Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 189499
Vorher
FTAPI Software UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
21.12.2010
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb der FTAPI Software, einer Software für sicheren Dateitransfer und sichere Dateispeicherung über unsichere Netzwerke, wie z.B. Internet, und in unsicheren Storages, und Anbieten von Dienstleistungen für Integration, Betrieb und Bereitstellung der vorgenannten Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Ari Albertini
seit 19.1.2023
Geschäftsführer
Michael Krinninger
seit 26.6.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (13)

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Digital Freedom GmbHEigenbeteiligung
0.34%

Gesellschafter
Beta

5 von 6 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Frostgard S.à r.l.
Luxembourg
32.90%
Armira Growth Fund I GmbH & Co. geschlossene Investment KG
Germany
32.90%
Value Digital GmbH
Germany
18.92%
Zelos Industriebeteiligungen GmbH
Germany
6.80%
Digital Freedom GmbH
Germany
5.76%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FTAPI Software GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die FTAPI Software GmbH (nachfolgend auch "FTAPI") bietet eine Plattform für sichere Daten-Workflows und Automatisierung an. Die FTAPI Software GmbH hat ihren Sitz in München.

FTAPI hatte im Geschäftsjahr 2023 die folgende vier Produkte im Sortiment:

- Secumails - Eine Lösung zum sicheren Empfangen und Versenden von Mails

- SecuRooms - Eine Lösung zum sicheren Speichern und Teilen von Datei

- SecuForms - Digitale Formulare erstellen und automatisieren

- SecuFlows - Daten-Workflows automatisieren

FTAPI ist ein Software as a Service (SaaS) Unternehmen mit einem Lizenz-Modell. Das heißt, dass die Kunden Lizenzen erwerben, mit denen sie dann die entsprechenden Produkte nutzen können. FTAPI ermöglicht die Nutzung der Lizenzen primär in einem Jahresvertrag, jedoch ist durchaus auch eine längere Vertragsdauer über zwei oder drei Jahre möglich. Der Kunde zahlt dabei im Voraus für ein oder mehrere Benutzer. FTAPI ist hauptsächlich im DACH-Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) tätig.

FTAPI möchte einen ganzheitlichen Ansatz bieten, um alle Herausforderungen des sicheren Datenaustausches zu lösen und relevante Business-Prozesse aus einer Hand nachhaltig und sicher zu digitalisieren, zu automatisieren und zu skalieren. Durch die hohen Datenschutzstandards der Europäischen Union und kontinuierlichen Audits bzw. Zertifizierungen (z.B. ISO 27001:2013, BSI C5) zeichnet sich für FTAPI ein Wettbewerbsvorteil auf den europäischen Markt ab.

Für die Steuerung beobachtet das Management eine Reihe von Frühindikatoren. Dadurch kann sich FTAPI rechtzeitig und mit geeigneten Maßnahmen auf Konjunktur- und Nachfrageveränderungen einstellen.

Die wichtigsten externen Einflussfaktoren auf das Unternehmen sind die Geschäftsentwicklung der Kunden und ihre sich daraus ergebende Investitionsbereitschaft sowie deren Digitalisierungsambitionen. Allgemeine Trends können diese verstärken oder schwächen.

FTAPI betrachtet ferner die permanente Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter als wichtigen Schlüssel für eine persönliche und berufliche Entwicklung sowie als Grundlage für den unternehmerischen Erfolg. Neben einer funktionsfähigen und sicheren IT-Infrastruktur ist die ausreichende Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern für das Unternehmen erfolgskritisch.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens wirken sich die weltweiten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber insbesondere die von Europa und Deutschland aus.

Die Weltwirtschaft leidet trotz der leicht verbesserten Prognose insgesamt noch unter der Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, so das Votum des International Monetary Fund (IMF). Der IMF erwartet, dass die weltweite Gesamtinflation von 8,7 % im Kalenderjahr 2022 auf 6,9 % im Kalenderjahr 2023 und 5,8 % im Kalenderjahr 2024 sinkt. [1] Die zugrunde liegende Kerninflation wird annahmegemäß langsamer zurückgehen. Das globale Wirtschaftswachstum soll demnach um rund 3 % im Kalenderjahr 2023 wachsen, nach einem Wachstum von 3,5 % im Kalenderjahr 2022. [2] In den Industrieländern wird das BIP-Wachstum für 2023 auf rund 1,5 % (Vorjahr: 2,6 %) prognostiziert, in den Schwellen- und Entwicklungsländern auf rund 4 %. Die höchsten Wachstumsraten erzielen laut den IMF-Prognosen in den kommenden Jahren Indien und China.

Der IMF sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft derzeit schlechter als noch im letzten Gutachten aus dem Juli 2023. Demnach könnte das reale BIP im Kalenderjahr um 0,5 % schrumpfen, gegenüber einem Wachstum von 0,9 % im Vorjahr. [3] Im Juli hatte der IMF für 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,2 % nach unten revidiert. [4] Somit ist Deutschland der einzige Staat aus der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt, dem ein negatives Wachstum prognostiziert wird. Deutschland leide als Exportnation gemäß dem IMF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem ist die Industrie durch die hohen Energiepreise geschwächt. Beide Faktoren sorgen dem IMF zufolge für ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Kalenderjahr 2022. [5]

Neben den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirken sich auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens die Software-as-a-Service (SaaS) Marktentwicklung, insbesondere des Bereichs der Kollaboration-Tools aus.

Die weltweiten Ausgaben für Cloud-Dienste, zu denen auch die SaaS-Dienstleistungen gezählt werden, sind im Kalenderjahr 2023 um 17,8 % auf insgesamt USD 563,6 Milliarden gestiegen, verglichen mit USD 478,3 Milliarden im Jahr 2022 [6]. Die makroökonomischen Bedingungen wirkten sich zwar auf die Cloud-Ausgaben aus, doch das Cloud Computing war auch weiterhin ein wichtiger Faktor für Sicherheit und Innovation, die das Wachstum unterstützte, aufgrund seiner agilen, elastischen und skalierbaren Natur. Software-as-a-Service (SaaS) Markt hat im Jahr 2023 mit 17,7 % von USD 174,4 Milliarden auf USD 205,2 Milliarden ein leicht unterdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zum gesamten Cloud-Dienst verzeichnet [7].

2.2 Geschäftsverlauf

Durch die Tatsache, dass FTAPI ihr Geschäft vorwiegend im DACH-Raum macht, hatte weder der Russland-Ukraine-Konflikt noch die angespannte Situation im Gaza-Streifen einen nennenswerten negativen Effekt auf die Geschäftsentwicklung. Die steigende Verunsicherung in Deutschland durch diese beiden Konflikte rückt das Sicherheitsbewusstsein bei Unternehmen und Kommunen in den Vordergrund. Dies führte zu vermehrten Investitionen in die Lösungen von FTAPI durch die Kunden. FTAPI konnte den Annual Recurring Revenue (ARR) von TEUR 7.018 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 10.663 im Geschäftsjahr 2023 steigern, was eine Steigerung von 51,94% bedeutet.

Die Umsatzerlöse konnten um TEUR 4.162 von TEUR 5.712 auf TEUR 9.875 gesteigert werden, was einem Wachstum von fast 73% entspricht. FTAPI hat das Geschäftsjahr 2023 mit den höchsten Umsatzerlösen seit Unternehmensgründung abgeschlossen. Den Erfolg führt FTAPI auf eine hohe Kundenbindung und auf das Lizenzmodell im generellen zurück.

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 zeigt je Produkt, Markt und Vertriebsmethode unterschiedlich starkes Wachstum. Umsatzstärkste Produkt war wie im Vorjahr SecuTransfer, gefolgt von SecuRooms. In den nachstehenden Übersichten wird die kumulierte Monthly Recurring Revenue (MRR) Entwicklung (in TEUR) je Markt und Produkt dargestellt.

Markt GJ 2023 GJ 2022
Deutschland 8.082 5.070
Österreich 766 440
Schweiz 517 240
Andere 52 33
Summe 9.417 5.783
Produkt GJ 2023 GJ 2022
SecuTransfer 6.278 4.027
SecuRooms 922 219
One-Time Umsätze 416 323
Andere Produkte 1.801 1.214
Summe 9.417 5.783

Der kumulierte MRR stieg um 62,8% auf ein Niveau von TEUR 9.417 gegenüber von TEUR 5.783 im Geschäftsjahr 2022. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf höhere Umsätze in Deutschland zurückzuführen. Das Produkt SecuRooms wurde erst 2022 auf den Markt gebracht und erzielt im Geschäftsjahr 2023 bereits fast 10% des Unternehmensumsatzes.

Die für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Ziele wurden übererfüllt. Das EBITDA lag über dem Budget. Durch ein effizientes Kostenmanagement konnten zudem die geplanten Kosten gesenkt werden.

Plan Ist
Umsatz 9.211 9.875
ARR 11.249 10.663
Total Costs 14.588 13.211
EBITDA -5.378 -3.181

Das Geschäftsergebnis für FTAPI für das Geschäftsjahr 2023 weist einen Verlust vor Steuern (EBT) in Höhe von TEUR -3.309 (Vorjahr: TEUR -7.133), ein EBIT in Höhe von TEUR -3.356 (Vorjahr: TEUR -7.129) sowie ein EBITDA in Höhe von TEUR -3.181 (Vorjahr: TEUR -5.746) aus.

Die Geschäftsführung der FTAPI GmbH zeigt sich mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 zufrieden. FTAPI konnte gegenüber dem Vorjahr im Umsatz wachsen und durch aktives Kostenmanagement das Jahresergebnis verbessern. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wird fortgesetzt.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren von FTAPI sind ARR (Annual Recurring Revenue), Umsatz und EBITDA. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Hier ist die Anzahl der Mitarbeiter (FTE) als bedeutendster nichtfinanzieller Leistungsindikator zu nennen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dienen nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Unternehmen.

3. Lage des Unternehmens

3.1. Ertragslage

Der Umsatz stieg um 73% auf ein Niveau von TEUR 9.875 gegenüber von TEUR 5.712 im Geschäftsjahr 2022. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf höhere Umsätze in Deutschland zurückzuführen. Der erwirtschaftete Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 verteilt sich auf die drei Produkte wie folgt: SecuTransfer 66,7 % (Vorjahr: 69,6 %), SecuRooms 9,8 % (Vorjahr: 3,8 %), andere Produkte 23,5 % (Vorjahr: 26,6%).

Der Aufwand aus bezogenen Leistungen betrug TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 545), gegenüber dem Vorjahr sank dieser um 6,0% und beinhaltet neben dem Hosting auch Fremdleistungen für den Bereich Sales. Die Rohertragsmarge bestehenden aus Umsatzerlöse abzgl. der Aufwendungen für bezogene Leistungen liegt mit 94,8%, vom Umsatz bei höherem Umsatz wie im Vorjahr (Vorjahr: 90,5 %). Der Personalaufwand betrug TEUR 9.458 (Vorjahr: TEUR 7.291) und stieg somit um 29,7% im Vergleich zum Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen durch die Erhöhung des Personalbestandes auf 91,34 FTE (Vorjahr: 82,5 FTE) zum 31. Dezember 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 3.680 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 3.241 im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Die Senkung ist im Wesentlichen auf geringere Werbeausgaben zurückzuführen, welche im Jahr 2023 auf TEUR 871 (Vorjahr: TEUR 1.224) gesenkt sind. Im Bereich Marketing wurde alle ineffizienten Kampagnen aus dem Jahr 2022 beendet und man konzentrierte sich auf Kampagnen, die bei der Leadgenerierung die besten Erfolge hatten. Gegenläufig haben sie die Kosten für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses auf TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 42) erhöht.

Die Abschreibungen lagen mit TEUR 175 unter dem Niveau des Vorjahres von TEUR 1.382. Die Abschreibungen im Vorjahr waren auf Grund von außerplanmäßen Abschreibungen in Höhe von TEUR 989 erhöht.

Das EBITDA für 2023 stieg um TEUR 2.565 und erreichte TEUR -3.181 (Vorjahr: TEUR -5.746). Mit einem EBIT in Höhe von TEUR -3.356 (Vorjahr: TEUR -7.129) und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR -3.309 (Vorjahr: TEUR -7.133) bleibt das Ergebnis von FTAPI auch im Jahr 2023 negativ.

3.2. Finanzlage

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement von FTAPI verfolgt zwei Hauptziele: die Optimierung von Erträgen und Kosten und die Reduktion finanzwirtschaftlicher Risiken. Bei der Liquiditätssteuerung folgt das Unternehmen dem Grundsatz, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um die Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die wichtigste Finanzierungsquelle ist neben der Zuzahlung der Gesellschafter der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Der Bestand an liquiden Mitteln bewegte sich im Geschäftsjahr 2023 im Bereich zwischen TEUR 4.112 und TEUR 6.499 und betrug zum Bilanzstichtag TEUR 4.410.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Eingetretene Liquiditätsengpässe liegen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht vor.

2023
TEUR
2022
TEUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.254 11.087
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.441 -5.100
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -144 -71
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -259 339
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -1.843 -4.833
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.410 6.254

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt über dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf das bessere Geschäftsergebnis zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine neuen Zahlungsmittel eingezahlt.

Es ist geplant, dass im Juli 2024 eine Änderung in der Gesellschafterstruktur stattfindet. Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch neue Gesellschafter sind aktuell nicht vorgesehen. Hingegen ist angedacht über eine Mezzanine-Finanzierung den Liquiditätsbedarf für die Folgegeschäftsjahre sichern. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 sieht die Liquiditätsplanung allerdings keine externe Finanzierungsmaßnahme als erforderlich vor, da aus dem Geschäftsmodell selbst Finanzierungseffekte generiert werden können. Die Finanzierung der Gesellschaft soll im Wesentlichen durch den eigenen Cashflow und dem vorhandenen liquiden Mitteln erfolgen. Die Liquiditätsplanung zeigt keine Liquiditätsengpässe, auch wenn für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 Jahresfehlbeträge erwartet werden.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 83 auf TEUR 8.242 (Vorjahr: TEUR 8.159) gestiegen. Die Erhöhung auf der Aktivseite kommt im Wesentlichen durch den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe TEUR 2.082 zu Stande. Gegenläufig war der Rückgang der liquiden Mittel auf TEUR 4.410 (Vorjahr: TEUR 6.254) und der Rückgang den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 271 auf TEUR 648 (Vorjahr: TEUR 919). Die Erhöhung wurde im geringen Umfang durch die Erhöhung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens um TEUR 83 auf TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 174). Des Weiteren ist das Anlagevermögen um TEUR 35 auf TEUR 801 (Vorjahr: TEUR 766) gestiegen.

Auf der Passivseite ist die Veränderung im Wesentlichen auf den Rückgang des Eigenkapitals von TEUR 1.227 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR -2.082 zum 31. Dezember 2023 zurückzuführen. Im Detail hat sich der Verlustvortrag um TEUR 7.134 erhöht und der Jahresfehlbetrags 2023 in Höhe von TEUR 3.656 hat die Reduzierung des Eigenkapitals wesentlich geprägt. Gegenläufig zu den Verlusten erscheint auf der Passivseite ebenfalls der nicht gedeckte Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.082.

Die FTAPI weist zum 31. Dezember 2023 eine Eigenkapitalquote in Höhe von -25% aus. Der Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2022 ist im Wesentlichen durch Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 bedingt.

Die Rückstellungen liegen mit TEUR 364 über dem Niveau des Vorjahres TEUR 191. Hauptveränderung hierbei sind die Rückstellungen für Personalkosten, die im Jahr 2022 im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden.

Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 212 auf TEUR 1.956 gegenüber TEUR 2.168 zum 31. Dezember 2022 gesunken. Prägend war hier der Rückgang bei den sonstigen Verbindlichkeiten.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 4.573 auf TEUR 5.922. Ursächlich hierfür war das gestiegene Geschäftsvolumen.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.

4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.1. Risikomanagementsystem und Risikoberichterstattung

Für die FTAPI ergeben sich in ihrer unternehmerischen Tätigkeit Risiken wie Chancen. Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken zu identifizieren und ihre potenziellen Folgen auf die erwartete Ertrags- und Finanzsituation des Unternehmens zu minimieren. In derselben Weise sollen Chancen identifiziert und genutzt werden, um den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Im Fokus steht dabei eine frühzeitige, systematische Identifikation sowie die Analyse potenzieller Risiken und Chancen, um Handlungsspielräume für eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen.

Nachfolgend werden die einzelnen Risikokategorien für FTAPI erläutert.

Risiken durch Wettbewerb

Da der Markt für Sicherheitstools stetig wächst, konkurriert FTAPI mit anderen Anbietern, welche teilweise über umfangreiche finanzielle Mittel verfügen. Das Unternehmen erwartet in den kommenden Jahren ein starkes Marktwachstum durch unter anderem neue Regulatorien und in diesem Zusammenhang geht FTAPI davon aus, dass der Wettbewerb aggressiver am Markt agieren wird. Eine Verschärfung des Wettbewerbs könnte zu Preisdruck führen und die Marktstellung beeinträchtigen. Vor allem durch die Übernahme des deutschen Konkurrenten Dracoon durch kiteworks aus den USA, kann es in den folgenden Monaten und Jahren zu einem, erhöhten Preisdruck zu einem aggressiveren Wettbewerb kommen.

Technologische Risiken

Die Dienstleistungen sind in hohem Maße von einer stabilen Technologieinfrastruktur abhängig. Störungen, Sicherheitsverletzungen, Cyber-Angriffe oder technische Probleme könnten zu Betriebsunterbrechungen führen, das Kundenvertrauen erschüttern und zu Umsatzeinbußen führen. Des Weiteren kann die rasche technologische Entwicklung zu Disruptionen führen, die die bestehenden Geschäftsmodelle beeinträchtigen könnten. Die Einführung neuer Technologien oder Plattformen erfordert möglicherweise Anpassungen an der Software und Infrastruktur, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Währungsrisiko

Aufgrund der primären Präsenz im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) und der Tatsache, dass alle Rechnungen in EUR ausgestellt werden, besteht im Bereich des Umsatzes keine Währungsrisiko. Durch den Einkauf von Software teilweise auch aus dem amerikanischen Raum und die Bezahlung der Rechnung in USD, ist ein minimales Risiko im Bereich der Kosten gegeben. Schwankende Wechselkurse können daher zu einer finanziellen Unsicherheit führen.

Kundenseitige Risiken

Die finanzielle Gesundheit der Kunden beeinflusst direkt ihre Bereitschaft, die Abonnementdienste fortzusetzen. Wirtschaftliche Unsicherheiten oder individuelle finanzielle Schwierigkeiten könnten zu einem Rückgang der Zahlungsbereitschaft führen und sich auf den Umsatz auswirken.

Risiken im Bereich Personal

Maßgebliche Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung von FTAPI sind insbesondere die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter. Über attraktive Vergütung, Arbeitsplatzbedingungen, ein Umfangreiches Programm an Benefits und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung steuert das Unternehmen dem Fluktuationsrisiko entgegen. Allerdings können dennoch Austritte von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen zu Know-how-Verlusten und Ressourcenengpässen führen.

Finanzierungsrisiken

Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Rückgang an verfügbaren liquiden Mitteln von TEUR 500 geplant, welche auf Grund der liquiden Mittel zum 31.12.2023 von TEUR 4.410 gedeckt ist.

Es ist geplant, dass im Juli 2024 eine Änderung der Gesellschafterstruktur stattfindet. Eine Einzahlung in die Kapitalrücklage oder eine andere Form der Kapitalerhöhung ist gegenwärtig aber nicht angedacht. Hingegen soll eine Mezzanine-Finanzierung in Höhe von TEUR 3.000 bis TEUR 5.000 zur Sicherung des Liquiditätsbedarfes der Folgejahre erfolgen. Hauptfinanzierungsquelle soll aber der eigene Cashflow in Verbindung mit den vorhandenen liquiden Mitteln werden. Die Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 sieht keinen externen Finanzierungsbedarf vor.

Das Geschäftsmodell selbst generiert Finanzierungspotential. Im Regelfall wird die Zahlung für die Nutzung der FTAPI-Plattform zu Beginn des Auftragsverhältnisses vereinnahmt, wohingegen die Aufträge bis zu einer Dauer von einem Jahr umsatzrealisiert werden. Bei einem jährlichen Wachstum des Auftragsbestandes ergeben sich damit dem Umsatz vorgelagerte Zahlungsmittelzuflüsse.

FTAPI geht davon aus, dass für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 ein Umsatzwachstum von jährlich um die 50 % realisiert werden kann, wodurch dem Umsatz vorgelagerte Zahlungsmittelzuflüsse sich einstellen würden. Sofern die vorgenannten Wachstumsziele erreicht werden können, wird für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 auch keine externe Zuzahlung in Form weiteren Finanzierungsmaßnahmen erforderlich sein.

Ein alternatives Szenario ist es die Profitabilität des Unternehmens anstatt des Wachstums in den Fokus der strategischen Ausrichtung und Steuerung zu stellen. Durch Kostenreduzierungsmaßnahmen, vor allem im Bereich Vertrieb, Marketing und bei Personalneueinstellungen könnte die Profitabilität von FTAPI gesteigert werden, ohne dass Umsatzrückgänge bzw. Minderungen beim operativen Cashflow die Folge wären.

Die gegenwärtige Marktlage forciert aus Sicht von FTAPI Unternehmen mit positiver Ertragslage, wohingegen in den Vorjahren hohe Wachstumsraten präferiert wurden.

Es kann ein Finanzierungsrisiko entstehen, wenn das Umsatz- bzw. Auftragswachstum zurückbleibt und auch die Ergebnisse aus Kostenreduzierungsmaßnahmen ausbleiben. Sofern in diesem Szenario nicht auf alternative Finanzierungsmaßnahmen zurückgegriffen werden, kann es zu wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzlage der Gesellschaft kommen, die bis hin zur Bestandsgefährdung führen.

Gegenwärtig geht die Geschäftsführung von keinem Ausbleiben von positiven Effekten aus Kostenreduzierungsmaßnahmen oder ausreichendem Wachstum aus, sodass keine wesentlichen Finanzierungsrisiken vorliegen.

4.2. Chancenmanagement und Chancenbericht

Das Chancenmanagementsystem von FTAPI folgt den Prozessen des Risikomanagementsystems.

Die stetige Weiterentwicklung der Digitalisierung in fast allen Wirtschaftsbereichen und die wachsende Nachfrage nach Sicherheits- und Kollaborationslösungen sorgen für ein hohes Marktpotenzial für FTAPI. Letztlich bieten auch die aufgrund der Corona-Krise ausgelösten Veränderungen und Dynamiken weiterhin gute Wachstumschancen für FTAPI. Der beschleunigte Digitalisierungstrend und die digitale Transformation in Geschäftsprozessen sind hierbei als Hauptwachstumstreiber zu nennen.

FTAPI forciert eine Strategie des Umsatzwachstums aus Bestandskunden sowie aus kontinuierlichen Neukunden-Akquisitionen. Des Weiteren ergeben sich für FTAPI neue Chancen daraus, dass die Produkte weiterentwickelt werden und damit bestmöglich an Kundenanforderungen angepasst werden können. Hierfür steht FTAPI regelmäßig im Austausch mit diversen Kunden und erstellt eine rollierende Product-Roadmap mit Fokus auf Produktinnovationen.

Die Ausweitung des Geschäftes auf weitere europäische Länder stellt eine enorme Chance für FTAPI dar. Vor allem in den nordischen Ländern oder auch in den BeNeLux Staaten steckt sehr viel Potential, da der Sicherheitsgedanken in diesen Ländern sehr ausgeprägt ist.

4.3. Gesamtbewertung der Risikosituation

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergibt, dass für FTAPI sofern die Wachstumsziele realisiert bzw. die Kostenreduzierungsmaßnahmen erfolgreich realisiert werden können keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Die Chancen und Risiken sieht die Geschäftsführung insgesamt als ausgewogen an.

4.4 Prognosebericht

In den Industriestaaten wird das reale BIP im Kalenderjahr 2023 laut der Prognose des IMF um rund 1,5% gegenüber dem Vorjahr wachsen. Für das Kalenderjahr 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von rund 1,4 % erwartet. Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Kalenderjahr 2023 auf rund 3,0 % geschätzt. Im laufenden Kalenderjahr 2024 wird sich laut IMF das globale Wachstum laut Prognosen verlangsamen und geschätzt 2,9 % betragen. In Schwellen- und Entwicklungsländern ist das Wachstum stärker und beträgt im laufenden Kalenderjahr 2023 laut Prognosen rund 4 %. Ebenso wird für das Kalenderjahr 2024 ein positiver Trend bei Schwellen- und Entwicklungsländern von 4 % erwartet. [8]

Diesen Entwicklungen entgegenwirkend verhält sich die Prognose für die Branche des Software-as-a-Service Marktes, welcher weltweit um 18,89 % im Jahr 2024 wachsen soll. [9] FTAPI geht auch für von einer analogen Marktentwicklung für den Bereich der Kollaborations-Tools aus.

Auf die Entwicklung von FTAPI hat das Konjunkturumfeld naturgemäß Einfluss.

Auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung und der internen Planung von FTAPI ergeben sich die folgenden Prognosen.

Um diese verbesserte Benutzererfahrung zu kommerzialisieren, soll auf Direktvertrieb sowie auf Bestandskundenbetreuung gesetzt werden. Durch den Aufbau von Personal, unter anderem von erfahrenen Führungskräften, wird versucht, der Umsatz der bestehenden Kunden weiter zu erhöhen und zudem immer mehr neue Kunden für FTAPI zu gewinnen.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Wachstum von rund 54,8% beim ARR contracted (Annual Recurring Revenue contracted) gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Dies würde ein Umsatzwachstum von rund TEUR 6.200 entsprechen. Aufgrund der erwarteten anhaltend hohen Inflation und den geplanten Investitionen wird auch mit erhöhten Kosten gerechnet, wodurch ein (um ggf. notwendige Abschreibungen auf Forderungen im Verbundbereich bereinigtes) EBITDA für das Geschäftsjahr 2024 von TEUR -4.149 erwartet wird, was eine Verschlechterung von TEUR 928 darstellt.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 zielt auf ARR contracted in Höhe von TEUR 9.709 und Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 8.020 über dem Vorjahr ab. Es soll von der Wachstumsstrategie Abstand genommen und Fokus auf eine positive Ertragslage gelegt werden. Erste Kostenreduzierungsmaßnahmen sollen bereits im Geschäftsjahr 2024 erfolgen. Die Geschäftsführung geht von einem (um ggf. notwendige Abschreibungen auf Forderungen im Verbundbereich bereinigtes) EBITDA für das Geschäftsjahr 2025 von TEUR 100 aus.

Mögliche weitere Auswirkungen des Krieges in der Ukraine oder die erneute Ausbreitung der Coronapandemie sind derzeit nicht abschätzbar und damit auch nicht in der Prognose enthalten. Ebenfalls nicht in der Prognose sind Auswirkungen des Konfliktes im Nahen Osten enthalten, wobei die Geschäftsführung nach aktueller Kenntnislage die Auswirkungen von diesem auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von FTAPI für untergeordnet einschätzt.

 

München, 28. Juni 2024

Daniel Niesler

Ari Albertini

[1] IMF, World Economic Outlook (WEO), July 2023

[2] IMF, World Economic Outlook (WEO), October 2023

[3] IMF, World Economic Outlook (WEO), October 2023

[4] IMF, World Economic Outlook (WEO), July 2023

[5] IMF, World Economic Outlook (WEO), October 2023

[6] Gartner, https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/11-13-2023-gartner-forecasts-worldwide-public-cloud-end-user-spending-to-reach-679-billion-in-20240, abgerufen am 03.04.2024

[7] Gartner, https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/11-13-2023-gartner-forecasts-worldwide-public-cloud-end-user-spending-to-reach-679-billion-in-20240, abgerufen am 03.04.2024

[8] IMF, World Economic Outlook (WEO), October 2023

[9] Gartner, https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/11-13-2023-gartner-forecasts-worldwide-public-cloud-end-user-spending-to-reach-679-billion-in-20240, abgerufen am 03.04.2024

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 89.560,00 142.642,72
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.764,00 17.117,00
91.324,00 159.759,72
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 291.479,00 191.489,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 418.173,05 414.979,78
800.976,05 766.228,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 647.916,59 919.107,78
2. sonstige Vermögensgegenstände 43.075,79 45.541,77
690.992,38 964.649,55
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.410.432,18 6.253.725,98
5.101.424,56 7.218.375,53
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 256.868,77 174.241,41
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 2.082.479,68 0,00
8.241.749,06 8.158.845,44

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 72.417,00 72.417,00
II. Kapitalrücklage 11.944.009,93 11.944.009,93
III. Verlustvortrag -10.789.765,32 -3.656.257,05
IV. Jahresfehlbetrag -3.309.141,29 -7.133.508,27
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.082.479,68 0,00
0,00 1.226.661,61
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 364.420,00 190.880,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 877.777,80 1.123.210,23
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.802,40 22.749,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 257.540,67 300.182,83
4. sonstige Verbindlichkeiten 806.408,44 721.838,14
davon aus Steuern EUR 219.192,81 (Vj.: EUR 116.711,50) 1.955.529,31 2.167.980,20
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.921.799,75 4.573.323,63
8.241.749,06 8.158.845,44

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 9.874.814,94 5.712.117,41
2. sonstige betriebliche Erträge 155.583,10 79.439,10
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 81,92 (Vj.: EUR 76,99)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 512.705,73 566.823,22
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.139.486,45 6.271.124,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.318.854,34 1.020.210,36
davon für Altersversorgung EUR 2.415,17 (Vj.: EUR 2.129,96) 9.458.340,79 7.291.334,44
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 174.756,43 1.382.353,35
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.240.530,69 3.679.640,66
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.279,13 (Vj.: EUR 511,51)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.399,98 9.960,84
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.102,87 14.379,95
47.297,11 -4.419,11
9. Ergebnis nach Steuern -3.308.638,49 -7.133.014,27
10. sonstige Steuern 502,80 494,00
11. Jahresfehlbetrag -3.309.141,29 -7.133.508,27

Anhang

I. Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der FTAPI Software GmbH, München, (Amtsgericht München, HR B 189499) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße vereinzelt in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich deren Abweichungen sowie Fremdwährungsumrechnung

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über gruppeneinheitliche Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren vorgenommen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a S. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen sowie Zinsen für Fremdkapital. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis.

Geringwerte Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über gruppeneinheitliche Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, oder bei Vorliegen von voraussichtlich dauernder Wertminderung, zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung. Niedrig verzinsliche beziehungsweise unverzinsliche Ausleihungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bestehende Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

Wesentliche Ursache für latente Steuern sind Bewertungsunterschiede beim

• Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wird ein (durchschnittlicher) Steuersatz von 32,975% (15,0% für KSt, 5,5% für SolZ und 17,15% für GewSt) zugrunde gelegt.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und zum Abschlussstichtag vorliegenden Beschlüsse.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Bilanz wird ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Zinsen für Fremdkapital werden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Im Eigenkapital sind zum 31. Dezember 2023 ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 60 enthalten. Der Betrag betrifft den Ausweis der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, unter anderem für Beratungsleistungen, erfolgsabgängige Mitarbeitervergütungen und noch nicht genommene Urlaubsansprüche.

Verbindlichkeiten

Nachfolgend werden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sowie die Art und der Betrag der Sicherheit der Verbindlichkeiten dargestellt:

Restlaufzeit Art
bis zu einem Jahr
TEUR
von mehr als einem Jahr
TEUR
davon von mehr als fünf Jahren
TEUR
Summe
TEUR
und Betrag der Sicherung
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 878 578 878 0
(Vorjahr) (36) (420) (667) (1.123) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14 0 0 14 0
(Vorjahr) (23) (0) (0) (23) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 258 0 0 258 0
(Vorjahr) (300) (0) (0) (300) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 806 0 0 806 0
(Vorjahr) (722) (0) (0) (722) (0)
Summe 1.078 878 578 1.956 0
(Vorjahr) (1.081) (420) (667) (2.168) (0)

In Klammer angegebene Werte betreffen die Vorjahreszahlen.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 31 HGB

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 933 angefallen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren in voller Höhe aus Vertriebs- und Marketingkosten (Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen").

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die ausgewiesenen "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen" enthalten außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 989).

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den Organen

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

• Herr Ari Albertini, Geschäftsführer (ab dem 5. Dezember 2023), Managing Director

• Herr Daniel Niesler, Geschäftsführer, Managing Director

Die Gesellschaft hat den Mitgliedern der Geschäftsführung in Vorjahren jeweils ein Darlehen gewährt (Nennbetrag: TEUR 210, Zinssatz 1,5 % p.a. und Nennbetrag: TEUR 180, Zinssatz 1,5 % p.a.). Seit Gewährung wurden die Darlehen nicht zurückgezahlt. Die Darlehen valutieren per 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 220 und TEUR 188 (Haupt- und Nebenschuld).

Unter Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 a) HGB nicht angegeben.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 91.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen TEUR 995

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.309.141,29 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 10.789.765,32 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

München, den 28. Juni 2024

FTAPI Software GmbH

Ari Albertini, Geschäftsführer

Daniel Niesler, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 28.11.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1.1.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.986.079,00 0,00 0,00 1.986.079,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.348,50 0,00 0,00 74.348,50
2.060.427,50 0,00 0,00 2.060.427,50
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.053,82 207.932,71 6.571,81 518.414,72
317.053,82 207.932,71 6.571,81 518.414,72
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 414.979,78 6.028,79 2.835,52 418.173,05
414.979,78 6.028,79 2.835,52 418.173,05
GESAMT 2.792.461,10 213.961,50 9.407,33 2.997.015,27
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1.1.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.843.436,28 53.082,72 0,00 1.896.519,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.231,50 15.353,00 0,00 72.584,50
1.900.667,78 68.435,72 0,00 1.969.103,50
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.564,82 106.320,71 4.949,81 226.935,72
125.564,82 106.320,71 4.949,81 226.935,72
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
GESAMT 2.026.232,60 174.756,43 4.949,81 2.196.039,22
Buchwert Buchwert
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 89.560,00 142.642,72
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.764,00 17.117,00
91.324,00 159.759,72
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 291.479,00 191.489,00
291.479,00 191.489,00
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 418.173,05 414.979,78
418.173,05 414.979,78
GESAMT 800.976,05 766.228,50

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FTAPI Software GmbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der FTAPI Software GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FTAPI Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 5. Juli 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wörl, Wirtschaftsprüfer

Männlein, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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