätzeDer Konzernabschluss der SIEMAG TECBERG Group GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den zum Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei kommen grundsätzlich die zum Bilanzstichtag verpflichtend geltenden IFRS zur Anwendung. Die SIEMAG TECBERG Group GmbH mit Sitz in Haiger, TECBERG park 28, Amtsgericht Wetzlar, HRB 5913, ist die Muttergesellschaft der Gruppe SIEMAG TECBERG. Gegenstand der Gruppe SIEMAG TECBERG ist die technische Entwicklung, Vertrieb, Konstruktion, Herstellung, Beschaffung, Qualitätssicherung, Montage, Inbetriebnahme, Service und Betrieb von Maschinen und Anlagen für die Energie-, Bergbau- und Infrastrukturindustrie. Zur Erfüllung ihres Unternehmensgegenstandes hat sie Produktions- und Büroräume in Deutschland, Polen, England, Schweiz, Russland, China, Südafrika, USA, Australien sowie eine permanente Betriebsstätte in Finnland. Die Tätigkeiten des Konzerns sind in die Bereiche der Anlagenbau (Fördertechnik und Kühlung) und After Sales aufgeteilt. Der Konzernabschluss wird in TEUR aufgestellt, sofern nicht anders angegeben. 2. KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis werden die Muttergesellschaft SIEMAG TECBERG Group GmbH und die von ihr beherrschten Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst folgende Gesellschaften (Anteilsbesitz/Stimmrechte):
Die Gesellschaften Winder Controls Inc., USA, Winder Controls Ghana Ltd., Ghana, TECOM Australia Pty Ltd, Australien und TECBERG components, GmbH, Haiger, Deutschland haben bislang keine Geschäftsaktivitäten zu verzeichnen und wurden daher nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die ebenfalls ruhende Gesellschaft TECBERG s.r.o., Tschechien wurde im Geschäftsjahr 2023 liquidiert. Die SIEMAG TECBERG GmbH, Haiger, nimmt die Befreiung von der Aufstellung, der Offenlegung sowie der Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Einzelheiten zu den Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen:
3. Neue RechnungslegungsvorschriftenGegenüber dem Vorjahr haben sich die nachfolgend genannten Standards und Interpretationen geändert oder waren aufgrund der erfolgten Übernahme in EU-Recht oder des Inkrafttretens der Regelung erstmals anzuwenden. Soweit nicht anders angegeben haben die Änderungen keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. IFRS 17 Versicherungsverträge - Inkrafttreten ab 1. Januar 2023Der Standard regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen. IFRS 17 ersetzt den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4. In den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit ermessenabhängiger Überschussbeteiligung. Nach IFRS 17 werden Versicherungsverträge grundsätzlich nach dem allgemeinen Modell bewertet. Darunter wird für eine Gruppe von Versicherungsverträgen bei erstmaligem Ansatz der Erfüllungswert und die vertragliche Servicemarge ermittelt. In Abhängigkeit davon, worauf sich Änderungen der zugrundeliegenden Parameter beziehen, wird im Rahmen der Folgebewertung entweder das versicherungstechnische Ergebnis oder die versicherungstechnischen Finanzerträge/-aufwendungen berührt bzw. es kann zunächst zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge kommen, die erst in späteren Perioden die GuV berührt. EU Endorsement Status: Übernahme ist erfolgt. IAS 1 und IFRS Leitliniendokument 2: Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung: 1. Januar 2023Die Änderungen an IAS 1 enthalten neben begrifflichen Anpassungen eine weitgehende Neufassung der Anforderungen im Hinblick auf die Angaben von Rechnungslegungsmethoden. Sie sollen dazu beitragen, wesentliche Informationen zu Rechnungslegungsmethoden für Angabezwecke zu identifizieren. Zwecks sprachlicher und konzeptioneller Anpassung wurde der Begriff der maßgeblichen ("significant") Rechnungslegungsmethoden durch den Begriff der wesentlichen ("material") Rechnungslegungsmethoden ersetzt. Informationen zu Rechnungslegungsmethoden sind dann als wesentlich anzusehen, wenn sie zusammen mit anderen im Abschuss eines Unternehmens enthaltenen Informationen nach vernünftigem Ermessen Entscheidungen beeinflussen können, die die primären Adressaten von IFRS-Abschlüssen auf der Grundlage dieser Abschlüsse treffen. Die Änderungen gehen zudem mit einer Erweiterung des Praxisleitfadens zur Anwendung des Wesentlichkeitskonzepts (IFRS-Leitliniendokument 2) um zusätzliche Leitlinien und Beispiele einher, die von den Unternehmen bei der Anwendung des vierstufigen Prozessmodells im Hinblick auf die Beurteilung der Wesentlichkeit von Rechnungslegungsmethoden verwendet werden können. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist erfolgt. IAS 8: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen - Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung: 1. Januar 2023Die Änderungen umfassen die Klärung des Begriffs der rechnungslegungsbezogenen Schätzungen sowie deren Beziehung zu Rechnungslegungsmethoden. Nach der Neufassung handelt es sich bei rechnungslegungsbezogenen Schätzungen um monetäre Beiträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind. Die Definition soll verdeutlichen, dass Schätzungen das Ergebnis von Bewertungstechniken sind, die die Verwendung von Ermessensentscheidungen oder Annahmen durch ein Unternehmen erfordern. Der in der Definition enthaltene Begriff "Bewertungsunsicherheit", der im Rahmenkonzept 2018 definiert ist, soll zur Klarstellung der Definition dienen. Die Interpretation wurde von der EU endorsed. IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung: 1. Januar 2023IAS 12 sieht unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahmeregelung vor, nach der im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswerts oder einer Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern anzusetzen sind. Durch die Änderungen wird der Anwendungsbereich dieser sogenannten "initial recognition exemption" eingeengt. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist erfolgt IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen -Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung: 1. Januar 2023Durch die Änderungen wird in den Übergangsvorschriften von IFRS 17 ein sogenannter optionaler Überlagerungsansatz der Klassifizierung ("classification overlay approach") für nach IFRS 9 bilanzierte finanzielle Vermögenswerte ergänzt. Demnach kann ein Unternehmen für die Angabe der Vergleichszahlen bei gleichzeitiger Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 die Klassifizierung von nach IAS 39 bilanzierten finanziellen Vermögenswerten mit der unter Anwendung von IFRS 9 erwarteten Klassifizierung überlagern. Ohne diese Änderung könnten im Übergangszeitpunkt Inkongruenzen zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS 17 entstehen. Die Änderungen umfassen auch qualitative Angaben, die erforderlich sind, wenn ein Unternehmen vom optionalen Überlagerungsansatz Gebrauch gemacht hat. So ist anzugeben, in welchem Umfang der optionale Überlagerungsansatz genutzt wurde. Darüber hinaus ist anzugeben, ob und in welchem Umfang das Wertminderungsmodell nach IFRS 9 angewendet wurde. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist erfolgt. IAS 12 Internationale Steuerreform - "Pillar Two Model-Regelungen" - Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung: 1. Januar 2023Mit den Änderungen an IAS 12 wird eine vorübergehende Ausnahme für die Bilanzierung latenter Steuer im Rahmen der Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two-Regelungen der OECD) eingeführt. Dies soll dazu beitragen die Konsistenz der Abschlüsse zu gewährleisten und gleichzeitig die Umsetzung der Vorschriften zu erleichtern. Außerdem werden gezielte Offenlegungspflichten eingeführt, die den Anlegern helfen sollen, die Auswirkungen hinsichtlich der aus der Reform resultierenden Ergänzungssteuern auf das Unternehmen besser zu verstehen, insbesondere bevor die länderspezifischen Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Mindestbesteuerung in Kraft treten. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist offen. Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten geänderten bzw. neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Von der Möglichkeit, die Standards und Interpretationen vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Es wird mit keinen wesentlichen Einflüssen auf den Konzernabschluss durch die nachfolgend beschriebenen Änderungen gerechnet. IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung: 1. Januar 2024Die Änderungen an IAS 1 sollen die Kriterien zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig klarstellen. Zukünftig sollen ausschließlich "Rechte", die am Ende der Berichtsperiode bestehen, maßgeblich für die Klassifizierung einer Schuld sein. Darüber hinaus wurden ergänzende Leitlinien für die Auslegung des Kriteriums "Recht, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate zu verschieben" sowie Erläuterung zum Merkmal "Erfüllung" aufgenommen. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist erfolgt. IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and Leaseback - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung 1. Januar 2024Die Änderung beinhaltet Vorgaben für die Folgebewertung bei Leasingverhältnissen im Rahmen eines Sale-and-Leaseback (SLB) für Verkäufer-Leasingnehmer. Hierdurch soll vor allem die Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten vereinheitlicht werden, um so unangemessene Gewinnrealisierungen zu verhindern. Grundsätzlich führt die Änderung dazu, dass bei der Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten im Rahmen eines SLB die zu Laufzeitbeginn erwarten Zahlungen zu berücksichtigen sind. In jeder Periode wird die Leasingverbindlichkeit um die erwarteten Zahlungen reduziert und die Differenz zu den tatsächlichen Zahlungen erfolgswirksam erfasst. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist erfolgt. IAS 1 Langfristige Verbindlichkeiten mit Nebenbedingungen - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung 1. Januar 2024Durch die Änderungen an IAS 1 wird hinsichtlich der Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig klargestellt, dass nur Nebenbedingungen, die ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag erfüllen muss, diese Klassifizierung beeinflussen. Allerdings muss ein Unternehmen im Anhang Informationen offenlegen, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, das Risiko zu verstehen, dass langfristige Schulden mit Nebenbedingungen innerhalb von zwölf Monaten rückzahlbar werden könnten. EU-Endorsment-Status: Übernahme ist erfolgt. IAS 7 / IFRS 7 Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung 1. Januar 2024Durch die Änderungen soll die Transparenz von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen und deren Auswirkungen auf die Verbindlichkeiten, Cashflows und das Liquiditätsrisiko eines Unternehmens erhöht werden. Die Änderungen ergänzen die bereits bestehenden Angabeanforderungen dahingehend, dass Unternehmen verpflichtet werden, qualitative und quantitative Informationen über Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung zu stellen. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist erfolgt. IAS 21 Fehlender Währungsumtausch - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung 01.01.2025Die Änderungen an IAS 21 verpflichten ein Unternehmen zur Anwendung eines einheitlichen Ansatzes bei der Beurteilung, ob eine Währung umtauschbar ist, und, sofern dies nicht der Fall ist, bei der Bestimmung des zu verwendenden Wechselkurses sowie der erforderlichen Anhangangaben. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist offen. IFRS 7 und IFRS 9 Änderungen an der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung 01.01.2026Die Änderungen an IFRS 7 und IFRS 9 betreffen die Bereiche:
IFRS 18 Darstellung und Offenlegung in Finanzberichten - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung 01.01.2027Der neue Standard IFRS 18 wird den bisherigen Standard IAS 1 Presentation of Financial Statements ersetzen. Die Zielsetzung bei der Erarbeitung des neuen Standards lag auf der Verbesserung der Berichterstattung über die finanzielle Leistung eines Unternehmens mit Schwerpunkt auf der Gewinn- und Verlustrechnung. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören die Einführung von vordefinierten Zwischensummen und die Kategorisierung von Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung, Vorschriften zur Verbesserung der Zusammenfassung und der Aufgliederung von Posten sowie die Einführung von Angaben zu bestimmten von der Unternehmensleitung definierten Erfolgskennzahlen. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist offen. IFRS 19 Tochtergesellschaften ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben - Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung 01.01.2027Der neue Standard IFRS 19 ermöglicht es bestimmten Tochterunternehmen, reduzierte Angaben offenzulegen, wenn es die IFRS-Rechnungslegungsstandards in seinem Abschluss anwendet. IFRS 19 ist für in Frage kommende Tochterunternehmen optional in der Anwendung und legt die Angabevorschriften für Tochterunternehmen fest, die sich für die Anwendung des Standards entscheiden. Ein Unternehmen darf IFRS 19 nur anwenden, wenn (1) es ein Tochterunternehmen ist, (2) es keiner öffentlichen Rechenschaftspflicht unterliegt, und (3) das oberste oder ein zwischengeschaltetes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss erstellt, der der Öffentlichkeit zugänglich ist und der im Einklang mit den IFRS-Rechnungslegungsstandards erstellt wird. EU-Endorsement-Status: Übernahme ist offen. IFRS 14 Regulatorische AbgrenzungskontenNur Unternehmen, die IFRS Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt. EU-Endorsement Status: nicht beabsichtigt. IFRS 10/IAS 28 - Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen - Inkrafttreten auf unbestimmte Zeit verschobenDurch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens ist vom IASB im Dezember 2015 auf unbestimmte Zeit verschoben worden, bis das Forschungsprojekt zur Bilanzierung nach der Equity-Methode abgeschlossen ist. EU-Endorsement Status: Übernahme ist offen. 4. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeWichtigste Bewertungsgrundlage des Abschlusses (measurement basis) sind die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Für Teile der Finanzinstrumente erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenSelbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer von überwiegend fünf bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen der selbst geschaffenen Vermögenswerte sind in den Herstellungskosten des Umsatzes, den Vertriebskosten oder den allgemeinen Vertriebskosten enthalten. Forschungs- und Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand behandelt. Ausgenommen hiervon sind die angefallenen Aufwendungen für die Entwicklung von konkret definierten und abgrenzbaren Vorhaben für künftige Produkte, sofern die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Diese selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 i.V.m. IAS 36 einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer von überwiegend drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen sind in den Herstellungskosten des Umsatzes, den Vertriebs- und den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IAS 36 einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn der Grund für die durchgeführte Wertminderung nicht länger besteht oder sich verringert hat. Wertaufholungen erfolgen nicht bei Geschäfts- oder Firmenwerten. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bauten werden über eine Nutzungsdauer von überwiegend zwanzig Jahren linear abgeschrieben. Das weitere Sachanlagevermögen, mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von überwiegend 5 bis 15 Jahren abgeschrieben. Vermögenswerte, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten EUR 800 nicht übersteigen, werden bereits im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertes) unter den Buchwert gesunken sind. Fremdkapitalzinsen, die der Anschaffung oder Herstellung immaterieller Vermögenswerte oder von Sachanlagen zuzuordnen sind, werden unter den Voraussetzungen des IAS 23 aktiviert. FinanzanlagenDie unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Nutzungsrechte und LeasingverbindlichkeitenFür alle Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern der Leasingnehmer ist, wird ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfasst. Ein Nutzungsrecht liegt vor, wenn dem Leasingnehmer ein vertraglich vereinbartes Recht zur Beherrschung eines identifizierten Vermögenswertes für einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird. Nutzungsrechte werden als Vermögenswert im Zeitpunkt des Beginns des Leasingverhältnisses erfasst. Die Höhe des Nutzungsrechtes entspricht im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten. Über die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird der Vermögenswert linear abgeschrieben. Sofern das Leasingverhältnis im Zugangszeitpunkt eine Laufzeit von unter einem Jahr hat oder sich der Vermögenswert geringer als TEUR 5 bemisst, erfolgt die aufwandswirksame Erfassung. Leasingverhältnisse liegen für die Nutzung von Gebäuden, technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen vor. Die Laufzeiten betragen zwischen 2 und 15 Jahren. Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleistete Leasingzahlung reduziert. Kurzfristige VermögenswerteVorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren realisierbaren Tageswerten bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch systematisch zugerechnete fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden, sofern keine qualifizierten Vermögenswerte i.S.d. IAS 23 vorliegen, nicht aktiviert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken sowie zur verlustfreien Bewertung von schwebenden Geschäften werden ausreichende Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen. Kurzfristige Kundenaufträge werden in der Regel zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt, der typischerweise der Zeitpunkt nach Lieferung der Waren oder Erbringung der Serviceleistungen ist. Die Verfügungsgewalt geht mit diesem Zeitpunkt auf den Kunden über und gemäß IFRS 15 erfolgt damit die Erfassung des Umsatzes und der Forderung aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen, kundenspezifischen Fertigungsaufträge werden gemäß IFRS 15 über einen bestimmten Zeitraum erfüllt. Dabei erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse nach Leistungsfortschritt, bei der auf Basis der angefallenen Kosten der Fertigstellunggrad ermittelt wird (sogenannte inputbasierte Methode). Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass diese inputbasierte Methode ein angemessenes Maß für den Fertigstellungsgrad der Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 darstellt. In Höhe des Fertigstellungsgrades werden die Umsatzerlöse realisiert. Für einen geringen Anteil des Konzernumsatzes wird der Leistungsfortschritt auch nach der outbasierten Methode festgestellt, in dem die bereits erbrachten Leistungen ins Verhältnis zu der gesamten Leistungsverpflichtung gesetzt werden. Zur Bestimmung des Transaktionspreises werden neben dem vereinbarten Vertragspreis und etwaigen Nachträgen auch variable Gegenleistungen herangezogen. Diese variablen Gegenleistungen können zum Beispiel Vertragsstrafen sein, die nach bester Schätzung auf Basis aller verfügbaren Informationen ermittelt werden. Wenn die kumulierten Umsatzerlöse die vom Kunden erhaltenen Anzahlungen unterschreiten, ergibt sich eine Vertragsverbindlichkeit, welche als Aufträge mit passivischem Saldo innerhalb der erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen werden. Sofern die kumulierten Umsatzerlöse die erhaltenen Anzahlungen überschreiten, ergibt sich ein Vertragsvermögenswert. Der Ausweis dieser Aufträge mit aktivischem Saldo ist in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögenswerte sind - mit Ausnahme der Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen - zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen werden auf ausfallgefährdete Forderungen und sonstige Vermögenswerte vorgenommen. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Nach den Vorschriften des IFRS 9 ist für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerte eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste gemäß dem Expected Credit Loss Model zu erfassen. Auf dieser Basis wurde für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine entsprechende Wertberichtigungstabelle erstellt, wobei keine wesentlichen Beträge ermittelt wurden. Aus diesem Grunde wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erkennbaren Einzelrisiken gegebenenfalls durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteueranteil ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn der Grund für die durchgeführte Wertminderung nicht länger besteht oder sich verringert hat. Die kurzfristen Wertpapiere werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Kontokorrentguthaben sowie kurzfristige Termingeldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal 90 Tagen. Rückstellungen und VerbindlichkeitenRückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung von Löhnen und Gehältern sowie Renten bewertet. Der Berechnung liegen die biometrischen Rechnungsgrundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von getroffenen Annahmen werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsaufwand wird innerhalb der Zinsaufwendungen ausgewiesen. Ausgaben für beitragsorientierte Pläne werden als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Rückstellungen, deren Zinseffekt wesentlich ist, werden abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistung werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich eventueller Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden sie - mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten Verkaufsoption - zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Sonstige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Im Zusammenhang mit der Veräußerung von 26 % der Anteile an der Winder Controls (Pty) Ltd. wurde dem Erwerber seit 2019 eine Verkaufsoption eingeräumt, die SIEMAG TECBERG GmbH bei Ausübung verpflichtet, die Anteile von dem Erwerber auf Basis einer im Kaufvertrag festgelegten und auf den Jahresabschlüssen 2021 und 2022 basierenden Kaufpreisberechnung zurück zu erwerben. Die Option kann jederzeit ausgeübt werden und wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert entsprechend der Kaufpreisformel (Stufe 3) im Sinne des IFRS 13 bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird sich in den kommenden Jahren in Abhängigkeit von den für den kaufpreisrelevanten Zeitraum zu erwartenden Finanzkennzahlen der Winder Controls (Pty) Ltd. verändern. Die in der Bilanz dargestellten kurzfristigen Schulden realisieren sich innerhalb von 12 Monaten; die langfristigen Schulden realisieren sich nach mehr als 12 Monaten. Originäre FinanzinstrumenteEs bestehen originäre finanzielle Vermögenswerte die zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich etwaiger Wertminderungen, bilanziert werden. Die Wertminderungen werden auf Einzelbasis ermittelt. Aufgrund von Erfahrungswerten ist durch eine pauschalierte Einzelwertberichtigung der Minderungsbedarf für alle nicht einzeln wertberichtigten Forderungen berücksichtigt. Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Derivative Finanzinstrumente und SicherungsgeschäfteEin derivatives Finanzinstrument ist ein Finanzinstrument, dessen Wert sich in Abhängigkeit von einer Bezugsgröße ändert, das in der Regel keine oder nur geringe Anschaffungskosten erfordert und das zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden bei SIEMAG TECBERG grundsätzlich nur zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft und aus Finanzierungstransaktionen eingesetzt. Dabei kommen derzeit ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Der Konzern sichert die Währungsrisiken lediglich wirtschaftlich ab und wendet kein Hedge Accounting an (siehe auch die Ausführungen in Note 27). Die derivativen Finanzinstrumente werden zum Marktwert bewertet. Als Marktwerte sind die Rückkaufwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag angegeben. Sie sind auf Basis quotierter Preise oder mit Hilfe von standardisierten Verfahren ermittelt. SteuerabgrenzungSteuerabgrenzungen werden gemäß IAS 12 berechnet; aktivische Steuerabgrenzungen nur insoweit, als die damit verbundenen Steuergutschriften bzw. -minderungen wahrscheinlich eintreten. Erträge und AufwendungenUmsätze werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind, abzüglich Skonti und Rabatte. Bei langfristigen, kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt (inputbasierte Methode) erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht, sofern sie nicht gemäß IAS 23 zu aktivieren sind. WährungsumrechnungBei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens (Fremdwährungen) lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. An jedem Abschlussstichtag werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden mit den Kursen umgerechnet, die zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Gültigkeit hatten. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses werden die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe des Konzerns in Euro umgerechnet, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage Währungsdifferenzen angesammelt Für den Konzernabschluss kamen folgende Wechselkurse zur Anwendung:
KonsolidierungAlle wesentlichen konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Änderungen in den Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem Betrag der erhaltenen oder gezahlten Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet. SchätzungenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert bei einigen Positionen, dass für den Ansatz und die Bewertung in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, für die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und für den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen Annahmen getroffen oder Schätzungen vorgenommen werden. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung von Schätzungen erfolgswirksam geändert. Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten und ErmessensausübungenSIEMAG TECBERG wendet die Teilgewinnrealisierung mittels der inputbasierten Methode (vormals POC-Methode) an, indem die für einen Anlagenauftrag angefallenen Auftragskosten in Relation zu den insgesamt erwarteten Auftragskosten gesetzt werden. Der sich hieraus ergebende Anarbeitungsgrad wird dann auf den Auftragswert angewendet, so dass sich die entsprechenden Teilgewinne realisieren. Die insgesamt erwarteten Auftragskosten werden in regelmäßigen Abständen im Rahmen einer mitlaufenden Kalkulation überprüft. Während der Auftragsabwicklung können sich die Kalkulationswerte sowohl nach oben als auch nach unten verändern. Daher impliziert jede Teilgewinnrealisierung eine gewisse systemimmanente Schätzungsunsicherheit, die bis zum Zeitpunkt der endgültigen Auftragsabrechnung anhält. SIEMAG TECBERG berücksichtigt dieses Risiko durch insgesamt eher konservative, vorsichtige Kalkulationen. Weitere Schätzungen des Managements bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen bei der Bewertung der Nachlaufkostenrückstellung, der Bewertung der Pensionsrückstellungen durch die Festlegung der Rechenparameter sowie bei der Durchführung des Impairmenttests bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte durch Diskontierungssätze und der zu erwartenden Cashflows erforderlich. Die jeweiligen Buchwerte sind bei den Angaben in den einzelnen Abschlusspositionen aufgeführt. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz5. Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und FinanzanlagenDie Gliederung und Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte enthalten die Erstellung des "TECBERG Digital Database", welches Basisdokumente in allen operativen Prozessen definiert. Mittels der TECBERG Digital Database wird die Bearbeitung innerhalb der Teilprozesse und die Übergaben in den Schnittstellen effizienter realisiert. Im Geschäftsjahr sind TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 1.169) Herstellungskosten zugegangen. Die Abschreibungsdauer für die fertig gestellten Basisdokumente beläuft sich auf fünf Jahre. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten neben den Geschäfts- oder Firmenwerten vor allem erworbene Lizenzen und Rechte, Patente und Zeichnungen sowie EDV-Software. Geschäfts- oder Firmenwerte sind mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit der SIEMAG TECBERG im Jahr 2007 sowie durch den Erwerb einer australischen Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 entstanden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte repräsentieren unter anderem das Know-how der übernommenen Mitarbeiter und die vorteilhafte Wettbewerbsposition. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem jährlichen Impairmenttest unterzogen. Als Basis des Impairmenttests dienen die Ergebnisse der Unternehmensplanungen, die für die nachfolgenden drei Geschäftsjahre erstellt werden. Die Ergebnisse des jeweils dritten Planjahres, ohne weitere Einbeziehung von Wachstumsraten, sind die Grundlage für die Ermittlung der jeweiligen Terminal Values der nachfolgenden Geschäftsjahre. Der Barwert der Planergebnisse (Nutzungswert) wird mittels Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) errechnet, wobei ein risikoadäquater gesellschaftsspezifischer Nachsteuerzinssatz wie auch im Vorjahr zwischen 7,0 % und 8,0 % verwendet wird. Die Planannahmen berücksichtigen dabei Erfahrungen aus der Vergangenheit sowie externe Markterwartungen. Auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen und der Auftragslagen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird mit Ausnahme der SIEMAG TECBERG Australia Pty Ltd., Australien auch bei für möglich gehaltenen Änderungen der Planungsparameter kein Wertminderungsbedarf gesehen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ist nach Durchführung des Impairmenttests, bis auf den Geschäfts- oder Firmenwert der australischen Gesellschaft, gegeben. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der TECOM Australia Pty. Ltd., Australien in Höhe von TEUR 576 wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig abgeschrieben, da die damit verbundenen Geschäftstätigkeiten, die in Vorjahren konzernintern von einer anderen Tochtergesellschaft übernommen wurden, eingestellt wurden. Die weitere Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte ergibt sich lediglich aufgrund schwankender Wechselkurse. Die Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen zum 31. Dezember 2023 auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten SIEMAG TECBERG GmbH, Haiger, mit TEUR 2.484 (Vorjahr: TEUR 2.484), auf die US-Gesellschaft SIEMAG TECBERG Inc. mit TEUR 1.498 (Vorjahr: TEUR 1.555), auf die SIEMAG TECBERG Holding South Africa (Pty) Ltd., Südafrika mit TEUR 634 (Vorjahr: TEUR 707), auf die australische Gesellschaft SIEMAG TECBERG Australia Pty Ltd., Australien (vormals: Winder Controls Australia Pty Ltd.) mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 597). Die langfristigen Finanzanlagen beinhalten Mieterdarlehen in Höhe von TEUR 1.310 (Vorjahr: TEUR 1.017), die im Rahmen von Mietverträgen an den Vermieter gewährt werden. Zudem besteht eine Mietkaution in Höhe von TEUR 970 (Vorjahr: TEUR 1.000). Die aus Leasing- und Mietverhältnissen entstandenen Nutzungsrechte in Höhe von insgesamt TEUR 13.391 (Vorjahr: TEUR 13.755) resultieren im Wesentlichen aus der Anmietung von Büro- und Hallenflächen in Höhe von TEUR 13.063 (Vorjahr: TEUR 13.438). Insbesondere sind am Hauptstandort in Haiger Büro- und Hallenflächen mit einer Vertragslaufzeit bis 31. Dezember 2031 und 31. Dezember 2038 angemietet. Hieraus resultieren Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 11.574 (Vorjahr: TEUR 11.116). Die Entwicklung der Nutzungsrechte kann dem Anlagengitter entnommen werden. Durch die Untervermietung von Nutzungsrechten sind Erträge in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 68) entstanden. Zu den Leasingverbindlichkeiten wird auf die Note 13. ,Leasingverbindlichkeiten' verwiesen. Die im Geschäftsjahr angefallenen Fremdkapitalzinsen enthalten im Wesentlichen Bankzinsen und Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionen und erfüllten wie im Vorjahr nicht die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 23. In den gesamten langfristigen Vermögenswerten wurden mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts für die australische Gesellschaft keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Gesamtergebnisrechnung im Wesentlichen in den Auftragskosten (Herstellungskosten) gezeigt. Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 92). 6. VorräteAuf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird eine pauschalierte Gängigkeitsabwertung vorgenommen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Abwertung TEUR 469 (Vorjahr: TEUR 355). Somit ergibt sich ein Aufwand aus Erhöhung der pauschalierten Gängigkeitsabwertung in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: Aufwand TEUR 107). Die Vorräte realisieren sich nach derzeitiger Einschätzung innerhalb von 12 Monaten. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind von TEUR 6.656 auf TEUR 16.838 angestiegen. Dies begründet sich insbesondere mit der Übertragung von angefallenen Herstellungskosten eines langfristigen Fertigungsauftrags auf einen anderen Kundenauftrag, bei dem es sich nicht um einen langfristigen Fertigungsauftrag handelt. 7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Risiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei denen kein Einzelwertberichtigungsbedarf festgestellt wurde, werden durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Hierbei wird der Forderungsbestand unter Anwendung unterschiedlicher Abwertungssätze für inländische und ausländische Forderungen prozentual abgewertet. Die Einzelwertberichtigungen werden unter Berücksichtigung landes- und kundenspezifischer Ausfallwahrscheinlichkeiten gebildet. In Betracht gezogen werden hierzu erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und Liquidations- oder Insolvenzverfahren des Schuldners wie auch überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine realistische Aussicht auf eine Zahlung besteht. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
Die nach der inputbasierten Methode anhand des Fertigstellungsgrades (Cost-to-Cost-Methode) bilanzierten Forderungen (Vertragsvermögenswerte) bzw. Verbindlichkeiten (Vertragsverbindlichkeiten) aus langfristigen Fertigungsaufträgen ermitteln sich wie folgt:
Die Vertragsvermögenswerte sind vor allem aufgrund des geringen Anteils verrechneter erhaltener Anzahlungen an den zum Stichtag angefallenen Kosten zzgl. erfasster Gewinne im Geschäftsjahr von TEUR 28.266 auf TEUR 32.635 angestiegen. Die an den Kunden endabgerechneten Aufträge werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Altersstruktur der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden teilweise einzelwertberichtigt. Zudem erfolgt auf Basis unserer Erfahrung eine prozentuale Abwertung mit unterschiedlichen Abwertungssätzen von inländischen und ausländischen Forderungen. Die Schuldner der Forderungen werden als kreditwürdig eingestuft. Mit der Tilgung der ausstehenden Beträge ist zu rechnen. Die erhaltenen Anzahlungen auf die Kundenbestellungen in Höhe von insgesamt TEUR 17.236 (Vorjahr: TEUR 15.831) enthalten neben den Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo (Vertragsverbindlichkeiten) von TEUR 5.616 (Vorjahr: TEUR 7.534) insbesondere auch Anzahlungen für unter den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen abgebildete Kleinaufträge in Höhe von TEUR 11.620 (Vorjahr: TEUR 8.296). Aus den Vertragsverbindlichkeiten zu Beginn des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 7.534 wurden innerhalb des Jahres 2023 TEUR 7.534 realisiert. 8. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet worden. Da sie wirtschaftlich betrachtet Sicherungszwecken dienen, stehen den positiven Marktwerten gegenläufige Wertveränderungen in den Bilanzpositionen der Grundgeschäfte gegenüber. Von den Derivaten entfallen positive Marktwerte in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 179) auf Derivate mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die kurzfristigen Wertpapiere werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten, die der Fair-Value-Hierarchie-Stufe 1 im Sinne des IFRS 13 zuzuordnen sind. Aufgrund dieser Bewertung wurden im Geschäftsjahr 2023 TEUR 608 im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst (Vorjahr: TEUR 1.309). Diese extern gemanagten Anlagen erfolgen in Anleihen und Aktien erstklassiger Emittenten mit einer breiten Diversifizierung, wodurch Konzentrationsrisiken in Bezug auf einzelne Emittenten strikt vermieden werden. Die kurzfristigen Finanzanlagen und sonstigen Finanzforderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 9. Sonstige Vermögenswerte
10. EigenkapitalDie sonstigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr nicht wertberichtigt und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Gliederung und Entwicklung des Eigenkapitals der Gruppe SIEMAG TECBERG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Zum 1. Juli 2017 wurden eigene Anteile in Höhe von 18 % und einem Nennbetrag von TEUR 630 im Wesentlichen von der direkten Muttergesellschaft PESCHKE Holding GmbH, Haiger, erworben. Der Nennbetrag ist vom gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 3.500 abgesetzt worden. Der den Nennbetrag übersteigende Kaufpreis wurde aus den Gewinnrücklagen und dem Gewinnvortrag entnommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird durch den Erwerb der eigenen Anteile nicht berührt. Die Rücklage für Währungsdifferenzen stammt aus der Umrechnung des historischen Eigenkapitals und der auf fremde Währung lautenden Jahresüberschüsse der ausländischen Geschäftsbetriebe. 11. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenBetriebliche Altersversorgungsverpflichtungen bestehen ausschließlich in den deutschen Gesellschaften. Sie beruhen auf mittelbaren und auf unmittelbaren leistungsorientierten Versorgungszusagen. Die unmittelbaren leistungsorientierten Versorgungszusagen wurden für zukünftige Arbeitsleistungen abgeschlossen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen, unter Anrechnung der Zugehörigkeit bei der Vorgängergesellschaft SIEMAG GmbH, und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Die Berücksichtigung dieser Versorgungszusagen erfolgt für die mittelbaren leistungsorientierten Versorgungszusagen durch Bildung von Pensionsrückstellungen. Für die unmittelbaren Pensionszusagen werden Einzahlungen in Unterstützungskassen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestanden 21 Anwartschaften (Vorjahr: 21 Anwartschaften) und 29 Leistungsempfänger (Vorjahr: 30 Leistungsempfänger). Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Versorgungsplänen ist der Konzern den allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsänderungsrisiko und für das Planvermögen dem Investitionsrisiko ausgesetzt. Diese Risiken wirken sich insbesondere auf die Dotierung der Pensionsverpflichtung und somit auf die Vermögenslage des Konzerns aus. Um die Risiken zu quantifizieren und in der Bilanz entsprechend abzubilden, wurde die Rückstellung durch einen unabhängigen Gutachter unter Einbeziehung von Sensitivitäten der versicherungsmathematischen Parameter bewertet. SIEMAG TECBERG ist in der Lage, die monatlichen Pensionszahlungen an die Pensionsempfänger beziehungsweise an deren Hinterbliebene aus dem operativen Geschäft (Innenfinanzierung) zu leisten. Zusätzlich besteht für eine Pensionsverpflichtung Planvermögen in Form einer Unterstützungskasse. Die Sicherung der Zahlungsverpflichtungen wird durch das Liquiditätsmanagement überwacht. Für das kommende Geschäftsjahr werden Auszahlungen für Pensionen in Höhe von TEUR 146 erwartet. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf ca. 14 Jahre. Neben den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck liegen der Bemessung der Pensionsverpflichtung die folgenden wichtigsten Annahmen zu Grunde:
Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Das Planvermögen hat sich wie folgt entwickelt:
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettopensionsaufwendungen des Geschäftsjahres setzten sich wie folgt zusammen:
Die im sonstigen Ergebnis erfassten jährlichen versicherungsmathematischen Gewinne (-) und Verluste (+) setzen sich wie folgt zusammen:
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehalts- und Rentenerhöhungen sowie die Sterbewahrscheinlichkeit. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt. Eine Veränderung der wichtigsten versicherungsmathematischen Annahmen hätten folgende Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung:
Diese vorstehenden Sensitivitätsanalysen dürften nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung sein, da aufgrund des teilweisen Zusammenhangs der Annahmen es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten. In die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wurden Arbeitgeberbeiträge in Höhe von TEUR 1.101 (Vorjahr: TEUR 1.086) eingezahlt. In den übrigen Ländern beliefen sich die Arbeitgeberbeiträge für beitragsorientierte Pläne auf TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 662). 12. Langfristige FinanzverbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten von insgesamt TEUR 806 (Vorjahr: TEUR 1.070) beinhalten die Verpflichtung einer Verkaufsoption in Höhe von TEUR 806 (Vorjahr: TEUR 1.070), die im Zusammenhang mit dem Anteilsverkauf in Höhe von 26 % an der südafrikanischen Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 entstanden ist. Dem Käufer und derzeitigen Minderheitsgesellschafter ist die Option eingeräumt, die erworbenen Anteile an SIEMAG TECBERG zurück zu übertragen. Die Option kann jährlich ausgeübt werden. Die Veränderung der Verkaufsoption in Höhe von TEUR 264 wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. 13. LeasingverbindlichkeitenDie Leasingverbindlichkeiten werden in den lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Fälligkeiten der Leasingverbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (nicht abgezinste Werte):
Die aufwandswirksame Erfassung von Leasingverhältnissen, deren Laufzeiten unter einem Jahr oder deren Vermögenswerte unter TEUR 5 liegen, beträgt TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 8). 14. RückstellungenDie Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Zuführung zur Jubiläumsrückstellung enthält Zinsaufwand in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2). Die Rückstellung für Nachlaufkosten berücksichtigt die noch anfallenden Aufwendungen und ausstehenden Rechnungen, die für Restabwicklungen bei abgerechneten Kundenaufträgen erwartet werden. Rückstellungen für Garantieverpflichtungen werden zunächst für Einzelgarantiefälle gebildet. Für alle weiteren Garantieverpflichtungen wird auf Portfoliobasis aufgrund von Erfahrungswerten der Rückstellungsbetrag berechnet. 15. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristigDie kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien sowie kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 27.591 (Vorjahr: TEUR 18.893) sowie aus zu Marktwerten angesetzten derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 584) zusammen. Da die derivativen Finanzinstrumente Sicherungszwecken dienen, stehen den negativen Marktwerten gegenläufige Werterhöhungen in den Grundgeschäften gegenüber. Zur Zusammensetzung der derivativen Finanzinstrumente siehe Note 27. Im Zusammenhang mit den kurzfristigen Darlehen besteht ein Rahmenkreditvertrag mit finanzielle Covenants. Bei Nichteinhaltung der mit den finanzielle Covenants verbundenen Verpflichtungen kann der Kreditgeber zusätzliche Sicherheiten einfordern. Kommt der Kreditnehmer unter Fristsetzung der Nachbesicherungspflicht nicht nach, ist der Kreditgeber zur Kündigung berechtigt. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend die Einhaltung der Bedingungen des Rahmenkreditvertrag. 16. Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristigDie sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 8.113 (Vorjahr: TEUR 5.373) enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen von TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 554) und sonstige Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.493 (Vorjahr: TEUR 2.536), Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen von Lieferanten TEUR 1.342 (Vorjahr: TEUR 1) sowie sonstige Steuern in Höhe von TEUR 3.291 (Vorjahr: TEUR 1.914). Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung17. UmsatzerlöseDer Konzern erzielt seine Umsätze aus Verträgen mit Kunden wie folgt:
In den Umsatzerlösen der Region "Übriges Europa" sind Umsätze mit Endkunden in Russland in Höhe von TEUR 14.627 (Vorjahr: TEUR 23.648) enthalten. Der Transaktionspreis, der den nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet ist, stellt sich wie folgt dar:
In den Transaktionspreisen der noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen sind in der Region "Übriges Europa" Transaktionspreise mit Endkunden in Russland in Höhe von TEUR 1.790 (Vorjahr: TEUR 36.512) enthalten. Das Management erwartet, dass etwa 50 % des Transaktionspreises, der den nicht erfüllten Verträgen zum Ende des Jahres 2023 zugeordnet wird, in der nachfolgenden Berichtsperiode als Umsatz erfasst wird. Weitere 25 % werden im Geschäftsjahr 2025 erwartet und die restlichen 25 % der Umsätze werden voraussichtlich in den Jahren 2026 fortfolgende realisiert werden. 18. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten LeistungenDie Herstellungskosten sind von TEUR 88.995 auf TEUR 82.923 gesunken. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem Umsatzrückgang. Im prozentualen Verhältnis sind die Herstellkosten im Vergleich Umsatz von 75,44 % auf 77,02 % angestiegen. 19. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellung für Nachlaufkosten TEUR 952 (Vorjahr: TEUR 754), Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellung TEUR 5.423 (Vorjahr TEUR 0) und für übrige Rückstellungen TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 1.140), Erträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 935 (Vorjahr: TEUR 88) sowie Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 608 (Vorjahr: TEUR 707). 20. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nachfolgende nicht den Funktionskosten zugeordnete Aufwendungen:
21. Zinsen und ähnliche ErträgeDie Zinserträge beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Zinsen aus Geldanlagen bei Kreditinstituten sowie Zinsen im Zusammenhang mit einem Mieterdarlehen. 22. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus den kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten. 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die laufenden Steuern betreffen die inländischen Ertragsteuern in Höhe von TEUR 2.819 (Vorjahr: Steuerertrag TEUR 184) und die ausländischen Ertragsteuern für die Besteuerung in Südafrika ein Steuerertrag von TEUR 424 (Vorjahr: TEUR 472), in China ein Steuerertrag von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 457), in den USA ein Steuerertrag von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 86), in England ein Steueraufwand von TEUR 192 (Vorjahr: TEUR 257), in Polen ein Steueraufwand von TEUR 10 (Vorjahr: Steuerertrag TEUR 43), in Russland ein Steuerertrag von TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 40) sowie in Australien ein Steueraufwand von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 0) . Neben den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten latenten Steuererträge in Höhe von TEUR 2.205 (Vorjahr 1.092) wurden weitere latente Steuererträge in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 423 Steueraufwand) im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung gebucht. Diese im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern resultieren aus der Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten der Pensionsrückstellung. Die Abgrenzung latenter Steuern beruht auf den Unterschieden zwischen der Bewertung im IFRS-Abschluss und den zu Grunde gelegten Steuerbilanzen sowie auf der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen. In die Steuerabgrenzung werden Verlustvorträge nur insoweit einbezogen, als auf Basis der Unternehmensplanungen in den nachfolgenden vier Jahren ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Zum Bilanzstichtag bestehen in deutschen Gesellschaften gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.839 (Vorjahr: TEUR 7.132) sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.533), in der australischen Gesellschaft in Höhe von TEUR 743 (Vorjahr: TEUR 1.421) sowie in der US-amerikanischen Gesellschaft in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 0). Auf diese Verlustvorträge wurden aufgrund der erwarteten künftigen zu versteuernden Ergebnisse aktive latente Steuern gebildet. Die latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede wurden für Deutschland mit einem Ertragssteuersatz von 28 %, für Südafrika von 28 %, für die USA von 27 %, für Polen von 9 %, für China von 25 %, für Russland von 20 %, für England von 25 % und für Australien von 30 % berechnet. Die Steuersätze blieben zum Vorjahr unverändert. Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand lässt sich wie folgt darstellen:
Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:
Von den aktiven latenten Steuern werden sich voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten aus dem Anlagevermögen TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26), aus den kurzfristigen Vermögenswerten TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 210), aus den Rückstellungen und Verbindlichkeiten TEUR 1.808 (Vorjahr: TEUR 1.872) und aus den Verlustvorträgen TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 1.445), realisieren. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge werden sich mit den erwarteten künftigen Ergebnissen realisieren. Von den passiven latenten Steuern werden sich voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten aus den langfristigen Vermögenswerten TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 167) und aus den kurzfristigen Vermögenswerten TEUR 3.288 (Vorjahr: TEUR 4.190) realisieren. 24. Sonstige Angaben zur Konzern-GesamtergebnisrechnungIm Geschäftsjahr bzw. im Vorjahr sind folgende Personalaufwendungen angefallen:
Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen ist im Zinsaufwand ausgewiesen. Für Forschung und Entwicklung wurde im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von TEUR 491 (Vorjahr: TEUR 512) aufwandswirksam erfasst. Die Entwicklungsaktivitäten fanden insbesondere im Bereich der funktionalen Sicherheit von Bremssystemen der Schachtförderanlagen, für Explosionsschutz spezifischer Zukaufkomponenten und für die Optimierung von Beladevorgängen von Schüttgütern statt. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die SIEMAG-TECBERG-Gruppe 426 Mitarbeiter (Vorjahr: 419 Mitarbeiter). Die Mitarbeiter sind folgenden Gruppen zuzuordnen:
25. KapitalmanagementDie Zielsetzung des Kapitalmanagements ist die Sicherung ausreichender Kredit- und Avallinien und die Vorhaltung ausreichender Barmittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts. Das Cash-Management der Gruppe wird anhand einer regelmäßigen Cashflow- und Liquiditätsplanung ausgerichtet. Die Anzahlungen auf Aufträge, die Liquiditätssituation und die bestehenden Linien werden kontinuierlich überwacht. Kontokorrentlinien sollen nur bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf in Anspruch genommen werden. Die Geldanlagepolitik folgt insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Risiken (Verschuldungsrisiken einzelner Länder) der Vorgabe einer konsequenten Risikominimierung. Die gesamten Kredit- und Avallinien betragen Mio. EUR 150,1 (Vorjahr: Mio. EUR 154,0), wovon Mio. EUR 118,7 (Vorjahr: Mio. EUR 121,4) ausschließlich für Avale bereitgestellt werden. Die Avallinien wurden zum Bilanzstichtag mit Mio. EUR 18,5 beansprucht (Vorjahr: Mio. EUR 53,0). Die Kredit- und Avallinien sind insgesamt zu rund 30,5 % (Vorjahr: 46,8 %) ausgenutzt. Aufgrund der positiven Liquiditätslage ist die Finanzierung des operativen Geschäftes gesichert. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen TEUR 16.107 (Vorjahr: TEUR 17.563). 26. KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme der drei Bereiche Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dargestellt. In den Zahlungsmittelveränderungen aus betrieblicher Tätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert. Der Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit von insgesamt TEUR 8.157 (Vorjahr: Mittelabfluss von TEUR 9.993) beinhaltet Zinseinnahmen in Höhe von TEUR 437 (Vorjahr: TEUR 583) und Zinsausgaben in Höhe von TEUR 1.777 (Vorjahr: TEUR 912). Der Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von insgesamt TEUR 496 (Vorjahr: Mittelabfluss von TEUR 4.649) wurde im Wesentlichen durch Mittelabflüsse für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.413 (Vorjahr: TEUR 1.967) und Mittelzuflüsse aus der Veräußerung kurzfristiger Geldanlagen in Höhe von 5.363 (Vorjahr: Mittelabfluss TEUR 521) bewirkt. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von insgesamt TEUR 7.657 (Vorjahr: Mittelzufluss TEUR 10.961) resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 19.620 (Vorjahr: Mittelzufluss TEUR 18.191) der Tilgung von finanziellen Verpflichtungen für Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 807) sowie dem Mittelabfluss aus der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 11.800 (Vorjahr: TEUR 2.623). Eine Ausschüttung an Unternehmenseigner fand in 2023 nicht statt (Vorjahr: TEUR 3.800). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 16.082 (Vorjahr: TEUR 17.542) und aus Kassenbeständen über TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 21) zusammen. Sie stehen den Unternehmen zur freien Verfügung. Die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Nicht zahlungswirksame Positionen sind mit * gekennzeichnet. 27. FinanzinstrumenteOriginäre FinanzinstrumenteEs bestehen folgende originäre Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden:
Es bestehen folgende originäre Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
Die Barhinterlegungen sowie die übrigen Vermögenswerte sind in der Bilanzposition der sonstigen Vermögenswerte enthalten. WertberichtigungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.320 (Vorjahr: TEUR 1.305) wertgemindert. Weitere Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte bestehen nicht. Es bestehen folgende finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden:
Die Zahlungen aus finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Neben den oben genannten Positionen wird unter dem Bilanzposten der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Put-Option für 26 % der Anteile an der Winder Controls (Pty) Ltd. mit TEUR 806 (Vorjahr: TEUR 1.070) ausgewiesen (siehe Note 4). Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Zeitwerten. Derivative FinanzinstrumenteEs bestehen derivative Finanzinstrumente in der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die derivativen Finanzinstrumente beinhalten Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Währungsrisiken bei langfristigen Fertigungsaufträgen geschlossen werden. Dem Devisentermingeschäft als Sicherungsinstrument steht jeweils ein gegenläufiges Grundgeschäft gegenüber. Hedge Accounting wird nicht angewendet. Die derivativen Finanzinstrumente sind in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten mit TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 220) und in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mit TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 584) ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergab sich aus der Bewertung der Sicherungsinstrumente ein kumulierter Gewinn von TEUR 134 (Vorjahr: kumulierter Verlust von TEUR 364) und aus der Bewertung der dazugehörigen Grundgeschäfte ein kumulierter Verlust von TEUR 134 (Vorjahr: kumulierter Gewinn von TEUR 364). Für die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente wurden von aktiven Märkten abgeleitete Preise (Stufe 2) im Sinne des IFRS 13 herangezogen. SIEMAG TECBERG greift diesbezüglich auf Bankenbewertungen zurück. Das Bonitätsrisiko der jeweiligen Gegenparteien wird als unwesentlich eingestuft. Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bewertungshierarchie wurden nicht vorgenommen. Zum 31. Dezember 2023 bestanden die folgenden Devisentermingeschäfte:
Zum 31. Dezember 2022 bestanden die folgenden Devisentermingeschäfte:
28. Risiken aus FinanzinstrumentenDas maximale Ausfallrisiko bei Vermögenswerten, die als Finanzinstrumente anzusehen sind, entspricht dem bilanzierten Buchwert. Ausfallrisikokonzentrationen ergeben sich nicht. Hinsichtlich der weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Durch Devisentermingeschäfte werden sämtliche wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten vollständig kursgesichert. Etwaige Änderungen, Verbesserungen oder Verschlechterungen der Wechselkurse hätten somit keine Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital gehabt. Im Hinblick auf die Zinsrisiken hätte eine Verbesserung/Verschlechterung des Zinssatzes von 0,5 %-Punkten eine Verbesserung/Verschlechterung des Ergebnisses in Höhe von etwa TEUR 118 bedeutet. Das Management von Liquiditätsrisiken erfolgt durch eine aktive Cashflow-Überwachung. Durch adäquate Zahlungsabsicherungen, insbesondere durch das Instrument der Akkreditivzahlungen wie auch über Fabrikationsrisikodeckungen werden etwaige Liquiditätsrisiken gemindert. Fremdwährungsrisiken, die insbesondere aus dem Auftragsgeschäft resultieren und bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei vereinbarten Teilabrechnungen in fremder Währung bestehen, werden generell durch Devisentermingeschäfte abgesichert. 29. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenZwischen dem Konzern und ihm nahestehenden Personen und Unternehmen fanden folgende wesentliche Geschäftsvorfälle statt: Darlehensforderung
Mietkaution-Forderung
Die wirtschaftlich berechtigte Person der PESCHKE Cold Oak GmbH & Co. KG sowie der PESCHKE II Cold Oak GmbH & Co. KG entspricht dem Geschäftsführer der SIEMAG TECBERG Group GmbH. Die Darlehensforderung an PESCHKE Cold Oak GmbH & Co. KG besteht aus einem Mieterdarlehen mit einem festen Zinssatz von 2,1 % und einer Laufzeit bis zum 31.12.2031. Die Tilgung erfolgt monatlich. Der Zinsertrag beläuft sich auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 13). Die Darlehensforderung an PESCHKE II Cold Oak GmbH & Co. KG besteht aus einem Mieterdarlehen mit einem festen Zinssatz von 2,1 % und einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2038 mit einer monatlichen Tilgung. Der Zinsertrag beläuft sich auf TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 9) Es besteht für beide Darlehen das Recht zur jederzeitigen Tilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung. In Kenntnis der wirtschaftlichen Verhältnisse der beiden Gesellschaften ist auf die Gestellung von Sicherheiten verzichtet worden. Für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen (Geschäftsführung) sind Managementvergütungen in Höhe von TEUR 1.286 (Vorjahr: TEUR 1.331) angefallen. Die Vergütungen beinhalten Gehaltsaufwendungen und variable Vergütungen in Höhe von TEUR 1.116 (Vorjahr: TEUR 1.166) sowie Aufwendungen für die Zuführung zu Pensionszusagen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 165). Für Personen in Schlüsselpositionen des Managements ist ein Anwartschaftsbarwert für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.039 (Vorjahr: TEUR 926) zurückgestellt. Diese Rückstellungen werden mit dem Planvermögen von TEUR 879 (Vorjahr: TEUR 763) verrechnet. Des Weiteren sind für Vergütungen an nahestehende Personen, die im Konzern tätig sind in Höhe von TEUR 411 (Vorjahr TEUR 242) aufgewendet worden. 30. Beschränkung von VerfügungsrechtenEs bestehen keine materiellen Beschränkungen von Verfügungsrechten bzw. diese beschränken sich auf die unter Note 27aufgeführten Barhinterlegungen. 31. Beteiligungsverhältnisse und OrganeDas oberste Mutterunternehmen der SIEMAG TECBERG Group GmbH ist die PESCHKE Holding GmbH. Die PESCHKE Holding GmbH hält damit 87,1 % der Stimmrechte. Sie stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen auf, welcher im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die oberste Beherrschung der Gruppe SIEMAG TECBERG liegt bei Dipl.-Wirtschaftsing. Jürgen Peschke. Alleiniger Geschäftsführer der SIEMAG TECBERG Group GmbH ist Herr Dipl.-Wirtschafts-ing. Jürgen Peschke, Arnsberg. Die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers ist unter Inanspruchnahme des § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 315e HGB unterblieben. 32. Haftungsverhältnisse und EventualverbindlichkeitenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist SIEMAG TECBERG generell dem Risiko von Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzforderungen ausgesetzt. Diesen Risiken wird durch die Bildung angemessener Rückstellungen begegnet. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 hat es im Bergwerk eines südafrikanischen Kunden einen Schadensfall mit Personen- und Sachschäden gegeben. Derzeit laufen behördliche Untersuchungen zum Unfallgeschehen. Das Haftungsrisiko wird als sehr gering betrachtet, da die ausgelieferte technische Ausrüstung gemäß eigener Untersuchung für dieses Bergwerk einwandfrei war. Es bestehen keine weiteren wesentlichen Haftungsrisiken oder -verhältnisse. 33. NachtragsberichtDie SIEMAG TECBERG Group GmbH wurde mit Vertrag vom 21. Juni 2024 auf die Tochtergesellschaft SIEMAG TECBERG GmbH mit Wirkung zum 30. Juni 2024 verschmolzen. Der Konzernabschluss für das folgende Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024 wird somit nicht mehr von SIEMAG TECBERG Group GmbH sondern von SIEMAG TECBERG GmbH aufgestellt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. 34. AbschlussprüferhonorareDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 im Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 94). Es wurden sonstige Beratungsleistungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5) erbracht, so dass das Gesamthonorar TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 99) beträgt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde durch die Geschäftsführung am 21. Juni 2024 zur Veröffentlichung freigegeben. Eine Änderung ist bis zur Billigung des Konzernabschlusses möglich.
Haiger, den 8. August 2024 SIEMAG TECBERG Group GmbH Geschäftsführung Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nach IFRSEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SIEMAG TECBERG Group GmbH, Haiger PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der SIEMAG TECBERG Group GmbH, Haiger, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SIEMAG TECBERG Group GmbH, Haiger, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. August 2024 Deloitte
GmbH
Max Schürtz, Wirtschaftsprüfer Guido Flore, Wirtschaftsprüfer GesellschafterbeschlussDer IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2023 der SIEMAG TECBERG Group GmbH wurde am 16.09.2024 gebilligt. |
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