Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 751699
Vorher
Monowell Beteiligungs-GmbH
Eingetragen
8.9.2008
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und PappeHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von Böttcherwaren
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung von Wellpappe und daraus hergestellten Verpackungen sowie der Handel mit Verpackungsmaterial

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Erwin Baier
seit 30.10.2025
Prokura
Marina Dr. Palm
seit 5.11.2024
Geschäftsführer
Christian Klamt
seit 19.8.2024
Prokura
Benjamin Fehrenbach
seit 10.6.2024
Geschäftsführer
Dirk Krause
seit 13.10.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Seyfert GmbH

Reichenbach an der Fils

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Seyfert GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Seyfert GmbH, Reichenbach/Fils - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Seyfert GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 4. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maxim Orlov, Wirtschaftsprüfer

Johannes Ilg, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 84.549,00 218
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.950.919,00 10.891
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.375,94 1.217
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 158.909,84 337
12.123.204,78 12.451
12.207.753,78 12.669
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.909.837,26 3.224
2. Unfertige Erzeugnisse 310.580,49 285
3. Fertige Erzeugnisse 3.684.474,71 5.628
5.904.892,46 9.137
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.466.053,81 2.972
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.772.692,37 22.393
3. Sonstige Vermögensgegenstände 470.417,10 547
21.709.163,28 25.912
27.614.055,74 35.049
C. Rechnungsabgrenzungsposten 496.517,36 0
40.318.326,88 47.718

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25
III. Gewinnvortrag 24.392,20 24
5.049.392,20 5.049
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 19.405.609,00 19.862
2. Sonstige Rückstellungen 2.599.337,26 2.923
22.004.946,26 22.785
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.865.315,20 16.651
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.820.354,01 1.914
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.891,91 774
4. Sonstige Verbindlichkeiten 464.427,30 545
13.263.988,42 19.884
40.318.326,88 47.718

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 93.948.546,45 121.201
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -1.917.854,56 180
3. Sonstige betriebliche Erträge 330.542,88 166
92.361.234,77 121.547
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.267.539,67 74.513
b) Energiekosten und bezogene Leistungen 3.200.986,97 6.449
48.468.526,64 80.962
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.790.993,83 20.226
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.098.144,82 3.974
davon für Altersversorgung EUR 199.790,23 (Vj. TEUR 116)
21.889.138,65 24.200
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.762.253,67 6.491
3.762.253,67 6.491
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.131.845,06 15.866
3.109.470,75 -5.972
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 245.471,85 267
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 245.471,85 (Vj. TEUR 268)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 766.903,85 1.148
-521.432,00 -881
10. Ergebnis nach Steuern 2.588.038,75 -6.853
11. Sonstige Steuern 104.768,97 105
12. Aufwand aus Gewinnabführung (Vj. Ertrag aus Verlustübernahme) -2.483.269,78 6.958
13. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Seyfert GmbH mit Sitz in Reichenbach an der Fils im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart, unter der Nummer HRB 751699 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen längstens über fünf Jahre vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit niedrigerem Anschaffungswert wurden im Anschaffungsjahr sofort im Aufwand erfasst. Seit dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zur steuerlichen Höchstgrenze von EUR 800,00 im Anschaffungsjahr abgeschrieben; der Abgang wird im Zugangsjahr unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und die fertigen Erzeugnisse wurden nach der retrograden Methode ausgehend von den Verkaufspreisen angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse wurden mit einem Abschlag von 29,9 % (Reichenbach) bzw. 33,7 % (Salzgitter), die fertigen Erzeugnisse mit einem Abschlag von 18,0 % (Reichenbach) bzw. 23,2 % (Salzgitter) dieser Verkaufspreise angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz von zehn Jahren bei einer restlichen Laufzeit von fünfzehn Jahren von 1,83 % p. a. (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden im Jahr 2023 mit 1,5 % p. a. (Vj. 1,5 %) berücksichtigt. Die Gehaltsentwicklung wurde mit 3,0 % p. a. (Vj. 3,0 %) berücksichtigt.

Die Rückstellung für Altersteilzeit enthält das Entgelt für die geleistete Mehrarbeit, Sozialversicherungsbeiträge und zusätzliche Rentenbeiträge des Arbeitgebers, Abfindungen für Rentenabschläge sowie die Aufstockungsbeträge.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit EUR 18.536.390,25 (Vj. TEUR 22.375) Forderungen gegen Gesellschafter sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 236.302,12 (Vj. TEUR 18).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind EUR 441.76 (Vj. EUR 441,76) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem Zehn-Jahresdurchschnittszins und dem Sieben-Jahresdurchschnittszins gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 206.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Personalbereich (Altersteilzeit, Abfindungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Resturlaub und Gleitzeitguthaben), für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, unterlassene Instandhaltungen, ausstehende Rechnungen sowie für Jahresabschlusskosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

31.12.2023
Restlaufzeit
bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.201 5.664 0 10.865
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.820 0 0 1.820
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 114 0 0 114
4. Sonstige Verbindlichkeiten 464 0 0 464
davon aus Steuern (163) 0 0 (163)
31.12.2022
Restlaufzeit
bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.102 8.549 0 16.651
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.914 0 0 1.914
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 774 0 0 774
4. Sonstige Verbindlichkeiten 545 0 0 545
davon aus Steuern (172) 0 0 (172)

Unter den Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 7 Beträge für in Anspruch genommene Lieferantenskonti ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 113.891,91 (Vj. TEUR 774) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.719 durch Sicherungsübereignung der finanzierten technischen Anlagen und Maschinen besichert.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen im Rahmen einer gesamtschuldnerischen Haftung nach § 251 HGB mit der Packwell GmbH zugunsten von Gläubigern der Schwestergesellschaft in Höhe von EUR 3.718.750.

Nach § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die Gewerbe- und Umsatzsteuer des Organkreises der Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, Aalen. Der Organträger ist seinen jeweiligen Verpflichtungen bisher uneingeschränkt nachgekommen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen sowie nach § 73 AO wird von der Geschäftsführung aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens der betreffenden verbundenen Unternehmen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 3.797 sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.420). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

2024 2025-2027 Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- Pachtverträgen 2.711 1.061 3.772
Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen 13 12 25

Die Miet-, Pacht und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027.

Factoring

Zweck:

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages verkauft.

Risiken:

Keine.

Vorteile:

Reduzierung des Forderungsausfallrisikos und Verbesserung der Liquidität.

Finanzielle Auswirkungen:

Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von EUR 4,7 Mio. verkauft.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
Wellpappe 89.511 95,3 111.575 92,1
Altpapier 1.450 1,5 3.356 2,8
Klischees, Stanzwerkzeuge 1.098 1,2 1.398 1,1
Handelsware 3.962 4,2 7.088 5,8
Sonstige Erlöse 684 0,7 1.410 1,2
./. Erlösschmälerungen -2.757 -2,9 -3.626 -3,0
93.948 100,0 121.201 100,0
nach Regionen
Inland 91.419 97,3 115.941 95,7
Ausland 5.286 5,6 8.886 7,3
./. Erlösschmälerungen -2.757 -2,9 -3.626 -3,0
93.948 100,0 121.201 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 319 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (TEUR 111), Erträge aus ausgebuchten Forderungen (TEUR 3), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 127), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (TEUR 11) und Erträge aus Schadenersatz (TEUR 67).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Einstellungen in die Wertberichtigung sowie Forderungsausbuchungen i. H. v. TEUR 209 (Vj. TEUR 167) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 201 (Vj. TEUR 638) Zinsaufwendungen aus der Zuführung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren:

Dr. Wolfgang Palm, Diplom-Kaufmann Aalen-Unterkochen (einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit)
Christoph Hümmler, Diplom-Ingenieur Plettenberg (gesamtvertretungsberechtigt)
Bernhard Starzer, Ingenieur/MBA Eislingen/Fils (gesamtvertretungsberechtigt ab 01.03.2023 bis 26.03.2024)
Max Scherm, Betriebswirt (VWA) Floß (gesamtvertretungsberechtigt bis 31.01.2023)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 104
Gewerbliche 249
353
./. Auszubildende -15
338

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Palm Papier GmbH & Co. KG, Aalen, einbezogen. Die Palm Papier GmbH & Co. KG erstellt lediglich einen Konzernabschluss, der den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen umfasst.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für 2023:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 34
Steuerberatungsleistungen 15
49

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Reichenbach/Fils, 4. April 2024

Geschäftsführung

Dr. Wolfgang Palm

Christoph Hümmler

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.280.880,31 30.017,30 0,00 0,00 3.310.897,61
2. Geleistete Anzahlungen 74.279,16 0,00 0,00 0,00 74.279,16
3.355.159,47 30.017,30 0,00 0,00 3.385.176,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 422.742,62 0,00 0,00 0,00 422.742,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.820.824,49 2.591.115,80 336.614,93 0,00 70.748.555,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.952.400,28 528.905,64 0,00 1.534.850,14 15.946.455,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 336.614,93 158.909,84 -336.614,93 158.909,84
85.532.582,32 3.278.931,28 0,00 1.534.850,14 87.276.663,46
88.887.741,79 3.308.948,58 0,00 1.534.850,14 90.661.840,23
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.062.944,31 163.404,30 0,00 3.226.348,61
2. Geleistete Anzahlungen 74.279,16 74.279,16
3.137.223,47 163.404,30 0,00 3.300.627,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 416.345,62 6.397,00 0,00 422.742,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 56.929.507,49 2.868.128,73 0,00 59.797.636,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.735.809,34 724.323,64 1.527.053,14 14.933.079,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
73.081.662,45 3.598.849,37 1.527.053,14 75.153.458,68
76.218.885,92 3.762.253,67 1.527.053,14 78.454.086,45
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 84.549,00 218
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0
84.549,00 218
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.950.919,00 10.891
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.375,94 1.217
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 158.909,84 337
12.123.204,78 12.451
12.207.753,78 12.669

Lagebericht für 2023

1. Grundlagen

Die Seyfert GmbH ist an ihren beiden Standorten in Reichenbach an der Fils und Salzgitter in der Entwicklung von Wellpappenverpackungen und Displays, der Erzeugung von Wellpappenformaten, der Herstellung von Wellpappenverpackungen und Displays und dem Vertrieb dieser Verpackungen tätig.

Seit dem Jahr 2014 gehört die Seyfert GmbH zur Palm Gruppe, Aalen. Das inhabergeführte Familienunternehmen gehört im Bereich Wellpappenverpackungen zu den führenden Herstellern in Europa.

2. Wirtschaftsbericht

2a. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist nach Angabe des statistischen Bundesamtes in Deutschland im Jahr 2023 um - 0,3 % gesunken. Absolut lag das Bruttoinlandsprodukt damit um 0,7 % über dem Niveau des Jahres 2019 vor dem Ausbruch der Corona- Pandemie. Die Entwicklung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen stark unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt um - 2,0 % zurück. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um - 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Er lag damit um 1,5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (- 6,2 %).

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von EUR 82,7 Milliarden. Das waren etwa EUR 14 Milliarden weniger als im Jahr 2022 (EUR 96,9 Milliarden). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremsen, die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entfielen aber.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt - 3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt - 1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag.

Die preisbereinigten Bruttoanlageinvestitionen sind in 2023 um - 0,3 % gesunken. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresvergleich um 5,9 %. Die Inflation fiel damit geringer aus als im Jahr zuvor, lag jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 mit 12,4 % besonders stark. Energieprodukte verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 %. Preisrückgänge gab es beim Heizöl (- 22,2 %) und mit durchschnittlich - 5,8 % bei Kraftstoffen. Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit 4,4 % unterdurchschnittlich. Die Nominallöhne lagen im 3. Quartal 2023 um 6,3 % über dem Vorjahresquartal. Aufgrund des Anstiegs der Verbraucherpreise um 5,7 % im gleichen Zeitraum stiegen die Reallöhne erstmals seit drei Jahren wieder um 0,6 %.

Auch auf dem Arbeitsmarkt zeigten sich erste Auswirkungen der konjunkturellen Eintrübung. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 % im Jahr 2022 auf durchschnittlich 5,7 % im Jahr 2023. Sie liegt damit über dem Vorkrisen-Niveau des Jahres 2019 und ist nach einem zwischenzeitlichen Rückgang im Vorjahr erneut angestiegen.

Verbandsstatistiken zeigen für 2023 einen Absatzrückgang für Wellpappenverpackungen in Deutschland von rund 8 %. Die Papierpreise sanken insbesondere zu Beginn des Jahres sehr stark. Nachdem die Papierpreise in der Jahresmitte stabil blieben, gab es im November einen weiteren merklichen Rückgang, insbesondere für braune, altpapierbasierte Sorten. Das gewichtete Gesamtpreisniveau nach EUWID sank von Januar bis Dezember 2023 um - 16,2 %. Zusätzlich zu den nach wie vor hohen Rohstoffkosten rechnen die Mitglieder des deutschen Verbands der Wellpappenindustrie mit einem durchschnittlichen Anstieg der übrigen Kosten von 4,8 % im Jahr 2024. Die erheblichen Preissteigerungen des letzten Jahres konnten über die Verkaufspreise kompensiert werden. Die Durchschnittserlöse sanken jedoch im Jahresverlauf stetig bis auf 67,3 Cent/m 2 im September 2023 und lagen damit mit -15,2 % unter dem Wert aus dem Vorjahresmonat.

2b. Ertragslage

Der Umsatz des Unternehmens ist um 22,5 % auf 93,9 Mio. EUR (Vorjahr 121,2 Mio. EUR) gesunken. Die Absatzmenge lag 17,1 % unter dem Vorjahr und erreichte einen Wert von 132,9 Mio. m 2 (Vorjahr 160,3 Mio. m 2 ). Die Durchschnittserlöse für eigene Erzeugnisse sind um 7,1 % gesunken. Der Anteil der Inlandsumsätze liegt bei 94,8 % (Vorjahr 92,9 %).

Der Materialaufwand des Unternehmens reduzierte sich um TEUR 32.492 auf TEUR 48.469. Der Anteil an der Gesamtleistung betrug 52,5 % (Vorjahr 66,7 %).

Der Personalaufwand hat sich insbesondere aufgrund von Kapazitätsanpassungen und der Nutzung des Instruments der Kurzarbeit um TEUR 2.311 reduziert. Die Personalaufwandsquote hat sich durch die deutliche Reduzierung der Gesamtleistung von 19,8 % im Vorjahr auf 23,7 % erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen leistungsbedingt aufgrund niedrigerer Aufwendungen für Ausgangsfrachten von TEUR 15.866 auf TEUR 15.132 gesunken.

Die Abschreibungen sind um TEUR 2.729 auf TEUR 3.762 gesunken. Sie belaufen sich auf 4,1 % der Gesamtleistung (Vorjahr 5,4 %). Wesentlicher Treiber der Verringerung ist die geringere Beschaffung neuer Paletten, die als GWG im Jahr der Anschaffung verbucht werden.

In Summe wurde ein deutlich verbessertes Jahresergebnis vor EAV (Ergebnisabführungsvertrag) in Höhe von TEUR +2.483 (Vorjahr TEUR -6.958) erzielt. Das EBITDA beträgt TEUR 6.872 (Vorjahr TEUR 519).

Der prognostizierte Rückgang des Umsatzes ist eingetreten. Das für das Wirtschaftsjahr 2023 geplante Ergebnis wurde aufgrund des aktiven Vertriebs- und Kostenmanagements sowie Effizienzsteigerungen signifikant übertroffen.

2c. Finanz- und Vermögenslage

Das Unternehmen erwirtschaftete einen Cashflow im engeren Sinne (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) in Höhe von TEUR 6.246 (Vorjahr TEUR -467).

Eine sichere Unternehmensentwicklung setzt die Bereitstellung von Liquidität der Muttergesellschaft während der Sanierungsbemühungen voraus. Dies ist u.a. aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags gegeben.

Die Finanzausstattung und Liquidität werden gruppenweit durch die Muttergesellschaft Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG gesteuert. Das Unternehmen wird finanziert durch zugewiesene Kreditlinien bei Geschäftsbanken in Höhe von 8,75 Mio. EUR sowie bei Bedarf über die Muttergesellschaft. Hierzu hat die Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG eine Patronatserklärung zugunsten der Seyfert GmbH abgegeben.

Zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und Reduzierung des Forderungsausfallrisikos werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages verkauft.

Die Bilanzsumme hat sich von EUR 47,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 40,3 Mio. vermindert.

Das Anlagevermögen des Unternehmens hat sich im Berichtsjahr um EUR 0,5 Mio. auf EUR 12,2 Mio. verringert (30,3 % der Bilanzsumme). Die Abschreibungen in Höhe von EUR 3,8 Mio. überstiegen die Investitionen (EUR 3,3 Mio.).

Die Vorräte betragen 14,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr 19,1 %) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 6,1 % (Vorjahr 6,2 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 46,6 % (Vorjahr 46,9 %) der Bilanzsumme - der größte Teil dieser Forderungen besteht gegenüber der Muttergesellschaft und resultiert überwiegend aus Forderungen aus Verlustübernahme und Forderungen aus sonstigem Zahlungsverkehr.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 12,5 % (Vorjahr 10,6 %).

Die Rückstellungen belaufen sich auf 22,0 Mio. EUR (Vorjahr 22,8 Mio. EUR). Hierin sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 19,4 Mio. EUR (Vorjahr 19,9 Mio. EUR) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich auf EUR 10,9 Mio. EUR vermindert (Vorjahr 16,7 Mio. EUR).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3a. Chancen und Risiken

3a. Chancen und Risiken

Für die Verpackungs- und Wellpappenindustrie sehen wir mittel- und langfristig überwiegend Chancen für eine positive Weiterentwicklung. Die Verpackungs- und Wellpappenbranche profitiert vom starken Konsum der Bürger und damit von einem dynamisch nachfragenden, breiten Kundenkreis, der unabhängig von der Entwicklung einzelner Branchen und Märkte eine wenig konjunkturanfällige Absatzentwicklung ermöglicht. Der wachsende Internet-Handel hat dabei einen maßgeblichen Einfluss auf die Mengenentwicklung der Wellpappenbranche. Auch die Umweltverträglichkeit der Wellpappenverpackungen, die bei Unternehmen und Verbrauchern einen immer größeren Stellenwert erhält, ist eine Stärke und Chance der Branche. Die Wellpappenverpackungen bestehen zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen und werden nach Gebrauch nahezu vollständig recycelt. Wir erwarten deshalb eine insgesamt steigende Nachfrage nach Verpackungen.

Kurzfristig bestehen Risiken für die Wellpappenbranche aus der aktuellen Konjunkturentwicklung. Die Steigerung der Verbraucherpreise drückte bis zuletzt auf die Konsumneigung der Verbraucher. Der nun wieder eingetretene Anstieg der Reallöhne sollte sich jedoch positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Risiken bestehen weiterhin in möglicherweise schwankenden Rohstoffpreisen sowie in dem intensiven Wettbewerb zwischen den Anbietern.

Wichtigster Rohstofflieferant des Unternehmens sind die gruppeneigenen Papiermaschinen, deren Wellpappenrohpapiere auf den Wellpappenanlagen des Unternehmens zu Wellpappe verarbeitet werden. Diese vertikale Integration stellt eine weitere Chance für das Unternehmen dar, denn sie sichert die permanente Versorgung der eigenen Werke mit Rohpapieren. Da die Herstellung der Wellpappenrohpapiere auf drei verschiedenen Papiermaschinen und an drei unterschiedlichen Standorten erfolgt, ist selbst bei Produktionsproblemen einer Papiermaschine die permanente Versorgung gesichert.

Das Unternehmen verfügt weiterhin über etwa 900 kaufende Kunden, eine kritische Konzentration auf wenige Kunden besteht nicht.

Das Unternehmen und die Führung der Palm Verpackungswerke stehen in permanentem Austausch, um Risiken und Chancen laufend neu zu bewerten und um entsprechende Maßnahmen festzulegen. Die Risiken und Chancen erscheinen insgesamt ausgewogen. Auch bei Eintreten der hier genannten Risiken sehen wir den Fortbestand des Unternehmens als gesichert.

4. Prognosebericht

Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass sich die schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, fortsetzt und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremst. Auch wenn davon ausgegangen wird, dass sich der private Konsum durch wieder steigende reale Einkommen bis Ende 2024 erholt, rechnet der Sachverständigenrat aufgrund des negativen Außenbeitrags nur mit einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 %. Die Verbraucherpreisinflation schätzt der Sachverständigenrat für das Jahr 2024 auf 2,6 %.

Der Verband der Wellpappenindustrie rechnet für das Jahr 2024 mit einer arbeitstäglichen Absatzsteigerung im Vergleich zu 2023 von 1,4 %. Der Verband geht aufgrund der erwarteten geringeren Inflation und der daraus resultierenden Steigerung der Reallöhne von einer allmählichen Erholung der Nachfrage aus.

Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr zu erwartenden niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreise rechnen wir für 2024 mit einem preisbedingten Umsatzrückgang. Davon ausgehend, dass dieser nicht vollumfänglich durch Kosteneinsparungen kompensiert werden kann, erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis das deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023 liegt.

 

Reichenbach/Fils, 4. April 2024

Dr. Wolfgang Palm

Christoph Hümmler

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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