Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 2113
Eingetragen
5.12.2001
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Projektierung und Realisierung von Logistik-Konzepten, Beratung im Zusammenhang mit Speditions-, Transport- und Logistikaufgaben, Beratung, Entwicklung und Vertrieb diesbezüglicher Computersoftware, Bau und Unterhaltung entsprechender Logistikanlagen sowie Übernahme logistischer Prozesse im Zuge industrieller Outsourcing-Aktivitaten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Schledorn
seit 9.1.2026
Vorstandsmitglied
Jan Bachmann
seit 8.1.2025
Prokura
Vorstandsmitglied
Claudia Dr. Ambrosy
seit 27.2.2023
Vorstandsmitglied
Frank Gläser
seit 14.5.2020
Prokura
Rüdiger Kast
seit 10.6.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 DM
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Andreas Schmid Logistik AG

Gersthofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A Grundlagen der Gesellschaft

Die Andreas Schmid Holding GmbH ist alleinige Aktionärin der Andreas Schmid Logistik AG. Innerhalb des Gesamtportfolios der Andreas Schmid Group unterstützt die Andreas Schmid Logistik AG als Mutterunternehmen und verwaltende Einheit die operativen Gesellschaften und übernimmt hierbei zentralisiert das Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Treasury, Immobilienmanagement sowie den Bereich QHSE und Prozessautomatisierung und -digitalisierung. Seit 2022 wird zusätzlich der Bereich des IT-Supports, der EDV und der IT-Sicherheit, durch Übernahme der Bereiche und des Personals der Andreas Schmid Freight Solutions GmbH (ehemals Quentia GmbH), für die wesentlichen operativen inländischen Gesellschafen zentral verwaltet und diesen als Dienstleistung zur Verfügung gestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Gersthofen.

B Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Dies ist auf eine weiterhin gedämpfte Konjunktur auf Grund von hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen zurückzuführen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Für das Jahr 2024 rechnet der internationale Währungsfonds in seinem Ausblick für Deutschland mit einem leichten Wachstum von 0,2 %. Innerhalb des Euro-Raums wird insgesamt mit einem Wachstum von 0,9 % gerechnet. Die Prognosen gehen davon aus, dass die Auswirkungen der Energiekrise nachlassen und die Inflation wieder sinkt. Daraus entsteht wiederum die Erwartung eines stärkeren Konsums der privaten Haushalte in den kommenden Jahren.

Branche

Die Gesellschaft ist als Muttergesellschaft der operativen Bereiche innerhalb der Unternehmensgruppe abhängig von der jeweiligen Branchenentwicklung, im Wesentlichen ist dies das Marktsegment Logistik, insbesondere der Warengüterverkehr als auch die Lagerwirtschaft.

2. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Die Andreas Schmid Logistik AG verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse in Höhe von 0,7 % auf TEUR 8.790. Von den erzielten Umsatzerlösen entfielen TEUR 8.333 (Vorjahr: TEUR 8.395) auf Verwaltungsdienstleistungen und rund TEUR 280 (Vorjahr: rund 300 TEUR) auf Erlöse aus Personalverrechnung. Durch die Übernahme der oben beschriebenen Bereiche der Andreas Schmid Freight Solutions GmbH wurden im Geschäftsjahr erstmals Erlöse aus Consulting erzielt (TEUR 166).

Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 1.504) und betrafen insbesondere immaterielle Wirtschaftsgüter, Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Zugänge im Bereich der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 12.326 (Vorjahr: TEUR 4.895) resultieren im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr erfolgten Umstrukturierungen, die im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge (je. TEUR 10.672) dargestellt werden. Der übersteigende Betrag betrifft im Wesentlichen die Ergebnisanteile aus verbundenen Unternehmen.

Weitere bedeutende Investitionsvorhaben bestehen derzeit nicht.

Die Andreas Schmid Logistik AG ist Cash-Pooling-Führer für die Konten der Tochter- und Enkelgesellschaften. Die Gesellschaft verfügt über Betriebsmittellinien in Höhe von 8,9 Mio. EUR. Durch die Betriebsmittellinien ist die Liquidität der Andreas Schmid Logistik AG und deren Tochter- und Enkelgesellschaften gesichert.

Personal

Während des Jahres 2023 war durchschnittlich die folgende Anzahl an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt:

2023 Vorjahr
Kaufmännische Angestellte 54 59
Gewerbliche Beschäftigte 7 7
Aushilfen 5 3
66 69

Die Entlohnung orientiert sich bei den Mitarbeitenden am branchenüblichen Lohn- und Gehaltsniveau für gleichgeartete Tätigkeiten.

Kundenstruktur

Die Kundenstruktur der Andreas Schmid Logistik AG besteht im Wesentlichen aus den Gesellschaften aus der Unternehmensgruppe der Andreas Schmid Group. Änderungen ergeben sich insbesondere bei Neugründungen oder Akquisitionen von Gesellschaften innerhalb der Andreas Schmid Group.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Vermögen sowie das Kapital der Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2023 Vorjahr 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 28.859 70,1 27.179 72,2 1.680 6,2
Forderungen 12.075 29,3 10.007 26,6 2.068 20,7
Flüssige Mittel 11 0,0 266 0,7 -255 -95,9
Sonstige Aktiva 231 0,6 183 0,5 48 26,2
41.176 100,0 37.635 100,0 3.541 9,4
31.12.2023 Vorjahr 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Kapital
Eigenkapital 16.336 39,7 14.728 39,1 1.608 10,9
Rückstellungen 921 2,2 1.306 3,5 -385 -29,5
Verbindlichkeiten 23.599 57,3 20.984 55,8 2.615 12,5
Sonstige Passiva 319 0,8 616 1,6 -297 -48,2
41.176 100,0 37.635 100,0 3.541 9,4

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 1.608 erhöht und beläuft sich auf nunmehr TEUR 16.336. Dies führt zu einer leichten Erhöhung der Eigenkapitalquote um 0,6 % auf 39,7 %.

Die Forderungen erhöhten sich um TEUR 2.068 im Vergleich zum Vorjahr. Dies steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche sich insbesondere auf Grund des vereinbarten Cash-Pooling um TEUR 1.405 erhöht haben.

Die Rückstellungen beinhalten sonstige Rückstellungen (TEUR 843; Vorjahr TEUR 1.045) Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 697; Vorjahr TEUR 924), ausstehende Rechnungen (TEUR 140; Vorjahr TEUR 115) sowie eine Archivierungsrückstellung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 5).

Die Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 9.253; Vorjahr TEUR 9.316), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 338; Vorjahr TEUR 337) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 13.543; Vorjahr: TEUR 9.787). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere die Umsatzsteuerverrechnungskonten als Organträger aus den Organgesellschaften, sowie die Cash-Pool Konten enthalten.

Aufgrund der weiterhin erwarteten positiven mittel- und langfristigen Geschäftsentwicklung ist für die Zukunft von einer stabilen wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft und aufgrund der Vermögensmehrung von einer positiven Ertragslage auszugehen.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres -24 -3.212
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.815 -3.823
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -698 -1.260
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -767 8.271
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres -3.304 -24

Der negative Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -1.815 resultiert aus den nicht zahlungswirksamen Beteiligungsergebnissen der Tochtergesellschaften und gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

In der obigen Darstellung ist zu berücksichtigen, dass die Cash-Pooling Verrechnungskonten mit den Tochtergesellschaften dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordnet wurden, da sich die Tochtergesellschaften hierdurch finanzieren. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften konnte im Geschäftsjahr reduziert werden, allerdings führten Tilgungsleistungen von Bankdarlehen und Darlehen an nahestehende Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 4.137 zu einem negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich zum Stichtag auf TEUR -767.

Insgesamt finanziert sich die Gesellschaft über externe Bankkredite und verfügt über ausreichende, nicht ausgenutzte Kreditlinien. Die Gesellschaft war somit jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Anhaltspunkte, dass sich dies in Zukunft ändern könnte, bestehen nicht.

Die Gesellschaft hat im Vorjahr zur Finanzierung ein variabel verzinsliches Bankdarlehen aufgenommen. Das hieraus resultierende Zinsrisiko wird durch einen Zinsswap abgesichert, der mit dem Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit (Mikro-Cash-Flow Hedge) zusammengefasst worden ist. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Erläuterungen im Anhang. Währungsrisiken sowie weitere außerbilanzielle Finanzierungsgeschäfte bestehen nicht.

Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 8.790 8.724 66 0,7
Gesamtleistung 8.790 8.724 66 0,7
Sonstige betriebliche Erträge 2.315 1.768 547 30,9
Materialaufwand -27 -29 2 -6,9
Rohertrag 11.078 10.463 615 5,9
Personalaufwand -5.477 -5.834 357 -6,1
Abschreibungen -609 -506 -103 20,3
sonstige betriebliche Aufwendungen -5.092 -8.082 2.990 -37,0
sonstige Steuern -19 -7 -12 171,4
ordentliches Betriebsergebnis -119 -3.966 -3.847 97,0
Finanzergebnis 1.669 3.833 -2.164 -56,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.550 -133 1.683 <1.000,0
Ertragsteuern 57 -1.512 1.569 103,8
Unternehmensergebnis 1.607 -1.645 3.252 197,7

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 1.607 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR -1.645) erwirtschaftet.

Der Anstieg des Rohertrages in Höhe von TEUR 615 bzw. 5,9 % resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der übrigen sonstigen betrieblichen Erträge, bedingt durch gestiegene interne Weiterverrechnungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 5.092 (Vorjahr: TEUR 8.082). Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus im Geschäftsjahr gesunkenen Forderungsverzichten gegenüber Company Builder in Höhe von 161 TEUR (Vorjahr: TEUR 1.914) sowie der im Vorjahr erfolgten Wertberichtigung einer Darlehensforderungen gegenüber einem nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 1.760.

Das Finanzergebnis beinhaltet neben den Beteiligungserträgen (TEUR 1.654, Vorjahr TEUR 5.083) und den Verlustübernahmen (TEUR -45, Vorjahr TEUR -1.167) das Zinsergebnis (TEUR +122, Vorjahr TEUR +117).

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Der im Vorjahr für das Geschäftsjahr prognostizierte Umsatzwachstum ist damit eingetreten. Die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr ist damit aus Sicht der Vorstände weiterhin positiv und es ist mittel- bis langfristig von einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung auszugehen.

C Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Andreas Schmid Logistik AG hängt im Wesentlichen von der Branchenentwicklung der Tochter- und Enkelgesellschaften ab. Die branchenspezifische Entwicklung kann durch die weltweiten Konflikte und deren Auswirkungen auf das nationale und internationale wirtschaftliche Leben nur eingeschränkt vorhergesagt werden.

Auf Grund der eingangs beschriebenen allgemeinen wirtschaftspolitischen Prognosen schätzen wir die mittel- und langfristige Entwicklung der Logistikbranche als positiv ein. Die von der Andreas Schmid Gruppe insgesamt angebotenen Dienstleistungen innerhalb des Warengüterverkehrs als auch innerhalb der Lagerwirtschaft sind und bleiben essenzielle Dienstleistungen im nationalen als auch internationalen Wirtschaftsverkehr.

Für das Jahr 2024 rechnen wir weiterhin mit einem stabilen Wachstum und einem leicht steigenden Umsatz und Ergebnis vor Steuern.

Begründet ist diese Erwartung im Wesentlichen auf einer internen und externen Wachstumsstrategie, welche der Andreas Schmid Group und damit auch der Andreas Schmid Logistik AG weitere Märkte im In- und Ausland eröffnen wird. Hierzu gehört weiterhin eine Expansion in ausländische Standorte sowie eine Stärkung der bereits begonnenen Tätigkeiten in diesem Bereich. Des Weiteren wird die Digitalisierung von Prozessen weiter vorangetrieben, um die Abläufe innerhalb der operativen Geschäftsprozesse zu optimieren und nachhaltig zukunftsfähig zu gestalten. Grundlage des Wachstums ist außerdem eine stetige Strategie zur Personalbeschaffung und -entwicklung.

Wesentliche Risiken

Innerhalb der allgemeinen Geschäftsrisiken gewinnen die Risiken in Bezug auf die Informationstechnik, insbesondere durch Cyberangriffe, immer mehr an Bedeutung für das Unternehmen. Mit gezielten Maßnahmen sowie der Schaffung eines Bewusstseins für diese Risiken innerhalb der Belegschaft wirkt die Gesellschaft den Risiken entgegen.

Verschiedene Faktoren aus beispielsweise Beschaffungsrisiko, Personalbeschaffungsrisiko sowie aus operativen Risiken stellen für die Gesellschaft das Risiko einer möglichen Betriebsunterbrechung dar. Auch mögliche Umwelteinflüsse in Folge des Klimawandels rücken immer mehr in den Fokus. Sowohl aus dieser Thematik heraus sowie auf Grund der noch immer unsicheren Lage innerhalb der Energiepreiseinwicklung, leitet die Gesellschaft Maßnahmen ab, um hier frühzeitig reagieren zu können.

Aufgrund der stabileren Ertragslage unseres Unternehmens und ausreichendem Finanzierungsspielraum sind Liquiditätsrisiken weiterhin nicht erkennbar.

Die Gesellschaft setzt zur Absicherung eines variabel verzinslichen Bankdarlehens einen Zinsswap ein. Dieser bildet zusammen mit dem Grundgeschäft eine Bewertungseinheit. Wir verweisen diesbezüglich auf die Angaben im Anhang. Weitere derivative Finanzinstrumente finden keinen Einsatz.

Wesentliche bestandsgefährdende Risiken sehen wir für unsere Gesellschaft nicht.

Wesentliche Chancen

Auf der Grundlage von sehr starken Kernkompetenzen stellt die Erweiterung der operativen Tätigkeiten durch Expansion und Schaffung neuer Märkte die größte Chance für das Unternehmen dar. Dies stärkt die einzelnen operativen Bereiche und hilft dabei, sich am Markt behaupten zu können. Auch die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien schaffen einen Mehrwert für die gesamte Dienstleistungskette unserer Kunden und tragen so zu einer verbesserten Marktstellung der gesamten Andreas Schmid Gruppe bei.

Durch Digitalisierungskonzepte sowie Umsetzung von Digitalisierungsprozessen innerhalb der Gesellschaft und insbesondere innerhalb der Unternehmensgruppe können insbesondere zeitliche Ressourcen geschaffen werden, die sich positiv auf den fortwährenden Fachkräftemangel auswirken können und somit eine Chance und Bereicherung für der Gesellschaft und der Unternehmensgruppe darstellen.

D Weitere Berichtserstattungselemente

Nachtragsbericht

Diesbezüglich verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Risikomanagement

Im Rahmen des implementierten Risikomanagements werden die Risiken der Andreas Schmid Logistik AG identifiziert, analysiert und bewertet. Daraus werden Maßnahmen abgeleitet, um die Risiken zu reduzieren.

Bestandsgefährdende Tatsachen bestehen derzeit nicht.

Schlusserklärung des Vorstandes zum Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand erklärt hiermit, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte durchgeführt oder Maßnahmen getroffen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt wurde.

 

Gersthofen, 15. Juni 2024

gez. Alessandro Cacciola

gez. Dr. Claudia Ambrosy

gez. Dr. Matthias Schindler

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 28.858.770,37 27.178.788,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.009.223,00 1.179.218,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 821.419,00 922.002,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 187.804,00 257.216,00
II. Sachanlagen 1.772.764,07 1.514.549,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 757.336,00 729.641,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 870.632,00 784.908,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.796,07 0,00
III. Finanzanlagen 26.076.783,30 24.485.021,54
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.967.283,30 24.342.521,54
2. Beteiligungen 109.500,00 142.500,00
B. Umlaufvermögen 12.085.732,23 10.273.243,00
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.074.262,10 10.007.111,18
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.132.314,89 9.492.667,51
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.768,86 27.665,57
3. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 934.178,35 486.778,10
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.470,13 266.131,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 231.001,98 182.523,34
Bilanzsumme, Summe Aktiva 41.175.504,58 37.634.554,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.335.717,44 14.728.462,50
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.650.000,00 2.650.000,00
III. Gewinnrücklagen 4.637.361,78 4.637.361,78
IV. Bilanzgewinn 8.548.355,66 6.941.100,72
B. Rückstellungen 921.024,13 1.305.694,79
C. Verbindlichkeiten 23.599.111,36 20.984.248,29
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.252.795,04 9.315.910,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.542.630,05 9.786.569,39
3. übrige Verbindlichkeiten 803.686,27 1.881.768,30
D. Passive latente Steuern 319.651,65 616.149,30
Bilanzsumme, Summe Passiva 41.175.504,58 37.634.554,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.077.894,70 10.463.023,31
2. Personalaufwand -5.476.807,11 -5.833.737,98
a) Löhne und Gehälter -4.834.356,59 -5.157.183,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -642.450,52 -676.554,52
3. Abschreibungen -609.159,08 -506.400,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -609.159,08 -506.400,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.091.784,46 -8.081.857,77
5. Erträge aus Beteiligungen 1.654.117,86 5.082.730,34
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 484.475,69 369.971,61
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -61.976,49 -199.998,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -362.217,47 -252.923,83
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme -45.209,92 -1.167.174,09
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 57.322,28 -1.511.577,24
11. Ergebnis nach Steuern 1.626.656,00 -1.637.944,07
12. sonstige Steuern -19.401,06 -6.656,81
Jahresüberschuss 1.607.254,94 -1.644.600,88

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.607.254,94 -1.644.600,88
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.941.100,72 8.585.701,60
3. Bilanzgewinn 8.548.355,66 6.941.100,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Andreas Schmid Logistik AG
Firmensitz laut Registergericht: Gersthofen
Registereintrag: 30.09.1996
Registergericht: Amtsgericht Augsburg
Registernummer: HRB 2113

II. Bilanzierungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig nach der linearen oder degressiven Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Diese liegt zwischen 1 und 33,3 Jahren. Der im Geschäftsjahr entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen netto EUR 250,00 bis EUR 800,00 wird von dem Wahlrecht zur Sofortabschreibung Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen sind nach § 255 i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Der Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung ist mit dem Deckungskapital angesetzt. Der Anspruch wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Pensionsrückstellung saldiert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen gegenüber fremden Dritten werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände um 1,0 v.H. ihres Nettobetrages wertberichtigt.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 249 in Verbindung mit § 253 HGB angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode) auf Basis der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck, einem Zinssatz in Höhe von 1,82 % sowie einem Rententrend in Höhe von 1,5 %.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die bilanzierten Pensionsrückstellungen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB für Ausschüttungen gesperrt.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Verlust- und Zinsvorträge bestehen hingegen nicht.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Besteht kein oder ein nicht ausreichender Sicherungszusammenhang, wird für unrealisierte Verluste eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz zum 31.12.2023

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungs- / Herstellungskosten dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 16) enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigem Vermögen wurden folgende Werte ermittelt:

Anschaffungskosten der verrechenbaren Vermögenswerte TEUR 228
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte TEUR 228
Erfüllungsbetrag der Schulden TEUR 305
Aufwendungen TEUR 4

4. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 500.000,00 ist in 500.000 Stückaktien im rechnerischen Nennbetrag von je 1 EUR eingeteilt.

5. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht unverändert zum Vorjahr.

6. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage besteht unverändert zum Vorjahr.

7. Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag zum 01.01.2023 in Höhe von TEUR 6.941 enthalten.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.252,8 6.277,8 2.975,0 0,0 -
(Vorjahr) (9.315,9) (3.378,4) (5.937,5) (0,0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.542,6 13.542,6 0,0 0,0 -
(Vorjahr) (9.786,6) (9.786,6) (0,0) (0,0)
3. Übrige Verbindlichkeiten 803,7 803,7 0 0 -
(Vorjahr) (1.881,8) (1.881,8) (0,0) (0,0)
23.599,1 20.624,1 2.975,0 0,00 0,00
(Vorjahr) (20.984,3) (15.046,8) (5.937,5) (0,00) (0,00)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten.

In den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr TEUR 405) enthalten. Daneben beinhalten die übrigen Verbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 5).

9. Latente Steuern

Zum Stichtag wurden passive latente Steuern ausgewiesen. Der Passivüberhang setzt sich wie folgt zusammen:

01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Passive latente Steuern 913 -529 384
Aktive latente Steuern 297 -233 64
Summe 616 -296 320

10. Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Absatz 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 4.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Forderungsverzichten aus dem Cash Pool gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr TEUR 1.914) enthalten.

2. Beteiligungserträge

Die Beteiligungserträge gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 1.654 (Vorjahr TEUR 5.083).

3. Zinsen verbundene Unternehmen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 470 (Vorjahr TEUR 368) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr TEUR 4) enthalten.

4. Abschreibung auf Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 62 vorgenommen.

5. Zinsen aus der Auf- und Abzinsung von Altersvorsorgeaufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 6) verbucht.

VI. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1.203 1.142

Die valutierten Sicherheiten wurden für verbundene Unternehmen gewährt.

Die Gesellschaft hat einem verbundenen Unternehmen ein Darlehen gewährt, welches sich zum Stichtag auf TEUR 1.917 (Vorjahr TEUR 1.675) beläuft. Für dieses Darlehen hat die Gesellschaft eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung ausgesprochen. Des Weiteren hat die Gesellschaft für das von einem nahestehenden Unternehmen aufgenommene Bankdarlehen in Höhe von TEUR 8.850 eine Patronatserklärung abgegeben.

Die Gesellschaft geht derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus, da die Sicherungsnehmer ihren Verpflichtungen in der Vergangenheit fristgerecht und vollumfänglich nachgekommen sind und es keine Anhaltspunkte gibt, dass sich dies in Zukunft ändern wird.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre nach 5 Jahren
Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- /Pacht- und Leasingverträgen 565 TEUR 1 TEUR 0 TEUR
565 TEUR 1 TEUR 0 TEUR

Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in angemieteten Büroräumen. Die Mietverträge für die Büroräume haben eine feste Laufzeit von einem Jahr.

3. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft hat im Vorjahr zur Finanzierung einen variabel verzinslichen Bankkredit aufgenommen. Das hieraus resultierende Zinsrisiko wird durch einen Zinsswap abgesichert. Bei dem Zinsswap handelt es sich um ein derivatives Finanzinstrument. Der Swap ist aufgrund des unmittelbaren Sicherungszusammenhang mit dem entsprechenden Grundgeschäft, mit dem Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit (Mikro-Cash-Flow Hedge) zusammengefasst worden. Dieser Zinsswap und das entsprechende Darlehen weisen einen Umfang von nominal EUR 3,25 Mio. auf. Der Zinsswap hatte zum 31. Dezember 2023 einen positiven Marktwert von TEUR 121 und eine Laufzeit bis März 2027. Die Zahlungsströme aus dem variabel verzinslichen Darlehen kompensieren aufgrund der vereinbarten Parameter der Transaktionen die entsprechenden Cash Flows aus dem Zinssicherungsinstrument über die gesamte Laufzeit der Instrumente. Die Messung der Effektivität erfolgt prospektiv durch den sog. Critical Term Match, retrospektiv anhand der sog. Dollar-Offset-Methode.

4. Angaben zum Vorstand

Im Berichtsjahr waren zu Vorständen bestellt:

- Herr Alessandro Cacciola, MBA, Vorstand

- Herr Dr. Matthias Schindler, Ingenieur, Vorstand

- Frau Dr. Claudia Ambrosy, Dipl.-Betriebswirtin (FH), Vorstand

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Auf die Angabe von für frühere Organmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Angaben zum Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

- Herr Alfred Kolb, Dipl.-Kaufmann (Aufsichtsratsvorsitzender)

- Herr Prof. Dr. Claus Köhler, Rechtsanwalt (stellv. Vorsitzender)

- Herr Gerhard Wiedemann, Dipl.-Ingenieur

Auf die Angabe der Bezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt.

2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 7 7
Kaufmännische Mitarbeiter 54 59
Aushilfen 5 3
66 69

7. Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Mutterunternehmen des Konzerns, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Andreas Schmid Holding GmbH mit Sitz in Gersthofen. Sie stellt für das Geschäftsjahr 2023 den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht wird.

Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens ist die Gesellschaft nach § 291 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2023 befreit.

8. Anteilsbesitzliste

Auf die Angabe der Anteilsbesitzliste nach § 285 Nr. 11 HGB wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB verzichtet.

9. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB

Transaktionen mit nahestehenden Personen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt

10. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Gersthofen, 15. Juni 2024

gez. Alessandro Cacciola, Vorstand

gez. Dr. Claudia Ambrosy, Vorstand

gez. Dr. Matthias Schindler, Vorstand

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens - Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge 2023
Abgänge 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.005.822,78 0,00 0,00 1.005.822,78
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.769.061,15 68.067,47 82.153,89 1.754.974,73
2.774.883,93 68.067,47 82.153,89 2.760.797,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 955.427,33 77.225,04 0,00 1.032.652,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.851.752,02 408.906,57 25.962,99 3.234.695,60
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 144.796,07 0,00 144.796,07
3.807.179,35 630.927,68 25.962,99 4.412.144,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.534.066,54 12.326.128,34 10.672.390,09 31.187.804,79
2. Beteiligungen 175.000,00 0,00 0,00 175.000,00
29.709.066,54 12.326.128,34 10.672.390,09 31.362.804,79
36.291.129,82 13.025.123,49 10.780.506,97 38.535.746,34
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge 2023
Abgänge 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 83.820,78 100.583,00 0,00 184.403,78
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.511.845,15 137.479,47 82.153,89 1.567.170,73
1.595.665,93 238.062,47 82.153,89 1.751.574,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 225.786,33 49.530,04 0,00 275.316,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.066.844,02 321.566,57 24.346,99 2.364.063,60
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.292.630,35 371.096,61 24.346,99 2.639.379,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.191.545,00 28.976,49 0,00 5.220.521,49
2. Beteiligungen 32.500,00 33.000,00 0,00 65.500,00
5.224.045,00 61.976,49 0,00 5.286.021,49
9.112.341,28 671.135,57 106.500,88 9.676.975,97
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 821.419,00 922.002,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 187.804,00 257.216,00
1.009.223,00 1.179.218,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 757.336,00 729.641,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 870.632,00 784.908,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.796,07 0,00
1.772.764,07 1.514.549,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.967.283,30 24.342.521,54
2. Beteiligungen 109.500,00 142.500,00
26.076.783,30 24.485.021,54
28.858.770,37 27.178.788,54

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Der Aufsichtsrat der Andreas Schmid Logistik AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 eingehend mit dem Verlauf der Geschäftstätigkeit und der Entwicklung der Gesellschaft beschäftigt und die Tätigkeit des Vorstands entsprechend den Vorgaben der Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sowie des Aktiengesetzes überwacht.

Er hat sich vom Vorstand insbesondere in der Strategietagung vom 15.05. bis 16.05.2023 und in regulären Aufsichtsratssitzungen vom 17.07.2023, 12.12.2023 sowie darüber hinaus in weiteren Terminen jeweils mündlich und schriftlich über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, des Konzerns sowie der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften unterrichten lassen bzw. sich intern abgestimmt. Über wesentliche Geschäftsverläufe wurde der Aufsichtsrat jeweils durch den Vorstand informiert. Inhalt der Berichterstattung durch den Vorstand waren neben der Gesamtlage des Konzerns auch wichtige Einzelfragen sowie insbesondere Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften. In den vorgenannten Sitzungen und Einzelgesprächen hat sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Alle erforderlichen Beschlüsse wurden - im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen oder im Wege des Umlaufverfahrens bzw. im Wege von Telefonkonferenzen - einvernehmlich gefasst.

Der Jahresabschluss der Andreas Schmid Logistik AG für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der SONNTAG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Andreas Schmid Logistik AG für das Geschäftsjahr 2023 seinerseits eingehend geprüft. Dabei hat der Vorstand dem Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung vom 04. Juli 2024 über die wesentlichen Kennzahlen des Jahresabschlusses berichtet. Frau Andreas Seitz und Herr Oliver Kanus als Vertreter der SONNTAG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben im Rahmen der Sitzung zudem über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Alle in diesem Zusammenhang von den Aufsichtsräten gestellten Fragen wurden eingehend erörtert und zur Zufriedenheit beantwortet. Im Rahmen der Prüfung durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Der Aufsichtsrat hat gegen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 keine Einwendungen erhoben und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist somit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat sich dem aktuellen Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2023 vom 15.06.2024 angeschlossen.

Der Abhängigkeitsbericht war Gegenstand der Sitzung vom 04. Juli 2024 und wurde eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat hat den vorgelegten Abhängigkeitsbericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und gebilligt. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Abhängigkeitsberichts (Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG) bestehen.

 

Gersthofen, den 04. Juli 2024

Der Aufsichtsrat

gez. Alfred Kolb, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2024 festgestellt.

Der Bilanzgewinn der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 8.548.355,66 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Andreas Schmid Logistik AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Andreas Schmid Logistik AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Andreas Schmid Logistik AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir währen unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 15. Juni 2024

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wörlein, Wirtschaftsprüfer

gez. Kanus, Wirtschaftsprüfer

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