Beschichten von Metallen
Knauf Interfer Aluminium GmbH
Oesterweg 14, 59469 Ense, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Sandbothe seit 8.1.2026 | Prokura |
Emre Kocak seit 8.1.2026 | Prokura |
Fabian Rassenhövel seit 8.1.2026 | Prokura |
Cathrin Lipke seit 26.6.2024 | Prokura |
Guido Rickfelder seit 9.2.2024 | Geschäftsführer |
Adrian Josef Myalski seit 28.11.2023 | Prokura |
Paul Schaab seit 13.3.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
KNAUF INTERFER AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Knauf Interfer Aluminium GmbHEnseJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense-HöingenBericht über die Lage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.2023 bis 31.12.2023) A. Darstellung von Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1. Geschäftsmodell und Strategie Die Knauf Interfer Aluminium (KIA) ist Teil der Business Unit Aluminium der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, mit drei Werken in Deutschland und einer polnischen Tochtergesellschaft (Knauf Interfer Aluminium Sp. z o.o., Opole/Polen (nachfolgend "KIA Polen"). Zweigniederlassungen bestehen nicht. KIA betreibt die Herstellung von stranggepressten Aluminiumprofilen sowie deren Weiterbearbeitung in unterschiedlich komplexe Zusammenbauten (ZSB), insbesondere für Automotive Kunden, deckt aber auch die Bereiche Bau und Industrie ab. Das Produktportfolio der KIA ist sehr divers und reicht von einfachen Profilen (bspw. für Fenster- oder Markisenbau) bis hin zu Baugruppen, die über eine Vielzahl von unterschiedlichen Bearbeitungsschritten (bspw. Fräsen, Biegen, Sägen, Stanzen, Schweißen, Nieten, Bohren, etc.) bearbeitet werden. Dabei kommen eine Vielzahl von Legierungen zum Einsatz, die den Aluminiumprofilen ihre spezifischen Eigenschaften geben (bspw. Crash Legierungen für diverse Automotive Produkte). 2. Entwicklung von Wirtschaft und Absatzbranchen Das weltweit eher schwache Wirtschaftsjahr 2023 hat auch im Welthandel deutliche Spuren hinterlassen. So entwickelte sich das globale Handelswachstum durch den Nachfragerückgang vor allem in den USA, China und Europa sehr verhalten. Daneben belasteten die anhaltenden geopolitischen Spannungen weiterhin das Wachstum. So erreichte die Anzahl der neu errichteten Handelshemmnisse im vergangenen Jahr ihren Höhepunkt. Der Welthandel entwickelte sich in den letzten Jahren höchst volatil. Während der Corona-Krise zeigte sich der Welthandel erstaunlich widerstandsfähig und half Deutschland, die Krise konjunkturell gut durchzustehen. Anfang 2022 erreichte der globale Handel ein Rekordhoch, angetrieben von der Erholung nach der Corona-Krise. Seitdem ist der Welthandel allerdings stetig zurückgegangen. Im Jahr 2023 sank er im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent. Diese Schwäche des Welthandels ist insbesondere auf das eher dürftige Wachstum der Industrieländer und die schleppende Entwicklung der ostasiatischen Länder zurückzuführen. Die wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik China ist schwierig. Die deutschen Exporte nach China sanken zwischen Februar und Oktober 2023 um sieben Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 verlief in Europa deutlich besser als in der Bundesrepublik. Deutschland hat die Euro-Zone durch die Konjunkturkrise beinahe in eine Rezession gezogen. Nur durch ein Wachstum der einst als Sorgenkinder der Währungsunion geltenden Südländer Italien, Spanien und Portugal reichte es von Oktober bis Dezember 2023 noch zu einer Stagnation des Bruttoinlandsproduktes der Euro-Zone. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte dagegen um 0,3 Prozent zum Vorquartal - nur Irland schnitt noch schlechter ab. Die Flaute zum Jahresausklang 2023 geht in Deutschland vor allem auf die "deutlich" gesunkenen Investitionen in Bauten und Ausrüstungen wie Maschinen zurück. Die hohe Inflation dämpft zudem die Kauflaune der Verbraucher, während die maue Weltkonjunktur die Exporteure ausbremst. Im Gesamtjahr 2023 schrumpfte sie um 0,3 Prozent. Andere große Euro-Länder schlagen sich aktuell weit besser als Deutschland: In Frankreich stagnierte die Wirtschaft im vierten Quartal, während Italien ein Wachstum von 0,2 Prozent und Spanien sogar von 0,6 Prozent schaffte. Portugal legte mit 0,8 Prozent sogar noch kräftiger zu als der spanische Nachbar (Quelle Onvista/Reuters, 30.01.2024). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit -0,3 Prozent unter den Wert des Vorjahres. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Bedingt durch ein nach wie vor krisengeprägtes Umfeld, kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ins Stocken. Obwohl sich die Preise nach jüngsten Veröffentlichungen rückläufig entwickeln, dämpften die nach wie vor hohen Preiseniveaus auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Mit dieser wirtschaftlichen Entwicklung in 2023 setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Stabilisierende Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte (Quelle: destatis, Pressemitteilung 15. Januar 2024). Die deutsche Aluminiumindustrie konnte sich der rezessiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft nicht entziehen. Im Gegenteil, sie leidet besonders stark unter den hohen Energiekosten und der schwachen Konjunktur und verzeichnete im Jahr 2023 deutliche Produktionsrückgänge in nahezu allen Teilbereichen. Vor allem in der Primärerzeugung fiel das Minus besonders deutlich aus. Nach einem Minus von mehr als 30 Prozent im Vorjahr sank die Produktion in den deutschen Hütten 2023 um weitere 45 Prozent auf 189.000 Tonnen. Sie erzeugten noch etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) des Volumens von vor der Energiekrise. Selbst 2009, im Jahr der Wirtschafts- und Finanzkrise, wurde in Deutschland deutlich mehr Primäraluminium hergestellt. Die Unternehmen sahen sich seitdem durch die anhaltend sehr angespannte Situation auf dem deutschen Strommarkt zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Eine der verbleibenden vier deutschen Aluminiumhütten wurde zum Jahresende 2023 endgültig stillgelegt. Auch im weiterverarbeitenden Aluminiumhalbzeug-Bereich mussten die Unternehmen deutliche Rückgänge hinnehmen (-9 Prozent). Mit 2,33 Mio. Tonnen erreichte das Produktionsvolumen das geringste Niveau seit der Finanzkrise. Darunter verzeichneten die Hersteller von Strangpressprodukten mit -15 Prozent ein besonders starkes Minus - sie produzierten 500.000 Tonnen. Während die Unternehmen mit den schwierigen Standortbedingungen kämpfen, sehen sie sich gleichzeitig einem zunehmenden Wettbewerb mit Importeuren aus Drittstaaten ausgesetzt (Quelle: Aluminium Deutschland, 25.01.2024). In Deutschland sind im abgelaufenen Jahr 2023 deutlich mehr Neuwagen zugelassen worden. Die PKW-Neuzulassungen stiegen gemäß Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Gesamtjahr um 7,3 Prozent auf 2,84 Millionen. Vor allem die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen legte kräftig zu, während etwas weniger private Autos neu zugelassen wurden als 2022. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen lag bei 67,1 Prozent. Dabei dämpfte ein Minus von 23 Prozent im Dezember noch den positiven Trend. Die deutschen Oberklasse-Autobauer BMW, Mercedes-Benz und Porsche verzeichneten im Jahr 2023 jeweils zweistellige Zuwächse. Volkswagen legte nur um knapp acht Prozent zu, blieb aber mit einem Marktanteil von 18,8 Prozent die meistverkaufte Marke. Mehr als ein Drittel aller Neuwagen hatten 2023 einen Benzinmotor, der Anteil war damit sogar etwas höher als noch 2022. Der Diesel-Anteil schrumpfte dagegen leicht auf 17,1 Prozent. Hybrid-Modelle hatten einen Marktanteil von 29,5 Prozent, reine Elektroautos kamen auf 18,4 Prozent - ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zu 2022. Dabei sind im Dezember trotz des abrupten Förderstopps für reine Elektroautos deutlich mehr solcher Fahrzeuge neu zugelassen worden als einen Monat zuvor. Im letzten Monat des Jahres 2023 kamen rund 54.700 neue Elektroautos auf die Straßen, im November waren es noch 45.000 E-Autos (Quelle: tagesschau.de, 04.01.2024). Der Orderrückgang des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 ein wenig abgeschwächt - unterm Strich resultiert für das gesamte Jahr aber ein zweistelliges Minus der Bestellungen. Insgesamt bleiben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real 12 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, eine Trendwende ist nicht erkennbar. Begründet wird diese Entwicklung mit einem fehlenden Vertrauen in den großen Absatzmärkten wie Europa und China auf einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung. Gerade dieses Vertrauen ist in der Investitionsgüterindustrie von immenser Bedeutung. Im Inland verbuchten die Unternehmen 2023 ein Orderminus von 11 Prozent, aus dem Ausland kamen 13 Prozent weniger Bestellungen. Dabei betrug das Auftragsminus aus den Euro-Ländern 16 Prozent, die Nicht-Euro-Länder schlugen mit einem Rückgang von 11 Prozent zu Buche. Immerhin brachte der Dezember 2023 für sich genommen weniger schlechte Werte, zum Jahresschluss lagen die Auftragseingänge mit real minus 6 Prozent nur einstellig unter Vorjahr. Dadurch fiel der Rückgang aus dem gesamten Ausland mit 3 Prozent zum Vorjahr moderat aus. Im Inland (minus 13 Prozent) sowie aus den Euro-Ländern (minus 11 Prozent) wurden allerdings auch im Dezember zweistellige Rückgänge verbucht (Quelle: VDMA, Pressemitteilung, 02.02.2024). Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Monat November 2023 Waren im Wert von 21,9 Mrd. EUR exportiert (1,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats). Aufgelaufen von Januar bis einschließlich November des Jahres 2023 summierten sich die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland auf 234,9 Mrd. EUR, womit der entsprechende Wert aus 2022 um 3,8 Prozent übertroffen werden konnte. Von Januar bis einschließlich November kamen die Branchenausfuhren in die Eurozone auf insgesamt 80,0 Milliarden - ein Zuwachs von 6,4 Prozent gegenüber Vorjahr. In den ersten elf Monaten 2023 lagen die Elektroexporte ins Nicht-Euro-Ausland insgesamt bei 154,9 Mrd. EUR und damit 2,3 Prozent im Plus, verringerten sich allerdings im Einzelmonat November 2023 um 2,7 Prozent gegenüber Vorjahr (Rückgang auf 14,6 Mrd. EUR; Quelle Presseinformation ZVEI, 18.01.2024). Im deutschen Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent (Quelle: Destatis, 15. Januar 2024). 3. Geschäftsverlauf und Auftragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 war, wie schon das Vorjahr, für KIA durch enorm viele Herausforderungen geprägt, die sowohl operativer wie auch globalwirtschaftlicher Natur waren. Das hohe Zinsniveau führte zu signifikanten Reduzierungen der Kundenabrufe, insbesondere in den Branchen Bau, Industrie und Systeme. Auch bei den Kunden aus der Automobilbranche waren die Abrufe plattformabhängig sehr volatil und teilweise deutlich unter den Erwartungen. Die Rohstoffpreise für Aluminium normalisierten sich nach dem Allzeithoch in 2022 im Geschäftsjahr und fielen bis zur Jahresmitte um sich im Anschluss um 2.000 EUR/t zu stabilisieren. Auch die Bolzenprämie halbierte sich aufgrund der geringeren Marktnachfrage und gesunkener Energiekosten im Berichtszeitraum. Da KIA seine Kunden entweder über Preise mit Metallgleitklauseln oder über Forward-Geschäfte bedient, führte der gesunkene Rohstoffpreis (siehe Chart) einerseits zu geringeren Umsätzen, andererseits aber auch zu Aufwandsreduzierungen für den Materialverbrauch.
Quelle: westmetall . marktdaten . preise/lme bestände . kupfer, zinn, blei, zink, aluminium, nickel, gold, silber, feinsilber; Leading provider of global metal & steel prices | Metal Bulletin Im Berichtsjahr ergaben sich bei zwei sehr anspruchsvollen Produkten Friktionen im hochautomatisierten Produktionsprozess. Das Unternehmen hat über das gesamte Berichtsjahr hinweg mit hohem Aufwand den Produktionsprozess stark verbessert und stabilisiert; jedoch kam es erst zum Jahresende zu einer Annäherung an den gewünschten, planerischen Zustand. Externe Zusatzkosten konnten dabei weitgehend vermieden werden. Des Weiteren kam es im Jahresverlauf zu einem erheblichen Absatz- und Umsatzverlust im Bereich der non-Automotive Produkte (siehe Grafik):
Im Bereich Bau zeigte sich ein Rückgang von 33 Prozent, während Systeme um 49 Prozent und der Industriekundenbereich um 29 Prozent sank. Der damit einhergehende Umsatzrückgang liegt im Vergleich zum Vorjahr bei 26,95 Mio. EUR. Der Automotive Bereich konnte diese extremen Rückgänge nur teilweise Auffangen; hier gelang zwar ein Umsatzplus von 11,48 Mio. EUR; in Summe bleibt jedoch ein erhebliches Defizit im Vergleich zum Vorjahresumsatz i. H. v. 16,86 Mio. EUR bei einem damit einhergehenden Absatzrückgang um 3.415 t (17 Prozent) auf 16.265 t. Die im Vorjahr stark angestiegenen Energiekosten waren auch im Berichtsjahr auf sehr hohem Niveau; diese Preissteigerungen konnten teilweise an Kunden weitergereicht werden. Trotzdem ging damit eine Belastung für das Unternehmen einher. Der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl./abzgl. Bestandsveränderung (= Gesamtleistung) zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand) sank unterproportional zum Rückgang der Gesamtleistung um 3.293 TEUR; entsprechend verbesserte sich der prozentuale Rohertrag i. V. z. Vorjahr um 2,0 Prozentpunkte auf 36,4 Prozent. Treiber hierfür waren insbesondere der höhere Automotive-Umsatz, der mit einer höheren Wertschöpfung einhergeht, sowie die geringere Aluminiumnotiz im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum. Trotz geringer Personalkosten und relativ konstanten Sachkosten im Jahr 2023 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag i. H. v. 7.570 TEUR. In diesem Jahresergebnis sind positive, nicht operative Effekte in Höhe von ca. 2,5 Mio. EUR enthalten, die das Jahresergebnis insgesamt verbessert haben und ohne die das Jahresergebnis noch deutlich schlechter ausgefallen wäre. Damit bleibt das Unternehmen hauptsächlich auf Basis verfehlter Absatzziele in allen Produktsparten der Gesellschaft erheblich hinter den Erwartungen und Prognosen aus dem Vorjahreslagebericht, wo von einem ausgeglichenen Jahresergebnis ausgegangen wurde, zurück. Der Geschäftsverlauf ist entsprechend als nicht plangemäß und nicht zufriedenstellend zu bezeichnen. B. Darstellung der Lage 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse aus Produktverkäufen an fremde Dritte waren, wie eingangs beschrieben, im Berichtsjahr rückläufig; dabei konnten die automotiven Produkte mit Ihrer Umsatzsteigerung die Reduktion im Bereich der non-automotive-Produkte nicht kompensieren. Der Umsatz mit der polnischen Tochtergesellschaft stieg in 2023 um 3.253 TEUR auf 9.976 TEUR, was sich insbesondere aus der Umstellung des bis 2022 Lohnveredelungs-Regimes hin zu einer Auftragsfertigung begründet (KI Alu-PL erwirbt dafür Rohmaterial und verkauft fertige Produkte an KI Alu-DE zurück; das Material wird damit Teil des IC-Umsatzes, was in der Lohnveredelung nicht der Fall war). Im Bereich der non-product-Umsätze gab es im Vergleich zu 2022 ebenfalls Umsatzrückgänge zu verzeichnen; so verminderte sich der Verkauf von Handelsware (Rundbarren) um 318 TEUR, während Umsätze aus der Fakturierung von Werkzeugen ebenfalls um 2.390 TEUR (projektbedingt) zurückgingen. Der Rohertrag verminderte sich im Berichtsjahr um 3.293 TEUR und sank damit nur unterproportional um 6,5 Prozent im Vergleich zur Gesamtleistung, die um 11,6 Prozent zurückging. Hauptgründe für diese Veränderung sind die geringere Aluminiumbasis sowie der Veränderung des Portfolios hin zu stärker wertgeschöpften Produkten. Außerdem konnten bei diversen Kunden im non-automotive-Bereich bereits zum Jahresende 2022 Preiserhöhungen durchgesetzt werden, die sich nun auf Jahresbasis bemerkbar machen. Bezüglich des Rohertrags ist zu berücksichtigen, dass die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr erheblich geprägt waren durch Auflösungen von Rückstellungen. Unter Bereinigung dieser Sondereffekte und entsprechender nicht operativer Sondereffekte des Berichtsjahres wäre der operative Rohertrag um lediglich etwa 4,0 Prozent zurückgegangen; die operative Rohertragsmarge läge mit 35,2 Prozent um etwa 2,0 Prozent über der des Vorjahres. Die Personalaufwendungen sanken im Berichtsjahr um 2.294 TEUR i. V. zum Vorjahr, wobei sich der durchschnittliche Personalbestand im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 7 Mitarbeiter vermindert hat. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Vorjahresaufwand erheblich von tariflich bedingten Kostensteigerungen sowie Sonderzahlungen beeinflusst war. Unterjährig wurde - vor allem in der ersten Jahreshälfte - auslastungsbedingt in verschiedenen Produktionsbereichen das Instrument der Kurzarbeit genutzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sanken im Vergleich zum Vorjahr leicht um 351 TEUR; bedingt ist dies dadurch, dass im Berichtsjahr keine nennenswerten Investitionen für große Neuprojekte getätigt wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4,6 Prozent auf 13.451 TEUR angestiegen. Aufwendungen für Instandhaltungen konnten um 334 TEUR, Beratungskosten um 384 TEUR reduziert werden, Kosten für fremde Dienstleistungen stiegen um 694 TEUR - ein Großteil davon aus Leiharbeitnehmern; diese wurden insbesondere zur Produktionsfähigkeit an den weiterverarbeitenden Standorten benötigt. Zudem sind die Aufwendungen aus Konzernumlagen im Vorjahresvergleich erhöht. Die vorbenannten kumulierten Kostenreduzierungen waren abschließend nicht ausreichend, um in Kombination mit dem gesunkenen Rohertrag eine signifikante Verbesserung des EBITDA zu erreichen. Dieses lag im Berichtsjahr ohne nicht operative Sondereffekte, die das EBITDA insgesamt verbessert haben, bei negativen 192 TEUR nach 1.403 TEUR im Vorjahr. Unter Hinzunahme des mit 1.274 TEUR negativen Finanzergebnisses, hauptsächlich bestehend aus Zinsaufwendungen aus der Konzernfinanzierung durch die Muttergesellschaft, welche aufgrund der unterjährig durchschnittlich niedrigeren Inanspruchnahme des Rahmens zur Finanzierung des Working Capital im Vorjahresvergleich um 12,0 Prozent reduziert werden konnte, sowie kumulierten nicht-operativen Erträgen ergibt sich das mit 7.570 TEUR negative Jahresergebnis. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahr 2023 um 7.438 TEUR auf 80.204 TEUR. Dieser Rückgang ist aktivisch insbesondere bedingt durch eine Reduzierung des Umlaufvermögens i. H. v. 5.098 TEUR. Gründe hierfür liegen einerseits in der gefallenen Aluminiumnotiz, andererseits in aktivem Bestandsmanagement insbesondere bei den Rohmaterialbeständen, wodurch das Vorratsvermögen um insgesamt 6.942 TEUR deutlich vermindert werden konnte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf Vorjahresniveau. Das ABCP-Programm wurde zum Stichtag leicht höher als im Vorjahr zur Finanzierung des Working Capitals in Anspruch genommen. Bezüglich der Summe der angekauften Forderungen zum Stichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen korrespondiert mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit der polnischen Tochtergesellschaft. Bezüglich des an die Tochtergesellschaft begebenen "support letters" und der daraus resultierenden Zusicherung der finanziellen Unterstützung dieser Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen zu den Haftungsverhältnissen im Anhang. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um den Jahresfehlbetrag weiter vermindert und beträgt zu Stichtag 2.618 TEUR, was einer Eigenkapitalquote von 3,3 Prozent nach 11,6 Prozent im Vorjahr entspricht. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich auf Basis höherer Rückstellungen für ausstehende Gutschriften sowie höherer Verpflichtungen im Personalbereich um 1.012 TEUR angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum Stichtag trotz erheblich reduzierter Vorratsbestände deutlich gegenüber dem Vorjahr um 3.208 TEUR, da der Umstand des Vorjahres (erheblich vorfällige Zahlläufe kurz vor Jahresende) in 2023 nicht zum Tragen kam. Die Finanzierungsverbindlichkeiten im Verbundbereich gegenüber der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, betrug zum Stichtag 59.153 TEUR und reduzierte sich damit um 6,6 Prozent i. V. zum Vorjahr. Hier macht sich die verminderte Working-Capital-Finanzierung des Berichtsjahres durch die Muttergesellschaft bemerkbar. Das Saldo der sonstigen Verbindlichkeiten dotiert mit 4.831 TEUR leicht über Vorjahresniveau; auch hier haben sich strukturell keine bemerkenswerten Veränderungen ergeben. Die Position der passiven Rechnungsabgrenzungsposten (mehrjährige Ertragsrealisation) wurde unterjährig ratierlich abgetragen und dotiert zum Stichtag mit 1.550 TEUR. 3. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die KNAUF INTERFER SE, Duisburg. Ausreichend gewährte Kreditlinien durch die Muttergesellschaft in Verbindung mit Forderungsverkäufen im Rahmen des ABCP-Programms (Asset Backed Commercial Papers) sichern die Finanzierung der Gesellschaft ab. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft ergeben sich durch die Einbindung in die Konzernstruktur auf der Basis des praktizierten Cash-Poolings. Insbesondere aufgrund der zur Verfügung stehenden Gesellschafterfinanzierung war die Gesellschaft im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Total-Cashflow, mithin die Veränderung des Finanzmittelfonds (bestehend ausschließlich aus liquiden Mitteln), betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -163 TEUR. Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung durch die Muttergesellschaft wird hierbei dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zugewiesen. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit war mit 1.190 TEUR (Vorjahr: -10.542 TEUR) leicht positiv. Die maßgeblichen Treiber hierfür waren deutliche Verringerungen in den Vorräten (6.942 TEUR), sowie Mittelbindungen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+3.207 TEUR); gegenläufig war eine stichtagsbedingte Erhöhung der Forderungen (-1.985 TEUR) zu verzeichnen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war bei Mittelabflüssen aus Investitionen mit -3.679 TEUR erwartungsgemäß negativ. Hauptsächlich durch Veränderungen aus der Aufstockung des ABCP-Programms ergab sich im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ein positives Ergebnis in Höhe von 2.326 TEUR. Per Saldo konnten damit die kumulierten Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit nicht vollends ausgleichen, was insgesamt zu einem Mittelabfluss an liquiden Mitteln von 164 TEUR führt. C. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Risikomanagement Risiken werden systematisch untersucht und im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen beurteilt und bewertet. Auf der Grundlage der identifizierten und bewerteten Risiken entscheidet die Geschäftsführung gemeinschaftlich mit dem Vorstand der Gesellschafterin, der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, über Maßnahmen zur Risikosteuerung. Die Risikokommunikation umfasst einen standardisierten Prozess und sorgt für eine zeitnahe Berichterstattung von relevanten Informationen. 1. Produktions- und Absatzrisiken Im Bereich der Automobilkunden wurden die von einigen Kunden budgetierten Mengen auf Plattformebene nicht erreicht; die Konsequenzen daraus werden mit den Kunden auf Einzelebene verhandelt. Das damit einhergehende Risiko ist bedingt durch die teils kapitalintensiven Investitionen als hoch für das Unternehmen einzuordnen. Das anhaltend hohe Zinsniveau im Jahr 2023 (und darüber hinaus) beeinflusst insbesondere den Absatz im Bau- und Industriebereich. Ab dem 2. Quartal war hier ein deutlicher Abschwung spürbar, der sich nach letzten Erkenntnissen auch zumindest im ersten Halbjahr 2024 fortsetzt. Der geringe Absatz, von dem auch viele Marktbegleiter betroffen sind, führt zudem zu einer Erosion der Verkaufspreise, welcher die KIA aber bislang offensiv begegnet. Entsprechend besteht ein mengen- und preisseitiges Risiko, dem die KIA über diverse Maßnahmen wie bspw. Kurzarbeit begegnet. Nach dem starken Preisverfall des Aluminiums im Jahr 2023 wird sich dieser Trend Prognosen zufolge im Jahr 2024 nicht fortsetzten. Experten gehen von einer leichten Erholung bis hin zu einer Verknappung und damit deutlichem Anstieg des Materialpreises aus. Die Bolzenprämie wird auf einem ähnlichen Niveau wie zum Jahresende 2023 erwartet; auch hier sind Preissteigerungen möglich. Da KIA seine Einkäufe über Forwards absichert besteht hier allerdings nur ein geringes Risiko für die Ertragsfähigkeit der Gesellschaft. Lediglich nachgelagerte Aluminiumpreisgleitklauseln (wie sie im Automobilgeschäft Standard sind) können im fallenden Markt zu Verlusten führen; diese werden jedoch (durch ihren nachgelagerten Effekt) über Zeit ausgeglichen. Dementgegen belasten erhöhte Kosten für Energie (Strom und Gas) die Produktionskosten der KIA spürbar. Entsprechende preisliche Anpassungen zu den Kunden sind weitestgehend abgeschlossen. Gleiches gilt für zugekaufte Leistungen wie beispielsweise Oberflächenveredelung oder gestiegene Preise für Zukaufteile. Durch sehr gute Arbeit im Bereich der Produktentwicklung konnte die KIA eine starke Position bei diversen OEMs weiter ausbauen bzw. bestehende Beziehungen deutlich intensivieren. Dadurch wird der Ansatz zur Diversifizierung des Portfolios hin zu Automobil-Produkten verstärkt und - über die Mehrkundenstrategie - eine Abhängigkeit vermieden. Gleichzeitig werden aber auch die nicht-automobil Produkte gestärkt, um die vorgenannten Abhängigkeiten weiter zu reduzieren. Dazu wird ebenfalls der Ansatz einer möglichst hohen Wertschöpfung derartiger Produkte verfolgt. Grundsätzlich unterliegen sämtliche Geschäftsprozesse und Technologiestandards einem ständigen Überwachungs- und gegebenenfalls Veränderungsprozess, mit dem Ziel, durch Weiterentwicklungen unserer Technologien neue Anwendungsfelder zu erschließen und die Produktivität unserer Fertigung weiter zu steigern. Hierzu verfügt die Gesellschaft auch über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Absatzseitig können sich Einzelprojektrisiken z. B. im Automotive-Bereich ergeben, z. B. dann, wenn Projekte nicht die über die Laufzeit geplanten Absatzmengen erreichen oder die Laufzeit deutlich verkürzt oder verschoben werden. Zum Umgang mit solchen Risiken werden marktübliche Preis- und Kompensationsklauseln vertraglich im Zusammenhang mit großen OEM-Projekten vorgesehen. 2. Beschaffungsrisiken Durch die krisenbedingte Verknappung von Rohstoffen sind kurzfristige Schwankungen der Einkaufspreise für Rohmaterialien nicht auszuschließen. Hinzu kommen Preisschwankungen durch mögliche Sanktionen sowie Zölle, die den Rohstoffpreis teilweise sehr kurzfristig beeinflussen können. Beeinträchtigungen, wie bspw. Naturkatastrophen oder andere Ereignisse höherer Gewalt können die Versorgungssicherheit und damit auch die Produktion ausbremsen. Durch die langjährigen Lieferbeziehungen und ein über die letzten Jahre deutlich breiter aufgestelltes, nicht auf Europa beschränktes, Lieferantennetzwerk sowie durch ein pro-aktives Bestandsmanagement wird das Verfügbarkeitsrisiko gemindert. Obwohl sich die teils extremen Preis für Gas und Strom im Zuge der Ukraine Krise im Laufe des Jahres teilweise normalisiert haben, stellen sie für den energieintensiven Produktionsprozess der KIA nach wie vor ein großes Risiko dar. Signifikante zusätzliche Preissteigerungen im Zukaufteilebereich, die über die der beiden abgeschlossenen Jahre hinausgehen, erwartet das Unternehmen nicht. Insgesamt betrachtet bestehen nicht unerhebliche finanzielle Risiken aus deutlich erhöhten Preisen für Energie sowie aus der Weitergabe an unsere Kunden. Die Gesellschaft verfügt über ein breit gefächertes Lieferantenportfolio, um eine stete Lieferbereitschaft zu gewährleisten. Die Prüfung weiterer Lieferquellen zur Optimierung des Einkaufs bleibt aber dennoch aktuell. 3. Vorratsrisiken Die konjunkturzyklische Preisentwicklung stellt stets ein erhebliches geschäftsmodell-inhärentes Risiko dar. KIA setzt seine Produkte entweder: - zu verhandelten Kontrakten ab, die einkaufsseitig über Forwards fixiert sind - über rückwirkende Metallgleitklauseln (meistens Durchschnitt des vergangenen Quartals für das laufende Quartal) vorwiegend bei Automobilkunden oder - über sogenannte "freie Mengen" (das bedeutet, dass Spot-Bestellungen zu aktuellen oder antizipierten, zukünftigen Bewertungspreisen verkauf werden) ab. Dabei ist der Zeitpunkt der Absicherung sowie die abgesicherte Menge von großer Relevanz. Insbesondere bei den sog. "back to back" Vereinbarungen - also der Nutzung von retrograden Preisen - ist im fallenden Rohstoffmarkt ein temporärer Verlust nicht vermeidbar. KIA bewertet seine Produkte rohstoffseitig zum gleitenden Durchschnittspreis, wodurch den Schwankungen des Rohstoffmarktes Rechnung getragen ist. Das Risiko für kundenbezogenes, eingelagertes Material wird grundsätzlich so gering wie möglich gehalten und, falls erforderlich, einzelvertraglich abgesichert. Den starken Schwankungen am Rohstoffmarkt begegnen wir mit einer intensiven Marktbeobachtung und einem daraus abgeleiteten Bestellverhalten. So wurde im Berichtsjahr der Bestand an Aluminiumrundbarren (mit Abstand größte Einzelposition im Rohmaterial) mehr als halbiert (siehe Grafik).
4. Personalrisiken Die KIA ist als Produktionsunternehmen in hohem Maße von der Qualifikation, Verfügbarkeit und Erfahrung ihrer Mitarbeiter abhängig; dementsprechend stellt der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen das größte Personalrisiko dar. Durch gezielte Maßnahmen der Personalentwicklung, ein betriebliches Altersmanagement sowie durch eine nachhaltige Personalpolitik wirken wir diesem Risiko aktiv entgegen. 5. Art und Umfang der Umweltschutzrisiken Betriebsstoffe mit Risikopotenzial werden unter geregelten Bedingungen verarbeitet und unterliegen entsprechender staatlicher/öffentlicher Aufsicht. Zur Absicherung dieser Regeln sind wir auch nach dem Managementsystem ISO 14001:2015 zertifiziert. 6. Finanzinstrumente (§ 289 Abs. 2 HGB) Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden geprüft. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein Mahnwesen und grundsätzlich eine Warenkreditversicherung. Bezüglich des abgeschlossenen ABCP-Vertrages besteht das Risiko, dass die Finanzierungsgesellschaft zum Kauf angebotene Forderungen bei Bedingungsverstößen nicht erwirbt (bspw. keine Deckung bei der Warenkreditversicherung). Die Gesellschaft verzichtet derzeit auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Verbindlichkeiten werden durch eine entsprechende Pauschalwert- und, sofern erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen gemindert. Auch die bestehende Warenkreditversicherung fängt entsprechende Ausfallrisiken ab. 7. IT-Risiken Die Geschäftsprozesse laufen in hohem Maße über IT-gestützte Anwendungen. Hieraus ergeben sich Geschäftsrisiken in Bezug auf einen Ausfall oder die Manipulation von IT-Systemen. Zur Risikominderung ist die Bereitstellung von IT-Systemen teilweise an Dienstleister mit entsprechender Zertifizierung ausgelagert. Zudem ist grundsätzlich Vorsorge getroffen worden durch regelmäßige Backups, Sicherheits-, Zugangs- und Benutzerkontrollen. Die IT-Strategie der Knauf Interfer Gruppe sieht die gruppenweite Nutzung eines einheitlichen ERP-Systems vor. In Verlängerung des im Geschäftsjahr erfolgten Roll-Outs in der BU Aluminium wurde im Berichtsjahr ein proof-of-concept zur Nutzung der SAP S/4 HANA Logistik-Module für die BU Steel durchgeführt. Im Ausblick ist die Einführung dieser Software für die BU Steel geplant. Aus der Einführung des ERP-Systems können sich projektbezogene Risiken in Bezug auf Kosten, Zeit und Funktionsweise ergeben, die wir insbesondere durch ein stringentes Projektmanagement und Aufrechterhaltung eines Backup-Systems zu begrenzen versuchen. Dazu kommen "Cyber-Risiken" aus potenziellen zielgerichteten Angriffen auf Daten- oder IT-Systeme unter Ausnutzung von Informations- und Kommunikationstechnik, wie bspw. das Ausspähen von Geschäftsgeheimnissen, Erpressung und Datenverluste durch Ransomware oder die Unterbrechung der IT-Systeme durch Angriffe. Um diese Risken zu begrenzen, legen wir seit Jahren Wert auf eine sichere IT-Infrastruktur, aktuelle Zugriffsberechtigungen, eine jährliche Überprüfung unserer IT-Sicherheit durch ein unabhängiges Prüferhaus und Umsetzung identifizierter Optimierungsmaßnahmen. So konnte hier eine gruppenweite Vorbereitung zur Zertifizierung nach dem TISAX-Standard initiiert werden. Zudem schärfen wir intern das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Cyber-Risiken durch Schulungen. Aktuelle Risikoquellen werden eng beobachtet, bewertet und regelmäßig in die Organisation kommuniziert (z. B. BSI-Hinweise). 8. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Der Vorstand der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, hat gemäß § 91 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 1 StaRUG ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung von Risiken eingerichtet. Dazu werden die - aus der vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Unternehmensstrategie - wesentlichen Handlungsfelder und konkrete Projekte als Ausgangsbasis für eine systematische Überwachung abgeleitet. Gemäß diesem Überwachungsansatz, der laufend innerhalb des Vorstandes geprüft wird, erfolgt eine Festlegung, in welchem Ausmaß Risiken verantwortet werden können. Risiken werden systematisch durch stringentes Projektmanagement untersucht, innerhalb dessen mögliche Auswirkungen identifiziert, analysiert sowie beurteilt und bewertet werden. Auf Basis dieser Grundlage entscheidet der Vorstand über Maßnahmen zur weiteren Risikosteuerung. Das Überwachungssystem umfasst einen standardisierten Prozess und sorgt für eine zeitnahe Berichterstattung von relevanten Informationen. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Überwachungssystems werden durch entsprechende Kontrollen gewährleistet. Das eingerichtete Überwachungssystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Regeln zur Aufbau- und Ablauforganisation des Überwachungssystems werden vom Vorstand vorgegeben. Ergänzend wurde eine Risikomanagement-Guideline zur Beschreibung der Risikopolitik und -strategie sowie zur Beschreibung der standardisierten Prozesse zur Risikoidentifikation und -bewertung sowie zur Definition von geeigneten Abstellmaßnahmen im Geschäftsjahr 2023 eingeführt. Auf dieser Grundlage erfolgt eine standardisierte Ermittlung und Bewertung der Top-Risiken für den Knauf Interfer Konzern unter Einbeziehung aller wesentlichen internen Stakeholder. 9. Chancen Es bestehen Chancen aus der Geschäfts- und Prozessoptimierung sowie durch Personal- und Managemententwicklung. In diesem Zusammenhang sind auch Effizienzpotentiale beim Einkauf und bei der Logistik innerhalb der Knauf Interfer Gruppe zu nennen. Wie bereits erwähnt bestehen durch hervorragende Entwicklungsarbeit und damit neugeschaffenen Kundenbeziehungen Chancen auf unterschiedliche Projekte, die dem Unternehmen sehr einträgliche Margen bescheren können. Auch die Hochläufe diverser neuer Projekte bieten dem Unternehmen gute Chancen in zukünftigen Perioden. 10. Gesamtbild der Risikolage Auf der Grundlage der Einbindung in die Konzernfinanzierung der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, ist der Bestand des Unternehmens gesichert. Für das Geschäftsjahr 2024 ergibt sich ein erhebliches Risiko, sollte der Umsatzrückgang im non-automotive-Bereich weiter anhalten; Chancen bestehen im Anlauf von Neuprojekten für OEMs. Es bleibt allerdings festzuhalten, dass Lieferengpässe, Energiepreiserhöhungen und eine weitere, konjunkturellen Abschwächung in Europa potenzielle Entwicklungsbeeinträchtigungen mit sich bringen kann, welche die zukünftigen Ergebnisse der KIA belasten kann. D. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung Globale Perspektive Die geopolitischen Spannungen dürften auch 2024 hoch bleiben und können den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. So können zum einen die Spannungen aufgrund des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten den Handel und die Lieferketten weiterhin massiv unter Druck setzen. Zum anderen könnte sich auch der schwelende Konflikt zwischen Taiwan und China deutlich negativ auswirken. Aktuell ist der Handel im Roten Meer durch den Angriff der Huthi-Miliz auf Frachter massiv beeinträchtigt. Im Dezember 2023 ging die Frachtkapazität im Roten Meer um 70 Prozent zurück. Rund 19 Prozent des Welthandels werden über diese Schifffahrtsroute abgewickelt, so dass die Angriffe erhebliche Auswirkungen auf den Handel haben. Dies zeigt auch der Vergleich mit der Blockade des Suezkanals durch das Schiff "Ever Given" im Jahr 2021, die zu Kosten von rund 10 Milliarden USD pro Tag führte. Darüber hinaus beeinträchtigt die anhaltende Dürre in Panama derzeit den Panamakanal, was sich vor allem auf den Handel in Nordamerika negativ auswirkt. Ein weiteres Risiko ist, dass etwa 30 Prozent des Welthandels durch die Meerenge des Südchinesischen Meeres fließen, was im Falle eines Konflikts zwischen China und Taiwan zu erheblichen Störungen des Welthandels führen könnte. Ein positiver Trend, der sich weltweit beobachten lässt, ist der Rückgang der Inflation. Dies kann zu einem Anstieg der konsumgetriebenen Nachfrage führen, mit möglicher Stimulanz für den Welthandel. Darüber hinaus dürften Mitte bis Ende des Jahres die ersten Zinssenkungen in der EU und den USA erfolgen, was die Wirtschaft ankurbeln könnte. Dies kann zu einer Belebung der weltweiten Nachfrage führen und den Welthandel vor allem in der zweiten Jahreshälfte fördern. Insgesamt dürfte sich der globale Handel in den ersten sechs Monaten verhalten entwickeln. Für die zweite Jahreshälfte ist eine positivere Entwicklung zu erwarten, vor allem aufgrund niedrigerer Zinsen und einer weiteren Ankurbelung der weltweiten Konjunktur. Neben den konjunkturellen Einflüssen werden auch politische Aspekte die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen. So ist in 2024 weltweit eher politischer Stillstand als frischer Schwung durch neue Reformen zu erwarten. Denn 2024 ist ein globales Superwahljahr mit über 50 nationalen Wahlen weltweit, mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung wird an die Urnen gerufen. Zu den wichtigsten Wahlen gehören dabei die Europawahl im Juni, die US-Präsidentschaftswahl im November sowie die Parlamentswahlen in Indien. Daneben gibt es aber auch nationale Abstimmungen in einigen afrikanischen Ländern, in Österreich, Finnland und Belgien. Damit werden in vielen demokratischen Ländern eher Wahlkämpfe und weniger Reformen im Mittelpunkt der Politik stehen (Quelle: Deloitte, 12.01.2024). Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus aller Welt erwarten für 2024 ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,6 Prozent. Dies entspricht in etwa dem Wirtschaftswachstum des Vorjahres 2023 (2,7 Prozent). Vor allem Expertinnen und Experten aus Afrika und Asien erwarten für 2024 hohe Wachstumsraten (jeweils 3,6 Prozent). Für Europa (1,9 Prozent) und Amerika (2,3 Prozent) sind die Expertinnen und Experten eher verhalten. Für die mittel- und langfristige Entwicklung sind die Erwartungen optimistischer. Für 2025 wird ein globales Wachstum von 2,9 Prozent und für 2027 ein Anstieg von 3,3 Prozent erwartet (Quelle: ifo Institut, 23.01.2024). Deutschland Deutschland wird nach OECD-Einschätzungen in diesem Jahr 2024 wohl deutlich schwächer als die anderen Industriestaaten wachsen. Die OECD halbierte ihre Wachstumsprognose von ohnehin schwachen 0,6 auf 0,3 Prozent. Sämtlichen anderen großen Euro-Ländern trauen die Expertinnen und Experten ein größeres Wachstum zu: Für Frankreich werden 0,6 Prozent prognostiziert, für Italien 0,7 Prozent, für Spanien 1,5 Prozent. Auch Nicht-EU-Industrienationen wie die USA (2,6 Prozent) oder Großbritannien (0,7 Prozent) dürften sich besser schlagen, so die OECD. Schlechter als Deutschland abschneiden soll etwa das sich in Dauerkrise befindliche Argentinien, hier wird ein Minus von 2,3 Prozent erwartet. Die Aussichten für das Wachstum in Deutschland sind auch für 2025 nicht grundlegend besser. Auch hier senkte die OECD ihre Prognose von 1,2 auf 1,1 Prozent. Die Ursache für das schwache Wachstum in Deutschland wird damit begründet, dass die energieintensiveren Industrien ein größeres Gewicht in der deutschen Wirtschaft haben als in anderen Ländern der Euro-Zone. Die Abhängigkeit von russischen Energieimporten sei in Deutschland größer gewesen als zum Beispiel in Frankreich. Das habe nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine zu einer stärkeren Verteuerung von Energie in Deutschland geführt. Diese beeinträchtige die Produktion in energieintensiven Industrien noch immer. Neben den externen Schocks - Krieg, Energiekrise, Inflation - sieht die OECD einhergehend mit dem demographischen Wandel und fiskalischen Rahmenbedingungen, auch die Haushaltskrise mit ihren Unsicherheiten für die Unternehmen und Privatsektor als Grund der momentanen wirtschaftlichen Lage an. Der Sparkurs der Bundesregierung habe zum Rückgang der Investitionen im vierten Quartal 2023 geführt und den privaten Konsum trotz gestiegener Reallöhne zurückgehalten. Aber auch die Exporte, von denen Deutschland wie kein anderes Land abhängig ist, sind zurückgegangen. 1,4 Prozent beträgt das Minus für das Jahr 2023. Laut dem Münchner Ifo-Institut benötigen die Exporteure neue Impulse. Die schwächelnde Weltkonjunktur drückt auf die Stimmung - und es wirken sich die von den Zentralbanken in nahezu allen Wirtschaftsräumen heraufgesetzten Zinsen negativ aus. Denn sie machen Investitionen in Maschinen, Industrieanlagen und Autos teurer - alles Dinge, die der einstige Exportweltmeister Deutschland stets in großer Zahl verkauft hat (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 05.02.2024). Absatzbranchen Der deutsche Pkw-Markt dürfte im laufenden Jahr 2024 schrumpfen. Der Branchenverband VDA geht in seiner nun veröffentlichten Prognose von 2,8 Millionen Neuzulassungen aus, was einem Rückgang um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Bei den E-Auto-Neuzulassungen sehen die Experten ein Minus von 14 Prozent auf 451.000 Fahrzeuge, die Zahl der Plug-in-Hybride soll hingegen um fünf Prozent auf 185.000 Fahrzeuge steigen. Die Märkte in Europa (plus vier Prozent) und den USA (plus zwei Prozent) wachsen der Prognose zufolge aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker als der chinesische Markt, der um lediglich ein Prozent zulegt. Für den globalen Pkw-Markt erwartet der VDA einen Anstieg um zwei Prozent auf das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Kein Wachstum ist indes bei der Inlandsproduktion zu erwarten, die weiterhin bei 4,1 Millionen Fahrzeugen liegen soll. Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Millionen Pkw um vier Prozent zulegen. Für den Export steht ein leichtes Plus von einem Prozent auf 3,1 Millionen Autos in der Vorschau. Zuvor hatten bereits andere Verbände der Branchen ihre Prognosen für den deutschen Markt veröffentlicht. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sieht die Zahl der Pkw-Neuzulassungen mit rund 2,85 Millionen im kommenden Jahr auf dem Niveau von 2023. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), in dem unter anderem die Autohändler organisiert sind, prognostiziert rund 2,65 Millionen Neuzulassungen (Quelle: autohaus.de, 31.01.2024). Die deutsche Autoindustrie steht vor dem größten Wandel ihrer Geschichte. Zulieferer wie Bosch und ZF Friedrichshafen haben schon Job Abbau angekündigt. Experten zufolge könnte die Transformation 2024 voll durchschlagen. Die Stimmung im Autoland Deutschland ist getrübt: Während die deutschen Autobauer Volkswagen, Mercedes und BMW für Januar bis September 2023 Umsatzsteigerungen verkünden, klagen Zulieferer über Produktionsrückgänge und streichen massenhaft Stellen im Automotive-Sektor. Gemäß Stefan Bratzel, Professor an dem Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach, wird jetzt spürbar, was die Transformation von der Verbrennungs- hin zur Elektrotechnologie wirklich bedeutet. Nach seiner Einschätzung werden bis zu 160.000 Jobs durch die Transformation wegfallen. Diese Prognose sei aber nicht neu, der Trend wird sich allerdings nun noch weiter verschärfen. Die Konkurrenz lauere vor allem in Asien. Auch eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung Roland Berger mit der Investmentbank Lazard kommt zu dem Schluss, dass asiatische Hersteller und Zulieferer zu den Gewinnern im Markt gehören werden. Sie profitieren demnach von der Elektrifizierung des Antriebsstrangs sowie der Digitalisierung-Technologien, auf die sich Hersteller in Asien bereits länger konzentrieren und die dort stärker nachgefragt werden als in anderen Regionen. Gemäß dem PwC Maschinenbau-Barometer aus Dezember 2023 blickt die Mehrheit der befragten Maschinenbau- und Anlagenbauer (53 Prozent) pessimistisch auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024. Die Perspektive auf die globale Konjunkturentwicklung hat sich ebenfalls eingetrübt. Die durchschnittliche Umsatzwachstumserwartung für die Gesamtbranche im Jahr 2024 liegt bei -2,4 Prozent. Ein weiterer Rückschritt gegenüber dem Vorquartal (-1,6 Prozent). Dieser Minusrekord wird lediglich von den Ausnahmewerten der Pandemiejahre überboten. Seit über drei Quartalen ist ein fester Anteil der Befragten um die 40-Prozent-Marke der Ansicht, die Umsätze der Branche werden sich negativ entwickeln. Der Maschinenbau befindet sich damit in einer dauerhaft kritischen Phase. Lediglich rund ein Drittel der befragten Manager geht von einem Wachstum des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus aus. Das sind 40 Prozent weniger als noch zu Jahresbeginn. Die Mehrheit befragten Unternehmen rechnet auch im kommenden Quartal mit weiter steigenden Kosten. Die bedeutendsten Wachstumshindernisse: steigender Kostendruck, Fachkräftemangel und Geopolitik. Zunehmende Regulierung und sinkende Nachfrage bereiten mindestens der Hälfte der Befragten konstant Sorgen. Probleme bei der Finanzierung nehmen auch zu. 77 Prozent der Entscheider im Maschinenbau rechnen mit steigenden Personalkosten im Jahr 2024, bei Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte sind es 40 Prozent, bei Energiekosten 30 Prozent. Positiv zu vermelden ist hingegen, dass die Auslastung der Unternehmen unvermindert hoch sei, sie liegt im Schnitt bei 89,5 Prozent (Quelle: PwC Maschinenbau-Barometer, Dezember 2023). Nach drei Wachstumsjahren stehen die Zeichen in der deutschen Elektroindustrie auf Rückgang. Der Fachverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI spricht von einer Wachstumsdelle, doch je nach Branche dürfte das erste Halbjahr 2024 schwer werden. Angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit Inflation, der vergleichsweise noch hohen Zinsen und der hohen Energiepreise zeigt sich der ZVEI für 2024 zurückhaltend. Das Geschäftsklima liege im negativen Bereich, sowohl, was das Ist, als auch, was die Prognose angehe. Eine ganze Reihe von Unternehmen würde schon über Kurzarbeit nachdenken. Auf Jahressicht erwarte sein Verband, dass die reale Produktion um 2 Prozent nachgeben werde. Die Delle von 2 Prozent beim realen Produktionsrückgang verteilt sich in den Branchen sehr unterschiedlich. Die Auftragseingänge im Bereich Batterien, Netzausbau, in jenen Bereich der Elektro- und Digitalindustrien, die ganz unmittelbar am Umbau unserer Energiesysteme arbeiten, seien noch sehr hoch, sehr stabil. Ein deutlich größerer Teil des Rückgangs entfällt auf den klassischen B2B-lndustrieausrüstungsteil, also Automatisierung und Elektrifizierung. In diesen Bereichen sieht der Verband einen deutlich dramatischeren Rückgang, sodass davon ausgegangen wird, dass alle Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig mit der Automatisierung auseinandersetzen, es im nächsten Jahr zumindest im ersten und zweiten Quartal schwerer haben wird. Der Anteil des Automatisierungssektors an den ZVEI-Mitgliedsunternehmen liegt bei etwa 20 Prozent. (Quelle: VDI nachrichten, 29.01.2024). Deutschland steckt in einer Bau- und Wohnungskrise. Immer weniger Wohnungen werden errichtet, das belastet den Wohnungsmarkt - und die Bauindustrie. Erstmals seit der Finanzkrise vor 15 Jahren erwartet die deutsche Bauindustrie 2024 einen Stellenabbau in der Branche. Der Bauindustrieverband HDB rechnet damit, dass in den kommenden Monaten etwa 10.000 Arbeitsplätze abgebaut werden müssen. Grund für den befürchteten Job Abbau sei die schwache Konjunktur am Bau. Während man im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau 2023 noch mit einem blauen Auge davongekommen sei und nur leicht sinkende Umsätze verzeichnet habe, seien die Erlöse im Wohnungsbau nach Verbandangaben um 12 Prozent eingebrochen. Auch 2024 soll der Umsatz im Wohnungsbau um weitere 12 Prozent fallen. Einer Mitgliederumfrage des HDB zufolge erwarten 55 Prozent der 450 befragten Firmen 2024 eine Verschlechterung der Ertragslage. 60 Prozent wollten die Belegschaften stabil halten, 12 Prozent wollen Stellen ausbauen und fast ein Drittel (29 Prozent) will Jobs abbauen. Angesichts gestiegener Zinsen und teurer Materialien stockt der Wohnungsbau in Deutschland. Das lfolnstitut für Wirtschaftsforschung erwartet, dass 2024 nur 225.000 Wohnungen fertiggestellt werden, nach geschätzt 270.000 im vergangenen Jahr. Auch die DZ Bank sieht einen Abwärtstrend: Bis 2025 könne die Zahl der jährlichen Fertigstellungen auf 200.000 Wohnungen fallen. (Quelle: tagesschau.de, 21.01.2024). Von 334 befragten Unternehmen der Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) sehen nur noch knapp 19 Prozent aktuell eine gute Geschäftslage. Fast 32 Prozent bewerten sie als schlecht. Fürs erste Halbjahr 2024 prognostiziert die Hälfte noch trübere Aussichten, 90 Prozent sehen wenig Grund zum Optimismus. Ein Stimmungskiller sind die Produktionszahlen: Im vierten Quartal 2023 verstärkte sich der Rückgang in den WSM-Branchen um 5,4 Prozent gegenüber dem dritten. Im Vergleich zum selben Vorjahresquartal waren es fast 5,9 Prozent. Ein winziges positives Signal ist die etwas langsamere Negativentwicklung im Dezember. Der Verband sieht dringend Handlungsbedarf bei der Politik, sie bremse Unternehmen massiv aus und fordert ein Umdenken in der Industriepolitik hin zu mehr Zukunfts- und Standortorientierung: bezahlbare Energie, überschaubare Bürokratie, bessere Infrastruktur sowie verlässliche Lieferketten (Quelle: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM), 13. Februar 2024). Die Mitgliedsunternehmen des Fachverbands Aluminium Deutschland sind mit Blick auf das Jahr 2024 sehr besorgt um den Industriestandort Deutschland. Sie stellen sich die Frage, ob mutiges Unternehmertum, die Innovationskraft und ihr Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität politisch überhaupt wahrgenommen oder gar geschätzt werden. Die Unternehmen können mit Konjunkturzyklen durchaus umgehen, nicht allerdings mit einer immer weiter um sich greifenden Überregulierung mit dem moralischen Zeigefinger, aber ohne industriepolitischen Kompass. Der Fachverbands-Präsident führt dazu aus, dass die Aluminium-Unternehmen seit Jahren in effizientere und damit CO 2 ärmere Produktion investieren. Sowohl die Aluminiumprodukte als auch die Herstellungsprozesse haben den Fußabdruck als wichtiges Ziel im Blick. Statt diese Entwicklung mit klugen Rahmenbedingungen zu stärken und zu begleiten, kommen Jahr für Jahr, Monat für Monat zusätzliche Belastungen hinzu. Laut Fachverbands-Angaben wird das nicht lange gutgehen. Es gilt auch hier die Börsenweisheit: Die Jobs sind nicht weg, sie sind nur woanders" (Quelle: Aluminium Deutschland, 25.01.2024). Aktuelle Situation und Ausblick Das Geschäftsjahr 2024 ist schwach gestartet. So setzt sich eine niedrigere Marktnachfrage im Bereich Bau und Industrie fort, die weiter nur teilweise durch den Bereich Verkehr & Automotive kompensiert werden kann. Gleichzeitig haben einige Kunden bestehende Aufträge auf die 2. Jahreshälfte verschoben, was den Jahresbeginn schwierig gestaltet. Mit wenigen Ausnahmen ist die Auftragslage im Automotive-Segment als zufriedenstellend zu bezeichnen. Per Saldo schließt das erste Quartal 2024 mit einem Verlust, der das zum Stichtag verbleibende Eigenkapital nahezu aufgezehrt hat. Die Muttergesellschaft hat bereits ihre Bereitschaft zur Eigenkapitalstärkung der Gesellschaft zugesagt und steht bis auf Weiteres mit entsprechenden Gesellschafterfinanzierungen für die KIA und deren Tochtergesellschaft in Polen zur Verfügung. Es wird mit einer signifikanten Verbesserung der Ergebnislage im 2. Halbjahr gerechnet; Voraussetzung dafür ist eine Erholung der Konjunktur und die Umsetzung eines Revitalisierungsplans. . Im Ausblick ist weiter von einer verhaltenen Absatzentwicklung den Bereichen Bau und Industrie auszugehen. Im Automotive Bereich werden gleichzeitig die Ausweitung der Absätze sowie innerbetriebliche Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen zur Auslastungs- und Kostenverbesserung führen. Bezogen auf den Gesamtumsatz der Unternehmung für das Geschäftsjahr 2024 geht das Unternehmen so von einem leicht verbesserten Niveau gegenüber dem abgeschlossenen Geschäftsjahr aus. Die Geschäftsführung der Gesellschaft rechnet, auf Basis der vorbenannten Prämissen, für das Jahr 2024 mit einem leicht negativen bis ausgeglichenem Ergebnis ohne Sondereffekte für Restrukturierungen. Die Prognose ist in Anbetracht dieser exogenen Faktoren mit deutlich überdurchschnittlichen Unsicherheiten behaftet und eine verschlechternde Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft bis hin zu einer potenziellen Entwicklungsbeeinträchtigung kann nicht ausgeschlossen werden.
Ense, den 28. März/24. Mai 2024 Gez. Moritz Ottmann, Geschäftsführer Gez. Paul Schaab, Geschäftsführer Gez. Guido Rickfelder, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023KNAUF INTERFER ALUMINIUM GMBH, ENSE-HÖINGENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense-HöingenI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Knauf Interfer Aluminium GmbH mit Sitz in Ense wird im Handelsregister unter der Nummer HRB 4604 beim Amtsgericht Arnsberg geführt. Der Jahresabschluss der Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense, zum 31. Dezember 2023 ist nach den aktuellen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Software und Lizenzen haben in der Regel eine Nutzungszeit von drei Jahren. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 33 bzw. 50 Jahren vorgenommen. Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend zwischen acht und zehn Jahre abgeschrieben. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, sind im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abzusetzen, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut € 250,00 nicht übersteigen. Für Wirtschaftsgüter über € 250,00, die aber € 1.000,00 nicht übersteigen, ist im Wirtschaftsjahr der Anschaffung ein Sammelposten zu bilden. Der Sammelposten ist im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel aufzulösen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaig erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich nach der Methode des gleitenden Durchschnitts gemäß § 255 HGB bewertet. Risiken im Bereich des Vorratsvermögens, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellkosten unter Einbezug von Material- und Fertigungseinzel- und Gemeinkosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,30 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Im Rahmen eines ABCP-Programmes (Asset Backed Commercial Paper) werden Forderungsbestände verkauft. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf T€ 3.972. Zudem wurde per Stichtag eine Verbindlichkeit gegenüber dem Forderungserwerber vor Anpassung der Reserven aufgrund von Geldeingängen zwischen dem letzten Ankaufsstichtag und dem 31.12.2023 von T€ 3.911 ausgewiesen. Das ABCP-Programm stärkt die Liquidität und ermöglicht eine flexible Finanzierung. Liquide Mittel und aktive Rechnungsabgrenzungen sind mit dem Nominalbetrag angesetzt worden. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Sowohl die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als auch die Rückstellungen für Jubiläumszusagen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des "Anwartschaftsbarwertverfahrens" errechnet worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen anstelle des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre per 31. Dezember 2023 beträgt 1,76 % (Vorjahr: 1,45 %), der Zinssatz für den korrespondierenden zehnjährigen Zeitraum 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %). Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Durch die Verwendung des höheren zehnjährigen Durchschnittszinssatzes haben sich im Vergleich zur Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes um T€ 10 geringere Pensionsrückstellungen per 31. Dezember 2023 ergeben. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden künftige Dynamiken bei Gehältern von 2,20 % (Vorjahr: 2,20 %) angenommen. Die Pensionsrückstellungen wurden unter Annahme einer Rentensteigerung von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) ermittelt. Bei der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellung auf BilMoG zum 01. Januar 2010 wurde von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr wurde insgesamt ein Betrag von T€ 19 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag nach BilMoG in Höhe von T€ 19 wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die sonstigen Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde von der Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Erstellung des Jahresabschlusses bekannt gewordenen Verpflichtungen, Verluste und Risiken. Dem Risiko aus Gewährleistungen wurde durch eine Pauschalrückstellung in Höhe von 0,4 % der garantiebehafteten Umsatzerlöse Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unterjährig werden bei Vorliegen auf fremde Währung lautender Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten diese mit dem Brief- und Geldkurs bewertet. Sofern am Abschlussstichtag auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten vorliegen, erfolgt die Umrechnung gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs. Die Wechselkurse der für den Konzernabschluss bedeutenden Währungen veränderten sich wie folgt:
III. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel dargestellt (siehe Seite 5). Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist in der Anteilsbesitzliste (siehe Seite 6) dargestellt. Die beiden Tochtergesellschaften Brökelmann Alutec Management GmbH, Dortmund, und BAT-Brökelmann-Aluminium Technik GmbH, Ense, wurden mit Gesellschafterbeschluss vom 12. Juli 2023 und Verschmelzungsvertrag ebenfalls vom 12. Juli 2023 auf die Berichtsgesellschaft als übernehmendem Rechtsträger mit Wirkung zum 1. Januar 2023 verschmolzen. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage haben sich bei der aufnehmenden Gesellschaft hieraus nicht ergeben. Insgesamt wurde aus der Transaktion ein Verschmelzungsgewinn von T€ 139 generiert, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. PASSIVA (3) Eigenkapital Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 10. (4) Sonstige Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (T€ 1.777), Garantien und Gewährleistungen (T€ 95), Altersteilzeit (T€ 554), ausstehende Rechnungen und Gutschriften (T€ 944) sowie ausstehende Kundenboni (T€ 587). (5) Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel Einzelabschluss (Angaben in T€):
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten im Rahmen der allgemeinen Regelungen zum Eigentumsvorbehalt. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 59.153 (Vorjahr: T€ 63.084) aus der Finanzierung durch den Gesellschafter. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 335 (Vorjahr: T€ 416) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie mit T€ 3 (Vorjahr: T€ 81) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. (6) Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Es besteht eine gesamtschuldnerische Bürgschaft. Die Knauf Interfer Aluminium GmbH haftet als Mitschuldner für die Zahlungsverpflichtungen der Darlehensnehmerin, der KNAUF INTERER SE, Duisburg, aus einem Investitionsdarlehen in Höhe von bis zu T€ 14.244 sowie aus einem Fördermitteldarlehen in Höhe von bis zu T€ 20.000. Aufgrund der als sehr gut zu bezeichnenden Liquiditätssituation der Darlehensnehmerin wird die Inanspruchnahme aus der o. g. gesamtschuldnerischen Bürgschaft als sehr gering eingestuft. Die Gesellschaft hat mit Datum vom 23. Mai 2024 einen sogenannten "support letter" zu Gunsten Ihrer Tochtergesellschaft, der Knauf Interfer Aluminium Sp. Z. o.o, Opole/Polen, abgegeben, in dem die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft für mindestens ein Jahr ab Datum der Vereinbarung zugesichert wird. Die angabepflichtigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betreffen zum Bilanzstichtag Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von rd. T€ 3.653, wovon T€ 166 Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende geographisch bestimmte Märkte:
(2) Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB bzw. 3 § 285 Nr. 31 HGB Im Berichtsjahr wurden die Entlastungsbeträge nach dem Strompreisbremsegesetz in Höhe von T€ 686 in Anspruch genommen. Darüber hinaus haben sich sonstige Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung, erfasst unter den Umsatzerlösen der Gesellschaft, in Höhe von T€ 1.132 ergeben. (3) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 24 HGB bzw. § 285 Nr. 32 HGB Es bestehen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 424. V. Sonstige Angaben gemäß § 285 HGB Die Angaben zum Prüferhonorar erfolgen gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der KNAUF INTERFER SE, Duisburg. Hierin wird auf die Angaben im Konzernabschluss der KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, verwiesen. Die KNAUF INTERFER SE, Duisburg, Amtsgericht Duisburg HRB 33552, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis einbezogener Unternehmen auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird (§ 285 Nr. 14a HGB). Die KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (Amtsgericht Dortmund HRB 22263) mit Sitz in Dortmund, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den größten Kreis einbezogener Unternehmen auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Angaben zu den Mitarbeitern Im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2023 wurden 524 Mitarbeiter beschäftigt:
Zusätzlich wurden 25 Auszubildende beschäftigt. Angaben zur Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren - Herr Moritz Ottmann, Dipl. Kfm., Gevelsberg - Herr Peter Otto Schmidt, Dipl. Wirt.-Ing., Olpe (bis 23. Oktober 2023) - Herr Elmar Zaßenhaus, Dipl. Ing., Lippstadt (bis 2. Februar 2023) - Herr Paul Schaab, Dipl. Ing., Iserlohn (ab 2. Februar 2023) bestellt. Die Tätigkeiten der Geschäftsführung für die Gesellschaft wurden hauptberuflich ausgeübt. Für die Bezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Mit Wirkung zum 1. Februar 2024 wurde Herr Guido Rickfelder am 31. Januar 2024 zum Geschäftsführer bestellt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 9. Februar 2024. VI. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -7.570 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Ense, den 28. März/24. Mai 2024 Gez. Moritz Ottmann, Geschäftsführer Gez. Paul Schaab, Geschäftsführer Gez. Guido Rickfelder, Geschäftsführer
Anteilsbesitz der Knauf Interfer Aluminium GmbH zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense-Höingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense-Höingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense-Höingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 24. Mai 2024 HLB
AUDITTEAM DORTMUND AG
Stefan Thissen, Wirtschaftsprüfer Thomas Peil, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11.06.2024 festgestellt. |
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