Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 767
Eingetragen
23.10.1979
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Alle Tätigkeiten, die mit der Entwicklung, Konstruktion und Produktion von technischen Federn, Stanz-Biegeteilen, Komponenten für die Fahrzeugausstattung, Werkzeug- und Vorrichtungen, Automatisierungs- und Steuerungstechnik, Sondermaschinen- und Anlagenbau und der Oberflächentechnik in Zusammenhang stehen sowie alle Maßnahmen im organisatorischen Bereich z.B. Einkauf, Vertrieb und Verwaltung. Hergestellt werden darüber hinaus alle Artikel, die in das Fertigungsprogramm des Unternehmens passen. Die Gesellschaft kann sich an Gesellschaften gleicher oder ähnlicher Art beteiligen, auch als persönlich haftende Gesellschafterin, solche Gesellschaften übernehmen, oder sich mit ihnen vereinigen und Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Martin Liebig
seit 9.7.2025
Prokura
Ralph Unger
seit 11.8.2022
Prokura
Maximilian Rubenbauer
seit 19.4.2022
Prokura
Prokura
Ingo Müller-Meuche
seit 8.7.2020
Prokura
Marco Bauer
seit 25.4.2017
Prokura
Stefan Roth
seit 25.4.2017
Prokura
Thomas Regnet
seit 25.4.2017
Prokura
Holger Jarsch
seit 11.8.2015
Prokura
Robert Sroka
seit 4.12.2013
Prokura
Andreas Leutheußer
seit 4.12.2013
Prokura
Christian Schiener
seit 25.10.2013
Geschäftsführer
Marcus Bach
seit 17.12.2012
Geschäftsführer
Alexander Kapsch
seit 21.3.2011
Prokura
Matthias Herold
seit 21.3.2011
Prokura
Ulrich Hocher
seit 23.12.2010
Geschäftsführer
Olaf Korf
seit 22.1.2010
Prokura
Wolfgang Kunz
seit 5.8.2009
Prokura
Geschäftsführer
Dagmar Zauner
seit 1.3.2005
Prokura
Thilo von Glass
seit 26.8.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sigmund Scherdel GmbH & Co. KG
Germany
15.050.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHERDEL GmbH

Marktredwitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Das Unternehmen

Als operative Muttergesellschaft innerhalb der SCHERDELGruppe vereinigt die SCHERDEL GmbH Geschäftsleitung und alle Zentralressorts der Gruppe. Als Vertriebsorgan steht sie zahlreichen Tochtergesellschaften zur Verfügung und übernimmt hier die zentrale Abwicklung der Aufträge. Die SCHERDELGruppe ist ein wachstumsstarkes Familienunternehmen mit einem umfassenden Produktportfolio, das sich von Metallumformung, Montage- und Fügetechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Werkzeugbau bis zur Oberflächentechnik erstreckt. Technische Federn werden als Kernprodukt für die weltweite Automobil- und Automobilzulieferindustrie hergestellt. Ebenso gehören Stanz-Biegeteile sowie Baugruppen zum Sortiment, die in hohem Maße verschiedenste Funktionen im Pkw und Lkw erfüllen. Das innovative Produktspektrum wird durch die Industriebranchen Medizintechnik und E-Mobilität abgerundet. SCHERDEL setzt im Rahmen von umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf Sicherheit, Zuverlässigkeit, Vertrauen und permanente Weiterentwicklung. Im Unternehmensverbund hat sich die Gesellschaft auf dem internationalen Markt etabliert und ist für die herausragende Qualität seiner Produkte bekannt. Bei Sonderfedern für Ölabstreifringe ist SCHERDEL Weltmarktführer, bei Ventilfedern ist SCHERDEL der führende Hersteller in Europa und zählt international zu den wichtigsten Lieferanten. In den Anwendungsbereichen Leistungselektronik oder E-Maschine wird SCHERDEL zunehmend am Markt als potenzieller Lieferant für elektromechanische Komponenten wahrgenommen. Auf Grund der Kundenstruktur ist die Unternehmensgruppe eng mit der Konjunkturlage der internationalen Automobil- und Automobilzulieferindustrie verzahnt.

Die SCHERDEL GmbH beschäftigte im Berichtsjahr 2023 durchschnittlich 326 Mitarbeiter, darunter 41 Auszubildende.

Gesamtwirtschaftliche und branchentypische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft ist laut den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2023 um 3,1 Prozent gewachsen. Damit hat sie sich sogar etwas besser entwickelt als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet ist dies allerdings eines der wachstumsschwächsten Jahre der vergangenen drei Jahrzehnte, wenn man von den Rezessions- bzw. Krisenjahren absieht. Lediglich im Jahr 2019 war der Zuwachs mit 2,8 Prozent noch geringer. Insbesondere die hohe Inflation und steigende Zinsen haben sich als bremsende Faktoren ergeben.

Die beiden größten Volkswirtschaften unterscheiden sich nach wie vor sehr deutlich. Die US-Wirtschaft legte auch im vierten Quartal 2023 um 3,3 Prozent zu und ist damit erneut stärker gewachsen als erwartet. Gestützt wurde diese Entwicklung primär durch die hohen Konsumausgaben der privaten Haushalte. Im Gesamtjahr wuchs das US-BIP laut den IWF-Zahlen um 2,5 Prozent. Viele Ökonomen hatten hier ursprünglich eine Rezession vorausgesagt.

In China dagegen versucht der Staatsapparat, die Wirtschaft mit Konjunkturmaßnahmen wie Zinssenkungen und Unternehmenssubventionen zu beleben, nachdem sich die Konsumbelebung zu Beginn des Jahres 2023 durch die Aufhebung der pandemiebedingten Beschränkungen als unerwartet kurzlebig erwiesen hat. Insbesondere die Krise im Immobiliensektor belastet die gesamte chinesische Volkswirtschaft. Laut dem Pekinger Statistikamt ist Chinas Wirtschaft im Gesamtjahr 2023 nominal um 5,2 Prozent gewachsen. Damit wäre das Wachstumsziel der chinesischen Regierung von rund fünf Prozent sogar leicht übertroffen. Viele Experten zweifeln allerdings an den staatlich veröffentlichten Daten und sehen ein deutlich geringeres Wachstum. Unabhängig davon zeigt die chinesische Wirtschaft damit eine der schwächsten Entwicklungen ihres Bruttoinlandsproduktes in den letzten dreißig Jahren.

Die europäische Konjunktur stagniert nunmehr seit gut einem Jahr. Laut einer vorläufigen Schnellschätzung von Eurostat ist das saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2023 sowohl im Euroraum als auch in der Europäischen Union (EU) gegenüber dem Vorquartal unverändert geblieben. Der IWF sieht für das Gesamtjahr 2023 im Euroraum und der EU einen BIP-Zuwachs von jeweils 0,5 Prozent. Die Inflation im Euroraum fiel zuletzt wieder leicht und betrug nach ersten Schätzungen im Januar 2,8 Prozent.

Insbesondere auf Deutschland als Wachstumsmotor kann sich die EU derzeit nicht mehr verlassen. Auf Jahressicht 2023 erlebte die deutsche Wirtschaft eine Rezession und schrumpfte nach den IWF-Daten um 0,3 Prozent. Deutschland leidet als bedeutende Exportnation stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Dazu hat insbesondere die Industrie mit den vergleichsweise hohen Energiepreisen zu kämpfen. Der Begriff der Deindustrialisierung macht verstärkt die Runde. Insbesondere das produzierende Gewerbe (ohne Bau) ging deutlich um 1,8 Prozent zurück. Lediglich der Dienstleistungssektor konnte zulegen und wirkte konjunkturstützend.

Entwicklung der Automobilmärkte

Die Bilanz der internationalen Automärkte fällt für das Gesamtjahr 2023 fast durchweg positiv aus. Allerdings sind die guten Zuwachsraten auch auf Basiseffekte durch ein eher schwaches Vorjahr 2022 zurückzuführen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat in seinem aktuellen Konjunkturbarometer die Zahlen zu den Pkw-Neuzulassungen veröffentlicht. Demnach ist der Weltmarkt im Jahr 2023 um 10 Prozent gewachsen. Das Gesamtvolumen liegt allerdings immer noch unter den Vorkrisenjahren.

Insbesondere der weltgrößte Automobileinzelmarkt China zeigte sich dynamisch und war eine zentrale Stütze für die gesamte Branche. Der chinesische Pkw-Markt ist jetzt zum vierten Mal in Folge gewachsen und konnte seinen Absatz im Jahr 2023 um 5 Prozent steigern.

Im Gegensatz zu den meisten westlichen Ländern bewegt sich der Pkw-Absatz in China jetzt wieder deutlich oberhalb des Vor-Corona-Niveaus.

Die Dynamik im US-Automarkt hat sich auch im Schlussquartal 2023 fortgesetzt, so dass für das Gesamtjahr 2023 bei den Pkw-Neuzulassungen ein zweistelliger Zuwachs von 12 Prozent ausgewiesen wird.

Der europäische Markt (EU, EFTA & UK) war im Monat Dezember mit minus 4 Prozent rückläufig. Insbesondere der Einbruch auf dem deutschen Markt wirkte sich hier negativ aus. Auf Jahressicht konnte der Europa-Markt aber um 14 Prozent gut zulegen. Hier haben vor allem die südeuropäischen Länder Wachstumsimpulse gesetzt.

Im Schlussquartal war der deutsche Automarkt deutlich rückläufig. Die Zulassungszahlen bei den Pkws lagen im November um 6 Prozent und im Dezember sogar um 23 Prozent unter dem jeweiligen Vorjahreswert. Allerdings muss man dies mit Blick auf die Basiseffekte auch relativieren, da zum Ende des Vorjahres enorme Vorzugskäufe durch die Senkung des Umweltbonus bei E-Fahrzeugen getätigt wurden. Auf Jahressicht sind die Neuzulassungen in Deutschland dennoch um 7 Prozent gestiegen.

Auch die Pkw-Produktion in Deutschland hat sich gegen Jahresende weiter konsolidiert. Im Dezember lag diese um 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr wird aber immer noch ein Produktionsplus von 18 Prozent ausgewiesen. Der vor einem Jahr noch sehr hohe Auftragsbestand wurde weiter abgebaut und liegt inzwischen wieder auf Normalniveau. Die Materialknappheit steht nicht mehr ganz so stark im Fokus. Dagegen werden die fehlenden Auftragseingänge zunehmend zum Problem für die Autobauer. Der Markt für die Elektromobilität (BEV, PHEV & FC) hat sich im Jahresverlauf 2023 eher seitwärts entwickelt.

Aus internationaler Sicht ging der Boom im Bereich der E-Mobilität bei den beiden weltweit größten Automärkten zum Jahresende weiter. In China lagen im Dezember die Neuzulassungen bei einem Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr und in den USA lag die Steigerung sogar bei 41 Prozent. In Europa dagegen kam es im Dezember zu einem signifikanten Rückgang von 28 Prozent (u. a. Deutschland-Effekt). Die E-Anteile am Gesamtmarkt sind zum Jahresende 2023 sehr unterschiedlich ausgeprägt: China 37,7 Prozent, USA 9,8 Prozent und Europa 28,1 Prozent.

Angaben zum Verwaltungsbereich

Die zentrale Verwaltung teilt sich in folgende Ressortbereiche:

Geschäftsleitung

Controlling & Kostenrechnung

Einkauf und Logistik

Finanzen

Geschäfts- und Produktentwicklung

Organisation & Informationstechnologie

Personal

Produktion

Qualitätswesen

Technik und Technologieentwicklung

Vertrieb und Marketing

Umsatzverteilung und Auftragslage

Das kumulierte Neuteilevolumen beläuft sich auf Gruppenebene zum Berichtsstichtag 31.12.2023 auf 176,1 Mio. EUR. Damit liegt man um 43,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und um 3,6 Prozent über dem Planwert.

Davon profitierte auch die SCHERDEL GmbH als zentrale Vertriebseinheit. So konnte aufgrund der guten Auftragslage der Umsatz im Berichtszeitraum um 10 % auf 525 Mio. EUR gesteigert werden.

Die SCHERDEL GmbH geht mit einem guten Auftragsbestand und weiterhin stabilen Kundenabrufen im Seriengeschäft in das neue Jahr.

Chart

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage: 2023 2022 Veränderung
Gesamtvermögen 414.537 TEUR 395.643 TEUR 18.895 TEUR
Langfristig gebundenes Vermögen 203.905 TEUR 198.924 TEUR 4.981 TEUR
- davon am Gesamtvermögen 49,2 % 50,3 % -1,1 %
Investitionen Sachanlagevermögen / immaterielle Vermögensgegenstände 10.347 TEUR 3.859 TEUR 6.488 TEUR
Finanzanlagen 180.599 TEUR 181.145 TEUR 6.488 TEUR
Kurzfristig gebundenes Vermögen 210.203 TEUR 196.410 TEUR 13.793 TEUR
- Forderungen im Verbundbereich 125.155 TEUR 104.719 TEUR 20.436 TEUR
- Forderungen aus L+L 35.457 TEUR 35.731 TEUR -274 TEUR
- Vorräte 35.161 TEUR 40.033 TEUR -4.872 TEUR
Eigenkapital 84.269 TEUR 84.316 TEUR -47 TEUR
Eigenkapitalquote 20,4 % 21,4 % -1,0 %
Finanzlage:
Pensionsrückstellungen 13.192 TEUR 12.146 TEUR 1.046 TEUR
Übrige Rückstellungen 5.644 TEUR 3.081 TEUR 2.563 TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.515 TEUR 81.820 TEUR 16.695 TEUR
Verbindlichkeiten aus L+L 11.267 TEUR 14.553 TEUR -3.286 TEUR
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 174.023 TEUR 168.502 TEUR 5.521 TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 25.494 TEUR 29.083 TEUR -3.589 TEUR
Liquidität 1. Grades 0,2 % 0,1 % 0,1 %
Liquidität 2. Grades 66,0 % 63,2 % 3,8 %

Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit und uneingeschränkt nachgekommen werden.

Ertragslage:
Produktionsleistung 526.556 TEUR 481.944 TEUR 44.201 EUR
Materialaufwandsquote 87,3 % 88,1 % -0,7 %
Personalaufwandsquote 6,3 % 6,2 % 0,1 %
Planmäßige Abschreibungen 1.930 TEUR 1.870 TEUR 60 TEUR
Sonstige betriebliche Aufwendungen 31.207 TEUR 31.913 TEUR -706 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 1.742 TEUR 2.748 TEUR -1.006 TEUR
Finanz- und Beteiligungsergebnis -4.185 TEUR -7.132 TEUR 2.947 TEUR
Jahresergebnis 1.773 TEUR -10.689 TEUR 12.462 TEUR
EBIT 1.255 TEUR -8.129 TEUR 9.384 TEUR
EBITDA 3.185 TEUR -6.259 TEUR 9.444 TEUR
Eigenkapitalrentabilität -6,9 % -12,7 % 5,8 %
Gesamtkapitalrentabilität 1,9 % -0,9 % 2,8 %

Da die SCHERDEL GmbH mit Wirkung zum 01.01.2023 als Organträgerin innerhalb der ertragssteuerlichen Organschaft der Gruppe fungiert, wird ihr Jahresüberschuss durch Gewinnabführungen bzw. Verlustübernahmen der Organgesellschaften beeinflusst.

Somit besitzt der hier ausgewiesene Wert beim Jahresergebnis nur bedingt Aussagekraft über die tatsächliche Profitabilität der Gesellschaft. Daher erfolgt die Berechnung der Kennzahlen EBIT und EBITDA unter Neutralisierung der Gewinnabführungen bzw. Verlustübernahmen nach folgendem Schema:

Jahresüberschuss/- fehlbetrag 1.773 TEUR
- Saldo Ergebnisabführungen -7.593 TEUR
= Ergebnis nach Steuern -5.820 TEUR
+ Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.436 TEUR
= EBT -2.384 TEUR
+ Zinsaufwand 13.886 TEUR
- Zinsertrag 10.247 TEUR
= EBIT 1.255 TEUR
+ Abschreibungen 1.930 TEUR
= EBITDA 3.185 TEUR

Da die Kennzahlen Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität in der bestehenden Definition immer den Jahresüberschuss ins Verhältnis gesetzt haben, wurde auch hier eine Anpassung vorgenommen:

Chart

Mit einer Steigerung der Produktionsleistung um 9,2 % konnten das Ziel einer deutlichen Erhöhung weitgehend erreicht werden. Die für das Berichtsjahr prognostizierte sukzessive Stabilisierung des Marktumfelds und der Ertragslage ist in weiten Teilen eingetreten. So konnten die Ertragskennzahlen EBIT und EBITDA im Vergleich zur Vorperiode deutlich gesteigert werden und befinden sich wieder auf einem stabilen Niveau.

Das komplexe Produktportfolio ermöglichte es der Gesellschaft trotz eines insgesamt volatilen Marktumfelds die Profitabilität signifikant zu steigern.

Das geplante Investitionsbudget von 2.058 TEUR war aufgrund der im Laufe des Geschäftsjahres zusätzlich getroffenen Investitionsentscheidungen deutlich höher als geplant.

Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres

Wichtige Neuteileeingänge und Akquise Erfolge:

Im Inland wurde im Berichtskreis Marienberg ein Auftrag eines bedeutenden deutschen OEMs im Bereich der E-Mobilität mit einem Peak-Umsatzvolumen in Höhe von 10,6 Mio. EUR gewonnen, bei dem mehrere Werke an der Produktion beteiligt sind. Die SCHERDEL Waldershof GmbH & Co. KG hat den Zuschlag eines weiteren großen deutschen OEMs bei einem Teil im Bereich E-Mobilität erhalten (Volumen rund 3 Mio. EUR).

Auf internationaler Ebene wurde SCHERDEL RHONE RESSORTS S.A.R.L. für einen Auftrag von einem großen europäischen Autohersteller mit einem Peak-Umsatzvolumen von 4,8 Mio. EUR nominiert.

Im Bereich der langen Druckfedern haben namhafte Automobilkonzerne Neuaufträge an unsere Werke in China (3,2 Mio. EUR) und Mexiko (3,0 Mio. EUR) erteilt.

Eine positive Entwicklung im Berichtsjahr bestand darin, dass gerade mit den Produkten aus den Zukunftsmärkten E-Mobilität und Medizintechnik größere Auftragsvolumina akquiriert werden konnten. So produziert der SCHERDEL-Standort in Beauvais, Frankreich, künftig Druckfedern für einen europäischen Kunden aus dem Bereich der Medizintechnik mit einem Peak-Umsatzvolumen von 5 Mio. EUR.

Innovationsmanagement

Mit dem betrieblichen Vorschlagswesen wird das Potenzial der Kreativität und des unternehmerischen Mitdenkens der Mitarbeiter genutzt. Es sorgt für Effizienzgewinne und für die Optimierung von Arbeitsabläufen. Zum Berichtsstichtag 31.12.2023 wurden in der Gruppe insgesamt 1.598 Mitarbeiter-Vorschläge eingereicht (Vorjahr: 1.666). Von diesen konnten 1.032 in die Praxis umgesetzt und somit auch prämiert werden (Vorjahr: 900). Der daraus resultierende kalkulierte Nutzwert für unser Unternehmen beträgt 1.709 TEUR (Vorjahr: 1.688 TEUR).

Nachhaltigkeit

Nach der neuen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der Europäischen Union, die Anfang 2023 in Kraft getreten ist, sind Unternehmen künftig verpflichtet, öffentlich über ihre Aktivitäten im Bereich der Nachhaltigkeit zu berichten.

Die Transformation der Wirtschaft zu einer Produktion mit immer geringeren Umweltauswirkungen und weniger schädlichen Emissionen ist von hoher strategischer Wichtigkeit. Auch die Einhaltung der sozialen Standards ist durch global vernetzte Lieferketten von großer Bedeutung.

SCHERDEL berichtet transparent, wie ökologische und soziale Themen bei den eigenen Geschäftstätigkeiten berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird der Verantwortung gegenüber den Stakeholdern in diesem Bereich Rechnung getragen und es werden interne Prozesse etabliert, um den zunehmend herausfordernden Compliance-Pflichten in diesem Bereich gerecht zu gerecht werden.

Ausweitung der SCHERDEL-Klimastrategie bis zum Jahr 2030

Die erste Klimastrategie von SCHERDEL wurde im Jahr 2021 verabschiedet und hatte das Ziel, die CO 2 -Emissionen bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent zu reduzieren. Diese wurde im Berichtszeitraum weiter überarbeitet und ausgeweitet. Die Geschäftsleitung hat nun die neue Klimastrategie als wichtigen Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Diese ist wie die Nachhaltigkeitsrichtlinie für die gesamte SCHERDELGruppe gültig. Das Ziel der Klimastrategie ist es, bis zu 40 Prozent der Emissionen bis zum Jahr 2030 zu reduzieren (Basisjahr 2019).

Um dieses Ziel zu erreichen, werden folgende Ansätze verfolgt: Sorgsamer Umgang mit Ressourcen und Implementierung von Energiespar-Regeln in allen Unternehmensbereichen, sowie die weitere Nutzung und den Ausbau der Strom-Eigenerzeugung in Form von PV-Anlagen auf SCHERDEL-Flächen. Bis 2030 soll zumindest an allen deutschen Standorten Grünstrom verwendet werden. Darüber hinaus werden die Stärkung der Kreislaufwirtschaft und Aktivitäten zur Reduktion von Emissionen über die ganze Lieferkette hinweg konsequent ausgebaut.

Finanzierungs- und Liquiditätssituation

Der SCHERDELGruppe stehen auf Konzernebene derzeit ausreichende Kontokorrentlinien auf Basis einer breiten Bankenlandschaft zur Verfügung. Mit dem im Berichtsjahr in Vorbereitung befindlichen Konsortialkredit wird die Finanzierungs- und Liquiditätssituation noch einmal gestärkt und erweitert. Durch die Ankerfinanzierung ist eine Finanzierungssicherheit für die Grundlaufzeit von 5 Jahren gesichert. Darüber hinaus werden im Kreditvertrag auskömmliche Baskets für kurz- und langfristige Bankenfinanzierungen (im In- und Ausland) außerhalb des Konsortialbankenkreises für weitere Finanzierungsbedarfe eingeräumt. Die SCHERDEL GmbH wird künftig gruppenintern vor allem die Rolle als Inhouse-Bank übernehmen. Mit der künftigen Finanzierungsstruktur sind die erforderlichen Bedarfe in den Unternehmen der Gruppe ausreichend gedeckt, und künftig erforderliche Investitionen sind durchfinanziert.

Bildung einer ertragssteuerlichen Organschaft

Der Begriff "Organschaft" bezeichnet im Ertragssteuerrecht eine partielle Einkommensgemeinschaft zwischen dem Organträger auf der einen und den zugehörigen Organgesellschaften auf der anderen Seite. Mittels des Konstrukts einer ertragssteuerlichen Organschaft wird das beiderseitig erzielte Einkommen nur bei einem Unternehmen, dem Organträger, versteuert. Zu diesem Zwecke wurden im Berichtsjahr rückwirkend zum 01.01.2023 gleichlautende Ergebnisabführungsverträge zwischen 16 Kapitalgesellschaften der SCHERDELGruppe als Organgesellschaften und der SCHERDEL GmbH als Organträgerin geschlossen und besitzen zunächst Gültigkeit für 5 Jahre. Die Aufnahme weiterer Gesellschaften ist für die folgenden Perioden geplant. Die Begründung einer ertragssteuerlichen Organschaft ermöglicht eine Saldierung von Gewinnen und Verlusten im Organkreis auf Ebene der Organträgerin SCHERDEL GmbH, woraus in Summe eine entsprechende Minderung der Steuerbelastung resultiert.

Personal Recruiting

Im Bereich der Angestellten konnte SCHERDEL im dritten Quartal 2023 einige bedeutende vakante Positionen besetzen. Auch für die wichtigsten Stellen in den Werken konnten neue Mitarbeiter rekrutiert werden. Über die Aktion einer "Personalkampagne" (unterstützt mit KI-Methoden) war SCHERDEL erfolgreich bei der Gewinnung neuer Metallfacharbeiter.

Die Suche nach Facharbeitern bleibt aber dennoch weiter mehr als angespannt. So wird das Ressort Personal auch neue Wege ins Kalkül ziehen müssen, um den Bedarf zu decken. Hier spielt die gezielte Zuwanderung mit all ihren Rahmenbedingungen und Erfordernissen eine immer größere Rolle. SCHERDEL bietet hier Sprachkurse an. Um neuen Mitarbeitern eine erste Orientierung zu geben, steht auch eine begleitende Einführungsqualifizierung über einen externen Anbieter zur Verfügung. Aber insbesondere auch das Thema "interne Qualifizierung" gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.

Forschung und Entwicklung

Um den Ausbau der Führungsposition im jeweiligen Produktspektrum kontinuierlich voranzutreiben und weitere Marktanteile zu gewinnen, unternimmt die SCHERDELGruppe umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Einen Hauptanteil nimmt dabei die Optimierung der Herstellungsprozesse, die Entwicklung neuer anwendungstechnischer Lösungen aufgrund der steigenden Anforderungen der Kunden und die nachhaltige Grundsatzforschung ein. Hier gilt es, neue Werkstoffe zu finden oder bekannte Stoffe höher beanspruchen zu können. Im Produktbereich der Elektromobilität ist insbesondere der entwicklungstechnisch sichere Umgang mit Materialen wie beispielsweise Kupfer und Kunststoff ein zunehmend wichtigerer Erfolgsfaktor. Innerhalb der SCHERDELGruppe ist die SCHERDEL INNOTEC Forschungs- und Entwicklungs- GmbH speziell für diese Aufgabenstellungen in den Bereichen Einzelteile, Baugruppen und Systeme zuständig. Durch die SCHERDEL Prototypenbau und Anwendungstechnik GmbH werden dann im Anschluss oft Musterprototypen gefertigt.

Auch die Sparte Maschinenbau erreicht mit neuen modular aufgebauten Maschinenkonzepten und Verfahren Prozessverbesserungen beim Kunden. Die Produkte zeichnen sich durch eine weiter gesteigerte technische Leistungsfähigkeit und höhere Bearbeitungsgenauigkeit, höchste Produktqualität, fortschrittliche Sicherheit sowie durch Flexibilität in der Anwendung bei weiter verbesserter Bedienbarkeit und Benutzerunterstützung aus.

Die SCHERDELGruppe investiert kontinuierlich im Bereich Forschung und Entwicklung. Aufgrund der Volatilität der Märkte weltweit ist es wichtig, sich in allen bestehenden und neuen Antriebstechnologien zu engagieren und bei den Entwicklungen der Zukunft dabei zu sein. In der Vergangenheit ist es durch die systematische Entwicklungsarbeit gelungen, bei den wichtigsten Kunden sowie in neuen Applikationen bei neuen Marktteilnehmern frühzeitig bei zukünftigen Fahrzeugmodellen eingebunden zu werden. Die in Arbeit befindlichen Projekte ermöglichen es, auch bei allen wichtigen Zukunftsthemen und -märkten dabei zu sein, um somit die Marktposition weiterhin zu sichern und auszubauen.

Risiken

Bedingt durch ihr breites Produktportfolio, welches mit der jüngsten Diversifikation im Bereich der industriellen Kunststoffe nochmals eine strategische Erweiterung erfahren hat, eröffnen sich der SCHERDELGruppe weitreichende Chancen am Markt. Diesen stehen jedoch auch immer Risiken gegenüber, die trotz aller getroffenen Vorsorgemaßnahmen aufgrund von unvorhergesehenen oder nicht zu beeinflussenden Ereignissen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit nehmen können. Um diese frühzeitig identifizieren zu können, besteht eine Reihe interner Warnsysteme. Im Rahmen von kontinuierlichen Gesprächskreisen werden Auswirkungen und Folgen auf die Geschäftstätigkeit rechtzeitig und angemessen bewertet. Risiken werden daher nur unter der Voraussetzung eingegangen, dass ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes erwartet werden kann. Bei Bedarf werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet, um die Unabhängigkeit des Unternehmens zu sichern. Hier ist nicht nur die Führungsebene gefordert. Kontinuierlich werden auch alle Mitarbeiter immer wieder zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken sensibilisiert, um diese erkennen, vermeiden und bei Bedarf mindern zu können.

Vertriebs- und Marktrisiko:

Als Global Player mit hohem Ansehen bei den Kunden in der Automobilindustrie agiert die SCHERDEL GmbH schwerpunktmäßig unverändert als Automobilzulieferer. Allerdings setzte sich der weitere Ausbau von Märkten außerhalb des Automobilsektors fort, wobei insbesondere die Medizintechnik und Kunststoffkomponenten zu nennen sind.

Maßgeblich prägten nachstehende Faktoren das Jahr 2023:

1. Geopolitische Risiken:

Neben dem Krieg in der Ukraine und dem schwelenden Konflikt zwischen China und Taiwan entstand zum Ende des Jahres unerwartet die Auseinandersetzung zwischen Israel und der palästinensischen Hamas.

2. Situation der globalen Wirtschaft:

Aufgrund der unsicheren und risikobehafteten Rahmenbedingungen wuchs die Weltwirtschaft 2023 unter dem langjährigen Durchschnitt. Während die USA und Indien mit guten Wachstumsraten des BIP auffielen, hemmt die Immobilienkrise und die Nachfrageschwäche das Wachstum in China. Das gestiegene Zinsniveau und die weiterhin hohe Inflation schwächten v. a. in Europa das Konsumklima und die Investitionsbereitschaft. Folglich leiden viele Volkswirtschaften an einer Nachfrageschwäche und Deutschland bildet beim Wirtschaftswachstum das Schlusslicht bei den großen Industrienationen.

3. Automobilindustrie:

Absatz und Produktion verliefen 2023 besser als erwartet. Weltweit wurden fast 80 Mio. Stück PKW neu zugelassen und produziert, so dass fast das Niveau von 2019 in den Büchern der Automobilhersteller steht. Allerdings resultiert das gute Ergebnis nicht aus hohen Auftragseingängen, sondern aus dem Abbau hoher Auftragsbestände aus den Vorjahren.

Auch SCHERDEL konnte das Jahr 2023 auf den Weltmärkten hinsichtlich Umsatz und Neugeschäft sehr positiv abschließen. Dabei setzte die Marktbearbeitungsstrategie auch 2023 auf den Transformationsprozess hin zu neuen Antriebstechnologien, ohne die tragende Rolle des traditionellen Kerngeschäfts zu vernachlässigen. Die Elektromobilität kennzeichnet noch immer eine höhere Unsicherheit und durch die breite Aufstellung von SCHERDEL kann dieses Risiko begrenzt werden. Besonders erfreulich stellt sich das Wachstum in der Medizintechnik dar. Um weitere Industriesegmente außerhalb der Automobilindustrie systematisch und strategisch zu bearbeiten, entstand 2023 der neue Bereich "SCHERDEL Industries".

Das Thema Kostensteigerungen beschäftigte SCHERDEL GmbH auch 2023 auf breiter Ebene. Es gelang, den Großteil der Materialmehrkosten und inflationsbedingten Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben.

Die intensiven Marktbearbeitungsaktivitäten führten 2023 zu einem äußerst erfreulichen Auftragseingang für Neugeschäft. Durch die Neugestaltung des Bewertungsprozesses von Anfragen und die Einbindung der Risiken bei Lieferketten und Kostensteigerungen in die Angebotsgestaltung (Gewährleistung, Produkthaftung, Designspezifikationen, Investitionsabsicherung) soll eine zusätzliche Minimierung von Risiken erfolgen.

Produktrisiko:

Ein Großteil des Produktspektrums der SCHERDEL GmbH wird in Großserienproduktion hergestellt und in technologisch anspruchsvollen Erzeugnissen der Kunden verbaut, so dass eine entsprechend hohe Wertschöpfung entsteht. Hieraus können sich Produkthaftungsrisiken ergeben. Ein modernes und klar strukturiertes Qualitätsmanagement ist etabliert, um Risiken zu minimieren. Gleichzeitig erfolgt im Entwicklungsverlauf bereits ein enger Abgleich mit den jeweiligen Kundenanforderungen. Im Rahmen des Projektmanagements werden Standards zur Risikoeinstufung angewendet, um so für wirksame Absicherungsmaßnahmen bereits bei der Planung der Herstellprozesse zu sorgen. Zu den Instrumenten zählen hier neben produktspezifischen Prüfanlagen auch statistische Bewertungsmethoden von Messergebnissen oder Prozessparametern. Sofern sich dennoch Schadensereignisse ergeben sollten, gibt es hierzu klar festgelegte Abläufe, Zuständigkeiten, Methoden und Kompetenzen innerhalb der Organisation. Ein darauf zugeschnittener und angemessener globaler Versicherungsschutz ist vorhanden. Dieser wird kontinuierlich geprüft und entsprechend angepasst. Im Geschäftsbereich Metallumformung sind die Werke sowohl nach DIN EN ISO 9001 als auch IATF 16949 zertifiziert.

Risiken können auch durch die Lieferkette eingebracht werden. Auf Grund der geopolitischen Lage ist dort verstärkt eine Flexibilisierung erforderlich. Dieser Situation begegnet SCHERDEL mit der Verfeinerung des Auswahlprozesses sowie den Steuerungs- und Überwachungsmechanismen der Lieferleistung der Lieferkette.

Beschaffungsrisiko:

Das von der SCHERDEL GmbH zur Produktherstellung bezogene Rohmaterial ist grundsätzlich weltweit in ausreichender Kapazität vorhanden. Aufgrund begrenzter Fertigungskapazitäten sind bei direkten Lieferanten für Zulieferungen mit höherwertigen Materialqualitäten Risiken gegeben. Auch die Vergangenheit zeigt ein weiter steigendes Risiko für die globalen Lieferketten aufgrund der unterschiedlichen Ereignisse (Pandemie, Naturkatastrophen, Kriege und politische Entwicklungen). Daraus resultiert die Notwendigkeit einer höheren Flexibilität zur Absicherung der Versorgung. Kritisch zu bewerten ist die zum Teil fehlende Bereitschaft vieler Kunden zum Aufbau alternativer Lieferketten, um Risiken zu reduzieren bzw. zu diversifizieren. Dies kann im Einzelfall zu Versorgungsproblemen führen. Ein von den Produkten ausgehendes Qualitätsrisiko wird durch ein Lieferantenmanagement kontrolliert wie auch reduziert. Dieses wird kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Darüber hinaus steht ein angemessenes Wareneingangskontrollsystem, das den jeweiligen Normen und Richtlinien der Automobilindustrie entspricht, zur Verfügung. Das Preisrisiko steht unter permanenter Beobachtung und Bewertung. Sowohl Rohstoffspekulationen an den Weltbörsen wie auch die oligopolartige Struktur des Stahlmarktes nehmen erheblichen Einfluss auf die Preisbildung der Rohstoffe, die zwingend zur Stahlerzeugung benötigt werden. Zur Risikoabsicherung baut SCHERDEL kontinuierlich neue und alternative Lieferketten auf.

Zusätzlich wichtige Themen für die Zukunft werden eine sichere und stabile Stromversorgung für die Standorte in Süddeutschland und die Weitergabe der kontinuierlich steigenden Kundenanforderungen in der Lieferkette sein.

Personalrisiko:

Nach wie vor ist der Facharbeitermangel eine der größten Herausforderungen. Hinzu kommt, dass sich in Zeiten der Transformation die Anforderungen an die Qualifikationen stark ändern. Begriffe wie Digitalisierung und Automatisierung gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Somit startete die SCHERDELGruppe bereits im Jahre 2023 mit einer Bildungsoffensive, die zum einen darauf abzielt, ungelernte Mitbürger in den Grundfertigkeiten zu schulen, bevor sie in den Produktionsprozess eingegliedert werden. Parallel werden auch Sprachkurse für Bürger ausländischer Staaten angeboten. Ebenso wichtig sind neue Qualifikationen z. B. in den Bereichen der Robotik und Elektronik, neuer Materialen und Fertigungsverfahren. Ziel ist es, die Mitarbeiter für eine sich ändernde Arbeitswelt bestmöglich zu qualifizieren. Nach der abgeschlossenen Planungsphase konnten die ersten Kurse erfolgreich umgesetzt werden.

Von hohem Nutzen für die SCHERDELGruppe sind dabei die vielfältigen Möglichkeiten, die das moderne SCHERDEL Ausbildungs- und Trainingscenter "SCHATZ" bietet.

Ein weiterer Baustein besteht darin, dass die Ausbildung regelmäßig angepasst wird und gewerbliche und kaufmännische Berufe weiter verschmelzen sollen (mehr "Rundumwissen"). Auch die Übertragung der Gedanken und Erfahrungen aus dem dualen Bildungssystem ins Ausland spielt dabei eine Rolle.

Mit Abschluss des Auswahlverfahrens für ein integriertes Personalmanagement ist es gelungen, den wichtigen Schritt in die Implementierung zu gehen. Damit wird sowohl den Mitarbeitenden als auch den Führungskräften und letztendlich allen Personalmitarbeitern die Möglichkeit gegeben, mit unterstützenden Prozessen mit allen Bereichen der Führungsarbeit arbeiten zu können. Vor allem die Bereiche "Talentmanagement inklusive Qualifikation" und "Performance" sind besonders bedeutsam.

Eine höhere Transparenz durch ein neues Entgeltsystem trägt dazu bei, den Mitarbeitenden mehr Orientierung zu bieten. So ist ein Projekt gestartet, das Mitarbeitenden und Führungskräften Möglichkeiten bietet, anhand von exakt definierten Entgeltgruppen und -stufen, zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Ebenso durch neue digitale Technologien, in diesem Fall jedoch bei unserem Dienstleister für Entgeltabrechnung und Zeitwirtschaft ist die SCHERDELGruppe gezwungen, eine neue Software für diese Bereiche auszuwählen und ab 2025 einzuführen. Nach dem Motto: "Jede Herausforderung ist auch eine Chance" setzen sich die Verantwortlichen dafür ein, in diesem Projekt zügig Fortschritte in den dazu erforderlichen Prozessen zu erreichen.

Von entscheidender Bedeutung für die SCHERDELGruppe ist eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und eine langfristige Bindung ans Unternehmen. So startete die Firmengruppe neben den üblichen Mitarbeiterbefragungen zusätzlich mit Umfragen zum Thema "Weniger Arbeitszeit oder mehr Entgelt?" oder zum Thema "Zufriedenheit der Auszubildenden".

Ein attraktiver Arbeitsplatz ist mehr als nur ein gutes Gehalt. Deshalb gewährte die SCHERDEL GmbH zahlreiche weitere Corporate Benefits. Die Resonanz der Belegschaft darauf war sehr positiv. Auch ein implementiertes Gesundheitswesen mit dem Motto "Scherdel fit" soll die Belegschaft motivieren, den Lebensstil zu verbessern, damit Gesundheit als auch Leistungsfähigkeit dem Unternehmen möglichst lange erhalten bleiben.

IT-Risiko:

Die Informationsverarbeitung und somit auch die Informationssicherheit sind ein wesentlicher Bestandteil aller Kernprozesse und somit zur Aufgabenerfüllung der SCHERDEL GmbH unerlässlich. Alle wesentlichen strategischen und operativen Funktionen und Aufgaben werden durch Informationstechnik (IT) maßgeblich unterstützt. Funktionierende und sichere IT-Systeme sowie verfügbare und geschützte Daten bilden dabei das Fundament für den erfolgreichen Geschäftsbetrieb. Die Unternehmen der SCHERDELGruppe hängen in hohem Maße von der Qualität der eingesetzten IT-Systeme ab.

Sicherheit in der IT ist für die SCHERDELGruppe kein Selbstzweck, sondern durch Anforderungen der Kunden und gesetzlicher Vorgaben notwendige Voraussetzung für die Aufgabenerfüllung. Da unsere Kernkompetenz in der Entwicklung innovativer Produkte liegt, ist der Schutz dieser Informationen vor unberechtigtem Zugriff und vor unerlaubter Änderung von existenzieller Bedeutung.

Kunden aus dem Automotive Umfeld und aus der Medizintechnik fordern zunehmend eine ISO27001 oder TISAX Zertifizierung. Für die Marktposition der Unternehmensgruppe ist somit das eigene ISMS ein wesentlicher Baustein für die strategische Weiterentwicklung.

Die Mitarbeiter sind die Basis der aktiven Sicherheitskultur und werden alle eingebunden, geschult und sensibilisiert. Durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen werden die Prozesse und IT-Systeme kontinuierlich verbessert.

Um die steigende Komplexität im Bereich der IT auch weiterhin handhaben zu können, werden Prozesse und Systeme gruppenweit vereinheitlicht und standardisiert. Diese basieren wiederum auf einem IT-Infrastrukturstandard, der in kritischen Bereichen auf Redundanz und andere Maßnahmen zur Vermeidung von Ausfallzeiten setzt. Durch systematische Prozessüberwachungsmaßnahmen (Monitoring) werden frühzeitig Störungen der IT-Systeme identifiziert. Alle Endgeräte der SCHERDELGruppe werden rund um die Uhr von einem externen Anbieter auf Schadsoftware und Angriffe überwacht.

Betriebsrisiko:

Im Rahmen der Arbeitssicherheit und des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes werden umfangreiche Unfallverhütungsmaßnahmen getroffen. Diese werden kontinuierlich aktualisiert und weiterentwickelt. Für die Einhaltung und Kontrolle der Vorschriften sorgen entsprechend implementierte Managementsysteme. Dabei unterstützend wirken Maßnahmen der laufenden Prüfung, Wartung und Instandsetzung von bestehenden Anlagen und Maschinen. Die Durchführung von Umweltaudits, Unterweisungen und Betriebsbegehungen finden kontinuierlich statt, ebenso wie regelmäßig organisierte Sicherheitsveranstaltungen und standardisierte e-Schulungen. Mit dem Unternehmensziel Nachhaltigkeit wird die soziale, ökologische und ökonomische Leistungsfähigkeit der SCHERDELGruppe sichergestellt und auch fortlaufend verbessert. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Themen Arbeitsbedingungen, Umwelt und Wirtschaftsethik. Die Nachhaltigkeitsbereiche sowie die innovativen Produkte und Prozesse sind sowohl durch Managementsysteme, basierend auf internationalen Normen in den Bereichen Qualität, Umwelt, Energie und Arbeitssicherheit, als auch durch Forschung, Entwicklung und das Ideenmanagement bereits gut etabliert. Insbesondere im internationalen Kontext werden diese verstärkt in die bestehenden Managementsysteme eingegliedert.

Die Geschäftsgrundsätze und Gesetze (Compliance) werden eingehalten und turnusmäßig an neue Erfordernisse angepasst, wobei hier auch die vorgelagerten Stufen der Lieferkette mit einbezogen werden. Durch entsprechende Audits wird die Umsetzung der SCHERDEL-Unternehmens-Ethik-Prinzipien geprüft und deren Einhaltung bestätigt.

Finanzrisiko:

Die SCHERDEL GmbH legt sehr großen Wert auf die Einhaltung von soliden Finanzierungsstrukturen. Auf Basis einer bewährten und vorausschauenden Finanzierungsstrategie wird die Position bei Kunden, Lieferanten, Banken, Versicherungen und weiteren Geschäftspartnern gefestigt und auch sukzessive ausgebaut. Dabei stellt die Gleichbehandlung aller Partner einen wichtigen Grundsatz dar.

Bei verschiedenen nationalen und internationalen, privaten, öffentlich-rechtlichen wie auch genossenschaftlichen Kreditinstituten stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, auf die verschiedene Unternehmen der SCHERDELGruppe zugreifen können. Durch eine zentrale Steuerung der Konzernfinanzierung wird sichergestellt, dass alle Firmen in der Gruppe mit ausreichender Liquidität ausgestattet sind und ihren Verpflichtungen nachkommen können. Es wird darauf geachtet, dass keine Abhängigkeiten von einzelnen Finanzierungspartnern entstehen. Standardisierte Methoden und Prozesse zur Überprüfung des jeweiligen Liquiditätsbedarfes dienen dazu, rechtzeitig adäquate Finanzierungsmaßnahmen einleiten zu können. Durch ein ausgewogenes Portfolio an mittel- und langfristigen Finanzierungstranchen sind die mit den zukünftigen Technologien und Wachstum verbundenen Investitionen gedeckt. Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich nur im engen Zusammenhang mit den entsprechenden Grundgeschäften abgeschlossen.

Rechtsrisiko:

Insbesondere Gewährleistungsfälle aus Entwicklungs- oder Produktionsmängeln bzw. Vormaterialfehlern lassen sich auch bei hohem Aufwand zur Absicherung nie vollständig ausschließen. Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüche in unseren Branchen können signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse haben. Wir wollen die rechtlichen Risiken möglichst geringhalten und so weit wie möglich kontrollieren. Im Rahmen des Risikomanagements werden Vorkehrungen getroffen, um Gefährdungen frühzeitig zu entdecken und um Haftungsrisiken zu minimieren. In unserer Stabsstelle Recht entwickeln wir eigene Vertrags- und Klauselstandards, die haftungsoptimiert sind und die durch die Fachabteilungen Eingang in die Vertragsverhandlungen finden. Eine Richtlinie regelt das effektive und effiziente Zusammenwirken von Stabsstelle und Linienfunktion. Die Fachabteilungen werden regelmäßig in rechtlichen Fragen geschult und im Umgang mit Haftungsrisiken sensibilisiert. All dies schafft Risikobewusstsein und trägt dazu bei, dass Rechtsrisiken frühzeitig geprüft, bewertet und entsprechend begrenzt werden können. Durch regelmäßige Berichterstattung an die Geschäftsleitung wird dafür Sorge getragen, dass ein Abgleich von Kunden- und Lieferantenverträgen mit unseren strukturellen präventiven Maßnahmen erfolgt. Großen Wert legt die SCHERDELGruppe auch auf einen angemessenen, individuell abgestimmten und international ausgeweiteten Versicherungsschutz. Über globale Versicherungskonzepte sind Risiken aus Elementarschäden und daraus resultierender Betriebsunterbrechungen sowie Risiken im Bereich der Automobil- und Zulieferindustrie für mögliche Gewährleistungs-, Produkthaftpflicht-, Rückruf- sowie Umwelthaftpflichtrisiken gedeckt. Über technische Versicherungen werden für die Sparten Maschinen- und Werkzeugbau eventuelle Maschinen- und Montageschäden abgesichert. In regelmäßigen Abständen werden die Sach-, Haftpflicht- und Personenversicherungsportfolios auf Inhalt und Angemessenheit überprüft und adjustiert. Im Jahresabschluss 2023 wurde für Restrisiken in einem adäquaten Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen.

Fazit:

Auch im Jahr 2023 war das Geschäftsumfeld der SCHERDEL GmbH geprägt durch ein herausforderndes Marktumfeld, welches durch zahlreiche externe Effekte beeinflusst wurde. Im Geschäftsjahr 2023 spielten Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Personal weiter eine entscheidende Rolle.

Im Gegensatz zum Vorjahr gelang es jedoch den Großteil der Materialmehrkosten und inflationsbedingten Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben, was sich in einer verbesserten Rentabilität widerspiegelte.

Der sich weiter verschärfende Fachkräftemangel wird in den kommenden Jahren insbesondere für Fachkräfte am Standort Marktredwitz eine große Herausforderung darstellen.

Darüber hinaus stellen die Nachfrageschwäche und das schwache Wirtschaftswachstum am heimischen deutschen Markt ein potenzielles Risiko für die Zukunft dar.

Des Weiteren wurden bedingt durch das dynamische und herausfordernde Umfeld der letzten Jahre sogenannte Taskforces eingerichtet, um schnelle Entscheidungen und koordinierte Umsetzungen von Beschlüssen sicherzustellen.

Die Finanzierungstruktur ist weiter sehr stabil und es sind ausreichend Liquiditätsreserven vorhanden, um die benötigten Investitionen in einem sich zunehmend dynamisch entwickelnden Markt sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund sind aus aktueller Sicht derzeit neben den benannten Risiken des laufenden Geschäftsbetriebes keine weiteren bekannt, die einen speziellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nehmen könnten. Aktuell sind deshalb keine Risiken erkennbar, deren Auswirkungen den Fortbestand der SCHERDEL GmbH bedrohen könnten. Das Bewusstsein für das Erkennen und Minimieren von Risiken in allen Unternehmensbereichen wurde durch die besondere Situation nochmals verstärkt.

Zukünftige Entwicklung und Chancen

Entwicklung der Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht in seiner aktuellen Prognose das globale Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2024 bei 3,1 Prozent. Dies entspricht genau dem vergleichbar schwachen Zuwachs im Jahr 2023. Er ist damit wieder etwas optimistischer und hat seine letzte Prognose aus dem Oktober um 0,2 Prozent angehoben. Für 2025 wird das Wachstum bei 3,2 Prozent taxiert. Der Welthandel zeigt sich nach wie vor gedämpft, aber es gibt auch erste Anzeichen einer Belebung. Der Warenhandel profitiert von einem allmählichen Aufschwung in der Halbleiter- und Elektronikproduktion und der Dienstleistungshandel wird vor allem durch die Rückkehr des internationalen Fluggastverkehrs auf Vor-Corona-Niveau angehoben.

Der IWF hat seine Prognose 2024 für die US-Wirtschaft mit Blick auf das unerwartet hohe Wachstum im Vorjahr jetzt auf plus 2,1 Prozent angehoben. Auf Sicht erwartet man aber eine Abschwächung der Gesamtnachfrage.

Für China erwarten die IWF-Ökonomen in diesem Jahr einen Zuwachs beim BIP von 4,6 Prozent. Im Folgejahr soll sich das Wachstum noch weiter abschwächen, da die zunehmende Verschuldung die Investitionen einschränkt und auch Produktivitätssteigerungen nicht mehr in dem Maße der vergangenen Jahre möglich sind.

Für die Eurozone rechnet der IWF mit einem Wachstum von 0,9 Prozent, also leicht erholt gegenüber dem Vorjahr. Der Aufschwung soll vor allem durch einen stärkeren Konsum der privaten Haushalte unterstützt werden, da der spürbare Rückgang der Inflation zu höheren Realeinkommen führt und auch die Verunsicherung der Verbraucher zurückgeht.

Die deutsche Wirtschaft soll sich 2024 erneut unterdurchschnittlich entwickeln. Es wird eine geringe BIP-Steigerung von 0,5 Prozent prognostiziert. Der IWF sieht Deutschland damit in seinem aktuellen Gutachten negativer als noch im Herbst (Prognose plus 0,9 Prozent). Deutschland bleibt auch in dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der bedeutenden Volkswirtschaften der Welt.

Entwicklung der Automobilmärkte

Zum Jahresstart 2024 entwickelten sich die internationalen Automobilmärkte mehrheitlich positiv. Nach Einschätzung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) bleibt die Automobilkonjunktur trotz komplizierter Voraussetzungen in Bezug auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld in den meisten Märkten robust. Die Prognosen für die Pkw-Neuzulassungszahlen 2024 wurden jetzt zum Jahresanfang aktualisiert und veröffentlicht. Die Zahlen sollen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabilisieren und in den meisten großen Märkten soll ein leichtes Wachstum erfolgen.

Für den Weltmarkt insgesamt sieht der VDA einen Zuwachs von 3 Prozent. In China erwartet man eine Steigerung von lediglich 1 Prozent und auch der US-Markt soll nur um rund 2 Prozent zulegen. Eine etwas stärkere Performance traut man dem Automarkt in Europa (EU, EFTA & UK) zu, hier taxiert man das Wachstum auf 4 Prozent. Für den Automobilmarkt in Deutschland sieht der VDA für das Jahr 2024 dagegen einen leichten Rückgang um 1 Prozent zu den Vorjahreszahlen.

Entwicklung der Automobilzulieferindustrie

Die Kfz-Zulieferer konnten zu Beginn des letzten Jahres von den sehr hohen Auftragsbeständen profitieren. Diese sind mittlerweile weitestgehend wieder auf Normalmaß geschmolzen und der laufende Ordereingang ist eher verhalten. Vor diesem Hintergrund hat auch das Geschäftsklima laut dem ifo-Index zuletzt wieder einen Rückschlag erlitten und ist so niedrig wie seit März 2022 nicht mehr. Die Unternehmen beurteilen mehrheitlich sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen weiterhin deutlich negativ, so dass sich das Geschäftsklima dementsprechend im Rezessions-Quadranten des Indexes verfestigt.

Entwicklung der SCHERDEL GmbH - Trotz Krisenzeiten proaktiv im Transformationsprozess

Die Automobilkonjunktur verbuchte 2023 eine bessere Entwicklung als erwartet. Auch die SCHERDEL GmbH konnte von dieser Entwicklung profitieren und sowohl ihre Auftrags- als auch Ertragslage nach dem schwierigen letzten Jahr wieder stabilisieren. Der zum Ende der Berichtsperiode weiterhin hohe Auftragsbestand stellt die Basis für eine stabile Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren dar.

SCHERDEL geht den Transformationsprozess in der Branche seit Jahren proaktiv an. Es gilt den Übergangsprozess vom Verbrenner zum Elektroantrieb mit entsprechenden neuen Produkten marktnah zu begleiten. Zum anderen will die Gruppe auch auf neue Produkte und Märkte setzen, die unabhängig von der Automotive-Branche sind. Trotz des Krisenumfelds konnte die SCHERDEL GmbH auch zahlreiche Fortschritte im laufenden Transformationsprozess in der Automobilbranche machen. So konnten erfreuliche Vertriebserfolge bei der Akquise von Neuteilen erzielt werden. Gerade in den Zukunftsmärkten E-Mobilität und Medizintechnik wird SCHERDEL in den nächsten Jahren wachsen und damit die Abhängigkeit vom Verbrenner-Motor sukzessive reduzieren. Aber auch die Stammprodukte, die nicht abhängig von der Antriebsart sind, bieten weiteres Wachstumspotenzial. Mit Blick auf den aktuellen Wandel in der Automobilbranche werden wir den Transformationsprozess weiterhin proaktiv angehen und unser Geschäftsmodell kontinuierlich fortentwickeln. Wir wollen als unabhängiges Familienunternehmen weiterhin nachhaltig Werte schaffen.

Auch im Geschäftsjahr 2024 wird der russische Angriffskrieg in der Ukraine weiterhin das politische und wirtschaftliche Klima weltweit nachhaltig beeinflussen. Wie lange dieser Konflikt andauern wird und welche nachhaltigen Auswirkungen sich daraus ergehen, kann heute noch nicht abgeschätzt werden. Aus Sicht der SCHERDEL GmbH lässt sich bereits konstatieren, dass zu große Abhängigkeiten in den Lieferketten aufgrund eines zunehmend instabilen geopolitischen Umfelds zukünftig überdacht werden sollten.

Für 2024 rechnet die SCHERDEL GmbH wieder mit einer leichten Eintrübung des Marktumfelds. So wird für 2024 mit einem vergleichbarem Umsatzniveau bei geringfügig schlechterer Ertragslage geplant. Die Ertragskennzahlen EBIT und EBITDA sollen sich laut Planung jedoch immer noch im positiven Bereich bewegen. Für Investitionen, deren Finanzierung vollständig über den Cashflow möglich sein wird, ist für die kommende Periode mit 4.665 TEUR wieder ein moderaterer Wert vorgesehen.

 

Marktredwitz, den 28. März 2024

Dipl.-Ing. (Univ.) Marcus Bach

Assessor (jur.) Maximilian Freiherr von Waldenfels

Dipl.-Ing. Christian Schiener

Dipl.-Ing. Ulrich Hocher

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 203.905.349,54 198.923.611,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.140.060,50 4.294.781,93
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.478.341,24 2.344.354,09
2. Geleistete Anzahlungen 6.661.719,26 1.950.427,84
II. Sachanlagen 14.165.917,39 13.483.501,36
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.807.644,26 10.364.663,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 748.763,36 797.120,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.131.105,67 1.963.486,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 478.404,10 358.230,95
III. Finanzanlagen 180.599.371,65 181.145.327,99
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.517.304,45 181.063.260,79
2. Beteiligungen 31.850,00 31.850,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 50.217,20 50.217,20
B. UMLAUFVERMÖGEN 208.969.866,28 194.289.570,68
I. Vorräte 35.160.681,78 40.033.275,10
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.450.930,69 35.356.292,07
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.526.014,48 3.657.341,48
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.974.517,35 1.227.730,55
4. Geleistete Anzahlungen 484.319,26 37.773,00
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -275.100,00 -245.862,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 173.380.078,95 153.947.827,19
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.456.834,87 35.730.769,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 125.154.727,98 104.718.707,11
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 3.284.000,00 (Vorjahr: EUR 3.730.000,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.768.516,10 13.498.350,73
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 429.105,55 308.468,39
C. AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.632.716,92 1.921.907,46
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 29.190,00 507.423,00
414.537.122,74 395.642.512,42

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 83.957.862,87 83.984.451,07
I. Gezeichnetes Kapital 15.050.000,00 15.050.000,00
II. Kapitalrücklage 656.518,59 656.518,59
III. Bilanzgewinn 68.251.344,28 68.277.932,48
- davon Gewinnvortrag: EUR 68.277.932,48 (Vorjahr: EUR 80.767.285,78)
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 444.245,67 473.219,15
C. RÜCKSTELLUNGEN 18.835.870,17 15.226.270,50
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.191.844,00 12.145.612,00
2. Steuerrückstellungen 2.679.235,00 570.200,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.964.791,17 2.510.458,50
D. VERBINDLICHKEITEN 311.299.144,03 295.958.571,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.514.876,66 81.820.123,79
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 65.479.654,20 (Vorjahr: EUR 51.931.823,11)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 33.035.222,46 (Vorjahr: EUR 29.888.300,68)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 4.016.430,78 (Vorjahr: EUR 5.137.947,02)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.266.884,16 14.553.103,03
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 11.266.884,16 (Vorjahr: EUR 14.553.103,03)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 164.323.017,71 160.219.429,23
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 162.323.017,71 (Vorjahr: EUR 158.219.429,23)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 2.000.000,00 (Vorjahr: EUR 2.000.000,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 11.700.272,85 10.283.054,25
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 11.700.272,85 (Vorjahr: EUR 10.283.054,25)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 25.494.092,65 29.082.861,40
- davon aus Steuern: EUR 1.211.383,06 (Vorjahr: EUR 1.598.529,28)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 564.965,37 (Vorjahr: EUR 806.974,13)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 6.960.879,49 (Vorjahr: EUR 9.959.516,43)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 18.533.213,16 (Vorjahr: EUR 19.123.344,97)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 3.012.090,00 (Vorjahr: EUR 1.333.303,89)
414.537.122,74 395.642.512,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 525.955.452,67 478.268.300,96
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.398.433,74 3.675.575,21
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.998.519,00 411.476,25
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.742.169,76 2.747.860,94
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 168.697,37 (Vorjahr: EUR 1.267.189,87)
5. Gesamtleistung 528.297.707,69 485.103.213,36
6. Materialaufwand -459.698.750,32 -424.356.390,62
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -450.456.770,58 -417.160.130,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.241.979,74 -7.196.260,37
7. Personalaufwand -33.621.768,63 -29.938.778,63
a) Löhne und Gehälter -27.177.467,01 -24.686.899,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.444.301,62 -5.251.879,54
- davon für Altersversorgung: EUR 2.470.131,66 (Vorjahr: EUR 1.596.207,17)
8. Abschreibungen -1.930.406,13 -1.870.007,81
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -1.930.406,13 -1.870.007,81
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -31.206.915,23 -31.912.939,65
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 131.056,03 (Vorjahr: EUR 1.217.258,76)
10. Erträge aus Beteiligungen 6.477.288,19 1.599.963,42
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.476.490,69 (Vorjahr: EUR 1.592.203,48)
11. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 12.777.336,11 0,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.246.599,17 5.065.616,99
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 9.564.289,20 (Vorjahr: EUR 4.789.196,80)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -7.022.447,03 -6.715.693,97
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.886.052,52 -7.081.523,34
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 7.374.064,04 (Vorjahr: EUR 3.983.668,74)
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 659.657,00 (Vorjahr: EUR 560.906,00)
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme -5.184.366,84 0,00
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.435.621,31 -544.372,74
17. Ergebnis nach Steuern 1.812.603,15 -10.650.912,99
18. Sonstige Steuern -39.191,35 -38.440,31
19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.773.411,80 -10.689.353,30
20. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 68.277.932,48 80.767.285,78
21. Ergebnisverwendung -1.800.000,00 -1.800.000,00
22. Bilanzgewinn/-verlust 68.251.344,28 68.277.932,48

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften Anwendung.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

B. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SCHERDEL GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Marktredwitz
Registergericht: Amtsgericht Hof
Registernummer: HRB 767

C. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig als Aufwand gebucht.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Anwendung des Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse werden retrograd ermittelt durch Vornahme eines Abschlages auf den Verkaufspreis.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Hierbei wurden alle erkennbaren Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Auszahlungen im Berichtsjahr, die Aufwendungen für das nachfolgende Geschäftsjahr darstellen, wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der "projected unit credit method" gebildet. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018G. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug 1,82 % bzw. 1,83 %. Berücksichtigt wurde zudem ein Rententrend in Höhe von 0,0 % - 1,5 % p.a..

Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Fremdwährungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet.

II. Angaben zu den Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit den historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist in einem Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist.

In den geleisteten Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände wurden Aufwendungen für Customizing von Software in Höhe von TEUR 6.660 aktiviert. Bei Inbetriebnahme der immateriellen Vermögensgegenstände werden die aktivierten Aufwendungen über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung für eine Schadensabwicklung in Höhe von TEUR 1.000 enthalten.

Pensionsrückstellungen

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von EUR 108.519,00. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 21.748.160,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 16.588.436,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 16.588.436,00
verrechnete Aufwendungen 515.808,00
verrechnete Erträge 331.100,00

Bei den verrechneten Vermögensgegenständen handelt es sich um Versicherungen, die bewertet mit dem Deckungskapitalverfahren unter Ansatz des Aktivprimats berücksichtigt wurden. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden unter Ausnutzung des Ausweiswahlrechts im Pensionsaufwand erfasst.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von TEUR 2.249 enthalten.

Verbindlichkeitenspiegel

Davon mit einer Restlaufzeit Davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
von mehr als einem Jahr
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
EUR Art der Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 99.514.876,66 65.479.654,20 33.035.222,46 4.016.430,78 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.266.884,16 11.266.884,16 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 164.323.017,71 162.323.017,71 2.000.000,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 11.700.272,85 11.700.272,85 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 25.494.092,65 6.960.879,49 18.533.213,16 3.012.090,00 0,00
312.299.144,03 257.730.708,41 53.568.435,62 7.028.520,78 0,00

Die SCHERDEL GmbH gewährt Leistungen der betrieblichen Altersversorgung an ihre Mitarbeiter. Diese werden von der Unterstützungskasse erbracht. Diese Versorgungsverpflichtungen sind als mittelbare Pensionsverpflichtungen ungewisse Verbindlichkeiten, die durch Rückstellungen in der Bilanz zu erfassen oder als Unterdeckung im Anhang auszuweisen sind. Der versicherungsmathematische Wert beträgt zum Bilanzstichtag EUR 13.989.235,00.

Die Bewertung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck. Es wurden ein Rechnungszinsfuß von 1,82 %, ein Rententrend von 1,5 % und eine Fluktuation von durchschnittlich 3,0 % angenommen. Unter Berücksichtigung eines Kassenvermögens in Höhe von EUR 485.708,66 ergibt sich eine Unterdeckung in Höhe von EUR 13.503.526,34.

Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen: EUR 94.464.108,20 (Vj.: EUR 95.246.943,55).

Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus Garantieerklärungen zugunsten von ausländischen Tochterunternehmen in Höhe von EUR 41.017.357,00 (Vj.: EUR 39.246.461,00).

Des Weiteren wurden Patronatserklärungen zugunsten dreier inländischer Tochterunternehmen abgegeben.

Weiterhin besteht ein öffentlich-rechtlicher Schuldbeitritt zwischen dem Freistaat Thüringen vertreten durch die Thüringer Aufbaubank (Gläubiger) und der SCHERDEL GmbH (Beitretender). Die Gesellschaft tritt neben der HQM SCHERDEL GmbH (Zuwendungsempfänger) in das Rückerstattungsverhältnis ein, das sich ergibt, wenn der Gläubiger vom Zuwendungsempfänger den Investitionszuschuss in Höhe von EUR 1.068.000,00 nebst Zinsen zurückfordern sollte.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der guten Liquiditätslage der Gesellschaften, für die die Haftung eingegangen wurde, nicht zu rechnen.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Es wurden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen (Euribor-) Darlehen verwendet. Den Zinsswaps liegt jeweils ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (Mikro Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 22.151.760,58. Einbezogen in die Bewertungseinheit wurden auch zwei Darlehen in Höhe von EUR 15.000.000,00, welche erst nach dem Bilanzstichtag ausbezahlt werden.

Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten, Zinssätze, Zinsanpassungs- bzw. Zins- und Tilgungstermine gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäften aus. Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt EUR 31.547,39. Die Gesellschaft wählt die Einfrierungsmethode.

Mitzugehörigkeit zu Bilanzposten

Vermögens- bzw. Schuldposten Bilanzausweis unter Mitzugehörigkeit zu Bilanzposten
Verrechnungskonten der Firmengruppe Scherdel EUR 125.154.727,98 (Vj.: EUR 104.718.707,11) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 11.252.848,74 (Vj.: EUR 4.174.948,35)
Sonstige Vermögensgegenstände EUR 113.901.879,24 (Vj.: EUR 100.543.758,76)
Verrechnungskonten der Firmengruppe Scherdel EUR 164.323.017,71 (Vj.: EUR 160.219.429,23) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 13.725.472,84 (Vj.: EUR 13.022.388,97)
Sonstige Verbindlichkeiten EUR 150.597.544,87 (Vj.: EUR 147.197.040,26)
Verrechnungskonten der Firmengruppe Scherdel EUR 11.700.272,85 (Vj.: EUR 10.283.054,25) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 2.620.251,99 (Vj.: EUR 1.939.579,57)
Sonstige Verbindlichkeiten EUR 9.080.020,86 (Vj.: EUR 8.343.474,68)

Angabe nach § 285 Nr. 30a HGB

Der tatsächliche Steueraufwand bzw. -ertrag, der sich nach dem Mindeststeuergesetz nach § 274 (3) Nr. 2 HGB ergibt, beträgt für das Geschäftsjahr 0,00 EUR.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

Ventil- und Druckfedern 36,00
Zug-, Dreh- und Sonderfedern 25,00
Stanz- und Biegetechnik 21,00
Montagetechnik 18,00
100,00

Beträge von nicht untergeordneter Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 711 sowie Kursgewinne in Höhe von TEUR 169 enthalten.

IV. Aufstellung des Anteilbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Firma Eigenkapital
EUR
Kapitalanteil
%
letztes Jahresergebnis
EUR
A-Be-FINANZ GmbH & Co. KG, Marktredwitz 1.270.439,76 30,30 86.285,57
SCHERDEL INNOTEC Forschungs- und Entwicklungs GmbH, Marktredwitz 4.756.395,98 25,00 0,00
SCHERDEL Waldershof GmbH & Co. KG, Marktredwitz -1.837.740,20 100,00 -3.435.665,07
SCHERDEL Leutendorf GmbH & Co. KG, Marktredwitz 46.593.493,26 100,00 4.393.003,36
SCHERDEL Friedau GmbH & Co. KG, Marktredwitz 57.928.662,63 100,00 -454.227,01
SCHERDEL Erlangen GmbH & Co. KG, Erlangen 4.845.726,62 100,00 -768.086,56
C.E.P. Technische Federn Sigmund Scherdel Consulting GmbH, Marktredwitz 28.117.529,46 100,00 0,00
Oberflächentechnik Sigmund Scherdel GmbH & Co. KG, Marktredwitz 2.697.088,177 25,00 -1.449.655,60
Liegenschaftsverwaltung Barbarastraße 21 GmbH, Marktredwitz 185.239,79 100,00 0,00
SCHERDEL Logistik Zentrum GmbH, Marktredwitz 1.553.846,25 100,00 0,00
SCHERDEL Energie Agentur GmbH, Marktredwitz 16.492,43 49,00 17.173,56
Zeitsprung intelligente Prozesse GmbH & Co. KG, Tirschenreuth -234.669,09 100,00 0,00
SCHERDEL Thiersheim GmbH, Marktredwitz -109.22,47 100,00 -83.469,43
SCHERDEL Medtec GmbH & Co. KG, Marktredwitz 1.448.818,16 100,00 -4.336,48
Scherdel Prototypenbau und Anwendungstechnik GmbH, Marktredwitz -1.214.333,55 50,00 -1.058.897,34
Integral-Scherdel Consulting GmbH, Marktredwitz 707.255,16 100,00 0,00
SCHERDEL Kunststoff GmbH, Marktredwitz 213.763,97 100,00 0,00
Christian Eberl GmbH & Co. KG, Röslau 29.738.299,21 100,00 1.992.947,55
SCHERDEL Berlin GmbH & Co. KG, Berlin 553.268,20 88,00 122.133,96
AFEMA Automatisierungs- und Steuerungstechnik GmbH, Marktredwitz 3.115.604,84 100,00 1.308.574,97
Comet Werkzeugbau GmbH, Marktredwitz 236.709,20 80,00 0,00
MECO Maschinen-Elektro-Companie GmbH, Waldershof -5.143.152,05 100,00 0,00
PM Perfektion Maschinenbau Verwaltungsgesellschaft mbH, Marktredwitz 3.832.444,94 45,00 0,00
Reichenbacher Hamuel GmbH, Dörfles-Esbach -3.895.021,81 25,00 -1.623.489,05
SCHERDEL Marienberg GmbH, Marienberg 70.009.828,56 90,00 0,00
SCHERDEL Feinschneidtechnik GmbH, Chemnitz 9.350.696,37 25,00 0,00
SCHERDEL Schweiß- und Umformtechnik GmbH, Treuen -2.854.989,35 25,00 -590.628,05
HQM SCHERDEL GmbH, Marktredwitz -4.436.616,92 100,00 -1.171.072,08
VfW Verwaltungsgesellschaft für Metalltechnik mbH, Marktredwitz 76.122,94 100,00 2.707,90
VfL Verwaltungsgesellschaft für Ventilfedernfabriken mbH, Marktredwitz 75.935,95 100,00 2.609,14
VfF Verwaltungsgesellschaft für Spezialfedernfabriken mbH, Marktredwitz 76.192,04 100,00 2.705,49
VfE Verwaltungsgesellschaft für Federntechnik mbH, Erlangen 75.013,75 100,00 2.597,92
OFTM Verwaltungs GmbH, Marktredwitz 59.843,50 100,00 2.040,60
Zeitsprung Verwaltungs GmbH, Tirschenreuth -14.308,05 100,00 0,00
VfR Gesellschaft für Druckfederntechnik GmbH, Marktredwitz 72.557,63 100,00 3.409,87
SCHERDEL Medtec Management GmbH, Marktredwitz 50.263,87 100,00 1.571,87
VfB Verwaltungsgesellschaft für SCHERDEL Berlin GmbH, Marktredwitz 36.103,36 100,00 539,17
A-Be-FINANZ Geschäftsführungs- GmbH, Marktredwitz 35.564,19 100,00 336,90
SCHERDEL Beauvais S.A.R.L., Beauvais 13.744.582,85 43,41 -1.185.156,24

D. Ergänzende Angaben

I. Organe

Im Geschäftsjahr waren als Geschäftsführer bestellt:

Herr Dipl.-Ing. (Univ.) Marcus Bach, Marktredwitz

Assessor (jur.) Maximilian Freiherr von Waldenfels, Arzberg

Herr Dipl.-Ing. Christian Schiener, Marktredwitz

Herr Dipl.-Ing. Ulrich Hocher, Callenberg

Herr Marcus Bach, Maximilian Freiherr von Waldenfels und Herr Christian Schiener sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Marcus Bach ist einzelvertretungsberechtigt.

An Gesamtbezügen wurden im Berichtsjahr EUR 1.734.137,00 gewährt.

II. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl beschäftigter Mitarbeiter betrug:
Arbeiter: 19
Angestellte: 266

III. Gesellschafter

Gesellschafter des Berichtsunternehmens ist zu 100 % die Sigmund Scherdel GmbH & Co. KG, mit Sitz in Marktredwitz.

IV. Abschlussprüferhonorar

In Bezug auf die Angabe für das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar wird von der Erleichterungsmöglichkeit gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht. Die Angabe ist im Konzernabschluss der Muttergesellschaft enthalten.

V. Mutterunternehmen

Das Berichtsunternehmen ist in einen Unternehmensverbund eingegliedert. Das Mutterunternehmen ist die SCHERDEL Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Marktredwitz.

Die SCHERDEL GmbH wird mit ihren Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der SCHERDEL Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Marktredwitz einbezogen, der Konzernabschluss hat somit befreiende Wirkung nach § 291 Abs. 2 HGB. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

VI. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

VII. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.773.411,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Marktredwitz, den 28. März 2024

Dipl.-Ing. (Univ.) Marcus Bach

Assessor (jur.) Maximilian Freiherr von Waldenfels

Dipl.-Ing. Christian Schiener

Dipl.-Ing. Ulrich Hocher

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- Herstellungskosten 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.335.133,95 663.676,92 0,00
Geleistete Anzahlungen 1.950.427,84 4.914.941,73 0,00
14.285.561,79 5.578.618,65 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.153.813,51 770.894,75 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.372.143,26 116.721,63 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.064.217,18 883.045,07 404.552,43
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 358.230,95 120.173,15 0,00
22.948.404,90 1.890.834,60 404.552,43
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 189.146.695,26 2.877.752,45 0,00
Beteiligungen 31.850,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 50.217,20 0,00 0,00
189.228.762,46 2.877.752,45 0,00
226.462.729,15 10.347.205,70 404.552,43
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.650,31 13.202.461,18
Geleistete Anzahlungen -203.650,31 6.661.719,26
0,00 19.864.180,44
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 12.924.708,26
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.488.864,89
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 9.542.709,82
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 478.404,10
0,00 24.434.687,07
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 192.024.447,71
Beteiligungen 0,00 31.850,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 50.217,20
0,00 192.106.514,91
0,00 236.405.382,42
kumulierte Abschreibungen 1.1.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Auflösungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.990.779,86 733.340,08 0,00 10.724.119,94
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.990.779,86 733.340,08 0,00 10.724.119,94
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.789.149,70 327.914,30 0,00 2.117.064,00
Technische Anlagen und Maschinen 575.023,15 165.078,38 0,00 740.101,53
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.100.730,69 704.073,37 393.199,91 7.411.604,15
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.464.903,54 1.197.066,05 393.199,91 10.268.769,68
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.083.434,47 7.022.447,03 3.598.738,24 11.507.143,26
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
8.083.434,47 7.022.447,03 3.598.738,24 11.507.143,26
27.539.117,87 8.952.853,16 3.991.938,15 32.500.032,88
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.478.341,24 2.344.354,09
Geleistete Anzahlungen 6.661.719,26 1.950.427,84
9.140.060,50 4.294.781,93
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.807.644,26 10.364.663,81
Technische Anlagen und Maschinen 748.763,36 797.120,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.131.105,67 1.963.486,49
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 478.404,10 358.230,95
14.165.917,39 13.483.501,36
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 180.517.304,45 181.063.260,79
Beteiligungen 31.850,00 31.850,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 50.217,20 50.217,20
180.599.371,65 181.145.327,99
203.905.349,54 198.923.611,28

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SCHERDEL GmbH, Marktredwitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCHERDEL GmbH, Marktredwitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHERDEL GmbH, Marktredwitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Marktredwitz, 5. August 2024

NOW GmbH & Co. KG
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Dipl.-Kffr. Rahn, Wirtschaftsprüferin

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