MVV Umwelt GmbH
Selbe AdresseEnergetische Verwertung von Abfällen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Mutter seit 20.10.2025 | Prokura |
Torsten Jung seit 3.7.2023 | Prokura |
Sebastian Heming seit 7.6.2022 | Prokura |
Martin E. Dr. Auer seit 20.12.2021 | Prokura |
Marcus Emil Bracht seit 6.2.2019 | Geschäftsführer |
Nicole, geb. Seibel Chappell seit 6.2.2019 | Prokura |
Frank Raffel seit 20.12.2017 | Prokura |
Johannes Franz Dr. Günther seit 20.12.2017 | Geschäftsführer |
Andre Vester seit 4.11.2011 | Prokura |
Judith Happel seit 4.11.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVV Umwelt Asset GmbHMannheimJahresabschluss zum 30. September 2024 und LageberichtLagebericht 2024Inhaltsverzeichnis I. Grundlagen der Gesellschaft Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit Steuerungsrelevante Kennzahlen II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen III. Geschäftsentwicklung 2.1 Geschäftsverlauf 2.2 Vermögens- und Finanzlage Ertragslage IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen der Gesellschaft Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit Die MVV Umwelt Asset GmbH hat ihren Sitz in Mannheim. Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der MVV Umwelt GmbH. Der vorliegende Einzelabschluss 2024 der MVV Umwelt Asset GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2024 99 Tsd. Euro. Es besteht seit dem 24. Juli 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der MVV Umwelt GmbH, die sich wiederum zu 100 % im Eigentum der Konzernmuttergesellschaft MVV Energie AG ("MVV") befindet. Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, der Betrieb und der Rückbau von Anlagen zur Erzeugung von regenerativer Energie, Anlagen zur Verwertung/Beseitigung von Abfällen, Altholzaufbereitungsanlagen zur Belieferung von Biomassekraftwerken mit aufbereitetem Brennstoff und Dampf- und Fernwärmenetzen, der Vertrieb von Strom, Dampf und Fernwärme sowie der Erwerb, die Verwertung, die Nutzung und die Verwaltung von Grundstücken und Gebäuden im Rahmen der genannten Tätigkeiten sowie die Betriebsführung von abfallgefeuerten Kraftwerken, Biomassekraftwerken und Kraftwerken gemäß 17. Bundesemmissionsschutzordnung und/oder einer Feuerungswärmeleistung > 75 MW (th). Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten, sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen oder sie erwerben und eigene Unternehmen gründen oder ausgründen. Steuerungsrelevante Kennzahlen In der Gesellschaft werden vor dem Hintergrund einer wertorientierten Unternehmenssteuerung verschiedene Kennzahlen verwendet. Das sind schwerpunktmäßig das Ergebnis vor Gewinnabführung nach HGB sowie die aus dem Konzernverbund resultierende IFRS-Kennzahl adjusted EBIT zu nennen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung nach HGB der MVV Umwelt Asset GmbH belief sich im Berichtsjahr 2024 auf 72.645 Tsd. Euro (Vorjahr 90.080 Tsd. Euro). Das Ergebnis nach Steuern der MVV Umwelt Asset GmbH belief sich im Berichtsjahr 2024 auf 76.939 Tsd. Euro (Vorjahr 94.457 Tsd. Euro). Aufgrund der rasch deutlich gesunkenen Energiepreise und der etwas unter Plan liegenden Verfügbarkeit der Anlagen wurde die Ergebnisprognose beträchtlich verfehlt, auch wenn sich das Abfall- sowie Biomassegeschäft verbessert hatten. Die Entwicklung des Adjusted EBIT nach IFRS auf Ebene des Einzelabschlusses weicht nicht wesentlich vom EBIT laut HGB ab. Abweichungen resultieren aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden, insbesondere aus Abschreibungsdauern im Anlagevermögen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Abweichung bei den Abschreibungen bei 4.430 Tsd. Euro (Vorjahr 1.010 Tsd. Euro. Das Adjusted EBIT (IFRS) vor Ergebnisabführung der MVV Umwelt Asset GmbH auf Einzelabschlussebene beträgt 69.603 Tsd. Euro (Vorjahr 89.432 Tsd. Euro). II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Energiepolitisches Umfeld Die Energiepolitik auf nationaler und europäischer Ebene war auch im Geschäftsjahr 2024 geprägt von zahlreichen gesetzgeberischen Anpassungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im Zentrum standen dabei Maßnahmen, mit denen die zukünftige Einhaltung der Klimaziele sichergestellt werden soll. Fördermittel für die Energiewende sind knapp Nachdem das Bundesverfassungsgericht im November 2023 die Finanzierung des staatlichen Klima- und Transformationsfonds in Teilen für nichtig erklärt hat, fehlten dem Fonds im Jahr 2024 rund 60 Mrd. Euro, die zur Finanzierung zahlreicher Bundesprogramme für die Energiewende vorgesehen waren. Die Bundesregierung hat daraufhin entsprechende Kürzungen an den Programmen vorgenommen. Davon betroffen ist auch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), die Anreize für Investitionen in die Dekarbonisierung von Wärmeerzeugung und Wärmenetzen schaffen soll. Verschärft wird die Finanzierungssituation aus unserer Sicht durch das Auslaufen des Gesetzes für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) bereits Ende 2026, da aus dem KWKG auch Investitionen in Wärmenetze und -speicher gefördert werden. Dies könnte Auswirkungen auf künftige Projekte der MVV Umwelt Asset GmbH, die ihre Fernwärmeabgabe weiter ausbauen möchte, haben. Rahmen für die Wärmewende Die Wärmewende erhielt mit der Verabschiedung des novellierten Gebäudeenergie-Gesetzes (Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden - GEG), des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) sowie der überarbeiteten Richtlinie zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im ersten Quartal des Berichtsjahrs einen neuen rechtlichen Rahmen. Danach muss jede Kommune in den kommenden Jahren einen Wärmeplan entwickeln, auf dessen Basis die notwendigen Investitionen in Infrastruktur und die Wärmeerzeugung zielgerichtet erfolgen können. Der Bund unterstützt Investitionen in Gebäudesanierungen und neue Heizungen mit Fördersätzen zwischen 30 % und 70 %. Bei neuen Heizungen müssen mindestens 65 % der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen - diese Vorgabe kann ein Gebäudeeigentümer auch durch den Anschluss an ein Fernwärmenetz erfüllen. Die Stadt Mannheim hat bereits im Jahr 2024 einen kommunalen Wärmeplan beschlossen. EU reformiert Strommarktdesign Der Prozess zur EU-Strommarktreform wurde als Reaktion auf die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine gestartet. Die Beschlüsse in der ersten Jahreshälfte 2024 sollen für stabilere Strompreise und einen besseren Schutz der Verbraucher bei künftigen Krisen sorgen. Dabei wird das grundsätzlich funktionierende Prinzip der Strommärkte nicht verändert. Auf eine erneute Erlösabschöpfung für bestimmte Stromerzeugungstechnologien wurde verzichtet. Veränderungen wird es im Bereich der erneuerbaren Energien geben. Hier haben die Mitgliedsstaaten nach Inkrafttreten der novellierten Richtlinie drei Jahre Zeit, um die Förderung auf freiwillige zweiseitige Differenzverträge (Contracts for Differences, CfDs) beziehungsweise wirkungsgleiche Mechanismen umzustellen. Dabei sind in Zeiten mit sehr hohen Strompreisen Zahlungen von geförderten Anlagen an den Staat vorgesehen, um eine Überförderung zu vermeiden. Direktverträge zwischen Stromerzeugern und Verbrauchern (Power Purchase Agreements, PPA) bleiben weiterhin möglich. Regeln für CO 2 -Abscheidung werden konkreter Die Europäische Kommission hat im Februar 2024 ihre Industrial-Carbon-Management-Strategie vorgestellt. Darin wird die Bedeutung der CO 2 -Abscheidung sowie -Speicherung und/oder -Nutzung zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele hervorgehoben. Auf nationaler Ebene hat die Bundesregierung Ende Mai 2024 im Bundeskabinett ihre Eckpunkte zur eigenen Carbon-Management-Strategie verabschiedet. Die Strategie sieht den Einsatz der CO 2 -Abscheidung vor allem bei Prozessemissionen in der Industrie und der Abfallwirtschaft vor. Eine staatliche Förderung soll sich auf diese Anwendungsgebiete konzentrieren. Für die MVV Umwelt Asset GmbH ist dabei von Bedeutung, dass die Bundesregierung CO 2 -Emissionen aus der thermischen Abfallbehandlung als unvermeidbar und damit förderfähig einstuft. Ergänzend zur nationalen Carbon-Management-Strategie arbeitet die Bundesregierung an einer Langfriststrategie für Negativemissionen. Darin sollen Vorschläge für einen Rechtsrahmen für die dauerhafte CO 2 -Entnahme aus der Atmosphäre (sogenannte Negativemissionen) enthalten sein. Markt- und Wettbewerbsumfeld Konjunkturelle Schwäche und struktureller Wandel belasten deutsche Wirtschaft In ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 erwarten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das Kalenderjahr 2024 einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,1 %. Im Frühjahr 2024 hatten sie noch ein Wachstum von 0,1 % prognostiziert. Belastend wirke neben der konjunkturellen Schwäche auch der strukturelle Wandel der deutschen Wirtschaft. Diese strukturellen Anpassungsprozesse, die laut der Experten durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und demographischen Wandel sowie wahrscheinlich auch durch einen stärkeren Wettbewerb mit Unternehmen aus China ausgelöst wurden, begrenzen die Wachstumsperspektiven der deutschen Wirtschaft. Besonders betroffen sei die Industrie - insbesondere Hersteller von Investitionsgütern und energieintensive Zweige; Als Auslöser der konjunkturellen Schwäche sehen die Experten das hohe Zinsniveau und hohe wirtschafts- und geopolitische Unsicherheiten. Beides beeinflusse sowohl die Investitionstätigkeit als auch den privaten Konsum. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz legte Anfang Oktober 2024 seine Herbstprojektion vor: Für das Kalenderjahr 2024 erwartet die Bundesregierung, dass das BIP um 0,2 % zurückgehen wird. Als Grund dafür werden - neben konjunkturellen Risiken - strukturelle Probleme Deutschlands angeführt, während zugleich große geoökonomische Herausforderungen bestehen. Stromerzeugung in Deutschland sinkt Nach aktuellen Berechnungen des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag die Brutto-Stromerzeugung in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 bei 366 Mrd. kWh und damit um etwa 1 % unter dem Vorjahr (370 Mrd. kWh). Anteil erneuerbarer Energien an deutscher Stromerzeugung steigt auf 59 % Nach Schätzungen des BDEW betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland in den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2024 insgesamt 59 % - nach 54 % im Vorjahreszeitraum. Besonderen Anteil am Anstieg der Erneuerbaren-Quote hatten dabei Photovoltaikanlagen, die rund 20 % mehr Strom produzierten. Auch die Erzeugung aus Wind nahm zu, wobei sich die Stromproduktion an Land und auf See unterschiedlich stark entwickelte. Während die Stromproduktion aus Windkraftanlagen an Land (Onshore) um 7 % über dem Vorjahr lag, haben die Windkraftanlagen auf See (Offshore) knapp 20 % mehr Strom erzeugt. In Summe hat die Stromerzeugung aus Wind um rund 9 % zugenommen. Aus Biomasse und biogenem Siedlungsabfall wurde etwa 3 % mehr Strom erzeugt als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden aus erneuerbaren Energien zirka 218 Mrd. kWh Strom produziert. Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom rückläufig Im Berichtsjahr sanken die Großhandelspreise sowohl für Brennstoffe und Emissionszertifikate als auch für Strom gegenüber den mittleren Preisen des Vorjahres. Trotz der auf breiter Basis zu beobachtenden Preisrückgänge gegenüber den beiden Vorjahren lagen die Energiepreise - verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021 - weiterhin auf einem hohen Niveau. Insbesondere in der ersten Hälfte des Berichtsjahres waren die Märkte für Strom, Gas, Emissionszertifikate, Kohle und zum Teil auch Öl von einem übergeordneten Preisrückgang geprägt. Ende Februar 2024 wurden Preistiefs von unter 70 Euro/MWh (Strom-Frontjahreskontrakt) und unter 30 Euro/MWh (Gas-Frontjahreskontrakt) erreicht. Gegenüber den Höchstständen zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 im Oktober 2023 entsprach dies einem Rückgang von 46 % und 43 % im Fall der Strom- und Gas-Frontjahreskontrakte 2025. Der Kohlepreis und die Preise für Emissionszertifikate sanken im Vergleich zu den Preismaxima im selben Zeitraum um 36 % und 42 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Kombination einer guten Versorgungslage mit einer milden Heizperiode. Seit März 2024 stiegen die Großhandelspreise auch als Folge geopolitischer Ereignisse wie dem weiter andauernden Krieg in der Ukraine und dem Nahostkonflikt wieder an, blieben dabei aber unter den Höchstständen vom Oktober 2023. III. Geschäftsentwicklung 2.1 Geschäftsverlauf Als Betreiber von zwei thermischen Abfallverwertungsanlagen und zweier Biomassekraftwerke auf Altholzbasis ist die MVV Umwelt Asset GmbH im Wesentlichen von der Verfügbarkeit der Anlagen und damit verbundener Instandhaltungsmaßnahmen, als auch von den Entwicklungen auf den Märkten für Abfall, Biomasse und Energie geprägt. Die Gesellschaft verfolgt derzeit ein ehrgeiziges Programm zur Weiterentwicklung und Effizienzsteigerung ihrer Standorte. Aktuell befindet sich das Projekt zu einer großkraftwerkunabhängigen Fernwärmebesicherung im Abschluss. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden einzelne Teilprojekte abgeschlossen bzw. vorangetrieben. Die Gesellschaft plant weitere Projekte zur Optimierung der Effizienz und Hebung von Wärmepotentialen. Am Standort Mannheim ist die Errichtung der Anlagen zum thermochemischen Recycling von Klärschlamm am Müllkessel 6 abgeschlossen und befindet sich in einer ausgedehnten Inbetriebnahmephase und am Müllkessel 4 befindet sich die Montage in den Endarbeiten. Leider ist es dabei durch eine Vielzahl von Schwierigkeiten zu einer Verlängerung der Bauzeit gekommen, so dass die geplante Inbetriebnahme verschoben bzw. ausgedehnt werden musste. An den Standorten Leuna und Königs Wusterhausen wird das Potential zur Abgabe von Wärme bzw. weiterer Wärme geprüft, um die Energieabgabe zu optimieren und diversifizieren. Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2024 ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Zentraler Treiber ist der Rückgang der Energieerlöse durch die deutlich niedrigeren Stromhandelspreise, die sich auch auf die Preise im Dampfgeschäft auswirken. Dies bedingt einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Stromverkauf. Im Bereich der Wärmeerlöse gibt es zwei gegenläufige Entwicklungen. Die preisbedingt gesunkenen Umsatzerlöse im Dampfgeschäft haben hierbei einen deutlich größeren Effekt als die gestiegenen Umsatzerlöse aus dem Fernwärmegeschäft. Die Preissituation beim Abfall hat ihre positive Entwicklung fortgesetzt. Durch ein stabiles Mengengerüst konnten die Preise im Winter stabil gehalten und im Rahmen der Frühjahrserholung leicht angehoben werden. Die im letzten Jahr erhaltenen Notifizierungen für Auslandsmengen haben die Preissituation zudem stabilisiert. Bedingt durch zahlreiche Anlagenausfälle von Marktteilnehmern ist über die Sommermonate hinweg ein deutlicher Mengendruck zu verspüren, der eine gute Wintervorbereitung in Sinne von Lagermengen ermöglichte. Nicht zuletzt aufgrund der rückläufigen Strompreise hat sich die Marktsituation beim Altholz wieder etwas stabilisiert und es konnten die Durchschnittspreise für die Annahme von Altholz wieder verbessert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es dennoch an beiden Standorten immer wieder zu Situationen, in denen der Strompreis nicht ausreichend war, um einen Volllastbetrieb zu rechtfertigen. Eine entsprechend optimierte Fahrweise der Kessel war die Folge. Auflösungen von Rückstellungen aufgrund des Endes eines Betriebsführungsvertrages, die Übertragung eines Teilprojektes "Wärme Mannheim" an die MVV Grüne Wärme GmbH und Erträge aus Energiesteuer haben zu sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 6.166 Tsd. Euro (Vorjahr 4.397 Tsd. Euro) geführt. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind rückläufig. Der bestehende Verfall des Altholzpreises hat sich dabei nicht weiter fortgesetzt, sondern es hat eine Verbesserung des Altholzpreises aus Sicht der Biomassekraftwerke ergeben, was die Kosten für den Biomassebezug deutlich reduziert hat. Angestiegen sind dagegen die Kosten aus dem Gasbezug. Gegenüber dem letzten Geschäftsjahr ist der Materialaufwand weiter angestiegen. Hierbei spielten die Revisionszyklen der Anlagen mit gestiegenen Revisionskosten ebenso eine Rolle wie die angestiegenen Kosten aus Fremdverbrennung und Transport von Abfall. Erstmalig wurden Rückstellungen für Kosten aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz gebildet. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind dagegen die Kosten für die Mehrerlösabschöpfung, die im letzten Jahr einmalig in Höhe 5.467 Tsd. Euro entstanden waren, weggefallen. MVV Umwelt Asset GmbH hat durch den Wechsel des Tarifvertrages im Jahr 2023 eine neue Tarifstruktur und veränderte Rahmenbedingungen. Hierdurch sind die Personalkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmal gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Ein leichter Rückgang des Umsatzes in Höhe von 1.327 Tsd. Euro gepaart mit einem um 26,2% bzw. 27.458 Tsd. Euro angestiegenen Materialaufwand und um 3.346 Tsd. Euro angestiegene Personalkosten führt trotz der um 5.886 Tsd. Euro gesunkenen Abschreibungen und um 5.641 Tsd. Euro reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu einem insgesamt 19.830 Tsd. Euro niedrigerem adj. EBIT nach IFRS sowie einem um 17.435 Tsd. Euro niedrigerem HGB-Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an die MVV Umwelt GmbH. Aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterin MVV Umwelt GmbH vom 29.10.2024 wurde keine volle Ergebnisabführung vorgenommen, so dass ein Teil des 72.645 Tsd. Euro hohen Jahresergebnisses in Höhe von 19.900 Tsd. Euro bei der MVV Umwelt Asset GmbH verbleibt und nur 52.745 Tsd. Euro an die MVV Umwelt GmbH abgeführt werden. 2.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der MVV Umwelt Asset GmbH am 30.09.2024 ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 8,8 % gesunken. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 79,24%. Das Anlagevermögen ist zu 126,4 % durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert. Das Anlagevermögen wird dominiert durch das Sachanlagevermögen. Das Anlagevermögen veränderte sich um 10.039 Tsd. Euro und sank auf 293.699 Tsd. Euro. Dieser Effekt resultiert größtenteils aus der Übertragung von Wärmeversorgungsprojekten an die MVV Grüne Wärme GmbH, die in ihrer Höhe die Investitionen der Gesellschaft in die Großprojekte Klärschlammbehandlungsanlage Mannheim, grüne Wärme/Fernwärmebesicherung Mannheim sowie Investitionen in die Bestandanlagen wie die Rauchgasreinigungsanlagen, übertraf. Das Umlaufvermögen sank auf 76.901 Tsd. Euro (Vorjahr 95.087 Tsd. Euro). Im letzten Jahr hatte die MVV Umwelt Asset GmbH gegenüber der MVV Energie AG hohe Forderungen aufgrund der Cashpoolbeziehung, die in diesem Jahr aufgrund der deutlich geringeren Gewinnthesaurierung nicht mehr so hoch liegen. Gestiegen sind im Gegenzug die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie MVV Trading GmbH, MVV Umwelt Ressourcen GmbH und MVV Energie AG. Auf der Passivseite wurde durch die Gewinnthesaurierung in Höhe von 19.900 Tsd. Euro das Eigenkapital der Gesellschaft gestärkt, so dass dieses zum Ende des Geschäftsjahres 151.241 Tsd. Euro (Vorjahr 131.141 Tsd. Euro) betrug. Im Zusammenhang mit der Anlagenübertragung an die MVV Grüne Wärme GmbH wurde auch das entsprechende Darlehen, welches zum 30.09.2023 noch mit 39.105 Tsd. Euro valutiert hatte, zurückgeführt. Zudem wurde ein ausgelaufenes Darlehen zur Finanzierung des Lagerbestandes in Höhe von 10.000 Tsd. EUR nicht erneuert. Da keine Darlehensmittel abgerufen und Tilgungen der bestehenden Darlehen vorgenommen wurden, sanken die Verbindlichkeiten aus Darlehen um 33,5% auf 138.859 Tsd. Euro (Vorjahr 208.735 Tsd. Euro). Im Bereich der Rückstellungen kam es zu einem Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, der Steuerrückstellungen und insbesondere der sonstigen Rückstellungen. Bei letzterem war der wesentliche Grund die erstmalig gebildeten Rückstellungen für den Kauf von Emissionszertifikaten im Zusammenhang mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) in Höhe von 16.653 Tsd. Euro. Während es bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten wenig Veränderungen gab, sind die Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 41,3% auf 6.616 Tsd. Euro gesunken. Darüber hinaus wurde der ARAP, der aufgrund des Baukostenzuschusses gegenüber der MVV Grüne Wärme GmbH gebildet wurde, in Höhe 7.257 Tsd. Euro übertragen. Die Eigenkapitalquote der MVV Umwelt Asset GmbH betrug am 30.09.2024 40,81% (Vorjahr 32,3%). Die Verbindlichkeiten sanken aus den oben genannten Gründen auf 185.436 Tsd. Euro (-28,4 %). Daraus ergibt sich ein veränderter Verschuldungsgrad (Verhältnis der Summe aus Verbindlichkeiten und Rückstellung zum Eigenkapital) von 144,16 % (Vorjahr 207,99 %). Das Vermögen der Gesellschaft entwickelte sich entsprechend den Erwartungen im Vorjahr. Die MVV Umwelt Asset GmbH ist in den Cashpool des MVV Konzerns eingebunden. Für größere Investitionsprojekte erhält die Gesellschaft von der MVV Energie AG entsprechende Gesellschafterdarlehen und auch Bestandsinvestitionen werden auf diese Weise finanziert. In den letzten beiden Geschäftsjahren wurde das Jahresergebnis der MVV Umwelt Asset GmbH ganz (Geschäftsjahr 2023) oder anteilig (19.900Tsd. Euro Geschäftsjahr 2024) thesauriert. Dies hat zur Stärkung des Eigenkapital beigetragen und wurde bzw. wird als alternative Finanzierungsform zu den entsprechenden Gesellschafterdarlehen genutzt. Ertragslage Die Summe der Umsatzerlöse ist gegenüber dem Vorjahr um 0,5% gesunken. Der Umsatz aus Energieerlösen sank dabei um 46.715 Tsd. Euro. Wesentlicher Treiber hierbei war der deutlich gesunkene Strompreis, der sich sowohl sinkend auf die Umsätze aus dem Bereich Strom als auch dem Dampfgeschäft niedergeschlagen hat. Bei den Abfallerlösen lag das Preisniveau der nicht vertraglich gebundenen Mengen klar über dem Vorjahresniveau. Ebenfalls gestiegen sind die Preise bei den kommunalen Mengen. Hierdurch sind die Umsatzerlöse aus Abfall um 45.053 Tsd. Euro angestiegen. Ebenfalls eine Verbesserung gab es bei den Preisen für die Annahme von Altholz bei den beiden BMKWs der MVV Umwelt Asset GmbH. Hier machen sich die stark gesunkenen Strompreise bemerkbar, da die hierdurch induzierten Verschiebungen auf dem Altholzmarkt weggefallen sind. Dies führte im Berichtsjahr zu leicht gestiegenen Biomasseerlöse und zu deutlich geringeren Kosten aus Biomassebezug, die im Bereich Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren abgebildet werden. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 1.769 Tsd. Euro auf 6.166 Tsd. Euro resultiert wesentlich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Zusammenhang mit der Beendigung der Betriebsführung eines Biomassekraftwerkes in Höhe von 1.342 Tsd. Euro, Erlösen aus der Übertragung von Teilen des Wärmeprojektes in Mannheim an die MVV Grüne Wärme GmbH in Höhe von 2.898 Tsd. Euro sowie Erträgen aus Energiesteuer in Höhe von 1.342 Tsd. Euro. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind gegenüber dem Vorjahr um 3.144 Tsd. Euro auf einen Wert von 27.086 Tsd. Euro gesunken. Der bestehende Verfall des Altholzpreises hat sich dabei nicht weiter fortgesetzt, sondern es hat eine Verbesserung des Altholzpreises aus Sicht der Biomassekraftwerke ergeben. Die Kosten für den Biomassebezug sind um 6.425 Tsd. Euro auf einen Wert von 3.553 Tsd. Euro gesunken. Gegenläufig waren insbesondere die Gaskosten, die einen Anstieg um 3.160 Tsd. Euro verzeichneten. Der Materialaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 132.140 Tsd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 26,2%. Generell kommt es im Rahmen der Revisionszyklen der einzelnen Kessel immer wieder zu Schwankungen im Instandhaltungsaufwand. Im Berichtsjahr war dies ein Plus von 3.412 Tsd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der wesentliche Treiber des Anstieges des Materialaufwandes sind die Kosten im Zusammenhang mit dem Bundesemissionsgesetzes, für die erstmalig Rückstellungen in Höhe von 16.075 Tsd. Euro gebildet wurden. Zudem kam es zu steigenden Kosten im Bereich Stoffstrom für Absteuerung und Transport von Abfall. Die Personalkosten sind um 3.346 Tsd. Euro und damit um 14,4% angestiegen. Hintergrund ist der im letzten Jahr vorgenommene Tarifwechsel. Die FTEs sind im Wesentlichen gleichgeblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren mit 19.039 Tsd. Euro um 22,9 % niedriger als im vorherigen Geschäftsjahr. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen der Wegfall der Abführung von Mehrerlösen im Bereich Strom, die im letzten Geschäftsjahr einmalig in Höhe von 5.467 Tsd. Euro angefallen waren. Aufgrund der Nutzung der Gewinnthesaurierung des Vorjahres wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Darlehensmittel gezogen, die noch zum 30.09.2024 bei der MVV Umwelt Asset GmbH verblieben sind. Gleichzeitig ist die Tilgung der bisherigen Darlehen weiter fortgeschritten. Hierdurch ist das negative Finanzergebnis mit 1.073 Tsd. Euro rund 1.366 Tsd. Euro bzw. 56,0% niedriger ist als das Finanzergebnis des Vorjahres in Höhe von 2.439 Tsd. Euro. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Weltwirtschaft In ihrem Herbstgutachten gehen die führenden Wirtschaftsinstitute von einer expandierenden Weltwirtschaft aus. Die Zuwachsraten liegen jedoch niedriger als noch in der Zeit vor der Coronapandemie. Das Tempo ist dabei seit nahezu fast zwei Jahren unverändert. Konjunkturelle Unterschiede bestehen dabei zwischen den einzelnen Regionen. Die zunächst robuste Konjunktur der Vereinigten Staaten hat an Dynamik verloren. Strukturelle Herausforderungen in der Volksrepublik China dämpfen zunehmend die gesamte Wirtschaftsexpansion. Die Region Europa zeigt nach einer langen Stagnationsphase eine wieder wachsende Wirtschaft. In Europa wirken sich Reallohnzuwächse sowie eine steigende Beschäftigung positiv auf den privaten Konsum aus. Da sich die positive Entwicklung im Bereich der Dienstleistungen und weniger im verarbeitenden Gewerbe abspielt, profitieren im Wesentlichen Länder mit einem hohen Dienstleistungsanteil an der Wirtschaft. Im Prognosezeitraum wird angenommen, dass sich die Weltwirtschaft wenig dynamisch entwickeln wird. Reine Rezession wird aber für unwahrscheinlich angenommen. Wie bereits aktuell zu sehen, dürfte die Produktion von Dienstleistungen weiter deutlich zunehmen, während das verarbeitende Gewerbe erst ab dem nächsten Jahr Aufwind gewinnen sollte. Weitverbreitete robuste Arbeitsmärkte und der langsame Rückgang der Inflation sollten sich positiv auf den privaten Konsum auswirken. Anstehende Zinssenkungen sollten zudem die Investitionen stützen. Deutschland Seit mehr als zwei Jahren kommt die deutsche Wirtschaft nicht mehr in Schwung. Dem kurzen Wachstum zu Beginn des Jahres folgten zwei Quartale schrumpfender Leistung. Auch wenn es kurzfristig wieder ein leichtes Wachstum geben sollte, wird die Bundesrepublik nicht an das Wirtschaftswachstum von vor der Coronapandemie anknüpfen können. Als Ursachen für die Schwäche der deutschen Wirtschaft benennen die Wirtschaftsinstitute als Basis nicht nur konjunkturelle Ursachen, sondern die Dekarbonisierung, den demografischen Wandel und auch den stärkeren Wettbewerb mit Unternehmen aus China, die strukturelle Anpassungsprozesse in Deutschland ausgelöst haben. Vor allem das verarbeitende Gewerbe und hier insbesondere die Investitionsgüterhersteller sowie die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen leiden unter der aktuellen Situation mit gestiegenen Energiekosten und der zunehmenden Konkurrenz aus China. Die globale Schwäche der Industriekonjunktur verstärkt die Probleme zusätzlich. Mit einer schnellen Änderung wird nicht gerechnet, da der andauernde Anpassungsprozess weiterhin auf eine nur langsam verbessernde Konjunktur trifft. Mit nur niedrigen Wachstumsraten wird sowohl für das dritte Quartal als auch für die nächsten Jahre gerechnet. Branchen- und MVV Umwelt Asset GmbH bezogene Rahmenbedingungen Die weitere geschäftliche Entwicklung der MVV Umwelt Asset GmbH wird auch in den kommenden Jahren entscheidend durch die Entwicklungen auf den Energiemärkten sowie den Märkten für die thermische Verwertung von Abfällen und Biomassen geprägt sein. Im Bereich der Abfallerlöse wird eine wesentliche Rolle spielen, wie sich die europäische Wirtschaft entwickelt. Diese ist abhängig vom strukturellen Wandel sowie den Energiepreisen. Auch der noch nicht ausgestandene Ukrainekrieg könnte Auswirkungen auf die Gewerbemengen nehmen, sollte es wieder zu Knappheiten bei Rohstoffen oder Energie kommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine nennenswerten Mengenrückgänge, was auch auf die gute Wintervorbereitung der Anlagen in Mitteldeutschland zurückzuführen ist. Notifizierungen sind angelaufen und haben so die Mengen zusätzlich gestützt. Im abgelaufenen Jahr kam es über die Feiertage zu einer Knappheit an Transportkapazitäten. Fehlende Transportkapazitäten können künftig immer mal wieder zu Problemen führen, da der Bedarf an Abfalltransporten leicht zugenommen hat. Aufgrund der guten Auslastung mit kommunalen Abfallmengen in Mannheim, tritt dieses Problem hier nicht in Erscheinung. Der Markt für Altholz hat sich nach dem äußerst schwierigen letzten Geschäftsjahr wieder etwas erholt. Da diese Erholung aber dem Strompreisverfall nicht standhalten konnte, kamen einzelne Biomassekraftwerke in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die künftigen Entwicklungen des Preisniveaus sind von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig. Die Entwicklung der Baukonjunktur, die stoffliche Verwertung von Altholz, die Entwicklung des privaten Konsums mit seinen Auswirkungen auf Sperrmüllmengen und Industrieabfälle sowie die Mitverbrennungsmöglichkeiten werden deutliche Auswirkungen auf die Preisgestaltung im Altholzmarkt haben. Als wichtigster Einflussfaktor hat sich ist aber der Energiepreis an der Strombörse EEX, herausgestellt. Die Energiewirtschaft befindet sich im Wandel. Viele nationale und internationale Akteure intensivieren ihre Bemühungen für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften. MVV gestaltet diesen Wandel aktiv mit: Mit dem "Mannheimer Modell" möchte MVV als eines der ersten Energieunternehmen in Deutschland #klimapositiv werden. Jedoch haben Unsicherheiten in unserer Branche durch geopolitische sowie durch konjunkturelle Entwicklungen zugenommen. Nach unserer Einschätzung werden diese Unsicherheiten auch in der nahen Zukunft weiter bestehen. Zur Verringerung unserer Abhängigkeit von den Entwicklungen an der Strombörse haben wir den strategischen Fokus im Energiemanagement konsequent auf die Ausweitung unseres Industriedampf- und Wärmegeschäfts gelegt. Mit der Gründung der Business Unit "Grüne Wärme", die zum 01.10.2022 ihr operatives Geschäft aufgenommen hat, treibt die MVV den Umbau der Fernwärmeversorgung in Mannheim weiter voran. Ein Puzzleteil dieser Bestrebungen sind auch die Wärmemengen aus den Anlagen der MVV Umwelt Asset GmbH. Auch für die weiteren Standorte wird an der Abgabe von weiteren Wärmemengen gearbeitet. Für das folgende Geschäftsjahr 2025 rechnet die Gesellschaft mit einem weiteren Umsatzanstieg. Einen wesentlichen Beitrag hierzu soll die Fertigstellung der KBA Mannheim an zwei Müllkesseln leisten. Auch die Abschreibungen und Zinszahlungen werden durch die Finalisierung des Bauvorhabens Klärschlammbehandlungsanlage Mannheim steigen. Die Umsätze aus dem Stromgeschäft werden konstant angenommen, ebenso die Kosten für den Bezug von Biomasse. Während die Umsätze aus dem Dampfgeschäft aufgrund der teilweisen Kopplung an den Strompreis als rückläufig angenommen werden, sollen die Umsätze aus dem Wärmegeschäft ansteigen. Gleichzeitig geht die Gesellschaft aufgrund der oben beschriebenen allgemeinen wirtschaftlichen Lage sowie den steigenden Kosten für CO 2 und personalgebundenen Fremdleistungen weiterhin von höheren Kosten für den Bezug Betriebsmitteln und Fremdleistungen aus. Für das Geschäftsjahr 2025 gehen wir, sowohl bezogen auf das HGB-Ergebnis vor Gewinnabführung als auch auf das adjusted EBIT nach IFRS, von einer leicht rückläufigen Ergebnisentwicklung aus. Geplant ist ein HGB-Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von rund 64.900 Tsd. Euro (Geschäftsjahr 2024 72.645 Tsd. Euro). Chancen- und Risikobericht Für die MVV Umwelt Asset GmbH ist es sehr bedeutend, potenzielle Risiken regelmäßig und frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder zu minimieren. Ebenso ist es für die Gesellschaft von großer Wichtigkeit die unternehmerischen Chancen zu erkennen und diese positiv für die Unternehmensentwicklung zu nutzen. Für diese Zwecke ist das Unternehmen in das konzernweite Risikomanagementsystem der MVV Energie AG eingebunden. Dieses definiert einheitliche Standards für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig von verschiedenen Gremien überprüft. Risiken und Chancen ergeben sich für die MVV Umwelt Asset GmbH insbesondere durch die technische Verfügbarkeit der Kraftwerke, aus der Versorgung der Kraftwerke mit Abfall bzw. Biomasse sowie aus der Energievermarktung und dem regulatorischen Umfeld. Energiepreisniveau an den Großhandelsmärkten Vor dem Hintergrund der geopolitischen und konjunkturellen Entwicklungen beobachten wir weiterhin schwankende (volatile) Preise an den Großhandelsmärkten, was sich auch auf das Ergebnis aus der Stromvermarktung unserer Erzeugungsanlagen auswirkt. Eingriffe des Gesetzgebers in die Anlagensteuerung und Betreiberstrategie sind aktuell nicht ersichtlich. Solche Eingriffe könnten unser Chancen-/Risikoprofil verändern. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, wirken sich die Veränderungen der Energiepreise deutlich auf das Ergebnis der Gesellschaft aus. Aktuell sieht die Gesellschaft hier perspektivisch einen Chancenüberhang, wobei Risiken immer zu beachten sind. Schwankungen der Abfall- und Biomassepreise Wir beobachten und bewerten mögliche Chancen und Risiken, die sich aus schwankenden Abfallpreisen ergeben sowohl für den deutschen als auch für die relevanten angrenzenden Märkte. Zudem verfolgen wir europaweit die Entwicklung der Biomassepreise. Auf diese Weise identifizieren wir mögliche Risiken frühzeitig und mildern sie durch geeignete Maßnahmen ab. Die Gesellschaft sieht ein ausgeglichenes Chancen/Risikoprofil bei den Abfall- und Altholzpreisen, wobei insbesondere die CO 2 -Preisentwicklung bzw. deren Weitergabemöglichkeit ein Risiko darstellen. Beschaffung Abfallmengen und Biomasse Im Zusammenhang mit der Verwertung von Gewerbeabfall und Biomasse kann unser Adjusted EBIT sowohl durch die verfügbaren Mengen als auch durch deren Qualität beeinflusst werden. Beide Aspekte werden von der konjunkturellen Lage, gesetzlichen Vorgaben, Anlagenkapazitäten im Wettbewerb und Witterungsereignissen beeinflusst. Die Mengenrisiken für unsere Anlagen minimieren wir durch ein professionelles Stoffstrommanagement; zudem verfolgen wir eine Ersatzbeschaffungsstrategie. Die weitere konjunkturelle Entwicklung und mögliche Produktions- und Absatzrückgänge in Industrie und Gewerbe können negative Auswirkungen auf Abfallpreise und -beschaffungsmengen haben. Die Produktionsmengen unserer Erzeugungsanlagen können aufgrund veränderter Verfügbarkeit oder preislicher oder regulatorischer Faktoren schwanken. Kurzfristig wird das Risiko fehlender Mengen als eher gering eingeschätzt. Mittel- und langfristig kann durch neue Technologien oder Gesetzesvorgaben das Risiko ansteigen. Operative Risiken und Chancen Bei Abfallverwertungs- und Biomasseanlagen verfügen wir über umfassende Erfahrung in der Errichtung und im Betrieb. Ausbaupotenziale sehen wir insbesondere bei der Rückgewinnung von Ressourcen in der thermischen Klärschlammbehandlung. Daneben sehen wir Chancen in der Umgestaltung der Energieversorgung hin zu einer "grünen Energie". Unsicherheiten aus dem Anlagenbetrieb Wesentliche operative Unsicherheiten für das Unternehmen entstehen generell durch den Betrieb von Anlagen zur thermischen Abfallverwertung und Energieerzeugung. Denn ungeplante Anlagenstillstände könnten nicht nur zu Produktionsausfällen führen; es können auch weitere finanzielle Aufwendungen nötig werden, zum Beispiel für die Reparatur von Anlagen, für Ersatzlieferungen an unsere Kunden oder für Vertragsstrafen. Daher setzen wir alles daran, die Folgerisiken möglicher Anlagenausfälle zu minimieren, indem wir regelmäßig Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen durchführen. Dies tun wir auch, um unserem Anspruch als Versorger gerecht zu werden und um Risiken für unsere Reputation zu vermeiden. Dennoch können wir Ausfälle nicht gänzlich ausschließen. Um diesen grundsätzlich entgegenzuwirken, optimieren wir die geplanten Revisionszeiten im Rahmen unserer Instandhaltungsstrategie. So arbeiten wir darauf hin, die Anlagen über die anvisierten Benutzungsstunden hinaus auszulasten oder den Wirkungsgrad zu steigern. Dies dient auch dazu, Chancen zu realisieren, die durch höhere Erzeugungsmengen entstehen können. Wir haben Versicherungen abgeschlossen, um die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden zu begrenzen. Unter Risiko- und Umweltschutzgesichtspunkten bewerten wir auch nötigen Anlagenersatz auf Brachflächen unserer ehemaligen Anlagen. Bedingt durch die vorgenannten Vorsorgemaßnahmen, wird das Risiko eines längerfristigen Anlagenausfalls als gering erachtet. Des Weiteren können mögliche Lieferengpässe und -verzögerungen vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen Preisrisiken bei Rohstoffen, Materialien oder Zulieferprodukten verursachen. Hierbei sind insbesondere Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für den Kraftwerksbetrieb ein kurzfristig erhöhtes und mittelfristig niedriges Risiko. In diesem Zusammenhang ist seit dem vorletzten Geschäftsjahr auch als neues Risiko die Personalverfügbarkeit der Lieferanten hinzugekommen. Für die Lieferanten und deren Sublieferanten wird es zunehmend schwieriger, Personal in der benötigten Menge und mit der benötigten Qualifikation zu akquirieren. Hierdurch steigt auch das Risiko, dass Arbeiten nicht mit der benötigten Qualifikation und mit zeitlichen Verzögerungen durch die Dienstleister erbracht werden. Trotz aktuell leicht gesunkener Preise ist bei einzelnen Betriebsmitteln das Verfügbarkeitsrisiko weiter präsent. Die MVV Umwelt Asset GmbH arbeitet aus in diesem Bereich eng mit dem Einkauf der MVV Energie AG zusammen. Weitere Lieferanten wurden und werden einbezogen. Zudem finden permanent Abstimmungen mit den Lieferanten statt. Lagermöglichkeiten werden eruiert. Auf dieser Grundlage wird von einem geringen Risiko für mehr als kurzzeitige Einschränkungen ausgegangen. Entwicklungen im Personalbereich Unsere qualifizierten und engagierten Mitarbeiter sind die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg. Wir haben eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, um die für uns richtigen Mitarbeiter zu gewinnen und sie langfristig an uns zu binden. Risiken können jedoch auch im Personalbereich eintreten: Der demografische Wandel kann auch bei der MVV Umwelt Asset GmbH zu Kapazitäts- und Alterungsrisken führen, je nach Standort in unterschiedlichem Ausmaß. Um Schlüsselpositionen auch künftig intern neu besetzen zu können, qualifizieren wir unsere Mitarbeiter gezielt weiter. Da dieses Risiko aktuell noch als gering aber zunehmend steigend angesehen wird, erarbeitet die Gesellschaft gemeinsam mit dem MVV Konzern neue Strategien zur Mitarbeitergewinnung und -qualifizierung. IT-Risiken Die Digitalisierung bietet besondere Chancen, wird aber von zunehmenden Risiken, insbesondere aus der IT-Sicherheit, begleitet. Eine sichere Speicherung von Daten und eine unterbrechungsfrei funktionierende Informationstechnologie sind für nahezu alle unsere Geschäftsprozesse unabdingbar. Wir legen daher großen Wert darauf, unsere IT-Infrastruktur und IT-Systeme systematisch vor möglichen Angriffen Dritter zu schützen. Unsere IT-Risiken reduzieren wir durch umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen und - soweit verfügbar - auch durch Versicherungslösungen. Wir verwenden Sicherheitssysteme und vergeben Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen restriktiv. Unsere wesentlichen Hardwarekomponenten sind grundsätzlich redundant ausgelegt. Daten spiegeln wir regelmäßig zwischen den produktiven und den räumlich getrennten Backup-Systemen, zudem verfügen wir über ein Ausweichrechenzentrum. Aufgrund der steigenden IT-Bedrohungen durch Erpressungs- und Schadsoftware sowie der verschärften Cyber-IT-Bedrohungslage für die kritische Infrastruktur entwickeln wir kontinuierlich zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung unserer IT-Sicherheit. Gemeinsam mit externen Beratern prüfen und verbessern wir unsere Cyber-IT-Sicherheit. Da die Anlagen der MVV Umwelt Asset GmbH zur kritischen Infrastruktur gerechnet werden, wird aktuell in vielen Bereichen die Sicherheit der Anlagen auch im digitalen Bereich verbessert. Bis die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt sind wird ein etwas höheres Risiko gesehen, dass nach Umsetzung wieder rückläufig sein sollte. Regulatorisches Umfeld Unsicherheiten aus Regulierung bestehen weiter, Chancen aus innovativen Produkten und nachhaltiger Energieerzeugung Für Unternehmen der Energiebranche besteht das Risiko und die Chance, dass Gesetzgeber und Behörden die regulatorischen Rahmenbedingungen verändern. Zukünftig haben energie- oder klimapolitische Entscheidungen wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung: Beispiele sind Regelungen zum Ausbau erneuerbarer Energien und die Anforderungen zur Erreichung nationaler Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele. Als Folge der geopolitischen Krisen ergeben sich verstärkte Bemühungen, die Strom- und Wärmeerzeugung und -verteilung schnell auf nachhaltiges Wirtschaften umzustellen. Aus der Gesetzgebung zum Kohleausstieg ergeben sich für MVV sowohl Risiken als auch Chancen. Risiken bestehen in möglichen gesetzlichen Einschränkungen oder Eingriffen in unseren geplanten Anlagenbetrieb zur Erzeugung von Fernwärme und Strom. Es besteht zudem Unsicherheit bei der Wirtschaftlichkeit kurzfristiger Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen. In den gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wechsel zu nachhaltiger Energieerzeugung sehen wir Herausforderungen, aber auch strategische Potenziale. Diese gehen wir aktiv und konsequent mit innovativen Produkten an - zum Beispiel mit Maßnahmen zum Aufbau grüner Wärmeversorgungsstrukturen und neuen Elementen einer Kreislaufwirtschaft im Rahmen des Mannheimer Modells. Chancen nutzen Neben den genannten Risiken gibt es auch Chancen, die MVV Umwelt Asset GmbH ständig bestrebt ist, für sich zu erschließen. Aus diesem Grund wurde bereits für die Zeit nach der Umsetzung der Fernwärme-Projekte aktiv nach weiteren Absatzpotentialen für Wärme gesucht. Neben zusätzlichen Erlösen soll damit auch eine stärkere Entkopplung vom Strommarkt erfolgen. Zudem ergeben sich auf der Stoffstromseite durch marktseitige und regulatorische Veränderungen z.B. bei der Verwertung von kommunalen Klärschlämmen neue Geschäftschancen. Die Gesellschaft beschäftigt sich permanent mit zahlreichen Themen rund um die Bereiche Abfall, Energie sowie Optimierung des Betriebsmitteleinsatzes und des Reststoffanfalls. Es gibt aus heutiger Sicht keine Hinweise darauf, dass die Gesamtheit aller aufgeführten Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Die aufgeführten Chancen werden aus heutiger Sicht dazu beitragen, den Geschäftsverlauf des Unternehmens zu stabilisieren und positiv zu beeinflussen. Bilanz zum 30.9.2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2023 bis zum 30.9.2024
AnhangAllgemeine Grundlagen Die MVV Umwelt Asset GmbH hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 712335). Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die zur übersichtlicheren Darstellung zusammengefasst wurden, werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. Euro) ausgewiesen. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Zudem können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen und zum ertragsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG, Mannheim. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der MVV Umwelt GmbH, Mannheim. MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in der MVV Energie Gruppe für den Bereich Versorgung. Es besteht ein Vertrag mit der MVV Energie AG. Im Geschäftsjahr wurden Wärmeversorgungsprojekte an eine Gesellschaft im Konzernverbund übertragen. Insofern sind die Vorjahresvergleichszahlen nicht uneingeschränkt vergleichbar. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden zu ihrem Nennwert erfasst. Investitionsförderungen werden separat im Anlagespiegel ausgewiesen. Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
1 soweit Abschreibungen vorgenommen werden müssen Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst (ausgenommen sind Zähler). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 Euro bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (gem. § 6 Abs. 2 EStG). Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der monetären Fremdwährungsbestände erfolgt zum Devisenkassakurs am Stichtag. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87 % angesetzt (Vorjahr 1,81%). Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50 % p.a. (Vorjahr 2,50 % p.a.) und Rententrends mit 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.) berücksichtigt. Bei den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Soweit Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Die Gesellschaft ist gemäß § 7 Abs. 1 TEHG verpflichtet, bis zum 30. April des jeweiligen Folgejahres eine Anzahl von Emissionsberechtigungen abzugeben, die den durch sie verursachten Emissionen entspricht. Emissionsberechtigungen, die die Gesellschaft unentgeltlich durch staatliche Zuteilung erhält, werden mit dem Erinnerungswert angesetzt. Da die unentgeltlich erhaltenen Emissionsberechtigungen über dem Bedarf liegen, besteht keine Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung für den Erwerb weiterer Zertifikate. Der Börsenwert der zum Bilanzstichtag noch verfügbaren Emissionszertifikate beträgt 653 Tsd. Euro (Vorjahr 814Tsd. Euro). Erläuterungen zur Bilanz 1 Immaterielle Vermögensgegenstände Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 14). 2 Sachanlagen Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 14). Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen. Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich auf 0 Tsd. Euro (Vorjahr 30 Tsd. Euro). Im aktuellen Geschäftsjahr wurden Zinsen für Fremdkapital in Höhe von 1.177 Tsd. Euro (Vorjahr 1.247 Tsd. Euro) im Sachanlagevermögen aktiviert. 3 Vorräte
Die Erhöhung des Bestandes an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen resultiert aus Ersatzteilen für neue, zusätzliche Sachanlagen sowie für bevorstehende Revisionen und Inspektionen. 4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 222 Tsd. Euro (Vorjahr 3 Tsd. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16.556 Tsd. Euro (Vorjahr 10.037 Tsd. Euro) und eine Forderung aus Cash-Pool in Höhe von 9.333 Tsd. Euro (Vorjahr 43.799 Tsd. Euro). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungsabgrenzungen in Höhe von 14.910 Tsd. Euro (Vorjahr 12.785 Tsd. Euro) aus Energielieferungen enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 966 Tsd. Euro (Vorjahr 639 Tsd. Euro) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Gutschriften und Vorsteuererstattungen. 5 Flüssige Mittel Die Flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 6 Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus vorausgezahlten Versicherungsprämien in Höhe von 22 Tsd. Euro (Vorjahr 7.383 Tsd. Euro). 7 Gewinnrücklagen
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 19.900 Tsd. Euro wurde mit Beschluss vom 29.10.2024 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. In Summe betragen die Gewinnrücklagen zum 30.09.2024.109.980 Tsd. Euro. 8 Empfangene Ertragszuschüsse Der Posten empfangene Ertragszuschüsse resultiert aus einem Zuschuss für Dampfanschluss. Die Auflösung des Ertragszuschusses beträgt im Berichtsjahr 1 Tsd. Euro. 9 Rückstellungen
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 46 Tsd. Euro. Dieser Unterschiedsbetrag betrifft den Personalaufwand und ist für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den erstmalig gebildeten Rückstellungen für CO 2 Abgaben in Höhe von 16.653 Tsd. Euro und Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von 4.657 Tsd. Euro (Vorjahr 4.231 Tsd. Euro) Zur Sicherung von Guthaben aus Arbeitszeitkonten hat die MVV Umwelt Asset GmbH die erforderlichen Mittel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treuhänderisch angelegt. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 100 Tsd. Euro. Der beizulegende Zeitwert des Fondsguthabens und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 208 Tsd. Euro. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wird das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fondsguthaben mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verrechnet, ebenso werden die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die verrechneten Erträge betragen 13 Tsd. Euro. 10 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 138.859 Tsd. Euro (Vorjahr 208.735 Tsd. Euro) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.616 Tsd. Euro (Vorjahr 11.271 Tsd. Euro). 11 Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus einem Zuschuss für den Bau eines Dükers eines fremden Dritten. Haftungsverhältnisse/ Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Außerbilanzielle Geschäfte Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 117.207 Tsd. Euro, davon entfallen 29.529 Tsd. Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird im Arbeits- bzw. Dienstvertrag eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung erteilt. Dabei handelt es sich um eine beitragsorientierte Leistungszusage im Wege der kongruenten rückgedeckten Direktzusage. Dem Begünstigten wird zugesagt, dass ein festgelegter Versorgungsbeitrag vom Arbeitgeber in eine Rückdeckungsversicherung gezahlt wird. Zusätzlich können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch freiwillige Entgeltumwandlung eine Zusage auf diese betriebliche Altersversorgung erhalten. In beiden Fällen entspricht die Leistung im Versorgungsfall der Versicherungsleistung. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 526 Tsd. Euro. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt 526 Tsd. Euro. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 wird die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Lebensversicherung mit der zu Grunde liegenden Verpflichtung gegenüber dem jeweiligen Begünstigten verrechnet. Es bestehen mittelbare Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft gegenüber ehemaligen Mitarbeitern*innen bei der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg. Eine eindeutige Zuordnung des Deckungskapitals zur arbeitsrechtlichen Verpflichtung ist aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung nicht möglich. Die Beiträge zur Zusatzversorgungskasse bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern*innen und Arbeitgebern getragen. Falls MVV die Mitgliedschaft bei den ZVK kündigen sollte, wird die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 12 Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer
13 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 38 Tsd. Euro (Vorjahr 2.080 Tsd. Euro) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende außergewöhnliche Erträge enthalten:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 25 Tsd. Euro (Vorjahr 25 Tsd. Euro) enthalten. 14 Materialaufwand
Der Anstieg des Materialaufwands resultiert im Wesentlichen aus Mehrkosten für Umsteuerung und Co 2 Abgaben. 15 Personalaufwand
Der Anstieg des Personalaufwandes ist im Wesentlichen durch tarifliche Steigerungen bedingt.
1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände) 16 Abschreibungen
Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 821 Tsd. Euro (Vorjahr 1.211 Tsd. Euro). 17 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem enthalten: Geschäftsbesorgungen in Höhe von 9.451 Tsd. Euro (Vorjahr 8.804 Tsd. Euro) Versicherungsbeiträge in Höhe von 2.506 Tsd. Euro (Vorjahr 2.707 Tsd. Euro), IT-Dienstleistungen in Höhe von 1.236 Tsd. € (Vorjahr 1.178 Tsd.). Euro und Personalgestellung in Höhe von 1.477 Tsd. Euro (Vorjahr 1.613 Tsd. Euro). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 15 Tsd. Euro (Vorjahr 33 Tsd. Euro) enthalten. 18 Finanzergebnis
Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 91 Tsd. Euro (Vorjahr 48 Tsd. Euro). Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 124 Tsd. Euro (Vorjahr 112 Tsd. Euro). 19 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
20 Sonstige Steuern
Die Sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen Stromsteuer für in Höhe von 3.744 Tsd. Euro (Vorjahr 4.107 Tsd. Euro) sowie Erdgassteuer in Höhe 393 Tsd. Euro (Vorjahr 111 Tsd. Euro). Sonstige Angaben und Anlagen Angaben § 6b EnWG Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt: Mit verbundenen Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB bestanden im Geschäftsjahr 2024 wesentliche Verträge zur kaufmännischen und technischen Betriebsführung, Bauleistungen und Verträge zum Abfallgeschäft. Darüber hinaus bestehen konzerninterne Darlehens- und Cashpool-Beziehungen, die zu marktüblichen Zinssätzen verzinst werden. Die wesentlichen Vertragspartner waren hierbei die MVV Energie AG, die MVV Umwelt GmbH sowie deren Tochter MVV Umwelt Ressourcen GmbH.
Derivative Finanzinstrumente Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus Bewertungseinheiten. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Bewertungseinheiten gebildet. Konzernbeziehungen Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen, stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im Unternehmensregister veröffentlicht. Geschäftsführung Dr. Johannes Günther, Geschäftsführer Bereich Technik Marcus Bracht, Geschäftsführer Bereich Stoffstrommanagement Vergütung von Geschäftsführung Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird § 286 Abs. 4 HGB angewandt. Honorare des Abschlussprüfers Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Mannheim, 03. Dezember 2024 MVV Umwelt Asset GmbH Geschäftsführung Dr. J. Günther M. Bracht Anlagenspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVV Umwelt Asset GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Mannheim, den 3. Dezember 2024 KPMG
AG
Janz, Wirtschaftsprüfer Wiegand, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 30. September 2024 wurde am 26. Februar 2025 festgestellt. |
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