Hoffmann & Meyer Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tim Hoffmann seit 1.12.2020 | Geschäftsführer |
Florian Havenga seit 1.12.2020 | Geschäftsführer |
Christian Hoffmann seit 18.9.2006 | Geschäftsführer |
Martin Meyer seit 18.9.2006 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hoffmann Trapezblechherstellung GmbHNordhornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Hoffmann Trapezblechherstellung GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit 23 Mitarbeitern zum Bilanzstichtag. Das Kerngeschäft ist die Produktion und der Vertrieb von Trapez-, Well-, und Pfannenblechen sowie die Herstellung und Vermarktung passgenauer Kantteile aus Stahl und Aluminium. Parallel zur hauseigenen Produktion handelt Hoffmann Trapezblechherstellung GmbH mit Handelswaren wie Sandwichpaneelen, PVC-Lichtelementen und Zubehör. Neben dem Hauptstandort in Nordhorn wird ein Nebenstandort in Klein-Berßen betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Rückblickend war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Vergleich mit dem Jahr 2022 rückläufig und angespannt. Das Bruttoinlandsprodukt sank preisbereinigt um 0,30 Prozent. Die Inflationsrate lag im Schnitt bei circa 6 Prozent. Dies führte in den Bereichen B2C, aber auch im B2B-Geschäft aufgrund von Investitionszurückhaltung unserer Kundschaft zu Umsatzeinbußen. 2. Geschäftsverlauf a) Rohergebnis und Auftragsentwicklung der Gesellschaft Das Rohergebnis sank margen- und mengeninduziert um TEUR 1.200 auf TEUR 3.996. Die Abschreibungen sind um TEUR 1.166 gesunken, weil im Vorjahr eine Abwertung des Vorratsbestandes in dieser Höhe erforderlich war. Der Jahresüberschuss sank um TEUR 36 auf TEUR 711. b) Investitionen Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.877 getätigt. Davon betreffen TEUR 1.501 Ausleihungen an ein nahestehendes Unternehmen. Die weiteren Investitionen von TEUR 376 betreffen hauptsächlich planmäßige Investitionen in unsere Trapezblechproduktion. Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 256 gegenüber. c) Produktion Die Produktion erfolgt in Nordhorn in den Gebäuden der Hoffmann Trapezblechherstellung GmbH und der Hoffmann & Meyer GmbH & Co. KG sowie in eigenen Gebäuden in Klein-Berßen. Die Auslastung war im Berichtsjahr zufriedenstellend. d) Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Zahl unserer Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 25 auf 23 reduziert. Zum Jahresende waren ohne die Geschäftsführer 23 Mitarbeiter in unserem Unternehmen tätig. 3. Darstellung der Lage a) Vermögenslage Unsere Vermögensstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen hohen Anteil von Umlaufvermögen an der Bilanzsumme in Höhe von 65,5 % gekennzeichnet (Vorjahr 77,5 %). Die wesentlichen Bestandteile des Umlaufvermögens sind das Vorratsvermögen, die liquiden Mittel sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Vorratsvermögen hat sich um ca. 10,0 % auf TEUR 5.148 reduziert. Die Finanzierung des Vorratsbestandes konnte vollständig aus Eigenmitteln erfolgen. Die Bankguthaben beliefen sich zum Stichtag auf TEUR 2.296 (Vorjahr TEUR 2.631). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von TEUR 425 auf TEUR 398 gesunken. b) Finanzlage Die Gesellschaft ist durch umfangreiche Gewinnthesaurierungen in der Vergangenheit weitgehend durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 94,6 % (Vorjahr 94,2 %). c) Liquiditätslage Der Gesellschaft standen während des gesamten Geschäftsjahres 2023 ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Die Lieferantenverbindlichkeiten wurden unter Ausnutzung der Skontofristen gezahlt. Es wurden keine Darlehen bei Kreditinstituten in Anspruch genommen. d) Ertragslage Das Rohergebnis hat sich von TEUR 5.196 um 23,1 % auf TEUR 3.996 vermindert. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 711 liegt um TEUR 36 unter dem Jahresüberschuss des Vorjahres (TEUR 747). Insgesamt wurde ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Eigenkapitalquote, die Umsatzerlöse sowie die verfügbare Liquidität verwendet. Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss betrachtet. Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr um 26,2 % reduziert, während der Jahresüberschuss geringfügig um TEUR 36 auf TEUR 711 gesunken ist. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchentypische Risiken, sowie Risiken aus Konjunktur und Wirtschaft werden intern in regelmäßigen Abständen überprüft, eingeschätzt und bewertet. Folgende Risikorubriken werden hierbei unterschieden: a) Produktions- und Qualitätsrisiken Ein hoher technischer Standard ist für uns maßgeblich für einen reibungslosen Produktionsablauf. Durch regelmäßige Instandhaltungen unserer Fertigungsanlagen, Modernisierungsmaßnahmen und Neuanschaffungen von technischen Anlagen und Maschinen halten wir eine hohe Produktqualität. Unsere Qualitäts- und Sicherheitsstandards werden fortlaufend kontrolliert und verbessert. Etwaige Produktionsausfälle und deren Folgen sind versicherungstechnisch in einem vertretbaren Umfang abgesichert. Es besteht ein branchenübliches Gewährleistungsrisiko. b) Ausfallrisiken Eine Warenkreditversicherung reduziert Forderungsausfälle bei den versicherten Bestandskunden. Sofern Kreditlimite nicht ausreichend vorhanden sind, erfolgt die auftragsbezogene Produktion gegen Vorkasse. c) Wechselkursrisiken Einkäufe werden auf der Absatzseite und Beschaffungsseite in Euro fakturiert. Insofern unterliegt die Gesellschaft nur mittelbar einem Wechselkursrisiko, da Stahl auf dem Weltmarkt in USD gehandelt wird. d) Preisänderungsrisiken Preisänderungsrisiken betreffen unerwartete Verluste aufgrund von nachteiligen Änderungen des Preises für Stahl. Die Gesellschaft beobachtet die Entwicklung des Stahlpreises und versucht im Einkauf zyklische Spitzen zu vermeiden und gleichzeitig genügend Material für die Aufträge zu bevorraten. Sicherungsgeschäfte werden nicht abgeschlossen. Das Preisänderungsrisiko wird seitens der Geschäftsführung akzeptiert und ist aufgrund der sehr guten Eigenkapitalausstattung tragbar. e) Allgemeine Risiken Es besteht das Risiko, dass die schwache konjunkturelle Lage durch unvorhersehbare Außenereignisse anhält oder verschärft wird. 2. Chancenbericht Als Hersteller agieren wir zwischen dem Großhandel für Bauelemente aus Stahl- und Aluminium, metallverarbeitenden Unternehmen, der Landwirtschaft und Privatpersonen. Unsere Kundenverbindungen innerhalb dieses Kundenstammes werden wir in 2024 weiterhin stärken und versuchen, weitere Kunden hinzuzugewinnen. IV. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2024 bedarf wie bereits in den Jahren zuvor ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit in Bezug auf den Materialeinkauf, die weiteren operativen betrieblichen Kosten sowie den Absatz unserer Produkte. Wir gehen zunächst für das Jahr 2024 weiterhin von einer wirtschaftlichen Stagnation aus. Den Umsatz und Gewinn erwarten wir auf dem Niveau des Vorjahres.
Nordhorn, 29. Juni 2024 Christian Hoffmann Martin Meyer Tim Hoffmann Florian Havenga BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen betreffen ausschließlich Ausleihungen, die zum Nennwert bilanziert wurden. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem latenten Ausfallrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, nachgewiesen durch ein versicherungsmathematisches Gutachten, bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Soweit Deckungsvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen vorlag, wurde dies gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Die beizulegenden Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen wurden durch die jeweiligen Versicherungen ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 272,4 (Vj.: TEUR 253,5). Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 0,9. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (Rückdeckungsversicherungen) wurden folgende Werte bilanziert (Angaben in TEUR):
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Es sind in Höhe von TEUR 136,0 (Vj.: TEUR 138,4) Rückstellungen für variable Vergütungen und in Höhe von TEUR 24,0 (Vj.: TEUR 24,0) für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses enthalten. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen analog zum Vorjahr nicht. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt: Arbeitnehmergruppen
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 23. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden den Geschäftsführern insgesamt TEUR 805,9 (Vj.: TEUR 777,0) gewährt. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 9,0 EUR, von denen TEUR 0,2 auf das Vorjahr entfallen. Das Honorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 710,9 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Nordhorn, 29. Juni 2024 Christian Hoffmann Martin Meyer Tim Hoffmann Florian Havenga
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hoffmann Trapezblechherstellung GmbH, Nordhorn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hoffmann Trapezblechherstellung GmbH, Nordhorn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hoffmann Trapezblechherstellung GmbH, Nordhorn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gronau, 15. Juli 2024 Steingröver Beratung GmbH & Co. KG Steingröver, Wirtschaftsprüfer |
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