Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 251924
Vorher
Infotech Enterprises GmbH
Eingetragen
26.6.1991
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Erbringen von Ingenieurs-Dienstleistungen für Produktentwicklung, geographischer Informations-Systeme und Datenverarbeitung, Software-Erstellung, Projektmanagement in den genannten Bereichen, Konzeption, Entwicklung und Management von IT-Netzwerken sowie Aufbau und Management internationaler Ingenieur-Teams für die genannten Bereiche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Navroze Palekar
seit 15.9.2025
Prokura
Sudheendhra Putty
seit 15.9.2025
Prokura
Beatrice Sonja Lippus
seit 22.5.2025
Geschäftsführer
John Renard
seit 26.5.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Cyient LtdIND
95.73%
eingezogener Geschäftsanteil
4.27%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Cyient Ltd
India
574.400 €
eingezogener Geschäftsanteil
25.600 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cyient GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 653.287,98 865.540,66
II. Finanzanlagen
233.328,11 233.328,11
750.000,00 0,00
983.328,11 233.328,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.569.938,62 548.911,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.333.454,78 19.846.907,67
III. Flüssige Mittel 2.100.464,07 1.500.302,59
23.003.857,47 21.896.121,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.729,39 90.238,66
D. Aktive latente Steuern 21.449,78 8.293,25
24.754.652,73 23.093.522,14

Passiva

Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Kapitalrücklage 4.709,25 4.709,25
III. Gewinnvortrag 17.179.057,92 16.769.497,78
IV. Jahresüberschuss 1.851.758,43 409.560,14
19.635.525,60 17.783.767,17
B. Rückstellungen 1.659.043,42 1.405.292,20
C. Verbindlichkeiten 3.460.083,71 3.904.462,77
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 2.239.785,54 (i.V. EUR 644.292,34)
24.754.652,73 23.093.522,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April bis zum 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR
1. Rohergebnis 10.575.437,83 10.738.145,43
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.507.785,00 6.724.323,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.158.647,80 1.205.338,74
7.666.432,80 7.929.662,16
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 291.969,49 306.497,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.407.302,69 1.675.087,42
209.732,85 826.898,72
5. Erträge aus Beteiligungen 1.700.000,00 0,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.087,03 43.214,31
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 62.686,37 52.465,73
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.375,08 408.087,16
1.642.025,58 -417.338,58
9. Ergebnis nach Steueren = Jahresüberschuss 1.851.758,43 409.560,14

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die im Jahresabschluss der Cyient GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart, HRB 251924), angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden basieren freiwillig auf den Vorschriften des Handelsgesetzbuches HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Darstellungs-, Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses entsprechen denen des Vorjahres.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde weitestgehend Gebrauch gemacht.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie eine begrenzte Nutzungsdauer haben, um kumulierte Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zu jedem Bilanzstichtag überprüft die Geschäftsführung, ob Hinweise auf einen Wertminderungsbedarf bestehen. Liegen Hinweise vor, wird der niedrigere beizulegende Wert geschätzt. Als niedrigerer beizulegender Wert einer Finanzanlage ist vom dem wertmäßig höheren erzielbaren Nettoveräußerungspreis oder dem Nutzungswert auszugehen. Bei der Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts und aus seinem Abgang erwartet werden, unter Verwendung eines markt- und risikogerechten Abzinsungssatzes auf ihren gegenwärtigen Nutzungswert abgezinst. Wenn eine gebildete Wertminderung zukünftig nicht mehr notwendig ist, wird die Wertaufholung erfolgswirksam gebucht.

Liegt der Buchwert einer Finanzanlage oberhalb des niedrigeren beizulegenden Werts, erfolgt eine erfolgswirksame Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wenn der Wertminderungsaufwand in den folgenden Geschäftsjahren nicht mehr besteht, wird er bis zu dem dann beizulegenden Wert, maximal die ursprünglichen Anschaffungskosten, rückgängig gemacht.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten auf Basis der jeweiligen Einzelkosten aus dem Kostenrechnungssystem. Diese basieren auf den kalkulatorischen Stundensätzen der Projektmitarbeiter und den Kosten für Material, Materialgemeinkosten, Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Verwaltungskostenanteilen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei der Bewertung werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insoweit werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung im Abschluss berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden die Währungen mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet. Bei Kursschwankungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden entweder zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips für Vermögensgegenstände und des Höchstwertprinzips für Schulden.

Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen, die in Fremdwährung erworben wurden, werden zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Die Abschreibung solcher Vermögensgegenstände wird in der Fremdwährung berechnet und mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die endgültige Abschreibung des Vermögenswerts ist dann auf die verbleibenden fortgeführten Anschaffungskosten in Euro begrenzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Der gesondert dargestellte Anlagenspiegel ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Zum 31. März 2024 hat die Gesellschaft einen Betrag von EUR 233.328 (EUR 233.328 zum 31. März 2023) als Investition in die hundertprozentige Tochtergesellschaft Cyient AB (IEGS), Schweden.

Zum 31. März 2024 weist die Gesellschaft einen Betrag von EUR 750.000 unter Beteiligungen aus für ein Investment in Höhe von EUR 0,75 Mio. in das Joint Venture "Imec X-pand - II.

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft die Geschäftsleitung die Buchwerte ihrer Finanzanlagen, um festzustellen, ob es Anzeichen für eine Wertminderung gibt. Liegen solche Anzeichen vor, wird der niedrigere beizulegende Wert der Finanzanlage geschätzt, um die Wertminderung zu bestimmen. Im laufenden Jahr gibt es keine Hinweise auf eine erforderliche Wertminderung.

2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum 31. März 2024 hat die Gesellschaft Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 14.907.568.04 (EUR 13.608.957 zum 31. März 2023). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zu EUR 1.199.828 Forderungen gegen Gesellschafter.

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Im Geschäftsjahr wurden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der Führung von Kontokorrentkonten gemäß § 355 HGB gesellschaftsweise verrechnet.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten am Ende des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 2.100.464 (Vorjahr EUR 1.500.303).

4. Latente Steuern

Gemäß § 285 Nr. 30 HGB beträgt der Saldo der aktiven latenten Steuern EUR 21.450 (Vorjahr EUR 8.293) und die Veränderung der aktiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr EUR 13.157.

5. Eigenkapital

Nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB besteht eine Ausschüttungsbeschränkung für Gewinne bis zur Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von NULL (Vorjahr: NULL).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 359.296,83 (Vorjahr: EUR 390.044,29).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 382.816 (Vorjahr: EUR 34.430).

3. Finanzergebnis

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen EUR 2.100 auf Zinserträge aus verbundenen Unternehmen (Vorjahr: EUR 36.543).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist ein Betrag in Höhe von EUR 2.398 (Vorjahr EUR 24.380) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung aktiver latenter Steuern in Höhe von EUR 13.156,5 (Vorjahr EUR 1.051).

C. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft alleiniger Gesellschafter der Cyient Gothenburg AB (IEGS), Schweden. Der Jahresabschluss der IEGS für das am 31. März 2024 endende Geschäftsjahr weist ein Eigenkapital in Höhe von EUR 295.506 aus. Die IEGS erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Gewinn von EUR 7.515.

2. Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:

2023/2024 Anzahl 2022/2023 Anzahl
Angestellte 67 67
67 67

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich auf Miet- und Leasingverträge in Höhe von EUR 1.132.176. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
EUR EUR EUR EUR
Mieten 192.732 939.444 - 1.132.176
Leasing - - - -
Gesamt 192.732 939.444 - 1.132.176

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

John Renard (Kaufmann), London, UK

Prabhakar Atla (Kaufmann), Hyderabad, Indien

5. Muttergesellschaft

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft Cyient Ltd., Hyderabad, Indien, einbezogen. Der Konzernabschluss kann am Sitz der Muttergesellschaft angefordert werden. Die Cyient Ltd. erstellt einen Konzernabschluss für die kleinste als auch die größte Gruppe von Unternehmen. Die Konzernabschlüsse der Cyient-Gruppe sind auf der Website des Unternehmens (https://www.cyient.com/) verfügbar.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft hat interne und externe Informationsquellen bis zur Erstellung dieses Jahresabschlusses berücksichtigt, um die möglichen Auswirkungen der Inflationskrise und des Ukraine-Krieges auf die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, des Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte zu evaluieren. Die Gesellschaft ist hierbei nach dem Vorsichtsprinzip vorgegangen. Die Gesellschaft hat keinen Wertänderungsbedarf identifiziert.

D. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn in Höhe von EUR 1.851.758,43 vorzutragen.

 

Reading, 31. März 2025

John Renard, Geschäftsführer

Atla Prabhakar, Geschäftsführer

Angbabe gemäß § 328 HGB:

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 der Cyient GmbH; Suttgart wurde von der Gesellschafterversammlung am 31. März 2025 festgestellt

Entwicklung des Anlagevermögens Cyient GmbH, Stuttgart im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 412.669,18 0,00 0,00 412.669,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.936.838,20 80.518,38 802,06 2.016.554,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 242.019,07 0,00 0,00 242.019,07
2. Beteiligungen 0,00 750.000,00 0,00 750.000,00
242.019,07 750.000,00 0,00 992.019,07
2.591.526,45 830.518,38 802,06 3.421.242,77
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 412.669,18 0,00 0,00 412.669,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.071.297,54 291.969,00 0,00 1.363.266,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.690,96 0,00 0,00 8.690,96
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.690,96 0,00 0,00 8.690,96
1.492.657,68 291.969,00 0,00 1.784.626,68
Buchwerte
Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 653.287,98 865.540,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 233.328,11 233.328,11
2. Beteiligungen 750.000,00 0,00
983.328,11 233.328,11
1.636.616,09 1.098.868,77

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

A. Geschäftsverlauf

1. Unternehmensinformationen

Die Cyient GmbH ("Gesellschaft", "Unternehmen") erbringt Ingenieurdienstleistungen sowie digitale, Big- Data- und Analysefunktionen für Unternehmen aus den Bereichen Bahn, Luft- und Raumfahrt, Automobil und Fertigung in Deutschland und den Nachbarländern Österreich, Frankreich, Dänemark und in Schweden. Dank des großen Pools an Ingenieurs-, GIS- und IT-Ressourcen bietet das Unternehmen Dienstleistungen und Lösungen für eine breite Palette von Kunden mit Offshore-Kostenvorteilen und Projektmanagement vor Ort.

Die Muttergesellschaft des Unternehmens ist die Cyient Limited mit Sitz in Indien und ihre Aktien sind an der BSE Limited und der National Stock Exchange of India Limited, Indien, notiert. Die Cyient-Gruppe (Muttergesellschaft und ihre Tochtergesellschaften) ist auf die Erbringung von Halbleiterlösungen und elektrotechnische Lösungen in den Bereichen Medizin, Industrie, Automobil, Telekommunikation, Verteidigung und Luft- und Raumfahrt spezialisiert, einschließlich der Entwicklung, Herstellung, Bearbeitung und Prüfung von Komponenten für die Luft- und Raumfahrt, die Automobil- und die Verteidigungsindustrie. Das Dienstleistungsangebot der Cyient-Gruppe umfasst auch die Digitalisierung von Zeichnungen und Karten, Photogrammmetrie, computergestütztes Design/Engineering (CAD/CAE), Halbleiterdesign und -prüfung, Design und Modellierung, Entwicklung von Reparaturverfahren, Reverse-Engineering- Anwendungssoftwareentwicklung, Entwicklung von Softwareprodukten, Beratung, Analytik und Implementierung.

Die Cyient-Gruppe ist hauptsächlich in zwei Segmenten tätig: Services und Design Led Manufacturing ("DLM"). Das Segment "Services" umfasst die Dienstleistungs- und Lösungsangebote des Unternehmens in den Geschäftsbereichen Luft- und Raumfahrt & Verteidigung, Transport, Halbleiter, Medizin & Gesundheit, Kommunikation, Energie & Versorgung und Portfolio. Das Segment "DLM" bietet elektrotechnische Lösungen in den Bereichen Medizin, Industrie, Automobil, Telekommunikation, Verteidigung und Luft- und Raumfahrt, einschließlich der Herstellung und Bearbeitung von Komponenten für die Luft- und Raumfahrt, die Automobil- und die Verteidigungsindustrie.

Die primären Ressourcen des Unternehmens für die Erbringung eigener Dienstleistungen sind die Mitarbeiter und freien Mitarbeiter/Subunternehmer des Unternehmens.

2. Makroökonomisches Umfeld

Die Weltwirtschaft wurde im Jahr 2024 weitgehend von der politischen Weltlage dominiert. Die Inflationsrate in Deutschland ging im vergangenen Jahr zurück und lag bei 2,2 %, während sie im Jahr zuvor 7,4 % betragen hatte.

Den Prognosen zufolge werden die Energiepreise im Jahr 2025 von den hohen Niveaus des Jahres 2024 weiter sinken und damit die Gesamtinflation verringern. Wenn sich die Großhandelspreise für Energie im Jahr 2026 stabilisiert haben werden und CO 2 -Anpassungen erfolgt sein werden, werden die Energiepreise die Inflation nicht weiter nach unten treiben. Die Inflation im Dienstleistungsbereich, dem größten Inflationsfaktor, dürfte sich im Prognosezeitraum aufgrund des anhaltenden Lohnwachstums nur geringfügig abschwächen. Für das Jahr 2025 wird die Inflation auf 2,1 % prognostiziert und für das Jahr 2026 auf 1,9 %.

Laut Projektionen sinkt das öffentliche Defizit von 2,6 % des BIP in 2023 auf 2,2 % im Jahr 2024. Dieser Rückgang stützt sich auf das Auslaufen der im Jahr 2022 eingeführten Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen der hohen Energiepreise, insbesondere durch die Gas- und Strompreisbremsen, die im Jahr 2023 schätzungsweise 1 % des BIP betrug. Gleichzeitig werden mehr Ausgaben aus dem Sondervermögen für den Verteidigungsfonds erwartet.

Für das Jahr 2025 wird ein weiterer Rückgang des öffentlichen Defizits auf 2,0 % des BIP prognostiziert. Stabile Beschäftigung und steigende Löhne sowie die schrittweise Abschaffung der steuerfreien Energiepreispauschale, die die Haushalte für die hohe Inflation der letzten Jahre entschädigen sollte, werden die Einnahmen aus der Einkommensteuer und den Sozialbeiträgen stützen. Die geplanten Erhöhungen der Sozialbeiträge für die Gesundheitsversorgung und die Langzeitpflege werden ebenfalls eine Rolle spielen. Es wird erwartet, dass diese Einnahmenerhöhungen zu einem großen Teil durch einen kontinuierlichen Anstieg der Ausgaben, einschließlich der Sozial- und Verteidigungsausgaben, kompensiert werden. Für das Jahr 2026 wird ein Rückgang des öffentlichen Defizits auf 1,8 % des BIP prognostiziert. Insgesamt dürfte der finanzpolitische Kurs in den Jahren 2025 und 2026 weitgehend neutral werden, nachdem er im Jahr 2024 noch kontraktiv war.

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2024 vor einem schwierigen Umfeld. Zwar gibt es einige positive Anzeichen, wie eine nachlassende Inflation und robuste Konsumausgaben, jedoch bleiben die Risiken eines stärkeren Wirtschaftsabschwungs bestehen.

3. Entwicklung der Ertragslage

Die Umsatzerlöse resultierten aus der Erbringung von Ingenieurdienstleistungen sowie Digital-, Big-Data- und Analysekapazitäten für Bahn-, Luft- und Raumfahrt-, Automobil- und Fertigungsunternehmen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Dänemark und Schweden. Das Unternehmen dehnte seine Aktivitäten auf andere Dienstleistungsbereiche wie Geospatial und IT-Lösungen aus.

Die Umsatzerlöse sanken von EUR 20,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 17,3 Mio..

Im Vergleich zu den geplanten Einnahmen entsprach der Umsatz unseren Erwartungen.

Im Bereich Transport und Luft- und Raumfahrt verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 21 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 3,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,4 Mio.).

Im Halbleitersegment verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 31 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: EUR 8,7 Mio.).

Im Bereich Sustainability verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 27 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.).

Im Bereich Healthcare und Life Science verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 3 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.).

Im Bereich Automotive & Mobility verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 336 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.).

Das Geschäft in Deutschland sank von EUR 20,0 Mio. auf 17,3 Mio.

Der Umsatz wurde hauptsächlich in den Bereichen Halbleiter (35 %), Transport & Luft- und Raumfahrt (19 %) und Sustainability (8 %), Gesundheitswesen und Life Science (25 %) sowie Automotive & Mobility (10 %) erzielt. Auf die übrigen Segmente entfallen 3 % des Umsatzes.

Die Aufwendungen setzen sich zusammen aus Fremdleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 8,8 Mio. (45 %), Personalaufwendungen in Höhe von EUR 7,6 Mio. (40 %), sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Abschreibungen, Zinsen und ähnlichen Aufwendungen und Steuern.

4. Geschäftsergebnis

Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr von EUR 0,4 auf EUR 1.9 Mio. Dies resultiert hauptsächlich aus einer Dividendenzahlung einer Tochtergesellschaft des Unternehmens Cyient AB in Höhe von EUR 1,7 Mio.

B. Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

1. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen tätigte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für neue Lösungen im Bereich der Narrow Band-IoT-Anwendungen, NFC-Lesegeräte für Zahlungsanwendungen in mobilen Geräten, integrierte Mikrochips für Laser-Entfernungsmesssysteme und neue chipbasierte Lösungen für die kontinuierliche Blutzuckermessung sowie die Entwicklung hochauflösender Sensoren für medizinische DNA- Sequenzierungsanwendungen, die von der Regierung unterstützt werden und für die eine Forschungszulage des Landes Baden-Württemberg gewährt wurde.

2. Vermögenslage

Mit einer Eigenkapitalquote von 79 % (Vorjahr: 77 %) steht das Unternehmen auf einem gesunden und soliden finanziellen Fundament. Der Anstieg der Eigenkapitalquote ist vor allem auf den höheren Jahresüberschuss zurückzuführen.

Das Vermögen der Gesellschaft setzt sich hauptsächlich aus kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und flüssigen Mitteln zusammen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch das Umlaufvermögen gedeckt.

Der Rückgang der Sachanlagen beträgt EUR 0,2 Mio., davon erfolgswirksame Abschreibungen von EUR 0,3 Mio und EUR 0,1 Mio. Zugänge während des Jahres.

Der Rückgang der Bankverbindlichkeiten resultiert aus einem konzerninternen Darlehen der Cyient Europe Limited, UK.

3. Finanzlage

Die flüssigen Mittel erhöhten sich im Berichtsjahr von EUR 1,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 2,1 Mio., was vor allem auf Zahlungseingänge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und konzerninterne Darlehen zurückzuführen ist.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Kontokorrentkreditlinien genutzt zur Optimierung der Konzernfinanzierung.

4. Kapitalstruktur

Zum 31. März 2024 verfügt die Gesellschaft über ein gezeichnetes und ausgegebenes Kapital von EUR 0,6 Mio., das vollständig von der Muttergesellschaft Cyient Limited, Indien, gehalten wird.

5. Beteiligungen

Die Gesellschaft hat eine Beteiligung in Höhe von EUR 0,2 Mio. an einer Tochtergesellschaft "Cyient AB, Schweden".

Während des Geschäftsjahres investierte die Gesellschaft in Höhe von EUR 0,75 Mio. in das Joint Venture "Imec X-pand - II. Auf der Grundlage der Managementprognose sind für das Geschäftsjahr 2025 weitere Investitionen geplant.

7. Personalbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter bleibt konstant bei durchschnittlich 67.

8. Risikomanagementziele und -methoden

Durch die systematische Erfassung und Steuerung von Risiken versucht das Unternehmen, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken zu verringern und damit unvermeidbare Verluste so gering wie möglich zu halten. Neben den Markt- und Konjunkturrisiken werden auch die operativen Risiken (z.B. Liquiditätsengpässe) anhand verschiedener Parameter quantifiziert. Wesentliche Indikatoren für die Beobachtung der Marktentwicklung und die Festlegung von Absatzzielen sind der Auftragseingang, Konjunkturdaten für unsere Zielmärkte, Marktstudien und Einschätzungen des Außendienstes.

9. Chancen und Risiken

Die Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung sind weiterhin positiv. Die zunehmende Internationalisierung der industriellen Prozesse wird die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im kommenden Jahr begünstigen. Cyient sucht weiterhin aktiv nach Wachstumsmöglichkeiten, entweder organisch, wie z.B. durch den Eintritt in neue Märkte wie Automotive oder Medizintechnik, oder durch Akquisitionen, um die Fachkompetenzen und das Ziel, die S3-Strategie ("Services, Systems, Solutions") voranzutreiben, zu unterstützen.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Unternehmens bestehen sowohl Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung als auch Bankguthaben in verschiedenen Währungen. Das Unternehmen steuert die damit verbundenen erheblichen Währungsrisiken im Allgemeinen durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Zum Berichtszeitpunkt bestanden keine solchen Devisentermingeschäfte. Risiken bestehen weiterhin im Hinblick auf das Eintreten möglicher weltweiter politischer, Inflations-, Energie- oder Wirtschaftskrisen. Ein zunehmender Wettbewerb mit anderen Anbietern könnte das zukünftige Geschäft der Gesellschaft beeinträchtigen.

Fachkräftemangel

Das Management sieht keinen Fachkräftemangel voraus, da bedeutende Projekte mit einem Offshore- Supportteam aus Indien und einem Team vor Ort, das die Projekte hauptsächlich überwacht, durchgeführt werden.

BREXIT-Risiko

Als Folge des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union gelten die Vorschriften für EU/EWR-Bürger und EU/EWR-Länder nicht mehr für das Vereinigte Königreich. Um nachteilige Folgen für Steuerpflichtige und Unternehmen in bereits weitgehend abgeschlossenen Sachverhalten zu verhindern, tritt am 29. März 2019 das Gesetz über steuerliche Vorschriften im Zusammenhang mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union (kurz "Steuergesetz zum Brexit") in Kraft.

Die Bedingungen des Austritts des Vereinigten Königreichs waren zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Das Steuergesetz zum Brexit deckt alle möglichen Szenarien ab. In jedem Fall gilt das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich weiter. Dieses Abkommen stellt sicher, dass Einkünfte nicht doppelt besteuert werden. Auch die Steuerverwaltungen der beiden Länder können weiterhin zusammenarbeiten.

Ausblick

Im Geschäftsjahr 2024 beobachteten wir in allen Marktsegmenten geringere Möglichkeiten. Trotz der aktuell anhaltenden Inflation und der Energiekrise gehen wir für das Geschäftsjahr 2025 von einem konstanten Umsatzniveau aus. Wir halten unsere Gesamtplanung grundsätzlich für realistisch. Wir erkennen jedoch an, dass unsere oben genannten Ziele für das Geschäftsjahr 2025 mit gewissen Unsicherheiten behaftet sind.

 

Reading, 31. März 2025

John Renard, Geschäftsführer

Atla Prabhakar, Geschäftsführer

Für Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB verkürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cyient GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cyient GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cyient GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, 31. März 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Cornelius Pietrzik, Wirtschaftsprüfer

Johannes Monshausen, Wirtschaftsprüfer

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