Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 1221 KI
Vorher
L-3 Communications ELAC Nautik GmbHWärtsilä ELAC Nautik GmbH
Eingetragen
30.9.2004
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
die Fertigung und der Vertrieb von Erzeugnissen auf dem Gebiet der Elektroakustic, Elektronik, der allgemeinen Elektrotechnik und des Maschinenbaus, insbesondere auf dem Gebiet der Nautik und Meerestechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Lennartz
seit 20.4.2022
Prokura
Prokura
Ole Schneider
seit 10.12.2020
Geschäftsführer
Bernd Szukay
seit 10.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
15070000
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ELAC SONAR GmbH

Kiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024

Der Jahresabschluss zum 30.04.2024 wurde am 02.12.2024 festgestellt.

Bilanz zum 30. April 2024

Aktiva

30.04.2024 30.04.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 257.728,00 164.970,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1.753.292,75 1.753.292,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 381.465,00 375.196,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.634.780,70 2.434.717,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.681.897,75 597.830,35
8.451.436,20 5.161.036,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
8.734.728,79 5.351.571,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.874.643,62 5.846.275,24
2. Unfertige Erzeugnisse 23.911.201,20 18.743.922,09
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.232.822,16 994.735,34
4. Geleistete Anzahlungen 18.120,81 7.000,00
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -26.317.736,32 -20.895.349,65
5.719.051,47 4.696.583,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.560.271,09 5.687.496,14
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.046.270,32 6.610.167,46
(davon gegenüber Gesellschafter € 1.430.175,88; Vorjahr € 6.284.969,27)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.145.513,94 384.420,50
7.752.055,35 12.682.084,10
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.623.333,09 2.900.260,46
19.094.439,91 20.278.927,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 803.120,41 631.245,14
28.632.289,11 26.261.744,12

Passiva

30.04.2024 30.04.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.705.168,65 7.705.168,65
II. Gewinnvortrag 8.513.222,30 8.678.063,63
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
16.218.390,95 16.383.232,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 3.191.421,91
2. Sonstige Rückstellungen 7.197.852,30 5.007.783,99
7.197.852,30 8.199.205,90
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 519.397,00 378.810,22
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 879.890,03 725.272,74
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.197.913,69 340.164,02
(davon gegenüber Gesellschafter € 3.029.793,69; Vorjahr € 340.164,02)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 618.845,14 235.058,96
(davon aus Steuern € 176.283,39; Vorjahr € 235.459,59)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 70.937,00; Vorjahr € 51.397,89)
5.216.045,86 1.679.305,94
28.632.289,11 26.261.744,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024

01.05.2023-30.04.2024 01.05.2022-30.04.2023
1. Umsatzerlöse 28.564.420,04 17.469.869,56
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.464.328,99 7.886.507,37
3. Sonstige betriebliche Erträge 480.030,58 652.033,78
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.863.968,99 4.797.994,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 514.139,84 639.805,01
6.378.108,83 5.437.799,98
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.015.405,74 11.537.240,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.913.735,05 2.444.023,41
(davon für Altersversorgung € 567.705,56; Vorjahr € 424.801,81)
16.929.140,79 13.981.263,68
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 766.106,72 632.892,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.439.692,85 5.667.746,09
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 200.448,16 199.311,33
(davon aus verbundenen Unternehmen € 145.206,61; Vorjahr € 179.415,13)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 130.054,17 146.162,10
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € -407,00; Vorjahr € 37,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.905,57 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 3.042.218,84 341.857,22
12. Sonstige Steuern 12.425,15 1.693,20
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 3.029.793,69 340.164,02
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.05.2023 - 30.04.2024

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 erfüllt die ELAC SONAR GmbH, Kiel (im folgenden ELAC SONAR genannt), die Größenmerkmale für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft stellt ihre Bilanz sowie ihre Gewinn- und Verlustrechnung nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG auf. Für den Anhang werden die Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften zum Teil in Anspruch genommen.

Die ELAC SONAR GmbH mit Sitz in Kiel ist beim Amtsgericht Kiel unter der Nr. HRB 1221 Kl im Handelsregister eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Berichtsjahr wurde eine Ausweiskorrektur in Höhe von insgesamt T€ 288 im Zusammenhang mit Aktienoptionsplänen der Konzernmutter Cohort plc, Theale Reading (Vereinigtes Königreich) vorgenommen. Die Korrektur betraf die Umgliederung des kumulierten Betrags dieser Verpflichtungen aus dem Posten Gewinnvortrag in den Posten sonstige Rückstellungen. Der Vergleichsbetrag des Vorjahres (T€ 164) wurde nicht angepasst.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über den Zeitraum der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die überwiegend 3 Jahre beträgt, abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens liegen für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 21 Jahren. Das im August 2022 gekaufte Grundstück wird nicht abgeschrieben.

In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge einbezogen.

Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die jeweilige Nutzungsdauer ergibt sich, soweit handelsrechtlich vertretbar, aus der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter des Bundesministeriums der Finanzen.

Bei den ab 2018 gebildeten Sammelposten für Anlagegegenstände im Wert von € 250,01 bis € 1.000,00 wird eine Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde gelegt. Geringwertige Anlagegüter bis € 250,00 werden in der Finanzbuchhaltung erfasst und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Das gesetzlich zulässige Fifo-Bewertungsvereinfachungsverfahren wird unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgenutzt.

Die Unfertigen und Fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten und der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Für ungängige und technisch veraltete Bestände sowie Schrottteile wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Die Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet; soweit die Marktpreise niedriger lagen, wurden Abschreibungen auf diesen Wert vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das allgemeine Kreditrisiko durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen Einzelwertberichtigungen für bestimmte Risiken.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und betreffen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,78 % p.a. (Vorjahr 1,53 % p.a.) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer pauschalen Restlaufzeit der Jubiläumsrückstellungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,5 % p.a. (Vorjahr 3,5 % p.a.) berücksichtigt. Für den Fluktuationstrend wurden pauschale Abschläge je Altersgruppe von 0 % p.a. bis 10 % p.a. (Vorjahr: 0 % p.a. bis 10 % p.a.) berücksichtigt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,13 % p.a. (Vorjahr: 0,59 % p.a.) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,5 % p.a. (Vorjahr: 3,5 % p.a.) berücksichtigt. Es wurde kein Fluktuationstrend berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt und werden bis zur Höhe der Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten in Fremdwährung werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen nicht.

Die ELAC SONAR GmbH, Kiel, ist seit dem 01. Mai 2021 eine Organgesellschaft der Cohort Deutschland GmbH, da mit dieser ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden ist. Dadurch entstehen steuerliche Be- oder Entlastungen seitdem bei der Cohort Deutschland GmbH. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht, aktive latente Steuern zu bilanzieren, insofern Gebrauch, als auf einen Ausweis aktiver latenter Steuern verzichtet wird.

Die Umsatzerlöse enthalten Teilgewinnrealisierungen langfristiger Fertigungsaufträge nach Kundenabnahmen auf Basis der vereinbarten Abrechnungs- bzw. Zahlungspläne. Die Umsatzrealisation bei der Teilgewinnrealisierung erfolgt entsprechend der zu Grunde gelegten Lieferverträge nach der Lieferung der Systeme. Sofern im Anschluss Services (bspw. HAT) zu leisten sind, wird hierfür eine angemessene Rückstellung für Nacharbeiten an Projekten gebildet.

II. Angaben zu Posten der Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel hervor.

2. Finanzanlagen

Sie betreffen folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:

Name Sitz Kapitalanteil Eigenkapital Jahresergebnis (vor Verwendung) Geschäftsjahr
% T€ T€
ELAC SONAR Unterstützungskasse GmbH Kiel 100 8.062 257 01.05.23 - 30.04.24

3. Forderungen

Die Forderungen enthalten keine Posten (Vorjahr: € 0) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.046 (Vorjahr: T€ 6.610) handelt es sich um Forderungen aus einem Darlehen an die Konzernmuttergesellschaft Cohort plc, Theale Reading (Vereinigtes Königreich) sowie um Vorauszahlungen an die ELAC SONAR Unterstützungskasse GmbH in Höhe von T€ 382 (Vorjahr: T€ 325).

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Provisionsvorauszahlung mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Hierbei handelt es sich um Provisionen für das Großprojekt, welche an Zahlungseingänge des Kunden geknüpft sind. Es wurde jedoch noch kein Umsatz in dem Projekt gelegt. Bei Umsatzlegung wird die Provision pro rata temporis aufwandsseitig erfasst.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt DM 15.070.000,00. In der Bilanz ist der in Euro umgerechnete Betrag angesetzt.

6. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen (Vorjahr: T€ 3.191) wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 vollständig verbraucht und ausgezahlt. Neue Steuerrückstellungen werden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht mehr gebildet, da die Steuerlast bei der Organträgerin entsteht.

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 7.198) sind im Wesentlichen für Personalverpflichtungen (T€ 3.279), drohende Vertragsstrafen (T€ 1.500), Nacharbeiten für Projekte (T€ 1.307) sowie Garantieverpflichtungen (T€ 291) gebildet.

7. Verbindlichkeiten

Fälligkeit der Verbindlichkeit Total 30.04.2024 bis zu 1 Jahr 30.04.2024 bis zu 1 Jahr 30.04.2023 mehr als 1 Jahr 30.04.2024
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 519.397,00 0,00 0,00 519.397,00
davon offen von den Vorräten abgesetzt 0,00 0,00 0,00 0,00
519.397,00 0,00 0,00 519.397,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 879.890,03 879.890,03 725.272,74 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.197.913,69 3.197.913,69 340.164,02 0,00
davon gegenüber Gesellschafter 168.120,00 168.120,00 340.164,02 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 618.845,14 618.845,14 235.058,96 0,00
davon aus Steuern 176.283,39 176.283,39 151.563,90 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 70.937,00 70.937,00 51.397,89 0,00
5.216.045,86 4.696.648,86 1.300.495,72 519.397,00
Fälligkeit der Verbindlichkeit mehr als 1 Jahr 30.04.2023 davon mehr als 5 Jahre 30.04.2024 davon mehr als 5 Jahre 30.04.2023
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 378.810,22 0,00 0,00
davon offen von den Vorräten abgesetzt 0,00 0,00 0,00
378.810,22 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00
davon aus Steuern 0,00 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00
378.810,22 0,00 0,00

Es besteht keine Verbindlichkeit mit einer Laufzeit länger als 5 Jahre (Vorjahr: T€ 0).

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen auf T€ 3.030, da aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages eine Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der Cohort Deutschland GmbH in Höhe von T€ 3.030 besteht (Vorjahr: T€ 340). Verbindlichkeiten gegenüber der ELAC SONAR Unterstützungskasse GmbH aus Verrechnungsverkehr bestehen nicht (Vorjahr T€ 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Provisionsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0).

III. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse von T€ 19.102 (Vorjahr: T€ 8.611) aus Teilgewinnrealisierungen von langfristigen Fertigungsaufträgen vereinnahmt. Die Umsatzrealisation bei der Teilgewinnrealisierung erfolgt nach der Lieferung der Geräte (nach Gefahrübergang) und abgeschlossenem Factory Acceptance Test (FAT). Sofern im Anschluss Services (bspw. HAT) zu leisten sind, wird hierfür eine angemessene Rückstellung für Nacharbeiten an Projekten gebildet.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 125 (Vorjahr: T€ 138). Sie betreffen im Wesentlichen in Höhe von T€ 83 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie T€ 43 jahresfremde Erträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 8) aus Währungsumrechnungen enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 110 (Vorjahr: T€ 179). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 7) aus Währungsumrechnungen enthalten.

4. Ergebnisverwendung

Da seit dem 01.05.2021 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Cohort Deutschland GmbH besteht, wird der Jahresüberschuss in Höhe von € 3.029.793,69 an die Gesellschafterin abgeführt (Vorjahr: Jahresüberschuss von € 340.164,02 wurde an die Gesellschafterin abgeführt).

C. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen (T€ 1.088 für das Betriebsgrundstück in Kiel), EDV-Anlagen (T€ 152) sowie Kraftfahrzeugen (T€ 113).

30.04.2024 30.04.2023
T€ T€
Fällig im Folgejahr 841 772
Fällig bis in 5 Jahren 565 1.132
Fällig später als 5 Jahre 0 2
1.406 1.906

Die Mieten werden insbesondere für die Anmietung von Büro- und Produktionsflächen fällig. Das Risiko aus diesen Geschäften besteht insbesondere in der Nichtnutzung der Flächen innerhalb der Mietnutzungsdauer. Die Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts wird derzeit jedoch als gering eingeschätzt.

Die Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen betragen T€ 5.221, inklusive der eingegangenen Verträge für die Errichtung des neuen Büro- und Produktionsgebäudes am Standort in Kiel-Holtenau.

2. Haftungsverhältnis

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

3. Geschäftsführer

Seit dem 01. Dezember 2020 sind die Herren Bernd Szukay und Ole Schneider zu Geschäftsführer der ELAC SONAR GmbH bestellt. Die Geschäftsführer sind hauptberuflich für die Gesellschaft tätig.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterlassen.

4. Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen

Die ELAC SONAR GmbH macht Gebrauch von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 293 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss der ELAC SONAR GmbH wird in den Konzernabschluss der cohort plc, Reading/Großbritannien, einbezogen. Die cohort plc, Reading/Großbritannien, stellt als Konzernmuttergesellschaft des Cohort-Konzerns für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, der im Internet veröffentlicht wird (www.cohortplc.com) und zum Download verfügbar ist.

Die ELAC ist Trägerunternehmen des verbundenen Unternehmens ELAC SONAR Unterstützungskasse GmbH, Kiel. Die Versorgungsverpflichtungen der Unterstützungskasse sind bei der ERGO Lebensversicherung AG rückgedeckt. Aufgrund dieser Rückdeckung ist auch der Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 10.285 zwischen dem Vermögen (T€ 8.037) und dem höheren Barwert der Verpflichtung (T€ 18.322) abgedeckt. Wie im Vorjahr wird mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,80 % p.a.) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer pauschalen Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren.

5. Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren zwei Geschäftsführer, acht leitende Angestellte und 160 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: zwei Geschäftsführer, acht leitende Angestellte und 141 Angestellte).

D. Nachtragsbericht

Die Nachwirkungen der COVID-19 Pandemie (gestörte Lieferketten, hohe Materialpreiserhöhungen) sowie der Krieg in der Ukraine bergen für die Gesellschaft bislang nicht quantifizierbare Auswirkungen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sein können. Konkrete (insbesondere bestandsgefährdende) Risiken haben sich zum Berichtszeitpunkt hieraus nicht ergeben.

 

Kiel, den 28. Juni 2024

Geschäftsführung

Bernd Szukay

Ole Schneider

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024

Anschaffungskosten
1.5.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.4.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.246.209,88 174.539,38 157.412,99 0,00 1.263.336,27
1.246.209,88 174.539,38 157.412,99 0,00 1.263.336,27
II. Sachanlagen
1. Grundstück und Gebäude 1.753.292,75 0,00 0,00 0,00 1.753.292,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 720.191,29 49.048,70 0,00 0,00 769.239,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.446.997,19 842.813,63 150.606,40 0,00 7.139.204,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 597.830,35 3.084.067,40 0,00 0,00 3.681.897,75
9.518.311,58 3.975.929,73 150.606,40 0,00 13.343.634,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 0,00 0,00 0,00 25.564,59
25.564,59 0,00 0,00 0,00 25.564,59
10.790.086,05 4.150.469,11 308.019,39 0,00 14.632.535,77
Abschreibungen
1.5.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.4.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.081.239,88 81.781,38 157.412,99 0,00 1.005.608,27
1.081.239,88 81.781,38 157.412,99 0,00 1.005.608,27
II. Sachanlagen
1. Grundstück und Gebäude 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 344.995,29 42.779,70 0,00 0,00 387.774,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.012.279,48 641.545,64 149.401,40 0,00 4.504.423,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.357.274,77 684.325,34 149.401,40 0,00 4.892.198,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.438.514,65 766.106,72 306.814,39 0,00 5.897.806,98
Buchwerte
30.4.2024 30.4.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 257.728,00 164.970,00
257.728,00 164.970,00
II. Sachanlagen
1. Grundstück und Gebäude 1.753.292,75 1.753.292,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 381.465,00 375.196,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.634.780,70 2.434.717,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.681.897,75 597.830,35
8.451.436,20 5.161.036,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
25.564,59 25.564,59
8.734.728,79 5.351.571,40

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

A. Grundlagen des Unternehmens

Die ELAC SONAR GmbH (im Folgenden ELAC SONAR genannt) ist seit dem 1. Dezember 2020 ein Tochterunternehmen der Cohort plc, einem börsennotierten Unternehmen aus Reading, Großbritannien, und in den dortigen Konzernverbund, auch Cohort-Gruppe genannt, integriert. Alleinige Gesellschafterin der ELAC SONAR GmbH ist die Cohort Deutschland GmbH. Mit der Gesellschafterin besteht seit dem 01.05.2021 ein Gewinnabführungsvertrag.

1. Geschäftsmodell

ELAC SONAR entwickelt, produziert und verkauft Unterwasser-Schallanlagen für Ortung, Navigation, Kommunikation und Vermessung. Die Produkte werden vorwiegend auf militärischen Schiffen installiert.

Als global ausgerichteter Anbieter hydroakustischer Systeme für den Schiffbau ist ELAC SONAR ein international führender Partner für Marinen, Forschungsinstitute, Werften, Beschaffungsbehörden und die Systemintegratoren.

ELAC SONAR verfügt über mehr als 90 Jahre an Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung hydroakustischer Systeme. Das Produktportfolio umfasst Sonaranlagen, Echolote sowie Unterwasserkommunikationsgeräte für militärische und zivile Anwendungen.

Alle Produkte werden von ELAC SONAR am Kieler Standort entwickelt, gefertigt und von dort aus vertrieben. Neben der Ausrüstung von Schiffs- und U-Boots-Neubauten ist das Unternehmen auf die Sonarmodernisierung auf existierenden Einheiten durch kundenspezifische Anpassungsentwicklungen spezialisiert. Des Weiteren übernimmt ELAC SONAR Installation und Service der Produkte und bietet den Kunden umfangreiche Unterstützung durch Schulungen und Logistik.

2. Forschung und Entwicklung

ELAC SONAR unternimmt erhebliche Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung, um durch Produktinnovationen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg des Unternehmens zu sichern.

Die Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung beliefen sich auf T€ 479 (Vorjahr: T€ 725) und betrugen 1,7 % vom Umsatz (Vorjahresdurchschnitt 4,2 %).

3. Mitarbeiter

Zum 30. April 2024 waren insgesamt 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ELAC SONAR beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl steigt im Vergleich zum 30.04.2023 (161) um 19.

Entsprechend dem Betätigungsfeld des Unternehmens im System- und Hochtechnologiebereich verfügen die Mitarbeiter über einen überdurchschnittlich hohen Ausbildungsstand. Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung wurden Maßnahmen zur weiteren Qualifizierung des Personals durchgeführt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die weltweite Wirtschaftsleistung ist im Kalenderjahr 2023 um 3,2 % gestiegen. Für das Kalenderjahr 2024 wird ebenfalls ein Wachstum von 3,2 % prognostiziert, wobei aufgrund des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Inflationstendenzen sowie den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie noch von weiteren negativen Einflüssen auf die Wirtschaftsleistung insgesamt ausgegangen werden muss. 1

Für das Jahr 2024 bestehen diverse Risiken aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie aufgrund von Störungen in den Lieferketten, insbesondere bei elektronischen Bauteilen und Rohstoffen, die sich immer stärker auf die Industrie auswirken. Auch die Preissteigerungen speziell im Energiebereich und bei Vorprodukten stellen ein großes Risiko dar.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite Schiffbaumarkt wächst weiterhin, jedoch gehen die Auftragseingänge in Europa und auch in Deutschland weiter zurück - die große Mehrheit aller Schiffsneubau-Investitionen wurde 2023 von chinesischen und koreanischen Werften getätigt. Die deutsche maritime Industrie ist zwar in vielen Nischenmärkten unverändert erfolgreich, jedoch wächst auch hier die Konkurrenz. Auch das Problem der gestörten Lieferketten sowie der unkalkulierbare Inflationsdruck stellt die hiesige Industrie vor große Herausforderungen. Chancen könnten sich aus dem beschlossenen Sondervermögen für die Bundeswehr ergeben, jedoch ist hier noch unklar, welches Volumen am Ende wirklich an hiesige Werften und Zulieferer vergeben wird. 2

1 World Economic Outlook, International Monetary Fund, Update April 2024
2 Verband für Schiffbau und Meerestechnik e.V., Jahresbericht 2023-2024

3. Geschäftsverlauf

a) Auftragsbuch

Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte ein Auftragseingang in Höhe von € 44,4 Mio. verzeichnet werden.

Der Auftragsbestand steigt deutlich auf einen Betrag von € 111,3 Mio. gegenüber € 95,5 Mio. im Vorjahr. Ursächlich ist der sehr hohe Auftragseingang.

b) Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023/2024 betrugen € 28,6 Mio. Im Vergleich zu den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2022/2023 (€ 17,5 Mio.) ist ein Anstieg um 64 % zu verzeichnen. Aufgrund unregelmäßig anfallender Realisationszeitpunkte der Umsatzerlöse des Projektgeschäfts nach HGB ist hier keine Vergleichbarkeit gegeben. Die Materialaufwandsquote sinkt leicht auf 18,7 % (Vorjahr: 21,4 %).

Aufgrund der hohen Umsatzerlöse wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.030 erzielt (Vorjahr: T€ 340). Der Jahresüberschuss wird gemäß dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag an die Gesellschafterin Cohort Deutschland GmbH vollständig abgeführt.

c) Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen steigt aufgrund der Neubauaktivitäten für den neuen Firmenstandort in Kiel-Holtenau deutlich auf € 8,7 Mio. (Vorjahr: € 5,3 Mio.) und ist weiterhin vollständig durch Eigenmittel finanziert.

Die Investitionstätigkeit der ELAC SONAR GmbH lag mit € 3,4 Mio. im Geschäftsjahr 2023/2024 leicht über dem Wert des Geschäftsjahres 2022/2023 (€ 3,3 Mio.). Die Investitionen betrafen überwiegend Gebäude im Bau (€ 2,6 Mio.), selbsterstelltes Anlagevermögen (T€ 479), Computer- und EDV-Geräte (T€ 402) sowie Maschinen und Anlagen (T€ 49).

Das Vorratsvermögen ist vor Berücksichtigung erhaltener Anzahlungen deutlich gestiegen, was im Wesentlichen auf die Arbeiten für das im Geschäftsjahr 2021/2022 gewonnene Großprojekt zurückzuführen ist. Im Zuge der Materialbeschaffung für den Produktionsstart des Großprojektes steigen die Rohstoffe von € 5,8 Mio. (30.04.2023) auf € 6,9 Mio. an. Der Bereich der unfertigen Erzeugnisse steigt, bedingt durch die Arbeiten am Großprojekt, von € 18,7 Mio. auf € 23,9 Mio. an.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden offen von diesen abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr steigt das Vorratsvermögen nach Verrechnung von Anzahlungen von € 4,7 Mio. auf € 5,7 Mio.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen etwas abgesunken auf € 4,6 Mio. (Vorjahr: € 5,7 Mio.). Dies liegt darin begründet, dass ein am 30.04.2023 berechneter Großauftrag im Geschäftsjahr 2023/2024 zur Zahlung fällig wurde und zum 30.04.2024 kein vergleichbar großer Auftrag Teil der Forderungen war.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sinken auf € 2,0 Mio. und enthalten insbesondere Forderungen aus Darlehen an den Konzern (kurzfristig liquidierbar) in Höhe von € 1,4 Mio. (Vorjahr: € 6,3 Mio.). Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Verrechnungsverkehr gegen verbundene Unternehmen (ELAC SONAR Unterstützungskasse GmbH) in Höhe von T€ 383 (Vorjahr: T€ 325) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen eine Konzernschwestergesellschaft (Systems Engineering and Assessment Ltd.) in Höhe von T€ 234 (Vorjahr: T€ 0).

Die liquiden Mittel (inklusive der kurzfristig liquidierbaren Darlehen an den Konzern) sinken um € 2,7 Mio. auf € 7,1 Mio. (Vorjahr: € 9,2 Mio.), weil hohe Investitionen u.a. in den Neubau getätigt wurden aber auch viel Material zur Sicherstellung des Produktionsstartes des Großprojektes beschafft wurde.

Steuerrückstellungen wurden aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages und der damit zusammenhängenden Begründung der steuerlichen Organschaft im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht gebildet. Die auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres entfallenden Körperschaft- und Gewerbesteuern belasten das Jahresergebnis der ELAC SONAR entsprechend nicht, sondern fallen bei der Gesellschafterin Cohort Deutschland GmbH an.

Die erhaltenen Anzahlungen vor Verrechnung gegen Forderungen oder Vorräte steigen leicht auf € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 0,4 Mio.).

Die Bilanzsumme steigt um € 2,4 Mio. auf € 28,6 Mio. Entsprechend sinkt die Eigenkapitalquote von 62,4 % auf 56,7 %.

Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Die Gesellschaft finanzierte sich im Geschäftsjahr über Eigenmittel. Die Zahlungsfähigkeit war im gesamten Berichtsjahr gegeben, und wir gehen davon aus, dass sie auch zukünftig gegeben sein wird.

Es ist davon auszugehen, dass die Liquiditätslage des Unternehmens stabil bleibt und auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 das Tagesgeschäft im Rahmen der vorhandenen Liquidität und dem laufenden operativen Cashflow abgebildet werden kann. Aufgrund der weiterhin positiven Liquiditätssituation sowie der Einbindung in die Cohort-Gruppe ist ELAC SONAR weitgehend unabhängig von der Finanzierungsbereitschaft der Kreditinstitute. Für die weitere Investitionstätigkeit in das Neubauvorhaben wird die Cohort-Gruppe der ELAC SONAR GmbH bei Bedarf ein Darlehen gewähren, sollte dieses nötig werden.

Das dem Konzern gewährte Darlehen wurde im vergangenen Geschäftsjahr bereits größtenteils durch ELAC SONAR abgerufen, der restliche Teil wurde Anfang Juni 2024 vom Konzern zurückgezahlt.

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wie bereits im Vorjahr sind im vergangenen Geschäftsjahr der Auftragseingang, der Umsatz und das EBIT nach IFRS die zentralen Leistungsindikatoren für ELAC SONAR.

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr beträgt € 44,4 Mio. und liegt somit deutlich über dem Wert des Geschäftsjahres 2022/2023 (€ 32,4 Mio.).

Der Umsatz nach IFRS beläuft sich im Geschäftsjahr auf € 32,0 Mio. und liegt somit deutlich über den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2022/2023 von € 25,1 Mio.

Das EBIT nach IFRS beträgt für das Geschäftsjahr 2023/2024 € 2,2 Mio. und liegt somit auf dem Niveau des EBITs des vorherigen Geschäftsjahres 2022/2023 von € 2,2 Mio. Abweichungen zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern nach HGB ergeben sich im Wesentlichen aufgrund unterschiedlicher Ansatz- und Bewertungsmethoden der Rechnungslegungswerke.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Risikobericht

Als wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sehen wir:

die durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und Krieg in der Ukraine ausgelösten Störungen in den Lieferketten, die sich sowohl in massiven Preiserhöhungen für viele Zulieferteile äußern als auch zu erheblich längeren Lieferzeiten führen, die wiederum unsere Liefertermine an Kunden gefährden

die stark erhöhte Inflation, die sich deutlich in gestiegenen Materialkosten aber auch in höheren Personalkosten niederschlagen wird

den anhaltend hohen Preissenkungsdruck auf die Zulieferindustrie

das erklärte Ziel der NATO-Staaten, die europäische militärische Zulieferindustrie auf wenige Anbieter zu konzentrieren

das Ziel der aufstrebenden Staaten, in lokalen Rüstungsprojekten wesentliche elektronische Komponenten und die entsprechende Software durch lokale Anbieter in Eigenentwicklung herstellen zu lassen und zu beziehen

die Verzögerung von Zahlungseingängen und die Verschlechterung der Zahlungsbedingungen bei Neuverträgen aufgrund der finanziellen Situation der Werften und des steigenden Wettbewerbs in der Zulieferindustrie

die Abhängigkeit von Ausfuhrgenehmigungen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in einer variablen geopolitischen Lage und insbesondere die Auswirkungen eines Rüstungsexportkontrollgesetzes, wie es durch die Regierungskoalition im Koalitionsvertrag als Vorhaben beschrieben ist

die Verschlechterung der Verfügbarkeit durch Obsoleszenzen und deutlich längere Lieferzeiten bei elektronischen Bauteilen aufgrund steigender Bedarfe in anderen Branchen

die Insolvenz von wesentlichen Zulieferbetrieben durch die COVID-19-Pandemie und die Rezession der deutschen Wirtschaft

den hohen Wettbewerb um qualifiziertes Personal bei negativer demographischer Entwicklung verbunden mit umfangreichen Forderungen von geringerer Arbeitszeit und höheren Löhnen durch die Gewerkschaften.

Weitere Risiken können sich aus einer Ausweitung der globalen Konflikte in der Ukraine oder in Israel durch weitere Einschränkungen in den globalen Lieferketten ergeben sowie durch Cyberangriffe.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken und vorzubeugen, werden folgende, in den Vorjahren bereits eingeleitete, Maßnahmen konsequent fortgeführt:

Kontinuierliche Verbesserung interner Abläufe zur Senkung der Kosten und Erhöhung der Reaktionsfähigkeit

kontinuierlicher Ausbau unserer Projektmanagementkompetenz

Implementierung projektunterstützender Prozesse in allen Unternehmensbereichen

striktes Kostenmanagement im Hinblick auf Herstell- und Gemeinkosten

Stärkung des Produktmanagements zum Vorantreiben marktgetriebener Produktentwicklungen

konsequentes Forderungsmanagement

Aufbau höherer Lagerbestände für kritische Komponenten

Erhöhen der Anzahl externer, qualifizierter Partner für Entwicklungsdienstleistungen

Weiterentwicklung der Auswahl- und Bewertungskriterien von Lieferanten und Geschäftspartnern.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass gegebenenfalls eintretende Risiken durch die getroffenen Maßnahmen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben werden.

b) Chancenbericht

Darüber hinaus sehen wir weitere Möglichkeiten, die Marktposition von ELAC SONAR nachhaltig auszubauen. Wesentliche Ziele in diesem Zusammenhang sind:

Stärkung des Vertriebes und der vertriebsunterstützenden Bereiche zur Identifizierung und Bearbeitung aller sich weltweit bietenden relevanten Geschäftsmöglichkeiten sowie industriellen Partnerschaften

Ausbau der vorhandenen Sonarlösungen für U-Boote zu einem vollständigen modularen System mit dem Ziel, den Marktanteil für das internationale Neubau- und Retrofitgeschäft von U-Booten deutlich zu erhöhen

Durch die Zugehörigkeit zum Konzernverbund der Cohort plc haben sich gute Chancen für die Gesellschaft hinsichtlich gemeinsamer Angebote, dem Austausch von Know-how und der gegenseitigen Beauftragung im Rahmen von Projekten ergeben

Bei Nutzung der genannten Chancen geht die Geschäftsführung davon aus, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele mittelfristig erreicht werden können.

c) Prognosebericht

Wir sehen in einem von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld gute Chancen, dass sich die Gesellschaft auch zukünftig positiv entwickeln wird. Hinzu kommt, dass wir aufgrund unserer Stärken in der Ausrüstung von Marineschiffen weitgehend unabhängig von den nach wie vor rückläufigen Entwicklungen im kommerziellen Schiffbau sind.

Abgeleitet aus der Unternehmensplanung 2024/2025 und den rollierenden Vorschauen, die nach IFRS erstellt werden, erwarten wir nachstehende Entwicklung der zur Geschäftssteuerung verwendeten Leistungsindikatoren:

Obwohl der Auftragseingang in 2023/2024 mit € 44,4 Mio. deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/2023 lag (€ 32,4 Mio.) rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem weiteren Anstieg des Auftragseingangs, da im Geschäftsjahr 2024/2025 ein weiterer Auftragseingang für einen Großauftrag geplant ist. Verzögerungen bei den Auftragseingängen sind jedoch aufgrund von Budgetrestriktionen bei den Kunden oder komplexen Vertragsverhandlungen möglich.

Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2024/2025 auf Basis des bestehenden hohen Auftragsbestandes und der erwarteten Auftragseingänge über dem Niveau des Vorjahres liegen werden, da signifikante Umsatzerlöse aus dem neu gewonnenen Großprojekt erwartet werden. Jedoch gibt es weiterhin starke Unsicherheiten aufgrund strapazierter Lieferketten insbesondere für Elektronikbauteile, woraus verspätete Zulieferungen resultieren könnten, die sich auf unsere Lieferungen an die Kunden auswirken. Auch kundenseitig ist mit Verschiebungen zu rechnen.

Trotz der massiv gestiegenen Personal- und Materialkosten sowie der Unsicherheiten aufgrund der Lieferketten erwarten wir ein steigendes EBIT verglichen mit 2023/2024.

Insgesamt sehen wir uns gut positioniert, die Herausforderungen aus den sich bietenden Chancen und Risiken zufriedenstellend zu bewältigen. Geplante Investitionen in das Sachanlagevermögen können aus dem laufenden Cashflow finanziert werden, für den Neubau können bei Bedarf Darlehen durch den Konzernverbund bereitgestellt werden. Unter Berücksichtigung der Prognosen der steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir eine nachhaltig positive Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine auf unser Unternehmen sind bislang gering ausgeprägt, können aber zu Schwierigkeiten durch die im Risikobericht geschilderten Vorgänge mit unmittelbarer Folge der Belastung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage führen. Ebenfalls könnte es Auswirkungen auf die Prognosegenauigkeit geben, da die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenfalls sehr deutlich davon betroffen sein können.

 

Kiel, den 28. Juni 2024

Geschäftsführung

Bernd Szukay

Ole Schneider

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ELAC SONAR GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ELAC SONAR GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELAC SONAR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 24. September 2024

Nordwest Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Christian Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer

Jens Janßen, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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